Schockierende Aussagen von Dominion Energy an eine Wirtschafts-Kommission des US-Staates Virginia

Das VCEA wurde Dominion Energy aufgedrückt, also dem Monopol-Unternehmen, dass laut Mandat von Virginia den gesamten Strom für diesen US-Staat erzeugt. Das Gesetz besteht aus einer ganzen Reihe beispielloser, drastischer und drakonischer Vorschriften, die dazu ausersehen sind sicherzustellen, dass bis zum Jahr 2045 der gesamte Strom für Virginia auf eine Art und Weise erzeugt wird, die zu „Null-Emissionen“ von Kohlendioxid führen soll. Dominion nennt diese Forderung „eine der aggressivsten und umfassendsten in der ganzen Nation“ [= der gesamten USA].

Sie machen keine Witze.

Am 1. Mai dieses Jahres hat Dominion der zuständigen staatlichen Kommission den 15-Jahres-Plan zur Stromerzeugung eingereicht, mittels welchem beabsichtigt ist, dieses Null-Emissionen-Ergebnis zu erreichen.

Obwohl der Plan in todlangweiligem Juristen-Kauderwelsch abgefasst ist – um die wirklichen Auswirkungen auf die Stromkosten für die Verbraucher in Virginia zu verschleiern – sind die Folgerungen erschütternd und schockierend. Nicht nur, dass das VCEA die historische Rechtsprechung der State Corporation Commission bzgl. Stromerzeugung im Commonwealth* umgeht, sondern auch, dass dem Commonwealth of Virginia über die nächsten 25 Jahre ein Rahmenwerk von Vorschriften aufgezwungen werden soll, das sich verheerend auf die Verbraucher in Virginia auswirken wird.

Hier folgt eine Beschreibung der ungeheuren Kosten, mit welchen der durchschnittliche Verbraucher in Virginia belastet wird, um diesen Vorschriften zu genügen.

Erstens, versteckt unter dem Wortgeklingel im Dominion-Plan ist die alarmierende Tatsache, dass das VCEA eine Steigerung der monatlichen Stromkosten für den durchschnittlichen Verbraucher um 500 Dollar pro Jahr vorschreibt! Diese zusätzlichen Kosten liegen über und weit jenseits aller normalen Kosten, welche für Dominion anfallen, den durchschnittlichen Verbraucher mit Strom zu versorgen.

Die nächste augenfällige Frage lautet: 500 Dollar pro Jahr wofür?!

Die Antwort lautet: für absolut Null Auswirkung auf das Klima! Das ist Null – keinerlei Einfluss auf die Temperatur in Virginia, geschweige denn auf die Temperatur der Erde. Dominian macht das auch gar nicht geltend, kann es auch nicht, zeigen doch die Klimamodelle der US-Regierung, dass selbst wenn man allen fossilen Treibstoffen in den USA noch heute entsagt, es keinen messbaren Einfluss auf das Klima der Erde gäbe.

Folglich wird der durchschnittliche Verbraucher in Virginia aufgefordert – tatsächlich gesetzlich gezwungen – 500 Dollar pro Jahr zusätzlich für die Stromrechnung aufzubringen für … für was? Sauberere Luft? Nein. Saubereres Wasser? Nein. Saubereres Land? Absolut nein. Wird der durchschnittliche Verbraucher dort in der Lage sein, irgendeinen Unterschied in seiner Umgebung bzgl. Gefühl, Geruch oder Berührung wegen dieser Extraausgaben bemerken? Nein, nicht im Geringsten.

Aber Moment! Es wird noch schlimmer!

Versteckt unter all dem Wortgeklingel in der Dominion-Eingabe räumt man ein, dass das Erreichen aller Ziele des VCEA „Die Konstruktion von vier Interstate-Fernleitungen erfordert zu geschätzten Kosten von 8,4 Milliarden Dollar“. Das sind 8,4 Milliarden Dollar zusätzlich zu den 500 Dollar pro Jahr, die die Stromkunden schon allein wegen des VCEA stemmen müssen.

Summiert man alle aus dem VCEA resultierende Kosten, werden die Kunden von Dominion im vom Plan abgedeckten 15-Jahre-Zeitraum mit 30 Milliarden Dollar belastet – 30 Milliarden Dollar mehr, als man beim Beibehalten des Status Quo aufbringen müsste. Und falls man sich aus irgendwelchen Gründen Sorgen um den CO2-Ausstoß macht – würde man den Status Quo beibehalten, würde dieser Ausstoß im gleichen 15-Jahre-Zeitraum um Null zunehmen!

Reicht es jetzt? Man lese weiter.

Der Plan legt auch fest, dass das VCEA Folgendes vorschreibt: „Große Mengen von Solar-Kapazität in Virginia … würden einen Landverbrauch von rund 1270 km² benötigen. Das ist eine um 25% größere Fläche als der Fairfax Landkreis … oder gleich fast 237.000 Football-Feldern“. Fazit: Die Stromkunden müssen also nicht nur zusätzliche Stromkosten aufbringen, sondern sie werden auch mit einer furchtbaren Verschandlung der Landschaft von Virginia durch Solarpaneele „belohnt“.

Am Ende der Eingabe von Dominion finden sich die folgenden Juwelen:

Die VCEA-Vorschriften führen zu Mängeln der Zuverlässigkeit an 26 115-kV-Leitungen, 32 230-kV-Leitungen, sechs 500-kV-Leitungen und elf Transformatoren …

Daher wird die Abschaltung der traditionellen Stromerzeugung in Verbindung mit der Hinzufügung großer Mengen intermittenter Stromerzeugung mittels Erneuerbarer sowohl die Zuverlässigkeit des elektrischen Systems als auch die Fähigkeit des Unternehmens beeinträchtigen, das System im Falle eines großflächigen Stromausfalls wiederherzustellen“.

Da also haben wir es: 500 Dollar zusätzliche jährliche Stromkosten pro Verbraucher, 30 Milliarden Dollar gestiegener Kapitalkosten, der Ruin tausender Quadratkilometer Landschaft in Virginia und ein ernsthafter Schlag gegen die Zuverlässigkeit des Systems – ohne jede sichtbare Verbesserung in der Umwelt. Das ist der Virginia-Elektrizitäts-Plan, präsentiert von der von Demokraten beherrschten Legislative und Demokraten-Gouverneur Ralph Northam.

Was mögen Sie daran nicht?

Link: https://www.cfact.org/2020/05/26/shocking-statements-by-dominion-energy-to-the-va-state-corporation-commission/
Übersetzt von Chris Frey EIKE




Frühling: Auf der Suche nach der verlorenen Jahreszeit

Eiskalte Frühlingsnächte 2020 und die CO2-Erwärmung – das passt nicht zusammen
Eigentlich müssten uns ja die mittlerweile etwa 415 ppm CO2 (um 1850 waren es nur etwa 280ppm) vor Spätfrostschäden schützen – aber ein Blick auf die Minima der für weite Teile Mittel- und Ostdeutschlands repräsentativen DWD-Station Erfurt/Weimar zeigt für einen gut achtwöchigen Zeitraum etwas ganz Anderes:

Abbildung 1: Temperatur-Minima am Flughafen Erfurt/Weimar in 2 Metern und 5cm Messhöhe über dem Boden vom 15.März bis zum 17.Mai 2020. Nach mäßigen Nachtfrösten in der letzten Märzdekade und zum Monatswechsel blieben auch die April- und Mainächte empfindlich kühl mit sehr häufigen Frösten und Bodenfrösten. Noch am 16. Mai trat Bodenfrost auf.


