Der Lockdown zeigt uns das Elend, das Null Kohlenstoff uns aufzwingen würde

Der evangelikalisch grüne Umweltanalyst bei der BBC Roger Harrabin schrieb kürzlich Folgendes auf seiner Website:

Ich hatte soeben eine Erleuchtung. Der lebhafte kleine Zaunkönig, der laut im verfilzten Efeu vor meiner Hintertür zwitschert, sagt uns etwas Bedeutsames über den globalen Klimawandel. Das liegt daran, dass ich in Verbindung mit den melodiösen Noten eines Rotkehlchens, sein Lied tatsächlich deutlich hören kann. Normalerweise sind beide Vögel durch den Verkehrslärm gedämpft, aber der Lärm ist in der Ruhe des Lockdowns so gut wie erloschen.

Ah ja, die Ruhe des Lockdowns. Sie ist für uns Glückliche sehr real. Es ist zwei Monate her, dass ich das letzte Mal meine ländliche Heimat verlassen habe. Niemals zuvor habe ich es hier so ruhig gehabt und hellere Sterne gesehen. Es ist wunderbar, den Geräuschen der Natur zu lauschen. Genau wie Harrabin liebe ich es, mehr Zaunkönige und Rotkehlchen und weniger Verkehr zu hören, und von mir aus kann das so bleiben.

Was alles könnte dabei involviert sein? Die Glühlampe über Harrabins Kopf – natürlich mit grüner Energie betrieben – sagt ihm, dass wir nach Öko-Neusprech „besser zurückbauen“ müssen [Build Back Better]. Regierungen sollten in ihren Paketen für die Erholung aus COVID nur Unternehmen und Projekte unterstützen, welche „ökonomisches Wachstum von Treibhausgas-Emissionen abkoppeln“. Anderenfalls werden wir Net Zero nicht erreichen. Ich zitiere aus einem Arbeitspapier der Oxford Smith School of Enterprise and the Environment mit dem schmissigen Titel „Will Covid-19 fiscal recovery accelerate or retard progress on climate change?“ [etwa: Wird die finanzielle Erholung aus COVID-19 Fortschritte bzgl. Klimawandel beschleunigen oder verzögern?]. Unter den Autoren sind Granden wie Joseph Stiglitz und Lord Stern.

Im Eingangsabschnitt liest man: „Die COVID-19-Krise könnte einen Wendepunkt markieren hinsichtlich Fortschritten bzgl. Klimawandel. In diesem Jahr werden die globalen Treibhausgas-Emissionen stärker zurückgehen als in jedem Jahr zuvor. Die prozentuale Abnahmen jedoch müsste sich wiederholen, Jahr für Jahr, um bis zum Jahr 2050 Null Emissionen zu erreichen. Stattdessen werden die Emissionen wieder steigen, wenn die Restriktionen erst einmal aufgehoben sind und die Wirtschaft sich erholt – es sei denn, die Regierungen intervenieren“.

Die Autoren befinden sich in einer Zwickmühle. Sie erkennen halbherzig, dass COVID-19 nicht nur medizinisch, sondern auch ökonomisch eine Katastrophe ist, aus der herauszukommen sich die Gesellschaften dringend wünschen. Aber dennoch haben sie das bekommen, was sie haben wollten. Die Emissionen sind beispiellos gesunken infolge der extremen ökonomischen Kontraktion. Die Betonung liegt auf ihrem Punkt, dass ein derartiger Rückgang „sich wiederholen muss, Jahr für Jahr“, um den Planeten zu retten. Sie wollen den COVID-Effekt verewigen (natürlich ohne die Krankheit).

Mit dem Effekt sind zwei Dinge verbunden. Erstens bedeutet er eine gewaltige Zunahme regierungsamtlicher Kontrolle. Um die Krankheit zu bekämpfen, mussten wir erzwungenermaßen große Teile unserer Freiheit zu arbeiten, zu handeln, zu reisen, Gottesdienste zu besuchen usw. aufgeben – darunter sogar Wahlen (wurde doch die Neuwahl lokaler Regierungen verschoben) und in vielen Fällen sogar unser Familienleben.

Der zweite Effekt ist die gesteigerte Armut. Dies bringt die vorübergehende Einschränkung so vieler Wirtschaftszweige mit sich mit der Konsequenz von Insolvenzen, Lohnkürzungen und Verlusten von Arbeitsplätzen. Die Armut ist durch Maßnahmen der Regierung abgeschwächt und verzögert worden. Das wird Harrabin oder mich nicht direkt schädigen, können wir uns doch weiterhin bei voller Bezahlung am Gezwitscher von Zaunkönigen und Rotkehlchen erfreuen (abgesehen davon, dass wir es später bei unseren Steuerabgaben merken werden). Aber es war schockierend unerwartet und wird schockierend real. Außerdem sind Milliarden verängstigt, einsam und deprimiert.

Stiglitz, Stern und Co. haben natürlich recht, wenn sie schreiben, dass „die Emissionen wieder zunehmen, wenn die Restriktionen erst einmal aufgehoben sind und die Wirtschaft sich erholt – es sei denn, die Regierungen intervenieren“, aber sie scheinen nicht zu verstehen, was sie da sagen. Warum werden die Emissionen wieder steigen? Weil die Menschen mehr reisen werden – vor allem mit dem Auto (die hinsichtlich des Virus‘ viel sicherer sind als öffentliche Verkehrsmittel). Und warum werden sich die Ökonomien erholen? Weil Wachstum eine Funktion der Aktivität ist, und Aktivität wird ermöglicht durch Energie, und der globale Energiebedarf wird bis auf Weiteres zu etwa 85% von fossilen Treibstoffen gedeckt.

