Offener Brief an die Fürther Nach­richten anlässlich eines Leitkom­mentars T1(2)

Warum ein offener Brief auf EIKE?

Der Autor macht sich ab und zu die (bisher vergebliche) Mühe, „seiner“ Lokalredaktion zu vermitteln, dass das Thema Klimawandel viel komplexer ist, als es die dpa (von der die meisten Artikel kopiert werden) als Vermittler der meistens vom – oder mit dem PIC – herausgegebenen -, in aller Regel alarmistischen Publikationen darstellen. Und dass die meisten, klimaalarmistischen Publikationen (sehr höflich ausgedrückt) eine simulierte Zukunft und Extreme fabulieren, welche zumindest derzeit keinesfalls durch Klima-Messdaten belegt sind.
Dies nicht lediglich als pauschale „Anklage“, sondern genau so umfangreich belegt und mit nachprüfbaren Fundstellen versehen, wie seine EIKE-Artikel.
Ab und an entwickeln sich daraus erfreuliche Korrespondenzen. Doch der eigentliche Sinn, die Redaktion in ihrem fast täglich in einem Kommentar oder Artikel vermittelten Klimaalarm zu „bremsen“ und die Mechanismen – vor allem Publizierungen – der Klimaalarmfraktion einfach mal zu hinterfragen, ist bisher vollkommen wirkungslos geblieben.
Im Gegenteil, man gewinnt den Eindruck, dass der Klimaalarm laufend verstärkt wird, mit der Konsequenz, dass sich die Zeitung diesbezüglich nicht mehr von der GRÜN-Linken, „bezahlpflichtigen Parteizeitung“ im Süden Bayerns, der SZ unterscheidet, weshalb sie der Autor in „Anschreiben“ inzwischen durchgehend als „Frankenprawda“ tituliert.
Im Leitartikel vom 17.08.2020 kumulierte sich der Klimaalarm-Unsinn (wieder) so konzentriert und geradezu „lehrbuchhaft“ klimapropagandistisch, dass es angebracht erschien, eine Gegendarstellung zu verfassen.
Wegen des erheblichen Zeitaufwandes und da sich darin auch viel allgemein interessante Information findet, wird diese nicht nur an die Redaktion (wo sie vielleicht in einer „Datensenke“ verschwindet), sondern auch an das EIKE zur Diskussion gegeben.

Bebauen und Bewahren“

An die Redaktion der Frankenprawda
Erneut Glückwunsch für einen Leitkommentar entsprechend der von unseren Leitpolitikern, der unfehlbaren Frau Merkel und den richtungsbestimmenden GRÜNEN, vorgegebenen Erfüllungsverpflichtung zur Desinformation der Leser, um bei den Untertanen keine Opposition zu den vorgesehenen, extrem teuer werdenden Maßnahmen zum unsinnigen – da nicht möglichen, aber auch vollkommen unnötigen -, sogenannten Klimaschutz aufkommen zu lassen.
Etwas Hoffnung hatte ich bisher, dass meine Gegenargumentationen zu bisherigen Redaktionskommentaren mit dem Thema Klima zumindest soweit Zweifel aufkommen ließen, dass die Aussagen der sogenannten Klimafachpersonen sehr mit Vorsicht zu betrachten sind, da fast immer politisch motiviert (schließlich werden sie fast ausschließlich darüber finanziert) und weitgehend durch Simulieren mit geeigneten Parametern „entstehen“, sich also nicht aus den Messwerten der wahren Natur generieren.
Diese kleine Hoffnung muss ich leider (wieder) begraben. Die Redaktion ist weiterhin blind Ökokirchen-gläubig und will es wohl auch bleiben.

Im Grunde kein Problem, wenn die Redaktion ihre Leser von den sprichwörtlichen „Kanzelpredigten“, die als Wirklichkeit verkauft werden, verschonen würde(n).
Im Folgenden gehe ich wieder auf einige markante Aussagen des Kommentars ein und zeige, welche Information ein klimakritisch eingestellter und die wirklichen Messdaten betrachtender Leser dazu alternativ vorlegen kann und welche – dann mit Messdaten aus der Natur belegte – Schlussfolgerungen gezogen werden können.

Antworten zum Leitartikel

Leitartikel: „… immer sichtbarer werden zudem die Folgen des zumindest auch von den Menschen beschleunigten Klimawandels“
Darstellung von mir als Klimaskeptiker: Ein gelungener Satz. Lasse man die Zuweisung der Ursache für das seit der schlimmen, nachmittelalterlichen Kaltzeit endlich und zum ganz großen Segen für die Menschheit wärmer geworden Klima undiskutiert. Aber die überwiegend positiven Folgen sind wirklich anhand nachprüfbarer Daten sichtbar:

  • Weltweit explodierende Ernteerträge, alleine aufgrund deren die wissenschaftlich gesicherte, da mathematisch simulierbare Vorhersage des sicheren Verhungerns der Menschheit in wenigen Jahrzehnten, aufgestellt durch den durch den Wissenschaftler Malthus, ausblieb.
  • Abnahme der in der Kaltzeit schlimm wütenden Wetterextreme, da sich die Temperaturgradienten von den Polen zum Äquator verringern.
  • Mehr Niederschlag, rein physikalisch aufgrund der höheren Feuchtespeicherfähigkeit durch höhere Temperaturen bedingt

Anbei Auszüge aus meinem Foliensatz über das Klima und seinen stetigen Wandel mit Darstellungen von Wetterextremen zur Zeit, als der Mensch angeblich im „Einklang mit der Natur“ gelebt hat, die ihn aber gnadenlos verhungern oder an epidemischen Krankheiten sterben ließ und deren damaligen Extreme (gegen die man damals wenig gewappnet war) heutzutage wohl zur Massenpanik führen würden.

Bild 1 Hochwasser des Main bei Würzburg seit dem Mittelalter. Grafik Vom Autor erstellt


Bild 2 Wetterextreme im Mittelalter. Auszug aus einem Foliensatz des Autors


Bild 3 Wetterextreme im Mittelalter. Auszug aus einem Foliensatz des Autors


Dazu noch die Ertragssituationen der Ernteerträge, welche unter anderem auch dank dem wärmer gewordenen Klima und der erhöhten CO2-Konzentratio seit dem Mittelalter stetig zunehmen.

Bild 4 Ernteerträge Deutschland seit 1400 (Relativwerte). Grafik vom Autor ergänzt


Und der Ertragszuwachs explodiert geradezu seit dem Beginn des besonders „schlimmen“ Klimawandels (ab ca. 1950). Um das seit ca. 2000 erreichte, extrem hohe Ertragsniveau pendeln seitdem die Erträge. Ein Trend zur Verringerung durch den Klimawandel ist nicht erkennbar. Daran ändern auch die jüngsten, trockeneren Jahre nichts.

Bild 5 Ernteerträge Weizen in Deutschland seit 1845 bis 2020. Grafik vom Autor zusammengesetzt


Dies gilt nicht nur für Deutschland, sondern weltweit:

Bild 6 Ernteertragsverlauf weltweit. Wetterextreme im Mittelalter. Auszug aus einem Foliensatz des Autors


Nicht vergessen sollte man, dass die Inseln nicht untergehen, sondern der Meerespegel aktuell der Niedrigste seit Jahrtausenden ist.

Bild 7 Meerespegel seit der letzten Eiszeit. Wetterextreme im Mittelalter. Auszug aus einem Foliensatz des Autors


Entsprechend zeigen die Vulnerabilitätsdaten einen überzeugend, positiven Trend:

Bild 8 Mortalitätszuordnung global. Auszug aus einem Foliensatz des Autors


Fazit
Die positiven Folgen des sich zum Glück seit der langen, schlimmen Kaltzeit wieder erwärmenden Klimas sind unübersehbar. Der innige Wunsch des Arrhenius Anfang 1900, das schlimme, kalte Klima möge bitte, bitte dank CO2 wärmer werden [5]) ist eingetroffen.
Leitartikel: „In Jakutien … herrschen aktuell nicht selten Temperaturen von über 30 Grad – in der normalerweise kältesten Region der Welt mit 60 Grad Minus im Winter …“
Darstellung von mir als Klimaskeptiker: In der FN-Redaktion herrsch wohl überhaupt kein Zwang, ein Thema aktuell nachzusehen. Dann hätte man schnell herausbekommen, dass es sich bei dieser Klima-Alarmmeldung um eine der typischen Klimaalarm-„Enten“ handelt, die regelmäßig zur „Motivierung“ der Klimaalarm-Gläubigen unters Volk geworfen werden.
Möglichst über die „dpa“, damit sich die „Ente“ als Wahrheit publizieren lässt, wie es unser Bundespräsidenten-Versuch sagte (Steinmeier: „Fakten sind Fakten, wenn sie von der dpa gemeldet werden“).
Zudem sollte man vielleicht auch etwas genauer hinsehen und beschreiben: Jakutien ist eine der kältesten – bewohnten – Regionen der Welt. Die kälteste Region ist und bleibt aber nach wie vor die Antarktis.
Aber die „Intelligenz“ der GRÜNEN Führung (Stromnetze speichern, Kobolde in Batterien, Gigabytes geben die erforderliche elektrische Energie ins Netz, die Zitteranfälle von Frau Merkel kommen vom Klimawandel, abstruseste Klimawandel-Zuweisungen beliebiger Wetterereignisse … ) scheint in der Redaktion „anzukommen“.
Der Wetterfachmann Kachelmann aus der Schweiz – und damit nicht so stark von deutscher, GRÜNER Ideologie abhängig – brachte es auf den Punkt:
kaltesonne, 20. Juni 2020: Wenn sich Lobbyisten als Klimaexperten ausgeben

Bild 9 Tweet von Kachelmann zum sibirischen Hitzeereignis


Kommentar dazu in „kaltesonne“, bezogen auf den Tweet der GRÜNEN „Fachfrau“:
… Wie schon im Frühjahr als eine normale Sturmflut die deutschen Küsten traf und sie deshalb in Panik verfiel aber gleichzeitig über viel Windstrom frohlockte, ist es jetzt das Thema Sibirien. Das ist gerade eine beliebte Sau, die durchs Klima-Dorf getrieben wird. Nochmal zur Erinnerung. Sibirien ist fast 40 mal so groß wie Deutschland, es gibt nicht die Standardtemperatur für Sibirien, denn die Ausdehnung reicht von Kasachstan bis zum Nordpolarmeer und vom Ural bis an den Pazifik. Simone Peter beruft sich auf einen Artikel des Guardian. Und der macht nettes Cherry Picking und verwechselt munter Wetter und Klima:
„Russian towns in the Arctic circle have recorded extraordinary temperatures, with Nizhnyaya Pesha hitting 30C on 9 June and Khatanga, which usually has daytime temperatures of around 0C at this time of year, hitting 25C on 22 May. The previous record was 12C.“
… Beide sibirischen Städte haben, da sie auf der Nordhalbkugel liegen, gerade Sommer. Die Sonne scheint sehr lang und hat so die Möglichkeit die Luft zu erwärmen. Strömungen sorgen darüber hinaus für unterschiedliches Wetter. Man erkennt es auf der Karte von Ventusky sehr gut an der grünen Farbe. Dort ist es aktuell kühl. Für Lobbyisten vom Schlage Simone Peter ist das wahrscheinlich ein unvorstellbares Ereignis. Sie mischen munter Wetter und Klima, weil es gerade gut passt. Würde irgendjemand bei einem neuen Tiefstwert im Winter in Sibirien eine neue Eiszeit ausrufen? Nein, denn das wäre in etwa auf dem gleichen Niveau wie Simone Peter.
Ergänzend noch, was eine Internetseite über die Temperatur in Jakutsk vermittelt:
wetter.de: Wie ist das Klima in Jakutsk?
Jakutsk gilt als die Großstadt mit den kältesten Temperaturen auf der Welt … Die Temperaturunterschiede in Jakutsk sind gewaltig. Im Hochsommer liegt die durchschnittliche Höchsttemperatur im Juli bei 25,2 Grad Celsius.
Im Sommer wurden dagegen schon Höchstwerte bis zu 38 Grad verzeichnet. Im Winter wiederum fällt die Tiefsttemperatur bereits über Tag auf durchschnittlich bis zu minus 36 Grad im Januar ab und erreicht nachts sogar durchschnittlich minus 44,9 Grad …:
Fazit
Die aktuell von vielen mit (teils bewusster) Unkenntnis zum Klima als Klima-Menetekel gemeldeten 30 Grad scheinen an diesem Ort nicht ungewöhnlich zu sein. Früher war es halt uninteressantes Wetter und heute ist das Gleiche sofort zu meldender, ganz schlimmer Klimawandel.
Leitartikel: „Die Dürre, die aktuell auch bei uns trotz regionaler Gewitter zu erleben ist, wird zur Bedrohung für die Land- und Forstwirtschaft. Die Wälder sind aktuell gefährdeter als zu den Zeiten des (damals überwundenen) Waldsterbens“
Darstellung von mir als Klimaskeptiker: Woher hat Herr Jungkunz diese Aussage? Ist es vielleicht eine reine Annahme, weil es einfach so sein muss, oder hat es vielleicht Herr Hubert Weiger geflüstert, der davon überzeugt ist, damals die Wälder unseres Globus persönlich gerettet zu haben (habe ich aus einem Interview in den FN)?
Allerdings ist die Aussage falsch. Und das lässt sich anhand der Bayerischen Waldberichterstattung (und denen aus anderen Bundesländern) leicht zeigen. Man muss nur wissen, dass in den neueren Berichten die schlechtere Vergangenheit abgeschnitten ist, um die aktuelle Zeit als schlechter erscheinen zu lassen. Früher nannte man so etwas Betrug. Seit es aber die Münchner Rückversicherung im Viewer zu ihrer Schadensdatenbank so macht, nennt sich das „Homogenisierung“. Zum Glück findet sich so Manches in Archiven und lässt sich rekonstruieren. In einigen EIKE-Artikeln habe ich dies dargestellt:
[Link] EIKE 29. Februar: Den Bayerischen Wäldern geht es nur schlecht, weil die schlimmere Vergangenheit abgeschnitten wird
So haben die Bayerischen Bäume seit 1991 keine schlechtere Schadstufe 0.

Bild 10 Bayern, Schadstufenklassen alle Baumarten


Und selbst der aktuell ganz schlimm „gebeutelten“ Fichte ging es früher schlechter

Bild 11 Bayern, Schadstufenklassen Fichte


Bei den Tannen ist es geradezu extrem:

Bild 12 Bayern, Schadstufenklassen Tanne


Nun noch ein Bild des Waldzustandes Bayern für alle Baumarten seit 1983 -2017.
2017 ging es den Bäumen mindestens genau so gut wie 1984 – 1986, also mitten im „Waldsterben“. Dabei findet sich dieses „Waldsterben“ in den Berichtsgrafiken praktisch überhaupt nicht. Vielleicht trat es nur in den Erzählungen des BUND wirklich auf …

Bild 13 Bayern Waldzustand 1983 – 2017, vom Autor zusammengesetzt aus den Berichtsdaten 2017 und 2007 mit Hilfslinien ergänzt


Wie sehr der Waldzustand mit der Tagespolitik korreliert, zeigt ein Bericht von 2010:
28.01.2010, Landkreismagazin: … betonte Landrat Matthias Dießl. … “Der Zustand unserer Wälder hat sich in den letzten Jahren stark verbessert, das ist vor allem ein Erfolg der professionellen Forstwirtschaft aber auch langjähriger Aufklärungsarbeit”, so Matthias Dießl weiter.

Bild 14 Zeitungsbericht Nürnberg von 2010


Ein weiteres Beispiel einer rein politisch motivierten Waldzustandsdarstellung: [Link] EIKE 05.08.2015: Nicht ewig leiden die Wälder– Wie der deutsche Wald innerhalb von drei Monaten genesen ist
Sogar das Umweltministerium hat jüngst noch festgestellt und publiziert, wie gut es dem Wald gut geht und dass er vor allem nicht unter einem „Klimawandel-“Negativtrend leidet.

Bild 15 Waldzustandsfeststellung im deutschen Klimamonitoringbericht 2019


Dass die aktuelle Dürre kein wirkliches Problem ist und deren Zuordnung zum Klimawandel eine bewusste Panikmache ohne jegliche, datentechnische Begründung, habe ich oft schon (auch der Redaktion) gezeigt. Bisher hat noch niemand darin konkrete Fehler gefunden:
[Link] EIKE 17.07.2020: Wenn man denkt, niveauloser geht nicht mehr, kommt ein neuer Artikel daher
Daraus der Niederschlag der Langzeitreihe Bamberg seit 1879. Man erkennt viele Abschwünge und den aktuellen als einen vollkommen natürlichen in der langen, zyklischen Reihenfolge:

Bild 16 Jahresniederschlags der Messstation(en) Bamberg. Vom Autor anhand der DWD-Daten erstellt


Am Jahresniederschlag von Bayern lässt sich diese natürliche, zyklische Variation noch deutlicher sehen und dazu, dass der Niederschlag insgesamt zunimmt.

Bild 17 Bayern, Nachdem angeblich „ganz Europa“ unter der Dürre leidet, noch der Niederschlagsverlauf von Zürich seit 1864.


Nur klimasimulierende Computer (und deren Bediener) „sehen“ dahinter eine zunehmende Dürregefahr …

Bild 18 Zürich, Jahresniederschlag seit 1864. Grafik vom Autor erstellt


Sicher sollte der Kommentar-Satz auch auf die aktuell etwas trockeneren Jahre referieren. Dass diese kein Anzeichen eines Klimawandels sind und der Niederschlagstrend sogar stetig zunimmt, wurde schon mehrmals berichtet:
[Link] EIKE 29.06.2020: Herr Maas verschenkt unser Geld und gewinnt damit viele (gierige) Freunde
[Link] EIKE 27.06.2020: Ein Zeitungsredakteur durch den Stadtwald ging um den Klimawandel persönlich zu sehen
[Link] EIKE 16.11.2017: Der Waldzustand in Bayern ist schlechter, obwohl er besser wurde
Wer darüber immer noch nicht genügend Grafiken gesehen hat, kann weitere zum Thema auf Wetterkanal ansehen:
Wetterkanal: Niederschlagsentwicklung in Deutschland seit 1881:
Hitliste der Jahre – Top 20 seit 1881
… In der folgenden Liste habe ich aus allen Jahren jeweils die trockensten Jahre und die nassesten Jahre seit Messbeginn 1881 herausgesucht … ist ein Trend beim Niederschlag nicht zu erkennen. Es finden sich seit 1881 drei Jahre unter den 20 trockensten Jahren und sogar sieben Jahre unter den 20 nassesten Jahren. Es gab also seit 1990 sogar mehr sehr nasse Jahre als sehr trockene Jahre. Ein Trend zu Dürrejahren gibt es also absolut (noch) nicht.

Bild 19 Liste der jeweils trockensten und nassesten Jahre seit Messbeginn 1881 (Deutschland). Quelle: Wetterkanal


Fazit
Wer anhand solcher Messwerte von einer belegten, Klimawandel-bedingten Zunahme von Dürren spricht, begeht entweder Datenbetrug, hat keine Ahnung oder ist ein Vertreter der politisierten Klimawissenschaft, in der das gewünschte Ergebnis an allen Messdaten vorbei simuliert wird.
Leitartikel: „Europa und Deutschland erlebt laut einer aktuellen Analyse die extremste Trockenphase seit 254 Jahren … „
Darstellung von mir als Klimaskeptiker: Eine Frage: Hat jemand aus der Redaktion von dieser Analyse, aus der diese Aussage abgeleitet wurde, wenigstens die Headers – und vielleicht sogar noch ein kleines bisschen mehr – gelesen?
Die Studie titelt: increased future occurrences of the exceptional 2018–2019 central european drought under global warming
Es wird nicht von der „extremste“ Trockenphase, sondern über eine „außergewöhnliche“ gesprochen. Zudem geht es vorwiegend um die (simulierte) Zukunft und weniger um die Vergangenheit.
Für die simulierte Zukunft ist das Ergebnis – wie es der DWD-Viewer längst ausweist (Bild xxx) – auch in dieser Studie völlig unspektakulär. Denn das Standardszenario rcp2.6 weist auch in deren Simulationen zum Jahr 2100 auf keine Niederschlagveränderung hin: … and to a very negligible (vernachlässigbar) number in RCP 2.6 for the projected period 2051–2100
Nur beim Extremszenario rcp8,5 simuliert sich – wie bekannt, deshalb wird auch beim PIK immer damit simuliert – eine erhebliche Veränderung beim Niederschlag.
Allerdings fand die Studie auch (wieder) heraus, dass sich die großen Dürren nicht wirklich nach dem CO2-Gehalt richten, was etwas „verschleiernd“ formuliert wurde:
… Addressing the mechanism (attribution) of the 2018–2019 drought event itself is another line of research, which requires a comprehensive analysis and is beyond the scope of the present study.
Der Hinweis zur Studie könnte deshalb den Inhalt besser wiedergebend lauten: Auch extremere Dürren wiederholen sich – wie Naßzeiten – weiterhin regelmäßig. Die (leider praktisch unbrauchbaren) Niederschlagssimulationen weißen für den Standard-Emissionspfad bis zum Jahr 2100 ebenfalls keine Veränderung aus. Folge: Der Niederschlag wird bleiben, wie man es schon lange kennt, ein ständiges Wechselspiel, weiterhin auch mit den aus der Vergangenheit bekannten Extremen.
Wirklichen Alarm gibt das nicht her. Die Studie wurde aber nicht geschrieben, um „Entwarnung“ zu vermitteln: Human-induced climate change is evident and it poses a great concern to society, primarily due to its potential to intensify extreme events around the globe …
Also wird ein anderer, eigentlich mehr nebensächlicher Inhalt, eine Bewertung der Dürren der europäischen Vergangenheit „herausgekehrt“. Auch dieses Ergebnis ist allerdings eher unspektakulär:
… The historical reconstruction of composite 254-year long-term climatic database22,23 indicates that although the precipitation anomaly exhibits a drier than average situation during the summer months of 2018 and 2019 across the
Central Europe,
its intensity is not that high and there are also many other years with similar range of precipitation anomalies
Nimmt man anstelle des reinen Niederschlags allerdings einen Niederschlags-Index, ist die Studie überzeugt, eine Warnung belegen zu können: … On the other hand, 2018–2019 were two out of the three warmest summer periods in
the record. To account for this joint efect of precipitation and temperature anomalies, we estimate the drought
index based on the standardised precipitation evapotranspiration index (SPEI)24 that considers the atmospheric
water supply and demand (see Methods) … It is evident from the analysis that the 2018–2019 drought is a record breaking event in terms of the consecutive event in the last 254 years, … It is also worth mentioning that the 1949–1950 years ranked the second most large-scale consecutive drought years …
Die Kernaussage zur Einzigartigkeit der letzten Dürre wird im Text allerdings etwas vorsichtig dargestellt: … The observational record suggests that the ongoing 2018–2019 European drought event is unprecedented in the last 250 years, with substantial implications for vegetation health …
Und damit kommt man zum wichtigen Punkt, der eigentlich bei jeder Zitierung beachtet werden sollte: Wie steht es mit der methodischen Qualität? Ist es überhaupt möglich, für ganz Europa und über diesen großen Zeitraum ausreichend genaue Niederschlagsdaten zu generieren, um für die jüngsten Dürren eine „Einzigartigkeit“, gar Klimawandeleinfluss abzuleiten?
Details zu dieser Bewertung folgen im nächsten Kapitel.
Vorab dazu eine Plausibilisierung der (extremen) Problematik historischer Niederschlagsanalysen, selbst für regionale Gebiete im Technologieland Deutschland und nur über die Hälfte der Zeit zurückreichend.

Niederschlagsveränderungen in Sachsen von 1901 bis 2100 Starkniederschlags- und Trockenheitstrends

Wer sich etwas auskennt weiß, dass es selbst in Deutschland ganz wenige Niederschlagsreihen gibt, welche weiter als über 1950 zurückreichen. Damit wäre es schwer, eine ausreichend detaillierte und regionale Verteilung des Niederschlags der letzten 254 Jahre für Deutschland zu generieren.
Wer es nicht glaubt, kann die dabei auftretenden Schwierigkeiten alleine beim Versuch, es für die vergangenen 120 Jahre durchzuführen, in einer anstelle der zitierten, bezüglich der Historienbetrachtung lediglich 6 Seiten langen, in einer mit 209 Seiten für ein deutsches Bundesland nachlesen:
[4] Berichte des Deutschen Wetterdienstes Nr. 246, 17. März 2015: Niederschlagsveränderungen in Sachsen von 1901 bis 2100 Starkniederschlags- und Trockenheitstrends
Anmerkung: Dieses Dokument aus Sachsen [4] ist jedem zu empfehlen, der die Probleme bei der Ermittlung von historischem und Simulation des zukünftigen Niederschlags im Detail erfahren möchte. Im Kern ist es eine schonungslose, detaillierte Darstellung der Unmöglichkeit, länger zurückreichende Klimadaten zu ermitteln, vor allem aber eine Darstellung der gravierenden Mängel der Simulationsprogramme.
Ein enormer Aufwand wurde in diese Untersuchung hineingesteckt. Nur um „herauszubekommen“, dass das Klima und dessen Wetter wohl bleiben wird, wie es ist.
Vorab daraus eine Darstellung der Messstations-Fehldaten (grau). Wie gesagt, beginnen diese massiv bis extrem vor 1950. Warum es ab ca. 2005 wieder mit Fehldaten beginnt, ist in der Studie nicht erklärt (nur bemängelt). Böse Stimmen würden sagen: Man legt aktuell keinen Wert mehr auf Messdaten aus der wahren Natur. Denn diese weichen zu stark vom „zulässigen“ Ergebnis ab, welches sich viel billiger am Schreibtisch in Simulationen bedarfsgerecht erzeugen lässt … Wieviel Körnchen Wahrheit darin steckt, mag jeder Leser selbst entscheiden. Der Autor hat diesen Eindruck nicht einfach so fabuliert, sondern in seinen vielen Recherchen wirklich gewonnen …)

Bild 20 [4] Fehldaten (grau) sei 1900 für Messstationen in Sachsen

Zu Dürren und Trockenheit in Sachsen:
Alleine diese Untersuchung zeigt seit 1900 drei vorhergehende, vergleichbare 3-Trockenjahre wie um das Jahr 2003.

Bild 21 [4] Nasseste und trockenste drei Jahre in Sachsen seit 1900

Interessant ist in dieser Studie auch die schonungslose Darstellung, dass die Niederschlagsimulationen bereits aktuell hoffnungslos falsche Ergebnisse berechnen (wie es der DWD-Klimaviewer ja ebenfalls deutlich zeigt). Trotzdem werden damit hemmungslos Vorhersagen bis 2100 gerechnet und von unseren Medien als „Zukunftswahrheiten“ verbreitet.

Bild 22 [4] Niederschlags-Messwerte (schwarz) und Simulationsergebnisse

Bild 23 [4] Niederschlags-Messwerte (schwarz) und Simulationsergebnisse

Dabei ist es „herrlich“ zu sehen, wie die „Fachpersonen“ damit umgehen. Sie simulieren möglichst viele Läufe, entfernen die „falschen“ Ergebnisse (woher wissen die Simulanten, welche Läufe falscher und welche richtiger sind? Die, welche nicht zum gewünschten Ergebnis passen?) und vom Rest nimmt man den Mittelwert, egal, wie hoch die Spanne ist (bei deren Größe ein wirklicher Statistiker weiß, dass er den Datensatz unbesehen als Datenmüll wegwerfen kann). Das mag alles sein, nur Wissenschaft ist es nicht.

Bild 24 [4] Abbildung 5.2-8: Verlauf der über 30 Jahre geglätteten Niederschlagsanomaliewerte (mittel RAI)

Zwar geht es hier um Dürren, doch interessant dürfte sein, dass diese Untersuchung wenig, bis keine Klimawandel-bedingte Zunahme von Starkregen ermitteln konnte.

Bild 25 [4] Sachsen, Variabilität und Veränderung der jahreszeitlichen Starkniederschlagsintensität von 1931 – 2012

Nun die Reihenfolge der nassesten und trockensten Jahre in Sachsen. Verblüffend ist: In keiner Spalte steht an erster Stelle ein Jahr nach 2000. Obwohl diese Tabelle mit dem Jahr 2012 endet, bleibt das Jahr 1982 auch aktuell als Minimum.

Bild 26 [4] Tabelle der zehn trockensten und nassesten Jahre in Sachen von 1901 – 2012

Dazu eine Grafik des 3-Jahresniederschlags:

Bild 27 Bundesland Sachsen, 3-Jahresniederschlag 1983 – 2019 (rot: Regressionsgerade). Grafik vom Autor anhand der DWD-Daten erstellt


Nun die Klima-Änderungssignale, wie sie sich in Sachsen zeigen:
[4] 5.3.3
Projizierte Klimaänderungssignale im 21. Jahrhundert
Hinsichtlich der zukünftig zu erwartenden Starkniederschlagshäufigkeit und –intensitäten sind sich die innerhalb des Projektes EWGKLAM verwendeten regionalen Klimamodelle recht uneins, so dass im Ensemblemittel die Änderungssignale zumeist nahe Null sind – also keine Veränderungen in den Starkniederschlägen zeigen …
.

Bild 28 (Teilbild) [4]

Die folgende Grafik zeigt, dass Trockenperioden im Winterhalbjahr abnehmen und im Sommerhalbjahr länger wurden.
Allerdings ergaben sich seit 1980 bei den Trockenperioden fast keine Änderungen mehr und man beachte auch die Größenordnung: in den beobachteten 70 Jahren eine Änderung von 0,5 … 1 Tag.

Bild 29 (Teilbild) [4]

Bild 29a [4] Bundesland Sachsen, Trendbetrachtungen Trockentage und Trockenphasen

Damit endet der Teil 1. Im zweiten Teil geht es unter anderem um die ominöse „254-Jahre“-Studie.
Anlage
Der anbei besprochene Leitkommentar

Bild 48 Der besprochene Leitkommentar vom 17.08.2020
Quellen
[1] FAZ 13.08.2020: DREI TROCKENSOMMER IN FOLGE: Die schlimmste Dürre seit der Französischen Revolution
[2] UFZ-Helmholtz Centre for Environmental Research, Vittal Hari at al.: increased future occurrences of the exceptional 2018–2019 central european drought under global warming
[3] Carlo Casty Æ C at al. 22 May 2007: A European pattern climatology 1766–2000
[4] Berichte des Deutschen Wetterdienstes Nr. 246: Niederschlagsveränderungen in Sachsen von 1901 bis 2100 Starkniederschlags- und Trockenheitstrends
[5] EIKE 13. April 2020: Wurde schon 1912 vor dem schlimmen Klimawandel gewarnt? Ein Zeitungsartikel, doch zwei Interpretationen
[6] Schriften des Forschungszentrums Jülich, Band / Volume 38, Kerstin Susanne Treydte: Dendro-Isotope und die Jahrringbreiten als Klimaproxis der letzten 1200 Jahre im Karakorumgebirge/Pakistan
[7] Axel Bojanowski 12. August 2020: Meine Antwort an Stefan Rahmstorf zu seiner Kritik an meinem WELT-Kommentar
[8] Der Spiegel 20.07.2020: Die Freitags-Revolutionäre
 




Green New Deal: Nichts als Zerstörung und Vernichtung

Kamala Harris war Mitverfechter der Senatsresolution zur Unterstützung des Green New Deal. Jetzt hat Joe Biden dem Plan zugestimmt. Natürlich wollen die Menschen wissen, was der GND kosten wird – in der Regel bedeutet dies, dass er in den Ausgaben der Bundesstaaten und der Bundesregierung enthalten ist. Aber das ist die falsche Frage.

Die eigentliche Frage ist, wie viel erwarten die Grünen New Dealers davon, zu welchen Gesamtkosten? Mr. Biden sagt, er möchte, dass die Bundesbehörden im nächsten Jahrzehnt fast 7 Billionen Dollar für das Gesundheitswesen, die Energie- und Wohnraumtransformation, den Klimaschutz und andere GND-Agenda-Punkte ausgeben. Aber das ist nur ein Teil des Bildes.

Die Abgeordnete Alexandria Ocasio-Cortez (AOC, die einen Abschluss in irgendeiner sozialistischen Version der Wirtschaft hat) und die Leute, die ihr geholfen haben, den so genannten Klimaplan von Biden zu schreiben, haben eine klare Vorstellung davon, wie viel Geld sie wollen, und wissen ziemlich genau, woher es kommen soll. Hier ist es in seiner klarsten Form, wie der damalige Stabschef der Abgeordneten Ocasio-Cortez, Saikat Chakrabarti, erklärte:

„Der Zweite Weltkrieg war eine Zeit großer Opfer und Entbehrungen, als Teil einer dramatischen und historischen Mobilisierung, um einen schrecklichen globalen Krieg zu gewinnen. Diese harte Realität spielt für diese Leute jedoch keine Rolle. Sie sagen, dass wir jetzt einen Krieg führen, um den katastrophalen Klimawandel aufzuhalten. Geld, Opfer und Störungen sind also irrelevant.

„Die Resolution beschreibt den Zehnjahresplan zur Umgestaltung aller Sektoren unserer Wirtschaft, um die Treibhausgase und die Umweltverschmutzung zu beseitigen. Sie sagt, dass dies durch riesige Investitionen in erneuerbare Energien im Umfang des Zweiten Weltkriegs (die 40 bis 60 Prozent des amerikanischen BIP ausmachten) erreicht werden soll“. [Hervorhebung {vom Autor} hinzugefügt].

Das BIP unserer Nation beträgt etwa 20 Billionen Dollar pro Jahr oder 200 Billionen Dollar in zehn Jahren. Davon entfallen 40-60% auf 80-120 Billionen Dollar. Der Einfachheit halber sollten wir es sogar 100 Billionen Dollar nennen, um den utopischen Traum des Green New Deal zu finanzieren.

100 Billionen Dollar! Auch die Mittel und Wege, diese gewaltige Summe aufzubringen, sind in ihren Köpfen vorgezeichnet. Es soll auf die gleiche Weise geschehen, wie der 2. Weltkrieg finanziert wurde, wie auch immer man das gemacht hatte. Für sie ist es offensichtlich, dass wir dies einfach tun können, weil wir es schon vorher getan haben. Die Einzelheiten spielen keine Rolle. Die Regierungseliten werden sie herausfinden.

Aber selbst diese arrogante, unbekümmerte Haltung ist nur ein Teil des Bildes.

Wenn man liest, was Green New Deal-Anhänger sagen, entsteht Verwirrung, weil die Leute denken, der GND sei ein gewöhnlicher Politikvorschlag: „Hier ist das, was wir wollen, und das, was es kosten sollte.“ Aber es ist nichts dergleichen. Der Grüne New Deal geht eher in die Richtung: „Hier ist das Niveau der Anstrengungen, die wir benötigen, um unsere gesamte Wirtschaft umzuwandeln, und das ist es, was wir mit so viel Geld tun können sollten“.

Die Leute neigen dazu, das Gerede der Green New Deal-Anhänger von einer WW2-ähnlichen Mobilisierung als eine einfache Metapher zu interpretieren. Aber diese Leute verstehen sie als ein tatsächliches Maß dafür, was sie zu tun entschlossen sind. Bislang haben sie die extremen Härten der Mobilisierung beschönigt und ignoriert. Hier ist nur ein Beispiel – nicht aus dem Chaos an der Front, sondern von der Heimatfront der Vereinigten Staaten während des Zweiten Weltkriegs:

Benzin, Fleisch und Kleidung waren streng rationiert. Den meisten Familien wurden drei US-Gallonen Benzin pro Woche zugeteilt, was das Fahren zu jedem Zweck stark einschränkte. Die Herstellung der meisten langlebigen Güter, wie Autos, neue Wohnungen, Staubsauger und Küchengeräte, war bis Kriegsende verboten. In den Industriegebieten war Wohnraum knapp, da sich die Menschen zusammendrängten und auf engstem Raum lebten. Preise und Löhne wurden kontrolliert. [Harold Vatter, The US Economy in World War II]

Zweifellos würde die Mobilisierung des Green New Deal andere Härten mit sich bringen. Aber alle Mobilisierungen sind repressiv. Man kann nicht die Hälfte des BIP beschlagnahmen, ohne das Leben der Menschen zu stören oder gar zu zerstören.

Das Argument ist in seiner Art stichhaltig, vorausgesetzt, es besteht die Notwendigkeit eines totalen Krieges – was nicht der Fall ist. Die geringfügigen bis geringen Änderungen bzgl. Temperatur, Klima und Extremwetter, die wir (in der realen Welt außerhalb von Computermodellen) beobachten, erklären, warum die meisten Amerikaner keine Notwendigkeit für einen schmerzhaften Krieg sehen. Das gilt auch für die Tatsache, dass China, Indien und andere Schwellenländer nicht im Begriff sind, in absehbarer Zeit auf fossile Brennstoffe zu verzichten.

Tatsächlich zeigen Umfragen, dass etwa die Hälfte der Amerikaner nicht einmal an eine vom Menschen verursachte globalen Erwärmung glaubt, geschweige denn, dass es sich um eine „existenzielle Bedrohung“ handelt, wie Senator Harris behauptet. Die jüngste Gallup-Umfrage ergab, dass nur 1% der erwachsenen US-Amerikaner „Klimawandel/Umwelt/Umweltverschmutzung“ als „das wichtigste Problem, mit dem dieses Land heute konfrontiert ist“ ansehen. Das sind weniger als die mageren 2% in der Umfrage vom 28. Mai bis 4. Juni.

Noch aufschlussreicher ist, dass eine AP-NORC-Umfrage aus dem Jahr 2019 ergab, dass 68% der erwachsenen Amerikaner nicht bereit waren, auch nur 10 Dollar mehr auf ihre monatliche Stromrechnung zu zahlen, um die globale Erwärmung zu bekämpfen. Tatsächlich wären 57% von ihnen nicht bereit, mehr als 1,00 $ zusätzliche Stromgebühren für diesen Zweck zu zahlen!

Wartet mal ab, bis ihr seht, was sie der Green New Deal der Biden-Harris-AOC-Demokraten kosten würde!

Und es geht nicht nur darum, dass ihre Kosten wahrscheinlich von durchschnittlich 13,2 Cent pro Kilowattstunde in den USA (11,4 Cent oder weniger in zehn Bundesstaaten) auf weit mehr als die fast 20 Cent pro kWh, die Familien bereits in Kalifornien und New York zahlen, oder die 30 Cent, die Familien jetzt im ultragrünen Deutschland zahlen, in die Höhe schießen würden. Oder dass auch Fabriken, Unternehmen, Krankenhäuser, Schulen und alle anderen ihre Kosten eskalieren sehen würden – wobei Arbeiterfamilien, Kranke und ältere Menschen, Arme und Minderheitengemeinschaften am härtesten gehämmert würden.

[Hervorhebung vom Übersetzer]

Sondern es geht darum: Der GND würde jeden Amerikaner dazu zwingen, seine Benzin- und Dieselautos und -lastwagen durch teure Elektrofahrzeuge für den Kurzstreckenverkehr zu ersetzen; seine Gasöfen und Herde durch elektrische Systeme; seine Elektro- und Übertragungssysteme zu Hause, auf lokaler und staatlicher Ebene durch teure Umbauten, die eine vollständig elektrische Wirtschaft verkraften können. Sie werden sehen, wie ihre Landschaften, Küsten und Lebensräume für Wildtiere mit Windturbinen, Sonnenkollektoren, Hochspannungsleitungen und Lagerhäusern mit Tausenden von Halbtonnen-Batterien übersät sind. Und: Praktisch jede Komponente dieser GND-Nation würde in China und anderen weit entfernten Orten hergestellt werden.

Die Kosten dieser massiven, totalen Umgestaltung unseres Energie- und Wirtschaftssystems würden leicht 10 Billionen Dollar erreichen: 30.000 Dollar pro Person oder 120.000 Dollar pro Familie – zusätzlich zu den in die Höhe schnellenden Strompreisen. Und das ist nur die intermittierende, unzuverlässige Energie-Komponente dieses allumfassenden Green New Deal.

Das sind ungeheuerliche, horrende Kosten und persönliche Opfer. Jeder Amerikaner sollte bei jeder Wahlkampfveranstaltung und bei jeder Stadtversammlung die Unterstützer des Green New Deal fragen, ob sie glauben, dass Amerika in den nächsten zehn Jahren 10 Billionen Dollar oder 100 Billionen Dollar berappen muss – oder sich das leisten kann. Und lassen Sie sie nicht mit oberflächlichen, ausweichenden Antworten oder Versuchen abspeisen, diese Fragen als wertlos oder irrelevant abzutun.

Das amerikanische Volk ist nicht im Begriff, zu einem totalen Krieg gegen den zweifelhaften Klimawandel mobilisiert zu werden, mit Preisschildern wie diesen, gepaart mit wiederholten Stromausfällen, enormen persönlichen Opfern und massiver Arbeitslosigkeit in jedem Sektor der Wirtschaft – mit Ausnahme der aufgeklärten herrschenden Regierungsklassen.

Sie haben bereits Nachrichtenberichte über die jüngsten Stromausfälle in Kalifornien gesehen (hier, hier, hier und hier) – die darauf zurückzuführen sind, dass ein Drittel des Stroms in diesem Bundesstaat aus „erneuerbaren“ Quellen stammt und ein weiteres Drittel des Stroms aus anderen Bundesstaaten importiert wird, wo natürlich ebenfalls Hitzewellen auftreten. Sie sollten darüber nachdenken, wie ihr Leben, ihr Lebensunterhalt und ihr Lebensstandard unter 100% Wind- und Sonnenenergie aussehen würde.

Und noch einmal: selbst dieser ganze Wahnsinn ist nur ein kleiner Teil des Bildes.

Nicht vergessen, dass es beim Green New Deal auch um ein von der Regierung betriebenes Gesundheitswesen geht – und um eine Wirtschaft und eine Nation, in der „fortschrittliche“ Gesetzgeber, Regulierer, Richter und Aktivisten den Unternehmen sagen, was sie herstellen und verkaufen dürfen … und uns sagen, was wir kaufen, essen und trinken dürfen; wie und wie viel wir unsere Häuser heizen und kühlen dürfen; und was wir lesen, hören, denken und sagen dürfen, während sie unsere Kultur und Traditionen „transformieren“.

Der GND wird von Politikern, Nachrichten und sozialen Medien, „Pädagogen“ und „Reformern“ gefördert, die auch den Kapitalismus des freien Unternehmertums abschaffen wollen; völlig offene Grenzen haben wollen, sogar für Kriminelle und Menschen, die Covid und andere Krankheiten haben könnten; und welche die Polizei verteidigen, Anarchisten, Plünderer und Terroristen zurück auf unsere Straßen bringen und uns unser Recht und unsere Fähigkeit nehmen wollen, uns selbst, unser Zuhause und unsere Familien zu verteidigen.

Die Zeit, lange und intensiv über all dies nachzudenken, ist JETZT. Nicht irgendwann nach den Wahlen vom 3. November.

Autoren: David Wojick, Ph.D. is an independent analyst working at the intersection of science, technology and policy. For origins see http://www.stemed.info/engineer_tackles_confusion.html. For over 100 prior articles for CFACT see http://www.cfact.org/author/david-wojick-ph-d/ Available for confidential research and consulting.

Paul Driessen is senior policy advisor for CFACT and author of Cracking Big Green and Eco-Imperialism: Green Power – Black Death.

Link: https://www.cfact.org/2020/08/21/green-new-deal-disruption-and-destruction/
Übersetzt von Chris Frey EIKE




Aus dem jüngsten Rundbrief der GWPF: Stromausfälle in Kalifornien wegen „grüner“ Energiepolitik

Hier zunächst die Graphik der Anzahl von Stromausfälle in einzelnen US-Staaten. Kalifornien zeigt nicht nur in dieser Hinsicht eine einsame Spitze! Quelle

Amerikaner in Dunkelheit zwingen: Vorantreiben grüner Energie ist Ursache der Stromausfälle in Kalifornien
Valerie Richardson, The Washington Times, 18 August 2020

Das kalifornische Stromnetz kam zu einem ungünstigen Zeitpunkt ins Straucheln, zumindest für die Demokraten, die diese Woche auf dem Nationalkongress der Demokraten um Unterstützung für Joseph R. Bidens 2 Billionen Dollar schweren Öko-Energieplan werben wollten.

Der ehrgeizige Portfolio-Standard des Golden State für erneuerbare Energien gerät unter Beschuss, weil das staatliche Energienetz im Zuge einer drückenden Hitzewelle zusammenbricht und zu Stromausfällen führt, die Millionen Menschen ohne Strom gelassen haben, während der Staat versucht, Atom- und Erdgas als Energiequellen durch Sonne und Wind zu ersetzen.

Kalifornien strebt an, bis 2030 60% des Stromes durch erneuerbare Energien zu erzeugen, aber der Green New Deal von Herrn Biden ist noch aggressiver und fordert ein 100% kohlenstofffreies Netz bis 2035, „um der existenziellen Bedrohung des Klimawandels zu begegnen und gleichzeitig Millionen von Arbeitsplätzen zu schaffen, die die Wahl haben, einer Gewerkschaft beizutreten“.

Wenn sie wissen wollen, was in einer Biden-Präsidentschaft mit seinem Energieplan passieren wird, schauen sie heute nach Kalifornien“, sagte Larry Behrens, westlicher Direktor von Power the Future. „Sie können das landesweit anwenden. Man kann auf Energieformen blicken, die seit Jahrzehnten zuverlässig sind und nicht nur Energie, sondern auch erschwingliche Energie und Arbeitsplätze für die Gemeinden liefern, die jetzt vernichtet werden würden“.

Präsident Trump reagierte am Dienstag auf die Stromausfälle mit einem Hieb auf Herrn Biden sowie auf Abgeordnete Alexandria Ocasio-Cortez und Senator Bernie Sanders, die beide ebenfalls gefordert haben, das Stromnetz mit einem Netto-Kohlenstoffausstoß von Null zu betreiben.

Die Demokraten haben absichtlich für fortlaufende Stromausfälle gesorgt – sie zwingen die Amerikaner in die Dunkelheit“, twitterte Herr Trump. „Die Demokraten sind nicht in der Lage, mit der Energienachfrage Schritt zu halten … In der Zwischenzeit habe ich Amerika in der Tat Energieunabhängigkeit verschafft, mit mehr Energie als wir jemals verbrauchen könnten.

Er fügte hinzu: „Der Plan von Bernie/Biden/AOC nebst des Green New Deals würde jedem Amerikaner die gescheiterte Politik Kaliforniens bescheren!

Weniger Kapazität im Westen

In Kalifornien kam es in der vergangenen Woche zu Stromausfällen, da die Temperaturen an vielen Orten über 100 Grad Fahrenheit [~38°C] stiegen. Es war das erste Mal seit 2001, dass der Bundesstaat dies tat, um Stromverknappungen zu bekämpfen. Die fortlaufenden Stromausfälle des vergangenen Jahres wurden durchgeführt, um die von elektrischen Leitungen ausgehende Waldbrandgefahr zu verringern.

Im Jahr 2001 wurde die Knappheit jedoch durch Manipulationen auf dem Energiemarkt während der Spitzenlastzeiten verursacht, während die Stromausfälle in diesem Monat auftraten, als die Nachfrage das Angebot überstieg, nachdem die Solarstromerzeugung nach Sonnenuntergang abgeschaltet worden war, verbunden mit dem Verlust von Kraftwerken mit fossilen Brennstoffen im gesamten Westen [der USA].

Es sind mehrere Dinge im Spiel“, sagte Stephen Berberich, Präsident des California Independent System Operator [CAISO], der das staatliche Stromnetz betreibt. „Das erste ist, dass wir hier in Kalifornien weniger Kapazität haben. Seit der Hitzewelle von 2006 wurde eine Reihe von Einheiten stillgelegt, und auch im Westen gibt es weniger Ressourcen, weil viele der großen Einheiten im Westen abgeschaltet worden sind oder werden im Zuge der Verbannung von Kohle.

Das bedeutet, dass Kalifornien weniger in der Lage ist, Strom zur Deckung von Nachfragespitzen zu importieren.

Was wir also sehen, ist weniger Kapazität in Kalifornien, aber noch wichtiger ist, weniger Kapazität im Rest der Region“, sagte Berberich.

Der leitende Mitarbeiter des Heartland Institute Anthony Watts, der die skeptische Website Watts Up With That betreibt, sagte, dass „Kalifornien den Preis für den Verzicht auf zuverlässige Energiequellen zugunsten grüner Energiequellen zahlt“.

Der kalifornische Gouverneur Gavin Newsom ordnete am Montag eine Untersuchung der Stromausfälle an, die, wie er bemerkte, am Freitag „ohne Vorwarnung und ohne genügend Zeit zur Vorbereitung“ stattfanden.

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Demokraten sagen, dass Kalifornien Modell stehen kann für Klima-Maßnahmen, aber die Stromausfälle dort sagen etwas ganz anderes

Michael Shellenberger

Ursache der Stromausfälle in Kalifornien ist die fehlende zuverlässige Versorgung innerhalb des Staates. Und der Grund dafür wiederum ist, dass Kalifornien sowohl Erdgas- als auch Kernkraftwerke abgeschaltet hat.

Auf dem Nationalkonvent der Demokraten in dieser Woche werden die Präsidentschafts- und Vizepräsidentenkandidaten Joe Biden und Kamala Harris dafür plädieren, 2 Billionen Dollar oder 500 Milliarden Dollar pro Jahr auszugeben, um die USA von fossilen Brennstoffen auf erneuerbare Energien wie Sonne und Wind umzustellen.

Biden hat gesagt, dass er mit seinem Plan nicht „klotzen und nicht kleckern“ werde. „Wir werden historische Investitionen tätigen, die viele Gelegenheiten bieten“.

In vielerlei Hinsicht ist der Biden-Harris-Plan sogar noch aggressiver als der kalifornische. „Der Plan ist sehr mutig“, sagte Leah Stokes von der Universität von Kalifornien, Santa Barbara, gegenüber der Financial Times. „Es gibt derzeit keinen [US-]Staat, der ein so ehrgeiziges Ziel hat.“ Wenn das keine Empfehlung ist …

Aber Kaliforniens großer Einsatz für erneuerbare Energien und das Abschalten von Erdgas und Kernkraft ist direkt für die Stromausfälle und die hohen Strompreise des Bundesstaates verantwortlich.

Wir werden heute gezwungen sein, die Versorgungsunternehmen zu bitten, Millionen von Menschen heute und morgen und darüber hinaus den Strom abzuschalten“, sagte Stephen Berberich, der Präsident und CEO von Kaliforniens Independent System Operator CAISO in einer Telefonkonferenz am Montagmorgen. „Die Nachfrage wird das Angebot bei weitem übersteigen.“

Die unmittelbare Ursache der Stromausfälle in Kalifornien ist ein Missverhältnis zwischen Stromangebot und -nachfrage. Höhere Temperaturen haben zu einer größeren Nachfrage nach Klimaanlagen geführt. Und Kalifornien hat weniger Elektrizität, auch aus Windenergie, zur Verfügung.

Und dennoch, obwohl es in Kalifornien heiß ist, liegen die Wetterbedingungen weit innerhalb der normalen Spanne für das Sommerwetter des Bundesstaates.

Der Grund für die Stromausfälle liegt darin, dass es in Kalifornien keine zuverlässige Versorgung innerhalb des Bundesstaates gibt. Und der Grund dafür ist, dass Kalifornien sowohl Erdgas- als auch Kernkraftwerke geschlossen hat.

Die Leute fragen sich, wie wir es durch die Hitzewelle von 2006 geschafft haben“, sagte Berberich. „Die Antwort lautet, dass es 2006 viel mehr Erzeugungskapazität gab als 2020 … Wir hatten San Onofre [Kernkraftwerk] mit 2.200 MW und eine Reihe anderer Anlagen, insgesamt Tausende von MW, die es heute nicht mehr gibt“.

Jahrzehnte lang haben die kalifornischen Demokraten argumentiert, dass große Volkswirtschaften größtenteils, wenn nicht sogar vollständig, mit erneuerbaren Energien betrieben werden können. „Wir sind im Zukunftsgeschäft in Kalifornien, und das bedeutet, dass wir im Geschäft mit erneuerbaren Energien tätig sind“, tönte Gouverneur Gavin Newsom 2016, als er sich für die Schließung des staatlichen Kernkraftwerks Diablo Canyon aussprach.

Die Situation hätte vermieden werden können“, sagte Berberich. „Viele Jahre lang haben wir darauf hingewiesen, dass es eine unzureichende Versorgung gab, nachdem der Strom aus Sonnenenergie den Höhepunkt verlassen hat. Wir haben Anmeldung für Anmeldung darauf hingewiesen, dass die Beschaffung erweitert werden musste. Wir haben den Regulierungsbehörden immer und immer wieder gesagt, dass mehr Verträge abgeschlossen werden sollten. Das wurde abgewiesen. Und hier sind wir nun.“

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Vorschriften bzgl. ,Erneuerbarer‘ sind Ursache für Stromausfälle und Preisspitzen in Kalifornien

Institute for Energy Research, 18. August 2020

Kalifornien tut es wieder. Im Jahre 2001 kam es in Kalifornien aufgrund von Energiemarktmanipulationen durch Energiegroßhändler und einer Knappheit an Leitungen zu Stromausfällen. Jetzt sind die Kalifornier erneut mit Rolling Blackouts konfrontiert, diesmal aufgrund der erzwungenen Abhängigkeit Kaliforniens von Sonnen- und Windenergie. Aufgrund einer schweren Hitzewelle und ohne dass der Wind weht und die Sonne scheint, stiegen die kalifornischen Strompreise am 14. August über 1000 Dollar pro Megawattstunde.

Der kalifornische Renewable Portfolio Standard schreibt vor, dass bis 2030 60 Prozent des Stromes aus erneuerbaren Energien (hauptsächlich Wind- und Sonnenenergie) stammen müssen. Nun werden die Einwohner aufgefordert, Strom zu sparen, um die Stromversorgung zu sichern – etwas, das die meisten anderen Bundesstaaten nicht ertragen müssen. Dies sollte Amerika eine Warnung vor den Risiken von Bidens Clean Energy Standard sein, wonach 62 Prozent unserer Elektrizität, die heute aus Erdgas und Kohle erzeugt wird, aus kohlenstofffreien Quellen stammen müssen, und zwar in erster Linie aus Wind- und Sonnenenergie.

Der unabhängige kalifornische Systembetreiber, der das Stromnetz verwaltet, rief am 14. August kurz nach 18.30 Uhr einen Notfall aus und wies die Versorgungsunternehmen im ganzen Bundesstaat an, ihren Stromverbrauch zu senken. Pacific Gas & Electric, der größte Energieversorger des Bundesstaates, musste den Strom für etwa 200.000 bis 250.000 Kunden wechselweise für jeweils etwa eine Stunde abschalten. Andere Versorgungsunternehmen wurden angewiesen, das Gleiche zu tun, was bis zu 4 Millionen Menschen betraf.

Die Notfallerklärung endete kurz vor 22.00 Uhr. Die Anforderung, Last abzuwerfen, ergab sich aus Temperaturen, die in vielen Gebieten dreistellige Werte [Fahrenheit] erreichten, was zu einem höheren Einsatz von Klimaanlagen führte. Darüber hinaus verringerten Wolkender Überreste eines tropischen Wettersystems die Stromerzeugung aus Solaranlagen. Die kalifornischen Solarmodalitäten machen den Bundesstaat bei der Erzeugung von Elektrizität viel stärker vom Wetter abhängig.

Die Politik Kaliforniens gegen fossile Treibstoffe

Kalifornien produziert tagsüber im Allgemeinen einen Überschuss an Solarenergie, und wenn dies geschieht, werden andere Stromerzeuger angewiesen, ihre Erzeugung zu drosseln, damit das Stromnetz nicht überlastet wird. Am Freitag und Samstag, dem 14. und 15. August, wurden rund 1.000 Megawattstunden gekürzt – genug, um 30.000 Haushalte mit Strom zu versorgen. Diese Kürzung führte zu Versorgungsengpässen, da die Solarenergieerzeugung am Ende des Tages bei anhaltend hoher Stromnachfrage einbrach.

Viele der kalifornischen Erdgas- und Kernkraftwerke mussten stillgelegt werden, weil sie mit den stark subventionierten erneuerbaren Energien nicht konkurrieren können. Beispielsweise wird ein zehn Jahre altes Erdgaskraftwerk im kalifornischen Inland Empire in diesem Jahr vorzeitig stillgelegt, obwohl es für einen Betrieb von vierzig oder mehr Jahren ausgelegt war. Außerdem erzwingen die Wasserschutzbestimmungen des Bundesstaates Kalifornien die Abschaltung von Erdgaskraftwerken entlang der Küste, die in Zeiten von Nachfragespitzen oder bei einem Einbruch der Solarenergie die Erzeugung schnell hochfahren können. Aufgrund der von Kaliforniens anti-fossilen Energiepolitikern verkündeten Politik zahlen die Kalifornier für neuen erneuerbaren Strom, obwohl sie bereits über rund um die Uhr verfügbare Erdgaskapazitäten verfügen, welcher die Nachfrage zu jeder Tages- und Nachtzeit mühelos decken könnte, egal wie hoch die Nachfrage gerade ist.

Da der Spotpreis für Strom im Sommer von Mittag bis zur Dämmerung um mehr als das 30-fache steigen kann, sind die kalifornischen Energieversorger gezwungen, teure Batterien zur Speicherung von Sonnenenergie zu bauen, die am Abend freigesetzt werden kann, was die Kalifornier mit noch höheren Strompreise belasten wird, obwohl die Preise bereits jetzt zu den höchsten in den gesamten USA gehören. Die Energieversorger stört dieses Ergebnis nicht, denn neue Investitionen, die durch Regierungsmaßnahmen erforderlich werden, bedeuten letztlich höhere Preise für die Verbraucher und höhere Gewinne für die Versorgungsunternehmen.

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Übersetzt von Chris Frey EIKE




Könnte Kohle die Antwort sein für Milliarden Menschen ohne Energie­versorgung?

Der liberale (linke) Dokumentarfilmer (Anmerkung der Redaktion: Im US Sprech bedeutet „liberal“ dasselbe wie bei uns „links“) Michael Moore hingegen entlarvt den Betrug ebenso wie das menschliche Elend und die Umweltzerstörung, wenn Städte, Gemeinden, Landkreise, Bundesstaaten, Nationen oder Kontinente sich auf erneuerbare Energien verlassen, um Strom aus Windturbinen (enorme Emittenten von Treibhausgasen) und Sonnenpaneelen zu erzeugen, oder wenn destruktive Biomasse zur Stromerzeugung genutzt wird.

Das Leben hat buchstäblich keinen Zweck, kein Glück und keinen Sinn ohne Elektrizität und Energiequellen, die im Überfluss vorhanden, skalierbar, zuverlässig, erschwinglich und flexibel sind. Das gilt für Kohle – aber ist Kohle nicht veraltet, geächtet und die schlimmste Energieform, die es gibt? Tatsächlich war Kohle schon immer und ist auch heute wieder an der Spitze dessen, was Milliarden Menschen ohne Hoffnung retten könnte, eine Zukunft und der Schlüssel zur ökologischen Verantwortung, nach der sich der Westen verzweifelt sehnt.

Gegenwärtig sind etwa 1.600 Kohlekraftwerke geplant, genehmigt oder im Bau. Kda ist es kaum zu glauben, dass diese zuverlässige Stromquelle in westlichen Nationen wie den USA und der gesamten Europäischen Union unter Beschuss steht. Anderswo wird Kohle mehr denn je eingesetzt. China, Japan und Indien nutzen und bauen neuere „hocheffiziente, emissionsarme (HELE), ultra-überkritische Kohlekraftwerke“. [HELE = high efficiency low emission].

Die Stromerzeugungsanlagen von HELE arbeiten bei höheren als den normalen Temperaturen und mit erhöhter Effizienz. Ein HELE-Kraftwerk arbeitet zudem bei Emissions- und Schadstoffwerten, die um „45 % niedriger liegen als bei bestehenden Kohlekraftwerken“.

Die offizielle indische Energiepolitik sieht vor, dass Kohle die Hauptenergiequelle für die Stromerzeugung sein soll. Japan arbeitet am Bau von 22 HELE-Kraftwerken, um die Kernkraft nach dem Unfall von Fukushima zu ersetzen. China will 300 HELE-Kraftwerke im In- und Ausland errichten.

Jegliche Green New Deals, Pariser Klimaabkommen oder die Abschaffung der Kohle durch die EPA der USA werden von Japan, Indien, China und der EU kompensiert, wo man 1600 Kohlekraftwerke baut, um der Fehlfunktion der Energieerzeugung durch übermäßige Abhängigkeit von Wind und Sonne entgegenzuwirken. Der Westen, angeführt von den USA und der EU, begeht Energie-Selbstmord, wenn er sich weigert, die Errichtung von HELE-Kohlekraftwerken abzulehnen,obwohl diese bis zu 45 Prozent weniger emittieren, eine hohe Energiedichte aufweisen und immer rund um die Uhr, 7 Tage die Woche und 365 Tage im Jahr Strom erzeugen können.

Länder, die zwar reich an Kohle sind, sich aber ausgeklügelte und emissionsärmere, aber teure Erdgaskraftwerke und Flüssiggasterminals (LNG) in Milliardenhöhe nicht leisten können, könnten mit Kohle ein erfülltes Leben führen. Das Buch „The End of Doom“ beschreibt ausführlich, dass ärmere Völker, Nationen und Kontinente auf der Suche nach Grundbedürfnissen, die für die USA und Europa selbstverständlich sind, im Allgemeinen ihre Umwelt zerstören.

Der Klimawissenschaftler am MIT Kerry Emanuel sagt:
Wenn Sie das Kohlendioxid in der Atmosphäre bis zum Jahr 2070 minimieren wollen, sollten Sie vielleicht die Verbrennung von Kohle in Indien heute beschleunigen (als Beispiel). Das klingt zunächst widersinnig. Aber dadurch, dass sie viel Kohle verbrennen, machen sie (Indien) sich wohlhabender (ähnlich wie Amerika in den frühen 1900er Jahren), und dadurch, dass sie sich wohlhabender machen (das gilt für jede arme Region der Welt), haben sie weniger Kinder, und wenn Sie nicht so viele Menschen haben, die Kohlenstoff verbrennen, sind Sie 2070 vielleicht besser dran. Wir sollten nicht gezwungen sein, uns zwischen der Befreiung der Menschen aus der Armut und einem Beitrag zum Klima zu entscheiden“.

Milliarden Menschen ohne Energie oder Elektrizität, die hauptsächlich Holz und Kuhdung verwenden, also die stärksten echten Verschmutzermittels des Verbrauchs von Kohle nachhaltig Energie und Strom erzeugen, um ihre lokale Umwelt und ihr Leben zu retten. HELE-Kraftwerke erzeugen unter den derzeitigen technologischen Zwängen überwältigend mehr Treibstoffe zu Strom als erneuerbare Energien. Der Hauptgrund dafür ist, dass „HELE-Anlagen einen Kapazitätsfaktor von 86% aufweisen, Wind dagegen nur einen solchen von 35% und PV-Solar 22%“.

Es scheint zwar entgegen der heutigen Energieweisheit und dem Klimawandel-Nihilismus zu stehen, aber Kohle kann zu saubererer Luft und gesünderen Kindern und Familien führen. Bei Klimaveränderungen geht es um mehr als die Erwärmung der Erde und nicht nur um die Aktivitäten der Menschheit. Wir leben im „asiatischen Jahrhundert“, und Asien braucht mehr Energie und Strom als zu irgendeinem Zeitpunkt in der Geschichte der Menschheit – und genau das liefert Kohle.

Aggressive Maßnahmen gegen den Klimawandel, für die sich die US-Demokraten und die europäischen Grünen einsetzen, sind „ungeheuer irreführend“, wenn Kohle zugunsten einer Verringerung des menschlichen Wohlstands verteufelt wird. Das Mantra, dass Kohle der Tod ist, ist unglaublich übertrieben, wenn die wirtschaftliche Realität auf eine Umweltbewegung trifft, die als „Klima-industrieller Komplex“ bezeichnet wird. Nirgendwo werden die Armen mehr in den verrottenden Gruben des Lebens gehalten, als wenn der Bau von Kohlekraftwerken zum Nachteil von Milliarden Chinesen, Afrikanern und Indern nicht erlaubt ist. Seelen zerstörende Armut, die sich der Westen nicht einmal vorstellen kann, wird zur Norm.

Die multilaterale Entwicklung wird dann zunichte gemacht, wenn Organisationen wie die Weltbank das asiatische Jahrhundert nicht aufblühen lassen, oder die zweite Hälfte dieses Jahrhunderts, in der Afrika wahrscheinlich die größte Region der Welt werden wird.

Die Behauptung, erneuerbare Energien und Programme zur Eindämmung des Klimawandels brächten einen „Zusatznutzen“, ist falsch, eine dreiste Lüge und stellt eine schlimme Art von Umweltrassismus dar. Diese couragierten Seelen in Indien, China, Afrika und anderswo verdienen die reichlich vorhandenen, erschwinglichen, skalierbaren, zuverlässigen, flexiblen und energiedichten lebensspendenden Eigenschaften, die Kohle weltweit mit sich bringt. Kohle kann den Grundstein für Wohlstand legen, der historisch gesehen zu sauberen Landschaften, frischerer Luft und einer rundum besseren Erde für alle führt.

[Hervorhebung vom Übersetzer]
Link: https://www.cfact.org/2020/08/16/could-coal-be-the-answer-for-billions-without-energy/
Übersetzt von Chris Frey EIKE




Wird Deutschland versteppen? Die Deutschen legen ihr Land trocken.

Gleich vorweg die Antwort des Deutschen Wetterdienstes: Es regnet nicht weniger und es gibt auch keine Zunahmen von Starkniederschlägen in Deutschland und auch nicht im Osten. Als Beweis sollen dem Leser die Aufzeichnungen der Wetterstation Goldbach bei Bischofswerda in der Oberlausitz dienen. Und zwar über die letzten 50 Jahre.

Grafik 1a: In der Trockengegend im Osten Deutschlands haben die Niederschläge der vergangenen 50 Jahre sogar zugenommen, wobei die letzten 8 Jahre eine abnehmende Tendenz zeigen. Der Schnitt der letzten 8 Jahre ist aber immer noch deutlich über dem Gesamtschnitt der letzten 50 Jahre. (866 l/m2 zu 796 l/m2)


Niederschläge seit 1881 auf ganz Deutschland bezogen:
In der folgenden Liste hat das Team um Jörg Kachelmann aus allen Jahren jeweils die trockensten Jahre und die nassesten Jahre seit Messbeginn 1881 herausgesucht. Dabei wurden die Jahre ab 1990 orange markiert. Es finden sich seit 1881 nur drei Jahre unter den 20 trockensten Jahren und sogar sieben Jahre unter den 20 nassesten Jahren. Es gab also seit 1990 mehr als doppelt so viele nasse Jahre als sehr trockene Jahre. Fazit: Einen Trend zu Dürrejahren gibt es also absolut nicht. Dabei muss man bedenken, alle Statistiken sagen keine Zukunft voraus, sondern stellen die Fakten der Vergangenheit bis heute dar. Quelle.

Grafik 1b: Die nassen Jahre haben innerhalb der letzten 30 Jahre zugenommen. Es ist mehr Niederschlag gefallen.


Mehr Dürre, obwohl es mehr regnet.
Die Aussagen der Jäger, Förster, Bauern und Kleingärtner und zuletzt der Medien sind dennoch richtig, unsere Landschaft wird immer trockener, gerade im Osten Deutschlands. Nur deren Begründungen mit dem Klimawandel sind grottenfalsch.
Kein Klimawandel, nicht der vermeintlich mangelnde Regen und schon gar nicht das Kohlendioxid. Kohlendioxid trocknet nichts aus, sondern als feuchtigkeitsliebendes Molekül zieht es sogar Wasser in der kälteren Atmosphäre an und hält es fest nach der Gleichung
CO2 + H2O H2CO3
Bei Berührung des wärmeren Bodens zerfällt das H2CO3-Molekül wieder in Wasser und Kohlendioxid. Wasser feuchtet den Boden an und CO2 ist der unbedingt notwendige Bestandteil jeder Fotosynthese und damit jedweden Pflanzenwachstums. Mehr CO2 in der Atmosphäre führt damit eher zu nasseren Böden und besserem Pflanzenwachstum.
Trotz alledem werden die Böden Deutschlands besonders im Sommer trockener.

Bild 2a: Anhaltende Dürre 2018 in Teilen Deutschlands – das ist keine Auswirkung einer CO2-bedingten Klimaerwärmung. Foto: Stefan Kämpfe


Oder dieses Bild vom 7. August 2020

Bild 2b: Die Aufnahme zeigt eine Hügelkuppe im Ostalbkreis in Süddeutschland, vor der Aufnahme hatte es drei Tage lang anhaltend 40% des gesamten Augustniederschlages geregnet, und trotzdem ist der Untergrund sehr trocken.


Antwort: Die Deutschen legen ihre Landschaft selbst trocken.
Zur Römerzeit war das Gebiet des heutigen Deutschlands ein großes Sumpf- und Auengebiet, die Feuchtigkeit des Bodenkörpers bis in große Tiefen betrug wohl weit über 50%, und zwar im Schnitt. Alle Täler waren versumpft und nicht begehbar. Die Wanderwege führten über Höhen oder an den Talhängen entlang. Seitdem haben die Deutschen den nassen bis in große Tiefen voll gesaugten Schwamm Boden immer mehr trockengelegt und das entzogene Wasser ist heute Bestandteil der Ozeane.
Vor allem in den letzten 60 Jahren hat diese Trockenlegung bedrohliche Ausmaße angenommen, deren negative Folgen sich bereits zeigen durch: Austrocknung der Landschaft bei gleichzeitigem  Hochwasser und leichtem Meeresspiegelanstieg.  Die Niederschläge in Deutschland sind in den letzten 120 Jahren gleich geblieben, wobei die letzten 30 Jahre etwas nässer waren, sagt der Deutsche Wetterdienst. Und auch die Anzahl der Starkniederschläge hat nicht zugenommen, sagt der DWD. Die Anzahl der Gewitter hat eher abgenommen, sagt der DWD. Fazit: Es regnet also gleich viel mit leicht zunehmender Tendenz und so wie immer. Trotzdem nimmt einerseits die Austrocknung der Landschaft zu und gleichzeitig auch die Hochwassergefahr bei starken Regenfällen. Wasser, das ehemals im Boden gebunden war, füllt heute die Weltmeere.
Wenn auch Medienmeldungen wie immer übertrieben sind, wird unsere Landschaft immer trockener, und zwar aufgrund menschlicher Eingriffe und gezielter Naturzerstörungen. Besonders die Bergkuppen trocknen bereits sichtbar aus und versteppen zusehends. Also eine Landschaftsversteppung von oben her bei gleichzeitigem Absinken des Grundwasserspiegels.
Damit ist neben Hochwasser bei Starkregen die zweite Gefahr für unser Land absehbar: Die Grundwasserspeicher werden nicht mehr aufgefüllt. Wasserknappheit für einzelne Regionen bei einer längeren Trockenperiode wird die absehbare Folge sein.
Einzelgründe  der Austrocknungen:
Im folgenden Verlauf sollen sechs vom Menschen verschuldete Gründe der Austrocknung beschrieben werden.

  1. Die moderne Agrarindustrie.

Bauern, die haben in den letzten 50/60 Jahren ihre Wiesen und Äcker mit Sickerschläuchen und weitreichenden Drainagen trockengelegt. Hecken und Bäume, ganze Streuobstwiesen wurden entfernt und Unebenheiten (Buckelwiesen) aus der letzten Eiszeit beseitigt. Insbesondere die Umstellung auf Monokulturen wie den Maisanbau für Biogasanlagen führen aufgrund des Pestizideinsatzes und des Kunstdüngereinsatzes zu einer nachhaltigen Zerstörung der oberen wasserspeichernden Humusschicht. Es entstanden allmählich „Betonackerböden“, die kein Wasser mehr nach unten durchlassen. Äcker und Wiesen sind neuzeitliche Industriehallen ohne Dach. Gewellte Böden mit Nassstellen und Bäumen gibt es in keiner industriellen Produktionsstätte, so das Selbstverständnis nicht weniger Landwirte. Die Folgen des selbst geschaffenen „Betonackers“ sind fatal: Ein großes Maisfeld an einem leicht geneigten Hang oberhalb eines Hauses bedeutet höchste Hochwassergefahr für die Bewohner des Hauses bei einem Starkregen.

Bild 3: Die Bauern legten hauptsächlich in den letzten 50 Jahren die deutsche Landschaft trocken. Der Erfolg/Misserfolg der teuren Maßnahmen zeigt sich jetzt. Vor dem Aufnahmezeitpunkt hatte es drei Tage lang ausgiebig geregnet. Der durch den Maisanbau entstanden Betonackerboden kann keine Feuchtigkeit aufnehmen und speichern.

  1. Wald an den Talhängen und den Höhen:

Die Zeit der Pferdefuhrwerke und Pferde zum Holzrücken sind längst vorbei. Man schlägt nicht mehr Holz, sondern man erntet mit Großmaschinen, den Harvestern.

Bild 4: Die schweren Erntemaschinen brauchen feste Zufahrtswege mit drainiertem Untergrund und einen trockenen Waldboden, unzählige Ablaufgräben führen das Wasser aus dem Wald hinaus. Die Erntemaschinen verdichten zusätzlich den einst schwammigen, Wasser speichernden Waldboden.


Über 30 000 Windräder auf den Hochflächen und in den Wäldern: Jedes Windrad erfordert wegen seiner Höhe und seiner Hebelwirkungen eine hohe Standfestigkeit. Der Boden unter Windparks muss besonders trocken sein, weil sonst die Betonfundamente dem Winddruck und der Eigenresonanz der Anlage nicht standhalten würden.

Bild 5 Foto: Alexander Blecher, Das Gesamtfundament hat ein Gewicht von 4000 Tonnen.


Zudem erfordern die Windräder feste Zufahrtsstraßen für die Großfahrzeuge zur Anlieferung der Bauteile und der späteren Wartung. Und durch die ständige Sonneneinstrahlung auf die Flächen gibt es weitere zusätzliche Austrocknung. Hohe Bäume kühlen, hohe Betonmasten erwärmen die Landschaft.
3) Auenlandschaften in den Tälern.

Bild 6, Vor 70 Jahren: Ein ausufernder Kocher im Gebiet Brühl=Bruchwald, heute trockengelegt, begradigt und bebaut.


Aufgrund der ständig ausufernden Bebauung, die sich in einstige Freiflächen hineinfrisst, sind ehemalige Feuchtgebiete und Feuchtwiesen trockengelegt worden. Die Flüsse sind begradigt, oft ausbetoniert und die Überschwemmungszonen=Versickerungszonen sind verschwunden. Als jahrzehntelanger Gemeinderat und guter Naturbeobachter vor Ort konnte ich miterleben, wie die Wiesen und Feuchtauen um unseren Ort zunehmend trocken fielen.
4) Die zunehmende Bebauung, insbesondere nach dem 2.ten Weltkrieg.
Die Vertreibung der Deutschen aus dem Osten und Südosten Europas führte zu einem Bevölkerungsdruck im Restdeutschland, der nur durch eine rasche Bebauung aufgefangen werden konnte. Eine Bebauung, die heute noch anhält, da der Wohlstand nach einer Vergrößerung und Verschönerung verlangt. So fressen sich täglich neue Trockengebiete in die einst freie nassere Naturlandschaft.

Bild 7: Auf der zugebauten Fläche am Hang des Wettenberges (wet=nass) kann nichts mehr versickern. Das auf dem Bild üppige Grün um die Häuser verkommt in den Sommermonaten zum gelben Trockenrasen. Bei Starkregen wird die landwirtschaftliche Fläche unterhalb kurzzeitig überschwemmt, bei schönem Wetter hingegen schneller austrocknen. Die Erwärmung des gesamten Gebietes ist eine weitere Folgeerscheinung. Straßen und Hausdächer werden in den Sommermonaten bis 60°C heiß und speichern die Wärme bis in die Nachtstunden hinein.


Kuriose Siedlungs-Namen: In Wohngebieten wie Wasserstall gibt es kein stehendes Wasser mehr, im Baugebiet Teich keine Teiche und im Brühl stehen alle Häuser im Trockenen, kein versumpfter Bruchwald weit und breit. Der letzte Restsumpf wurde in meinem Heimatort vor 35 Jahren trockengelegt, als ein Schäfer festsaß. Wir haben in Deutschland fast keine Auen mehr, in welchen Wasser versickern darf. Regenwasser wird nicht in Überflutungswiesen zurückgehalten, sondern möglichst schnell abgeleitet. Die menschengemachten, einst gut gemeinten, in der Wirkung aber großflächige Naturzerstörungen nach dem Kriege brachten zunehmend die Trockenheit in die deutsche Landschaft. Nahezu jede weitere Baumaßnahme macht täglich den Boden trockener. Wir stehen erst am Anfang des Problems „Versteppung der Landschaft“ in Deutschland. Mit CO2 und Klimawandel hat das nichts zu tun. Man braucht nur 5 bis 10 Häuser mit einer Zufahrtsstraße in eine Nasswiese stellen und 10 Jahre später ist der Fremde erstaunt über die Bezeichnungen der Siedlungen wie Wasserfurche, Fuchsloch, Lachwiese, Horlach, Weiherwiese. Kocheraue, im Kies. Unsere Ortsmitte ziert ein Straßenschild „In der Pfitze“, vor 70 Jahren gab es Pfützen noch reichlich in derselbigen, im Frühjahr sogar mit Froschlaich in den Wasserlöchern.
5) Bund, Land und Gemeinden: Der Straßenbau
Täglich werden in Deutschland etwa 100 Hektar freie Naturfläche überbaut, zum einen innerhalb bereits bestehender Ortschaftsbebauung durch Erweiterungen und Anbauten, aber auch ganz erheblich durch neue Siedlungen und den Straßenbau in der einst freien Naturlandschaft. Nicht nur breitere Autobahnen und Bundesstraßen, sondern vor allem auch die Kreis- und Ortsverbindungssträßchen, sowie die Asphaltierung der einstmals erdgebundenen Feldwege, die alle auch eine Wassersammlung und Wasserableitung benötigen. Auch trägt eine Straße ganz erheblich zur Landschaftserwärmung bei, im Hochsommer wird der dunkle Belag 50 bis 60°C warm und nachts wird die tagsüber gespeicherte Wärme in die Landschaft abgegeben. Die Straßen sind Wärmebänder in einer einst kühleren lebendigen Natur-Landschaft. Wer die Landschaft trockenlegt und wer die Landschaft erwärmt, braucht sich nicht zu wundern, dass sie nach einigen Jahren auch trockener und wärmer ist.
6) Sinkender Grundwasserspiegel und zukünftige Wasserverknappung.
Aus den geschilderten Gründen sickert immer weniger Regenwasser in größere Tiefen, in welchen das Grundwasser gespeichert ist. Dafür steigt der Meeresspiegel. Aber damit nicht genug. Wir holen unser Trinkwasser aus den Tiefenquellen und legen so auch noch den gesamten Bodenkörper unter uns trocken. Alle Getränke werben auf dem Etikett mit ihrer natürlichen sauberen Tiefenquelle. Aus Tiefenquellen werden Freibäder und Berieselungsanlagen für drainierte Sportplätze und Parkanlagen gespeist. Jede Klospülung sind 6 bis 10 Liter bestes Grundwasser, das dem Boden entzogen wurde und dann die Weltmeere weiter auffüllt.
Eine kleine Überschlagsrechnung soll das Problem verdeutlichen. Nehmen wir an, dass in den letzten 10 Jahren jedem Kubikmeter Boden 10 Liter Wasser auf 50 m Tiefe in Deutschland entzogen und ins Meer geleitet wurde. Meeresspiegelanstieg? Antwort: Auf einer Meeresfläche=Deutschland von 357 386 km2 ein Anstieg von 5 Zentimeter.
Fazit: In den nächsten 30 Jahren wird sich Deutschland trotz gleichbleibender bzw. leicht vermehrter Niederschläge größtenteils in eine Steppe verwandeln, wenn nicht sofort durch die Politik gegengesteuert wird. Die Versteppung zeigt sich trotz gleichbleibenden Niederschlägen bereits jetzt bei den Hügeln und Kuppen, den kleinen Anhöhen in der Landschaft.
Wir wollen weder die Versteppung Deutschlands noch eine Wasserrationierung in den Sommermonaten.
Lösungsvorschläge: So könnten interessante Ansätze und Lösungen aussehen
Prinzip: Regenwasser muss am Entstehungsort zurückgehalten werden.
1. Entfernen der Drainagen und der Sickerschläuche aus den Äckern und Wiesen, dadurch nimmt der Reiz der Landschaft nebst Artenreichtum zu, da in den teilweise noch vorhandenen Senken wieder Feuchtzonen entstehen dürfen.
2. Das Wasser wird auf den landwirtschaftlichen Flächen in Tümpeln, Erdvertiefungen und Versickerungslöchern zurückgehalten. Versickerung ist notwendig, um die Grundwasservorräte aufzufüllen, aber auch die Verdunstung trägt zur Landschaftsabkühlung bei Hochsommerwetter positiv bei. Regenrückhaltung ist das Gegenteil von schnellem Ableiten, das in den letzten 60 Jahren praktiziert wurde.

Bild 8. Der letzte verbliebene Tümpel auf einer Hochfläche (hinter dem Hund). Im Mittelalter war die Fläche übersät mit Tümpeln. Die schwäbische Bezeichnung woagarai, falsch übersetzt mit Wagenrain drückt dies aus. Woaga , gesprochen wie schwoab, heißt Tümpel, im Fränkischen wooga. Am 18.08.2020 waren bereits 76% der Augustniederschläge gefallen.


3. Städte: 15% der Deutschlandfläche sind überbaut und trockengelegt. Eine Stadt bildet das negative Zentrum. In der Stadt ist es im Sommer bis zu 10°C heißer als im Umland. Abhilfe: Niederschläge sollten aufgefangen und zwischengespeichert werden für die heißen Tage. Wo möglich, sollten unterirdische Versickerungsflächen geschaffen werden.
4. Neue Baugebiete: a) Das Oberflächenwasser der öffentlichen Flächen muss an der tiefsten Stelle ein erdgebundenes Versickerungsloch erhalten oder eine Versickerungsfläche als Ersatz der einstigen Dorfteiche, Hülben und Auwiesen. b) Privat: Die Häuser müssen das Dachregenwasser in einem unterirdischen Regenwasserbecken von ca. 2 Kubikmetern zurückhalten, mindestens eine Seite darf nicht betoniert sein, damit das Wasser zwecks Grundwasserbildung versickern kann. Nur der Überlauf darf in die Kanalisation gelangen.
5. Zunehmend müssen Bäche und Flüsse wieder rückgebaut werden, natürliche zusätzliche Wasserarme, die bei Hochwasser gefüllt und einerseits als Hochwasserschutz dienen, aber auch als Versickerungsflächen zur Verfügung stehen. Dadurch wird sich die Vielfalt der Kulturlandschaft erhöhen.
6.Flächenversiegelung in den Orten. Viele Parkplätze lassen sich mit Rasengittersteinen auch ökologisch aufwerten oder gleich in der Schotterwiese parken. Selbst der Parkplatzrundweg auf dem Bild ist nicht asphaltiert.

Bild 9. Parkplatz am Ortsrand derselben Gemeinde. Falsch und richtig


Genauere Erläuterung des ersten Lösungsvorschlages anhand des Bildes 3

Bild 10: Aufnahme vom 7. 8. 2020. Zuvor hatte es drei Tage geregnet, etwa 40% des Augustniederschlages.

Auf dem Bild ist von dem überdurchschnittlichen Niederschlag nichts erkennbar:  Es handelt sich um eine ausgeräumte industrielle bewirtschaftete Agrarlandschaft zwischen der Hüttlinger Gemarkungsgrenze und der Gemeinde Neuler. Das Gelände ist eingeebnet und damit der leichteren Maschinenbearbeitung angepasst. Von beiden Seiten her leicht fallend zu einem Wasserauffang-graben in der Bildlmitte, der in Richtung Westen – links – abgeleitet wird ins Schlierbachtal bei Niederalfingen. Dieser Entwässerungsgraben ist im Verlauf an den drei Bäumen der Bildmitte erkennbar. Im Grunde braucht man nur einen Zustand ähnlich wie vor 150 Jahren herstellen, viele Kleinmaßnahmen, die einen Niederschlag möglichst lange auf dieser Hochfläche halten. Das käme auch der Landwirtschaft zugute.
Mögliche Kleinmaßnahmen: Entfernung der Sickerschläuche und Drainagen aus den Böden, zu 70% Zuschütten von 2 Ableitungsgräben von Neuler her in die Bildmitte zum Sammelgraben. Auch der Sammelgraben sollte zu 70% zugeschüttet werden. d.h. 70% der Gräben bleiben als Grabenreste erhalten, dort sammelt sich bei Regen das Wasser in kleinen Tümpeln und kann versickern zur Grundwasserneubildung. Die erzeugten Tümpel erhalten verlangsamt ihren Wassernachschub aus den Wiesen und Äckern – Drainagen sind weg. Dadurch wertet man auch den Naturcharakter der Landschaft auf. Die wie an einer Schnur aufgereihten Tümpel werden im Sommer sicher austrocknen, bilden aber trotzdem auch im Sommer eine Feuchtzone für gefährdete Lebewesen. Die Tümpel werden sich bewachsen, Nässe liebende Sträucher und Bäume werden sich ansiedeln wie in alter Zeit.
Weiter: die ebene Agrarfläche erinnert an eine Industriehalle ohne Dach. In die Äcker und Wiesen müssen wieder quer zur Neigungsfläche Rillen bzw. Erhebungen eingezogen werden, damit sich der oberflächlich abfließende Niederschlag davor staut und ins Erdreich versickern kann. Links oder rechts eines Ackerstreifens können Vertiefungen als Wassersammelstellen zur Versickerung eingebracht werden. So erreichen wir eine Bodendurchnässung bis wenigstens 50 cm Tiefe. Hätte man am 7. August am Fotostandort ein Spatenloch gegraben, dann wären die oberen 5 cm trocken, weitere 20 cm feucht und darunter alles trocken gewesen. Drei oder vier Tage später hätte auch die schmale Feuchtzone im Erdreich gefehlt, weil sich die Pflanzen dort mit Wasser versorgt haben. Pflanzen, deren Wurzeln gar nicht über 5 cm herab reichen wie manche Gräser, bleiben gelbbräunlich.
Bodenerosion bei Starkregen: Die Landschaft hat im Bereich der Maisäcker keinen Humus mehr, der wurde zerstört durch die Pestizide, Kunstdünger und die schnell abfließenden Niederschläge. In dem Weiler Niederalfingen am Unterlauf des Schlierbaches muss die Gemeinde wiederkehrend das Bachbett ausbaggern, um die Hochwassergefahr innerorts zu verringern. Leider darf dieser Aushub dann nicht mehr auf die Felder zurückgebracht werden wegen angeblich zu vieler Schwermetalle und Pestizide.
Vor 150 Jahren war die Fläche eine gewellte unebene Landschaft mit Feucht- und Trockenzonen, die je nach Biodiversität mit Äckern und Wiesen bewirtschaftet wurden – Kühe, Gänse, Ziegen. Neben den vielen Tümpeln mit Nassbewuchs breiteten sich vor allem Eichen und Birken auf den Flächen aus. Im Jahre 2007 sind die letzten Birken beim Standort des Fotografen wegen Trockenheit abgestorben. Eine Eiche steht noch, ist aber stark vom Eichenprozessionsspinner befallen und wird auch nicht überleben. Die Eichenprozessionsspinnerschwärmer sind eine begehrte Nahrung für Fledermäuse. In der Landschaft fliegen aber keine Fledermäuse. Es fehlen u.a. die alten Bäume.
Im Grunde müssten sich die Bauern bzw. der Bauernverband überlegen wie er das Wasser wieder in der Landschaft halten will. Ärgerlich ist die jetzige Strategie der Bauern, welche den schon immer währenden Klimawandel bejammern, gezielt Falschinformationen (weniger Niederschläge) in die Bevölkerung streuen und von den Politikern Abhilfe verlangen. Wer die Landschaft und Natur trockenlegt, braucht sich nicht zu wundern, dass sie anschließend auch trocken ist.
Aber: Wir müssen den Bauern helfen und sie mit Ideen zur Selbsthilfe füttern.