Ted Nordhaus: Warum ich aufgehört habe, ein Klima-Katastrophist zu sein

Eric Worrall

Ted Nordhaus: Gründer und geschäftsführender Direktor des Breakthrough Insitute

Nordhaus ist einer der Giganten der Klimaalarmistenbewegung – aber nach seinen eigenen Worten „glaubt er nicht mehr an diese Übertreibung“:

Warum ich aufgehört habe, ein Klimakatastrophist zu sein

Und warum so viele Klimapragmatiker den Katastrophismus nicht aufgeben können

11. AUGUST 2025

TED NORDHAUS

Kürzlich stellte mein ehemaliger Kollege Tyler Norris in einem Austausch auf X fest, dass sich meine Ansichten zum Klimarisiko im Laufe der Jahre erheblich weiterentwickelt haben. Norris veröffentlichte einen Screenshot einer Seite aus dem Buch Break Through, in dem Michael Shellenberger und ich argumentierten, dass eine Katastrophe praktisch sicher sei, wenn die Welt weiterhin fossile Brennstoffe im derzeitigen Umfang verbrennen würde:

Wenn wir in den nächsten 50 Jahren weiterhin so viel Kohle und Öl verbrennen wie bisher, wird die Erwärmung der Erde zu einem Anstieg des Meeresspiegels und zum Zusammenbruch des Amazonas führen und laut Szenarien, die vom Pentagon in Auftrag gegeben wurden, eine Reihe von Kriegen um grundlegende Ressourcen wie Nahrung und Wasser auslösen.

Norris hat Recht. Ich glaube nicht mehr an diese Übertreibung. Ja, die Welt wird sich weiter erwärmen, solange wir weiterhin fossile Brennstoffe verbrennen. Und der Meeresspiegel wird steigen. Etwa 23 cm im letzten Jahrhundert, vielleicht weitere 60 bis 90 cm im Laufe dieses Jahrhunderts. Aber der Rest? Nicht so sehr.

Lange Zeit, selbst nachdem ich mich mit der grundlegenden Diskrepanz zwischen den Aussagen von Klimaschützern zu Extremereignissen und der Rolle abgefunden hatte, die der Klimawandel möglicherweise spielen könnte, hielt ich an der Möglichkeit einer katastrophalen Klimazukunft fest, die auf Unsicherheit beruhte. Der Stachel sitzt, wie man so schön sagt, im Schwanz, also in den sogenannten „Fat Tails” der Klimarisikoverteilung. Dabei handelt es sich um Kipppunkte oder ähnliche Szenarien mit geringer Wahrscheinlichkeit und schwerwiegenden Folgen, die in den zentralen Schätzungen nicht berücksichtigt werden. Die Eisschilde könnten viel schneller zusammenbrechen, als wir glauben, oder der Golfstrom könnte zum Erliegen kommen und Westeuropa mit eisigen Temperaturen überziehen, oder der Permafrost und die im Meeresboden gefrorenen Methanhydrate könnten schnell schmelzen und die Erwärmung beschleunigen.

Aber wie beim vermeintlichen Zusammenbruch des Amazonas führen diese Risiken bei genauerer Betrachtung nicht zu katastrophalen Folgen für die Menschheit. In sensationellen Nachrichtenberichten wird häufig vom Zusammenbruch des Golfstroms gesprochen, doch eigentlich geht es dabei um die Verlangsamung der Atlantischen Meridianumwälzströmung (AMOC). Die AMOC transportiert warmes Wasser in den Nordatlantik und mildert die Wintertemperaturen in Westeuropa. Ihr Zusammenbruch, geschweige denn ihre Verlangsamung, würde jedoch nicht zu einem harten Frost in ganz Europa führen. Unter plausiblen Bedingungen, unter denen sie sich erheblich verlangsamen könnte, würde sie sogar als negative Rückkopplung wirken und die Erwärmung ausgleichen, die auf dem europäischen Kontinent schneller voranschreitet als fast überall sonst auf der Welt.

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Nordhaus schrieb den Artikel im August. Normalerweise beschränkt sich WUWT auf aktuelle Nachrichten, aber Nordhaus ist eine bedeutende Persönlichkeit in der Klimabewegung.

Könnte es bis zum Ende dieses Jahrhunderts zu einem Anstieg des Meeresspiegels um 60 bis 90 cm kommen? Das ist nicht unmöglich – obwohl ich dies als das obere Ende der möglichen Veränderungen einstufen würde –, aber basierend auf den aktuellen Trends dürfte der Anstieg des Meeresspiegels bis zum Ende dieses Jahrhunderts eher bei etwa 30 bis 46 cm liegen.

