Klimapropa­ganda nun auch konse­quent für Kinder

Wenn es mit der Indoktrination besonders schlimm geworden ist, nimmt es der Autor zum Anlass, an die Redaktion und Verantwortlichen eine Gegendarstellung zu verfassen.

[1] „Naturkatastrophen aus Menschenhand“, Kritik

Vorbemerkung: Der Autor hat die Redaktion und für die Kinderseite verantwortlich Zeichnenden um eine Stellungnahme gebeten. Diese ist bisher nicht eingetroffen und wird auch nicht erwartet. Deshalb erfolgt die Publikation der Kritik mit geringfügigen Ergänzungen und Korrekturen. Sollte (doch) noch eine Stellungnahme der Redaktion kommen, wird diese nachgereicht.

Offener Brief an die Redaktion

An die Redaktion der FN, die für die Rubrik „Deine Kinderseite“ verantwortliche Frau Michaela Zimmermann und den Verfasser des Artikels, Hicran Songur (Bildung, Kinder und Familie).

Statement

Mit Entsetzen habe ich am vergangenen Wochenende den für Kinder geschriebenen Artikel über das Klima und dessen stetigen Wandel gelesen.

Er ist wieder (wie in den Nordbayerischen Nachrichten seit langem üblich) ein reinster Propagandaartikel, dem jegliche fachliche Substanz und neutrale Themenbetrachtung fehlt – und den Kindern als angebliches „Wissen“ nur absolute Desinformation bietet. Als kleine „Entschuldigung“ mag nur gelten, dass der Inhalt genau dem entspricht, was unsere Politikkaste in Berlin und ihre pseudowissenschaftlichen Einflüsterer „sehen“ möchten und politisch instrumentalisierte „Fachpersonen“ dazu liefern.

Von einer Redaktion kann man aber erwarten (zumindest war das früher so), dass nicht alles, was von solchen kommt, blind zusammen kopiert und als „Wissen“ veröffentlicht wird. Schon gar nicht für Kinder, welche das nicht erkennen können und dann felsenfest davon überzeugt sind, Fachperson geworden zu sein und wegen dem ständig vorhergesagten Klimauntergang am Freitag deshalb während der Schulzeit auf den Straßen hüpfen zu müssen.

Da der Artikel so exemplarisch zum Thema ist, möchte ich darüber für den Blog EIKE wieder eine Rezension schreiben, um die im Artikel gebrachten Angaben und meine Gegendarstellungen einem größeren – teils auch fachlich gut versiertem Publikum – zur Diskussion zu stellen.
An den Verfasser und die Redaktion habe ich deshalb die Bitte, zu den Darstellungen Belege und Fundstellen mitzuteilen.

Damit Redaktion und Verfasser ungefähr ahnen, um was es mir dabei geht und konkreter darauf eingehen können, anbei etwas Vorarbeit von mir, indem ich meine angedachte Rezension skizziere. Sollte die fachliche Antwort dazu nicht kommen, wird er ungefähr in dieser Form erscheinen.

Darstellungen im Artikel

Im Artikel wird berichtet:Naturkatastrophen sind oft unvorhersehbar … Es gab sie schon immer, aber in den letzten 20 Jahren sind es fast doppelt so viele geworden. Daran ist der Klimawandel schuld.

Gegendarstellung von mir:
Diese Behauptung kommt mir bekannt vor. Anbei, was ich dazu in meinem Infofoliensatz hinterlegt habe. Aber ihre Redakteure haben in öffentliche Aussagen – vor allem internationaler Institutionen – ja geradezu blindes Vertrauen.

Bild 1 Auszug aus einem Infofoliensatz des Autors

Im Artikel wird berichtet: Normalerweise verändert sich das Klima nur sehr langsam. In den letzten 100 Jahren ist geht der Klimawandel aber extrem schnell voran.

Gegendarstellung von mir:
„Nachplappern“ können, gilt heutzutage bereits als Wissen. Und diese Aussage wird regelmäßig nachgeplappert.

Nun aber zu Fakten.
In Deutschland beschleunigt sich die Änderung der Temperatur nicht:

Bild 2 Auszug aus einem Infofoliensatz des Autors

Das gilt auch global:

Bild 3 Auszug aus einem Infofoliensatz des Autors

Bild 4 Auszug aus einem Infofoliensatz des Autors

Wie kommt diese Aussage dann zustande?
Einfach durch den gleichen Trick wie beim „Hockeystick-Betrug“. Man koppelt zwei nach vollkommen verschiedenen Methoden ermittelte Datensätze (Proxidaten mit Geräte-Messdaten) und behaupte, sie wären kongruent. Dann mittelt man die Proxidaten noch stark, um deren extreme Spannen zu verschleiern. Nicht zu vergessen, die Reduzierung auf einen „geeigneten“ Zeitraum.

Fertig ist der „statistisch fundierte“ Datenbetrug. Er lässt sich mit einfachsten Mitteln erkennen – doch das will man partout nicht.

Bild 5 Auszug aus einem Infofoliensatz des Autors

Bild 6 Auszug aus einem Infofoliensatz des Autors

Bild 7 Auszug aus einem Infofoliensatz des Autors

Im Artikel wird berichtet: Grund für den rasanten Klimawandel sind wir Menschen. Wir verbrauchen viel Strom und Wasser. Dafür benötigen wir Energie … Dabei entsteht CO2 … Das ist ein Treibhausgas. Autos, Fabriken und Flugzeuge pusten sehr viel CO2 in die Luft … Jetzt kommt aber der von Menschen gemachte Treibhauseffekt mit den zusätzlichen Gasen … darum steigt die Temperatur.

Gegendarstellung von mir:
Einmal ist die Beschränkung auf „Strom und Wasser“ falsch. Beide haben an CO2-emittierenden Prozessen global einen geringen Anteil. Das gilt auch für „Autos, Fabriken und Flugzeuge“. Die Nennungen dürften damit weniger einem „Wissen“, sondern eher dem Kopieren GRÜNER Forderungen entsprungen sein.

Auf den wirklichen Wert(ebereich) des postulierten „Treibhauseffektes“ (Forcing), der immer niedriger angesetzt wird und bereits beim aktuellen Stand von ca. 1,5 K/Verdopplung zu keinem Klimaalarm mehr Anlass gibt, geht ihr Autor nicht ein. Auch, dass der Treibhauseffekt immer noch nicht belegt werden konnte, sondern seit Arrhenius eine Hypothese geblieben ist.

Dabei ist gerade dies die alleinige – und damit wichtigste – Basis des „menschengemachten Klimawandels“. Eine Information über diesen extrem strittigen Punkt des ganzen „AGW-Klimagebäudes“ müsste man auch Kindern geben, und darüber, welchen (extrem geringen) Einfluss zum Beispiel Deutschland mit seiner CO2-Reduktion am Klima „hat“.

Im gesamten Artikel findet sich kein Wort, welche immensen Verschuldungen unsere Politiker der aktuellen und kommenden Generationen zumuten, um eine selbst im Jahr 2100 mit Sicherheit nicht messbare „Temperaturverminderung“ – laut PIK erzielen die Maßnahmen Deutschlands 0,05 Grad Reduzierung im Jahr 2100 – zu „erreichen“. Wenigstens ein bisschen ökonomisches Denken darf auch Kindern zugemutet und beigebracht werden, damit diese nicht bedenkenlos freitags für mehr Steuern hüpfen, die später mehr als jegliche Klimaänderung vielen ihre Zukunft kaputt machen werden.

Bild 8 Auszug aus einem Infofoliensatz des Autors

Bild 9 Auszug aus einem Infofoliensatz des Autors

Im Artikel wird berichtet: Deshalb schmilzt das Eis an den Polen und der Meeresspiegel steigt an. Dieser Anstieg führt zu Überschwemmungen an den Küstengebieten …

Gegendarstellung von mir:
An den Polen schmilzt etwas Eis. Allerdings viel, viel weniger, als von „Klimafachpersonen“ vorhergesagt. Allerdings hat das Eis dies schon oft getan und ist im längerfristigen Kontext überhaupt kein Drama. Und eine Beschleunigung ist anhand von Messdaten nicht erkennbar. Eine solche existiert nur in Klimasimulationen – vorwiegend des PIK -, in denen aufgrund hypothetischer (wieder simulierter) Annahmen die Antarktischen Randgletscher plötzlich ins Meer rutschen.

Ganz neu sind Aussagen dazu wie im Artikel allerdings nicht. Ein Vorläufer wurde schon vor über 200 Jahren geschrieben. Damals empfand man es allerdings als positiv:

Bild 10 Auszug aus einem Infofoliensatz des Autors

100 Jahre später wiederholte es sich. Man erkennt: Klima-Katastrophenmeldungen gab es zu allen Zeiten:

Bild 11 Auszug aus einem Infofoliensatz des Autors

Bild 12 Auszug aus einem Infofoliensatz des Autors

Nun etwas Hintergrundinformation:

 

Bild 13 Auszug aus einem Infofoliensatz des Autors

Im Artikel wird berichtet: „ … und der Meeresspiegel steigt an. Dieser Anstieg führt zu Überschwemmungen an den Küstengebieten …

Gegendarstellung von mir:
Das ist eine der mantrahaft wiederholten, leider jedoch nur noch dämlichen Aussagen. Sie widerspricht nämlich allen Proxydaten und den aktuell gemessenen Meerespegeln. Ich recherchiere seit vielen Jahren dazu, und immer komme ich zum gleichen Ergebnis: Nirgendwo steigt der Tidenpegel übernatürlich! Alle „gemeldeten“, schlimmen Pegelanstiege entstammen Simulationen.

[Link] EIKE 04.07.2020: Ist die aktuelle Meerespegeländerung im Vergleich mit historischen Zeiten einzigartig?
[Link] EIKE 08.05.2020: Die SZ im Agitationsmodus. Und die Wahrheit bleibt wieder auf der Strecke

Wenn Küstengebiete als „überschwemmt“ gemeldet werden, ist die Ursache in aller Regel eine völlig andere als der Klimawandel, aber absolut exemplarisch:
[Link] EIKE 18.06.2019: Küstenstädte versinken, (auch) weil das Geld stattdessen zur CO2-Reduktion hinausgeworfen wird
[Link] EIKE 13.08.2017: Manila versinkt durch Wasserentnahme im austrocknenden Untergrund. Der (reiche) Westen mit seinem CO2 soll daran schuld sein – und zahlen

Bild 14 Auszug aus einem Infofoliensatz des Autors

Zitat aus meinem Klimawandel-Foliensatz:

Bild 15 Auszug aus einem Infofoliensatz des Autors

Bild 16 Auszug aus einem Infofoliensatz des Autors

Im Artikel wird berichtet: „ ... die Gefahr von Starkregen und Wirbelstürmen erhöht sich …

Gegendarstellung von mir:
Ihr Autor vergaß (wohl weil er es nicht wusste) zuzufügen: Ausschließlich in Simulationen.

Zum Beispiel für Deutschland und Europa gilt es den wirklichen Messdaten nach nicht, wie es der letzte Deutsche Klima-Monitoringbericht 2019 ausweist.

Bild 17 Darstellung aus dem Deutschen Klima-Monitoringbericht 2019

Geht man in der Historie einfach auch mal ein bisschen zurück, stellt man fest, dass die wirklich schlimmen und extremen Naturereignisse zur Zeit des „Natürlichen“ und kälteren Klimazeitraumes stattfanden.

Bild 18 Auszug aus einem Infofoliensatz des Autors

Bild 19 Auszug aus einem Infofoliensatz des Autors

Historisch weit zurückreichende Hochwassermarken sprechen darüber eine überdeutliche Sprache:

Bild 20 Auszug aus einem Infofoliensatz des Autors

Das gibt sogar der IPCC zu. Im letzten Klimabericht AR5 steht:

Bild 21 IPCC-Aussagen, AR5 Langbericht

Im Artikel wird berichtet: 2018 hat es in Indien viele Monate geregnet. Es handelte sich um die schlimmste Überschwemmung seit 100 Jahren …

Gegendarstellung von mir:
Wenn es vor 100 Jahren zum Zeitpunkt des „glücklichen Klimas“ schon mal so schlimm oder vielleicht sogar schlimmer war, warum ist ein Wiederauftreten dann etwas Überraschendes? Wie viele Jahre müssen vergehen, bis ihr Autor das Wieder-Auftreten nicht mehr dem Klimawandel negativ zuordnet? Hat er überhaupt auch nur im Ansatz eine Vorstellung davon?

Geradezu perfide ist die Textung.
Ein einmaliges Wetterereignis wird mit einer Bemerkung in den Raum gestellt, die einen direkten Bezug zum schlimmen, vom Menschen verursachten Klimawandel suggerieren soll.
Keiner der lesenden Kinder wäre wohl in der Lage, den Bezug nachzuprüfen – um festzustellen, was vielleicht wirklich dahinter steckt.

Anbei meine Interpretation des gleichen Ereignisses:
Wenn es lange 100 Jahre gedauert hat, bis der Monsunniederschlag überhaupt erst einmal den Pegel in der damals ausgehenden Kaltzeit erreicht, ist es ein Beleg für folgende Aussagen:
Laut Klimatheorie muss bei höherer Temperatur der Niederschlag deutlich zunehmen. Die Temperatur ist höher geworden, sogar der Extremniederschlag aber auf dem Stand zur Kaltzeit verblieben, wo er doch längst viel höher sein müsste, alleine um relativ gesehen gleich zu bleiben. Damit ist entweder die Klimatheorie falsch oder/und das Ereignis hat keinen Zusammenhang mit dem AGW-Klimawandel.

Eine solche alternative Interpretation wäre etwas für „Wissenschafts-Detektive“. Kinder lieben und sind stolz auf „detektivisches“ Arbeiten. Dabei bekämen sie Anregungen, wie man ein Thema angehen und glaubhafte Fakten herausschälen kann – und sich für wirkliche Wissenschaft begeistert. Nur mal so als Vorschlag.

Allerdings nicht auszudenken, wenn solche Wissenschaftsdetektive eventuell dann dahinter kämen, dass die Horrormeldungen zum AGW-Klimawandel hinten und vorne nicht mit den Messdaten übereinstimmen – sondern ausschließlich Simulationen entstammen – und es sich dabei um den wohl größten Wissenschaftsbetrug der Neuzeit handelt (meine rein persönlicher Meinung nach vielen Jahren tiefgehender Recherchen zum Klima und seinem stetigen Wandel).

Nun gut, vielleicht wird der Aluhut mal ein historisches Widerstands-Markenzeichen für trotz ständiger Klimapropaganda standhaft kritisch gebliebene Bürger, so wie der GRÜNE „Anzug“ Markenzeichen für herausragende Dummheit bezüglich technischer Aussagen in deren Führungsetage ist.

Mal sehen, ob eine kleine Recherche meine Interpretation zum Monsun unterstützt.
Eigentlich wollte ich dieser Aussage nicht nachrecherchieren. Habe es nun doch gemacht und mit wenig Aufwand Interessantes gefunden.

Zuerst den gemittelten Verlauf des Indischen Monsuns global von 1870 – 2010. Ich traue mich auszusagen, dass die fehlenden, letzten 10 Jahre daran nichts Grundlegendes verändert haben werden. Nur mit einem Brett vor dem Kopf – oder/und GRÜNER Verblendung lässt sich daraus ein schlimmer Klimawandeleinfluss ableiten. Den Kindern wird es aber erzählt.

Bild 22 India 31-year moving average of monsoon rainfall. Quelle: Grafik aus: Adaptation to climate change: historical evidence from the Indian monsoon, Published online by Cambridge University Press: 27 June 2017

Aus der Schadensdatenbank: EM-DAT, the International Disaster Database. CRED/UCLouvain 2020,

habe ich mit etwas Aufwand (privat macht man das, was sich bezahlte Redakteure heutzutage ersparen) die niederschlags-bedingten Mortalitätsdaten von Indien herausgefiltert, auf Jahreswerte summiert und grafisch dargestellt. Bedenkt man, wie die Bevölkerungszahl in dem Zeitraum explodiert ist und was für ein Siedlungsdruck in hochwassergefährdete Niederungen entstand, dann ist der Mortalitätsverlauf einfach nur als „glücklich“ zu bezeichnen.

Allerdings sieht man auch in dieser Grafik, wie Extremniederschlag spontan und ohne jegliche „Vorwarnung“ oder Trend auftritt.

Bild 23 Indien, Mortalitätswerte pa für Monsun- und Starkregenereignisse 1926 – 2010. Grafik von mir erstellt. Datenquelle: Schadensdatenbank EM-DAT, the International Disaster Database. CRED/UCLouvain 2020

Auch insgesamt scheint das inzwischen zum Glück wärmer gewordene Klima bezüglich der Todesrate für Indien mehr als segensreich zu wirken.

Bild 24 Relative Todesraten für Indien. Quelle: IIMA Working Paper W. P. No. 2020-12-03: Pandemics and Historical Mortality in India

Damit entlarvt sich die Aussage zum Monsun in Indien als das, was sie sein soll: Lupenreinste Propaganda.

Im Artikel wird berichtet: Durch die Erderwärmung nehmen gleichzeitig Dürren und Hitzewellen zu. In Ostafrika leiden die Menschen seit Jahren unter einer Dürre. Es fehlt an Wasser und die Ernten gehen kaputt, die Menschen haben Hunger und Durst.

Gegendarstellung von mir:
Wieder eine wohl abgeschriebene, mantrahaft wiederholte Falschbehauptung. Betrachten wir anstelle pauschal „Ostafrika“ den wichtigen Sahelgürtel, der einen Teil von Ostafrika einschließt.
So stellen alle Fachpersonen fest (sogar das PIK), dass der Niederschlag dort zunimmt. Letztes Jahr war es sogar zu viel und führte zu massiven Überschwemmungen.
Um die dort explodierende Bevölkerung und viel zu hohe „standesgemäß erforderliche“ Viehpopulation zu ernähren, kommt die Natur natürlich nicht nach. Auch die Probleme durch Clan-Misswirtschaft und ständig ausufernden Kriegshandlungen kann Regen nicht kompensieren.

Darüber zu lamentieren würde allerdings nicht viel bringen. Wenn man es dem Klimawandel zuschiebt und den reichen Westen dafür verantwortlich macht, bringt es allerdings einen Geldsegen aus dem Klima-Reparationsfond.

Zitierung: In der Fernsehreportage Planet Wüste, Folge 10: „Abenteuer Sahara“, gesendet am 12.12.2015 auf ARD alpha sagte der Reporter vor Ort:
… „In den 70er Jahren kam es im Sahel zu verheerenden Dürrekatastrophen, die Millionen Menschen verhungern ließen. Aufgrund des Klimawandels wird seit Mitte der 80err Jahre ein Ansteigen der Niederschläge beobachtet, so dass der Sahel grüner ist als damals.
… Dem steht ein Ausblühen der Wüste gegenüber – die sogenannte Desertifikation. Sie hat ihre Ursachen in einer Übernutzung der spärlichen Vegetation durch den Menschen. Überweidung und Brennholzeinschlag führen zur Verwüstung ganzer Landstriche.“

Im Artikel wird berichtet: Durch die große Trockenheit und den fehlenden Regen treten häufiger Waldbrände auf. In Australien kommt es fast jährlich zu Buschbränden …

Gegendarstellung von mir:
Was soll diese pauschale – mit nichts vergleichbare – Aussage den Kindern sagen? Klar, einen ganz schlimmen Einfluss des menschengemachten Klimawandels!
In Australien (und vielen anderen Ländern) kommt es seit Menschengedenken als natürlicher Vorgang jährlich zu Buschbränden. Nur über einen Verglich mit der Historie und gesetzlichen Gegebenheiten vor Ort lässt sich das einsortieren. Und dann sieht es vollkommen anders aus:

Bild 25 Auszug aus einem Infofoliensatz des Autors

Bild 26 Auszug aus einem Infofoliensatz des Autors

Bild 27 Auszug aus einem Infofoliensatz des Autors

Bild 28 Auszug aus einem Infofoliensatz des Autors

Bild 29 Auszug aus einem Infofoliensatz des Autors

Im Artikel wird berichtet: Not und Elend verursachen auch Stürme, die durch Extremwetter ausgelöst werden ... “

Gegendarstellung von mir:
Das stimmt. Nur, was hat das mit dem AGW-Klimawandel zu tun? Das war sicher schon immer so, seit Menschen auf der Erde leben. Ständiges Drücken auf die Tränendrüsen kommt bei Kindern aber immer gut an, weil die immer gerne helfen wollen.

Im Artikel wird berichtet: „ ... Auch bei uns in Deutschland nehmen Wetterextreme zu, die zu Überschwemmungen, heftige Stürme oder Trockenperioden zur Folge haben.

Gegendarstellung von mir:
Das könnte der Autor vom streng politisch gelenkten Umweltbundesamt herauskopiert haben. Nur wird es damit nicht richtiger.

Der jüngste Klimamonitoringbericht Deutschland belegt nämlich das Gegenteil:
[Link] EIKE 27.11.2019: Deutscher Klima-Monitoringbericht 2019, S. Schulze spricht über alarmierende Befunde
Es lässt sich auch über andere Quellen recherchieren:
[Link] EIKE 09. Oktober 2019: Gerade jetzt schlägt der Klimawandel noch viel schlimmer zu
[Link] EIKE 08. Juni 2018: Die Suche nach dem Klimawandel geht weiter. Denn in Deutschland ist er nicht zu finden
Was steht (bewusst?) nicht im Artikel!
Dass wir derzeit in der ruhigsten Klimazeit einer langen Klimageschichte leben dürfen und viel eher Angst vor der bereits überfälligen Eiszeit haben müssen (was man um 1970 bereits als eingetroffen befürchtete).

  • Die bisherigen Warmzeiten (seit dem Ende der letzten Eiszeit) immer kulturelle Blütezeiten waren, während die vielen zwischengeschalteten Kaltzeiten (auch die bis ca. 1850) immer mit Not, Völkerwanderungen und Kriegen verbunden waren.
  • Die Atmosphäre derzeit den niedrigsten CO2-Gehalt seit Jahrmilliarden hat und die darauf angewiesenen Grünpflanzen fast drohten, wegen diesem Mangel zu verhungern. Seit der CO2-Gehalt wieder zunimmt, ergrünt die Erde und die Ernten explodieren.
  • Der sehnlichste Wunsch von Arrhenius eingetroffen ist: Mehr CO2 könnte das Mittel sein, um die Welt aus der bitteren Kälte herauszuführen. Deshalb soll überall CO2 emittiert werden …
    [Link] EIKE 13. April 2020: Wurde schon 1912 vor dem schlimmen Klimawandel gewarnt? Ein Zeitungsartikel, doch zwei Interpretationen

Dazu noch ein Beispiel, wie die WHO selbst den Klimanotstand sieht. Nämlich so gering, dass sich selbst dessen Erwähnung nicht wirklich lohnt. Den Kindern vermittelt die Zeitung jedoch, es wäre wohl das Schlimmste, was verhindert werden muss.

Anmerkung: Die WHO-Daten sind bezüglich den „all Forces of Nature“ erkennbar grottenfalsch. Laut Redaktion dürfen sie aber nicht angezweifelt werden, da die WHO alle Bedingungen einer Institution erfüllt, die immer verlässliche Daten liefert denen Bürger blind vertrauen dürfen … Darüber hatte Trump zwar eine ganz andere Meinung, diese grundlegend falsche hat sein Nachfolger Biden aber sofort korrigiert.

Bild 30 WHO-Daten zur Mortalität durch klimatische Ereignisse

Tote durch Naturereignisse. WHO-Datensatz (letzte Ausgabe 2018)

Bild 31 Vergleich der Mortalität durch Klima-/nicht Klimaereignisse

Der mehr als segensreiche Einfluss des zum Glück wärmer gewordenen Klimas auf Mortalitäten

Bild 32 Tote durch Naturereignisse. Vorschaudaten von 2020 – 2060 aus dem WHO-Datensatz (letzte Ausgabe 2018). Das obere Bild zeigt die richtigen Verhältnisse, im unteren Bild ist die Mortalität aufgrund von Naturereignissen gedehnt, um den von der WHO erwarteten Verlauf zu zeigen. Grafik vom Autor erstellt

Liste von Petitionen gegen Klimahysterie 97 %

Um nun den Titel dieser News nicht zu vergessen: Erst jüngst vor wenigen Tagen haben 500 Klimawissenschaftler weltweit an den UN-Generalsekretär António Guterres eine Petition geschrieben unter dem Titel „Es gibt keinen Klimanotstand“ (hier), die Liste der Unterzeichner (Namensliste_500_Petition_2019) und die Thesen der Unterzeichner (Thesen_500_Petition).

Dabei sollen die bisherigen Petitionen und Manifeste aber nicht vergessen werden und zwar nachfolgend

  1. Eine (unvollständige) Zusammenstellung von begutachteten Klimafachveröffentlichungen mit anderen Ergebnisse, als denen, die vom IPCC bevorzugt werden (hier), ferner eine Aufzählung von prominenten, weltbekannten Physikern, die einer maßgebenden, gefährlichen globalen Erwärmung widersprechen (hier).
  2. Oregon-Petition, im Jahre 2008, 31.000 Unterzeichner, davon 9000 promoviert, die meisten aus dem Ingenieurbereich, aber auch zahlreiche Klimaforscher (hier).
  3. Das Heidelberger Manifest, 1992, 4000 Naturwissenschaftler, 72 Nobelpreisträger, überwiegend keine Klimaforscher (hier). Bemerkenswert ist, dass es diesen Wikipedia-Eintrag nur im Englischen Wikipedia gibt, im deutschen Wikipedia werden dem IPCC widersprechende Artikel zensiert.
  4. Leipziger Manifest, 1995, (80 Forscher der Naturwissenschaft, 25 Meteorologen), (hier). Auch hier nichts im deutschen Wikipedia.
  5. Der U.S. Senate Minority Report, 11.12.2008, 700 Naturwissenschaftler (hier).
  6. Offener Brief an Angela Merkel, 26.7.2009, (hier).
  7. Die Eingabe an US-Präsidenten Obama (100 Fachwissenschaftler, (hier).
  8. Offener Brief an UN Generalsekretär Ban Ki-Moon (125 Naturwissenschaftler, (hier).
  9. Petition an Präsident Donald Trump, (hier).
  10. Physiknobelpreisträger Ivar Giaever: Youtube gegen den Klimawahn.
  11. Petition italienischer Wissenschaftler, 6.7.2019, (hier).
  12. Erst jüngst vor wenigen Tagen haben 500 Klimawissenschaftler weltweit an den UN-Generalsekretär António Guterres eine Petition geschrieben unter dem Titel „Es gibt keinen Klimanotstand“ (hier)
  13. Es gibt vermutlich noch weitere Petitionen, die aber „erfolgreich“ aus dem Internet gelöscht wurden. Uns bekanntes Beispiel ist die von kanadischen Wissenschaftlern an den damaligen kanadischen Ministerpräsidenten Harper.

Schlussbetrachtungen

Seitens der Redaktion und den weiteren Angesprochenen erfordert das Lesen meiner Ausführung natürlich erheblichen Mut, wenn nicht gar konspiratives Vorgehen.

