Die wahren Kosten von Lockdowns

In jenem Beitrag gab ich drei Prognosen ab: massive wirtschaftliche Verluste, steigende Zahl von Todesfällen und Unruhen seitens junger Menschen auf den Straßen. Auszug daraus:

Der wirtschaftliche Schaden der derzeitigen geisteskrankenen „Schutz vor Ort“-Regelungen, die das Coronavirus aufhalten sollen, wird enorm sein – verlorene Arbeitsplätze, geschlossene Unternehmen, wirtschaftlicher Abschwung, Börsenverluste. Dabei sind die persönlichen Folgen für so etwas wie vermehrte Selbstmorde sowie häusliche und andere Gewalt noch nicht eingerechnet. Denken Sie an verärgerte junge Männer, die ihren Job verloren haben und auf der Straße trinken, weil kein Lokal geöffnet hat, obwohl es natürlich illegal ist, auf der Straße zu sein.

Der wirtschaftliche Schaden ist eindeutig überwältigend. Und tragischerweise hatte ich Recht mit den wütenden jungen Männern auf der Straße.

Was den letzten Punkt, die Todesfälle, betrifft, so war ich auf eine interessante Studie mit dem Titel COVID-19 Lockdowns Over 10 Times More Deadly Than Pandemic Itself hingewiesen worden. Sie betrachtete die bekannten Zahlen, die einen Zusammenhang zwischen erhöhten Todesfällen und dem Verlust von Arbeitsplätzen herstellen. Angesichts des Alters der Betroffenen rechneten sie dann die verlorenen „Lebensjahre“ heraus.

Bzgl. Geld heißt es darin:

Die Kombination dieser Analysen ergab, dass schätzungsweise 18,7 Millionen Lebensjahre in den Vereinigten Staaten aufgrund der COVID-19-Lockdowns verloren gehen werden. Eine vergleichende Datenanalyse zwischen den Nationen zeigt, dass die Lockdowns in den Vereinigten Staaten wahrscheinlich nur minimale Auswirkungen auf die Rettung von Lebensjahren hatten. Unter Verwendung von zwei verschiedenen Vergleichsgruppen schätzen wir, dass die COVID-19-Lockdowns in den USA zwischen einer viertel bis dreiviertel Million Lebensjahre gerettet haben.

Die Lockdowns kosten das Zehnfache der Anzahl von Lebensjahren, die vor dem Coronavirus gerettet wurden … ein doppelt so schlechter Plan. Es stellt sich heraus, dass ein Verbleiben zu Hause alles andere als sicher ist, nicht einmal unter Berücksichtigung der enormen wirtschaftlichen Kosten.

Und das war auf dem Höhepunkt der Infektionen, als die Lockdowns vielleicht tatsächlich einen Unterschied gemacht hätten. Jetzt, am Ende der Geschichte, ist das Ungleichgewicht noch schlimmer – die Menschen sind immer noch arbeitslos, die wirtschaftlichen Kosten steigen weiter, und jeden Tag werden weniger Menschen von dem Virus betroffen.

Angesichts all dessen ist alles, was ich tun kann, zuwiederholen, was ich bereits am 21. März gefordert hatte:

LOCKDOWNS SOFORT BEENDEN!

Link: https://wattsupwiththat.com/2020/09/01/the-real-cost-of-lockdowns/

Ein paar Stunden später schrieb Autor Eschenbach noch eine Ergänzung zu diesem Beitrag:

Was man vom CDC* erfährt

[*CDC = Centers for Disease Control and Prevention]

Die jüngste Aktualisierung der CDC enthält einige interessante Erkenntnisse. Die große Neuigkeit, die diskutiert wird, ist die folgende Erklärung:

Tabelle 3 zeigt die Arten von Gesundheitszuständen und beitragenden Ursachen, die im Zusammenhang mit Todesfällen im Zusammenhang mit dem Coronavirus 2019 (COVID-19) genannt werden. Bei 6% der Todesfälle war COVID-19 die einzige erwähnte Ursache. Bei Todesfällen, bei denen neben COVID-19 noch weitere Erkrankungen oder Ursachen genannt wurden, gab es im Durchschnitt 2,6 zusätzliche Erkrankungen oder Ursachen pro Todesfall.

Ich bin ein Daten-Junkie. Also habe ich die Daten heruntergeladen, um zu sehen, was ich herausfinden konnte. Hier ist die größte Entdeckung, die ich gefunden habe:

Abbildung 1: Gestapeltes Flächendiagramm mit den Todesfällen nach Altersgruppen vom 1. Februar bis 26. August 2020. Es ist unterteilt in: Todesfälle ohne COVID-19 (hellblau), Todesfälle, bei denen COVID-19 eine „Ko-Morbidität“ mit anderen Krankheiten ist (dunkelblau), und Todesfälle durch COVID-19 allein (rot)

Der hellblaue Bereich umfasst alle Todesfälle, bei denen kein COVID aufgetreten ist.

Der dunkelblaue Bereich unten stellt die Todesfälle von Personen mit einer oder mehreren anderen Krankheiten oder Zuständen dar, bei denen COVID als Ko-Morbidität auftrat. Sie reicht von 0,2% aller Todesfälle bei Kleinkindern und nimmt mit zunehmendem Alter stetig zu, um sich bei etwa 9% aller Todesfälle für alle Altersgruppen über 65 Jahre zu stabilisieren. Einige dieser Krankheiten und Zustände sind die Folge von COVID, und einige stehen in keinem Zusammenhang mit COVID.

Komisch: Insgesamt 4758 der Todesfälle im dunkelblauen Bereich sind auf „vorsätzliche und unbeabsichtigte Verletzungen, Vergiftungen und andere unerwünschte Ereignisse“ mit COVID als Ko-Morbidität zurückzuführen. Dazu gehört z.B. der Typ in Florida, der an einem Motorradunfall starb und positiv auf COVID getestet wurde … eindeutig umfasst die dunkelblau dargestellte Kategorie sowohl Todesfälle mit COVID als auch Todesfälle durch COVID.

Der dünne rote Bereich oben, kaum breiter als eine Linie?

Das sind alle Todesfälle von COVID allein. Sie ist deshalb so gering, weil COVID in den meisten Fällen entweder andere Krankheiten hervorruft, z.B. wenn sich jemand mit COVID infiziert und dann auch noch eine Lungenentzündung bekommt, oder weil COVID oft nicht kausal mit anderen Krankheiten und Zuständen in Verbindung gebracht wird.

