Die extrem hohen Kosten und extrem geringen Vorteile von Elektro­fahrzeugen

Es bleibt zu hoffen, dass der wahnsinnige Vormarsch gegen die Fähigkeit des Westens, fossile Brennstoffe überhaupt zu nutzen, durch die harten Realitäten der Wirtschaft, Logistik und Ressourcenverfügbarkeit (die sich auch und nicht zuletzt auf Kindersklavenarbeit stützt!) ins Leere läuft. Dennoch hat Großbritannien, ehemals eine Bastion der Vernunft, als Teil seines Strebens nach einer rein elektrischen Gesellschaft vorgeschrieben, bis 2030 in jedem Haushalt Ladestationen für Elektrofahrzeuge zu installieren und alle neuen Autos und Lieferwagen mit Wasserstoff- oder Elektroantrieben (und nicht mit Hybridantrieben) auszustatten.

Beginnen wir mit dem Einsatz von Kinderarbeit bei den intensiven Bemühungen, Rohstoffe nur für Batterien für Elektrofahrzeuge (EV) zu erhalten.

Wie der internationale Energieökonom Tilak Doshi berichtet [in deutscher Übersetzung beim EIKE hier], stützt sich die wichtigste Komponente der EV, der Lithium-Ionen-Akkumulator, auf unabdingbare mineralische Rohstoffe wie Kobalt, Graphit, Lithium und Mangan. Nach Angaben der Handels- und Entwicklungskonferenz der Vereinten Nationen stammen zwei Drittel der weltweiten Kobaltproduktion aus der Demokratischen Republik Kongo, ein Viertel davon aus gefährlichen kleinen Minen, in denen häufig schon Kinder gezwungen werden, das giftige Material mit bloßen Händen auszukratzen.

Darüber hinaus stellte ein kürzlich veröffentlichter Bericht der Global Warming Policy Foundation von Michael Kelly fest, dass allein der Ersatz der britischen Flotte von Benzinfahrzeugen durch Elektrofahrzeuge (wie vorgeschrieben) fast die doppelte jährliche globale Erzeugung von Kobalt, drei Viertel der weltweiten Erzeugung von Lithiumkarbonat, fast die gesamte weltweite Erzeugung von Neodym und mehr als die Hälfte der weltweiten Erzeugung von Kupfer erfordern wird.

Der Ersatz jedes Verbrennungsmotors in den USA würde wahrscheinlich fünf- bis sechsmal so viel dieser teuren Erze erfordern. Rechnet man den Rest Europas (einschließlich Russland) und Amerikas hinzu – und ignoriert dabei sogar Afrika, China, Indien und den Rest Asiens – beginnt man zu erkennen, dass die Welt gar nicht genug dieser Mineralien finden und folglich genehmigen und fördern kann, um bis 2040 (geschweige denn früher) eine weltweite EV-Flotte aufzubauen.

Heutzutage dauert es fast so lange, nur um eine Genehmigung für die Aufnahme eines neuen Bergbaubetriebs zu erhalten – wenn man die Einwände der Umweltschützer und von NIMBY überwindet. Und, wie Kelly abschließend feststellt, mag man sich die ökologischen und sozialen Auswirkungen eines stark ausgeweiteten Abbaus dieser Materialien – von denen einige hochgiftig sind, wenn sie abgebaut, transportiert und verarbeitet werden – in Ländern mit Korruption und Missachtung von Menschenrechtsbilanzen gar nicht vorstellen.

Okay, vielleicht haben Sie also nichts gegen eine beschleunigte Genehmigung (keine Umweltverträglichkeitserklärungen oder Raum für öffentliche Stellungnahmen) zum Abbau oder sogar Import von Erzen vom Mars oder Mond. Ob Kinder oder KI-Roboter die Arbeit machen in jedem Falle Sklaven.

Die nächste Hürde ist die Überwindung des Schocks zu erfahren, dass man gar nicht so viel für die Umwelt tut, wenn man ganzen Bevölkerungen Elektrofahrzeuge aufzwingt.

Doshi berichtet, dass etwa die Hälfte der lebenslangen CO2-Emissionen eines Elektrofahrzeugs auf die Energie zurückzuführen ist, die für die Herstellung des Autos verwendet wird – hauptsächlich auf den Abbau und die Verarbeitung von Rohstoffen, die für die Batterie benötigt werden. Nur etwa 17 Prozent der gesamten CO2-Emissionen von benzinbetriebenen Fahrzeugen werden auf deren Herstellung zurückgeführt. Darüber hinaus verursacht die Herstellung eines Elektroautos etwa 30.000 Pfund CO2, während durch die Herstellung eines Benzinfahrzeugs nur etwa 14.000 Pfund CO2 freigesetzt werden.

Doshi erklärt, dass der CO2-Ausstoß von EVs auf der Straße von der Treibstoffmenge zur Stromerzeugung abhängt, der zum Aufladen der Batterie verwendet wird. Wenn er aus einem Kohlekraftwerk stammt, beträgt er etwa 15 Unzen CO2 für jede gefahrene Meile – 3 Unzen MEHR als bei einem ähnlichen benzinbetriebenen Auto. Wenn ein EV während seiner Lebensdauer nur etwa 50.000 Meilen gefahren wird, gibt es mehr CO2 in die Atmosphäre ab als ein vergleichbares Benzinfahrzeug. Doch bei über 90.000 Meilen mit der Batterie, die von saubereren Erdgaskraftwerken aufgeladen wird, wird das EV nur 24 Prozent weniger CO2 erzeugen als sein benzinbetriebener Zwilling.

Eine von Fachleuten begutachtete Studie der Universität Yale aus dem Jahr 2012 hatte ergeben, dass Elektrofahrzeuge nur eine Verringerung des „globalen Erwärmungspotentials“ um 10 bis 24 Prozent bingen, jedoch auch das Potential für einen signifikanten Anstieg der Vergiftung von Menschen und von Süßwasser aufweisen, ebenso wie der Süßwasser-Eutrophierung und der Auswirkungen auf den Metallabbau. Die Studie kam zu dem Schluss, dass bei einer Fahrzeuglebensdauer von 100.000 Kilometern das globale Erwärmungspotential von Elektrofahrzeugen im Vergleich zu Benzinfahrzeugen nicht mehr als 14 Prozent beträgt und die Auswirkungen im Vergleich zu Dieselfahrzeugen nicht unterscheidbar sind.