In der Wochenendausgabe vom 30./31. Januar hat ihr Chefredakteur in einem Artikel „Wenn zwei und zwei fünf ist“ über eine ganze Seite dargelegt, dass der Bürger der offiziellen Wissenschaft voll vertrauen darf und vor allem soll.
Kernsatz: „ Die Pandemie hat das Vertrauen in die Wissenschaft gestärkt – bei den meisten. Andere stellen Fakten und Erkenntnisse zusehends komplett in Frage. So entstehen zweierlei Wahrheiten …

Für mich hat die Pandemie mit den Datenverdrehungen des RKI und der Merkel treu ergebenen Hofwissenschaftler, sowie der (immer noch) unvorstellbare Dilettantismus unserer Politikkaste, das „Vertrauen in die Wissenschaft“ allerdings nachhaltig zerstört (was sie jedoch schon vorher war).
(Nachträgliche Zufügung:) Achgut 24.02.2021: Bericht aus der Grabkammer der deutschen Staats-Wissenschaft

Das gilt national, wo erstmals ein Minister vollkommen hemmungslos und vor aller Augen Wissenschaftler bezahlt, damit sie geforderte, falsche Aussagen liefern – was diese nicht etwa ablehnten, sondern pflichterfüllend taten:
Bestellte Wissenschaft: GAU heißt jetzt “Größte Anzunehmende Unglaubwürdigkeit”
Manipulation der Wissenschaft durch das Bundesinnenministerium (BMI) (tichyseinblick.de)

Und international
WHO hilft Biden: Künftig rapide sinkende Fallzahlen – dank geänderter PCR-Testkriterien
22. Januar 2021 traf die Weltgesundheitsorganisation (WHO) unmittelbar nach Joe Bidens Amtseinführung die Vorkehrungen, dass die Corona-Pandemie wie von Geisterhand einen Teil ihres Schreckens verlieren wird – und sich der neue Präsident bald schon mit wundersam „sinkenden Fallzahlen“ wird brüsten können: Durch geänderte Testrichtlinien nämlich …Konkret bedeute dies, dass „…ein PCR-Text nach Ansicht der WHO nutzlos ist, wenn ein Getesteter keine Symptome zeigt„. 

corona datenbetrug durch die WHO

Und es zeigt sich in der öffentlichen „Bewertung“ einer unangenehmen Studie. Über den toxischen Inhalt redet keiner der Experten, braucht es ja auch nicht, denn sie hat ja (geringfügige) formale Mängel:
Medien überschlagen sich: Wuhan-Studie „krude“, „toxisch“, „unwürdig“ (tichyseinblick.de)

Unsere Politikkaste ist unter Merkel zur reinen Karikatur verkommen:
Deutsche Welle und Heiko Maas – mal mit, mal ohne Maske (tichyseinblick.de)

Bild 33 Doppelstandards bei der Deutschen Welle: Maskierte Minister für die deutschsprachige Version, unmaskierte für die türkischsprachigen Leser. Der Artikel dazu war auch nicht derselbe.

Aber so unterschiedlich sind eben die Interpretationen des gleichen Geschehens und Darstellungen.

In der Zeitungs-Folgeausgabe vom Montag, dem 1. Februar wurde eine Christine Thurner dann konkreter. In einem wieder ganzseitigen Artikel „Richtig oder falsch?“ stellte sie dar, wann eine Publizierung Fakten-richtig darstellt und wann sie in einer Publizierung unbesehen falsch ist.
Das kann der brave, Merkel und GRÜN, – natürlich auch den Medien – blind vertrauende Bürger nämlich anhand weniger Kriterien erkennen,

Beispiele:
… Rechtschreib- und Grammatikfehler sprechen ebenso gegen eine offizielle Quelle …
Danach fielen fast alle Sätze unserer unfehlbaren Kanzlerin darunter, denn kaum einer von ihr ist ohne teils eklatante Grammatikfehler …
… wird beispielsweise in einem anderen Artikel der Klimawandel geleugnet …
gilt als absolut sicheres Merkmal einer Quelle, die der brave Bürger auf keinen Fall ansehen sollte, weil sie ziemlich sicher nur Unwahrheiten vermittelt.

Gelobt wird dagegen „correctiv“, der „Faktenchecker“, welche Studien mit parallel diametralen Aussagen erstellt, um jeden Auftragswunsch erfüllen zu können:
EIKE 13.08.2017: Manila versinkt durch Wasserentnahme im austrocknenden Untergrund. Der (reiche) Westen mit seinem CO2 soll daran schuld sein – und zahlen
und deren sonstige teils von bewussten Falschdarstellungen nur so strotzen:
EIKE 08.08.2017: Meerespegelanstieg: Europa kann nicht alle (vor Klimawandel-Desinformation) schützen T2 (2)
EIKE 07.08.2017: Meerespegelanstieg: Europa kann nicht alle (vor Klimawandel-Desinformation) schützen T1 (2)
EIKE 26.11.2016: Forscher des Weltklimarates IPCC rechnen, dass die globale Erwärmung 10 bis 50 % der jährlichen Ernte bedroht – Was steckt dahinter?
EIKE 30.12.2017: Ohne den Klimawandel hätte das gleiche Wetter nicht so schlimme Folgen…

Nach einem solchen „Dauerbeschuss“ meint man dann, dümmer kann es doch gar nicht mehr kommen.
Bis ihre Zeitung einen leibhaftigen Theologen als ausgewiesenen „Faktenchecker“ präsentierte. Da musste ich wirklich laut lachen.

Öfters habe ich die Redaktion schon darauf hingewiesen, dass beim Lesen der Zeitung der Eindruck entsteht, es wird zum Thema reihum der/die mit der geringsten Sachkenntnis ausgesucht, wohl um zu verhindern, dass Wissen oder ein Gedankenblitz politisch „unkorrekte“ Information zu den Bürgern gelangen lässt und damit der ja laufend neu zu erarbeitende, für ein Medium wichtige Merkel- und Söder-Bejubelungs-Score leidet.
Der für GRÜN natürlich auch, denn die sind wirklich nachtragend – und mit ziemlicher Sicherheit bald mit in der Regierung.
Bei diesem Artikel habe ich nicht nur den Eindruck, sondern bin mir sicher …

Nochmals die bitte nach Belegungen ihrer Darstellungen

Nun habe ich zwar einiges an kritischer Argumentation aufgeführt. Doch ist auch diese natürlich selektiv und muss nicht stimmen. Deshalb bin ich darauf gespannt, mit welchen die über wesentlich mehr Mittel und Wissen dazu ausgerüstete Redaktion meine widerlegt.

Mit freundlichem Gruß ein trotz permanenter Medien-Indoktrination weiterhin kritisch gebliebener Leser

24.02.2021

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Quellen

[1] Lokalausgabe der Nordbayerischen Nachrichten am 20.02.2021, Kinderseite, Artikel: „Naturkatastrophen aus Menschenhand“

[2] EIKE 09. April 2020:Wie kann Jimmy Kater die Inselgruppe Kiribati vor dem Untergang schützen? Alternativ: Auch während Corona in Klima-Agitation nicht nachlassen

 




Oberflächen­bilanz und Kirchhoff’sche Knotenpunkt­regel

Abbildung: Ergebnisse der CMIP5-Klimamodelle im Vergleich mit Messungen von Wetterballonen (grün). Einzelheiten dazu, warum die Modelle statistisch so falsch sind, können in einer Studie von McKitrick und Christy (2018) nachgelesen werden.

Die neueren CMIP6-Klimamodelle sind demzufolge eher noch schlechter. Gleichzeitig sind Land-Temperaturdaten durch verfälschende Wärmeinseleffekte z.B. in den USA zu 100% übertrieben (tatsächlich 0,13 statt 0,26 Grad/Dekade Temperaturanstieg), wie Roy Spencer und Anthony Watts nachweisen. Für Deutschland zeigen die Ergebnisse von Kowatsch und Kämpfe Ähnliches. Viele weitere Beispiele ließen sich aufführen.

Auf einer derart fragwürdigen Basis gründet der Klima-Alarm. Ganz im Gegensatz dazu die Wahrnehmung in der Öffentlichkeit: Der menschengemachte Klimawandel scheint inzwischen überall verinnerlicht, wobei unsere in der Mehrzahl rotgrünen Medien nach Kräften mithelfen. Selbst Artikel in TE sind inzwischen so abgefasst, als gäbe es an dieser „grundlegenden Erkenntnis“ nichts mehr zu rütteln. Und Grüne, die den Kindesmissbrauch vor nicht allzu langer Zeit noch schön geredet haben, setzen heute auf grüne Klima-Indoktrination von Kindern.

Beim Kinderspiegel, gefunden bei Kalte Sonne, liest es sich dann soKurz: Am gegenwärtigen Klimawandel sind wir Menschen schuld, wir ganz allein.“ Man wird unwillkürlich an Goebbels erinnert: Man muss etwas nur oft genug wiederholen, dann wird es als Wahrheit geglaubt. Und die Medien, die Religionen und die Schulen helfen dabei wieder nach Kräften mit.

Der IPCC gibt für die CO2-Klimasensitivität seit neuestem eine Spanne von 1,6 bis 5,6 Grad C (zuvor 1,5 bis 4,5 Grad C) an je nach angenommener Verstärkung, aber nur mit einer Wahrscheinlichkeit von 66%. Man kann sich natürlich fragen, warum beharrt der IPCC bei der Berechnung der globalen CO2-Klimasensitivität seit Jahrzehnten auf seinen zwar rechenintensiven, aber großenteils unverstandenen Klimamodellen samt der zugehörigen großen Unsicherheiten. Es drängt sich der Verdacht auf, die Alarmforschung bewahrt sich mit Hilfe der großen Unsicherheitsspannen ganz bewusst den Spielraum für Klima-Alarm – wofür die Alarmforschung von der Politik schließlich gegründet wurde.

Nach dem Motto, was nicht mit letzter Sicherheit auszuschließen ist, kann weiterhin als Bedrohung verwendet werden. Wie z.B. die phantasievoll erfundenen Kipppunkte des Potsdamer Klimainstituts PIK. Man stelle sich vor, ein plötzlich Klima-realistischer IPCC käme zu dem Ergebnis, dass es keine ernsthafte Klima-Bedrohung durch den Menschen gibt – die Folgen wären schlichtweg undenkbar und in höchstem Maß unerwünscht!

Der Versuch, sich der Klima-Problematik mit einem alternativen Ansatz zu nähern, wurde kürzlich bei EIKE in nachfolgendem Beitrag veröffentlicht. Einige wichtige Punkte werden hier nochmals aufgegriffen – nicht zuletzt infolge der stattgefundenen Diskussion:

Anthropo­gener Treibhaus­effekt: nach wie vor zu schwach für die Klima­katastrophe! – EIKE – Europäisches Institut für Klima & Energie (eike-klima-energie.eu)

Dort wird der Gesamtantrieb, der weiter unten noch genauer beschrieben wird, aus der Energiebilanz an der Erdoberfläche berechnet. An der Erdoberfläche, wo wir leben, wird das wärmende Sonnenlicht absorbiert, deutlich weniger hingegen in der überwiegend dünnen und kalten  Atmosphäre weiter oben. Von der Erdoberfläche wird auch wieder Energie abgeben, die über die Atmosphäre, die Wolken und letztlich durch Infrarot(IR)-Strahlung den Weg zurück ins Weltall findet. Dazu siehe auch die Strahlungsgrafik von Trenberth & Kiel weiter unten.

Kirchhoff’sche Knotenpunktregel gegen IPCC-Klimamodelle

Die vielen verschiedenen positiven (und auch negativen) Antriebe in einer komplizierten Atmosphäre samt ihrer Verstärkungs- oder Abschwächungsmechanismen kann kein Mensch korrekt berechnen. Im Oberflächenmodell lassen sie sich als Antriebssumme aus der Oberflächenbilanz ermitteln.

Weshalb ist das möglich? Ganz einfach, die Antwort gibt die Kirchhoff’sche Knotenpunktregel. Nachfolgend wird eine Grafik von Wikipedia verwendet. Zu beachten ist dabei, dass der Knotenpunkt keine zusätzliche Strom- bzw. Energiequelle enthält. Die Pfeilrichtungen sind unbedeutend, sie geben nur die Zählrichtung vor. Flussrichtungen entgegen der vorgegebenen Pfeilrichtungen sind gleichbedeutend mit negativen Vorzeichen. Auch kommt man im Oberflächenmodell mit nur vier „Pfeilen“ aus.

Was ist jetzt der Trick bei der Knotenpunktregel? Wenn man gemäß der Grafik Größe und Vorzeichen von vier Pfeilen kennt oder sie anderweitig bestimmen kann, dann kann man den fünften (I1 in diesem Beispiel) aus der Summenbilanz ausrechnen, egal wie groß, komplex und unberechenbar das Netzwerk ist, das den Pfeil I1 letztlich verursacht und bestimmt. So kann man auch im Oberflächenmodell den Gesamtantrieb aus den anderen Energieflüssen berechnen, egal, wie kompliziert, komplex und unverstanden die Auswirkungen der zugehörigen Atmosphäre auf den Gesamtantrieb sind. Der Knotenpunkt steht dabei für die Erdoberfläche.

Der Mythos von der „Gegenstrahlung“

Die häufigen Diskussionen bei EIKE um die ominöse „Gegenstrahlung“ kommen nicht von ungefähr. Hierzu nochmals das Strahlungsdiagramm von Trenberth & Kiel:

Ohne „Gegenstrahlung“ wäre in diesem Strahlungsdiagramm die IR-Ausstrahlung von der Erdoberfläche in Höhe von 396 Watt/m², die mit dem Stefan-Boltzmann’schen T4-Strahlungsgesetz errechnet wird, um enorme 333 Watt/m² zu hoch. Mehr als doppelt so hoch, wie an erwärmender Sonnenenergie auf der Erdoberfläche überhaupt eintrifft, was weder von der TK-Strahlungsbilanz noch von der Energiebilanz unterstützt wird – dazu siehe auch die Grafik unten. Diese ominöse „Gegenstrahlung“, die nach T&K den größten Teil der Stefan-Boltzmann’schen Oberflächen-Ausstrahlung von 396 Watt/m² kompensieren soll, hat eine einfache Erklärung:

In der dichteren, unteren Atmosphäre und am Übergang zum Boden herrscht überwiegend ein ungerichtetes Strahlungs- und Stoßgleichgewicht ohne irgendeine Vorzugsrichtung, wobei ein Netto-Energietransport in Richtung der Temperaturgradienten stattfindet – was der klassischen Definition der Wärmeleitung in Gasen bzw. hier in Luft entspricht.

Ein Gleichgewicht, das bei T&K irreführend in die beiden gegenläufigen, großen vertikalen Strahlungskomponenten „Ausstrahlung“ und „Gegenstrahlung“ aufgesplittet wird. Obwohl diese beiden fiktiven Strahlungsflüsse in Wirklichkeit eine untrennbare Einheit bilden, die auf mikroskopischer und molekularer Ebene nicht nur in vertikale, sondern in alle Richtungen strahlen – verursacht durch unzählige Absorptions- und Emissionsprozesse.

Was dann dazu führt, dass man aus allen Richtungen eine solche „Gegenstrahlung“ empfangen und messen kann. Die direkt nach oben durchgehende IR-Strahlung, die nicht mit den Klimagasen wechselwirkt, weil die Frequenzen im durchlässigen IR-Strahlungsfenster liegen, werden bei Bewölkung von der Wolkendecke absorbiert und teilweise zurückgestrahlt. Deshalb misst man bei Bewölkung eine erhöhte „Gegenstrahlung“ aus Richtung der Wolkendecke.

Die Wärmeleitung in Luft ist aber um Größenordnungen zu niedrig (was man mit Hilfe der bekannten Wärmeleitwerte für Luft leicht nachprüfen kann), um zur Strahlungsbilanz im T&K-Diagramm und somit zu der Energiebilanz nennenswert beizutragen. Deshalb fehlt korrekterweise genau dieser Teil bei der letztlich ausgestrahlten Energie. In einer Atmosphäre, die nicht strahlungsaktiv ist, würde auch dieser Teil ungehindert ausgestrahlt und gemäß Stefan-Boltzmann’schem T4-Strahlungsgesetz die Wärmeausstrahlung um ein Vielfaches erhöhen. In Wirklichkeit ist die Atmosphäre in großen Teilen des IR-Spektrums strahlungsaktiv und somit „wärmeisolierend“- hauptsächlich dank Wasserdampf und dem Spurengas CO2.

Die verbleibende, kühlungswirksame (Netto-)Ausstrahlung von 63 Watt/m² nach T&K, die nurmehr ca. 15% einer „ungebremsten“ Stefan-Boltzmann-Ausstrahlung ausmacht, wird bei fehlender Bewölkung teilweise direkt in den Weltraum ausgestrahlt (40 Watt/m² bei T&K), weil die zugehörigen Frequenzen im atmosphärischen Fenster liegen und nicht mit den Klimagas-Molekülen wechselwirken. Der Rest (23 Watt/m² bei T&K) wird von den Klimagas-Molekülen der höheren und dünneren Atmosphäre ausgestrahlt. Letzteres zusammen mit der aufgestiegenen Konvektions- und Verdunstungswärme – die Wärmeabgabe an den Weltraum erfolgt dann letztlich durch Infrarot-Strahlung. Die relativ geringe Wärmeleitung der Luft trägt aber mit dazu bei, dass sich das Temperaturgefälle zwischen Erdoberfläche und Weltraum einstellt.

Nachfolgende realistische Darstellung der Energiebilanz der Erde ist bereits in einem Lehrbuch „Physics of Climate“ aus dem Jahr 1992 zu finden und wurde vor einigen Jahren von der US-NOAA wieder übernommen. Trotz einiger Abweichungen bei den Zahlenangaben ist diese Darstellung insgesamt klarer, kommt ohne die ominöse „Gegenstrahlung“ aus und wird deshalb hier nochmals gezeigt:

Die „geheimnisvollen“ Antriebe

Es gibt unterschiedliche Wirkmechanismen, die die Temperaturen erhöhen oder auch absenken können. Für die rechnerische Beschreibung hat sich der sog. „Antrieb“ (engl. „forcing“) als praktikabel erwiesen, der rechnerisch einer Heiz- oder Kühlleistung in Watt/m2 gleicht. Dabei handelt es sich meist um keine zusätzliche Energiequelle, sondern vielmehr um erhöhte oder verringerte Wärmeisolation, wie es auch beim anthropogenen CO2 oftmals angenommen wird.

Der Theorie nach wird die spektroskopische Erwärmung durch CO2 mittels ungerichteter IR-Emissionen und Absorptionen bei den CO2-Resonanzfrequenzen bewirkt, was eine Verringerung des Wärmetransports zur Folge hat. Verschiedentlich wird auch das Bild der rückgestrahlten IR-Energie benutzt, um die die Abstrahlung in den Weltraum verringert wird.

Beim Antriebskonzept wird jetzt so gerechnet, als würde eine Erwärmung durch entgegen gerichtete Energiezufuhr („Antrieb“) bewirkt. Obwohl diese zusätzliche Energiezufuhr oder Heizquelle in vielen Fällen nur fiktiv ist. Dies wirkt etwas irritierend, ist aber üblich und bewährt, was am Beispiel des CO2 nachfolgend gezeigt wird.

Bei CO2 errechnet man einen Strahlungsantrieb von 3,7 Watt//m2, der bei CO2-Verdoppelung wirksam wird und die Temperaturen um 1,1 Grad C (bei einigen Autoren etwas mehr) erhöht. Diesen Temperaturanstieg nennt man dann CO2-Klimasensitivität. Tatsächlich handelt es sich um einen verringerten IR-Strahlungstransport, wie folgende Grafik der in den Weltraum emittierten Infrarotstrahlung in Abhängigkeit von der Frequenz zeigt (nach Prof. Happer et al.):

Es gelangt bei den Frequenzen, bei denen das Spurengas CO2 IR-Strahlung absorbiert und emittiert, weniger IR-Strahlung in den Weltraum. Happer et al. haben diese Grafik errechnet, sie stimmt aber sehr gut mit den IR-Spektren überein, die aus dem Weltraum gemessen werden – allerdings nur über Wüsten und bei trockener Luft. Andernorts werden diese Spektren durch Aerosole und Bewölkung stark deformiert. Über der Südpolregion verkehren sich die CO2-Vertiefungen in Ausstülpungen – dort erhöht das atmosphärische CO2 die IR-Abstrahlung und wirkt somit kühlend. Was den starken Einfluss der jeweiligen atmosphärischen Bedingungen auf das Abstrahlverhalten der Klimagase deutlich macht. Und eine Ahnung davon gibt, wie schwierig es ist, die Wirkung der jeweiligen Klimagase samt etwaiger Rückkopplungen in einer realen Atmosphäre mit IPCC-Klimamodellen korrekt zu ermitteln.

Ein weiterer wichtiger Punkt wird in dieser Grafik sehr gut sichtbar, nämlich, dass eine weitere CO2-Verdoppelung, wie hier von 400 (schwarz) auf 800 ppm (rot), wegen der spektroskopischen Sättigung nur mehr sehr wenig bewirkt. Hinzu kommt der Einfluss der komplizierten Atmosphäre, der in dieser errechneten Grafik nicht sichtbar wird. Deshalb sind auch die großen Unsicherheitsspannen bei den IPCC-Klimamodellen nicht überraschend.

Oberflächenbilanz und Verdunstungswärme

Sofern durch anthropogene Klimagase, variierende Sonneneinstrahlung (So) und andere natürliche Einflüsse Änderungen in der Oberflächenbilanz auftreten, sind sie im Gesamtantrieb X enthalten – siehe nachfolgende Ergebnistabelle, die aus der eingangs zitierten Arbeit übernommen wurde:

Die ausgehende IR-Strahlung Erad dürfte nach den vorausgegangenen Abschnitten näherungsweise richtig berechnet sein. Auch trägt sie nur maximal 1 Watt/m² zum Gesamtantrieb in Höhe von ca. 7 Watt/m² bei, bezogen auf 1 Grad C Temperaturerhöhung.

Als der mit Abstand wirkungsvollste Kühlmechanismus erweist sich an der Erdoberfläche demnach die abgeführte Verdunstungswärme Evap, die laut einer vorausgegangenen EIKE-Veröffentlichung (hier) global um 7,5% je 1 Grad C Temperaturanstieg zunimmt. Dieser Wert scheint naheliegend, denn auch der Dampfdruck wächst in gleicher Weise mit der Temperatur. Und somit auch der Wasserdampfgehalt in der Atmosphäre und der Wärmeeintrag durch Verdunstung. Gefunden wurde dazu eine Pool-Tabelle, die diesen Zusammenhang tendenziell und größenordnungsmäßig bestätigt. Auch spielen die Feuchtigkeit des Untergrunds (z.B. Land oder Ozeane), der Luft und die Windverhältnisse eine große Rolle.

Über einen interessanten, neu erforschter und publizierter Kühleffekt wird in der Klimaschau von Dr. Lüning (Ausgabe 16, ab etwa 5. Minute) berichtet: In den Tropen zieht aufsteigender Wasserdampf kalte, wasserdampfhaltige Luft mit nach oben. Dieser Kühleffekt wächst exponentiell mit der Temperatur und stellt damit einen zusätzlichen, bedeutenden Klimastabilisator dar und ist eine weitere Verstärkung der Verdunstungskühlung.

Eine weitere Möglichkeit zur Überprüfung bietet die Niederschlagsbilanz. Sämtlicher Wasserdampf, der durch Verdunstung in die Atmosphäre gelangt, kehrt als Niederschlag zur Erdoberfläche zurück. Wenn bei 1 Grad C Temperaturerhöhung die Verdunstung samt mitgeführter Verdunstungswärme um 7,5% zunimmt, dann müssten die Niederschläge ebenfalls um 7,5% zunehmen.

Ganz allgemein schreibt z.B. das österreichische ZAMG (Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik): „Der Gesamtniederschlag wird auf der Erde im wärmeren Klima tendenziell zunehmen.“ Und das deutsche Umweltbundesamt: „Seit 1881 hat die mittlere jährliche Niederschlagsmenge in Deutschland um rund 10% zugenommen … insbesondere sind die Winter deutlich nasser geworden.“ Das ist jetzt nur Deutschland.

Der Berliner Senat, Ressort Umwelt, führt dazu aus: „Die Niederschlagsentwicklung abzuschätzen ist mit großen Unsicherheiten behaftet. Der globale Niederschlag hat eine sehr große räumliche und zeitliche Variabilität. Über Europa haben die Niederschläge im letzten Jahrhundert um 6 bis 8 % zugenommen, wobei die Zunahme mehrheitlich (10 bis 40 %) über Nordeuropa erfolgte und im Mittelmeerraum und Südeuropa ein Rückgang um bis zu 20 % zu verzeichnen war.“

In einer Fundstelle findet man die Arbeit von L. Jäger „Die globale Niederschlagsverteilung und ihre Veränderung im 20. Jahrhundert“. Dort werden tabellarisch verschiedene Autoren und die von ihnen ermittelten globalen Niederschlagswerte zu den jeweiligen Jahren angegeben. Mittels linearer Regression erhält man aus diesen Daten einen Anstieg von 34%. Sehr wahrscheinlich ein zu hoher Wert, was Folge von vielen möglichen Fehlerquellen sein dürfte.

Vermutlich realitätsnäher sind die Anomaliewerte für die globalen Niederschläge, die von der US-Umweltbehörde EPA gemäß nachfolgender Grafik veröffentlicht wurden. Die globalen Niederschläge stiegen den EPA-Angaben zufolge mit 0,08 inches/Dekade, während sie über Festland-USA (48 Staaten) um 0,17 inches/Dekade zunahmen. Nimmt man in Anlehnung an Jäger den globalen Mittelwert mit 40 inches an, dann sind laut EPA die globalen Niederschläge, bezogen auf 40 inches, sei 1900 nur um 2,4% angestiegen.

Vergleich Oberflächenmodell und Klimamodelle

Geht man von den EPA-Daten aus, dann stellt sich die Frage, warum bei den erwarteten globalen Niederschlägen, die um 7,5% je 1 Grad Temperaturerhöhung zunehmen sollten, nur eine mittlere Zunahme von 2,4% gemessen wurde. Obwohl die globalen Temperaturen gleichzeitig um etwa 1 Grad C gestiegen sind. War der globale Temperaturanstieg nur halb so groß wie bei den publizierten Temperaturen? Dies wäre angesichts der zahlreichen Adjustierungen nicht völlig auszuschließen. Oder sind die Niederschlagsmessungen nicht zuverlässig genug? Die ungleich größere Zunahme der globalen Niederschläge bei Jäger deutet in diese Richtung.

Wenn man, wie nachfolgend, von der größeren Verlässlichkeit der EPA-Daten ausgeht, käme als Erklärung auch infrage, dass es in dem betrachteten Zeitraum einen geringeren Zuwachs bei den Niederschlägen infolge natürlicher Klimavariationen, z.B. durch Überlagerung eines negativen Niederschlag-Trends, gegeben hat. Dass solche Effekte eine Rolle spielen können, dafür gibt die erkennbare Periodizität in der EPA-Grafik erste Hinweise. Und wie bei den Temperaturen könnten auch die Niederschläge natürlichen Einflüssen mit längerer Periodendauer unterworfen sein.

Zum Vergleich wurden oben die Grafen der EPA-Niederschlagsdaten und der globalen HadCRUT4-Temperaturen in gleichem Zeitmaßstab übereinander gestellt. Dabei zeigt sich eine interessante Übereinstimmung: Wenn die globalen Niederschläge höher sind, stagnieren die globalen Temperaturen oder nehmen sogar ab und umgekehrt. Dies kann mit aller gebotenen Vorsicht als Bestätigung für das Oberflächenmodell gewertet werden.

Dies lässt den Schluss zu: Hätte es eine „normale“ Niederschlagsentwicklung mit einer größeren, 7,5%-igen Zunahme der globalen Niederschläge gegeben, wäre der Kühleffekt entsprechen größer ausgefallen und die globalen Temperaturen wären nur um die Hälfte gestiegen. Hinzu kommt als verstärkender Effekt, dass mehr Niederschläge mit mehr Bewölkung einhergehen, wodurch die Sonneneinstrahlung reduziert wird, was aber im Gesamtantrieb enthalten ist.

Träfe der Fall zu, dass die Verdunstung einschließlich der abgeführten Verdunstungswärme und somit auch die Niederschläge im Mittel nur um 2,4% (anstelle von 7,5%) ansteigen, dann würde es keine großen quantitativen Unterschiede zwischen Oberflächenmodell und den IPCC-Modellen mehr geben. Allerdings besteht weiterhin ein wichtiger qualitativer Unterschied: In den IPCC-Modellen wird vorausgesetzt, dass das anthropogene CO2 incl. Verstärkung de facto alleiniger Temperaturtreiber ist. Im Oberflächenmodell bleibt hingegen offen, wie sich der Gesamtantrieb im Einzelnen zusammensetzt.

Es spricht vieles dafür, dass andere, zumeist natürliche Erwärmungsursachen, wie schon in den voraus gegangenen Warmperioden, auch bei der neuzeitlichen Klimaerwärmung maßgeblich beteiligt sind. Das Oberflächenmodell lässt Raum für weitere Antriebe, die dann ganz oder teilweise an die Stelle des CO2-Antriebs in den IPCC-Klimamodellen treten, um den neuzeitlichen globalen Temperaturanstieg zu erklären. Und dafür gibt es viele Hinweise wie Wärmeinseleffekte, ozeanischen Oszillationen, Nord-Süd-Klimaschaukel (derzeit fehlende Erwärmung im Südpolarbereich bei zugleich stärkerer Erwärmung im Nordpolarbereich) – obwohl die CO2-Zunahme praktisch überall die gleiche ist.

Nicht wenige der natürlichen periodischen Antriebe, zu denen auch die Sonnenaktivität samt Verstärkung gehören, erreichen aktuell ihre Minima oder wechseln ihre Vorzeichen. Was die spannende Frage aufwirft, wieweit jetzt eine Phase des langsameren Temperaturanstiegs oder gar Abkühlung folgt – wie schon bei vorausgegangenen Warmperioden. Wobei man die globale Niederschlagsentwicklung nicht außer Acht lassen sollte. Wohingegen es beim IPCC nur eine Richtung gibt, nämlich aufwärts, getrieben durch die CO2-Emissionen.

Somit erleben wir in den nächsten Jahren ein spannendes Live-Experiment und gleichzeitig die Nagelprobe, was das Spurengas CO2 tatsächlich bewirkt. Wobei das CO2 in der Atmosphäre aufgrund der zunehmenden Emissionen derzeit noch ansteigt. Allerdings mit ersten Anzeichen für eine Verlangsamung, was in dem zitierten EIKE-Artikel die gepunktet eingezeichnete CO2-Anstiegskurve von Roy Spencer nahelegt – offensichtlich infolge der wachsenden CO2-Absorption durch Pflanzen und Ozeane. Was auch in der zunehmenden Begrünung der Erde und den gestiegenen Ernteerträgen sichtbar wird und Folge des höheren CO2-Partialdrucks in der Atmosphäre ist. Hinzu kommt, dass die fossilen Vorräte endlich sind – voraussichtlich wird es keine CO2-Verdoppelung mehr geben.

Ausblick

Die großen Unsicherheiten in den IPCC-Klimamodellen sowie jetzt auch das unterschätzte Potential der Verdunstungskühlung unterstreichen die Fragwürdigkeiten eines Dekarbonisierungs-Programms, das auf viele Jahrzehnte oder sogar ein ganzes Jahrhundert angelegt ist. Denn abgesehen von der Frage, wer überhaupt mitmacht, ist es genauso fraglich, was ein solches Programm bei den Temperaturen und dem Erdklima letztlich bewirken kann. Absehbar ist hingegen eine nachhaltige Beschädigung des Industriestandorts Deutschland. Auch besteht die Gefahr bei einer (Gott sei Dank eher unwahrscheinlichen) CO2-Minderung, dass der wichtige CO2-Pflanzendünger dann nicht mehr ausreicht, um die gewachsene Weltbevölkerung zu ernähren.

Für Klima-Ängstliche wäre stattdessen Geoengineering die bessere Option, wobei bereits der Eintrag von wenigen Milligramm geeigneter Aerosole in die untere Stratosphäre, pro Quadratmeter und Jahr, die Temperaturen spürbar senken würde. Und, besonders wichtig, diese Methode wäre sofort wirksam und nicht erst, wenn überhaupt, in Hundert Jahren. Und kann auch genauso schnell wieder rückgängig gemacht werden.

Auch sollte man nicht vergessen, dass mittel- bis längerfristig das Ende der Zwischeneiszeit und die Rückkehr der Eiszeit droht, was die Menschheit vor ungleich größere Probleme stellen wird. Hinzu kommen vorhersehbare, ernstere Probleme und Krisen, gegen die sich die Menschheit wappnen sollte. Während Deutschland und Europa alle Kräfte samt Billionen auf ein Klima-Phantom konzentrieren.

Aber was ist zu erwarten? Eine Kanzlerin und frühere Umweltministerin hat ein Billionen-Programm initiiert und wird zu Lebzeiten ihren historischen Fehler niemals eingestehen. Auch steht sie Al Gore, Obama und den Demokraten näher – Trump war ihr so fremd wie ein Alien. Und eine EU-von der Leyen, bisher nicht durch Können aufgefallen, setzt bei der Dekarbonisierung noch eins drauf – man kommt aus dem Staunen nicht heraus. Kein Zweifel, wir werden von Klima-hysterischen Frauen regiert – ist es höchste Zeit, die Quote nochmals zu überdenken?

Ebenfalls ganz auf Dekarbonisierung ausgerichtet wird eine staatlich geplante grüne Energiewende durchgezogen, die unlängst im Wallstreet Journal als die „dümmste Energiewende weltweit“ beschrieben wurde. Belege dafür gibt es zuhauf. Und die beiden Klima-hysterischen Frauen an der Spitze folgen den Grünen und den FfFs und setzen sich an die Spitze der Klima-Aktivisten.

Bei Corona regte sich Widerstand gegen das Maskentragen und manche Übertreibungen beim Lockdown. Weshalb hält man ausgerechnet beim Dekarbonisierungs-Wahnsinn still? Obgleich Autofahrer und Heizungsbesitzer immer dreister abkassiert werden? Und dies trotz Corona-Rezesssion? Von den weltmeisterlich steigenden Strompreisen ganz zu schweigen?

Alle Weichen sind so gestellt, dass sich das Land, so ist zu befürchten, zum dritten Mal ruiniert. Trotzdem wünscht man, schon der Nachkommen wegen, dass Deutschland weiterhin lebenswert bleibt. Dafür ist die Rückkehr von ein wenig Resthirn unerlässlich – weniger Stimmen für die Grünen wäre ein erster Indikator. Aber aus heutiger „Klima-Weltretter“ und „Vorreiter“-Sicht gleicht dieser Wunsch dem Hoffen auf ein großes Wunder!

 




Vanuatu geht unter, Gebete könn(t)en jedoch helfen …

Das Land, welches am meisten vom Klimawandel bedroht ist

Nordbayerische Nachrichten, Lokalausgabe vom 01. März 2021
Artikel Vanuatu steht im MittelpunktDer WELTGEBETSTAG lenkt den Blick auf den Inselstaat, den der Klimawandel hart trifft
… In diesem Jahr steht der pazifische Inselstaat Vanuatu im Mittelpunkt … denn die insgesamt 83 Inseln im pazifischen Ozean sind vom Klimawandel betroffen, wie kaum ein anders Land … Die steigenden Wassertemperaturen gefährden Fische und Korallen, nach deren Absterben treffen die Wellen mit voller Wucht auf die Inseln und tragen sie Stück für Stück ab. Steigende Temperaturen und veränderte Regenmuster lassen Früchte nicht mehr so wachsen wie früher … Doch es steigt nicht nur der Meeresspiegel, auch die tropischen Wirbelstürme werden stärker. So zerstörte zum Beispiel 2015 der Zyklon Pam einen Großteil der Inseln, 24 Menschen starben …

Dazu der Verweis auf ein „Belegvideo“ über Vanuatu: www.kirche-langenzenn.de/wgt_vanuatu.

Wer „gewöhnungsbedürftige“ Stimmen von Laiensprechern und kirchlichen Duktus mag, mag es sich antun. Information bietet das Video allerdings keine, nur zusätzliche Horrormeldungen.

Bild 1 Kirchliches „Belegvideo“ über das besonders vom Klimawandel betroffene Vanuatu. Link

Kirchliches Video zu Vanuatu: … auf dem Pazifischen Feuerring, viele Erdbeben, durch Tsunamis beeinflusst … leben (noch) im Einklang mit der Natur und ernähren sich von dem, was der Regenwald ihnen an Früchten schenkt und was sie im Meer fangen … für tropische Gefilde recht moderate Temperaturen … Vanuatu gilt weltweit als das Land, das am meisten vom Klimawandel bedroht ist … Durch die Erwärmung der Meere sterben die Korallen ab … tropische Wirbelstürme sind in Vanuatu nichts ungewöhnliches, durch den Klimawandel werden sie allerdings immer heftiger … Pam mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 280 km/h … als besonders schwerwiegende Folge des Klimawandels gelten die veränderten Regenmuster. Die Durchschnittstemperaturen steigen und insgesamt fällt weniger Regen. Das führt bereits jetzt zu Ernteausfällen … Pam gilt als die schwerste Naturkatastrophe Vanuatus in der jüngeren Vergangenheit …

Eine Nachfrage bei den Initiatoren der Kirche ergab, dass die Information zu Vanuatu von einer Frau K. D. Buck (Journalistin Religionswissenschaftlerin, Politologin und Autorin) stammt, welche dazu extra (auf Spesen) nach Vanuatu reisen durfte um vor Ort zu recherchieren. Darüber gibt es auch einen Podcast:

Bild 2 Podcast, Link

Leider ist in dem Podcast-Interview weniger über Klimawandel die Rede. Frau Buck ist erkennbar eine felsenfest überzeugte Klimaaktivistin und reiste (erstmals in ihrem Leben) in den Pazifik, um ihre Überzeugung bestätigt zu finden. Über die Bestätigungen kann sie allerdings außer anderswo abgelesenen Allgemeinplätzen – die Menschen auf Vanuatu sind die die das ausbaden was wir verursachen, man kann da schon von einer Opferbeziehung sprechen, sowie „alles wird schlimmer“ – scheinbar nichts sagen.
Und so behandelt der wesentliche Teil des Podcast religiöse Themen und Gewalt gegen Frauen, die bei den dortigen Christen wohl sehr stark verbreitet ist.

Wer sich die Recherche des Autors zu Vanuatu [1] aufgrund des SZ-Berichtes vom letzten Jahr durchliest, findet bereits darin zu fast allen Themen welche Frau D. Buck anspricht ausreichend Information – durch die ebenfalls dazu extra hingereiste Redakteurin Ann Esswein und als Erwiderung durch den Autor. Frau Buck hätte dem Klima also viel mehr nützen können, wenn sie einfach die „Recherche“ von Ann Esswein übernommen hätte, denn dieser hat sie (nach dem, was der Autor bisher von ihr darüber erfahren hat) wirklich nichts Ergänzendes beigetragen.

Ganz stark erinnert es den Autor an die Reise einer Bundestagsdelegation, die eine ähnliche Intention hatte, ebenfalls auf Spesen abrechnete und verblüffen ähnliche Aussagen lieferte – die nur ebenfalls nicht mit der Wirklichkeit übereinstimmten:
[Link] EIKE 30. April 2019: Claudia Roth auf Forschungsreise zum Klimawandel

Und zielorientiert etwas dagegen tut

Höchst interessant, was Vanuatu sich als Maßnahme gegen den schlimmen Klimawandel ausgedacht hat. Es erinnert direkt an die EU und unsere eigene Umweltministerin. Doch auf jeden Fall hat es immer einen Nutzen, denn es spült Geld in die Kassen:
… um dem Klimawandel entgegenzuwirken, gilt seit zwei Jahren in Vanuatu ein rigoroses Verbot von Einwegplastiktüten, Trinkhalmen und Styropor. Wer dagegen verstößt, muss mit einer Strafe von bis zu 900 Dollar rechnen …

Alleine diese „Information“ in einer „Klimawandelrecherche“ stolz herauszustellen, ist für den Autor ein Beleg, dass keinerlei Kenntnis noch Mühe aufgewandt wurde, die „Recherche“ mit Fakten begründen zu wollen.

Vor einem Jahr ging Vanuatu noch nicht unter

Im Mai letzten Jahres hat der Autor aus ähnlichem Anlass bereits über Vanuatu berichtet: [1] Die SZ im Agitationsmodus. Und die Wahrheit bleibt wieder auf der Strecke
Man erkennt daran – Geschichte(n) wiederholt sich (wenn alleine Agitation das Thema bestimmt).
Die damalige Einleitung: [1]Um dies zu belegen, durfte dank Unterstützung von diversen Organisationen … eine als Redakteurin „getarnte“ Aktivistin … vor Ort reisen und dort (angeblich) besonders Klima-sachkundige Personen interviewen…. Aufgrund deren herzzerreißender Schilderungen setzte sie sich hin und schrieb für die SZ-Leser eine drei volle Seiten lange Geschichte um die edlen, im Einklang mit der Natur lebenden Einwohner vor Ort und die bösen Mächte im reichen Westen, welche diesen mit ihrer CO2-Emission buchstäblich das Leben zur Hölle und die Zukunft kaputt machen.
Doch, das ist der Kern dieser Wochenendgeschichte: Die Inselregierung ist aktiv und weiß sich zu wehren, indem sie diese bösen (reichen) Mächte verklagen will. Natürlich nicht, damit diese nur Buße tun, sondern damit ihnen gutes (und viel) Geld als Wiedergutmachung überwiesen werde.
Die SZ-Leser, welche – sofern solche Prozesse gewonnen werden -, indirekt mit zu den Zahlenden gehören, sollen dies als einen gerechten – und vor allem selbstverständlichen – Ausgleich für die Schäden der durch ihre Emission losgetretenen Naturgewalten begreifen. Und unterstützen, dass NGOs und Anwaltskanzleien im eigenen Land die Prozesse für solche Staaten vorantreiben.

