Klimapolitik der US-Demokraten folgt den gescheiterten Programmen in Deutschland

Der größte Vorzug und Nutzen für die Weltbevölkerung besteht darin, dass die Pandemie in der Gegenwart aufgetreten ist. Dies ermöglichte es der Welt, die Vorteile von Erdölderivaten für Tausende von Produkten zu nutzen, die vor 1900 nicht verfügbar waren. Diese „Öl“-Produkte waren ein großer Gewinn für den medizinischen Sektor und die Kommunikationsbranche, die einen weltweiten medizinischen Angriff gegen COVID-19 unterstützten und den Unternehmen die Technologie zur Verfügung stellten, um virtuell weiterarbeiten zu können.

Elektrizität allein mag zwar einen einfacheren Lebensstil unterstützen, kann aber weder den enormen Energiebedarf der Verkehrsinfrastruktur decken noch die Tausende von Produkten liefern, welche die Gesellschaften von den Erdölderivaten fordern, bilden diese doch die die Grundlage der Volkswirtschaften auf der ganzen Welt.

Der Schwerpunkt der amerikanischen Klimapolitik hat sich auf die Energieindustrie konzentriert, die vor 1900 praktisch nicht existierte. Heute hat Amerika weniger als fünf Prozent der Weltbevölkerung (330 Millionen gegenüber 8 Milliarden), richtet aber seine Energiepolitik auf eine Industrie aus, die vor einem Jahrhundert ebenfalls noch nicht existierte.

Die Öl- und Gasindustrie ist nicht nur ein amerikanisches Unternehmen mit einigen wenigen Raffinerien in den Bundesstaaten, um den Bedarf seiner Einwohner zu decken, sondern eine internationale Industrie mit mehr als 700 Raffinerien weltweit, die den Kraftstoff- und Produktbedarf von fast 8 Milliarden Menschen auf der Erde decken.

Wichtiger als die verschiedenen Kraftstoffe für den Betrieb von Flugzeugen, Lastkraftwagen, Militär, Baumaschinen, Handelsschiffen, Kreuzfahrtschiffen und Automobilen sind die mehr als 6.000 Produkte, die aus den Derivaten des Rohöls gewonnen werden. Dazu gehören alle Teile von Sonnenkollektoren und Windturbinen.

Deutschland versuchte, beim Klimawandel eine Vorreiterrolle zu übernehmen, indem es aus den fossilen Brennstoffen und der Kernenergie ausstieg und Pionierarbeit für ein Subventionssystem für Wind- und Sonnenenergie leistete. Dies löste einen weltweiten Boom bei der Herstellung dieser Technologien aus. Heute verfehlt Deutschland sein Klimaziel, den Kohlendioxidausstoß zu senken, selbst dann, wenn es bis 2025 über 580 Milliarden Dollar für die Erneuerung seiner Energiesysteme ausgibt. Diese Tatsache bzgl. der deutschen Emissionen sollte ein „Weckruf“ für die Regierungen aller Länder sein.

Heute zahlen deutsche Haushalte fast 50% mehr für Strom als noch 2006, da die Strompreise in Deutschland inzwischen zu den höchsten in Europa gehören. Ein großer Teil dieses Anstiegs der Stromkosten ist dem Zuschlag für erneuerbare Energien geschuldet, der im gleichen Zeitraum um 770% gestiegen ist. Deutschland hat erfahren müssen, dass saubere Energie nicht Energie in ihrer Gesamtheit ist, da Wind und Sonne bestenfalls nur intermittierenden Strom erzeugen. Erneuerbare Energien waren auch der Hauptgrund für die hohen Stromkosten für die Einwohner Australiens und Kaliforniens.

Die Vereinten Nationen warnen davor, dass die unbeabsichtigten negativen Folgen der Umstellung auf die exotischen Mineralien und Metalle, die für die Herstellung der Teile für die industrielle Wind- und Solarenergie sowie für die Batterien für Elektroautos verwendet werden, hochgradig auf wenige Länder konzentriert sind, deren Förderung und Raffinierung dort für eine weltweite Umweltzerstörung sorgen und grauenhafte Menschenrechtsverletzungen darstellen.

Neben der Warnung der Vereinten Nationen gibt es zahlreiche Dokumentarfilme über die Gräueltaten, die den Arbeitern in den Kobaltminen angetan werden, d.h. das eigentliche Graben der Minen von Hand und die entsetzlichen Lebensbedingungen. Amnesty International hat Kinder und Erwachsene dokumentiert, die Kobalt in engen, von Menschenhand gebauten Tunneln abbauen, sowie die Exposition gegenüber den gefährlichen Gasen, die bei der Beschaffung dieser seltenen Mineralien freigesetzt werden.

Die Klimapolitik der US-Demokraten sieht vor, bis 2050 jährlich 62.000 vorzeitige Todesfälle in Amerika zu verhindern, aber die gleichen, den Niedergang der amerikanischen Öl- und Gasindustrie unterstützenden Demokraten sollten endlich Rechenschaft darüber ablegen, dass sie die Beseitigung derjenige Industrie unterstützen, die die jährlichen Gräueltaten mit Todesfolge in diesen armen Ländern rückgängig machen könnte. In den unterentwickelten Regionen der Welt, die zumeist aus öl- und gasarmen Ländern stammen, sterben jedes Jahr 11 Millionen Kinder, hauptsächlich aufgrund vermeidbarer Ursachen wie Durchfall, Malaria, Infektionen bei Neugeborenen, Lungenentzündung, Frühgeburt oder Sauerstoffmangel bei der Geburt.