Und wir wetten, dass Sie dachten, „emissionsfreies Fahrzeug“ bedeute AKTIV null Emissionen. Aber zumindest in UK gibt es ein zusätzliches Problem. Die wise owls of London sind ebenso erpicht darauf, Erdgas zum Betrieb von Haushaltsgeräten (einschließlich Heizsystemen) auslaufen zu lassen.

Der pensionierte Ingenieur Mike Travers argumentiert jedoch, dass die Dekarbonisierung der britischen Wirtschaft wahrscheinlich voraussetzt, dass Hausbesitzer (und Vermieter) elektrische Wärmepumpen, EV-Ladepunkte sowie elektrische Öfen und Duschen installieren müssen. Dieser zusätzliche Bedarf wird die Installation größerer Schaltkästen sowie neuer Trennschalter und Verteilertafeln erfordern – plus Neuverkabelung zwischen dem Schaltkasten und dem Verteilungsnetz.

In städtischen Gebieten, in denen die meisten elektrischen Kabel unterirdisch verlegt sind, müssen Gräben zwischen dem Haus und den Stromkreisen in der Straße gegraben werden. All dies wird die Stromkosten beträchtlich erhöhen. Dasselbe gilt für die Kalifornier, deren Gouverneur gerade ein Gesetz unterzeichnet hat, welches 100 Prozent erneuerbare Energien bis 2045 vorschreibt.

Aber Moment! Da ist MEHR!

Travers stellt fest, dass viele EV-Befürworter eine „Fahrzeug-zu-Netz“-Ladung ins Auge fassen, bei der die Fahrzeugbesitzer bei hoher Nachfrage Strom aus der Batterie ihres Fahrzeugs wieder in das Netz einspeisen. Diese Dummköpfe! Das Problem: Die EV-Batterie liefert Gleichstrom, während das Netz Wechselstrom benötigt. Um das Netz zu speisen, müsste der Hausbesitzer einen Tausender für einen DC-AC-Wandler ausgeben, und warum sollte das jemand tun – oder die Batterie seines eigenen Fahrzeugs in unsicheren Zeiten entladen?

Autor: Duggan Flanakin is the Director of Policy Research at the Committee For A Constructive Tomorrow. A former Senior Fellow with the Texas Public Policy Foundation, Mr. Flanakin authored definitive works on the creation of the Texas Commission on Environmental Quality and on environmental education in Texas. A brief history of his multifaceted career appears in his book, „Infinite Galaxies: Poems from the Dugout.“

Link: https://www.cfact.org/2020/08/06/the-high-costs-and-low-benefits-of-electric-vehicles/
Übersetzt von Chris Frey EIKE




Warum sind diese Menschen­leben unwichtig?

Die grünen und politischen Interessengruppen Kaliforniens wollen keine Bohrungen oder Fracking, keine Pipelines, keine Atom-, Kohle- oder Wasserkraftwerke – und auch keinen Bergbau für die Materialien, die zur Herstellung von Elektroautos benötigt werden. Sie ziehen es vor, diese Arbeit woanders erledigen zu lassen und die Energie, Autos und Konsumgüter einfach zu importieren.

Sie wollten schon lange eine Flotte vollständig elektrischer Fahrzeuge (EV), die ihrer Meinung nach sauber, ethisch, klimafreundlich und nachhaltig sein sollte. Natürlich halten diese Labels nur so lange stand, wie sie sich ausschließlich auf Aktivitäten und Emissionen innerhalb der Grenzen der kalifornischen Bundesstaaten beziehen – und nicht darauf, wo der Bergbau, die Herstellung und die Stromerzeugung stattfinden. Diese Art von „Lebenszyklus“-Analyse würde ihre Behauptungen völlig durcheinander bringen.

Betrachten wir Kupfer. Ein typischer Verbrennungsmotor verbraucht nach Angaben der International Copper Association etwa 23 Kilogramm dieses lebenswichtigen Alltagsmetalls. Ein Hybridauto benötigt fast 40 kg, ein Plug-in-EV 60 kg und ein großer Elektrobus kann bis zu 369 kg Kupfer verbrauchen. Wenn alle 15.000.000 kalifornischen Autos EVs wären, würden sie fast 1.000.000 Tonnen Kupfer benötigen.

Aber Kupfererze haben im Durchschnitt nur 0,5 Gewichtsprozent Metall, stellt der Energieanalyst Mark Mills fest. Das bedeutet, dass 200.000.000 Tonnen Erz abgebaut, zerkleinert, verarbeitet und raffiniert werden müssten, um so viel Kupfer zu erhalten. Fast jeder Schritt in diesem Prozess würde fossile Brennstoffe erfordern – und Kohlendioxid und Schadstoffe ausstoßen.

Und das gilt nur für Kalifornien. Laut Michael Kelly, emeritierter Technologieprofessor an der Universität Cambridge, würde der Ersatz aller Fahrzeuge in UK durch Elektrofahrzeuge der nächsten Generation mehr als die Hälfte der weltweiten jährlichen Erzeugung von Kupfer, das Doppelte des jährlichen Kobaltbedarfs, drei Viertel der jährlichen Lithiumkarbonatproduktion und fast die gesamte jährliche Erzeugung von Neodym erfordern.

Nur ein einziges Elektroauto oder eine Batterie mit Notstromversorgung wiegt 1.000 Pfund und erfordert die Gewinnung und Verarbeitung von etwa 500.000 Pfund verschiedener Erze, sagt Mills. Die wahren Kosten von „grüner“ Energie sind nicht nur im monetären Sinne schwindelerregend.