(Dies gilt übrigens sogar für Öko-Aktivitäten. Zu dem gesegneten Frieden des Lockdowns gehörte nämlich auch das Fehlen jedweder Straßenproteste seitens Extinction Rebellion, welche ohne moderne Transportmittel nicht organisiert werden können. Gleiches gilt auch für die den Planeten rettenden Konferenzen, zu welchen reiche und mächtige Herrschaften aus der ganzen Welt fliegen. Dieses Jahr ist COP26, geplant in Glasgow, wegen COVID-19 verschoben worden. Dort sollten 196 Länder wieder einmal darüber schwadronieren, die Erwärmung auf 1,5°C zu begrenzen).

Lord Lilley, ehemaliger Minister im Kabinett, drückte es in einem Webinar der GWPF diese Woche so aus: „Die kommende COVID-Rezession ist verursacht durch Unterdrückung der Versorgung, nicht durch eine geringere Nachfrage“. Mit anderen Worten, dies alles ist nicht das, was die Menschen wollten. Es wurde ihnen aufgedrückt. In einer Demokratie stimmen die Leute selten für etwas, das sie nicht wollen. Nach dem COVID-Lockdown werden die Wähler sich wünschen, ungehindert zurück an die Arbeit zu gehen und die Vorteile des Kollaps‘ der Ölpreise in Anspruch zu nehmen in Gestalt von sinkenden Kosten für Transporte und Heizung. Sie dürften kaum in der Stimmung sein, freiwillig immer höhere Stromrechnungen zu zahlen, um den Erneuerbaren Rechnung zu tragen.

Selbst im Musterkind Deutschland dämmert den Politikern diese Einsicht. Diese Woche musste Angela Merkel den Abgeordneten ihrer eigenen Partei nachgeben, welche vehement gefordert hatten, dass Deutschland seinen Anteil am europäischen „Green Deal“ nicht zahlen sollte – was kurz bevor das Virus zuschlug beschlossen worden war – um noch schnellere Klima-Restriktionen umzusetzen, solange nicht alle anderen EU-Länder Gleiches tun. Es ist ein unlösbares Problem für grüne Politik, dass sie nur bei denjenigen Wählern Erfolg haben, die sich schuldig fühlen, weil sie reich sind. Der Grünismus ist vom Konsumismus abhängig, den die Grünen wegen seiner bloßen Existenz so sehr hassen. Die meisten Wähler werden erbost darüber sein, ärmer zu werden, und sich nicht schuldig fühlen, weil sie reich sind.

Aber wie kann grüne Politik unter diesen Umständen überleben? Der Schlüssel liegt in der Phrase „es sei denn, Regierungen intervenieren“. Nur Regierungen können die ökonomischen Ambitionen ihres Volkes unterdrücken. Und die einzige Art und Weise, mit der sie das tun können, besteht darin, einen Notfall auszuschlachten.

Darum ist die COVID-19-Erfahrung so attraktiv für den Net Zero-Gedanken. Sogar noch bevor die Krankheit auftauchte, wurde der Terminus „Klima-Notstand“ bewusst ausgeschlachtet von Aktivisten und von Abgeordneten im Parlament akzeptiert. Der Terminus wurde erfunden, um es der Regierung zu ermöglichen, die öffentliche Meinung in eine ganz bestimmte Richtung zu lenken. Das Rezept ist „unter Führung der Wissenschaft“, welche vermeintlich „settled“ ist. Die Botschaft an die Menschen lautet: „Verliert eure Rechte oder verliert euren Planeten“.

Die COVID-Erfahrung hätte uns eigentlich den Unterschied aufzeigen können zwischen einem realen Notfall – eine in der Welt um sich greifende Plage – und einem spekulativen Notfall. Selbst im Zuge der COVID-Krise gibt es heftige Debatten darum, ob die Maßnahmen notwendig waren oder nicht. Und diese Zweifel sollten in Verbindung mit Net Zero unendlich stärker sein. Dieses gesamte Gebäude basiert auf Modellrechungen – und wir sehen immer wieder, wie irreführend Modellergebnisse sein können –, welche Worst Case-Szenarien in ferner Zukunft an die Wand malen. Problem: vielleicht; Notfall: nein.

Wir sollten viel mehr Vertrauen haben, dass unsere sich weiter entwickelnde Technologie weiterhin alles sauberer und ruhiger zu machen.Sicher können es die Ressourcen der Zivilisation es leichter machen für Harrabin und mich, dem Vogelgezwitscher zu lauschen ohne dabei die Menschheit zu beschneiden. „Unser Haus brennt!“ schrie Greta Thunberg im vorigen Jahr. Das tut es nicht, aber es wurde geschlossen. Einmal ist genug.

Ganzer Beitrag hier (Zahlschranke)
Link: https://www.thegwpf.com/charles-moore-lockdown-is-showing-us-the-misery-that-net-zero-will-demand/
Übersetzt von Chris Frey EIKE




YouTube verteidigt die Entfernung eines Videos von einem Epide­miologen zum Corona­virus über ,Herden-Immunität‘

Das Video stellte Dr. Knut Wittkowski vor, den ehemaligen Leiter von Biostatistik, Epidemiologie und Forschungsdesign an der Rockefeller University. Darin äußerte er sich kritisch zum Lockdown und zum social distancing mit dem Argument, dass diese Maßnahmen kontraproduktiv sind, um gegenüber dem Virus „Herden-Immunität“ zu erreichen. Das Video wurde wegen angeblicher „Falschinformation“ abgesetzt, nachdem es über 1,3 Millionen mal angeklickt worden war.

„Wie bei allen Erkrankungen der Atemwege ist das Einzige, was diese Krankheit stoppen kann, Herden-Immunität“, sagt Wittkowski in dem Video. Die New York Post hatte darüber erstmals berichtet. „Etwa 80% der Menschen müssen in Kontakt mit dem Virus kommen, und die Mehrheit davon würde nicht einmal bemerken, dass sie infiziert worden sind“.

