Die wahren Leugner der Klimawis­senschaft

Ich habe niemals an die „Das-Ende-ist-nahe“-Hysterie geglaubt, welche Ron Stein und Ron Bailey beschrieben haben, einschließlich der vom Menschen verursachten globalen Abkühlung. Das ist auch heute noch so – mit Sicherheit werde ich mich nicht der Hysterie einer vermeintlichen globalen Erwärmungs-Krise anschließen, auf die sich der diesjährige Earth Day konzentriert hatte – ebenfalls den Emissionen von Kohlendioxid in die Schuhe geschoben, dem gleichen Spurengas also, welches Menschen und Tiere ausatmen und die Pflanzen für ihr Gedeihen benötigen. Uns wird weisgemacht, dass die Krise beispiellos ist und eine existenzielle Bedrohung der Menschheit und des Planeten darstellt. Was für ein Unsinn!

Aber was mich bei all dem immer fasziniert hat, ist die standhafte, oftmals widerwärtig daherkommende Bestimmtheit, mit der Wissenschaftler, Politiker und gewisse Interessengruppen alarmistische Narrative vor sich her tragen – und damit prächtige Profite einheimsen – und jedwede Wissenschaft, Historie und Belege zurückweisen und leugnen, welche ihre Behauptungen unterminieren, dass nichts, was sie sagen, noch nie passiert ist.

Die „höchsten Temperaturen jemals“ liegen um wenige Zehntel oder sogar nur Hundertstel über von vor vielen Jahrzehnten gesetzten Rekorden. Die Vereinigten Staaten genossen kürzlich eine Rekordzeit von 12 Jahren ohne Hurrikane der Kategorie 3 bis 5, die schließlich 2017 von Harvey und Irma beendet wurde. Während der letzten 35 Jahre gab es weit weniger schwere Tornados als in den 35 Jahren davor, und das völlige Fehlen derselben im Jahre 2018 war in der Geschichte der USA beispiellos. Die Überschwemmungen und Dürren der heutigen Zeit waren sicherlich nicht schlimmer als die Überschwemmungen der Vergangenheit oder die Dürreperioden mehrerer Jahrzehnte, die zum Untergang der Anasazi, Maya und anderer Zivilisationen führten.

Nichtsdestotrotz bestehen die Alarmisten darauf, dass Klima und Wetter stabil und unverändert waren, bis die Menschen Kohle, Öl und Erdgas zu verbrennen begannen. Wir müssen fossile Treibstoffe jetzt ausmerzen, sagen sie, ohne jede Rücksicht darauf, was Biotreibstoffe, Wind- und Solar-Installationen (nebst des Bergbaus für die Rohstoffe zur Herstellung derselben) in Natur und Umwelt, aber auch hinsichtlich der Menschenrechte anrichten. Ihre Abkopplung von der Realität ist wirklich erstaunlich.

Genauso beeindruckend ist deren Ansicht, dass schmelzende Gletscher etwas völlig Neues sind. Das gipfelt in der Propagierung, dass alles einfach prima war, bis die amerikanischen, europäischen und grönländischen Gletscher vor ein paar Jahrzehnten zu schmelzen begannen, was uns angeblich einen katastrophalen Meeresspiegel-Anstieg bescheren würde. Es gipfelt in der weiteren Behauptung, dass Eiszeiten niemals stattgefunden haben; dass deren Kilometer dicken Eisschilde niemals ein Drittel der Nordhemisphäre überzogen haben, obwohl das mehrfach vorgekommen war mit jeweils kurzen Warmzeiten dazwischen.

Und es gipfelt in der Behauptung, dass die Römische und die Mittelalterliche Warmzeit niemals stattgefunden haben, Letztere gefolgt von der Kleinen Eiszeit, als Priester sich des Exorzismus‘ befleißigten und darum beteten, dass Gott verhindern möge, dass die vorstoßenden Gletscher Dörfer in den Alpen bedrohen.

Jüngstes Beispiel waren Funde von Forschern in Norwegen, die an einem Bergpass zahlreiche Artefakte aus der Zeit der Wikinger fanden. Dieser Pass war mindestens 700 Jahre lang als Verkehrsweg genutzt worden, bevor er vom Eis begraben wurde und für die nächsten 1000 Jahre der Vergessenheit anheim fiel (hier, in deutscher Übersetzung beim EIKE hier).

Alarmisten bestehen darauf, dass die Erwärmung fossilen Treibstoffen geschuldet ist, und leugnen strikt, dass sie einfach Teil natürlicher Klimazyklen ist. Und während der letzten Jahre sind immer neue Belege für Erwärmungs- und Abkühlungsperioden aufgetaucht.

Im Jahre 1991 fanden deutsche Wanderer die unglaublich mumifizierten und stark tätowierten Überreste von „Ötzi dem Gletschermann“, welcher vom Eis in den Ötztaler Alpen freigegeben wurde – in einer Höhe von rund 3000 Metern. Er war vor etwa 5300 Jahren an einer Pfeilwunde gestorben. Er ist ein unleugbares Anzeichen für Leben in dieser Höhe, was beim heutigen Klima undenkbar ist.

Norwegische Eisfelder zeigen Schrumpfen und Vorstoßen in ähnlicher zeitlicher Abfolge wie Alpengletscher, sagt der norwegische Glaziologe Atle Nesje. Die archäologischen Funde „passen offenbar perfekt zu unseren Gletscher-Rekonstruktionen“, fügt er hinzu.

Jahre lange Forschungen Schweizer und anderer Wissenschaftler fanden Ähnliches – manchmal menschliche Artefakte, manchmal aber auch Überbleibsel von Pflanzen und Tieren in Gebieten, in denen sich jüngst das Eis zurück gezogen hatte. An einer Stelle hat Prof. Christian Schlüchter, Geologe, Holzstücke mit einer Dicke von 30 bis 60 cm gefunden, welche unter dem Eis hervor gespült worden waren. Das heißt seinen Worten nach, dass das Eis dort „kaum ewig“ vorhanden gewesen sein dürfte. Vielmehr gab es immer wieder Perioden mit wärmerem Wetter und weniger Eis.

