Oh wie ist Statistik schwer, wenn nicht der einfache Inzidenzwert wär …

Mit einfachem Dreisatz kommt man doch zu einem Ergebnis

Wie wurden die 0,36 % „mit SARS-CoV-2“ berechnet?

Bild 1 Coronazahlen [Link]

Man nimmt die „positiv getestet“, zieht die „davon genesen“ und die „Todesfälle“ ab und erhält übrig gebliebene 303.163 „positive Fälle“ als 0,36 % von 83.166.711 Einwohnern mit SARS-CoV-2
Leider hat diese Rechnung einen Haken: Sie ist grottenfalsch und somit auch das Ergebnis.

Warum das so ist, sei anbei gezeigt.

Versuch einer statistischen Abschätzung

Bild 2 Anzahl durchgeführter Tests für das Coronavirus (COVID-19) in Deutschland nach Kalenderwoche [Link]

In KW15 wurden 1.295.635 PCR-Tests durchgeführt. Davon waren 160.735 (12,41 %) positiv.
Daraus errechnet sich ein Deutschland-Inzidenzwert von:
7-Tage-Inzidenz = (Neuinfektionen / Einwohnerzahl) x 100.000
Inzidenzwert 193,66 = (160.735 / 83.000.000) x 100.000
Dieser Inzidenzwert „behauptet“, dass 0,194 % der Einwohner von Deutschland innerhalb der KW 15 zusätzlich Corona-Positiv geworden wären.

Betrachtet man die tabellierten PCR-Tests nun als „Stichprobe“, ergibt die Berechnung:
Mittelwert neu Infizierter = Anzahl neu Positiver / Anzahl Tests
MW: 12,41 % = 160.735 / 1.295.635
Diese „Stichprobe“ weist aus, dass der Mittelwert neu Positiver (in der Stichprobe) 12,4 % beträgt.
Weil der Stichprobenumfang extrem hoch ist, gilt das mit einem geringen Fehler von unter +-1 % auch für die Grundgesamtheit Deutschland.

Über diese „Stichprobe“ gerechnet, beträgt der wahre Inzidenzwert von Deutschland allerdings:
Inzidenzwert 12.410 = (10.300.300 / 83.000.000) x 100.000
und weicht damit schon etwas arg vom amtlich berechneten Wert 193,66 ab.

Nun lässt sich mit gutem Recht behaupten, dass die gemeldete Anzahl an PCR-Testungen keine Stichprobe wäre und vor allem nicht den wahren Testumfang spiegelt.
Deshalb nehmen wir einfach den doppelten Testumfang an (bei gleichbleibendem Positivergebnis). Dann beträgt die Anzahl neu Infizierter in der Stichprobe und damit wieder auch in der Grundgesamtheit immer noch 6,2 % und parallel der wahre Inzidenzwert 6.205. Beim dreifachen Testumfang sind es immer noch 4,13 % und parallel der wahre Inzidenzwert 4.137.

Unabhängig davon, wie hoch man den „wahren“ Stichprobenumfang annimmt, das Ergebnis bleibt immer meilenweit von den zwei anderen Werten (0,37 %; 193,66) entfernt und der wahre Inzidenzwert hat zudem durchgängig Größenordnungen, bei deren Nennung alle „Coronafachpersonen“ und politischen Entscheider sofort einen Herzkasper bekommen würden.

Welcher Wert stimmt nun

Für die Anzahl „Coronabefallenen“ haben wir nun drei Werte:
Insgesamt Positive in der Grundgesamtheit (Bild 1): 0,36 %
Neu Positive der KW15 (7-Tage Inzidenz): Inzidenzwert 193,66; beziehungsweise 0,194 % neu Positive
Neu Positive der KW15 statistisch abgeschätzt: Irgendwo zwischen 4,13 … 12,4 %

Welches Ergebnis stimmt nun? Kein Ergebnis von den dreien.
Bleibt die Frage: Welches ist am Wahrscheinlichsten?
Und da ist der Autor überzeugt: Es werden die statistisch abgeschätzten, irgendwo zwischen 4 … 12 % neu Positiven in der Grundgesamtheit Deutschland sein und die anderen beiden Angaben sind grottenfalsch, aber regelmäßig publiziert und vor allem maßnahmenrelevant.

Vielleicht erklärt dieses einfach ermittelte Ergebnis jedoch, warum die Lockdown-Maßnahmen kaum Wirkungen haben, die Inzidenzwerte trotzdem teils rasant steigen (aber auch wieder abnehmen) und selbst in mittelgroßen Städten niemand weiß, wo die Infektionen wirklich stattfinden, da das Geschehen so „diffus“ sei (nicht nur eine Aussage in der Lokalzeitung des Autors):

Bild 3 „Diffuses“ Corona-Infektionsgeschehen in Heilbronn. Gesundheitsamt Heilbronn, 07.03.2021: Allgemeinverfügung zur Eindämmung der weiteren Verbreitung des neuartigen Corona-Virus (SARS-CoV-2) im öffentlichen Raum, „Nächtliche Ausgangsbeschränkung

Der Inzidenzwert gibt innerhalb der gleichen Kommune linear die Anzahl Testungen an

Ein Inzidenzwert von 100 besagt, dass in einer Gemeinde mit 100.000 Einwohnern innerhalb von 7 Tagen 100 neue Positivtestungen, also +0,1 %, vorlagen.
Seine vollständige Berechnungsformel lautet:
7-Tage-Inzidenz = (Neuinfektionen / Einwohnerzahl) x 100.000

Wird nun innerhalb der gleichen Kommune/Landkreis getestet und dafür der Inzidenzwert berechnet, ändert sich die Variable „Einwohnerzahl“ mit dem Multiplikator 100.00 zu einer gemeinsamen Konstanten und die Inzidenzformel reduziert sich auf eine Variable:
Inzidenzformel: Inzidenzwert = Anzahl Neuinfektionen
Bleibt die Anzahl neu Positiver in der Kommune gleich, wird aber vermehrt getestet, erhöht sich der Inzidenzwert alleine aufgrund und mit der Anzahl Testungen. Wird weniger getestet, verringert er sich entsprechend.
Man benötigt demnach weit mehr als Mut, zu behaupten, dass der Inzidenzwert bei der heutigen Teststrategie eine Aussage über die „Coronabelastung“ einer Gemeinde erlauben würde.

Er gibt wirklich nur an, dass aktuell x Positive neu „herausgetestet“ wurden und die Behörde diese Anzahl nachverfolgen sollen. Zwischen verschiedenen Kommunen werden damit auch nicht die „Coronabelastungen“ verglichen, sondern die „Arbeitsbelastungen“ der kontaktverfolgenden Behörden.
Mehr Aussage erlaubt die Formel nicht.
Anmerkung: In [Link] EIKE 13.04.2021: Inzidenzwert-Ermittlung und dessen Anwendung unter einem „Aluhut“ betrachtet,
wurde das Gleiche Ergebnis – der Inzidenzwert hängt vorwiegend von der Anzahl Testungen ab – über einen anderen Weg hergeleitet.

Der Inzidenzwert, ein My(nis)sterium

Und nun lese man, wer die wichtigen und einschneidenden Grenzwerte dafür festgesetzt hat. Bestimmt eine Gruppe unabhängiger Fachpersonen, oder doch nicht?
[Link] Spiegel 11.11.2020: Die fragwürdige Macht des Inzidenzwertes
… Das RKI sei an der Entscheidung für diesen konkreten Grenzwert nicht beteiligt gewesen, heißt es auf Anfrage des SPIEGEL. Eine Anfrage beim Bundesgesundheitsministerium ergibt, dass die Bundesregierung selbst die Inzidenzwerte festgelegt hat …

Macht nichts. Wichtig ist, dass die unsere über Lockdownmaßnahmen entscheidenden Politiker beratenden Fachpersonen wissen, was richtig ist.
Herr Lauterbach zum Beispiel weiß darüber:
Spiegel 11.11.2020: … (Herr Lauterbach:) „Wir können nur den Wert der Neuinfektionen in der Allgemeinbevölkerung beeinflussen und dadurch wiederum die Risikogruppen schützen.“ In den vergangenen Monaten habe man gelernt, dass der Inzidenzwert als epidemiologische Orientierung hilfreich und sinnvoll sei.
Denn wie viele Menschen auf der Intensivstation landen und wie viele dort sterben, hängt allein von der Inzidenzzahl und der Altersverteilung ab.
… Man habe mit dem Wert eine Größe, um das Infektionsgeschehen in Landkreisen oder Städten miteinander zu vergleichen

Dass das Vergleichen zwischen verschiedenen Kommunen mit dem Inzidenzwert nicht wirklich möglich ist, obwohl es Herr Lauterbach behauptet, wurde vorher gezeigt.
Aber auch sein: „wie viele Menschen auf der Intensivstation landen und wie viele dort sterben, hängt allein von der Inzidenzzahl und der Altersverteilung ab“, lässt sich bezüglich der Inzidenzzahl alleine schon mit dem folgenden Bild als anzweifelbar zeigen:

Bild 4 Stadt Nürnberg, Corona-Daten vom 01.01.2021 – 26.04.2021. Grafiken vom Autor erstellt. Quelle: RKI-Datensatz

In diesem Artikel wurde lediglich ergänzend zum vorhergehenden, EIKE 13.04.2021: Inzidenzwert-Ermittlung und dessen Anwendung unter einem „Aluhut“ betrachtet
eine weitere statistische Betrachtung vorgenommen.
Bei einer Gesamtbetrachtung kommen noch weitere, nicht weniger gravierende Ungereimtheiten dazu:
[Link] Achgut, 21.04.2021: Inzidenz-Zahlen: Regierungs-Magie und Wirklichkeit

Es bleibt weiterhin ein Rätsel, wie ein ganzes Land ihre vernichtenden Lockdownmaßnahmen immer noch einzig über einen solch mindestens extrem strittigen Wert entscheidet. Der Herdentrieb in Deutschland muss wirklich grenzenlos sein …

Ist nicht erst ein Inzidenzwert über 350 der wirkliche Startwert für Maßnahmen?

Immer wieder muss daran erinnert werden, dass der Inzidenzwert ausschließlich als Arbeitsschutzmaßnahme für Behörden gedacht war.

[Link] Correctiv schreibt dazu: … Überschreiten die neuen Fälle pro 100.000 Einwohner bestimmte Grenzwerte, ist das mit strengeren Corona-Schutzmaßnahmen verknüpft, wie genau das geregelt ist, kann in jedem Bundesland unterschiedlich sein. Den Grund hatte Bundeskanzlerin Angela Merkel am 6. Mai 2020 in einer Pressekonferenz erklärt: Man arbeite mit dem Schwellenwert von 50 neuen Fällen pro 100.000 Einwohnern, weil man glaube, bei dieser Menge die Infektionsketten noch nachverfolgen zu können.
Darauf folgt ein Auszug von Frau Merkels typischem Geschwurbel mit einer Grammatik, an der man verzweifeln kann:
(Bild 5:) „Wir glauben, dass man das bei bis zu 50 akut Infizierten pro Tag – wenn man es über sieben Tage mittelt – und 100.000 Einwohner erreichen und leisten kann, und auf dieser Grundlage gab es da heute keine große Diskussion …
Sofern sich dieser Satz an der ursprünglichen, deutschen Sprache orientiert, sprach Frau Merkel davon, dass fünf mal fünf (da für 100.000 Einwohner), also 20 in den Behörden Kontakte verfolgende Personen, pro Tag 40 neu Positive „nachverfolgen“ können sollten. Und das zu einer Zeit, als man noch nicht eingearbeitetes Personal und außer einem Telefon dafür keine weitere Digitalisierung zur Verfügung hatte.

Bild 5 Auszug aus dem Transkript der Pressekonferenz mit Angela Merkel am 6. Mai 2020 zum Thema Inzidenzwert (Screenshot: CORRECTIV.Faktencheck)

Entweder hat Frau Merkel ihren Satz (und vielleicht auch das Problem) selbst nicht ganz verstanden, oder die „Coronawächter“ kamen mit ihrer Grammatik nicht zurecht. Zumindest wurde ihre Aussage nie so umgesetzt, weswegen ihre deutschen Untertanen sich seitdem vielleicht alleine wegen nicht verstandener „Schwurbelgrammatik“ versehentlich mit 7-fach falschen Grenzwerten „traktiert“ sehen.

Corona offenbart das Niveau nach 16 Jahren Merkel

Doch bei „Corona“ sind viele unserer Politiker nur noch irrlichternd. Auf keine ihrer Aussagen kann man sich verlassen, denn sie stochern selbst nach so langer Zeit immer noch im Coronanebel:
Wolfgang Kubicki kritisiert Angela Merkels Corona-Politik | The European
Entweder ist die Kanzlerin verwirrt oder sie will die Bevölkerung auf den Arm nehmen
Wolfgang Kubicki 29.03.2021
In ihrer Regierungserklärung im Deutschen Bundestag am 25.März 2021 hat Angela Merkel ausgeführt:
„Ich will an dieser Stelle einmal sagen: Wir sind ein föderaler Staat. Es ist keinem Oberbürgermeister und keinem Landrat verwehrt, das zu tun, was in Tübingen und Rostock getan wird. Alle können das machen, und der Bund wird immer unterstützend tätig sein.“
Bei Anne Will am Sonntag, sagte sie das genaue Gegenteil. Die Infektionszahlen gäben eine Lockerung derzeit nicht her. „Das ist nicht der Zeitpunkt, so etwas ins Auge zu fassen.“ Und weiter: „Ich weiß wirklich nicht, ob Testen und Bummeln, wie es in Berlin heißt, die richtige Antwort auf das ist, was sich gerade abspielt.“

Unser Gesundheitsminister entpuppt sich ebenfalls zunehmend als „Frühstücksonkel“ mit leeren Phrasen. Seit Twittern groß in Mode gekommen ist, bekommt man es erst richtig mit.

Bild 6 Eine Sonntagsrede unseres Gesundheitsministers und die raue Wirklichkeit

Unsere Staatsministerin für Digitalisierung hätte sich mit „Corona“ bewähren können. Schließlich sind die Inzidenzgrenzwerte direkte Maßzahlen für „Arbeitsgeschwindigkeiten“, vom Thema Schulen und Digitalisierung ganz abgesehen.

Bild 7 Vorstellung von Frau Politologin D. Bär auf der Regierungshomepage [Link]

Schaut man in einen Artikel zu ihrer Ernennung, muss man sagen dass der damalige Verfasser eine Art Vorsehung hatte:
[Link] Handelsblatt, 12.03.2018: Digitalministerin Dorothee Bär ist eine Luftnummer
Die designierte Digitalministerin ist mit wenig Kompetenzen ausgestattet. Sie ist vor allem eine Meisterin der Selbstdarstellung.
… Die gute Nachricht: Viel Schaden wird die designierte Staatsministerin für Digitalisierung in der neuen Großen Koalition unter Kanzlerin Angela Merkel nicht anrichten können. Sie ist als Quotenfrau der CSU in der neuen Bundesregierung eine politische Luftnummer. Bär ist nicht mit den entsprechenden Zuständigkeiten ausgestattet, um viel zum digitalen Aufbruch beitragen zu können. Manche in der deutschen Medienbranche meinen angesichts ihrer Kompetenzen: das ist auch gut so.
Dennoch sollte die CSU-Politikerin nicht unterschätzt werden. Mit ihrem konservativ-katholisch-digitalen Profil und ihrer rustikalen Sprücheklopferei kann sie es in der an starken Frauen so armen CSU noch weit bringen. Die riesige Kluft zwischen Wort und Tat stellt im populistischen Zeitalter ohnehin kein Problem mehr dar.

Bild 8

Bild 9

Während sich die Staatsministerin für Digitalisierung um das Wohlergehen ihres Mentors „kümmert“, interessieren sich andere für das Funktionieren im öffentlichen System. Und da sieht es recht düster aus.

[Link] nordbayern, 23.04.2021: Meldeverzug: Wie sehr verzerrt er den Inzidenzwert?
Stadt Nürnberg meldet seit Ende Oktober keinen Erkrankungsbeginn
Anbei das Bild auf dem RKI-Corona-Dashboard für Fürth. Deutlich sind die gelben und blauen Balken zu sehen.

Bild 10 Fürth RKI-Dashboard 27.04.2021

In der gleichen Darstellung von Nürnberg fehlen seit Oktober die blauen Balken.

Bild 11 Nürnberg RKI-Dashboard 27.04.2021

Was ist da passiert?
Nordbayern: … Auf Nachfrage verweist das LGL auf die Nürnberger Behörde: „Im vorliegenden Fall ist es den uns vorliegenden Informationen nach so, dass die entsprechenden Daten seitens des Gesundheitsamtes nicht übermittelt wurden“, heißt es in einer E-Mail-Antwort des Landesamts. Nürnbergs Gesundheitsreferentin … begründet die fehlenden Krankheitsdaten mit einem zu hohen Aufwand: „Wir übermitteln an das LGL nur nach Meldedatum, weil der Aufwand bei jedem Datensatz in der Datenbank nachzusehen und den Krankheitsbeginn zu ermitteln sehr hoch ist. Für die Berechnung der Sieben-Tage-Inzidenz ist das Meldedatum maßgeblich.“
Wir haben laut Frau Merkel derzeit eine „Jahrhundertpandemie“, in welcher bedenkenlos Wirtschaft und öffentliches Leben kaputt gemacht werden. Für solche Entscheidungen sind Daten über das Geschehen wichtig. Trotzdem entscheidet ein Gesundheitsamt eigenmächtig, ob welche „erforderlich“ sind, oder nicht.
Sind sie nicht erforderlich, sollten doch alle Gesundheitsämter darauf verzichten und den „sehr hoch“ angegebenen Aufwand für sinnvollere Tätigkeiten verwenden. Alternativ stellt sich die Frage, warum es für so etwas Aufwendiges wie „jeden Datensatz in der Datenbank nachzusehen“ nach über einem Jahr Pandemie noch keine digitale Lösung gibt.

Dazu die Darstellung, warum es allgemein so „hapert“:
Nordbayern: … Personalmangel, alte Software, Faxprobleme
Doch wie kann es sein, dass die Behörden bei einem Wert, an den derart wichtige politische Entscheidungen geknüpft sind, und der nun sogar ins neue Infektionsschutzgesetz aufgenommen wurde, oft nachhinken? … der beruflich häufig mit amtlichen Daten aus verschiedenen Bereichen zu tun hat, sagt … : “Meiner Erfahrung nach liegt so etwas fast immer an Personalmangel, veralterter und nicht standardisierter Software oder Faxproblemen.“
Da wundert es auch niemanden, dass man beim Betreten von Geschäften immer noch händisch seine Daten und Uhrzeit auf einen Zettel schreiben muss. Schnell und vorbildlich gelöst wurde zwischenzeitlich nur die Bestrafung bei Falschangaben.

Merkel hat es in den 16 Jahren geschafft, das Niveau der sie „Umgebenden“ so durchgängig auf das der GRÜNEN niederzuringen, dass der mit der nächsten Wahl wohl kommende Übergang ziemlich nahtlos erfolgen kann. Inzwischen gilt das auch für die CSU.

Aktualisierung aus aktuellem Anlass (28. April 2021):

Die gleitende Inzidenzformel der Kanzlerin

Welchen Wahnsinn man mit der Inzidenz treiben kann – dem unsere ebenfalls wahnsinnig gewordenen Ministerpräsident*innen auch noch zustimmen -, hat unsere Kanzlerin gerade wieder bewiesen.

Regierungshomepage Die Bundeskanzlerin (Datum fehlt): Mitschrift Pressekonferenz Gemeinsame Pressekonferenz von Bundeskanzlerin Merkel, dem Regierenden Bürgermeister Müller und Ministerpräsident Söder im Anschluss an die Besprechung der Bundeskanzlerin mit den Regierungschefinnen und Regierungschefs der Länder zum Thema „Impfen“
… Das heißt, wenn wir 50 Prozent doppelt Geimpfte haben, von denen kein Infektionsrisiko mehr ausgeht, die restlichen 50 Prozent der Bevölkerung aber noch nicht geimpft sind, dann bedeutet im Grunde eine Inzidenz von 100 in der Gesamtbevölkerung, dass für die nicht Geimpften – nur diese sind dann ja von der Erkrankungswahrscheinlichkeit betroffen – im Grunde eine Inzidenz von 200 besteht. Das heißt, wir haben dann immer noch ein erhebliches Risiko für unser Gesundheitssystem und müssen auf der einen Seite eben schauen, welche Rechte Geimpfte bekommen, müssen auf der anderen Seite aber auch im Blick haben, dass noch nicht jedem ein Impfangebot gemacht werden konnte. Wir müssen dann also schauen: Was bedeutet das mit Blick auf die Infektionsgefahr für den noch nicht geimpften Teil der Bevölkerung? Das wird sich über den Sommer, wenn jeder sein Impfangebot hatte, natürlich in eine Mehrheitssituation umwandeln, und irgendwann kommen wir an den Punkt, dass nur noch diejenigen betroffen sind, die sich nicht impfen lassen wollen.

Was hat Frau Merkel mit ihrem Geschwurbel nun gesagt?
Die Grundgesamtheit besteht nicht wie bisher aus allen Personen. Man muss davon die Geimpften abziehen und bekommt so die neue „Corona-Grundgesamtheit“. Neu wird die Inzidenz nun nur noch auf die „Corona-Grundgesamtheit“ hochgerechnet.

Die Folge hat Frau Merkel selbst mit einem Beispiel erklärt:
Bisher
Kommune 1.000.000 Einwohner, davon 1.000 Meldefälle
Ergibt eine Inzidenz von (1.000 / 1.000.000) x 100.000 = 100
Neu
Nun errechnet sich die Inzidenz nach einer neuen Formel:
Inzidenz gleitend = (Anzahl Meldefälle / (Einwohner – Geimpfte)) x 100.000
In der Kommune sind jetzt 50 % geimpft.
Von diesen soll also kein Infektionsrisiko mehr ausgehen. Wobei man sich dann fragt, warum sie weiter alle bestehenden Regeln zum Infektionsschutz einhalten müssen. Doch wohl viele Bürger haben es sowieso längst aufgegeben, hinter den Maßnahmen einen Sinn zu erkennen.

Bild 12 Bundesministerium für Gesundheit: Zahlen, Fragen und Antworten zur COVID-19-Impfung

Der Meldewert betrage weiterhin 1000 Positive.
Jetzt gibt es zwei Inzidenzwerte:
– den bisherigen: (.1000 / 1.000.000) x 100.000 = 100
– den merkelschen, gleitenden Inzidenzwert: (1.000 / (1.000.000 – 500.000)) x 100.000 = 200
Das kann man nun weiter treiben:

Bild 13 Vergleich der beiden Inzidenzformeln

Bei der „Merkelformel“ fällt auf:
– Der ursprüngliche (einzige) Sinn des Inzidenzwertes – die Belastung der Gesundheitsbehörde bei der Nachverfolgung darzustellen – ist vollkommen verloren gegangen
– der Inzidenzwert verliert auch seinen (angeblichen) zweiten Sinn: Die Belastung des Gesundheitswesens darzustellen.
Anmerkung: Dies hat er noch nie dargestellt, aber Herr Lauterbach als „Fachperson“ behauptet es
– die Gruppe der nicht geimpften kann sich vor Coronamaßnahmen nicht mehr „retten“
– die Coronamaßnahmen werden endlos weitergeführt, da selbst die kleinste Gruppe als Gefahr hochgerechnet wird und es unwahrscheinlich ist, Corona vollständig ausrotten zu können.
– die nicht-Geimpften werden nun offiziell so lange diskriminiert, bis sie „verschwunden“ sind.

Was sagen eigentlich die Ethikkommissionen dazu? Wahrscheinlich werden es wieder Richter der unteren Ebenen Bewerten müssen und ja nach Mut entscheiden, mit der Gefahr, dann Hausdurchsuchungen zu bekommen.

 




Immer tiefer und tiefer in die „Klima“-Phantasterei

Das jüngste Beispiel ist das Versprechen von Präsident Biden, das er auf seinem „Weltklimagipfel“ am 22. April abgegeben hat, die Treibhausgas-Emissionen der USA bis 2030 um 50 bis 52% gegenüber 2005 zu reduzieren. In meinem letzten Beitrag vor ein paar Tagen bemerkte ich, dass „Biden selbst absolut keine Ahnung hat, wie dies erreicht werden könnte. Und in der Tat wird es nicht erreicht werden.“ Das ist sicherlich wahr, wird aber auch nicht ganz dem Ausmaß gerecht, in dem unser Präsident und seine Handlanger inzwischen die reale Welt verlassen und sich in die totale Phantasie begeben haben.

Damals im Jahr 2016, als Barack Obama Präsident war und es an der Zeit war, dem Pariser Klimaabkommen zuzustimmen (oder auch nicht), gab es in der Regierung noch die Idee, dass Zusagen zur Reduzierung von THG-Emissionen einen gewissen Bezug zur Realität haben sollten. Das Versprechen, das Obama im Namen der USA im Pariser Abkommen abgab, bestand darin, die THG-Emissionen bis 2026 um 26 bis 28 % gegenüber dem Stand von 2005 zu reduzieren. Im Jahr 2016 waren die THG-Emissionen der USA bereits um mehr als 12 % gegenüber dem Niveau von 2005 gesunken, von 7.423,0 MMT CO2 im Jahr 2005 auf 6520,3 MMT CO2 im Jahr 2016, wie aus dem Inventory of U.S. Greenhouse Gas Emissions and Sinks der EPA hervorgeht (siehe Grafik auf den Seiten ES 7-9); und das mit nur sehr geringem Zwangsaufwand seitens der Regierung. Wenn eine 12%ige Reduktion in den ersten 11 Jahren erreicht werden konnte, dann wäre eine weitere 14%ige Reduktion in weiteren 10 Jahren nicht völlig abwegig.

In der Tat schien es, dass Obamas Leute den bereits bestehenden allmählichen Rückgang im Sinn hatten, als sie ihre Verpflichtung eingingen. Ein Großteil des Rückgangs der Treibhausgasemissionen von 2005 bis 2016 ist auf die Fracking-Revolution und die damit einhergehende Substitution von (emissionsreicherer) Kohle durch (emissionsärmeres) Erdgas zurückzuführen; der Rest ist das Ergebnis allmählicher Effizienzsteigerungen bei der Energienutzung in der gesamten Wirtschaft. Es wäre nicht verrückt gewesen, im Jahr 2016 zu erwarten, dass sich diese Dinge in etwa im gleichen Tempo fortsetzen.

Aber lassen Sie uns betrachten, wo wir jetzt stehen. Die Treibhausgasemissionen für das Jahr 2019 betrugen 6.558,3 MMT CO2, was im Vergleich zu 2016 sogar noch gestiegen ist. Die Emissionen für 2020 sollen gegenüber 2019 um etwa 10 % gesunken sein, was aber fast ausschließlich auf den starken Rückgang des Autofahrens und des Flugverkehrs aufgrund der Pandemie zurückzuführen ist. Diese Emissionen aus dem Verkehr werden mit ziemlicher Sicherheit zurückkommen, vielleicht nicht alle sofort, aber fast alle innerhalb von ein paar Jahren, wenn es nicht tatsächlich sogar zu Steigerungen kommt.

Selbst bei einem Rückgang der Emissionen um 10 % im Jahr 2020 liegen wir nur etwa 20 % unter dem Niveau von 2005. Wenn Sie glauben, dass der Reiseverkehr in Kürze wieder auf das Niveau von vor der Pandemie zurückkehren wird, werden wir dann nur noch etwa 10 % von 2005 entfernt sein. Bidens Versprechen ist eine 50-prozentige Reduzierung gegenüber 2005, also etwa 30 bis 40 Prozent mehr in nur neun Jahren. Und beachten Sie, dass Biden nicht nur über den Stromsektor spricht (nur etwa 30% der Emissionen), sondern auch über Dinge wie Transport (Autofahren und Fliegen), Hausheizung, Landwirtschaft und Industrie, die heute fast vollständig von fossilen Brennstoffen abhängen.

In einem Beitrag bei Substack am 22. April gibt Roger Pielke, Jr. eine Vorstellung davon, was Bidens Versprechen in der realen Welt bedeuten würde.

Die Netto-Treibhausgasemissionen betrugen im Jahr 2005 6,635 Gigatonnen (Gt) Kohlendioxid-Äquivalent, so dass ein 50%iges Reduktionsziel 3,318 Gt im Jahr 2030 bedeutet. Im Jahr 2019 lagen die Netto-Emissionen bei 5,769 Gt, was bedeutet, dass die USA bis 2030 ihre Emissionen um etwa 2,450 Gt oder mehr als 270 Gt pro Jahr reduzieren müssen. Das entspricht einer jährlichen Emissions-Reduktionsrate von etwa 6,3 % bis 2030.

Da es in absehbarer Zeit keine solarbetriebenen Flugzeuge oder Stahlwerke geben wird, kann der Schwerpunkt der Emissionsminderung in dieser Größenordnung nur im Stromsektor liegen. Und wenn man bedenkt, dass der gesamte Stromsektor nur etwa 30 % der Emissionen ausmacht, muss der gesamte Sektor im Grunde auf null Emissionen gehen, um das Biden-Ziel zu erreichen. Wie würde das aussehen? Pielke:

Im Januar 2021 gab es laut der US Energy Information Agency in den Vereinigten Staaten 1.852 Kohle- und Erdgaskraftwerke, die Strom erzeugten. Um das Ziel von Präsident Biden zu erreichen, müssen bis 2035 alle diese Kraftwerke entweder abgeschaltet oder in emissionsfreie Kraftwerke umgewandelt werden (unter Verwendung von Technologien zur Kohlenstoffabscheidung und -speicherung, die derzeit noch nicht existieren).  Bis zum Jahr 2035 sind es noch 164 Monate. Das bedeutet, dass mehr als 11 der fossilen Kraftwerke, die im Januar 2021 in Betrieb sind, ab heute bis 2035 im Durchschnitt jeden Monat stillgelegt werden müssen.

Und natürlich gibt es nichts, was auch nur im Entferntesten in der Lage wäre, die Lücke zu füllen, die durch die Schließung dieser 1.852 Kraftwerke entsteht. Wind- und Solarkraftwerke, selbst wenn man das ganze Land damit überzieht, sind nahezu nutzlos, wenn man nicht den Großteil der Kohle- und Gaskraftwerke als Backup behält. Kernkraft? Theoretisch könnte das funktionieren, aber angesichts der damit verbundenen Vorlaufzeiten müssten Hunderte solcher Anlagen bereits weit in der Planung und im Bau sein, um ein solches Ziel zu erreichen. Die gibt es nicht. Und dieselben Umweltschützer, die ein Ende der fossilen Brennstoffe fordern, lehnen auch die Kernkraft mit demselben Fanatismus ab und würden sie bei jedem Schritt des Prozesses behindern.

Um einen genaueren Blick auf die Realität vor Ort zu werfen, lassen Sie uns einige aktuelle Entwicklungen in New York betrachten. New York sieht sich selbst als den großen Klima-Messias, der das Land und sogar die Welt in die zukünftige Null-Emissions-Utopie führt. Im Jahr 2019 erließ New York etwas namens Climate Leadership and Community Protection Act, das sie auf ihrer Website wie folgt beschreiben:

Am 18. Juli 2019 hat Gouverneur Andrew M. Cuomo den Climate Leadership and Community Protection Act (Climate Act) in Kraft gesetzt. Der Climate Act des Bundesstaates New York gehört zu den ehrgeizigsten Klimagesetzen der Welt und verpflichtet New York, die wirtschaftsweiten Treibhausgasemissionen bis 2030 um 40 Prozent und bis 2050 um nicht weniger als 85 Prozent gegenüber dem Niveau von 1990 zu reduzieren.

Die Verordnungen zur Umsetzung dieser drastischen Emissionsreduzierungen, die das Gesetz vorschreibt, wurden vom Gouverneur im Dezember 2020 fertiggestellt. Dann sind wir doch sicher auf einem guten Weg, unsere Emissionen zu reduzieren?

Tatsächlich haben wir zur gleichen Zeit, als wir dieses edel klingende Gesetz und die Vorschriften verabschiedet haben, unser großes emissionsfreies Kernkraftwerk geschlossen und durch brandneue Erdgasanlagen ersetzt. Bis letztes Jahr kamen etwa 25 bis 30 % der Elektrizität für New York City aus einem Kernkraftwerk etwa 40 Meilen nördlich der Stadt namens Indian Point. Gouverneur Andrew Cuomo hat die Schließung der Reaktoren von Indian Point zu einer politischen Priorität gemacht, auch wenn er endlos über die Reduzierung von Kohlenstoffemissionen gesprochen hat. Von den beiden in Betrieb befindlichen Reaktoren in Indian Point wurde einer im Jahr 2020 abgeschaltet, und der zweite soll nun am 30. April 2021 – also am Ende der laufenden Woche – seinen Betrieb einstellen.

Aber sie konnten Indian Point nicht schließen, ohne etwas zu haben, um die Energie zu ersetzen. Und so wurden in den letzten Jahren zwei große neue erdgasbefeuerte Anlagen eröffnet. Zuerst wurde im Februar 2018 ein 680-MW-Erdgaskraftwerk namens CPV Valley Energy Center in Wawayanda, New York, eröffnet; und dann wurde im April 2020 ein 1000-MW-Erdgaskraftwerk namens Cricket Valley Energy Center in Dover, New York, eröffnet.

Angeblich soll die große Lösung in der Zukunft in riesigen Mengen von Offshore-Windturbinen bestehen, die im Atlantik vor Long Island gebaut werden sollen. Bis jetzt ist es nichts als Gerede. Einer der Vorschläge, der am weitesten fortgeschritten ist, sieht 15 Windturbinen vor der Ostspitze der Insel vor. Aber wenn die Turbinen gebaut werden, muss der Strom an irgendeinem Ort per Kabel an Land kommen. Im Januar gewährte die Stadt East Hampton eine Grunddienstbarkeit für die Verlegung des Kabels an Land in einem Gebiet namens Wainscott – und sofort reichte eine Gruppe wohlhabender Hausbesitzer in der Gegend eine Klage ein, um dies zu verhindern. Wir werden sehen, wohin das führt.

Aber es kommt sogar noch schlimmer. Erst letzte Woche hat das so genannte Bureau of Ocean Energy Management der US-Bundesregierung zwei der Windenergie-Entwicklungszonen vor Long Island gestrichen. Laut einem Bericht vom 20. April im Wall Street Journal:

Beamte des Bureau of Ocean Energy Management sagten, dass die Zonen vor der Küste der Insel Probleme mit dem Seeverkehr, den Nahrungsgebieten für Meereslebewesen und Bedenken bezüglich der Sichtbarkeit von den Stränden der South Shore aufwerfen. Kurz gesagt, sie waren ein Ärgernis für Fischer, Spediteure und Ausflügler mit Häusern in der Gegend voller Manhattaniter im Sommer.“

Mit anderen Worten: Trotz des großen Geredes und der vielen Ausgaben und Subventionen waren alle „Fortschritte“ in Richtung Null-Emissionen bisher negativ.

Der ganze Beitrag steht hier.

Link: https://wattsupwiththat.com/2021/04/27/ever-deeper-and-deeper-into-climate-fantasy/

Übersetzt von Chris Frey EIKE

 




Aprilkälte 2021 in Deutschland – objektive Rückschau auf einen misslun­genen Frühlings­start. Vergleich mit früher.

April-Erwärmung nach Temperatursprung 1993

Temperatursprünge eröffnen oder beenden charakteristische, mindestens 25ig-jährige Klimaphasen, sind jedoch nicht exakt wissenschaftlich definiert. Sie eignen sich jedoch gut zur Beschreibung des ständigen Auf und Ab im Klimageschehen über Generationen hinweg. Klimasprünge treten nicht überall auf der Erde gleichzeitig auf. Ein Klimasprung in Mitteleuropa aufgrund geänderter Großwetterlagen kann durchaus eine Abkühlung in einer anderen Region nach sich ziehen. (Grafik 4)

Der DWD errechnet für diesen April ein vorläufiges Temperaturmittel um die 6°C, das wären fast 3 Grad unter der neuen Vergleichsperiode 1991-2020, und immer noch etwa 1,3 Grad unter der alten Vergleichsperiode 1961-1990, die verhältnismäßig kalt war, was unsere erste Grafik zeigt..

Abbildung 1: Seit 1943 zeigen die DWD-Messstationen für den April eine ausgesprochene Depression um 1961 bis 1990. Erst ab 1993 wurde der April wieder wärmer bis zu seinem Rekordwert im Jahre 2018. Seit 1943 war der April 2021 unter den zehn kältesten und seit 1881 laut DWD der 19.-kälteste. Er war nach 1929 zum Leidwesen der Autofahrer (morgendliches Scheibenkratzen) und der Gartenbesitzer der zweitfrostreichste April

Betrachtet man den April ab Aufzeichnungsbeginn (1881), so zeigt sich Folgendes:

Abbildung 2: Nach einer im Vergleich zu den meisten anderen Monaten ungewöhnlich langen Erwärmungsphase, die bis 1961 dauerte, fehlten für gut 30 Jahre sehr milde Aprilmonate (solche deutlich über 9°C); erst ab 1993 traten sie plötzlich ungewöhnlich oft auf und gipfelten im Rekord-April von 2018. Aber auch während der Abkühlungsphase um 1970 stieg die CO2-Konzentration schon deutlich an – CO2 kann das Temperaturverhalten des Aprils also nicht erklären.

Es gibt aber eine viel weiter zurückreichende Messreihe – die von Zentralengland. Sie geht über 360 Jahre in die Vergangenheit zurück und offenbart uns eine April-Überraschung, nimmt man doch an, dass es seit dem damaligen Höhepunkt der „Kleinen Eiszeit“ dort erheblich wärmer wurde. Aber tatsächlich reichte es nur zu einem knappen Grad (korrekt: Kelvin) Erwärmung:

Abbildung 3: Im Neuzeit-Optimum (um 2010) gibt es mit 2007 und 2011 nur zwei herausragend warme Aprilmonate in England, ansonsten unterscheidet sich diese nicht von früheren Warmphasen. Auch hier erkennt man die Kaltphase der 1960er bis 1980er Jahre; der letzte Temperatursprung nach oben begann aber schon 1987. Man achte auf die Kaltphase um 1880 – genau in dieser beginnt die DWD-Messreihe. Die Langfrist-Erwärmung beträgt seit 1659, also über mehr als 360 Jahre, nur knapp 1 Kelvin – das ist alles andere als beunruhigend und, außer der natürlichen Erholung des Klimas seit der „Kleinen Eiszeit“, zumindest teilweise auch WI-bedingt. Das mögliche Ende der aktuellen Warmphase deutet sich an.

Aber gibt es vielleicht auch sehr WI-arme Stationen außerhalb Deutschlands? Da bietet sich DALE Enterprise an den Appalachen westlich von Washington D.C. an:

Abbildung 4: Bei dieser ländlichen Station in den USA hatte der April vor 27 Jahren einen Temperatursprung nach unten; das kältere Niveau hält bis heute an. Seit stattlichen einhundert Jahren fehlt dort jegliche April-Erwärmung.

Als eine wahrscheinliche Ursache der langfristigen April-Erwärmung kommt also sowohl in Deutschland, als auch in England, neben der natürlichen Klima-Erholung aus der Kleinen Eiszeit heraus, der Wärmeinsel-Effekt (WI) in Betracht; da KOWATSCH/KÄMPFE dazu bereits zahlreiche Artikel verfasst haben, erübrigt sich hier eine Erklärung für dessen Entstehung. Dieser WI-Effekt erklärt aber die Temperatursprünge nicht, ebenso wie CO2 keine Temperatursprünge erklärt.

Die Gründe der natürlichen Temperatursprünge für Mittel- und Westeuropa sind schwieriger zu erklären: AMO, Änderung der Großwetterlagen, Sonnenscheindauer. So beobachteten KÄMPFE/KOWATSCH für den Monat April ab 1993 in Mitteleuropa vermehrt südliche Wetterlagen, weniger Nordlagen, außerdem weniger Niederschlag und vor allem eine starke Zunahme der Sonnenstunden, welche wiederum den Wärmeinseleffekt der letzten 30 Jahre stark geprägt haben (Ausnahme: 2021). Der WI-Effekt ist im Monat April besonders ausgeprägt. Das soll anhand einiger ausgewählter Wetterstationen gezeigt werden.

Die April-Entwicklung einiger Wetterstationen

Bis 1943 reichen wenige zurück, denn nahezu überall hat sich die Umgebung der Stationen durch Bebauung in Deutschland wärmend verändert, meistens wurden die Stationen oftmals unter gleichem Namen verlegt. Eine Ausnahme scheint Gießen zu sein.

DWD Wetterstation Nr.1639: Gießen-Wettenberg.

Abbildung 5: Bis zum 10.11.2005 scheint die Station ohne Verlegung an einem Standort auf 186 m Höhe seit 1939 gearbeitet zu haben, der östlich und etwas südlich des heutigen Standorts auch im freien Feld gelegen hat. Seit 2005 befindet sie sich zwischen der Gießener Weststadt und Wettenberg in der Nähe des Umspannwerkes. Foto: DWD

Die Daten für die Station sind die Originaldaten des Deutschen Wetterdienstes. Die fehlenden Jahre April 1944 bis 1946 wurden nach den DWD-Deutschlanddaten ergänzt.

Abbildung 6: Auch bei einer wärmeinselarmen Station ist der Temperatursprung im Jahre 1992 auf 1993 erkennbar. Seit 1993 fand jedoch keine weitere Aprilerwärmung mehr statt, allerdings könnte hier die Verlagerung an einen WI-ärmeren Standort ursächlich sein.

Das häufige Verlagern von Stationen, oft nur gut versteckt in den DWD-Metadaten zu finden, beeinflusst natürlich das Temperaturverhalten. Aber zunehmend wird es für den DWD immer schwieriger, WI-arme Standorte zu finden. Wir mussten deshalb auch die Privatstation Amtsberg, am Fuße des Erzgebirges, in unsere Untersuchungen einbeziehen:

Abbildung 7: Die WI-arme Wetterstation in Amtsberg zeigt nach dem Temperatursprung 1993 bis heute sogar eine leichte Abkühlung. Erklärbar ist die fallende Trendlinie mit dem extrem kalten April 2021 im Erzgebirge. Der letzte Wert zieht die Trendlinie nach unten. Die Station steht seit 1981 unverändert an diesem Standort und es war mit Abstand der kälteste April, nicht nur seit 1993, sondern seit Messbeginn vor über 40 Jahren

Die DWD-Station Hof zeigt beide Effekte der April-Erwärmung – natürlich und menschengemacht.

Die DWD-Wetterstation liegt zwar außerhalb des Stadtgebietes, sie ist nach der Wende jedoch in ein Gewerbegebiet eingewachsen und seit 2011 führt die neue vierspurige Bundesstraße als Autobahnzubringer unmittelbar an der einst ländlichen Wetterstation vorbei.

Abbildung 8: Die Durchschnittstemperaturen der DWD-Wetterstation Hof betragen im Zeitraum 1961 bis 1990: 5,5 °C und 1991 bis 2020: 7,6 °C. Die neue CLINO-Vergleichsperiode ist bei der DWD-Station Hof um 2,1 Grad wärmer als die alte. Beim DWD-Flächenmittel beträgt die Differenz nur 1,25 Grad

Im Thüringer Becken fanden wir mit Dachwig eine in den letzten Jahrzehnten nicht verlagerte ländliche DWD-Station; leider sind die Werte erst seit 1991 lückenlos verfügbar:

Abbildung 9: Seit 1991 nur unwesentliche April-Erwärmung an der sehr ländlichen Station Dachwig nordwestlich von Erfurt. Das DWD-Mittel (rosa) hat das ursprünglich wärmere Dachwig in diesen 31 Jahren praktisch eingeholt. Bitte beachten: Ab 1993 wäre die Trendlinie von Dachwig ebenfalls eine hozizontale wie andere WI-arme Stationen, während die DWD-Trendlinie steigend bleibt.

Man beachte die mittels WI-Effekten und/oder Stationsverlagerungen eingetretenen Änderungen besonders in den letzten 30 Jahren. Das DWD-Flächenmittel ist ein Rastermittel und steigt stärker an, als WI-arme Stationen. Auch diese Tatsache beweist, dass beim DWD die Wärmeinselstationen im Gesamtbild überwiegen und keinesfalls eine Ausgewogenheit erreicht ist.

Man könnte schlussfolgern: Wo der DWD seine Wetterstationen auch immer hin versetzt, der Wärmeinseleffekt ist meist schon da. Denn zunehmend wirkt in der freien Landschaft die ausufernde Nutzung der „Erneuerbaren Energien“ stark erwärmend und austrocknend; unterstützt durch großflächige Trockenlegungen in der Land- und Forstwirtschaft. Näheres dazu in diesem sehr lesenswerten Beitrag hier.

Eine mäßige Sonnenscheindauer machte den rauen April 2021 etwas erträglicher

Anders, als etwa 1973, 1977, 1979, 1980 oder 1986, „rettete“ uns die sogar leicht übernormale Besonnung den April noch etwas; gerade im letzten Monatsdrittel gab es nach frostigen Nächten viel Sonnenschein. Ohne den wäre der 2021er April noch merklich kälter ausgefallen, denn anders, als im ersten Jahresviertel, wärmt die Aprilsonne schon merklich:

Abbildung 10: Im DWD-Flächenmittel, das seit 1951 verfügbar ist, lassen sich etwa 32% der Temperaturvariabilität mittels Sonnenscheindauer erklären; diese nahm seitdem deutlich zu. Eine weitere Ursache der April-Erwärmung war die Häufigkeitszunahme südlicher Wetterlagen. Zur besseren Visualisierung in einer Grafik mussten die Sonnenschein-Stunden in Indexwerte umgerechnet werden; der Trend ändert sich hierdurch nicht. Der 2021er April fiel mit knapp 200 Sonnenstunden sogar etwas überdurchschnittlich aus; andernfalls wäre er noch viel kälter verlaufen. Allerdings sollte auch erwähnt werden, dass sich die Messerfassung für Sonnenstunden geändert hat, wie uns ein bekannter Fernseh-Wetterkundler mitteilte.

April 2021 – ein Festival der Nordlagen

Vom Monatsersten und wenigen, weiteren Tagen einmal abgesehen, bestimmten nördliche Großwetterlagen mit Hochdruckgebieten über Großbritannien und Skandinavien das Geschehen. Oft war die Kaltluft-Zufuhr dabei nicht einmal sehr intensiv, aber leider begünstigten gerade die oft schwachwindigen Nächte das erneute Auskühlen der subpolaren und arktischen Luftmassen, was die enorme Frosthäufigkeit erklärt – fast 420 ppm CO2 bewirkten keinerlei „Erwärmung“. Und die Aprilsonne konnte die Kälte ja nur tagsüber erträglicher machen. Besonders oft trat die Großwetterlage Hoch Britische Inseln (HB) auf:

Abbildung 11: Hoher Luftdruck ganz in unserer Nähe über Großbritannien – aber das bedeutet keinesfalls ein lupenreines Schönwetter, sondern bei der nördlichen Anströmung kalte Luft und besonders tagsüber auch Wolkenfelder. Wetterkarte vom 14. April 2021, Bildquelle: wetterzentrale.de

Diese oft antizyklonalen Nordlagen sind für die relativ hohe Sonnenscheindauer, das lt. DWD 25%ige Niederschlagsdefizit des 2021er Aprils – und die sehr vielen Frostnächte verantwortlich.

Abbildung 12: Bis zum 27. April wurden an der temperaturmäßig durchschnittlichen DWD-Station Erfurt/Weimar 15 Frostnächte registriert; dabei blieb es dann bis zum Monatsende. So ähnlich sah das an den meisten Stationen abseits der Küsten und des Rheintales aus. Bildquelle: wetteronline.de

Kalter April 2021 – viele Wetterwechsel im Mai?

Um diese Frage zu klären, lohnt auch noch ein Rückblick auf die letzten, fast sommerlichen Märztage. Die Bauern-Regel „Mait der März, dann märzt der Mai“ sollte man zwar nicht zu ernst nehmen, doch könnte sie ein ganz grober erster Hinweis sein. Und die Hoffnung, als „Ausgleich“ für den kalten April müsse es doch einen sommerlichen Mai geben, erweist sich aus statistischer Sicht als trügerisch. In Einzelfällen (1986, 1990, 2001, 2008, 2017) folgte einem rauen April ein zu warmer Mai. Etwas häufiger fiel der so genannte „Wonnemonat“ nach rauem April aber durchschnittlich bis kalt aus (1973, 1975, 1977, 1979, 1980, 1991, 1997), so dass kein gesicherter, statistischer Zusammenhang besteht. Die Langfrist-Modelle machen auch nicht gerade Hoffnungen auf einen durchgehend warmen Mai. Und bei den Eisheiligen fragen wir uns, ob sich der Jahrzehnte lange Abwärtstrend fortsetzen wird.

Abbildung 13: Während der Mai in weiten Teilen Nord- und Osteuropas zu kalt ausfallen soll, werden für Mittel- und Westeuropa durchschnittliche Verhältnisse erwartet. Die Verlässlichkeit derartiger Prognosen ist jedoch nicht besonders hoch. Bildquelle: NOAA

Die auffallend geringe Höhenlage der 500-hPa-Fläche über Deutschland im Januar 2021 könnte das Temperaturniveau im Mai ebenfalls drücken, wenngleich der Zusammenhang für sichere Prognosen zu schwach ausfällt.

Ohnehin war nach der Winter-Witterung diesmal ein auch eher verhaltener Temperaturverlauf für den Jahresrest zu erwarten; einzelne „Ausreißer“ nach oben bleiben aber möglich und sind aufgrund der anhaltenden, massiven Zirkulationsstörungen sogar wahrscheinlich; und so kann man auch von mehr oder weniger häufigen sommerlichen Phasen im Mai ausgehen, welche aber immer wieder von empfindlich kühlen unterbrochen werden.

Zusammenfassung: Der kalte April 2021 ist zunächst eine Ausnahme

Die langfristige April-Erwärmung in West- und Mitteleuropa wurde von der natürlichen Erholung aus der Kleinen Eiszeit heraus, verursacht; Wärmeinsel-Effekte verstärkten diese Erwärmung. Die steigende CO2-Konzentration der Atmosphäre vermag die immer wieder auftretenden Temperatursprünge nicht zu erklären; besser gelingt das mit AMO, Besonnung und Wetterlagenhäufigkeiten. Gerade in den letzten dreißig Jahren konnten wir Dank einer AMO-Warmphase und einer Häufung südlicher Wetterlagen viele warme Aprilmonate genießen. Eine stark wachsende Besonnung, gefördert auch durch die Luftreinhaltemaßnahmen, unterstützte diese Erwärmung; sie verhinderte auch 2021 einen noch kälteren April. Aber sollten künftig, so wie 2021, die Nordlagen wieder die Oberhand gewinnen, so dürfte sich der zweite Frühlingsmonat wieder deutlich abkühlen; zumal mit einem früheren oder späteren Ende der AMO-Warmphase zu rechnen ist. In diesem Sinne war der raue April 2021 ein Warnschuss – wir sollten und keinesfalls zu sicher sein; dass uns die bisherige seit 1993 wohltuende April-Erwärmung erhalten bleibt.

 




Unsere Erde wiederherstellen? Zu was wiederherstellen?

Oft bekommen die lautesten Stimmen mit den sensationellsten Erklärungen über den Untergang der Menschheit die meiste Medienaufmerksamkeit, was die alte Redakteurserfahrung belegt: „wenn es blutet, dann führt es“ [kaum übersetzbares Wortspiel: if it bleeds, it leads].

Seit einem halben Jahrhundert bestimmen düstere Prognosen den Earth Day. Die Veranstaltung vertritt eine Botschaft im missionarischen Stil und predigt eine drohende ökologische Katastrophe mit einer Reihe von Bedrohungen und Warnungen (zunehmende Häufigkeit extremer Wetterereignisse, Rückgang der Artenvielfalt und Massenaussterben, Klimastörungen, Vergiftung des Planeten usw.). Dann wird die frohe Botschaft der Erlösung präsentiert, die durch eine Reihe von Aktionen erreicht werden soll, mit den üblichen Ermahnungen gegen die Nutzung fossiler Brennstoffe, die Änderung des Alltagsverhaltens, das die Nutzung energieintensiver Güter und Dienstleistungen reduziert, die Förderung der „organischen“ Landwirtschaft, um ölbasierte Düngemittel zu reduzieren, und so weiter.

Klimavorhersagen spielen eine zentrale Rolle in der Liturgie der Earth Days. Der Biologe Paul Ehrlich von der Stanford University hat eine beispielhafte Rolle als serieller Prophet globaler Katastrophen gespielt. Er hat Prophezeiungen zum „ökologischen Kollaps gemacht, die bis ins Jahr 1970 zurückreichen und die er als ’nahezu sicher‘ bezeichnet hat.“ Ein weiterer Lieblingsprophet ist Prinz Charles, der im Juli 2009 sagte, die Menschheit habe nur 96 Monate Zeit, um die Welt vor dem „unwiederbringlichen Klima- und Ökosystemkollaps und allem, was damit einhergeht“ zu retten, verursacht durch ungebremsten Konsum. Es gibt natürlich viele andere, von der Teenager-Ikone Greta Thunberg bis zur US-Kongressabgeordneten Alexandria Ocasio-Cortez.

Wenn solche Prophezeiungen unweigerlich scheitern, werden neue Prophezeiungen mit neuen Endterminen gemacht, und der Prozess wiederholt sich. Dies war das Thema einer faszinierenden Studie über Vorhersagen der globalen Umweltapokalypse im International Journal of Global Warming, die 79 bis zum Earth Day im Jahre 1970 zurück reichende Vorhersagen des Klima-Armageddon bewertete. Etwas mehr als 60 % der Vorhersagen waren im Jahr 2020 bereits verfallen. Ein signifikanter Anteil dieser Vorhersagen (43 %) berücksichtigte nie die Unsicherheit über den Zeitpunkt des Weltuntergangs, wie sie etwa Paul Ehrlich und Prinz Charles propagierten. Der durchschnittliche Zeithorizont für die Klimaapokalypse betrug etwa 20 Jahre, und daran hat sich im letzten halben Jahrhundert wenig geändert.

Benjamin Zycher vom American Enterprise Institute vermutet, dass die ungebrochene Prophezeiung des Umweltuntergangs, die sich über 50 Jahre erstreckt, noch auf unbestimmte Zeit weitergehen wird. Diejenigen, die „wirklich glauben“, und diejenigen, deren Lebensunterhalt von der Beharrlichkeit solcher Überzeugungen abhängt, machen es zwingend erforderlich, dass solche Vorhersagen weiterhin gemacht werden und dass man ihnen glaubt.

Eine aktuelle, gut recherchierte empirische Untersuchung der Trends bei einer Vielzahl von klima- und wetterbedingten Phänomenen und allgemein anerkannten Indikatoren für das Wohlergehen von Mensch und Umwelt bietet eine nützliche Referenz. Entgegen der landläufigen Meinung werden Wirbelstürme, Tornados, Überschwemmungen und Dürren nicht schlimmer; Waldbrände sind weniger ausgedehnt als früher; die Getreideerträge und die Nahrungsmittelversorgung sind gestiegen; und die Küstenstreifen und Strände sind nicht geschrumpft. In Bezug auf das menschliche Wohlergehen zeigt praktisch jede Kennzahl oder jeder Indikator eine signifikante, wenn nicht sogar dramatische Verbesserung: Die Lebenserwartung und das Einkommensniveau haben sich verbessert, die Armutsraten sind gesunken, die Menschen leben länger und gesünder und der Index für menschliche Entwicklung der Weltbank hat sich praktisch überall verbessert.

Seit den 1920er Jahren ist zum Beispiel die globale Todesrate durch extreme Wetterereignisse um 98,9 % gesunken, obwohl sich die Weltbevölkerung verdreifacht hat. Die durchschnittliche globale Lebenserwartung bei der Geburt lag 1850 bei etwas mehr als 29 Jahren; ein Jahrhundert später waren es über 45 Jahre, und im Jahr 2019 waren es fast 73 Jahre. Im Jahr 1820 lebten 84 % der Weltbevölkerung in absoluter Armut. Bis 2015 ist dieser Anteil auf 10 % gesunken, obwohl sich die Weltbevölkerung versiebenfacht hat.

Der ganze Beitrag steht hier.

Link: https://www.thegwpf.com/tilak-doshi-restore-our-earth-restore-to-what/

Übersetzt von Chris Frey EIKE

 




Wie globale Erwärmung nicht ist

Ich zog den Reynolds Optimally Interpolated-Datensatz der Wassertemperatur (SST) heran. Er beruht auf Satelliten- und In-Situ-Daten mit Beginn im Jahre 1982. Die Trends darin sehen so aus:

Wie gesagt … nicht das, was ich erwartet hatte. Abkühlung um fast die gesamte Antarktis. Abkühlung im Pazifik, deutlich abgegrenzt durch den Äquator. Abkühlung in der Mitte des Nordatlantiks.

Das Einzige, was ich erwartet hatte, war, dass die La-Nina-Pumpe härter arbeitet, um die Temperatur stabil zu halten. Dies spiegelt sich in der Abkühlung im östlichen Pazifik wider, zusammen mit der Erwärmung dort, wo die La-Nina-Pumpe das wärmere Wasser zuerst nach Westen und von dort in Richtung Nord- und Südpol bewegt.

Aber warum die Abkühlung in der Mitte des Südatlantiks? Warum die Abkühlung nördlich von Grönland, aber nicht südlich von Grönland?

Man muss die „etablierte Wissenschaft“ lieben … Geheimnisse sind wunderbar.

Link: https://wattsupwiththat.com/2021/04/23/how-global-warming-isnt/

Übersetzt von Chris Frey EIKE