In einer Antwort auf eine entsprechende Anfrage des Daily Caller nach einem Kommentar von YouTube schrieb dessen Sprecher Ivy Choi:

Wir entfernen schnell gekennzeichnete Inhalte, welche unsere Leitlinien verletzen, einschließlich von Inhalten, die explizit die Wirksamkeit der globalen oder lokalen Gesundheitsbehörden bzgl. social distancing in Frage stellen, was Andere dazu verleiten könnte, gegen die Maßnahmen der Behörden vorzugehen. Wir sind zu zeitnaher und helfender Information zu dieser kritischen Zeit verpflichtet.

YouTube wurde im April vom Nachrichten-Moderator bei Fox News Tucker Carlson und Anderen schwer kritisiert, nachdem das Unternehmen ein Video von Dr. Dan Erickson und Dr. Artin Massihi entfernt hatte, in welchem die beiden Wissenschaftler die Lockdown-Maßnahmen von Kalifornien kritisiert hatten. Auf das Video wurde bis dahin 5 Millionen mal zugegriffen. (Ein Beitrag zum gleichen Thema steht hier).

„Wenn all das einmal vorbei ist, werden wir wahrscheinlich auf diesen Moment des Verhaltens von YouTube zurückblicken als einen Wendepunkt der Art und Weise, wie wir in diesem Land leben, ein scharfer Bruch mit 250 Jahren Gesetz und Ordnung“, sagte Carlson, ein Mitbegründer des Daily Caller. „Das Video der Doktoren wurde von einem lokalen Fernsehsender produziert. Es war tatsächlich eine Story der Mainstream-News. Die einzige Rechtfertigung für die Zensur war, dass die Physiker in dem Video zu anderen Ergebnissen gekommen waren als die gegenwärtig herrschende Klasse“.

Link: https://wattsupwiththat.com/2020/05/20/youtube-defends-removing-epidemiologists-video-on-coronavirus-herd-immunity/
Übersetzt von Chris Frey EIKE




Schockierende neue Klimastudie: Die antiken Imperien Ägypten, Griechenland, Rom haben niemals existiert

[Hinweis: Alle im Original in Grad Fahrenheit angegebenen Temperaturen werden hier gleich in Grad Celsius umgerechnet genannt. Umgerechnet wird unter diesem Link. Anm. d. Übers.]

Die Zeitung USA Today fasst die „Ergebnisse“ der Studie in den „Proceedings of the National Academy of Sciences“ (PNAS) zusammen:

Falls die globale Erwärmung ungebremst weitergeht, wird die später in diesem Jahrhundert auftretende Hitze einige Teile der Welt „praktisch unbewohnbar“ machen, und zwar für bis zu 3 Milliarden Menschen.

Die Autoren prophezeien, dass ein großer Teil der Weltbevölkerung bis zum Jahr 2070 unter Klimabedingungen leben muss, die „wärmer sind als für das Fortbestehen menschlichen Lebens möglich“.

Die Studie warnte, dass die mittleren jährlichen Temperaturen über die Klima-„Nische“ steigen werden, in welcher die Menschheit sich seit 6000 Jahren entwickelt hat – es sei denn, die Emissionen von Treibhausgasen werden nachhaltig reduziert.

Jene „Nische“ ist äquivalent zu mittleren jährlichen Temperaturen von 11°C bis 15°C. Die Forscher kamen zu dem Ergebnis, dass Menschen trotz aller Arten von Innovationen und Völkerwanderungen in diesem Klimabedingungen viele tausend Jahre gelebt haben.

Schon auf den ersten Blick fallen krasse Fehler sofort auf. Wissenschaftler schätzen die gegenwärtige mittlere Temperatur der Erde auf 15°C. Wissenschaftler, darunter diejenigen Wissenschaftler, welche den allerersten IPCC-Bericht veröffentlicht hatten, haben schon lange gewusst, dass es die meiste Zeit der letzten 6000 Jahre wärmer war als heute (siehe die folgende Graphik, gefunden hier auf S. 202). Folglich sollten der neuen Studie zufolge alle Städte, welche heute unter Temperaturen über 15°C leben, ähnlich „fast unbewohnbar“ sein in früheren Zeiten. Tatsächlich würden derartige Städte in früheren Zeiten noch weniger bewohnbar gewesen sein.

In Rom beträgt die mittlere jährliche Temperatur derzeit 15,2°C. Der neuen Studie zufolge müsste die Stadt also „fast unbewohnbar“ und „wärmer als für die menschliche Entwicklung geeignet“ sein. Man erzähle das den Menschen in Rom und mehr noch allen Menschen, die dorthin in den Urlaub fahren – teilweise infolge des dortigen idealen Klimas. Falls Rom wirklich immer fast unbewohnbar gewesen wäre, wie konnte Rom sich bilden, wachsen, aufblühen und schließlich ein ganzes Weltreich führen?

In Athen beträgt die mittlere jährliche Temperatur 17,6°C. Das liegt deutlich über der Obergrenze der Temperaturspanne, von der die neue Studie behauptet, dass sie erträglich und dem menschlichen Leben zuträglich ist. Falls Athen wirklich immer fast unbewohnbar gewesen wäre, wie konnte die Stadt sich bilden, wachsen, aufblühen und schließlich ein ganzes Weltreich führen?

In Kairo liegt die mittlere jährliche Temperatur derzeit bei 21,8°C. Das liegt um etwa 7°C über der in der Studie angegebenen Obergrenze für menschliches Leben – und doch entwickelte sich um die Stadt ein ganzes Imperium. Noch höher liegt die mittlere jährliche Temperatur in Bagdad nahe der antiken Stadt Babylon mit 22,9°C. Auch hier: Wenn das fast unbewohnbar gewesen sein soll, wie konnten die Babylonier ein ganzes Weltreich aufbauen?