Und wissen Sie was? Wenn es passiert, wird es niemand bemerken.

Ich habe früher in einem Haus gewohnt, das bei ungewöhnlich hohen Gezeiten von Überschwemmungen bedroht war. Wir haben eine Überschwemmung verhindert, indem wir die Türen mit nicht aushärtendem Kitt für Klempnerarbeiten abgedichtet haben. Der nächste Eigentümer hat das Problem gelöst, indem er den Boden um 90 cm angehoben hat.

Wenn das Haus in hundert Jahren noch steht, wird der Boden sicher um weitere 90 cm angehoben worden sein.

Ohne diese „Fat Tail“ erschreckender Kipppunkte haben Klimaalarmisten nichts in der Hand. Und wie Nordhaus in seinem Artikel zugibt, sind spürbare Klimaauswirkungen so unwahrscheinlich, dass sie es nicht wert sind, ernst genommen zu werden.

Ich begrüße Ted Nordhaus‘ Mut, sich zu äußern und zuzugeben, dass er nicht mehr glaubt, dass der Klimawandel eine unmittelbar bevorstehende Katastrophe ist. Hoffentlich wird sein Beispiel andere inspirieren.

Link: https://wattsupwiththat.com/2025/10/22/ted-nordhaus-why-i-stopped-being-a-climate-catastrophist/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Der Mythos des Abschmelzens der Arktis kollabiert

Cap Allon

Anfang der 1970er Jahre, während der von den Medien als „kommende Eiszeit” bezeichneten Zeit, zeigt die Karte der Arktis von National Geographic aus dem Jahr 1971, dass die Nordostpassage im Sommer für Eisbrecher befahrbar war.

Selbst auf dem Höhepunkt der Angst vor einer globalen Abkühlung durchquerten Schiffe die Nordspitze der Welt:

Zu dieser Zeit waren Wissenschaftler und Journalisten nicht wegen des Abschmelzens in Panik – sie waren wegen der Vereisung in Panik.

Die New York Times berichtete am 18. Juli 1970: „Das Klima in der Arktis wird immer kälter … Teile des arktischen Meereises sind in letzter Zeit bedrohlich dicker geworden.“

Die Arktis hat viele natürliche Zyklen durchlaufen – wärmer, kälter, dicker, dünner – und keiner davon stimmt mit dem stetigen Anstieg des CO₂-Gehalts in der Atmosphäre überein.

Heute wird die Geschichte jedoch immer noch stark verzerrt dargestellt, und die Schlagzeilen schreien weiterhin „Zusammenbruch“, obwohl das jahreszeitliche Minimum des arktischen Meereises seit 18 Jahren auf konstantem Niveau bleibt:

Und das Minimum von 2025 lag um 36 % höher lag als das von 2012:

Wenn sich die Nordostpassage öffnet, dann nicht aufgrund des schmelzenden Eises, sondern weil Russland und China Flotten leistungsstarker atomgetriebener Eisbrecher einsetzen, um sich einen Weg durch das Eis zu bahnen. Moskau und Peking haben gerade ein bedeutendes Kooperationsabkommen über diese Route unterzeichnet, die die Entfernung zwischen Asien und Europa um 7.000 km verkürzt und die Transportzeit um fast 40 % reduziert:

Nicht das Klima öffnet die Seewege in der Arktis, sondern schwerer Stahl und staatliche Macht.

Link: https://electroverse.substack.com/p/chinas-arctic-blast-begins-today?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




EXKLUSIV: Verbraucherschutzorganisation warnt Bundesbehörden vor mutmaßlichem Betrug durch Klimaaktivisten

Audrey Streb. DCNF Energy Reporter

Die Verbraucherschutzorganisation Consumers‘ Research hat am Donnerstag einen Brief an mehrere Mitglieder der Trump-Regierung geschickt mit der Aufforderung an die Behörden, jegliche Verbindung mit dem Unternehmen First Street wegen dessen angeblich ungenauer Klimarisiko-Modellierung aufzugeben.

In dem Schreiben weist der Geschäftsführer von Consumers‘ Research Will Hild darauf hin, dass aktuelle Berichte Zweifel von Hausbesitzern und Brancheninsidern hinsichtlich der Zuverlässigkeit der Hochwasserrisikobewertungen von First Street aufzeigen, und fordert „eine Behörden-übergreifende Überprüfung der Art und Weise, wie die Zusammenarbeit auf Bundesebene in den Pressemitteilungen von First Street dargestellt wird“. Consumers‘ Research richtete den Brief an den Leiter der Umweltschutzbehörde Lee Zeldin, den Vorsitzenden der US-Notenbank Jerome Powell, Verkehrsminister Sean Duffy und den amtierenden Direktor der Verbraucherschutzbehörde Russ Vought sowie an mehrere andere Behördenleiter.

„First Street versucht, den Verbrauchern eine radikale Klimapolitik aufzuzwingen, indem es den Eindruck erweckt, dass Bundesbehörden seine politisch motivierten Klimarisikomodelle unterstützen. Diese Praxis ist bewusst irreführend, da die Klimamodelle von First Street die Rolle der [Federal Emergency Management Agency] FEMA als rechtlicher und regulatorischer Standard für die Bewertung von Klimarisiken untergraben und die Immobilienwerte der Verbraucher willkürlich verzerren“, erklärte Hild gegenüber der Daily Caller News Foundation. „Aus diesem Grund fordern wir diese Bundesbehörden dringend auf klarzustellen, dass sie First Street nicht unterstützen, und verlangen, dass das Logo der Behörde aus allen öffentlichen Materialien entfernt wird. Consumers‘ Research steht hinter Hausbesitzern und Käufern, die genaue, transparente und vom Bund validierte Informationen verdienen und keine von Klimaaktivisten vorangetriebenen Kennzahlen.“

Hild weist in dem Schreiben darauf hin, dass einige Ankündigungen und Materialien von Bundesbehörden auf die Risikobewertungsdaten von First Street Bezug nehmen, und argumentiert, dass dies aufgrund jüngster Berichte und Beschwerden, wonach die Daten des Unternehmens die Hochwasserrisiken möglicherweise nicht genau darstellen, Anlass zur Sorge gibt. Große Immobilienplattformen wie Zillow, Redfin und Realtor.com haben die Hochwasserdaten von First Street in ihre Angebote einbezogen, heißt es in dem Schreiben.

„Jüngste Berichte und öffentliche Beschwerden deuten darauf hin, dass die Immobilienbewertungen von First Street erheblich fehlerhaft und schwer zu korrigieren sein können“, heißt es in dem Schreiben. „Die Namen und Logos Ihrer Behörden werden von First Street – durch formelle Vereinbarungen, Datenintegrationen oder Forschungsnutzung – als Beweis für die Übereinstimmung der Immobilienbewertungen mit den Klimarisikobewertungen der US-Bundesregierung angeführt. … Ich schreibe Ihnen, um Ihre Behörden dringend zu bitten, (1) alle Partnerschaftsvereinbarungen und impliziten Empfehlungen, die First Street Foundation und ihrer verbundenen gemeinnützigen Gesellschaft First Street Technology die Unterstützung der Bundesregierung verleihen, öffentlich zu widerrufen oder auszusetzen und (2) klar zu erklären, dass die Ergebnisse von First Street/Risk Factor nicht anstelle der Hochwasserkarten der FEMA für Regulierungs-, Versicherungs-, Kredit-, Offenlegungs- oder Listungszwecke verwendet werden dürfen.“

First Street gibt auf seiner Website an, dass sich das Hochwasserrisiko der FEMA von seinen Schätzungen unterscheidet, da sie „das Hochwasserrisiko auf der Ebene der Immobilien berechnet, sich ändernde Klimabedingungen berücksichtigt und das Risiko von Überschwemmungen aufgrund von Starkregenfällen berücksichtigt“, während die FEMA „das Hochwasserrisiko auf Gemeindeebene ermittelt und ihre Risikoprognosen das Risiko eines einzelnen Ereignisses mit einer Wahrscheinlichkeit von 1 zu 100 oder 1 zu 500 aufgrund von Sturmfluten und überlaufenden Flüssen und Bächen erfassen“.

Auf der Website von First Street heißt es: „Wir sind dazu da, um für Finanzinstitute, Unternehmen und Regierungen den Zusammenhang zwischen Klima- und Finanzrisiken in großem Maßstab herzustellen.“

Mehrere lokale Hausbesitzer erklärten gegenüber dem in North Carolina ansässigen Fernsehsender ABC News 13, dass sie ihrer Meinung nach Schwierigkeiten hätten, ihre Häuser zu verkaufen, weil sie aufgrund der Daten von First Street eine erhöhte Hochwasserwarnung erhalten hätten. Die Hausbesitzer argumentierten, dass die Daten keinen Sinn ergäben, da ihre direkten Nachbarn trotz fehlender plausibler Erklärung ganz andere Hochwasserwarnungen erhalten hätten.

Eine in Tennessee ansässige Immobilienmaklerin erklärte gegenüber dem DCNF, dass sie glaubt, dass sie und andere in der Branche aufgrund der Anzeige der First Street-Hochwasserdaten auf Immobilienplattformen Umsatzeinbußen erlitten haben.

„Das Interesse der Käufer ist zurückgegangen. Bevor wir begriffen, was vor sich ging, hatten wir bereits Besichtigungstermine abgesagt“, erklärte Stephanie Cross gegenüber dem DCNF. „Das ist für den Verkäufer verheerend. Diese Fehlinformationen zu verbreiten, ist verheerend – und gleichzeitig führt es im Grunde genommen zu einer Wertminderung der Immobilie.“

Ein Sprecher von Realtor.com verwies das DCNF auf die Website mit Informationen zum Hochwasserrisiko und wies darauf hin, dass jede Anzeige sowohl Daten der FEMA als auch Daten von First Street enthält.

„Ein Haus ist oft das wertvollste Gut einer Familie. Deshalb hält es Realtor.com für unerlässlich, Hausbesitzern, Verkäufern, Käufern und Mietern dabei zu helfen, potenzielle Risiken einer Immobilie zu verstehen, damit sie fundierte Entscheidungen treffen können“, erklärte der Sprecher gegenüber dem DCNF. „Wir sind der Meinung, dass die Angabe beider Bewertungen in der Immobilienanzeige ein klareres Bild der potenziellen Risiken vermittelt. Wenn die Hochwasserbewertungen eines Hauses besonders niedrig oder hoch erscheinen oder widersprüchlich sind, wird den Verbrauchern empfohlen, sich von einem Immobilienmakler oder einem lokalen Hochwasserbeauftragten beraten zu lassen.“

First Street, Zillow und Redfin reagierten nicht auf die Anfrage des DCNF nach einer Stellungnahme.

Link: https://dailycaller.com/2025/10/16/consumers-research-alerts-feds-alleged-climate-activist-scam/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Kurzbeiträge zu neuen Forschungs-Ergebnissen aus Klima und Energie – Ausgabe 38 / 2025

Meldung vom 14. Oktober 2025:

Neue Studie widerlegt Befürchtungen eines Kollaps’ der AMOC

Eine neue, von Fachkollegen begutachtete Studie in Theoretical and Applied Climatology hat gerade eine weitere bevorzugte Klima-Schreckensgeschichte torpediert: die Atlantische Meridionale Umwälzströmung (Atlantic Meridional Overturning Circulation; AMOC).

Durch die Betrachtung des einfachsten physikalischen Indikators, über den wir verfügen – den Unterschied im Meeresspiegel über den Atlantik hinweg – und dessen Korrektur um Landabsenkungen fanden die Forscher keinerlei Anzeichen für eine Abschwächung der AMOC.

Die Daten, die von Pegelmessern in New York und Brest (Frankreich) stammen zeigen, dass der absolute Anstieg des Meeresspiegels auf beiden Seiten des Ozeans seit 1960 praktisch identisch ist, sobald man die lokale Landabsenkung herausrechnet. Keine Abweichung. Keine Beschleunigung. Kein Zusammenbruch.

Die „Kipppunkt”-Rhetorik verflüchtigt sich in dem Moment, in dem man schludrige Annahmen beiseite lässt.

Die gleiche Graphik mit deutscher Übersetzung [Google translate]:

Hätte sich die AMOC deutlich verlangsamt, hätte sich der Meeresspiegelgradient verändert (der Ost-West-Unterschied des Meeresspiegels wäre gestiegen). Die Tatsache, dass dies nicht geschehen ist, ist ein starker Beobachtungsbeweis gegen einen „Zusammenbruch“ oder eine erhebliche Abschwächung. Das ist keine Meinung – es ist die Schlussfolgerung der Studie selbst: „Diese Ergebnisse stellen Behauptungen über eine Abschwächung der AMOC infrage.“

Seit Jahren führen Aktivisten und Modellierer die AMOC als drohenden Klima-Dominostein an. Doch mehr als sechzig Jahre realer Messungen sprechen eine andere Sprache: Die Zirkulation ist während des gesamten sogenannten „Anthropozäns” stabil geblieben.

Weiter!

Link: https://electroverse.substack.com/p/china-to-226c-87f-as-early-arctic?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email

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Meldung vom 17. Oktober 2025:

Klimawandel“ ist tot

Es ist vorbei. Der „Klimawandel“, einst der Schlachtruf einer ganzen Generation, ist nun endgültig gescheitert.

Eine neue schwedische Studie zeigt, wie weit das einst dominierende Narrativ gefallen ist.

Im Jahr 2019 nannten etwa 51 % der jungen Frauen und 34 % der jungen Männer (im Alter von 15 bis 29 Jahren) „Umwelt/Klima“ als eines ihrer fünf wichtigsten sozialen Themen. Heute ist diese Zahl auf nur noch 15 % bzw. 13 % gesunken:

Das Thema Klima ist von der Spitze der Liste der gesellschaftlichen Anliegen auf die untere Hälfte abgestürzt und rangiert nun hinter grundlegenden Themen wie Gesundheit, Bildung und Sicherheit. Das Thema, das eigentlich ihre Zukunft bestimmen sollte, spielt kaum noch eine Rolle.

Und das ist überall so – selbst in den „grünsten” Ländern wie Großbritannien und Deutschland.

Aber warum dieser Einbruch? Kommentator Scott Adams nennt einige mögliche Gründe:

• Die von Milliardären finanzierte Hysterie hat ihren Zweck erfüllt – das Geld ist versiegt oder anderweitig investiert worden.

• Der explodierende Energiebedarf der KI hat die Heuchelei der „Netto-Null”-Rhetorik offenbart.

• Greta Thunberg wandte sich anderen Themen zu und nahm einen Großteil der Dynamik der Bewegung mit sich.

• Die wirtschaftliche Realität Europas entlarvte den Klimaalarmismus als „Luxusglauben“ – eine Sache für die Wohlhabenden, nicht für die Notleidenden.

• Oder vielleicht die einfachste Antwort: Die Daten haben die Untergangsstimmung von vornherein nie gestützt.

Was auch immer der Grund sein mag, der Klimakampf hat sein Publikum verloren. Die Generation, auf die er sich am meisten verlassen hat, um die Fackel weiterzutragen, hat sie stillschweigend niedergelegt.

Und die „Klimakrise” ist nicht die einzige moderne Modeerscheinung, die sich dem Ende zuneigt – viele trendige Anliegen verlieren rapide an kulturellem Prestige:

Ich denke, die Logik setzt sich durch…

Leider kann ich diesen Optimismus bzgl. Klima nicht ganz teilen, wenn ich die Verhältnisse hierzulande betrachte. Aber ich kenne „Hoffmann“ …  A. d. Übers.

Link: https://electroverse.substack.com/p/chinas-arctic-blast-begins-today?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email

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Meldung vom 21. Oktober 2025:

USA: Prognostizierte Kältewelle lässt die Gaspreise steigen

Ein plötzlicher Kälteeinbruch in den USA hat den Gasmarkt aufgeschreckt und die Terminkontrakte am 20. Oktober um 8 % auf rund 3,25 USD pro mmBtu steigen lassen.

Prognosen zeigen nun Tageshöchsttemperaturen von nur 4 bis 15 °C und nächtliche Tiefsttemperaturen von -1 bis 9 °C vom Mittleren Westen bis zum Nordosten bis Anfang November, was, wenn es so kommt, den Heizbedarf stark ankurbeln wird.

Die Produktion ist von 107,4 bcfd auf 106,6 bcfd zurückgegangen, was zu einer Verknappung des Angebots gerade zum Zeitpunkt eines Anstiegs des Verbrauchs führt. Die Lagerbestände liegen weiterhin 4 % über den saisonalen Normwerten, dürften aber schnell sinken, wenn die Kälte anhält. Außerdem liegen die LNG-Exporte mit 16,4 bcfd nahe ihrem Rekordhoch, da das kalte Wetter in Europa und Asien die US-Lieferungen auf die globalen Märkte zieht und die Preise stützt.

Die plötzliche Kälteprognose löste einen Ansturm auf den Wiederaufbau von Winterpositionen aus, was die Stimmung umkehrte und die Rallye befeuerte. Wenn die LNG-Ströme hoch bleiben und die Produktion unter 107 bcfd bleibt, sehen Analysten die Preise auf 4,00 $ steigen, wenn die arktische Luft bis in den November hinein anhält.

Link: https://electroverse.substack.com/p/cold-deepens-in-south-korea-sao-paulo?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email

Zusammengestellt und übersetzt von Christian Freuer für das EIKE




Wie „Erneuerbare“ das Stromnetz in den Niederlanden in die Knie zwingen

Cap Allon

Die Niederlande sind eine der fortschrittlichsten Volkswirtschaften Europas, doch derzeit laufen dort staatliche Fernsehspots, in denen die Bürger gebeten werden, ihre Autos zwischen 16 und 21 Uhr nicht aufzuladen und keine Haushaltsgeräte zu betreiben, da das Stromnetz zusammenbrechen könnte.

Dies ist das unvermeidliche Ergebnis einer auf Ideologie basierenden Energiepolitik. Der niederländische Staat hat ein robustes, auf Gas basierendes System abgebaut und durch ein chaotisches Flickwerk aus Sonnenkollektoren und Windkraftanlagen ersetzt – und nun werden die Folgen davon geerntet.

Die wetterabhängige Stromerzeugung ist nicht nur unregelmäßig, sondern grundsätzlich mit der Physik des Stromnetzes unvereinbar. Im Gegensatz zu herkömmlichen Kraftwerken, die einen konstanten, regelbaren Strom und die für die Frequenzstabilisierung wichtige Rotationsenergie liefern, schwankt die Leistung von Solar- und Windkraftanlagen je nach Wetterlage stark. Sie liefern keine Rotationsenergie, keine gespeicherte kinetische Energie und keine zuverlässige Grundlast.

Das Stromnetz selbst wurde nie dafür ausgelegt: Es wurde um einige wenige große zentrale Kraftwerke herum aufgebaut und wird nun mit Strom aus Millionen kleiner, verstreuter Erzeugungsstellen überflutet. Die Verteilungsleitungen in Vororten und ländlichen Gebieten, die nie für große Lasten ausgelegt waren, sind überlastet, was zu einer so starken „Netzüberlastung” führt, dass selbst grundlegende Modernisierungen mittlerweile unmöglich sind.

Rund 8.000 Unternehmen in den Niederlanden warten darauf, neue Stromerzeugungsprojekte an das Netz anzuschließen, während weitere 12.000 Unternehmen in der Schwebe sind und ihren Stromverbrauch nicht ausweiten können. Neue Häuser können nicht angeschlossen werden. Unternehmen können nicht wachsen. Selbst Haushalte, die Wärmepumpen oder Ladegeräte für Elektroautos installieren wollen, werden abgewiesen. Das niederländische System ist mittlerweile so anfällig, dass Netzbetreiber regelmäßig die Stromerzeugung drosseln, Windparks abschalten und Solaranlagen stilllegen, um Stromausfälle zu vermeiden. Verbraucher, die einer Reduzierung ihrer Stromversorgung während der Spitzenlastzeiten zustimmen, erhalten Rabatte, während diejenigen, die Solarstrom exportieren, möglicherweise bald dafür bezahlen müssen, ihn ins Netz einzuspeisen.

Die wirtschaftlichen Folgen sind bereits enorm. Die Überlastung des Netzes kostet die niederländische Wirtschaft schätzungsweise bis zu 35 Milliarden Euro pro Jahr. Die Behebung dieses Chaos‘ wird weitere Hunderte Milliarden kosten und Jahrzehnte dauern – wobei der größte Teil dieser Zeit durch Rechtsstreitigkeiten über Genehmigungen und Landrechte in Anspruch genommen werden wird.

Was in den Niederlanden geschieht, ist eine Warnung für alle Länder, die blindlings auf erneuerbare Energien setzen, also fast alle westlichen Länder, von Kanada über Europa bis hin nach Australien. Die Physik hat sich nicht geändert, sie wurde nur ignoriert: Solar- und Windenergie können keine zuverlässige Energie auf Abruf liefern oder ein Stromnetz stabilisieren. Ohne regelbare Erzeugung und ausreichende Trägheit macht jedes zusätzliche Panel und jede zusätzliche Turbine das System nur schwächer, volatiler und teurer.

Die „grüne Wende” versprach eine Zukunft mit reichlich vorhandener, sauberer Energie. Stattdessen fordert eines der reichsten Länder der Welt die Menschen auf, ihren Stromverbrauch nach Feierabend zu begrenzen, und die Wartelisten für den Anschluss an das Stromnetz reichen bis ins nächste Jahrzehnt.

Die Bürger wachen endlich auf – und die Wut wächst schnell.

Link: https://electroverse.substack.com/p/cold-deepens-in-south-korea-sao-paulo?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email (Zahlschranke)

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE