2020 zum wieder­holten Mal sehr ungünstiger Frühling in Teilen Deutsch­lands – häuft sich Extrem­wetter? Teil 1

Teil 1: Häufen sich zu Extremwetter neigende Großwetterlagen?

Ein kleines Rätsel zum Auftakt
Weil die kommende Lektüre in die sehr trockenen Niederungen der Meteorologie mit ihren Wetterlagen führt, soll ein kleines Rätsel am Anfang das Ganze etwas auflockern. Die folgenden zwei Abbildungen zeigen die Tiefstwerte an der DWD-Station Erfurt/Weimar in zwei jeweils etwa achtwöchigen Zeiträumen des laufenden Jahres – doch das Datum ging verloren – welcher ist nun welcher? Die Auflösung dann am Ende des zweiten Teils; sie hat auch viel mit dem Thema „Extremwetter“ zu tun.

Abbildungen 1a und 1b: Temperatur-Minima am Flughafen Erfurt/Weimar in zwei gleich langen Zeiträumen 2020 – aber wann war das? Einer lag im Winter und einer im Frühling – doch kann man das erkennen? Bildquellen wetteronline.de, ergänzt.


Nachlassende Sonnenaktivität – Menetekel für Extremwetter und Missernten?
Schon der deutsch-britische Astronom und Musiker Friedrich Wilhelm Herschel (englisch William Herschel) hatte um 1800 den Zusammenhang zwischen Weizenpreisen und Sonnenaktivität erkannt – immer, wenn die Anzahl der Sonnenflecken sehr gering war, stiegen die Weizenpreise, weil es (vermutlich) bei einer inaktiveren Sonne, die sich grob in weniger Sonnenflecken äußert, mehr Extremwetter gibt. Das 20. Jahrhundert war trotz der zwei furchtbaren Weltkriege auch deshalb ein außergewöhnlich günstiges für die Menschheit, weil es ein insgesamt mildes mit meist ausreichenden Niederschlägen war – Dank einer sehr aktiven Sonne waren die Schrecken der „Kleinen Eiszeit“ mit ihren Kälte- und Dürreperioden vergessen. Doch das 21. Jahrhundert wird viel ungünstiger verlaufen – ein Blick auf die Entwicklung der Sonnenaktivität zeigt, warum das so sein könnte:

Abbildung 2: Bis zum Jahrtausendwechsel war die Sonne sehr aktiv – erkennbar an den gut 160 bis über 200 Sonnenflecken in den Maxima der SCHWABE-Zyklen um 1980, 1990 und 2000, und selbst in den Minima des etwa 11-jährigen SCHWABE-Zyklus gab es fast stets zumindest einzelne Sonnenflecken. Doch schon um 2009 häuften sich lange, fleckenlose Perioden, und der letzte Zyklus (Maximum 2014) verlief erstens deutlich schwächer, und zweitens deutlich länger als seine Vorgänger – ein ernster Hinweis auf eine inaktiver werdende Sonne, zumal um 2020 mit einer noch viel längeren, fast fleckenfreien Phase zu rechnen ist, als um 2009.


Betrachtet man nun die Häufigkeitsverhältnisse der Großwetterlagen nach HESS/BREZOWSKY, so zeigt sich Erstaunliches: Die stets mäßigend wirkenden, weil wintermilden und sommerkühlen, regenreichen Westwetterlagen wurden seltener; im Gegenzug stieg die Häufigkeit der zu Extremwetter neigenden Nord-, Ost- und Südlagen merklich an – das kann, muss aber nicht zwangsläufig eine Folge der nachlassenden Sonnenaktivität sein (die schon seit 150 Jahren steigende CO2-Konzentration kann diesen Fakt gar nicht erklären). Außerdem wirkt die Sonnenaktivität zeitverzögert – ihr ganzes Ausmaß wird sicher in den kommenden Jahren noch deutlicher werden:

Abbildung 3: Weniger mäßigend wirkende West- und mehr Extremwetterlagen seit dem Maximum des 21. Sonnenfleckenzyklus (1979). Blauviolett die West- und grau die zu Extremwetter neigenden Meridionallagen.