Tatsächlich zeigt das C14-Datierungsverfahren zehn „eindeutig identifizierbare Zeitfenster“ während der letzten 10.000 Jahre, in welchen Gletscher der Alpen etwa 300 Meter höher endeten als heute. Das bedeutet, dass die Alpen wiederholt und für längere Zeit grüner waren als heute“, folgert Schlüchter.

Aus schmelzenden Gletschern in den Anden in Südamerika sind die Leichen von Kindern der Inka aufgetaucht, welche vor rund 500 Jahren in Argentinien geopfert worden waren.

Vor der Küste Floridas fand das Taucherteam der Archäologen Mel und Deo Fisher nicht nur die berühmte spanische Galeone Nuestra Señora de Atocha, die während eines schweren Hurrikans 1622 sank, oder nur das britische Sklavenschiff Henrietta Marie, das während eines Hurrikans um 1700 unterging, nachdem es 190 Afrikaner in Jamaika zurückgelassen hatte, um als Sklaven verkauft zu werden. Sie fanden auch verkohlte Baumäste und Kiefernzapfen von einem Waldbrand vor 8.400 Jahren, als dieses Meeresgebiet rund 50 km von Key West entfernt noch weit über dem heutigen Meeresspiegel lag!

Es wurde sogar ein ganzer Wald entdeckt, der aus dem schmelzenden Mendenhall-Gletscher bei Juneau, Alaska, herausragt – ein Gebiet, das ich vor einigen Jahren besucht htte. Wurzeln, Stümpfe und große Segmente ganzer aufrechter Fichten oder Schierlingsbäume wurden bereits über mehrere Hektar verstreut gefunden. Sie sind die Überreste eines Waldes, der dort bis zu 2.350 Jahre lang gedieh, bis er vor etwa 1.000 Jahren vom Gletschereis begraben wurde.

Die Chronik erstaunlicher Entdeckungen aus schmelzenden Gletschern wird länger und immer länger. Die wichtigste Lektion daraus lautet, dass unser gegenwärtiges Klima nichts weiter als ein Schnappschuss der Zeit ist – auf einem vitalen Planeten, wo Klimawandel und Extremwetter seit Anbeginn der Zeit „real“ waren. Nur ein die Wissenschaft leugnender Klima-Alarmist würde es ablehnen, dies zur Kenntnis zu nehmen. Einfach gesagt, es gibt überhaupt nichts, was wir heute erleben, beispiellos war.

Das ist gefährliches Material heutzutage – sogar ein Sakrileg. Es zieht den Forderungen eines Green New Deal nach Corona-Zeiten den Teppich unter den Füße weg. Es muss unterdrückt werden! Und verängstigte Leugner der Klimawissenschaft tun alles in ihrer Kraft Stehende, diese Dinge von den „Mainstream“-Medien fernzuhalten. Realisten müssen alles in ihrer Kraft Stehende tun, um Klimafakten zu verbreiten.

Natürlich kann es sein, dass diese Klimaänderungen der Vergangenheit durch Kohlendioxid und Wasserdampf verursacht worden waren durch keuchende Pferde, Ochsen und Menschen, die sich am Rande der Erschöpfung abmühten und das tun, was unsere mit fossilen Brennstoffen betriebenen Fahrzeuge und Geräte heute für uns tun. Viel wahrscheinlicher ist jedoch, dass die Änderungen auf eine komplexe und immer noch kaum verstandene Kombination solarer und anderer natürlicher Kräfte zurückzuführen sind.

Klima-Alarmisten mögen nichts weniger als über diese natürlichen Fluktuationen nebst deren Ursachen zu diskutieren. Wir Anderen sollten das aber, und diese historischen Belege müssen im Mittelpunkt unserer Diskussionen stehen.

Zunehmendes Wissens darüber, was diese Kräfte sind und wie sie zusammenwirken, wird uns in die Lage versetzen, künftige Klimaveränderungen besser vorherzusagen, uns auf sie vorzubereiten und uns an sie anzupassen. Wenn wir uns weiterhin auf Kohlendioxid und andere „Treibhausgase“ als primäre oder einzige Ursache für Klimaveränderungen und Wetterereignisse konzentrieren, werden wir nie über die politisch geführten Klima- und Energiekämpfe, in denen wir uns jetzt befinden, hinauskommen.

Paul Driessen is senior policy analyst for the Committee For A Constructive Tomorrow (www.CFACT.org) and author of Eco-Imperialism: Green power ● Black death and other books and articles on energy, environment, climate and human rights issues.
Link: https://wattsupwiththat.com/2020/05/18/the-real-climate-science-deniers/
Übersetzt von Chris Frey EIKE




Experten: Die zum Lockdown führende Model­lierung war ,absolut unzuver­lässig‘ und ein ,fehlerbe­haftetes Durchein­ander‘

Die Computer-Programmierung von Prof. Neil Ferguson wurde von führenden Persönlichkeiten als „vollkommen unzuverlässig“ verspottet. Sie warnten, dass man „darauf niemals sein Leben wetten sollte“.

Das Modell, welches man als ursächlich für die Kehrtwende der Regierung beschrieben hat, einen landesweiten Lockdown zu verhängen, ist ein „mit Fehlern behaftetes Durcheinander, das mehr wie eine Schüssel mit Fadennudeln als wie ein sorgfältig konstruiertes Stück Programmierung daherkommt“. Das sagt David Richards, Mitbegründer des britischen Datentechnologie-Unternehmens WANdisco. „In unserer kommerziellen Realität würden wir jeden feuern, der so etwas wie das hier entwickelt, und jeder Geschäftszweig, der sich darauf zur Software-Entwicklung stützt, würde wahrscheinlich bald den Bach runtergehen“.

