Der Mythos von den grandiosen Erneuerbaren

Trotz ihrer kontinuierlichen Unterstützung der Weltwirtschaft sind diese fossilen Brennstoffquellen bei den Klima-sensiblen, anti-fossilen grünen Lobbyisten und Umweltenthusiasten inzwischen unbeliebt geworden. Sie haben fossile Brennstoffe als „böse“ gebrandmarkt und als Grund für den andauernden „Klima-Notstand“.

Als Alternative dazu fordern uns die Mainstream-Medien, Prominente und ein Teil der Wissenschaftler auf, Energielösungen wie Wind und Sonne anzunehmen, weil sie unsere Zukunft besser machen werden. Sie verlangen von uns, erneuerbare Energien als die Wunder-Energielösung zu akzeptieren, die den globalen Energiebedarf auf saubere und grüne Weise decken kann. Interessante Geschichten aus armen Ländern, in denen autonome erneuerbare Systeme sehr kleine Haushalte versorgen, werden oft als Beweis für die lebensverändernde Rolle der erneuerbaren Energien bei Menschen präsentiert, die nicht an das Stromnetz angeschlossen sind.

Die Frage des Ersatzes fossiler Brennstoffe durch erneuerbare Energien ist für die amerikanischen Präsidentschaftswahlen wichtig. Der demokratische Herausforderer Joe Biden hat einen Clean Energy Plan vorgeschlagen, der darauf abzielt, Billionen Dollar für die Entwicklung erneuerbarer Energietechnologien auszugeben und die Nutzung fossiler Brennstoffe vollständig zu beenden.

Anti-Fossil-Aktivisten fördern diese neuen und beliebten erneuerbaren Energiequellen jedoch nicht aufgrund ihrer erwiesenen Wirksamkeit. Stattdessen fordern sie uns auf, blind auf die hypothetischen Vorteile zu vertrauen, von denen sie behaupten, dass sie in Zukunft erneuerbare Energien bringen werden.

Die Realität vor Ort steht im Widerspruch zu dem Ruhm, den die Mainstream-Medien den erneuerbaren Energien zuschreiben.

Intermittent und unzuverlässig

Das größte Problem bei den erneuerbaren Energien ist, dass sie unzuverlässig sind. Energetisch gesehen sind sie aufgrund ihrer Art der Energieerzeugung intermittierend. Windräder sind vollständig von der Windstärke abhängig, können bei unregelmäßigem Wind sehr unbeständig sein und stellen die Stromerzeugung an windstillen Tagen und zu windarmen Jahreszeiten ein.

Ebenso ist auch die Erzeugung von Sonnenenergie sehr variabel, wenn nicht genügend Sonnenlicht vorhanden ist, und hört nach Sonnenuntergang vollständig auf.

Daten zur jährlichen Veränderung der Energieerzeugung zeigen die Gesamtvolatilität bei der Erzeugung erneuerbarer Energien – Wasserkraft, Sonne, Wind, Geothermie, Wellen- und Gezeitenenergie sowie Bioenergie – auf Makroebene in den letzten Jahrzehnten. Diese Volatilität erhöht auch die Unvorhersagbarkeit zur Erzeugung erneuerbarer Energien, was zu einer allgemeinen Unsicherheit für Energieunternehmen und Verbraucher führt.

Graphik: Jährliche Änderung der Energieerzeugung durch Erneuerbare. Quelle: BP Statistical Review of World Energy Image: Our World in Data

[Bildinschrift: Gezeigt wird die Änderung der Energieerzeugung durch Erneuerbare im Vergleich zum Vorjahr, gemessen in Terawatt-Stunden. Es ist die Gesamtenergie durch Wasserkraft, Solar, Wind, Geothermie, Wellen- und Gezeitenkraftwerke sowie Bioenergie.]

Außerdem benötigen sowohl Wind- als auch Sonnenenergie ausreichende Energieunterstützung in Form von Batterien. Die derzeit verfügbare Batterietechnologie ist jedoch nicht in der Lage, große erneuerbare Systeme zu unterstützen. Daher ist die großmaßstäbliche Erzeugung erneuerbarer Erzeugie auf die Unterstützung durch andere Energiequellen (wie fossile Brennstoffe und Kernenergie) angewiesen, um den Verlust im Energienetz auszugleichen.

Die jüngsten Waldbrände in Kalifornien deckten die Ineffizienz der erneuerbaren Energien auf, wo weit verbreitete Stromausfälle für Tausende von Kunden das Leben zum Erliegen brachten. Gouverneur Newsom sagte, dass Lücken in den Systemen erneuerbarer Energien zum Stromausfall von Millionen Kaliforniern führten.

Immer mehr Bundesstaaten beginnen, dieses unausweichliche Problem der Unterbrechungen bei den erneuerbaren Energien zu verstehen. Im pazifischen Nordwesten fordert der Benton Public Utility District (PUD), der 55.000 Verbraucher versorgt, jetzt die Behörden der Bundesstaaten auf, von der Installation weiterer Windparks abzusehen.

„Wir schlagen weiterhin Alarm hinsichtlich des unannehmbar hohen Risikos, dass Stromausfälle im Nordwesten der USA durch eine allzu aggressive Politik für saubere Energie und eine zunehmende Abhängigkeit von Windkraft als Ersatz für stillgelegte Kohlekraftwerke ausgelöst werden“, heißt es in einer Erklärung der PUD Benton.

Sie betonten auch die Notwendigkeit einer kritischen Bewertung inmitten eines Erneuerbaren-Wahnsinns, der die Staaten erfasst: „Während die Entwicklung von Windparks politisch modisch sein mag und für viele in der breiten Öffentlichkeit als eine Harmonisierung der Natur mit der Stromerzeugung attraktiv ist, weisen Wissenschaft und Wirtschaft darauf hin, dass die Versorgung der modernen Zivilisation mit intermittierenden Erzeugungsressourcen wie Wind- und Sonnenenergie hohe finanzielle Kosten und massive ökologische Schäden verursacht.

Erneuerbare Energien belasten Ihre Bank

Analysen der Strommärkte in einigen europäischen Ländern haben gezeigt, dass die erneuerbaren Energien einen großen Anteil an der Erhöhung der Strompreise für Privathaushalte hatten. Gleiches gilt für die USA.

Kalifornien, Massachusetts, Vermont, Connecticut und New York sind nicht nur die führenden US-Bundesstaaten für erneuerbare Energien in den USA, sie weisen auch einige der höchsten Strompreise für Privathaushalte des Landes auf. Es könnte andere Faktoren geben, die diese hohen Preise beeinflussen, aber es ist sicher, dass erneuerbare Energien ihren Teil zur Erhöhung der Strompreise in diesen Bundesstaaten beigetragen haben.

In Großbritannien trieben die erneuerbaren Energien die Strompreise in die Höhe und machten den Zugang zu Energie für viele zum Luxus. Sogar die britische Regierung räumt dies ein, und Millionen von Kindern und älteren Briten leiden regelmäßig unter der Nichtverfügbarkeit von billigem Strom zum Heizen ihrer Häuser.

Dr. Alan Moran – ein angesehener Wirtschaftswissenschaftler aus Australien – bewertete die Auswirkungen der australischen Klima- und Erneuerbaren-Politik auf die Wirtschaft. Die pro-erneuerbare Klimapolitik kostete jeden Haushalt jährlich rund 933 US-Dollar, machte 39 Prozent der Stromrechnungen der Haushalte aus und führte zu einem Nettoverlust von Arbeitsplätzen in der Wirtschaft.

Es ist auch wichtig darauf hinzuweisen, dass die Kosten für den Betrieb von Windmühlen in den letzten zwei Jahrzehnten trotz gegenteiliger Behauptungen nicht gesunken sind. Eine Studie, die an 350 Onshore- und Offshore-Windparks in Großbritannien durchgeführt wurde, ergab, dass die Betriebskosten in den letzten zwei Jahrzehnten vielmehr deutlich gestiegen sind.

Erneuerbare sind schmutzig

Erneuerbare Energien sind schmutzig, aber die Mainstream-Medien geben das in der Regel nicht zu. Sie befassen sich nur selten mit der nachgewiesenen Giftigkeit von Rohstoffen, die bei der Herstellung von Wind- und Sonnenenergieanlagen verwendet werden.

Außerdem ist der Recycling-Faktor am Ende der Lebensdauer für Wind- und Sonnenenergie extrem schlecht. Stillgelegte Windturbinen werden in Massendeponien vergraben, da sie nicht recycelt werden können. Windturbinen sind auch dafür berüchtigt, dass sie jedes Jahr Tausende von Vögeln töten, darunter gefährdete Greifvogelarten.

Die Vorstellung, dass erneuerbare Energien „sauber und grün“ sind, ist nichts weiter als ein Mythos. Genauso wie die Behauptungen über ihre Fähigkeit, zuverlässig Strom für energieintensive kommerzielle Verbraucher und Haushalte in Städten zu produzieren. Auch der Glaube, dass sie in den nächsten anderthalb Jahrzehnten auf wundersame Weise fossile Brennstoffe ersetzen können, ist ein Mythos.

Vijay Jayaraj (M.Sc., Environmental Science, University of East Anglia, England), is a Research Contributor for the Cornwall Alliance for the Stewardship of Creation and resides in New Delhi, India.

Link: https://wattsupwiththat.com/2020/10/26/the-myth-of-glorious-renewables/

Übersetzt von Chris Frey EIKE




Die falschen Klima-Experimente

Kurzfassung


1827 publizierte Joseph Fourier eine Hypothese, wonach Wasserdampf und CO<sub>2</sub> die Erd-Atmosphäre erwärmen würden. Diese These, die später als „Treibhauseffekt“ bekannt wurde, war von vornherein umstritten. Selbst der Begriff war falsch gewählt, da der Erwärmungseffekt von Gewächshäusern nichts mit der Wärmestrahlung der IR-aktiven Gase zu tun hat. So ist es nicht verwunderlich, dass Klima-Alarmisten wie Al Gore und Hoimar von Ditfurth neue „Beweise“ vorlegen wollten, um der breiten Öffentlichkeit die gefährliche Erderwärmung durch CO<sub >2</sub> zu vermitteln. Eine umfangreiche Überprüfung ihrer Experimente zeigt nun, dass sie das falsche Objekt, die Lufttemperatur, untersucht haben und dabei unbemerkt auf die besondere Isolierwirkung von Gas-Schichtungen gestoßen sind. So wird eine besonders starke Lufterwärmung erhalten, wenn CO
2 von unten eingeleitet wird und sich ein „Gas-See“ bildet, der zu einem Schichtungs-Effekt und zu einem Wärmestau führt. Werden aber, wie in der Atmosphäre, Luft und CO2 gleichmäßig vermischt, bleibt die Luft-Erwärmung aus.
Die Öffentlichkeit wird durch diese Experimente manipuliert und getäuscht, da die teilweise beträchtlichen Temperaturerhöhungen nichts mit dem CO
2-Treibhauseffekt zu tun haben. Dabei hätten die Autoren Ihren Irrtum leicht bemerken können, wenn sie ihren „Gas-See“ nur kurz umgerührt hätten.

Einleitung

Folgt man den etablierten Massenmedien ist der angeblich vom Menschen verursachte Klimawandel wissenschaftlich eindeutig bewiesen und benötigt keine weitere Forschung. Zunächst ein Widerspruch in sich, denn die Naturwissenschaft liefert keine absolute Wahrheit, in Stein gemeißelte Gesetze, sondern nur Annahmen und Hypothesen. Selbst wenn sich eine These in der Praxis bewährt und allgemeine Anerkennung gefunden hat, ist eine kritische Überprüfung kein Sakrileg, sondern unverzichtbare Pflicht eines jeden Wissenschaftlers. Denkverbote und Maulkörbe sind Methoden und typische Merkmale einer drohenden Diktatur, die die Wissenschaft zu einem unwürdigen Knecht der Mächtigen degradiert. Wie glaubwürdig ist eine Gesellschaft, die bunt sein möchte aber Meinungsvielfalt unterdrückt (EIKE, 2019).
Es ist sehr beunruhigend, dass sich beim Thema Klimawandel hauptsächlich nur ehemalige Institutsdirektoren, pensionierte Professoren und Forscher zu Wort melden und den Weltuntergangsszenarien widersprechen. Wenn nur Menschen Widerstand leisten, die sich keine Sorgen bezüglich ihrer Karriere, Reputation oder ihres Einkommens machen müssen. Wenn in Deutschland die ältere Generation von einem öffentlich rechtlichen Sender („Meine Oma ist `ne alte Umweltsau“) verspottet wird.

Für einen Außenstehenden ist es schwer bis unmöglich, die Vorhersagen von Dürre, Hitze, Überschwemmungen und Artensterben zu überprüfen. Es sein denn, man stöbert in uralten Zeitungen und findet düstere Prophezeiungen in schöner Regelmäßigkeit ( Washington Post, 1922, Rückzug der Gletscher, 1934, 50-years-failed-eco-pocalyptic-predictions, 2019). Vielleicht sind es die Lebenserfahrungen der Älteren, dass sie dem Sensations-Journalismus nicht auf den Leim gehen und eher gelassen reagieren.

Die Untergangsprognosen spalten die Gesellschaft in Menschen, die alles glauben was die Medien produzieren und Menschen, die sich lieber selber eine eigene Meinung bilden. Meine experimentellen Untersuchungen richten sich an die letztere Gruppe. Auch wenn sich das komplexe Geschehen von Wetter und Klima im Labor nicht nachbilden lässt, einzelne Aspekte und Aussagen lassen sich durchaus überprüfen. Im folgenden Artikel geht es um spektakuläre Labor-Experimente prominenter Klima-Alarmisten, die kritisch hinterfragt werden sollen. Am Ende wird sich herausstellen, warum ihre Experimente scheitern mussten und ihre Warnung vor dem angeblich gefährlichen CO2 unbegründet ist.

1. Das Hoimar von Ditfurth Experiment

Man findet im Internet eine Reihe von einfachen Versuchen, die den CO2-Treibhauseffekt mit der Lufttemperatur verknüpfen. Danach soll sich CO2 wie eine Glasscheibe verhalten, die kurzwelliges Licht durchlässt, aber langwellige Wärmestrahlung absorbiert und sich dadurch erwärmt. Eine deutliche Erwärmung nach Zugabe von CO2 wurde als Beweis eines Treibhauseffektes erachtet. Die bekanntesten Versuche stammen von Al Gore (2011), Prof. Volker Quaschning (2019), und Hoimar von Ditfurth (1978). Sie haben einen sehr ähnlichen Versuchsaufbau und lassen sich wie folgt charakterisieren:

1. Eine Glühlampe bestrahlt von außen ein Gefäß (Simulation der Sonnenstrahlung).
2. Ein Gefäß wird wahlweise mit normaler oder CO2-haltiger Luft gefüllt (Erd-Atmosphäre).
3. Eine Bodenfläche oder ein kugelförmiger Körper simuliert die Erdoberfläche.

Das wohl spektakulärste Experiment wurde 1978 von dem Autor und Fernsehmoderator Dr. Hoimar von Ditfurth† durchgeführt. Diese Vorführung verdient einige Superlative: Neben spektakulär ist es das größte und gefährlichste Experiment, mit dem stärksten Temperatur-Anstieg und den meisten physikalischen Rätseln.

Auf einer Bühne waren zwei große Zylinder mit den ungefähren Maßen 2 x 3 m aus durchsichtiger Plastikfolie aufgebaut. In jedem dieser Zylinder befand sich eine Testperson, die ein Thermometer beobachtete, aber nur in einem Zylinder wurde CO2 sehr rasch von unten eingeleitet.
Die Zylinder werden mit einem Bühnenscheinwerfer von oben bestrahlt, wodurch sie sich erwärmten.
Am Ende wurde festgestellt, dass der CO2-gefüllte Zylinder 11,3 °C wärmer war als der Vergleichszylinder.
Das YouTube-Video, das noch immer im Internet zugänglich ist, vermittelt eine Botschaft, die wegen ihrer Einfachheit auch von der breiten Öffentlichkeit leicht zu verstehen ist: „Seht her, CO2 kann unsere Erde um 11 °C oder vielleicht noch höher erwärmen, wenn ihr nicht sofort handelt.“ Aber stimmt diese Prophezeiung?

Die Experimente der prominenten Klima-Alarmisten sind reine Demonstrationen. Es fehlen detaillierte Beschreibungen, Angabe der CO2-Konzentrationen und Kontroll-Experimente. Zur Auswertung kommt lediglich eine Vorher- Nachher-Betrachtung. Diese Versäumnisse sollten durch eine gründliche Prüfung behoben werden.

2. Die Versuchsapparatur

Die Versuchs-Apparatur ist eine polierte Aluminiumröhre mit einem Volumen von 65 Liter, die von unten mit Probegasen befüllt werden kann und von oben mit einer 100 W Rotlicht-Lampe aus 60 cm Entfernung bestrahlt wird (Abb. 1).
Das Ende der Röhre ist mit einem Windschutz versehen. Die Röhre kann entweder offenen gelassen werden (Blende 1) oder mit einer PE-Folie verschlossenen werden (Blende 2).
Sieben Thermometer, die an Datenloggern angeschlossen sind, dokumentieren im Minutentakt die Temperaturen innerhalb und außerhalb der Röhre. Die Daten-Aufzeichnungen beginnen 70 Minuten vor Zugabe der Probegase, um die Konstanz der Temperaturen zu zeigen. Um diese Konstanz zu erreichen wird die Rotlicht-Lampe 5 Stunden vorher eingeschaltet. Auch der Versuchsraum hat eine konstante Temperatur und wird als Raum-Temperatur angegeben.
Die Probegase werden innerhalb von 15 Minuten von unten eingeleitet, wodurch die Boden-Temperatur kurzzeitig beeinflusst wird (Abb. 5, 6). Für die Auswertung eines Versuches spielt diese Störung keine Rolle, da alle Temperatur-Änderungen über eine sehr lange Zeitspanne von 4 – 5 Stunden beobachtet wird.
Die Auswertung erfolgt mit Excel-Diagrammen, wobei immer fünf Daten zu einem Durchschnittswert zusammengefasst sind.

2.1 Überprüfung des Ditfurth-Experimentes

Wie beim Ditfurth-Experiment wird die mit Luft gefüllte, offene Apparatur (Abb. 2, linkes Bild) mit einer 100 W Rotlicht-Reflektor-Lampe bestrahlt. Die Daten von 0 -70 Minuten zeigen die Temperaturen der luftgefüllten Apparatur vor Zugabe von CO2. Durch die Bestrahlung ist die Versuchs-Apparatur bis zu 10 °C wärmer als die Raum-Luft. Dabei entsteht eine ungewöhnliche Luftschichtung. In geschlossenen Räumen hat normalerweise die Decke die höchste Temperatur aber bei diesem Bestrahlungs-Experiment ist es umgekehrt. Der Boden hat die höchste Temperatur, gefolgt vom Dom und jede weitere Schicht ist kälter als die vorhergehende (Abb. 3).

Die Erklärung ist das Lambert’sche Kosinusgesetz. Der Boden, obwohl am weitesten von der Lampe entfernt, erhält wegen seiner parallelen Ausrichtung zur Strahlungsquelle die größte Strahlungsdichte von der Rotlicht-Lampe. Alle anderen Flächen werden nur schräg angestrahlt und dadurch weniger erwärmt. Die Wärme breitet sich hauptsächlich durch Wärmeleitung aus, wie an der 4 °C Differenz zwischen Boden und Dom-Luft zu sehen ist (Abb. 3, Boden vs. Dom).
Nach Ablauf der 70-minütigen Luft-Messungen werden 23 L CO2 innerhalb von 15 Minuten von unten in die Apparatur eingeleitet. Die Temperaturen in der Apparatur reagieren sofort auf das CO2, allerdings sehr unterschiedlich. Während sich Boden und Dom-Luft sofort erwärmen, zeigen die anderen Sensoren zunächst eine Abkühlung, um nach einer gewissen Verzögerung ebenfalls einen Anstieg zu vermelden (Abb. 3).

Nach einer Beobachtungszeit von 180 Minuten (Ruhephase) werden die Gase durch das „Einleitungsrohr“ im Boden wieder abgepumpt. Das Abpumpen war als Kontrolle gedacht, um nachzuweisen dass die Temperatur-Anstiege tatsächlich durch CO2 verursacht werden.
Eine Bestimmung der abgepumpten CO
2-Menge ergab, dass nur noch wenig CO2 von den ursprünglichen 23 Litern vorhanden war. Das meiste CO2 war während des Versuches aus der oben offenen Apparatur unbemerkt in den Laborraum entwichen (diffundiert). Der stetige Temperatur-Anstieg der Top-Position (gelbe Linie) zeigt diese Diffusion.

2.2 Das Argon-Kontroll-Experiment

Auf den ersten Blick sieht das vorherige CO2-Experiment wie eine Bestätigung der Ditfurth-Hypothese aus. Aber Zweifel ist die Mutter aller Wissenschaften und so muss auch dieses Ergebnis überprüft werden. Als alternatives Kontroll-Gas bietet sich Argon an. Argon ist wie CO2 ein schweres Gas aber kein Treibhausgas und sollte beim Einleiten in die Röhre keine Temperatur-Änderung verursachen. Der Kontroll-Versuch ist jedoch eine faustdicke Überraschung: Das IR-inaktive Argon verursacht exakt die gleichen Temperatur-Anstiege wie das Treibhausgas CO2 (Abb. 4).

2.3 Schlussfolgerungen

Das Edelgas Argon ist ein IR-inaktives Gas, das weder Wärmestrahlung absorbieren noch emittieren kann. Wenn CO2 und Argon den gleichen Erwärmungs-Effekt zeigen, muss man die Ursache außerhalb der Wärmestrahlung suchen. Schwere Gase haben eine kleinere spezifische Wärmeleitfähigkeit λ als Luft (die Tabelle in Abb. 4). Werden diese Gase in die Röhre eingeleitet, verringern sie den Wärmestrom innerhalb der Apparatur. Die schweren Gase wirken wie eine Isolierschicht. Somit lässt sich feststellen:

Das Ditfurth-Experiment zeigt nicht den Treibhauseffekt, sondern ist ein Phänomen schwerer Gase.

Diese erste Erkenntnis bestätigt die Skepsis von Anthony Watts (2011) und Helmut Krebs (2020, S. 91,98), die an den Ditfurth- und Al Gore-Experimenten, als Beweis des CO2-Treibhauseffektes, gezweifelt hatten.

3. Experimente in der geschlossenen Apparatur

3.1 Überprüfung des Ditfurth-Experimentes in der geschlossenen Apparatur

Da bei der ersten Untersuchung CO2 entweichen konnte, wurde der Versuch von Kap. 2 mit einer geschlossenen Apparatur wiederholt. Hierzu wurde Blende 2 mit Silicon-Gummi oberhalb der konischen Erweiterung eingeklebt. Blende 2 ist mit einer durchsichtigen PE-Folie (Schichtdicke: 11 µm) bespannt, die Wärmestrahlung durchlässt, aber den Austritt von CO2 verhindert (Abb. 1, das Bild in der Mitte). Überraschenderweise gingen bei diesem Versuch die Temperaturen bereits nach zwei Stunden wieder auf die Ausgangswerte zurück, obwohl gar nicht abgepumpt wurde (Abb. 5).

Das abweichende Verhalten lässt sich durch einen unterschiedlichen Verlauf der CO2-Diffusion bei einer offenen und geschlossenen Apparatur erklären.
Beim CO2-Einleiten bildet sich im Dom ein CO2-„See“, vergleichbar mit einer Flüssigkeit, die in eine Schüssel gefüllt wird. (Für diese Art der Gasfüllung wurde die „Abdeckplatte“ im Dom installiert!) Das CO2 breitet sich danach langsam durch Diffusion nach oben aus. Es bilden sich Schichten unterschiedlicher CO2-Konzentration aus, die wie bei einer Mehrfachverglasung von Fensterscheiben die Wärmeleitung erheblich reduzieren.

Da die unterste Schicht aus fast reinem CO2 besteht, ist dieser Bereich der Röhre viel stärker als die oberen Abschnitte von einem Wärmestau betroffen. Das erklärt die entgegengesetzten Temperatur-Änderungen zwischen Boden- und Top-Position in den ersten Minuten kurz nach der CO2-Einleitung.
Durch die Diffusion nähert sich das CO2 der Rotlichtlampe und wird hier stärker erwärmt als in den unteren Schichten, was den Aufstieg beschleunigt. Bei der offenen Apparatur führt das zu einem Entweichen der obersten Schichten CO2. Dadurch nimmt insgesamt die CO2-Menge in der Röhre ab, aber der Schichtungs-Effekt bleibt erhalten.

Bei der geschlossenen Apparatur führt die Diffusion zu einer Vermischung, Homogenisierung mit der Innenluft. Dieser Homogenisierungs-Prozess beseitigt den Schichtungs-Effekt, wodurch der Wärmestau beseitigt wird und die Temperaturen auf ihre Anfangswerte wieder zurückgehen (Abb. 5).

Der starke Temperatur-Anstieg des Ditfurth-Experimentes wird hauptsächlich durch diesen Schichtungs-Effekt verursacht wird.

Bisher hatten Kritiker solcher Bestrahlungs-Experimente argumentiert, dass die geringe spezifische Wärmeleitung von CO2 die Ursache für solche Temperatur-Anstieg ist. Tatsächlich ist der Wärmeleitungs-Effekt gut durchmischter Gase nur für eine minimale Erwärmung von 0,1 – 0,2 °C verantwortlich.

3.2 CO2-Experiment mit beschleunigter Homogenisierung

Die These der internen Vermischung von CO2 und Luft ließ sich experimentell bestätigen. Nach Einleitung von CO2 wurde für 30 Minuten mit einer Aquarium-Pumpe das im Dom befindliche CO2 abgesaugt und in das obere Rohr wieder eingeleitet. Durch dieses Pumpen im Kreis wurde die Homogenisierung beschleunigt und die Temperaturen sanken deutlich schneller als beim vorherigen Versuch (Abb. 6 und Tab. 1).

3.3 Homogenisierungs-Versuche mit schweren Gasen

Weitere Homogenisierungs-Versuche mit unterschiedlichen Mengen CO2, Freon 134a und Argon ergaben immer die gleichen geringen Temperatur-Anstiege von 0,1 – 0,3 °C (Tab. 1). Auch ein CO2-Kontrollversuch mit einem farblosen 100 W Strahler (Abb. 2, rechtes Bild) führte zu keinem anderen Ergebnis.

3.4 Homogenisierungs-Experimente in Argon

In einer letzten Versuchsreihe wurde vor Zugabe von Treibhausgasen die Luft in der Apparatur (die Raumluft) durch Argon ausgetauscht. Durch diese Maßnahme sollte der Einfluss der Wärmeleitung in der Gas-Phase verringert werden. Tatsächlich verursachten jetzt CO2 bzw. Freon 134a keine messbare Erwärmung der Luft in der Dom-Position, während es am Boden sogar zu einer Abkühlung kam (Tab. 2).

4. Das Harald Lesch-Experiment

Kapitel 4 wurde aus aktuellem Anlass, dem offenen Brief von Prof. Döhler et al. an Prof Harald Lesch (Klaus-D. Döhler, 2020), diesem Artikel zugefügt. Prof. Leschs Auftritt im ZDF gehört ebenfalls zu dem Thema „Die falschen Klima-Experimente“, allerdings mit einem anderen Fehler als beim Ditfurth-Experiment.
Prof. Lesch verwechselt Emission mit Absorption und demonstriert lediglich, dass CO2 ein IR-aktives Gas ist, was Klima-Skeptiker ja gar nicht bezweifeln. Für diese Täuschung verwendet er wesentliche Bausteine der IR-Spektroskopie.
Bei einem IR-Spektrometer wird eine Probe in einer Küvette (bei Lesch ist es die Dose) mit einer Wärmestrahlung hoher Strahlungsdichte durchstrahlt (bei einem IR-Spektrometer sind Strahlungsquellen mit Temperaturen bis zu 1500 °C üblich). Mit dieser Methodik wird nachgewiesen, dass CO2 bestimmte Wellenlängen des IR-Lichtes (Wärmestrahlung) absorbieren kann. Absorption von Wärmestrahlung bedeutet jedoch Aufnahme von Energie, die zwingend zu einer Erwärmung der CO2-haltigen Luft in der Dose führt.
Beim Treibhauseffekt der Atmosphäre geht es aber nicht um die Sonnenstrahlung*), wie Prof. Lesch fälschlich behauptet, sondern hauptsächlich um die IR-Strahlung der Erdoberfläche. Es geht die Frage wie diese Energie von der Erdoberfläche bis zum Rand der Atmosphäre transportiert wird. Neben anderen Mechanismen gelingt das durch eine stetige Wiederholung von Absorption und Emission der IR-Strahlung mit Komponenten der Atmosphäre, die diese Eigenschaft haben. Das geht solange bis die Atmosphäre dünn genug ist, um die Wärmestrahlung endgültig in das Weltall zu entlassen.
Anders als beim Lesch-Experiment sind hier die Strahlungsdichten wesentlich geringer und die Auswirkung auf die Temperatur der unteren Atmosphäre eher gering. Ob, wo und in welchem Umfang eine Temperatur-Erhöhung auftritt ist immer noch heftig umstritten.

Prof. Lesch folgt einem über hundertjährigen Irrtum, der sich nicht ausmerzten lässt. Schlimm, wenn solche Fehler Schülern und Studenten als Treibhauseffekt verkauft werden sollten.

Das Manipulations-Potential zeigt sich in der Größe und dem Ort der Erwärmung. Bei Lesch’s Absorptions-Demonstration können Luft-Erwärmungen von über 10 °C erreicht werden. Bei Strahlungsaustausch-Experimenten (dem wahren Treibhauseffekt) wird eine simulierten Erdoberfläche durch CO2 um etwas mehr als 1 °C erwärmt und die Lufttemperaturen rühren sich nicht (ich möchte nicht vorgreifen, diese Publikationen kommen später, siehe Fazit der Untersuchung).

*) Für die ganz Wachen unter den Lesern und bevor wieder ein Proteststurm losbricht: Ja die Sonnenstrahlung hat auch einen hohen IR-Anteil aber das ist hauptsächlich NIR (nahes IR). Die wenigen relevanten MIR-Anteile (mittleres IR) treffen bereits in der Stratosphäre auf CO2 und kurioserweise bewerten Modellrechnungen dieses Zusammentreffen als eine kühlende Wirkung, denn in dieser Höhe kann die CO2-Strahlung ungehindert in das Weltall entweichen.

5. Fazit der Untersuchung

Die Untersuchungen zum Ditfurth-Experiment wurden mit einfachsten Mitteln durchgeführt und sind deshalb als Versuche für Schüler und Studenten besonders geeignet. Erste Wiederholungen meiner Arbeit durch Studentengruppen bestätigen, dass die Gase Argon und CO2 den gleichen Temperatur-Anstieg ergeben (Axel Jacquin, 2020). Da Argon kein Treibhausgas ist, kann der Treibhauseffekt nicht die Ursache für den beobachteten Temperatur-Anstieg sein.

Die Behauptungen von Al Gore, Ditfurth und Quaschning, den CO2-Treibhauseffekt durch eine Luft-Erwärmung nachgewiesen zu haben, sind falsch. Beseitigt man Sondereffekte, die hauptsächlich durch Gas-Schichtungen und durch die geringe spezifische Wärmeleitung schwerer Gase entstehen, bleibt von der postulierten Erwärmung nichts mehr übrig.

Die Autoren sind Opfer des falschen Begriffes „Treibhauseffekt“ geworden. Der Begriff verleitet zur Annahme, dass man diesen Effekt mit dem Modell eines Gewächshauses, mit und ohne CO2, demonstrieren kann. Bereits 1909 hatte Robert Wood jedoch herausgefunden, dass sich Gewächshäuser nur deshalb erwärmen, weil sie das Aufsteigen und Entweichen erwärmter Luft verhindern. In der Folgezeit wurde Wood‘s Experiment mehrfach wiederholt und seine These bestätigt (Nasif S. Nahle, 2011, Jan-Eric Solheim, 2017).

Der besonders hohe Temperatur-Anstieg des Ditfurth-Experimentes ist einem Schichtungseffekt geschuldet, der ähnlich wie eine Mehrfachverglasung von Fenstern zu einer extrem kleinen Wärmeleitung führt, wodurch ein Wärmestau entsteht. Eine solche Schichtung tritt auf, wenn CO2 von unten in eine Vorrichtung eingebracht wird. Diese Erkenntnis ist neu, denn bisher wurde nur die unterschiedliche spezifische Wärmeleitung von CO2 und Luft als Ursache des Temperatur-Anstieges vermutet. Wird das CO2, wie in der Atmosphäre, gleichmäßig mit der Luft vermischt, gibt es nur eine minimale oder gar keine die Luft-Erwärmung. Damit wurde ein 40 jähriger Widerspruch von CO2-Experimenten, die entweder eine starke oder gar keine Temperatur-Erhöhung ergaben, aufgelöst und eine plausible Erklärung für die unterschiedlichen Resultate gefunden.

Die vorliegende Untersuchung sollte nicht als Ablehnung des Treibhauseffektes missverstanden werden. Es ist unbestritten, dass CO2 ein IR-aktives Gas ist und Wärmestrahlung absorbieren kann. Strittig ist jedoch, wie viel der Treibhauseffekt zur Erwärmung der Erde (Hermann Harde, 2014) bzw. der Atmosphäre beiträgt (Ross McKitrick, 2020) und ob vom CO2 eine Bedrohung der Menschheit ausgeht (Rex J. Fleming, 2019).

Fouriers These, den Treibhauseffekt als eine generelle Luft-Erwärmung zu definieren, war eine naive Vorstellung, die den komplexen Wechselwirkungen von Wärmestrahlung und IR-aktiven Stoffen in der Troposphäre (Erwärmung?) und Stratosphäre (Abkühlung?) nicht gerecht wird. Die Frage, ob und welchen Einfluss die Treibhausgase tatsächlich auf die Temperaturen der Atmosphäre haben, ist Gegenstand der aktuellen Forschung und noch längst nicht „settled“. Erinnert sei hier an der peinlichen „Hot-Spot-Debatte“, die 2007 im 4. IPCC Klimabericht aus Modell-Rechnungen abgeleitet wurde, sich aber durch Messungen nicht bestätigen ließ (Kalte Sonne, 2017).

Treibhaus-Experimente, die sich an der Lufttemperatur orientieren, müssen scheitern, da diese Gase in Labor-Versuchen nur die Boden-Temperatur erhöhen (Michael Schnell, 2019). Wird das berücksichtigt, lässt sich der (geringe) CO2-Treibhauseffekt im Labor nachweisen. Das ist allerdings eine andere Geschichte, über die demnächst berichtet werden soll.

Die englische Version dieses Beitrags ist hier:

The wrong climate experiments




Corona und der gesunde Menschen­verstand

Die Viruserkrankung Covid-19 befällt hauptsächlich die Atemwege und kann bei schweren Verläufen zum Tod führen – meist durch Lungenentzündung. Krankheitssymptome zeigen sich vor allem bei Erwachsenen, wobei die schweren Verläufe und die Todesfälle vor allem ältere Menschen jenseits der 70 betreffen. Dabei sterben insbesondere solche Patienten, die bereits eine oder mehrere ernsthafte Vorerkrankungen haben. Oft ist die Zuordnung der exakten Todesursache schwer oder gar nicht möglich. Covid-19 ist jedoch nur eine von etlichen Erkrankungen, die bei Menschen mit stark beeinträchtigter Gesundheit einen tödlichen Verlauf nehmen können. Wenn Diabetes, Bluthochdruck oder Arterienverkalkung weit genug fortgeschritten sind, kann schon ein simpler grippaler Infekt das Ende herbeiführen.

Der Tod gehört zum Leben

Natürlich ist jedes Leben wichtig und jeder vorzeitige Tod sollte nach Möglichkeit vermieden werden. Andererseits muss jeder Mensch einmal sterben. In Deutschland verstarben 2018 fast 955000 Menschen, davon 345300 (36 %) an Herz-Kreislauf-Erkrankungen, 230000 (24 %) an Krebs und 71700 (7,5 %) an Erkrankungen des Atmungssystems. Die rund 10.000 Menschen, die 2020 bis Anfang November nicht unbedingt an, jedoch im Zusammenhang mit Covid 19 starben, sind im Vergleich damit lediglich eine Randnotiz in der Größenordnung von 1 %.

Bild 1. Todesursachen in Deutschland im Jahre 2018 (Quelle: Statistisches Bundesamt)

Zudem werden zahlreiche dieser Todesfälle von den Betroffenen selbst vorzeitig verursacht, durch Rauchen, Alkohol, Fettsucht, Bewegungsmangel usw. Die Zahl der Menschen, die solchen „Selbstmorden mit Glimmstengel, Schnapsglas oder Messer und Gabel“ vorzeitig zum Opfer fallen, übersteigt die Auswirkungen von Covid-19 turmhoch. Hier könnten durch entsprechende Hilfestellungen z.B. in Form von Beratung sowie Suchtprogrammen mit vergleichsweise geringem Aufwand viele Leben oft um Jahre verlängert werden.

Die spezielle, politisch motivierte Covid-Panik

Ungeachtet dieser Zahlen haben Politik und Medien seit dem Auftauchen der Corona-Erkrankungen in einen regelrechten Panik-Modus geschaltet. Den Anfang machte Merkels enger Freund Macron, als er mit viel Pathos den „Krieg gegen das Virus“ verkündete. Auch in den deutschen Fernsehnachrichten werden täglich die aktuellen Zahlen breit vorgestellt, und monatelang wurden sämtliche Programme zur besten Sendezeit um Sondersendungen ergänzt. Reisen wurden verboten, Schulen und Kindergärten geschlossen und die gesamte Volkswirtschaft massiv beeinträchtigt. Arztpraxen und Krankenhäuser wurden in den Notfallmodus versetzt und Behandlungen u.a. von Krebspatienten verschoben. Bis heute sind keine belastbaren Zahlen darüber verfügbar, wieviele Nicht-Coronakranke dies das Leben gekostet haben könnte. Dabei erwies sich Covid-19 im Vergleich z.B. mit der Grippe als weniger tödlich. Man vergleiche die bis Anfang November 10000 „an und mit“ Covid-19 Verstorbenen mit der Grippesaison 2017/2018, in der mit 25000 Opfern mehr als doppelt so viele Menschen starben. Wobei zu beachten ist, dass die Grippe eine etablierte Seuche ist, zu der es daher in der Bevölkerung eine entsprechend große Zahl an Resistenzen gibt. Obwohl zudem Jahr für Jahr Millionen Grippeimpfungen vorgenommen werden, sterben je nach Saison in Deutschland bis zu 25000 Menschen an dieser Krankheit, ohne dass deswegen großes Aufhebens gemacht würde. Covid-19 ist dagegen eine neuartige Krankheit, gegen die in der Bevölkerung noch keine Immunität aufgebaut werden konnte. Dennoch laufen Politik, Medien und Presse seit Monaten fast schon Amok. Und jeder, der sich dieser Panikmache nicht anschließt, wird verunglimpft, von renommierten Fachleuten wie Prof. Streek oder dem Kassenärztepräsidenten Gassen bis zu den „Querdenkern“, die als „Covidioten“ beschimpft, lächerlich gemacht oder und in die rechte Ecke gedrängt werden.

Einige Zahlen zum Nachdenken

Das Fatale an der Covid-Panik ist, dass unsere sowieso schon durch den „Klimarettungs“-Kreuzzug gebeutelte Volkswirtschaft zusätzlich durch Stilllegungen und Kaufzurückhaltung massivst beeinträchtigt wird. Bereits im Oktober wurde der Schaden regierungsamtlich mit fast 1,5 Billionen € beziffert. Das ist eine ungeheure Zahl mit 13 Stellen vor dem Komma. Besser fasslich wird sie im Vergleich mit den jährlichen Gesundheitskosten in Deutschland, die bei jährlich rund 400 Milliarden € liegen. Das ist lediglich ein Viertel dessen, was in nur sieben Monaten für Corona aufgewendet wurde. Anders ausgedrückt hat man für nur eine Krankheit das gesamte deutsche Gesundheitsbudget von fast vier Jahren ausgegeben. Dabei werden mit dem regulären Budget ja unzählige andere Erkrankungen von der Schwangerendiagnostik bis zur medizinischen Betreuung Sterbender in Palliativstationen bezahlt. Am klarsten wird es, wenn man sich auf den einzelnen deutschen Werktätigen bezieht: Jedem von ihnen wurde zur Bekämpfung dieser einen Krankheit mal so eben eine Schuldenlast von rund 33500,- € aufgebürdet, die er über Jahrzehnte mit Zinsen und Zinseszinsen via Steuern und Abgaben wird zurückzahlen müssen.

Ebenfalls interessant ist in diesem Zusammenhang der Vergleich mit dem Lebenseinkommen. Dieses liegt im Durchschnitt aktuell bei ziemlich genau 2 Mio. €. Beim aktuellen Preisetikett von 1,5 Bio. € hat die deutsche Politik demnach die gesamte Lebensleistung von rund 750000 Werktätigen nur für Covid-19 verplempert.

Ist Leben nicht mehr wert als Geld?

Bei der Verwendung solcher Zahlen im Zusammenhang mit Krankheiten gerät man schnell in die Kritik, wird von Menschen, die sich auf ethische Prinzipien berufen, als herzlos und kalt bezeichnet. Menschenleben seien nicht mit Geld aufzuwiegen, lautet dann die Parole. Die Wahrheit ist jedoch, dass beide Aspekte nicht voneinander zu trennen sind und die Beschränkung auf Emotionen nicht weiterbringt. In Wirklichkeit muss jeder Mediziner ständig damit zurechtkommen, dass ihm für die Flut menschlicher Leiden, mit der er Tag für Tag zu tun hat, nur ein begrenztes Budget zur Verfügung steht. Gibt er einem mehr, um sein Leben (oder sein Leiden?) vielleicht um zwei oder drei Monate zu verlängern, so muss er zwangsläufig andere benachteiligen. Diese „kalte“ und unangenehme Aufgabe ist für jeden im Gesundheitswesen unumgänglich. Das gilt nicht nur für Ärzte und Kliniken, sondern auch für alle Verwaltungen im Gesundheitswesen und in den Krankenkassen bis hin zu den politischen Gremien. Auch ein vorgeblich von Ethik durchdrungener Mensch wie Prof. Lauterbach muss ständig Entscheidungen verantworten, die sich letztlich darauf auswirken, wem man welche Behandlung genehmigt oder auch ablehnt.

Ein Beispiel: In der Schweiz, einem der reichsten Staaten Europas mit einem anerkannt guten Gesundheitssystem, wurde noch vor wenigen Jahren Patienten, die an akuter Hepatitis C (einer tödlichen Virusinfektion der Leber) litten, die erforderliche (und sehr teure) Behandlung erst dann genehmigt, wenn der Leberschaden nachweislich bereits groß genug war, um lebensbedrohlich zu sein. Die Folge waren monatelange Verzögerungen der Behandlung. In dieser Zeit konnte die irreversible Zerstörung der Leber ungehindert voranschreiten. Die Frage, wie viele Jahre früher der Betroffene wegen seiner kaputten Leber sterben würde, spielte offenkundig keine Rolle.

Gesundheit muss man sich leisten können

Ein weiterer Punkt, der von „ethisch“ argumentierenden Zeitgenossen gerne außer Acht gelassen wird, ist die Finanzierbarkeit des Gesundheitswesens. Eine Krankenversorgung, wie wir sie heute genießen, hat es früher nie gegeben. Ohne unsere moderne und leistungsfähige Volkswirtschaft wären weder die finanziellen noch die technischen Möglichkeiten vorhanden, die uns heute eine Lebenserwartung von im Durchschnitt mehr als 80 Jahren ermöglichen. Noch im Mittelalter lag sie bei weniger als 40 Jahren, und für das einfache Volk galt schlicht der Spruch: „Was die Sonne nicht heilt, deckt bald die Erde zu“. Und da liegt der zweite große Fehler der Politik sowie ihrer Gesundheitsberater von den hochgeehrten Medienstars Lauterbach und Drosten bis zum Robert-Koch-Institut: Um eine vergleichsweise weniger aggressive Krankheit zu bekämpfen, werden gigantische Schäden an der Volkswirtschaft billigend in Kauf genommen. Wenn dann noch die Belastungen durch die „Klimarettungs“-Politik obendrauf gesattelt werden, wird unsere Industrie künftig nicht mehr imstande sein, uns den bisher gewohnten Standard der Gesundheitsvorsorge und damit der Lebenserwartung zu erwirtschaften. Wie viele Menschenleben das wohl kosten wird?

Das Virus wird bleiben

Während die Politik samt ihrer auserwählten Virologen anfänglich den Eindruck vermitteln wollte, als könne man die Seuche durch Lockdowns abwehren, stellt sich immer mehr heraus, wie illusorisch dies war. Die Durchseuchung der Bevölkerung ist offenkundig viel weiter fortgeschritten als zugegeben wurde. Offenkundig wird dies erst jetzt im saisonalen Höhepunkt (Herbst bis Frühjahr). Die rasant steigenden Zahlen beweisen, dass wir erst am Anfang der Erkrankungswelle stehen. Darauf deutet auch die inzwischen auf mehr als 5 % der getesteten Personen hochgeschnellte Prozentzahl der positiven Befunde hin. Das Virus hat sich inzwischen weit in der Bevölkerung verteilt, und es gibt keine eindeutigen Schwerpunkte mehr. Aktuell wird behauptet, die Ansteckungen fänden innerhalb der Familien statt. Verschwiegen wird dabei, wo die zuerst erkrankten Familienmitglieder sich den Erreger denn einfangen. Nicht alles kommt vom Balkan, aus Anatolien oder mit Sea Watch. Eine wesentliche Quelle darf man in den chronisch überfüllten Bussen und Bahnen des öffentlichen Verkehrs vermuten. Dort müssen die Passagiere dicht an dicht wie die Heringe in schlechter Luft stehen. Es ist zweifelhaft, dass einfache Masken hier wirklichen Schutz bieten. Während man die privaten Gaststätten, Kinos, Sportvereine, Querdenker-Demonstranten und Messeveranstalter mit Masken- und Distancing-Vorschriften drangsaliert, hat noch kein Politiker auf diese offenkundigen „Superspreader“-Verteiler hingewiesen.

Eine flächendeckende Impfung wird voraussichtlich frühestens ab Mitte 2021 verfügbar sein, und danach könnte es wie bei der Grippe durchaus sein, dass das Virus sich mit den Virologen auf Jahre hinaus eine Hase-und-Igel rennen liefert – und dabei immer eine Nasenlänge Vorsprung hat.

Das Volk wird rebellieren

Seuchen führten schon immer zu gesellschaftlichen Verwerfungen, die den Mächtigen Probleme bereiteten und ihnen daher ein Dorn im Auge waren. Der Mensch ist ein soziales Wesen mit starken Bedürfnissen, die sich nur mit Zwang und auch dann nicht langfristig eindämmen lassen. Schon aus dem Mittelalter gibt es Überlieferungen über einfaches Volk, das in Seuchenzeiten ungeachtet des allgegenwärtigen Todes auf den Straßen feierte und Unzucht trieb. Die aktuellen (Zwangs)-Maßnahmen wurden augenscheinlich von Medizinern entworfen, die zu glauben scheinen, sie könnten die Regeln einer Intensivstation der allgemeinen Bevölkerung überstülpen. Dies dürfte bei unserer offenen Gesellschaft so nicht gehen. Eigentlich wäre bei der letztlichen Entscheidungsfindung neben der Expertenmeinung auch eine gehörige Portion gesunder Menschenverstand gefragt. Den zuständigen Politikern muss man vorwerfen, dass sie zwar vorgeben, auf „die Wissenschaft“ zu hören, sich dabei jedoch nur diejenigen herauspicken, die ihren Vorstellungen entsprechen. Das zeigt sich beispielsweise am Bundesverdienstkreuz für Prof. Drosten, dessen Aussagen zur monatelangen Schließung von Schulen und Kindergärten beitrugen, was heute als Fehler gewertet wird. Auch die gleichzeitige Verleihung der Auszeichnung an die Journalistin Mai Thi Nguyen-Kim, die an vorderster Front im Corona-Panikorchester des Fernsehens den Takt vorgibt, spricht Bände. Die Politik hat auf den Einsatz des gesunden Menschenverstandes als Korrektiv zu den weltfremden Ansichten ihrer Berater verzichtet. Als Folge könnten die bereits jetzt in Europa aufbrechenden Rebellionen sich mit Corona-Geschwindigkeit ausbreiten. Die Bevölkerung fühlt sich mehr und mehr verschaukelt: Erst sollte man auf den R-Wert starren, dann auf die Infiziertenzahlen, und jetzt wird mantraartig davon geredet, man müsse „die Welle“ brechen und „Weihnachten retten“. Was ist, wenn es Ende November nicht zu Ende ist und der Lockdown bis Januar verlängert wird? Gesundheitsminister Spahn sprach schon am ersten Lockdown-Tag im Fernsehen davon, dass es „Monate“ statt der in Aussicht gestellten vier Wochen dauern könnte. Vermutlich auch deshalb versucht die Politik fast schon verzweifelt, mit noch mehr Geld um sich zu werfen, um ihre ursprüngliche Fehleinschätzung nicht zugeben zu müssen. Wie lange wird man das wohl durchhalten können? Schon allein der November wird vielen bereits stark geschwächten Unternehmen den Todesstoß versetzen. Schweden wurde dagegen für lange Zeit verlacht. Mal sehen, wer zuletzt lacht.




Gemein und verbreche­risch: Elektro­fahrzeuge werden durch Kinder­arbeit in Afrika ange­trieben!

Hier sind einige wichtige Hintergrundpunkte:

● Kobalt ist ein teures Metall, das in Batterien für Elektroautos verwendet wird und etwa 35.000 Dollar pro Tonne kostet.

● 59% des Kobalts stammen aus der Demokratischen Republik Kongo.

● Der Kobalt im Kongo wird häufig von Kindern – bis zu 40.000 – unter brutalen und unsicheren Bedingungen abgebaut. Ein Euphemismus für diese Kinder sind „informelle“ Arbeiter.

Was folgt, ist die harte Realität von Kindern, die das Kobalt aus dem Boden kratzen, welches zum Antrieb von Elektrofahrzeugen benötigt wird:

Yanick Kalumbu Tshiwengu, ein ehemaliger Kinderarbeiter aus der Demokratischen Republik Kongo (DRC), hat Glück, noch am Leben zu sein. Als er gerade 11 Jahre alt war, ging Yanick nach Kolwezi, um Kobalt abzubauen. Jeden Tag stieg er mehrere Meter unter Tage in behelfsmäßige Stollen und gefährliche Schächte hinab, die von den Bergarbeitern ausgehoben wurden, ohne zu wissen, ob er das Tageslicht und seine Familie jemals wieder sehen würde.

Ohne Schutzkleidung kam es häufig zu Unfällen. Mehrere seiner Freunde starben im Untergrund. Yanick kam zweimal nur knapp mit dem Leben davon: einmal, als ein Bagger begann, die Eingänge zum Grubenschacht zu verschließen, wodurch sein Fluchtweg blockiert wurde, und dann als ein Erdrutsch einen Einsturz verursachte. Wie viele seiner Freunde begann er, Leim und Benzin zu schnüffeln, um seine Ängste zu vertreiben, aber das konnte die schmerzlichen Erinnerungen, die ihn noch immer verfolgen, nicht verdrängen.

Es war die Hölle auf Erden“, sagt er. „Als Kinder wurden wir ausgebeutet und arbeiteten in sehr gefährlichen Situationen. Wir sahen Dinge, die kein Kind sehen sollte. Es gab eine Kultur der Vergewaltigung und Gewalt. Mädchen wurden oft Opfer von Vergewaltigungen, die wir als Kinder nicht verhindern konnten. Manchmal kamen sie für ein paar Franken ums Leben. Aus den Minen kann nie etwas Gutes kommen, und ich möchte, dass sie alle geschlossen werden, damit kein Kind die gleiche Erfahrung macht wie ich“.

[Hervorhebung vom Übersetzer]

Einer Untersuchung von CBS News zufolge wird beim gefährlichen Abbau von Kobalt in der Demokratischen Republik Kongo Kinderarbeit eingesetzt. Das Mineral Kobalt wird in praktisch allen Batterien gängiger Geräte verwendet, darunter in Mobiltelefonen, in Laptops und sogar in Elektrofahrzeugen.

Ein Bericht von Amnesty International enthüllte, dass von Kindern abgebautes Kobalt in Produkten mehrerer Unternehmen, darunter Apple, Microsoft, Tesla und Samsung, landete.

Der Kobaltabbau in der DRK ist so heikel, dass alle paar hundert Meter das CBS-Nachrichtenteam angehalten wurde, wobei das Sicherheitspersonal Briefe und Unterlagen anforderte, obwohl wir die offizielle Erlaubnis hatten, dort zu sein. Aber für die chinesischen Zwischenhändler, die das Kobalt kaufen, gab es keine solchen Einschränkungen; sie haben freien Zugang.

In den Minen helfen Frauen und Kinder beim so genannten handwerklichen Bergbau, aber lassen Sie sich nicht täuschen – es ist keine malerische Heimindustrie. Im Alter von kaum 10 Jahren schleppen Kinder schwere Säcke mit Kobalt zum Waschen in die Flüsse. Schon ab vier Jahren können sie es aus einem Haufen herauspicken. Selbst diejenigen, die zu jung zum Arbeiten sind – staubbedeckte Kleinkinder, die sich an ihre Mütter klammern und auf dem schmutzigen Boden spielen – verbringen einen Großteil des Tages damit, giftige Dämpfe einzuatmen.

Quelle: CBS-News

Quelle: france24.com

Quelle: Daily Mail

Quelle: Daily Mail

{Bildinschrift: Etwa 100 Menschen, hauptsächlich Frauen und davon viele mit Babys und Kleinkindern, arbeiteten im Wasser und am Ufer des Lake Malo, Kapata, als die Forscher die Stelle besuchten. Eine Frau sagte, dass sie 8 bis 12 50-kg-Säcke pro Tag wasche, wofür sie 1500 kongloesische Franc bekommt (etwa 1,50 US-Dollar), Mai 2015.}

{Bildinschrift: Viele Frauen, einige mit Babys und Kleinkindern, waschen und trennen Mineral-Erze am Ufer und im flachen Wasser des Lake Malo vor den Toren der Stadt Kolwezi, DRC}

Dieses Video zeigt Menschen, die das Kobalterz in einem Fluss waschen. Diese grobe Aufbereitungstechnik ist an sich unvorstellbar und wäre in den Vereinigten Staaten absolut illegal:

Eine internationale Gruppe von Anwälten hat eine Klage gegen einige der weltweit größten Technologieunternehmen wegen des Todes und der Verletzungen von Bergarbeiter-Kindern in kongolesischen Kobaltminen eingereicht.

Anwälte für internationale Rechte klagten im Namen von 14 kongolesischen Familien, deren Kinder beim Abbau von Kobalt getötet oder verletzt wurden. Das Metall ist der Hauptbestandteil der wiederaufladbaren Lithium-Ionen-Batterien, die die meisten elektronischen Geräte versorgen.

Zu den Beklagten, die in der Klage genannt werden, gehören Apple, Microsoft, Dell, Tesla und die Muttergesellschaft von Google, Alphabet.

In der Klage werden diese Unternehmen beschuldigt, „wissentlich vom grausamen und brutalen Einsatz von Kleinkindern profitiert und Beihilfe dazu geleistet zu haben“.

Ein Tunnel einer Kobaltmine stürzte ein und begrub 63 Menschen unter sich.

Klage: Apple hat Kinderzwangsarbeit in Kobaltminen „unterstützt und begünstigt“

Link: https://wattsupwiththat.com/2020/10/28/mean-and-unclean-electric-cars-powered-by-child-labor-in-africa/

Übersetzt von Chris Frey EIKE




Roger Revelle – die Hintergrund­geschichte des Vaters der atmosphä­rischen CO2-Beobachtung

Der Originalbeitrag über die CO2-Absorption durch die Ozeane, 1957 von Roger Revelle und Hans Suess veröffentlicht, trägt den Titel: „Carbon Dioxide Exchange Between Atmosphere and Ocean and the Question of an Increase of Atmospheric CO2 during the Past Decades” [etwa: Kohlendioxidaustausch zwischen Atmosphäre und Ozean und die Frage einer Zunahme des atmosphärischen CO2 in den vergangenen Jahrzehnten] (Revelle & Suess, 1957). Dies bedeutete, dass sich die Kohlendioxidemissionen des Menschen in der Atmosphäre anreicherten und dass die atmosphärische CO2-Konzentration zunahm, was wahrscheinlich eine Erwärmung der Erdoberfläche mit einer unbekannten Geschwindigkeit verursachte. Dies ist keine alarmierende Schlussfolgerung, wie Revelle sehr wohl wusste, aber Al Gore hat sie zu einer solchen gemacht.

Einer von Revelle’s guten Freunden war Dr. S. Fred Singer. Singer war Professor für Umweltwissenschaften an der University of Virginia, und sowohl Revelle als auch Singer waren wissenschaftliche Berater im US-Innenministerium gewesen. Sie trafen sich 1957 zum ersten Mal und waren mehr als berufliche Kollegen, sie waren persönliche Freunde (Singer, 2003). Leider verstarb Revelle im Juli 1991 und Singer im April 2020, so dass wir uns auf sie und ihre Freundschaft in der Vergangenheitsform beziehen werden. Beide waren führende Geowissenschaftler, und an der Spitze ihres Fachgebiets war es nur natürlich, dass sie Freunde wurden. Sie hatten auch ein gemeinsames Interesse am Klimawandel und beschlossen, gegen Ende von Revelles Leben gemeinsam einen Artikel zu schreiben.

Der Artikel wurde in Cosmos veröffentlicht und trug den Titel „ What To Do about Greenhouse Warming: Look before You Leap“ (Singer, Revelle, & Starr, 1991). Singer und Revelle hatten bereits einen ersten Entwurf des Artikels geschrieben, als sie den dritten Autor, Chauncey Starr, einluden, ihnen bei der Fertigstellung zu helfen. Starr war ein Experte in Energieforschung und -politik. Er ist Inhaber der National Medal of Technology and Innovation und war Direktor des Electrical Power Research Institute in Palo Alto, Kalifornien. Als führende Wissenschaftler wussten Starr, Singer und Revelle, wie unsicher die möglichen Gefahren der globalen Erwärmung waren, und weil sie nicht wollten, dass die Regierung unüberlegt handelte, schrieben sie:

Wir können unsere Schlussfolgerungen in einer einfachen Botschaft zusammenfassen: Die wissenschaftliche Grundlage für eine Treibhauserwärmung ist zu unsicher, um drastische Maßnahmen zum jetzigen Zeitpunkt zu rechtfertigen. Es besteht nur ein geringes Risiko, wenn man politische Antworten auf dieses Jahrhunderte alte Problem hinauszögert, da man davon ausgeht, dass sich das wissenschaftliche Verständnis innerhalb des nächsten Jahrzehnts wesentlich verbessern wird“. (Singer, Revelle, & Starr, 1991)

Tatsächlich stiegen die CO2-Emissionen zehn Jahre später immer noch, aber die Welt hatte begonnen, sich abzukühlen, wie aus Abbildung 1 hervorgeht. Dies lässt erhebliche Zweifel an der Vorstellung aufkommen, dass die menschlichen Emissionen die globale Erwärmung irgendwie kontrollieren, da ein anderer, vermutlich natürlicher Faktor stark genug ist, um den allgemeinen Erwärmungstrend für zehn Jahre umzukehren. Revelle hatte Recht, die Regierung zu ermutigen, weitere zehn Jahre zu warten. Nur ein Jahr vor der Veröffentlichung ihres Papiers berichtete der IPCC, dass die bisherige Erwärmung in den Bereich der „natürlichen Variabilität“ falle und dass der Nachweis eines menschlichen Einflusses auf das Klima „wahrscheinlich erst in einem Jahrzehnt oder länger“ zu erwarten sei. (IPCC, 1990, S. XII).

Abbildung: 1990 bzw. 1991 sagten der IPCC und Roger Revelle und Kollegen, es sei zu früh, etwas gegen einen möglichen vom Menschen verursachten Klimawandel zu unternehmen, sie dachten, wir würden in 10 Jahren mehr wissen. Um die Auswirkungen der Ereignisse von El Nino und La Nina zu mindern, wird die Darstellung mit einem 5-Jahres-Durchschnitt geglättet. Dadurch lassen sich die längerfristigen Trends leichter erkennen.

Revelle war sich zwar nicht sicher, ob die Erwärmung ein Problem darstellt. Al Gore, der in der Wissenschaft wenig ausgebildet war, hatte keine solchen Zweifel. Er war sich sicher, dass die Verbrennung fossiler Brennstoffe dazu führt, dass das Kohlendioxid in der Atmosphäre auf „gefährliche“ Werte ansteigt, und war überzeugt, dass dies durch den Anstieg des Meeresspiegels und extreme Wetterbedingungen ein Problem für die Zivilisation darstellt. Es gab keine Beweise, die diese Annahmen untermauerten, aber Al Gore brauchte keine Beweise, er konnte sich immer auf Klimamodelle verlassen, und das tat er auch. Revelle hingegen misstraute den Modellen.

[Hervorhebung vom Übersetzer]

Al Gore und Klimawandel

Im Jahre 1992, nachdem Singer, Revelle und Starr ihren Cosmos-Artikel veröffentlicht hatten, verursachten ihre Aussagen Al Gore, der zu dieser Zeit als Vizepräsident kandidierte, einige Probleme. Gore hatte gerade „The Earth in the Balance“ (Gore, 1992) veröffentlicht und darin Revelle zugute gehalten, dass er entdeckt hatte, dass menschliche Kohlendioxidemissionen die Erde erwärmen und dies sehr gefährlich sein könnte. Dennoch hieß es in der Zeitung von Singer, Revelle und Starr:

Drastische, überstürzte – und vor allem einseitige – Schritte zur Verzögerung der vermeintlichen Treibhauseffekte können Arbeitsplätze und Wohlstand kosten und die menschlichen Kosten der globalen Armut erhöhen, ohne wirksam zu sein. Strenge wirtschaftliche Kontrollen [der CO2-Emissionen] wären jetzt besonders für die Entwicklungsländer wirtschaftlich verheerend…“. (Singer, Revelle, & Starr, 1991)

Sie zitieren auch den Yale-Ökonomen und Nobelpreisträger William Nordhaus, der schrieb:

….diejenigen, die für starke Maßnahmen zur Verlangsamung der Treibhauserwärmung plädieren, sind zu ihrem Schluss gekommen, ohne eine erkennbare Analyse der Kosten und Vorteile…“ (Nordhaus W. , 1990)

Nordhaus hatte sowohl die Kosten als auch den Nutzen der CO2-Reduktion untersucht. Seine Analyse zeigt, dass mit einer Reduzierung der Emissionen wirtschaftlich wenig zu gewinnen ist (Nordhaus W. , 2007, S. 236). Während Nordhaus eine „Kohlenstoffsteuer“ befürwortet, räumt er ein, dass „Tempo und Ausmaß der Erwärmung höchst ungewiss“ sind. Dies steht im Gegensatz dazu, wie Al Gore die Sichtweise von Roger Revelle in seinem Buch charakterisiert:

Professor Revelle erklärte, dass höhere CO2-Konzentrationen den so genannten Treibhauseffekt auslösen würden, der die Erde wärmer werden ließe. Die Auswirkungen seiner Worte waren erschreckend; wir haben nur Informationen aus acht Jahren vor uns, aber wenn sich dieser Trend fortsetzt, wird die menschliche Zivilisation eine tiefgreifende und zerstörerische Veränderung des gesamten globalen Klimas bewirken“. (Gore, 1992, S. 5) Hervorhebung hinzugefügt.

Die Unterschiede zwischen dem, was Nordhaus und Revelle einerseitas und Al Gore andererseits sagen, sind krass. Alle drei glauben, dass die CO2-Emissionen des Menschen zu einer Erwärmung der Erde führen könnten. Aber Gore geht naiverweise davon aus, dass das eine schlechte Sache ist. Revelle und Nordhaus räumen ein, dass es sein könnte, aber sie erkennen an, dass wir es nicht wissen. Darüber hinaus verstehen sie, dass die Zerstörung unserer auf fossilen Brennstoffen basierenden Wirtschaft die Erwärmung möglicherweise nicht lindern und mehr Schaden als Nutzen anrichten kann. Um Bertrand Russell zu zitieren:

Das ganze Problem mit der Welt ist, dass Narren und Fanatiker immer so selbstsicher und klügere Menschen so voller Zweifel sind. Bertrand Russell“

Für einen Wissenschaftler, wie Roger Revelle, war die Unsicherheit offensichtlich. Politiker wie Al Gore und die meisten Nachrichtenmedien machen keine Ungewissheit, alles muss schwarz-weiß sein, und es seien falsche Zwiespältigkeiten, wie sie denken. Man beachte, dass Al Gore vermutlich schreibt: „würde erzwingen“, während Revelle eindeutig schreibt: „könnte erzwingen“. Das ist der Unterschied zwischen einem Politiker mit einer Agenda und einem Wissenschaftler, der weiß, was Unsicherheit ist.

Die Unvereinbarkeit zwischen Revelles wahren Ansichten und der Art und Weise, wie diese in Gores Buch dargestellt werden, wurde von Gregg Easterbrook, einem Newsweek-Redakteur, bemerkt, der darüber in der Ausgabe von New Republic vom 6. Juli 1992 schrieb (Easterbrook, 1992). Dieser Artikel verärgerte Al Gore und seine Unterstützer. Walter Munk und Edward Frieman veröffentlichten 1992 eine kurze Notiz in Oceanography, in der sie gegen den Artikel von Easterbrook Einspruch erhoben und behaupteten, dass der verstorbene Revelle sich Sorgen über die globale Erwärmung gemacht habe, aber wahrscheinlich nicht wolle, dass zu diesem Zeitpunkt „drastische“ Maßnahmen ergriffen würden (Munk & Frieman, 1992). Revelle’s Ansichten waren klar und gut bekannt, und nichts in Munk und Frieman’s Artikel widerspricht dem, was Singer sagte oder was Revelle sagte oder schrieb. Das Folgende stammt aus einem Brief, den Revelle im Juli 1988 an Senator Tim Wirth, einen Verbündeten von Gore und Mitglied der Clinton/Gore-Regierung, sandte:

Wir sollten uns davor hüten, zu viel Alarm auszulösen, bis Tempo und Ausmaß der Erwärmung klarer werden. Es ist noch nicht offensichtlich, dass das heiße Wetter und die Dürre dieses Sommers das Ergebnis einer globalen Klimaveränderung oder einfach ein Beispiel für die Unsicherheiten der Klimavariabilität sind. Meines Erachtens sollten wir lieber noch 10 Jahre warten, bevor wir zuversichtliche Voraussagen machen“. Geschrieben von Roger Revelle, wie berichtet von (Booker, 2013, S. 59).

Im Gegensatz zu den Senatoren Al Gore und Tim Wirth verstand Revelle die Computermodelle zur globalen Erwärmung und traute ihnen nicht. Er diskutierte mit Singer genau über dieses Thema, und Singer überzeugte Revelle, dass die Modelle immer besser würden (Singer, Revelle, & Starr, 1991). Ungeachtet der Genauigkeit der Modelle war Revelle jedoch nicht davon überzeugt, dass die globale Erwärmung ein Problem sei, und er wusste, dass die natürliche Erwärmungsrate und die durch menschliche Treibhausgasemissionen erwartete zusätzliche Menge unbekannt waren. Wie in Abbildung 1 dargestellt, war seine Vorsicht gerechtfertigt, und nur zehn Jahre später zeigte sich, dass sich die Erwärmung verlangsamte. Das Folgende gibt Revelles eigene Ansichten wieder, es stammt aus dem Artikel „Look before you Leap“:

Die zur Berechnung des zukünftigen Klimas verwendeten Modelle sind noch nicht gut genug, weil die Klimaprozesse noch nicht ausreichend verstanden werden, und sie werden wahrscheinlich auch nicht gut genug sein, solange wir nicht durch Beobachtungen und Experimente mehr Verständnis gewinnen. Infolgedessen können wir nicht sicher sein, ob das nächste Jahrhundert eine vernachlässigbare oder eine signifikante Erwärmung bringen wird. Schließlich ist es selbst bei einer globalen Erwärmung und den damit verbundenen Klimaveränderungen fraglich, ob die Folgen gut oder schlecht sein werden; wahrscheinlich würden einige Orte auf dem Planeten profitieren, andere leiden. (Singer, Revelle, & Starr, 1991)

Revelle’s Ansichten waren klar und gut dokumentiert, aber Al Gore und seine Unterstützer wurden durch Easterbrook’s Artikel und Folgeartikel von George Will und anderen blamiert. Dr. Justin Lancaster war Revelle’s Doktorand und Lehrassistent an der Scripps Institution of Oceanography von 1981 bis zu Revelle’s plötzlichem Tod im Juli 1991. Er war auch ein Unterstützer von Al Gore. Lancaster behauptete, Revelle sei von Singer „hinters Licht geführt“ worden, indem er seinen Namen in den Cosmos-Artikel einfügte. Er behauptete auch, Revelle sei „zutiefst beschämt, dass sein Name damit in Verbindung gebracht wurde“. Lancaster behauptete ferner, dass Singers Handlungen „unethisch“ seien und speziell darauf abzielten, Senator Al Gores politische Position zur globalen Erwärmung zu untergraben. Lancaster schikanierte Singer 1992 und beschuldigte ihn, Revelles Namen über seine Einwände hinaus in den Artikel aufgenommen zu haben, und forderte, dass Singer ihn entfernen lassen solle. Er verlangte sogar, dass der Herausgeber eines Bandes, der den Artikel enthalten sollte (Geyer, 1993), ihn entfernen sollte.

Professor Singer, der Cosmos-Verleger des „Look before you Leap“-Artikels und der Herausgeber (CRC Press) von Richard Geyers Buch, erhob Einspruch gegen diese Forderungen und Vorwürfe. Dann verklagte Singer Lancaster mit Hilfe des Center for Individual Rights in Washington, D.C. Professor Singer und das Center gewannen den Prozess und zwangen Lancaster, eine Entschuldigung auszusprechen.

Das Ermittlungsverfahren im Zuge des Gerichtsverfahrens ergab, dass Lancaster eng mit Al Gore und seinen Mitarbeitern zusammenarbeitete. Tatsächlich rief Al Gore Lancaster nach Erscheinen des Easterbrook-Artikels persönlich an und fragte ihn nach Revelles geistiger Leistungsfähigkeit in den Monaten vor seinem Tod im Juli 1991. Freunde und Familie von Revelle erinnern sich, dass er bis zu dem Moment, als er an einem plötzlichen Herzinfarkt verstarb, scharfsinnig und aktiv war. Das hielt Al Gore und Lancaster jedoch nicht davon ab, zu behaupten, Revelle leide an Senilität oder Demenz, und deshalb war der Bericht in Gores Buch so anders als das, was Revelle anderswo schrieb, auch in dem Artikel „Look before you leap“. Sogar Lancaster schrieb in einem Entwurf eines Briefes an Al Gore, dass Revelle „bis zum Ende geistig scharf“ und „in Bezug auf seine Integrität nicht leichtfertig war“ (Singer, 2003).

Während des Prozesses stellten Singer und seine Anwälte fest, dass Lancaster wusste, dass alles, was in dem Artikel „Look before you leap“ stand, zutreffend war, und dass Revelle mit allem darin übereinstimmte. Der Artikel enthielt sogar eine Menge Material, das Revelle zuvor bei einem Treffen der AAAS (American Academy for the Advancement of Science) 1990 vorgelegt hatte. Weitere Einzelheiten sind in der Aussage von Fred Singer zu finden (Jones, 1993).

Die Tochter von Roger Revelle, Carolyn Revelle Hufbaurer, schrieb, dass Revelle über die globale Erwärmung besorgt sei (Hufbauer, 1992). Aber seine Besorgnis ließ später im Leben nach, und er wusste, dass das Problem, wenn es ein Problem gab, nicht dringend war. Er war der Meinung, dass weitere Studien erforderlich seien, bevor etwas unternommen werden könne. Er sprach sich für bescheidene Veränderungen aus, wie z.B. mehr Kernkraft und die Substitution von Kohle und Öl durch Erdgas, aber nicht für eine Kohlenstoffsteuer. Wie üblich haben die Nachrichtenmedien und Politiker kein Gespür für die Komplexität und Unsicherheit, die die wissenschaftliche Debatte über den vom Menschen verursachten Klimawandel umgibt. Als Revelle gegen „drastische“ Maßnahmen argumentierte, meinte er damit Maßnahmen, die Billionen von Dollar kosten und die fossile Brennstoffindustrie und die Entwicklungsländer lähmen würden. Bis zu seinem Tod hielt er extreme Maßnahmen für verfrüht. Er war eindeutig der Meinung, dass wir schauen sollten, bevor wir springen.

Al Gore versuchte, Ted Koppel dazu zu bringen, Singer in seiner Fernsehshow zu demütigen, und das scheiterte spektakulär. Er bat Koppel, die „Anti-Umweltbewegung“ zu untersuchen und insbesondere „die Tatsache aufzudecken“, dass Singer und andere skeptische Wissenschaftler finanzielle Unterstützung von der Kohleindustrie und der zwielichtigen Organisation Lyndon LaRouche erhielten. Anstatt aber dem Drängen von Al Gore nachzugeben, sagte Ted Koppel am 24. Februar 1994 in seiner Fernsehsendung Nightline folgendes

Es liegt eine gewisse Ironie in der Tatsache, dass Vizepräsident Gore, einer der wissenschaftlich gebildetsten Männer, die in diesem Jahrhundert im Weißen Haus saßen, [zu] politischen Mitteln greift, um das zu erreichen, was letztlich auf rein wissenschaftlicher Grundlage gelöst werden sollte. Das Maß für gute Wissenschaft ist weder die Politik des Wissenschaftlers noch die Menschen, mit denen der Wissenschaftler zusammenarbeitet. Es ist das Eintauchen von Hypothesen in die Säure der Wahrheit. Das ist der harte Weg, aber es ist der einzige Weg, der funktioniert“. Ted Koppel wie berichtet in (Singer, 2003)

Gore als „wissenschaftlich gebildet“ zu bezeichnen, ist fragwürdig, aber im Übrigen hat Koppel Recht. Er hat eine Integrität, die dem Journalismus heute fehlt, außerdem versteht er den wissenschaftlichen Prozess. Der Versuch, Koppel zu benutzen, um Singer zu teeren, brachte Gore eine riesige Menge wohlverdienter Kritik ein.

Angesichts dessen ist es nicht überraschend, dass Lancaster nur zwei Monate später, am 29. April 1994, einer Entschuldigung zustimmte. Lancaster’s Rückzug war konkret:

Ich ziehe alle mündlichen oder schriftlichen Äußerungen, die ich gemacht habe, als ungerechtfertigt zurück, die besagen oder implizieren, dass Professor Revelle kein wahrer und freiwilliger Mitautor des Kosmos-Artikels war, oder die auf andere Weise das Verhalten oder die Motive von Professor Singer in Bezug auf den Kosmos-Artikel (einschließlich, aber nicht beschränkt auf seine Abfassung, Bearbeitung, Veröffentlichung, Wiederveröffentlichung und Verbreitung) in Frage stellen oder verleumden. Ich verpflichte mich, in Zukunft keine derartigen Aussagen zu machen. … Ich entschuldige mich bei Professor Singer“ (Singer, 2003)

Also gab Lancaster in seiner eidesstattlichen Erklärung vor Gericht zu, dass er über Singer gelogen hatte. Danach zog Lancaster seinen gerichtlich angeordneten Widerruf zurück und wiederholte seine Anklage (Lancaster, 2006). Er gibt zu, dass er unter Eid in einem Gerichtssaal und schriftlich gelogen hat, und sagt uns dann, dass er nicht gelogen hat. Er gibt zu, dass Professor Revelle ein echter Mitautor des Papiers war, dann stellt er fest: „Revelle hat es nicht geschrieben“ und „Revelle kann kein Autor sein“. Wie sehr einige Leute bereit sind, im Namen eines katastrophalen Klimawandels ihrem Ruf zu schaden, ist kaum zu glauben. Er widerrief seinen Widerruf trotz dokumentarischer Beweise in Revelles eigener Handschrift und zahlreicher Zeugnisse von anderen, dass Revelle zu dem Artikel beigetragen habe.

Einige von Revelle’s anderen Studien, Briefen und Präsentationen haben eine fast identische Sprache wie die in dem Papier, z.B. bzgl. des Zitates aus seinem Brief an Senator Tim Wirth oben mit der ersten Seite des „Look before you Leap“-Papiers. Darin heißt es, wir müssten warten, weil „das wissenschaftliche Verständnis innerhalb des nächsten Jahrzehnts erheblich verbessert werden wird“ (Singer, Revelle, & Starr, 1991). In dem oben zitierten Brief an Wirth sagt er „10 Jahre“, aber die Bedeutung ist dieselbe. Er und viele andere Klimawissenschaftler hatten Anfang der neunziger Jahre das Gefühl, dass wir nicht genug wussten, um etwas Bedeutendes zu tun. In diesem Punkt hatte er Recht. Die Erwärmung verlief von 2002 bis 2010 negativ, wie wir in Abbildung 1 sehen.

Das Thema wurde in der im Fernsehen übertragenen Debatte des Vizepräsidenten in jenem Jahr angesprochen. Gore reagierte darauf mit dem Protest, dass die Ansichten von Revelle in dem Artikel aus dem Zusammenhang gerissen worden waren. Wir können deutlich sehen, dass es Al Gores Buch war, das Revelles Kommentare aus dem Zusammenhang gerissen hat.

Dieser Beitrag ist aus meinem neuen Buch mit dem Titel „Politics and Climate Change: A History gekürzt und modifiziert.

Die Bibliographie kann hier heruntergeladen werden

Link: https://wattsupwiththat.com/2020/10/31/roger-revelle/

Übersetzt von Chris Frey EIKE