Stellenweise, so in Hessen, mussten – wenngleich äußerst widerwillig – selbst vom Staatsrundfunk neue Kälterekorde für die zweite Maidekade vermeldet werden; siehe hier in der „Sendung“ zwischen belanglosen Themen gut versteckt. Laue Frühlingsnächte fielen bis nach Mitte Mai aus – nie wurde die Zehn-Grad-Marke erreicht. Auch die von den CO2-Klimaalarmisten totgesagten „Eisheiligen“ brachten sich eindrucksvoll in Erinnerung – schwerste Frostschäden vernichteten gebietsweise die Walnuss- und Obsternte. In der zeitweise glasklaren, knochentrockenen Subpolar- und Arktikluft fehlten Wasserdampf und Wolken als „Kälteschutz“ – das macht im Gegensatz zum CO2 den entscheidenden Unterschied aus. Aber was hat diese Kälte nun mit der Frühjahresdürre zu tun? Die schon recht trockenen Böden begünstigten eine starke Tageserwärmung; trotz der Nachtkälte wurden nicht selten 15 bis 23°C erreicht, was die relative Luftfeuchte auf teilweise wüstenhafte Werte von unter 30% sinken ließ; aufgehängte Wäsche trocknete in kaum 3 Stunden, und es wurde sogar vor Stromschlägen durch elektrostatische Aufladung gewarnt, was extrem trockene, saubere Luft erfordert; Näheres hier. Zu den vielen Frösten passt die seit 2007, dem bislang wärmsten Frühling, ausbleibende Erwärmung dieser Jahreszeit – freilich ist dieser Trend (noch) nicht signifikant.
Die langfristige Entwicklung der Frühjahresniederschläge
Die Daten für das deutsche Flächenmittel liegen seit 1881 vor. Sie bieten eine Überraschung, denn bis in die 1980er Jahre, und da war die CO2-Konzentration schon seit über einhundert Jahren gestiegen, wurden die Frühjahre (hier immer die Summe der Monate März bis Mai) merklich feuchter; eine Abnahme zeigt sich erst seit etwa 1990 – sie konnte den Langfristtrend bisher aber (noch) nicht umkehren:

Abbildung 2: Grober, nicht signifikanter Zusammenhang zwischen Frühjahrsniederschlägen und Sonnenaktivität des vorausgehenden Winters, welche durch die Anzahl der beobachteten Sonnenflecken (nur diese Daten sind langfristig verfügbar!) aber nur sehr grob abgebildet wird. Erst Zunahme bis in die 1980er Jahre, dann Abnahme. Niederschlags-Flächenmittel (Deutschland) um 70 mm abgesenkt, um es besser in einer Grafik mit den Sonnenfleckenzahlen darstellen zu können.


Die Sonnenaktivität könnte also die Frühlingsniederschläge beeinflussen – zumal schon in der Vergangenheit die sechsten Frühjahre nach dem Maximum des SCHWABE-Zyklus zu warm und zu trocken waren, wird nun auch die aktuelle Frühjahreswitterung 2020, ebenfalls die sechste nach dem SCHWABE-Maximum, erklärbar. Näheres dazu und zu weiteren meteorologischen Gründen der Frühlingsdürre hier.
Beeinflusst die Sonnenaktivität auch die Häufigkeitsverhältnisse der Großwetterlagen?
Diese spannende Thematik bleibt weiteren, in Arbeit befindlichen Beiträgen vorbehalten. Ein wichtiger Indikator für die Sonnenaktivität ist die Intensität der so genannten Kosmischen Strahlung – keine Strahlung im physikalischen Sinne, sondern ein hochenergetischer Teilchenstrom, der von der Sonne, der Milchstraße und fernen Galaxien kommt. Sie besteht vorwiegend aus Protonen, daneben aus Elektronen und vollständig ionisierten Atomen; Daten dafür liegen seit etwa 50 bis 60 Jahren vor. Näheres dazu unter anderem beim Stichwort „SVENSMARK-EFFEKT“. Ihre Intensität verhält sich in etwa spiegelbildlich zur Sonnenaktivität; die Sonnenaktivität schirmt entsprechend ihrer wechselnden Stärke den Einfluss der galaktischen Strahlung von der Erde mehr oder weniger ab. Für die Häufigkeitsverhältnisse der im Frühling oft trocken-kalten Nord- und Ostwetterlagen zeigt sich ein zwar unter der Signifikanzschwelle liegender, aber doch erkennbarer Zusammenhang mit der Intensität der Kosmischen Strahlung:

Abbildung 3: GCR („Galactic Cosmic Ray“) und die Häufigkeit der Großwettertypen Nord plus Ost verlaufen im Frühling ähnlich. Für 2020 (noch keine Daten) deuten sich wegen der geringen Sonnenaktivität hohe GCR-Werte an; sie hatten bislang viele Tage mit Nord- und Ostwetter im Frühling zur Folge. Betrachtet man das gesamte Jahr, ist der Zusammenhang noch deutlicher. Wegen der sehr unterschiedlichen Größen beider Werte musste in Indexwerte umgerechnet werden, um sie in einer Grafik zu veranschaulichen.


Verstärkt die menschliche Tätigkeit die Frühjahresdürre?
Seit Jahrhunderten, besonders aber seit der Industriellen Revolution, veränderte sich die Landnutzung massiv, und dieser Prozess dauert bis heute an. Durch Meliorationen, Bebauung und Versiegelungen gingen einst intakte Feuchtgebiete, Böden und Vegetationsflächen als Feuchtespeicher verloren – Wasser, das einst verdunsten und damit zur Wolken- und Niederschlagsbildung beitragen konnte, wird heuer viel schneller über die Kanalisation abgeleitet; zudem heizen sich Beton und Asphalt stark auf. Dabei ist der „UHI-Effekt“ (vom englischen „Urban Heat Island Effect“) nur ein punktuelles Indiz in Ballungszentren für die menschengemachte Erwärmung:

Abbildungen 4a und 4b: Vergleich der in einem Ballungsraum liegenden Station Frankfurt/Main Flughafen mit dem ländlichen Gießen. Die viel schnellere Erwärmung des Ballungsraumes wird deutlich. Daten für 2020 lagen noch nicht vor (oben, 4a). Selbiges für ein Stationspaar in Thüringen; Daten erst seit 1991 verfügbar (unten).


Straßen, Bahnstrecken, Stromtrassen, Entwässerungsmaßnahmen und weitere Nutzungsänderungen „tragen“ die siedlungsbedingte Erwärmung aber auch in die freie Landschaft; und neuerdings rückt der massive Ausbau der Wind- und Solaranlagen in den Blickpunkt. Besonders Windenergieanlagen erlebten in den vergangenen Jahrzehnten einen regelrechten Ausbau-Boom. Standen 1988 kaum 150 Windräder in Deutschland, so waren es Ende 2019 fast 31.000 WEA! Mit Höhen zwischen 50 und 200 Metern und ihren enormen Flügelspannweiten wirkt dieser neu erwachsene künstliche Wald wie ein riesiges Hindernis für den aus Nordwesten wehenden, feuchten, Regen bringenden Wind mit Lee-Effekten; außerdem werden zusätzliche Turbulenzen erzeugt, was die Nebelbildung und die nächtliche Abkühlung vermindern und die Wolkenbildung beeinflussen kann. Hinzu kommt der massive Zubau von WEA in den Nachbarländern Holland und Dänemark. Näheres zu möglichen negativen klimatischen Einflüssen der Windenergienutzung hier. All diese verschiedenen WI-Effekte sind wohl neben Zirkulationsschwankungen auch mit verantwortlich für den Rückgang der relativen Luftfeuchtigkeit in Mitteleuropa:

Abbildung 5 : Merklicher Rückgang der Relativen Feuchtigkeit im Frühling, der aber besonders zwischen den späten 1970er und 1980er Jahren stattfand. In Ermangelung eines DWD-Mittels wurden die NOAA-Daten, seit 1948 verfügbar, für das 1000 hPa-Niveau genutzt.