Jene westlichen Politiker, Entertainer und andere Eliten, die den Klimawandel für die größte Bedrohung der Menschheit halten, müssen die Verantwortung übernehmen. Beginnen sollte man damit, sich die künftigen Gräueltaten vorzustellen, die der Großteil der derzeitigen Weltbevölkerung von 7,7 Milliarden Menschen erleiden wird, die im Jahr 2050 voraussichtlich 9,8 Milliarden und im Jahr 2100 11,2 Milliarden erreichen wird. Sechs von sieben heute lebenden Menschen leben in Entwicklungsländern. Die meisten der Armen versuchen, trotz bitterer Armut zu überleben, sterben aber jedes Jahr zu Millionen.

Diesen Kindern in armen Ländern mangelt es noch immer an sauberem Trinkwasser, Abwasserentsorgung, angemessener Ernährung, zuverlässigem Strom (falls es ihn überhaupt gibt), angemessener Gesundheitsversorgung, d.h. an den Infrastrukturen und Produkten, die wir als selbstverständlich erachten und die alle auf Mineralien und Brennstoffen aus der Tiefe der Erde basieren. Übrigens leben die Erwachsenen in diesen armen Ländern kaum länger als 40 Jahre.

Es gibt heute mehr als zwei Milliarden Menschen, die immer noch ohne zuverlässige Stromversorgung leben und daher gezwungen sind, Kuhdung und verrottetes Holz zur Energiegewinnung zu verbrennen. Beispielsweise haben 600 Millionen Afrikaner weder Elektrizität noch zuverlässige Stromquellen, um ihre Krankenhäuser zu betreiben, das Licht anzuschalten oder ihr Essen zu kochen.

Amerika unternimmt riesige Schritte zur Verfolgung der gescheiterten deutschen Klimaziele, was ein Weckruf für alle Regierungen sein sollte, aber es scheint, dass Amerika, von Kalifornien bis New York, dem deutschen Scheitern folgen will.

Die demokratische Clean-Energy-Klimapolitik bleibt unbeeindruckt gegenüber der weltweiten ökologischen Zerstörung und den Menschenrechtsverletzungen. Diese resultieren aus dem Abbau exotischer Mineralien und Metalle in einigen wenigen Ländern, die zur Herstellung von Teilen für industrielle Wind- und Sonnenenergie und EV-Batterien verwendet werden.

Autor: Ronald Stein is an engineer who, drawing upon 25 years of project management and business development experience, launched PTS Advance in 1995. He is an author, engineer, and energy expert who writes frequently on issues of energy and economics.
Link: https://www.cfact.org/2020/07/09/democrats-climate-policy-follows-germanys-failed-plan/
Übersetzt von Chris Frey EIKE




Klima-Alarmismus ↔ wissenschaft­liche Methode

Albert Einstein sagte einmal: „Auch noch so viele Experimente können nie beweisen, dass ich Recht habe; ein einziges Experiment kann beweisen, dass ich Unrecht habe“. Um eine Hypothese zu verifizieren, muss es einen Test geben, mit dem man sie falsifizieren kann. Tausend Beobachtungen scheinen eine Hypothese zu verifizieren, aber ein einziger Fehlschlag könnte zu ihrem Untergang führen. Die Geschichte der Wissenschaft ist übersät mit solchen Beispielen.

Leider hat die jüngste Geschichte der Klimaforschung die wissenschaftliche Methode immer wieder untergraben: Theorie wurde über die Beweise und mathematische Modelle über die Daten gestellt. Es wurden Irreführungen oder völlig unbestätigte Aussagen herangezogen, um die Theorie zu untermauern, dass der Mensch eine Klimakatastrophe verursacht, und trotz leicht zugänglicher Beweise für die Falschheit solcher Aussagen fanden diese Eingang in die Schlagzeilen.

Während der letzten zehn Jahre haben beispielsweise zahlreiche Forscher behauptet, dass überschüssiges Kohlendioxid aus der Nutzung fossiler Brennstoffe durch den Menschen von den Weltmeeren absorbiert wird und sie versauern lässt, wodurch das Aussterben von Schalentieren und anderen Meereslebewesen droht. Um diese Behauptung zu untermauern, wiesen sie auf Laborexperimente hin, bei denen Austern in Eimer mit Meerwasser gelegt wurden, denen die Forscher Chemikalien zusetzten, um das Meerwasser von seinem normalen durchschnittlichen pH-Wert von 8,1 oder 8,2 auf unter 7 zu bringen und so eine alkalische Flüssigkeit in eine Säure zu verwandeln. Dies führte, wie vorhersehbar, zur Erosion der Austernschalen und tötete die Austern.

In Wahrheit würde niemand bestreiten, dass die Umwandlung der Ozeane in Säurebäder für Schalentiere und die meisten, wenn nicht sogar alle anderen Meeresbewohner tödlich wäre. Aber die Behauptung, dass die Ozeane versauern, ist eine Lüge.

Eine neue Studie des Biologen Jim Steele, des kürzlich in den Ruhestand getretenen Direktors des Sierra Nevada field campus an der San Francisco State University mit dem Titel „Ocean Health-Is There an ‚Acidification‘ Problem?“ zeigt, dass selbst bei einem Anstieg der atmosphärischen CO2-Konzentration von den heutigen 0,04 Prozent auf 0,10 Prozent (über einen Zeitraum von etwa 250 Jahren bei den derzeitigen Raten) der pH-Wert der Ozeane nur auf 7,8 sinken würde und damit immer noch deutlich über dem neutralen Wert läge und sich dort stabilisieren würde.

