Der Neue Stillstand verlängert sich um drei Monate auf nunmehr 5 Jahre und 10 Monate

Die HadCRUT4-Daten zeigen über die 6 Jahre und 9 Monate von Mai 2014 bis Januar 2021 keine Erwärmung:

Es ist wahrscheinlich, dass die Temperaturanomalien noch ein oder zwei Monate unter der Trendlinie bleiben, wodurch sich der Neue Stillstand noch weiter verlängert. Die Prognosen für den Rest des Jahres deuten darauf hin, dass die derzeitigen ENSO-neutralen Bedingungen bis zum Ende des Jahres anhalten werden, mit der Möglichkeit einer weiteren La Niña zum Ende dieses Jahres. Die Wahrscheinlichkeit von El-Niño-Bedingungen wird für den Moment als gering eingeschätzt.

Link: https://wattsupwiththat.com/2021/04/04/the-new-pause-lengthens-by-three-months-to-5-years-10-months/

Übersetzt von Chris Frey EIKE

 




Großer Sieg für den gesunden Menschen­verstand: Die Stadt New York verliert den Prozess, Öl-Firmen für die „globale Erwärmung“ verant­wortlich zu machen

Kernaussagen aus dem Urteil des Gerichts:

● Erstens ist die globale Erwärmung ein ausschließlich internationales Anliegen, das Fragen des Föderalismus und der Außenpolitik berührt. Infolgedessen erfordert sie die Anwendung von Bundesrecht, nicht von Landesrecht. Zweitens gibt der Clean Air Act der Environmental Protection Agency – nicht den Bundesgerichten – die Befugnis, inländische Treibhausgas-Emissionen zu regulieren. Klagen nach Bundesrecht, die solche Emissionen betreffen, sind daher fehl am Platze. Und schließlich, obwohl der Clean Air Act nichts über die Regulierung ausländischer Emissionen aussagt, raten richterliche Vorsicht und außenpolitische Bedenken davon ab, solche Klagen nach Bundesrecht zuzulassen, wenn der Kongress keine Anweisung gibt. Und da es keine solche Erlaubnis gibt, ist jeder der Ansprüche der Stadt verjährt und die Klage muss abgewiesen werden. (Seite 1.)

● Die sich uns stellende Frage lautet, ob Gemeinden das staatliche Zivilrecht nutzen können, um multinationale Ölkonzerne für die durch globale Treibhausgasemissionen verursachten Schäden haftbar zu machen. Angesichts der Art des Schadens und der Existenz eines komplexen Geflechts von bundesstaatlichem und internationalem Umweltrecht, das solche Emissionen regelt, sind wir der Meinung, dass die Antwort ’nein‘ lautet. (Seite 5.)

● Die globale Erwärmung stellt ein einzigartiges internationales Problem von nationalem Interesse dar. Es ist daher nicht gut geeignet für die Anwendung von staatlichem Recht. In Übereinstimmung mit dieser Tatsache sind die Treibhausgas-Emissionen Gegenstand zahlreicher bundesstaatlicher gesetzlicher Regelungen und internationaler Verträge. Diese Gesetze bieten einen ineinander greifenden Rahmen für die Regulierung von Treibhausgas-Emissionen sowie Durchsetzungs-Verfahren, um sicherzustellen, dass diese Vorschriften befolgt werden. (Seite 6.)

● Die Stadt New York hat diese Verfahren umgangen und stattdessen eine Klage nach staatlichem Recht gegen fünf Ölgesellschaften eingereicht, um Schäden geltend zu machen, die durch das zugegebenermaßen legale Geschäftsgebaren dieser Unternehmen bei der Förderung und dem Verkauf fossiler Brennstoffe auf der ganzen Welt entstanden sind. Auf diese Weise versucht die Stadt effektiv, diese sorgfältig ausgearbeiteten Rahmenbedingungen – die das Produkt des politischen Prozesses sind – durch einen Flickenteppich von Ansprüchen nach dem staatlichen Recht der Belästigung zu ersetzen. … Wir können ein solches Vorgehen nicht dulden. (p. 6.)

● Jeder Einzelne, der Gas und Strom verbraucht – sei es bei Fahrten mit Bus, Taxi, Uber usw. oder bei Hauslieferungen über FedEx, Amazon oder UPS – trägt zur globalen Erwärmung bei. (p. 8.)

● Die Stadt gibt freimütig zu, dass sie nicht in der Lage ist, das Verhalten der Produzenten unter irgendeinem Bundesgesetz oder internationalen Abkommen zu stoppen. In der Tat räumt sie ein, dass das Verhalten der Produzenten eine ‚rechtmäßige … kommerzielle Aktivität‘ ist. (p. 9.)

● Um es mit den Worten der Stadt zu sagen, dieser Fall betrifft nur „die Produktion, die Förderung und den Verkauf von fossilen Brennstoffen“, nicht die Regulierung von Emissionen. … Mit anderen Worten, uns wird gesagt, dass dies lediglich ein lokaler Streit über die erodierende Küstenlinie der Stadt ist, der keinen nennenswerten Einfluss auf die nationale Energie- oder Umweltpolitik haben wird. Wir stimmen nicht zu. (S. 19-20.)

● Kunstvolles Plädieren kann die Klage der Stadt nicht in etwas anderes verwandeln als in eine Klage über globale Treibhausgas-Emissionen. Gerade weil fossile Brennstoffe 4 Treibhausgase emittieren – die zusammen „die globale Erwärmung verschlimmern“ – verlangt die Stadt Schadensersatz. Anders ausgedrückt: Die Klage der Stadt schwankt zwischen der Leugnung jeglicher Absicht, sich mit Emissionen zu befassen, und der Identifizierung solcher Emissionen als die einzige Quelle des Schadens der Stadt. Aber die Stadt kann nicht beides haben. (p. 20.)

● Die Frage, die sich uns stellt, ist also, ob eine Klage wegen Belästigung, die darauf abzielt, Schadenersatz für die durch globale Treibhausgasemissionen verursachten Schäden zu erhalten, nach New Yorker Recht zulässig ist. Unsere Antwort ist einfach: nein. (p. 20.)

● Um das Offensichtliche klarzustellen: Die Stadt versucht nicht, die Produzenten für die Auswirkungen der in New York oder sogar in den Nachbarstaaten New Yorks freigesetzten Emissionen haftbar zu machen. Stattdessen beabsichtigt die Stadt, die Produzenten nach New Yorker Recht für die Auswirkungen von Emissionen haftbar zu machen, die in den letzten mehreren hundert Jahren rund um den Globus entstanden sind. Mit anderen Worten, die Stadt fordert Schadensersatz für die kumulativen Auswirkungen von Verhaltensweisen, die gleichzeitig in fast allen Gerichtsbarkeiten der Welt auftreten. Ein solch ausufernder Fall ist einfach jenseits der Grenzen des staatlichen Rechts. (S. 21-22.)

● Während die Stadt also nicht ausdrücklich versucht, den Produzenten einen Sorgfaltsstandard oder Emissions-Beschränkungen aufzuerlegen, ist das Ziel ihrer Klage vielleicht sogar noch ehrgeiziger: eine Verschuldens-unabhängige Haftung für die durch die Emissionen fossiler Brennstoffe verursachten Schäden aufzuerlegen, egal wo auf der Welt diese Emissionen freigesetzt wurden (oder wer sie freigesetzt hat). Wenn die Produzenten jegliche Haftung vermeiden wollen, dann wäre ihre einzige Lösung, die weltweite Produktion ganz einzustellen. (p. 24.)

● Diese Klage nach staatlichem Recht zuzulassen, würde ein weiteres Risiko bedeuten, das sorgfältige Gleichgewicht zu stören, das zwischen der Verhinderung der globalen Erwärmung, einem Projekt, das notwendigerweise nationale Standards und globale Beteiligung erfordert, einerseits und der Energieproduktion, dem Wirtschaftswachstum, der Außenpolitik und der nationalen Sicherheit andererseits hergestellt wurde. (p. 25.)

● Unter dem Strich reicht es aus zu sagen, dass die in diesem Streitfall aufgeworfenen Fragen bezüglich der inländischen Emissionen durch den Clean Air Act eindeutig geregelt sind. Infolgedessen bestätigen wir die Schlussfolgerung des Bezirksgerichts, dass die bundesrechtlichen Ansprüche der Stadt in Bezug auf inländische Treibhausgasemissionen durch das Gesetz verdrängt werden. (S. 36-37.)

● Die Stadt „möchte New Yorker Emissions-Standards auferlegen, die gleichzeitig von allen 50 US-Staaten und den Nationen der Welt ausgehen.“ (p. 42.)

Das gesamte Dokument steht hier.

Link: https://wattsupwiththat.com/2021/04/01/big-win-for-common-sense-new-york-city-loses-appeal-seeking-to-hold-oil-firms-liable-global-warming/

Übersetzt von Chris Frey EIKE

 




Labor-Experiment: Eine CO2-Zunahme von 0,04% auf 100% würde keine merkbare Erwärmung mit sich bringen!

Beobachtungen und Experimente stützen einen großen Antriebs-Effekt von CO2 nicht

Reale Beobachtungen im Freien zeigen, dass selbst eine massive Schwankung der CO2-Konzentration, von 0,1 % bis 75 % während eines 24-Stunden-Zeitraums über einem Acker keinen nachweisbaren Effekt bei der Anregung von Änderungen der Oberflächentemperatur hat. Stattdessen ändert sich die CO2-Konzentration als Reaktion auf die Temperatur.

Experimente in Innenräumen zeigen auch, dass es einen sehr kleinen Temperaturunterschied gibt, wenn man 100 % CO2 in einen Behälter gibt. Und selbst diese winzige Temperaturänderung kann auf die Verringerung des konvektiven Kühleffekts durch die Zugabe von CO2-Molekülen zurückgeführt werden, nicht auf den Strahlungs- oder „Treibhauseffekt“ von CO2.

Es wird auch kein Temperaturunterschied festgestellt, wenn man die „Heiz“-Kapazität von CO2 mit der eines Nicht-Treibhausgases wie Argon vergleicht (Wagoner et al. 2010), da die „Temperatur um ungefähr den gleichen Betrag und mit der gleichen Rate wie bei CO2 anstieg“, wenn 100% Argon verwendet wurde.

Eine weitere Studie stellt Behauptungen einer die Temperatur treibenden Auswirkung von CO2 in Frage

Und nun bestätigt eine kürzlich veröffentlichte Studie (Seim und Olsen 2020) diese experimentellen Beobachtungen weiter. Die Autoren testeten die treibende Wirkung erhöhter IR-Strahlung auf die Temperatur mit einer speziell konstruierten meterlangen Kammer, einer 500-Watt-Halogenlampe und IR-Strahlungsdetektoren.

Die Grundannahme der Treibhaustheorie ist, dass eine Erhöhung der CO2-Konzentration um einen Faktor 2 oder mehr (d.h. von 0,03% auf 0,06%) zu einer zusätzlichen Erwärmung von 2 bis 4 Grad (mindestens) führt, was mit den Erwartungen des Stefan-Boltzmann-Gesetzes übereinstimmt.

Anstatt diese starken Temperaturreaktionen auf steigende CO2-Konzentrationen zu beobachten, fanden Seim und Olsen heraus, dass es fast überhaupt keinen Effekt gibt – vielleicht höchstens zusätzliche 0,15°C – wenn man reines (100%) CO2 in eine halogenbeheizte Kammer (+30°C) gibt. Es gibt nicht einmal einen nachweisbaren Temperaturunterschied, wenn man die Temperatureffekte von CO2 mit einem Nicht-Treibhausgas wie Argon vergleicht.

Die Ergebnisse dieser Experimente veranlassten die Autoren dazu, „das Fundament der vom IPCC verwendeten Forcing-Gesetze in Frage zu stellen.“

[Anmerkung: Auch im original ist diese Darstellung so undeutlich. Man sollte auf den Link klicken. A. d. Übers.]

Grundlegende Punkte aus der Studie von Seim and Olsen 2020:

  • Die Vorstellung, dass die Rückstreuung von CO2 der Haupttreiber der globalen Temperaturen ist, könnte falsch sein.

  • Die Temperatur in einem Gefäß mit 100% CO2 stieg leicht an, etwa um 0,5% [zusätzliche 0,15°C für einen von 20°C auf 50°C erhitzten Behälter].

  • Wir beobachten keinen signifikanten Unterschied in den beiden Kurven durch die Erhöhung der CO2-Konzentration von ca. 400 ppm auf etwa 100% in der Vorkammer.

  • Die Ergebnisse unserer Studie zeigen die nahezu identischen Erwärmungskurven, wenn wir von Luft [N2, O2] zu 100% CO2 oder zu Argon-Gas mit niedriger CO2-Konzentration wechseln.

  • Die Erwärmung der Al-Platte wurde ebenfalls gemessen, aber es wurde keine zusätzliche Erwärmung durch das Einfüllen von CO2 in die vordere Kammer festgestellt.

  • Diese Ergebnisse könnten die Grundlage der vom IPCC verwendeten Forcing-Gesetze in Frage stellen.

Link: https://notrickszone.com/2021/04/01/physicists-lab-experiment-shows-a-co2-increase-from-0-04-to-100-leads-to-no-observable-warming/

Übersetzt von Chris Frey EIKE

 




Kaltstart ins Sommer­halbjahr 2021 – Klima­wandel in der warmen Jahreszeit?

Geringe Abkühlung im ersten Jahresviertel – aber starke Erwärmung im Sommerhalbjahr

Wie KOWATSCH/KÄMPFE in ihren Untersuchungen zur Temperaturentwicklung der Einzelmonate feststellten, kühlten sich seit dem Ende der 1980er Jahre die ersten drei Monate des Jahres wieder leicht ab. Da bietet sich ein Vergleich mit dem Sommerhalbjahr geradezu an:

Abbildungen 1a und 1b: Geringe Abkühlung im ersten Jahresviertel in Deutschland (oben, 1a), aber kräftige Erwärmung im Sommerhalbjahr (unten, 1b) seit 1988. Aus Aktualitätsgründen ist der Betrachtungszeitraum des ersten Jahresviertels um ein Jahr länger, weil die 2021er Werte bereits vorliegen. An den gegensätzlichen Trends ändert sich hierdurch nichts Wesentliches.

Nun fragt sich der kritische Zeitgenosse, wie es denn zur angeblichen CO2-Klimaerwärmung passt, wenn sich die ersten drei Monate nicht, die Sommerhalbjahresmonate dafür umso deutlicher erwärmten? Hierzu schauen wir uns einmal den Gesamtzeitraum der DWD-Datensätze an, der bis 1881 zurück reicht.

Abbildungen 2a und 2b: Temperaturverhalten in Deutschland seit 1881 mit Entwicklungsphasen und der Entwicklung der CO2-Konzentration. Oben (2a) das Mittel der ersten drei Monate. Einer kräftigen Erwärmung bei kaum steigenden CO2-Werten folgte zur Jahrhundertmitte eine sehr lange Phase mit geringer Abkühlung bei schon deutlicher steigender CO2-Konzentration. Um 1988 wurde es sprunghaft wärmer; seitdem (siehe Abbildung 1a!) wurde es trotz der am stärksten steigenden CO2-Werte wieder geringfügig kühler. Im Sommerhalbjahr (2b) ist die erste Erwärmungsphase viel länger; die zweite, geringe Abkühlungsphase zur Jahrhundertmitte kürzer, und die dritte, kräftige Erwärmungsphase begann mit 1992 etwas später.

Offenbar, „passt“ die Entwicklung der CO2-Konzentration in den ersten drei Monaten gar nicht zur Temperaturentwicklung; im Sommerhalbjahr passt sie zwar ganz gut zur Phase 1 und 3, aber nicht zu der Abkühlungsphase in der Jahrhundertmitte. Wie wir gleich sehen werden, gibt es aber auch für die Phasen 1 und 3 eine wesentlich plausiblere Erklärung, als die Entwicklung der CO2-Konzentration. Aber was erklärt das Temperaturverhalten der ersten drei Monate? Es ist die NAO.

Abbildung 3: Verlauf der Nordatlantischen Oszillation (NAO, violett) und der Deutschland-Temperaturen von Januar bis März als fünfjährige, zentrierte Gleitmittel. Man erkennt eine grobe Übereinstimmung; im Zeitraum 1881 bis 2021 ist der Zusammenhang (Korrelation) zwischen NAO und Deutschland-Temperaturmittel signifikant positiv (r=0,65).

Im Sommerhalbjahr ist die NAO jedoch für das Temperaturverhalten von geringer Bedeutung.

Die Sonne bringt es an den Tag – wärmere Sommerhalbjahre wegen viel mehr Sonnenstunden!

Anders, als für die Lufttemperaturen, gibt es ein Deutschland-Mittel der Sonnenscheindauer erst seit 1951. Doch die Aufzeichnungen an der Station Potsdam reichen immerhin bis 1893 zurück und können ähnlich der Vorgehensweise der Abbildung 2b auf ihr zeitliches Verhalten geprüft werden:

Abbildungen 4a und 4b: Die zeitliche Entwicklung der Sonnenscheindauer Potsdams in Sonnenstunden je Sommerhalbjahrestag (oben, 4a) erklärt sehr gut die Temperaturentwicklung im Sommerhalbjahr (4b, unten). Man achte auch auf die gute Übereinstimmung mit der Abbildung 2b, trotz des etwas späteren Beobachtungsbeginns in Potsdam.

In einer etwas anderen Darstellungsweise erkennt man die enge „Verzahnung“ von Sonnenscheindauer und Lufttemperaturen im Sommerhalbjahr:

Abbildung 5: Fast stets sind sehr sonnige Sommerhalbjahre auch sehr warm. Der Zusammenhang ist signifikant; die Sonnenscheindauer alleine erklärt schon mehr als 60% der Temperaturvariabilität! Zur besseren Darstellungsweise in einer Grafik musste die Sonnenscheinwerte; hier als Gesamtsumme pro Sommerhalbjahr, in Indexwerte umgerechnet werden.

Abschließend noch die Verhältnisse für ganz Deutschland:

Abbildung 6: Auch in Gesamt-Deutschland lassen sich fast 60% der Temperaturvariabilität des Sommerhalbjahres mit der Sonnenscheindauer erklären – je sonniger, desto wärmer. Zur besseren Darstellungsweise in einer Grafik musste die Sonnenscheinwerte; hier als Gesamtsumme pro Sommerhalbjahr, in Indexwerte umgerechnet werden.

Die Aussichten für das Sommerhalbjahr 2021 und die weitere Zukunft – eher durchwachsen?