Diese Kommentare werden wahrscheinlich eine neue Diskussionswelle auslösen, ob UK recht daran getan hat, der Öffentlichkeit einen Lockdown überzustülpen, zumal andere wissenschaftliche Modelle gezeigt hatten, dass die Bevölkerung bereits substantiell eine Herden-Immunität entwickelt und das Virus schon früher als gedacht in UK um sich gegriffen hat. Außerdem waren sich die Wissenschaftler uneinig hinsichtlich der Todesrate von Covid-19, was zu völlig verschiedenen Modellergebnissen geführt hat.

Bisher jedoch hat man nur das Modell von Imperial herangezogen, welches die Todesrate höher als alle anderen Modelle simulierte und prophezeite, dass ohne Lockdown in UK 510.000 Menschen sterben würden.

Dieses Modell hat zu einer dramatischen Änderung der Politik seitens der Regierung Anlass gegeben, in deren Zuge Unternehmen, Schulen und Restaurants sofort zu schließen hatten. Die Bank of England hat prophezeit, dass es ein Jahr dauern könnte, bis die Wirtschaft wieder ein normales Maß erreicht hätte nach der schlimmsten Rezession seit über drei Jahrhunderten.

Das Imperial-Modell funktioniert mittels Simulation von Übertragungswegen, Bevölkerungszahl, sozialen Netzwerken und Gesundheitsvorsorge, um zu berechnen, wie sich das Coronavirus ausbreiten könnte. Allerdings gab es von Anfang an Fragen dergestalt, ob das Modell genau genug ist, nachdem die Forscher den Code dahinter veröffentlicht hatten. Dieser nahm in originaler Form „tausende Zeilen“ in Anspruch, entwickelt während mehr als 13 Jahren.

In seiner ursprünglichen Form behaupteten die Entwickler, dass der Code unlesbar sei, wobei einige Passagen den Eindruck erweckten, dass sie „mittels Übersetzungsmaschine aus der alten Programmiersprache Fortran übersetzt worden seien“, sagt der Amerkianer John Carmack, der den Code vor der Veröffentlichung zu bereinigen half. Aber die Probleme scheinen viel gravierender zu sein als nur auf schlampiger Programmierung zu beruhen.

Viele haben behauptet, dass es fast unmöglich ist, aus den gleichen Daten die gleichen Ergebnisse mittels der gleichen Programmierung zu erhalten. Darüber berichteten Wissenschaftler der University of Edinburgh. Sie sagten, dass sie zu unterschiedlichen Ergebnissen gekommen seien, wenn sie verschiedene Maschinen benutzten, und manchmal sogar auch bei Nutzung der gleichen Maschinen*.

[*Es ist nicht sicher, ob man den englischen Begriff „Machine“ hier mit Maschine übersetzen kann. Es könnten auch Computer gemeint sein. Ist ein Computer eine Maschine? Anm. d. Übers.]

Es scheint einen Fehler zu geben, entweder bei der Erstellung oder bei der Wiederbenutzung der Netzwerk-Datei. Falls wir zwei vollständig identische Läufe starten mit dem einzigen Unterschied, dass der zweite Lauf mit dem network file des ersten Laufes starten sollte, bekommen wir ziemlich unterschiedliche Ergebnisse“.

Nach einer Diskussion mit den Entwicklern wurde später eine Korrektur eingebracht. Damit war aber nur einer der Fehler aus einer ganzen Reihe derselben bereinigt, die innerhalb des Systems entdeckt worden waren. Die Entwickler erklärten dies damit, dass das Modell „stochastisch“ sei und man „diverse Läufe starten muss mit unterschiedlichen Eingaben, um das mittlere Verhalten zu ergründen“.

Dies hat jedoch Spezialisten veranlasst, augenblicklich Fragen zu stellen, sagen diese doch, dass „Modelle in der Lage sein müssen, den grundlegenden wissenschaftlichen Test zu bestehen, dem zufolge die gleichen Ergebnisse herauskommen beim gleichen ursprünglichen Satz von Parametern … anderenfalls gibt es einfach keine Möglichkeit zu erkennen, ob sie zuverlässig sind“.

Dies kommt inmitten einer breiter angelegten Debatte, ob sich die Regierung nicht besser auf mehrere Modelle hätte stützen sollen, bevor sie politische Entscheidungen traf.

Sir Nigel Shadbolt, Rektor am Jesus College, schrieb für telegraph.co.uk , dass „es unglaublich stark ist, eine diverse Anzahl von Modellen zu haben, vor allem solche, die Politiker in die Lage versetzen, Prophezeiungen unter verschiedenen Hypothesen zu erkunden“.

Wie beim Imperial Code läuft ein rivalisierendes, von Prof. Sunetra Gupta an der Oxford University entwickeltes Modell auf der Grundlage einer Dreiteilung, wobei die Bevölkerung unterteilt wird in jene, die empfänglich, infiziert und gemeldet sind. Allerdings gab es sehr unterschiedliche Hypothesen. Gupta ging von einer Todesrate von 0,1% von allen mit dem Coronavirus infizierten Menschen aus, Ferguson gab diese Zahl mit 0,9% an.

Dies führte zu einer dramatischen Kehrtwende der Regierungspolitik. Wollte man zunächst eine „Herden-Immunität“ zu erreichen versuchen, wandte man sich dann einem vollständigen Lockdown zu. Experten blieben verblüfft zurück, warum die Regierung sämtliche anderen Modelle verworfen hatte.

Wir hätten uns auf etwas gefasst machen können, falls die Wettervorhersage nur auf einem einzigen Modelllauf von einem einzigen Modell beruhen würde und keinen Regenschirm dabei hatten, als der Wolkenbruch kam“, sagte Michael Bonsall, Professor für mathematische Biologie an der Oxford University.

Bedenken waren vor allem hinsichtlich des Modells von Ferguson aufgekommen, und Konstantin Boudnik von WANdisco sagte, dass seine Zurückverfolgung der Art und Weise der Modellierung nicht geeignet sei, Vertrauen zu erwecken.

Anfang der 2000er Jahre prophezeite Fergusons Modell fälschlich bis zu 136.000 Todesfälle durch den Rinderwahnsinn, 200 Millionen durch Vogelgrippe und 65.000 durch Schweinepest.

