Grüne Energie ist nicht grün

Windturbinen entziehen dem Wind Energie, welcher oft Feuchtigkeit aus dem Meer mitbringt. Diese Turbinenwälle erzeugen dann Regenschatten, wodurch mehr Regen im Luv der Turbinen fällt und mehr Trockenheit im Lee herrscht. Die Turbinen funktionieren am besten entlang von Kammlinien, wo auch Adler die Thermik nutzen, so dass Vögel und Fledermäuse von diesen bösartig wirbelnden Sensen zerhackt werden. Außerdem belästigen sie die Nachbarn mit Lärm und erhöhen die Buschbrandgefahr.

Sie breiten sogar ihre Mauer aus Windtürmen vor der Küste aus, so dass weniger Wind und Regen das Ufer erreicht.

All das ist überhaupt nicht grün.

Dann haben wir die Biokraftstoff-Skandale. Das ist von der UNO geförderte Dummheit, wo Wälder in Amerika abgeholzt und über den Atlantik verschifft werden, um in einem britischen Kraftwerk zu verbrennen; wo einheimische Wälder in Indonesien und Brasilien gerodet werden, um Palmöl für Biodiesel anzubauen; und wo Getreide anstatt daraus Nahrungsmittel herzustellen destilliert wird, um Ethanol-Kraftstoff für Kraftfahrzeuge zu erzeugen.

All das ist überhaupt nicht grün.

Jetzt wollen grüne Träumer unser kostbares Wasser zur Herstellung von Wasserstoff in einem elektrolytischen Verfahren nutzen, das weit mehr Energie verbraucht, als es jemals erzeugen kann.

Bei der Elektrolyse werden neun Tonnen Wasser und massenhaft Strom verbraucht, um eine Tonne Wasserstoff herzustellen. Dieses aufbereitete Wasser wird erst dann zurückgewonnen, wenn der Wasserstoff verbrannt wird (im Gegensatz zu Wasser in Dampfturbinen, wo das meiste Wasser wiederverwendet und alles, was entweicht, in die Atmosphäre zurückgeführt wird).

Am Anfang gab es nichts, und dieses Nichts explodierte“

Terry Pratchett

Wasserstoff ist ein niederenergetisches explosives Gas. Das Sammeln, Lagern und Exportieren dieses Gases wird ein gefährliches Geschäft sein, und seine Herstellung wird Unmengen an australischem Wasser und Strom verbrauchen, um den neuesten „grünen“ Trendtreibstoff für Asien zu erzeugen. Die Verbrennung dieses Brennstoffs wird reines australisches Wasser in den verschmutzten asiatischen Himmel freisetzen. Aber der australische Steuerzahler finanziert diese Wasserstoffspekulation mit 70 Millionen Dollar.

Grüne Energie ist nicht grün. Sie hat einen enormen Preis an seltenen Metallen; sie schafft Giftmüllprobleme; Sonnenkollektoren schaffen Sonnenwüsten; Turbinen hacken Vögel und entziehen dem Landesinneren Wind und Regen; der Ethanol-Betrug vernichtet Wälder und Nahrungspflanzen; und jetzt will man auch noch Wasser und Energie stehlen, um niederenergetischen explosiven Wasserstoff zu exportieren.

Im Gegensatz dazu ist Kohle gespeicherte Sonnenenergie, die von historischen Pflanzen aus der Sonne gewonnen worden war. Ihre Verbrennung setzt deren Energievorräte für die Industrie frei, und ihre Verbrennungsprodukte bringen große Vorteile für die grüne Welt – Wasserdampf, Kohlendioxid als pflanzliche Nahrung und wertvolle pflanzliche Mikronährstoffe.

Warum sollten wir unseren Sonnenschein, Wind und Süßwasser über Wasserstoff exportieren, während unser reichlich vorhandene fossile Sonnenenergie als „politisch vergeudetes Kapital“ unterirdisch eingeschlossen bleibt?

All das ist nicht grün – es ist grüne Dummheit!

Weitere Beiträge zu diesem Thema:

Monumental, Unsustainable Environmental Impacts of Green Energy:
https://wattsupwiththat.com/2017/07/05/monumental-unsustainable-environmental-impacts/

Hydrogen Strategy to nowhere:
https://www.europeanscientist.com/en/energy/hydrogen-strategy-to-nowhere%E2%80%A8/?utm_source=Energy+geopolitics&utm_campaign=fcbaa25021

Wind farms bring the Egyptian vulture to near-extinction in Andalusia:
ttp://savetheeaglesinternational.org/new/an-extinction-in-progress.html

Why Wind Won’t work:
http://carbon-sense.com/wp-content/uploads/2011/02/why-wind-wont-work.pdf

The Environmental Cost of “Renewable” Energy:
https://carbon-sense.com/2”019/03/25/environmental-cost-of-renewable-energy/

The Australian Renewable Energy Agency is set to gift $70 million to hydrogen speculators:
https://arena.gov.au/news/seven-shortlisted-for-70-million-hydrogen-funding-round/

Link: https://www.iceagenow.info/green-energy-is-not-green/

Übersetzt von Chris Frey EIKE




Dissens in Ungarn

Prof. Soon hebt diesen Satz aus dem Beitrag hervor: Um die Bäume weiter leben zu lassen, hole man die Kohle ans Tageslicht!

Hier also die Übersetzung des Beitrags. Der ins Englische übersetzte Originaltitel lautet Getting to know nature more deeply.

Die Natur noch besser verstehen

László Csaba, SZARKA

In der Ausgabe des Magyar Hírlap vom 4. August stellte der Ökonom Károly LÓRÁNT, ein Berater des Nationalen Forums, einige Aussagen des IPCC in Frage. In diesem Zusammenhang bezeichnete er die Klimapolitik der Europäischen Union, nämlich die Absicht, die anthropogenen CO2-Emissionen auf Null zu reduzieren, als „Propaganda, die zu einem Wirtschaftsprogramm heranwächst“, und sagte ihr sicheres Scheitern voraus. János ZLINSZKY, außerordentlicher Professor an der Katholischen Universität Pázmány Péter, lehnte in seiner Gegenstellungnahme vom 4. September, in der er die Auffassung des IPCC unterstützte, die Methode und den Stil Lóránts ab. Gleichzeitig drückte er seinen Wunsch nach einem „ruhigen, unpersönlichen, wissensbasierten und langfristigen politischen Diskurs für das Gemeinwohl […] sowohl innerhalb der christdemokratischen politischen Gemeinschaft als auch zwischen den politischen Lagern“ aus.

Károly Lóránt war in der Tat hier und da ungenau, und einige der Argumente waren sicherlich emotional, aber emotionale Werkzeuge wurden auch von János Zlinszky eingesetzt. In meinem Beitrag folge ich dem Verlauf, der Methode und dem Stil von Zlinszkys Gegenstellungnahme und komme zu dem Schluss, dass er es ist, der alle wesentlichen Fragen falsch sieht.

Ausgangspunkt der Debatte ist die Frage, ob die anthropogenen CO2-Emissionen bis 2050 auf Null reduziert werden können. Wenn wir die Frage stellen, ob es physikalisch machbar ist, hundertprozentig erneuerbare Energien zu erreichen, lautet die Antwort auf der Grundlage der realen Wissenschaft nein. Nicht ein einziges Wind- oder Sonnenkraftwerk wurde oder wird durch die Energie von Wind- und Sonnenenergie gebaut. Das liegt daran, dass der Bau (und teilweise auch der Betrieb) solcher Anlagen effiziente (d.h. hochdichte) Energiearten erfordert. Die heutige Auswahl erstreckt sich auf Kohle, Öl, Erdgas und Kernenergie sowie auf die Wasserkraft als einzige erneuerbare Energie. Angesichts der spezifischen Bedürfnisse der erneuerbaren Energiequellen (ungewöhnliche Materialien, große Flächen und geringe Energiedichte) schätzen die meisten Experten ihren Anteil am Energiemix auf etwa zwanzig Prozent, was je nach individueller Präferenz als wünschenswert, optimal oder „noch tolerierbar“ angesehen werden kann.

Ein hundertprozentiges Ziel für erneuerbare Energien wäre gleichbedeutend mit einem Rückfall auf ein durchweg mittelalterliches Niveau. Und das Ziel der Null-Kohlenstoff-Emissionen könnte nur durch die Verbreitung von kohlenstofffreier, aber effizienter (Kern-)Energie erreicht werden. An dieser Stelle sei daran erinnert, was István Széchenyi (1790-1860, der als „der größte Ungar“ bekannte Staatsmann) sagte, eine Aussage, die von der Historikerin Ágnes R. Várkonyi mehrfach zitiert wurde. Széchenyi beklagte die Umweltbedingungen des vorindustriellen Ungarns und bemerkte: „Um die Bäume leben zu lassen, lasst die Kohle an die Oberfläche kommen“, wobei er die naturschonende Rolle der mächtigen Energiequelle hervorhob.

Es ist offensichtlich, dass wir Zurückhaltung üben sollten, wenn wir in die Natur eingreifen. Energie- und Naturpolitik müssen miteinander in Einklang gebracht werden, was nicht leicht, aber möglich ist. Die totale Unterordnung der Energiepolitik unter die Klimapolitik ist jedoch irrational und verschwenderisch. Wissenschaftlich gesehen ist dies höchst umstritten und meiner Meinung nach unbegründet. Die Motivation für die Verknüpfung von Klima- und Energiepolitik sah ein Meteorologe und Akademiker (Rudolf Czelnai) im Jahr 2011 wie folgt: „Wir wissen von Machiavelli, dass das Geheimnis einer erfolgreichen Politik darin besteht, dass die Massen selten auf rationale Dinge hereinfallen; sie brauchen auch etwas Humbug. Wenn das Energieproblem das Rationale ist und sich hinter dem Klimaproblem verbirgt, macht dieses das Klimaproblem zum Humbug. Das ist, als würde man Füchse in den Hühnerstall setzen … Wenn man sich also hinter der Politik versteckt, könnte vielleicht das größte Geschäft des Jahrtausends beginnen: das Klimageschäft“.

Das heute vorherrschende, auch von János Zlinszky vertretene Narrativ lautet, dass die durch menschliche Aktivitäten verursachten Kohlenstoffemissionen eingedämmt werden müssen, um die globale Erwärmung zu verhindern. Dies setzt voraus, dass 1. die anthropogenen CO2-Emissionen die atmosphärische CO2-Konzentration tatsächlich erhöhen; 2. die Hauptursache für die Zunahme des globalen Treibhauseffekts eine Zunahme der atmosphärischen Kohlendioxidkonzentration ist; 3. die Hauptursache für die wahrgenommene Erwärmung eine Zunahme des globalen Treibhauseffekts ist. Alle drei Annahmen sind durchaus diskutabel:

1. Es ist keineswegs sicher, dass der Anstieg der atmosphärischen Kohlendioxidkonzentration auf den Menschen zurückzuführen ist. Tatsächlich sind nur vier bis fünf Prozent des Kohlendioxids in der Atmosphäre anthropogenen Ursprungs. Der größte Teil der CO2-Emissionen ist natürlichen Ursprungs und stammt aus den Ozeanen und aus Vulkanen, dem Land und der Biosphäre. In der ersten Hälfte dieses Jahres ging der fossile Energieverbrauch (d.h. die anthropogenen CO2-Emissionen) weltweit um etwa zehn Prozent zurück, doch die atmosphärische CO2-Konzentration brach frühere Rekorde (täglich, wöchentlich und monatlich). Am NOAA-Observatorium in Manua Loa wurde der Tagesrekord (418,32 ppm) am 1. Juni 2020 gemessen. Die Kohlendioxidkonzentration ist am Tag des Verfassens dieses Artikels immer noch höher als vor einem Jahr: 411,36 ppm am 5. September 2020 im Vergleich zu 408,54 ppm am 5. September 2019.

2. Berechnungen von Arrenius, denen zufolge eine Verdoppelung des atmosphärischen Kohlendioxidgehalts einen Temperaturanstieg von 5 Grad Celsius bedeuten würde, sind überholt. (Selbst Milankovitch, der sowohl von Lóránt als auch von Zlinszky zitiert wurde, war mit Arrhenius nicht einverstanden). Dem IPCC nahe stehende Forscher (Sherwood et al.), haben kürzlich einen Temperaturanstieg (Klimasensitivität) im Bereich von 2,3 bis 4,5 Grad Celsius als Reaktion auf die Verdoppelung des atmosphärischen Kohlendioxidgehalts vorgeschlagen. Angesichts der jüngsten Entdeckungen zur Wolkendynamik, Aerosol- und Ozeanabsorption wird das IPCC wahrscheinlich gezwungen sein, sowohl die unteren als auch die oberen Werte zu senken. Die wahre Sensitivität des Kohlenstoffs bzgl. Klima, wie William Happer in einem kürzlich erschienenen Artikel in der Zeitschrift Atmospheric and Oceanic Physics abgeleitet hat, könnte bei 1 bis 1,5 Grad Celsius liegen.

3. Es ist eine ganz natürliche Sache in der Wissenschaft, konkurrierende Hypothesen aufzustellen, um komplexe Phänomene zu erklären. Der IPCC interpretiert alle mit dem Klimawandel zusammenhängenden Phänomene als eine Reihe positiver Rückkopplungen, die durch den anthropogenen CO2-Treibhauseffekt verursacht werden. Ein theoretisches Problem besteht jedoch darin, dass der IPCC die wissenschaftlichen Ansätze, die von seinem eigenen Ansatz abweichen, nicht zur Kenntnis nehmen will. Doch die periodischen dynamischen Veränderungen der weitgehend unbekannten (oder bruchstückhaft bekannten und schwer fassbaren) Naturkräfte, die sowohl die menschliche Vorstellungskraft als auch die menschliche Fähigkeit, die Natur zu beeinflussen, um eine ungeheure Größenordnung übersteigen, haben schon immer das Erdklima getrieben. Wenn wir uns die Mühe machen, finden wir in der Klima-Literatur ein ganzes Spektrum konkurrierender Hypothesen. Eine dieser ˗ übermäßig fatalistischen ˗ Ansichten ist, dass die Superausbrüche (Mikronovae) der Sonne etwa alle zwölftausend Jahre alles übertünchen.

Die kosmische Umwelt, die Sonne, das Weltraumwetter, das Gravitations-, Magnet- und elektrische Feld der Erde sowie das Zusammenwirken mehrerer oben genannter und weiterer Faktoren sind die häufigsten Akteure in den meisten moderaten Hypothesen.

Ein überraschendes wissenschaftliches Ergebnis im Zusammenhang mit der Milankovitch-Theorie, die den Klimawandel als Effekt von Schwankungen der Erdumlaufbahn beschreibt, ist zum Beispiel, dass der von Georg Bacsák (1870-1970) vor achtzig Jahren vorgeschlagene Mechanismus (der so genannte Breitengradient der Sonneneinstrahlung) nicht nur im Zeitraum von Zehntausenden von Jahren, sondern auch in Veränderungen von wenigen Jahren und sogar innerhalb eines Jahres gefunden wurde. Dieser Effekt ist real, obwohl er nicht der einzige und nicht der wichtigste unter den Kräften des fortwährenden Klimawandels ist. Vor einem Jahrzehnt stellten französische Geophysiker fest, dass die Sonnenaktivität sogar die Erdrotation beeinflusst. Wer hätte gedacht, dass die Anomalie der Tageslänge (Length of Day, LOD) ein robuster Klimaindikator sein könnte?

Ein extremes Wetterereignis kann Schäden verursachen, aber dies impliziert keinen Zusammenhang mit anthropogenen Kohlenstoffemissionen. Eine Reihe von „Extrem-“Wetterereignissen, die als Folge des „Klimawandels“ deklariert wurden, haben sich als Folge von geophysikalischen und/oder solaren Ursachen herausgestellt. Viele Wetteranomalien in den Polarregionen werden durch vulkanische Aktivität verursacht. In einigen Monaten wird die American Geophysical Association (AGU) die Sonnenaktivität als möglichen Ursprung der Wirbelstürme im September 2017 auf die Tagesordnung setzen.

Man muss zur Kenntnis nehmen, dass sich die Klimawissenschaft nicht auf die aktuelle IPCC-Wissenschaft beschränken kann. In der Wissenschaft gibt es keine Autorität oder Konsens, sondern nur das Recht, die Wahrheit zu suchen.

Die Diskussion unter Forschern ist eine notwendige Begleiterscheinung der Forschung, und die Verwendung präziser und klarer Definitionen ist eine wesentliche Voraussetzung dafür. Das United Nations Framework Convention on Climate Change (UNFCCC, 1992) verzerrte das Konzept des Klimawandels jedoch in einer Weise, die mit der Wissenschaft nicht vereinbar ist: Natürliche Ursachen wurden einfach aus dem Konzept des Klimawandels ausgeklammert. „Unter Klimawandel versteht man eine Klimaänderung, die direkt oder indirekt auf menschliche Aktivitäten zurückzuführen ist, die die Zusammensetzung der globalen Atmosphäre verändern, und die zusätzlich zu der über vergleichbare Zeiträume beobachteten natürlichen Klimavariabilität auftritt“. (Quelle: Artikel 1 der UNFCCC; in Ungarn: Gesetz LXXXII von 1995 über die Verkündung des Rahmenübereinkommens der Vereinten Nationen über Klimaänderungen). Seitdem (also dem Zeitraum zwischen 1992 und 1995) ist unklar, was unter Klimawandel zu verstehen ist. Auch der IPCC ist sich der doppelten Interpretation bewusst. Unter den Forschern verwendet der IPCC zumeist die traditionelle Definition, aber in seiner 1998 erstellten offiziellen Richtlinie („learning the scientific basis of the risks of man-made climate change“) folgt er eindeutig der UNFCCC-Definition.

Die künstliche Barriere zu echter Wissenschaft kann überwunden werden, wenn man die beobachteten Phänomene des komplexen Klimasystems als Ergebnis natürlicher und anthropogener Effekte betrachtet. Wir können das Ausmaß der anthropogenen Auswirkungen nicht einmal abschätzen, solange wir die verschiedenen einmaligen und sich wiederholenden Veränderungen in der Natur um uns herum (die Erde in Großbuchstaben) nicht in ausreichender Tiefe kennen. Wer sind die Galileos heute? Diejenigen, die meinen, der wissenschaftliche Hintergrund sei settled (wie von Zlinszky gesehen), oder diejenigen, die meinen, es gäbe noch viel zu erforschen?

Abschließend einige Gedanken zu den von János Zlinszky erwähnten nicht-wissenschaftlichen (persönlichen, zivilen, spirituellen, kirchlichen) Aspekten. Neben der elektromagnetischen Geophysik beschäftige ich mich seit zwei Jahrzehnten mit globalen Umweltfragen mit unterschiedlicher Intensität. Gleich zu Beginn beobachtete ich eine unbegründete Überbetonung der CO2-Hypothese. Den Friedensnobelpreis 2007 Al Gore und dem IPCC als Wissenschaftspreis zu überreichen, öffnete vielen die Augen. Meine Sicht auf den Zusammenhang grundlegender globaler Umweltfragen, d.h. dass das Klima nur eines der Umweltprobleme und nicht einmal das wichtigste ist, wurde vor 10 bis 12 Jahren geformt. Später war es eine bittere Entdeckung, zu erkennen, dass die gesamte Umweltwissenschaft (die Auswahl der Umweltelemente und die Klimawissenschaft ganz sicher, aber ich vermute auch die Ökologie) jahrzehntelang vom gleichen globalistischen Kreis beherrscht wurde. Ihr geistiger Führer war der Kanadier Maurice Strong (1929-2015), der erste Exekutivdirektor des Umweltprogramms der Vereinten Nationen (UNEP). Er baute das globale Netzwerk der grünen Organisationen auf. Es ist natürlich, dass sie versuchten, auch die Kirchen zu beeinflussen. „Ökologische Konversion“ ist das Markenprodukt dieser Erzeugung. Eine einfache Bekehrung ohne Adjektiv wäre angemessener. Wir dürfen nicht nach einer neuen Weltordnung streben, sondern müssen zum gesunden Menschenverstand, zur realen Natur und zueinander zurückfinden.

Die gute Nachricht ist, dass einige ehemalige Medien- und Klimagurus bereits in einem ökologischen Sinne konvertiert sind: Michael Moore (der Produzent des Films Fahrenheit 9/11) hat seinen Dokumentarfilm über Biomasse- und Sonnenenergie-Betrüger veröffentlicht (Planet der Menschen); der ehemalige „Umwelt-Held“ des Time Magazine (Michael Shellenberger) hat anlässlich der Premiere seines Buches (Apocalypse Never) die Sünden des Umweltschutzes öffentlich beklagt. Im kanadischen Alberta schließlich wurde der Dokumentarfilm „Global Warning*, der einen erstaunlichen Bericht über einen Ort (Calgary) liefert, an dem eine der Klimapolitik völlig untergeordnete Energiepolitik bereits gewonnen hat, für eine Auszeichnung nominiert.

[*Im ungarischen Original sowie in der WUWT-Übersetzung steht wirklich „Global Warning“. Der Übersetzer vermag nicht zu beurteilen, ob das wirklich „Warnung“ bedeutet oder ob lediglich ein Schreibfehler des Autors vorliegt. Anm. d. Übers.]

(The author is a full member of the Hungarian Academy of Sciences)

Link: https://wattsupwiththat.com/2020/09/19/dissent-in-hungary/

Übersetzt von Chris Frey EIKE




Solarpa­neele erzeugen Berge von Abfall

Ms. Folk räumt ein, dass Nachhaltigkeit eine ordnungsgemäße E-Müllentsorgung erfordert. Dennoch beklagt sie: „Solar stellt ein besonderes Problem dar. Es gibt immer mehr Anzeichen dafür, dass zerbrochene Paneele giftige Schadstoffe freisetzen … [und] zunehmende Besorgnis darüber, was mit diesen Materialien geschieht, wenn sie nicht mehr brauchbar sind, vor allem, da sie schwer zu recyceln sind“.

Dies ist der wahrscheinliche Grund dafür, dass es (außer im US-Bundesstaat Washington [am Pazifik]) keine US-Mandate für das solare Recycling gibt. Ein kürzlich in Grist erschienener Artikel berichtet, dass die meisten gebrauchten Solarpaneele in Entwicklungsländer mit wenig Elektrizität und schwachem Umweltschutz zur Wiederverwendung oder Deponierung verschifft werden.

Das fast völlige Fehlen eines Verfahrens zur Endsorgung von Sonnenkollektoren wurzelt vermutlich in der Überzeugung (und der wiederholten, nicht belegten Behauptung), dass erneuerbare Energien „sauber“ und „grün“ sind. Tatsächlich behauptete der Staatsdirektor des Mississippi Sierra Club Louie Miller kürzlich, dass im Gegensatz zu fossilen Brennstoffen und Kernkraft „Sonnenschein ein kostenloser Brennstoff ist“. Nun, Sonnenschein ist sicherlich kostenlos und sauber. Allerdings gibt es einen monumentalen Vorbehalt.

Die Nutzung von Sonnenschein (und Wind) im Dienste der Menschheit ist weder kostenlos noch sauber, grün, erneuerbar oder nachhaltig.

[Hervorhebung vom Übersetzer]

Der Surface Mining Control and Reclamation Act aus dem Jahr 1977 schreibt vor, dass neue Kohletagebaue Pläne für die vollständige Rekultivierung von Bergwerksgrundstücken enthalten und Mittel dafür vorsehen müssen. Das Gesetz legt auch Standards für die Wiederherstellung verlassener Bergbaugebiete fest. Für Solaranlagen und Abfälle gibt es nichts Vergleichbares.

In ähnlicher Weise wurde mit dem Superfund-Gesetz aus dem Jahr 1980 (Comprehensive Environmental Response, Compensation and Liability Act) ein Steuer- und Treuhandfonds geschaffen, um für die Verhinderung und Festsetzung tatsächlicher oder drohender Freisetzungen gefährlicher Stoffe aufzukommen, die die öffentliche Gesundheit oder die Umwelt gefährden könnten. Noch immer nichts für Solaranlagen.

Das Gesetz über die Atommüllpolitik von 1982 räumt geologischen Tiefenlagern zur sicheren Lagerung und/oder Entsorgung radioaktiver Abfälle Vorrang ein. Leider ist der Yucca Mountain in Nevada 25 Jahre nach der Ausweisung als Endlager aufgrund von Konflikten zwischen Politikern, Einheimischen, Atomkraftgegnern, Regierungsbeamten und der Atomindustrie nie geöffnet worden. Die USA lagern ihren Atommüll noch immer an 75 verstreuten Standorten, darunter einige in der Nähe der Großstädte New York City, New Orleans und Chicago. Im Bereich der Solarenergie wurden überhaupt keine Schritte unternommen.

Während Kohle-, Atomkraft- und Petrochemie-Unternehmen detaillierte, kostspielige Pläne zur Bewältigung tatsächlicher oder potenziell negativer Folgen ihrer Tätigkeit vorlegen müssen, wurden Solar- (und Wind-)Unternehmen mit massiven Subventionen belohnt ohne jede Verpflichtung zu Entsorgungsstandards oder -anforderungen.

Staatliche Zuschüsse verlangen nicht, dass Solarfirmen Geld für die Entsorgung, Lagerung oder Wiederverwertung von Abfällen beiseite legen, die bei der Herstellung oder nach der Stilllegung und dem Abriss massiver Solarparks anfallen. Von Kunden der Solar- und Windenergie werden ebenfalls keine Gebühren für Abfallbeseitigung, Entsorgung oder Wiederverwendung und Recycling erhoben. Dies und die massiven Subventionen verzerren und verbergen die wahren Kosten der Solarenergie.

Aber die Realität beginnt sich durchzusetzen. Die Kosten für Entsorgung und/oder Recycling werden letztlich von den Verbrauchern getragen werden müssen. Je mehr Sonnenkollektoren installiert werden (wahrscheinlich Milliarden in ein paar Jahren), desto höher werden diese Kosten sein. Verbraucher in Bundesstaaten wie Kalifornien, die sich zu einer starken Abhängigkeit von Solar- (und Wind-) Energie verpflichtet haben (und bereits die höchsten Energiepreise der Nation zahlen), werden sogar noch mehr berappen müssen.

[Hervorhebung vom Übersetzer]

Kalifornien steht auch vor einem sekundären Problem, das sich aus der Verbreitung subventionierter industrieller Solaranlagen ergibt. Eine Studie der Stanford University und der Carnegie Institution for Science aus dem Jahr 2015 ergab, dass fast ein Drittel des Ausbaus von Solarpaneelen in dem Bundesstaat auf ehemaligen Anbauflächen stattfindet, wo viele Landwirte vom Anbau von Feldfrüchten auf die Nutzung ihres Landes zur Stromerzeugung umstellen – anstatt es zum Lebensraum für Wildtiere werden zu lassen. Da Big Solar auch in Naturschutzgebiete vordringt, verliert Kalifornien noch mehr Lebensraum und landschaftlich reizvolles Land, während die Unberührtheit der Staats- und Nationalparks unter dem nahen Streulicht zahlloser Sonnenkollektoren und hoch aufragender Übertragungsleitungen zu weit entfernten Städten leidet.

[Hervorhebung im Original]

Die Stanford-Studie weist auf ein weiteres Problem hin: lokal höhere Temperatur. Sie ergab, dass ein Gebiet von der Größe South Carolinas mit Solaranlagen benötigt wird, um das Ziel Kaliforniens zu erreichen, die Treibhausgasemissionen bis 2050 um 80% unter das Niveau von 1990 zu senken. [Es würde mindestens acht South Carolinas benötigen, wenn die kalifornische Vorschrift landesweit ausgeweitet würde].

Andere Forschungen haben ergeben, dass diese groß angelegten Solarkraftwerke die lokalen Temperaturen erhöhen und so einen erheblichen Sonnenwärme-Insel-Effekt erzeugen. Die Temperaturen um ein Solarkraftwerk herum lagen um 3 bis 4°C höher als im nahegelegenen Wildnisgebiet. Man stelle sich eine solche vom Menschen verursachte „globale Erwärmung“ auf 20 Millionen Acres (South Carolina) oder 160 Millionen Acres (Texas) vor, um die Ziele Kaliforniens oder der USA zur Reduzierung der Treibhausgase zu erreichen!

[Hervorhebung vom Übersetzer]

Australien ist bereits mit dieser unerfreulichen Realität konfrontiert. Erst im Jahr 2018 haben die australischen Umweltminister die beschleunigte Entwicklung neuer Product-Stewardship-Programme für photovoltaische (PV) Solarmodule vorgeschrieben, wie sie Fernseh- und Computerhersteller sowie Einzelhändler seit 2011 erfüllen müssen.

Der Direktor des Total Environment Centre Jeff Angel räumte ein, dass die Festlegung von Standards für die Entsorgung von Solarpaneelen „längst überfällig“ sei und dass die 30-jährige Verzögerung bei der Einführung von Standards eine „grundlegende Schwäche“ der australischen Abfallpolitik offenbart habe. Er bemerkte ferner, dass Sonnenkollektoren zwar gefährliche Substanzen enthalten, die Australier jedoch „Hunderttausende Tonnen Elektroschrott auf Deponien entsorgen“ und erhebliche Verschmutzungsprobleme verursachen. Und die Bevölkerung in Australien macht nur etwa ein Zehntel der US-Bevölkerung aus!

Seit 2002 schreibt die Richtlinie der Europäischen Union über Elektro- und Elektronik-Altgeräte (WEEE) vor, dass die ursprünglichen Hersteller von E-Altgeräten die Rücknahme und das Recycling ihrer Abfälle garantieren und bezahlen müssen, damit die Endverbraucher nicht von zusätzlichen Entsorgungskosten überrascht werden.

Allerdings wurde der Abfall von PV-Solarpaneelen erst im Juli 2012 in diese Vorschrift aufgenommen – und es bleibt „eine gewisse Unsicherheit“ bezüglich des Stichtags für solche Abfälle, da die Richtlinie noch nicht in nationales Recht umgesetzt wurde. Die Herstellerfinanzierung der PV-Abfallbehandlung kann daher nicht auf ältere Solarpaneele angewandt werden. Wer wird also zahlen? Und wie viel?

Frau Folk und andere schauen sich nach Müllverbrennungsanlagen um, und in der Tat schickt die EU einen Großteil ihrer Solarzellenabfälle in Verbrennungsanlagen – was viele Umweltschützer ablehnen. Die Deponierung ist in den USA keine praktikable Option, da Giftstoffe austreten könnten. Skrupellose Unternehmen verschiffen Solarzellenabfälle in Entwicklungsländer, aber das ist eine Notlösung, die ökologisch unverantwortlich ist.

Tao Meng, Hauptautor einer neuen Studie, sagt, dass „der große blinde Fleck in den USA für das Recycling darin besteht, dass die Kosten die Einnahmen bei weitem übersteigen“ – um fast 10:1, besonders wenn man die Transportkosten mit einbezieht. Chemikalien müssen verwendet werden, um Silber und Blei aus Siliziummodulen zu entfernen, bevor sie sicher auf Deponien entsorgt werden können, stellt Meng fest.

[Hervorhebung vom Übersetzer]

Das Problem der Abfälle von Solarpaneelen wird weiter zunehmen, da immer mehr Paneele das Ende ihrer Lebensdauer erreichen. Vor vier Jahren schätzte die International Renewable Energy Agency, dass es weltweit bereits etwa 250.000 Tonnen Solarpaneel-Abfälle gibt – und diese Gesamtmenge wird bis zum Jahr 2050 auf 78 Millionen Tonnen explodieren!

Wenn man also liest, dass Solarenergie bereits heute billiger als Erdgas ist, lasse man sich nicht täuschen. Man lässt die Verschmutzungs- und Entsorgungskosten sowie die Verluste an Lebensraum, Solarwärmeinseln und den Bedarf an Reserveenergieerzeugung oder Batterien außer Acht – um die wahren Kosten der intermittierenden, jahreszeitlichen, breiten- und wetterabhängigen Solarenergie zu verschleiern. Wir brauchen jetzt ehrliche Mathematik, bevor es zu spät ist, um umzukehren.

Duggan Flanakin is director of policy research for the Committee For A Constructive Tomorrow (www.CFACT.org)

Link: https://wattsupwiththat.com/2020/09/19/solar-panels-generate-mountains-of-waste/

Übersetzt von Chris Frey EIKE




Gibt es Klima­sprünge, und was sagen sie uns über den Klima­wandel?

Die Temperaturaufzeichnungen des Deutschen Wetterdienstes beginnen im Jahre 1881. Die Jahreszeit Winter ergibt der arithmetische Mittelwert aus den Monaten Dezember/Januar/Februar, wobei der Dezember 1881 schon beim Winter 1882 mitgerechnet ist. Kein Klimawissenschaftler bestreitet den immerwährenden Klimawandel und die Klimaerwärmung der Neuzeit. Bestritten wird nur, dass dieser leichte Anstieg auf ein angebliches Treibhausgas CO2 zurückzuführen wäre. Dies wollen wir anhand der DWD-Daten zunächst bei der Jahreszeit Winter zeigen.

Grafik 1: Wir erkennen einen leichten Anstieg am Schluss der Grafik und eine leichte Temperaturdelle in den ersten 15 Jahren sowie zur Mitte des 20. Jahrhunderts. Die „Kleine Eiszeit“ ging zwar um 1900 zu Ende; doch schon ohne Hervorhebung fallen dem aufmerksamen Betrachter das Fehlen sehr kalter Winter von etwa 1900 bis 1928, danach das Fehlen sehr milder und das Auftreten einiger extrem kalter zur Jahrhundertmitte, und am Ende ein markant höheres Temperaturniveau, auf.

Es lohnt sich durchaus, den Betrachtungszeitraum einmal anders zu wählen, denn schon seit dem späten 19. Jahrhundert steigen die CO2-Konzentrationen – aber die Wintertemperaturen reagierten darauf über mehr als einhundert Jahre gar nicht:

Grafik 2: Länger als 100 Jahre blieb die Jahreszeit Winter in Deutschland auf dem Niveau von 0°C, die Trendlinie ist eine Waagrechte und zugleich der Durchschnitt. Logischerweise wechselten wärmere und kältere Jahre ab, die sich bei 0°C im Schnitt dann wieder ausglichen. Man erkennt auch wieder die insgesamt wintermildere Periode mit geringeren Schwankungen von Winter zu Winter zwischen 1898 und 1928.

Ab 1988 erfolgte ein größerer plötzlicher Temperaturanstieg der Wintertemperaturen mit einem Temperatursprung in Deutschland. Die Winterklimaerwärmung, die unwissenschaftlich „Klimakatastrophe“ genannt wird, begann bei der Jahreszeit Winter also erst 1988. Das zeigt uns die nächste Grafik deutlicher.

Grafik 3a: Die drei Wintermonate D/J/F (Jahreszeit Winter) haben sich im Betrachtungszeitraum überhaupt nicht erwärmt. Die Trendlinie ist zugleich der Wintertemperaturdurchschnitt, beide Hälften des Betrachtungszeitraumes haben exakt den gleichen Schnitt von 1,5°C, auch wenn die Trendlinie bedingt durch den letzten milden Winter im Vergleich zu 1988 gering ansteigt. (eine Besonderheit der excel Berechnung)

Der eigentliche Unterschied beider Grafiken ist jedoch der plötzliche Temperatursprung von 1987 auf 1988 von 1,5 Grad auf ein höheres Niveau, auf diesem höheren Temperaturniveau verharrt der Winter bis heute. Deswegen legen wir beide Grafiken nebeneinander.

Grafik 3b: Der Temperatursprung wird auffällig, wenn man die beiden Grafiken nebeneinander betrachtet.

Aber war der von 1988 der einzige winterliche „Klimasprung“ seit 1881, und gab es in den übrigen Jahreszeiten auch Sprünge? Die nächsten Grafiken geben Aufschluss:

Grafik 4: Im Winter lassen sich seit 1882 drei Zeiträume erkennen, welche sich hinsichtlich ihres Wintermittels (rote Balken), ihrer Temperaturvariabilität (einfache Standardabweichung S) und ihrer Länge unterscheiden. Der Zeitraum vor 1898 ist für eine Bewertung zu kurz, war aber kälter. Der Zeitraum um den ersten Weltkrieg wies keine extrem kalten, aber viele mäßig-milde und sogar drei sehr milde Winter >+2°C auf; folglich „streuten“ die Wintertemperaturen nur wenig. Der zweite, sehr lange Zeitraum um die Jahrhundertmitte beginnt mit dem Strengwinter 1928/29 und weist neben den drei kalten Wintern des zweiten Weltkrieges, dem Hungerwinter 1946/47 und dem kältesten Winter 1962/63 (Bodensee ganz und Ostsee größtenteils gefroren; nach dem Mauerbau flüchteten DDR-Bürger zu Fuß nach Dänemark und Schweden), letztmalig 1969/70 einen sehr strengen Winter mit <minus 2,5°C auf. In dieser langen „Kaltphase“ streuten die Wintermittel am stärksten. Der extrem milde Winter 1974/75 war (vielleicht) schon ein Vorbote der milden Winter um und nach der Jahrtausendwende (dritter Zeitraum mit der bislang mildesten Periode seit 1881/82).

Doch was verursachte diese drei unterschiedlichen Perioden, welche fast kein Mensch altersbedingt in Gänze bewusst erleben konnte? Die stetig steigende CO2-Konzentration scheidet aus, CO2 vermag keine Temperatursprünge auslösen. Temperatursprünge haben natürliche Ursachen als Grund. Zwei weitere Grafiken sollen zur Aufklärung beitragen.

Grafiken 5 und 6: Mehr Großwetterlagen mit Westanteil in den milden Phasen 1 und vor allem der aktuellen, sehr milden dritten Phase (obere Grafik) wurden nicht unwesentlich durch höhere NAO-Werte begünstigt (untere Grafik); vor allem die lange „Kaltphase“ zur Mitte des 20.Jh. zeichnete sich durch niedrigere NAO-Werte aus. Abweichend zu den übereinstimmenden Perioden bei Temperaturentwicklung und Westlagen-Häufigkeit, beginnt die erste Periode hoher NAO-Werte schon 1882; sie wirkte sich aber erst ab 1898 durch mildere Winter aus. Und nicht immer korreliert die NAO positiv mit den Wintertemperaturen – der Winter 1935/36 fiel trotz eines stark negativen NAO-Wertes mit +1°C mäßig-mild aus. Symbolik wie in Grafik 4.

Ein schönes Beispiel für das gelegentliche „Aussetzen“ der NAO-Wirkung auf die deutschen Wintertemperaturen bietet der sehr kalte Februar 2012:

Abbildung 7: Ausnahmen bestätigen die Regel: Diese Wetterkarte vom 5. Februar 2012 zeigt eine typische Lage mit positiver NAO – einem sehr kräftigen Hoch westlich von Portugal steht ein kräftiges Tief bei Island gegenüber. Aber ein enorm kräftiges Hoch über Nordwestrussland (oberer Bildrand) mit einem Keil über Deutschland lenkt kalte Festlandsluft (cP) nach Deutschland und wirkt für die milde Westluft wie eine Gummiwand – sie wird einfach nach Norden abgedrängt (orange Pfeile). In der Meteorologie spricht man von einer „Blockierung“ – die atlantische Westdrift kann sich nicht bis nach Mitteleuropa durchsetzen. Bildquelle UKMO/Metoffice aus dem Archiv von wetter3.de; leicht verändert und ergänzt.

Solche und ähnliche Lagen erklären möglicherweise das Auftreten vieler Kaltwinter in den 1880er und 1890er Jahren; erst danach wirkte sich die NAO mildernd auf unsere Winter aus.

Die „Klimasprünge“ der anderen Jahreszeiten

In den übrigen Jahreszeiten finden sich sogar vier unterschiedliche Klimaperioden, welche sich mit der steigenden CO2-Konzentration nicht erklären lassen, die teilweise etwas von denen des Winters abweichen, im Großen und Ganzen aber die Kaltphasen am Beginn der Messreihe und zur Mitte des 20. Jahrhunderts sowie eine frühere und die aktuelle Warmphase aufweisen:

Grafiken 8 bis 10: Temperaturverläufe mit „Sprüngen“ im Frühling (oben), Sommer (Mitte) und Herbst (unten). Im Gegensatz zum Winter werden die übrigen Jahreszeiten kaum von der NAO beeinflusst, was deren teilweise abweichendes Verhalten erklärt. Gemeinsam ist allen eine frühe, lange Kaltphase, eine gegenüber dem Winter später einsetzende, erste Warmphase und eine zweite, aber unterschiedlich lange Kaltphase, die im Frühling am spätesten einsetzt und sehr kurz ausfällt. Die aktuelle Warmphase beginnt nur beim Frühling schon 1988, beim Sommer 1992 und beim Herbst erst 1994. Symbolik und Darstellungsform wie in Grafik 4.

Hier können nicht alle Ursachen dieser unterschiedlichen Klimaphasen erklärt werden. Im Sommer/Herbst übt die AMO einen wesentlichen Einfluss aus; daher sei ihr Verhalten gezeigt:

Grafik 11: Die Atlantische Mehrzehnjährige Oszillation (AMO) kann die Warmphasen im Sommer/Herbst recht gut erklären; im Übrigen gilt das schon zur NAO Gesagte – eine völlige Übereinstimmung kann man bei der hohen Komplexität unseres Klimas nicht erwarten!

Sonnenstunden

Bezüglich des Sommers lohnt noch ein Blick auf die Sonnenscheindauer – sie ist aktuell überdurchschnittlich hoch und wirkt stark erwärmend. Leider findet sich für ganz Deutschland kein bis ins 19. Jh. zurückreichendes Flächenmittel, aber in Potsdam reichen die Aufzeichnungen bis 1893 zurück:

Grafik 12: Entwicklung der Sonnenscheindauer im Sommer in Potsdam. Obwohl sich deren Entwicklung nicht völlig auf ganz Deutschland übertragen lässt, zeigen sich auch hier die altbekannten zwei Kalt- und Warmphasen, welche mit den Temperaturphasen grob übereinstimmen. Aktuell sind die Sommer auch deshalb warm, weil sie fast stets sonnenscheinreich ausfallen; das gilt auch für den Sommer 2020, der aber in Potsdam wegen des trüben Julis etwas weniger sonnig verlief, als im DWD-Mittel.

Keine CO2– Klimaerwärmung – endet die aktuelle Warmphase bald?

Bevor wir versuchen, diese Frage zu klären, muss noch mit einer anderen Behauptung der CO2-Alarmisten aufgeräumt werden – unser Klima werde immer extremer und unberechenbarer. Falls das stimmt, müssten auch die Schwankungen von Jahr zu Jahr zunehmen. Ein Blick auf die Standardabweichungen der aktuellen Warmphasen (Grafiken 4, 8, 9 und 10) zeigt jedoch: Nur im Sommer ist die aktuelle Warmphase auch die variabelste, im Winter/Frühling streuen die Phasen der Jahrhundertmitte am stärksten; im Herbst die erste Kaltphase. Momentan stagnieren zwar lediglich die Wintertemperaturen seit dem letzten „Klimasprung“ auf einem hohen Niveau (Grafik 3), die übrigen Jahreszeiten erwärmen sich aber noch. In den Beiträgen hier und hier wird dieser Problematik nachgegangen. Irgendwann könnte eine AMO-Kaltphase beginnen; auch die NAO-Werte könnten sinken, und dann ist da noch die stark nachlassende, verzögert wirkende Sonnenaktivität – kurzum, eine baldige Klimaabkühlung ist zwar nicht sicher vorhersagbar, aber keinesfalls unwahrscheinlich. Dieser möglichen baldigen Abkühlungsphase wirken jedoch zunehmende menschenverursachte Wärmeinseleffekte entgegen

Der versteckte Wärmeinseleffekt in den Temperaturaufzeichnungen

Da die meisten DWD-Wetterstationen heute ihre Standorte dort haben, wo die Menschen wohnen und arbeiten – also in den Wärmeinseln der Landschaft – sind außerhalb dieser Wärmeinseln in der freien Fläche die Winter in den letzten 33 Jahren seit dem Temperatursprung logischerweise sogar leicht kälter geworden. In einer Stadt oder in einem Gewerbegebiet nicht, denn dort werden besonders kalte Tage einfach rausgeheizt. Das soll an der WI-armen Station Amtsberg am Fuße des Erzgebirges in Sachsen gezeigt werden. Die Wetterstation steht außerhalb des Ortes bei einem kleinen Weiler am Ortsrand

Grafik 13: In der freien Fläche Deutschlands, etwa 85% der Gesamtfläche, sind die drei Wintermonate in den letzten 33 Jahren sogar leicht kälter geworden. Die Wetterstation liegt auf 425m NN am Ortsrand eines kleinen Weilers.

Da der Betrachtungszeitraum jedoch relativ kurz ist, soll dieser zunehmende Wärmeinseleffekt, der in den Daten der DWD-Wetterstationen versteckt mitgemessen wird, jetzt nicht weiter in Betracht gezogen werden. Im Winter ist dieser WI-effekt eh unbedeutender, in diesem Falle nur eine leichte Abkühlung von einem halben Grad in 33 Jahren.

Weitere leichte Winter-Abkühlungen innerhalb des höheren Plateaus seit 1988 zeigen aber auch andere ländliche Stationen wie Neugersdorf im Osten Sachsens, Wolfach im Schwarzwald, und vor allem die Berge über 1000 m wie Brocken, Feldberg, Fichtelberg oder Zugspitze. Vorsichtigerweise könnte man sagen, dass die höher gelegenen Messstationen den Temperatursprung von 1987 auf 1988 ebenfalls mitgemacht haben, jedoch das höhere Temperaturplateau überhaupt nicht halten können.

Grafik 14: Viele deutsche Wetterstationen über 1000m Meereshöhe zeigen seit 1988 eine deutliche Abkühlung der Wintertemperaturen.

Diese Beobachtung auf Deutschlands höchsten Bergen widerspricht nun ganz und gar dem behaupteten CO2-Treibhaus-Erwärmungseffekt.

Zusammenfassung

Anhand aller Grafiken wurde bewiesen, dass CO2 keine nachweisbaren Einwirkungen auf die deutschen Temperaturen hat. Das Temperaturverhalten hat natürliche Gründe, aber auch menschengemachte, die man als eine Zunahme der Wärmeinseleffekte beschreiben könnte. Dieser „Wärmeinseleffekt“ dürfte auch das Temperaturniveau der aktuellen Warmphase mit angehoben haben und eine künftige, mögliche Klimaabkühlung in Deutschland dämpfen.

Fazit: In Deutschland verlief die Erwärmung seit 1881 keinesfalls konform mit den stetig steigenden CO2-Konzentrationen. Es lassen sich hingegen mehrere Klimaphasen in Form kälterer und wärmerer Abschnitte finden, welche sich gut mit natürlichen Faktoren wie der NAO, der AMO, geänderten Wetterlagen-Häufigkeiten und der Besonnung, erklären lassen. Die ständige weitere Bebauung und Versiegelung einst freier natürlicher Flächen führt außerdem bei den meisten Wetterstationen zu einer schleichenden Erwärmung, die je nach Jahreszeit sehr unterschiedlich ausfallen kann. Weder im Winter, noch in den übrigen Jahreszeiten, ist eine angeblich bevorstehende, „katastrophale Klimaerwärmung“ zu erwarten; wegen der klimatischen Vergangenheit kann gar eine Abkühlung nicht ausgeschlossen werden.




,Klima-Brandstiftung‘ und anderer Unsinn bzgl. Flächenbränden

In einer inzwischen alljährlichen Sommertragödie zerstören erneut Waldbrände die Wälder im Westen der USA. Millionen Hektar und Millionen von Tieren wurden verbrannt, Hunderte von Häusern in Asche und Schutt gelegt, Dutzende von Eltern und Kindern getötet und viele weitere Menschen vermisst, verletzt oder verbrannt.

Die Luftqualität in weiten Regionen und ganzen Staaten ist so schlecht, dass die Menschen aufgefordert werden, sich in geschlossenen Räumen aufzuhalten, in denen viele wegen des Coronavirus‘ monatelang Winterschlaf gehalten haben, aber auch die Raumluft ist verseucht. Beißender Rauch und Ruß sind bis nach Chicago und darüber hinaus verfrachtet worden. Feuerwehrleute sind die Personifizierung von Mut, denn sie kämpfen tagelang gegen die Flammen, während allzu viele Politiker nichts als Opportunismus zeigen.

Wenn Sie einem Klimabrandstifter vier weitere Jahre im Weißen Haus geben, warum sollte sich dann jemand wundern, wenn mehr von Amerika in Flammen steht?“ donnerte Joe Biden. „Mutter Erde ist wütend“, gab Nancy Pelosi zu bedenken. „Sie sagt uns mit Hurrikanen an der Golfküste, Bränden im Westen, dass die Klimakrise real ist.“ [Hier gibt es dazu einen Beitrag beim EIKE].

Obwohl endlich damit begonnen wurde, bewachsene Wälder auszudünnen, griff Kaliforniens Gouverneur Gavin Newsome in Bezug auf die Waldbrände in seinem Bundesstaat auf die langjährige Parteilinie zurück: Der vom Menschen verursachte „Klimawandel ist real. Wenn Sie nicht an die Wissenschaft glauben, kommen Sie nach Kalifornien und beobachten Sie ihn mit eigenen Augen“. Der Gouverneur von Washington, Jay Inslee, stimmte dem zu. „Das sind Klimabrände“, sagte er. „Und wir können und werden unseren Staat nicht aufgeben und die Menschen dem Risiko aussetzen, dass ihre Häuser niedergebrannt werden und ihr Leben durch Klimabrände verloren geht“.

Das ist alles ideologischer Unsinn, mit dem von der Schuld für jahrzehntelange Fehler in der Politik und Misswirtschaft in den Wäldern abgelenkt und die Übernahme von Verantwortung dafür vermieden werden soll – und mit dem neue Gesetze gerechtfertigt werden sollen, welche die staatliche Kontrolle über Energie, Industrien, Arbeitsplätze, Lebensstandard, Leben, Eigentum und die Freiheit zu wählen, wo und wie wir leben, vervielfachen würde.

Man könnte argumentieren, dass die Menschen in und in der Nähe dieser Wälder keine Häuser hätten bauen sollen. Man hätte sie dazu überreden oder zwingen sollen, in überfüllten städtischen Gebieten zu leben, wo Kriminalität, Unruhen und Covid grassieren. Aber sie leben in ländlichen Gebieten – und unsere Politiker, Landmanager und Richter haben die Pflicht, eine Politik und Praktiken umzusetzen, die ihre Häuser, Gemeinden und ihr Leben sowie die einheimische Tierwelt schützen.

Vielleicht haben etwas wärmere oder trockenere Sommer die Wahrscheinlichkeit oder Häufigkeit von Flächenbränden etwas erhöht. Aber jahrzehntelange Gesetze, Gerichtsverfahren, Brandbekämpfungsmaßnahmen und Misswirtschaft in den Wäldern haben die Anhäufung massiver Mengen toter und kranker Bäume, trockenen Gestrüpps und Gras sowie verrottender Blätter, Nadeln und Trümmer verursacht. Mit jedem nassen Frühling, der das Pflanzenwachstum anregt und mit jedem trockenen Sommer, der die Umgebung wieder austrocknet, kann schon ein einziger Blitzschlag, ein unvorsichtiger Camper, Pyrotechnik oder ein wütender Brandstifter ein Inferno entzünden.

Da Holzeinschlag und Durchforstung seit Jahrzehnten verboten sind, wachsen Tausende von dürren Bäumen auf Flächen, die eigentlich nur einige hundert ausgewachsene Bäume in voller Größe aufweisen sollten. Im Jahr 2017 vermischen sich in 11 westlichen Bundesstaaten Zehner-Milliarden von dürren Bäumen mit 6,3 Milliarden toten Bäumen; allein in den Staats- und Bundeswäldern Kaliforniens gab es über 129 Millionen tote Bäume. Diese Zahlen sind seit 2017 mit Sicherheit in die Höhe geschnellt, während das ständig zunehmende trockene Gestrüpp und die Trümmer jetzt noch mehr Zunder für extrem heiße Brände liefern.

Flammen in durchschnittlichen Bränden, die sich am Boden bewirtschafteter Wälder ausbreiten, können mehrere Meter Höhe und Temperaturen von 800°C erreichen, sagt Wildfire Today. Aber unter Bedingungen, wie sie heute in westlichen Zunderbüchsen anzutreffen sind, können Flammenhöhen von 50 Metern oder mehr erreicht werden, und Kronenfeuer können am Boden Temperaturen über 1200 Grad Celsius erzeugen. Holz geht bei 300°C in Flammen auf. Aluminium schmilzt bei 660°C, Silber bei 960°C und Gold bei 1064°C! 2192 Grad sind höllisch.

Der größte Teil dieser Hitze entweicht nach oben, aber bei den superhohen Temperaturen verbrennen gefährdete Wildtiere – ebenso wie Organismen und organische Stoffe in dünnen Humusschichten westlicher Wälder, die danach für Jahrzehnte nur noch Unkraut, Gras und verkümmerte, spindeldürre Bäume hervorbringen können. Westliche Feuersbrünste überbrücken die Feuerpausen, weil diese wilden Brände durch die beispiellose Zunahme von Brennstoffen angeheizt werden, verursacht durch eine radikale Umweltschutzpolitik.

Diese monströsen Brände erzeugen ihre eigenen starken Winde und sogar Mini-Tornados, die brennende Äste hoch in die Luft tragen, die Hunderte von Metern entfernt abgelagert werden und neue Brände entzünden.

Nichts davon hat etwas mit dem Klimawandel zu tun. Zu sagen, dass eine Veränderung der globalen Durchschnittstemperatur um 0,1°C, 0,5°C oder sogar 1,0°C diese Waldbranddynamik verändern würde, ist unglaubwürdig. Zu sagen, die monumentalen Brennstoffansammlungen in unseren Wäldern seien irrelevant, ist so, als würde man behaupten, dass ein minimal eingerichtetes Haus genauso leicht und heftig brennt wie eines, das bis zum Rand mit Möbeln, Büchern, alten Zeitungen und Benzinkanistern gefüllt ist.

Die Lösung ist einfach, wenn auch zu diesem Zeitpunkt teuer und zeitaufwendig. Erforderlich sind: Abbau der Bürokratie. Entfernung dieses Brennstoffes, damit die Brände nicht so groß, heiß, mächtig und zerstörerisch werden. Räumung größerer Gebiete um Gebäude, Häuser und Gemeinden. Einrichtung und Verbreiterung von Feuerschneisen. Mehr Straßenbau, damit die Menschen den Flammen entkommen können. Man transportiere das Holz zu Sägewerken, um Arbeitsplätze und Steuereinnahmen zu schaffen, sowie amerikanisches Schnittholz für erschwingliche Häuser. Räumt Gestrüpp und Gras unter den Hochspannungsleitungen aus – und modernisiert die Hochspannungsleitungen. Stärkt die Reaktionsfähigkeit bei der Brandbekämpfung aus der Luft und am Boden.

Bislang wurde all dies in Staaten, in denen jetzt schreckliche Brände wüten, verboten, gerichtlich verfolgt und eingestellt. Radikale Grüne haben sogar das Weiden von Rindern blockiert, die Gras und Gestrüpp in den nationalen Wäldern kontrollieren würden.

Noch immer nicht überzeugt? Schauen Sie sich die jüngsten Großbrände an, die sich wieder gelegt haben, als sie die vernünftig bewirtschafteten Wälder erreichten.

Jahrelang haben die Förster des San Carlos Apache-Indianerreservats mit Kettensägen überwucherte Bäume gefällt, besseres Holz geerntet, Holzbestände verbessert und kontrollierte, vorgeschriebene Verbrennungen, Unkrautvernichtungsmittel und andere Maßnahmen eingesetzt, um ihre Wälder gesund zu halten, heilige Stätten zu schützen und Arbeitsplätze und Wildtiere zu erhalten. Sie verwandeln sogar strauchartige Abfallbäume in Spanplatten und verkaufen sie als Teil des Holzgeschäfts des Stammes als Möbel.

Im Jahr 2017 brannte das Wallow Fire, das zerstörerischste Flächenfeuer in der Geschichte Arizonas, 538.000 Acres ab – erlosch aber, als es den gut verwalteten Wald des Reservats erreichte. Ein Jahr später fackelte das Rattlesnake Fire mehr als 20.000 Morgen im Apache-Sitgreaves National Forest ab – erlosch aber ebenfalls, als es das benachbarte Waldgebiet der White Mountain-Apachen erreichte, das ebenfalls verantwortungsvoll und proaktiv bewirtschaftet worden war, und zwar unter Anwendung derselben Bewirtschaftungspraktiken, die auch für die Förster der San Carlos Apachen gelten.

Ähnliche Erfolgsgeschichten sind an der unwahrscheinlichsten Stelle zu finden: Kalifornien. Jahrzehntelang setzte der südkalifornische Stromversorger Edison in seinem Shaver Lake Forest selektive Abholzung, angemessene Verbrennungen und andere Bewirtschaftungsstrategien ein. Das diesjährige Creek Fire fraß sich durch Baumkronen und mehrere hunderttausend Acres im Sierra National Forest. Aber als es die SoCalEd-Waldgebiete erreichte, schwächte es sich zu einem Oberflächen- oder Bodenfeuer geringer Intensität ab – wobei große Bäume und Wildtiere nicht verbrennen.

Im August 2013 zerstörte das monströse Rim Fire 180.000 Acres im Stanislaus National Forest. Glücklicherweise hatte der National Park Service (NPS) im benachbarten Yosemite-Nationalpark seit Jahren vorgegebene Brenn- und andere proaktive Managementpraktiken angewandt. Als der Flächenbrand den Park erreichte, schwächte er sich zu einem weit weniger zerstörerische Bodenbrand ab.

Das heftige Rough Fire im Jahre 2015 brach durch den kalifornischen Sequoia- und Sierra-Nationalwald und fackelte 150.000 Hektar vollständig ab. Aber auch dieses wurde zu einem Bodenbrand, als es den Sequoia-Nationalpark erreichte, wo der NPS ebenfalls seit Jahrzehnten vorgeschriebene Präventions-Feuer und andere gute Managementpraktiken angewandt hatte.

Ein letzter Punkt. Die wütenden Brände in unseren lange schlecht bewirtschafteten Wäldern sind nicht natürlich. Sie sind nicht das, was sich früher mit Regelmäßigkeit durch Amerikas Wälder fraß. Ein Jahrhundert der Feuerunterdrückung und Brennstoffanhäufung bedeutet, dass sie sich in überhitzte Infernos verwandeln. Man bewirtschafte diese Wälder zunächst richtig. Dann lasse man die Natur wieder arbeiten.

Die Lektion? Unabhängig davon, wie sich das Erdklima verhält – unabhängig davon, wer oder was für etwaige Schwankungen verantwortlich ist – müssen wir jetzt verantwortungsvolle, angemessene und wirksame Maßnahmen ergreifen. Wenn wir dies tun, werden Lebensräume, Wildtiere, Häuser und Menschenleben heute und morgen gerettet.

Wir können und müssen nicht zulassen, dass noch mehr Megabrände auf Jahrzehnte hinaus Wälder vernichten und Menschen verbrennen, und zwar unter dem anmaßenden, fehlgeleiteten, ideologischen Glauben, dass wir die globale Nutzung fossiler Brennstoffe schließlich beenden und die Klima- und Wetterbedingungen auf dem Planeten kontrollieren können, wodurch die Monsterbrände irgendwie in Vergessenheit geraten.

Paul Driessen is senior policy analyst for the Committee For A Constructive Tomorrow (www.CFACT.org) and author of books and articles on energy, environment, climate and human rights issues.

Übersetzt von Chris Frey EIKE