Die stark erwärmend wirkende Sonnenscheindauer kann, schon astronomisch bedingt, nicht unbegrenzt weiter zunehmen; damit sind auch der möglichen Erwärmung Grenzen gesetzt. Es lohnt sich aber auch, noch einen weiteren, bedeutsamen Einflussfaktor auf unsere Sommerhalbjahrestemperaturen zu beleuchten – die AMO:

Abbildung 7: AMO und Sommerhalbjahrestemperaturen in Deutschland seit 1856, dem Beobachtungsbeginn der AMO. In AMO-Warmphasen, wie zur Mitte des 20. Jahrhunderts und momentan, sind die Sommerhalbjahre in Deutschland tendenziell wärmer.

Aber wie lange wird uns die gegenwärtige AMO-Warmphase noch erhalten bleiben? Ewig sicher nicht; möglicherweise hat das Ende schon begonnen, was dann wieder kühlere Sommerhalbjahre zur Folge hätte. Aber wie steht es um das Sommerhalbjahr 2021? Ein kühlerer Januar mit höhenkalter Luft und auffallend niedriger Höhenlage der 500-hPa-Fläche, so wie 2021, hatte in der Vergangenheit tendenziell eher einen kühleren Jahresrest und damit auch ein kühleres Sommerhalbjahr zur Folge. Für sichere Prognosen ist der Zusammenhang freilich zu schwach. Auch könnten sich die enormen Temperaturschwankungen des Winters, schon wegen der geringen Sonnenaktivität und der damit verbundenen Neigung zu Extremwetterlagen, weiter fortsetzen – ein Mix aus Hitzewellen und sehr kühlen Phasen also. In der Endabrechnung dürften wohl die hohen Temperaturwerte der Sommerhalbjahre 1947 und 2018 nicht erreicht werden.




Wir können die Corona­maßnahmen nicht (mehr) einschränken. Dann würde jeder bemerken, wie sinnlos sie waren sind.

Hinweis: Der folgende Artikel ist eine Aktualisierung von [9]

Das einzig Konstante ist die fehlende Kompetenz Konstanz

Das gilt aktuell: [3] Entweder ist die Kanzlerin verwirrt oder sie will die Bevölkerung auf den Arm nehmen
… In ihrer Regierungserklärung im Deutschen Bundestag am 25.März 2021 hat Angela Merkel ausgeführt:
„Ich will an dieser Stelle einmal sagen: Wir sind ein föderaler Staat. Es ist keinem Oberbürgermeister und keinem Landrat verwehrt, das zu tun, was in Tübingen und Rostock getan wird. Alle können das machen, und der Bund wird immer unterstützend tätig sein …“
Bei Anne Will am Sonntag, sagte sie das genaue Gegenteil.
Die Infektionszahlen gäben eine Lockerung derzeit nicht her. „Das ist nicht der Zeitpunkt, so etwas ins Auge zu fassen.“ Und weiter: „Ich weiß wirklich nicht, ob Testen und Bummeln, wie es in Berlin heißt, die richtige Antwort auf das ist, was sich gerade abspielt …“

Und es galt auch vorher:
Außenminister Maas (SPD) hat im Februar 2020 Hilfsgüter zur Bekämpfung der Corona-Epidemie kostenlos nach China liefern lassen, darunter auch Gesichtsschutzmasken.
Mit Beginn der Corona-Epidemie in Deutschland im März 2020 mussten die deutschen Behörden bedauerlicherweise feststellen, dass sie über keine Maskenvorräte verfügen. Gesundheitsminister Spahn (CDU) hält (folglich?) eine Maskenpflicht für nicht notwendig.
28.02.2020: Lars Schaade, Vize-Präsident des RKI
„Was empfehlen wir nicht? Wir empfehlen nicht die Nutzung von Desinfektionsmitteln im allgemeinen Alltagsleben, auch in dieser jetzigen Situation nicht. Und wir empfehlen ebenfalls nicht die Nutzung von Gesichtsmasken oder Mund-Nase-Schutz im Allgemeinen, in der allgemeinen Öffentlichkeit und im Alltagsleben.

[6] Gesundheitsminister Spahn im Kommunalwahlkampf in NRW laut BILD: „Mit dem Wissen heute, das kann ich Ihnen sagen, müssen keine Friseure mehr schließen und kein Einzelhandel mehr schließen. Das wird nicht noch mal passieren. Wir werden nicht noch mal Besuchsverbote brauchen in den Pflegeeinrichtungen.“

Sofern ein Gericht mal dahinter kommt und es „anprangert“, haben unsere findigen Politiker schnell eine geeignete Lösung:
[5] Tagesspiegel, 22.03.2021: NRW Stunden nachdem ein Gericht die Beschränkungen für den Handel für rechtswidrig erklärt hatte, beschließt die Politik noch härtere Regeln

Und nachdem das Studium Politik und/oder Jurist wohl zu Universalwissen führt, verkündet Landesfürst Söder unisono: (Markus Söder im Bayerischen Landtag) … Söder verteidigt seinen Kurswechsel, erklärt, dass der Inzidenzwert weiter die einzig belastbare Größe sei und dass ihm noch niemand eine tragfähige Alternative genannt hat …

Viele scheinen fast „gierig“ danach zu sein, möglichst lange im Outfit wie nach einer Rüsselamputation herumzulaufen

Was die Masken die Bürger schon gekostet – und wem es sicher genutzt – hat, zeigt eine Pressemitteilung:
Statistisches Bundesamt: Pressemitteilung Nr. 136 vom 18. März 2021: … Im Jahr 2020 wurden nach vorläufigen geschätzten Zahlen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) Gesichtsschutzmasken im Wert von rund 6 Milliarden Euro nach Deutschland importiert. Eingeführt wurden die Masken fast ausschließlich aus der Volksrepublik China …
Selbstverständlich gibt es daraus auch in Deutschland eine „Wertschöpfung“, die sich nicht nur auf Vermittlungsprovisionen für Politiker beschränkt:
Wirtschaftswoche, 23.03.2021: … Rund 35 Millionen Berechtigte aus der definierten Risikogruppe haben dabei je 15 Masken erhalten, der Marktpreis der Masken lag bei etwa 0,5 Milliarden Euro. Der überwiegende Teil der 2,5 Milliarden Euro, also etwa 80 Prozent, waren offenbar Transaktionskosten. Diese Transaktionskosten verteilten sich auf Druck und Verteilung der Berechtigungsscheine, deren Versendung an die Krankenkassen und die Distribution der Masken durch die Apotheken. Die Apotheken erhielten anfangs 6,90 Euro, später 3,90 Euro pro Maske .… So wäre es möglich gewesen, die FFP2-Masken einfach per Post an die Berechtigten zu schicken. Dieser Weg wäre schneller und wesentlich günstiger gewesen.

Doch Kosten spielen im Kampf gegen die Jahrhundertkatastrophe längst keine Rolle mehr.

Bild 1

Wichtig sind geeignete Maßnahmen. Und wer kann das inzwischen besser als hochrangige Politiker:

Bild 2

Nicht zu vergessen Kanzleramtsminister Helge Braun, die rechte Hand von Frau Merkel, welcher dank Corona aus einem Mauerblümchendasein aufblüht, dabei jedoch nur seine (für Merkels „angezüchteten“ Hofstaat typische) Unfähigkeit entlarvt: Tichys Einblick, 25. März 2021: Bei Maischberger entrollt sich das Grauen dieser Regierung

Bild 3

Entsprechend „feuern“ unsere Medien:

Bild 4

Tagesspiegel, 22.03.2021: „Notbremse wird daran nichts ändern“: Modellierung zeigt dramatische, dritte Corona-Welle in Deutschland

Es gibt genügend Bürger, welche alles glauben, eingeschlossen die Redaktion der Tageszeitung des Autors.

Entsprechend sind „die Wünsche“ der Bürger wie immer in Zeiten großer Kampfmaßnahmen: Eine starke Person möge sie doch bitte leiten …

Bild 5

Bild 6

Nun gibt es Bürgermeister, welche sich nach dem „Tübinger Modell“ sehnen:

Bild 7

Diese Bürgermeister haben jedoch den wirklich kindischen Fehler gemacht, ihren politischen Chefs etwas zu glauben.

Ihre nach 18 Regierungsjahren erstmals ausgesprochene „Entschuldigung“ begreift die unfehlbare Merkel anscheinend als eine Generalamnestie. Schon einen Tag später fiel sie in den gewohnten Trott und war zuerst dafür, wenige Tage später dann dagegen. Wie zu erwarten, ist Söder diesen typischen Merkelwindungen wie ein Double gefolgt:
SZ, 29. März 2021: Wege aus den Beschränkungen: Übermut, Rolle rückwärts, Chaos?
83 bayerische Landkreise und Städte haben sich bei der Staatsregierung darum beworben, Corona-Modellprojekt nach Tübinger Vorbild zu werden. Eigentlich sollte alles ganz schnell gehen, doch angesichts steigender Fallzahlen wackelt das ganze Vorhaben …

Entsprechend schwer hat es das „Tübingen-Projekt“. Sein Erfolg in die Breite gebracht, würde ja auch zu drastisch die Inkompetenz unserer politischen „Cornaführung“ belegen.
[8]Boris Palmer erhält Morddrohungen. Nicht einzelne, sondern Dutzende. Wegen Morddrohungen gegen ihn gebe es bereits eine dreistellige Zahl an Verfahren bei der Staatsanwaltschaft, berichtet der Tübinger Oberbürgermeister. “Unser Modellprojekt steht sehr unter Druck”, klagt er. Viele wünschten sich, dass das Projekt scheitere. Die Aggressivität militanter Lockdowner wächst offenbar ähnlich wie die der Corona-Leugner und Querdenker …

(Und wieder) beispielhaft Nürnberg und Fürth

Das RKI-Dashboard informiert für beide Städte in düsteren Grafiken.
RKI-Dashboardbild zu Fürth:

Bild 8 Stadt Fürth, RKI-Dashboardanzeige (Screenshot vom 02.04.2021)

RKI-Dashboardbild zu Nürnberg:

Bild 9 Stadt Nürnberg, RKI-Dashboardanzeige (Screenshot vom 02.04.2021)

Mit dieser „Information“ kann man fast nichts anfangen, außer schon durch die optische Aufmachung Angst zu bekommen. Mit ziemlicher Sicherheit ist dieses Dashboard auch zu nichts anderem gedacht.

Die Stadt Nürnberg selbst bietet nach etwas Suchen noch ein wenig Zusatzinformation:

Bild 10 Nürnberg, Belegung Normalstationen der Krankenhäuser seit 11.11.2020

Bild 11 Nürnberg, Belegung Intensivstationen der Krankenhäuser seit 11.11.2020

Weitere Angaben muss man dann allerdings googeln:
Und so findet man heraus, dass für beide Städte die Anzahl von Corona-Intensivfällen aktuell 0,0075 … 76 % beträgt

Von 13.375 Einwohnern ist demnach einer als Intensivfall im Krankenhaus und von ca. 26.700 ist eine als Coronafall beatmet.

Fragen sie mal unter 13.000 – 26.000 Personen nach schlimmen, akuten Krankheitsfällen. Sie werden überrascht sein, wie viele sich finden.

Entsprechend zeigt das DIVI-Intensivregister auch keinen „Coronabuckel“, sondern seit Beginn der „2. Welle“ einen Abbau der Intensivbetten und der Notfallreserve:

Bild 12 DIVI Intensivregister (Teildaten)

Der Bericht der Helios-Kliniken vom 31.03.2021 zeigt es ebenfalls:

Bild 13 Helios-Kliniken, Coronabericht, Datenstand 31.03.2021 (Teildaten)

Die Inzidenz ist das untauglichste Mittel zur Bewertung einer „Coronagefahr“…

… ist weiterhin eine rein persönliche Meinung des Autors, welche dem universalen, epidemiologischem Wissen seines ausschließlich auf den Inzidenzwert setzenden Landesvaters Söder diametral entgegensteht.

In der Lokalzeitung des Autors wird inzwischen fast täglich über schlimmste Auswirkungen von „Corona“ im eher verschlafenen Städtchen Fürth und dem nicht unähnlichen Nürnberg berichtet. Die Großkliniken beider Städte haben offensichtlich erkannt, dass man über die Lokalzeitungen kostenlos „werben“ und zur richtigen Zeit politische Forderungen stellen kann. Entsprechend jammern sie über die Zeitung schon fast täglich, wie schlimm ihnen „Corona“ zusetzt.
Nur manchmal, wenn der Stolz überwiegt, durch andere Meldungen „unterbrochen“:

Lokale Tageszeitung vom 05.03.:
Herr Dr. Wagner (Klinikum Fürth): „Inzwischen gebe es gute Therapiemöglichkeiten bei einer Covid-19-Erkrankung, zum Beispiel mit Antikörpern … sechs Patienten hatten sich mit dem Virus infiziert … kein Einziger ist danach an Covid erkrankt … “.

Um wieder zu zeigen, warum der Autor von der Inzidenz als Aussage der Coronagefährdung nichts hält, anbei die exemplarisch Grafiken zu den Städten Nürnberg und Fürth.
Solche stellen weder das RKI noch beide Stadtportale zur Verfügung, obwohl das RKI die Daten hat und die Städte (wie auch Privatpersonen) Zugang. Interessierte müssen sich die Daten laden und die Grafiken daraus selbst erstellen.

Stadt Nürnberg

Weiterhin zeigt sich kein Zusammenhang zwischen der Inzidenz und einer Coronamortalität.

Bild 14 Stadt Nürnberg, Anzahl Corona-Meldefälle vom 01.01.2021 – 30.03.2021. Grafik vom Autor erstellt

Bild 15 Stadt Nürnberg, Anzahl Corona-Todesfälle vom 01.01.2021 – 30.03.2021. Grafik vom Autor erstellt

Die nächste Grafik zeigt die Risikogruppen. Auch bei Personen unter 60 Jahren sind seit dem 01.01.2021 wenige an/oder mit Corona verstorben. Von diesen ganz Wenigen waren aber alle in der Altersgruppe A35-A59 (höher löst das RKI nicht auf). Nicht ein*e jüngere war darunter.

Bild 16 Stadt Nürnberg, Anzahl Corona-Todesfälle nach Altersgruppe 60-79, 80+ vom 01.01.2021 – 30.03.2021. Grafik vom Autor erstellt

Stadt Fürth

Auch hier zeigt sich weiterhin kein Zusammenhang zwischen der Inzidenz und einer Coronamortalität.

Bild 17 Stadt Fürth, Anzahl Corona-Meldefälle vom 01.01.2021 – 30.03.2021. Grafik vom Autor erstellt

Bild 18 Stadt Fürth, Anzahl Corona-Todesfälle vom 01.01.2021 – 30.03.2021. Grafik vom Autor erstellt

Die nächste Grafik zeigt die Risikogruppen. Auch bei Personen unter 60 Jahren sind seit dem 01.01.2021 wenige an/oder mit Corona verstorben. Von diesen ganz Wenigen waren aber alle in der Altersgruppe A35-A59 (höher löst das RKI nicht auf). Nicht ein*e jüngere war darunter.

Bild 19 Stadt Fürth, Anzahl Corona-Todesfälle nach Altersgruppe 60-79, 80+ vom 01.01.2021 – 30.03.2021. Grafik vom Autor erstellt

Fazit

Viele wollen aber gar nicht „überinformiert“ sein. Beispielhaft die Antwort einer NN-Redakteurin am 30.03.2021 auf den Hinweis über die Coronadaten von Fürth und Nürnberg: … es bringt in meinen Augen überhaupt nichts, die Folgen von Corona und die Mortalität zu leugnen. Die Sterblichkeit und die Übersterblichkeit sind eindeutig bewiesen. Das entnehmen Sie bitte unserer heutigen Berichterstattung …

Nun betrachte man noch die Sterbedaten Deutschland, sowie die Corona-Sterblichkeitsdaten von Bayern (die von Deutschland verlaufen sehr ähnlich) und vergleiche diese mit dem Sterblichkeitsverlauf von Nürnberg:

Bild 20 Deutschland, Verlauf der Gesamtsterblichkeit seit 2016

Bild 21 Bayern und Stadt Nürnberg, Verlaufsvergleich Anzahl Coronaverstorbener ab KW 1.2021 bis KW 09.2021 (01. März). Grafik vom Autor erstellt

Ergänzend die Sterblichkeit in Schweden, welches das „Tübingenmodell“ (oder eher umgekehrt) landesweit durchführt:

Bild 22 Sterblichkeitsverlauf Schweden vom 01.01. – 21.03.2021

Wieder fragt man sich, wie (nicht nur) ein Landesvater dazu eine wachsende Gefahr und sonstiges fabeln postulieren kann und außer andauernder „Verschärfung“ nichts zu bieten hat.
Immer stärker gewinnt man den Eindruck, dass Herr Söder das Thema „Corona“ mit „Wahlk(r)ampf“ verwechselt.

Bild 23

Bild 24

Wie soll ein Politiker*in allerdings auch Kenntnis gewinnen, wenn sie sich weiterhin nur solche Berater halten (oder eine Expertise mit den gewünschten Aussagen einfach kaufen [10]):

Bild 25 Screenshot vom 02.04.2021

Nicht zu vergessen bisherige „Mauerblümchen“, welche durch einen Zufall der Geschichte hochgespült und Regierungsberaterin wurden:
Tichys Einblick, 02.04.2021: DIE LIGA DER CHARMEBOLZEN Bei Lanz wird 2021 ganz beiläufig schon abgeschrieben – keine Normalität für Jahre

Quellen

[1] EIKE 24. März 2021: Wer schützt uns endlich vor der wild gewordenen Politikermeute?

[2] EIKE 11. März 2021: Wartet Nürnberg nun auf Corona-Auferstehungen…

[3] The European, 29.03.2021: Entweder ist die Kanzlerin verwirrt oder sie will die Bevölkerung auf den Arm nehmen

[4] Zeit Online, 31.03.2021: Corona-Lockdown :Söder und Kretschmann fordern Anwendung der Notbremse

[5] Tagesspiegel, 22.03.2021: NRW Stunden nachdem ein Gericht die Beschränkungen für den Handel für rechtswidrig erklärt hatte, beschließt die Politik noch härtere Regeln

[6] Tichys Einblick, 1. Sept. 2020: NACH LAUMANN NUN AUCH SPAHN

[7] Achgut, 01.04.2021: Ein hilfreicher Vergleich: Corona-Todeszahlen Schweden/ Deutschland

[8] The European, 01. April 2021: Morddrohungen gegen Boris Palmer

[9] EIKE 24. März 2021: Wer schützt uns endlich vor der wild gewordenen Politikermeute?

[10] Achgut, 07.02.2021: Panik wie bestellt – ein neuer Blick auf die Affäre Stephan Kohn