Hier zum Vergleich die gegenwärtigen mittleren Temperaturen einiger amerikanischer Städte:
San Francisco, Kalifornien: 14,1°C
Los Angeles, Kalifornien: 18,6°C
San Diego, Kalifornien: 18,7°C
Hilton Head Island, South Carolina: 18,9°C

In allen diesen Städten herrscht nach allgemeiner Ansicht ein höchst wünschenswertes Klima. In allen Städten außer in San Francisco liegt die Temperatur deutlich über 15°C. Sogar das notorisch kühle San Francisco liegt sehr nahe der Grenze zu „fast unbewohnbar“, wie es die Studie kolportiert. Offensichtlich ziehen die meisten Menschen ganz und gar nicht in Betracht, dass sie in einer Stadt an der Grenze zur Unbewohnbarkeit leben.

Gehen wir an dieser Stelle noch einen Schritt weiter. Fühlen die Millionen Menschen, die sich die Stadt Phoenix in Arizona zum Wohnen aussuchen – viele davon genau wegen des gewünschten Klimas, das dort herrscht – bei einer durchschnittlichen Temperatur von 24°C, dass es um 9 K wärmer ist als das, was gerade noch „bewohnbar“ betrachtet wird?

Was ist mit der Stadt Ft. Lauderdale in Florida, wohin im Ruhestand zurückzuziehen sich viele Amerikaner erträumen? Ist die durchschnittliche Temperatur von 24,7°C lebenswert?

Die Temperaturen in Städten, von denen einst antike Weltreiche erschaffen wurden, und die Temperaturen von Städten, deren Klima heute als ideal angesehen wird zeigen, dass die neue PNAS-Studie vollständig in die Tonne getreten gehört. Medienportale, die eine solche Müll-Studie atemlos und absolut unkritisch auf den Schild heben – darunter USA Today, die Washington Post, BBC News usw. – sind vollkommen nutzlos.

Die antiken Weltreiche haben existiert und blühten auf bei viel höheren Temperaturen als sie heutzutage herrschen.

Autor: James Taylor is Director of the Arthur B. Robinson Center for Climate and Environmental Policy at The Heartland Institute. Taylor is the former managing editor (2001-2014) of Environment & Climate News, a national monthly publication devoted to sound science and free-market environmentalism.
Link: https://climaterealism.com/2020/05/shocking-new-climate-study-egyptian-greek-roman-empires-never-existed/
Übersetzt von Chris Frey EIKE




Klima und Schein­wissenschaft, Teil 3

  1. Irreführende Durchschnitts-Temperatur

Eigentlich ist die Temperatur eine so genannte «intensive» Größe, die sich auf einen bestimmen Ort und Zeitpunkt bezieht und daneben oder am gleichen Ort etwas später einen ganz anderen Wert haben kann. Die mit seriöser Physik formulierten Gesetze, in der die Temperatur vorkommt, beziehen sich deshalb immer auf einen solchen Punkt.

Da es nicht möglich ist, dem CO2 irgendeine Wirkung auf die Temperatur nachzuweisen, beziehen sich die Matadore der herrschenden Klima-Ideologie auf den ganzen Planeten und dessen Durchschnittstemperatur, auf die «Welt-Durchschnittstemperatur», berechnet über das ganze Jahr, rund um den Planeten, aus einer Spanne von allenfalls -50°C oder noch weniger am Südpol und den höchsten Temperaturen von etwa 60°C im Death Valley, alles auf ein halbes Grad C genau! Dieser Durchschnitts-Wert wird zum Maß für das «Klima»; eine für die Ansprüche seriöser Physik etwas groteske Definition, und die Physik wäre eigentlich für das Thema zuständig.

Wie irreführend die Durchschnittstemperatur immer wieder ist, sogar auf lokalem engen Raum, sei an einem einfachen Beispiel demonstriert: 2 Becken sind mit Wasser gefüllt, das linke mit einer Mischung von Eis von 0°C und Wasser von ebenfalls 0°C, im rechten Becken Wasser von 60°C. Die numerisch ermittelte «Durchschnitts-Temperatur» beträgt für ein Fußbad angenehme 30°C – in Wirklichkeit mit den 2 verschiedenen, für den menschlichen Körper extremen Temperaturen natürlich eine ungemütliche Situation!

Somit mischen wir die beiden Becken zusammen in ein großes, damit wir mit dem Fußbad endlich beginnen können. Die numerisch berechnete «Durchschnittstemperatur» beträgt 30°C – ideal für ein Fußbad.

Das Resultat jedoch, au weia – eiskalt. Die Durchschnittstemperatur beträgt immer noch 0°C. Durch die vom warmen Becken gelieferte Energie wurde ein Teil des Eises geschmolzen, aber nicht alles, sodass die Durchschnitts-Temperatur 0°C beträgt. Die physikalisch wesentliche Größe ist die Energie, nicht die Temperatur!

Wenn wir beim Thema Eis sind, weshalb schmelzen Gletscher? Nein, nicht weil die Luft zu warm ist, sondern weil zu wenig Niederschläge fallen. Gletscher an Land sind durch Niederschläge entstanden, wachsen dank dieser und gehen zurück, wenn zu wenig Schnee fällt. Draußen im Weltall würde ein Gletscher bei -270° C verdunsten! Eine Kuriosität dieser Art sind die Trockentäler ohne Eis und Schnee in der Antarktis, nahe beim Südpol, trockener als die Sahara bei Temperaturen zwischen -40° C und –10° C.

Auf dem Meer entsteht die erste Schicht eines Gletschers, wenn die Oberfläche des kalten Wassers gefriert. Der Gletscher kann danach von oben ebenfalls durch Schnee genährt werden oder durch mehr kaltes Wasser von unten, und er schmilzt, wenn er in eine wärmere Strömung gerät, wie typischer Weise Eisberge, die Richtung Äquator schwimmen.

Der Mensch hat mit 2 Arten von Temperatur andauernd zu tun, mit der über die Sinne auf der Haut wahrgenommene Temperatur seiner unmittelbaren Umgebung sowie mit der seines Körpers, die man meistens nur im Zusammenhang mit einer Erkrankung durch Messungen zur Kenntnis nimmt, typischerweise ab und zu bei einem als Fieber bezeichneten zu hohen Wert.

Bild-Quelle: de.wikipedia.org/wiki/Fieberthermometer#/media/Datei:Quecksilber-Fieberthermometer.jpg

https://de.wikipedia.org/wiki/Gemeinfreiheit?uselang=de

Der Organismus eines Warmblüters reguliert seine Temperatur mit aufwendigen Prozessen. Aber auf ein halbes Grad genau kommt es sogar da nicht an. Die Temperatur des gesunden Körpers beträgt etwa 36,6° C. Sie sinkt nachts unter normalen Umständen etwa um ein halbes Grad. 1°C mehr als die normale Temperatur ist noch kein Fieber. Bei einem gesunden Menschen nimmt die Körpertemperatur bei höherer Leistung zu, und er schwitzt dann, um den Körper zu kühlen.

Die Körpertemperatur wird an einer Öffnung des Körpers gemessen. Im Innern kann sie vom gemessenen Wert ein wenig abweichen. Der Vergleich demonstriert, wie grotesk es ist, sich über die Durchschnittstemperatur der Erdoberfläche große Sorgen zu machen, die man sowieso nicht beeinflussen kann.

Die Meteorologen messen die Temperatur der Luft an einem schattigen Ort in 2 Meter Höhe. Das ist für die Zwecke der Wettervorhersage eine gute Möglichkeit, während man bei einer seriösen Betrachtung des Klimas eher an der lokal gespeicherten Energie interessiert wäre, die man durch Messungen der Bodentemperatur feststellen kann. Die Durchschnittstemperatur über die ganze Erde ist an sich bereits eine unsinnige Größe, und obendrein auf ein halbes Grad genau ist sie grotesk.

Naive irreführende Interpretationen von Durchschnittswerten sind quasi ein «running gag» der elementaren mathematischen Statistik. Daneben wird diese Größe auch immer wieder für Tricks verwendet, ein ahnungsloses Publikum zu täuschen und manchmal auch sich selbst.

  1. Die grosse Geste: Globales Energie-Budget

Mit der mühseligen, aber einzig seriösen Kleinarbeit, indem man den Zustand und allfällige Entwicklungen der Klimavariablen in vielen Regionen untersucht und vergleicht, könnten die Adepten alarmistischer Botschaften ihr gewünschtes Resultat nicht finden, eine angeblich durch die Menschheit verursachte Erwärmung des «globalen Klimas». Statt dessen hantieren sie mit einer Übersicht über das globale Energie-Budget der Erde gegenüber dem Weltall.

Die Energiebilanz der Erde gegenüber dem Weltall mit Zu- und Abflüssen wird durch die bekannte, im Auftrag des IPCC von Trenberth et al. erarbeitete Graphik dargestellt:

Die an der Erdoberfläche und in der Atmosphäre vorhandene Energie wird durch die Sonnenstrahlung geliefert, davon aber auch quasi alles wieder ins Weltall zurück gestrahlt, teilweise umgehend an Wolken, Schnee und Gewässern reflektiert oder verzögert, nachdem die von der Sonne gelieferte Energie zunächst bei Tag erreichte Flächen der Erde erwärmt, die danach als Infrarot abgestrahlt wird, auch nachts.

Fast alle Energie wird auf dieser Darstellung in Form elektromagnetischer Strahlung transportiert und legitimerweise als «Energie-Fluss» bezeichnet, ausgedrückt in Watt pro Quadratmeter Erdoberfläche; allerdings wohl verstanden, Watt gemittelt über den Jahres-Durchschnitt, über Tag und Nacht, Sommer und Winter, ermittelt über die ganze Erdoberfläche, vom Äquator bis zu den Polen. Wenn man sich diese Darstellung als ungefähre Schätzung vorstellt, ist sie durchaus berechtigt. Aber sie enthält noch ein verstecktes Pferdefüßchen. Von den im Durchschnitt pro Quadratmeter Erdoberfläche eingestrahlten 341 Watt fließen per Saldo nach Rückstrahlung ins Welt-All 0.9 Watt zusätzlich ins System Erde-Atmosphäre und erwärmen somit dieses System ein kleines bisschen, «net absorbed» 0,9 W pro Quadratmeter, die wir dem «Treibhaus-Effekt» zu verdanken hätten.

Bei diesem gewaltigen auf und ab der Temperatur und einem Brutto-Zufluss von 341 W pro Quadratmeter will man einen winzigen Netto-Zufluss von milde aufgerundeten 2,64 Promille heraus rechnen, einmal mehr, genau wie bei der «Durchschnitts-Temperatur», eine völlig überzogene Scheingenauigkeit.

Die angegebenen Werte wurden natürlich nicht im Detail ermittelt, sondern mit spekulativen Methoden aus einzelnen Messungen zusammen gerechnet. Und wer dieses Ergebnis nicht glaubt, zahlt dennoch einen Taler, nämlich Abgaben auf das durch seine Aktivität produzierten CO2, wobei das Ausatmen, die erste Quelle für das vom Menschen verursachte CO2 einstweilen noch großzügig von solchen Abgaben verschont wird!

Für die angeblich garantierte globale Erwärmung gibt es auch eine von den Autoren Schneider und Mas ausgetüftelte mathematische Formel:

Keine der in dieser Formel enthaltenen Variablen betreffen echte Physik oder Meteorologie. Es handelt es sich um spekulativ konstruierte Phantasiegrößen, die man nicht empirisch nachweisen kann. Die «Temperatur» Ts ist die in diesem Zusammenhang bereits erwähnte berüchtigte weltweite Durchschnittstemperatur. Der phantasievoll konstruierte so genannte «Strahlungsantrieb» postuliert ein ideales Gleichgewicht der globalen Strahlung, das durch Treibhausgase gestört werde.