Die Fakten aus jener Zeit sind einfach eine weitere Bestätigung dafür, dass deren Verfahren der Modellierung bis ins Mark falsch war“, sagt Dr. Boudnik. „Wir wissen nicht, ob das gleiche Modell/das gleiche Programm verwendet worden war, aber wir sehen klar, dass ihr Verfahren damals nicht effizient genug war und sich seitdem mit Sicherheit nicht verbessert hat“.

Ein Sprecher des Covid-19-Teams am Imperial College sagte: „Die UK-Regierung hat sich niemals auf nur ein einziges Modell bei der Entscheidungsfindung verlassen. Wie wiederholt festgestellt, beruhten die Entscheidungen hinsichtlich des Lockdowns auf einem Konsens der wissenschaftlichen Standpunkte, darunter mehrere Modellierungs-Studien von verschiedenen akademischen Gruppen“.

Link: GWPF Rundbrief

Übersetzt von Chris Frey EIKE
HINWEIS: Dieser Beitrag ist aus einem Rundbrief der GWPF übersetzt. Daher kann kein Link zum Original angegeben werden. Für alle, welche die Übersetzung überprüfen wollen, hier das Original als DOC:
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Zu „Corona“ jede Woche neue, vier Wochen alte Daten

Die Sterbezahlen

Am 15. Mai veröffentlichte das statistische Bundesamt die Sterbezahlen (auf denen dieser Bericht fußt) bis zum Datum 19.04. Parallel informiert es über die Interpretation:
Statistisches Bundesamt: Sonderauswertung zu Sterbefallzahlen des Jahres 2020, Stand 15. Mai 2020
… Seit der letzten Märzwoche liegen die Zahlen allerdings über dem Durchschnitt der Jahre 2016 bis 2019. Diese Abweichung nach oben war in der 15. Kalenderwoche (6. bis 12. April) am größten. In der 16. Kalenderwoche (13. bis 19. April 2020) sind die Sterbefallzahlen im Vergleich zur Vorwoche zwar wieder deutlich gefallen – sie liegen jedoch noch immer über dem Durchschnitt der Vorjahre.

Zur Erklärung zeigt es eine Grafik:

Bild 1 Grafik zu Sterbedaten. Quelle Statistisches Bundesamt, Informationsdatum 15.05.2020


Wenn öffentliche Stellen den Bürger „informieren“, kann man sich seit dem „Merkelzeitalter“ sicher sein, dass wenn überhaupt, nur ein Teil der Wahrheit gesagt wird. Und genau so ist es auch in diesem Fall wieder.
Ein anderer Autor hat es auf EIKE bereits dargestellt:
[21] EIKE 20.05.2020: Spekulationen vom Statistischen Bundesamt
In dieser Darstellung fehlen jedoch die anschaulichen Grafiken, welche die Zahlengebirge erst erklärbar machen. Deshalb diese anbei ergänzt.

Auch die Behörden „eiern“ mit den Bewertungen ganz schön herum

Die Behörden von NRW – dem Bundesland mit den zweithöchsten Corona-Fallzahlen Deutschlands – meldeten, dass die Mortalitätszahlen trotz „Corona“ keine erhöhte Morbidität ausweisen:
[11] Landesbetrieb NRW Statistik: Pressemitteilung 28. April 2020 … Nach vorläufigen Informationen starben im März 2020 in Nordrhein-Westfalen etwa 18.800 Menschen … liegt die Zahl der Gestorbenen damit voraussichtlich niedriger als im März 2019 (damals: 19.100). Hinweise auf eine durch die COVID- 19-Pandemie erhöhte Sterblichkeit sind aus diesen Daten für März 2020 nicht abzulesen …
Belegt wurde es mit der folgenden Grafik:

Bild 2 [11] Für NRW, Gestorbene nach Sterbemonat

Noch Anfang April verkündete auch das Statistische Bundesamt: ZDF heute 09.04.2020
(Statistisches Bundesamt): … Für eine Übersterblichkeit mit auffälligen Abweichungen nach oben in den Monaten Januar bis März 2020 haben wir aktuell keine Hinweise …
Doch kurz danach (am 08. Mai) kam das Statistische Bundesamt zum gegenteiligen Schluss und bleibt seitdem dabei:

Bild 3 Statistisches Bundesamt. Listung Pressemitteilungen zu Corona (Auszug). Stand 20.05.2020


[7] Statistisches Bundesamt: Seit der letzten Märzwoche liegen die tagesgenauen Zahlen allerdings tendenziell über dem Durchschnitt der Jahre 2016 bis 2019. Da die Grippewelle 2020 seit Mitte März als beendet gilt, ist es naheliegend, dass diese vergleichsweise hohen Werte in einem Zusammenhang mit der Corona-Pandemie stehen. Normalerweise gehen die Sterbefallzahlen zu dieser Jahreszeit tendenziell zurück ...
Eine Grafik weist das Geschehen aus:

Bild 4 [7] Grafik des Statistischen Bundesamtes mit den Coronazahlen der letzten Märzwoche. Schwarze Umhüllung des Zeitraumes „seit der letzten Märzwoche“ vom Autor zugefügt

Eine kleine Zusammenfassung der Historie (im Kern Versagen der Verantwortlichen) findet sich:
[12] Tichys Einblick: Die Wahrheit über das Versagen der Regierung in der Pandemie
Nun werden diese Daten laufend fortgeschrieben. Inzwischen erstellt das Amt wöchentlich ein Dossier dazu:
Dossier: Statistiken zur COVID-19 Pandemie Ausgabe 06/2020, Erschienen am 18. Mai 2020
und führt die Grafik darin fort, allerdings in etwas anderer Form:

Bild 5 Grafik des Statistischen Bundesamtes mit den Coronazahlen aus dem Dossier 06/2020


An dieser Grafik des Statistischen Bundesamtes ist bemerkenswert, dass als Vergleich nicht mehr alle einzelnen Jahre, sondern die Mittelwerte von 2016 – 2019 und als einzelnes Vergleichsjahr nur noch 2019 ausgewählt sind. Warum dies ganz bewusst gemacht wurde, wird später ersichtlich.