Stellen Sie sich vor, alle fast 300.000.000 Autos, SUVs, Pickup-Trucks, Busse, Lastwagen und andere Fahrzeuge in den USA im Rahmen des Green New Deal durch elektrische Versionen zu ersetzen – und sie dann täglich aufzuladen. Die Millionen von Windturbinen, Milliarden von Sonnenkollektoren, Milliarden von Notstrombatterien, Tausende von Kilometern neuer Übertragungsleitungen, der umfangreiche Netzausbau und etwa eine Million Schnellladestationen in ganz Amerika würden ebenfalls Kupfer, Beton, all diese anderen Metalle und viele weitere Materialien in unvorstellbaren Mengen benötigen.

Die Lagerstätte Pebble Mine in Alaska verfügt über geschätzte 35 Millionen Tonnen hochgradiges Kupfererz und 3 Millionen Tonnen Molybdän und andere entscheidende GND-Erze. Allein das Kupfer ist fast doppelt so hoch wie die Weltproduktion dieses wichtigen Elements im Jahr 2019. Die Genehmigungen wurden aus fragwürdigen Gründen jahrelang blockiert. Doch das US Army Corps of Engineers stellte kürzlich fest, dass der Bergbau keinen „messbaren Effekt“ auf den Sockeye-Lachs-Bestand im Wassereinzugsgebiet von Bristol Bay haben würde. Er sollte daher unter strengen US-Gesetzen zur Kontrolle der Umweltverschmutzung, zur Rückgewinnung, zum Schutz der Tierwelt, zur Sicherheit am Arbeitsplatz, zu fairen Löhnen und unter Beachtung der Gesetze zur Kinderarbeit erlaubt werden.

Umweltschützer beabsichtigen, die [Inbetriebnahme von] Pebble Mine so lange wie möglich hinauszuzögern – und andere US-Erkundungs- und Bergbauprojekte zu blockieren. Aus diesem Grunde wird der größte Teil des Bergbaus und der Verarbeitung im Ausland durchgeführt, ein Großteil davon in China und der Mongolei oder von chinesischen Unternehmen in Afrika, Asien und Lateinamerika, wo keines dieser Gesetze gilt.

Die meisten Erze der seltenen Erden der Welt werden in der Nähe von Baotou in der Inneren Mongolei gewonnen, indem Säure in den Boden gepumpt und dann mit noch mehr Säure und Chemikalien verarbeitet wird. Bei der Produktion einer Tonne Seltenerdmetalle werden bis zu 420.000 Kubikfuß giftige Gase, 2.600 Kubikfuß säurehaltiges Abwasser und eine Tonne radioaktiver Abfall freigesetzt. Der dabei entstehende schwarze Schlamm wird in einen fauligen See geleitet, bar jeden Lebens. Zahlreiche Einheimische leiden an schweren Haut- und Atemwegserkrankungen, Kinder werden mit weichen Knochen geboren, und die Krebsraten sind in die Höhe geschnellt.

Lithium stammt größtenteils aus Tibet und dem trockenen Hochland des „Lithium-Dreiecks“ Argentinien-Bolivien-Chile. Tote, giftige Fische gesellen sich zu den Kadavern von Kühen und Yaks, die im tibetischen Liqi-Fluss treiben, der durch die Ganzizhou-Rongda-Mine vergiftet wurde. Die Eingeborenen im ABC-Dreieck sagen, dass die Lithiumoperationen die Flüsse, die für Menschen, Vieh und Bewässerung benötigt werden, verseuchen und Berge von weggeworfenem Salz hinterlassen.

Der weltweit größte Produzent von Kobalt ist die Demokratische Republik Kongo, wo etwa 40.000 Kinder im Alter von bis zu vier Jahren mit ihren Eltern für weniger als 2 Dollar pro Tag bis zu 12 Stunden am Tag schuften. Viele von ihnen sterben bei Höhleneinstürzen oder langsamer durch den ständigen Kontakt mit giftigem, radioaktivem Schlamm, Staub, Wasser und Luft, die gefährliche Mengen an Kobalt, Blei, Uran und anderen Schwermetallen in ihren Körper bringen. Das Kobalterz wird von der in chinesischem Besitz befindlichen Congo Dongfang International Mining Company zur Verarbeitung nach China geschickt.

Das ist nur zur Deckung des aktuellen Rohstoffbedarfs. Man versuche einmal, sich die Rohstoffnachfrage, die Bergbau- und Kinderarbeitsbedingungen in der Dritten Welt und die Umweltzerstörung unter dem Green New Deal vorzustellen.

Linke sagen oft, dass sie nachhaltigen, fair gehandelten Kaffee, Turnschuhe, Handtaschen und Diamanten unterstützen. Kinderarbeit, Sweatshops oder unsichere Bedingungen werden nicht toleriert. Aber bei grüner Energie und Elektrofahrzeugen sieht die Sache anders aus. Im Jahr 2019 schlug die kalifornische Parlamentsvorlage 735 vor, dass der Staat bescheinigen sollte, dass dort verkaufte „Null-Emissions“-Elektrofahrzeuge frei von jeglichen Materialien oder Komponenten sind, die Kinderarbeit beinhalten. Die Demokraten stimmten dagegen. Die Angelegenheit sei kompliziert, „erklärten“ sie. Sie sei zu schwer durchzusetzen, koste zu viel und gefährde die Klimaziele des Staates. Und außerdem setzen viele andere Industriezweige ebenfalls Kinderarbeit ein. (Also schweigen Sie gefälligst hierzu!)

Letzten Monat hatte das US-Repräsentantenhaus die Gelegenheit, eine nationale Bescheinigung zu erlassen, die besagt, dass staatlich finanzierte Elektrobusse und Ladestationen keine mit Kinderarbeit abgebauten Mineralien enthalten. Der Verkehrsausschuss billigte den Änderungsantrag 43-19 (alle 19 Nein-Stimmen waren Demokraten). Pete DeFazio (D-OR) ersetzte jedoch klammheimlich die durchsetzbare Formulierung durch eine bedeutungslose Erklärung, dass „es die Politik der Vereinigten Staaten ist“, dass Gelder „nicht verwendet werden sollten“ für Gegenstände, die u. A. mittels Kinderarbeit hergestellt werden.

DeFazio behauptete, die Zertifizierung sei unnötig, weil die US-Handelsabkommen Kinderarbeit verbieten. Es gibt jedoch kein Abkommen mit dem Kongo, und China hat kein Interesse an der Beendigung der Kinderarbeit in seinen Lieferketten gezeigt. (Außerdem ist die Angelegenheit kompliziert, schwer durchsetzbar und gefährlich für das Klima und die Ziele des Green New Deal).

Es fällt Nancy Pelosi und ihren Kollegen leicht, aus Solidarität mit Black Lives Matter Kente-Stoffstolen zu tragen. Und für die Mitarbeiter des Sierra-Clubs, die „Geschichte und Kultur der weißen Vorherrschaft“ der Organisation zu kritisieren – was ich als gefühllosen, tödlichen und wohl rassistischen Öko-Imperialismus und Kohlenstoff-Kolonialismus bezeichne. Wir brauchen wirkliche Reformen und ein Ende der Cancel-Kultur, die die Diskussion über die Schrecken dessen zum Verstummen bringt, was in zu vielen nicht-weißen Gebieten der Vereinigten Staaten und der Welt vor sich geht.

Die menschlichen und ökologischen Realitäten der GND-Politik schreien nach einer Debatte. Das gilt auch für die Gewalt und den Tod, die dem unentschuldbaren Tod von George Floyd vorausgingen und folgten. Nicht nur die 25 von Polizisten erschossenen unbewaffneten Schwarzen in ganz Amerika im Jahr 2019, die zum engen Fokus von Black Lives Matter, Politikern und Randalierern geworden sind. Sondern auch die Morde an David Dorn, Patrick Underwood und anderen Polizeibeamten; an Mekhi James, LeGend Taliferro, Secoriea Turner und anderen dunkelhäutigen Kindern, die von ihren Mitschwarzen erschossen wurden; und an bis zu 7.000 amerikanischen schwarzen Männern, Frauen und Kindern, die jedes Jahr von Schwarzen ermordet werden.

In Chicago meldete die Polizei am Wochenende des 4. Juli 87 Schießereien und 17 Tote, und fast ein Dutzend der Erschossenen waren Kinder, die ins Kreuzfeuer gerieten, so die New York Post verzweifelt. Tatsächlich übertrifft die Zahl der schwarz/schwarz gemeldeten Morde in Windy City an fast jedem der beiden letzten aufeinander folgenden Wochenenden diese 25 Polizistenmorde.

„Jede einzelne Person, die [bisher] im Juli dieses Jahres in New York City erschossen wurde, insgesamt fast 100, gehörte einer Minderheit an“, twitterte NBC News-Reporter Tom Winter, „und 97% der Schussopfer im Juni waren Mitglieder der Minderheitengemeinde der Stadt“. Die Lösung ist die Definanzierung der Polizei?

ALLE diese afrikanischen, asiatischen, lateinamerikanischen und minderheitlichen amerikanischen Leben zählen. Es ist an der Zeit, ehrlich darüber zu sprechen, herauszufinden, was die Unmenschlichkeit wirklich antreibt, und eine Welt zu schaffen, in der zu leben wir stolz sein können.

Paul Driessen is senior policy analyst for the Committee For A Constructive Tomorrow (www.CFACT.org) and author of books and articles on energy, environment, climate and human rights issues.
Link: https://wattsupwiththat.com/2020/08/08/why-dont-these-lives-matter/
Übersetzt von Chris Frey EIKE




Lügen-Medien machen Klima-Alarmismus erst möglich

Es mangelt nicht an Beispielen für die Neigung und Verlogenheit der Medien, darunter die Berichterstattung über das Coronavirus, die Verharmlosung der Unruhen in amerikanischen Städten und die Verharmlosung der geheimen Absprachen mit Russland. Die Frage des Klimawandels ist ein weiteres eklatantes Beispiel, das über bloße Voreingenommenheit hinausgeht. In den meisten Medienberichten wird das Thema als eine singuläre Wahrheit dargestellt, d.h. das Ausatmen des Menschen und die Industrie führen dazu, dass sich der Planet zu einem bevorstehenden Weltuntergang erwärmt. Normalerweise werden keine anderen Beweise oder Standpunkte anerkannt, geschweige denn glaubwürdig gemacht.

Die vorherrschende mediale Behandlung des Klimawandels und anderer Themen in den Medien weist eine Kombination aus Kurzsichtigkeit, Faulheit, Unehrlichkeit und Zensur auf, die von CFACT selbst aufgegriffen wurde.  Es ist so schlimm geworden, dass zwei große Medien kürzlich durch sehr öffentliche Demissionen entlarvt wurden und mehrere Nachrichtenredaktionen infantile Wachsamkeit an den Tag legten.

Führend hinsichtlich dieses journalistischen Fehlverhaltens gehört vor allem Chuck Todd von NBC, ein willfähriger Hampelmann für Klimagläubigkeit und ehemaliger Kongressberater. Todd kündigte an, er werde den Skeptikern des vorherrschenden Mantra der vom Menschen verursachten globalen Erwärmung keine Sendezeit geben. Kein gegensätzlicher Standpunkt darf in der „Mainstream“-Klimaberichterstattung Raum finden.

Das Time Magazine, ein weiteres bedeutendes Medienportal, ist seit langem von der „gefährdeten Erde“ besessen, schon seit Ende der 1980er Jahre. Damals hatte die globale Erwärmung das Mantra des kommenden Eiszeitalters aus den 1970er Jahren ersetzt. Die jährliche „Person des Jahres“ von Time wurde 1988 durch den „Planeten des Jahres“ ersetzt. Time hat in den mehr als 30 Jahren seitdem immer wieder in die gleiche Kerbe geschlagen, selbst als sich die Umwelt auf der Erde verbesserte, die globale Armut abnahm und die Kohlenstoffemissionen der USA in jüngster Zeit zurückgingen. Wie dem auch sei, ihre „Person des Jahres“ 2019 war die unermüdliche und missbrauchte Greta Thunberg.