Was lehrt uns das? Selbst bei alten und kranken Menschen beträgt der Anteil der Todesfälle mit COVID plus Todesfälle durch COVID weniger als zehn Prozent aller Todesfälle. Bei den unter Vierzehnjährigen sind es weniger als ein Prozent aller Todesfälle. Bei Kleinkindern sind es 0,2%.

Hier ein weiterer Blick auf die CDC-Daten, nämlich die Todesfälle bei den häufigsten Krankheiten, bei denen COVID-19 als Ko-Morbidität aufgeführt ist.

Abbildung 2. Todesfälle durch Krankheiten, bei denen COVID-19 eine Komorbidität ist.

Ich stelle fest, dass die Verstorbenen im Durchschnitt mehr als zwei zugrunde liegende andere Krankheiten hatten, plus COVID. Und während eine ganze Reihe von Kategorien wie Atemwegserkrankungen mit Sicherheit auf eine COVID-Erstinfektion zurückzuführen ist, werden Dinge wie Fettleibigkeit, Krebs, Herzerkrankungen, Alzheimer und Diabetes eindeutig nicht durch COVID verursacht. Wir haben eine Mischung aus Todesfällen mit und Todesfällen durch COVID.

Wie viel davon ist von COVID und wie viel ist mit COVID? Leider ist es nicht möglich, dies anhand der vorliegenden Daten festzustellen. Wenn ich raten müsste, würde ich sagen, zwei Drittel bis drei Viertel sind Todesfälle durch COVID und ein Drittel bis ein Viertel sind nur Todesfälle mit COVID, aber das ist eine Schätzung. Wenn dem so ist, würde das bedeuten, dass COVID etwa sechs Prozent aller Todesfälle bei Menschen über 65 Jahren verursacht hat, wobei der Anteil mit zunehmendem Alter bis auf ein Zehntel von einem Prozent bei Kleinkindern zurückgegangen ist.

Nächster Schritt? Man beende sofort die enorm kostspieligen Lockdowns. Oben habe ich darüber diskutiert, wie die Abriegelungen Millionen von Jahren produktiven Lebens gekostet haben. Wir müssen damit aufhören, Menschen einzusperren, das gelegentliche Aufflackern akzeptieren und Amerika wieder zum Arbeiten bringen.

Link: https://wattsupwiththat.com/2020/09/01/cdc-insights/

Übersetzt von Chris Frey EIKE




Warum CO2 kein Temperatur­treiber sein kann? Nur die Sommer wurden in Deutschland wärmer, die Winter nicht.

Grafik 1: Von 1898 bis 1987 also genau 90 Jahre änderte sich laut den Daten des Deutschen Wetterdienstes nichts am Temperaturverlauf in Deutschland. Keinerlei Klimaerwärmung. Kalte und warme Jahre wechselten sich in schöner Reihenfolge ab. Die Trendlinie ist über 90 Jahre zugleich die Temperatur-Durchschnittslinie, also 8,2°C

Dass wir zu Beginn der Grafik um 1900 ein ganz anderes Deutschland hatten als heute und die Wetterstation ganz andere waren, und diese auch noch an viel kälteren Plätzen und Ortsumgebungen standen als heute, soll zunächst außer Betracht bleiben. Beispielsweise früher bei einem Forsthaus am Waldrand, heute an der heißen Landebahn eines Flughafens mit den 700 C heißen Abgasen. Auch Wechsel bei der Temperaturerfassung lassen wir hier außer Acht. Wir nehmen die Daten des DWD so wie sie niedergeschrieben sind, tun so als ob die Temperaturdaten einigermaßen vergleichbar wären.

Erst ab 1988 stiegen die Jahresdurchschnittstemperaturen in Deutschland. Das zeigt der Schnitt der inzwischen 1900 DWD-Wetterstationen, gleichmäßig über die heutigen Bundesländer verteilt.

Grafik 2: Erst ab 1988 erfolgte der Temperaturanstieg der Jahrestemperaturen in Deutschland, die „Klimakatastrophe“ begann also erst 1988. Laut Trendlinie mit einer Erwärmung von knapp 1 Grad seit 1988

Zufälligerweise sind nun die CO2-Konzentrationen in diesem Zeitraum ebenfalls angestiegen, was den Treibhaus-Erwärmungsgläubigen in die Argumentation spielt. Genauer gesagt, seit 1958 wird die CO2-Konzentration auf dem Mouna Loa erfasst, die gemessenen Daten gelten weltweit, da sich CO2 gleichmäßig in einem Raum verteilt.

Grafik 3: Kontinuierlicher Anstieg der CO2-Konzentrationen auf momentan knapp unter 420 ppm-Anteile in der Luft. Auch der Corona lock-Down und der weltweit verminderte anthropogene Ausstoß machte sich nicht bemerkbar. Demnach scheint ein Zurückfahren der menschengemachten Einträge in die Luft wenig an der Konzentrationszunahme zu ändern. Zur Maßeinheit 400 ppm = 400 parts per million. Das wäre eine Konzentration von 0,04%.

Damit wäre die erste wissenschaftlich Frage: Wer oder was bewirkt den momentanen starken Anstieg der CO2-Konzentration in der Atmosphäre, wenn eine weltweite anthropogene Enthaltsamkeit keinen Anstiegsstopp bewirken konnte. Doch die Frage lassen wir im weiteren Verlauf bis zu späteren Veröffentlichungen und Erklärungsmustern außer Betracht

Wir vergleichen vielmehr im weiteren Artikel den CO2 Verlauf seit 1988 mit den Sommer- und Wintertemperaturen Deutschlands. Die CO2-Zunahme beträgt seit 1988 laut Mouna Loa etwa 65 ppm, also im Schnitt 2 ppm pro Jahr. Sommer sind die drei Monate Juni/Juli/August und der Sommerschnitt betrug 2020 laut DWD 18,2 C.

Eine weitere Frage wäre, wirkt CO2 vielleicht mit einer Zeitverzögerung von 30 Jahren? Da dies niemand der CO2-Erwärmungsjünger behauptet, wollen auch wir hier nicht eingehen. Diese Frage wird schlichtweg negiert aus Angst vor einer CO2-Grundsatzdiskussion. Im Folgenden wollen wir wie in der Artikelüberschrift angekündigt die Temperaturverhältnisse im Sommer und Winter für Deutschland betrachten.