Gerade noch zur richtigen Zeit wurde die „Coronamortalität“ gefunden

Nochmals die Kernaussage des Statistischen Bundesamtes:
[7] Statistisches Bundesamt: Seit der letzten Märzwoche liegen die tagesgenauen Zahlen allerdings tendenziell über dem Durchschnitt der Jahre 2016 bis 2019. Da die Grippewelle 2020 seit Mitte März als beendet gilt, ist es naheliegend, dass diese vergleichsweise hohen Werte in einem Zusammenhang mit der Corona-Pandemie stehen. Normalerweise gehen die Sterbefallzahlen zu dieser Jahreszeit tendenziell zurück.
Wie schon in [8] angemerkt, stellt sich die Frage: Mit welchem Hintergrund sind einzelne Kalenderwochen so wichtig?
Es ist ganz einfach: in den gesamten Zahlen seit Beginn der Pandemie zeigt sich ausschließlich ab der letzten Märzwoche so etwas wie eine höhere, als „normale“ – Mortalität.

Corona“ in Grafiken und Tabellen

Wer sich über „Corona“ informieren will, ist leider gezwungen, sich die Information selbst aufzubereiten. Der Autor hat es zumindest orientierend gemacht.

Deutschland

Die wohl wichtigste Information ist eine Darstellung der gesamten Mortalität im Vergleich, wie es das Statistische Bundesamt mit den Bildern 4 und 5 darstellt.
Anmerkung: Der Artikel bezieht sich teils auf den vorhergehenden Datenstand bis zum 19.04. Die Grafiken und Tabellen sind jedoch mit der letzten Ausgabe vom 22.05. des Statistischen Landesamtes bis zum Datum 26.04. aktualisiert.
Im Detail sieht man dann, dass es bis zum 19.04. insgesamt nur 8 Tage gibt, an denen die Mortalität über der eines der Jahre 2016 – 2019 lag. und das nur in fast „homöopathischen“ Dosen. Sehr deutlich zeigt sich jedoch, wie extrem die Mortalität in zweien der vier vorhergehenden Jahren über der des aktuellen „Coronajahres“ lag.

Bild 6 Deutschland, Sterbezahlen der Jahre 2016 – 2020 vom 1.1. – 26.04. Tage mit Überschreitung im Jahr 2020 gekennzeichnet. Datenquelle: Statistisches Bundesamt Fallzahlen, 22.05.2020. Grafik vom Autor erstellt

Die Hoch-Risikogruppe ab 80 Jahren

Es wird immer von der Gruppe der ab 80jährigen gesprochen, die ganz besonders mortal auf Corona reagieren. Im folgenden Bild sieht man die Verläufe der absoluten Werte dieser Hoch-Risikogruppe. Erst Anfang April übersteigt deren Mortalität geringfügig die der vorhergehenden Jahre, erreicht aber nicht entfernt die von Grippejahren.

Bild 7 Deutschland, Personen ab 80 Jahren. Sterbezahlen der Jahre 2016 – 2020 vom 1.1. – 26.04. Datenquelle: Statistisches Bundesamt Fallzahlen, 22.05.2020. Grafik vom Autor erstellt


Bezogen auf den Jahresanfang sind von allen ab 80-jährigen im aktuellen, besonders schlimmen Corona-Pandemiejahr immer noch erheblich weniger als in schlimmeren Grippejahren verstorben.

Bild 8 Deutschland, Verstorbene ab 80 und mehr Jahren seit dem 01.01. – 26.04 im Vergleich mit dem Jahr 2020


Bild 9 Deutschland, Personen von 60 – 79 Jahren. Sterbezahlen der Jahre 2016 – 2020 vom 1.1. – 26.04. Datenquelle: Statistisches Bundesamt Fallzahlen, 22.05.2020. Grafik vom Autor erstellt

Die Risikogruppe von 60 – 79 Jahren

Diese Altersklasse gilt ebenfalls als Corona-Risikogruppe. Die Sterbezahlen-Vergleiche zeigen es allerdings nicht. Grippe setzt dieser Altersklasse im Vergleich zu Corona wesentlich stärker zu.

Bild 10 Verstorbene der Altersgruppe 60 – 79 Jahre vom 1.1. – 26.04 im Vergleich mit dem Jahr 2020

Die Bevölkerungsgruppe bis zum Alter von 59 Jahren

Sogar in dieser großen Gruppe der „Rüstigen“ finden sich inzwischen fünf Tage, an denen das aktuelle Pandemiejahr eine höhere Anzahl Verstorbener ausweist. Davon sind drei Tage vor der Pandemie und zwei während dieser. In Summe sind es 16 „zusätzlich“ Verstorbene vor der Pandemie und bisher vier „zusätzlich“ Verstorbene während dieser.

Bild 11 Deutschland, Personen bis 59 Jahren. Sterbezahlen der Jahre 2016 – 2020 vom 1.1. – 26.04. Datenquelle: Statistisches Bundesamt Fallzahlen, 22.05.2020. Grafik vom Autor erstellt


Bild 12 Verstorbene der Altersgruppe bis 59 Jahre vom 1.1. – 26.04 im Vergleich mit dem Jahr 2020


Die ersten drei der fünf „Überschreitungs-“Tage liegen damit in einem Zeitraum, da man „Corona“ nur vom Hörensagen im fernen China kannte und noch offiziell weitere zwei Monate lang das „Verkünden von Corona-Maßnahmen“ als Fake News anprangerte, gegen die das Volk angehen solle:

Bild 13 Informationspolitik zu Corona noch am 14. März


Ansonsten kann sich diese Altersgruppe „dank“ Corona? im Vergleich einer erfreulich niedrigen Mortalitätsrate erfreuen. In keinem der Vergleichsjahre starben bisher weniger als zur Zeit der aktuellen, extrem schlimmen Pandemie:

Bild 14 Verstorbene der Altersgruppe bis 59 Jahre seit dem 01.01. im Vergleich mit dem Jahr 2020. Rein nach den Zahlen muss man ableiten, dass das aktuelle Coronajahr dieser Altersgruppe eher „gut“ getan hat.

Gesamtübersicht

Wenn man sich nicht auf einzelne Tage versteift, sondern den Gesamtzeitraum „Corona“ betrachtet, stellt man fest, dass es für keine Altersklasse – sogar inclusive der Höchstbetagten mit 95 Jahren und darüber – Jahr(e) gibt, in denen die Anzahl Verstorbener früher nicht schon höher lag.
Ein Beleg, wie variabel die Natur in normalen Jahren und wie hoch bei bisher als „Standard“ behandelten – von keinen besonderen Maßnahmen „begleiteten“ – Grippejahren mit der Sterblichkeit umgeht.

Bild 15 Deutschland, Verstorbene im Zeitraum 1.1. bis 26.4 jeden Jahres. Datenquelle: Statistisches Bundesamt. Tabelle vom Autor erstellt


Da kann man richtig Angst bekommen, wenn man daran denkt, es kommen wieder Grippejahre und der Grippevirus hat wieder eine neue Kenn-Nummer – und unsere Regierungen bekämpfen das als unzulässige Abweichung mit allen (Finanz-)Mitteln, so wie das Klima.

Fazit

Wer sich bis hierher durchgelesen hat, weiß nun, warum das Statistische Bundesamt für seine Bilder den Mittelwert von 2016 bis 2019 verwendet und jede Detaillierung vermeidet.
Alleine in den letzten vier Jahren gab es zwei Grippejahre. Und vergleicht man das aktuelle Pandemiejahr einzeln mit diesen, merkt jeder sofort, dass die Mortalität der aktuellen Pandemie weit unter denen etwas schlimmerer Grippejahre liegt. Schaut man tiefer in das Zahlenmaterial, zeigen sich gänzlich unterschiedliche Auswirkungen bezogen auf die Altersgruppen, welche geradezu nach gezielten Maßnahmen „schreien“ und das aktuell betriebene „Breitenbombardement“ ad absurdum führen.

Wiederholung: Warum wurden in Italien die Särge damals vom Militär abtransportiert?

Wer erinnert sich nicht an die schlimmen Bilder, als in Italien das Militär die vor den überlasteten Krankenhäusern gestapelten Särge abtransportieren musste, weil es so viele waren? Ein wesentlicher Anlass, dass in Deutschland sofort der Coronanotstand eingeführt wurde.
„Verschwörungstheoretiker“ kamen auf die Idee, dass es eine bewusste Inszenierung der Italienischen Regierung war.
Nun wird in einem Artikel beschrieben: Es war gar nicht inszeniert, es war durch Gesetze ganz einfach so vorgeschrieben.
Nur: Es spiegelte die Wirklichkeit nicht wieder (den Artikel sollte jeder Corona-Interessierte lesen).
The European, 14.05.2020: Italiens Pandemie-Gesetz und seine Folgen
… Aber in Italien …, immer wieder Italien. Massenhaft gestapelte Särge, abtransportiert vom Militär. Warum gerade in Italien? Was ist los in Italien?

… Jetzt wurde Gewisseres offenbar. Ein wunderbares Beispiel der Wirkung gesetzlicher Logik. Die zentrale Norm dazu ist das italienische Pandemie-Gesetz, das vorschreibt, dass an einem Pandemie-Virus Verstorbene nicht beerdigt werden dürfen, sondern verbrannt werden müssen …
Wer so viel weiß, der weiß genug, um zu ahnen, dass die Zahl der in Italien sehr selten genutzten Krematorien nicht ausreicht, um plötzlich alle Verstorbenen zu verbrennen. Alle? Jawohl alle! Die Runde machte dazu die passende Video-Botschaft aus Italien, in der von Offiziellen gesagt wurde, dass bei der Bestimmung der Verstorbenen keine Unterscheidung zwischen normal-Verstorbenen und Corona-Verstorbenen gemacht wird, egal auch, ob mit Corona verstorben oder daran.
Was also war die Folge der zwingenden, gesetzlichen Angst-Vorschrift: Die Särge durften nicht abgeholt werden, sie stapelten sich vor den Krankenhäusern und wurden nicht wie sonst üblich, Stück für Stück einzeln auf die Dörfer und zu den Kirchen transportiert. Am Ende lagerten so viele übelriechende Särge vor den Krankenhäusern, dass man in dieser Notlage das Militär und seine Lagerkapazitäten einsetzen musste. Was bei diesen Einsätzen produziert wurde, waren wunderbare, bewegte und bewegende TV-Bilder, die die Welt erschreckten.
Und unsere gesamte Regierung und deren Fachberater haben diese, im Fernsehen quasi als kommenden „Weltuntergang“ gezeigten Szenerien einfachst erklärenden Hintergründe nicht gewusst?????
Irgendwie wird man dabei an Waldsterben, Fukushima und an die Flüchtlingskrise erinnert: Es passiert etwas Schreckliches in Bildern – belastbare Daten liegen nicht vor – … unsere Politiker (eigentlich nur eine) warten ab bis die öffentliche Meinung dank ausreichender, medialer „Bombardierung“ kippt, und dann „handeln“ sie ganz schnell – ohne Sinn und Verstand ….
Quellen
[7] Statistisches Bundesamt: Sterbefälle und Lebenserwartung Sonderauswertung zu Sterbefallzahlen des Jahres 2020
[8] EIKE 06.05.2020: Keine staatstragende Statistik?
[11] Landesbetrieb IT. NRW Statistik und IT-Dienstleistungen. Pressemitteilungen Dienstag, 28. April 2020 Keine erhöhte Sterblichkeit im März 2020 in Nordrhein-Westfalen
[12] Tichys Einblick: Die Wahrheit über das Versagen der Regierung in der Pandemie




Klimawandel und eine Pandemie der Lügen

Wo auch immer man hinschaut, man findet einige der größten Namen im Gesundheits-Establishment, welche die Risiken des Klimawandels für die Gesundheit der Welt hinaus posaunen. Noch am Abend des Ausbruchs erklärte die Royal Society of Tropical Medicine and Hygiene, dass es zu einer Massen-Migration kommen würde sowie zu ansteckenden Krankheiten wie Dengue und zu Verknappungen von Nahrungsmitteln. Nachdem die ersten Menschen in Wuhan gestorben waren, verkündete die WHO, dass man in zehn Jahren 250.000 zusätzliche Todesopfer pro Jahr sehen werde durch Unterernährung, Malaria, Cholera und Hitzestress als Folge der globalen Erwärmung. Der Epidemiologe Prof. Andy Haines erklärte den Lesern des Telegraph, dass ,der Klimawandel eine Bedrohung der globalen und nationalen Sicherheit ist, welcher schon jetzt Todesopfer fordert‘.

Haines begründete seine Karriere auf lautstarker Werbung für den Gedanken, dass die globale Erwärmung zu einer Gesundheits-Katastrophe in der Öffentlichkeit führen werde. Im Zuge dieser Propaganda war er einer der Wegbereiter für den „Lancet Countdown“, einen Report, erstellt von einer Koalition aus 35 Universitäten und UN-Agenturen, um diese Gedanken im Bewusstsein der Öffentlichkeit dauerhaft zu verankern. Im Jahre 2018 hieß es einstimmig, dass der Klimawandel ,die größte Bedrohung der globalen Gesundheit des 21. Jahrhunderts ist‘. Unter den derzeitigen Umständen kommt diese Behauptung ziemlich töricht daher, aber eine neue forensische Begutachtung des Countdown zeigt, dass es noch viel schlimmer ist. Man kommt nicht umhin zu folgern, dass die Autoren des Countdown nicht die ganze Story beschrieben hätten, wenn man den Beitrag von Indur Goklany mit dem Titel „The Lancet Countdown on Climate Change: The need for context“ gelesen hat [in deutscher Übersetzung hier].

So beschreibt Goklany, dass in der Executive Summary des Countdown viele vage Andeutungen stehen des Inhalts, dass das Klima ernste Gesundheitsprobleme in der Öffentlichkeit verursacht. Außerdem spricht man darin von .einem Abwärtstrend der globalen Erntemenge für alle Getreidesorten‘ und dass ,die Trends, dass das Klima die Übertragung von Krankheiten immer mehr begünstigt, besonders besorglich sind‘. Offenbar hat sich ,die Anzahl der Durchfall-Erkrankungen begünstigenden Tage verdoppelt‘, und ,Familien und die Lebensgrundlagen immer mehr gefährdet sind durch zunehmende Häufigkeit und Stärke von Extremwetter-Bedingungen‘. Und falls das immer noch nicht reicht, 77 Prozent aller Länder stehen einer Zunahme der Verwundbarkeit seiner Bewohner durch Waldbrände gegenüber‘.

Aber wenn man den vom Countdown herangezogenen Datensatz betrachtet, erkennt man eine sehr viel anders lautende Story, und eine, die eindeutig ist: Die Klima-bezogene Mortalität ist kollabiert und jetzt nur noch halb so hoch wie das Niveau im Jahre 1990, wenn der Datensatz beginnt. Dies ist nichts Anderes als ein Triumph der öffentlichen Gesundheit.

Die Verbesserungen sieht man so ziemlich überall, aber Darmerkrankungen sind ein gutes Beispiel. Die Daten zeigen, dass sich die Sterblichkeit unter diesen Umständen während der letzten 30 Jahre mehr als halbiert hat. Aber das Einzige, was in der o. g. Executive Summary dazu steht, ist die düstere Warnung, dass die ´,Anzahl der Tage, die günstig für Darmerkrankungen sind, zunimmt‘.

Und was überhaupt ist mit ,Anzahl von begünstigenden Tagen‘ gemeint? Dieser Trick findet sich wiederholt in dem Report, nämlich in Gestalt des Terminus‘ ,Proxy‘-Daten, obwohl perfekt gute Daten verfügbar sind. Wenn es also um Hunger geht, dann ignoriert man im Countdown Ernteerträge und zieht es vor, über Rückgänge des ,globalen Ernteertrags-Potentials‘ zu schwadronieren. Mit anderen Worten, man tischt uns ein Märchen auf darüber, was ein mathematisches Modell uns über Verfügbarkeit von Nahrungsmitteln sagt. Aber warum in aller Welt zieht man ein mathematisches Modell heran, wenn es gute Daten aus der realen Welt gibt? Überflüssig zu sagen, dass Nahrungsmittel vielfältig verfügbar sind, dass Ernteerträge weiterhin zunehmen und Hunger fast schon ein Phänomen der Vergangenheit ist, zumindest außerhalb von Kriegsgebieten und egalitären Paradiesen wie Nordkorea und Venezuela.

Wir gewinnen nicht einfach nur den Kampf gegen resistente Krankheiten und Hunger. Ein weiteres gutes Beispiel sind Tropenkrankheiten, wo die Sterberate ebenfalls dramatisch gesunken ist. Daher noch einmal, der Countdown greift auf eine Proxy-Maßzahl zurück, nämlich die ,Eignung für die Krankheitsübertragung‘, sowie auf einen nelsonischen Fokus auf Dengue, eine relativ seltene Krankheit, die sich verschlimmert hat. In der Executive Summary wird es völlig versäumt, die Malaria zu erwähnen, trotz der Tatsache, dass sie viel tödlicher ist als das Dengue-Fieber, und trotz der Tatsache, dass wir auch diesen Gesundheits-Kampf gewinnen, ist doch die Sterberate zwischen 30% und 67% in verschiedenen Teilen Afrikas südlich der Sahara gesunken.

Es ist eine traurige Geschichte und ein Hinweis darauf, wie stark die gewaltigen Summen Geldes, welche der Klimaforschung in den Rachen gestopft werden, die Forschungs-Prioritäten bzgl. der öffentlichen Gesundheit verzerrt haben, wie in so vielen anderen Bereichen auch. Mit Blick auf die Destruktion aufgrund der Pandemie kommt man kaum umhin, sich zu fragen, ob nicht die Leute in diesem Bereich weniger Zeit damit hätten zubringen sollen, sich über dubiose, nicht validierte mathematische Modelle auszulassen bzgl. der Ausbreitung von Malaria, und mehr Zeit damit zu ergründen, ob wir die erforderlichen Mittel zur Verfügung haben, einer großen Pandemie zu begegnen.

Der ganze Beitrag nebst Kommentaren steht hier.
Link: https://www.thegwpf.com/climate-change-and-a-pandemic-of-lies/
Übersetzt von Chris Frey EIKE




Tod, Krankheiten und Ereignisse mit Bezug zu Klima sind gering im Vergleich zu denen aus allen anderen Gründen

[*Das hat der Übersetzer zum großen Teil einer Übersetzungsmaschine anvertraut {DeepL}. Zusammengefasst zeigt die folgende Graphik, was gemeint ist. Anm. d. Übers.]

Abbildung 1: Todesfälle in Verbindung mit Klima machen nur einen geringen Anteil der Todesfälle durch alle anderen Gründe aus (1990 bis 2017). Daten vom Institute for Health Metrics and Evaluation IHME (2019)

Aber wer den Bericht des Lancet Countdown gelesen hat, einem Zusammenschluss von 35 akademischen Institutionen und UN-Agenturen – ins Leben gerufen durch die renommierte Lancet-Gruppe medizinischer Journale und unterstützt durch den ebenso renommierten Wellcome Trust, welcher um sich greifende gesundheitliche Auswirkungen des Klimawandels verfolgt – könnte durchaus den entgegen gesetzten Eindruck gewonnen haben – vor allem, wenn man nicht über die Executive Summary hinaus gekommen ist, dem Abschnitt also, der höchstwahrscheinlich als einziger von viel beschäftigten Politikern oder deren Berater gelesen worden ist.

Nicht ein einziges Mal wird erwähnt, dass die kumulativen jährlichen Todes- und Krankheitsraten durch CSDEs abnehmen, und zwar schneller als die korrespondierenden Raten aller anderen Ursachen. Der Report bringt auch keinen angemessenen Zusammenhang, damit die Leserschaft die Belastungen durch Krankheiten infolge CSDEs beurteilen kann im Verhältnis zu anderen gesundheitlichen Bedrohungen. Er geht sogar so weit zu suggerieren, dass die gesundheitlichen Auswirkungen des Klimawandels sich ,verschlimmern‘. Die Daten stützen diese Behauptung jedoch in keiner Weise. Außerdem wird durch eine Analyse des Textes klar, dass im Report die Schätzungen zunehmender ,demographischer Verwundbarkeit‘ und ,nachhaltiger Krankheitsübertragung‘ künstlich aufgebläht werden. Diese Schätzungen werden als Proxys verwendet, aber Trends in diesen Schätzungen wurden niemals verifiziert und spiegeln nicht den Verlauf langzeitlicher Trends hinsichtlich der Rate von Todesfällen.

Abbildung 2: Sterblichkeit durch CSDEs von 1990 bis 2017. Die Forces of Nature Group schließt Todesfälle aus geophysikalischen Gründen per EMDAT aus. Daten von IHME (2019).

Der Countdown lässt nicht nur die abnehmende Gesamtbedeutung von CSDEs für die öffentliche Gesundheit außen vor, sondern konzentriert sich stattdessen auf CSDEs, die entgegen dem allgemeinen Trend stärker verbreitet sind. Beispielsweise war Dengue, eine von Moskitos übertragene Tropenkrankheit, im Jahr 2017 für 40.000 Todesfälle verantwortlich. Das scheint viel zu sein, macht aber nur 1,4% der kumulativen 2,8 Millionen Todesfälle durch CSDEs oder 0,07% der 55,9 Millionen Menschen aus, die in diesem Jahr weltweit an allen Ursachen starben. Dennoch wird dem Dengue im Countdown mehr Aufmerksamkeit geschenkt als der Malaria, einer anderen von Moskitos übertragenen Tropenkrankheit, die für fünfzehnmal so viele (620.000) Todesfälle verantwortlich war.

Weil kein sinnvoller Zusammenhang präsentiert wird, kann der Report der Leserschaft oder den Politikern keine ausgewogene Übersicht über Bedrohungen der öffentlichen Gesundheit geben, was das Risiko birgt, dass Prioritäten falsch gesetzt werden. Ohne ordentlichen Zusammenhang kann man einen Maulwurfshügel leicht mit einem Berg verwechseln. Ein Zusammenhang ist also unabdingbar, um Politikern zu helfen, die richtige Perspektive zu erkennen und sich auf größere und wichtigere Probleme bzgl. Gesundheit zu konzentrieren.

Was den Kontext betrifft, so untersucht ein Großteil der Kritik Trends seit 1990. Der Grund dafür ist, dass die Daten des Institute for Health Metrics and Evaluation (IHME), auf die sich der Countdown in erster Linie stützt, in jenem Jahr beginnen. Der Rückgang der Sterbe- und Krankheitsraten von CSDEs seit 1990 ist jedoch nur ein kleiner Teil des längerfristigen Rückgangs weltweit. In den USA, einem der wenigen Orte mit guten Langzeitdaten, sind die Sterblichkeitsraten durch Ruhr, Typhus, Paratyphus, andere Magen-Darm-Erkrankungen und Malaria – alles Krankheiten, die auf kontaminiertes Wasser zurückgehen – und damit fast definitionsgemäß klimasensitiv zwischen 1900 und 1970 um 99-100% zurückgegangen.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass wir unsere Probleme mit CSDEs schneller lösen als unsere anderen Gesundheitsprobleme.

Der gesamte Report The Lancet Countdown on Climate Change: The need for context, veröffentlicht von der Global Warming Policy Foundation, steht hier.

Link: https://wattsupwiththat.com/2020/05/17/death-and-disease-from-climate-sensitive-diseases-and-events-are-small-relative-to-those-from-all-causes-and-getting-smaller/
Übersetzt von Chris Frey EIKE