Die Kurzsichtigkeit der Medien gegenüber Fragen des Klimawandels ist so weit verbreitet, dass einige jüngere Reporter selbst vielleicht nicht erkennen, dass sie in der „Captain Planet“-Generation aufgewachsen sind, als Ted Turners Karikatur den Gehirnwäscheprozess einleitete.

Journalisten haben lange als Stenographen für Prominente und Politiker agiert, die absurde katastrophale Klimabehauptungen aufstellen. Reporter wissen sicherlich, wie allgegenwärtig die Politik ist, doch so viele akzeptieren Klimaklischees ohne Überprüfung.  Hat irgendein Reporter jemals die vielen absurden Behauptungen von Senator Bernie Sanders oder der Kongressabgeordneten Alexandria Ocasio-Cortez hinterfragt?  Wurde jemals gefragt, wie eine Abkühlung des Planeten um ein Grad in 30 Jahren das Abschmelzen von Eisbergen im Sommer stoppen würde, oder wie Wind und Sonne fossile Brennstoffe „ersetzen“ können, wenn sie in so großem Umfang auf sie angewiesen sind? Die Liste geht weiter und weiter.

Ab und zu gibt es bescheidene Ausnahmen, wie zum Beispiel als Foxnews-Moderator Chris Wallace 2017 Al Gore interviewte und einige zurückwies. Doch selbst in diesem Fall ließ Wallace mehrere lächerliche Behauptungen von Gore durchgehen, darunter den vermeintlichen Anstieg des Meeresspiegels aufgrund der globalen Erwärmung, der angeblich auf den Straßen Miamis den Fischfang möglich machen soll.

Ein Teil des Problems besteht darin, dass – während die Ideologie des Klimawandels unter den demokratischen Politikern inzwischen ein unangefochtenes Dogma ist – nur wenige Republikaner bereit sind, sich mit Reportern in Verbindung zu setzen, um ihnen entgegenzuwirken, abgesehen davon, dass sie sich über das mehrere Billionen Dollar teure Preisschild des Green New Deal beschweren. Für solche Republikaner besteht das Kalkül darin, Kontroversen zu vermeiden, anstatt die zugrunde liegenden Annahmen der Klimaagenda zu widerlegen.

Alltäglich in der Klimaberichterstattung ist es, dass jede neue, hinsichtlich der globalen Erwärmung veröffentlichte „Studie“ mit hanebüchenen Vorhersagen für 12 bis 80 Jahre, von den Reportern für bare Münze genommen wird. Unabhängig von politischen Neigungen oder persönlichen Präferenzen sollte jeder Journalist ein Skeptiker sein und über beide Seiten berichten, da es auf beiden Seiten der Klimawandel-Diskussion zahlreiche Wissenschaftler gibt.

So veröffentlichte beispielsweise die Zeitschrift Nature Climate Change im vergangenen Frühjahr eine skurrile Studie, der zufolge bis zum Jahr 2100 werde die Hälfte der Strände der Welt aufgrund des Klimawandels verschwinden. Alle Medien, die über die Studie berichteten, haben diese „Ergebnisse“ nachgeplappert, ohne dass auch nur eine einzige oberflächliche Kritik laut geworden ist.

Noch folgenschwerer war die Nachlässigkeit der Medien bei der Berichterstattung über die Ergebnisse des IPCC. Michael Shellenberger dokumentiert in seinem neuen BuchApocalypse Never“, wie sehr diese sensationslüsterne Berichterstattung regelmäßig im Widerspruch zur aktuellen IPCC-Forschung steht.

Der kumulative Effekt jahrelanger Berichterstattung von Robotern über die vom Menschen verursachte globale Erwärmung hat zum Wachstum und zur politischen Macht der Klimawandelindustrie beigetragen. Wenn ihr nicht entgegengewirkt wird, wird sie weiter zu einer falsch informierten Öffentlichkeit und leichtgläubigen Politikern führen, die der Bevölkerung in Amerika und weltweit eine immer destruktivere und verschwenderischere Klimapolitik aufzwingen.

Autor: Peter Murphy, a CFACT analyst, has researched and advocated for a variety of policy issues, including education reform and fiscal policy, both in the non-profit sector and in government in the administration of former New York Gov. George Pataki. He previously wrote and edited The Chalkboard weblog for the NY Charter Schools Association, and has been published in numerous media outlets, including The Hill, New York Post, Washington Times and the Wall Street Journal.

Link: https://www.cfact.org/2020/08/07/mainstream-media-enables-climate-alarmism/
Übersetzt von Chris Frey EIKE




Die Julierwärmung der letzten 100 Jahre – hat das was mit der CO2-Zunahme zu tun?

Grafik 1: Der Juli ist wärmer geworden in den letzten 100 Jahren. Laut DWD um ein gutes Zehntel Celsius je Jahrzehnt. Die Trendlinie vermittelt den Eindruck, als habe es eine gleichmäßige Erwärmung gegeben. Und daraus könnte man die Schlussfolgerung ziehen, die ebenso regelmäßig steigenden CO2-Konzentrationen der Atmosphäre würden dies bewirken.


Schon auf den ersten Blick auf die Jahrestemperaturen einzelner Jahre ist erkennbar, dass der Eindruck einer kontinuierlichen Erwärmung nicht stimmen kann. Die genaue Betrachtung der Julitemperaturreihe ergibt schließlich 2 Teile.

  1. Der Zeitraum 1921 bis 2004: Der Juli zeigt keine Erwärmung.

Grafik 2: Im Betrachtungszeitraum ab 1921 ist der Juli leicht kälter geworden, vor allem ab 1960, erst nach 1980 bis 2004 setzte eine leichte Erwärmung ein, so dass die Trendlinie einen ausgeglichenen Verlauf zeigt, die Linie ist zugleich der Durchschnitt über die 84 Jahre.

  1. Der Monat Juli ab dem Jahre 2005 bis 2020

Grafik 3: Auch über die letzten 16 Jahre ist der Juli nicht wärmer geworden. Allerdings liegt die Regressionsgerade um fast eineinhalb Grad höher als in Grafik 2.


Ergebnis: Der Monat Juli ist durch einen Temperatursprung im Jahre 2005 wärmer geworden. Auf diesem höheren Plateau halten sich die Temperaturen laut DWD Wetterstationen bis heute. Der Juli wurde vor 16 Jahren zu einem angenehmen Hochsommermonat. Wie lange wird sich der Monat wohl auf diesem Niveau halten?
Gibt uns Kohlendioxid die Antwort?

Grafik 4: Die CO2 Konzentration ist seit 1958 überall auf der Welt von 315 ppm auf nunmehr fast 420 ppm angestiegen. Und man staune: Trotz Corona ist auch im Jahre 2020 die CO2-Konzentration im gleichen Maße weiter gewachsen. Kein Stillstand. Dies zeigt, dass die wegen der Pandemie weltweit unfreiwilligen Maßnahmen einer anthropogenen CO2-Reduktion keinen Einfluss auf die Anstiegskurve hatten. Und die Zunahme korreliert auch nicht mit den DWD-Julitemperaturen.


Wir halten fest:

  1. Trotz Corona und der Wirtschaftsreduktion ist die CO2-Konzentration der Atmosphäre im gleichen Maße auch im Jahre 2020 weiter angestiegen.
  1. Auf die Temperaturentwicklung des Monates Juli in Deutschland hat die CO2-Konzentationszunahme überhaupt keinen Einfluss. Der Temperatursprung auf ein höheres Niveau in den letzten 16 Jahren kann mittels CO2 nicht erklärt werden. Ebenso wenig der Stillstand seit 16 Jahren bei den DWD-Wetterstationen.

Wir (Kämpfe/Kowatsch) haben in unseren Artikeln schon des öfteren darauf hingewiesen, dass eine vermehrte Sonnenscheindauer und die Änderung der Großwetterlagen den plötzlichen Temperatursprung einzelner Monate innerhalb der letzten 30 Jahre bewirkt haben.
Der Einfluss des Wärmeinseleffektes (WI) auf die letzten 16 Jahre
Die Wetterstationen in Deutschland sind einer ständigen Änderung durch die menschliche Bebauung und Trockenlegungsmaßnahmen unterworfen. Die Stationen des DWD dürften einen Durchschnitt mit einem mittlerem WI-anteil repräsentieren.. Deshalb soll in der folgenden Betrachtung die Frage geklärt werden wie sich die Temperaturen in ausgesprochenen Wärmeinseln im Gegensatz zu wärmeinselarmen Gegenden in den letzten 16 Jahren entwickelt haben
Der Großraum München ist eine sich vergrößernde Wärmeinsel
In der folgenden Grafik 5 ist die Wetterstation München Stadtmitte im Vergleich zur DWD-Station Holzkirchen aufgetragen. Holzkirchen ist ein südlicher Vorort von München, im sich stets weiter entwickelnden Speckgürtel der Stadt. Auch aufgrund des Autobahnanschlusses und zweier Bundesstraßen nimmt sowohl die Einwohnerzahl als auch die Gewerbeansiedlung rapide zu.

Grafik 5: Julitemperaturentwicklung seit 2005 in München (rot) und Holzkirchen (grün). In der Stadt ist es wärmer. Beide Temperaturverläufe sind ansonsten ziemlich ähnlich steigend. Der Monat Juli wurde an beiden Standorten auch nach 2005 wärmer.


Man beachte: UHI-Effekt und WI-Effekt sind nicht dasselbe. Anhand dieser Grafik 5 lässt sich gut der Unterschied zwischen Wärmeinseleffekt und UHI-Effekt (Stadt-Land unterschied) erklären.
UHI-effekt: Der Stadt-Land Temperaturunterschied beträgt in diesem Falle 2 Grad Celsius, siehe die Differenz zwischen der roten und grünen Trendgerade. Also: Die Wetterstation in der Stadtmitte von München ist stets um 2 Grad wärmer als die Wetterstation im eher noch ländlichen Holzkirchen.
WI-effekt: Der Wärmeinseleffekt ist bei beiden Stationen etwa gleich zunehmend. Zunehmend deshalb, weil die Temperaturen bei beiden Stationen seit 2005 weiter steigen. (siehe den WI-Unterschied zur DWD-Deutschlandgrafik 3)
Zum Unterschied: Sowohl die Stadt München als auch Holzkirchen haben einen hohen Wärmeinseleffektanteil in ihren Juli-Temperaturreihen seit 2005, während der UHI-effekt zwischen beiden Standorten unverändert bei 2 Grad bleibt.
Wetterstationen mit geringem WI-anteil in den letzten 16 Jahren.
Die Grafik 3 der DWD-Deutschlandtemperaturen zeigt seit 2005 eine ebene Trendlinie, es handelt sich um Stationen mit einem mittlerem WI-Anteil.
Als Beispiel einer WI-armen Wetterstation soll hier die Wetterstation im kleinen ländlichen Ort Goldbach bei Bischofswerda östlich von Dresden in der Oberlausitz dienen. Auch dort haben die Sonnenstunden zugenommen und die Landwirtschaft klagt über mangelnden Niederschlag und zunehmende Trockenheit.

Grafik 6: Im ländlichen Goldbach nehmen die Julitemperaturen seit 2005 leicht ab.


