Beeinflusst die Sonnen­aktivität unsere Witterung – viele Indizien sprechen dafür

Die folgende Arbeit kann nur einen kleinen Beitrag zur Klärung des solaren Einflusses auf unser Klima leisten. Sie zeigt schwerpunktmäßig Zusammenhänge zwischen Sonnenaktivität und den Häufigkeitsverhältnissen bestimmter Großwetterlagen in Mitteleuropa auf. Wo es möglich war, wurden die Bewölkungs-, Niederschlags-, Temperatur- und Sonnenscheinverhältnisse, aerologische Daten sowie die AMO in die Betrachtungen einbezogen.
Sonnenaktivität und Kosmische Strahlung
Für langfristige Betrachtungen (die Häufigkeitsverhältnisse der Großwetterlagen, Niederschlags- und Temperaturmittel reichen in Deutschland bis immerhin 1881 zurück) stehen nur die Sonnenfleckenzahlen zur Verfügung; sie bilden leider die solare Aktivität nur sehr grob ab. Ein besserer Indikator ist die leider erst seit etwa 1960 aufgezeichnete Intensität der so genannten Kosmischen Strahlung – keine Strahlung im physikalischen Sinne, sondern ein hochenergetischer Teilchenstrom, der von der Sonne, der Milchstraße und fernen Galaxien kommt. Sie besteht vorwiegend aus Protonen, daneben aus Elektronen und vollständig ionisierten Atomen. Näheres dazu unter anderem beim Stichwort „SVENSMARK-EFFEKT“. Ihre Intensität verhält sich in etwa spiegelbildlich zur Sonnenaktivität; die Sonnenaktivität schirmt entsprechend ihrer wechselnden Stärke den Einfluss der galaktischen Strahlung von der Erde mehr oder weniger ab.

Abbildung 1: Verlauf der Intensität der Kosmischen Strahlung (GCR = Galactic Cosmic Ray) und der Sonnenaktivität (Sonnenfleckenzahlen) in monatlicher Auflösung zwischen Januar 1962 und April 2020. Man erkennt ein spiegelbildliches Verhalten – leicht zeitlich verschoben. Mit der aktuell sehr geringen Sonnenaktivität erreicht die Kosmische Strahlung sehr hohe Werte; außerdem war sie, bedingt durch die zwischen den späten 1970ern und den frühen 2000er Jahren sehr aktive Sonne, in der Mitte des Zeitraumes insgesamt geringer. Wegen der sehr unterschiedlichen Größen mussten beide Größen in Indexwerte umgerechnet werden, um sie gemeinsam in einer Grafik darstellen zu können.


Fast identische Ergebnisse zeigen sich bei der Analyse der GCR-Reihe aus Oulu/Finnland. Weil diese aber nur bis 1964 zurückreicht, wird im Folgenden die Beobachtungsreihe der Kosmischen Strahlung aus Moskau verwendet.
Beeinflusst die Kosmische Strahlung die Bewölkungs- und Niederschlagsverhältnisse?
Grobe Zusammenhänge konnten nur für den Zeitraum Herbst und Winter gefunden werden; wobei die Datenlage hinsichtlich der Bewölkung aber sehr mangelhaft ist, denn ein DWD-Flächenmittel fehlt, und auch für Potsdam liegt nur das Gesamtmittel in Achteln vor; trotzdem zeigt sich ein signifikanter Zusammenhang:

Abbildung 2: Tendenziell und leicht zeitverzögert mehr Bewölkung im Herbst/Winter (Sep. bis Feb.) in und kurz nach Phasen mit erhöhter Kosmischer Strahlung. Das Bewölkungsmittel musste in Indexwerte umgerechnet werden, um es mit der GCR in einer Grafik veranschaulichen zu können.


Beim Niederschlag wird im selben Betrachtungszeitraum keine Signifikanz erreicht, doch deuten sich in Phasen erhöhter Kosmischer Strahlung etwas geringere Herbst- und Winterniederschläge über Deutschland an:

Abbildung 3: Tendenziell etwas weniger Herbst- und Winterniederschläge in Phasen erhöhter Kosmischer Strahlung (Zusammenhang nicht signifikant). Das Niederschlagsmittel musste in Indexwerte umgerechnet werden, um es mit der GCR in einer Grafik veranschaulichen zu können.


Auf den ersten Blick erscheint es merkwürdig – mehr Bewölkung, aber weniger Niederschlag in Phasen mit erhöhter Kosmischer Strahlung? Man kann vermuten, dass bei erhöhter Kosmischer Strahlung besonders mehr tiefe Bewölkung (Hochnebel) entsteht, aus der aber kein oder nur unbedeutender Niederschlag (Sprühregen, Schneegriesel) fällt – entscheidend für das Niederschlagsaufkommen ist aber die Art und Menge der Mittelhohen Bewölkung in etwa 2.000 bis 4.000 Metern Höhe. Und warum fehlen merkliche Zusammenhänge im Frühling und Sommer? Da könnten Austrocknungseffekte durch geänderte Landnutzung und die Luftreinhaltemaßnahmen, welche die Sonnenscheindauer stark erhöhten, mögliche Zusammenhänge verwischt haben. Ohnehin dominieren im Sommerhalbjahr konvektive Prozesse, deren chaotisches Verhalten bei der Wolken- und Niederschlagsentwicklung jedem selbst noch so erfahrenen Wetter-Prognostiker immer wieder ein Schnippchen schlägt – mögliche Zusammenhänge werden da quasi vom Zufall „weggewischt“.
Kosmische Strahlung und Großwetterlagenhäufigkeiten
Wie schon bei der Abbildung 1, werden im Folgenden monatsweise Analysen verendet, weil diese detailliertere Untersuchungen erlauben; außerdem musste dabei stets in Anomalien umgerechnet werden, weil sonst viele Größen, man denke nur an die Lufttemperaturen, sonst nicht vergleichbar sind. In den vergangenen Jahren häuften sich immer wieder so genannte Meridionale Lagen, welche zu Extremwetter neigen, weil bei ihnen, abweichend zur vorherrschenden Westdrift, die Luftmassen entlang der Längenkreise entweder aus nördlichen oder südlichen Regionen oder aus dem kontinental geprägten Osteuropa/Westasien („Ostwetterlagen“) nach Deutschland strömen. Schon ein Blick auf dieses freilich sehr große Wetterlagen-Cluster mit 18 Großwetterlagen zeigt einen groben Zusammenhang zur Kosmischen Strahlung – je höher deren Intensität (wie auch momentan), desto häufiger treten diese Lagen tendenziell auf:

Abbildung 4: Tendenziell häufiger Meridionale Lagen bei erhöhter Kosmischer Strahlung. Zur Orientierung ist hier die Entwicklung der Sonnenfleckenzahlen nochmals mit dargestellt. Die sehr unterschiedlichen Größen mussten, um sie in einer Grafik darstellen zu können, in Indexwerte umgerechnet werden.