WI-Effekte und Luftreinhaltemaßnahmen ließen die Sonnenscheindauer im Frühling stark ansteigen – das wirkte stark erwärmend und austrocknend
Weil heuer mehr verdunstungswirksames Wasser in der Kanalisation verschwindet, es weniger Vegetationsflächen gibt und die Luft Dank der peniblen EU-Luftreinhaltemaßnahmen viel klarer wurde (weniger Staub, Dunst, Nebel und tiefe Wolken), scheint die Frühlingssonne nun viel länger und kräftiger. Eine dritte wesentliche Ursache, geänderte Häufigkeitsverhältnisse der Großwetterlagen, soll ebenfalls erwähnt werden; Näheres dazu hier. Alle genannten Ursachen begünstigten eine verstärkte Besonnung im Frühjahr:

Abbildung 6: Langfristige Zunahme der Sonnenscheindauer im Frühling; diese ging mit einer Erwärmung einher. Der 2020er Lenz zählte zu den drei sonnigsten seit Aufzeichnungsbeginn 1951, aber wegen der vielen Nordlagen bei weitem nicht zu den wärmsten. Die Sonnenscheindauer beeinflusst die Variabilität der Frühlingstemperaturen zu einem knappen Drittel. Wegen der sehr unterschiedlichen Größen musste die Sonnenscheindauer in Indexwerte umgerechnet werden, um sie gemeinsam mit der Lufttemperatur darstellen zu können.


Näheres zur Problematik der zunehmenden Sonnenscheindauer hier.
Ein gründlich misslungenes Freiluft-Großexperiment im Frühling 2020
Der im Zuge der Corona-Krise ab spätestens Mitte März weltweite Wirtschaftseinbruch mit massiven Flug- und sonstigen Verkehrseinschränkungen wurde von der Umweltschutz-Lobby frenetisch als „Rettung der Welt“ bejubelt – endlich sei nun das eingetreten, was man stets forderte – stark sinkende CO2-Emissionen. Doch ein Blick auf die Entwicklung der CO2-Konzentrationen, welche seit 1959 vom Amerikanischen Wetterdienst auf dem Mauna Loa/Hawaii gemessen werden, zeigt überhaupt keine Auswirkungen – vergleicht man den Anstieg der Konzentrationen Frühling 2020 minus Frühling 2019 mit den Differenzen der Vorgänger-Frühjahre seit Frühling 1990 minus Frühling 1989, so fiel der diesjährige Frühlingsanstieg überdurchschnittlich aus – die Natur schert sich mal wieder nicht um Greta, IPCC, PIK und andere Klima-Auguren:

Abbildung 7: Beginnend mit dem Differenzwert Frühling minus Vorfrühling 1990 minus 1989, sind hier die seitdem ermittelten Differenzen der stets zunehmenden CO2-Konzentration dieser Jahreszeit dargestellt; 2020 konservative Schätzung; (vermutlich) war die Zunahme noch etwas größer. Die starken Wirtschaftseinbrüche im Zuge der Corona-Epidemie, schon jetzt die schlimmste Wirtschaftskrise seit 1929, hatte de facto keine erkennbare Auswirkung.


Die phänologischen Auswirkungen des „verlorenen Frühlings“
Die sehr umfangreichen Auswirkungen der ungünstigen Frühlingswitterung 2020 und der Vorjahre auf die Pflanzenwelt soll abschließend kurz behandelt werden. Die Trockenheit ließ vor Jahren noch häufige Frühblüher, wie etwa das Wiesen-Schaumkraut, fast völlig verschwinden:

Abbildung 8: Das im April/Mai blühende blass-violette Wiesen-Schaumkraut, ein Kreuzblütler, war 2020 kaum noch zu beobachten, hier ein Bild von Anfang Mai 2016. Foto: Stefan Kämpfe


Auch viele Waldpflanzen litten unter der anhaltenden Dürre; so war 2019 nur eine äußerst spärliche Buschwindröschen-Blüte zu beobachten. Hingegen trotzten robuste Arten, wie der Löwenzahn, selbst größter Dürre:

Abbildung 9: Der häufige Löwenzahn konnte sich trotz schlimmster Dürre behaupten (April 2020). Foto: Stefan Kämpfe


Ein weiteres, seit etwa 30 Jahren häufig zu beobachtendes Phänomen ist das überreiche Blühen und Fruchten vieler Wildgehölze. Ob das durch die Dürren mitverursacht wurde oder eine Folge der zunehmenden CO2-Konzentration war ( CO2 ist der wichtigste Pflanzennährstoff!), bedarf noch einer Klärung.

Abbildung 10: Überreich blühende Hainbuche. Foto: Stefan Kämpfe


Ein weiteres Problem waren die seit den Frühjahren der 2010er Jahre fast stets auftretenden Spätfrost-Schäden:

Abbildung 11: Total erfrorene Forsythie-Blüte im April 2020. Beim normalen Verblühen wird Forsythie niemals braun, sie fällt gelb ab. Foto: Stefan Kämpfe


Auch das Laub von Walnuss und Esche erfror besonders außerhalb der Wärmeinseln, und die Obsternte wird – gebietsweise freilich sehr unterschiedlich, wegen der Frostschäden nicht besonders gut ausfallen. Ein Beweis für die neuerdings oft kalten Nächte ist auch das extrem lange Blühen von Hasel, Forsythien und anderen Arten. 2020 vergingen zwischen den allerersten und den allerletzten Forsythie-Blüten in Weimar volle zwei Monate! Auch der Laubaustrieb mancher Gehölze, wie der Esche, wird durch Dürre und kalte Nächte verzögert. Seit dem Beobachtungsbeginn 1990 verlängerte sich der phänologische Frühling in Weimar (Beginn Holunder- minus Haselblüte in Tagen):

Abbildung 12: Wegen der konstant milden Winter und häufigerer Kältewellen im Frühling verlängerte sich die Dauer des phänologischen Frühlings – allerdings wegen der enormen Streuung nicht signifikant. Der phänolog. Frühling weicht in Weimar fast stets stark vom Kalender ab; er beginnt mit der Haselblüte oft schon im Dezember oder Januar und endet mit den ersten Holunderblüten meist Anfang/Mitte Mai.


Fazit: Die seit den 2000er Jahren witterungsmäßig ungünstiger verlaufenden Frühjahre wurden überwiegend von natürlichen Klimaschwankungen ausgelöst; falsche Landschafts- und Flächennutzung verstärkten sie aber. Eine „CO2-Vermeidung“ als Klimaschutz hilft dagegen nicht. Uns bleiben nur Anpassungsstrategien und die vage Hoffnung, dass diese Schwankungen vorübergehen.




Doppelte Gefahr: Jurist Legal News stellt fälschlich Verbindung zwischen Klimawandel und Krankheiten her

In einem Artikel vom 14.Mai mit dem Titel „The Link Between Climate Change and Human Health“ haben die indischen Jura-Studenten Sakshi Agarwal und Aniket Sachan versucht, die Angst zu schüren, dass der Klimawandel die treibende Kraft ist und weiter sein wird für zukünftige Katastrophen und Pandemien.

„Die Ausbreitung von Infektionskrankheiten aufgrund der Klimaverhältnisse wurde in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts entdeckt“, wird in dem Artikel behauptet. Und weiter: „Der gegenwärtige Ausbruch ist also ein Vorbote einer tödlichen Zukunft, in welcher viele derartige Krankheiten freigesetzt werden infolge des rapiden Temperaturanstiegs auf der Erde in jedem Jahr“.

Durch den gesamten Artikel beziehen sich die Autoren auf Statements der WHO als Beweis für Klimawandel-Schäden. Das ist die gleiche WHO, die uns immer wieder zu versichern getrachtet hat, dass chinesische Funktionäre keinen Beleg für eine COVID-19-Übertragung von Mensch zu Mensch gefunden hatten, dass das Tragen von Gesichtsmasken anfälliger macht, infiziert zu werden und die massive Bemühungen der Regierung, die „Ökonomie zu sozialisieren“, gepriesen hat.

Die Beteuerungen der Autoren ignorieren die überwältigende Fülle von Belegen in der wissenschaftlichen Literatur, welche detailliert im Kapitel vier in „Climate Change Reconsidered II: Fossil Fuels“ beschrieben werden. Sie zeigen allesamt keine signifikante Bedrohung, dass durch den Klimawandel mehr Krankheiten verursacht werden.

Berge wissenschaftlicher Beweise, gesammelt auf der ganzen Welt, zeigen eindeutig, dass es gar keinen oder höchstens einen sehr minimalen Link gibt zwischen einem vom Menschen verursachten Klimawandel und der Ausbreitung von Malaria, Dengue-Fieber, West-Nil-Virus und anderen Infektionskrankheiten gibt. Aus einer im Jahre 2010 im begutachteten Magazin Nature veröffentlichten Studie geht beispielsweise hervor, dass „Vergleiche mit historischen und zeitgenössischen Karten über das Verbreitungsgebiet und die Häufigkeit von Malaria um das Jahr 1900 58% der Landfläche der Welt bedeckt haben, aber bis 2007 nur 30%“.

Weiter liest man darin: „Weit verbreitete Behauptungen, wonach steigende Temperaturen schon jetzt die weltweite Malaria-Sterblichkeit haben steigen lassen, stehen fast durchweg im Widerspruch zu den beobachteten abnehmenden Trends sowohl der endemischen als auch der geographischen Verbreitung“.

Und der Experte für Infektionskrankheiten Paul Reiter, Professor medizinischer Insektenkunde am Pasteur Institute in Paris sowie Mitglied im Experten-Beratergremium der WHO, hat ausführlich zur Übertragung von Infektionskrankheiten Stellung genommen. Seine Forschungen zeigen, dass es für irgendwelche vermeintlichen Verbindungen zwischen Klimawandel und Infektionskrankheiten keinerlei Belege gibt.

Falls überhaupt etwas, dann zeigt das Gewicht der wissenschaftlichen Beweise, dass es in einer moderat wärmeren Welt weniger Todesfälle mit Bezug zur Temperatur gibt und nicht mehr Todesfälle. Eine Studie in dem renommierten begutachteten Medizin-Journal The Lancet beispielsweise war zu dem Ergebnis gekommen, dass durch kaltes Wetter direkt oder indirekt 1700% mehr Menschen zu Tode kommen als durch heißes Wetter.

Infektionskrankheiten sind genauso wie Klimawandel ein Faktum des Lebens. Das waren sie immer und werden es immer sein. Die Beweise jedoch zeigen, dass der einzige Klimawandel, der mit zunehmenden Fällen infektiöser Krankheiten in Verbindung gebracht werden kann, eine globale Abkühlung ist.

Autor: H. Sterling Burnett, Ph.D. is managing editor of Environment & Climate News and a research fellow for environment and energy policy at The Heartland Institute. Burnett worked at the National Center for Policy Analysis for 18 years, most recently as a senior fellow in charge of NCPA’s environmental policy program. He has held various positions in professional and public policy organizations, including serving as a member of the Environment and Natural Resources Task Force in the Texas Comptroller’s e-Texas commission.
Link: https://climaterealism.com/2020/05/double-jeopardy-jurist-legal-news-falsely-links-climate-change-disease/
Übersetzt von Chris Frey EIKE




Warum Herden-Immunität bzgl. COVID-19 viel früher erreicht wird als gedacht

Das ,Herden-Immunitäts-Potential‘ [herd immunity threshold (HIT)] kann geschätzt werden aus der zugrunde liegenden Reproduktionsrate der Epidemie, R0 – eine Maßzahl, wie viele Menschen durch eine infizierte Person jeweils angesteckt werden können. Einfache Standard-Modelle epidemischen Wachstums implizieren, dass der HIT gleich ist {1 – 1/R0}. Ist der HIT erst einmal überstanden, beginnen Neu-Infektionen abzunehmen, was sicherstellen sollte, dass Gesundheitssysteme danach nicht zusammenbrechen und dass man wirksamer vorangehen kann, um die Krankheit zu eliminieren.

Allerdings schätzte der Ferguson20-Report, dass während der Epidemie 81% der Bevölkerung in UK und den USA infiziert werden würden, wenn man sich auf die Herden-Immunität verlässt, hauptsächlich über einen Zeitraum von 2 Monaten auf der Grundlage einer R0–Schätzung von 2,4. Diese Zahlen implizieren, dass Gesundheitssysteme doch zusammenbrechen würden mit der Folge von viel mehr Todesfällen. Die Studie behauptet, dass nur drakonische Maßnahmen der Regierung ein solches Szenario verhindern können. Sofort wurden derartige Maßnahmen in UK erlassen, ebenso wie in den meisten US-Staaten und verschiedenen anderen Ländern – in Gestalt höchst destabilisierender und restriktiver Lockdowns.

Eine bemerkenswerte Ausnahme war Schweden, wo man damit fortgefahren hat, eine auf Herden-Immunität basierende Strategie zu verfolgen. Das Team vom Imperial College schätzte, dass aufgrund der Mitte März eingeführten sehr moderaten Maßnahmen in Schweden R0 lediglich 2,5 betrug, mit einer Wahrscheinlichkeit von nur 2,5%, dass sie unter 1,5 lag (3). Die rapide Ausbreitung von COVID-19 in dem Land in der zweiten Märzhälfte zeigt, dass es unwahrscheinlich ist, dass R0 deutlich unter 2,0 lag (4).

Sehr vernünftigerweise hat die schwedische Gesundheitsbehörde die Anzahl der Individuen im Auge gehabt, welche mit dem SARS-COV-2-Virus infiziert waren, und zwar mittels des PCR-Testverfahrens in Stockholm, wo COVID-19 erstmals aufgetreten war. Daraus leitete man die Schätzung ab, dass bis zum 11. April 17% der Bevölkerung infiziert wäre und bis zum 1 Mai 2020 25% (5). Aber dennoch hat die Anzahl neuer Fälle ab dem 11. April aufgehört zuzunehmen (Abbildung 1), ebenso Einweisungen ins Krankenhaus, und beider Anzahl ist seitdem signifikant gesunken. Dies belegt, dass der Höhepunkt am 11. April erreicht worden war, zu welchem Zeitpunkt nur 17% der Bevölkerung infiziert gewesen zu sein scheinen.

Wie kann es sein, dass der HIT in Stockholm mit nur 17% der Bevölkerung infiziert erreicht worden war, während ein R0 von 2,0 normalerweise einen HIT von 50% implizieren würde?

Die Bedeutung der Inhomogenität der Bevölkerung

Eine neue Studie von Gomes et al. (7) gibt die Antwort. Sie zeigt, dass Unterschiede zwischen den Individuen hinsichtlich ihrer Anfälligkeit für Infektionen und ihrer Neigung, andere anzustecken, dazu führen können, dass die HIT viel geringer ausfällt als in einer homogenen Population. Einfache Standard-Modelle bzgl. Epidemien berücksichtigen eine solche Variabilität nicht. Und das bei Ferguson20 herangezogene Modell scheint trotz seiner erheblich größeren Komplexität nur diejenigen Inhomogenitäten zu berücksichtigen, welche sich aus einer sehr begrenzten Anzahl von Faktoren ergeben – vor allem die geographische Separierung von Anderen sowie die Größe der Haushalte – woraus nur eine moderate Auswirkung auf die Verbreitung der Epidemie resultiert (8). Unter Verwendung eines so modifizierten Modells, dass es eine solche Variabilität berücksichtigt, wobei die Kovariabilität zwischen Anfälligkeit und Infektiosität wohl realistischer gehandhabt wird als bei Gomes et al., bestätige ich ihre Feststellung, dass der HIT tatsächlich auf einem viel niedrigeren Niveau erreicht wird als bei einer homogenen Population. Das würde erklären, warum der Höhepunkt in Stockholm schon Mitte April durchlaufen worden war. Gleiches scheint der Fall gewesen zu sein in anderen großen Städten und Regionen, welche stark von COVID-19 betroffen waren.

Abbildung 1: Neu-Infektionen mit COVID-19 in Stockholm über die 7 Tage bis zum angegebenen Datum.

Man beachte in Abbildung 1, dass Tests bzgl. einer COVID-19-Infektion ab dem 11. März nur noch bei Menschen durchgeführt wurden, welche einer Behandlung im Krankenhaus bedurften, so dass seitdem nur ein kleiner Anteil an Infektionen als Fälle gemeldet wurden. Dies wäre die Ursache für das fehlende Wachstum in der ersten geplotteten Woche. Da Krankenhaus-Einlieferungen in der Regel erst mehrere Tage nach dem Auftreten von Symptomen erfolgen, vergrößert diese Änderung auch die Verzögerung zwischen Auftreten und Meldung einer Infektion als ein Fall. Dementsprechend wird die Zahl der Neuinfektionen, die im Durchschnitt etwa zwei Wochen zuvor aufgetreten sind, ab Mitte März mit einem Rückstand von 7 Tagen widerspiegeln.

[Es folgt eine längere Beschreibung der Verfahren und der Vergleiche der Verhältnisse in Stockholm mit denen anderswo mit vielen technischen Details. Diese Abschnitte werden hier bei der Übersetzung übersprungen, und es folgen die Schlussfolgerungen daraus. Anm. d. Übers.]

Conclusions

Wenn man in einem epidemiologischen Standard-Modell in vernünftiger Weise eine Inhomogenität in Bezug auf Anfälligkeit und Infektionsrate einbezieht, anstatt von einer homogenen Population auszugehen, führt dies zu einer sehr starken Senkung der Schwelle zur Herden-Immunität und auch des letztendlichen Infektionsniveaus, wenn die Epidemie danach einem ungehinderten Pfad folgt. Daher ist die Zahl der Todesfälle, die mit dem Erreichen der Herden-Immunität verbunden sind, viel geringer, als es sonst der Fall wäre.

Meiner Ansicht nach liegt die wahre Herden-Immunitätsschwelle wahrscheinlich irgendwo zwischen den 7% und 24%. Wenn sie bei etwa 17% läge, was aus dem Bezirk Stockholm bekannt ist, dürften die daraus resultierenden Todesfälle durch Infektionen vor Erreichen des HIT einen sehr geringen Anteil der Bevölkerung ausmachen. Die Sterblichkeitsrate bei Infektionen in Stockholm scheint bei etwa 0,4% zu liegen (20) und damit deutlich niedriger als nach den Schätzungen von Verity et al. (21), die in Ferguson20 verwendet wurden, mit einer Sterblichkeitsrate von weniger als 0,1% durch Infektionen bis zum Erreichen des HIT. Die Sterblichkeitsrate, um den HIT in weniger dicht besiedelten Gebieten zu erreichen, sollte niedriger sein, da R0 positiv mit der Bevölkerungsdichte zusammenhängt. (22) Dementsprechend sollten die Gesamttodesfälle bis zum Erreichen der Herden-Immunität deutlich unter 0,1% der Bevölkerung liegen. Obwohl es anschließend weitere Todesfälle geben würde, sollte es mit dem Schrumpfen der Epidemie immer praktikabler werden, ihr Ende durch Tests und Kontaktverfolgung zu beschleunigen, um die Ausbreitung von Infektionen zu verhindern und so die Zahl der weiteren Todesfälle in einem völlig ungemilderten Szenario erheblich unter die vom SEIR-Modell prognostizierte Zahl zu senken.

Remarks and References
[1] Neil M Ferguson et al., Impact of non-pharmaceutical interventions (NPIs) to reduce COVID-19 mortality and healthcare demand. Imperial College COVID-19 Response Team Report 9, 16 March 2020, https://spiral.imperial.ac.uk:8443/handle/10044/1/77482
[2] A final infection rate of 81% implies, in the context of a simple compartmental model with a fixed, homogeneous population, that the ‘effective R0‘ is between 2.0 and 2.1, and that the HIT is slightly over 50%. Ferguson20 use a more complex model, so it is not surprising that the implied effective R0 differs slightly from the basic 2.4 value that Ferguson20 state they assume.
[3] Flaxman, S. et al., Estimating the number of infections and the impact of non-pharmaceutical interventions on COVID-19 in 11 European countries. Imperial College COVID-19 Response Team Report 13, 30 March 2020, https://www.imperial.ac.uk/mrc-global-infectious-disease-analysis/covid-19/report-13-europe-npi-impact/
[4] Based on the Ferguson20 estimate of a mean generation time of 6.5 days, which appears to be in line with existing evidence, an R0 of 2.0 would result in a daily growth rate of 2.0^(1/6.5)= 11%. That is slightly lower than the peak growth rate in cases in late March in Stockholm County, and in early April in the two regions with the next highest number of cases, in both of which the epidemic took off slightly later than in Stockholm, and in line with the growth rate in Swedish COVID-19 deaths in early April
[5] https://www.folkhalsomyndigheten.se/contentassets/2da059f90b90458d8454a04955d1697f/skattning-peakdag-antal-infekterade-covid-19-utbrottet-stockholms-lan-februari-april-2020.pdf
[6] John Burn-Murdoch, Financial Times Research, 2 May 2020. http://web.archive.org/web/20200507075628/https:/twitter.com/jburnmurdoch/status/1256712090028576768
[7] Gomes, M. G. M., et al. Individual variation in susceptibility or exposure to SARS-CoV-2 lowers the herd immunity threshold. medRxiv 2 May 2020. https://www.medrxiv.org/content/10.1101/2020.04.27.20081893v1
[8] The 81% proportion of the population that Ferguson20 estimated would eventually become infected is only slightly lower than the 88% level implied by their R0 estimate of 2.4 in the case of a homogeneous population.
[9] https://en.wikipedia.org/wiki/Compartmental_models_in_epidemiology#The_SEIR_model
[10] Gomes et al. instead set the latent period slightly longer, to 4 days and treated it as a partly infectious period, unlike in the standard SEIR model.
[11] Li Q, Guan X, Wu P, et al.: Early Transmission Dynamics in Wuhan, China, of Novel Coronavirus-Infected Pneumonia. N Engl J Med. 2020; 382(13):1199–1207.https://www.nejm.org/doi/10.1056/NEJMoa2001316
[12] Once a SEIR model has passed its start up phase, and while a negligible proportion susceptible individuals have been infected, the epidemic daily growth factor is R0^(1/generation time), or 1.10–1.13 for R0=2.0–2.4 if the generation time is 7 days.
[13] L. Ferretti et al., Science 10.1126/science.abb6936 (2020).
[14] The coefficient of variation is the ratio of the standard deviation to the mean of its probability distribution. It is usual to assume a gamma distribution for infectivity, the shape parameter of which equals 1/CV2.
[15] Bi, Qifang, et al. “Epidemiology and transmission of COVID-19 in 391 cases and 1286 of their close contacts in Shenzhen, China: a retrospective cohort study.” The Lancet Infectious Diseases 27 April 2020. https://doi.org/10.1016/S1473-3099(20)30287-5
[16] Endo, Akira, et al. “Estimating the overdispersion in COVID-19 transmission using outbreak sizes outside China.” Wellcome Open Research 5.67 (2020): 67. https://wellcomeopenresearch.org/articles/5-67
[17] Lloyd-Smith, J O et al. “Superspreading and the effect of individual variation on disease emergence.” Nature 438.7066 (2005): 355-359. https://www.nature.com/articles/nature04153
[18] For computational efficiency, I divide the population into 10,000 equal sized segments with their common social connectivity factor increasing according to its assumed probability distribution, and allocate each population segment values for unrelated variability in susceptibility and infectivity randomly, according to their respective probability distributions.
[19] A highly susceptible but averagely infectious person is more likely to be removed from the susceptible pool early in an epidemic, reducing the average susceptibility of the pool. However, no such selective removal occurs for a highly infectious person of averagely susceptibility. Therefore, as Gomes et al. point out, variability in susceptibility lowers the HIT, but variability in infectivity does not do so except to the extent that it is correlated with variability in susceptibility.
[20] On 8 May 2020 reported total COVID-19 deaths in Stockholm County were 1,660, which is 0.40% of the estimated 413,000 of its population who had been infected by 11 April 2020. COVID-19 deaths reported for Stockholm County after 8 May that relate to infections by 11 April 2020 are likely to be approximately balanced by deaths reported by 8 May 2020 that related to post 11 April 2020 infections.
[21] Verity R, Okell LC, Dorigatti I, et al. Estimates of the severity of COVID-19 disease. medRxiv 13 March 2020; https://www.medrxiv.org/content/10.1101/2020.03.09.20033357v1.
[22] Similarly, the HIT may be significantly higher in areas that are very densely populated, have much less inhomogenous populations and/or are repeatedly reseeded from other areas. That would account for the high prevalence of COVID-19 infection that has been found in, for instance, some prisons and residential institutions or in city districts.
Link: https://www.nicholaslewis.org/why-herd-immunity-to-covid-19-is-reached-much-earlier-than-thought/
Übersetzt von Chris Frey EIKE
Hinweis in eigener Sache: Wegen mangelnder Sachkenntnis des Übersetzers ist bei dieser Übersetzung phasenweise eine Übersetzungsmaschine benutzt worden [Linguee].




Frühjahrs­trockenheit mittels CO2-Reduktion bekämpfen. Wenn nicht gehandelt wird, hat die Durst­strecke kein Ende

Wenig Hoffnung

Im Lokalblatt des Autors erschien ein Leserbrief:
[1] 11.05.2020, Leserbrief: „Wenig Hoffnung“
Die gegenwärtige Trockenheit mit großen Problemen für die Landwirtschaft, sterbenden Bäumen in Nürnberg und drohenden Waldbränden im Reichswald wird von den Nürnberger Nachrichten als Durststrecke bezeichnet. Damit wird suggeriert, dass in einiger Zeit diese Probleme wieder vorbei sind. Mit keinem Wort wird in diesem Artikel die Ursache der Trockenheit erwähnt: der menschengemachte Klimawandel, Der Leiter der Forstbehörde äußert die Hoffnung auf einen „normalen“ Sommer.
Woher nimmt er diese Hoffnung, wenn nichts unternommen wird, um die CO2-Emissionen schnell zu reduzieren? Wenn nicht gehandelt wird, hat die Durststrecke kein Ende
Prof. Martin Hundhausen Erlangen
(Anmerkung des Autors: Physiker)
Der Leserbriefschreiber bezieht sich dabei auf einen Zeitungsartikel, den der Autor rezensiert hatte.
EIKE 25. April 2020: [2] Wenn Medien immer nur Personen mit der gleichen Meinung fragen, können sie (und diese Personen) nie gescheiter werden
Normalerweise „ignoriert“ man einen solchen Leserbrief. In diesem Fall ist der Verfasser jedoch nicht ein „einfacher, besorgter Bürger“, sondern neben seiner Professur auch Vorstandsmittglied eines Lobbyvereins:

Bild 1 Sonnenenergie Erlangen e.V. Vereinsinfo (Auszug). Screenshot


Dieser Verein ist wohl recht aktiv und zwar sowohl in seinem Marktsegment Solar, wie auch in der Information, warum es richtig und notwendig ist, dieses zu forcieren:

Bild 2 Sonnenenergie Erlangen e.V. Vereinsinfo auf der Homepage (Auszug). Screenshot


Dieser Leserbrief-schreibende Professor mit seinem Vorstandsposten ist also wohl so etwas wie eine Fachperson, auch fürs Klima. Und sicher hat er Belege für seine Aussagen im Leserbrief.
Anlass, bei ihm nach solchen nachzufragen. Der Autor hat es per Mail getan. Der Herr Professor blieb bisher jedoch eine Antwort schuldig. Parallel wurde auch ein „korrigierender“ Leserbrief an die Lokalredaktion geschrieben. Dieser wurde bisher jedoch nicht veröffentlicht.
Es ermüdet, doch wenn man solche Ergüsse liest, sollte man sich immer neu die Daten aus der wahren Natur ansehen. Nur so erkennt man (immer wieder neu), welche Unverfrorenheit hinter solchen Behauptungen angeblicher Fachpersonen steckt.

Trocken ist es im Frühling nur, wenn man die Vergangenheit weglässt

Nachdem die seit ein paar Jahren vorhandene Frühjahrstrockenheit an allen „Ecken und Enden“ dem Klimawandel in die Schuhe geschoben wird, hat der Autor bereits mehrmals nachgesehen, ob diese ein Klimawandel-Menetekel sein könnte [2] [3] [13], und auch andere Autoren haben es getan [4] [5].
Sofern die Niederschlagsdaten des DWD stimmen, lässt sich zeigen, dass es früher – als es kälter war – über lange Zeit mehr Trockenheit hatte und ausgerechnet seit es wärmer und die Atmosphäre CO2-haltiger ist, im Frühjahr mehr Feuchte gibt.
Und die Langfristtrends sind eindeutig: Der Niederschlag nimmt zu. Das „verlangt“ auch die Theorie, da mit zunehmender Temperatur die Feuchte in der Luft zunehmen soll.
Die Klimasimulationen des DWD sagen deshalb für die Zukunft auch nicht die Spur einer künftigen Frühjahrsaustrocknung vorher, sondern zeigen lediglich, dass ihre Simulationsergebnisse nicht einmal aktuell (wo sie doch sorgfältig kalibriert sind) die gemessene Wirklichkeit auch nur im Ansatz abbilden (können).

Bild 3 Deutschland, Frühjahrs-Niederschlag mit gleitendem Mittelwert und Simulationsläufen bis 2100. Quelle: Grafik des DWD-Viewer (Klimaatlas), Screenshot


Bild 4 Deutschland, Frühjahrs-Niederschlag mit Regressionsgerade als Anomalie. Quelle: Grafik des DWD-Viewer (Zeitreihen und Trends). Screenshot


Allerdings weist die DWD-Grafik der Niederschlagsanomalie viel „Trockenheit“ aus, obwohl man auch bei dieser sofort sieht, dass das Frühjahr die letzten Jahre im Vergleich überhaupt nicht besonders trocken war.
Der Eindruck wird ganz einfach über den durch nichts gerechtfertigten, meteorologischen Zeitraum von 1961 – 1990 (den deshalb auch nicht alle Länder übernommen haben) vermittelt. Setzt man den Mittelwert anders, beispielsweise auf den der letzten „natürlichen“ Klimajahre von 1915 – 1951 (erst Mitte 1950 begann der CO2-Gehalt der Atmosphäre signifikant zu steigen), sieht man, wie natürlich die derzeitige Frühjahrstrockenheit wirklich ist.
Allerdings sind die meisten Personen, welchen sich an diesen langen Zeitraum von Frühjahrstrockenheit noch erinnern könnten, mittlerweile verstorben und können Reportern nicht mehr erzählen, dass es vor dem „schlimmen Klimawandel“ über viele Jahrzehnte die gleiche Frühjahrstrockenheit schon gab.
Somit bleibt das Fazit, dass die letzten sieben – angeblich als Menetekel des Klimawandels besonders trockenen Frühjahre, mit einem Mittelwert von 164 mm immer noch nasser waren, als der Mittelwert der Jahre 1915 – 1959. Frühjahrstrockenheit ist somit in Deutschland ein latentes Wetterproblem und mit Sicherheit nicht das eines „Klimawandels“.

Bild 5 Deutschland, Frühjahrs-Niederschlag mit verschiedenen Mittelwerten. Daten: DWD-Viewer. Grafik vom Autor erstellt


Nun noch die Nachschau, ob der Frühlingsniederschlag in Deutschland eine Korrelation mit der CO2-Konzentration in der Atmosphäre aufweist:

Bild 6 Deutschland Niederschlag Frühling und Verlauf der CO2-Konzentration (gelb) von 1900 – 2015 darüber kopiert. Quelle Niederschlag: DWD. Grafik vom Autor erstellt.


Wer da – wie in dem Leserbrief – behauptet, eine Verringerung der CO2-Konzentration in der Atmosphäre würde den Frühlingsniederschlag bestimmt erhöhen, muss wirklich mehr als einen „Schlag“ – oder eher persönliche Interessen – haben.
Allerdings, auch unsere Umweltministerin hat einen solchen (und persönliche Interessen, in diesem Amt zu bleiben, für das nicht eine Spur von Fachkenntnis gefordert ist. Für ihre Chefin, Frau Merkel, reicht es aus, dass sie sich auf Hörensagen hin, regelmäßig öffentlich ausreichend Sorgen macht und dafür sorgt, die CO2-Steuer hochzutreiben … ):
Westfälische Rundschau 16.04.2019:Umweltministerin Svenja Schulze sorgt sich um das Tempo des Klimawandels. Um gegenzusteuern, setzt sie auf eine Besteuerung von CO2.
Umweltministerin
Svenja Schulze hat alarmiert auf die Dürre schon im Frühjahr reagiert. „Ich mache mir Sorgen, dass sich der Klimawandel in Deutschland gerade beschleunigt“, sagte die SPD-Politikerin unserer Redaktion …

Der Frühjahrniederschlag wird durch Zyklen bestimmt

Die folgenden Grafiken zeigen mehrjährige Summierungen, wie sie als Auswirkung zum Beispiel auf Wald und Grundwasser wichtig sind. Daran erkennt man Hintergründe der Schwankungen, nämlich Zyklen. Und man erkennt noch deutlicher, dass kein CO2-bedingter Trend zu mehr Trockenheit vorliegt, sondern sich der Niederschlag bisher stur innerhalb normaler Schwankungsbreiten bewegt.
Nur war die Natur die letzten Jahrzehnte durch viel Frühjahrsniederschlag „verwöhnt“. Dass dieser trotz Klimawandel vorlag, der Auslöser einer Trockenheit sein soll, wird von den Klimafachpersonen nicht mehr erwähnt.

Bild 7. Deutschland, Niederschlag Frühling, 6- und 4-Jahressummen. Daten: DWD. Grafik vom Autor erstellt


Bild 8 Deutschland, Niederschlag Frühling, 3-Jahressumme. Daten: DWD. Grafik vom Autor erstellt

Niederschlag im Kalenderjahr

Viele weitere Grafiken finden sich in [2] [3]. Anbei einige daraus zur Wiederholung.

Bild 9 Deutschland, Niederschlag Kalenderjahr. Grafik des DWD-Viewer (Klimaatlas), . Screenshot


Detaillierter sieht man den Niederschlagsverlauf als Anomalie:

Bild 10 Deutschland, Kalenderjahr, Niederschlags-Anomalie mit Regressionsgerade. Grafik des DWD-Viewer (Zeitreihen und Trends). Screenshot


Bild 11 Deutschland Sommer Niederschlag. Grafik des DWD-Viewer (Klimaatlas). Screenshot


Zum Sommerniederschlag, der als einzige Jahreszeit wohl eine kleine, negative Tendenz ausweist, Mehrjahressummen. Wieder sieht man, wie alles in der Vergangenheit „schon einmal dagewesen“ war und keine Extreme vorliegen.

Bild 12 Deutschland Sommer Niederschlag, 3-Jahressumme, 6-Jahressumme. Datenquelle: DWD. Grafik vom Autor erstellt


Bild 13 Grafik des DWD-Viewer (Klimaatlas), Herbst Niederschlag. Screenshot


Bild 14 Grafik des DWD-Viewer (Klimaatlas), Winter Niederschlag. Screenshot

USA

Nun könnte es sein, dass Deutschlands Klima etwas „aus der Reihe tanzt“ und es dafür woanders stetig trocken wird. Zum Beispiel in den USA, von denen doch regelmäßig schlimmste Bilder mit verheerenden Buschfeuern gezeigt werden, die regelmäßig viele Villen in Schutt und Asche legen.
Bei der NOAA lassen sich zur USA zu Nässe und Trockenheit Flächendaten laden. Und deren Auswertung zeigt, dass auch in den USA die Feuchte zunimmt, sogar noch stabiler als in Deutschland. Schöner könnten die Grafiken als Beleg gar nicht sein.
Das gilt sowohl für das Gesamtjahr:

Bild 15 USA Gesamtjahr, Flächenanteile Very Wet/Very Dry mit Regressionsgeraden. Quelle: NOAA. Grafik vom Autor erstellt


Wie auch für alle Jahreszeiten.

USA Frühling

Bild 16 USA Frühling, Flächenanteile Very Wet/Very Dry mit Regressionsgeraden. Quelle: NOAA. Grafik vom Autor erstellt


In der 6-Jahressumme sieht man am Deutlichsten wieder typische Klimazyklen – und, dass es im Frühjahr auch in den USA nicht zunehmend trockener wird.

Bild 17 USA Frühling, Flächenanteile Very Wet/Very DRY, 3-Jahressumme mit Regressionsgeraden. Quelle: NOAA. Grafik vom Autor erstellt


Bild 18 USA Frühling, Flächenanteile Very Wet, 6-Jahressumme mit Regressionsgeraden. Quelle: NOAA. Grafik vom Autor erstellt

USA, restliche Jahreszeiten

Bild 19 USA Winter, Flächenanteile Very Wet/Very Dry mit Regressionsgeraden. Quelle: NOAA. Grafik vom Autor erstellt


Bild 20 USA Sommer, Flächenanteile Very Wet/Very Dry mit Regressionsgeraden. Quelle: NOAA. Grafik vom Autor erstellt


Bild 21 USA Herbst, Flächenanteile Very Wet/Very Dry mit Regressionsgeraden. Quelle: NOAA. Grafik vom Autor erstellt


Man wundere sich allerdings nicht. Trotz dieser eindeutigen Daten „gelingt“ es Medien auch in den USA, (wie bei uns) eine Klimawandel-bedingte, zunehmende Austrocknung zu fabulieren:
[4] EIKE 16.05.2020: L.A. Times auf frischer Tat ertappt: hat einen Fake Link konstruiert zwischen Klima, Dürre und Waldbränden
Natürlich wird beim Klima seitens Fachpersonen und Medien nicht „gelogen“. Irgendwelche Daten – ganz kurze Zeitreihen, oder mit sehr, sehr unwahrscheinlich eintretenden Parametern gefütterte Simulationen [11] – geben kurzzeitig immer wieder Zahlen oder Korrelationen für einen Alarm her.
Bei manchen sind es auch ganz einfach Schwierigkeiten bis hin zur mentalen Blockade beim Übersetzen, wenn der Originaltext das erwartete Narrativ partout nicht hergibt:
[10] EIKE 13. April 2020: Wurde schon 1912 vor dem schlimmen Klimawandel gewarnt? Ein Zeitungsartikel, doch zwei Interpretationen
Nie würde der Autor also so etwas behaupten. Das traut sich nur ein Jörg Kachelmann.
Anmerkung: Nachdem hier nur ein Auszug seines Beitrags übertragen ist, der Hinweis, dass Herr Kachelmann den Klimawandel im Beitrag als real bewertet.
Gastbeitrag Wetterexperte Jörg Kachelmann im Bayernkurier:
[9] Bayernkurier 20.11.2019: „Weil es besser knallt“
Lügen, dass sich die Balken biegen
… Zum Bösen gehört, dass zum Klimathema gelogen wird, dass sich die Balken biegen, weil es gerade ins persönliche oder politische Süppchen passt.
… Die gesammelten desinformierenden Unwissenschaftlichkeiten treffen auf eine traurige Mediensituation, in der klickschlampesker Erfolg wichtiger ist als geringste Restwassermengen von Seriosität. Dumm klickt gut. Weshalb wir nur noch wahlweise lesen dürfen, dass der Winter rekordwarm oder rekordkalt würde und beide Varianten werden natürlich dem Klimawandel zugeschrieben, was genauso völliger Blödsinn ist wie die Aussage selbst. Aber das ist dem „Focus“, dem „Merkur“ oder der „Süddeutschen“ völlig wurscht. Geschrieben wird’s trotzdem, weil’s gut läuft mit dem Schwachsinn ..
.

Fazit

Das was dieser Professor als angebliche Tatsache behauptet und darauf fußend fordert, hat keinerlei Beleg in den Messwerten der wahren Natur.
Leider ist er damit ja nicht alleine, sondern hat eine von jeglicher Klima-Sachkenntnis „befreite“ Umweltministerin, eine bedingungslos jedem GRÜNEN Zeitgeist nachrennende Kanzlerin ohne Opposition im Bundestag und eine in jeder Position überforderte Präsidentin der Europäischen Kommission als „Rückhalt“.
Und damit ist nicht mehr aufzuhalten, dass CO2-Emission mit immer gewaltigeren Kosten per Gesetz verringert wird (um die immer dringender benötigten, enormen, zusätzlichen Staates-Einnahmen durch CO2-Besteuerung vor allem aus Deutschland zu generieren) – ohne belegbaren Grund und ohne am Wetter wirklich etwas zu verändern (Deutschland erzielt mit seiner CO2-Politik maximal 0,002 … 0,05 Grad Temperatur-„Verringerung“ bis zum Jahr 2100).
Diesen Personen reicht es vollkommen, dass ihrer Ideologie gemäß verfahren wird.

Mit dem Wetter kämen wir noch zurecht, aber nicht mehr mit unserer GRÜNEN Politik

Die USA haben „ihre“ Villen mitten in den seit Urzeiten ausgewiesenen Brandgebieten Kaliforniens, deren ziemlich regelmäßig – mal mehr, mal weniger – erfolgendes Abbrennen bei uns regelmäßig als Klima-Menetekel publiziert werden.
Bei uns sind es eher die Bauern. Zwar haben es diese in der öffentlichen Meinung allgemein „verschissen“. Doch wenn der Klimawandel wütet und man dafür Belege benötigt, finden sie ab und zu – sofern sie darüber jammern – doch Gehör.
Allerdings tanzt dann mancher auch vor Journalisten aus der Reihe:
[6] Nordbayerische Nachrichten, Lokalausgabe: Die Wintergerste ist mickrig wie noch nie
Zuerst zu nass, dann zu trocken: Die Witterungsverhältnisse seit Februar … nehmen vorweg … was in Zukunft wegen zusätzlicher Auflagen der DÜNGEVERORDNUNG zur Regel wird. Er sorgt sich um die Zukunft des Ackerbaus.
… zuerst haben die Nährstoffe gefehlt, dann das Wasser. Normalerweise bildet ein Samenkorn drei Haupttriebe, doch die Gerste hat ihr Wachstum auf einen konzentriert … sieht in der fürs Pflanzenwachstum ungünstigen Witterung dieses Jahres eine Situation vorweggenommen, die ab nächstem Jahr die Regel sein wird.
Dann gilt die Ende April vom Bundesrat verabschiedete Verschärfung der Düngeverordnung. Auf solche extreme Wetterlagen wie heuer können wir dann nicht mehr reagieren …
In der weiteren Ausführung erzählt dann der Bauern-Verbandsvertreter, was die von der EU erzwungene Düngeverordnung für Konsequenzen hat:
… Die Herbstdüngung ist weitgehend verboten. Damit bleibt für die Nachfolge-Aussaat kein Stickstoff. Als Folge kommt die Wintergerste „hungrig“ aus der Winterruhe. Das gilt auch für nach der Ernte gesäte Zwischenfrüchte. Kommentar des Fachmanns: „das ist pflanzenbautechnischer Blödsinn“.
Ergänzend darf auf über Nacht gefrorenem Boden nicht mehr gedüngt werden. Somit verbietet sich eine Zwischendüngung im Winter, wenn der Acker befahrbar ist. Damit entfällt zwangsweise das bisher übliche, frühzeitige „Andüngen“. In als „rotes Gebiet“ ausgewiesenen Gegenden muss die Stickstoffgabe auf 20 % unter dem pflanzlichen Bedarf gesenkt werden mit der Konsequenz: „Damit bewegen wir uns in einer Spirale abwärts, die Böden werden ausgelaugt, die Erträge sinken“ … „Was Wintergerste angeht, ist für ihn bereits klar, dass er sie nicht mehr anbaut. Statt im Schnitt 70 Doppelzentner auf dem Hektar rechnet er vielleicht noch mit 30 … “… „ich bekomme jetzt schon Anrufe von Kollegen, die nicht mehr wissen, wie sie ihre Futtergrundlage für ihre Tiere herbringen sollen, geschweige, wie sie noch wirtschaftlich arbeiten können“…

Mit ziemlicher Sicherheit wird bald eine Studie kommen, die aufzeigt, dass es am Klimawandel lag …
Professor H. Lesch und GRÜNE Fachpersonen haben schon gezeigt, wie man so etwas fabuliert:
[7] EIKE 11. September 2018: Hopfenertrag 2018
[8] EIKE 24.08.2016: Wenn der Hopfen nicht stirbt, stirbt dann der Klimawandel?
Und Getreide „entwickeln“, um trockenresistentere Sorten zu generieren, darf man in Deutschland auch nicht mehr, denn dazu benötigt man die verbotene Gentechnik. Zudem könnte man so angepasste Produkte dann gar nicht kaufen, da viele Discounter mit „ … sicher ohne Gentechnik“ werben.
Was daraus passieren kann, hat bei „Corona“ die für unsere Politiker anscheinend völlig neue Erkenntnis gezeigt. Wegen dem Gentechnikverbot wurde einst die ebenfalls darauf angewiesene Medizinforschung konsequent ins Ausland „hinausgeekelt“ und anstelle von Pharmaforschung im gleichen Umfang Gendertechnik „entwickelt“. Nun muss man dort entwickeln lassen und dann versuchen, zu importieren.
Ist in unserer hohen Politik auch nur irgend ein Anflug von (Er-)Kenntnis erahnbar?
WELT: [12]Auch Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD) plant ein Konjunkturprogramm und will ihre Vorschläge bereits am Montag vorstellen. Gemeinsam mit mehreren Wirtschaftsforschern lädt sie zu einer Pressekonferenz mit dem Thema „Sozial-ökologische Impulse für die Konjunkturpolitik“. „Konjunkturhilfen brauchen einen klaren Kompass“ sagte Schulze dazu dem „Spiegel“, es gehe um Beschäftigung, Innovation und Klimaschutz. Gerade Investitionen in den Klimaschutz gehörten Ökonomen zufolge „zu den wirksamsten Konjunkturimpulsen überhaupt“.
Quellen
[1] Nordbayerische Nachrichten, Lokalausgabe vom 11.05.2020: Leserbrief „Wenig Hoffnung“
[2] EIKE 25. April 2020: Wenn Medien immer nur Personen mit der gleichen Meinung fragen, können sie (und diese Personen) nie gescheiter werden
[3] EIKE 03. Mai 2020: Wie der Bund Naturschutz Bayern vor der schlimmen Frühjahrstrockenheit rettet
[4] EIKE 16.05.2020: L.A. Times auf frischer Tat ertappt: hat einen Fake Link konstruiert zwischen Klima, Dürre und Waldbränden
[5] EIKE 15.05.2020: 2020 zum wiederholten Mal sehr ungünstiger Frühling in Teilen Deutschlands – häuft sich Extrem­wetter? Teil 2
[6] Nordbayerische Nachrichten, Lokalausgabe vom 18.05.2020: Die Wintergerste ist mickrig wie noch nie
[7] EIKE 11. September 2018: Hopfenertrag 2018
[8] EIKE 24.08.2016: Wenn der Hopfen nicht stirbt, stirbt dann der Klimawandel?
[9] Bayernkurier 20.11.2019: „Weil es besser knallt“
[10] EIKE 13. April 2020: Wurde schon 1912 vor dem schlimmen Klimawandel gewarnt? Ein Zeitungsartikel, doch zwei Interpretationen
[11] EIKE 19. Mai 2020: Das Ende der Menschheit ist in 30 Jahren
[12] WELT, 22. Mai 2020: Lachet: Familien sollen pro Kind 600-Euro-Bonus erhalten
[13] EIKE 03. Mai 2020: Wie der Bund Naturschutz Bayern vor der schlimmen Frühjahrstrockenheit rettet