Leider hat der DWD den nicht den Normen entsprechenden Standort seiner Wetterstation in Lingen aufgegeben, so dass kein Juliwert 2020 vorliegt. Das „leider“ bezieht sich nur auf diesen Artikel. Bei vorsichtiger Schätzung des Juliwertes 2020 für Lingen ergibt sich jedoch eine steigende Julitrendlinie seit 2005, während die benachbarte Wetterstation Emden wie Goldbach in Grafik 6 eine fallende Trendlinie zeigt.
Zusammenfassung
Die Kohlendioxidkonzentration sind überall auf der Welt seit Messbeginn im Jahre 1958 gleichmäßig deutlich angestiegen und steigen weiter, wobei das Anstiegsintervall in den letzten beiden Jahrzehnten sogar leicht zunehmend ist.
Die Julitemperaturen Deutschlands sind gleichfalls gestiegen, aber nicht kontinuierlich wie die CO2-Konzentration, sondern durch einen Temperatursprung im Jahre 2005. Auf diesem höheren Temperaturplateau befinden wir uns bis heute.
Seit 2005 zeigen die DWD-Wetterstationen einen gleichmäßigen Verlauf. Das hohe angenehme Juli- und damit Sommerniveau wird gehalten. Wetterstationen mit einem hohen WI-anteil werden sogar wärmer, d.h. in deren Umgebung steigen die Julitemperaturen weiter. Bei WI-armen Stationen wird der Monat leicht kälter.
Beantwortung der Überschrift:
Zwischen dem Temperaturverlauf des Monates Juli und der weltweiten CO2-Konzentrationszunahme besteht überhaupt kein Zusammenhang. Wärmeinselarme deutsche Wetterstationen kühlen seit 16 Jahren sogar leicht ab, während die CO2-Werte weltweit zugenommen haben.
Anhand der Grafiken konnte aber erneut gezeigt werden, dass der Mensch durch die weitere Bebauung, Betonierung und Trockenlegung der einstigen freien Naturflächen die Landschaft wärmer und auch trockener macht. Damit vergrößern sich die Wärmeinseln.
Klimaschutz durch CO2-Einsparung ist vollkommen sinnlos, wichtig wäre ein sinnvoller Naturschutz, der die Naturlandschaften Deutschlands erhält. Vor allem sollte die weitere Landschaftstrockenlegung unterbunden werden. Das muss kein Bauverbot sein. Das Regenwasser sollte in den noch etwa 85% der deutschen Freiflächen zurückgehalten werden, damit es wieder versickern und durch Verdunsten die Landschaft im Sommer kühlen kann.




Diese Einhörner jener „grünen Energie“…

Da die politischen Entscheidungsträger den Schwerpunkt von den Herausforderungen einer Pandemie auf die wirtschaftliche Erholung verlagert haben, werden Infrastrukturpläne wieder aktiv diskutiert, auch solche, die sich auf Energie beziehen. Die Befürworter grüner Energie verdoppeln ihren Druck, den Einsatz von Wind- und Sonnenenergie sowie von Elektroautos fortzusetzen oder sogar zu erhöhen. Aus der Diskussion ausgeklammert bleibt jede ernsthafte Berücksichtigung der weitreichenden Auswirkungen der erneuerbaren Energien auf die Umwelt und die Versorgungskette.

Wie ich bereits in einem früheren Beitrag „The New Energy Economy: An Exercise in Magical Thinking“[1] untersucht habe, glauben viele Enthusiasten an Dinge, die physikalisch unmöglich sind, wenn es um die Physik der Treibstoffversorgung der Gesellschaft geht, nicht zuletzt der magische Glaube, dass „saubere“ Energie die Geschwindigkeit des Fortschritts der digitalen Technologien widerspiegeln kann. Das kann sie nicht.

Dieses Papier wendet sich einer anderen Realität zu: Alle Energie erzeugenden Maschinen müssen aus Materialien hergestellt werden, die aus der Erde gewonnen werden. Kein Energiesystem, kurz gesagt, ist tatsächlich „erneuerbar“, da alle Maschinen den kontinuierlichen Abbau und die Verarbeitung von Millionen Tonnen von Primärmaterialien sowie die Entsorgung von Hardware erfordern, die sich unweigerlich abnutzt. Im Vergleich zu Kohlenwasserstoffen führen grüne Maschinen im Durchschnitt zu einer Verzehnfachung der gewonnenen und verarbeiteten Materialmengen, um die gleiche Energiemenge zu erzeugen.

[Hervorhebung vom Übersetzer]

Hier die Studie von Mark P. Mills mit dem Titel: „Mines, Minerals and ‘Green’ Energy: A Reality Check“:

Es scheint der in der Realität verwurzelten Gemeinschaft nie in den Sinn zu kommen, dass man in der realen Welt über „A“ hinaus denken muss, also zu „B“, um viele andere Buchstaben des Alphabets einzubeziehen, wenn sich die Variablen auftürmen. Mit anderen Worten: Wenn Sie glauben, dass Sie durch den Anschluss Ihres Elektrofahrzeugs an eine handliche Steckdose die fossilen Brennstoffe und die Nebenindustrien aus dem Geschäft gedrängt haben, während Sie ansonsten Ihren Lebensstil fortsetzen und obendrein noch Geld sparen, dann denken Sie noch einmal darüber nach.

Wie Mills hervorhebt, gehören zur „grünen Energie“ folgende Realitäten:

Der Bau von Windturbinen und Sonnenkollektoren zur Stromerzeugung sowie von Batterien zur Versorgung von Elektrofahrzeugen erfordert im Durchschnitt mehr als die zehnfache Menge an Materialien, verglichen mit Baumaschinen, die Kohlenwasserstoffe verwenden, um die gleiche Menge an Energie für die Gesellschaft zu liefern.

Ein einziges Elektroauto enthält mehr Kobalt als 1.000 Smartphone-Batterien; die Blätter einer einzigen Windturbine enthalten mehr Kunststoff als 5 Millionen Smartphones; und eine Solaranlage, die ein Rechenzentrum antreiben kann, verbraucht mehr Glas als 50 Millionen Telefone.

Das Ersetzen von Kohlenwasserstoffen durch umweltfreundliche Maschinen unter den derzeitigen Plänen – ohne Rücksicht auf das Streben nach weit größerer Expansion – wird den Abbau verschiedener kritischer Mineralien auf der ganzen Welt erheblich steigern. Eine einzige Elektroautobatterie mit einem Gewicht von 1.000 Pfund erfordert zum Beispiel die Gewinnung und Verarbeitung von etwa 500.000 Pfund an Materialien. Über die Lebensdauer einer Batterie gemittelt „verbraucht“ jede Meile, die ein Elektroauto fährt, fünf Pfund Erde. Die Verwendung eines Verbrennungsmotors verbraucht etwa 0,2 Pfund Flüssigkeit pro Meile.

Öl, Erdgas und Kohle werden zur Herstellung von Beton, Stahl, Kunststoffen und gereinigten Mineralien benötigt, die für den Bau umweltfreundlicher Maschinen verwendet werden. Das Energie-Äquivalent von 100 Barrel Öl wird in den Prozessen verwendet, um eine einzige Batterie herzustellen, die das Äquivalent von einem Barrel Öl speichern kann.

Nach den derzeitigen Plänen wird bis 2050 die Menge ausgedienten Sonnenkollektoren – von denen ein Großteil nicht wiederverwertbar ist – die doppelte Tonnage des gesamten heutigen weltweiten Kunststoffabfalls ausmachen, zusammen mit über 3 Millionen Tonnen pro Jahr an nicht wiederverwertbaren Kunststoffen aus ausgedienten Windturbinenblättern. Bis 2030 werden mehr als 10 Millionen Tonnen Batterien pro Jahr zu Abfall werden.

Ja, nun, sicherlich hat die „Grünaille“ über diese ganze „grüne“ Sache nachgedacht, oder? Traurigerweise, nein. Denn die „grüne Bewegung“ wird nicht nur entsetzlich teuer sein und zu keinen nennenswert besseren ökologischen Zielen führen, sondern die Gewinnung ihrer notwendigen Materialien – denn selbst Einhörner müssen ja irgendwo herkommen – wird auch mehr kosten und noch mehr Umweltverschmutzung verursachen als die derzeitigen fossilen Brennstoffe.

[Hervorhebung vom Übersetzer]

Um beispielsweise den Energieertrag einer einzigen 100-MW-Erdgasturbine zu ersetzen, die selbst etwa die Größe eines Wohnhauses hat (und genug Strom für 75.000 Haushalte erzeugt), sind mindestens 20 Windturbinen erforderlich, von denen jede etwa so groß ist wie das Washington Monument und etwa 10 Quadratmeilen Land einnimmt[4].

Der Bau dieser Windmaschinen verbraucht enorme Mengen konventioneller Materialien, darunter Beton, Stahl und Fiberglas, sowie weniger gebräuchliche Materialien, darunter „Seltene Erden“-Elemente wie Dysprosium. In einer Studie der Weltbank wurde festgestellt, was jeder Bergbauingenieur weiß: „[T]echnologien, von denen angenommen wird, dass sie den Wandel zu sauberer Energie bevölkern … sind in ihrer Zusammensetzung tatsächlich wesentlich materialintensiver als die derzeitigen traditionellen, auf fossilen Brennstoffen basierenden Energieversorgungssysteme“[5].

Nichts kommt von nichts, und die seltenen Erden und andere Notwendigkeiten, um „grüne Energie“-Maschinen zu bauen, müssen genauso wie fossile Brennstoffe gewonnen werden, nur viel teurer. „Windparks kommen beim Materialverbrauch nahe an die Wasserdämme heran, und Solarparks übertreffen beides“, schreibt Mills. „In allen drei Fällen machen den größte Anteil der Tonnage konventionelle Materialien wie Beton, Stahl und Glas aus. Im Vergleich zu einem Erdgaskraftwerk benötigen alle drei mindestens eine zehnmal so hohe geförderte, bewegte und in Maschinen umgewandelte Gesamttonnage, um die gleiche Energiemenge zu liefern“.

Bitte klicken Sie auf den Link oben, um viel, viel mehr zu diesem Thema zu lesen. Die Kurzfassung ist, dass diejenigen, die die vorzeitliche Vision einer „sauberen und grünen“ Energie beherbergen, nicht nur sich selbst etwas vormachen, sondern auch den Rest von uns in Gefahr bringen, während sie ihren neototalitären Phantasien von Straßen nachgeben, deren einziger Verkehr der von kleinen Prinzessinnen auf Einhörnern sein wird.

Stattdessen wird, wie Mills abschließend feststellt, die Zukunft wirklich all das oben Gesagte sein – natürlich ohne die Einhörner:

Selbst ohne Subventionen, Mandate und eine grüne Energie begünstigende Politik wird die Zukunft sowohl für Amerika als auch für den Rest der Welt viel mehr Wind- und Solarparks und viel mehr Elektroautos sehen. Das wird genau deshalb geschehen, weil diese Technologien reif genug sind, um eine bedeutende Rolle zu spielen. Und angesichts des Ausmaßes des weltweiten Nachholbedarfs an Energie und Energie verbrauchenden Maschinen und Dienstleistungen – insbesondere nach dem Ausweg aus der Rezession – ist es eine Wahrheit und kein Schlagwort, dass die Welt „all das“ bei der Energieversorgung brauchen wird.

Diese Realitäten, kombiniert mit der unveränderlichen Tatsache, dass grüne Maschinen außergewöhnliche Mengen an Energiemineralien benötigen, können vielleicht eine gemeinsame Schnittmenge von Interessen bilden, die eine Ausweitung des heimischen Bergbaus unterstützen. Das wäre schließlich von strategischem und wirtschaftlichem Nutzen für die Vereinigten Staaten, unabhängig von den Debatten darüber, ob grüne Energie ein Ersatz für Kohlenwasserstoffe ist, was sie nicht ist, oder ein bedeutender neuer und wertvoller Energiesektor, was sie ganz sicher ist.

Dass man von Big Green nichts davon hören wird, sagt alles, was ma über ihre wahren Motive wissen müssen. Michael Walsh ist Journalist, Autor und Drehbuchautor. Er war 16 Jahre lang Musikkritiker und Auslandskorrespondent des Time Magazine. Zu seinen Werken gehören die Romane As Time Goes By sowie And All the Saints und die Bestsellerreihe „Devlin“, der NSA-Thriller und Sachbuch-Bestseller „The Devil’s Pleasure Palace“ und dessen Fortsetzung „The Fiery Angel“. Sein neuestes Buch „Last Stands“, eine Studie zur Militärgeschichte von den Griechen bis zur Gegenwart, wird im Dezember bei St. Martin’s Press erscheinen.

Link: https://wattsupwiththat.com/2020/08/03/about-those-green-energy-unicorns/