Ein noch deutlicherer, signifikanter Zusammenhang ergibt sich bei Betrachtung nur bestimmter Wetterlagen aus dieser Gruppe, und zwar der Lagen mit Hohem Luftdruck über dem Nordmeer, den beiden Troglagen sowie den zyklonalen Nordost-, Hoch Nordmeer/Fennoskandien- und Südostlagen:

Abbildung 5: Die Variabilität der Häufigkeit bestimmter Großwetterlagen aus der Meridionalen Gruppe wird zu 40% von der Intensität der Kosmischen Strahlung bestimmt. Es handelt sich dabei um solche mit einem hohen Luftdruck über dem Nordmeer, der manchmal bis nach Skandinavien reicht, um die Troglagen über Mittel- und Westeuropa sowie die zyklonalen Nordost- und Südostlagen. Die Entwicklung der Lufttemperatur-Anomalien (DWD-Deutschlandmittel) wurde mit dargestellt; weil diese Wetterlagen in den einzelnen Jahreszeiten sehr unterschiedliche Temperaturanomalien erzeugen, ist kein eindeutiger Zusammenhang erkennbar; außerdem „steckt“ in ihnen der in Deutschland wachsende Wärmeinsel-Effekt. Die sehr unterschiedlichen Größen mussten, um sie in einer Grafik darstellen zu können, in Indexwerte umgerechnet werden.


Da es sich bei den beeinflussten Wetterlagen um solche handelt, die in negativen NAO-Phasen auftreten, bietet sich ein Blick auf den Zusammenhang zwischen NAO und Kosmischer Strahlung geradezu an. Er ist nicht signifikant negativ, aber trotzdem erkennbar:

Abbildung 6: Tendenziell niedrigere NAO-Werte in Phasen erhöhter Kosmischer Strahlung (Zusammenhang nicht signifikant). Die NAO-Werte mussten in Indexwerte umgerechnet werden, um sie mit der GCR in einer Grafik veranschaulichen zu können.


Für die langfristige Temperaturentwicklung in Deutschland ist die Höhenlage der 500-hPa-Fläche von Bedeutung – je höher sie liegt, desto wärmer ist es tendenziell, von wenigen Inversionswetterlagen abgesehen, in bodennahen Luftschichten. Die Höhenlage der 500-hPa-Fläche stieg in den letzten Jahrzehnten stark an, was den Temperaturanstieg in Deutschland erklärt, doch scheint der Anstieg in Phasen mit erhöhter Kosmischer Strahlung gebremst zu werden:

Abbildung 7: Enge „Verzahnung“ zwischen der Höhenlage der 500-hPa-Fläche über Deutschland und der Temperaturentwicklung in Deutschland seit 1962, doch gebremster Anstieg in Phasen mit erhöhter Kosmischer Strahlung. Die sehr unterschiedlichen Größen mussten, um sie in einer Grafik darstellen zu können, in Indexwerte umgerechnet werden.


Doch was könnte nun verantwortlich für die massive Anhebung der 500-hPa-Fläche und der damit steigenden Lufttemperaturen in Deutschland sein? Eine mögliche Ursache ist die AMO; sie beeinflusst besonders im April und von Juni bis November die deutschen Temperaturverhältnisse und auch die Häufigkeitsverhältnisse bestimmter Großwetterlagen:

Abbildung 8: In AMO-Warmphasen scheint die 500-hPa-Fläche über Deutschland höher zu liegen; außerdem häufen sich dann Trog- und Südwestlagen. Werte der 500-hPa-Fläche ab 1948 verfügbar. Die sehr unterschiedlichen Größen mussten, um sie in einer Grafik darstellen zu können, in Indexwerte umgerechnet werden.


Als weitere Ursache kommt die seit Jahrzehnten steigende Sonnenscheindauer ernsthaft in Betracht – doch auch sie könnte zumindest teilweise von der AMO beeinflusst werden; ein Zusammenhang zur Kosmischen Strahlung ist hingegen nicht eindeutig erkennbar, aber auch nicht auszuschließen:

Abbildung 9: Mit der steigenden Sonnenscheindauer stiegen die Lufttemperaturen in Deutschland – eine Beeinflussung durch die Intensität der Kosmischen Strahlung ist nur minimal erkennbar. Die sehr unterschiedlichen Größen mussten, um sie in einer Grafik darstellen zu können, in Indexwerte umgerechnet werden.


Weil die Daten des DWD-Flächenmittels der Sonnenscheindauer immerhin bis 1951 zurückreichen, bot sich die Errechnung eines zentralen Gleitmittels zusammen mit Temperatur- und AMO-Anomalie und der Häufigkeitsanomalie der insgesamt leicht kühlend wirkenden Nord- und Ostwetterlagen an:

Abbildung 10: Aus den Monatsdaten 1951 bis April 2020 berechnete zentrale, 72-monatige Gleitmittel für die Anomalien der Lufttemperatur (DWD-Flächenmittel), der Häufigkeit der Nord- und Ostlagen, der Sonnenscheindauer und der AMO. Diese wurden, um keine weitere Zeit zu verlieren, nochmals polynomisch geglättet. Man erkennt zwei markante Erwärmungsphasen um 1990 und in den 2010er Jahren, welche mit einer merklichen Zunahme der Besonnung einhergingen; in der ersten erreichte außerdem die Häufigkeit der Nord- und Ostlagen ihr Minimum. Vor allem die Sonnenscheindauer, grob auch die Temperaturanomalien, folgen, teils leicht verzögert, der AMO – AMO-Warmphasen sind in Deutschland tendenziell sonniger und wärmer. Die sehr unterschiedlichen Größen mussten, um sie in einer Grafik darstellen zu können, in Indexwerte umgerechnet werden.


Die Sonnenscheindauer wird auch von anderen Faktoren beeinflusst; ihr Minimum fällt mit dem Höhepunkt der Luftverschmutzung in den späten 1960er bis frühen 1980er Jahren zusammen; weitergehende Informationen zur Sonnenscheindauer hier https://www.eike-klima-energie.eu/2020/05/02/immer-mehr-aprilsonne-ueber-deutschland-fakten-und-hintergruende/
Langfristige Betrachtungen bis ins 19. Jahrhundert zurück
Zwar sind langfristig nur die Sonnenfleckenzahlen verfügbar, doch zeigen sich auch hier merkliche Einflüsse auf die Häufigkeitsverhältnisse bestimmter Großwetterlagen, die teilweise in den Signifikanzbereich reichen. Die zwei auffälligsten seien im Folgenden dargestellt:

Abbildung11: Tendenziell mehr Südwest-, Hochdruckbrücken-, Skandinavienhoch-, zyklonale Süd- und Tief Britische Inseln-Lagen in Zeiten mit hoher Sonnenaktivität (viele Sonnenflecken). Die meisten dieser Lagen wirken außerdem erwärmend; nur die skandinavischen Hochdrucklagen sind winterkalt. Die sehr unterschiedlichen Größen mussten, um sie in einer Grafik darstellen zu können, in Indexwerte umgerechnet werden.


