Kältereport Nr. 32 /2026

Vorbemerkung: Die auch in diesem Report mehrfach angesprochene eisige Kälte in der Antarktis wirkt sich weiterhin und noch stärker auf der gesamten Südhemisphäre aus. Dieser Umstand findet sogar Eingang in Meldungen des alarmistischen Blogs wetteronline.de.

Außerdem bemerkenswert: Sowohl die Arktis als auch die Antarktis warten nicht nur in diesem Kältereport mit Extrem-Kälte auf…

Die Schlagzeilen der Woche

Antarktis: Kälte setzt sich im August fort

Südamerika: Zwei Wochen Frost in Patagonien – Massenschneefälle in den Anden

Russland: Kalter Beginn des August

Chile: Massenschneefälle in Portillo

Neuseeland: Seltener Schnee und Rekord-Nachfrage nach Energie

Grönland verzeichnet erneut eine sommerliche Rekord-Schneezunahme

USA: August-Kältewelle mit 19 neuen Rekorden

Argentinien: Tiefschnee an vielen Orten

Antarktis: Weiterhin Rekordfrost

Neuseeland: Frost bricht Allzeit-Rekorde

Südafrika: Neuer Kaltluftvorstoß

Arktis: Das Jahr ohne Sommer

—————————-

Meldungen vom 3. August 2026:

Antarktis: Kälte setzt sich im August fort

Die extreme Kälte in der Antarktis will einfach nicht nachlassen.

An der Südpolstation lag die Durchschnittstemperatur im Juli bei etwa -64,3 °C und damit rund 4,1 °C unter dem saisonalen Normalwert der Station. Damit ist dieser Juli gemeinsam mit dem Jahr 1969 der viertkälteste Juli und rangiert auf Platz sieben der kältesten Monate überhaupt in den Aufzeichnungen, die bis ins Jahr 1957 zurückreichen.

Minimum temperatures fell below -70C (-94F) on 12 days during the month, tying the station record set in July 1986.

Ähnlich extreme Bedingungen herrschten an der Station Wostok.

Der vorläufige Mittelwert für Juli liegt bei -71,6 °C, rund 6,2 °C unter dem Durchschnitt, und ist damit der viertkälteste Juli seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1958. Nur die Juli-Monate 1983 (-73,8 °C), 1997 (-72,9 °C) und 1979 (-72,3 °C) waren noch kälter.

Die Vostok-Station (eingekreist), tief im Hochland der Ostantarktis.

Die Kälte hält nun auch im August an.

Am 1. August verzeichnete der Südpol eine Tiefsttemperatur von -73,2 °C bei einem Tagesmittel von -71,6 °C – 11,5 °C unter dem August-Durchschnitt.

—————————-

Südamerika: Zwei Wochen Frost in Patagonien – Massenschneefälle in den Anden

Der Wintereinbruch im Süden Südamerikas hat sich bis in den August hinein fortgesetzt.

In El Calafate, Santa Cruz, hat eine Wetterstation die jüngste „Kältewelle“ auf 14 aufeinanderfolgende Tage beziffert, die am 31. Juli endete – die drittlängste Kältewelle in den Wetteraufzeichnungen der Stadt seit 1961. Nur die 16-tägigen Kälteperioden in den Jahren 1982 und 2001 waren länger.

Der argentinische Servicio Meteorológico Nacional definiert eine Kältewelle als mindestens drei aufeinanderfolgende Tage, an denen sowohl die Höchst- als auch die Tiefsttemperatur auf oder unter den Schwellenwerten des 10. Perzentils der Station für die kalte Jahreszeit liegen. Am Flughafen El Calafate (WMO 87904) liegen diese Schwellenwerte bei 1,8 °C tagsüber und -6 °C nachts.

Die anhaltende Kältewelle brachte Rekordwerte unter -16 °C mit sich.

Und obwohl die strengen Temperaturkriterien am 31. Juli endlich nicht mehr erfüllt waren, fiel in der Stadt weiterhin Schnee.

Die Unwetterauswirkungen erstreckten sich über die gesamte Provinz Santa Cruz.

In Perito Moreno, weiter nördlich, sank die Temperatur auf -19,5 °C mit einer Erhöhung der Schneedecke bis 33 cm.

In der Region Tres Lagos fielen mehr als 80 cm Schnee, wodurch die Landstraßen unpassierbar wurden.

Weiter nördlich breitete sich Neuschnee über die Anden in Neuquén und Río Negro aus.

In Caviahue wurden in der Stadt 20 cm gemessen, während in höheren Lagen 70 cm fielen, begleitet von Whiteout-Bedingungen.

Jenseits der Grenze in Chile hat die Schneehöhe im Skigebiet Los Libertadores 6,6 m erreicht.

Der wichtigste Grenzübergang zwischen Chile und Argentinien ist nun aufgrund von Lawinengefahr, Steinschlag und dem Umfang der Räumungsarbeiten bereits seit 18 Tagen gesperrt, wodurch rund 1.200 Lkw festsitzen oder auf weit entfernte Ausweichrouten ausweichen mussten.

Die zweiwöchige Kältewelle in El Calafate mag technisch gesehen zwar vorbei sein, doch wiederkehrende Pazifikstürme bedecken die Anden weiterhin mit Schnee.

Und den Modellen zufolge dürfte es demnächst noch kälter werden.

—————————-

Russland: Kalter Beginn des August

In Russland hat der August mit täglichen Kälterekorden begonnen, die sich von Ostsibirien bis zum Nordkaukasus erstrecken.

In Zyryanka in Jakutien sank die Temperatur am 1. August auf 1,5 °C und brach damit den bisherigen Rekord von 2,5 °C aus dem Jahr 1967.