Großwetterlagenhäufigkeiten nach HESS/BREZOWSKY – näher betrachtet
Uneingeschränkt standen für diese Zusammenstellung nur die Häufigkeiten der Großwetterlagen nach der Klassifikation von HESS/BREZOWSKY zur Verfügung, welche etwa in der Mitte des 20. Jahrhunderts entwickelt wurde; die Objektive Wetterlagenklassifikation des DWD gibt es erst seit Juli 1979. Es würde den Rahmen dieses Beitrages sprengen, diese hier näher vorzustellen, Interessierte finden Näheres dazu hier. Aus den insgesamt 30 Wetterlagen müssen in der Regel für Häufigkeitsanalysen „Cluster“ mit ähnlichen Eigenschaften gebildet werden; etwa einer ähnlichen Strömungsrichtung, oder ob sie antizyklonal (hochdruckbeeinflusst) oder zyklonal (Tiefdruckeinfluss) sind. Pauschale „Extremwetterlagen“ gibt es zwar nicht, doch neigen beispielsweise alle Ostlagen zu strenger Winterkälte und großer Sommerhitze, Südlagen fallen, mit Ausnahme des Winters im Flachland, mehr oder weniger deutlich zu warm, im Sommer teils extrem heiß, Nordlagen mit Ausnahme des Winters in Tieflagen, mehr oder weniger deutlich zu kalt aus; alle antizyklonalen Lage tendieren zu Niederschlagsarmut. Und wenn sich ähnelnde Lagen wochenlang vorherrschen, wie etwa im Hitze-Juni 2019, als 22 Tage mit südlichem Strömungsanteil einen neuen Rekord bedeuteten, so ist das Extremwetter. Die Häufigkeitsverhältnisse geben also lediglich wichtige Hinweise, ob die Witterung in einem bestimmten Zeitraum zu Temperatur- oder Niederschlagsextremen neigte. Weil die Daten seit 1881 vorliegen, boten sich langfristige Analysen an, weil diese aber manche aktuelle Entwicklung verschleiern, wurde außerdem der Zeitraum ab Beginn des Maximum-Jahres im SCHWABE-Zyklus 21 (1979) näher betrachtet; er ist mit 41 Jahren schon lang genug, um bei der großen Streuung der Häufigkeiten brauchbare Aussagen zu liefern. Im Folgenden werden daher stets zwei Grafiken der Häufigkeitsentwicklung desselben Clusters gezeigt; immer aufgeschlüsselt nach den vier meteorologischen Jahreszeiten: erst der Gesamtzeitraum und dann der ab 1979. Die jahreszeitenweise Betrachtung ist sinnvoll, weil bestimmte Wetterlagentypen, wie schon dargelegt, sehr unterschiedliche jahreszeitliche Auswirkungen haben können, besonders hinsichtlich der Temperaturen, aber auch die Neigung zur Trockenheit hat im Frühling/Sommer viel gravierende Auswirkungen, als im Herbst/Winter. Wegen des großen Untersuchungsumfangs können im Folgenden nur die wichtigsten Entwicklungen dargestellt werden. Bei allen Wetterlagen mit Westanteil (außer den vier Westlagen; siehe Abb. 3, kommen da noch die jeweils zwei Nordwest- und Südwestlagen hinzu) zeigt sich nur langfristig eine Zunahme im Winter und eine Abnahme im Sommer; seit 1979 aber nicht; hier ging die Häufigkeitsabnahme auf Kosten des Herbstes; geringe Abnahmen im Winter/Frühling sind ebenso nicht signifikant wie ein geringer Anstieg im Sommer (der aber, wie wir gleich sehen werden, fast nur von warmen, mitunter zu Hitzewellen und Unwettern neigenden SW-Lagen verursacht wurde). Auch bei allen meridionalen Lagen verlief die Entwicklung auf den ersten Blick nicht dramatisch; langfristig eine mäßige sommerliche Häufung bei nicht signifikanten Rückgängen in den übrigen Jahreszeiten. Seit 1979 eine Häufung im Herbst bei leichten und minimalen Häufungen im Winter bzw. Frühling; fast kein Sommer-Trend. Spannender ist da schon die Entwicklung des Großwettertyps Nord:

Abbildungen 4a und 4b: Sowohl langfristig (oben) als auch seit 1979 deutliche Häufung der Nordlagen (Tage pro Jahreszeit). Winterliche N-Lagen sind aber im Tiefland meist nur durchschnittlich temperiert, weil die Luftmassen die warme Nord- oder Ostsee überströmen; deshalb konnten sie die langfristige, seit 1988 stagnierende Winter-Erwärmung nicht verhindern; die sommerliche Abnahme trug zur lang- und kurzfristigen Sommer-Erwärmung bei. Nordlagen neigen gerade im Frühling und Herbst zu Nachtfrösten.


Bei den insgesamt seltener auftretenden, im Sommer oft zu Hitzewellen und Dürren neigenden Südlagen zeigt sich Folgendes:

Abbildungen 5a und 5b: Langfristig bis auf den Winter mehr und seit 1979 im Sommer/Herbst mehr, im Frühling weniger Südlagen. Im Winter, der ohnehin wenig Südlagen aufweist, nur langfristig unwesentliche Abnahme.


Und wie sah die Entwicklung bei den für Extremwetter berüchtigten Ostlagen aus?

Abbildungen 6a und 6b: Langfristig bis auf den Sommer weniger, ab 1979 besonders im Herbst, doch auch im Frühling, mehr Ostlagen. Zwar sind nicht alle Ostwetterlagen zu trocken; besonders in Süd- und Ostdeutschland können sie mitunter auch reichlichere Niederschläge bringen; doch gerade im Frühling/Sommer neigen sie eher zu anhaltender Trockenheit; zwischen Ende Mai und August sind sie fast stets zu warm, von etwa Mitte Oktober bis Ende März fast stets zu kalt; in den Übergangsjahreszeiten neigen sie zu Nacht- und Bodenfrösten.


Als Nächstes müssen zwei besonders „verhaltensauffällige“ Wetterlagen-Cluster betrachtet werden – die Trog- und die Südwestlagen. „Troglagen“ sind zwar stets zyklonal, doch nicht immer niederschlagsreich, aber sie treiben die „Meridionalisierung“ auf die Spitze, und ihre Häufung ist damit ein ernster Hinweis für zunehmende Extremwetterlagen, denn bei ihnen reicht, aus der Arktis kommend, eine mit Kaltluft gefüllte, trogartig geformte Tiefdruckzone oft bis in subtropische Breiten. Damit strömt auf der Vorderseite eines Troges oft extrem warme, auf der Rückseite hingegen kalte Luft heran, deren Kälte aber durch Atlantik/Nordsee in den unteren Luftschichten gemildert wird.

Abbildungen 7a und b: Troglagen häufen sich auffallend, mit Ausnahme des Frühlings gerade auch in den letzten Jahrzehnten. Beim Trog über Westeuropa (TRW), der zu den Südlagen gehört, ist besonders Ostdeutschland von sommerlichen Hitzewellen und Dürren betroffen; der zu den Nordlagen zählende Trog über Mitteleuropa (TRM) verursacht kühles Schauerwetter.


Die Südwestlagen als Teil des Clusters mit Westanteil zeigten eine den Troglagen grob ähnelnde, auffällige Zunahme:

Abbildungen 8a und 8b: Deutliche Häufung der in allen Jahreszeiten mehr oder weniger erwärmend wirkenden, aber nur an den Südseiten der Mittel- und Hochgebirge sehr regenreichen SW-Lagen; im Lee führt Föhn oft zu Dürren oder Abschwächung der Regengebiete, besonders über Ostdeutschland. Ob das seit 1979 abweichende Verhalten im Frühling ein erster Hinweis auf das Ende des „SW-Lagen-Zeitalters“ der Jahrtausendwende und des frühen 21. Jahrhunderts ist, kann vermutet, aber nicht sicher prognostiziert werden.


Die neben der Sonnenaktivität sehr umfangreichen Ursachen der (teilweise) geänderten Großwetterlagen-Häufigkeiten können hier nicht erläutert werden; Interessierte seien auf diese Arbeit hingewiesen. Hier soll nur der enge Zusammenhang zwischen AMO und Südwestlagenhäufung nochmals dargestellt werden:

Abbildung 9: Besonders am Ende der AMO-Warmphasen wie Mitte des 20. Jahrhunderts und momentan, häuften sich Südwestlagen. Wegen der sehr unterschiedlichen Größen mussten beide in Indexwerte umgerechnet werden, um sie gemeinsam in einer Grafik zeigen zu können.


Eine Vermutung wird nur teilweise bestätigt
Antizyklonale (A-Lagen) sind hochdruckbeeinflusst und neigen zu Trockenheit. Auch diese entwickelten sich „verhaltensauffällig“ – aber durchaus unerwartet, denn sie wurden seltener:

Abbildungen 10a und 10b: Deutliche langfristige Abnahme der in allen Jahreszeiten mehr oder weniger trockenen A-Lagen. Seit 1979 blieb deren Anzahl zwar im Frühling/Herbst fast konstant, im Winter und besonders im Sommer setzte sich ihre Abnahme fort.


Nun müsste diese Häufigkeitsabnahme der Hochdrucklagen ja eine Zunahme der Niederschlagsmenge bewirken, denn ihre Häufigkeit korreliert signifikant negativ mit den Niederschlagsmengen. Eine Betrachtung des Gesamtjahres reicht dafür aus:

Abbildungen 11a und 11b: Weniger Hochdrucklagen im Jahresmittel bedeuteten tendenziell nur langfristig mehr Jahresniederschlag – aber kurzfristig sanken die Niederschlagsmengen deutlich trotz etwas weniger A-Lagen, deshalb wurde auch der negative Zusammenhang zwischen beiden schwächer. Wegen der sehr unterschiedlichen Größen mussten beide in Indexwerte umgerechnet werden, um sie gemeinsam in einer Grafik zeigen zu können.


Es ist also denkbar, wenngleich nicht sicher erwiesen, dass neuerdings andere Faktoren wie etwa der zunehmende Landschaftsverbrauch oder die immer massivere Häufung der Windkraftanlagen, das Niederschlagsverhalten stärker beeinflussen. Im Teil 2 werden unter anderem die jahreszeitlichen Besonderheiten des Niederschlagsverhaltens betrachtet.
Ergebnisse: Bei weitem nicht alle Extremwetter-Ereignisse konnten und können den geänderten Großwetterlagenhäufigkeiten angelastet werden; trotzdem zeigen sich bei einzelnen Wetterlagentypen, besonders den Nord-, Ost-, Süd-, Trog- und Südwestlagen, markante Häufigkeitsverschiebungen; als wesentliche Auslöser können verschiedenste natürliche Ursachen vermutet werden; dass sich diese „Extremisierung“ aufgrund der weiter nachlassenden Sonnenaktivität künftig verstärken wird, kann bestenfalls vermutet werden. Menschliche Einflüsse könnten diese Entwicklung verstärken. Ob sich diese Häufigkeitsverschiebungen noch in einem normalen Rahmen bewegen, kann nicht sicher beurteilt werden, da der nur bis 1881 verfügbare Betrachtungszeitraum hierfür zu kurz ist. Historische Aufzeichnungen lassen auf weitaus dramatischere Witterungsverwerfungen, speziell im Zeitraum von 1300 bis 1850, schließen.




Das Messer in der Wunde drehen: Euro­päische Gesetz­geber ziehen strengere Klima-Gesetze in Betracht

Derartige Ziele sind erforderlich, falls die Welt weiter bestehen soll, und um einen verheerenden Fallout der globalen Erwärmung zu vermeiden. Das sagt die Leitautorin des Dokumentes, die schwedische Juristin Jytte Guteland.

Die Europäische Kommission brachte den Gesetzentwurf im März ein – Wochen bevor die Coronavirus-Pandemie eine wirtschaftliche Krise ungeahnten Ausmaßes auslöste, welcher der Block mit „grünen“ Investitionen zu begegnen versprochen hat.

Zentriert um ein gesetzlich bindendes Ziel, die Gesamt-Treibhausgas-Emissionen der EU bis zum Jahre 2050 auf Null zu bringen, muss jedes Mitgliedsland zustimmen, damit das Gesetz in Kraft treten kann.

Dem Gesetzentwurf zufolge müsste jedes individuelle EU-Land seine nationalen Emissionen bis zum Jahre 2050 auf Null senken und danach die „Entfernung“ aller Treibhausgase aus der Luft anstreben.

Dies geht über das bisherige Ziel der Kommission hinaus, einigen Mitgliedern einen längeren Zeitraum einzuräumen, falls andere dieses Ziel früher erreichen.

Der Entwurf fordert auch, das EU-Klimaziel bis 2030 zu verschärfen, und zwar mit Emissionskürzungen um 65% des Niveaus von 1990 und nicht nur um 50% bis 55% wie bisher von der Kommission vorgeschlagen.

Guteland, Chefunterhändlerin der Parlamentsdebatte zu dem Klimagesetz sagte, dass ihr Vorschlag dem Emissionsweg folgt, den Wissenschaftler zur Vermeidung eines katastrophalen Klimawandels vorgelegt haben.

„Die Wissenschaftler sprechen von planetarischen Grenzen. Falls wir unsere Emissionen während der ersten 10 Jahre nicht rascher senken, könnten wir diese planetarischen Grenzen überschreiten“, sagte Guteland bzgl. des Risikos, die entscheidende Marke von 1,5°C zu übertreffen. „Es ist eine politische Entscheidung, ob wir das tun oder nicht“.

Der gesamte Beitrag steht hier.
Link: https://wattsupwiththat.com/2020/05/09/twisting-the-knife-european-lawmakers-consider-tougher-climate-law/
Übersetzt von Chris Frey EIKE




Schweden: Tödlicher Sonderweg

Was die Schweden bei „Corona“ alles falsch gemacht haben

SZ [1] (stark gekürzt):
Der Schutz der Alten war Schweden beim Kampf gegen das Virus wichtig – ist aber nicht gelungen. Die Zahl der Opfer ist hoch, wirklich verantwortlich fühlt sich niemand.
Tödlicher Sonderweg
Als Schweden sich aufmachte auf seinen Sonderweg in der Corona-Krise, da gab es ein Versprechen an die Alten im Lande: Man werde eine Mauer um sie bauen. Allen war klar: In einer Gesellschaft, die beim Abstandhalten auf Freiwilligkeit setzte statt auf Verbote, mussten die Risikogruppen besonders geschützt werden.
Der Schutz der Alten wurde zu einer zentralen Säule des schwedischen Kurses erklärt. Und spätestens kurz vor Ostern war klar: Dieser Teil der Strategie war „katastrophal gescheitert“, wie das Boulevardblatt
Aftonbladet schrieb, sonst ein treuer Befürworter der schwedischen Linie.
Schweden zählt am Montag mit 3256 Coronatoten mehr als drei Mal so viele Todesfälle durch Covid-19 wie seine Nachbarn Dänemark (529), Finnland (271) und Norwegen (219) zusammen. Und Statistiken des Nationalen Amtes für Gesundheit und Soziales von letzter Woche zeigen, dass weit mehr als die Hälfte der Todesfälle gezählt wurden in Alten- und Pflegeheimen und unter Menschen, die zu Hause von Pflegediensten betreut wurden … Keiner habe gewusst, wie schlimm es um den Zustand der Altenpflege im Lande bestellt gewesen sei …

Nun kommt eine lange Litanei, wie die Regierung in Schweden bei den Alten und Altenheimen versagt hat. Diese endet:
… Wirklich verantwortlich dafür, wie das Virus unter den Alten in den Heimen gewütet hat, scheint sich aber im Moment niemand zu fühlen …
Der Journalist Björn Hygstedt sprach im selben Sender von seiner Wut. Hygstedts 92-jähriger Vater hatte sich in einem Altersheim mit Corona infiziert und war gestorben, ohne einen Angehörigen an seiner Seite. Hygstedt hatte einen viel gelesenen Text über den Tod seines Vaters geschrieben. Und er ist sich sicher: Es ist die Schuld der Behörden. „Ihr Versagen hat so viele Leben gekostet.“

Es klingt gut, wenn Journalisten sich sicher sind, genau die „Schlimmen“ zu identifizieren und dazu Ursachen benennen zu können.
Den Autor wundert nur: Im Landkreis Fürth und Fürth Stadt waren praktisch alle (mit ganz, ganz wenigen „Ausreißern“) Corona-Verstorbenen aus Altersheimen und Pflegeeinrichtungen. In anderen Landkreisen soll es nicht viel anders gewesen sein.
Wenn jedoch nur der „Schwedische Weg“ so erkennbar falsch war, muss sich das in den Zahlen zeigen.
Anbei eine Nachschau.

Sterbedaten

Anmerkung: Die verwendeten Sterbedaten hat der Autor am 12.05. von den Amtsstellen der Länder geladen. Da nur Deutschland Tagesauflösung bietet, sind leider alle Grafiken in Wochenauflösung. Wie man an den Bildern 4/5 sieht, geht dadurch leider einiges an Information verloren.

Schweden

Anbei die Grafik der Rohdaten, Anzahl Verstorbener seit Anfang 2020

Bild 1 Schweden Sterbedaten 2020. Beachten: Für die Altersgruppe bis 64 gilt die rechte Y-Achse. Grafik vom Autor erstellt

Schweiz

Anbei die Grafik der Rohdaten, Anzahl Verstorbener seit Anfang 2020

Bild 2 Schweiz Sterbedaten 2020. Beachten: Für die Altersgruppe bis 64 gilt die rechte Y-Achse. Grafik vom Autor erstellt

Deutschland

Anbei die Grafik der Rohdaten, Anzahl Verstorbener seit Anfang 2020

Bild 3 Deutschland Sterbedaten 2020. Beachten: Für die Altersgruppe bis 64 gilt die rechte Y-Achse. Grafik vom Autor erstellt


In der Grafik zu Deutschland sieht man in der Gesamt-Sterbekurve fast kein „Corona“, deshalb eine „Dehnung“:

Bild 4 Deutschland Sterbedaten 2020. Grafik vom Autor erstellt


Man sollte Deutschland wegen des flachen „Coronaverlaufs“ jedoch nicht übertrieben loben. Bei uns im Land sterben die Menschen weniger stark an einer solchen Pandemie, dafür verstärkt in häufigeren Grippejahren.
Detailliertes zu solchen Verläufen von Deutschland findet sich im vorhergehenden Artikel:
[2] EIKE: Wird „Corona“ eine Blaupause für den Klimawandel? Ergänzung

Bild 5 Deutschland Sterbedaten 1016 – 2020 in Wochenauflösung. Grafik vom Autor erstellt


Bild 6 [2] Daten von Bild 4 in Tagesauflösung und „gedehnt“. Grafik vom Autor erstellt

Vergleich Schweden, Schweiz und Deutschland

Ein solcher Vergleich bietet sich an. Schweden nahm seinen Sonderweg und die Schweiz ist sehr restriktiv vorgegangen, also eher mit dem Vorgehen von Deutschland vergleichbar:
[3] FAZ 09.05.2020: Corona in der Schweiz : Musterland in der Krise
In der Schweiz führt die Regierung per Notrecht durch die Corona-Pandemie. Für die eidgenössische Demokratie ist das eine besondere Herausforderung. Kritiker reden gar von einer „Diktatur“.
… „Wir erleben eine Krise, wie es sie in der Geschichte der Schweiz seit dem Zweiten Weltkrieg nicht mehr gegeben hat.“
Als Referenz dient also die Schweiz. Um die Werte direkt vergleichen zu können, wurden die Zahlen von Deutschland Deutschland und Schweden auf die Einwohnerzahl der Schweiz „herabgerechnet“.
Ist es nicht erschreckend, dass ausgerechnet das Hochtechnologieland Deutschland – dessen Führerin ob ihres „Corona-Managements“ überall in den höchsten Tönen gelobt wird – weil es nach anfänglicher Verharmlosung dann besonders restriktiv vorgegangen ist -, die höchsten relativen Sterbezahlen ausweist?
Allerdings auch das überrascht: In Deutschland sterben ganz allgemein schon viel mehr Einwohner als in den andren, beiden Ländern.
Es braucht gar keine Pandemie, um in Deutschland Werte auszuweisen, die in anderen Ländern nur bei einer Pandemie auftreten (wie es bei Grippe aussieht, zeigt Bild 6).

Bild 7 2020, Sterbedaten der drei Länder, auf die Einwohnerzahl der Schweiz hochgerechnet. Grafik vom Autor erstellt


Schon die wenigen Datengrafiken zeigen allerdings, dass sich die drei Länder nicht einfach direkt vergleichen lassen.
Um den „Fall“ Schweden zu (er)klären, ist es besser, zuerst Schweden nur mit der Schweiz zu vergleichen.

Vergleich Schweden, Schweiz

Im folgenden Bild sind wieder die Daten von Schweden auf die der Schweiz normiert. Man sieht, dass die Schweiz allgemein etwas weniger Mortalität ausweist.

Bild 8 2020 Sterbedaten Schweiz/Schweden. Daten Schweden auf die Schweiz normiert. Grafik vom Autor erstellt


Nimmt man an, dass der geringe Unterschied nicht coronabedingt ist, rechnet man den Wert „Schweden“ auf gleichen „Standardverlauf“ bis zum Beginn des eindeutiger Corona-bedingten Anstiegs hoch und hat damit eine wohl brauchbare Näherung des Mortalitätsunterschiedes beider „Coronaverfahren“.
Und mit diesem Verlauf stellt sich die Frage, ob der „Schwedische Weg“ wirklich so schlecht und „undenkbar“ ist, wie in unsere Politik und Medien berichten.

Bild 9 2020 Sterbedaten Schweiz/Schweden. Daten Schweden auf die Anfangs-Verlaufsdaten der Schweiz normiert. Grafik vom Autor erstellt

Vergleich Schweden, Schweiz und Deutschland nach Altersgruppen

Gerade diese Vergleiche zeigen, dass nicht die Anderen, sondern Deutschland „Hausaufgaben“ machen müsste.

Bild 10 Altersgruppe 65 und älter. 2020 Sterbedaten Deutschland, Schweiz, Schweden. Auf die Einwohnerzahl CH hochgerechnet. Grafik vom Autor erstellt


Der Vergleich der mobilen und von Corona wenig betroffenen Altersgruppe weist den „Schwedischen Weg“ als den richtigen aus.
Trotz wenig Abschottung sind diese in Schweden am wenigsten verstorben. Also kommt es darauf an – und reicht aus -, vor allem die Risikogruppe der Betagten zu schützen, genau wie es B. Palmer aus Tübingen auch auffiel.

Bild 11 Altersgruppe 0-64. 2020 Sterbedaten Deutschland, Schweiz, Schweden. Auf die Einwohnerzahl CH hochgerechnet. Grafik vom Autor erstellt

Das Problem ist nicht wirklich (nur) die Pandemie …

Wenn man den SZ-Artikel liest, könnte man meinen, „Altenheimprobleme“ gäbe es nur in Schweden. Dabei scheint zumindest das geschilderte Hauptproblem der Virenübertragung in solche Heime mit Hoch-Risikogruppen genau so auch in Deutschland vorzuliegen.
nordbayern.de, 20.04.2020: Corona-Todesfälle in Fürth: Vor allem Awo-Häuser betroffen
„Zufall und Pech“: Fürther Heimleiter sieht keine strukturellen Zusammenhänge
… 67 Menschen sind in Stadt und Landkreis Fürth nach einer Corona-Infektion gestorben. Auffällig: Fast alle bewohnten Senioren- und Pflegeheime der Arbeiterwohlfahrt (Awo).
Deshalb muss man nicht nur „die Schweden“ (wie es die SZ macht), sondern genau so auch Deutschlands politische Führung fragen, ob sie überhaupt Ahnung von einer effektiven Pandemielösung hat.
– Deutschland hat nach diesem Ländervergleich auch ohne Pandemie und Grippe hohe Mortalitätswerte
– allem Augenschein nach lässt sich eine Pandemie dieser Art durch geeignete Abschottung der wirklich Gefährdeten weit effektiver und billiger lösen, als mit den aktuellen Global-Hauruck-Verfahren. Boris Palmer lässt dazu grüßen.
– Es müsste auch möglich sein, die technischen Mittel bereitzustellen, dass solche Abschottungen der Risiko-Altersgruppe dann nicht zu den geschehenen, sozialen Kontaktproblemen führen. Geeignete Kommunikationsmittel sind bestimmt billiger, als jedes Mal eine gesamte Volkswirtschaft zu ruinieren und dann wieder retten zu müssen, wie es derzeit versucht wird.
– und es muss die Frage erlaubt sein, mit welcher Begründung bei einer Grippewelle viel, viel mehr Personen als während einer Pandemie sterben „dürfen“, ohne dass es die politische Führung bisher auch nur entfernt “aufregt“ (siehe dazu Bild 6)
Allerdings sind unsere Regierung und auch die Medien bei Weitem nicht untätig. Auf „allen Kanälen“ wird nun gegen die Corona-„Verschwörungstäter*innen“ gekämpft. Fachpersonen, welche Maßnahmen und deren Effektivität, oder gar die Gefährlichkeitsdarstellungen des Virus in Frage stellen, werden zunehmend öffentlich an den Pranger gestellt.
Beispielhaft die Lokalzeitung des Autors, welche fast auf einer ganzen Seite darstellte, dass es Ärzten und einem Mikrobiologie-Professor nicht ansteht, die Kenntnisse und Maßnahmen unserer Politik, den Behörden und der beratenden Wissenschaftler wie auch der Vereinten Nationen zu kritisieren. Denn diese hätten klare und wahre Fakten und die richtigen, wissenschaftlichen Erkenntnissen, auf welche ihre Entscheidungen fundiert aufbauen.
Auf die Idee, der Bevölkerung wirklich aussagekräftige Datendarstellungen als Argumentationshilfen zu liefern, kommen sie nicht (zumindest gelang es dem Autor bisher nicht, solche zu finden).
Ordentliche Untertanen wissen beispielsweise, dass es alleine auf fundierten, wissenschaftlichen Pandemie-Erkenntnissen beruht, in Bayern bald Biergärten (mit Einschränkungen) öffnen zu dürfen, aber nur bis 20 Uhr. Diese Uhrzeit muss ein wesentlicher Schlüssel zur weiteren Pandemieverhinderung sein.

Zurück zum Ursprung

Der zweite Artikel des Autors zum Thema Corona hieß nicht zufällig: Wird „Corona“ eine Blaupause für den Klimawandel?
Angemerkt wurde darin, dass die Coronapandemie bezüglich des Regierungshandelns eine vorgezogene Zeitraffer-Reise des Klimawandels ist. Begründung: Im Blindflug mit aktionistischen Maßnahmen ohne Rücksicht auf Kosten keinen Lösungsweg finden, die sich beim genaueren Betrachten unter Weglassen der Hysterie durch einfache, billige(re) Maßnahmen jedoch erschließen.
Gemeint ist damit: Egal wie sich das Klima seit Urzeiten laufend verändert. Es ist viel billiger und effektiver, die Bevölkerung direkt vor Wetterunbilden zu schützen, als zu meinen, das Klima – und damit das Wetter – mittels CO2-Maßnahmen signifikant – und auch immer in die richtige Richtung – lenken zu können.
Damit widerspricht der Autor allerdings dem berühmten „Stern-Report“, unsere Regierung beratende Wissenschaftler*innen und besonders schlimm: auch noch unserer Kanzlerin und der Präsidentin der Europäischen Kommission, Frau von der Leyen.
So etwas kann sich nur ein Rentner leisten. Obwohl, gerade ist zu lesen, dass denen wegen Corona vielleicht dieses Jahr die geplante Rentenerhöhung gestrichen wird, sozusagen als neuer Pflichtbeitrag für „gerettete Lebenszeit“.
Quellen
[1] Süddeutsche Zeitung 12.05.2020: Coronavirus in Schweden: Tödlicher Sonderweg
[2] EIKE: Wird „Corona“ eine Blaupause für den Klimawandel? Ergänzung
[3] FAZ 09.05.2020: Corona in der Schweiz : Musterland in der Krise




Prioritätenliste: Klima vor Pandemien

Wegen COVID ist die Wirtschaft in den USA und weltweit seit Anfang März drastisch herunter gefahren worden. Über 30 Millionen amerikanischer Arbeiter sind jetzt bei ihrer Arbeitslosigkeit-Versicherung vorstellig geworden, während Zehner-Millionen Andere ernsthafte Einkommenseinbußen und die Verringerung ihrer Arbeitszeit hinnehmen mussten. In den meisten Staaten ist ein Ende des Lockdowns noch nicht abzusehen, Millionen Unternehmen stehen vor dem Bankrott oder verschwinden einfach. Falls die Bleibt-zu-Hause-Anordnungen nicht bald beendet werden, dürfte die Erholung der kürzlich noch florierenden US-Wirtschaft Jahre dauern.

Auch die Eurozone befindet sich in ernsten Schwierigkeiten, ebenso wie zahlreiche andere Länder auf der ganzen Welt. In Afrika breitet sich das Coronavirus inmitten einer der schlimmsten Heuschrecken-Plagen der Geschichte aus.

Die vielleicht vitalste und fundamentalste Rolle der Regierung auf allen Ebenen ist es, die Bevölkerung vor Invasionen, Naturkatastrophen und anderen Bedrohungen zu schützen – einschließlich Pandemien, welche die Menschheit in ihrer Geschichte wiederholt heimgesucht haben. Daraus erheben sich zwei ungemein wichtige Fragen.

Erstens, unabhängig vom plötzlichen Auftauchen der COVID-19-Pandemie – und der Unaufrichtigkeit der Chinesen und von WHO-Bürokraten – warum haben die USA so zögerlich reagiert?

Einem Artikel im Wall Street Journal zufolge haben „Fehltritte“ allerorten das Problem vergrößert. In multiplen Berichten der [US-]Bundesregierung war immer wieder von potentiellen Bedrohungen und Unzulänglichkeiten bzgl. zukünftiger Pandemien die Rede, aber es wurden nur sehr moderat Vorbereitungen darob getroffen.

Ein Strategic National Stockpile wurde im Jahre 1999 geschaffen für Medikamente und medizinische Ausrüstung, welche bei terroristischen Angriffen, Naturkatastrophen oder Pandemien gebraucht würden, aber der Kongress hat niemals einer Finanzierung von Vorbereitungen auf eine Pandemie zugestimmt. Die Regierungen von Bush, Obama und Trump konzentrierten sich mehr auf die Vorbereitung gegen chemische und biologische Angriffe seitens Terroristen und nicht so sehr auf Pandemien.

Die Abhängigkeit von Erzeugnissen aus dem Ausland wie Masken (meist aus China) und für Chirurgen wurden hervorgehoben, aber nicht angesprochen. Die Ausweitung des Slogans „made in America“ war niemals mehr als genau das – ein Slogan.

Nachdem sie auf großen Mengen persönlicher Schutzausrüstungen und anderen Dingen nach dem Ende der Schweinepest-Epidemie im Jahre 2009 sitzen geblieben waren, haben viele Hersteller es abgelehnt, ihre während der Epidemie gesteigerte Produktivität diesbezüglich zu erhalten. Krankenhäuser, die ähnliche Erfahrungen gemacht hatten, haben aus Kostengründen die Beschaffung derartiger Ausrüstungen stark gekappt. Software und Programme waren mehr auf ökonomische Effizienz ausgerichtet als auf die Verfügbarkeit geeigneter Ausrüstung während einer Pandemie.

Ein Gesundheitssystem, welches sich nicht auf Neubeschaffung medizinischer Ausrüstung nach dem Ablaufdatum einrichtet, macht diese Ausrüstung unbrauchbar. Nachdem einige US-Staaten große Mengen von Corona-Testausrüstungen orderten, haben Vorschriften und Ineffizienz deren Verwendung über eine Woche lang verzögert.

Kaum etwas ist bisher über staatliche oder lokale Studien, Pläne und Maßnahmen bzgl. Pandemien bekannt geworden – außer dass New York City seine Vorräte an Ventilatoren verkauft hat, um nicht noch mehr Geld für deren Lagerung und Wartung ausgeben zu müssen. Seinerzeit mag das logisch gewesen sein, aber jetzt führte die Entscheidung zu Chaos inmitten Corona.

Analysen und Bewertung der Maßnahmen nach Abklingen der Pandemie müssen viel besser sein als bisher.

Zweitens, auf was waren all diese Unternehmungen der Regierung gerichtet – wenn nicht auf Pandemien? Oder anders gefragt: Wie viel Geld und Aufmerksamkeit wurde der Vorbereitung auf derartige Pandemien während der letzten Jahrzehnte zuteil?

Versus:

Wie viel Aufmerksamkeit wurde dem „gefährlichen, vom Menschen verursachten Klimawandel“ zuteil … mittels Einschränkung der Erzeugung fossiler Treibstoffe … und Vorschriften und Subventionen für Wind und Solar … und der Infrastruktur zum Abfedern steigender Meeresspiegel und anderer vermeintlicher Klima-bezogener Katastrophen?

Kumulative Ausgaben für Klima und erneuerbare Energie auf allen Verwaltungsebenen erreichten mit Sicherheit während dieser Periode Hunderte Milliarden Dollar, wenn nicht sogar Billionen. Die Zeit, welche die Regierung dem Komplex Klimawandel und erneuerbare Energie widmete, beläuft sich auf viele Millionen Stunden.

Man weiß nicht, ob irgendjemand einen Schimmer hat, wie viel Geld, Zeit und Ressourcen in die Klimaforschung flossen – in die Modellierung derselben, Vorbereitung, Abschwächung, Konferenzen oder einfach nur Angsterzeugung.

Genauso unklar ist, ob irgendwo in der Verwaltungsebene einmal untersucht worden ist, wie viel davon in die Vorbereitung auf Pandemien geflossen ist.Aber ich wette, es war nur ein winziger Bruchteil dessen, was in Klimawandel/erneuerbare Energie geflossen ist.

Hart arbeitende amerikanische Steuerzahler verdienen es absolut, eine detaillierte Auflistung zu erhalten, wie viel Geld und Zeit beiden dieser Bedrohungen zugekommen ist.

Sie verdienen es zu erfahren, wie viel für den Schutz von Familien und Gemeinden vor Pandemien wie dem Wuhan-Coronavirus aufgewendet worden ist (und vielleicht vor anderen Katastrophen der realen Welt wie Hurrikane, Tornados usw.) –

Versus:

Krisen, die nur in Computermodellen existieren und endlosen Behauptungen, dass jeder Temperatursprung, jede Dürre und jedes Extremwetter-Ereignis beispiellos ist und dem Verbrauch fossiler Treibstoffe geschuldet ist – trotz eines totalen Fehlens jedweder Belege in der realen Welt für derartige Behauptungen.

Wir wissen, dass allein das Verteidigungsministerium während der Obama-Ära Milliarden für Klima-Initiativen und erneuerbare Energien aufgewendet hat. Wie viel gab man aus für die Vorbereitung auf Pandemien? Wie viele Milliarden haben staatliche und lokale Agenturen zur Gesundheitsvorsorge für Klimawandel ausgegeben – und wie viel für Pandemien in Vergangenheit und Zukunft? Wie viel Geld und Aufmerksamkeit widmeten jene Gesundheitsagenturen unserer exzessiven Abhängigkeit von China bzgl. Masken, pharmazeutischer Komponenten und Anderem?

Die USA und individuelle US-Staaten riefen zahllose Agenturen, Arbeitsgruppen und spezielle Gremien ins Leben, um sich dem Klimawandel zu widmen. Was und in welchem Umfang rief man für die Vorbereitung auf Pandemien ins Leben? Während der sieben auf die Schweinepest-Epidemie 2009 folgenden Jahre – wie viel Geld und Aufmerksamkeit widmete die Obama-Regierung der Verhinderung und Abschwächung von Pandemien? Was ist mit all jenen Komitees des Weißen Hauses und des Senats? Mit Staatsagenturen und Stadträten?

Innerhalb nur weniger Monate hat uns das Coronavirus in unsere Wohnungen eingesperrt und unser Geschäftsleben erschüttert. Es hat die USA Billionen Dollar gekostet an verlorener wirtschaftlicher Leistung und zu hunderten Milliarden Verlust durch Steuerausfälle geführt. Selbst falls wir jede Überschwemmung, Dürre, Hurrikan, Tornado und verendeten Eisbär dem vom Menschen verursachten Klimawandel zuordnen – die kumulative Auswirkung auf unseren Verbrauch fossiler Treibstoffe würde niemals auch nur in die Nähe davon kommen.

Hat der Kongress die Courage, sich eingehender damit zu befassen? Würde irgendeiner der mutigen Herausgeber oder der „investigativen Journalisten“ bei der Washington Post oder der New York Times sich dieser Herausforderung annehmen? Würde Präsident Trump das tun? Was ist mit den individuellen US-Staaten und -Städten?

Sie könnten meine billige Rhetorik hinsichtlich Krisen der realen Welt im Vergleich zu jenen Krisen, die ausschließlich in Computermodellen und Presseerklärungen von Umwelt-Extremisten existieren, ignorieren – und einfach die Ausgaben für die Pandemien und für Klima gegeneinander aufrechnen. Tatsächlich sollten sie genau das tun. Wir brauchen eine auf Fakten und Daten basierende Analyse und nicht noch mehr Politik.

Tatsächlich verdienen es Europäer, Kanadier, Australier und Menschen überall auf der Welt zu wissen, wie ihre nationalen, staatlichen und lokalen Regierungen die Steuereinnahmen, die für die Katastrophenvorbereitung und -hilfe bestimmt waren, zugewiesen und ausgegeben haben.

Wie steht es damit? Wann bekommen wir diese Angaben – gefolgt von einer Umsortierung von Regierungs-Prioritäten? Gott weiß, dass genau das schon lange überfällig ist.

Autor: Paul Driessen is senior policy advisor for CFACT and author of Cracking Big Green and Eco-Imperialism: Green Power – Black Death.

Link: https://www.cfact.org/2020/05/02/prioritizing-climate-over-pandemics/
Übersetzt von Chris Frey EIKE




Die Verunglimpfung von Willie Soon


Hierbei handelt es sich auch um einen Angriff auf Wissenschaft mit der Absicht, einen bedeutenden Skeptiker des Klima-Alarmismus‘ zu schädigen. Es gibt breitere Implikationen bzgl. Klimawissenschaft und Wissenschaft allgemein. Man lehne sich also zurück und betrachte dieses Video.
Andere, in diesem Zusammenhang interessierende Links:
Eine Übersicht, wer Dr. Willie Soon ist und welche Unterstützung er bei seinem Kampf bekommt: https://www.heartland.org/about-us/who-we-are/willie-soon
Die von Dr. Soon veröffentlichten Studien finden sich hier:
https://www.cfa.harvard.edu/~wsoon/myownPapers-d/
Ein Gespräch mit Dr. Soon mit einer detaillierteren Diskussion zu Zensur und Diffamierung im Bereich Klimawissenschaft findet sich in diesem Video: https://youtu.be/aYAy871w9t8
Ein Vortrag von Dr. Soon vor dem Independent Institute im Juli 2019 zeigt dieses Video: https://www.youtube.com/watch?v=1zrejG-WI3U&feature=youtu.be
Eine schriftliche und alternative Beschreibung der Erfahrungen von Dr. Willie Soon steht hier: https://wattsupwiththat.com/2016/05/09/facts-clear-astrophysicist-soon-of-wrongdoing-while-indicting-journalists-covering-climate-debate/
Climate Illuminated, eine unabhängige Website mit dem Bestreben, eine ausgeglichene Sichtweise zu präsentieren, beschreibt u. A. wie das Klima abläuft vor dem Hintergrund eines unverzerrten wissenschaftlichen Standpunktes: https://www.climateilluminated.com/
Link: https://wattsupwiththat.com/2020/05/10/the-targeting-of-willie-soon/
Übersetzt von Chris Frey EIKE