Abbildung12: Tendenziell weniger antizyklonale Nordwest-, Hoch Nordmeer-, zyklonale Nordost- und Tief Mitteleuropa-Lagen in Zeiten mit hoher Sonnenaktivität (viele Sonnenflecken). Alle diese Lagen wirken außerdem insgesamt mehr oder weniger kühlend. Die sehr unterschiedlichen Größen mussten, um sie in einer Grafik darstellen zu können, in Indexwerte umgerechnet werden.


Auch ein gewisser Einfluss der Sonnenaktivität auf die Niederschlagsmenge ist grob erkennbar; Zeiten mit inaktiver Sonne fallen tendenziell trockener aus:

Abbildung 13: Insgesamt mehr Niederschläge bei höherer Sonnenaktivität. Die AMO ist zur Orientierung mit abgebildet. Die sehr unterschiedlichen Größen mussten, um sie in einer Grafik darstellen zu können, in Indexwerte umgerechnet werden.


Abschließend werfen wir noch einen Blick auf eine wegen ihrer Häufigkeitsentwicklung und ihrer starken Erwärmungswirkung besonders auffällige Wetterlagengruppe – die Südwestlagen und den Trog über Westeuropa. Diese seit der Mitte des 20. Jahrhunderts massiv häufiger werdenden drei Wetterlagen sind neben einer deutlich zunehmenden Sonnenscheindauer und den wachsenden Wärmeinseleffekten eine wesentliche Ursache der Erwärmung in Deutschland:

Abbildung 14: Mehr Südwest- und Trog über Westeuropa-Lagen seit der Mitte des 20. Jahrhunderts. Besonders am Ende der AMO-Warmphasen scheinen diese gehäuft aufzutreten. Die sehr unterschiedlichen Größen mussten, um sie in einer Grafik darstellen zu können, in Indexwerte umgerechnet werden.


Mehr Extremwetter im 21. Jahrhundert?
Alle Untersuchungsergebnisse deuten in die gleiche Richtung: In Phasen geringerer Sonnenaktivität häufen sich Extremwetterlagen, Niederschläge fallen unregelmäßiger, es gibt abruptere Schwankungen zwischen sehr warmen und sehr kalten Phasen – alles Phänomene, die wir schon ab den frühen 2000er, besonders aber ab den 2010er Jahren, gehäuft erlebt haben. Entscheidend ist nun die weitere, freilich nur schwer abschätzbare Entwicklung der solaren Aktivität. Die meisten Prognosen gehen von einem ähnlich schwachen oder noch schwächeren 25. Sonnenfleckenzyklus im Vergleich zum aktuell endenden 24. Zyklus aus:

Abbildung 15: Dem aktuell endenden, sehr schwachen Sonnenfleckenzyklus 24 könnte ein ähnlich schwacher 25. Zyklus folgen, der momentan schon begonnen hat – doch sind solche Prognosen stets mit Vorsicht zu betrachten. Bildquelle


Ähnliches sieht auch der amerikanische Wetterdienst NOAA vorher – kein neues Maunder-Minimum, aber einen relativ schwachen 25. Sonnenfleckenzyklus.

Abbildung 16: Gemeinsame Vorhersage für den Sonnenfleckenzyklus 25 von NOAA und NASA vom 9. Dezember 2019. Ähnliche Ergebnisse wie in Abb. 15. Bildquelle


Die gute Nachricht wäre das Ausbleiben eines neuen „Maunder-Minimums“ mit all seinen negativen Konsequenzen. Trotzdem dürften auch die 2020er Jahre eher zu Extremwetter neigen. Welche Rolle dabei Coronale Löcher auf der Sonne spielen, welche (mit hoher Wahrscheinlichkeit) die überlangen Schönwetterperioden der vergangenen Jahre mit verursacht haben, bedarf noch einer Klärung. Und was nach 2030 passiert, steht buchstäblich in den Sternen.




Klimaille will den Shutdown verewigen

Der leitende Politikberater bei CFACT Paul Driessen erklärt:

Den ehemaligen Wissenschaftsberater von Präsident Obama John Holdren nachplappernd wollen sie, dass sich die USA und andere moderne Gesellschaften rückentwickeln und deindustrialisieren, und dass sich die Menschen eine Lebensweise mit geringem Verbrauch angewöhnen, um eine „gerechtere Verteilung von Wohlstand“ sicherzustellen und armen Ländern nahe zu bringen, welche „ökologisch machbare“ Entwicklung ihnen gestattet wird.

Marc Morano von CFACT zitiert auf seiner Website Climate Depot diese königliche Perle der Weisheit von Prince Charles, der vor dem Weltwirtschaftsgipfel ausführte:

Wir haben ein einzigartiges, aber immer kleiner werdendes Fenster der Gelegenheit, Lektionen zu lernen und uns selbst auf einen nachhaltigeren Weg zu begeben … Wir haben eine goldene Gelegenheit, aus dieser Krise etwas Gutes herauszuziehen. Deren beispiellose Schockwellen können durchaus die Menschen empfänglicher machen für große Visionen der Änderung“.

Erinnert sich noch irgendjemand an Yvo die Boer?
CFACT erinnert sich.

CFACT war in enger Tuchfühlung mit dem Klimawandel-Verfahren der UN seit dessen Amtseinführung. Yvo leitete es, bis er zurücktrat, um gutes Geld als professioneller Kohlenstoff-Händler zu verdienen.

„Die einzige Möglichkeit, dass ein Abkommen im Jahre 2015 ein 2-Grad-Ziel erreichen kann, besteht darin, die gesamte globale Ökonomie zu schließen“. Das sagte er im Jahre 2013.

Sowohl der Terror, der zum COVID-19-Lockdown führte als auch die ängstigenden Klimaszenarien, welche Interessengruppen in nur allzu willfährigen Medien lostreten, wurzeln nicht in der Realität, sondern in extremen Szenarien in Computermodellen. Sie sind noch niemals auch nur ansatzweise in die Nähe der Realität gerückt.

CFACT erklärte schon ganz zu Anfang, als der Shutdown noch in den Kinderschuhen steckte: jeder ausgegebene Dollar, egal für was, hat einen ökonomischen Verstärkungseffekt. In einer freien Marktwirtschaft ist diese Macht ungeheuer. Wenn wir uns aus dem Markt zurückziehen, kommt es zum umgekehrten Verstärkungseffekt, nämlich einem strangulierenden Griff.

Freiheit ist das Recht eines jeden einzelnen Menschen auf der Erde. Wie die Gründungsväter Amerikas halten wir bei CFACT dieses Recht hoch.

Freiheit ernährt die Welt. Sozialismus und Kontrolle lässt sie hungern.

Vor welcher Herausforderung auch immer wir stehen, es ist die ökonomische Freiheit, welche die Mittel bereitstellt, dieser Herausforderung zu begegnen.

Autor: Craig Rucker is a co-founder of CFACT and currently serves as its president.
Link: https://www.cfact.org/2020/06/09/climate-campaigners-want-to-make-the-shutdown-permanent/
Übersetzt von Chris Frey EIKE




COVID-Zensur bei ResearchGate: Wurden Fakten verschleiert?

Falls es noch nicht allgemein bekannt ist: ResearchGate ist eine Website, auf der ein professionell aufgezogenes Netzwerk für Wissenschaftler und Forscher eingerichtet worden ist (mit über 17 Millionen Mitgliedern aus der ganzen Welt), welche damit ihre Veröffentlichungen bekannt machen können nebst Diskussionen über die Ergebnisse derselben. Seiner Selbstverpflichtung zufolge ist es die Mission von ResearchGate, die Welt der Wissenschaft zu verbinden und Forschungen für alle zugänglich zu machen (hier).

Die erste Frage
Ist eine unangebrachte Zensur ausgeübt worden?
Am 3. Juni 2020 hat man bei ResearchGate einen Artikel des Physikers Denis Rancourt entfernt, welcher überschrieben war mit [übersetzt] „Masken funktionieren nicht: Eine Übersicht über die Wissenschaft, die relevant ist für die Sozialpolitik bzgl. COVID-19

Denis Rancourt hat einen PhD in Physik (1984), ist ein ehemals fest angestellter Professor an der University of Ottawa und hat über 100 Artikel in führenden Wissenschaftsjournalen veröffentlicht (Google findet ihn).

In der Mitteilung von ResearchGate hinsichtlich der Entfernung von Rancourts Artikel heißt es: … unsere Statuten verbieten es, nicht-wissenschaftliche Inhalte auf dieser Website zu platzieren.

Rancourts eigenes vollständiges Exposé dieser Maßnahme des Herausgebers steht hier.

Weil Rancourts Artikel von seiner ursprünglichen Stelle entfernt worden ist, musste ich ein wenig wühlen, um eine Ausgabe zu finden, waren doch alle Links zu jener Stelle zu einer allgemeinen Seite umgelenkt worden, auf welcher sich ResearchGate selbst anpreist, Forschungen für alle zugänglich zu machen.

Um der Leserschaft die Mühe einer eigenen Suche zu ersparen, habe ich eine Ausgabe in meine DropBox geladen, und zwar hier.

Ich habe Rancourts Exposé gelesen, ebenso wie seinen Originalbeitrag, der entfernt worden war, und ich habe das mit dem Impressum verglichen, auf das jene verwiesen hatten, die für die Entfernung des Beitrags verantwortlich waren. Auf der Grundlage all dessen habe ich mir ein eigenes Urteil über die Vorgänge im Zuge dieses Falles gebildet, und das führt mich zu …

der zweiten Frage
Genügt eine Organisation, die von sich behauptet, Forschungen für jedermann zugänglich zu machen, diesem Anspruch, wenn sie Inhalte eines renommierten Wissenschaftlers entfernt, der seine Ausführungen sorgfältig mit Fakten unterlegt und klar Referenzen nennt? – eine Organisation, deren Arbeitsbedingungen keine formelle Begutachtung durch Fachkollegen vorschreiben? – eine Organisation, die ihre redaktionelle Macht scheinbar ausschließlich auf der Grundlage der Art und Weise ausübt, wie die Dinge getan werden, und nicht auf der wissenschaftlichen Grundlage dieser Art und Weise, die die eigentliche Grundlage ihres Leitbildes ist?
Auch diese Frage lasse ich die Leser selbst beurteilen und beantworten.
Link: https://wattsupwiththat.com/2020/06/13/covid-censorship-at-researchgate-facts-about-face-coverings-covered-up/
Übersetzt von Chris Frey EIKE




So allmählich hält die Realität Einzug in Grüne Energie

Falls man pflichtschuldigst unsere Mainstream-Medien liest, hat man unzweifelhaft den Eindruck, dass sich „saubere“ und „grüne“ Energie rasch immer weiter ausbreitet und demnächst fossile Treibstoffe zur Energieversorgung unserer Wirtschaft verdrängen wird. Schließlich haben einige große US-Staaten, darunter Kalifornien und New York, bis zum Jahr 2050 „Null“-Emissionen [Net Zero] in irgendeiner Art und Weise vorgeschrieben, in einigen Fällen sogar noch eher. Das ist schon in 30 Jahren. Und allenthalben gibt es Berichte des Inhalts, dass Investitionen in „Erneuerbare“, vor allem Wind- und Solarenergie, angeblich stark weiter zunehmen. So haben laut Reuters im Januar „Investitionen in saubere Energie in den USA einen neuen Rekord erreicht, trotz der Ansichten der Trump-Regierung“ (hier). In der New York Times vom 13. Mai liest man, dass „erneuerbare Energie drauf und dran ist, Kohle in den USA zu überflügeln“ (hier). Folglich muss also der Endsieg von Wind und Solar über die bösen fossilen Treibstoffe bereits um die Ecke schmulen.

In Wirklichkeit ist all das ein Mythos. Die inhärent hohen Kosten sowie die Unzuverlässigkeit von Wind- und Solarenergie bedeuten, dass es höchst unwahrscheinlich ist, dass sie jemals mehr als nur ein Nischendasein fristen im Gesamt-Energieportfolio. Politiker nehmen progressive Tugenden für sich in Anspruch, indem sie riesige Windparks und mit Solarpaneelen überzogene Flächen in Auftrag geben – auf Kosten der Steuerzahler, wobei niemand jemals herauszufinden versucht – oder dies angesprochen – hat, wie das in einem voll funktionsfähigen Netz gehen soll ohne vollständiges Backup fossiler Treibstoffe. Und das Stromnetz ist noch der leichtere Teil. Was ist mit Flugzeugen? Was ist mit Stahlwerken? Ich bin immer noch auf der Suche nach jemandem, der zeigen kann, dass dieses „Net Zero“ mehr ist als eine lächerliche Phantasterei, aber bisher habe ich niemanden gefunden.

Um der Wirklichkeit verhaftet zu bleiben gibt es keinen besseren Weg als die mehrmals pro Woche verschickten E-Mails der GWPF (hier kann man diese abrufen). Typischerweise zeigen diese E-Mails Suchergebnisse nach Hintergründen und spezialisierten Quellen, die zeigen, wie grüne Energie unweigerlich gegen die Wand fahren wird – ohne irgendwelche Kenntnisse, wie sie daran vorbeikommen soll. (Vollständige Offenlegung: Ich bin im Vorstand der amerikanischen Tochtergesellschaft der GWPF).

Schauen wir zuerst auf den Grünenergie-Champion Deutschland. Bloomberg berichtet am 5. Juni, dass „die Finanzierung grüner Energie in Deutschland unbezahlbar wird“ (hier). Daraus ein Auszug:

Das deutsche Programm, das die Umstellung der Nation auf Ökostrom vorangetrieben hat, ist unter dem Gewicht der steigenden Kosten ins Wanken geraten und muss dringend korrigiert werden. Das ist die Einschätzung eines der Chefkonstrukteure des Programms, Hans Josef Fell. … Doch die steigenden Kosten des Systems sind während der Coronavirus-Pandemie unübersehbar geworden, sagte der altgediente Gesetzgeber der Grünen. Hohe und garantierte Zahlungen an Investoren in saubere Kraftwerke seien das Problem, sagte Fell in einem Interview.

Deutschland hat für den Bau seiner Wind- und Solaranlagen garantierte Zahlungen an die Erzeuger eingeführt, um die Lücken aufzufüllen, welche die viel niedrigeren Marktpreise für Strom reißen. Die garantierten Zahlungen werden aufgeteilt und auf die Stromrechnungen der Verbraucher aufgeschlagen. In diesem Jahr, in dem die Preise für alternative fossile Brennstoffe drastisch sinken, werden die garantierten Zahlungen voraussichtlich rund 26 Milliarden Euro betragen – das sind rund 100 Dollar pro Monat für jeden deutschen Haushalt, zusätzlich zu den Strompreisen, die bereits etwa dreimal so hoch liegen wie der US-Durchschnitt. Natürlich schlägt Bundeskanzlerin Merkel einen „Deckel“ vor, d.h. eine Rettungsaktion der Regierung als Teil eines angeblichen Coronavirus-Hilfspakets. Das könnte für eine Weile funktionieren. Aber was dann?

Ebenfalls aus Deutschland wartete die Financial Times mit der Schlagzeile auf [übersetzt]: „Umweltextremisten auf den Barrikaden bei der Eröffnung von Deutschlands neuestem Kohlekraftwerk“ (hier). Was?? Ein neues Kohlekraftwerk wird eröffnet mitten im Übergang weg von fossilen Treibstoffen?? tatsächlich schließt man dort [in D] alle Kernkraftwerke, und man braucht etwas, dass die ganze Zeit über funktioniert – anders als Wind und Solar. Erst im Januar hat Deutschland eine Gesetzgebung erlassen, wonach die Stromerzeugung mittels Kohle bis zum jahr 2038 auslaufen soll – um dann im Mai nichts Besseres zu tun als das neue Kohlekraftwerk Datteln 4 in Betrieb zu nehmen. Im Artikel der Financial Times wird die Greenpeace-Aktivistin Lisa Göldner mit den Worten zitiert, dass das neue Kohlekraftwerk ein „Klima-Verbrechen“ ist. Inzwischen werden die Besatzungsmitglieder eines großen Lastkahns, welcher das Kraftwerk mit Kohle beliefern soll, als „keuchend und pfeifend im Spott“ beschrieben werden – gegen Umwelt-Protestierer, die die Öffnung des Kraftwerkes zu verhindern trachten.

Tatsache ist, dass es in Deutschland einfach keine Landflächen mehr gibt, wo man noch mehr Windmühlen errichten oder Solarpaneele installieren kann. Wenn der Wind an einem sonnigen Tag weht, hat man dort bereits Strom im Überfluss, und man ist gezwungen, diesen Überschuss-Strom an Polen zu verhökern (und die Polen sogar dafür zu bezahlen, dass sie diesen Strom abnehmen). In einer windstillen Nacht, egal wie viele Windmühlen und Solarpaneele aufgestellt sind, wird gar nichts erzeugt. Ohne Kohlekraftwerk gehen die Lichter dann einfach aus. Sie palavern endlos über Klima-Tugenden, aber bisher hat noch niemand auch nur ansatzweise an einer Lösung gearbeitet, um diese Hürde zu überwinden.

Und das bringt mich zum wichtigsten Beitrag in der GWPF-E-Mail, und zwar von Prof. Michael Kelly bei Cambridge, der sich am 8. Juni in irgendetwas mit der Bezeichnung CapX zu Wort meldete mit der Schlagzeile [übersetzt] „Bis wir einen angemessenen Fahrplan haben, ist Null Emission ein Ziel ohne einen Plan“ (hier). Kelly spricht etwas für mich Offensichtliches an, aber irgendwie ist das an der New York Times und den anderen Mainstream-Medien vorbei gegangen. Sein Punkt: Falls Wind- und Solarenergioe jemals aus ihrem Nischendasein herauskommen sollen, muss ein gigantisches ingenieurtechnisches Problem gelöst werden. Jemand muss ein elektrisches System erfinden, dass auf der Grundlage der intermittenten Quellen 24 Stunden an 7 Tagen der Woche und 365 Tagen im Jahr funktioniert. Tatsächlich aber – obwohl sogar große Staaten und Länder in religiöser Verzückung ihrer Verpflichtung zu „Net Zero“-Energie Ausdruck verliehen haben – hat noch niemand dieses Ingenieurs-Projekt auch nur angedacht. Und sobald man anfängt, über diese Frage nachzudenken, wird man rasch erkennen, dass das gesamte Unterfangen fast mit Sicherheit ein Ding der Unmöglichkeit ist. Als Beispiel führt Kelly Batterien an:

Nehmen Sie Batterien. Es wird geschätzt, dass die Fertigungskapazitäten für Batterien größenordnungsmäßig 500-700 Mal größer sein müssen als heute, um ein rein elektrisches globales Transportsystem zu unterstützen. Die Materialien, die benötigt werden, um Großbritannien den Übergang zu einem rein elektrischen Verkehrssystem zu ermöglichen, umfassen Materialmengen, die 200% der jährlichen weltweiten Produktion von Kobalt, 75% des Lithiumkarbonats, 100% des Neodym und 50% des Kupfers entsprechen. Eine Skalierung um den Faktor 50 für den weltweiten Transport, und Sie sehen, was jetzt ein Showstopper ist. Der Materialbedarf allein für Batterien übersteigt die bekannten Reserven. Wäre man bereit, den Meeresboden für einen Teil des Materials in sehr großem Maßstab auszubaggern? Sollte die Sicherung der Reserven nicht oberste Priorität haben?

Und das ist nur ein einziger Aspekt.

Der ganze Beitrag steht hier.

Link: https://www.thegwpf.com/reality-is-gradually-catching-up-to-green-energy/

Übersetzt von Chris Frey EIKE




Das anthropogene CO2-Emissions-Experiment

Professor Stefan Rahmstorf zeigt, wie CO2 in der Atmosphäre durch Corona abgenommen hat

Dazu postete er eine CO2-Konzentrationsgrafik, deren zum Schluss rote und blaue Verlaufslinien, sowie Regressionsgeraden eine deutliche, „Corona“-bedingte Reduktion ausweisen.

Bild 1 Grafik von S. Rahmstorf (PIK) zum aktuellen Coronaverlauf


Dieser Verlauf ist wichtig. Wäre er nicht wie von Herrn Rahmstorf gezeigt, könnte – beziehungsweise müsste – man an dem IPCC-Postulat vom hohen Anteil des anthropogenen CO2 an der globalen Konzentrationserhöhung zweifeln. Anscheinend hat S. Rahmstorf mit seinem Post diesen Zweifel gelöst und für nichtig erklärt.
Wie immer beim Klimawandel, gibt es auch hier zum gleichen Ereignis gegensätzliche Aussagen. Eine davon wurde kürzlich auf EIKE publiziert: [1] EIKE 06. Juni 2020: CO2 und Korona
Anbei nun ein Versuch, von den verschiedenen Aussagen die wahrscheinlichere herauszufinden.

Die Emissionsreduktion

Jüngst wurde eine Studie veröffentlicht [2], welche die „Corona“-bedingte Reduktion des anthropogenen CO2-Eintrags abschätzte und quantifizierte. Das Ergebnis ist in der Studie als Grafik (Bild 2.1) und tabelliert zusammengefasst:

Bild 2.1 Verlauf der anthropogenen CO2-Emission bis Ende Mai 2020. [2] Fig. 3 | Global daily fossil CO2 emissions (MtCO2 d−1). a, Annual mean daily emissions in the period 1970–2019 (black line), updated from the Global Carbon Project1,3 (Methods), with uncertainty of ±5% ( ±1σ; grey shading). The red line shows the daily emissions up to end of April 2020 estimated here. b, Daily CO2 emissions in 2020 (red line, as in a) based on the CI and corresponding change in activity for each CI level (Fig. 2) and the uncertainty (red shading; Table 2). Daily emissions in 2020 are smoothed with a 7-d box filter to account for the transition between confinement levels. Hilfslinien und Prozentangaben vom Autor ergänzt

Bild 2.2 [2] (Supplement). Datentabelle

Bild 2.3 [2] (Supplement). Datentabelle

Dank dieser Reduktionsermittlung könnte es möglich sein, die „Antwort“ der globalen CO2-Konzentration abzuschätzen, wie es in [1] auch gemacht wurde.
Leider legt auch diese Studie – wie fast immer, wenn es um den Klimawandel geht – keinerlei Wert darauf, ihre Daten für weitere Auswertungen oder vertiefter Nachkontrolle durch andere ausreichend zu detaillieren.
Wie es die IPCC-Autoren (angeblich) schaffen, ca. 40.000 Klimastudien für einen Bericht zu „analysieren“, ist zumindest dem Autor mehr als ein absolutes Rätsel, beziehungsweise positiv betrachtet, muss es ein Beleg für geradezu „erleuchtetes“ Wissen und Können der daran im Auftrag des IPCC Mitwirkenden sein.
Auch zur Darstellung von Prof. Rahmstorf hat der Autor nur Achtung übrig (könnte auch ironisch gemeint sein, hängt vom Typus des Lesers ab). Das PIK verfügt einfach über die alles richtig (voraus-)sagende Glaskugel (Simulationen), welche zu jeder noch so verflixtesten Klimafrage spontan Aussagen erlaubt.

Die alles entscheidende Frage: Wie viel Reduktion misst die globale Referenzstation von „Mauna Lea“

Im EIKE-Artikel [1] wurde die Frage wie folgt beantwortet: Die Welt-Referenz-CO2-Messstation auf der Insel „Mauna Lea“ misst keine „Corona“-bedingte Reduktion.
[1] In den letzten Monaten gab es keine Anzeichen für eine Reaktion des atmosphärischen CO2. Die Trendzahlen für 2020 liegen sogar über der Regressionslinie. Das verspricht etwas, wenn wir in den Niederlanden die CO2-Emissionen “ für das Klima “ um einen wahnsinnigen Betrag von vielen, vielen Milliarden Euro reduzieren. Und nicht zu vergessen die 1000 Milliarden Frans Timmermans.
Ganz so einfach wie im Artikel dargestellt, erscheint dem Autor die Antwort nicht. Deshalb hier der Versuch einer vertiefenden Sachstandsdarstellung.
Die aktuelle Grafik der „Mauna Loa“ CO2-Konzentration(1) (Bild 3)lässt keine Konzentrationsverringerung erkennen.

Bild 3 Mauna Loa Monthly Averages bis 06. Juni 2020. Quelle: [3]

Zur Verdeutlichung dazu der Verlauf aus der Studie [3] (Bild 2.1) und der Original-Verlaufsgrafik (Bild 3) übereinander kopiert (Bild 4).
Das Ergebnis: Weiterhin kein Corona-Einfluss erkennbar.

Bild 4 CO2-Konzentrationsverläufe aus der Studie [3] und der Originalgrafik (Bild 3) vom Autor übereinander kopiert

Nun ist eine Monatsauflösung sicher zu grob, um die wenigen Monate des „Corona“-Einflusses richtig darzustellen. Deshalb ergänzend die Wochendaten (Bild 5). Auch darin ist von der von Prof. Rahmstorf gezeigten Reduktion nichts zu sehen.

Bild 5 Mauna Loa CO2-Konzentration bis 06. Juni 2020 in Wochenauflösung. Quelle: Viewer [3]. Bild vom Autor ergänzt

Zur Veranschaulichung die zwei wichtigen Verläufe wieder übereinander kopiert (Bild 6). So wirklich will die Grafik von Herrn Rahmstorf nicht mit dem aktuellen, wahren Wochenverlauf übereinstimmen (Kreis B).
Ein Verdacht drängt sich auf: Der „Coronateil“ seiner Kurve wurde von Prof. Rahmstorf nicht anhand von Messwerten, sondern durch „Zeichnen“ erstellt.

Bild 6 Der Verlauf nach Prof. Rahmstorf (Bild 1) und der Messdatenverlauf in Wochenauflösung (Bild 5) vom Autor übereinander kopiert und ergänzt


Nun können solche Verläufe – so augenscheinlich sie auch sein mögen – täuschen.
Also muss man noch tiefer in die Daten „eindringen“. Und vielleicht liefern die Regressionsgeraden ein deutlicheres Ergebnis.
Für Bild 7 hat der Autor die Originaldaten in Wochenauflösung der Jahre 2018, 2019, 2020 vom 1.1. bis Ende Mai in ein Excelsheet kopiert (ist wirklich mühsam, weil die Daten ohne Zeilenvorschub einfach hintereinander erscheinen und damit die Zeilenbildung händisch – oder über ein Script – erzeugt werden muss. Leider eine häufige Erscheinung, wohl um Privatpersonen Auswertungen aus Datenhinterlegungen extra zu erschweren) und auf den gleichen Startwert der Regressionsgeraden normiert.
In der Grafik von Prof. Rahmstorf ist die für das Jahr 2020 rot gezeigte „2020 forecast seasonal-cycle“-Regressionslinie eine lineare Weiterführung der Regression ab Juni 2018. Die „Covid“-reduzierte, blaue Linie „Covid-19 emissions reduction“ zeigt dagegen eindeutig eine Abschwächung.
Nur: Die aus den wahren Messwerten ermittelten Regressionsgeraden zeigen ein umgekehrtes Bild:
Entgegen Rahmstorfs blauer „Corona“-Minderung hat die wahre „Corona“-Regressionsgerade (rot) sogar eine noch höhere Steigung. Vor allem ist sie steiler als die des Boomjahres 2019 (schwarz gestrichelt).

Bild 7 Mauna Loa CO2-Konzentration vom 1.1. bis 31.05.. Regressionsgeraden auf den gleichen Startwert additiv verschoben. Quelle: NOAA Global Monitoring Laboratory. Grafik vom Autor anhand der Daten erstellt


Die aktuelle Verlaufsgrafik dazu zeigt das folgende Bild:

Bild 8 Mauna Loa CO2-Konzentrationen vom 1.1. bis 31.05.. Quelle: NOAA Global Monitoring Laboratory. Grafik vom Autor anhand der Daten erstellt


Mit einem solchen Bild kann man die Verläufe jedoch schlecht miteinander vergleichen. Deshalb auch die Konzentrationsverläufe normiert auf den 1. Januar.
Nun ist erkennbar, dass am üblichen, saisonalen Umkehrzeitpunkt (vertikale Linie, 13. Mai) das aktuelle „Coronajahr“ eine leichte Delle hat, diesen saisonalen Umkehrpunkt aber ignoriert und leicht steigend weiterläuft. Weder im längerfristigen-, noch am kurzfristigen Tagesverlauf (Bilder 10; 11) ist eine „Coronadelle“ erkennbar.

Bild 9 Mauna Loa CO2-Konzentration vom 1.1. bis 31.05.. Normiert auf gleichen Startwert am 1.1.. Gestrichelte Linie: 13. Mai. Quelle: NOAA Global Monitoring Laboratory. Grafik vom Autor anhand der Daten erstellt


Bild 10 Mauna Loa CO2-Konzentration in Tagesauflösung mit Messwerten vom 06. bis Mai bis 06. Juni. Quelle: [3]

Bild 11 Mauna Loa CO2-Konzentration in Tagesauflösung vom 06. bis Mai bis 06. Juni. Quelle: [3]

Der berechnete, summerte Unterschied an CO2-Emission seit Anfang des Jahres zwischen dem Jahr 2020 und 2019 beträgt -0,05 % in diesem Jahr.

Der Wirtschaftszyklus

Bisher wurde noch nicht betrachtet, wie die CO2-Emission verlaufen wäre, wenn es kein „Corona“ gegeben hätte. Prof. Rahmstorf hat das natürlich gemacht, weshalb es der Autor ebenfalls nicht ignorieren kann, bedeutet, man muss noch tiefer in die Daten „einsteigen“ und den „Forecast“ herausrechnen.
Während die Klimawissenschaft dazu massiv forscht und es darin (angeblich) bereits zur wahren Meisterschaft gebracht hat, fällt es dem Autor schwer. Doch einen Versuch sollte es notgedrungen wert sein.
Rahmstorf hat in seiner Grafik einen „2020 forecast“ eingezeichnet. Bei ihm ist dieser (rote Linie im Bild 1) die lineare Weiterführung der Regressionslinie vom Jahr 2018.
Um solchen „Forecast“ zu bewerten, muss man nachsehen, was die Weltwirtschaft (ohne Coronaeinfluss) emittiert hat und hätte. Unsere Wirtschaftsweisen schrieben dazu:
[4] Sachverständigenrat – Jahresgutachten 2019/20: DAS WICHTIGSTE IN KÜRZE Das Wachstum der Weltwirtschaft hat sich merklich verlangsamt. Dazu trägt insbesondere die Schwäche der Industrie bei. Gleichzeitig kam es zu einem Rückgang des Welthandelsvolumens. Die gestiegene Unsicherheit, nicht zuletzt durch die Handelskonflikte ausgelöst, dämpft das Investitionswachstum. Im Prognosezeitraum dürfte die konjunkturelle Dynamik weiter verhalten bleiben.
… Vor allem der Welthandel entwickelt sich nämlich sehr schwach. ABBILDUNG 1 OBEN RECHTS Das globale Handelsvolumen ging drei Quartale hintereinander spürbar zurück. Die regionale Aufteilung zeigt dabei, dass insbesondere China sowie die sonstigen asiatischen Schwellenländer zum Rückgang des Importvolumens beitrugen. Im zweiten Quartal 2019 kam ein deutlicher Rückgang in den sonstigen fortgeschrittenen Volkswirtschaften, darunter das Vereinigte Königreich, hinzu. Gleichzeitig kam jedoch das Wachstum in den übrigen Regionen ebenfalls weitgehend zum Erliegen. Es ist eine Entkopplung der Entwicklung von Welt-BIP und Welthandel zu beobachten. Dies steht im Einklang damit, dass die schwache konjunkturelle Entwicklung bislang vor allem aus einer länderübergreifenden Industrieschwäche resultiert.

Bild 12 [4]

Nach diesen „Weisen“ war die Veränderung des Weltwachstums in den ersten beiden Quartalen 2019 mindestens so hoch wie es in den ersten beiden Quartalen des Jahres 2020 geschätzt wird (Bild 12). Die fortgeschriebene Erhöhung in der Grafik von Herrn Rahmstorf lässt sich darin nicht ableiten. Eher dürfen für die aktuellen, ersten beiden Quartale gleiche Werte angenommen werden.
Unter dieser Prämisse sind die CO2-Daten nun mit einem eingeschränkten Zeitraum ab dem die Corona-bedingte Reduktion des Welthandels sicher begonnen hatte, heraus-“gezeichnet“ (Bild 12).
Nun sind die Steigungen praktisch identisch. Der Summenunterschied an CO2-Emission ab Anfang März bis zum 31.05. zwischen dem Jahr 2020 und 2019 beträgt +0,61% mehr Emission im Jahr 2020.

Bild 13 Mauna Loa CO2-Konzentration vom 01.03. bis 31.05., Regressionsgeraden auf den gleichen Startwert additiv verschoben. Quelle: NOAA Global Monitoring Laboratory. Grafik vom Autor anhand der Daten erstellt


In der Studie steht allerdings noch, dass der „Coronaeintrag“ dem Jahr 2006 entsprechen würde:
[5] Die täglichen Gesamtemissionen in diesem Zeitraum entsprachen in etwa denen von 2006
Vergleicht man den wichtigen „Coronazeitraum“ auch mit diesem Jahr (Bild 14), würde man die Aussage eindeutig lesen:
-Im Jahr 2006 gab es genau wie im Jahr 2020 die „Emissionsdelle“ zum „Umkehrzeitpunkt“,
-doch war die Steigung der Regressionsgeraden weit geringer und die Abflachung nach dem „Umkehrzeitpunkt“ erheblich stärker.

Bild 14 Mauna Loa CO2-Konzentration vom 01.03. bis 31.05., Regressionsgeraden auf den gleichen Startwert additiv verschoben. Quelle: NOAA Global Monitoring Laboratory. Grafik vom Autor anhand der Daten erstellt

Wer hat nun recht(er)?

Aufgrund der nicht ausreichend genau quantifizierbaren – und damit auch nicht herausrechenbaren – Randbedingungen, sowie des in Wirklichkeit extrem geringen „Corona“-Einflusses auf den absoluten Atmosphärenanteil ist es wohl nicht eindeutig zu beweisen. Damit bleiben die folgenden Aussagen:
-Herr Rahmstorf sagt, dass der Einfluss gesichert und deutlich erkennbar sei
-Der Autor würde anhand seiner „Auswertung“ (viel) eher die Wahrscheinlichkeit des Gegenteils vermuten, allerhöchstens eine Patt-Situation.
Vielleicht gibt es dazu irgendwann noch eine Studie, welche das Kunststück einer genaueren Aussage „schafft“ und nicht nur ein gefordertes „Auftragsergebnis“ ermittelt.
Wie es aktuell zu sehen ist, mag bis dahin jeder Leser für sich entscheiden. Klimaaktivisten wird es sowieso nicht interessieren.

Was „lehrt“ die Studie trotzdem sicher?

„Corona“ hat trotz seiner teils extremen Auswirkungen auf die Weltwirtschaft (und Steueraufkommens-Reduktionen und erforderlicher Sozialleistungen) die globale CO2-Konzentration mit den bisher (laut Studie) reduzierten 1.048 MtCO2 den aktuellen Absolutwert von 417 ppm lediglich um ca. 0,13 ppm verringert.
Die Studienautoren schreiben dazu: [5]Eine neue Untersuchung zeigt, wie der Corona-Lockdown die globalen CO2-Emissionen beeinflusst hat – und macht deutlich: Die Stabilisierung des globalen Klimasystems wird Veränderungen von außergewöhnlichem Ausmaß erfordern … Die Welt emittiert heute unter „Lockdown”-Bedingungen genauso viel CO2 wie vor 14 Jahren unter normalen Bedingungen … Daher wird die Stabilisierung des globalen Klimasystems Veränderungen in unserem Energie- und Wirtschaftssystem von außergewöhnlichem Ausmaß erfordern …
… Lassen Sie uns noch einmal die zusätzlichen Menschen betrachten, die jetzt zu Fuß gehen und Fahrrad fahren. Was wäre, wenn die Regierungen jetzt die Chance ergreifen würden, solch aktives, emissionsarmes Reisen zu unterstützen und es dauerhaft zu machen? … Ermutigende Beispiele sind die Pop-up-Fahrradwege in den Berliner Stadtteilen Kreuzberg und Charlottenburg. Sie machen die gesunde und klimaschonende Mobilität sicherer, und machen sie auch für Kinder und weniger sportliche Radfahrer zugänglich. Wichtig ist aber auch die Anbindung der Vororte – hier sind Fahrradschnellstraßen nach Kopenhagener und Pariser Vorbild eine Möglichkeit.

… Dass jedem vor unserer politischen „Führung“ und den mit der Transformation Beauftragten Angst und Bange werden sollte

Dem Globus brachte „Corona“ eine (kurzzeitige) globale Temperatur-Verringerung von 0,00135 Grad beim IPCC-Forcing von 3 K/Verdopplung, mit dem realistischen Forcing von ca.1 K/Verdopplung noch von 0,00045 Grad.
Die Welt – oder wohl eher die wild-gewordene EU, ganz vorne dran Deutschland – möchten mindestens 0,5 … 1 Grad erreichen. Grob wäre das alleine für die ersten 0,5 Grad 1111 … 3.333 Mal „Corona“.
Bis zum Jahr 2100, zu dem es erreicht sein soll, nun jedes Jahr also zwischen 14 … 42 mal „Corona“, wobei der Wunsch von Deutschlands Vorreiterrolle zu mehr Reduktion und damit zu jährlich 28 … 84 mal „Corona“ tendiert.
Jetzt versteht wohl jeder, warum vorher die „Transformation“ (vollständige Entmündigung der nationalen Bürger und „Übergabe“ der politischen Entscheidungshoheit an eine Räte-Weltregierung) durchgeführt sein muss. Denn das werden sich auch die typischen GRÜN-Wähler nicht mehr so klaglos bieten lassen.
Bis diese es bemerken, wird allerdings ein erheblicher Einwohneranteil Deutschlands – vor allem aus dem Mittelstand – konsequent „geplant“ verarmen.
Das „sehen“ auch die Autoren der Studie. Sie betrachten es aber nicht als Problem, sondern als Herausforderung.
Sieht man in die Autorenliste der Studie, erkennt man sofort, dass es sich dabei im Wesentlichen um „Profiteure“ des Klimahypes handelt. Beispiel:
Felix Creutzig leitet eine Arbeitsgruppe am MCC Berlin und ist Professor für nachhaltige Stadtökonomie an der TU Berlin. Für den Weltklimarat ko-koordiniert er ein Kapitel zu Nachfrage, Dienstleistungen und sozialen Aspekten des Klimaschutzes.
Solche mag das Szenario der vorgesehenen Dekarbonisierung nicht schrecken, schließlich hängt ihr Arbeitsplatz eher davon ab.
Wer sich jedoch unabhängig von staatlichen Fördermitteln und Alimentierung seinen Lebensunterhalt verdienen muss, dem kann dabei nur noch Angst und Bange werden.
Ob das die Eltern der „Freitagshüpfer“ erkennen und ihren Hüpfkindern auch so sagen, dürfte zu bezweifeln sein. „Parents for Future“ und deren Ableger bei den etablierten Kirchen arbeitet schon daran, dass solches Wissen nicht überhand nimmt. Schließlich zeigt der Staat, dass man mit Kurzarbeitergeld ganz ohne zu arbeiten, endlich dem Wunsch nach „Entschleunigung“ nachgehen kann …
(1)Alle Daten dieses Beitrags wurden am 07.06.2020 abgerufen.
Quellen
[1] EIKE 06. Juni 2020: CO2 und Korona
[2] Corinne Le Quéré at al.: Temporary reduction in daily global CO2 emissions during the COVID-19 forced confinement
[3] NOAA Global Monitoring Laboratory Earth System Research Laboratories
[4] Sachverständigenrat – Jahresgutachten 2019/20
[5] MAKRONOM.de 20. Mai 2020: Wie 2020 zum Wendepunkt im Kampf gegen den Klimawandel werden könnte