Der Rekord wurde inmitten einer allgemeinen Kältewelle im Nordosten Jakutiens aufgestellt. Der regionale Wetterdienst meldete in Gebieten wie dem Kolyma-Bezirk und der Kolyma-Indigirka-Ebene Nachttemperaturen, die deutlich unter dem Durchschnitt lagen.

Ein weiterer Rekord folgte am 2. August in Shadzhatmaz im Nordkaukasus.

An der hochgelegenen Messstation sank die Temperatur auf 1 °C und brach damit den bisherigen Rekord vom 2. August aus dem Jahr 1977 von 2,1 °C.

Die allgemeine regionale Vorhersage hatte Tiefstwerte in den Bergen von 6 °C bis 11 °C prognostiziert. In der Realität war es jedoch noch deutlich kälter.

Link: https://electroverse.substack.com/p/antarctic-cold-persists-into-august?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email

—————————-

Eine Meldung vom 4. August 2026:

Chile: Massenschneefälle in Portillo

Das chilenische Skigebiet Portillo liegt in dieser Saison unter einer Schneedecke von 696 cm.

In einem typischen Winter fallen etwa 508 cm Schnee. Portillo hat diesen Wert bereits um mehr als 180 cm übertroffen – und die Schneemenge ist mittlerweile eher zu einem logistischen Problem als zu einem Glücksfall für Skifahrer geworden.

Die beiden Zufahrtswege zum Skigebiet sind weiterhin gesperrt. Die chilenische Route von Santiago führt über mehr als zwei Dutzend Haarnadelkurven hinauf nach Portillo, während die Verbindungsstraße von Mendoza (Argentinien) ebenfalls gesperrt ist.

Im gesamten Grenzkomplex Los Libertadores haben sich 660 cm Schnee angesammelt, und der Grenzübergang ist seit dem 14. Juli geschlossen. Stand 4. August war die 21-tägige Sperrung die zweitlängste seit Beginn der Aufzeichnungen, nur übertroffen von einer 26-tägigen Sperrung im Jahr 2023.

Die chilenische Grenzbehörde gibt an, dass es noch keinen Termin für die Wiedereröffnung gibt. Die Straßenbauarbeiter müssen zunächst den verbleibenden Abschnitt zwischen Los Libertadores und dem Cristo-Redentor-Tunnel räumen, wo die Schneehöhe und -härte den Einsatz von schwerem Gerät weiterhin behindern.

Der erfahrene Straßenarbeiter Gregorio Cacciuttolo, der die Räumungsarbeiten dokumentiert hat sagte, er habe trotz jahrzehntelanger Arbeit in den Anden noch nie Schneewände dieser Größenordnung gesehen.

Die Kälte ist eine andere Geschichte und reicht weit über Portillo hinaus.

Offizielle Messungen für den 3. August ergaben Höchsttemperaturen von nur 2,5 °C in Balmaceda, 3 °C in Coyhaique, 3,2 °C in Puerto Williams und 3,8 °C in Punta Arenas – im Allgemeinen 4 °C unter dem Durchschnitt.

Link: https://electroverse.substack.com/p/portillo-under-23-feet-of-snow-the?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email

—————————-

Meldungen vom 5. August 2026:

Neuseeland: Seltener Schnee und Rekord-Nachfrage nach Energie

Eine intensive Kaltluftmasse antarktischen Ursprungs ist über Neuseeland hinweggefegt und hat für seltenen Schneefall in tieferen Lagen, weit verbreiteten Frost und einen neuen nationalen Rekord bzgl. des Strombedarfs gesorgt.

Am Dienstag lag Dunedin unter einer Schneedecke, was die Schulen dazu zwang, die Schüler nach Hause zu schicken, und den Einwohnern die Möglichkeit bot, mit Skiern und Snowboards durch die Straßen zu fahren. Ein Skifahrer wurde dabei gefilmt, wie er die Baldwin Street hinunterfuhr – die als steilste Straße der Welt gilt.

Auch am New Brighton Beach in Christchurch lag eine dünne Schneeschicht. Am Flughafen Christchurch kam es zu Flugverspätungen.

Auf der anderen Seite der Cookstraße fiel in Wellington Schnee bis auf Meereshöhe – ein seltenes Ereignis für die Hauptstadt, der erste Schneefall hier seit 15 Jahren. MetService hatte winterliche Schauer bis auf etwa 300 m hinab vorhergesagt, stattdessen fielen die Flocken bis hinunter zur Uferpromenade.

Am Mittwochmorgen (5. August) waren die Temperaturen an drei Orten auf der Südinsel auf -9 °C gefallen – Kälte, welche die schwindenden Stromreserven Neuseelands offenlegte.

Der landesweite Strombedarf stieg am Mittwochmorgen auf ein Allzeithoch von 7.281 MW und übertraf damit den bisherigen Rekord von 7.141 MW, der erst wenige Tage zuvor während eines anderen Kälteeinbruchs aufgestellt worden war.

Transpower gab daraufhin eine offizielle Warnung vor einem möglichen landesweiten Energieengpass oder einer Situation mit geringer Reservekapazität heraus. Die Stromerzeuger wurden aufgefordert, ihre Energie- und Reserveangebote zu erhöhen und sicherzustellen, dass die Prognosen zur Windenergieerzeugung genau sind.

Neuseeland rühmt sich regelmäßig damit, fast 90 % seines Stroms aus erneuerbaren Quellen zu erzeugen. Der Großteil der verlässlichen Stromerzeugung stammt jedoch aus Wasserkraftwerken und Geothermiekraftwerken – nicht aus wetterabhängigen Wind- und Solarparks.

Wenn die Luft aus der Antarktis den Heizbedarf auf Rekordniveau treibt, ist Neuseeland auf Wasserkraft, Geothermie sowie Kohle- und Gaskraftwerke angewiesen. Solarenergie ist praktisch nutzlos. Windkraft ist völlig unvorhersehbar.

—————————-

Grönland verzeichnet erneut eine sommerliche Rekord-Schneezunahme

Die grönländische Eiskappe hat mitten im Sommer erneut einen Rekord-Schneezuwachs an der Oberfläche verzeichnet.

Am 4. August berechnete das Dänische Meteorologische Institut einen Zuwachs der Oberflächen-Massenbilanz (SMB) von 2,559 Gigatonnen – das sind 2,559 Milliarden Tonnen – und damit einen neuen Rekord für diesen Tag in den seit 1981 geführten Aufzeichnungen.

Die kumulierte SMB stieg von 529,2 Gigatonnen am Vortag auf 531,7 Gigatonnen.

Dies ist lediglich die jüngste sommerliche Unterbrechung der Schmelzsaison in Grönland. Die Eisdecke verzeichnete am 1. Juni einen Zuwachs von 2,776 Gigatonnen, am 10. Juli von 2,401 Gigatonnen und am 12. Juli von 1,607 Gigatonnen. Insgesamt liegt die kumulierte SMB weiterhin deutlich über dem Mittelwert der Jahre 1981–2010.

Grönland gilt als das zuverlässigste Indikator für die Klimakrise.

Nicht in diesem Jahr.

Und auch nicht im vergangenen Jahrzehnt:

Grafik: Die kumulierte SMB Grönlands liegt erneut über dem Durchschnitt der Jahre 1981–2010, wie schon während des größten Teils des vergangenen Jahrzehnts.

Das Defizit der Gesamt-Massenbilanz dürfte sich damit immer weiter verringern. A. d. Übers.

Link: https://electroverse.substack.com/p/antarctic-blast-brings-rare-snow?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email

—————————-

Meldungen vom 6. August 2026:

USA: August-Kältewelle mit 19 neuen Rekorden

Am 4. und 5. August erfasste eine heftige Sommer-Kältewelle die nördlichen Rocky Mountains und die High Plains und brach oder egalisierte dabei mindestens 19 Tageskälterekorde in sieben Bundesstaaten.

In Livingston, Montana, sank die Temperatur am 4. August auf 1,1 °C und unterbot damit den bisherigen Tagesrekord von 4°C aus dem Jahr 1982. In Miles City fiel die Temperatur auf 5,6 °C und übertraf damit einen Rekord aus dem Jahr 1952, während in Baker 3,3 °C gemessen wurden – knapp 3 Grad unter dem bisherigen Rekordwert.

In Great Falls sank die Temperatur auf 3°C, in Havre auf 4°C, in Rapid City auf 6°C und in Baker City (Oregon) auf 2,2 °C.

Am Flughafen Bozeman Yellowstone wurde eine Höchsttemperatur von nur 19,4 °C gemessen – die niedrigste jemals am 4. August verzeichnete Höchsttemperatur (seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1935).

Die Kälte hielt bis zum 5. August an.

In Denver sank die Temperatur auf 8,3 °C und brach damit den Rekord aus dem Jahr 1978. In Alliance (Nebraska) fiel die Temperatur auf 6°C, in Pierre auf 8°C, und in Scottsbluff wurde mit 8,9 °C ein Rekord aus dem Jahr 1904 eingestellt.

Miles City, Livingston, Baker und Rapid City verzeichneten alle an aufeinanderfolgenden Tagen Rekordwerte.

Mitten im Sommer stehen Teile des amerikanischen Westens kurz vor dem Frost.

—————————-

Argentinien: Tiefschnee an vielen Orten

Ein heftiger Wintersturm hat Teile des westlichen Argentiniens unter einer Schneedecke begraben, Autobahnen unterbrochen, den Verkehr lahmgelegt und Arbeiter hoch in den Anden von der Außenwelt abgeschnitten.

Am Mittwoch wurde Zapala in der Provinz Neuquén von starkem Schneefall heimgesucht, wodurch Straßen in ganz Zentralpatagonien unter einer Schneedecke versanken.

Die Nationalstraßen 40 und 22 gehörten zu den wichtigsten Verkehrsadern, die vollständig blockiert waren.

Weiter nördlich waren die Bedingungen in der Goldmine Veladero in der Provinz San Juan noch extremer.

Rund um die Mine hatten sich weit über 3 m Schnee angesammelt, und die gefühlte Temperatur sank auf -30 °C.

Auch hier waren die Zufahrtsstraßen verschüttet, und die Lawinengefahr verhinderte einen normalen Personalwechsel.

Auf dem Höhepunkt des Sturms waren 938 Arbeiter gezwungen, auf dem Gelände zu bleiben, obwohl die Produktion eingestellt worden war. Einige waren Berichten zufolge fast einen Monat lang eingeschlossen, doch nun ist der Zugang endlich wieder freigegeben, sodass schrittweise Personalwechsel beginnen können.

Link: https://electroverse.substack.com/p/august-chill-breaks-19-records-argentinas?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email

—————————-

Meldungen vom 7. August 2026:

Antarktis: Weiterhin Rekordfrost

Der Juli 2026 war in der gesamten Antarktis außergewöhnlich kalt, wobei Vostok und der Südpol Monatsdurchschnittswerte verzeichneten, die deutlich unter dem Normalwert lagen und sich den langjährigen Rekordwerten näherten.

