Der Flaute-Winter 2021: Wenig Wind – warum?

Alle drei Wintermonate 2020/21 verliefen windschwach

Mangels geeigneter Winddaten (DWD-Flächenmittel gibt es monatsweise leider nur für Lufttemperaturen, Sonnenscheindauer und Niederschlagsmenge) lassen die Ergebnisse der deutschen Stromerzeugung gewisse Rückschlüsse auf die Windstärke zu, denn Deutschland möchte ja am liebsten ganz auf Fossile und Kernenergie verzichten, und hat in den letzten 30 Jahren den Ausbau der Windenergie massiv vorangetrieben – doch wenn der Wind einschläft, zeigt sich das ganze Dilemma der Deutschen Energiewende:

Abbildungen 1a bis c: Das hatte sich die Politik anders vorgestellt – Wind (hell blau-grau) und Sonne (kaum sichtbare, gelbliche Spitzen) sollten doch längst den meisten Strom erzeugen – aber das Wetter spielt nicht mit. Weder im Dezember 2020 (oben, 1a) noch im Januar 2021 (Mitte), noch im Februar 2021 (bis Monatsmitte vorliegend, unten) wehte über längere Zeiträume ausreichend Wind, der meist bloß kümmerliche 1 bis 15% des Stroms lieferte, selten mal deutlich über 20%. Da hätten auch doppelt so viele Windräder nicht geholfen – es fehlte an Wind, der sie antreiben könnte. Nur die verbliebenen Kohle- und Kernkraftwerke sowie neue Gaskraftwerke verhinderten massive Stromausfälle (Blackouts). Bildquellen energy-charts.info, ergänzt.

Die massiven physikalisch-meteorologisch-technisch-logistischen Probleme der Energiewende sollen hier nicht näher erläutert werden; Näheres unter anderem hier. Aber alle drei Abbildungen belegen das Fehlen langer, sehr windiger Phasen, wie es sie beispielsweise im Februar 2020 gegeben hatte. Das vom Autor gebildete Windmittel aus 25 DWD-Stationen in Norddeutschland ist nur bedingt repräsentativ, veranschaulicht aber ebenfalls die geringe Windstärke des endenden Winters 2021 sowie einen eher negativen Trend der winterlichen Windgeschwindigkeit, der sich so ähnlich auch in allen Jahreszeiten und folglich auch im Jahresmittel, zeigt:

Abbildung 2: Der Winter 2021 gehörte zu den windärmsten der letzten Jahrzehnte. Dabei wurde der Februar, dessen Daten noch nicht vorlagen, eher reichlich geschätzt; wahrscheinlich wird er noch windärmer ausfallen. Der Negativ-Trend ist wegen der großen Streuung nicht signifikant; doch der letzte, wirklich fast durchgängig sehr windige Winter liegt mit 2006/07 nun schon weit zurück.

Windschwache Winter der jüngeren Vergangenheit

Wegen des Fehlens verlässlicher Winddaten lassen sich windschwache Winter nur grob aus den NOAA-Datensätzen für den Zonal-und den Meridionalwind im 1000-hPa-Niveau erkennen. Diese sind immerhin seit Winter 1948/49 verfügbar. Für Norddeutschland erwiesen sich folgende Winter als deutlich windschwach: 1951/52, 1959/60, 1962/63, 1963/64, 1976/77, 1978/79, 1981/82, 1984/85, 2005/06, 2009/10, 2010/11 und 2012/13. Zeit- und gebietsweise windschwach waren auch noch die Winter 1995/96 und 1996/97. Hierbei geht es stets um das Wintermittel; einzelne, sehr windige oder gar stürmische Phasen gab es in jenen Wintern dennoch. Schon bei flüchtiger Betrachtung fällt aber auf: Es sind allesamt Winter, die entweder kalt oder normal temperiert waren, sehr milde fehlen. Warum das so ist, werden wir gleich noch sehen.

Windschwache Großwetterlagen

In erster Linie erweisen sich alle Hochdruckwetterlagen als meistens windschwach; besonders das Hochdruckgebiet über Mitteleuropa (HM) und die Hochdruckbrücke über Mitteleuropa (BM). Im Hochzentrum oder unter der Achse einer Hochdruckzone fehlt das für Wind erforderliche Luftdruck-Gefälle (es herrscht ein großer Abstand der Linien gleichen Luftdrucks, die in der Wetterkunde Isobaren genannt werden). Aber während bei sommerlichen Hochdrucklagen die Kraft der Sonne den Wind zumindest tagsüber teils merklich auffrischen lässt („Regionalwinde“ mit nachmittäglichem Maximum als Land-See-, Berg-Tal- oder Flurwind), ist ihre Kraft im Winter zu schwach. Und die bodennahe Kaltluft unter einer winterlichen Inversion kann selbst dann noch zur Flaute führen, wenn sich ein Tief schon genähert hat und der Wind in einigen hundert Metern Höhe längst wieder kräftig weht. Erst an den Rändern der Hochdruckgebiete kann man windigere Verhältnisse erwarten; mitunter kann es hier sogar stürmen. Zwei Wetterkarten-Beispiele verdeutlichen die winterlichen Verhältnisse bei Hochdruckwetter:

Abbildungen 3a und 3b: Schwache Brücke zwischen einem Atlantik- und einem Russland-Hoch am 2. Dezember 2020 19 Uhr mit Windstille über Deutschland; keine Isobaren, so begann der Flaute-Winter 2020/21 (3a, oben). Elf Jahre eher (1. Dezember 2010) begann der Winter gänzlich anders: Am Rande einer Hochdruckzone, welche vom Atlantik über Südskandinavien zum Baltikum reichte, blies bei deutlichen Minusgraden ein kräftiger Ostwind; es kam zu Schneeverwehungen; man erkennt viele Isobaren (unten, 3b). Bildquellen wetter3.de aus dem UKMO-Wetterkartenarchiv; ergänzt.

Aber die „richtige“ großräumige winterliche Sturmwetterlage geht meist mit westlichen Wetterlagen einher; diese hatten im aktuellen Winter Seltenheitswert; daher ein Beispiel aus dem stürmischen Februar 2020:

Abbildung 4: Südweststurm am 16. Februar 2020 (viele Isobaren über Deutschland). Bildquelle wetter3.de aus dem UKMO-Wetterkartenarchiv; ergänzt.

Nun wird auch klar, warum windarme Winter eher zu Kälte tendieren: Erstens fehlen die stürmischen Westlagen, welche die milde Atlantik-Luft nach Deutschland lenken (Warmluft-Advektion). Und zweitens kühlt sich ruhig lagernde Luft im Winter stets mehr oder weniger schnell ab (je nach Bewölkungsverhältnissen – je klarer und wasserdampfärmer die Winterluft, desto schneller deren Abkühlung). Letzteres ist oft bei „Hochdruckwetter“ der Fall. Wie wir gleich noch sehen werden, können jedoch auch winterliche Tiefdruckwetterlagen sehr windschwach verlaufen; das war eines der wesentlichen Merkmale des Winters 2020/21.

Besonderheiten der Winter-Witterung 2020/21

Eine längere, typische, windschwache Hochdruckwetterlage war nur während der Kältewelle um den 10. Februar zu beobachten (von Skandinavien nach Mitteleuropa ziehendes Hochdruckgebiet); auf diese soll hier nicht näher eingegangen werden. Aber warum verliefen auch Dezember und Januar, in welchen Kälte-Hochs fehlten, so windschwach? Die wesentliche Ursache findet sich in kleinen, mit Höhen-Kaltluft gefüllten Rand- und Teiltiefs, welche vom Atlantik und von Großbritannien immer wieder nach West- und Mitteleuropa zogen, sich hier abschwächten oder auflösten und dabei mehr oder weniger intensive Schnee- und Regenfälle auslösten, aber wegen ihrer geringen Stärke kaum noch Wind ermöglichten; zumal sich oft gleich mehrere dieser Tiefs in unserer Nähe befanden (zwischen zwei oder mehr Tiefs liegt ebenfalls eine nahezu windstille Zone). Schon Neujahr begann mit einer solchen Lage:

 

Ab Ende Januar kam dann noch die sich über Mitteleuropa bildende Luftmassengrenze hinzu. Kaltluft aus Nord bis Nordost traf auf sehr milde Süd- bis Südwestluft. Doch an einer solchen Grenzlinie heben sich die Geschwindigkeiten beider Luftmassen auf – es herrscht Flaute:

Abbildung 6: In einer schwachen Tiefdruckrinne treffen Warm- und Kaltluft aufeinander (Luftmassengrenze). Wenig Wind in weiten Teilen Deutschlands; Lage vom 4. Februar, Mittags. Bildquelle wetter3.de aus dem UKMO-Wetterkartenarchiv; ergänzt

Die langfristige Entwicklung der winterlichen Windstärke über Norddeutschland

Gewisse Rückschlüsse lassen die Daten des Amerikanischen Wetterdienstes (NOAA) über die Geschwindigkeiten des Zonalwindes (positive Werte bedeuten West-, negative Ostwind) und des Meridionalwindes (positive Werte Süd- und negative Nordwind) zu, welche seit Winter 1948/49 vorliegen. Addiert man die Beträge des Zonal- und Meridionalwindes, so erhält man eine Summe, welche brauchbare Rückschlüsse über die realen Werte der Windgeschwindigkeiten zulässt (je höher die Werte, desto windiger). Die folgende Grafik zeigt die Verhältnisse für die (bodennahe) 1000-hPa-Fläche über Norddeutschland und gleich eine der wichtigsten Einflussfaktoren auf die Windgeschwindigkeit – die NAO:

Abbildung 7: Nicht nur kurz-, sondern auch langfristig ist der Wind ein wankelmütiger Geselle, seine Stärke schwankt stark. Schwächephasen kurz nach Mitte des 20. Jh. und um 2010 stehen windigere um 1990 und gegenwärtig gegenüber – doch ist der sehr windschwache Winter 2020/21 noch nicht in der Grafik enthalten. Man beachte aber, dass es sich hierbei erstens nicht um reale Windgeschwindigkeiten handelt – die Rechengröße kommt diesen aber relativ nahe. Zweitens wirkt das hier genutzte „endbetonte“ 11-jährige Gleitmittel zeitlich leicht verzerrend – die tatsächlichen, gemittelten Minima und Maxima traten etwas eher ein. Signifikant wurde diese „indirekte“ Windstärke von der NAO beeinflusst, was auch logisch ist: Die NAO als Maß für das Luftdruckgefälle zwischen Portugal und Island im weitesten Sinne beeinflusst die Intensität der Westströmung über dem Ostatlantik, welche oft (nicht immer!) bis nach Mitteleuropa reicht – und damit die Häufigkeit und die Stärke der Westwetterlagen in Mitteleuropa. Bei stark negativen NAO-Werten kann sich gar eine Ostströmung über dem Ostatlantik einstellen – damit ist dann keine Zufuhr milder Atlantikluft nach Deutschland mehr möglich. Original-NAO-Werte nach HURRELL durch Addition (+7) aufgewertet, um sie besser in der Grafik zu platzieren; der Trend wird davon nicht beeinflusst.

Ob nun künftig wieder eine Abnahme der Windgeschwindigkeit erfolgt (oder gar mit dem Winter 2020/21 bereits begonnen hat), hängt also entscheidend von der NAO ab. Diese tendierte seit dem „Klimasprung“ von 1988 zu überwiegend positiven Werten – von einer kurzen Schwächephase um 2010 einmal abgesehen. Doch wird das auch so bleiben? Logischer, aber nicht sicher vorhersehbar, wäre eine Abnahme in nächster Zukunft. Ob auch die AMO gewisse Einflüsse ausübt, soll hier nicht erläutert werden. Zwar ließen sich hier keine statistischen Zusammenhänge zur indirekten Windgeschwindigkeit finden; doch ist bekannt, dass die AMO die Häufigkeit der Süd- und Südwestlagen positiv beeinflusst; Letztere können sich im Winter mitunter zu Sturmlagen entwickeln.

Abbildung 8: Tageswerte der NAO seit Mitte Oktober 2020 bis zum 14. Februar 2021. Aufrecht stehende Balken bedeuten positive, nach unten zeigende negative NAO-Indexwerte. Nach deutlich positiven NAO-Werten im Spätherbst überwogen im Winter ganz eindeutig negative Werte, allerdings nur in moderaten Ausmaßen. Bildquelle: NOAA

Die langfristige Häufigkeitsentwicklung winterlicher Großwetterlagen

Zumindest die Großwetterlagen-Klassifikation nach HESS/BREZOWSKY lässt eine Rückverfolgung der Häufigkeitsverhältnisse bis Winter 1881/82 zu; die Objektive Wetterlagen-Klassifikation des DWD nur bis 1979/80. Freilich lassen sich daraus, wie schon die vorstehenden Wetterkarten-Beispiele zeigen, nur äußerst vage Rückschlüsse auf die Windgeschwindigkeiten ziehen. Aber wie wir schon sahen, ist die NAO hierfür ein guter Indikator; und auch diese lässt sich bis ins 19. Jahrhundert zurückverfolgen:

Abbildung 9: Der langfristige, deutliche winterliche Temperaturanstieg in Deutschland ist größtenteils eine Folge leicht gestiegener NAO-Werte und deutlich gestiegener Westlagen-Häufigkeit, was auch mit mehr Winterwind einherging. Nach einer sehr milden, Westlagen-betonten Phase um 1910 folgte die Depression zur Mitte des 20. Jahrhunderts mit vielen Kaltwintern und ab 1988 („Klimasprung“) das aktuelle Optimum der Wintertemperaturen mit häufigen Stürmen (viele Westlagen). Winter 2020/21 noch nicht enthalten; Umrechnung aller Größen in Index-Werte zur besseren Darstellung in einer Grafik; auch hier „verzerrt“ das endbetonte Gleitmittel leicht.

Ein weiteres Indiz ist die langfristige Häufigkeitsentwicklung der zu Starkwind neigenden zyklonalen West-, Südwest- und Nordwestlagen im Verhältnis zu den (meist) schwachwindigen Hochdrucklagen:

Abbildung 10: Die merkliche, winterliche Häufigkeitsabnahme aller antizyklonalen (oberste Kurve), darunter aller HM- und BM-Lagen (unterste Kurve) gegenüber den zu Sturmlagen neigenden zyklonalen West-, Südwest- und Nordwestlagen (violette Kurve) ist deutlich erkennbar; Winter 2020/21 noch nicht enthalten.

Abschließend schauen wir uns die so genannten Unbestimmten Lagen der Objektiven Wetterlagen-Klassifikation des DWD an. Diese sind stets windarm. Nähere Erläuterungen zu diesen hier. Man erkennt einen nicht signifikanten Häufungstrend (in den übrigen Jahreszeiten und im Jahresmittel ist dieser deutlicher):

Abbildung 11: Bislang nur geringe Häufung unbestimmter (XX) Lagen im Winter. Nahezu alle Winter, die zu kalt oder wenigstens abschnittsweise kalt ausfielen, weisen eine überdurchschnittliche Anzahl dieser stets auch windarmen Lagen auf; einige sind markiert (Jahreszahl des jeweiligen Hochwinters). Im „aktuellen“ Winter 2020/21 waren bis zum 14. Februar schon 23 XX-Lagen zu verzeichnen – mehr als die durchschnittlich 15; ein paar könnten noch hinzukommen.

Fazit: Die winterliche Windstärke schwankt in unseren Breiten in längeren Perioden; sie wird stark von der NAO und der Häufigkeit und dem Charakter bestimmter Wetterlagen beeinflusst. Westwetterlagen begünstigen windiges Wetter, Hochdruck-, Zentraltief- und Grenzwetterlagen neigen zu Flauten, so wie auch im Winter 2020/21. In jüngster Vergangenheit überwog windig-mildes Westwetter, ob mit dem Flaute-Winter 2020/21 eine Trendwende beginnt, bleibt abzuwarten. Der Wind erweist sich sowohl lang- als auch kurzfristig als äußerst volatil, was seine Eignung als Hauptlieferant für Elektroenergie ernsthaft in Frage stellt. Denn seine Energieausbeute unterliegt dem Kubischen Gesetz – sie verachtfacht sich bei Verdoppelung und liefert nur noch ein Achtel an Energie bei Halbierung der Windgeschwindigkeit.

 




Die WHO und der „Klima-Notstand“

Die Schätzungen der WHO sehen so aus:

Wow … das ist schon ein verdammt großer „NOTFALL“. Die Todesursache „alle Naturgewalten“, nicht nur klimabedingte, sondern alle Kräfte, ist geringer als Mord, weit geringer als Selbstmord, und trivial im Vergleich zu Autounfällen. …

Gut zu sehen, dass zumindest bis heute die Weltgesundheitsorganisation nicht auch in die Klima-Posaune stößt …

Warum sind die klimabedingten Todesfälle so niedrig? Nun, weil die Menschen viel besser darin geworden sind, sich vor dem Wetter zu schützen. Hier ist eine Grafik, ursprünglich von Bjorn Lomborg. Da ich ein skeptischer Mensch bin, habe ich mich gefragt, ob sie nicht irgendeinen Fehler enthält. Also ging ich zur EMDAT Global Disaster Database, die Bjorn benutzt hatte … und ich erhielt genau das gleiche Ergebnis wie er. Hier ist meine Version des Diagramms. Informationen zu EMDAT finden Sie hier.

Warum ist die Zahl der klimabedingten Todesfälle so niedrig? Früher, in den schlechten alten Zeiten, starben viele Menschen durch klimabedingte Katastrophen. Aber bessere Kommunikation, verbesserte Warnsysteme, Heizungen für Häuser mit fossilen Brennstoffen, schnellere Transportmittel, verbesserte Getreidesorten, Bewässerung, Klimaanlagen und Ähnliches haben die jährlichen klimabedingten Todesfälle auf nur wenige pro Million Menschen sinken lassen.

Unter dem Strich: Seit vierzig Jahren und mehr hören wir unablässig Trompeten-Fanfaren über den bevorstehenden „KLIMA-NOTFALL!!!“

Man bedenke in diesem Zusammenhang Folgendes:

e·mer·gen·cy

əˈmərjənsē

Substantiv
1. eine ernste, unerwartete und oft gefährliche Situation, die sofortiges Handeln erfordert.
Nennen Sie mich verrückt, aber etwas, das nach vierzig Jahren endloser Warnungen absolut keine Anzeichen von Auftauchen gegeben hat, ist keine „unerwartete Situation, die sofortiges Handeln erfordert“.

Link: https://wattsupwiththat.com/2021/02/15/who-and-the-climate-emergency/

Übersetzt von Chris Frey EIKE

 




Der wahre Grund, warum die Linken nur Wind- und Solarenergie wollen

Der Fehler, den diejenigen von uns machen, die etwas mehr von Energiephysik verstehen, ist zu denken, dass die Führung unserer zunehmend sozialistischen politischen Elite dumm genug ist zu glauben, dass ihr Plan funktionieren wird, um Amerikas Lebensstandard zu erhalten. In Wirklichkeit wissen sie und ihre radikalen Umweltschützer sehr wohl, dass ihr Plan nicht funktionieren kann. Sie wissen ganz genau, dass ALLE ENERGIE VON DER REGIERUNG RATIONIERT WERDEN MUSS. Das ist genau das, was sie wollen. Wie könnte man die Gesellschaft besser kontrollieren als durch die Kontrolle der Energie, der Elektrizität und des Treibstoffs, den sie uns zugestehen. Sie wollen unsere gesamte Bevölkerung in die Knie zwingen und uns von den Diktaten der Regierung abhängig machen. Wenn ihre Lichter aus sind, ihre Geräte nicht funktionieren, ihre Autos nicht laufen, ihre Häuser im Winter kühl und im Sommer warm sind und die Preise für ihre Lebensmittel durch die Decke gehen, müssen sie sich an die Regierung wenden, um Hilfe zu bekommen. Ihre neuen Führer sind definitiv nicht dumm, aber sie sind sicherlich böse.

Am 27. Januar schrieb ich hier auf CFACT.org über das mysteriöse Stromnetz, das unseren Lebensstil in den Vereinigten Staaten unterstützt. Dieses Netz zu schwächen, bis wir alle „Uncle Sam“ um Hilfe bei der Energieversorgung anschreien, ist die Absicht unserer neuen Regierung.

Die meisten von uns sind froh, sich auf eine Uhr zum Ablesen der Zeit, ein Auto für den Transport und einen Fernseher für die Unterhaltung verlassen zu können, ohne genau verstehen zu müssen oder zu wollen, wie sie funktionieren. Das Gleiche gilt für die Elemente unseres Stromnetzes. Da es jedoch so aussieht, als ob der Energieplan unserer neuen Regierung uns zu Stromausfällen und Blackouts zwingen wird, sollte man wissen, was hinter dem Vorhang unserer Versorgungsunternehmen vor sich geht, um den Schaden zu minimieren.

Ein Aspekt des Netzes, den die meisten von uns nicht kennen ist, dass das Angebot an Strom jederzeit der Nachfrage entsprechen muss. An jedem Punkt, an dem dies nicht der Fall ist, bricht das Netz zusammen. Es ist nicht möglich, dass das Angebot nur annähernd der Nachfrage entspricht. Die universellen Gesetze der Elektrotechnik machen dies zu einer Realität, die die meisten von uns nur schwer begreifen werden. Es gibt jedoch eine Analogie in der Medizin, mit der sich der Leser leichter identifizieren kann, die mein Kollege Terigi Ciccone geliefert hat.

Stellen Sie sich einen Patienten vor, der permanent an einen IV-Schlauch angeschlossen ist, 24-7-365, der die richtige Menge an Medikamenten erhalten muss, um am Leben zu bleiben. Aber der Zeitplan für die Medikamentenabgabe ändert sich mit jeder Stunde, wie im folgenden Diagramm dargestellt. Sie muss langsam um 6:00 Uhr morgens ansteigen, beginnt dann um 9:00 Uhr abzunehmen, pendelt sich für viele Stunden ein und beginnt dann um 16:00 Uhr wieder anzusteigen, um nach 20:00 Uhr wieder abzufallen und dann wieder ein langes niedriges Niveau zu erreichen. Nun muss auch die abgegebene Medikamentenmenge sehr genau dosiert werden, etwa plus/minus 0,001 ML. Falls sie über oder unter diesem engen Bereich liegt, kann der Patient in ein Koma fallen (Brownout), oder falls sie weit außerhalb des Bereichs liegt, kann der Patient sterben (Blackout).

In einem großen Stromnetz kann das Fehlen einer kleinen Menge an Sonnen- oder Windenergie zum Zusammenbruch des Netzes führen, genauso wie eine ungenaue Medikation schlimme Folgen nach sich ziehen kann. Falls die gesamte verfügbare Versorgung aus Erdgas, Kohle, Kernkraft oder Wasserkraft maximal verfügbar ist, aber nur ein Prozent oder weniger der Online-Versorgung aus Wind oder Sonne nicht mehr verfügbar ist, weil der Wind nicht mehr weht oder die Sonne nicht mehr scheint, bricht das Netz zusammen. Kein Batterie-Backup-System ist jemals wirtschaftlich oder gar praktisch geworden.

Genau diese Situation trat kürzlich in Südaustralien ein, wo das letzte Kohlekraftwerk geschlossen wurde. Ein Sturm sorgte dafür, dass die Stromzufuhr durch Wind plötzlich ausfiel. Der gesamte Bundesstaat erlitt einen 24-stündigen Blackout.

Stromausfälle über weite Gebiete für längere Zeiträume sollten nicht mit kurzen Unterbrechungen verwechselt werden, die durch den Ausfall von Geräten verursacht werden. Ein unterirdisches Kabel kann in einer Gemeinde ausfallen, wodurch der Strom für eine Gemeinschaft von Häusern in einem Gebiet innerhalb einer Stadt abgeschaltet wird. Viele von uns haben dies über einen kurzen oder längeren Zeitraum erlebt, aber dies ist nicht der Ausfall der Stromversorgung für Millionen von Haushalten und Unternehmen, die das Stromnetz bereitstellt.

Ihr Strom von einem Versorgungsunternehmen in einem staatlich regulierten Markt hat nur vier Möglichkeiten, um einen Zusammenbruch zu vermeiden, falls Strom aus Wind oder Sonne plötzlich nicht mehr verfügbar ist.

1. Sie können die Last abwerfen, indem sie die Spannung im gesamten System absenken und so weit verbreitete Stromausfälle verursachen oder rollende Stromausfälle in ihrem Versorgungsgebiet verursachen. Dies wäre eine kurzfristige Lösung.

2. Für den Fall, dass die Nachfrage das Angebot über einen längeren Zeitraum deutlich übersteigt, haben die Versorgungsunternehmen Vereinbarungen mit Kunden getroffen, die ihre Last abstellen können, ohne ihren Betrieb zu beeinträchtigen. Beispiele hierfür wären eine Ladenkette, die einen günstigen Stromtarif erhält, wenn sie im Gegenzug eine kurzfristige Abschaltung erlaubt. Es könnte ein Supermarkt sein, der bereit ist, einige Lichter abzuschalten, oder ein Hersteller, der bereit ist, nicht benötigte Beleuchtung zu reduzieren.

3. Eine drastischere langfristige Reaktion ist der rollende Stromausfall, bei dem Bereiche einer Stadt für eine gewisse Zeit komplett abgeschaltet werden, dann wieder ans Netz gehen und der Stromausfall auf einen anderen Bereich verlagert wird. Dies ist in Ländern der Dritten Welt üblich – und genau die Richtung, in die uns unsere neue Regierung führen will.

4. Die letzte Option ist diejenige, die derzeit von fast allen Energieversorgern verwendet wird, die Wind- oder Solarenergie als Teil ihres Energieportfolios nutzen. Sie haben Gasturbinen in Reserve, die bereit sind, in Sekundenschnelle in Betrieb zu gehen, wenn der Wind nicht weht oder die Sonne nicht scheint, und die unzuverlässige Last abzunehmen. Natürlich will die neue Regierung alle fossilen Brennstoffe in Amerika abschaffen, also werden wir sehen, wie das funktioniert.

Unter dem Strich: Was sich in den kommenden zwei Jahren abspielen wird, ist ein komplettes Scheitern aller ihrer Pläne und eine Bestrafung des durchschnittlichen amerikanischen Bürgers, was ihre Amtszeit sehr kurz machen könnte.

Wesentliche Teile dieses Artikels wurden aus dem 2020 erschienenen Buch THE LOOMING ENERGY CRISIS: Are Blackouts Inevitable, mit Genehmigung des Autors Donn Dears. Es wird von diesem Autor sehr empfohlen.

Autor: CFACT Senior Science Analyst Dr. Jay Lehr has authored more than 1,000 magazine and journal articles and 36 books. Jay’s new book A Hitchhikers Journey Through Climate Change written with Teri Ciccone is now available on Kindle and Amazon.

Link: https://www.cfact.org/2021/02/09/the-real-reason-the-left-wants-only-wind-and-solar-to-supply-energy/

Übersetzt von Chris Frey EIKE




Bereit für die Klima-Lockdowns?

Da die globale Klima-Elite den Massen vorschreibt, Käfer zu essen und zu Hause zu bleiben, um die Erde zu retten, lohnt es sich, die Frage zu stellen: Was wird angemessen sein? Mit dem nahenden Weltwirtschaftsforum in Davos im April werden wir Begriffe wie „Klima-Gerechtigkeit“ und „Climate Reset“ (eine Anspielung auf den „Great Reset“ des WEF [=World Economic Forum]) immer häufiger hören. Wir werden wahrscheinlich auch erste Rufe nach Klimaverboten hören. Ich weiß, im Moment klingt das völlig absurd, aber finden diese verrückten Ideen nicht immer einen Weg, in den Mainstream überzugehen?

Die Möglichkeit von Klima-Lockdowns wird bereits von einigen unserer größten Denker ins Gespräch gebracht. Sie sehen das Zusammentreffen von globalen Krisen als Chance. Der perfekte Sturm, der durch COVID-19 und die daraus resultierende globale Wirtschaftskrise ausgelöst wurde, bietet eine Chance, das zu tun, was sie als mutige und dramatische Maßnahmen zur Rettung des Planeten ansehen. Die Biden-Regierung wird sicherlich die Folgen von COVID nutzen, um einige grüne Gesetze durchzusetzen, aber genau wie früher wird das in den Augen der Progressiven nicht ausreichen. Es muss immer mehr und noch mehr sein.

Mariana Mazzucato, eine Autorin und Professorin für innovative Ökonomie an der Universität London, stellte im vergangenen September in MarketWatch die Aussicht auf Klima-Lockdowns in Aussicht:

„Unter einem ‚Klima-Lockdown‘ würden Regierungen die Nutzung von Privatfahrzeugen einschränken, den Verzehr von rotem Fleisch verbieten und extreme Energiesparmaßnahmen auferlegen, während Unternehmen, die fossile Brennstoffe nutzen, ihre Bohrungen einstellen müssten. Um ein solches Szenario zu vermeiden, müssen wir unsere wirtschaftlichen Strukturen überarbeiten und den Kapitalismus anders machen“.

Der Gedanke, „den Kapitalismus anders zu machen“, ist die treibende rhetorische Motivation hinter dem Great Reset des Weltwirtschaftsforums (ein anderer Begriff für die Umsetzung des globalen Marxismus).

Karl Lauterbach, ein Abgeordneter der deutschen sozialdemokratischen Partei, schrieb im vergangenen Dezember in Die Welt, dass „Schritte nötig seien, die ‚analog‘ zu Einschränkungen der persönlichen Freiheit wegen der Pandemie sind“.* Wie lange wird es dauern, bis diese Theorie auch hier in UK den Weg in die Nachrichten und die Reden der Politiker findet?

[*Original, keine Rückübersetzung]

Natürlich wird diese Idee einfach als „der Wissenschaft folgend“ wegdiskutiert werden. Die Abschaltungen, die im Frühjahr 2020 begannen, trugen zu dem bei, was Wissenschaftler als den größten Rückgang der CO2-Emissionen seit Jahren bezeichnen. Der größte Grund dafür war ein Rückgang des Auto- und Flugverkehrs um rund 40 Prozent. Das Weltwirtschaftsforum lobte diese Zahl in einem Blogbeitrag mit dem Titel „Emissions fell during lockdown. Let’s keep it that way.“

Klima-Alarmisten wie Greta Thunberg und John Kerry werden sich freuen, wenn sie die Emissionsdaten nutzen können, um ihre Vorstellungen von einer methan- und flugzeugfreien Zukunft durchzusetzen. Wie können Sie es wagen, das zu widerlegen! Falls wir alle nur für zwei Wochen zu Hause bleiben können (aus denen unweigerlich vier Wochen werden würden), ist es das wert, um den Planeten zu retten. Jeder, der solche Vorschläge in Frage stellt, wird als Wissenschaftsleugner abgestempelt und beschuldigt, seine Mitmenschen umbringen zu wollen (Sie wissen schon, was Sie hören, falls Sie bei einem entspannenden Spaziergang um den Block keine Maske tragen).

Der ganze Beitrag steht hier.

Link: https://www.thegwpf.com/are-you-ready-for-the-climate-lockdowns/

Übersetzt von Chris Frey EIKE

 




Bidens Klima-‚Fix‘ kostet Phantastillionen und ist absolut sinnlos

Überall auf der Welt geben sich Politiker die größte Mühe, eine fantastisch teure Klimapolitik zu versprechen. Präsident Biden hat versprochen, Jedes Jahr 500 Milliarden Dollar für das Klima auszugeben – etwa 13 Prozent der gesamten Bundeseinnahmen. Die Europäische Union wird 25 Prozent ihres Budgets für das Klima ausgeben.

Die meisten reichen Länder versprechen nun, bis zur Mitte des Jahrhunderts Kohlenstoff-neutral zu werden. Schockierenderweise hat nur ein Land eine seriöse, unabhängige Schätzung der Kosten vorgenommen: Neuseeland fand heraus, dass es bis dahin optimistischerweise 16 Prozent seines BIP kosten würde, was dem gesamten aktuellen neuseeländischen Haushalt entspricht.

Die entsprechenden Kosten für die USA und die EU würden sich auf mehr als 5 Billionen Dollar belaufen. Und das jedes Jahr! Das ist mehr als der gesamte US-Bundeshaushalt, oder mehr als die EU-Regierungen über alle Budgets für Bildung, Freizeit, Wohnen, Umwelt, Wirtschaft, Polizei, Gerichte, Verteidigung und Gesundheit zusammen ausgeben.

Bezeichnenderweise hat der Vizepräsident der Europäischen Kommission Frans Timmermans kürzlich zugegeben, dass die Klimapolitik so kostspielig wäre, dass es ohne riesige, schützende Grenzsteuern eine „Frage des Überlebens für unsere Industrie“ wäre.

Der Klimawandel ist ein reales, vom Menschen verursachtes Problem [?]. Aber seine Auswirkungen sind viel geringer, als die atemlose Klimaberichterstattung vermuten lässt. Das IPCC kommt zu dem Schluss, dass falls wir nichts unternehmen, die Gesamtauswirkungen des Klimas in den 2070er Jahren einer Einkommensreduzierung von 0,2 bis 2 Prozent entsprechen werden. Da bis dahin jeder Mensch voraussichtlich 363 Prozent so reich sein wird wie heute, bedeutet der Klimawandel, dass wir „nur“ 356 Prozent so reich sein werden. Das ist nicht das Ende der Welt.

Die Klimapolitik könnte am Ende viel mehr schaden, indem sie das Wachstum dramatisch reduziert. Für reiche Länder bedeutet geringeres Wachstum ein höheres Risiko für Proteste und politischen Zusammenbruch. Das ist nicht überraschend. Falls man in einer aufstrebenden Wirtschaft lebt, weiß man, dass es allen in den kommenden Jahren viel besser gehen wird. Daher ist man nachsichtiger gegenüber der Gegenwart.

Falls das Wachstum nahezu ausbleibt, wird die Welt zu einem Nullsummenspiel. Bessere Bedingungen für andere bedeuten wahrscheinlich schlechtere Bedingungen für Sie, was zu einem Verlust des sozialen Zusammenhalts und des Vertrauens in eine lebenswerte Zukunft führt. Die Proteste der „Gelbwesten“ gegen die Ökosteuern, die Frankreich seit 2018 erschüttern, könnten zu einem festen Bestandteil vieler oder der meisten reichen Gesellschaften werden.

Dennoch konzentrieren sich Politiker zwanghaft auf das Klima. Wachstumskillende „Lösungen“ würden ein paar Akademiker auf sicheren Arbeitsplätzen erfreuen, aber sie würden zu tragischen Ergebnissen von Stagnation, Streit und Unfrieden für die einfachen Menschen führen.

Die meisten Wähler sind nicht bereit, für diese extravagante Klimapolitik zu zahlen. Während Biden vorschlägt, das Äquivalent von 1.500 Dollar pro Amerikaner und Jahr auszugeben, zeigte eine aktuelle Umfrage der Washington Post, dass mehr als die Hälfte der Bevölkerung nicht bereit ist, auch nur 24 Dollar zu zahlen.

Und wofür? Falls alle reichen Länder der Welt ihre Kohlenstoffemissionen morgen und für den Rest des Jahrhunderts auf Null reduzieren würden, würde diese Anstrengung bis zum Jahr 2100 zu einer fast unmerklichen Reduktion der Temperaturen führen.

Das liegt daran, dass mehr als drei Viertel der globalen Emissionen im Rest dieses Jahrhunderts aus Asien, Afrika und Lateinamerika kommen werden. Diese Nationen sind entschlossen, ihre Bevölkerungen aus der Armut zu befreien und eine breite Entwicklung zu gewährleisten, indem sie reichlich Energie nutzen, meist aus billigen fossilen Brennstoffen.

Die letzten 30 Jahre Klimapolitik haben hohe Kosten und steigende Emissionen gebracht. Die einzigen verlässlichen Wege, die Emissionen zu senken, waren Rezessionen und die COVID-19-Sperren, die beide nicht vertretbar sind. Von den Nationen zu erwarten, dass sie aufhören, billige Energie zu nutzen, wird nicht erfolgreich sein. Wir brauchen Innovation.

Nehmen wir die schreckliche Luftverschmutzung in Los Angeles in den 1950er Jahren. Sie wurde nicht behoben, indem man die Menschen naiv aufforderte, nicht mehr Auto zu fahren. Stattdessen wurde sie durch Innovation behoben – der Katalysator erlaubte es den Menschen, weiter zu fahren und trotzdem wenig zu verschmutzen. Wir müssen in die Forschung investieren, um grüne Energie viel billiger zu machen: von besseren Solar- und Windenergieanlagen und Batterien bis hin zu billigerer Kernspaltung, Kernfusion und Kohlenstoffabscheidung.

Wir sollten Dutzende von Milliarden ausgeben, um den Preis für grüne Energie unter den von fossilen Brennstoffen zu bringen. Billionen für enorme und verfrühte Emissionssenkungen auszugeben, ist ein unhaltbarer und ineffektiver Erste-Welt-Ansatz.

Link: https://wattsupwiththat.com/2021/02/14/bidens-climate-fix-is-fantastically-expensive-and-perfectly-useless-bjorn-lomborg/

Übersetzt von Chris Frey EIKE