Ausgerechnet von einem Untergang kann bei Vanuatu immer noch keine Rede sein. Denn diese Inselgruppe besteht aus bergigen Vulkangipfeln und nicht aus flachen Atollen. Ein Drittel des Landes liegt über 300 m hoch. „Gefährdet“ sind die Bewohner nur, weil sie ihre Dörfer aus Bequemlichkeit direkt am Strand errichten, um möglichst wenig Fußweg zu ihren Fischerbooten zu haben.

Allerdings versinkt Vanuatu wirklich (ganz langsam) im Pazifik. Jedoch nicht wegen dem Klimawandel, sondern weil es die Plattentektonik so „will“:

[1] ntv Dienstag, 26. Juli 2011: Umsiedlung im Pazifik Klimawandel nicht allein schuld
… Das Wasser rückte immer näher. Deswegen verließen die Einwohner den Hauptort der pazifischen Insel Tegua. Lange Zeit wurde für den Anstieg des Meeresspiegels der Klimawandel alleine verantwortlich gemacht. Forscher stellen jetzt aber auch noch eine andere Ursache fest.
Das zum Inselstaat Vanuatu gehörende Eiland sinkt aufgrund der Plattentektonik nach unten. Damit erscheint der beobachtete Wasseranstieg dramatischer, als er ist …
Sie kommen zu dem Schluss, dass die kleine Inselgruppe Torres Island, zu der auch Tegua gehört, durch die geologischen Prozesse etwa einen Zentimeter im Jahr tiefer rutscht (-0,94 Zentimeter +/- 0,25 Zentimeter). Hinzu kommt ein Meeresspiegel-Anstieg von etwa 1,2 Zentimetern (+/- 0,15 Zentimeter). Beides zusammengenommen ergibt den beobachteten schnellen Anstieg. Die Resultate seien auch für die Analyse des steigenden Meeresspiegels in anderen Regionen der Welt von Bedeutung.

Anmerkung: In der Darstellung von ntv hat sich ein gravierender Fehler eingeschlichen. Wahrscheinlich aufgrund der mangelnden Kenntnis der Redaktion fiel nicht auf, dass wohl eine Kommastelle verschoben wurde:
Der Tidenpegel-Anstieg beträgt nicht „
etwa 1,2 Zentimeter“, sondern je nach Lage 1 … 2,5 mm pro Jahr. Wenn die Plattentektonik dann wirklich „-0,94 Zentimeter“ Senkung pro Jahr verursacht, übersteigt diese Wirkung die des Pegelanstiegs um das 5 … 10-Fache. Nur gibt es dafür keine Reparationszahlungen des reichen Westens.

… aber viele Probleme waren schon da

Wenn ein Land/Region „ganz besonders“ vom Klimawandel betroffen ist, kann man davon ausgehen, dass es große Probleme hat die allerdings nicht vom Klimawandel rühren und hoher Geldbedarf besteht, der sich am Einfachsten aus dem Klimaschutzfond „decken“ ließe.

Immer lohnt es sich, die Bevölkerungsrate anzusehen um gängige Probleme zu ahnen. Seit 1960 ist diese von ca. 70.000 auf aktuell wohl 300.000 gestiegen.

Bild 3 Vanuatu, Bevölkerungsverlauf seit 1950. Quelle: Weltbank

Man kann ahnen, dass diese Bevölkerungsdichte auf kleinen Inselgruppen, welche von der Natur nur für geringste Besiedlungsdichten „vorgesehen“ sind, massive Probleme bereitet und eine Aussage: und ernähren sich von dem, was der Regenwald ihnen an Früchten schenkt und was sie im Meer fangen … stark historisierend ist: WIKIPEDIA: 2010 wurden Agrargüter im Wert von 24 Mio. US-$ exportiert; jedoch mussten Nahrungsmittel im Wert von 56,3 Mio. US-$ importiert werden

Auch sonst ist das Land für die meisten Einwohner keineswegs das berichtete Paradies:
Riskantes Leben auf Vanuatu | Wissen & Umwelt | DW | 19.03.2015:
... Schon in stabilen Zeiten haben gerade einmal 57 Prozent der Bevölkerung Vanuatus Zugang zu sanitären Anlagen und Abwasserbeseitigung … Einer von zehn Bewohnern der Inselgruppe lebt in extremer Armut, acht Prozent der Bevölkerung sind unterernährt … Meist vermieden Politiker im Anschluss an die Katastrophe, die Schuld für schlechte Prävention und unzureichende Rettungsmaßnahmen auf sich und die Regierung zu nehmen.

Zudem ist das Archipel Malariagebiet, was alleine 20 % Kindersterblichkeit unter 5 Jahren bedingt [Link]. Auch Dengue-Fieber ist verbreitet.

Da das Archipel direkt auf dem hoch aktiven Pazifischen Feuerring liegt (dem alleine es seine Entstehung verdankt) sind Vulkanausbrüche und schwerste Erdbeben, auch mit folgenden Tsunamis, regelmäßige Erscheinungen.

Welchen Anteil hat nun (vielleicht) der Klimawandel?

Steigende Pegel

Die Kirche sagt zwar nicht direkt etwas über steigenden Meerespegel. Auf die Anfrage des Autors kam allerdings auch eine Linkliste mit „Information“ zum Thema. Und in dieser Listung ist auch der Link zu einem Video der Ann Esswein (SZ-Bericht über Vanuatu [1]) Spiegel, 13.04.2020: „Zu weit entfernt für die Klimapolitik
Erosion, Zyklone, Überschwemmungen – an keinem anderen Ort der Welt wird das Ausmaß des Klimawandels sichtbarer als im Inselstaat Vanuatu. Hilfe gibt es kaum, die Bewohner fühlen sich im Stich gelassen.

Und darin geht es handfest um aufgrund des Klimawandels steigenden Meerespegel, zumindest dürfen es Einheimische kommentarlos in die Kamera anhand schlimmer Geschichten erzählen.

Eine Nachschau beim Australischen Pacific-Monitoring Programm zeigt den folgenden Pegelverlauf. Ein „klimawandel-“bedingter, schlimmer Pegelanstieg ist nicht zu finden:

Bild 4 Vanuatu, Pegelverlauf Mittelwert 1993 – 2.2021. Grafik vom Autor erstellt. Datenquelle: Australien Government Bureau of Meteoorologie, Monthly sea levels for VANUATU

Das Gleiche gilt für den Maximalpegel:

Bild 5 Vanuatu, Pegelverlauf Maximalpegel 1993 – 2.2021. Grafik vom Autor erstellt. Datenquelle: Australien Government Bureau of Meteoorologie, Monthly sea levels for VANUATU

Zudem hat der Pazifik in dieser Region einen der niedrigsten Pegel seit vielen Tausend Jahren:

Bild 6 Nord-Ostaustralien, Meerespegel seit 7000 Jahren

Nochmals die Gefährdung durch Tsunamis im Pazifik.
Wenn man überlegt, dass beim Meerespegelanstieg um Zentimeter in vielen Jahren gerungen wird welche begründen sollen, dass die Welt Billiarden um Billiarden Dollar zur CO2-Reduktion ausgibt – auf die sich Vanuatu problemlos einstellen kann -, dann zeigen die viele Meter hohen Flutwellen der regelmäßigen Tsunamis eine wirkliche Bedrohung.

Bild 9 Vanuatu, die schwersten Tsunamis seit 1875 mit Höhe der Flutwelle. Quelle: Laenderdaten.info Tsunamis in Vanuatu

Wer meint, die Tsunami-Flutwellen in dieser Region wären „hoch“, sollte sich die um Japan ansehen (die Flutwelle beim Tsunami von Fukushima mit ca. 15.000 direkten Todesopfern war zwischen 15 … 20 m hoch).

Bild 11 Japan, die schwersten Tsumamis Japan seit 1498 mit Höhe der Flutwelle. Quelle: Laenderdaten.info Tsunamis in Japan

Ist bekannt, dass unsere Kirchen deshalb für Japan beten oder westliche Regierungen Geld bereitstellen? Eher das Gegenteil: Man war nicht einmal bereit, die Tsunamiopfer von Fukushima als solche zu bezeichnen, weil man wegen der Ideologie unbedingt „andere“ Opfer wollte:
Achgut, 16.02.2021: Fukushima: Wie t-online die Fakten verstrahlt
… Nach einem Erdbeben und einem Tsunami war es am 11. März 2011 in drei der sechs Reaktoren zur Kernschmelze gekommen. Mehr als 18.000 Menschen starben. Es war das schlimmste Atomunglück seit der Tschernobyl-Katastrophe von 1986.“

C. Roth kann nicht anders, als Tatsachen entsprechend ihrer Ideologie zu drehen. Wirkliche Empathie für die ertrunkenen Menschen? Vollkommene Fehlanzeige:

Bild 10

Doch Frau Künast übertrifft ideologisch alles:
Zeit Online 20. August 2019: „Wir hätten uns nicht so ins Bockshorn jagen lassen dürfen“
Künast: … Der Atomunfall in Fukushima oder die Dürresommer haben gezeigt, dass man den Klimawandel nicht mehr leugnen kann.

Doch seit wann interessieren Aktivisten Fakten.
Germanwatch, HINTERGRUNDPAPIER Globale Klimakrise: Aufbruch in eine neue Zukunft, 2017: … Zahlreiche Aktionen und Appelle für den Klimaschutz kommen von den kleinen Inselstaaten. In einer dieser Aktionen haben sich unter dem Motto „Wir ertrinken nicht. Wir kämpfen“ junge Aktivist*innen aus mehreren kleinen Inselstaaten, unter anderem aus Fidschi, Samoa, Tonga, Tuvalu und Vanuatu, zu den „Pacific Climate Warriors“ zusammengeschlossen, um die Pazifischen Inseln vor dem Klimawandel zu schützen und sich mit friedlichen Mitteln gegen die fossile Energieindustrie zu stellen …

Taifune/Zyklone

Die Kirche behauptet: auch die tropischen Wirbelstürme werden stärker …

Die Homepage der Regierung von Australien bietet dazu etwas Info. Schon die Erste zeigt, dass das mit immer stärker werdenden Zyklonen nicht ganz stimmen kann.

Bild 12 Region Australien. Anzahl Cyclone nach Klassifizierung 1970 – 2019. Quelle: Australia Bureau of Meteorology, Tropical cyclone climatology

Und die nächsten Grafiken zeigen es auch:

Bild 13 Cyclone der Kategorie 5, Region Australien 1975 – 2017. Grafik vom Autor erstellt. Datenquelle: WIKIPEDIA, List of the most intense tropical cyclones

Bild 14 Zyklone im Pazifik, Windgeschwindigkeiten. Quelle: Australia Bureau of Meteorology. Objective Tropical Cyclone Reanalysis JIP Printed: 19/12/2018, Joint Industry Project for Objective Tropical Cyclone Reanalysis: Final Report

Dabei hat die Datenbank erst seit etwa 1985 verlässliche Daten. Was vorher geschah fehlt oft oder ist nicht richtig hinterlegt.

Der IPCC bestätigt es im letzten Sachstandbericht AR5:
Tropische Stürme und Hurrikane
IPCC 2013, AR5, WGI, Kapitel 2, Seite 216: “No robust trends in annual numbers of tropical storms, hurricanes and major hurricanes counts have been identified over the past 100 years in the North Atlantic basin.”
Übersetzung:  Keine robusten Trends bei den jährlichen Zahlen von tropischen Stürmen, Hurrikans und Stark-Hurrikans konnten in den letzten 100 Jahren im Nordatlantischen Becken ausgemacht werden.
Tropische Zyklone
IPCC 2013, AR5, WGI, Kapitel 2, Seite 216: “Current datasets indicate no significant observed trends in global tropical cyclone frequency over the past century and it remains uncertain whether any reported long-term increases in tropical cyclone frequency are robust, after accounting for past changes in observing capabilities.”
Übersetzung: “Aktuelle Datensätze zeigen keine signifikanten beobachteten Trends bei der weltweiten tropischen Wirbelsturmfrequenz während des letzten Jahrhunderts und es ist ungewiss, ob ein berichteter langfristiger Anstieg der tropischen Wirbelsturm-Frequenz robust ist, nach Berücksichtigung der letzten Änderungen in den Beobachtungs-Möglichkeiten.“

Berichte der Australischen Regierung ebenso:
Australien Government Bureau of Meteoorologie, TECHNICAL REPORT Climate Change in Australia PROJECTIONS FOR AUSTRALIA´S NRM REGIONS: TROPICAL CYCLONES

The relatively short time span of consistent records, combined with high year to year variability, makes it difficult to discern any clear trends in tropical cyclone frequency or intensity for the Australian region. For the period 1981 to 2007, no statistically significant trends in the total numbers of cyclones, or in the proportion of the most intense cyclones, have been found in the Australian region, South Indian Ocean or South Pacific Ocean (Kuleshov et al. 2010). However, observations of tropical cyclone numbers from 1981–82 to 2012–13 in the Australian region show a decreasing trend that is significant at the 93-98 % confidence level when variability associated with ENSO is accounted for (Dowdy, 2014). Only limited conclusions can be drawn regarding tropical cyclone frequency and intensity in the Australian region prior to 1981, due to a lack of data. However, a long-term decline in numbers on the Queensland coast has been suggested (Callaghan and Power, 2010).

Grobe deepl-Übersetzung: Die relativ kurze Zeitspanne konsistenter Aufzeichnungen, kombiniert mit einer hohen Variabilität von Jahr zu Jahr, macht es schwierig, klare Trends in der Häufigkeit oder Intensität tropischer Zyklone für die australische Region zu erkennen. Für den Zeitraum 1981 bis 2007 wurden keine statistisch signifikanten Trends in der Gesamtzahl der Wirbelstürme oder im Anteil der intensivsten Wirbelstürme in der australischen Region, im Südindischen Ozean oder im Südpazifik gefunden (Kuleshov et al. 2010). Allerdings zeigen Beobachtungen der Anzahl tropischer Wirbelstürme von 1981-82 bis 2012-13 in der australischen Region einen abnehmenden Trend, der auf dem Vertrauensniveau von 93-98 % signifikant ist, wenn die mit ENSO verbundene Variabilität berücksichtigt wird (Dowdy, 2014). In Bezug auf die Häufigkeit und Intensität tropischer Wirbelstürme in der australischen Region vor 1981 können aufgrund fehlender Daten nur begrenzte Schlussfolgerungen gezogen werden. Es wurde jedoch ein langfristiger Rückgang der Anzahl an der Küste von Queensland vermutet (Callaghan und Power, 2010).

Nun noch, was Simulationen für diese Region projizieren – für die Zukunft eine deutliche Abnahme (trotz dem bewusst gewählten Extremszenario rcp8.5):

Bild 15 Projektionen der prozentualen Änderung am Auftreten tropischer Cyclone in Ost-Australien. Quelle: Australien Government Bureau of Meteorologie, TECHNICAL REPORT Climate Change in Australia PROJECTIONS FOR AUSTRALIA´S NRM REGIONS

Temperaturen

Die Kirche sagt: … Durch die Erwärmung der Meere sterben die Korallen ab
Dann müsste man dies anhand der Wassertemperaturen ja erkennen können.

Auf den australischen Pazifik-Infoseiten sind nicht nur die Tidenpegel hinterlegt, sondern auch die Temperaturen der Pazifikinseln.

Damit lässt sich die Darstellung: Die steigenden Wassertemperaturen gefährden Fische und Korallen,
zumindest orientierend sichten. Und die Wassertemperaturen ändern sich wie zu erwarten in Zyklen, aber sie verlaufen unspektakulär und vor allem ohne einen stetigen Anstieg:

Bild 15a Vanuatu, Lufttemperaturen Mittelwert und Maximalwert 2001 – 2020. Grafik vom Autor erstellt. Datenquelle: Australien Government Bureau of Meteorologie, VANUATU

Allerdings, die maximale Lufttemperatur hat seit 2013 zugenommen, könnte derzeit aber wieder zurückgehen:

Bild 16 Vanuatu, Wassertemperaturen Mittelwert und Maximalwert 2001 – 2.2021. Grafik vom Autor erstellt. Datenquelle: Australien Government Bureau of Meteorologie, VANUATU

Niederschlag

Die Kirche sagt: … und veränderte Regenmuster lassen Früchte nicht mehr so wachsen wie früher …

Man muss wissen, dass sich die Inselgruppe Vanuatu am Rande einer Konvergenzzone mit zwei völlig unterschiedlichen Klimaten (in denen jeweils eine Hälfte der Inselgruppe hineinragt) – und vor allem Niederschlagsverhalten – befindet. Wobei sich Vanuatu trotzdem glücklich schätzen sollte. Es liegt zumindest teilweise in der Zone SPCT und für diese gilt: Die SPCZ ist das ausgedehnteste und beständigste Regenband der südlichen Hemisphäre …

Bild 17 Konvergenzzonen im Pazifik. Grafik vom Autor ergänzt. Quelle: South Pacific Convergence Zone (SPCZ) – SKYbrary Aviation Safety

Bild 17 Konvergenzzonen im Pazifik. Grafik vom Autor ergänzt. Quelle: South Pacific Convergence Zone (SPCZ) – SKYbrary Aviation Safety

Es ist naheliegend, dass daraus starke Veränderungen und Extreme im Niederschlag resultieren.

South Pacific Convergence Zone (SPCZ) – SKYbrary Aviation Safety
The South Pacific Convergence Zone (SPCZ) is a persistent band of cloudiness and storms, a 200-400 km broad zone that originates in Southeast Asia and stretches southeast to French Polynesia and the Cook Islands. The SPCZ is the Southern Hemisphere’s most expansive and persistent rain band, and is the largest and most persistent spur of the Intertropical Convergence Zone (ITCZ). It is also the only spur that does not result from heating over land during the summer. The SPCZ is most active in the southern hemisphere summer, but it is present year-round.
Grobe deepl-Übersetzung: Die Südpazifische Konvergenzzone (SPCZ) ist ein anhaltendes Band von Bewölkung und Stürmen, eine 200-400 km breite Zone, die ihren Ursprung in Südostasien hat und sich südöstlich bis nach Französisch-Polynesien und zu den Cookinseln erstreckt. Die SPCZ ist das ausgedehnteste und beständigste Regenband der südlichen Hemisphäre und der größte und beständigste Ausläufer der Innertropischen Konvergenzzone (ITCZ). Es ist auch der einzige Ausläufer, der nicht aus der Erwärmung über Land im Sommer resultiert. Die SPCZ ist im Sommer der südlichen Hemisphäre am aktivsten, aber sie ist das ganze Jahr über vorhanden.

Bild 18 Pazifische Konvergenzzonen mit Niederschlagsverhalten. Quelle: David A. Sear at al.,April 2020: Human settlement of East Polynesia earlier, incremental, and coincident with prolonged South Pacific drought

Und so kommt es, dass die Niederschläge südpazifischer Inselgruppen seit Urzeiten gegenteilige Tendenzen aufweisen. Wer also „für oder gegen“ Regen betet, muss dem lieben Gott genau sagen, welches Atoll er gerade „errettet“ haben möchte. Mit CO2-Vermeidung trifft man allerdings pauschal (sofern es überhaupt funktionieren würde) und „rettet“ welche, während man andere dafür in die „Verdammnis“ schickt.

Bild 19 (Teilbild) Niederschlagsrekonstruktionen seit 2000 Jahren von Vanuatu, Samoa, Society Isl. Quelle: David A. Sear at al.,April 2020: Human settlement of East Polynesia earlier, incremental, and coincident with prolonged South Pacific drought

Niederschlag in der Region

Die „Kirche“ sagt: Die Durchschnittstemperaturen steigen und insgesamt fällt weniger Regen

Für Australien finden sich Niederschlagskurven mit längeren Verläufen. Diese zeigen extreme Schwankungen und von Anfang 1900 an eine eher kontinuierliche Niederschlags-Zunahme.

Bild 20 Australien, jährlicher Niederschlag seit 1900 mit Verlauf des 11-Jahre Mittelwertes

Es gibt auch eine grobe Darstellung zu Extremniederschlag im Süd-Pazifik. Der wird eher weniger.

Bild 21 Quelle: Sunil KumarPariyar et al., September 2020: Factors affecting extreme rainfall events in the South Pacific, Appendix A. Supplementary data

Niederschlag Vanuatu-Inselgruppe

Jahresverläufe von verschiedenen Messstationen der Inselgruppe Vanuatu sehen extreme Schwankungen, aber keine Tendenz zu immer geringerem Niederschlag.

Bild 22 Vanuatu, Port Vila. Jährlicher Niederschlag seit 1905. Quelle: Pacific Climate Change Site Data (bom.gov.au)

Bild 23 Vanuatu, Pekoa Airport. Jährlicher Niederschlag seit 1960. Quelle: Pacific Climate Change Site Data (bom.gov.au)

Bild 24 Vanuatu, Sola. Jährlicher Niederschlag seit 1948. Quelle: Pacific Climate Change Site Data (bom.gov.au)

Dazu noch ein Verlauf des Niederschlags in Monatsauflösung von Port Vila.

Bild 25 Vanuatu, Port Vila. Monatlicher Niederschlag seit 1905. Quelle: Pacific Climate Change Site Data (bom.gov.au)

Ob der Niederschlag auf Vanuatu extremer wird, kann man anhand der Tagesauflösung sehen. Es gibt viele extreme Tage – aber keine Tendenz zu immer höheren Extremen:

Bild 26 Vanuatu, Port Vila. Niederschlag seit 1951 in Tagesauflösung. Quelle: Pacific Climate Change Site Data (bom.gov.au)

Bild 27 Vanuatu, White Grass Airport. Niederschlag seit 1961 in Tagesauflösung. Quelle: Pacific Climate Change Site Data (bom.gov.au)

Bild 28 Vanuatu, Aneityum. Niederschlag seit 1948 in Tagesauflösung. Quelle: Pacific Climate Change Site Data (bom.gov.au)

Bild 29 Vanuatu, Quanaham. Niederschlag seit 1961 in Tagesauflösung. Quelle: Pacific Climate Change Site Data (bom.gov.au)

Niederschlagsextreme ereignen sich meistens ohne Trend und Vorwarnung aus heiterem Himmel. Nicht oft, wenn, dann aber heftig. Ein Beispiel dafür:

Bild 27a Vanuatu, Bauerfield. Niederschlag seit 1985 in Tagesauflösung. Quelle: Pacific Climate Change Site Data (bom.gov.au)

Fazit

Vanuatu wird erkennbar von praktisch allen Unbilden heimgesucht, welche die Natur zu bieten hat. Das war aber schon immer so. Und viele, leider auch Schlimme – wie Vulkanausbrüche und die schlimmen Tsunamis, auch das Versinken mit der Erdplatte – haben mit dem Klima nichts zu tun.
Dazu kommt eine rasant wachsende Überbevölkerung mit all ihren Problemen.

Weiterhin kann der Autor jedoch keine Belege über Messdaten finden, welche die Aussagen der Kirche – dass Vanuatu konkret und verstärkt vom sich ständig verändernden Klima „gebeutelt“ wird – erhärten würde. Er spricht der kirchlichen Redakteurin – deshalb weiterhin ab, ernsthaft nach Belegen gesucht zu haben (wofür man auch nicht für viel Geld (hier Spesen) vor Ort zu reisen braucht).

Der Kirche ist vorzuwerfen, eine solche – rein auf Fabulierungen basierende „Recherche“ – unkontrolliert zu veröffentlichen. Man erkennt deutlich, dass die Kirche blind ist, wenn etwas geliefert wird was ihrem „Wunsch“ (und Narrativ) entspricht.

Quellen

[1] EIKE 08.05.2020: Die SZ im Agitationsmodus. Und die Wahrheit bleibt wieder auf der Strecke

 




Winter 2020/21 – voller Überraschungen und meist falsch vorhergesagt

Bevor die Prognosen nochmals gezeigt und bewertet werden, soll ein Blick auf die Entwicklung der Wintertemperaturen seit dem „Klimasprung“, welcher mit dem Mildwinter 1987/88 in Deutschland begann, geworfen werden. Anders als die übrigen Jahreszeiten, erwärmte sich der Winter im Deutschland-Mittel seitdem kaum. Mit 1,8°C zählt er bei unseren momentanen Klimabedingungen, wie sie seit 1988 herrschen, zu den fast normalen Wintern.

Abbildung 1: Kaum winterliche Erwärmung in Deutschland seit 1987/88 – trotz deutlich steigender CO2-Konzentrationen und des Beinahe-Mittelwertrekords im Vorwinter 2019/20.

 

Der extrem wechselhafte, flaue, zwischen Eiseskälte und Vorfrühling schwankende Winter 2020/21 – Menetekel der Abkühlung?

Der Winter 2020/21 passte nicht so gut ins ideologische Schema der Klima-Erwärmung; unter anderem sorgten Schneemassen in den Alpen Anfang Dezember, ein recht schneereicher Januar und eine markante Kältewelle mit gebietsweisen Schneemassen in der ersten Februarhälfte dafür, dass wieder mal Ausreden wie „es wird kälter, weil es wärmer wird“, oder das angeblich immer schneller schmelzende Arktis-Eis dafür herhalten mussten (warum, bloß, fragt sich da der Kritiker, war der vorherige Winter dann so sehr mild?). Hier sollen nur vier Aspekte kurz Erwähnung finden, welche unser Winterwetter merklich beeinflussen: Die NAO, welche seit 1988 überwiegend positive Winter-Werte aufwies und so die Häufung und die Intensivierung der milden Westlagen begünstigte, die (noch) andauernde AMO-Warmphase, welche in Einzelfällen markante Wärme-Einbrüche aus Südwest, so wie vor Weihnachten 2020, am 21. Januar und in der letzten Februar-Dekade 2021, fördern kann, der im Hochwinter gestörte Polarwirbel und die nachlassende Sonnenaktivität, welche instabile, zu Extremwetter neigende Großwetterlagen, unter Umständen verursachen könnte. Aber schon ein Blick auf die Temperatur-Verteilung der Winter nach ihrer zeitlichen Position nach dem Maximum des SCHWABE-Sonnenzyklus lässt erahnen, warum dieser Winter etwas kälter und der Vorherige so herausragend mild waren:

Abbildung 2: Während die Winter 2 bis 5 nach dem Maximum des SCHWABE-Zyklus relativ kalt verliefen, war der sechste herausragend mild; aber der siebente nur etwas zu mild – man hüte sich aber stets davor, nur mit Hilfe der Sonnenaktivität Winterprognosen zu erstellen!

Hier besteht noch viel Forschungsbedarf; aber so einfach, dass sich unser Klima durch die CO2-Emissionen immer weiter erwärmt, sind die atmosphärischen Zusammenhänge eben doch bei weitem nicht.

Die Bewertung der Langfrist-Vorhersagen einiger Institute, Wetterdienste und Privatpersonen

Zuerst wird im Folgenden nochmals die ursprüngliche Prognose gezeigt; darunter erfolgt jeweils die Bewertung; meist auf die CLINO- Periode 1991 bis 2020 bezogen, abweichende Referenz-Zeiträume sind in den betreffenden Prognosen genannt. Eine Bewertung mit objektiven Maßzahlen wie etwa dem Root Mean Square Error (rmse) oder der Reduktion der Varianz (RV) war leider bei keiner Prognose möglich; da man hierfür eine genaue Prognosezahl benötigt. Bei Intervallangaben wurde ein „Treffer“ daher mit Note 2 bewertet, wenn er dieses vorhergesagte Intervall traf; verfehlte er dieses um nicht mehr als +/- 0,5 Kelvin, so ergab das Note 3, darüber bei bis zu +/- 1K Abweichung Note 4; bei noch mehr Abweichung Note 5, über +/- 2 K Note 6. Bei Prognosen mit mehreren Teilprognosen (etwa für den gesamten Winter und die 3 Einzelmonate) wurden diese einzeln ebenso gewertet und dann die Gesamtnote gemittelt. In die Bewertung wurde auch einbezogen, ob genauere Vorhersagen über den Gesamtwinter hinaus zu Einzelmonaten erfolgten. Fehlten diese ganz, so wurde um eine Note abgewertet. Wo Bezugswerte und/oder konkrete Zahlenprognosen ganz fehlten, wurde ebenfalls um eine Note abgewertet. Reine Wahrscheinlichkeitsaussagen konnten, sofern sie in etwa zutrafen, bestenfalls die Note 4 erhalten, weil ihr Aussagewert einfach zu gering ist.

Vorab die als Bewertungs-Richtwert dienenden Daten: CLINO 1991 bis 2020 für das DWD-Mittel: Dez. +1,8°C Jan +0,9°C Feb. +1,5°C Winter +1,4°C. Eintrittswerte Winter 2020/21: Dez. +3,1°C Jan. +0,6°C Feb. +1,7°C Winter +1,8°C

UKMO-Metoffice (Großbritannien): Stand 11.11.2020 Winter (D, J, F) mit deutlich erhöhter Wahrscheinlichkeit in ganz Deutschland zu mild (folgende Karte):

Anmerkung: Hier wurde nur die Metoffice- Karte mit der Wahrscheinlichkeit des Abweichens vom Median gezeigt. Es gibt zwei weitere. Diese Median-bezogene Wahrscheinlichkeitsaussage zeigt, wie die anderen Karten auch, eine sehr stark erhöhte Wahrscheinlichkeit für über dem Median liegende Wintertemperaturen besonders in Mittel- und Nordosteuropa sowie über dem Eismeer und Teilen des Mittelmeeres:

Die aktuellen Karten jederzeit unter http://www.metoffice.gov.uk/research/climate/seasonal-to-decadal/gpc-outlooks/glob-seas-prob

Bewertung: Der Winter-Median der CLINO-Periode 1991-2020 beträgt für das DWD-Mittel +1,5 °C, daher ganz grob zutreffende Aussage, Note 4.

Meteo Schweiz Stand Nov. 2020: Je leicht erhöhte Wahrscheinlichkeit für einen normalen und einen zu milden Winter. Zusammen ergibt das eine Wahrscheinlichkeit von gut 80% für „normal“ bis „zu mild.“ Zu kalter Winter zu kaum 20% wahrscheinlich; normaler zu etwa 40%, milder etwas mehr. Die „doppelten T“ sind die Fehlerbalken; die Prognose gilt nur für die Nordostschweiz, ist aber auch für Süddeutschland repräsentativ:

Bewertung: Der Winter verlief in der Nordostschweiz etwas zu mild; daher grob zutreffend, Note 4.

ZAMG (Wetterdienst Österreichs) Stand Nov. 2020: Dezember mit je ganz leicht erhöhter Wahrscheinlichkeit normal oder mild; immerhin noch gut 25% Wahrscheinlichkeit für einen kalten Dezember. Im Januar 2021 erhöht sich die Wahrscheinlichkeit für „normal“ oder „zu mild“ etwas; für Februar lag noch keine Aussage vor (Prognose hier)

Bewertung: Der Dezember verlief in Österreich etwas zu mild, der Januar fast normal; da Aussagen zum Februar und zum Gesamtwinter fehlten, trotz ganz grob zutreffender Prognosen Abwertung auf Note 5.

LARS THIEME (langfristwetter.com) Vorhersage von Anfang November 2020: Dezember und Januar normal, Februar sehr mild. Winter daher insgesamt eher zu mild. Die Prognose bezieht sich vorrangig auf Mittel- und Nordostdeutschland; leider diesmal ohne „von-bis-Temperaturintervalle“ für die einzelnen Monate:

Bewertung: Bezogen auf die „alte“ Normalperiode 1981 bis 2010: Dezember merklich unterschätzt, Note 5. Januar etwa getroffen, Note 2. Februar leicht überschätzt, Note 3. Gesamtnote 4 (Abwertung wegen fehlender Zahlenwerte; wie weit „normal“ reicht oder was „sehr mild“ bedeutet, ist unklar).

IRI (folgende Abbildung), Vorhersage vom Nov. 2020: Kaum Aussagen für Deutschland; lediglich in Südost-Sachsen und Süd-Bayern leicht erhöhte Wahrscheinlichkeit für einen zu kalten Winter; zu mild in weiten Teilen Nord- und Osteuropas:

Bewertung: Prognose völlig wertlos, Note 6.

DWD (Offenbach): In Deutschland 0,5 bis 2°C zu mild, je nach Ensemble-Auswahl, bezogen auf den DWD-Mittelwert der Jahre 2004 bis 2019, der ca. 1,4°C beträgt (Stand 11. Nov. 2020):

Bewertung: Obere Variante fast Treffer, Note 3. Untere Variante Überschätzung, Note 5. Da Aussagen zu den Einzelmonaten fehlten, Gesamtnote nur 5.

NASA (US-Weltraumbehörde) Karten vom November 2020: Dezember in Nordwestdeutschland normal, sonst etwa um 0,5°C zu mild, Januar normal, Februar deutlich zu mild; Winter insgesamt also überall zu mild:

Bewertung: Dezember merklich unterschätzt, Note 5. Januar Treffer, Note 2. Februar deutlich überschätzt, Note 5, Gesamtnote 4.

CFSv2- Modell des NOAA (Wetterdienst der USA, folgende 3 Abbildungen, Eingabezeitraum 14. bis 24.11. 2020): Winter insgesamt etwa 1 bis 2 K zu mild. Dezember (oben) 0,5 bis 2 K, Januar (Mitte) 1 bis 3 K, Februar (unten) 0,5 bis 2 K zu mild. Die vorhergesagten Temperaturabweichungen beziehen sich auf die Mittelwerte der Periode 1981 bis 2010. Bemerkenswert ist, dass der Mildwinter von diesem Modell schon seit dem Sommer 2020 nahezu durchgängig vorhergesagt wird. Diese experimentellen, fast täglich aktualisierten, aber unsicheren Prognosen sind hier:

Bewertung: Dezember Treffer, Note 2. Januar deutlich überschätzt, Note 5. Februar deutlich überschätzt, Note 5. Gesamtnote 4.

Stefan Kämpfe (verfasst am 26.11. und veröffentlicht bei EIKE am 30.11.2020):

Fazit: Eindeutige, verlässliche Anzeichen für einen Winter in die extrem kalte Richtung fehlen; für die extrem milde Richtung gibt es nur ganz wenige Signale. Die Prognosesignale waren selten so widersprüchlich und instabil; lassen aber Raum für mehr Kälte. Die Vorhersagen der Wetterdienste und Institute tendieren jedoch bei extrem großer Unsicherheit in Richtung eines normalen bis sehr milden Winters. Allerdings verdichten sich die Anzeichen für einen kälteren Dezember, als in den Vorjahren, weil unter anderem zumindest anfangs die Westdrift blockiert und geschwächt ist. Insgesamt fällt der Winter 2020/21 nach momentanem Stand also bei enormer Unsicherheit fast normal aus und wird im Deutschland-Mittel auf minus 1,0 bis +3,0°C geschätzt (LJM 1991 bis 2020 +1,4°C). In den Kategorien „zu kalt“, „normal“ und „zu mild“ stellen sich die Wahrscheinlichkeiten des Winters 2020/21 folgendermaßen dar:

Die Schneesituation für Wintersport besonders in Lagen unter 1.000m bleibt zumindest in der ersten Dezemberdekade eher schlecht, weil eine ausreichende Schneeauflage fehlt und sehr ergiebige Schneefälle vorerst nicht sehr wahrscheinlich sind. Geschätzte Dezember- Monatsmitteltemperatur für Erfurt-Bindersleben (Mittel 1981- 2010 +0,5°C) minus 1,5 bis +2,5°C (fast normal). Für Jan/Feb. 2021 lässt sich noch kein Temperaturbereich schätzen; doch deuten viele Signale auf einen eher normalen bis milden Januar hin; Richtung Februar ist die Entwicklung noch völlig offen. Das Schneeaufkommen nach Mitte Dezember ist kaum vorhersehbar (langfristige Niederschlagsprognosen sind besonders unsicher; doch dürfte das enorme Niederschlagsdefizit der Dürregebiete in Ostdeutschland wohl nicht ausgeglichen werden). Zur Winterlänge fehlen bisher ebenfalls noch Hinweise. Die Hochwinterwitterung (Jan/Feb.) kann erst anhand des Witterungstrends zum Jahreswechsel etwas genauer abgeschätzt werden; momentan ist ein normaler bis milder Hochwinter etwas wahrscheinlicher, als ein durchgehend zu kalter. Wegen einer möglichen Westwindphase in der unteren Stratosphäre (QBO) sind mildere Phasen möglich. Sollte der Dezember aber tatsächlich eher kühl ausfallen, so erhöht das die Wahrscheinlichkeit für einen kalten Hochwinter 2021, besonders im Januar, zumindest etwas.

Dieses Fazit wurde aus 10% der Tendenz der Bauern- Regeln, 10% Sonnenaktivität, 20% Zirkulationsverhältnisse, 10% Mittelfrist- Modelle, 10% NAO, AMO,QBO, Polarwirbel, 15% Analogfälle, 10% Wirbelsturm-Aktivität und 15% der vorwiegenden Tendenz der Langfristprognosen gewichtet. Aktualisierung voraussichtlich Ende Dezember.

Bewertung: Dezember in Erfurt (real +3,0°C) um 0,5K unterschätzt, Note 3. DWD-Wintermittel Intervall gut getroffen; da aber ein sehr weites Intervall geschätzt war, auf Note 3 abgewertet. Der Gesamtcharakter des Winters wurde grob richtig eingeschätzt, auch die erhöhte Wahrscheinlichkeit für einen Normalwinter; Gesamtnote 3.

Februar 2021 narrte Modelle – die Irrwege des CFSv2-Modells

Der Februar fuhr eine eindrucksvolle Temperatur-Rallye: Mit Ausnahme des Nordostens startete er sehr mild, raste aber bald in den Eiskeller und eilte nach der Monatsmitte gleich in den Vorfrühling. Da sahen die Modelle bloß Rücklichter – sie irrten zwischen „viel zu mild“ und „viel zu kalt“ ziellos umher:

Abbildungen 2a bis 2c: Realität schlägt Modell mal wieder trotz „Anpassung“: Wie schon fast das ganze Halbjahr zuvor, sagte uns das (experimentelle) CFSv2-Modell des NOAA noch Mitte Januar 2021 einen deutlich zu milden Februar vorher (oben, 2a). Nachdem die Kälte bereits eingetreten war, sollte dann der ganze Februar in Nord- und Mitteldeutschland erheblich zu kalt ausfallen; zwischen 0,5 und 3 Kelvin (2b, Mitte). Die Realität lag dann dazwischen (unten, 2c). Bernd Hussing schätzt mit ganz wenigen der fast 2.000 DWD-Stationen die Monatsmittel immer erstaunlich genau; trotz des sehr komplizierten Februars wich sein Endergebnis nur um 0,21K vom DWD-Mittel ab. Bildquellen 2a und 2b NOAA, 2c bernd-hussing.de

 




Historischer Verlauf des Meeresspiegels bei UK

Das sind die Ergebnisse:

Gibt es nun eine Beschleunigung in dieser Aufzeichnung? Das Problem bei dieser Frage: Es ist bekannt, dass es langfristige Zyklen in den Gezeiten mit Perioden von bis zu 50 Jahren gibt. Was können wir angesichts dessen über diese Aufzeichnung sagen?

Nun, es ist klar, dass es um 1890 eine Beschleunigung gab. Es ist eine gute Sache, dass die Leute damals nicht über den sogenannten „KLIMA-NOTFALL!!!“ hyperventiliert haben, sie hätten behauptet, dass ihr Fall völlig bewiesen sei …

Aber diese Beschleunigung der 1890er Jahre dauerte nur ein paar Jahrzehnte. Danach war der Anstieg bis 1950 ungefähr linear.

Dann gab es eine leichte Verlangsamung bis etwa 1980 und eine leichte Beschleunigung seither.

Das Problem ist, dass die Alarmisten sich die Aufzeichnung ansehen, sie abschneiden, so dass sie 1950 beginnt, und dann lautstark verkünden, dass die Aufzeichnung für Großbritannien eine gefährliche Beschleunigung von 0,045 mm/Jahr pro Jahr zeigt. Was mathematisch zu 100% richtig ist, und wie die obige Grafik zeigt, ist es beim Blick über den Tellerrand hinaus zu 100% falsch.

Bei der derzeitigen Anstiegsrate des Meeresspiegels in Großbritannien wird der Gesamtanstieg bis zum Jahr 2100 etwa 160 mm betragen. Aber wenn man die falsche „Beschleunigung des Meeresspiegels“ hinzurechnet, wäre der Anstieg mehr als doppelt so hoch, nämlich 340 mm.
Das ist also das Neueste in der Welt des Meeresspiegels … immer noch kein Anzeichen für eine behauptete langfristige Beschleunigung.

Belassen wir es dabei. Aber für die mathematisch Interessierten, mathematisch gesehen ist Beschleunigung das, was man die „zweite Ableitung“ eines Datensatzes nennt. Also dachte ich, ich werfe mal einen Blick auf die jährliche Beschleunigung im obigen Datensatz. Hier ist das Ergebnis:

Je nach gewähltem Zeitraum kann man sagen, dass es eine positive Beschleunigung, eine negative Beschleunigung (Verlangsamung) oder gar keine Beschleunigung in der historischen Aufzeichnung des Meeresspiegels in Großbritannien gibt.

Mit anderen Worten … die endlosen Behauptungen über eine langfristige Beschleunigung der Anstiegsrate des Meeresspiegels sind in der historischen Aufzeichnung des Vereinigten Königreichs absolut nicht sichtbar.

Link: https://wattsupwiththat.com/2021/03/02/historical-uk-sea-levels/

Übersetzt von Chris Frey EIKE