Den seriösesten, ehrlichsten Beitrag zu dieser Art Klima-Wissenschaft lieferte der Mitautor der obigen Formel, Schneider, mit seinem berühmten unverblümten Geständnis, «also müssen wir ängstigende Szenarien liefern, einfache, dramatische Äußerungen machen, und Zweifel, die wir vielleicht haben, wenig erwähnen».

  1. «Klima-Ziele»

Auf jedem Gebiet ist der Durchschnitts-Wert aus einer Gesamtheit eine heikle, oft nichts sagende Größe, die immer wieder zu irreführenden Schlüssen führt, in der Agitation zum Klima wurde sie gezielt, allerdings auch plump zur Täuschung des Publikums verwendet.

Bitte sehr, die Frage ist zwar ein bisschen unsinnig. Aber wenn ihr schon fragt, wie hoch ist sie denn, diese «Welt-Durchschnitts-Temperatur»? Man vernimmt da je nachdem Werte um 15°C, ermittelt aus einem unvermeidlich dünnen Netz von Messstationen rund um den Globus mit beliebig großer Fehler-Abweichung. Aber so genau wollen es die Alarmisten ohnehin nicht wissen. Gemäß den im Klima-Abkommen von Paris im Jahre 2015 festgelegten «Klima-Zielen» soll eine mögliche «Erderwärmung» begrenzt werden – um einen sehr präzisen Betrag, Zitat:

  • ein langfristiges Ziel, den Anstieg der weltweiten Durchschnitts-Temperatur auf deutlich unter 2 °C gegenüber vorindustriellen Werten zu begrenzen;

  • das Ziel, den Anstieg auf 1,5 °C zu begrenzen, da dies die Risiken und Folgen des Klimawandels deutlich vermindern würde…

Bis zum Jahr 2100 darf diese Erwärmung somit höchstens 2° C betragen, eigentlich lieber 1,5°C. Ok, 2° C wärmer als was bitte? Nun 2° C wärmer als die vorindustriellen Werte! Das ist doch mal eine klare Ansage! Vor Beginn der Industrialisierung hatte die Menschheit ja noch Muße, die Welt-Durchschnitts-Temperatur bis auf ein halbes Grad genau zu ermitteln!?

Vor Beginn der Industrialisierung gab es – mindestens in Europa – die bereits erwähnten extrem kalten Winter. Ja es gab noch Schlimmeres – Eiszeiten. Gemäß den üblichen Theorien zur Erdgeschichte leben wir gegenwärtig im Holozän, einer Zwischeneiszeit, die allenfalls bald zu Ende gehen könnte, so dass sich die Menschheit dann um die 2°C Erwärmung wirklich keine Sorgen mehr machen muss. Umgekehrt kann man vermuten, während der mittelalterlichen Warmzeit sei es in Europa noch wärmer gewesen als heute.

Die «Klima-Ziele» sind eigentlich derart grotesk, dass man sich manchmal fragt, ob sie von heimlichen Saboteuren formuliert wurden, quasi als versteckte Botschaft an die Menschheit, wenn ihr den hier formulierten Unsinn nicht erkennt, ist euch eh nicht zu helfen!

  1. Wirtschaftliche Interessen

Die Agitation für «Klima-Schutz» ziert sich mit einer prächtig grün-linken Fassade, aufgebaut von idealistischen Gutmenschen. Aber hinter dieser Fassade haben sich vielerlei handfeste wirtschaftliche Interessen versammelt. Sogar die «schweizerische Erdölvereinigung» bekannte sich opportunistisch zum «Klimaschutz», statt unverblümt zu bekennen, «hört mal, wir glauben nicht an diesen Klima-Blödsinn». Für ihre Scheinheiligkeit wurde die Erdölvereinigung allerdings abgestraft. Die Organisation SwissCleantech legte Beschwerde ein bei der Schweizerischen Lauterkeitskommission, die Erdölvereinigung gehöre nicht zur Vereinigung der Edlen und Reinen. Dabei hat die Erdölvereinigung ein nahe liegendes Motiv, scheinheilig mit den Wölfen zu heulen. Hohe Preise für Erdöl? Aber bitte sehr, wir sind für «Klimaschutz» und sind dann halt nebenbei auch noch zu höheren Gewinnen gezwungen!

SwissCleantech versammelt einen bunten Haufen von Unternehmen, die «alternative Energie» produzieren. Darunter mögen durchaus interessante Technologien vertreten sein. Allerdings könnte man mit diesen niemals den ganzen Energiebedarf decken, und ohne massive staatliche Hilfe wäre vieles davon auf dem Markt nicht konkurrenzfähig. Einige der neuen Technologien sind sogar äußerst bedenklich, etwa Autos mit elektrischem Antrieb als Ersatz für die bisherigen Verbrennungsmotoren. Bei den Elektroautos kommt der Strom zwar bequem aus der Steckdose. Aber von wo und wie gelangt er dort hin? Sollte die Anzahl Elektroautos zunehmen, würden enorme Probleme entstehen, die unter dem Schutz staatlicher Maßnahmen einstweilen nicht ernst genommen werden.

Das große Geschäft ist der «Klima-Schutz» auch für die Riege jener Politiker, die ohne das konstruierte Schreckgespenst nichts zu bieten hätten und wo möglich gezwungen wären, ihren Lebensunterhalt durch Arbeit zu verdienen, wie Kenner wissen, eine manchmal mühsame Sache.

Ein wesentlicher Teil des «Klima-Schutzes» ist direkt oder indirekt nichts weiter als eine Steuer auf den Konsum und damit degressiv, eigentlich ein bisschen unsozial. Aber das stört die etablierten Aktivisten des begüterten grün-roten Establishments gewiss nicht.