In Vostok hat das russische Institut für Arktis- und Antarktisforschung einen Juli-Durchschnitt von -71,6 °C bestätigt. Das sind 6,2 °C unter dem Durchschnitt der Jahre 2005–2024, was diesen Juli zum kältesten des vergangenen Jahrzehnts macht.

In der Gesamt-Aufzeichnung von Vostok, die bis ins Jahr 1958 zurückreicht, gab es nur vier Juli-Monate, die kälter waren: 1983 mit -73,8 °C, 1997 mit -72,9 °C, 1979 mit -72,3 °C und 2016 mit -71,8 °C.

Am Südpol lag die Durchschnittstemperatur im Juli bei -64,3 °C, was 4,1 °C unter dem Normalwert liegt. Dies entspricht dem früheren Juli-Rekord am Südpol aus dem Jahr 1965. Dieser Wert galt 32 Jahre lang, bis im Juli 1997 eine Durchschnittstemperatur von -66 °C gemessen wurde; der aktuelle Rekord von -67,3 °C wurde 2004 aufgestellt.

In Concordia/Dome C sanken die Temperaturen am 18. Juli auf -84,1 °C – die niedrigste seit 2012 auf der Erde gemessene Lufttemperatur und nur 0,6 °C unter dem 2010 in Concordia aufgestellten Allzeitrekord von -84,7 °C.

Die nahegelegene AWS-Station Dome C II, die seit 1995 in Betrieb ist, lag gegen Ende des Monats ebenfalls etwa 5–6 °C unter dem Juli-Durchschnitt und näherte sich ihren niedrigsten jemals gemessenen Juli-Werten. Der endgültige Juli-Durchschnitt steht noch nicht fest.

—————————-

Neuseeland: Frost bricht Allzeit-Rekorde

Der Kälteeinbruch aus der Antarktis, der Anfang dieser Woche in Neuseeland für seltenen Schneefall in tieferen Lagen sorgte, hat sich verstärkt und dabei auf der gesamten Nordinsel alle bisherigen Temperaturrekorde gebrochen.

Am Donnerstagmorgen sank die Temperatur in Taumarunui auf -6,4 °C – die zweitniedrigste Temperatur seit Eröffnung der Messstation im Jahr 2007. Am Freitagmorgen (7. August) wurde es dann noch kälter mit -7,2 °C, was einen neuen absoluten Tiefstwert darstellt.

Auch Rotorua brach am Freitag seinen historischen Tiefstwert mit -5,6 °C. Die Aufzeichnungen hier reichen bis ins Jahr 1972 zurück.

Laut den Aufzeichnungen von MetService wurden drei weitere August-Rekorde gebrochen:

In Taupō wurden -6,6 °C gemessen – die tiefste Augusttemperatur seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1976.

In Palmerston North wurde es -3,5 °C kalt – der niedrigsten Augusttemperatur seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1991.

Whangārei verzeichnete +0,4 °C – die tiefste Augusttemperatur in einer seit 1967 geführten Datensammlung.

In Whakatāne wurde mit –3 °C der bisherige August-Rekord der Stadt (seit 1975) eingestellt.

Zahlreiche andere Messstationen kamen diesem Wert nahe.

In Napier sank die Temperatur auf -3,2 °C – der zweitniedrigste Augustwert seit Beginn der Aufzeichnungen –, während in Auckland mit 1,4 °C und in Hamilton mit -4,6 °C jeweils der drittkälteste Augustwert verzeichnet wurde.

An der Desert Road sank die Temperatur am Freitagmorgen auf -10,4 °C, während in Tongariro -9,9 °C gemessen wurden.

Einen Tag zuvor sank die Temperatur am Mount-Cook-Flughafen auf -10 °C.

Zu Beginn der Woche drang antarktische Luft mit Wolken, Wind und Niederschlag nach Norden vor und brachte zum ersten Mal seit 15 Jahren Schnee nach Dunedin, Christchurch und sogar bis auf Meereshöhe in Wellington. Sobald sich die polare Luftmasse etabliert hatte, klarte der Himmel über weiten Teilen der Nordinsel auf. Da es kaum Wolken gab, die die abfließende Wärme über Nacht zurückhielten, brachen die Temperaturen unter starker Strahlungskühlung ein.

Die Luftmasse selbst stammte ungewöhnlich direkt aus der Antarktis. MetService beschrieb sie als extrem kalte Luft, die direkt vom antarktischen Eisschild kam, und nicht als Luft, die während eines längeren Weges über den Südlichen Ozean wesentlich modifiziert worden war.

Wie oben bereits ausführlich beschrieben, herrschte in der Antarktis selbst in den letzten Monaten außergewöhnliche Kälte.

Die atmosphärische Zirkulation fungierte dabei als Bote und transportierte in letzter Zeit erhebliche Anteile dieser polaren Kälte in Richtung der Landmassen der südlichen Hemisphäre, wobei Neuseeland voll davon getroffen wurde – eine Kältewelle, die auch weiterhin das Stromnetz des Landes stark belastet.

Nach dem bereits Anfang dieser Woche gemeldeten Nachfragerekord stieg der durchschnittliche Spitzenverbrauch am Donnerstag erneut auf 7.415 MW und übertraf damit den Rekord vom Mittwoch. Laut Transpower sind acht der zehn höchsten jemals in Neuseeland gemessenen Stromverbrauchsspitzen nun innerhalb der letzten zwei Wochen aufgetreten – bedingt durch die Kälte.

Glücklicherweise beginnen mildere Nordwinde und zunehmende Bewölkung nun endlich, die Kälte langsam abzuschwächen, während das Wochenende näher rückt.

—————————-

Südafrika: Neuer Kaltluftvorstoß

Südafrika bereitet sich auf einen weiteren heftigen Wintereinbruch vor, kaum mehr als eine Woche nachdem Teile von Lesotho und den Drakensbergen von starken Schneefällen heimgesucht worden waren.

Ende Juli/Anfang August kam es zu weit verbreiteten Schneefällen in den Bergen, die im Ostkap, in KwaZulu-Natal und in Lesotho zu erheblichen Beeinträchtigungen führten. Die Schneehöhe erreichte stellenweise fast 40 cm, während tagsüber extrem tiefe Temperaturen herrschten.

Die Lage hat sich seitdem etwas entspannt, doch nun nähert sich eine weitere starke Kaltfront.

—————————-

Arktis: Das Jahr ohne Sommer

Der Sommer ist 2026 in der Hocharktis praktisch ausgeblieben.

Die Temperaturen nördlich von 80° N lagen während eines Großteils der Schmelzsaison nahe dem Gefrierpunkt oder darunter.

Der Durchschnitt im Juni betrug lediglich -2,2 °C – mit Abstand der kälteste Juni in der Datenreihe des DMI von 1958 bis heute:

Im Juli lag der Durchschnitt bei knapp unter 0°C, wobei 15 der 31 Tage unter dem Gefrierpunkt lagen. Selbst auf dem Höhepunkt des arktischen Sommers erreichte der höchste Tagesmittelwert nur 0,2 °C.

Dann kam der Einbruch mitten im Sommer.

Die Tagesdurchschnittswerte fielen am 26. und 27. Juli auf -0,3 °C und am 28. Juli auf -0,2 °C, was zu einer weiteren Serie von Tages-Tiefstwerten in der DMI-Reihe führte.

Im August setzte sich dieser Trend fort.

Nach einem weiteren Wert unter dem Gefrierpunkt am 1. August sanken die Temperaturen am 5. August auf -0,2 °C, bevor sie am 6. August auf -0,6°C einbrachen – der bislang niedrigste Wert der Kernsommerperiode und einer der tiefsten Juli-/August-Werte seit Beginn der Aufzeichnungen.

Diese Grafik spricht für sich:

Vom 1. Juli bis zum 6. August liegt der Durchschnitt etwas unter 0 °C.

Im Zeitraum vom 1. Juni bis zum 6. August beträgt er etwa -1 °C.

Das Jahr 2026 entwickelt sich im Norden weiterhin zum „Jahr ohne Sommer“.

Wird fortgesetzt mit Kältereport Nr. 33 / 2026

Redaktionsschluss für diesen Report: 7. August 2026

Zusammengestellt und übersetzt von Christian Freuer für das EIKE




Der „Klima-Krise“ gehen die Gläubigen aus

Cap Allon

Die Darstellung des Klimas als „Notstand“ wird auf breiter Front aufgegeben – von Politikern und Medien bis hin zu den Aktivisten, die sie einst vorangetrieben hatten.

Die Präsidentin der Europäischen Kommission Ursula von der Leyen erwähnte das Thema Klima in ihrer Rede in Davos 2026 kein einziges Mal. Verteidigung, Handel, Wachstum, Energiesicherheit und günstigere Energie standen im Vordergrund. Selbst der Kanadier Mark Carney, ehemaliger UN-Klimabeauftragter, befürwortet nun eine höhere Ölförderung und eine neue Pipeline im Pazifik, die mehr als eine Million Barrel pro Tag transportieren kann.

Die Menschen haben die Nase voll.

In den USA rangiert das Thema Klima ganz am Ende der öffentlichen Sorgenliste. Das Gleiche gilt für Europa, wo Energiekosten, schwaches Wachstum, Krieg und Migration ganz oben auf der Liste der Sorgen stehen. Und selbst in Afrika, einem Kontinent, der angeblich an vorderster Front der Krise steht, spielt das Thema Klima für die Bevölkerung kaum eine Rolle und rangiert hinter den meisten anderen Sorgen, darunter Arbeitslosigkeit, Hunger, Stromversorgung, Straßen, Gesundheitsversorgung, Bildung, Armut und Korruption.

Selbst die Medien wenden sich anderen Themen zu.

Die Berichterstattung zum Thema Klima ging im Jahr 2025 im Vergleich zu 2024 um 14 % zurück. In der ersten Hälfte des Jahres 2026 lag sie um fast 32 % unter dem Niveau der ersten Hälfte des Jahres 2025.

Der „Klima-Krise“ gehen die Gläubigen aus.

Seit Jahrzehnten verkünden Prominente Countdowns bis zur Katastrophe. Al Gore sagte 2008, die Menschheit habe noch etwa zehn Jahre Zeit zum Handeln. König Charles erklärte 2019, es blieben nur noch 18 Monate. Greta äußerte sich ähnlich. AOC tat es ihr gleich.

Die Fristen verstrichen.

Die Katastrophe blieb aus.

Westliche Regierungen verschwendeten Billionen an Steuergeldern für Windkraft, Solarenergie, Elektrofahrzeuge, CO₂-Märkte, Wasserstoffprojekte und Netto-Null-Vorgaben. Die Haushalte zahlten dafür, nicht nur durch höhere Steuern, sondern auch durch höhere Stromrechnungen und den Verlust von Industriearbeitsplätzen.

Und wofür?

Die Emissionen wurden nicht beseitigt.

Sie wurden lediglich nach Osten exportiert:

Link: https://electroverse.substack.com/p/august-chill-breaks-19-records-argentinas?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email (Zahlschranke)

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Direkte Luftabscheidung: Das verrückteste „Netto-Null“-Vorhaben der Labour-Partei, finanziert durch Steuergelder

Jonathan Leake

Die britische Regierung verpflichtet sich, CO₂ aus der Atmosphäre zu entfernen – zu schwindelerregenden Kosten.

Es könnte Ed Milibands seltsamstes und kostspieligstes Vermächtnis sein. Nur wenige Tage vor seinem Ausscheiden als Energieminister unterzeichnete er einen Vorschlag, Großbritannien zu einem „weltweiten Vorreiter“ bei der Beseitigung von Treibhausgasen zu machen – Technologien, die buchstäblich Kohlendioxid (CO₂) aus der Luft um uns herum entfernen. [Hervorhebungen und Links hinzugefügt {vom Blog-Admin}]

Diese in einer Stellungnahme zu einem Bericht versteckte Verpflichtung, die kurz vor Andy Burnhams Versetzung von Miliband ins Außenministerium veröffentlicht worden war, ist nur eine kleine Fußnote in seiner Amtszeit. Doch die Aufgabe ist gewaltig, die er seiner Nachfolgerin Miatta Fahnbulleh hinterlassen hat.

Die CO₂-Konzentration in der Atmosphäre beträgt lediglich 0,04 Prozent, was bedeutet, dass für jede Tonne CO₂, die entfernt werden soll, mindestens 1.600 Tonnen Luft gereinigt werden müssen.

Zudem pumpt die Menschheit jedes Jahr weitere 40 Milliarden Tonnen CO₂ in die Atmosphäre – zusätzlich zu den 2,5 Billionen Tonnen, die seit der industriellen Revolution emittiert worden sind.

Weniger als 1 Prozent davon wird in UK erzeugt. Doch in einem von Miliband diesen Monat unterzeichneten Bericht hat sich das Ministerium für Energiesicherheit und Netto-Null (DESNZ) dazu verpflichtet, die Reinigung voranzutreiben.

„Großbritannien ist mit seinen erstklassigen Forschungseinrichtungen, seinem ingenieurtechnischen Know-how und dem Zugang zu geologischen Speichermöglichkeiten gut positioniert, um eine weltweit führende Rolle bei Technologien zur Entfernung von Treibhausgasen (GGR) einzunehmen“, hieß es darin. „Wir treiben einen weltweit führenden, ganzheitlichen politischen Rahmen für GGR voran, um den großflächigen Einsatz in Großbritannien zu ermöglichen.“

Das Energieministerium hat sogar Steuergelder in das Vorhaben gesteckt und 56 Millionen Pfund in ein Dutzend Versuche zur direkten CO₂-Abscheidung aus der Luft und -Speicherung (DACCS) investiert.

Warum aber sollte Miliband Großbritannien auf die Sisyphusarbeit festlegen wollen, CO₂ aus der Atmosphäre zu entfernen?

Im Mittelpunkt steht das Bestreben der Labour-Partei, die Netto-Null-Emissionsziele zu erreichen.

Großbritannien mag zwar gute Fortschritte dabei machen, Benzin- und Dieselfahrzeuge durch Elektrofahrzeuge zu ersetzen, Warmwasserbereiter durch Wärmepumpen zu ersetzen und Strom aus Wind statt aus Kohle zu erzeugen.

Doch es gibt einige Sektoren, bei denen Großbritannien ohne die Einführung eines puritanischen Lebensstils immer Schwierigkeiten haben wird, sie zu dekarbonisieren. Am offensichtlichsten sind der Luftverkehr und die Landwirtschaft – insbesondere die Viehzucht –, von denen erwartet wird, dass sie bis 2050 jeweils 40 Millionen Tonnen CO₂ pro Jahr verursachen werden.

Es gibt einige Sektoren, bei deren Dekarbonisierung Großbritannien ohne die Annahme eines puritanischen Lebensstils immer Schwierigkeiten haben wird.

Von der Öffentlichkeit zu verlangen, auf Fleisch und Flugreisen zu verzichten, wäre politischer Selbstmord. Deshalb bat Miliband im vergangenen Jahr den ehemaligen Staatssekretär für Energie, seinen Freund und Mitstreiter im Umweltschutz Lord Whitehead neue Wege aufzuzeigen, wie Großbritannien diese Emissionen bekämpfen könnte.

Whitehead kam zu dem Schluss, dass die direkte Abscheidung von CO₂ aus der Luft unerlässlich sei, um Großbritannien auf den Weg zur Netto-Null-Bilanz zu bringen. Die Alternative, so warnte er, sei „eine kohlenstoffarme Zukunft ohne Industrie, mit wenig Verkehr und einer schwer zu akzeptierenden massiven Verhaltensänderung“.

Zwei Schlüsseltechnologien bilden den Kern dieser idealistischen Vorschläge zur Reinigung der Atmosphäre.

Eine davon ist die direkte CO₂-Abscheidung und -Speicherung aus der Luft (DACCS), bei der in der Regel riesige Ventilatoren Umgebungsluft durch chemische Filter pumpen, die das CO₂ herausfiltern.

Die andere ist BECCS – Bioenergie mit CO₂-Abscheidung und -Speicherung – ein Verfahren, bei dem pflanzliches Material zur Stromerzeugung verbrannt und das Abgas von CO₂ befreit wird.

In beiden Fällen würde das abgeschiedene CO₂ zu einer Flüssigkeit komprimiert und in erschöpfte Öl- und Gasfelder unter der Nordsee gepumpt. Oder es könnte in einigen Fällen in Mineralien umgewandelt und vergraben werden.

Befürworter verweisen auf bestehende Pilotprojekte wie die im kommerziellen Maßstab betriebene Mammoth-Anlage in Island, die jährlich bis zu 36.000 Tonnen CO₂ dauerhaft binden kann. Das in Texas ansässige Unternehmen 1PointFive, eine Tochtergesellschaft des Ölriesen Occidental, wird derzeit so konzipiert, dass es jährlich bis zu einer halben Million Tonnen CO₂ abscheiden kann.

Doch der Widerstand wächst. Kritiker argumentieren, dass die Kosten und der Energieaufwand für die Abscheidung von CO₂ aus der Luft solche Vorhaben stets unwirtschaftlich machen werden.

„Real Zero Europe“, ein Dachverband von Organisationen wie „Friends of the Earth“ und dem „Corporate Europe Observatory“, argumentiert, dass Projekte zur CO₂-Abscheidung lediglich Versuche seien, die fossile Brennstoffindustrie zu beschönigen, indem sie den Luftverkehr als „sauber“ erscheinen lassen.

Einige Wissenschaftler stimmen dem zu.

„DACCS erhöht nur den CO₂-Ausstoß und die Luftverschmutzung“, sagt Prof. Mark Z. Jacobson von der Stanford University. „Sie tun nur so, als würden sie etwas tun, während sie in Wirklichkeit nichts tun, außer die Klima- und Umweltprobleme zu verschlimmern.“

Dennoch hat der britische Ausschuss für Klimawandel diese Idee mit Begeisterung aufgegriffen. In seinen Berichten wurde wiederholt festgestellt, dass zwar Emissionsminderungen den Großteil der Anstrengungen zur Erreichung der Netto-Null-Bilanz ausmachen werden, technische Maßnahmen zur CO₂-Entfernung wie DACCS jedoch für Sektoren wie die Landwirtschaft und den Luftverkehr unverzichtbar sein werden.

Mehr bei The Telegraph

Link: https://climatechangedispatch.com/direct-air-capture-uk-net-zero-taxpayer-cost/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

Kommentar des Übersetzers hierzu: Für meine Begriffe ist das Vorhaben Millibands übelster Staatsterrorismus! Es bedeutet nämlich, dass er den Planeten „retten“ will, in dem er sämtliches Leben auslöschen und die Erde zu einer toten Wüste machen will! Dann spielen die eingangs erwähnten Kosten absolut keine Rolle mehr. Dies wird im Beitrag mit keinem Wort angesprochen.Politischer Terrorismus will zwar Menschen töten, aber meines Wissens hat sich noch keine einzige Terrororganisation welcher Couleur auch immer die Auslöschung des gesamten Lebens auf der Erde auf die Fahnen geschrieben.




Die Krise der Feigheit in der Wissenschaft

Cap Allon

Die Standardargumentation der Klima-Orthodoxie gegenüber Realisten lautet immer gleich:

„Also liegen Tausende von Wissenschaftlern falsch – und Sie haben recht?“

Nicht ganz.

Ein kleiner Aktivistenkern mag jede katastrophale Behauptung aufrichtig glauben, die er verbreitet. Doch um ihn herum gibt es eine weitaus größere Gruppe von Wissenschaftlern, die sehr wohl wissen, dass die Beweislage schwach, die Unsicherheiten groß und die Modelle unzuverlässig sind – und dennoch schweigen sie.

Jason Locasale, ein US-amerikanischer Biomediziner und außerordentlicher Professor für Pharmakologie und Krebsbiologie an der Duke University, veröffentlichte kürzlich eine private Nachricht eines Wissenschaftlers, der seiner Kritik zustimmte, sich jedoch weigerte, öffentlich Stellung zu beziehen:

„Angesichts meiner Situation kann ich mich nicht zu Wort melden. Ich betreibe einfach still und leise meine Wissenschaft und boykottiere Pseudowissenschaft.“

Locasales Fazit: „Das akademische System bestraft Ehrlichkeit.“

Wissenschaftlicher Konsens wird häufig so dargestellt, als hätten Tausende unabhängiger Forscher die Beweislage geprüft und unabhängig voneinander die gleiche Schlussfolgerung gezogen. In der modernen Wissenschaft funktioniert das selten so.

Auch ist die wissenschaftliche Gemeinschaft weder politisch neutral noch repräsentativ für die breite Öffentlichkeit. In der groß angelegten Pew-Umfrage unter US-Wissenschaftlern aus dem Jahr 2009 bezeichneten sich nur 6 % als Republikaner. Studien zu politischen Spenden und Wählerregistrierungen haben seitdem das gleiche ausgeprägte Ungleichgewicht aufgezeigt, insbesondere an den Universitäten. Tatsächlich ergab eine Analyse der Spendenunterlagen des Bundes aus dem Jahr 2022, dass sich dieses Ungleichgewicht noch weiter verschärft hatte.

Dies führt zu einer ideologischen Monokultur, in der immer wieder die gleichen Annahmen wiederholt und bekräftigt werden, die schließlich fälschlicherweise für objektives wissenschaftliches Urteilsvermögen gehalten werden. Forscher sind auf Fördermittel, Institutionen, Fachzeitschriften, Gutachter und leitende Kollegen angewiesen. Ihre Karrieren werden von Menschen gesteuert, die innerhalb des gleichen ideologischen und finanziellen Systems agieren. Wer die etablierte Sichtweise in Frage stellt, riskiert den Verlust von Fördermitteln, die Ablehnung von Veröffentlichungen, das Stocken von Beförderungen und den Ruin seines Rufs.

Die meisten Wissenschaftler verstehen das ganz genau.

Politische Etikettierung stellt ein besonders wirksames Mittel zur Durchsetzung dar. Kritik an Fauci und der offiziellen Pandemiedarstellung wurde routinemäßig als „rechtsgerichtet“, „Trump-freundlich“ oder verschwörungstheoretisch abgestempelt – unabhängig von den Beweisen.

Klimaskeptizismus wird genauso behandelt. Wer ein Modell in Frage stellt, eine Zuordnungsbehauptung anzweifelt oder das Ausmaß der prognostizierten Erwärmung bestreitet, dessen Argument wird als konservative Ideologie abgetan, noch bevor es überhaupt geprüft wird.

[Hervorhebung vom Übersetzer]

Sobald wissenschaftliche Meinungsverschiedenheiten als Zugehörigkeit zu einer verachteten politischen Gruppe umgedeutet wurden, müssen Wissenschaftler diese nicht mehr widerlegen. Sie können sich einfach davon distanzieren – und jüngere Forscher warnen, dass eine Auseinandersetzung mit diesen Themen ihrer Karriere schaden könnte.

In einem überwiegend von der politischen Linken dominierten Berufsfeld ist es nicht nur eine Beleidigung, als „rechts“ abgestempelt zu werden. Es ist eine berufliche Bedrohung. Und die Klimawissenschaft ist von diesem Verhalten völlig durchdrungen.

Forscher sehen zu, wie übertriebene Modellprognosen Schlagzeilen machen, schweigen aber. Eine einzige Überschwemmung wird als Beweis für eine „Klimakatastrophe“ dargestellt, selbst wenn die zugrunde liegenden Daten keinen Trend erkennen lassen. Nun beteiligt sich zwar eine Handvoll Wissenschaftler begeistert daran und genießt das Rampenlicht (Michael Mann). Die meisten halten sich jedoch bedeckt und kassieren ihre Gehälter: „Ich betreibe einfach still und leise meine Wissenschaft …“

Das gleiche institutionelle Versagen, das im Zuge der Nachwirkungen der Fauci-Ära offenbart wurde, reicht weit über einen einzelnen Mann oder ein einzelnes Fachgebiet hinaus. Wissenschaftler setzen eine einheitliche Darstellung durch, selbst wenn dies die Öffentlichkeit darüber irreführt, was die Forschung tatsächlich zeigt.

Die Klimawissenschaft funktioniert seit Jahrzehnten auf diese Weise.

Die Menschen können Unsicherheiten verzeihen. Sie können ehrliche Fehler verzeihen. Was sie jedoch nicht verzeihen werden, ist die Erkenntnis, dass Experten ihre Gewissheit übertrieben, Meinungsverschiedenheiten verschwiegen und diejenigen bestraft haben, die ihre Meinung offen geäußert haben.

Die Wissenschaft kann das Vertrauen nur dann zurückgewinnen, wenn Forscher beginnen, für die Wahrheit Risiken einzugehen.

Doch die Physikerin Sabine Hossenfelder warnt, dass die Wissenschaft bereits nicht mehr zu retten ist:

„Für die ist es vorbei. Sie wissen es nur noch nicht.“

Link: https://electroverse.substack.com/p/andes-buried-as-211-tourists-rescued?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email (Zahlschranke)

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Neue Studie zeigt: Steigende CO₂-Konzentrationen führen zu einer Abkühlung in der unteren Atmosphäre über der Arktis

Kenneth Richard

Die von Klimaalarmisten verbreitete These der CO₂-bedingten „polaren Verstärkung“ hat gerade einen weiteren Rückschlag erlitten.

Zuvor wurde bereits gezeigt, dass ein Anstieg des CO₂-Gehalts um über 120 ppm (von 278 ppm auf 400 ppm) das Klima in der Antarktis abkühlt (Notholt et al., 2024).

Diese Wissenschaftler stellten fest, dass der CO₂-Einfluss seit 1750 insgesamt zu einer leichten Nettoabkühlung (-0,01 °C) geführt hat.

Nun zeigt eine neue Studie, dass ein Anstieg der Treibhausgase CO₂ und CH₄ ebenfalls zu einer strahlungsbedingten Abkühlung der Arktis führt.

Steigende Konzentrationen von Treibhausgasen – die vermutlich auf anthropogene Emissionen zurückzuführen sind – führen zu einer Abkühlung der Arktis, „vor allem aufgrund der nahezu vollständigen Sättigung der Infrarotabsorption [von CO₂ und CH₄] in der unteren Atmosphäre“.

„In der unteren Atmosphäre (>700 hPa) nimmt die Stärke des CO₂-Kerns deutlich ab, was auf eine schwächere Unterdrückung der ausgehenden langwelligen Strahlung durch erhöhte CO₂-Konzentrationen hindeutet.“

„In der unteren Atmosphäre, von der Oberfläche bis etwa 400 hPa, weist die [aus steigendem CO₂ abgeleitete] Erwärmungsrate relativ große negative Werte auf, was auf eine starke Strahlungskühlung hindeutet.“

„…die Erwärmungsrate bleibt auf allen Höhenstufen negativ, was darauf hindeutet, dass die langwellige Strahlung zu einer Netto-Strahlungskühlung der Atmosphäre führt.“

„…die beobachtete vertikale Struktur verstärkt die ausgehende langwellige Strahlung im Vergleich zur gleichmäßigen Verteilung und verstärkt dadurch die Strahlungskühlung in der arktischen Atmosphäre.“

Quelle: Qin, 2026

Wenn steigende CO₂-Konzentrationen zu einer Strahlungskühlung in der Antarktis und Arktis führen, kann CO₂ kein treibender Faktor für das Abschmelzen der polaren Eisschilde, Gletscher oder des Meereises sein.

Link: https://notrickszone.com/2026/08/01/new-research-finds-increasing-co2-induces-cooling-in-the-lower-atmosphere-over-the-arctic/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE