Märztempera­turen in Deutsch­land – neuer­dings ohne Erwärmungs­trend

Am 30. März gab der Deutsche Wetterdienst die vorläufige Märztemperatur 2021 für seine etwa 1900 Stationen in Deutschland bekannt: Mit etwa 4,6 C war dieser Monat deutlich kühler als der letztjährige und kühler als 2019. Er liegt genau auf dem Schnitt der neuen Vergleichsperiode 1991 bis 2020

Zunächst fragen wir uns, wo ist dieser 2021-er März innerhalb der DWD-Reihe seit 1881 einzuordnen.

Abbildung 1: Seit 1881 ist es laut Trendlinie in Deutschland wärmer geworden.

Man muss wissen: Die Wetterstationen des Reichswetterdienstes im Kaiserreich standen an viel kälteren Plätzen als die heutigen DWD-Wetterstationen. Das hat Gründe:

Die Wetterstationen versorgten damals die bäuerliche und forstwirtschaftlich tätige Landbevölkerung mit Daten über Anbau und Wachstum. So macht es einen wesentlichen Unterschied aus, ob sich die Wetterstation bei einem Forsthaus am Waldrand einer damaligen kleineren Stadt befand und heute an der Landebahn des Großflughafens. Vielfach wurden die einst ländlichen Stationen von dem Auswuchern der Städte und Ansiedlungen einfach „geschluckt“. Setzt man die Thermometer an wärmere Plätze oder wird die Umgebung einer Wetterstation durch menschlichen Einfluss wärmer gemacht, wird mehr Temperatur gemessen. Der Wärmeinseleffekt der heutigen Orte hat einen hohen Anteil an der Steigung der Trendlinie

Für die obige Grafik 1 sei noch erwähnt, dass die Daten bis 2013 die ehemaligen Originaldaten von 1881 bis 2013 sind, wie sie bis 2013 beim DWD zu finden waren. Dies ist insofern wichtig, weil der DWD aus irgendwelchen Gründen seine Statistikwerte nachträglich ändert. So wurden irgendwann in den letzten 7 Jahren die Anfangswerte des Monates März i verändert, der Trick ist einfach: die Werte ab 1881 wurden bis in die 50er Jahre hinein einfach um ein bis zwei Zehntel kälter gemacht, so dass die Erwärmungs-Trendlinie des DWD auf seiner homepage etwas steiler verläuft als die unsrige.

Betrachtet man die Regressionslinie der Grafik 1 genauer, so erkennen wir in dem jährlichen Auf und Ab keineswegs eine allgemeine leichte Zunahme. Wir führen die Erwärmung somit auf einen natürlichen Anteil seit 1881, aber auch auf einen menschengemachten Anteil zurück, den wir Wärmeinselerwärmung (WI) nennen. Vor allem die ersten 50 Jahre gehören noch zur natürlichen Erwärmung nach 1850, dem Ende der kleinen Eiszeit.

Ab 1900 bis heute erkennen wir zwei Teile im Temperaturverhalten:

  1. Der Zeitraum 1901 bis 1988

Abbildung 2: 88 Jahre lang gab es bei den Märztemperaturen überhaupt keine Erwärmung, trotz steigender Bebauung und Verstädterung Deutschlands. Die Trendlinie ist sogar leicht fallend.

  1. Der März-Temperatursprung 1988 auf 1989 in Deutschland

Abbildung 3: Durch einen Temperatursprung innerhalb eines Jahres wurde der März seit 1989 bis heute um 1,5 C wärmer. Innerhalb des Betrachtungszeitraumes sinken die Temperaturen allerdings wieder leicht.

Um den März-Temperatursprung von 1988 auf 1989 besser erkennen zu können, legen wir beide Grafiken nebeneinander.

Der Temperatursprung des Monates März vor 33 Jahren tritt bei allen deutschen Stationen auf, er beträgt etwa 1,5 Kelvin. Dieser Temperatursprung hat nichts mit CO2 zu tun sondern mit natürlichen Ursachen und ist mit der Umstellung der Großwetterlagen-Häufigkeit in Mitteleuropa zu erklären. Der März ist nämlich der einzige Monat des beginnenden Frühjahrs, welcher stark von der NAO beeinflusst wird (tendenziell mildere Märzen mit viel Westwetter bei hohen NAO-Werten). Zwei Grafiken veranschaulichen das unterschiedliche Temperaturverhalten des ersten Frühlingsmonats seit 1881 und den Zusammenhang zur NAO:

Abbildungen 4a und 4b: In Deutschland weist der März seit 1881 drei Verhaltensphasen auf: Eine erste Erwärmungsphase, die man als das Ende der „Kleinen Eiszeit“ interpretieren kann, von 1881 bis 1938; damals stieg die CO2-Konzentration nur wenig. Danach eine längere Phase der Stagnation bis etwa 1988. Mit dem „Klimasprung“ Ende der 1980er Jahre dann eine dritte, sehr milde Phase, in der es sich aber wieder geringfügig abkühlte, obwohl die CO2-Konzentrationen da am stärksten weiter gestiegen sind (oben, 4a). Man erkennt eine grobe Übereinstimmung der Märztemperaturen mit den NAO-Werten (unten, 4b). Unmittelbar nach dem Klimasprung traten die höchsten, je beobachteten NAO-Werte auf; der Korrelationskoeffizient zwischen NAO und Märztemperaturen beträgt +0,63 und ist signifikant. Der NAO-Index wurde zur besseren Darstellung in einer Grafik um 1,5 angehoben; Verlauf und Trend ändern sich dadurch nicht.

Keinesfalls kann Kohlendioxid diesen Temperatursprung ausgelöst haben, denn bei Wetterstationen in anderen Erdteilen tritt er nicht auf, obwohl auch dort die CO2-Konzentrationen der Atmosphäre zugenommen haben.

Kein Temperatursprung in den USA:

Abbildung 5: Bei der Dale-Enterprise Weather Station in Virginia gab es seit Aufzeichnungsbeginn 1880, anders als in Deutschland, praktisch keine März-Erwärmung, und die seit 1900 begonnene leichte Abkühlung setzt sich auch über 1988 hinaus weiter fort. Die zwei wärmsten Märzen liegen dort mit 1921 und 1945 schon sehr, sehr weit zurück.

Fassen wir zusammen: Nach dem Ende der Kleinen Eiszeit um 1900 wurde der März in Deutschland bis heute nicht kontinuierlich wärmer wie die Trendlinie irrtümlich suggeriert, sondern am Anfang und dann nach 1988 durch einen Temperatursprung.

Betrachtung der letzten 33 Jahre:

Bei der folgenden Betrachtung teilen wir auf in eine Station mit geringem WI-Anteil, dem DWD-Deutschlandmittel und einer Station mit großem WI-Anteil.

  1. Wärmeinselarme Station.

Die Wetterstation Amtsberg, im kleinen Teilort Dittersdorf. Laut Aussage des Stationsleiters steht seine Wetterstation unverändert am selben Fleck im Vorgarten und auch die Umgebung seines Hauses habe sich in dem kleinen Teilort wenig wärmend durch weitere Bebauung verändert. Es handelt sich somit um eine Wärmeinselarme Station.

Abbildung 6: Bei der wärmeinselarmen Station Amtsberg wird der Monat März seit über 33 Jahren deutlich kälter und das trotz deutlicher Zunahme der CO2-Konzentrationen der Atmosphäre. Die fallende Trendlinie ist das Gegenteil einer behaupteten CO2-Erwärmung.

b) Die 1900 DWD-Stationen mit einem mittleren WI-anteil

Grafik 7: Leider fehlt diese Grafik auf der Homepage des DWD über den März, denn sie zeigt, dass es seit gut drei Jahrzehnten keine Erwärmung gibt. Im Gegenteil. Der März wird deutschlandweit seit 1989 eher kälter, obwohl ausgesprochene Wärmeinselstationen in den Städten und im sich ausbreitenden Speckgürtel der Städte den Mittelwert erhöhen.

c) Eine DWD-Wetterstation mit jährlich steigendem WI-anteil: Die Station Hof (Land)

Diese DWD-Wetterstation liegt westlich des Stadtrandes von Hof, jedoch inmitten eines wachsenden Gewerbegebietes in unmittelbarer Nähe einer inzwischen vierspurig ausgebauten Bundesstraße. Da der Verkehr stark zunehmend ist, insbesondere der LKW-Verkehr, erfasst das Thermometer natürlich die warmen Auspuffgase mit. Die Trendlinie des Monates März wird sich bei weiterem Ausbau und der weiteren Landschaftsversiegelung noch bald zu einer leichte steigenden ändern.

Grafik 8: Der Monat März im Gewerbegebiet Hof zeigt überhaupt keinen Trend. Solche Stationen mit wachsendem WI-Effekt sind fast die Regel bei den DWD-Stationen. Es handelt sich um eine menschenerzeugte Frühlingszusatzerwärmung, die nicht auf CO2 zurückzuführen ist..

Beide Wetterstationen Hof und Amtsberg sind nur 90 km voneinander entfernt, also durchaus benachbarte Stationen. Die DWD-Station Hof liegt höher als die Station Amtsberg. Aufgrund der deutlichen Märzabkühlung in Amtsberg waren die Märztemperaturen 2020 und 21 in beiden Orten bereits ähnlich. Hof ist auch eine der wenigen DWD-Stationen, bei welchen der März 2021 über dem neuen eigenen Vergleichsschnitt von 2,9 C liegt.

Wir stellen fest: Nicht nur der Januar und Februar, sondern auch der Monat März wurden in den letzten 33 Jahren in den ländlichen Gebieten bzw. an den wenigen wärmeinselarmen Standorten kälter. Die angeblich problematische Klimaerwärmung fehlt und die Behauptung des immer früheren Frühlingsbeginnes fehlt somit gleichfalls. Die ländlichen unbebauten Gebiete machen etwa 85% der BRD-Flächen aus, aber just diese größere freie Fläche hat zu wenig Wetterstationen. Der DWD erfasst die Temperaturen dort, wo die Menschen leben und arbeiten und das sind nun einmal die Wärmeinseln. Im Kaiserreich war es genau umgekehrt.

Somit hat auch das angebliche Treibhausgas Kohlendioxid gar keine oder kaum eine Erwärmungswirkung. Wir fanden bei den ersten drei Monaten im Jahr übereinstimmend einen Temperatursprung Ende der 1980er Jahre. Seitdem überwogen die Faktoren der Klimaabkühlung im Winter und Vorfrühling.

Wärmer wurden seit dem „Klimasprung“ von 1988/89 das Sommerhalbjahr und der Spätherbst, was überwiegend der stark zunehmenden Sonnenscheindauer und WI-Effekten sowie häufigeren Südlagen geschuldet ist. Sollte CO2 einen nennenswerten Einfluss auf die Temperaturen haben, dann kann es bei den wärmeinselarmen Stationen in den ersten drei Monaten nicht abkühlend wirken und in den Sommermonaten erwärmend.

Freie Naturflächen: Dabei erwärmt der Mensch das Klima auch in der freien Natur mit neuen Verkehrstrassen, Trockenlegung der Landschaft, der Erstellung von großflächigen Fotovoltaikanlagen und Windrädern. All das heizt außerhalb von Ansiedlungen die einst freie Landschaft auf. Durch die inzwischen über 30.000 Windkraftanlagen sowie die dunklen, mit 90°C heizenden Solarpaneele und den damit verbundenen Stromnetzausbau gelangt immer mehr Wärme auch in die bisher ungestörte freie Landschaft. Die neuen Leitungen können bis zu 200°C heiß werden. Damit wird der Überschussstrom in die Landschaft geheizt. Wo das nicht reicht, werden in Umspannwerken zusätzlich Drosselspulanalgen zur Verheizung der Spannungsspitzen und des Stromüberschusses eingebaut; wir Verbraucher zahlen diesen Energiewende-Irrsinn; außerdem verenden an den Windturbinen Milliarden von Insekten – pro Tag. In Deutschland gibt es nicht nur Wärmeinseln, aus denen die Kälte heraus geheizt wird, sondern ganze Regionen sind zu Wärmeregionen geworden, und der Trend hält an. Die Drainier- bzw. Trockenlegungswut hat inzwischen die Wälder erreicht. Kurzum: Wäre alles so geblieben wie vor 35 Jahren, dann wäre die DWD- März-Trendlinie ebenso deutlich fallend wie Amtsberg, Zeitz oder Rosenheim ect.

DWD-Wetterstation Wolfach im Südschwarzwald, Kinzigtal, 290 m Meereshöhe. Die Wetterstation liegt seit 16 Jahren außerhalb von Wolfach. Laut DWD haben Stationsverlegungen innerhalb einer kurzen Distanz keine Auswirkungen auf die Erfassung, die Daten wären homogenisert, behauptet der DWD. Mag sein, jedoch hat dies wohl wenig Wirkung. Wir erleben in diesem Falle einen umgekehrten WI-Effekt. Obwohl in unmittelbarer Nähe beim neuen Standort eine neue Umgehungsstraße als Zusatzerwärmung vorbeiführt überwiegen deutlich die Faktoren der standortbedingten Abkühlung. Aber auch solche DWD-Wetterstationen wie Wolfach, Freiburg und Mittenwald sind ein Beweis, dass der anthropogene WI-effekt gewaltig ist im Vergleich zum nicht messbaren CO2-Effekt der Klimakirche, falls es diesen überhaupt geben sollte. Trotz des Temperatursprunges im Jahre 1989 ist die Märztrendlinie von Freiburg seit 50 Jahren eine Gerade.

Die erfolgreichste Abhilfe der Politik gegen die propagierte Erwärmung wäre somit: Keine CO2-Steuer, sondern eine Stationsverlegung an ähnliche Plätze wie vor 140 Jahren.

Abbildung 9: Wolfach zeigt eine deutliche, fast schon beängstigende Märzabkühlung in den letzten 33 Jahren, ebenso wie Freiburg.

Mehr Märzkälte seit 1989 bedeutet logischerweise auch einen verspäteten Frühlingsstart der Vegetation in der freien Natur. Die Februar- und Märzblüher sind seit über 35 Jahren verspätet, sogar die Forsythienblüte mitten in Hamburg (hier),

Nur merken das die Computer-Erwärmungs-Verkünder in ihren beheizten Zimmern nicht. Sie sind keine Naturbeobachter und schon gar keine Naturschützer. Sie fallen lediglich durch ihre vielen Weltreisen auf. Was sie messianisch anderen verkünden und uns damit drangsalieren, nämlich die weltweite CO2-Reduzierung, gilt für sie selbst nicht. Beispiel Herr Resch von der deutschen Umwelthilfe.

Ein wesentlicher Grund der aktuellen leichten Märzabkühlung Mitteleuropas – die Häufigkeitsverhältnisse der Großwetterlagen

Die Objektive Wetterlagenklassifikation des Deutschen Wetterdienstes (DWD) liegt seit 1980 vor und erlaubt Rückschlüsse, wie die Häufigkeitsverhältnisse der Großwetterlagen die Temperaturen beeinflussen. Im März ist unter anderem das Wetterlagen-Cluster der antizyklonalen Lagen in den unteren Luftschichten (950-hPa-Niveau) besonders mild; Näheres zur objektiven Wetterlagenklassifikation hier.

Im Folgenden seien die Häufigkeitsverhältnisse dieser Lagen seit 1989 im Vergleich zu den Märztemperaturen gezeigt:

Abbildung 10: Weil sich die Häufigkeit der in den unteren Luftschichten (950-hPa-Niveau) antizyklonalen Wetterlagen seit 1989 kaum änderte, änderten sich auch die DWD-Märztemperaturen kaum. Märzen mit Häufungen derartiger Lagen (1990, 2012 und 2017) fielen besonders mild aus. Zur besseren Darstellung in einer Grafik musste die Wetterlagen-Häufigkeit in Indexwerte umgerechnet werden (realer Wert durch 2,5 dividiert).

Auch langfristig lässt sich der Klimasprung 1989 gut anhand der Häufigkeitsverhältnisse der im März relativ kühlen Nord- und Ostwetterlagen nach HESS/BREZOWSKY erkennen:

Abbildung 11: Anders als bei der Objektiven Klassifizierung, liegen die Häufigkeitsverhältnisse der Großwetterlagen nach HESS/BREZOWSKY seit 1881 vor. Noch nie gab es so wenige im März meist noch kalte Nord- und Ostlagen, wie im Zeitraum 1989 bis 2020 (Daten 2021 noch nicht vollständig vorliegend). Auch diese Tatsache erklärt, warum der März in den vergangenen, gut drei Jahrzehnten meist sehr mild war; bei genauer Betrachtung zeigt sich nach 1989 aber wieder eine geringe Häufigkeitszunahme.

Fazit: In den deutschen Medien werden wir keine Grafiken des Monates März finden. Wohl aber wird in wirren Worten das Lied von der bedrohlichen Klimaerwärmung gesungen. Es wird Zeit, dass endlich damit Schluss gemacht wird.

Der Monat März in anderen Ländern

Kritiker mögen einwenden, der seit über 30 Jahren fallende deutsche Märztemperaturtrend sei ein Einzelfall. Doch auch in manchen anderen Regionen der Nordhalbkugel stehen, zumindest momentan, die Zeichen eher auf Märzabkühlung. Da die 2021er Werte international noch nicht überall vorliegen, wird im Folgenden teilweise der Zeitraum 1988 bis 2020 betrachtet. Zuerst schauen wir nach Zentralengland:

Abbildung 12: Leichte Märzabkühlung in Zentralengland. Der 2021er März verlief dort, anders als in Deutschland, etwas milder. Auch in England gibt es merkliche WI-Effekte, welche die Abkühlung vermindert haben.

In Nordamerika bietet sich ein Vergleich der WI-belasteten Bundeshauptstadt Washington mit dem etwa 100 Km entfernt liegenden, sehr ländlichen Wetterstation Dale Enterprise an:

Abbildung 13: WI-Erwärmung in Washington, Abkühlung im ländlichen Dale Enterprise beim Monat März. An beiden Standorten sind im Betrachtungszeitraum die CO2-Konzentrationen gleich stark gestiegen. Somit zeigt auch diese Grafik, dass der menschenerzeugte Wärmeinselunterschied den wesentlichen anthropogenen Einfluss bei den terrestrischen Stationen darstellt. Eine CO2-Wirkung ist nicht erkennbar; Werte für März 2021 liegen für Washington noch nicht vor. Bei Dale-Enterprise liegt der Märzwert 21 genau auf der fallenden grünen Trendlinie

In Mittelschweden fanden wir die Station Östersund am Ostabhang des Skandinavischen Gebirges und bekannter Austragungsort von Wintersport-Wettbewerben (u. a. Biathlon). Auch dort zeigt sich zumindest aktuell eine minimale März-Abkühlung:

Abbildung 14: Keine Märzerwärmung im Wintersport-Ort Östersund (Mittelschweden). Auch hier fehlen noch die 2021er Daten; doch wird dort der März, ähnlich wie Januar und Februar, eher zu kalt ausgefallen sein.

Zusammenfassung März:

Trotz merklich steigender CO2-Konzentrationen wurde der März in Deutschland und in einigen, klimatisch ähnlichen Regionen der Nordhalbkugel seit 1989 geringfügig kälter. Verschiedenste Wärmeinseleffekte bremsten die Abkühlung in Städten, Siedlungen und an Flughäfen. Nur wachsende Großstädte mit weiter zunehmenden Wärmeinseleffekten merken nichts von der Abkühlung um sie herum. Die Großwetterlagenhäufigkeiten haben ebenfalls einen wesentlichen Einfluss auf die Märztemperaturen; während die noch schwache Märzensonne, anders als im Sommerhalbjahr, nur einen geringen Erwärmungsbeitrag leistete.

Die einzige erwärmende Wirkung des Menschen auf das Klima ist der immer noch steigende Wärmeinseleffekt. Diese menschengemachte Erwärmung ist leicht in Feldversuchen nachweisbar und wird durch unsere Grafiken bestätigt. Einen Nachweisversuch für die CO2-Erwärmung gibt es nicht. Noch niemand konnte die CO2-Klimasensitivität ermitteln: Das CO2-Erwärmungsmodell ist ein Geschäftsmodell.

Es wird Zeit, dass endlich Natur- und Umweltschutz in den Mittelpunkt des politischen Handelns gestellt werden.

 




Monatlicher Kältereport…

Stevens Pass – schneereichster Februar seit 20 Jahren

Im Skigebiet am Stevens Pass [ca. 1400 m ü. NN] sind in diesem Jahr bislang über 13 m Schnee [518 Inches] gefallen [Link]

Es gab massive Probleme, die Zugangsstraßen offen zu halten, weil es ZU VIEL SCHNEE gab. Weiterer Schnee wurde erwartet. Inzwischen ist die Ski-Saison dort bis nach Mitte April verlängert worden [Link].

Link: https://www.iceagenow.info/stevens-pass-snowiest-february-in-20-years-more-snow-on-the-way/ Stand: 14. März

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Wyoming: Einige Städte im Blizzard-Schnee versunken

14. März: „schwerer Schneesturm in Wyoming“, warnt der National Weather Service.

„Starker Wind und starker Schneefall werden heute zu Whiteout-Bedingungen führen. Das Reisen wird extrem gefährlich, wenn nicht gar unmöglich. Reisen Sie heute auf keinen Fall! Bleiben Sie auf dem Laufenden für die neuesten Aktualisierungen!“

video

https://www.iceagenow.info/cheyenne-wyoming-buried-in-blizzard-live-video/#more-35042

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17.März: Rekord-Schneefälle auch in Colorado, Wisconsin, Minnesota, Texas

Link: https://www.iceagenow.info/record-snowfall-in-wyoming-colorado-wisconsin-minnesota-texas/

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19-kältester Februar in 127 Jahren

Mit einer mittleren Temperatur von -0,8°C in den kontinentalen USA war es um 1,8 K kälter als das Mittel im 20. Jahrhundert. Damit rangiert der Fevruar 2021 an 19. Stelle der kältesten Februar-Monate seit 1894 (127 Jahre)

Link: https://www.iceagenow.info/19th-coldest-february-in-127-years/

Hinweis des Übersetzers:: Auf dem oben verlinkten Blog geht es auch um die jüngsten Vulkan-Aktivitäten und gelegentlich ganz andere Themen. Hier sollen aber nur Wetter-Kaltereignisse gemeldet werden.

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Drei Meter Schnee in einem Touristengebiet in den Bergen Rumäniens – Video

Drei Meter Schnee im Touristenzentrum in Vârful lui Roman, in Vâlcea County, Rumänien. Tatsächlich schneite es dort in einer Seehöhe von 1700 m eine Woche lang täglich, bis der Schnee rund drei Meter hoch lag. Der Beobachter, der die Bilder gefilmt hatte meint, dass der Schnee mindestens 5 bis 6 Monate brauchen würde, um wieder zu schmelzen.

[Falls das Video nicht geht, bitte im Original schauen!

https://m.digi24.ro/stiri/actualitate/video-zapada-de-trei-metri-intr-o-statiune-montana-din-valcea-nu-se-mai-vede-nici-acoperisul-casei-1476447

Link: https://www.iceagenow.info/three-meters-of-snow-in-a-mountain-resort-in-valcea-video/#more-35159

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Schwerer Schneesturm im Osten der USA – im APRIL

30. März 2021: Ein schwerer Blizzard wird am Wochenende im Nordosten der USA erwartert. Schwerer, nasser Schnee bis 30 cm wird Baumschäden, Schneebruch und Stromausfälle durch gerissene Leitungen in den betroffenen Gebieten zur Folge haben. Eisregen wird bis nach Kentucky und Oklahoma hinab erwartet.

https://www.iceagenow.info/winter-returning-to-the-eastern-united-states-in-april/

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wird fortgesetzt …

Zusammengestellt und übersetzt von Chris Frey EIKE




Viele Behauptungen bzgl. „Klima-Krise“ beruhen auf manipulierter Wissenschaft

Das ist eine Lüge, und ich vermute, dass die meisten der Leute, die diese apokalyptischen Prophezeiungen machen, das wissen. Für sie ist es das moderne Äquivalent zu Platons edler Lüge – sie belügen die Menschen, um sie dazu zu bringen, in einer Weise zu handeln, von der sie nicht wissen, dass sie in ihrem eigenen besten Interesse ist. Nicht zufällig profitieren diejenigen, die diese Lüge erzählen, davon in Form von Einfluss, Geld, Macht oder allen dreien.

Diese Lüge ist in der Tat weder edel, noch basiert sie auf fundierter Wissenschaft. Vielmehr wird sie durch die regelmäßige Unterdrückung unbequemer wissenschaftlicher Daten aufrechterhalten: Daten, die verändert, unterdrückt oder aus Zeitschriften und Lehrbüchern gestrichen wurden, die die unhaltbaren Behauptungen der politisch verbundenen Klimawissenschaftler Lügen strafen, dass eine anthropogene Klimaapokalypse bevorsteht.

Die große Lüge basiert auf der fehlerhaften Prämisse, dass die Wissenschaft die Ursache für die bescheidene Erwärmung der Erde in jüngster Zeit realistischerweise in erster Linie auf die menschlichen Treibhausgasemissionen zurückführen kann und dass wir daraus mit Sicherheit vorhersagen können, wie die Welt in 50, 100 und 300 Jahren aussehen wird. Der preisgekrönte Klimawissenschaftler Richard Lindzen, Ph.D., hat die große Lüge so beschrieben:

Ein Problem bei der Vermittlung unserer Botschaft ist die Schwierigkeit der Menschen, die Absurdität der alarmistischen Klimabotschaft zu erkennen. Sie können nicht glauben, dass etwas so Absurdes eine so universelle Akzeptanz finden kann. Stellen Sie sich die folgende Situation vor. Ihr Arzt erklärt, dass Ihre komplette Untersuchung darin bestehen wird, einfach Ihre Temperatur zu messen. Dies würde sofort darauf hindeuten, dass mit Ihrem Arzt etwas nicht stimmt. Er behauptet weiterhin, dass Sie an lebenserhaltende Maßnahmen angeschlossen werden müssen, wenn Ihre Temperatur 37,1°C und nicht 37,0°C F beträgt. Jetzt wissen Sie, dass er unzurechnungsfähig ist. Die gleiche Situation für das Klima wird als ’settled science‘ betrachtet.“

Zu den ungeheuerlichsten Versuchen, unbequeme Klimawissenschaft zu unterdrücken, gehörte der Versuch des IPCC im Jahre 2001, die tatsächliche Klimahistorie durch die Grafik des „Hockeysticks“ zu ersetzen. Der Hockeystick verzichtete auf die bekannte Mittelalterliche Warmzeit von ca. 950 n. Chr. bis 1250 n. Chr. und die Kleine Eiszeit, die von ca. 1350 n. Chr. bis 1850 n. Chr. dauerte. Die Erfinder des Hockeysticks postulierten, dass die globalen Temperaturen im letzten Jahrtausend relativ stabil gewesen seien, bis sie im 20. Dies passte in das IPCC-Narrativ des Klimawandels, so dass es als die Wahrheit angenommen wurde. Letztendlich konnte sogar der IPCC die Hockeyschläger-Temperaturrekonstruktion nicht mehr aufrecht erhalten, und in den nachfolgenden Berichten tauchte sie auch nicht mehr auf.

Dann kam Climategate, als eine Menge unbequemer E-Mails zwischen den Klimawissenschaftlern des IPCC gehackt und öffentlich wurden. In diesen E-Mails wurde detailliert darüber diskutiert, wie man die Tatsache, dass der jüngste, sich abzeichende Erwärmungstrend nicht historisch ungewöhnlich war und wie man die einer apohkalyptischen Erwärmung widersprechenden Forschungen untergraben und zensieren könne.

Das Surface Station Project enthüllte das schmutzige kleine Geheimnis, dass die Temperaturmessungen der überwiegenden Mehrheit der bodengestützten Temperaturstationen durch städtisches Wachstum beeinträchtigt wurden, wodurch die Temperaturmessungen nach oben verzerrt wurden. Tatsächlich fand die Forschung heraus, dass 89 Prozent der Bodenstationen – fast 9 von 10 – die Anforderungen des National Weather Service nicht erfüllen, wonach die Stationen 30 Meter oder mehr von einer künstlichen Wärmequelle entfernt sein müssen.

Zusätzliches wissenschaftliches Fehlverhalten tritt in Form von Temperatur-Überwachungsagenturen auf, welche Temperatur-Aufzeichnungen von unvoreingenommenen, isolierten Temperaturstationen „anpassen“ und sie in einer Weise veröffentlichen, die anzeigt, dass vergangene Temperaturen niedriger und die jüngsten Temperaturen höher waren als tatsächlich gemessen. Diese Manipulation erzeugt einen künstlich steilen Temperaturtrend, der die jüngste Erwärmung größer erscheinen lässt, als sie tatsächlich war. In einigen Fällen, als diese ruchlosen Handlungen aufgedeckt wurden, versuchten die beteiligten Regierungsbehörden, die offiziellen Aufzeichnungen der vergangenen Temperaturen zu löschen. Glücklicherweise sind im Zeitalter des Internets, in dem Daten, die einmal gepostet wurden, für immer sind, diese Orwellschen Versuche, die Klimageschichte umzuschreiben, weitgehend gescheitert.

Als die globale Erwärmung seit 15 Jahren zum Stillstand gekommen war und die Temperatur trotz stetig steigender Kohlendioxid-Emissionen stagnierte, änderte ein Team von Klimaforschern der National Oceanic and Atmospheric Administration (NOAA) die Art und Weise, wie die Meerestemperaturen gemessen wurden. Voilà, wie von Zauberhand verschwand der Stillstand. David Rose für die Daily Mail beschrieb den Vorgang so: „[NOAA-Forscher] nahmen zuverlässige Messwerte von Bojen, aber ‚korrigierten‘ sie dann nach oben – indem sie Messwerte von Kühlwasser-Einlässen auf Schiffen verwendeten, die als Wetterstationen fungieren … obwohl die Messwerte von den Schiffen schon lange dafür bekannt sind, viel zu hoch zu sein.“

Kürzlich haben einige der gleichen Personen, die der Welt den „Hockeystick“ bescherten, eine weithin kolportierte Studie mit der Behauptung veröffentlicht dass ein seit langem bekanntes Muster der Ozeanzirkulation, die Atlantische Multidekadische Oszillation (AMO), die das Klima beeinflusst, überhaupt nie existiert hat, sondern ein Artefakt vulkanischer Impulse war. Die Klimaforscherin Judith Curry, Ph.D., schreibt zu dieser Arbeit [auf Deutsch beim EIKE hier]:

Wow! Auf einen Schlag sind die lästigen Probleme des „Grand Hiatus“ Mitte des 20. Jahrhunderts, die Debatten über die Zuordnung der Erwärmung des 20. Jahrhunderts und die Rolle der multidekadischen internen Variabilität sowie die Schwierigkeit, die jüngste Zunahme der atlantischen Hurrikanaktivität dem AGW zuzuschreiben, alle verschwunden. Brillant! Fast so ‚brillant“ wie der Hockeystick.“

Es gibt wenig Zweifel daran, dass sich die Erde erwärmt [hat], aber die Liste der Verstöße gegen die wissenschaftliche Methode und die Ethik von Forschern, deren Karrieren eng mit der „Wahrheit“ des Klimaalarmismus verbunden sind, bietet mehr als genug Grund, an der Behauptung zu zweifeln, dass die Wissenschaft settled ist und die Erde dem Untergang geweiht ist, ohne dass die Regierung autoritäre Kontrolle über alle Aspekte des Lebens der Menschen erhält.

H. Sterling Burnett, Ph.D, is a senior fellow at The Heartland Institute, a nonpartisan, nonprofit research center headquartered in Arlington Heights, Illinois.

Link: https://townhall.com/columnists/hsterlingburnett/2021/03/23/many-climate-crisis-claims-are-based-on-manipulated-science-n2586662

Übersetzt von Chris Frey EIKE

 




Welche Lehren müssen wir aus der Fukushima-Havarie ziehen?

Es war nach dem Mittagessen am 11. März 2011, als sich 72 Kilometer vor der Oshika-Halbinsel in Japan ein gewaltiges Erdbeben ereignete. Es wurde mit einer Stärke von 9,0 auf der Richterskala registriert und war damit das stärkste „Beben, das jemals in Japan aufgezeichnet wurde. Die unterseeische Bodenbewegung, mehr als 30 km unter der Meeresoberfläche, hob ein riesiges Wasservolumen an, wie ein riesiger, sich bewegender Hügel. Währenddessen bewegte sich die Bodenschockwelle mit hoher Geschwindigkeit auf das Land zu. Sie traf auf Japan und erschütterte den Boden für sechs schreckliche Minuten.

Die Schockwelle bewegte sich unter 11 Kernreaktoren, darunter zwei separate Fukushima-Komplexe: Fukushima-Diani und Fukushima-Daiichi. (Diani bedeutet „Komplex 1“ und Daiichi „Komplex 2“.) Alle 11 Reaktoren schalteten sich wie vorgesehen ab, und zweifellos atmeten alle Reaktorbetreiber erleichtert auf. Das war verfrüht.

Der Meerwasserhügel war immer noch in Bewegung. Als der Wasser-„Hügel“ in flaches Wasser eintrat und sich dem Land näherte, wurde er zu einer gewaltigen Welle angehoben, die stellenweise bis zu 40 Meter hoch war.  Dann, etwa 50 Minuten nach dem Erdbeben, traf der Tsunami auf das Kernkraftwerk Fukushima-Daiichi. Als das Wasser einige Kilometer entfernt auf das Kernkraftwerk Fukushima-Diani traf, war es „nur“ 9 m hoch, also nicht so verheerend wie in Daiichi. Diani schaffte es nicht in die Nachrichten.

In Fukushima-Daiichi übersprang das Wasser die schützenden Meeresmauern. Die Seufzer der Erleichterung von einer halben Stunde zuvor wandelten sich in Besorgnis und Schrecken. Drüben im Kraftwerk Fukushima Diani, 12 km weiter südlich, verursachte die Welle ebenfalls Schäden an den Maschinen, aber die Reaktoren wurden nicht beschädigt. Es bestand kein Risiko einer Strahlungsfreisetzung, daher war das Kraftwerk Diani für die internationalen Medien nicht von Interesse. Diani wurde nach zwei Tagen sicher auf „Kaltabschaltung“ heruntergefahren.

Infolgedessen war in den letzten zehn Jahren bei jeder Erwähnung von „Fukushima“ nur das Kraftwerk Daiichi gemeint und nicht das andere.

Der verheerende Tsunami wälzte sich stellenweise bis zu 10 km ins Landesinnere und spülte Gebäude, Straßen, Telekommunikations- und Stromleitungen weg. Über 15.000 Menschen wurden getötet, hauptsächlich durch Ertrinken.

Obwohl alle Kernreaktoren bis zu einem Zustand heruntergefahren waren, der als „Heißabschaltung“ bekannt ist, waren die Reaktoren immer noch sehr heiß und benötigten noch viele Stunden nach der dringenden Schnellabschaltung eine Restkühlung. Menschen wissen instinktiv, dass sie ihre Hände nicht an den Motorblock eines Autos legen sollten, gleich nachdem es abgestellt wurde. Kernreaktoren sind genauso und müssen abkühlen, bis sie den sicheren Zustand erreichen, der als „Kaltabschaltung“ bekannt ist.

Ein Kernreaktor hat Pumpen, die Wasser durch den Reaktor schicken, bis er abkühlt. Aber die elektrischen Pumpen in Fukushima fielen aus, weil der Tsunami die eingehenden Stromleitungen weggespült hatte. Also schaltete das Reaktorsystem automatisch auf dieselbetriebene Generatoren um, um die Kühlpumpen in Gang zu halten; aber das Wasser hatte auch den Dieseltreibstoffvorrat weggespült, was bedeutet, dass die Diesel nur für kurze Zeit funktionierten. Dann wurde auf Notstrombatterien umgeschaltet; aber die Batterien waren nie dafür ausgelegt, tagelang zu halten, und konnten nur für etwa acht Stunden Notstrom liefern.

Das Ergebnis war, dass der heiße Brennstoff nicht ausreichend gekühlt werden konnte, und in den nächsten drei oder vier Tagen schmolz der Brennstoff in drei Reaktoren, ähnlich wie eine Kerze schmilzt.

Die Weltmedien sahen zu und übertrugen das Geschehen Schlag auf Schlag. Die japanischen Behörden gerieten unter dem internationalen Scheinwerferlicht in Panik. Das nicht zirkulierende Kühlwasser kochte im Inneren der Reaktoren, was zu einer chemischen Reaktion zwischen heißem Brennstoff und heißem Dampf führte. Dies führte zur Produktion von Wasserstoffgas. Als der Dampfdruck anstieg, beschlossen die Ingenieure, Ventile zu öffnen, um den Druck abzulassen. Das funktionierte wie geplant, aber es setzte auch den Wasserstoff frei.

Da Wasserstoff leicht ist, stieg er zum Dach auf, wo die Lüftungsanlage nicht funktionierte, weil es keinen Strom gab. Nach einer Weile entzündete ein verirrter Funke den Wasserstoff, der explodierte und das leichte Dach des Gebäudes direkt vor den Fernsehkameras der Welt weg sprengte.  Die Fukushima-Nachrichten wurden sofort noch viel dramatischer. Die Behörden waren verzweifelt darauf aus, der Welt einige positive Maßnahmen zu zeigen.

Sie ordneten nach und nach die Evakuierung von 160.000 Menschen an, die in der Umgebung von Fukushima leben. Das war ein Fehler. Als die Tage und Wochen vergingen, stellte sich heraus, dass kein einziger Mensch durch nukleare Strahlung getötet wurde. Es wurde auch kein einziger Mensch durch radioaktive Strahlung verletzt. Auch heute, ein Jahrzehnt später, gibt es immer noch keine Anzeichen für längerfristige Strahlenschäden bei Mensch und Tier. Leider starben jedoch Menschen während der Zwangsevakuierung.

Eine der Lektionen aus Fukushima ist also, dass eine riesige Menge an Kernkraft durch das größte Erdbeben und den größten Tsunami, der je aufgezeichnet wurde, getroffen werden kann und niemand durch die nukleare Strahlung geschädigt wird.

Eine andere Lektion ist, dass ein zu hastig erteilter Evakuierungsbefehl Menschen geschädigt und getötet hat.

Die Generaldirektorin der World Nuclear Association Dr. Sama Bilbao y León sagte: „Die schnell durchgeführte und langwierige Evakuierung hat zu gut dokumentierten, erheblichen negativen sozialen und gesundheitlichen Auswirkungen geführt. Insgesamt wird angenommen, dass die Evakuierung für mehr als 2.000 vorzeitige Todesfälle unter den 160.000 Evakuierten verantwortlich war. Die rasche Evakuierung der gebrechlichen älteren Menschen sowie derjenigen, die eine Krankenhausbehandlung benötigten, hatte einen nahezu unmittelbaren Tribut zur Folge.“ [Hervorhebung im Original hinzugefügt]

Sie fügte hinzu: „Bei zukünftigen Szenarien, die die öffentliche Gesundheit und Sicherheit betreffen, ist es unabhängig vom Ereignis wichtig, dass die Behörden einen All-Hazard-Ansatz verfolgen. Es gibt Risiken bei allen menschlichen Aktivitäten, nicht nur bei der Erzeugung von Kernkraft. Maßnahmen, die ergriffen werden, um eine Situation zu entschärfen, sollten nicht zu schlimmeren Auswirkungen führen als die ursprünglichen Ereignisse. Dies ist besonders wichtig, wenn es um die Reaktion auf Vorfälle in kerntechnischen Anlagen geht – wo die Angst vor Strahlung zu einer übermäßig konservativen Einschätzung und einer fehlenden Perspektive für relative Risiken führen kann.“

So können wir ein Jahrzehnt später die kumulativen Lektionen betrachten, die wir gelernt haben. Vor allem, dass die Kernkraft weitaus sicherer ist, als man gedacht hatte. Selbst als es zu den gefürchteten Kernschmelzen kam und obwohl Reaktoren zerstört wurden, was für die Betreiber ein finanzielles Desaster bedeutete, wurden keine Menschen durch Strahlung geschädigt.

Wir haben auch gelernt, dass es für die Anwohner viel sicherer gewesen wäre, in einem Haus zu bleiben, als sich der Zwangsevakuierung anzuschließen. Des Weiteren haben wir gelernt, dass Regierungen und Behörden auf die Fachleute der Kernkraft-Industrie hören müssen und nicht überreagieren dürfen, auch wenn die Kameras der Fernsehnachrichten furchtbar genau hinschauen.

Fukushima hat sicherlich einige wertvolle Lektionen hervorgebracht. Regierungen, Nachrichtenmedien und die Öffentlichkeit müssen daraus die richtigen Lehren ziehen.

[Hervorhebung vom Übersetzer]

Dr Kelvin Kemm is a nuclear physicist and is CEO of Stratek Business Strategy Consultants, a project management company based in Pretoria. He conducts business strategy development and project planning in a wide variety of fields for diverse clients.

Link: https://wattsupwiththat.com/2021/03/26/we-should-learn-what-lessons-from-fukushima/

Übersetzt von Chris Frey EIKE

 




Die jüngste Subsidiaster-Studie*

Ökonom: Fossile Brennstoffunternehmen erhalten 62 Billionen Dollar pro Jahr an impliziten Subventionen
Wann immer ich von „impliziten Subventionen“, „sozialen Kosten“ oder irgendeiner Berechnung von „externen Effekten“ höre, beginnt mein Detektor für schlechte Zahlen wie verrückt zu klingeln. Das Problem ist, dass so ziemlich alles als „implizite Subvention“ oder einen seiner ebenso vagen Vettern bezeichnet werden kann.

Die Studie, natürlich kostenpflichtig, heißt „The producer benefits of implicit fossil fuel subsidies in the United States“, von Matthew Kotchen [etwa: „Die Vorteile von impliziten Subventionen für die Erzeuger fossile Brennstoffe in den Vereinigten Staaten“].

Also … genau das, was qualifiziert sich als eine „implizite Subvention“ zu den bööösen fossilen Brennstoff-Unternehmen?

Wie jeder gute Liberale, beginnt er mit ihrer Lieblings-Angst-Taktik, „Klimawandel“. Dazu möchte ich einen Moment etwas abschweifen.

Seit etwa vierzig Jahren warnen uns die Leute vor dem, was sie einen „Klimanotstand“ nennen. Das Oxford Dictionary definiert „Notfall“ als „eine ernste, unerwartete und oft gefährliche Situation, die sofortiges Handeln erfordert“. Da wir seit vierzig Jahren atemlos vor diesem „Notfall“ gewarnt werden und es keinerlei Anzeichen dafür gibt, dass er eintritt, ist er kaum „unerwartet“. Und da wir weder „ernste“ noch „gefährliche“ Folgen aus dieser Situation gesehen haben, ist es an diesem Punkt ein kranker Witz, sie als Notfall zu beschreiben. Und das ist nur der Anfang, warum die Bezeichnung unserer gegenwärtigen Situation als „Klimakrise“ oder „Klimanotstand“ nur das Geschrei von Chicken Little* ist, dass der Himmel einstürzt.

[*Chicken little“ = eine amerikanische Bezeichnung für „Kinderkram“, die auf eine beliebte Fernseh-Serie zurückgeht. A. d. Übers.]

Hier ist die aktuelle Situation. Die Ernteerträge steigen weiter:

Es gibt keine Beschleunigung des Meeresspiegel-Anstiegs. Die Zahl der extremen Wetterereignisse wie Hurrikane, Überschwemmungen und Dürren ist unverändert und begleitet uns schon immer. Die Zahl der Todesfälle durch klimabedingte Katastrophen ist so niedrig wie nie zuvor.

Das zusätzliche CO2 hat zu einer etwa 10-prozentigen Zunahme der „Ergrünung“ unseres Planeten geführt. Die 300 Jahre andauernde allmähliche Erwärmung war im Allgemeinen gut für Menschen, Tiere und Pflanzen gleichermaßen. Kälte tötet. Heute sind die Menschen, von reich bis arm, im Allgemeinen besser ernährt, besser gekleidet, besser untergebracht und besser gegen die endlosen, historisch üblichen Launen des Wetters isoliert als jemals zuvor in der Geschichte … wo ist also das Problem?

Also nenne ich dieses ganze Klima-„Notfall“-Gerede Quatsch. Wo ist der „Notfall“? Wir haben seit 1800 eine Erwärmung von etwa anderthalb Grad erlebt. Ich habe immer wieder darum gebeten, dass jemand, irgendjemand, auf irgendwelche katastrophalen negativen Auswirkungen dieser Erwärmung hinweist.

Aber ich schweife ab. Kotchen rechnet vor, dass die Unternehmen für jede ausgestoßene Tonne CO2 eine Subvention erhalten. Die Verbrennung von fossilen Brennstoffen stößt pro Jahr etwa 37 Gigatonnen Kohlendioxid aus. Das ist also eine riesige, völlig unsichtbare und völlig bedeutungslose „implizite Subvention“.

Nun, ich kann nicht herausfinden, wie Kotchen die Höhe der „Klimasubvention“ berechnet hat. Er sagt, dass er die Nordhaus-Schätzung der sogenannten „sozialen Kosten des Kohlenstoffs“ verwendet, die 31 Dollar pro Tonne emittiertem CO2 beträgt. Aber das würde die „implizite Subvention“ zu 1,15 Billionen Dollar machen, doch beträgt seine Gesamtsumme nur „bloße“ 62 Milliarden Dollar. Allerdings ist er ein Ökonom, also hat er seine Arbeit mit dicken Schichten von Verwirrung und Geschwafel überzogen, wie die Aufteilung der „impliziten Klimasubvention“ in separate Beträge für „ausländisches Klima“ und „inländisches Klima“, und ich hatte weder Zeit noch Lust, die Auffassung zu entwirren, dass „Klima“ inländische und ausländische Versionen hat. Es genügt zu sagen, dass der größte Teil der „impliziten Subvention“ imaginäre Klimakosten sind.

[Hervorhebung im Original]

Was zählt also noch als „implizite Subvention“ auf Kotchens Planet? Nun … Umweltverschmutzung. Menschen haben nur sehr selten „Verschmutzung“ auf ihren Totenscheinen stehen, also haben Ökonomen komplexe Computermodelle, um Zahlen von „verlorenen Lebensjahren“ durch Verschmutzung auszuwerfen. Natürlich weiß ähnlich wie bei Klimamodellen niemand, ob die Zahlen irgendeine Beziehung zur Realität haben, und keine zwei von ihnen geben die gleiche Antwort. Ich vermute daher, dass Kotchen einfach die größten Zahlen genommen und verwendet hat.

Von da an wird es jedoch wirklich bizarr. Die anderen drei Posten, die als „implizite Subvention“ behandelt werden, sind die kalkulatorischen Kosten von Verkehrsstaus, Autounfällen und Straßenschäden.

Straßenschäden, also wirklich!

Ich vermute, Sie haben nie daran gedacht, dass es eine „implizite Subvention“ an Exxon Mobil ist, wenn Ihre örtliche Verkehrsbehörde Ihre Steuergelder verwendet, um Schlaglöcher zu reparieren …

Die Logik scheint so zu laufen. Wenn wir keine fossilen Brennstoffe hätten, hätten wir keine Kosten für Schlaglochreparaturen, Autounfälle und Verkehrsstaus … also sind alle diese Kosten eine „implizite Subvention“ an BP, Exxon, Total und die anderen fossilen Brennstoff-Unternehmen. Natürlich hätten wir ohne fossile Brennstoffe auch keine Autos … aber irgendwie spielt das keine Rolle.

Nun, ich kann dieser Logik einfach nicht folgen. Wenn wir zum Beispiel keine fossilen Brennstoffe hätten, dann hätten wir auch keine Kosten für Straßen, Brücken und Ampeln … warum rechnet Kotchen die Kosten dafür nicht in die „implizite Subvention“ mit ein?

Man könnte argumentieren, dass er nur die Kosten für Schäden (Schlaglöcher, Unfälle) und Unannehmlichkeiten (verstopfte Straßen) betrachtet, die durch Autos verursacht werden … aber wenn das der Fall ist, was ist dann mit den Schäden durch Flugzeuge, Züge und Schiffe? Das Containerschiff Ever Given hat durch die „Verstopfung“ des Suezkanals bereits Kosten in zweistelliger Milliardenhöhe verursacht … warum wird diese Art von Kosten nicht mitgerechnet? Hinzu kommt, dass der Seeverkehr schon jetzt zu 2 bis 3 % der weltweiten Treibhausgas-Emissionen beiträgt. Schiffe, die Afrika umfahren müssen, anstatt durch den Suezkanal zu fahren, und die schneller fahren, um die verlorene Zeit wieder aufzuholen, bedeuten zusätzlichen Treibstoffverbrauch und Emissionen. Aber es ist nicht das erste Mal, dass so etwas passiert, und solche früheren Schiffs-, Bahn- und Flughafenkosten nebst den zusätzlichen Emissionen werden nicht mitgezählt. Start- und Landebahnen und Eisenbahnlinien müssen genauso wie Straßen repariert werden, aber diese Kosten werden nicht berücksichtigt. Warum?

(Ich denke, ich sollte Kotchen nicht auf Ideen bringen, sonst kommt er bald auf 124 Milliarden Dollar „implizite Subventionen“ anstelle seiner aktuellen 62-Milliarden-Dollar-Forderung …)

Dies zeigt mein größtes Problem mit solchen „externen Kosten“, „sozialen Kosten“, „Externalitäten“ und „impliziten Subventionen“ auf – und Leute wie Kotchen, die diese Zahlen aus ihren fundamentalen Körperöffnungen ziehen, können sich alles aussuchen, was sie ein- oder ausschließen wollen.

Und hier ist das zweitgrößte Problem für mich – die zugrunde liegende Logik ergibt keinen Sinn. Man zählen Autostaus und Autounfälle als „implizite Subvention“ für Exxon, weil es Schäden sind, die durch den Gebrauch von fossilen Brennstoffen verursacht werden …

Aber wenn das der Fall ist, sollten wir dann nicht die Kosten für die Schäden, die durch Computer durch Online-Kriminalität verursacht werden, als „implizite Subvention“ für die Computerhersteller zählen?

Oder wie sieht es mit den Stromschlägen und den Hausbränden aus, die von Leuten verursacht werden, die minderwertige elektrische Hausverkabelungen haben? Sind sie eine „implizite Subvention“ für meinen örtlichen Stromversorger? Wenn die Leute, die fossile Brennstoffe verwenden, wegen „impliziter Subventionen“ für die Bereitstellung von Energie für Autos angeklagt werden, sollte dann nicht auch PG&E wegen „impliziter Subventionen“ für die Bereitstellung von Energie für Häuser angeklagt werden?

Nun könnte man argumentieren, dass das Ausbessern von Schlaglöchern eine „implizite Subvention“ ist, weil es durch Steuern bezahlt wird … aber am Ende des Tages hat die Regierung kein Geld, also landen die Kosten immer bei einer Untergruppe der Bevölkerung, genau wie die Kosten für Hausbrände, Verkehrsstaus und Computerkriminalität.

Und schließlich geht er sehr detailliert darauf ein, welche Energiekonzerne wie viel Subventionen erhalten … während sie in Wirklichkeit nicht diejenigen sind, die die fossilen Brennstoffe verbrennen. Wenn mir ein Mann ein Messer verkauft, ist es dann nicht meine Sache, was ich mit diesem Messer mache, und nicht die der Gerber Knife Company? Ob ich es benutze, um einen Thanksgiving-Truthahn zu zerlegen oder meinen Nachbarn zu zerstückeln, liegt an mir, nicht am Messer-Hersteller. Ähnlich verhält es sich, wenn ich Öl kaufe: Ob ich es benutze, um Nylon für Skijacken herzustellen, oder ob ich es verbrenne, um Elektrizität zu erzeugen, ist meine Sache, nicht die von Exxon oder BP … warum also sollten die „impliziten Subventionen“ an die Ölfirmen gehen? Ich will meine implizite Öl-Subvention, und ich will sie jetzt!

Meine Schlussfolgerung? Ich sehe keinen logischen Grund dafür, dass das Reparieren von Schlaglöchern eine „implizite Subvention“ für diese schrecklichen Menschen ist, deren einziges Verbrechen es ist, die Energie zu liefern, welche die Welt aus Elend, Krankheit und Armut befreit hat.

[Hervorhebung vom Übersetzer]

Ich muss jedoch hinzufügen, dass die Menge an Blödsinn, die die Peer-Review durchläuft und heutzutage in „wissenschaftlichen“ Zeitschriften veröffentlicht wird, ein Verbrechen gegen die Wissenschaft darstellt …

[Eschenbach nimmt im Folgenden noch kurz zur Corona-Lage Stellung. Weil das aber ein völlig anderes Thema ist, welches von unseren EIKE-Autoren noch besser behandelt wird, wird auf die Übersetzung dieses Zusatzes verzichten. A. d. Übers.]

Link: https://wattsupwiththat.com/2021/03/28/the-latest-subsidisaster/

Übersetzt von Chris Frey EIKE