Unmittelbar persönliche wirtschaftliche Interessen vertreten die Hohepriester der Klima-Ideologie, die aus ihren üppig entlohnten Positionen in Akademia, an Universitäten und Institutionen zur «Forschung» die herrschende Lehre verkünden und nebenbei den Niedergang jeder seriösen intellektuellen Kultur repräsentieren, in der Widerspruch oder gar Diskussionen unterbunden werden. In einem solchen Schonklima gedeiht entsprechend allerhand Fake Science. Der prominente französische Geophysiker Vincent Courtillot hat schon vor Jahren gewarnt, die Wissenschaft werde für solchen Opportunismus, für die Kollaboration mit den Adepten einer lukrativen Scheinwissenschaft, ihren Preis zahlen müssen.

Wissenschaft hat in vielfältiger Weise maßgeblich zum Fortschritt der Menschheit beigetragen. Gegen Allüren einer quasi religiösen Unfehlbarkeit muss sich die freie Gesellschaft hingegen energisch wehren.




Goldbach: Die Eisheiligen im Vergleich zur Stadt Potsdam

Als Eisheilige bezeichnet man die fünf Tage vom 11.bis zum 15. Mai. Der Ausdruck Eisheilige ist altdeutsch und meint eigentlich Frost, bzw. Nachtfröste. Diese 5 Tage sollen über längere Zeiträume kälter sein als der Gesamtmai, behauptet die Bauernregel. Überprüfen wir das zunächst am fast WI-freien Standort Goldbach über die letzten 25 Jahre.
Zunächst die Grafik des Monates Mai in Goldbach seit 1996. (2020 fehlt noch)

Grafik 1: Die Mai-Trendlinie ist in den letzten 25 Jahren leicht fallend. Der Mai wurde in Goldbach seit 1996 unwesentlich kälter. Die Durchschnittstemperatur der 24 Maimonate beträgt 13,8°C. Der Schnitt von Deutschland beträgt laut DWD-Offenbach für denselben Maizeitraum: 13,3°C. Damit war der Mai in dem 320 m hohen Goldbach um ein halbes Grad wärmer als der Schnitt aller Deutschlandstationen des DWD. Der kälteste Maimonat 2019 betrug 11,1°C und der wärmste Mai war 2018 mit 16,1°C. Die Differenz beträgt 5 Kelvin.


Betrachten wir nun die fünf Tage vom 11. bis zum 15. Mai, die laut Bauernregeln die Eisheiligen genannt werden im Vergleich zu den Gesamtmonaten. 2020 ist bereits dabei.

Grafik 2: Die beiden Grafiken ähneln sich, doch zeigen sich auch große Unterschiede. Die wärmsten Eisheiligen waren 1997 mit 16,6 C und die kältesten fünf Eisheiligentage waren 2019 mit 8°C, nur geringfügig wärmer ist 2020. Zwischen dem wärmsten Eisheiligenjahr und dem kältesten sind die Differenzen größer als in Grafik 1 bei den Monatstemperaturen, was natürlich zu erwarten war. Der Mittelwert der Eisheiligen beträgt: 12,8 C. In Grafik 1 betrug der Schnitt 13,8°C


Erg 1: Die fünf Eisheiligentage sind in Goldbach im Zeitraum von 1996 bis heute um 1 Grad kälter als der Schnitt der Gesamtmonate im gleichen Zeitraum. Die Eisheiligen sind tatsächlich eine Ansammlung kälterer Tage in der Monatsmitte.
Andererseits ist die Temperaturdifferenz moderat, so dass man diese fünf Tage aus heutiger Sicht nicht mit Eisheiligen benennen müsste. Der Gründe sind historischer Art. Der altdeutsche Begriff „Eistemperaturen“ steht für Minustemperaturen, und solche traten in den letzten beiden Maijahren allerdings gehäuft auf. Ganztägige Minustage gibt es keine in den Temperaturaufzeichnungen der Station. Kurzeitige nächtliche Minustemperaturen in Bodennähe sind real, sie müssten sich seit 2009 sogar angehäuft haben. Man erkennt aus Grafik 2 auch, dass die Eisheiligen nicht jedes Jahr aufgetreten sind.
Ein anderer Punkt ist bemerkenswert:
Auffallend ist, dass die Trendlinie viel stärker fällt als bei Grafik 1. Das bedeutet, dass die fünf Eisheiligentage in Goldbach viel kälter wurden im Vergleichszeitraum als der Gesamtmonat Mai. Man könnte auch vermuten, es waren nur diese fünf kälter werdenden Tage, die den fallenden Maidurchschnitt der letzten fünf Jahre in Grafik 1 bewirkt haben. Jedenfalls herrschte während der diesjährigen Eisheiligen keinerlei Badewetter, sondern die Heizungen wurden überall in Deutschland wieder angeworfen.
Erg. 2: Die Eisheiligen sind in der Gegenwart in dem kleinen wärmeinselarmen Ort Goldbach im Osten Sachsens deutlich kälter geworden
Vergleich der ländlichen Station Goldbach mit der Wärme-Insel Potsdam.
Es handelt sich um die Wetterstation des Potsdamer Institutes für Klimafolgenforschung (PIK-Potdsam)

Grafik 3: Wie zu erwarten sind die Eisheiligen in Potsdam wärmer. Der Schnitt aller 25 Jahre liegt bei 13,3°C und damit um 0,5 K höher als in Goldbach. Das ist jedoch kein gravierender Unterschied. Ansonsten zeigen beide Grafiken einen ähnlichen Verlauf, obwohl die beiden Vergleichsorte nahezu 200 km auseinander liegen. Die Trendlinie von Goldbach ist stärker fallend. Immerhin: das waren die kältesten Eisheiligen der letzten 25 Jahre in Potsdam


Ergebnis 3: Auch in Potsdam, dem deutschen Zentrum für Klimafolgenforschung wurden die Eisheiligen der letzten 25 Jahre deutlich kälter
Eisheiligen und die CO2-Konzentration der Atmosphäre
Da die Station Potsdam schon länger existiert als Goldbach wäre interessant, ob es 1) noch kältere Eisheiligenjahre gegeben hat und 2) wie sich die fünf Eisheiligentage seit 1958 entwickelt haben. 1958 deshalb, weil seitdem die CO2-Konzentration der Luft am Mouna Loa zentral für die irdische Atmosphäre erfasst wird.
Behauptet wird von den CO2-Treishausvertretern, dass eine Konzentrationszunahme dieses unsichtbaren und ungiftigen Gases in der Luft automatisch zu Temperaturanstiegen führen muss. Versuchsbeweise haben sie natürlich keine. Der besseren Übersicht und Überprüfung wegen haben wir für den Leser die CO2-Anstiegskurve gleich in die Eisheiligengrafik mit Betrachtungsbeginn 1958 eingefügt, siehe nächste Grafik:

Grafik 4: Seit 1958 sind die CO2-Konzentrationen der Erde stark angestiegen. Demgegenüber sind die Eisheiligen im gleichen Betrachtungszeitraum kälter geworden. Es gab auch schon kältere Eisheiligenjahre als 2020.


Erg. 4: Der rasante Anstieg der irdischen CO2-Konzentrationen seit 1958 hatte keine Wirkung auf die fünf Eisheiligentage in Potsdam. Es besteht überhaupt kein Zusammenhang. Die CO2-Treishauslehre ist deshalb eine Irrlehre.
Diese Irrlehre haben wir im Artikel bewiesen anhand der Temperaturdaten des Potsdamer Institutes für Klimafolgenforschung (PIK), dem Zentrum der deutschen Klimamärchen. Auch für die Leute vom PIK-Potsdam gilt: Wissenschaft ist immer nur der aktuelle Stand des Irrtums.
Besonders zeigt sich diese Feststellung an der langen 120 jährigen Eisheiligenreihe der Wetterstation Potsdam bei der nächsten Grafik. Bitte beachten, in der Grafik sind auch die einzelnen Tage aufgelistet. Zu einem bestimmten Jahr gehören immer 5 Tage.

Grafik 5: Laut DWD-Tabelle gibt es zwar erhebliche Unterschiede bei den einzelnen Jahren bzw. Eisheiligentagen, aber insgesamt hat sich über 120 Jahre nichts verändert. Die Eisheiligen sind tatsächlich eine Folge kalter Tage in der Monatsmitte. Es gab in Potsdam keinen einzigen ganztägigen Eisheiligentag mit Minusgraden. Eisheiligentage mit Nachtfrösten gab es hingegen haufenweise.


Ursprünglicher Artikel der Pressestelle des Deutschen Wetterdienstes über die Eisheiligen
Auf der homepage des Deutschen Wetterdienstes (DWD) fand sich vor einigen Jahren noch eine ganz andere Einschätzung der Eisheiligen, siehe hier. Die Seite wurde nach unseren letztjährigen Artikeln gelöscht, wir haben jedoch einen Teil des Textes gerettet. Wir zitieren: „… Wahrscheinlichkeit des Auftretens nimmt weiter ab …“
„…In den letzten Jahren sind die Eisheiligen oft ganz ausgeblieben. Manchmal kam es zu Kaltlufteinbrüchen bereits Anfang Mai oder Ende Mai. Fröste traten jedoch auch dann immer seltener auf. Gelegentlich wurden die Eisheiligen bei Tageshöchstwerten von über 25 Grad Celsius sogar zu „Schweißheiligen“. Neuere Untersuchungen des Deutschen Wetterdienstes zeigen, dass die Häufigkeit von Kaltlufteinbrüchen Mitte Mai vor allem im süddeutschen Raum deutlich unter 50 Prozent liegt. Insofern ist die Frage berechtigt, ob man eigentlich noch von einer echten Singularität sprechen kann. Viele Experten führen die Veränderungen u. a. auch auf den Klimawandel zurück, denn mit der stetigen Erwärmung der globalen Atmosphäre fallen auch Kaltlufteinbrüche im Mai immer weniger frostig aus…“
Im nicht mehr auffindbaren Artikel des DWD wurde behauptet, dass die Wahrscheinlichkeit der frostigen Nächte vor allem in Süddeutschland deutlich unter 50 % liegen würde. Wer im Süden wohnt und die heurigen Tage bzw. Nächte in Erinnerung hat wird nun zu Recht schmunzeln. Denn die Grafik der Wetterstation Nürnberg-Netzstall zeigt das, was alle empfunden haben. Es sei aber angemerkt, dass die Station vor 12 Jahren einen Standortwechsel hatte. Die Daten sind die Originaldaten des Deutschen Wetterdienstes.

Grafik 6: Die Süddeutsche Wetterstation beim Aussiedlerhof Netzstall, Nähe Nürnberg zeigt ebenfalls seit 25 Jahren ein deutliches Kälter werden der Eisheiligen. Anstatt Netzstall hätte man auch die Grafik von Bad-Kreuznach nehmen können, die Trendlinie hat eine negative Steigung von: y = – 0,14 x in den letzten 25 Jahren


Immerhin hat der DWD seinen Artikel über die Eisheiligen zurückgezogen. Es wird somit Zeit, dass auch die Leute vom PIK-Potsdam die Konsequenzen ziehen und ihre falschen Behauptungen über das angebliche Erwärmungsgas Kohlendioxid „einstampfen“.
Zusammenfassung:
Die Eisheiligen sind kälter geworden, insbesondere in den letzten 25 Jahren.
Der Mai wird leicht kälter, aber die Eisheiligen noch stärker.
Die Kohlendioxidkonzentrationen sind seit 1958 stetig angestiegen.
Die CO2-Treibhauslehre ist eine Irrlehre.
Es wird Zeit, dass endlich Natur- und Umweltschutz in den Mittelpunkt aller politischen Entscheidungen gestellt werden.
Josef Kowatsch, Naturbeobachter und unabhängiger Klimawissenschaftler. Unabhängig, weil von niemandem bezahlt und bereits in Rente.