Anstatt die Weltmeere zu „versauern“, ist Kohlendioxid ein lebenswichtiger Teil der Gesundheit der Ozeane und des Nahrungsnetzes der Ozeane, schreibt Steele, und der bescheidene Anstieg des Kohlendioxids trägt zum Gedeihen des Meereslebens bei. Die Grundlage des Nahrungsnetzes der Ozeane ist das Phytoplankton, zu dem Organismen wie mikroskopisch kleine Pflanzen und Bakterien gehören. Diese Organismen benötigen CO2, um ihre Nahrung durch Photosynthese herzustellen, und es geht ihnen besser, da die Kohlendioxidkonzentration leicht angestiegen ist.

Ein weiteres, regelmäßig Schlagzeilen machendes Klimamärchen ist de Behauptung, dass der vom Menschen verursachte Klimawandel Hunger und Entbehrung verursacht, obwohl sie im direkten Widerspruch zu den besten verfügbaren Beweisen steht.

Auf ClimateRealism wurden im Mai und Juni Geschichten widerlegt, in denen die Mainstream-Medien unkritisch die Behauptungen von Klima-Alarmisten nachplapperten, woach der Klimawandel entweder bereits jetzt oder in Kürze zu Ernteausfällen sowie zu Hunger und Unterernährung führen wird. Hätten die Journalisten, die die Geschichten schrieben, ein wenig investigative Initiative gezeigt, hätten sie leicht Hunderte von Feldexperimenten und Studien entdecken können, die zum Thema CO2 gesammelt und zusammengefasst wurden. Auf CO2-Sience wurde gezeigt, dass die Ernteerträge boomen und Hunger und Unterernährung zurückgehen, zum großen Teil weil die Kohlendioxidkonzentration gestiegen ist. CO2 ist entscheidend für die Photosynthese. Ein großer Teil dieser Forschung wird auch im umfassenden Bericht des Nongovernmental International Panel on Climate Change in der Studie Climate Change Reconsidered II: Biological Impacts (CCRIIBI) beschrieben und diskutiert.

In einem ungeheuerlichen Artikel behauptete die Cornell Alliance for Science, dass die Bauern im südlichen Afrika verzweifelt nach neuen landwirtschaftlichen Technologien und Nutzpflanzen suchten, um den klimabedingten Rückgang der Pflanzenproduktion zu bekämpfen, der, wie die Allianz schrieb, „Millionen von Südafrikanern in den Hunger treibt“. Daten der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) zeigen jedoch, dass die Produktion von Getreide (Grundnahrungsmittel) im gesamten südlichen Afrika zumindest seit den 1960er Jahren erheblich und ziemlich stetig zugenommen hat und Jahr für Jahr regelmäßig Rekorderträge verzeichnet, wobei die letzten zehn Jahre die zehn höchsten Ernteerträge in der Geschichte Südafrikas lieferten.

Dann ist da noch diese Krankheit, die COVID-19-Pandemie, welche so viel Aufsehen erregt hat. Nach dem Spielbuch der Demokratischen Partei, wie es von Rahm Emmanuel dargelegt wurde, „eine Krise nie zu verschwenden“, warfen radikale Klima-Alarmisten die Wissenschaft erneut mit der Behauptung um, der Klimawandel mache Pandemien häufiger und tödlicher. Während der Coronavirus-Pandemie veröffentlichten Google News, GQ, The Hill, Jurist Legal, die L.A. Times, MSNBC und das Time Magazine Artikel, in denen sie behaupteten, der vom Menschen verursachte Klimawandel mache Pandemien wahrscheinlicher oder würde sie in Zukunft häufiger und tödlicher machen.

Artikel um Artikel wurde bei ClimateRealism auf diese Behauptungen reagiert. Darin wurden die Beweise, wie es die wissenschaftliche Methode verlangt, untersucht, wobei sich zeigte, dass das genaue Gegenteil der Fall war.

Zum Beispiel deckte Climate Realism auf, dass ein Artikel in der Pro Publica eklatant gelogen hat, als man feststellte: „Infektionskrankheiten, die von Insekten wie Moskitos und Zecken übertragen werden, sind ebenfalls auf dem Vormarsch, da wärmeres Wetter und unregelmäßige Niederschläge die für Ansteckung anfälligen geografischen Regionen enorm ausdehnen“. Die umfangreiche wissenschaftliche Literatur, die in Kapitel vier von Climate Change Reconsidered II: Fossil Fuels ausführlich beschrieben wird, zeigt, dass es keine faktische Grundlage für diese Behauptung gibt.

Studien aus Afrika, England, Wales, Nord- und Südamerika, Thailand und darüber hinaus zeigen, dass Behauptungen über Zusammenhänge zwischen dem vom Menschen verursachten Klimawandel und der Verbreitung von Malaria, Dengue-Fieber, West-Nil-Virus und anderen Infektionskrankheiten stark übertrieben oder völlig falsch sind. In einer Studie in Nature verglichen Gething et al. im Jahre 2010 historische und zeitgenössische Karten des Verbreitungsgebiets und des Auftretens von Malaria. Dabei stellten sie fest, dass die endemische/stabile Malaria um 1900 wahrscheinlich 58 Prozent der Landfläche der Erde bedeckt hatte, 2007 aber nur noch 30 Prozent. Sie berichten: „Noch ausgeprägter ist der Rückgang der Prävalenz innerhalb dieses stark reduzierten Verbreitungsgebietes, wobei die Endemie in mehr als zwei Dritteln des derzeitigen stabilen Verbreitungsgebietes um eine oder mehrere Größenordnungen zurückgegangen ist“. Und weiter: „Weit verbreitete Behauptungen, dass steigende Durchschnittstemperaturen bereits zu einem Anstieg der weltweiten Malariamorbidität und -mortalität geführt haben, stehen weitgehend im Widerspruch zu den beobachteten abnehmenden globalen Trends, sowohl was die Häufigkeit als auch die geographische Ausdehnung betrifft“.

Historisch gesehen sind kältere Perioden sowohl mit Hungersnöten verbunden, wenn die Ernten ausfallen, als auch mit der raschen Ausbreitung von Pandemien wie der Beulenpest, die während der Kleinen Eiszeit grassierte. Während relativ warmer Perioden nehmen Pandemien typischerweise ab, wenngleich sie auch nicht verschwinden, und Hunger und Unterernährung gehen beide stark zurück. Kapitel 7 des CCRIIBI beschreibt die Ergebnisse Dutzender begutachteter Studien und Berichten, die zeigen, dass der vorzeitige Tod durch Krankheit und Krankheiten in kälteren Jahreszeiten und längeren kälteren Zeiträumen weitaus häufiger auftreten als in wärmeren Wetterperioden oder Epochen.

In einer im Jahre 2015 im Lancet veröffentlichten Studie untersuchten Forscher Gesundheitsdaten von 384 Orten in 13 Ländern, die für mehr als 74 Millionen Todesfälle verantwortlich sind – eine riesige Stichprobengröße, aus der Schlussfolgerungen gezogen werden können – und stellten fest, dass kaltes Wetter direkt oder indirekt 1700 Prozent mehr Menschen tötete als heißes Wetter.

Eine „nicht optimale“ Umgebungstemperatur ist für einen erheblichen Anstieg der Sterblichkeit verantwortlich, mit erheblichen Unterschieden zwischen den Ländern“, so die Lancet-Studie. „Obwohl sich die meisten bisherigen Untersuchungen auf hitzebedingte Effekte konzentriert haben, waren die meisten der zurechenbaren Todesfälle auf kalte Temperaturen zurückzuführen“.

In Rechtskreisen gibt es ein altes Sprichwort: „Wenn das Gesetz auf Ihrer Seite ist, hämmern Sie auf das Gesetz; wenn die Fakten auf Ihrer Seite sind, hämmern Sie auf die Fakten; wenn keines von beiden auf Ihrer Seite ist, hämmern Sie auf den Tisch“. Seit drei Jahrzehnten hämmern Klima-Alarmisten auf den Tisch, weil es ihnen an Fakten fehlt, die ihre immer schrilleren Warnungen untermauern, wonach die Nutzung fossiler Brennstoffe durch den Menschen eine Klima-Apokalypse auslösen wird. Sie veranstalten Kundgebungen auf den Straßen, tragen Plakate und T-Shirts mit der Aufschrift „Believe Science“, auch wenn ihre Praktiken die wissenschaftliche Methode pervertieren.

Klima-Alarmisten sind keine wahren Wissenschaftler. Sie sind Bauernfänger, die hoffen, den Dummköpfen (der breiten Öffentlichkeit) die gefährliche Vorstellung zu verkaufen, dass eine größere Kontrolle des Staates über unser Leben den Menschen in die Lage versetzen wird, das Wetter zu kontrollieren und die Welt zu einer Utopie zu machen. Fragen Sie die Menschen, die hinter dem Eisernen Vorhang lebten oder jetzt in den sozialistischen Paradiesen Kuba, Nordkorea und Venezuela dahinvegetieren, wie das für sie funktioniert hat.

SOURCES: Climate Change Weekly 362; Climate Realism; Climate Realism; CO2 Science; Nongovernmental International Panel on Climate Change; Climate Realism
Link: https://www.heartland.org/news-opinion/news/climate-alarmism-versus-the-scientific-method
Übersetzt von Chris Frey EIKE




Klima-Aktivisten schreien immer lauter danach, Klima-Realisten ins Gefängnis zu stecken

Das ist ein Aspekt. Ein anderer ist, dass diejenigen, die veröffentlichen, was die Linke als „Falschinformation“ betrachtet, in Wirklichkeit etwas veröffentlichen, das man als „unbequeme Wahrheiten“ bezeichnen könnte. Der gleichnamige Film von Al Gore aus dem Jahr 2006 ist ein Beispiel dafür. Gore, der sich nicht besonders gut mit Details auskannte, veröffentlichte in diesem Film eine Flut von Fehlinformationen, und die sozialen Medien reagierten darauf mit der Korrektur der Aufzeichnungen. In einer Szene verwendete Gore einen animierten Clip eines ertrinkungsgefährdeten Eisbären, der versuchte, auf eine winzige Eisscholle zu gelangen, die vermeintlich durch die globale Erwärmung verkleinert wurde. Gore führte dies als das neue Normal von ertrinkenden Eisbären an. Die Realität? Wissenschaftler dokumentierten einen ertrunkenen Eisbären auf See nach einem heftigen Sturm, etwas, das seither nicht mehr gesehen wurde. Laut einem Artikel in der Associated Press wurde der Eisbär im Meer ertränkt:

„Ein Biologe der [US-]Bundesregierung, dessen Beobachtung von vermutlich ertrunkenen Eisbären in der Arktis im Jahr 2004 dazu beigetragen hatte, das Narrativ der globalen Erwärmung anzukurbeln, wurde von der Verwaltung beurlaubt, und es wird wegen wissenschaftlichen Fehlverhaltens gegen ihn ermittelt, möglicherweise hinsichtlich des Wahrheitsgehalts dieses Artikels.“

Die sozialen Medien waren die ersten, die auf Probleme mit Gores Behauptungen bzgl. der Eisbären hinwiesen, und sie erwiesen sich als richtig.

Dann gibt es die Behauptung, die Gore über den Verlust der Eiskappe des Kilimandscharo aufgrund der „globalen Erwärmung“ aufgestellt hat. Auch hier waren die sozialen Medien die ersten, die darauf hinwiesen, dass das, was wirklich geschah, eine Folge der Abholzung um den Fuß des Berges herum war, wodurch weniger Wasserdampf durch Verdunstung verfügbar wurde. Durch den Verlust an Wasserdampf trocknete das Eis einfach wie alte Eiswürfel in einem Gefrierschrank aus.

Und schließlich stellte Gore 2009 die kühne Behauptung auf, dass die arktische Eiskappe in fünf Jahren verschwunden sein könnte. Auch hier waren die sozialen Medien die ersten, die auf die Probleme mit dieser Behauptung hinwiesen. Bis zum heutigen Tag ist die arktische Eiskappe erhalten geblieben, und Gore erwähnt keine einzige Behauptung mehr, die er einst aufgestellt hat.

Wenn es die sozialen Medien nicht gäbe, würden wir immer noch von diesen Behauptungen hören. Die Mainstream-Medien entschieden sich dafür, alarmierende Behauptungen zum Klima nicht einmal einer oberflächlichen Analyse zu unterziehen, und es gibt praktisch keine investigative Berichterstattung. Da die sozialen Medien jedoch Untersuchungen und Tatsachenüberprüfungen durchführen, gegen eine Gruppen-Denkerzählung vorgehen und die Lügen und echten Fehlinformationen im Zusammenhang mit der Klima-Angst aufdecken, müssen die Klima-Alarmisten mit schmutzigen Tricks zurückschlagen, indem sie die Autoren der sozialen Medien als radikale Staatsfeinde abstempeln, die es wert sind, im Gulag eingesperrt zu werden.

Es ist nicht das erste Mal, dass so wilde Rufe nach einer Kriminalisierung gegensätzlicher Klima-Standpunkte laut werden, im Gegenteil, es geht sogar bis ins Jahr 2014 zurück: Lawrence Torcello, ein Professor für linke Künste am Rochester Institute of Technology, NY, schreibt in einem Essay in The Conversation, dass Klimawissenschaftler, die es versäumen, die richtige Botschaft über die „globale Erwärmung“ zu vermitteln, wegen „krimineller Fahrlässigkeit“ vor Gericht gestellt werden sollten. Ein Kommentator seines Artikels ging sogar noch weiter und schlug vor, mich wegen einer anderen Meinung zum Klima vor das Kriegsverbrechertribunal in Den Haag zu stellen:

… ich glaube, Anthony Watts sollte auch nach Den Haag überstellt werden. Keine Frage, meiner Meinung nach. Tatsächlich finde ich die Idee einer Verteidigung seiner Taten ethisch verwerflich.“

Es kommt noch schlimmer. In Australien wurde zu diesem Thema sogar ein hässliches Theaterstück mit dem Titel „Kill Climate Deniers“ geschrieben.

Unter dem Strich: Die Inhaftierung von politischen Dissidenten ist ein weit verbreitetes Thema bei repressiven Regimes, die bis zum Beginn der Geschichte zurückreichen. Wenn diejenigen, die nach Macht streben, die Bevölkerung nicht von den Vorzügen ihrer Ideen überzeugen können, fangen sie an, Menschen, die anderer Meinung sind, ins Gefängnis zu stecken, in der Hoffnung, dass die Angst den Rest in Schach hält. Glücklicherweise leben wir in einem Land, in dem die Meinungsfreiheit durch die Verfassung garantiert ist.

Aber sollte jemals der Zeitpunkt kommen, an dem ich wegen meiner Ansichten ins Gefängnis komme, werde ich nicht stillschweigend gehen, ebenso wenig wie die Tausenden von unabhängigen Denkern in den sozialen Medien.

Link: https://wattsupwiththat.com/2020/07/08/climate-activists-step-up-calls-for-imprisoning-climate-realists/
Übersetzt von Chris Frey EIKE




Noch erinnerlich? „Die Arktis brennt, und wir sollten alle verängstigt sein“. Aber: Stattdessen schneit es dort!

Erinnert sich noch jemand daran, dass wir vor ein paar Wochen über die Gefahren des Klimawandels belehrt worden waren? Und dass im Zuge desselben Städte nördlich des Polarkreises sich in Leichtbacköfen verwandeln sollen?

Der New Yorker David Wallace-Wells schrieb über eine Stadt, die am 20. Juni dreistellige Temperaturen erreichte: „In einer Welt ohne Klimawandel wäre diese Anomalie, so berechnete ein dänischer Meteorologe, ein 1-in-100.000-Jahren-Ereignis“.

„Wir haben immer erwartet, dass sich die Arktis schneller verändern würde als der Rest der Welt“, sagte ein Forscher gegenüber der Washington Post.

https://www.thecut.com/2020/07/the-arctic-is-on-fire-siberia-terrifying.html

Oha!.

Nun, ich habe darauf hingewiesen, wie absurd das alles ist, zumal es auch vor 100 Jahren geschah, noch bevor der Klimawandel in den Augen der Linken auch nur ein Schimmer war. Und weil bei 24-stündigem Sonnenlicht auf dem Höhepunkt der Sommersonnenwende die Gegend zwangsläufig heiß wird, weil es keine „Nacht“ zum Abkühlen gibt. Das hinderte aber opportunistische Wissenschaftler wie Mark „die Arktis schreit“ Serreze natürlich nicht daran, die Situation auszunutzen, indem er behauptete, es sei alles Teil eines beunruhigenden Musters.

Natürlich war das auf Twitter verbreitete Bildmaterial, um die Leute zu erschrecken, für die sich darauf stürzenden und denkbefreiten Medienheinis ziemlich überzeugend.

Aber wissen Sie was? An genau dem Ort (Werchowjansk), der am 19. und 20. Juni zum Aushängeschild des Klimawandels geworden war, haben wir jetzt anomale Kälte und Schnee, wie die Siberian Times berichtet:

Ungewöhnlich kaltes Wetter wurde im Norden Jakutiens verzeichnet, als die Bewohner des Bezirks Werchowjansk am 5. Juli durch frischen Schnee aufwachten.

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Ungewöhnlich kaltes Wetter wurde im Norden Jakutiens verzeichnet, als die Bewohner des Bezirks Werchowjansk am 5. Juli durch frischen Schnee aufwachten. Die Bilder: Aldan Online
Schnee im Sommer? Wo bleibt die Empörung über den „Klimawandel“? Oh, richtig, das gilt nur, wenn es heiß ist und völlig verschwitzte Ansichten gibt, welche die Erzählung für geistlose Medienaufwiegler begleitet.

Währenddessen kauern die Einheimischen um die Brände und fragen sich, wo der 38°C-Rekord geblieben ist.

Dazu gibt es im Original auch ein Video:




Triumph der „erneuer­baren Energien“?

Nach 2018 und 2019 zeichnen sich auch für 2020 große Steigerungen beim Anteil der „erneuerbaren Energien“ an der Stromproduktion in Deutschland ab. Laut ISE erreichte der EE-Anteil nach 40 % im Jahre 2018 und 46 % im Jahr 2019 im ersten Halbjahr 2020 satte 55,8 %, Bild 1.

Bild 1: Die ISE-Grafik zur Nettostromerzeugung aus Kraftwerken zur öffentlichen Stromversorgung im ersten Halbjahr 2020 (Grafik: https://www.ise.fraunhofer.de)


Doch diese stolzen Zahlen sind leider geschönt. In der Grafik bzw. in den Rahmenbedingungen, die diesen „Fortschritt“ ermöglichten, verstecken sich einige Pferdefüße. So wird nicht der gesamte in Deutschland erzeugte Strom ausgewiesen, sondern nur derjenige Anteil, der ins öffentliche Netz eingespeist wird. Unterschlagen wird hierbei, dass Deutschland nur als Ganzes funktionieren kann. Zur Aufrechterhaltung der Versorgung des Landes wird auch derjenige Strom benötigt, der in den Kraftwerken selbst für den eigenen Betrieb sowie zum Ausgleich der Transportverluste im Netz erzeugt werden muss. Außerdem wird „übersehen“, dass in großen Industriebetrieben häufig auch eigene Kraftwerke stehen, so z.B. in der chemischen Industrie oder in petrochemischen Anlagen, wo Rückstände zur Strom- und Wärmeerzeugung verbrannt werden. Deshalb weist das ISE für 2018 eine Stromproduktion von insgesamt 540 TWh (Terawattstunden) und für 2019 eine solche von 515 TWh aus, während die tatsächliche Bruttostromerzeugung nach Unterlagen der Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen (AGEB) im Jahr 2018 bei 637 bzw. 606 TWh lag. Das ist ungefähr so, als hätte man beim ISE bei einer Preisberechnung die Mehrwertsteuer weggelassen und nur den Nettobetrag ausgewiesen, während der Kunde – also Deutschland als Nation – in Wirklichkeit den Bruttopreis zu bezahlen hat.
Für 2018 macht das eine Differenz von satten 97 TWh (-15%) und für 2019 ein Minus von 91 TWh (-15%) aus. Ohne die hier „vergessene“ Stromerzeugung hätte Deutschland als Industrienation gar nicht funktionieren und demnach auch nicht „öffentlich versorgt“ werden können. Diesen netten kleinen Rechentrick setzt das ISE selbstverständlich deshalb ein, weil dadurch der „erneuerbare“ Anteil optisch höher ausfällt. Im ISE-Bericht steht dazu dann großspurig: „Bruttozahlen werden nur zu statistischen Zwecken erhoben, spielen aber in der täglichen Stromwirtschaft keine Rolle“. Kein Wunder also, dass man bei der korrekt recherchierenden AGEB für 2018 lediglich auf einen „EE“-Anteil von lediglich 35 % kommt und für 2019 nur 40 % ausgewiesen wurden.

EE“ als Profiteure eines Niedergangs

Ein weiterer wichtiger Faktor, der zur optischen Erhöhung der Bedeutung des „EE“-Anteils erheblich beigetragen hat, ist der generelle Rückgang der Stromproduktion seit 2017. Während 2017 noch 654 TWh produziert wurden, sank dieser Wert 2018 auf 644 TWh und 2019 sogar auf nur noch 612 TWh. Für das „Corona-Jahr“ 2020 ist mit einem nochmals erheblich stärkeren Rückgang zu rechnen.

Dieser Abwärtstrend ist zum Teil auf die außergewöhnlich milden Temperaturen der letzten Jahre zurückzuführen. Er verdeutlicht jedoch auf der anderen Seite, in welchem Umfang die Industrieproduktion in Deutschland zurückgeht. Vor allem energieintensive Branchen – Stahl- und Metallerzeugung, Maschinenbau, Bergbau, Chemie, Pharmazie und metallverarbeitende Industrie – gehen aufgrund der sich weiter massiv verschlechternden politischen Rahmenbedingungen zunehmend dazu über, ihre Produktion zurückzufahren oder ins Ausland zu verlagern. Profiteure des Rückgangs waren dagegen vor allem die Erzeuger von Wind- und Solarstrom. So freut sich das ISE in diesem Bereich über neue Rekordwerte, während Kohlestrom stark zurückging. Bei Braunkohle seien es nur noch 13,7 % und bei Steinkohle nur noch 6 % gewesen.

Grund für diese Trends ist ein doppelter Zangenangriff der Politik auf die konventionellen Stromerzeuger. Die „EE-Erzeuger“ können dank staatlicher Abnahmegarantien alles losschlagen, was ihre Anlagen nur hergeben wollen oder können, notfalls auch zu „negativen Marktpreisen“. Die bisher noch aktiven konventionellen Erzeuger müssen dagegen ihr Produkt auf einem Markt anbieten, der mit subventioniertem „Öko“-Strom geradezu überschwemmt wird. Zusätzlich wird ihnen durch die ständig steigenden Strafzahlungen für CO2-Zertifikate immer mehr die Luft abgedrückt. Dass man sich in Politikerkreisen damit brüstet, mit den CO2-Kosten den Kohleausstieg „über den Markt“ regeln zu können, kann nur als Gipfel des Zynismus bezeichnet werden. Und es zeigt überdeutlich, dass die betreffenden Politiker nicht wissen, wie eine freie Marktwirtschaft – die Grundlage unseres heutigen Wohlstands – überhaupt funktioniert. Bei etlichen deutschen Ministern bekommt man ernsthafte Zweifel daran, dass sie selbst auch nur eine Pommesbude kostendeckend betreiben könnten.

Der Kohleausstieg: Für die „Erneuerbaren“ ein Pyrrhus-Sieg

Mit dem Kohleausstieg beginnt jedoch für die „EE“-Stromerzeuger zugleich auch der Ernst des Lebens, denn jetzt kommen sie in die Pflicht. Eine moderne Industrienation kann nicht ohne Strom existieren, und dieser muss dann zur Verfügung stehen, wenn er gebraucht wird. Es ist schlicht nicht vorstellbar, dass sich die Dienstpläne von Industriebetrieben, Verwaltungen oder gar Krankenhäusern künftig nach dem Wetter richten sollen, etwa nach dem Motto: „Bleiben Sie ruhig, Ihre Not-Operation kann laut Wetterprognose erst in drei Tagen stattfinden“. Denn da bei den „Erneuerbaren“ lediglich Wind und Solarstrom noch nennenswerten Zuwachs hinlegen können, wird deren Wetterabhängigkeit mit zunehmendem Anteil zum entscheidenden Handicap, Bild 2.

Bild 2. Vergleich der Erzeugung von Wind- und Solarstrom mit dem tatsächlichen Bedarf im Juni 2020

Aus der Grafik für den Juni 2020 ist das Dilemma der wetterabhängigen Erzeuger leicht ablesbar: Produktion (Blau und Gelb) haben keine Kopplung an den Bedarf (Braun). Während am Mittag des 1.6. die Leistung von Wind und Sonne fast zur Bedarfsdeckung ausgereicht hätte, sah dies an anderen Tagen wie dem 9.6. oder gar dem 17.6. ganz anders aus. Trotz einer enormen installierten Kapazität von zusammen mehr als 110 GW (Gigawatt) konnten Wind und Sonne im Minimum nur 0,634 GW bzw. 0,56% ihrer theoretischen Leistung ins Netz liefern.

Sonne zuverlässiger als Wind?

Interessanterweise ist aus Sicht eines Stromversorgers die Sonne eine zuverlässigere Versorgungsquelle als der Wind. Dies gilt allerdings vor allem mit Blick auf die Nichtverfügbarkeit, denn nachts ist die Stromproduktion exakt kalkulierbar gleich Null, Bild 3.

Bild 3. Solarstrom gibt es nur in Form kurzer „Nadeln“, und selbst das mit sehr hohen Tagesschwankungen


Hinzu kommt, dass Solarstrom auch über das Jahr hinweg sehr ungleich verteilt ist. Im Winter ist der Ertrag über die Monate November bis Februar geradezu lächerlich gering. Selbst im Sommer ist die Stromproduktion im Tagesverlauf alles andere als gleichmäßig, wie ein selten offener Testbericht mit einer mini-Solaranlage belegt. Diese Tatsache scheint sich mittlerweile selbst bei ausgesprochenen Solarfans herumgesprochen zu haben. Während noch vor einigen Jahren in den Kommentarspalten entsprechender Blogs Behauptungen wie „selbst bei Mondlicht liefern Solarzellen noch Strom“ häufiger zu finden waren, sind solche Aussagen mittlerweile rar geworden. Anscheinend hat der eine oder andere dieser Ex-Begeisterten die Notwendigkeit einer längerfristigen Stromspeicherung eingesehen und inzwischen seine Erfahrungen mit den „Solarbatterien“ gemacht, die clevere Geschäftemacher überall wie sauer Bier anbieten. Auch das Gerede von den Pumpspeicherkraftwerken der Schweiz oder Norwegens als „Batterien Europas“ ist mittlerweile fast vollständig aus den Schlagzeilen verschwunden. Stattdessen schwärmen Minister wie Altmaier oder Karliczek inzwischen vom Wasserstoffzeitalter. Das ist zwar ebenfalls reine Utopie, aber Hauptsache, es glauben genügend Leute daran, bis man die Rente durchhat.

Wie „grundlastfähig“ ist Windstrom?

Wie sieht es dann im Gegensatz hierzu beim Windstrom aus? Vor allem beim Offshorestrom, den eine Ingenieurin vor etlichen Jahren in einer Fernsehsendung als „fast schon grundlastfähig“ anpries? Schließlich weht auf See ja bekanntlich immer ein kräftiger Wind, oder? Die Probe aufs Exempel liefert der Offshore-Stromertrag vom Juni, Bild 4.

Bild 4. Auch auf See ist der Wind alles andere als zuverlässig

Offenkundig hält auch dieses Marketing-Märchen der Windstrom-Lobby einem Faktencheck nicht stand. Auch auf See kann der Wind bis zur völligen Flaute einschlafen. Kurzfristig brach die Offshore-Windproduktion sogar bis auf Null zusammen. Und das selbst über große Regionen hinweg, denn die Grafik beinhaltet die Produktion der Windparks sowohl in der Nord- als auch in der Ostsee. Da gleichzeitig auch die Windstromerzeugung an Land auf minimale Werte abfiel, ging die Gesamterzeugung an Windstrom über ganz Deutschland inklusive der Seegebiete im Minimum auf lächerliche 0,494 GW (ganze 0,79 % der installierten Leistung) zurück. (Gedulden Sie sich bitte, wir versuchen die Aufzugsfirma zu erreichen, aber das Telefon funktioniert im Moment leider auch nicht…).

Bild 5. Auch die Kombination von Onshore- und Offshore-Windproduktion bietet lediglich ein chaotisches Bild, aber keine Versorgungssicherheit

Dreimal Null ist Null bleibt Null…

Die übliche Ausrede der „EE“-Lobbyisten ist angesichts dieser Probleme, dass man halt soviel mehr an Kapazität installieren müsse, dass im Jahresmittel genügend Strom erzeugt wird. Zeitweilige Überschüsse könne man speichern und mit den Reserven dann auftretende Flautezeiten überbrücken. Voraussetzung hierfür wäre jedoch, dass man die heutigen Kapazitäten bei Wind und Solarstrom mindestens verdreifachen müsste, denn bei allen bekannten Speichertechnologien treten erhebliche Umwandlungsverluste auf. Eine Veranschaulichung dessen, was bei einer solchen Verdreifachung der Wind- und Solarkapazitäten passieren würde, bietet Bild 6.

Bild 6. Wie Bild 2, aber bei einer Verdreifachung der Wind- und Solarerzeugung

Aus Bild 6 geht hervor, dass die Situation auch bei der so erhöhten Produktion nicht besser würde. Zum bisherigen Problem der Unterdeckung des nationalen Bedarfs kämen dann zunehmend teils dramatische Überdeckungen. Es käme zu Produktionsspitzen von bis zu 150 GW, die unser Transportnetz, das lediglich für etwa 85 GW ausgelegt ist, völlig überfordern würden.

Hinzu kommen weitere Probleme. Der nach wie vor unverzichtbare konventionelle Kraftwerkspark würde zunehmend zu einem ständigen Stop-and-Go-Betrieb gezwungen, für den er nicht ausgelegt ist. Bei hohen Spitzen kämen sich darüber hinaus auch die einzelnen „EE“-Stromerzeuger in die Quere. Dann müssten sich Wasserkraft, Sonne, Wind, Biomasse und Hausmüll gegenseitig die überforderten Kapazitäten für Transport und Speicherung des überschüssig produzierten Stroms streitig machen. Ein Interessenswirrwarr, an dessen Schlichtung wahrscheinlich selbst ein König Salomon kläglich scheitern würde. Von den Kosten ganz zu schweigen. Schon bisher hat uns die „Energiewende“ mitsamt ihrer versteckten Kosten rund eine Billion € gekostet. Schon eine Verdreifachung der Erzeugungskapazitäten würde nochmals weitere ca. 2,5 Billionen verschlingen, denn inzwischen nähert sich auch ein erheblicher Teil der bereits vorhandenen Anlagen dem Ende seiner Lebensdauer. Zusammen mit der Erweiterung des Leitungsnetzes (samt der sonstigen Infrastruktur wie Trafos und Schaltanlagen) sowie für Speichersysteme rückt damit die 10-Billionen-Marke in Sichtweite.

Bei Speichern ist außerdem zu beachten, dass wir so gut wie keine Möglichkeiten haben, die Kapazität der wenigen vorhandenen Pumpspeicheranlagen zu erhöhen. Dass die vielgepriesenen Batterien Europas nur eine Ente waren, wurde bereits erwähnt. Dabei ist dieses Speicherverfahren das einzige, das derzeit großtechnisch verfügbar und ausgereift ist. Seine Speicherverluste liegen bei rund 25 %. Andere Kaninchen-aus-dem-Hut-Technologien wie Power-to-Gas (was etwa der derzeit favorisierten Wasserstofftechnologie entspricht) bedingen nach heutigem Kenntnisstand Verluste, die vermutlich eher um den Faktor 2-3 höher liegen. Dies würde wiederum bedeuten, dass man statt der dreifachen Menge an Wind- und Solaranlagen wie bisher mit bis zur neunfachen Menge rechnen müsste. Kosten? Vor einiger Zeit galt noch der Spruch: Die Milliarde ist die neue Million. Heute ist die Politik schon weiter und wirft immer ungenierter gleich mit Billionenbeträgen um sich. Als gäbe es kein Morgen.

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In Teil 2 dieses Berichts beschäftigen wir uns mit den Auswirkungen auf die vorhandenen konventionellen Kraftwerke – die ja immer dann einspringen müssen, wenn Wind- und Solarstrom mal wieder komplett ausfallen.