Starker Anstieg der Sommertemperaturen seit 1988

Grafik 4: Die drei Sommermonate wurden in den letzten 33 Jahren erfreulich wärmer. Die letzten 7 Jahre könnte man bereits von einem Mittelmeerklima reden. Laut Trendlinie sind die Sommer um 1,5 Grad seit 1988 wärmer geworden.

Wir halten fest: Die drei Sommermonate haben sich in Deutschland seit 1988 überdurchschnittlich erwärmt. Im gleichen Betrachtungszeitraum fast doppelt so viel wie die Jahrestemperaturen.

Gegensätzlich dazu ist das Temperaturverhalten der Jahreszeit Winter.

Die Wintertemperaturen in Deutschland seit 1988

Als Winter gilt der Schnitt der drei Monate Dezember/Januar/Februar. Die nächste Grafik zeigt den Temperaturverlauf dieser Jahreszeit seit 1988

Grafik 5: Die drei Wintermonate D/J/F=Jahreszeit Winter haben sich im Betrachtungszeitraum überhaupt nicht erwärmt. Die Trendlinie ist zugleich der Wintertemperaturdurchschnitt, beide Hälften des Betrachtungszeitraumes haben exakt den gleichen Schnitt von 1,5°C, auch wenn die Trendlinie bedingt durch den letzten milden Winter im Vergleich zu 1988 gering ansteigt. Das ist nur eine Besonderheit der excel-Berechnung.

Anmerkung: Da die meisten DWD-Wetterstationen ihre Standorte dort haben, wo die Menschen wohnen und arbeiten, sind außerhalb dieser Wärmeinseln in der freien Fläche die Winter logischerweise sogar leicht kälter geworden. In einer Stadt werden besonders kalte Tage einfach rausgeheizt und die Städte und Gemeinden wachsen nach außen. Da der Betrachtungszeitraum jedoch relativ kurz ist, soll dieser zunehmende Wärmeinseleffekt, der in den Daten versteckt mitgemessen wird, jetzt nicht weiter in Betracht gezogen werden. Im Sommer wirkt dieser WI-effekt übrigens um einiges stärker, da die Sonne als Heizung stärker ist als die Gebäudeheizungen.

Erkenntnis aus den Grafiken der Deutschlandtemperaturen: Der Anstieg der DWD-Jahrestemperaturen ist lediglich auf den Anstieg der Sommertemperaturen zurückzuführen. Diese ziehen den Jahres-Gesamtschnitt nach oben.

Zusammenfassung: Behauptet wird, dass CO2 ein Temperaturtreiber ist. Ein Anstieg der CO2-Konzentrationen muss zwangsläufig zu einer Erwärmung führen.

Das Verhalten der DWD-Wetterstationen kann das nicht bestätigen. Wäre CO2 ein Treibhausgas, dann müssten beide Jahreszeiten einen etwa gleichen Anstieg verzeichnen.

Die logische Schlussfolgerung des Sommer-Winter-Temperaturvergleiches für die CO2-Erwärmungsgläubigen wäre, CO2 erwärmt nur im Sommer, im Winter setzt seine Wirkung als Treibhausgas aus. CO2 hält in Deutschland einen Winterschlaf.

Da die pyhsikalischen Eigenschaften eines Gases jedoch nicht jahreszeitenbedingt wirken können, kann es den CO2-Erwärmungseffekt gar nicht oder nur minimalst geben. Warum die drei Sommermonate wärmer wurden und der Winter nicht, muss demnach andere Ursachen haben, und zwar natürliche und anthropogene.

Der Autor hat mit seinem Artikel über die weiter anhaltende Trockenlegung Deutschlands, die sich vor allem in den Sommermonaten zeigt, bereits mögliche Ursachen beschrieben, die heftig diskutiert und mit guten Kommentaren ergänzt wurden. Sicher gibt es noch andere Ursachen.

Unabhängige, seriöse und selbstständig arbeitende Klimaforscher, die nicht dem Zeitgeist nacheifern, suchen nach diesen vielfältigen Ursachen.

Fazit: Es wird Zeit, dass endlich Umwelt- und Naturschutz in den Mittelpunkt des politischen Handelns gerückt werden, saubere Luft, genügend Trinkwasser zu verträgliche Preisen und gesunde Nahrungsmittel sind menschliche Grundrechte. Eine CO2-Klimaabgabe taugt zu gar nichts, auf alle Fälle nicht dem Klima. Es handelt sich um ein Geschäftsmodell. Neben den oben beschriebenen Gründen, weshalb CO2 nicht an der gemessenen Erwärmung schuld sein kann, sollen noch drei weitere Gründe genannt werden.

  1. Es gibt keinen Versuch, der die Klimasensitivität von CO2 auch nur annähernd bestimmen kann. Behauptet werden 1,5 bis 4 C. Ein Versuch liefert Null.
  2. Es gibt auch keinerlei Anwendungsbeispiel, bei welchem wir Menschen uns den behaupteten CO2-Treibhauseffekt positiv zunutze machen könnten.
  3. Schon bei der Elite der deutschen Physiker wie Einstein, Heisenberg, Hahn, Planck spielte der CO2-Treibhauseffekt keine Rolle. Er existierte für sie schlichtweg nicht, obwohl die Hypothese dazu schon Jahrzehnte zuvor entwickelte wurde.

Eine positive Eigenschaft hat die CO2-Zunahme in der Atmosphäre. Es ist ein Düngemittel für alle Pflanzen, führt zu einem beschleunigten Wachstum, steigert die Hektarerträge und bekämpft somit den Hunger in der Welt. Ohne Kohlendioxid wäre die Erde kahl wie der Mond. Das Leben auf der Erde braucht Wasser, Sauerstoff, Kohlendioxid und eine angenehm milde Temperatur.




Wiederver­wendung, Recycling oder einfach Reduktion von Solarpaneel-Müll?

Die Legende besagt, dass das Mantra „Reduzieren, Wiederverwenden [Reuse], Recyceln“ irgendwo vor oder nach dem ersten nationalen Earth Day 1970 in das kollektive Bewusstsein gelangt ist. Kurz danach gründete Präsident Nixon die US-Umweltschutzbehörde, und der Kongress verabschiedete den Resource Conservation and Recovery Act.

Die Logik besagt, dass ein grünes Produkt daher wiederverwendbar (mit angemessener Wirksamkeit) oder wiederverwertbar (zu angemessenen Kosten) sein sollte. Wenn es weder das eine noch das andere ist, sollten wir uns dann nicht fragen, ob wir nicht einfach die Verbreitung reduzieren müssen (zumal die Solarenergie intermittierend ist und immer noch Reserveenergie benötigt)?

Auf der Website der EPA wird beispielsweise festgestellt, dass Laptops und Mobiltelefone den grünen Anforderungen entsprechen. Sie stellen fest, dass das Recycling einer Million Laptops genug Energie spart, um mehr als 3.500 US-Haushalte ein Jahr lang mit Strom zu versorgen. Außerdem gewinnen wir für jede Million Handys, die wir recyceln, ca. 35.000 Pfund Kupfer, 772 Pfund Silber, 75 Pfund Gold und 33 Pfund Palladium zurück.

Die Rechtfertigung für die massiven Subventionen in der Vergangenheit liegt im Wesentlichen darin, dass, die 100 Milliarden Dollar an Subventionen für Sonnen- (und Wind-) Energie ihre Arbeit getan haben, so wie Eltern traditionell ihre Kinder bis zu ihrer Reife subventioniert haben.

Amerikas Energiewirtschaft drängt nun auf ein Ende der Subventionen für erneuerbare Energien, basierend auf Daten der Energy Information Agency, die behauptet, dass die Kosten der Photovoltaik-Kkapazität im vergangenen Jahrzehnt um 82 Prozent gesunken sind. Die EIA behauptet sogar, dass Solarenergie (auch Windenergie!) billiger als Erdgas ist (obwohl Gaskraftwerke im Gegensatz zu Wind- und Solarenergie natürlich rund um die Uhr und an 365 Tagen im Jahr betrieben werden).

Ist Solarabfall heutzutage recycelbar?

Hier ist eine Kurzmeldung! Selbst ihre stärksten Befürworter geben zu, dass ein wirtschaftliches Recycling von Solarpaneelen noch mindestens zwei Jahrzehnte lang auf sich warten lässt, während die Wiederverwendung verfallener Solarpaneele damit verglichen werden kann, einem Teenager ein 500-Dollar-Auto zu schenken. In den Vereinigten Staaten landen ausrangierte Solarpaneele heute auf Mülldeponien – was bedeutet, dass sie die grüne Forderung, dass ein Produkt recycelbar sein muss, nicht erfüllen.

Kalifornien ist jedoch dabei, ein neues Gesetz umzusetzen, das Solarpaneel-Abfälle als eine Untergruppe von gefährlichem Abfall, bekannt als „Universalabfall“, neu klassifiziert. Dies wird es den Erzeugern von Solarpaneel-Abfällen ermöglichen, den Abfall ein ganzes Jahr lang statt der heutigen 90 Tage in eine externe Recyclinganlage zu verbringen.

Dies wirft erneut die Frage auf: Ist gefährlicher Abfall grün?

Lassen Sie uns das noch einmal durchgehen. Schon 2014 beklagte [das Journal] National Geographic, dass nicht nur bei der Entsorgung, sondern auch bei der Herstellung von Sonnenkollektoren (insbesondere in China, wo die Umweltstandards weniger auf den öffentlichen Aufschrei reagieren) gefährlicher Abfall entsteht. Schon damals war man sich darüber im Klaren, dass Recycling mindestens zwei Jahrzehnte lang eine teure Option bleiben würde.

Einem in dem Artikel zitierten Experten zufolge, der beklagte, dass verbrauchte Paneele auf Mülldeponien entsorgt werden, „denken Unternehmen, die vierteljährlich berichten und mit hauchdünnen Gewinnspannen überleben, nicht daran, was in 20, 30 Jahre später sein wird, wo das Thema Knappheit tatsächlich ins Gespräch kommen könnte“.

Aber Recycling war schon immer ein Traum, und langsam, immer noch teuer, wird er Wirklichkeit. In einem Artikel der Nikkei Asian Review aus dem Jahr 2016 wurden Prognosen des japanischen Umweltministeriums zitiert, wonach der Inselstaat im Jahr 2031 100.000 Tonnen Abfälle von Sonnenkollektoren recyceln muss und zwei Jahre später dreimal so viel. Der Abfallhaufen wird bis 2040 auf über 800.000 Tonnen ansteigen – das entspricht 110.000 Paneelen pro Tag.

Das Ausmaß der kommenden Paneel-Abfälle veranlasste die japanische Regierung, in Partnerschaft mit privaten Unternehmen und der staatlich unterstützten Organisation für die Entwicklung neuer Energie- und Industrietechnologien nach innovativen Technologien zu suchen, um die Kosten für das Recycling dieser komplexen Geräte zu senken. Doch obwohl viele von ihnen Verfahren zur Trennung der verschiedenen, unterschiedlichen Komponenten entwickelt haben, räumten sie alle ein, dass es noch eine ganze Weile dauern wird, bis es genügend ausrangierte Paneele gibt, um die Kosten zu senken.

Können Solarpaneele wiederverwendet werden?

Als der Artikel zur Frage der „Wiederverwendung“ überging, dürften viele Leser einen Schock erlitten haben. Zuerst war das Eingeständnis, dass (im Gegensatz zu Atom- und Fossilbrennstoff-Kraftwerken) die Erzeugungskapazität von Sonnenkollektoren alle paar Jahre um bis zu 4 Prozent abnimmt.

Daher schlägt der Autor vor, die ohnehin schon ineffizienten (Solaranlagen erzeugen nachts, bei Stürmen oder unter starker Bewölkung fast keine Energie) Paneele zur Wiederverwendung nach Afrika zu versenden, wo es keine Stromnetze gibt.

Schließlich müssen Afrikaner (so der Autor) nur wenige Haushaltsgeräte mit Strom versorgen, um einen viel höheren Lebensstandard zu erreichen. Und, nun ja, man kann positive Punkte erhalten, selbst wenn die Paneele, die man schickt – um Afrikaner davon abzuhalten, fossile Brennstoffe zu verwenden und ein ECHTES Stromnetz aufzubauen – defekt sind.

Aber heißt das nicht nur, dass die Wiederverwendung nicht wirklich eine Option ist? Es ist ja nicht so, dass man einfach die Hauptplatine oder die Batterie austauschen könnte und das alte Paneel wäre fast so gut wie neu.

Das dritte R

Ein kürzlich erschienener Reuters-Artikel, in dem die jüngste Runde kalifornischer Stromausfälle erörtert wurde, kam zu dem Schluss, dass „die jüngsten Ereignisse zeigen, dass das kalifornische Stromnetz den Zuverlässigkeitstest nicht bestanden hat, obwohl dieser angesichts der Bedeutung der Elektrizität für die moderne Wirtschaft für Lieferanten und Netzbetreiber oberste Priorität hat“.

Das Stromnetz des California Independent System Operator (CAISO) war im August dieses Jahres nicht in der Lage, die Spitzennachfrage über einen Zeitraum von zwei Tagen zu decken. PG&E räumte ein, dass etwa 220.000 Kunden in zwei aufeinanderfolgenden Nächten Strom verloren. Was könnte das Problem sein?

Mein Kollege Larry Bell hat darauf hingewiesen, dass einer neuen kalifornischen Vorschrift zufolge bis zum Jahr 2030 – also in nur einem Jahrzehnt – 60 Prozent der Elektrizität des Bundesstaates durch Wind- und Sonnenenergie geliefert werden müssen. Daher haben die Energieversorger bereits begonnen, den Verbrauch fossiler Brennstoffe zu reduzieren.

Der Marktanalyst John Kemp von Reuters kam zu dem Schluss, dass die Leistung von Solar- (und Wind-) Generatoren von externen Faktoren (Tageszeit, Jahreszeit und Wetterbedingungen) bestimmt wird und daher nicht auf die Bedürfnisse des Stromnetzes reagiert. Gaskraftwerke eignen sich seiner Meinung nach ideal für das Spitzenlastmanagement, da sie ihre Leistung schnell hoch- oder herunterfahren können.

Das Beharren Kaliforniens und anderer potentiell grüner Regierungen macht das Stromnetz also weniger flexibel und verringert seine Zuverlässigkeit.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Wiederverwendung ausrangierter Solarpaneele bedeutet, dass Energie von sehr geringer Qualität bereitgestellt wird. Das Recycling von Solarpaneelen wird erst mit einer weitaus größeren Marktdurchdringung wirtschaftlich rentabel. Je größer die Abhängigkeit von Sonne (und Wind) bei der Stromerzeugung ist, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass es zu Stromausfällen kommt, insbesondere bei sehr heißem und sehr kaltem Wetter.

Die offensichtliche Schlussfolgerung ist erstens, dass Solarzellenabfälle nicht grün sind, und zweitens, dass die Staaten ihre „Hans-guck-in-die-Luft“-Ziele zur völligen Eliminierung sowohl der Nutzung fossiler Brennstoffe als auch der Kernenergie REDUZIEREN müssen – denn Sonne (und Wind) sind nun einmal nicht das Gelbe vom Ei.

Siehe auch https://www.cfact.org/2014/08/21/parasitic-power-solar-energys-five-fatal-flaws/ mit einer anderen Sichtweise, warum Solarenergie keine akzeptable grüne Lösung für saubere Energie ist.

Autor: Duggan Flanakin is the Director of Policy Research at the Committee For A Constructive Tomorrow. A former Senior Fellow with the Texas Public Policy Foundation, Mr. Flanakin authored definitive works on the creation of the Texas Commission on Environmental Quality and on environmental education in Texas. A brief history of his multifaceted career appears in his book, „Infinite Galaxies: Poems from the Dugout“.

Link: https://www.cfact.org/2020/08/29/reuse-recycle-or-just-reduce-solar-panel-waste/

Übersetzt von Chris Frey EIKE




Sonnenzyklen, globale Temperatur und atmosphä­rische CO2-Konzentra­tionen seit Beginn der Industri­alisierung

Wird der Anstieg der globalen Erwärmung kausal verursacht durch den Anstieg atmosphärischer CO2-Konzentrationen oder ist es der Anstieg der globalen Erwärmung, der sekundär die atmosphärischen CO2-Konzentrationen ansteigen lässt? Diese Frage ist elementar für die Betrachtung des Klimawandels. Sie ist aber leicht zu beantworten, wenn man sich die vorliegenden Messwerte anschaut.

In der nachfolgenden Abbildung sind die Länge der Sonnenzyklen, die atmosphärischen CO2-Konzentrationen und die globalen Temperatur-Anomalien von 1860, als die kleine Eiszeit zu Ende ging und die Industrialisierung begann, bis 1990 aufgezeigt.

Von 1860 bis 1890 gab es noch keine nennenswerten Veränderungen der dargestellten Parameter. Von 1890 bis circa 1945 nahm die Intensität der Sonnenzyklen zu, gefolgt von einem Anstieg der globalen Temperaturen um etwa 0,4°C. Während dieser Zeit lag die europäische Industrie aufgrund des 1. Weltkriegs für lange Zeit am Boden und – wie aus der Abbildung zu erkennen ist – die CO2-Konzentrationen der Luft blieben niedrig. Sie stiegen erst ab Ende des 2. Weltkriegs deutlich an, d.h. mit einer Verzögerung von gut 50 Jahren.  

Obwohl nach dem 2. Weltkrieg die Industrialisierung weltweit große Fortschritte machte und die CO2-Konzentrationen deutlich anstiegen, wurde es von 1945 bis circa 1970 auf der Erde im Durchschnitt um etwa 0,2°C kälter. Dieser Temperaturabfall ging einher mit geringerer Sonnenaktivität. Die Medien waren damals voll von der Hysterie, wir stünden vor einer neuen Eiszeit und machten dafür die Verbrennung fossiler Energieträger und damit den Anstieg des CO2 verantwortlich. Basierend auf den Angaben amerikanischer Wissenschaftler prognostizierte die Washington Post vom 9.7.1971, dass die globalen Temperaturen in den nächsten 50 Jahren – also bis zum Jahr 2021 – um 6°C fallen würden.

Jedoch, die Sonne als die wahre Verantwortliche für die Temperaturschwankungen auf der Erde verstärkte von 1975 bis 1995 wieder ihre Zyklen und lies die globalen Temperaturen um etwa 0,3°C ansteigen. Nur während dieser 20 Jahre stiegen auch die CO2-Werte parallel zur globalen Erwärmung an. Obwohl seit etwa 1995 die CO2-Werte deutlich weiter gestiegen sind, blieben die Temperaturen davon wenig beeinflusst (siehe nachfolgende Abbildung):

Fazit: Zwischen globaler Erwärmung und atmosphärischen CO2-Konzentrationen gab es seit Beginn der Industrialisierung nur in der Zeit von 1975 bis 1995 eine positive Korrelation. Zwischen 1945 und 1975 war die Korrelation sogar negativ. Ganz offensichtlich hingegen ist die Korrelation zwischen Sonnenzyklen und globaler Temperatur während der gesamten 150 Jahre. Bei weiter steigenden CO2-Konzentrationen blieben im 21. Jahrhundert die globalen Temperaturen wenig verändert. Dies ist keineswegs verwunderlich, denn der derzeitig zu Ende gehende Sonnenzyklus Nummer 24 ist deutlich schwächer als die beiden vorhergehenden Zyklen (siehe nachfolgende Abbildung):

Bei alledem müssen wir bezüglich des Temperaturanstiegs aber auch in Betracht ziehen, dass sich in den letzten 50 Jahren die Städte vehement vergrößert haben. Es wurden neue Flughäfen gebaut und alte erhielten zusätzliche Start- und Landebahnen. Viele neue Straßen wurden gebaut, auch auf dem Land. Die Städte rückten immer näher an die Messstationen heran, die ehemals auf dem freien Land standen. In diesem Zusammenhang kann man durchaus vom Menschen verursachten Temperaturanstieg sprechen, doch hat das CO2 damit offensichtlich überhaupt nichts zu tun. Städte werden gebaut und sie sind nun mal wegen der Heizungen, der Klimaanlagen, der Wärme produzierenden Automotoren, der Wärme speichernden asphaltierten Straßen  usw. wärmer als Felder, Wiesen und Wälder. Und je näher ein Wohngenbiet, ein Flughafen oder eine Autobahn an eine Messstation heran rückt, desto höhere Temperaturen werden gemessen und täuschen somit eine möglicherweise gar nicht existierende Klimaerwärmung vor.

Übrigens, die Durchschnittstemperatur auf unserem Nachbarplaneten Mars ist seit den 1970er Jahren um 0,65°C gestiegen, obwohl dort keine Menschen leben (http://www.wissenschaft.de/erde-weltall/raumfahrt/-/journal_content/56/12054/1017880/Klimawandel-auf-dem-Mars/)

(http://www.wissenschaft.de/erde-weltall/raumfahrt/-/journal_content/56/12054/1017880/Klimawandel-auf-dem-Mars/) .

Auch aus den Messungen der letzten 400 Millionen Jahre wird deutlich, dass immer erst die globalen Temperaturen anstiegen und erst mit etwa tausendjähriger Verspätung die CO2-Konzentrationen. Das macht auch Sinn, denn wenn sich die Ozeane erwärmen, können sie weniger CO2 speichern und das CO2 geht in die Luft.

Diese auf wissenschaftlicher Basis erhobenen Zahlen sprechen eine andere Sprache als die Panikmache der Medien, die man mit voller Überzeugung als „Leugner der Wissenschaft“ bezeichnen kann.




Fernsehkritik: Deutschland und der Klimawandel, die Weisheiten und Halbwahr­heiten des ZDF-Fernseh-Professors Harald Lesch – der Faktencheck aus meteoro­logischer Sicht

Im Folgenden sind, weil man sich diese mittelmäßige, für Klima- und Wetterkundige nichts Neues enthaltende Sendung nur einmal ansehen sollte, die Aussagen des Harald Lesch nur grob wiedergegeben.

In Deutschland erwärmte es sich seit über 100 Jahren um 1,5 Grad, mehr als im globalen Maßstab … . Ursache ist die immer schneller steigende CO2-Konzentration.“

Korrekt sind die durchaus beachtlichen 1,5 Kelvin (ein Kelvin entspricht einem Grad Celsius) von 1881 bis 2019, nicht korrekt hingegen ist der Vergleich mit dem globalen Mittelwert. Dieser schließt nämlich die Wassertemperatur von rd. 71 % der Erdoberfläche mit ein. Korrekt allein wäre daher, nur den Anstieg der Landtemperatur weltweit mit der Deutschlands zu vergleichen, nur das ist wissenschaftlich sauber. Und diese globale Land Temperatur stieg seit 1890 um ca. 1,5 K. Damit liegt der Anstieg Deutschlands genau beim globalen Anstieg, wenn man nur Gleiches mit Gleichem vergleicht, wie es jeder anständige Wissenschaftler tut. Und falsch ist auch, die Temperatur Deutschlands 1:1 zu vergleichen, denn die Temperatur von 1890 bezog sich auf ein sehr viel größeres Deutschland mit etwa 40 Millionen Einwohnern, gegenüber heute einer fast halb so großen Fläche mit doppelt so vielen Menschen. Auch das verschweigt der „Wissenschaftler“ Lesch seinen Zuschauern.

Da bleibt für die Behauptung, dass steigende CO2-Konzentration die Hauptursache der Erwärmung gewesen sein soll nicht mehr viel Platz.

Aber eine starke natürliche Ursache hat die Landerwärmung trotzdem. Die folgende Grafik rückt daher etwas Anderes in den Blickpunkt – die AMO. Die Atlantische Multidekaden-Oszillation (Abkürzung AMO; engl. atlantic multidecadal oscillation) ist die Bezeichnung für eine zyklisch auftretende Zirkulationsschwankung der Ozeanströmungen im Nordatlantik. Sie bringt eine Veränderung der Meeresoberflächentemperaturen des gesamten nordatlantischen Beckens mit sich, wodurch Einfluss auf die Atmosphäre ausgeübt wird (Quelle: Wikipedia).

Abbildung 1: Die Variabilität der Deutschland-Jahrestemperaturen wird unter anderem von der AMO beeinflusst. Zwar ist dieser Einfluss mit etwa 17% im Jahresmittel nur mäßig, aber die AMO hat im April und von Juni bis November einen wesentlichen Einfluss, der im Sommer/Herbst mit etwa 28% besonders groß ist. Die zyklische AMO weist „Warmphasen“ zur Mitte des 20. Jh. und momentan auf; in denen auch warme Jahre in Deutschland gehäuft auftreten. Die meisten Klima-Experten gehen von einem baldigen Ende der AMO-Warmphase aus; dann wird sich das Klima in Deutschland eher abkühlen.

Diese aktuelle AMO-Warmphase ist auch der Hauptgrund für die gegenüber dem globalen Mittel stärkere Deutschland-Erwärmung. Herr Lesch beginnt und beendet seine Sendung auf dem Hohenpeißenberg, der ältesten Bergwetterwarte. Dabei unterlässt er die Nennung einer weiteren, ganz wesentlichen Erwärmungsursache – der in den letzten Jahrzehnten stark gestiegenen Sonnenscheindauer. Diese wirkte besonders im Sommer stark erwärmend und ist ein Grund der in den letzten Jahren heißen Sommer:

Abbildung 2: Entwicklung der Sonnenscheindauer und der Lufttemperaturen am Hohenpeißenberg im Sommer. Der heißeste Sommer (2003) war auch der sonnigste; auch die Hitze-Sommer 2015 und 2018 verliefen sehr sonnig; und satte 51,7% der Sommertemperatur-Variabilität lassen sich mit der Sonnenscheindauer erklären! Der Sommer 2020 verlief weder herausragend sonnig, noch herausragend warm. Zur besseren Veranschaulichung in einer Grafik mussten die Sonnenstunden in Index-Werte umgerechnet werden; einige markante Sommer sind beschriftet.

Ähnliches zeigt sich, sogar noch deutlicher, für ganz Deutschland:

Abbildung 3: Entwicklung der Sonnenscheindauer und der Lufttemperaturen im Deutschen Flächenmittel; Daten der Sonnenscheindauer sind hierfür seit 1951 verfügbar. Umrechnung beider Messgrößen in Indexwerte.

Nun müsste uns Herr Lesch bloß noch erklären, wie denn die steigenden CO2-Werte die stärkere Besonnung verursacht haben. Plausibler sind hierfür eher die Luftreinhaltemaßnahmen, geänderte Großwetterlagenhäufigkeiten infolge der Sonnenaktivität (wird noch besprochen), sowie die Melioration und Versiegelung unserer Landschaft. Letzteres wird immerhin von Herrn Lesch ganz passabel behandelt, dem Wärmeinseleffekt widmet er einige Sendeminuten.

Klimawandel gab es schon immer… . Am Ende der letzten Eiszeit erwärmte es sich hier aber in 5.000 Jahren um etwa 5 Grad – heute geht das viel schneller – ein oder mehrere Grad in nur hundert Jahren.“

Recht gängig und in früheren Publikationen auch vom Weltklimarat (IPCC) verwendet, ist folgende Grafik, welche die globale, nur aus Proxydaten grob ermittelbare Temperaturentwicklung seit dem Ende der (vorerst) letzten Kaltzeit zeigt:

Abbildung 4: Globaler Temperaturverlauf seit dem Ende der (vorerst) letzten Kaltzeit. Vor etwa 11.000 Jahren stieg die Globaltemperatur von etwa 10,5 °C auf über 14 °C in nur eintausend Jahren – fast viermal mehr, als das, was LESCH in seiner Sendung nannte. Und da sind die von den Temperaturschwankungen weniger betroffenen Tropen mit eingegangen – in den gemäßigten Breiten, in denen Deutschland liegt, fiel die Erwärmung vermutlich noch viel stärker aus.

Aber könnte es hierzulande gar Temperatursprünge von 3 bis 5 Grad in nur 20 bis 50 Jahren gegeben haben? Ja, und zwar bei den so genannten Dansgaard-Oeschger-Ereignissen während der Kaltzeiten. Dansgaard-Oeschger-Ereignisse (kurz: DO-Ereignisse) sind rasante Klimaschwankungen während der letzten Kaltzeit. 23 solcher Ereignisse wurden zwischen 110.000 und 23.000 BP gefunden. Dansgaard-Oeschger-Ereignisse sind nach Willi Dansgaard und Hans Oeschger benannt.

In der nördlichen Hemisphäre stellen sie sich als Perioden schneller Erwärmung, gefolgt von einer langsamen Abkühlung, dar. Der Vorgang spielt sich über einen längeren Zeitraum ab, der typischerweise auf Skalen von Jahrhunderten beschrieben wird. (Quelle: Wikipedia). Anhand von Eisbohrkernen aus der Antarktis und von Grönland lassen sich diese abschätzen:

Abbildung 5: Jähe Temperatursprünge (Anstiege) um 3 bis 5 Grad in nur Jahrzehnten mit anschließender Wiederabkühlung. Bildquelle

Doch selbst im klimatisch stabileren Holozän, unserer aktuellen Warmzeit, scheint es der heurigen Erwärmung ebenbürtige Ereignisse öfter gegeben zu haben; etwa das so genannte „Römische Klimaoptimum. Lucius Iunius Moderatus Columella, der wahrscheinlich in der ersten Hälfte des 1. Jahrhunderts nach Christus lebte, berichtet in seinem Werk „De re rustica libri duodecim“ (Zwölf Bücher über die Landwirtschaft) : „Wie ich nämlich gefunden habe, sind schon viele beachtliche Schriftsteller davon überzeugt, dass im Laufe einer langen Zeit die klimatischen und astronomischen Verhältnisse sich ändern; der gelehrteste Astronom unter ihnen, Hipparchos, schrieb, es werde eine Zeit kommen, in der die Weltpole sich verschieben, und der durchaus ernstzunehmende landwirtschaftliche Schriftsteller Saserna scheint diese Auffassung übernommen zu haben. Denn in seinem Buch über den Landbau erschließt er eine Veränderung der Stellung des Himmels aus der Tatsache, dass Gegenden, in denen zu früheren Zeiten wegen der langen Dauer strenger Winter kein Reben- oder Ölbaumreis, das man eingepflanzt hat, sich halten konnte, heute infolge des merklichen Nachlassens der früheren Kälte mit den reichsten Olivenernten und Weinlesen gesegnet sind.“

Mehr Omega-Lagen wegen des Klimawandels… .“

Als Omega-Lage wird in der Wetterkunde eine Blockierung der in unseren Breiten vorherrschenden Westströmung durch ein über Mittel- und/oder Nordeuropa befindliches Hochdruckgebiet bezeichnet. Doch die Westströmung wird auch durch Troglagen, Nord- und Südlagen blockiert, allesamt Wetterlagen, die zu mehr Extremwetter neigen. Während die Omega-Lagen Dürren und/oder Temperaturextreme begünstigen, neigen die Trog-, Nord- und Südlagen vor allem zu Temperaturextremen; sie können neben Dürren auch Starkregen verursachen. Tatsächlich häuften sich derartige Lagen in den letzten Jahren, doch ist das hauptsächlich nicht eine Folge der Klimaerwärmung, sondern der momentan stark nachlassenden Sonnenaktivität. Am Beispiel der Troglagen sei die Abhängigkeit der Häufigkeitsverhältnisse bestimmter Wetterlagen von der Sonnenaktivität gezeigt:

Abbildung 6: Die Anzahl der Sonnenflecken ist ein grobes Maß für die Sonnenaktivität – je mehr Flecken, desto mehr Aktivität. Bei hoher Sonnenaktivität werden Troglagen zugunsten der gemäßigten Westlagen seltener; momentan häufen sie sich wegen der geringen Sonnenaktivität. Der zu den südlichen Großwetterlagen gehörende Trog über Westeuropa (TRW) verursacht Hitzewellen und über Ostdeutschland auch Dürren, so im Hitze-Juni 2019, dazu vermehrt Unwetter über Westdeutschland. Der Trog über Mitteleuropa (TRM) kann mitunter zu Starkregen in großen Teilen Deutschlands führen. Ähnliche Zusammenhänge bestehen zu allen meridionalen Lagen, besonders den Nordlagen, aber auch zum Großwettertyp Hoch über Mitteleuropa (HM)

Immer mehr Unwetter und Dürren… .“

Exakte Definitionen, was ein Unwetter oder eine Dürre ist, gibt es nicht – neben den geografischen Gegebenheiten spielen persönliche Anschauungen, Betroffenheit und das Vorhandensein von Sachwerten sowie die Fähigkeit einer Gesellschaft, diese zu schützen, eine Rolle. Mehr Sachwerte, etwa Bauten, bedeuten auch dann eine Zunahme von Unwetterschäden, wenn es gar nicht mehr Unwetter gibt – besonders, wenn sie an problematischen Orten (Berghänge, Flusstäler, Meeresküsten) errichtet werden und durch Eingriffe in die Natur, wie Versiegelungen oder Flussbegradigungen, zusätzliche Probleme geschaffen werden. Deshalb sind die Schadens-Statistiken der Versicherungen kaum aussagefähig – die Messwerte, im Folgenden am Beispiel von Potsdam beleuchtet, weisen nicht auf eine besorgniserregende Häufung extremer Wetterereignisse hin:

Abbildungen 7 a bis c: Trotz der letzten, extremen 3 Jahre häuften sich langfristig weder sehr dürre Monate im Sommerhalbjahr (7a, oben), noch sehr nasse im Sommer (7b, Mitte), noch die Anzahl der Tage mit sommerlichen Starkregen (unten)

Deutschland trocknet immer mehr aus… . Land- und Forstwirtschaft erleiden Schäden; es ist mit schlechteren Ernten zu rechnen… .“

Mit steigenden Temperaturen steigt auch die Verdunstung; es kann also vermehrt zu Wassermangel kommen. Allerdings wird der durch die steigenden Winterniederschläge oft wieder ausgeglichen; so auch im Winter 2020. Und ein Blick auf die langfristige Niederschlagsentwicklung der Jahreszeiten in Deutschland zeigt auch nichts Dramatisches:

Abbildung 8: Zwar etwas weniger Regen im Sommer (Trend nicht signifikant!), aber mehr besonders im Winter. Bei der langfristigen Niederschlagsentwicklung spielen auch die Sonnenaktivität, die AMO und die Häufigkeitsverhältnisse der Großwetterlagen eine wesentliche Rolle.

Zwar sanken die Ernte-Erträge im Dürrejahr 2018, aber sie lagen damals noch immer auf dem Niveau der 1990er Jahre, und 2019/20 wurde trotz des Extremwetters das aktuelle Durchschnittsniveau wieder erreicht; wie man am Beispiel des Winterweizens sieht:

Abbildung 9: Keine totale Missernte beim Winterweizen selbst im schlechten Jahr 2018. Jahre 2019 und 2020 ergänzt.

Bei den langfristigen Ertragssteigerungen spielte neben dem Fortschritt der Anbaumethoden und besseren Sorten auch die steigende CO2-Konzentration eine wesentliche Rolle; denn mehr CO2 ermöglicht eine effektivere Fotosynthese. Das verschweigt uns Herr Lesch aber lieber. Freilich werden die Erträge nicht mehr ewig steigen, und unsere Wasserressourcen sind zwar groß, aber nicht unerschöpflich. Doch Ertragsschwankungen lassen sich durch intelligente Vorratshaltung und Handelspolitik sowie achtsameren Umgang mit dem Boden und den Lebensmitteln ausgleichen; Selbiges gilt auch für das Trinkwasser, wo außerdem Kleinspeicher in Regionen mit prekärer Grundwassersituation angelegt werden können.

Der Meerespiegel steigt – viele Nordsee-Inseln und Küsten sind gefährdet… .“

Die küstennahen Regionen sind leider schon immer gefährdet gewesen (Stichworte: Marcellus-Flut 1362, als Rungholt, das „Atlantis des Nordens“, versank, oder die Hamburg-Sturmflut im Februar 1962). Eine Häufung derartiger Ereignisse ist nicht belegbar; und der Meeresspiegel steigt seit Jahrtausenden; eine Beschleunigung des Anstieges ist momentan nicht erkennbar:

Abbildungen 10a bis 10c: Zwei Beispiele für die Entwicklung der Pegelstände in der südlichen Nordsee (oben und Mitte), und keine Häufung der Sturmfluten (unten)

Fazit: Eine etwas bessere, weniger Ideologie-belastete Klima-Sendung des Herrn Lesch als in den Vorjahren, aber für unsere teuren Fernsehgebühren könnte man deutlich mehr Informations- und Wahrheitsgehalt erwarten.