Bodensenkungen führen zu hohen Messwerten beim Anstieg des Meeresspiegels

H. Sterling Burnett

Der Meeresspiegel steigt, wie dies seit dem Ende der letzten Eiszeit mit einer gewissen Regelmäßigkeit der Fall ist. Tatsächlich ist er in den letzten 12.000 Jahren weltweit im Durchschnitt um mehr als 120 Meter gestiegen.

Obwohl es keinen einheitlichen Trend beim Meeresspiegel gibt – wobei die an Pegelmessstationen gemessenen Werte an einigen Orten relativ konstant bleiben, an anderen steigen und an wieder anderen sogar sinken –, zeigen die Daten im Allgemeinen, dass der Meeresspiegel um etwa 2bis 30 mm pro Jahrzehnt steigt, je nachdem, ob Satellitenmessungen (und welche Satellitendatensätze) oder Pegelmessdaten verwendet werden. Kürzlich hat eine neue Reihe von Satelliten eine geringe Beschleunigung des globalen durchschnittlichen Meeresspiegelanstiegs gemessen. Abgesehen von der Frage, ob dieser leichte Anstieg – sofern er tatsächlich vorliegt und kein Artefakt einer Änderung im Satellitenmesssystem ist – außerhalb der Norm des historischen Meeresspiegelanstiegs liegt (was nicht der Fall ist) oder unkontrollierbar ist (was ebenfalls nicht der Fall ist), bleibt die Frage: Worauf ist der jüngste Anstieg des Meeresspiegels zurückzuführen?

Eine Studie in „Nature“ kommt zu dem Ergebnis, dass es sich um eine Kombination aus menschlichen und natürlichen Faktoren handelt und dass eine der anthropogenen Ursachen unterschätzt wird und möglicherweise eine größere Rolle spielt als die globale Erwärmung.

Ein internationales Team aus 11 Forschern von Universitäten und Forschungsinstituten in den Vereinigten Staaten, UK, Deutschland, Kanada und China stellt fest, dass die Rolle und die Ursachen von Landabsenkungen oder vertikalen Bodenbewegungen (VLM), die oft mit dem Anstieg des Meeresspiegels verwechselt werden, kaum untersucht wurden, aber einen großen Anteil am gemessenen Anstieg des durchschnittlichen Meeresspiegels haben.

Das Team untersuchte Daten aus 65 Prozent der Küstenstädte, darunter auch Delta-Städte in Südostasien, die in der Forschung zum Anstieg des Meeresspiegels an den Küsten üblicherweise nicht berücksichtigt werden. Sie stellten fest, dass die Küstenbevölkerung von 1995 bis 2020 einen doppelt so starken Anstieg des Meeresspiegels erlebte als auf Faktoren wie die globale Erwärmung zurückgeführt werden könnte. Tatsächlich deuten ihre Daten darauf hin, dass 71 Prozent der Küstenbevölkerung in Gebieten mit gravierenden Problemen durch Bodensenkungen leben.

Dutzende Artikel auf ClimateRealism.com haben darauf hingewiesen, welche Rolle Landabsenkungen beim gemessenen Anstieg des Meeresspiegels spielen, was die Unterscheidung zwischen dem Beitrag natürlicher Faktoren – einschließlich des Klimawandels – und anderen vom Menschen verursachten Faktoren erschwert.

Intensive Bebauung auf weichen Küstenböden führt zu Verdichtung; die Kanalisierung von Flüssen für den Schiffsverkehr und zur Verringerung von zufälligen Überschwemmungen verhindert die historische Bodenablagerung; die Trockenlegung von Feuchtgebieten für Bebauungszwecke führt zu stärkeren Überschwemmungen und steigenden Gezeiten; und die Entnahme von Grundwasser zur Deckung des Wasserbedarfs der wachsenden Küstenbevölkerung verursacht direkte Bodensenkungen. All dies sind schwerwiegende menschliche Faktoren, die zu einer erheblichen VLM führen.

„Beobachtungen zeigen, dass VLM die aktuellen absoluten Veränderungen des Meeresspiegels […] in anfälligen Gebieten, wie globalen Flussdeltas und insbesondere in Küstenstädten, die in Flussdeltas liegen, um eine Größenordnung (oder mehr) übersteigen kann“, schreibt das Forschungsteam. „Durch Grundwasserentnahme bedingte Bodensenkungsraten von 10 mm/Jahr haben zu deutlich höheren [relativen Meeresspiegelanstiegs-]Veränderungen als im globalen Durchschnitt in Flussdeltas, wie beispielsweise im Mekong-Delta …, oder in Städten beigetragen, die auf tief liegenden Delta- und Küstenebenen errichtet wurden, wie Bangkok, Manila oder Jakarta.“

Obwohl die an dieser Studie beteiligten Forscher nicht andeuten, dass sie bezweifeln, dass der Klimawandel zum Anstieg des Meeresspiegels beiträgt, deuten ihre Forschungsergebnisse darauf hin, dass mit der zunehmenden Bebauung von Küstengebieten der VSL bei den relativen Veränderungen des Meeresspiegels eine größere Rolle spielt als der Klimawandel, als allgemein anerkannt wird, und an vielen Orten vielleicht sogar eine größere Rolle als der Klimawandel.

Quellen: Nature; Climate Realism

Link: https://heartland.org/opinion/climate-change-weekly-580-private-climate-cabal-under-investigation/, dritte Meldung

Anmerkung des Übersetzers: Während es den Klimawandel schon immer gab, ebenso wie tektonische vertikale Landbewegungen, ist nur das mit der Besiedlung und der Bewirtschaftung neu. Das heißt, dass „Änderungen der Veränderung“ des Meeresspiegels wohl tatsächlich anthropogenen Ursprungs sind!




Europas Green Deal bröckelt

Mohamed Moutii

In den letzten zehn Jahren hat Europa eine führende Rolle bei der Gestaltung der globalen Klimapolitik gespielt, was durch die Einführung des Europäischen Grünen Deals im Jahr 2019 unterstrichen worden war – Ursula von der Leyen bezeichnete dies als einen „Moment wie die Mondlandung“. Die Initiative zielt darauf ab, Europa bis 2050 zum weltweit ersten klimaneutralen Kontinent zu machen und gleichzeitig Innovationen zu fördern sowie die industrielle Basis zu stärken.

Doch einige Jahre später sind die Ergebnisse zutiefst enttäuschend. Anstatt seine Ziele zu erreichen, wird der Green Deal zunehmend mit höheren Energiekosten, geschwächter Wettbewerbsfähigkeit und wachsendem politischem Widerstand in Verbindung gebracht. Er hat die Spaltungen innerhalb der EU vertieft, die globalen Beziehungen belastet und den Druck auf Haushalte und Unternehmen erhöht – was ernsthafte Zweifel an seiner Durchführbarkeit und seinen langfristigen wirtschaftlichen Auswirkungen aufkommen lässt.

Wie die grüne Ideologie die europäische Wirtschaft untergräbt

Die wirtschaftliche Stagnation in Europa deutet auf ein tiefer liegendes strukturelles Problem in der Energie- und Klimastrategie hin – eines, das eng mit der durch den Europäischen Green Deal vorgegebenen Richtung verbunden ist. Seit dessen Einführung hat die Wettbewerbsfähigkeit stark nachgelassen, wobei die explodierenden Energiekosten eine zentrale Rolle spielen. Die Strompreise in Europa sind mittlerweile zwei- bis dreimal so hoch wie in den Vereinigten Staaten und China, wobei Steuern fast ein Viertel der Gesamtkosten ausmachen.

Diese Entwicklungen sind größtenteils auf politische Entscheidungen zurückzuführen. Die verbindlichen Ziele der EU – Netto-Null bis 2050 und eine Emissionsreduktion um 55 Prozent bis 2030 – haben die Energieversorgung eingeschränkt, obwohl Europa nur sechs Prozent der weltweiten Emissionen verursacht. Gleichzeitig haben der Ausstieg aus der Kernenergie, die Einschränkung des Gasverbrauchs und die Abhängigkeit von intermittierenden erneuerbaren Energien die Energiesicherheit geschwächt und die Preisvolatilität erhöht. Für die Industrie – wo Energie bis zu 30 Prozent der gesamten Produktionskosten ausmachen kann – ist dies in Verbindung mit der CO₂-Bepreisung zu einer entscheidenden Belastung geworden, die Unternehmen dazu zwingt, ihre Produktion zu drosseln, Standorte zu verlagern oder ganz zu schließen, was die Deindustrialisierung auf dem gesamten Kontinent beschleunigt.

[Hervorhebung vom Übersetzer]

Die Automobilindustrie verdeutlicht diese Belastungen besonders anschaulich: Mit einem Anteil von über sieben Prozent am BIP der EU und fast 14 Millionen Arbeitsplätzen steht die Branche unter dem Druck des Verbots von Verbrennungsmotoren ab 2035, was eine rasche Umstellung auf Elektrofahrzeuge erzwingt – trotz ungelöster technologischer Herausforderungen und marktbedingter Einschränkungen. Wie Mercedes-Benz-Chef Ola Källenius warnte, birgt diese Politik die Gefahr, die Branche „mit voller Geschwindigkeit gegen eine Wand zu fahren“. Die Folgen für die Branche sind bereits sichtbar: rückläufige Produktion, zunehmende Umstrukturierungen und erhebliche Arbeitsplatzverluste – 86.000 Arbeitsplätze seit 2020, wobei bis 2035 bis zu 350.000 weitere gefährdet sind –, während verschärfte Vorschriften die Gewinne bis 2030 um sieben bis acht Prozent schmälern dürften, was die Branche in die Verlustzone treibt und Europas Führungsrolle im Automobilbereich untergräbt.

Auch die Landwirtschaft ist zu einem der deutlichsten Opfer des Green Deal geworden. Strengere Vorschriften in Bezug auf Emissionen, Landnutzung, Pestizide und Düngemittel treiben die Kosten in die Höhe und erhöhen die Ertragsschwankungen, was Kleinbauern am härtesten trifft und die Konsolidierung unter den großen Agrarkonzernen beschleunigt. Ziele wie die Reduzierung des Pestizideinsatzes um 50 Prozent und der Ausbau des ökologischen Landbaus bergen das Risiko erheblicher Produktionsrückgänge, was sowohl die Existenzgrundlagen im ländlichen Raum als auch die Ernährungssicherheit gefährdet. Anstatt Landwirten Innovationen und Produktivitätssteigerungen zu ermöglichen, schränken diese Maßnahmen die Produktion ein – was zu weitreichenden Protesten führt und sowohl die Wettbewerbsfähigkeit als auch die Nachhaltigkeit schwächt.

Zusammengenommen sind diese Belastungen kein Einzelfall – sie sind Ausdruck einer umfassenderen wirtschaftlichen Belastung. Die Europäische Kommission schätzt, dass der Übergang jährlich zusätzliche Investitionen in Höhe von mindestens 260 Milliarden Euro erfordern wird, wobei die Gesamtkosten bis zu 12 Prozent des EU-BIP erreichen könnten – eine Belastung, die für die europäische Wirtschaft immer schwerer zu tragen ist.

Das Problem der zentralen Planwirtschaft beim Green Deal

Die wirtschaftliche Belastung schlägt nun in politische Gegenreaktionen um. In den letzten Jahren hat der Widerstand gegen den Europäischen Green Deal auf dem gesamten Kontinent stark zugenommen – von Landwirten und Industrieverbänden bis hin zu Wählern und politischen Parteien. Die EU-Wahlen 2024 bestätigten, was bereits klar war: Der einst vorherrschende grüne Konsens bröckelt. Als Reaktion darauf hat Brüssel begonnen, wichtige Elemente der Politik stillschweigend zurückzunehmen – indem Vorschriften abgeschwächt, Schlupflöcher eingeführt und sogar der Begriff „Green Deal“ selbst vermieden werden. Was als historischer Wandel präsentiert wurde, löst sich nun in Wohlgefallen auf.

Diese Gegenreaktion zeugt von einem tiefer liegenden Versagen. Obwohl die EU für den Zeitraum 2021 bis 2027 680 Milliarden Dollar bereitgestellt hat – mehr als ein Drittel ihres Haushalts –, hat der Green Deal nur bescheidene ökologische Verbesserungen bewirkt, während er Haushalte und Unternehmen mit einer schweren wirtschaftlichen Belastung konfrontiert hat, die nun mit höheren Energiepreisen, Steuern und regulatorischem Druck zu kämpfen haben.

Das Problem liegt nicht nur in der Umsetzung – es ist struktureller Natur. Der Green Deal stützt sich auf eine zentralistische Planung, um die komplexe Energiewende zu steuern, obwohl den politischen Entscheidungsträgern die Informationen und Anreize fehlen, um dies effektiv zu tun. Ein wesentlicher Mangel ist die Ablehnung der Technologie-Neutralität. Führende Hersteller befürworten einen Mix aus Elektro-, Hybrid-, Wasserstoff- und E-Kraftstoffen, damit diese frei miteinander konkurrieren können und sich effiziente Lösungen durchsetzen können; Brüssel hingegen schreibt einen einzigen Weg vor – und bestimmt damit faktisch, welche Technologien überleben, während das Fachwissen der Industrie außer Acht gelassen wird.

In einem solchen System sind die Folgen vorhersehbar: Fehlinvestitionen, Wettbewerbsverzerrungen und kostspielige Misserfolge. Diese Verzerrungen werden durch das restriktive regulatorische Umfeld in Europa noch verstärkt, wo interne Barrieren innerhalb des EU-Binnenmarkts einem Zollsatz von 44 Prozent auf Waren und 110 Prozent auf Dienstleistungen entsprechen und Effizienz und Innovation zusätzlich einschränken.

Deutschland veranschaulicht diese Dynamik deutlich. Lange Zeit als Vorreiter der europäischen Energiewende angesehen, hat dessen Energiewende – der Ausbau erneuerbarer Energien bei gleichzeitigem Ausstieg aus der Kernenergie – seit 2002 rund 800 Milliarden Dollar gekostet, doch nur bescheidene Ergebnisse gebracht und dazu geführt, dass die deutsche Industrie bis zu fünfmal mehr für Strom zahlt als amerikanische Wettbewerber. Ein Großteil der Fortschritte bei den erneuerbaren Energien wurde durch die Stilllegung emissionsfreier Kernkraftwerke zunichte gemacht. Schätzungen zufolge hätte die Beibehaltung der Kernkraftkapazitäten eine Emissionsreduktion von 73 Prozent bei halbierten Kosten ermöglicht, was die Grenzen einer ideologisch motivierten Politik deutlich macht.

Der Vergleich mit den Vereinigten Staaten ist aufschlussreich. In den USA sind die Emissionen zurückgegangen, obwohl sich die Wirtschaft seit 1990 mehr als verdoppelt hat – was vor allem auf Marktkräfte zurückzuführen ist, insbesondere auf die Umstellung auf kostengünstigeres Erdgas und den Ausbau erneuerbarer Energien. Diese Kombination führte zu einer Verringerung der Emissionen, ohne dass vergleichbare Kosten entstanden wären. Europa hingegen hat einen strengeren, politikgesteuerten Ansatz verfolgt, der die Preise in die Höhe getrieben und das Wachstum geschwächt hat.

Die tiefere Lehre aus dem Green Deal ist, dass Klimapolitik nicht erfolgreich sein kann, wenn sie die Prinzipien aufgibt, die Europa überhaupt erst wohlhabend gemacht haben: freie Marktwirtschaft, offene Märkte, private Innovation und eine zurückhaltende Regierung. Die Energiewende lässt sich nicht durch Planwirtschaft, Subventionen und politische Vorgaben herbeiführen. Innovation entsteht aus Wettbewerb, Experimentierfreudigkeit und Marktsignalen – nicht dadurch, dass Regierungen technologische Ergebnisse vorschreiben.

This piece originally appeared at TheDailyEconomy.org and has been republished here with permission.

Link: https://cornwallalliance.org/europes-green-deal-is-unraveling/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Tödliche „rote Himmel“ vor 800 Jahren deuten darauf hin, dass die Sonne während der mittelalterlichen Warmzeit extrem aktiv war

Jo Nova

Alle Hervorhebungen im Original. A. d. Übers.

Die großen Sonnenstürme von 1201 bis 1204 könnten die ältesten historischen Aufzeichnungen über extremes Weltraumwetter sein.

Es stellt sich heraus, dass die Sonne während des warmen Spätmittelalters weitaus aktiver war, als wir dachten – was für die Klimamodellierer ziemlich peinlich ist, müssen sie doch glauben, die Sonne sei nur ein irrelevanter Lichtball ohne Einfluss auf das Wetter auf der Erde. Wenn hohe Sonnenaktivität mit der Erwärmung auf der Erde korreliert (was der Fall zu sein scheint), können die Modellierer die Sonne nicht länger ignorieren.

Der springende Punkt ist: Wenn sie mehr solare Faktoren einbeziehen, könnten die Modelle versehentlich tatsächlich funktionieren, ohne dass CO₂ benötigt wird. Das wäre eine Katastrophe (für die Modellierer).

Am 21. und 23. Februar 1201 n. Chr. berichtete ein japanischer Dichter, er habe in der Nähe von Kyoto auffällige rote Polarlichter gesehen. Jemand in der Nähe beschrieb Gleiches am 22. Februar, was darauf hindeutet, dass es sich um einen intensiven dreitägigen Sonnensturm handelte. Also begannen Forscher, in vergrabenem Holz in Nordjapan nach Kohlenstoff-14 zu suchen, und siehe da, sie fanden einen enormen Anstieg des Kohlenstoff-14-Gehalts, der auf ein „sub-extremes solares Protonenereignis“ hindeutet. Sie schätzen, dass dies „etwa 20 % des Miyake-Ereignisses von 774/775, einem legendären Sonnensturm,“ entspricht.

Die Kohlenstoff-14-Daten waren so detailliert, dass sie drei Sonnenzyklen von 1190 bis 1220 rekonstruieren konnten. Das bedeutet, dass die Sonnenzyklen damals nur 7–8 Jahre lang und extrem aktiv waren. In der heutigen Zeit wissen wir, dass längere Zyklen langsamer und ruhiger verlaufen. Während der Kleinen Eiszeit dauerten die Zyklen bis 16 Jahre, und es gab lange Zeiträume, in denen es überhaupt keine Sonnenflecken gab.

Graphik: Verlauf des Sonnenmodulations-Parameters für das vergangene Jahrtausend, ermittelt anhand von Kohlenstoff-14-Daten (Brehm et al., 2021).1)

Das Team entdeckte einen völlig neuen Sonnenzyklus, der seinen Höhepunkt im Jahr 1204 erreichte und von dem wir bisher nichts wussten.

Aus dieser Schrift stammen Beschreibungen zahlreicher Sonnenbeobachtungen, die vor 800 Jahren aufgezeichnet worden waren:

So finden sich beispielsweise im „Meigetsuki“, dem Tagebuch von Fujiwara no Sadaie, einem für seine Dichtkunst bekannten japanischen Höfling, Beschreibungen, die auf das Auftreten von roten Polarlichtern in niedrigen Breitengraden in Kyoto am 21. und 23. Februar 1204 hinweisen.6) Die Sichtung einer roten Aurora ist auch für den 22. Februar in einem anderen historischen Dokument verzeichnet, nämlich dem Omuro Soshoki, das sich in Kyoto befindet. Dies deutet darauf hin, dass der intensive Magnetsturm drei Tage in Folge dauerte, was ihn zu einem der ältesten extremen Weltraumwetterereignisse macht, die in historischen Aufzeichnungen dokumentiert sind. Während dieser drei Tage wurden rote und weiße Streifen in Richtung Norden und Nordosten beobachtet. Dieses Ereignis könnte mit dem Auftreten eines großen Sonnenflecks von der Größe einer Dattelpalme in Verbindung stehen, wie es in einem chinesischen Dokument vom 21. Februar 1204 verzeichnet ist.³) Es gibt auch Aufzeichnungen über die Sichtung von Polarlichtern im folgenden Monat im „Meigetsuki“ sowie in einem chinesischen Dokument²⁾ und einem französischen Dokument.⁸⁾ In Meigetsuki findet sich eine Beschreibung, wonach drei Nächte lang Polarlichter zu sehen waren,7) obwohl es sich dabei um Hörensagen am kaiserlichen Hof handelte.

Dies deutet darauf hin, dass die Sonnenaktivität während der Mittelalterlichen Warmzeit (MWP) länger und stärker war, als wir bisher angenommen haben. Es ist ein weiterer Beweis dafür, dass die Sonnenaktivität mit den globalen Temperaturen korreliert.

Es ist bemerkenswert, wie viele Weltraumwetterereignisse dokumentiert sind:

‡Hörensagen am kaiserlichen Hof.

REFERENCE

Hiroko MIYAHARA, Ryuho KATAOKA, Kazuaki YAMAMOTO, Fuyuki TOKANAI, Toru MORIYA, Mirei TAKEYAMA, Hirohisa SAKURAI, Motonari OHYAMA, Kazuho HORIUCHI, Hideyuki HOTTA. Extremely active Sun from 1190 to 1220 in the Medieval Period: Intercomparison of historical records and tree-ring carbon-14. Proceedings of the Japan Academy, Series B, 2026; 102 (4): 156 DOI: 10.2183/pjab.102.011

Link: https://joannenova.com.au/2026/05/deadly-red-skies-800-years-ago-suggest-sun-was-extremely-active-in-the-medieval-warm-period/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Die WHO macht es wieder: Der Klimawandel wird als Gesundheitsnotstand neu verpackt

Tilak Doshi, From Tilak’s Substack

Der ehemalige niederländische Gesundheitsminister Ernst Kuipers erklärte letzte Woche in seiner Eigenschaft als Mitglied der Paneuropäischen Kommission für Klima und Gesundheit der Weltgesundheitsorganisation: „Die Auswirkungen des Klimawandels sind enorm … so enorm, dass man ihnen wirklich nicht entkommen kann.“ Diese Aussage, die in einer scharfsinnigen Analyse hervorgehoben wurde, die Marcel Crok vom Netzwerk Climate Intelligence (CLINTEL) am Samstag veröffentlichte, fasst die derzeit von der WHO verfolgte rhetorische Strategie perfekt zusammen.

Die WHO und ihr nahestehende Medien wie „The Lancet“ stellen den Klimawandel erneut als „internationalen Notfall im Bereich der öffentlichen Gesundheit“ dar, komplett mit düsteren Warnungen vor hitzebedingten Todesfällen, Extremwetterereignissen und der Ausbreitung von Infektionskrankheiten. Doch wie Crok akribisch dokumentiert, laufen diese Behauptungen auf „schamlose Klimapropaganda“ hinaus, die geflissentlich leicht zugängliche Daten ignoriert, die einen dramatischen Rückgang der wetterbedingten Sterblichkeit belegen und zeigen, dass weitaus mehr Menschen an Kälte als an Hitze sterben.

Der Zeitpunkt ist bezeichnend. Gerade als sich der IPCC bei den Vorbereitungen für seinen Siebten Sachstandsbericht still und leise von seinem extremsten RCP8.5-Szenario entfernt hat, wird die Gesundheitspanik-Maschinerie auf volle Lautstärke hochgefahren.

Das COVID-19-Modell

H. L. Mencken, jener scharfsinnige Beobachter der demokratischen Torheiten seiner Zeit, bemerkte bekanntlich, dass das eigentliche Ziel der praktischen Politik darin bestehe, die Bevölkerung in Angst zu versetzen – und sie so dazu zu bringen, lautstark nach Führung in die Sicherheit zu verlangen –, indem man ihr mit einer endlosen Reihe von Schreckgespenstern droht, die alle nur Einbildung sind. Man fragt sich, was Mencken wohl von der Weltgesundheitsorganisation im Jahr 2026 gehalten hätte, einer Institution, welche die Kunst des Schreckgespenstes in einem Maße perfektioniert hat, das selbst den dreistesten Propagandisten des 20. Jahrhunderts erröten lassen würde.

Nach COVID-19 waren es zuletzt die Vogelgrippe und Affenpocken, in den vergangenen Wochen dann das Hantavirus und Ebola, und jedes dieser Ereignisse wird in den etablierten Medien stets mit dem Klimawandel in Verbindung gebracht. Diese Woche erklärte die Pan-Europäische Kommission für Klima und Gesundheit (PECCH) der WHO – ein Gremium, das von der WHO-Regionalbüro für Europa einberufen wurde und dessen Vorsitz die ehemalige isländische Premierministerin Katrín Jakobsdóttir innehat –, dass der Klimawandel in Europa als „internationaler Gesundheitsnotstand“ behandelt werden müsse. Der am 17. Mai 2026 veröffentlichte Aufruf zum Handeln der Kommission fordert die Regierungen nachdrücklich auf, die WHO dazu zu bewegen, den Klimawandel offiziell zu einem „Notfall im Bereich der öffentlichen Gesundheit von internationaler Tragweite“ zu erklären.

Die von der WHO in den Jahren 2020–21 ausgerufene COVID-19-Pandemie bot den perfekten Nährboden, um Ängste vor einer Klimakatastrophe in Aussagen zur öffentlichen Gesundheit umzuwandeln. Die epidemiologische Kontrolle über die Gesellschaft stellte die „letzte Grenze“ für Klimapanikmacher dar, die darauf abzielten, weitreichende Verhaltens- und Wirtschaftskontrollen von orwellschem Ausmaß zu rechtfertigen.

Dr. Vanessa Kerry – Tochter von John Kerry, dem Sonderbeauftragten für Klimafragen der Biden-Regierung – wurde im Juni 2023 zur ersten Sonderbeauftragten für Klimawandel und Gesundheit der WHO ernannt. In ihrer Grundsatzrede anlässlich des ersten Tages, der bei einer UN-Klimakonferenz (COP) dem Thema Gesundheit gewidmet war, erklärte Dr. Kerry: „Die Klimakrise ist eine Gesundheitskrise. Und sie bringt uns um.“

Im Dezember 2024 erklärte WHO-Generaldirektor Dr. Tedros Adhanom Ghebreyesus vor dem Internationalen Gerichtshof, der Klimawandel sei „im Grunde eine Gesundheitskrise“, die bereits „verheerende Auswirkungen“ auf die menschliche Gesundheit habe und die Gesundheitssysteme weltweit überfordere. Das eigene Informationsblatt der WHO zu Klimawandel und Gesundheit beginnt mit der Feststellung, dass der Klimawandel „direkt zu humanitären Notlagen durch Hitzewellen, Waldbrände, Überschwemmungen, tropische Stürme und Hurrikane beiträgt“.

Katastrophe, Krise, Notfall – das Vokabular der Panik, eingesetzt mit bürokratischer Präzision und verstärkt durch die Mainstream-Medien, die als Stenographen fungieren. Nichts schärft den Verstand – oder beeinflusst Wähler – so sehr wie die Angst vor Seuchen, Hungersnöten oder Pest. Die Verknüpfung von CO₂-Emissionen mit persönlichen Gesundheitsrisiken war von vornherein ein wirkungsvolles Instrument für Politiker, Bürokraten und ihre zahlreichen Verbündeten in den von linken Milliardären finanzierten NGOs. Auffällig ist Mitte 2026, wie wenig sich das Drehbuch geändert hat, trotz unbequemer Entwicklungen im Bereich der Klimamodellierung.

Die Angst-Kampagne der WHO nimmt Fahrt auf

In den letzten Monaten hat Tedros den Klimawandel wiederholt als „im Grunde genommen eine Gesundheitskrise“ bezeichnet. Die paneuropäische Kommission für Klima und Gesundheit der Organisation hat dazu aufgerufen, ihn als Notfall im Bereich der öffentlichen Gesundheit zu behandeln, während eine neue Lancet-Studie zu hitzebedingten Todesfällen in Europa vielfach zitiert wurde, um die Dringlichkeit zu unterstreichen. Ausbrüche wie das Wiederaufflammen von Ebola in der Demokratischen Republik Kongo und Hantavirus-Fälle in Teilen Südamerikas wurden in der Berichterstattung der Mainstream-Medien opportunistisch mit klimabedingten ökologischen Veränderungen in Verbindung gebracht.

Die Botschaft ist klar: Die Klimakrise macht uns krank, und nur ein koordiniertes globales Vorgehen unter der Führung der WHO und in Zusammenarbeit mit den zuständigen UN-Organisationen und multilateralen Institutionen (wie dem WEF, der Weltbank und den übrigen von Interessengruppen vereinnahmten Institutionen) kann uns retten.

Das ist nicht gerade subtil. Die WHO betont die zunehmende Häufigkeit und Intensität extremer Wetterereignisse, während sie Erfolge bei der Anpassung herunterspielt. Bjørn Lomborg hat die jüngsten „Lancet“-Studien zu Hitzetoten zu Recht als „klimatische Täuschung wie aus dem Lehrbuch“ bezeichnet und darauf hingewiesen, dass die beobachteten Anstiege größtenteils durch die alternde Bevölkerung Europas und nicht durch eine marginale Erwärmung erklärt werden. Die gleichen Lancet-Artikel, für die die WHO wirbt, schätzen an anderer Stelle weltweit etwa fünf Millionen Todesfälle pro Jahr aufgrund suboptimaler Temperaturen – wobei die Zahl der kältebedingten Todesfälle die der hitzebedingten um fast das Zehnfache übersteigt (und, was für viele überraschend erscheinen mag, in Regionen wie Afrika noch weitaus höhere Verhältnisse aufweist). Unterdessen sind die Todesfälle durch extreme Wetterereignisse (Hurrikane, Überschwemmungen, Dürren) seit den 1920er Jahren um mehr als 97 % zurückgegangen, obwohl Bevölkerung und Wohlstand gewachsen sind. Das bevölkerungsbereinigte Risiko ist um über 99 % gesunken.

Institutionale Ambitionen und Einflüsse

Das Engagement der WHO für den Zusammenhang zwischen Klima und Gesundheit ist untrennbar mit ihren allgemeinen institutionellen Anreizen und finanziellen Gegebenheiten verbunden. Nachdem die Vereinigten Staaten im Januar 2026 ihren Austritt aus der WHO offiziell vollzogen hatten – unter Berufung auf den mangelhaften Umgang der Organisation mit COVID-19, fehlende Reformen und politische Einflussnahme –, wurde die Finanzierungslücke teilweise durch private Akteure geschlossen.

An erster Stelle steht dabei die Bill & Melinda Gates Foundation. Die Stiftung hat der WHO zwischen 2000 und 2024 Zuschüsse in Höhe von über 5,5 Milliarden US-Dollar gewährt und ist damit insgesamt einer der größten Geldgeber der Organisation und eine maßgebliche Kraft bei der Festlegung globaler Gesundheitsprioritäten, insbesondere bei Impfstoff- und Infektionskrankheits-Programmen. Über GAVI, die Impfstoffallianz – die Gates mitbegründet und massiv finanziert hat – übt die Stiftung enormen Einfluss auf die internationale Impfpolitik und die Lieferketten aus. Jüngste Zusagen, darunter 1,6 Milliarden US-Dollar für GAVI zum Ausgleich von Kürzungen bei den staatlichen Mitteln unterstreichen, wie Gates’ Philanthropie in die Lücke getreten ist, die der Ausstieg der USA hinterlassen hat.

Kritiker weisen schon seit langem darauf hin, dass eine derart konzentrierte private Finanzierung die Agenda der WHO beeinflussen könnte. Nach dem Rückzug der USA gewinnen die von Gates vertretenen Prioritäten – die sich oft auf technokratische und pharmazeutische, „expertengesteuerte“ Lösungen konzentrieren, die natürlich stets gewinnbringend sind – noch mehr Einfluss. Dies ist besonders relevant, da die WHO das „One Health“-Konzept vorantreibt, das Klima, Umwelt, Tier- und Menschengesundheit nahtlos in einen einzigen orwellschen Governance-Bereich integriert. Im Mai 2023 sagte der Europaabgeordnete Mislav Kolakušić (Kroatien): „Die Weltgesundheitsorganisation will, dass alle Länder ein Abkommen unterzeichnen, mit dem sie die Befugnis zur Ausrufung einer Pandemie sowie zur Beschaffung von Impfstoffen und Medikamenten abgeben. Es wäre für die Menschheit gesünder und sicherer, ein Abkommen mit dem kolumbianischen Drogenkartell zu unterzeichnen.“

Verstärkt werden diese Bedenken durch den nachweislichen Einfluss Chinas auf die Führung der WHO. Tedros sicherte sich 2017 die Wahl zum Generaldirektor dank starker Unterstützung durch China und eine Gruppe afrikanischer und asiatischer Staaten. Berichten zufolge arbeitete Peking hinter den Kulissen daran, seine Kandidatur gegenüber Konkurrenten wie dem Briten David Nabarro zu fördern. Kurz nach seinem Amtsantritt bekräftigte Tedros öffentlich seine Unterstützung für das „Ein-China-Prinzip“. Zu Beginn des Covid-19-Ausbruchs lobte er Chinas Reaktion in den höchsten Tönen und verzögerte entscheidende Maßnahmen – ein Vorfall, der weit verbreitete Vorwürfe über unangemessenen chinesischen Einfluss schürte. Während Tedros Behauptungen über einen „Deal“ zurückgewiesen hat, wurde das Muster der Annäherung von aufmerksamen Beobachtern festgestellt.

Der gescheiterte Griff nach der Macht während der Pandemie

Diese Dynamik ist von Bedeutung, da die WHO ihre Bestrebungen nach mehr Autorität nicht aufgegeben hat. Jahrelang drängte sie auf ein Pandemievertrag, von dem viele befürchteten, er würde die nationale Souveränität untergraben, indem er der Organisation weitreichende Befugnisse in den Bereichen Gesundheitspolitik, geistiges Eigentum und Notfallmaßnahmen bei künftigen Krisen einräumte. Intensive Verhandlungen und der Widerstand von Regierungen, die sich vor einem Kontrollverlust fürchteten, führten letztendlich zu einem abgeschwächten Text, der die nationale Souveränität weitgehend bewahrte. Der jüngste Versuch der WHO, die globale Gesundheitspolitik zu zentralisieren, verfehlte weitgehend das Ziel, die weitreichenden Befugnisse zu erlangen, die sich die globalistischen Insider erhofft hatten.

Covid und der Klimawandel sind die beiden großen Hysterien unserer Zeit, die beide auf denselben Taktiken beruhen: der Schürung von Angst, durch unzuverlässige Modelle ausgelöste Panik, der Unterdrückung abweichender Meinungen und der Rechtfertigung außergewöhnlicher Maßnahmen im Namen der öffentlichen Gesundheit. Die Verknüpfung von Klima und Gesundheit ist nur die jüngste Ausprägung dieses uralten Musters, bei dem Autoritäre sich auf Expertenwissen berufen, um das Leben der Menschen auf den Weg in die Knechtschaft zu lenken.

Beweise für den Fortschritt der Menschheit

Nichts von diesem Schwarzmalerei passt zu den allgemeinen empirischen Erkenntnissen über das Wohlergehen der Menschen. „Our World in Data“ dokumentiert außergewöhnliche Fortschritte: Die weltweite Lebenserwartung hat sich seit 1900 in etwa verdoppelt; die extreme Armut ist von fast 40 % im Jahr 1980 auf heute einstellige Werte gesunken; der Zugang zu sauberem Wasser, sanitären Einrichtungen, Strom und Gesundheitsversorgung hat stark zugenommen; und die Zahl der Todesfälle durch übertragbare Krankheiten ist drastisch zurückgegangen.

Diese Verbesserungen fanden parallel zu Klimaschwankungen statt und wurden durch Wirtschaftswachstum, technologische Innovationen und erschwingliche Energie angetrieben – größtenteils aus fossilen Brennstoffen. Indur Goklanys umfangreiche wissenschaftliche Arbeit, darunter „The Improving State of the World“, zeigt, wie der durch fossile Brennstoffe ermöglichte Wohlstand der größte Befreier aus den Malthusianischen Fallen war. Ein besserer Zugang zu Energie fördert eine bessere Landwirtschaft, Kühlung, Klimatisierung, Infrastruktur und Katastrophenresilienz – genau die Faktoren, welche die klimabedingte Sterblichkeit senken.

Paul Ehrlichs Vorhersagen in „The Population Bomb“ über Massenhungersnöte und den Zusammenbruch der Zivilisation (berühmt illustriert durch seine apokalyptischen Visionen von Kalkutta aus dem Fenster eines Taxis) lagen aus dem gleichen Grund spektakulär daneben: Der menschliche Erfindungsreichtum und der Überfluss an Energie widersetzten sich der neo-malthusianischen Logik. Doch der Geist des Umweltkatastrophismus à la Ehrlich lebt in den heutigen Narrativen über Klima und Gesundheit weiter.

Der Präzedenzfall Malaria bleibt aufschlussreich. Einst in Europa und Nordamerika weit verbreitet, wurde die Krankheit dort durch Entwässerung, Insektizide, wirtschaftliche Entwicklung und öffentliche Gesundheitsinfrastruktur ausgerottet – nicht durch eine „Abkühlung des Planeten“, was auch immer das bedeuten mag. In ärmeren Ländern besteht heute die Gefahr, dass die Einschränkung erschwinglicher Energie im Namen von Klimazielen die hart erkämpften Gesundheitsgewinne weitaus stärker zunichte macht als die bescheidene Erwärmung selbst.

Kobolde und menschliches Gedeihen

Sowohl Klimaschwankungen („natürliche Variabilität“) als auch menschliche Aktivitäten mögen zum Klimawandel beigetragen haben, doch die Daten geben keinen Aufschluss darüber, in welchem Umfang dies der Fall ist, wie der Physiker Steve Koonin überzeugend dargelegt hat. Eine umsichtige Anpassung – widerstandsfähige Infrastruktur, verbesserte Gesundheitssysteme, technologische Innovationen in den Bereichen Energie und Landwirtschaft – ist absolut sinnvoll.

Was keinen Sinn ergibt, ist die unerbittliche Kampagne, jedes Gesundheitsproblem als ein weiteres Symptom der „Kohlendioxidkrise“ darzustellen, selbst wenn der IPCC von seinen apokalyptischsten Szenarien abrückt und Daten aus der realen Welt zeigen, dass die Menschheit gegenüber Umweltextremen weitaus widerstandsfähiger wird.

Die Führungsrolle der WHO bei diesen Bemühungen, die nach dem Rückzug der USA durch einflussreiche Geldgeber wie die Gates-Stiftung noch verstärkt und von früheren Kontroversen über den Einfluss Chinas überschattet wird, lässt auf Gruppendenken und institutionelle Anreize schließen. Gesundheitsängste rechtfertigen wachsende Budgets und politischen Einfluss. Sie lenken zudem von den bewährten Triebkräften für bessere Gesundheitsergebnisse ab: Wohlstand, bezahlbare Energie und praktische Technik. Gesundheit und menschliches Gedeihen werden nicht durch globale Ziele erreicht, die von „Experten“ und „Philanthropen“ wie Gates oder von Philosophinnen wie der nicht gewählten Präsidentin der Europäischen Kommission Ursula von der Leyen festgelegt werden, die die neuesten Impfstoffe, Zensur in den sozialen Medien und Initiativen für digitale Ausweise vorantreiben.

Wie Mencken erkannte, ist die Gefahr für die Gesundheit das mächtigste Schreckgespenst. Doch die Daten zeichnen ein weitaus optimistischeres Bild. Die Menschheit ist gesünder, wohlhabender und besser gerüstet für die Bewältigung ökologische Herausforderungen als jemals zuvor in der Geschichte (abgesehen von den Schocks für das globale Wohlergehen der Menschen durch die Covid-Lockdowns und zuletzt durch die Blockade der Straße von Hormus). Echte Fortschritte im Bereich der öffentlichen Gesundheit sind schon immer durch technologische Innovationen und Wirtschaftswachstum erzielt worden, nicht durch ständige Klimapanikmache, die von uns verlangt, die Entwicklung zu opfern, um abstrakte planetarische Ziele zu erreichen. Politiker und Bürger sollten auf evidenzbasierten Ansätzen bestehen, die das Wohlergehen der Menschen über die neueste Inkarnation des Schreckgespenstes „Klima und Gesundheit“ stellen.

This article was first published in the Daily Sceptic https://dailysceptic.org/2026/05/26/the-who-is-at-it-again-climate-change-repackaged-as-a-health-emergency/

Dr Tilak K. Doshi is the Daily Sceptic‘s Energy Editor. He is an economist, a member of the CO₂ Coalition and a former contributor to Forbes. Follow him on Substack and X.

Link: https://wattsupwiththat.com/2026/05/27/the-who-is-at-it-again-climate-change-repackaged-as-a-health-emergency/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Absolut richtig, New York Post, aufgrund falscher klimawissenschaftlicher Erkenntnisse wurden Milliarden verschwendet!

Linnea Lueken, ClimateREALISM

Ein kürzlich erschienener Artikel der New York Post (NYP) mit dem Titel {übersetzt] „Milliarden wurden für die Lügen der UNO zum Klimawandel verschwendet“ beschreibt, wie weltweit Milliarden, wenn nicht sogar Billionen Dollar ausgegeben worden sind, um zu versuchen, den extremen Klimawandel, wie er von den fehlerhaften, aber weit verbreiteten Prognosen des Computermodells RCP 8.5 vorhergesagt wird, zu verlangsamen oder zu stoppen. Die NYP hat absolut Recht. Die zukünftigen Klimabedingungen, die im RCP 8.5-Szenario mit hohen Emissionen beschrieben und anschließend in Hunderten von Artikeln zitiert worden waren, die vor möglichen katastrophalen Folgen warnten, hätten niemals eintreten können, und alle Investitionen in die Klimapolitik waren und sind reine Verschwendung.

RCP 8.5 wurde von den offiziellen Klimaforschern des IPCC offiziell aus den Überlegungen gestrichen. Der Kolumnist Jonathan Lesser schreibt, dass der IPCC „für die ‚Klimakatastrophe‘ verantwortlich ist und „die Welt brennt“-Szenarien, die Umweltschützer, Wissenschaftler und viele Politiker propagiert haben, um den Amerikanern kostspielige, zwingende Energiepolitiken aufzuzwingen“, die „sich auf Wissenschaftler stützten, deren Karrieren davon abhingen, RCP 8.5 und mehrere andere Worst-Case-Szenarien zu nutzen, um alles Mögliche vorherzusagen – vom Niedergang französischer Weine über das Ende der Pasta bis hin zur Zerstörung der Erde durch Außerirdische. (Nein, wirklich.)“

In den letzten zehn Jahren haben das Heartland Institute und Climate Realism Dutzende von Artikeln veröffentlicht, in denen sie Studien widerlegen, die von verschiedenen Medien sklavisch propagiert wurden und sich stark auf computergestützte Emissionsszenarien wie RCP 8.5 und SSP5-8.5 stützten. Die Geschichten sind bekannt, auf die sich Lesser hier bezieht: die angebliche Zerstörung des französischen Weines (oder dessen Überproduktion!), von Pasta und von Aliens anderer Art – all das wurde bereits ausführlich behandelt, und noch vieles mehr.

RCP 8.5 wurde herangezogen, um zu behaupten, Gila-Monster [?] würden durch den Klimawandel dezimiert, der Klimawandel würde tödliche Pilzausbrüche weltweit verbreiten, der Klimawandel würde einen dramatischen Anstieg der Todesfälle aufgrund eines sitzenden Lebensstils verursachen, und die Daily Mail ging sogar so weit, KI-generierte apokalyptische Bilder der Zukunft der Welt zu erstellen, die allesamt auf RCP-8.5-Prognosen basierten.

Seit einiger Zeit schon sehen Wissenschaftler davon ab, RCP 8.5 als „Business-as-usual“-Szenario zu propagieren. Die Klimarahmenkonvention der Vereinten Nationen hat es schon vor Jahren aufgegeben, dennoch wurde es weiterhin regelmäßig als realistisches Emissionsszenario am oberen Ende der Skala in Hunderten von Artikeln verwendet, die in renommierten Fachzeitschriften wie Nature veröffentlicht worden sind. Es war nie realistisch. Es war immer unglaubwürdig und wahrscheinlich unmöglich, selbst unter der Annahme eines raschen, starken und anhaltenden Anstiegs des Kohleverbrauchs – ein Szenario, das fünfmal mehr Kohle erfordern würde, als wir tatsächlich an Reserven überhaupt haben.

Der Klimawissenschaftler Roger Pielke Jr. erklärt in einem Substack-Beitrag: „Ein Szenario, welches das Fünffache der nachgewiesenen Kohlereserven voraussetzt, ist nach jedem Maßstab unplausibel.“ Er weist zudem darauf hin, dass dieses Szenario einen verstärkten Einsatz von Kohleverflüssigung anstelle von Erdöl erforderte und dass andere Technologien stagnieren würden. Nichts davon war realistisch, selbst zu dem Zeitpunkt, als das Szenario erstmals entworfen worden war.

RCP 8.5 war schon immer Unsinn, und obwohl einige Wissenschaftler dies bereits vor einigen Jahren eingeräumt hatten, nutzten andere es weiterhin, um in Fachzeitschriften veröffentlichte Schreckensszenarien zu entwerfen. Die Mainstream-Medien waren nur allzu bereit, diese zu verbreiten, komplett mit Schlagzeilen, welche die nächste wissenschaftlich belegte Katastrophe ankündigten, die bald eintreten würde.

Der Artikel der NYP listet wirtschaftspolitische Maßnahmen auf, die von der Klimapanik beeinflusst waren, insbesondere in New York und im Nordosten der Vereinigten Staaten, wie beispielsweise Fracking-Verbote, die „Stilllegung“ aller mit fossilen Brennstoffen betriebenen Stromerzeuger im Bundesstaat sowie die Förderung eines utopischen Stromversorgungssystems aus Wind-, Solar- und Batteriestrom in Verbindung mit „steuerbaren emissionsfreien Kraftwerken“, die mit „grünem“ Wasserstoff betrieben werden.

Natürlich behaupten viele prominente Klimaforscher nun, dass die Abkehr von RCP 8.5 auf die Bemühungen von Netto-Null-Initiativen zurückzuführen sei, aber auch das ist Unsinn.

Der weltweite Kohleverbrauch ist gestiegen, und der Kohlendioxidgehalt in der Atmosphäre nimmt weiter zu. Auch hier waren die wirtschaftlichen Annahmen, die dem RCP 8.5 zugrunde lagen, von vornherein absurd. Pielke erklärt dies beispielsweise wie folgt:

Was nach der Veröffentlichung der RCPs im Jahr 2011 geschah – Paris, die Revolution der erneuerbaren Energien, der Ausbau der US-Schieferölförderung – ist die sich entfaltende Geschichte der Welt, die sich weiterhin nicht plausibel durch RCP 8.5 charakterisieren lässt. Das Szenario wurde nicht erst unplausibel. Die Beweise dafür, dass es unplausibel war, wurden einfach unbestreitbar, als sich die reale Welt und die RCP-8.5-Welt immer weiter voneinander entfernten.

Präsident Trump feiert nun die Aufgabe von RCP 8.5 und erklärt zu Recht und überschwänglich, dass die Prognosen des UN-Klimarats schon immer „FALSCH! FALSCH! FALSCH!“ waren.

Endlich ist er weg! Richtig, Herr Präsident!

Und ein großes Lob an die „New York Post“ für die Veröffentlichung von Lessers Artikel, der deutlich macht, dass unrealistische, Panik schürende Studien die Politik beeinflusst haben, was den Menschen geschadet hat. Sie hat ihnen die Wahlfreiheit genommen und ihre Kosten für Transport, Energie und alle energieverbrauchenden Produkte und Dienstleistungen in die Höhe getrieben.

Link: https://wattsupwiththat.com/2026/05/22/spot-on-new-york-post-billions-have-been-wasted-based-on-fake-climate-science/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

Anmerkung des Übersetzers: Und immer noch machen Deutschland und die EU weiter mit dieser Politik! Wer kann sie stoppen?!