Schmelzende Gletscher enthüllen weitere Beweise einer sehr warmen Mittelal­terlichen Warmzeit

Ein Forscherteam des Innlandet County Council und des NTNU University Museums in Norwegen sowie von der University of Cambridge in UK hat eine große Menge Artefakte aus der Zeit der Wikinger gefunden, und zwar in einem lange vergletscherten Bergpass in Südnorwegen. In ihrer im Journal Antiquity veröffentlichten Studie beschreibt das Team die Örtlichkeit des Passes, erklärt warum man dort plötzlich Artefakte findet und umreißt die bisherigen Funde.

Der Pass wurde im Jahre 2011 am Lomseggen-Bergzug entdeckt nahe des sich derzeit zurückziehenden Lendbreen-Gletschers. Frühere Forschungen zeigten, dass der Grund für das Auftauchen der Artefakte der Rückzug des Gletschers infolge globaler Erwärmung war. Das Team untersuchte das Gebiet von 2011 bis 2015.

Dabei fand man eine ganze Reihe von Artefakten. 60 davon konnten datiert werden auf eine Zeit zwischen 300 und 1000 n. Chr. Die Analyse der Fundstücke ergab, dass es zwei Arten der Reisenden über den Pass gab – lokale Reisen und Fernreisende. Die Forscher zeigen, dass Anwohner den Pass nutzten, um von ihren Sommer- in ihre Winterquartiere zu wechseln. Einige Artefakte zeigten außerdem, dass der Pass zumeist zu einer Zeit benutzt wurde, wenn er mit Schnee bedeckt war – das sehr felsige Terrain würde das Laufen oder auch Reiten schwierig gemacht haben. Schnee hätte die größten Unebenheiten ausgefüllt, was das Überqueren leichter gemacht hatte.

Die Forscher fanden Waffenröcke und Fausthandschuhe, ebenso wie Pferdeausrüstung wie Hufe und Sättel. Auch Überbleibsel von Schlitten wurden gefunden und in einem Falle sogar die Reste eines Hundes mit Halsband und Leine. Bislang wurden jedoch keine menschlichen Überreste gefunden, und das wäre auch unwahrscheinlich, ist doch der Pass nur etwa 700 Meter lang.

Außerdem fanden die Forscher viele Steinhügel entlang des Passes – Steine aufgestapelt auf eine Art und Weise, um als Wegmarkierung zu dienen, um den Reisenden den einfachsten Weg hindurch zu zeigen. Auch kleine Schutzräume wurden gefunden, falls man einmal von einem plötzlichen Schneesturm überrascht worden war.

Den Forschern zufolge wurde der Verkehr über den Pass aufgegeben, als die Winter während des 14. Jahrhunderts immer kälter wurden.

Der ganze Beitrag steht hier.
Dazu passt der BBC-Beitrag Alpine melt reveals ancient life.
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Grüne Alpen anstatt ewigen Eises:

Der Susten-Pass so, wie er zur Römerzeit vor etwa 2000 Jahren ausgesehen haben könnte. Der Stei-Gletscher hatte sich bis auf das Niveau des Tierberg-Gipfels zurückgezogen (2795 m), die Baumgrenze lag eindeutig höher als heute. Bild: aus „Die Alpen“ /Atelier Thomas Richner auf der Grundlage eines Entwurfs von Christoph Schlüchter.


Link: https://www.thegwpf.com/melting-glacier-reveals-more-evidence-of-very-warm-medieval-warm-period/




IPCC-Politik und solare Variabilität

[Hinweis: Der folgende lange Beitrag ist an einigen Stellen gekürzt. Anm. d. Übers.]

Die Studie wirft ein grelles Licht auf die politischen Probleme beim IPCC. Um die Debatte um ACRIM vs. PMOD in den richtigen Zusammenhang zu bringen und zu zeigen, warum diese undurchsichtige und komplizierte wissenschaftliche Debatte wichtig ist, müssen wir auch das Politik-Durcheinander innerhalb des IPCC und des UNFCCC beleuchten.

Das Komposit der TSI-Aufzeichnung von ACRIM zeigt eine Zunahme der Sonnenaktivität von den 1980er Jahren bis etwa zum Jahr 2000. Danach flacht sie ab und beginnt bald abzunehmen. Das ACRIM-Komposit wurden von Richard Willson in einem Artikel für das Magazin Science bereits im Jahre 1997 vorgestellt (Willson1997). Dieses Komposit wurde im Jahre 2014 von Scafetta und Willson aktualisiert (Scafetta and Willson 2014).

Im darauf folgenden Jahr 1998 wurde von Claus Fröhlich und Judith Lean (Fröhlich und Lean 1998) ein rivalisierendes Komposit eingeführt. Darin gehen die gleichen Daten ein, doch bekommen sie eine abnehmende Sonnenaktivität von 1986 bis 1997 heraus. Claus Fröhlich arbeitete am Physikalisch-Meteorologisches Observatorium Davos (PMOD). Die beiden Komposits werden in Abbildung 1 verglichen:

Abbildung 1: Vergleich der TSI-Komposits nach ACRIM und PMOD. Der Graph der ACRIM-TSI (oben) zeigt eine Zunahme von 1986 bis 1997, was mit dem leicht abnehmenden Trend des Graphen des PMOD-Komposits kontrastiert. Der größte Teil dieser Differenz zwischen beiden ist die Art und Weise, wie die „ACRIM-Lücke“ von Mitte 1989 bis August 1991 dargestellt wird. Quelle: Modifiziert aus Scafetta, Willson and Lee et al. 2019, darin deren Abbildung 3

Es gab drei ACRIM-Satelliten, deren Messungen genau und allgemein unbestritten sind – außer von der PDMO-Gruppe. Bei dem Disput zwischen ACRIM und PDMO geht es darum, wie die „ACRIM-Lücke“ von Mai 1989 bis August 1991 zu interpretieren ist. Die Lücke hatte sich aufgetan, nachdem die Challenger-Katastrophe den Start des ACRIM2-Instrumentes verzögert hatte. Ein weiterer signifikanter Unterschied ist, dass das PMOD-Team es vorzog, die Virgo-Ergebnisse an Stelle von ACRIM3 zu nutzen.


[Hier wird der Streit mit gegenseitigen Zitaten weiter erläutert]

Es scheint, dass Judith Lean politisch motiviert war, das ACRIM-Komposit in Frage zu stellen. Aber es steckt mehr dahinter, und um das zu erläutern, müssen wir kurz auf die einzelnen IPCC-Klimawandel-Berichte eingehen. Wir man sehen wird, konnte das IPCC nur auf eine einzige Art und Weise berechnen, ein wie großer Anteil des Klimawandels dem Menschen geschuldet und welcher Teil natürlichen Ursprungs ist, nämlich indem das IPCC die natürliche Komponente modellierte und von den Beobachtungen subtrahierte, um die menschliche Komponente abzuleiten. Die natürliche Komponente ist sehr komplex und wirkt über verschiedene Zeitmaßstäbe. Sie wird hauptsächlich bestimmt durch die solare Variabilität und ozeanische Oszillationen. Beide sind noch kaum verstanden, und das IPCC sowie die CMIP-Modelle können beides nicht genau modellieren. Das IPCC führt viele Forschungen in allen möglichen Bereichen durch, aber wir wollen uns hier nur auf den wichtigsten Bereich konzentrieren, nämlich: Wie groß ist der Einfluss des Menschen auf das Klima?

Der erste IPCC-Bericht
Das IPCC ist eine unabhängige Körperschaft, ins Leben gerufen unter der Aufsicht der WMO und des UNEP. Sein selbst gestecktes Ziel ist:

Das IPCC ist die internationale Körperschaft, um die Wissenschaft bzgl. des Klimawandels zu untersuchen. Es wurde im Jahre 1988 durch die WMO und das UNEP gegründet, um politische Entscheidungsträger mit regelmäßigen Abschätzungen auf der wissenschaftlichen Grundlage des Klimawandels zu versorgen, dessen Auswirkungen und zukünftige Risiken, sowie Optionen zur Anpassung und Abschwächung (IPCC 2020)

Das UNFCCC (United Nations Framework Convention on Climate Change), welches nicht direkt mit dem IPCC verbunden ist, sagt Folgendes zur Mission des IPCC:

Das IPCC untersucht die wissenschaftlichen, technischen und sozio-ökonomischen Informationen, die relevant sind für das Verständnis der Risiken des vom Menschen verursachten Klimawandels (UNFCCC 2020).

Dem IPCC selbst zufolge untersucht dieses die Risiken des Klimawandels ohne jede Erwähnung von dessen Ursache. Es berät sowohl hinsichtlich Abschwächung (vorzugsweise durch Einschränkung fossiler Treibstoffe) als auch hinsichtlich Anpassung wie etwa mit Deichen, Air Conditioning, Heizung usw. Dem UNFCCC dagegen zufolge soll es (das IPCC) den vom Menschen verursachten Klimawandel untersuchen, was ein großer Unterschied zur Verlautbarung des IPCC ist. In ähnlicher Weise unterscheiden sich beide Agenturen auch bei der Definition des Begriffs „Klimawandel“. Das politisch ausgerichtete UNFCCC definiert diesen als

eine Änderung des Klimas, welche direkt oder indirekt menschlichen Aktivitäten zugeordnet werden kann (UN 1992)

Das kontrastiert mit der IPCC-Definition von „Klimawandel“, die weniger politisch und mehr wissenschaftlich ist:

Eine Änderung des Klimazustands, der … längere Zeit andauert, normalerweise Dekaden oder noch länger. Klimawandel kann natürlichen internen Prozessen oder externen Antrieben geschuldet sein, oder auch persistenten anthropogenen Änderungen der Zusammensetzung der Atmosphäre oder des Landverbrauchs (IPCC 2012)

Man kann leicht erkennen, dass UNFCCC und IPCC einen potentiellen Konflikt haben. Tatsächlich ist es ja so, dass wenn das IPCC zu dem Ergebnis kommt, dass der Mensch überhaupt keinen signifikanten Einfluss auf das Klima hat, das UNFCCC keine Berechtigung seiner Existenz hat. Im Ersten IPCC-Bericht 1990 (FAR) war man sich unsicher, ob globale Erwärmung natürliche oder anthropogene Ursachen habe. Die Schlussfolgerung lautete:

Die globale mittlere Temperatur ist während der letzten 100 Jahre um 0,3°C bis 0,6°C gestiegen … die Größenordnung dieser Erwärmung stimmt im Großen und Ganzen mit den Prognosen von Klimamodellen überein, ist aber gleichzeitig von gleicher Größenordnung wie die natürliche Klimavariabilität. … Die eindeutige Auffindung eines verstärkten Treibhauseffektes durch Beobachtungen ist für über ein Jahrzehnt oder noch länger unwahrscheinlich (IPCC 1992, S. 6)

Angesichts der großen Bandbreite von Meinungen innerhalb der wissenschaftlichen Gemeinschaft und des Fehlens jedweder solider Belege für den menschlichen Einfluss auf das Klima ist diese Schlussfolgerung logisch. Aber diese brachte politische Probleme für das UNFCCC mit sich. Der einzige Grund für dessen Existenz war der vom Menschen verursachte Klimawandel. Falls das IPCC die anthropogene Ursache nicht finden kann, steckte man in Schwierigkeiten. Auf die Wissenschaftler wurde enormer Druck ausgeübt, in Folgeberichten den Klimawandel menschlichen Aktivitäten zuzuordnen.

[Hervorhebung vom Übersetzer]

Der politische Standpunkt zu jener Zeit wird eindeutig mit dem folgenden Ausspruch von Senator Tim Wirth auf dem Erd-Klimagipfel in Rio im Jahre 1992 belegt:

Wir müssen auf dem Thema globale Erwärmung weiter herumreiten. Selbst wenn die Theorie der globalen Erwärmung falsch ist, tun wir das Richtige hinsichtlich Wirtschafts- und Umweltpolitik“ (National Review Editors 2010)

Der zweite IPCC-Bericht SAR

Alle nachfolgenden Berichte haben dann Klimawandel und globale Erwärmung dem Menschen zugeordnet. Der Zweite Zustandsbericht (SAR) überschritt diese Grenze mit der folgenden Schlussfolgerung:

Die Übersicht über alle Belege zeigt einen wahrnehmbaren menschlichen Einfluss auf das globale Klima!“ (IPCC 1996, S. 4)

Ronan und Michael Conolly (Conolly & Conolly 2019) erklären, dass diese Feststellung Eingang in den SAR gefunden hatte, weil Ben Santer, Leitautor des SAR-Kapitels zu den Ursachen des Klimawandels, einige unveröffentlichte und nicht begutachtete Arbeiten von ihm selbst vorgestellt hatte, in denen er behauptet, einen „Fingerabdruck“ des menschlichen Einflusses auf die globale Erwärmung gefunden zu haben. Seine Beweise umfassten Messungen, die von 1963 bis 1988 troposphärische Erwärmung und stratosphärische Abkühlung zeigten. Dies passte zu einer Prognose der für den SAR herangezogenen Klimamodelle. Vermeintlich würde zusätzliches Kohlendioxid in der Atmosphäre die Erwärmung in der Troposphäre und die Abkühlung in der Stratosphäre zunehmen lassen. Er stellte keine Verbindung her zwischen diesen Messungen und menschlichen Emissionen von Kohlendioxid oder derartigen Emissionen allgemein her, sondern er sagte einfach, dass sich so etwas Ähnliches zeigt wie von den Modellen prognostiziert.

Es waren schwache Beweise, und obwohl das Ganze nicht begutachtet und nicht einmal zur Veröffentlichung eingereicht worden war, wurde es angenommen. Weiter unten räumt die Studie ein, dass man die relative Größenordnung des natürlichen und des menschlichen Einflusses auf das Klima nicht quantifiziert hatte. Man hat einfach eine statistisch signifikante Ähnlichkeit zwischen einigen Beobachtungen und den Modellprognosen gezeigt.

Der politische Druck seitens des UNFCCC bzgl. der Verantwortung des Menschen war unerbittlich, und man musste etwas tun. Es gab einige hartnäckige Gerüchte, dass jemand heimlich den Text im SAR verändert hatte, nachdem die Autoren den Text bereits abgenickt hatten, und zwar auf eine Art und Weise, dass obige Schlussfolgerung gestützt und abweichende Ergebnisse gelöscht wurden. Das kann so sein, muss es aber nicht.

Unglücklicherweise löste die Studie von Santer (Santer et al. 1996), nachdem sie schließlich veröffentlicht worden war, einen Sturm an Kritik aus. Im Einzelnen wiesen Patrick Michaels und Paul Knappenberger (Michaels and Knappenberger 1996) darauf hin, dass der troposphärische „Hot Spot“, den Santer als den „Fingerabdruck“ des menschlichen Einfluss genannt hatte, sofort verschwand, wenn man den Zeitraum verfügbarer Daten von 1963 bis 1987 auf den Gesamtzeitraum dieser Daten ausdehnte, 1958 bis 1995. Mit anderen Worten, es sah so aus, als ob Santer für seinen „Fingerabdruck“ cherry-picking betrieben habe.

Neben der Rosinenpickerei mit den Daten gab es aber noch weitere Probleme bei Santers Interpretation. Die Erwärmungs- und Abkühlungstrends, die sie gefunden zu haben glaubten, könnten auch natürlichen Ursprungs sein, wie Dr. Gerd-Rainer Weber erklärte. Der Anfang von Santers willkürlich gewähltem Zeitraum war gekennzeichnet durch Vulkanismus und das Ende desselben durch starke El Ninos.

Der dritte Zustandsbericht TAR

Das IPCC war zutiefst brüskiert worden nach der Enthüllung, dass Santer et al. die Daten im SAR manipuliert hatte, aber man brauchte immer noch einen wie auch immer gearteten Weg, um die Menschen für den Klimawandel verantwortlich zu machen. Man fand eine andere Studie, welche perfekt für diesen Zweck geeignet schien, und hob diese im TAR lang und breit auf den Schild.

[Gemeint war natürlich der „Hockeyschläger“. Über diesen sowie dessen völlige Entlarvung als Betrug ist anderswo schon sehr viel geschrieben worden. Daher wird die erneute Beschreibung davon in dieser Übersetzung übersprungen. – Anm. d. Übers.]

Der vierte Zustandsbericht AR 4
Zu der Zeit,als der vierte Bericht verfasst wurde, war der Hockeyschläger umfangreich diskreditiert, und im Lichte dieses Vorgangs hat der Leitautor des relevanten Kapitels (Kapitel 6) Keith Briffa eingeräumt, dass die jüngste Erwärmung nicht ungewöhnlich sei. Er schrieb:

Einige der seit Erscheinen des TAR durchgeführte Studien zeigen eine größere vielhundertjährige Temperatur-Variabilität während der letzten 1000 Jahre als im TAR beschrieben (IPCC 2001, Kapitel 6, Seite 1)

Es ist ein schwaches Einräumen des Scheiterns, wie man erwarten konnte, aber er gibt zu, dass der Stiel des Hockeyschlägers zu flach verlief und dass die Temperaturen während der Mittelalterlichen Warmzeit höher gelegen haben könnten als heute. Dieses Eingeständnis nahm den Wind aus den Segeln des TAR und es stellte sich die Frage, was kann man jetzt machen? Es schien keinerlei Daten zu geben, welche den Gedanken stützen, dass die Menschen globale Erwärmung verursachen.

Das IPCC entschloss sich, im AR4 viel mehr die Klimamodelle in den Vordergrund zu schieben als Paläo-Temperatur-Rekonstruktionen, atmosphärische „Fingerabdrücke“ oder irgendwelche andere Beobachtungsdaten. Seit nunmehr zwanzig Jahren hatte man nach Belegen gesucht dafür, dass die Menschen der Hauptgrund für die jüngste Erwärmung seien, und man hat keine gefunden. Aber jetzt „entdeckte“ man, dass falls man die Klimamodelle ganz ohne irgendwelche menschlichen Klima-Antriebe laufen ließ, die berechneten globalen Temperaturen flach verliefen. Dies erkennt man in Abbildung 3 b:

Abbildung 3: Die IPCC-Modellberechnung des menschlichen Einflusses auf das Klima. Zwei Modell-Mittel werden in beiden Graphiken gezeigt. Die blaue Kurve stammt aus dem AR4, CMIP3, die rote Kurve aus dem AR5, CMIP5. Beide werden mit Beobachtungen verglichen (schwarz). Die obere Graphik zeigt Modelle unter Einbeziehung sowohl menschlicher als auch natürlicher Antriebe, die untere Graphik ausschließlich natürliche Antriebe. (Quelle: IPCC 2013, Kap. 10, S. 879).

Man ließ die Modelle also laufen, und bei der Modellrechnung mit menschlichen und natürlichen Einflüssen (Abb. 3a) zeigte sich, dass die Temperaturen steigen. Na bitte! Wir haben die menschlich verursachte globale Erwärmung belegt und brauchen keine Beobachtungsdaten mehr! Damit schrieben sie triumphierend:

Der größte Teil des beobachteten Anstiegs der globalen mittleren Temperatur seit Mitte des 20. Jahrhunderts geht sehr wahrscheinlich auf die beobachtete Zunahme von anthropogenen Treibhausgasen in der Atmosphäre zurück“ (IPCC 2007, S. 10)

Wir haben den Vergleich zwischen Modellergebnissen und Beobachtungen aus AR 5 bereits in Abbildung 3 gezeigt. In Abbildung 4 zeigen wir die dem AR 4 entsprechende Abbildung:

Abbildung 4: Vergleich des Modells einer natürlichen Erwärmung allein (b) und einer Erwärmung aus natürlichen plus menschlichen Ursachen (a) sowie Beobachtungen in schwarz. Quelle: IPCC 2007, S. 684)

In diesen Klima-Simulationen sind die einzigen natürlichen Antriebe, welche irgendeinen Unterschied machen, Vulkanausbrüche. Solare und ozeanische Variationen werden über den gesamten untersuchten Zeitraum auf Null gesetzt. Die Vulkanausbrüche sind in Abbildung 4 gekennzeichnet. Das Fehlen eines robusten Modells des natürlichen Klimawandels kann man daran erkennen, dass die Beobachtungen von 1910 bis 1944 nur schlecht zu den Simulationen passen, sowohl in Abbildung 3 als auch in Abbildung 4. Angesichts der reichlichen Literatur, in welcher ein signifikanter solarer Einfluss (Soon, Connolly and Connolly 2015) sowie ein solcher von natürlichen ozeanischen Oszillationen belegt wird (Wyatt and Curry 2014), kann man leicht jedwede Berechnung eines menschlichen Antriebs in Zweifel ziehen, welcher aus den Abbildungen 3 und 4 abgeleitet wird. Folglich ist die Schlussfolgerung im AR 4 und die ähnliche Schlussfolgerung im AR 5 mit ähnlicher Logik fragwürdig.

Der fünfte Zustandsbericht AR 5

Der AR5 ist im Wesentlichen eine Überarbeitung des AR 4 – man macht das Gleiche und führt die gleichen Verfahren durch. Es werden keinerlei neue Daten präsentiert, welche eine menschliche Mitwirkung am Klimawandel stützen; die gleichen Modelle werden bis auf ein paar minimale Änderungen hier und da laufen gelassen, und man kommt im Wesentlichen zu der gleichen Schlussfolgerung aus den gleichen Gründen wir im AR 4:

Über die Hälfte des beobachteten Anstiegs der globalen mittleren Temperatur (GMST) von 1951 bis 2010 ist sehr wahrscheinlich der beobachteten Zunahme anthropogener Treibhausgase (GHG) geschuldet (IPCC 2013, S. 869)

TSI und das IPCC

Soon, Connolly & Connolly 2015 identifizierten viele valide und begutachtete Rekonstruktionen der Sonnenaktivität (hier), welche einen Großteil der Erwärmung seit 1951 und davor erklären können. Diese Rekonstruktionen wurden samt und sonders vom IPCC ignoriert.

Zur gleichen Zeit, als der AR 4 geschrieben wurde, war die anerkannte Sonnenaktivität (TSI) als Komposit von Satellitenmessungen der Solarstrahlung, also ACRIM in Abbildung 1 (Willson 1997). Es zeigte einen zunehmenden Trend der Sonnenaktivität von den 1980er bis zu den 1990er Jahren. Dies stützt den Gedanken, dass zumindest ein Teil der Erwärmung auf die zunehmende Sonnenaktivität zurückzuführen ist. Scafetta und Willson schrieben 2014:

Unsere Analyse bietet eine Validierung erster Ordnung des ACRIM TSI-Komposits nebst dessen Aufwärtstrend um 0,037% pro Dekade während der solaren Zyklen 21 und 22 (1986 bis 1997). Die Implikationen einer zunehmenden TSI während der globalen Erwärmung der letzten beiden Jahrzehnte des 20. Jahrhunderts sind, dass ein solarer Antrieb ein signifikant größeren Faktor ist als in den CMIP5-Klimamodellen repräsentiert (Scafetta und Willson 2014).

Wir wir oben gesehen haben, leitete Judith Lean die Entwicklung des rivalisierenden PMOD TSI-Komposits und räumte ein, dass die Gründe zumindest teilweise politischer Natur waren. Fröhlich und Lean folgern, dass es unwahrscheinlich sei, dass TSI irgendeine globale Erwärmung verursacht hat. Dann sagen sie, dass sie nicht genügend Daten haben, um sich da sicher zu sein. Während das ACRIM-Komposit zu jener Zeit mehr anerkannt war, fand aber auch das PMOD-Komposit viel Unterstützung.


[Im Folgenden wird dieser Gegensatz noch ausführlich und mit vielen technischen Details ausgeführt. Auf die Übersetzung dieses Teils wird hier verzichtet. Damit kommen wir zu den…]
Conclusions

Es scheint, als ob sich das IPCC in eine Sackgasse manövriert hat. Man war nicht in der Lage, aus Beobachtungen irgendwelche Belege abzuleiten, dass der Mensch zum Klimawandel beiträgt, und noch weniger einen menschlichen Einfluss auf das Klima. Man reduzierte alles auf die Erzeugung von Klimamodellen und auf die Messungen zwischen diesen Modellen, welche menschliche Antriebe umfassen und denjenigen, bei denen das nicht der Fall ist. Dieses Verfahren fand Eingang sowohl in den AR 4 als auch in den AR 5 – es war in beiden Berichten ähnlich, genau wie auch die Ergebnisse. AR 5 war nichts weiter als eine Wiederholung des AR 4 ohne jede bedeutenden Verbesserungen oder zusätzliche Belegen.

Es sieht so aus, als ob es hinsichtlich der Ergebnisse in beiden Berichten ein signifikantes Problem war, Rekonstruktionen mit geringer solarer Variabilität eingehen zu lassen und die genauso gestützten Rekonstruktionen hoher solarer Variabilität zu ignorieren. Dies reduziert die berechnete natürliche Komponente des Klimawandels und vergrößert die berechnete menschliche Komponente. Teil des Problems mit den Rekonstruktionen geringer solarer Variabilität ist, dass sie „frisiert“ worden waren, um zum PMOD TSI-Komposit zu passen, welches ebenfalls ein Proxy-Modell zur Grundlage hat. Folglich hat man ein Modell herangezogen, um Satellitenmessungen zu verändern und diese dann zur Kalibrierung eines Proxy-Modells benutzt. Das Proxy-Modell wird dann zurück datiert bis zum Jahr 1700. Nicht sehr überzeugend.

Scafetta et al. haben in ihrer Studie das PMOD-Verfahren umgekehrt. Sie verwendeten die unstrittigen TSI-Beobachtungen vor und nach der ACRIM-Lücke, um empirisch die niederfrequente Komponente des TSI-Proxymodells zu adjustieren, um die Lücke zu schließen. Ihr Verfahren lässt ausdrücklich zu, dass den Modellen eine gering variierende Komponente in den Regionen mit ruhiger Sonne fehlt, was eine Variation von solarem Minimum zu solarem Minimum ermöglicht. Sie nahmen das Problem der ACRIM-Lücke in Angriff, ohne die TSI-Aufzeichnungen minderer Qualität von Nimbus7/ERBS oder ERBS/ERBE zu verwenden. Sie haben einfach evaluiert, wie die Proxy-Modelle die ACRIM-Lücke schließen. Die Proxy-Modelle unterschätzten die TSI-Zunahme bis zum Höhepunkt des Sonnenzyklus‘ 22 und überschätzten die Abnahme. Probleme gab es auch bei der ordentlichen Rekonstruktion der Sonnenzyklen 23 und 24.

Scafetta et al. justierten dann die Modelle, um die Diskrepanz zu korrigieren (anstatt die Daten zu verändern!) und erzeugten ein TSI-Komposit, welches gut zum ACRIM-Komposit passte sowie zu einem weiteren Komposit von Thierry Dudok de Wit (Dudok de Wit, et al. 2017). Sowohl das neue Komposit als auch das Dudok de Wit-Komposit zeigen einen zunehmenden Trend von 1986 bis 1997, genau wie das ACRIM-Komposit und ganz anders als das PDMO-Komposit.

Das neue Komposit zeigt eine Zunahme der TSI um 0,4 W/m² von 1986 bis 1996 und eine doppelt so starke Zunahme von 1980 bis 2002. Nach 2002 zeigt sich eine Abnahme. Das entspricht dem ACRIM-Komposit. Das PMOD-Komposit zeigt von 1986 bis 1996 eine Abnahme. PMOD scheint durch diese Studie diskreditiert, und es wird interessant sein, die entsprechenden Diskussionen während der nächsten Jahre zu verfolgen.

Die Bibliographie zu diesem Beitrag steht hier.

Dieser Beitrag wurde durch viele hilfreiche Vorschläge von Dr. Willie Soon und Dr. Ronan Connolly verbessert.

Link: https://wattsupwiththat.com/2020/04/20/ipcc-politics-and-solar-variability/
Übersetzt von Chris Frey EIKE




Habeck wie oft ohne Ahnung, dafür aber weltmännisch besonders klug

Die Inkubationszeit (von „Corona“) verdoppelt sich alle zwei Tage ….

Habeck hat schon bei der Diskussion zur Pendlerpauschale gezeigt, dass er gerne redet, ohne Ahnung vom Sachthema zu haben. Nun ist dieses Thema Vergangenheit und Corona aktuell. Klar muss ein GRÜNER, den unsere Medien schon als (fast) designierten Kanzlerkandidaten bauchpinseln, zeigen, wie meisterhaft er die Krise bewältigen würde, so er schon diese Position einnähme.
Bei Maybrit zeigte er, wie gut er das kann [2]. Und verkündete seine Lösungen und dann sein fundiertes Wissen auf dem es beruht, mit der Feststellung zur Coronainfektion: [1] „ … Inkubationszeit verdoppelt sich alle 2 Tage“
Dieses Fundamentalwissen zu einem wichtigen Parameter der aktuellen Pandemie übertrumpft endlich wieder einmal das übliche GRÜN-Niveau, denn es erreicht, wenn nicht gar übersteigt auf der Peinlichkeitsskala wohl das von Özdemirs „Gigabitspeichern“ und Annalenas „Netzspeicher“.

Inkubationszeit

Nicht jeder Leser*in wird sofort ohne nachzusehen Details zur Inkubationszeit und speziell der von „Corona“ kennen. Wohl die Meisten gehen aber auch nicht in eine Talkshow und präsentieren sich als Coronakenner und damit als deren „großer Krisenlöser“.
Das Robert Koch Institut sagt zur Inkubationszeit von Corona [3]: Inkubationszeit und serielles Intervall
Die Inkubationszeit gibt die Zeit von der Ansteckung bis zum Beginn der Erkrankung an. Sie liegt im Mittel (Median) bei 5–6 Tagen (Spannweite 1 bis 14 Tage) (21, 52).

Dass die Zeit, welche Habeck angegeben hat, vollkommen daneben liegt ist das Eine. Seine Aussage zeigt jedoch, dass er den Begriff selbst nicht – und wenn, dann falsch – verstanden hat, denn: Diese Zeit verändert sich nicht, da sie eine Eigenschaft des Krankheitserregers ist.
Man kann nur vermuten, dass Habeck irgend etwas, wie die Anzahl Infizierter und davon abgeleitet die kumulierte Fallzahl meinte. Zumindest sieht die kumulierte anfangs immer sehr schlimm – überproportional steigend – aus (Bild 3), bis auch ein Virus erkennen muss, dass nichts endlos in den Himmel wächst.
Wie die Bilder 1 und 2 zeigen, muss die Summenkurve mit dem Zurückgehen der gemeldeten Fallzahlen bald stetig und deutlich sinken.
1
Bild 1 Fallzahlverlauf Deutschland. Quelle: RKI, Stand 23.04.2020
2
Bild 2 Anzahl gemeldeter Fälle in Bayern. Quelle: RKI, täglicher Lagebericht Stand 17.04.2020
3
Bild 3 Fallzahlverlauf Deutschland kumuliert. Quelle: RKI, Stand 23.04.2020
Komischer Weise störte keinen Teilnehmer dieser illustren Runde der Unsinn, den Habeck von sich gab. Niemand zeigt im Video auch nur den Anflug einer Reaktion. Bei einigen lässt sich vermuten, dass es ihnen mangels eigenem Wissen auch gar nicht auffiel.
Konkret sei Ministerin Giffey hervorgehoben. Man muss Habeck inzwischen schon schützen. Denn beispielsweise Ministerin Giffey weicht im „Wissen“ allerhöchstens in homöopathischen Dosen von dem des promovierten Märchenerzählers Habeck ab (rein persönliche Meinung des Autors, deren Belegung keinesfalls mit wissenschaftlich gesicherten Daten fundiert ist). Sie gefällt sich in der Rolle einer gütigen „Landesmutter“ die fest darauf vertraut, dass andere schon das Richtige beschließen werden, dem Sie dann zustimmen wird.
Auf die Idee, wie Habeck mit „Fachkompetenz“ brillieren zu wollen, käme sie wohl nie. Sie redet zwar gern und viel, doch meistens konsequent um den Brei herum und so, dass niemand auf die Idee kommt, sie würde irgend einen eigenständigen Gedanken beitragen. Allerdings kann sie auf Fragen gut Fragen in den Raum stellen, um von ihrer Inhaltsleere abzulenken.
Das öfter zutage tretende (Un-)Wissen von Habeck kann und darf man also nicht mehr als sein „Alleinstellungsmerkmal“ titulieren.
Und so zeigt sich, dass nicht nur die Daten zu „Corona“ immer noch katastrophal sind [4], auch das Wissen von Politikern, die nun das Geld in fast einer „Sozialwut“ aus allen Fenstern hinausschmeißen, scheint es weiterhin zu sein.
Quellen
[1] Maybrit Illner Spezial, YouTube Video mit Auszug 07.04.2020: Inkubationszeit verdoppelt sich alle 2 Tage
[2] Maybrit Illner Spezial, YouTube Video vollständig 06.04.2020: Covid-19
[3] RKI Stand: 17.4.2020: SARS-CoV-2 Steckbrief zur Coronavirus-Krankheit-2019 (COVID-19)
[4] Eike 21. April 2020: Corona und die Genauigkeit von Statistik




Wenn Medien immer nur Personen mit der gleichen Meinung fragen, können sie (und diese Personen) nie gescheiter werden

Zur Bestätigung frage doch den Förster

Die Redaktion einer Lokalausgabe der Nordbayerischen Nachrichten legt Wert darauf, beim Klimawandel aktuell zu bleiben. Und öfters, wenn das Wetter wieder nicht genau das macht, was man von ihm laut Überzeugung ihrer menschlichen „Betreuer“ erwarten darf, nachdem es dies in vorindustrieller Zeit doch immer genau richtig machte, fragt die Redaktion „Naturmanager“, ob der Grund nicht schon wieder der schlimme Klimawandel sein könnte.
Zwischenzeitlich hat es sich etwas eingespielt, dabei zwischen lokalen Klimamanager*innen und Förstern von Stadt und Land abzuwechseln. Das suggeriert Meinungsvielfalt, obwohl der Autor versichern kann, dass die Antworten der von den Medien ausgesuchten immer auf das Gleiche hinauslaufen: Ja, es kann nur der Klimawandel sein, zumindest scheint es ein deutliches Indiz dafür … Und als Belege folgen unisono kurzzeitige „Klimaerfahrungen“ der Art: „Früher habe ich/meine Eltern so etwas nicht gekannt … und deshalb müssen „wir“ unbedingt vorbildhaft weiter für sinkende CO2-Emissionen sorgen … “
Niemals wird der/die Befragte nach minimalsten Fakten gefragt, denn die Redaktion will in dieser Rubrik ausschließlich ihre Überzeugung bestätigt wissen (rein persönliche Überzeugung des Autors).
Das ist ein Mangel und so soll ein solches „Befragen“ im Nachhinein erfolgen.

Ich sehe, was der Klimawandel mit den Wäldern macht … “

Statement des Försters beim Fürther Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten zum Coronavirus und dem Klimawandel.
Hintergrund ist die derzeitige Trockenheit in Franken, welches aufgrund seiner vielen Sandböden davon besonders betroffen ist. Nicht zufällig ist fränkischer Sand-Magerrasen (das ist der auf dem Sandboden wegen der häufigen Trockenheit) ein geschütztes Naturdenkmal.
„Förster“: [1] „Ich sehe, was der Klimawandel mit den Wäldern macht. Auch in diesem Frühjahr ist es wieder viel zu trocken, das schadet den eh schon geschwächten Bäumen schwer.
Weil das Coronavirus die Menschheit dazu zwingt, innezuhalten, erhält die Natur gegenwärtig eine Atempause. Mehr nicht. …. Ich fürchte aber, wenn die Pandemie vorbei ist, wird umso mehr Treibhausgase produzieren werden. So wie die Chinesen nach der Finanzkrise 2008
“.
Diese Aussage deckt sich spiegelbildlich mit allen (dem Autor als jahrelangem Leser) bekannten Aussagen der anderen, sonst befragten Förster im näheren Umland. Allerdings nur deren „jüngeren“ Aussagen, denn lange Zeit ging es den Wäldern um Nürnberg – gleichauf den (anderen) Bayerischen Wäldern – vorbildlich. Doch inzwischen ist ja allgemeines Jammern angesagt, vor allem, wenn man in öffentlichen Diensten steht. Und so gilt: Dass es dem Wald im näheren Umland schlechter geht, liegt an der Trockenheit und diese kann nur dem CO2 geschuldet sein ...
Will man besondere „Kompetenz“ zeigen, fragt die Redaktion als „Oberförster“ noch den ehemaligen BUND-Vorsitzenden, Hubert Weiger, der dann damit brilliert, nicht einmal zu wissen, dass der Sahel dank dem sich stetig wandelnden Klima feuchter wird und der Habitatverlust in dieser Gegend ganz andere – leider trotzdem menschliche – Ursachen hat. Nicht zu vergessen, dass die AGW-Klimawandeltheorie wegen der zunehmenden Wärme doch mehr – und nicht wie aktuell lamentiert, weniger – Niederschlag vorhersagt.
Das macht das Wetter teilweise auch. Allerdings eben nicht immer genau dort, wo es gefordert ist. Aktuell „versorgt“ es den Mittelmeerraum damit und hilft so, deren für den Sommer dringend benötigten Speicher zu füllen. Wetter kann eben auch mal etwas andere Prioritäten setzen:
FOCUS 27.3.2020: Unwetter im Krisengebiet Starkregen, Schnee, Überschwemmungen: Tief Liebgard nimmt Südeuropa ins Visier
Während in Deutschland ruhiges Wetter herrscht, braut sich im Süden Europas ein Unwettertief zusammen. Dieses Tief mit Namen Liebgard bringt besonders in Süditalien kräftige Regenschauer, Gewitter und stürmischen Wind. In höheren Lagen fällt zudem Schnee.
Dass die Welt seitdem es mehr CO2 in der Atmosphäre gibt, weltweit ergrünt, will sowieso nicht in die Köpfe der Klimaalarmisten [8].

Bild 1 [8] Weltweite Ergrünung der Erde

Warum wird es grüner?
[9] Novo Argumente 18.03.2020: Globale Erwärmung: Die Erde wird grüner
… Für das Ergrünen sind im Wesentlichen vier Faktoren verantwortlich. Am wichtigsten sind offenbar die steigenden CO
2-Konzentrationen in der Atmosphäre. Auf sie werden rund 70 Prozent des Anstiegs zurückgeführt. Die Wirkung von CO2 beruht vor allem darauf, dass es der wichtigste Pflanzennährstoff ist. Zusätzlich verbessert es auch die Effizienz der Pflanzen bei der Wassernutzung, was vor allem in semiariden Regionen von Bedeutung ist.
Ein weiterer wichtiger Faktor ist der Klimawandel, der sich durch Erwärmung sowie regional zunehmende Niederschläge bemerkbar macht. Die Erwärmung hat vor allem in den nördlichen Breiten einen deutlichen Effekt. Von den zunehmenden Niederschlägen profitieren dagegen eher die Sahelzone und trockene Regionen im Süden Afrikas und Australiens …

Doch wie gut, dass sich 97 % – laut unserer Umweltministerin fast 100 % – aller irgendetwas vom Klimawandel gehört habenden „Wissenschaftler“ ganz sicher sind, dass CO2 als Schuld für alles gilt, denn sonst müsste man für Antworten Ahnung haben …

Kann es anstelle des sich stetig wandelnden Klimas nicht einfach der falsche Wald (oder eine falsche Erwartungshaltung) sein?

Einige recht umfassende Darstellungen zu diesem Thema wurden bereits hinterlegt:
[3] EIKE 29. Februar: Den Bayerischen Wäldern geht es nur schlecht, weil die schlimmere Vergangenheit abgeschnitten wird
[4] EIKE 16.11.2017: Der Waldzustand in Bayern ist schlechter, obwohl er besser wurde
und erst vor Kurzem eine, in welcher der Niederschlag etwas unter die Lupe genommen wurde:
[2] EIKE 16. März 2020: Auch ich kann den Klimawandel persönlich spüren
Darin ist gezeigt, dass die aktuelle Trockenheit gar nicht so einzigartig ist und vor allem überhaupt kein Trend zu „immer mehr“ davon besteht. Auch kann man nachlesen, dass es dem Wald um Nürnberg ausgerechnet zur kalten Zeit bis zur Industrialisierung am schlechtesten ging und das in einem heute unvorstellbarem Ausmaß. Nur: Muss ein Förster das einer Zeitungsredaktion sagen (falls er es wirklich weiß)? Mit Sicherheit käme er kein zweites Mal als „Fachperson“ in die Zeitung …
Anbei zwei Bilder aus diesem EIKE-Beitrag. Das erste über die gewaltigen Waldschäden in der Vergangenheit und das weitere über den Waldschadensverlauf Bayern.

Bild 2 [2] Waldzustand in historischer Zeit (Vortragsbild des Autors)

Bild 3 [2] Darstellung, wie schon im Bayerischen Waldschadensbericht 2017 die Grafiken so gestellt wurden, dass sich die „notwendigen“ Klimaschäden ergaben und wie weit die Erhebungen zurückreichen, deren Daten man einfach weglässt, weil sie das Bild des immer stärker unter dem Klimawandel leidenden Waldes arg (zer)stören.

Es ist ein Gerücht und Wunschdenken, zu meinen, es hätte in Deutschland früher nur gesunden Wald gegeben. „Gesunden“ Wald kann sich erst die heutige, davon weniger abhängige Industriegesellschaft leisten.
Und die Nachwehen und Wetterprobleme des Monokultur- und wenig Standort-geeigneten Ertragswaldes – sieht man heute eben immer noch.

Ein trockenes Frühjahr zeigt den Klimawandel: Beispiel USA?

… sofern man nicht in die Vergangenheit schaut, um zu sehen, dass es früher schon so trocken war.
Während die Winter schlecht taugen, um Vergleiche mit den teils historisch bitterkalten USA zuziehen, gibt es in Teilen der USA schon immer und regelmäßig schlimmste Dürren. So auch aktuell. Und wie bei uns, kann das nur die eine Ursache haben:
scinexx das Wissensmagazin 20. April 2020: USA: Westen leidet unter „Megadürre“
Klimawandel verschärft zweitschlimmste Trockenperiode der letzten 1.200 Jahre
… Sollte die Trockenheit im Südwesten der USA weiter anhalten, schließen die Forscher nicht aus, dass sich die aktuelle Megadürre zur schlimmsten der letzten 1.200 Jahre entwickelt.
So sagt es eine ganz aktuelle (bezahlpflichtige) Studie. Deren Aussagen hat sich ein bekannter Blog [6] schon angenommen und wie sollte es anders sein: Was wie eine Studie aussehen soll, ist wieder eher eine Publik-Relation Arbeit, wie es der für eine wissenschaftliche Studie etwas ungewöhnliche Name schon vermuten lässt:
[7] Science 17. April 2020, Studie: Anthropogenic megadrought
“…that the 16th-century megadrought was the worst multidecadal drought episode in the Southwest over the past 1200 years, and that the second-worst event occurred from 2000 to 2018 over southwestern North America (SWNA) and may be ongoing. The study also pinpoints substantial anthropogenic (human) contribution to the severity of the current drought.”
Grobe Übersetzung von „deepl“: …dass die Megadürre im 16. Jahrhundert die schlimmste multidekadische Dürreepisode im Südwesten in den letzten 1200 Jahren war, und dass das zweitschlimmste Ereignis von 2000 bis 2018 über dem Südwesten Nordamerikas (SWNA) stattfand und möglicherweise noch andauert. Die Studie weist auch auf einen erheblichen anthropogenen (menschlichen) Beitrag zur Schwere der gegenwärtigen Dürre hin …
Dazu das Diagramm der aktuellen „Megadürre“ (Bild 4) und das der Dürre im Jahr 1934 (Bild 5).
Bei der aktuellen Dürre fällt auf, dass die Trockenheit sich teils an Staatengrenzen zu „orientieren“ scheint, was man von der Natur kaum erwarten würde …

Bild 4 Trockenheitsindex USA, Stand 18. April 2020


Bild 5 Trockenheitsindex USA, Juli 1934 [6]

Was sagt WUWT darüber:
[6] … With that historical data, it is impossible to claim our use of fossil fuels in the last century is leading to a new megadrought. Here’s the punch line; the notion that the Anthropogenic megadrought paper published by Stahle is flawed is perfectly illustrated by a single chart also using tree ring data from the Western USA.
Grobe Übersetzung von „deepl“: … Mit diesen historischen Daten ist es unmöglich zu behaupten, dass unser Verbrauch an fossilen Brennstoffen im letzten Jahrhundert zu einer neuen Megadürre geführt hat.
Hier ist die Pointe; die Behauptung, dass die von Stahle veröffentlichte Abhandlung über die anthropogene Megadürre fehlerhaft ist, wird durch ein einziges Diagramm, das auch Baumringdaten aus dem Westen der USA verwendet, perfekt veranschaulicht.

Die Aussage von WUWT zur aktuellen Dürre lautet (Bezug Bild 5):
… Meanwhile, at the far right, the drought we’ve experienced in the 21st century is clearly evident and miniscule by comparison.
Grobe Übersetzung von „deepl“: (Bezogen auf Bild 6) … Unterdessen ist ganz rechts die Dürre die wir im 21. Jahrhundert erfahren, deutlich sichtbar und im Vergleich dazu (Anm.: den vorhergehenden Dürren) verschwindend gering …

Bild 6 [6] Figure 1 Timeline from 800 AD to present showing dry/wet periods in the Western USA. Data from E.R. Cook et al published in Earth Science Reviews, chart by Karl Kahler, Bay Area News Group with annotation added by Anthony Watts.

Ein trockenes Frühjahr zeigt den Klimawandel in Bayern?

Zurück in den „Kleinraum“ von Mittelfranken um Nürnberg. Nachdem man mit etwas Rückschau in die Historie zeigen kann, dass es dem Wald aktuell eher gut, als (im Vergleich zu früher) schlecht geht, nochmals zur Trockenheit.
Unbestritten ist es aktuell und seit einigen Jahren trocken. Nur: Das gab es früher schon und vor allem ist kein Trend zu immer mehr Trockenheit erkennbar. Das „darf“ auch nicht sein, denn dann wäre ein (physikalisch bedingtes) Postulat des Klimawandels falsch: Mehr Wärme muss zu mehr Feuchte in der Luft führen und damit insgesamt zu mehr Niederschlag. Am Alarm richtig bleibt davon, dass die (etwas) höhere Temperatur die Wirkung der Trockenheit verstärkt.
Nun etwas Wiederholung aus [2]:
Der Frühlingsniederschlag in Bayern war letztes Jahr (geringfügig) über dem Durchschnitt. Die Regressionsgerade steigt deutlich an. Die geringsten Frühjahrsniederschläge gab es in der Zeit vor ca. 1950!

Bild 7 Frühlings-Niederschlagsanomalie Bayern seit 1881. Quelle: DWD-Viewer


Der Winterniederschlag lag die letzten drei Jahre deutlich über dem Durchschnitt und steigt langfristig stetig an. Die niedrigsten Winterniederschläge gab es vor etwa 1970.

Bild 8 Winter-Niederschlagsanomalie Bayern seit 1881. Quelle: DWD-Viewer


Der Jahresniederschlag ist die letzten Jahre niedrig gewesen. Trotzdem steigt er langfristig stetig an und wie fast immer: In der Vergangenheit gab es vergleichbare Jahre mit wenig Niederschlag ebenfalls über mehrere Jahre und viel schlimmer.

Bild 9 Jahres-Niederschlagsanomalie Bayern seit 1881. Quelle: DWD-Viewer


Der März „hängt“ etwas dazwischen. Trotzdem nimmt auch sein Niederschlag langfristig zu und im langfristigen Vergleich waren auch die letzten Jahre nicht extrem trocken.

Bild 10 März-Niederschlagsanomalie Bayern seit 1881. Quelle: DWD-Viewer


Wann ist es dann trockener geworden? Der Monat April neigt dazu: Er ist einer der wenigen Monate, bei denen der langfristige Trend abwärts neigt und der auch die letzten Jahre durchgängig und im langjährigen Vergleich trocken war.

Bild 11 April-Niederschlagsanomalie Bayern seit 1881. Quelle: DWD-Viewer


Doch schon der Mai sieht wieder ganz anders aus.

Bild 12 Mai-Niederschlagsanomalie Bayern seit 1881. Quelle: DWD-Viewer


Ein Förster, welcher behauptet, dass diese Niederschlagsdaten Klimawandel-bedingte Trends zu stetig mehr Trockenheit zeigen würden hat sich solche Daten wohl noch nie angesehen. Muss er auch nicht. Dann sollte er sich aber auch nicht als „Klimafachperson“ zur Verfügung stellen.

Vielleicht ist das Klima um Nürnberg anders

Die Franken sind Bayern nicht freiwillig „beigetreten“. Das zeigt auch deren Klima, welches sich weiterhin von dem südlich der Donau unterscheidet. Bisher hat noch niemand behauptet, auch das läge am sogenannten Klimawandel, doch dass dieses „andere“ Klima sich eben (schon immer) auch anders auswirkt, wird dann doch dem Klimawandel zugewiesen.
Deshalb exemplarisch Niederschlagsverläufe der Nürnberger Wetterstation:
Mit Bild 13 der Tagesniederschlag seit 1936, um zu sehen, ob die Niederschlagsunwetter wie es die Klimasimulationen sehen, in der wirklichen Natur immer schlimmer werden. Passiert nicht. Trotzdem laufen in Nürnberg bei Regen viele Keller und einige Unterführungen regelmäßig voll.

Bild 13 Nürnberg Tagesniederschlag ab 1936. Quelle: DWD-Daten. Grafik vom Autor erstellt


Der Jahresniederschlag wiederum zeigt, dass in jüngerer Zeit kein „historischer“ Wert unterschritten wurde

Bild 14 Nürnberg Jahresniederschlag ab 1936. Quelle: DWD-Daten. Grafik vom Autor erstellt


Als gleitender Jahresniederschlag zeigt sich eine stetige Verringerung des Maximalwertes (was der Klimawandeltheorie – nach der der Niederschlag mit steigender Wärme zunimmt – widerspricht), allerdings auch eine Erhöhung der Minimalpegel.

Bild 15 Nürnberg Niederschlag Jahressumme gleitend ab 1936. Quelle: DWD-Daten. Grafik vom Autor erstellt


Selbst der Sommerniederschlag zeigt keine wirkliche Tendenz zu stetiger, signifikanten Abnahme.

Bild 16 Nürnberg Niederschlag Sommer ab 1936. Quelle: DWD-Daten. Grafik vom Autor erstellt


Der Winterniederschlag verläuft geradezu ideal-normal. Die letzten Winter soll es zu wenig geregnet haben, nur die Daten zeigen es nicht.

Bild 17 Nürnberg Niederschlag Winter ab 1936. Quelle: DWD-Daten. Grafik vom Autor erstellt


Der (angeblich inzwischen oft) viel zu trockene Frühling verläuft ebenfalls in recht geordneten Bahnen. Aber Messwerte „fühlt“ man eben nicht.

Bild 18 Nürnberg Niederschlag Frühling ab 1936. Quelle: DWD-Daten. Grafik vom Autor erstellt


Beim März sieht man, wie extrem Monatswerte schwanken können.

Bild 19 Nürnberg Niederschlag März ab 1936. Quelle: DWD-Daten. Grafik vom Autor erstellt


Und beim Mai zeigt auch Nürnberg, dass dieser Monat keine Tendenz zur „Austrocknung“ zeigt.

Bild 20 Nürnberg Niederschlag Mai ab 1936. Quelle: DWD-Daten. Grafik vom Autor erstellt


In Nürnberg ist nicht einmal der Aprilniederschlag so wirklich negativ. Zwar war er die letzten Jahre nicht hoch, aber die Behauptung, er würde immer schlimmer „austrocknen“ zeigen auch diese Messwerte nicht.

Bild 21 Nürnberg Niederschlag April ab 1936. Quelle: DWD-Daten. Grafik vom Autor erstellt

Fazit

Dem Wald geht es sicher nicht besonders gut und richtig feucht ist es dieses Frühjahr ebenfalls nicht.
Daraus jedoch abzuleiten, dass dieses Wetter am Klimawandel läge, ein schlimmer, stetiger Trend sei und es solches früher nicht gegeben hätte (vielleicht, weil auch Großvater nichts darüber hinterließ) stimmt nicht.
Das will aber in die Köpfe unserer Medienredakteure nicht „hinein“. Lieber lesen sie die Originale nicht [5] um ihr „Wissen“ nicht zu stören und befragen eben immer die, welche die gewünschte Antwort geben.
Der Mörder ist eben nicht immer der Gärtner*. Der Mörder Verhinderer zur wirklichen Erkenntnis kann auch ein Förster sein.
Nach wie vor ist der Autor davon überzeugt, dass die Ausgaben zur Verringerung der CO2-Emission der größte Unsinn dieses Jahrhunderts sind und am Zustand der Wälder um Nürnberg herum nicht das Geringste ändern werden.
Allerdings fordert nun „Corona“ seinen finanziellen Tribut. Die Einnahmen aus der CO2-Steuer werden dringendst benötigt, um den Finanzkollaps (der trotzdem kommen wird) wenigstens zu verschieben. Alleine das wir verhindern, dass über das sich stetig wandelnde Klima neu nachgedacht wird.
*Anlehnung an ein Lied von Reinhard Mey
Quellen
[1] Nürnberger Nachrichten; Lokalausgabe vom 16. April 2020: Interview des Försters beim Fürther Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten zum Coronavirus und dem Klimawandel
[2] EIKE 16. März 2020: Auch ich kann den Klimawandel persönlich spüren
[3] EIKE 29. Februar: Den Bayerischen Wäldern geht es nur schlecht, weil die schlimmere Vergangenheit abgeschnitten wird
[4] EIKE 16.11.2017: Der Waldzustand in Bayern ist schlechter, obwohl er besser wurde
[5] EIKE 13. April 2020: Wurde schon 1912 vor dem schlimmen Klimawandel gewarnt? Ein Zeitungsartikel, doch zwei Interpretationen
[6] WUWT 18. April 2020: Claims of Southwestern USA ‘Megadrought’ Are All Wet
[7] Science 17. April 2020, Studie: Anthropogenic megadrought
[8] Shilong Piao at al., 09. Dez 2019: Characteristics, drivers and feedbacks of global greening
[9] Novo Argumente 18.03.2020: Globale Erwärmung: Die Erde wird grüner




Zeit für Klima-Vernunft

Arrhenius zufolge sollte diese Erwärmung von Nutzen sein, würden doch verschiedene Klimazonen der Erde dadurch „ausgeglichener“ werden sowie das Wachstum von Pflanzen und auch Getreide stimuliert.

Etwa ein Jahrhundert später hauchte der Schaumschläger/Politiker Al Gore der Theorie neues Leben ein, und zwar mit der Behauptung, dass der zusätzliche Eintrag von Kohlendioxid aufgrund menschlicher Aktivitäten zu einer gefährlichen globalen Erwärmung führen würde.

Nun weigerte sich aber die Temperatur, sich den alarmistischen Computermodell-Vorhersagen entsprechend zu verhalten. Also schwenkte man um zu einem universellen Schreckgespenst: „Klimawandel“, und man machte für jedes Fitzelchen schlechten Wetters die Industrie des Westens verantwortlich.

Damit wurden jedoch nicht genug Menschen verängstigt, so dass das Ganze zu einem „Klima-Notstand“ mutierte. Unter dem Dach dieses Begriffs wurden Kohle, Öl, Gas, Autos und Nutzvieh für alles Schlechte verantwortlich gemacht. Waldbrände, Korallenbleiche, Dürren und Überschwemmungen, Hitzewellen und Schneestürme, Verschmutzung überall sowie das Aussterben von Spezies sind allesamt der vermeintliche Beweis für den hinaus posaunten Klima-Notstand.

Zeit für Kohlenstoff-Vernunft

Menschliche Aktivitäten können nicht den atmosphärischen Kohlendioxid-Gehalt oder die globale Temperatur kontrollieren. Weitaus stärkere Kräfte sind hier wirksam, wie etwa Absorption und Ausgasung von Kohlendioxid seitens der Ozeane, Bewölkung, sich abschwächende magnetische Felder und Polumkehrungen, El Nino und La Nina, solare Zyklen, variable kosmische Strahlung und vulkanische Aktivität (vor allem am Meeresboden).

Geologische Aufzeichnungen belegen, dass das heutige Kohlendioxid-Niveau aus geologischer Perspektive auf einem historischen Tiefststand liegt – so niedrig, dass Pflanzen schon langsamer gedeihen und mehr Wasser brauchen.

Zusätzlich zeigen Eisbohrkern-Aufzeichnungen aus Grönland und der Antarktis, dass die Temperatur immer vor einer Zunahme des Kohlendioxids in der Luft steigt. Das heißt, steigende Kohlendioxid-Niveaus sind eine Folge steigender Temperaturen und nicht deren Ursache. Sich erwärmende Ozeane sind wie warmes Bier: Kohlendioxid wird freigesetzt. Bei Abkühlung wird es von den Ozeanen wieder aufgenommen.

Man fürchte die Kälte, nicht die Wärme

Der dichte Pflanzen- und Tierbestand in den Tropen zeigt eindeutig, dass die Menschen keine Angst haben müssen vor globaler Erwärmung. Tatsächlich würde Russlands Präsident Putin eine solche Erwärmung für sein kaltes Land sehr begrüßen.

Wir lebten bisher in einem natürlichen Warm-Intermezzo, aber der Höhepunkt der Wärme liegt bereits hinter uns. Es wird immer Fluktuationen und Extremwetter-Ereignisse geben, aber die nächste große Klimaänderung wird Abkühlung sein, der 11. große Abkühlungszyklus innerhalb einer Million Jahre. Alles, was dazu nötig ist, sind die Ozeane aufheizende untermeerische Vulkane und Kühlung durch Abschirmung des Sonnenlichtes infolge der vulkanischen Asche in der Luft. Dies wird zu Verdunstung aus den Ozeanen und starken Schneefällen auf dem Festland führen. Schafft es die Sonne einmal nicht, den gesamten Winterschnee zu schmelzen, werden Gletscher und Eisschilde wieder wachsen.

Eiszeiten waren eine periodisch wiederkehrende Bedrohung vieler Lebensformen auf der Erde. Sollten sich Eisschilde aus dem Nordpolargebiet wieder südwärts ausbreiten, wird es massiven Bevölkerungsschwund geben, und die Überlebenden werden lernen müssen, sich wieder Erfahrungen als Jäger und Sammler anzueignen, falls sie keinen Zugang zu einer zuverlässigen Energieversorgung haben. Windräder und Solarpaneele werden unter winterlichen Bedingungen nicht funktionieren, und Wasserkraftwerke werden einfrieren. Zum Höhepunkt der Kleinen Eiszeit sind sogar die Niagara-Fälle im Jahre 1848 zugefroren.

Bürokraten werden überleben

Die Klima-Bürokratie der UN wird möglicherweise immer noch Klima-Steuern einsammeln und Konferenzen organisieren an Orten mit einem warmen Klima und zuverlässiger Energieversorgung.

Der Klima-Alarm ist der große Zug zum Absahnen für Akademiker, Bürokraten, Globalisten, Politiker und Spekulanten, die nach Ausreden suchen, um noch mehr Macht und Reichtum für sich anzuhäufen.

Der so genannte Klima-Notstand ist ein Vorgang globaler Politik und nicht ein wissenschaftlicher. Damit sollen wir so stark geängstigt werden, dass wir Geld und Macht aus den Nationen des Westens an die UN übertragen sollen – eine Fake-Antwort auf ein künstlich erzeugtes Problem.

Viv Forbes is a geologist and chairman of the Carbon Sense Coalition.
Link: https://www.heartland.org/news-opinion/news/time-for-climate-sense
Übersetzt von Chris Frey EIKE