Zweierlei Maß der Grünen zu Kohle und China

Bidens Duldung Chinas erstreckt sich auf den Schutz des Reichs der Mitte vor dem Krieg der Grünen gegen die Kohle, der als offizielle Sierra-Club-Kampagne vor gut einem Jahrzehnt gestartet wurde. Im Jahr 2017 ging Sierra „Beyond the War on Coal“ mit seinem Video „From the Ashes“, einem Film, der die US-Kohleindustrie als „überholte Energieform“ verurteilt.

Als Präsident Biden „jeder hat seine eigene Meinung“ zur offiziellen US-Politik erklärte, verstanden wir, dass das, was hier „veraltet“ ist, lediglich Präsident Xi ist, der „ein vereintes, straff kontrolliertes China“ schafft, das zentrale Prinzip seines Regimes. Es ist also in Ordnung, dass China, der weltgrößte Verbraucher von Kohle, nicht nur 28,8 Gigawatt Kohlestrom im Jahr 2020 hinzufügt, sondern auch über 300 neue Kohlekraftwerke in Ländern von der Türkei bis zu den Philippinen baut.

Wie Obamas Klimazar John Podesta erklärte, lässt die neue Biden-Direktive, die Weltbank und ähnliche Institutionen von der Finanzierung von Kraftwerken in Übersee auszuschließen, China als Geldgeber für Kohleprojekte „isoliert“. Das wahrscheinlichere Ergebnis, räumt Politico ein, dieses „heiklen Walzers mit hohen Einsätzen“ sei, dass energiearme Länder weiter in Chinas Orbit gedrängt würden und die Position der USA als führender Finanzier für die Entwicklungsländer bedroht sei.

China hat jetzt mehr als dreimal so viel Kohlekraftwerks-Kapazität als der Rest der Welt zusammen und ist der führende Finanzier für den Bau von Kohlekraftwerken. Dies deckt sich mit Chinas Hegemonialstellung bei den Seltenen Erden. Und jetzt erwägt China, den Export „Seltener Erden“ in die USA zu begrenzen.

Und das ist in Ordnung?

Während Biden Xi Jinping umarmt, behauptet die South China Morning Post: „Die meisten Menschen in Großbritannien sehen Chinas Aufstieg als eine der größten Bedrohungen für die Sicherheit im nächsten Jahrzehnt.“ Nur 22 Prozent der befragten Briten unterstützen stärkere wirtschaftliche Beziehungen zu Peking; nur 13 Prozent befürworten eine chinesische Beteiligung am Aufbau der britischen Energie- und Telekommunikations-Infrastruktur.

Ein neuer BBC-Bericht beschreibt detailliert, wie uigurischen Frauen in Chinas Umerziehungslagern „systematisch vergewaltigt, sexuell missbraucht und gefoltert werden.“ Mehr als eine Million Männer und Frauen sind in diesen Lagern inhaftiert worden. Anderswo in China hat der Abbau von Seltenen Erden „Wasser und Boden vergiftet und abnormale Krankheitsraten in ‚Krebsdörfern‘ verursacht, aus denen wegzuziehen sich die verarmten Bewohner nicht leisten können.“

Der Bericht der Los Angeles Times fügt hinzu, dass „Pflanzen und Tiere um einen verkrusteten See aus radioaktivem schwarzem Schlamm, der sich aus Bergbauabfällen in der Nähe einer großen Bergbaustätte in Baotou in der Inneren Mongolei gebildet hat, gestorben sind. Er ist so groß, dass er von Satelliten aus sichtbar ist.“ Die Dorfbewohner behaupten, dass die staatlichen Bergbauunternehmen noch schlimmer sind als die illegalen Betreiber, weil sie mit Unterstützung der lokalen Behörden den Boden und die Luft vergiften können. Wenn Dorfbewohner protestieren, werden sie von der Bereitschaftspolizei empfangen.

Auch der chinesische Kohleabbau ist gefährlich. Letztes Jahr kamen bei zwei separaten Vorfällen in zwei Bergwerken in Chonqing 39 Bergleute ums Leben. Wie CNN berichtet, kamen bei 210 Bergbauunfällen im Jahr 2017 375 Menschen ums Leben, weitere 333 starben im Jahr 2018. Aber das Paris-Abkommen enthält nichts, um die chinesische Kohle zu bremsen.

Eine der ersten Amtshandlungen von Joe Biden als Präsident war es, neue Öl-, Gas- und Kohlevermietungen auf Bundesland zu unterbinden. Keine große Überraschung. Sein ehemaliger Chef, Barack Obama, versprach in seinem Wahlkampf 2008, die Kohleindustrie „bankrott“ zu machen und die Strompreise „in die Höhe schießen“ zu lassen.

Wie Politico 2009 berichtete, führten belastende Vorschriften zur Schließung von Kohlekraftwerken, die zusammen 27 Gigawatt Strom erzeugt hatten (genug, um 27 Millionen Haushalte mit Strom zu versorgen) und schickten eine halbe Million Menschen von ihren Arbeitsplätzen nach Hause, womit 36 Milliarden Dollar pro Jahr an Löhnen und Gehältern verloren waren.

Dann, im Jahr 2016, erließ das Innenministerium ein Moratorium für bundesstaatliche Kohlepachtverträge „als Teil einer umfassenden Überprüfung des Managements der Regierung von riesigen Mengen an Kohle im Besitz der Steuerzahler im gesamten Westen.“ Aber die Wahl von Donald Trump hat den Kohleexportmarkt der USA wiederbelebt. Kohleunternehmen hatten schon seit Jahren den Export nach Asien (einschließlich China) ins Auge gefasst.

Reuters berichtete im Juli 2017, dass die Kohleexporte der USA im Vergleich zum Vorjahr um mehr als 60 Prozent gestiegen sind, „aufgrund der steigenden Nachfrage aus Europa und Asien.“ EIA-Analyst Elias Johnson räumte ein: „Es besteht die Möglichkeit, dass die USA mehr zu einem Hauptakteur auf dem globalen Kohlehandelsmarkt werden.“ Dies konnte die grüne Maschinerie nicht tolerieren.

Städte an der Westküste begannen deshalb, den Kohleexport durch ihre Häfen zu verbieten. Im Jahr 2016 stimmte der Stadtrat von Oakland (CA) einstimmig dafür, die Lagerung und den Umschlag von Kohle zur Verschiffung zu verbieten und verstieß damit gegen eine Vereinbarung aus dem Jahr 2013 mit dem Entwickler eines geplanten 250-Millionen-Dollar-Schüttgut-Terminals.

Die Verordnung der Stadt wurde von US-Bezirksrichter Vince Chhabria für ungültig erklärt, der entschied, dass die Argumente der Stadt „mit Ungenauigkeiten, großen Lücken in der Beweisführung, falschen Annahmen und fehlerhaften Analysen gespickt“ waren. Im vergangenen Mai bestätigte das Neunte Bundesberufungsgericht die Entscheidung von Richter Chhabria.

Im Jahr 2009 begann Millennium Bulk Terminals mit der Beantragung von Genehmigungen für eine Hafenanlage im Bundesstaat Washington mit einer Kapazität von 44 Millionen Tonnen pro Jahr, genug, um die Kohleexporte der USA um 40 Prozent zu steigern. Aber 2017 lehnte das Department of Ecology [Umweltministerium] des Bundesstaates die Wasserqualitätsgenehmigung von Millennium ab mit der Begründung, der Hafen würde „erhebliche und unvermeidbare Schäden“ für die Umwelt verursachen.

Andere staatliche Behörden verweigerten ebenfalls Genehmigungen. Millennium focht diese Verweigerungen sowohl vor dem Staats- als auch vor dem Bundesgericht an, mit wenig Erfolg, und im vergangenen Dezember meldete die Muttergesellschaft Insolvenz nach Artikel 11 an.

Im Jahr 2020 verabschiedete der Stadtrat von Richmond (CA) eine Verordnung, die Unternehmen verpflichtet, die Verschiffung von Kohle und Petrolkoks aus einem von der Levin-Richmond Terminal Corp. betriebenen Hafen auslaufen zu lassen. Der Hafen hatte im Jahr 2019 fast eine Million Tonnen verladen, die für Japan und Südkorea bestimmt waren.

Levin-Richmond reichte Klage ein, und im vergangenen August lehnte das US-Bezirksgericht die Anträge der Stadt auf Klageabweisung weitgehend ab, und zwar mit der Begründung, dass der Kläger plausible Ansprüche gemäß der Handels-, Due Process-, Equal Protection– und Takings-Klausel der US-Verfassung habe. Der Fall ist noch anhängig.

Im Januar 2020 baten Montana und Wyoming, die zur Finanzierung von staatlichen Dienstleistungen und öffentlichen Schulen stark von den Steuern aus der Kohleproduktion abhängen, den Obersten Gerichtshof der USA, die Maßnahmen Washingtons aufzuheben, die den Export von Powder River-Kohle nach Asien verhindern.

Auf Betreiben des Abgeordneten David Hinkins schloss sich Utah im Januar 2021 einer Klage des Utah-Kohleproduzenten Wolverine Fuels an, der behauptet, dass die Maßnahmen der Stadt Richmond die Rechte des zwischenstaatlichen Handels verletzen und Hunderte von Kohlearbeitsplätzen und Millionen an staatlichen Lizenzgebühren bedrohen.

Die Opposition der Küstenstaaten gegen den Bergbau in Montana hatte dazu geführt, dass Vancouver, Kanada, im Jahr 2018 der größte Kohleexporteur Nordamerikas war. Mehrere Anlagen exportierten 2017 fast 37 Millionen Tonnen Kohle, sehr zum Missfallen von James Kerr von Environment Canada, der 2019 einen vernichtenden Artikel schrieb, in dem er darauf bestand, dass Kanada keine US-Kohle nach Asien liefern sollte.

Kerr freute sich, dass „die solide demokratischen Bundesstaaten Washington, Oregon und Kalifornien mit ihren strengen Umweltauflagen wiederholt die Genehmigung zur Verschiffung von Kohle verweigert haben, trotz der jüngsten Appelle der Kohleindustrie an die Gerichte…. Das lässt die thermischen Kohleressourcen der solide republikanischen Staaten Wyoming und Montana auf dem Trockenen sitzen“ – nur um dann zu stöhnen: „Das gute alte Kanada … akzeptiert bereitwillig die Verschiffung der US-Kohle, die für die Amerikaner zu schmutzig ist, um sie selbst zu verschiffen.“

Chinesische Kohle ist jedoch nicht zu schmutzig für Joe Biden, der zeitweise versprochen hat, Amerika vollständig zu dekarbonisieren. Wie bereits erwähnt, schützt das Pariser Klimaabkommen, dem Biden schnell wieder beigetreten ist, Chinas Kohleindustrie vor jeglichen Sanktionen. China ist in Joes Augen ein „Konkurrent“, keine Bedrohung. Und was in China passiert, bleibt in China.

Autor: Duggan Flanakin is the Director of Policy Research at the Committee For A Constructive Tomorrow. A former Senior Fellow with the Texas Public Policy Foundation, Mr. Flanakin authored definitive works on the creation of the Texas Commission on Environmental Quality and on environmental education in Texas. A brief history of his multifaceted career appears in his book, „Infinite Galaxies: Poems from the Dugout.“

Link: https://www.cfact.org/2021/02/25/the-green-double-standard-on-coal-and-china/

Übersetzt von Chris Frey EIKE

 




Vegetations-Index der NASA: Rapider Ergrünungs-Trend setzt sich fort – die Sahara allein schrumpft um 700.000 km²

Zoe Phin hat hierzu einen Beitrag auf ihrer Website geschrieben, der wirklich Aufmerksamkeit verdient:

Index der globalen Vegetation ist über 20 Jahre hinweg um 10% gestiegen.

Zoe lud alle verfügbaren 16-Tage-Vegetationsdaten der NASA von 2000 bis 2021 herunter und kam zu diesem Ergebnis:

Der NASA-Vegetationsindex ist von 0,0936 auf 0,1029 gestiegen, was einer Steigerung von 9,94 % entspricht. Grafik von Zoe Phin

„10% globale Begrünung in 20 Jahren! Wir können uns unglaublich glücklich schätzen!“ Zoe kommentiert die Ergebnisse so: „Ich wünschte nur, jeder würde so denken. Aber Sie wissen, dass genau das nicht der Fall ist. In dem Maße, in dem die Menschen die globale Begrünung fördern, ist es genau das, was die Sozialschmarotzer besteuern und regulieren wollen. Keine gute Tat bleibt ungesühnt.“

Seit 30 Jahren zunehmende Ergrünung!

Für kühl kalkulierende Klimarealisten ist das keine unerwartete Nachricht. Im August 2019 berichteten wir über eine deutsche Studie, die zeigt, wie der Globus seit 3 Jahrzehnten ergrünt. Basierend auf Satellitenbildern berichtete die Deutsche Wissenschaft: „Satellitendaten: Vegetation auf der Erde expandiert seit Jahrzehnten.“

Sahara schrumpft und ergrünt ebenfalls

Ebenfalls vor nicht allzu langer Zeit stellte eine Studie von Venter et al. (2018) fest, dass die Sahara in den letzten drei Jahrzehnten um 8% geschrumpft ist. Das ist einschneidend, denn die Sahara bedeckt eine riesige Fläche von etwa 9,2 Millionen Quadratkilometern. Acht Prozent bedeuten mehr als 700.000 Quadratkilometer mehr Fläche, die grün geworden ist – eine Fläche fast so groß wie Deutschland und Frankreich zusammen.

Was die Vegetation angeht, hat es der Planet also wahrscheinlich seit etwa 1000 Jahren nicht mehr so schön gehabt.

70% der Ergrünung gehen auf CO2-Düngung zurück

Und der guten Nachrichten gibt es noch weitere, falls man glaubt, dass CO2 ein Treibhausgas ist (das ist es nicht).

Im vergangenen August zitierte der NTZ-Autor Kenneth Richard eine Studie von Haverd et al. (2020) und schrieb, dass „etwa 70 % des vegetativen Begrünungstrends der Erde nach den 1980er Jahren durch CO2-Düngung angetrieben wurde“ und dass diese Begrünung bis zum Jahr 2100 17 Jahre (Äquivalent) der anthropogenen CO2-Emissionen der Erde ausgleichen wird.

Es gibt noch viele weitere Studien, die die gute Nachricht der Ergrünung des Planeten untermauern – zum großen Teil dank der Menschheit. Es ist nicht so schlimm, wie die Heulsusen-Aktivisten und Medien es darstellen. Nicht einmal annähernd.

Link: https://notrickszone.com/2021/02/24/nasa-vegetation-index-globe-continues-rapid-greening-trend-sahara-alone-shrinks-700000-sq-km/

Übersetzt von Chris Frey EIKE

 




UN-Sicherheitsrat hört von der Klima-Bedrohung und macht nichts

Moskaus Haltung ließ die britische Präsidentschaft des Sicherheitsrats auf einen nicht funktionierenden Panikknopf drücken. „Es ist absolut klar, dass der Klimawandel eine Bedrohung für unsere kollektive Sicherheit und die Sicherheit unserer Nationen ist“, sagte der britische Premierminister Boris Johnson, der den Vorsitz der Sitzung führte.

Die Staats- und Regierungschefs vieler der 15 Mitglieder des Rates sprachen von Dürren, Überschwemmungen, Wüsten, Stürmen und steigenden Meeren, die an den Grundlagen des Friedens nagen. Sie beschworen eine Zukunft mit regionalem Zusammenbruch und Millionen von Klimaflüchtlingen, die einen sicheren Hafen suchen.

Der Premierminister von Antigua und Barbuda, Gaston Browne, forderte die Welt auf, sich vorzustellen, wenn der Hurrikan Irma 2017 nicht nur Barbuda fast verlassen hätte, sondern auch Antigua getroffen hätte. „Was wäre mit der gesamten Bevölkerung meines Landes passiert?“, sagte er.

Im Jahr 2020 blockierten die USA unter dem damaligen Präsidenten Donald Trump einen deutschen Versuch, eine umfassende Resolution des Sicherheitsrates zu verfassen, die den Klimawandel als Bedrohung für die globale Sicherheit benennt. Letzte Woche traten die USA offiziell dem Pariser Abkommen bei, und am Montag sagte der Klimabeauftragte John Kerry: „Die Klimakrise ist unbestreitbar ein Thema für den Sicherheitsrat. Die Klimabedrohung ist so massiv, so vielschichtig, dass wir auf eigene Gefahr den Kopf in den Sand stecken.“

Aber Russlands Vertreter bei der UNO, Vasily Nebenzya, sagte, der Rat solle nicht die Arbeit anderer UN-Organisationen übernehmen, die sich auf das Klima spezialisieren, „wo dies von Profis behandelt wird.“

Der Sicherheitsrat hat die Rolle des Klimawandels bei der Instabilität in der Zentralafrikanischen Republik, Darfur, der Demokratischen Republik Kongo, Mali, Somalia und in ganz Westafrika anerkannt.

Aber Nebenzya sagte, die Verbindung zwischen Klimawandel und Konflikten sei spezifisch für bestimmte Länder und es gebe „keine Rechtfertigung“, diese Verbindung global herzustellen. „Das wäre sogar gefährlich“, sagte er, denn „das Klima als Ursache für Sicherheitsprobleme zu betrachten, lenkt von den wahren Ursachen ab.“

Als Beispiel machte Nebenzya die Destabilisierung der afrikanischen Sahelzone für den „vorsätzlichen“ Regimewechsel der NATO in Libyen im Jahr 2011 verantwortlich.

China, das bei vergangenen Treffen Russlands Verbündeter in dieser Frage war, äußerte geringere Bedenken. „Jede Rolle, die der Sicherheitsrat beim Klimawandel spielt, muss in den Zuständigkeitsbereich des Rates fallen“, sagte der Klimabeauftragte Xie Zhenhua.

Aber Xie unterstützte den Kerngedanken, der von Johnson, Kerry und anderen geäußert wurde, wodurch Russland unter den fünf ständigen Mitgliedern des Rates isoliert bleibt. „Der Klimawandel ist zu einer dringenden und ernsthaften Bedrohung für das Überleben, die Entwicklung und die Sicherheit der Menschheit geworden“, sagte Xie.

Ein aggressiverer Vorstoß kam von Indiens Umweltminister Prakash Javadekar. Er sagte, es gebe keine „akzeptierte Methodik“, um zu zeigen, dass der Klimawandel eine Ursache für Konflikte sei.

Der ganze Beitrag steht hier.

Link: https://www.thegwpf.com/un-security-council-rejects-climate-alarmism/

Übersetzt von Chris Frey EIKE

 




Der Februar verweigert sich der CO2-Klimaerwärmung

Der Februar 2021 überraschte mit einer atemberaubenden Wetter-Rallye: Nach mit Ausnahme des Nordostens mildem Start raste er durch Schneemassen in den tiefsten Eiskeller, eilte nach Monatsmitte in den warmen Frühling, stürzte aber zum Ende auf ein kühles Vorfrühlingsniveau ab. Sein Temperaturdurchschnitt für Deutschland (DWD-Flächenmittel) lag mit etwa 1,8 Grad Celsius (°C) um ca. 0,3 Kelvin über dem Wert der international gültigen, neuen Referenzperiode von 1991 bis 2020. Im Vergleich zur alten, kälteren Referenzperiode von 1961 bis 1990 war er um ca. 1,4 °C zu mild. Aus den Werten erahnt man bereits einen Temperatursprung, der in den Jahren 1987 bis 1989 stattfand, wie wir im Folgenden zeigen werden. Es handelte sich also keinesfalls um eine kontinuierliche Erwärmung.

Wir fragen uns: Wo ordnet sich dieser Februar 2021 mit seinen 1,8°C in die bis 1881 zurückreichende Klimareihe Deutschlands ein, und wie entwickelten sich die Februar-Temperaturen langfristig? In früheren Beiträgen hatten wir die freilich subjektive Aufteilung längerer Messreihen in Klimasprünge oder Entwicklungsphasen diskutiert.

Wir wählen zunächst den DWD-Betrachtungszeitraum seit 1881 und erkennen sofort in Grafik 1, dass die kleine Eiszeit in Mitteleuropa eigentlich erst um 1900 endete. Einzuwenden wäre natürlich, dass um 1900 ein ganz anderes Deutschland mit anderen Grenzen bestand und die Wetterstationen samt ihren Daten von damals mit den heutigen Plätzen nur bedingt vergleichbar sind. Deutschland hatte damals 104 Einwohner pro Quadratkilometer; heuer sind es mit etwa 220 gut doppelt so viele, was erwärmend wirkte. Die Wetterstationen stehen heute in den von Menschen geschaffenen großflächigen Wärmeinseln, auch gab es einst typische ländliche Stationen bei Klöstern oder Forsthäusern am Waldrand oder bei frei stehenden Gutshöfen von Feudalherren. Diese durch Wärmeinseleffekte bedingte Erwärmung lassen wir zunächst außer Betracht. Beim Monat Februar sehen die vom Deutschen Wetterdienst aneinandergereihten Einzelwerte so aus:

Abbildung 1: Der Februar seit 1881 in Deutschland zeigt drei Entwicklungsphasen: Er erwärmte sich zwischen 1886 und 1926 stark, was man als letzte Erholungsphase der endenden „Kleinen Eiszeit“ interpretieren kann. In der zweiten Phase streuten die Einzelwerte am stärksten auf einem insgesamt tieferen Temperaturniveau; in diese fallen die kalten Februare 1929, 1947 und 1956, aber auch extrem milde wie etwa 1961. Diese Phase endet mit dem sehr kalten Februar 1986; danach (Klimasprung) fehlten sehr kalte Februare, aber insgesamt kühlte es sich seit 1988 wieder minimal ab. Mit der kontinuierlich und immer stärker steigenden CO2-Konzentration (grüne Kurve) lassen sich diese drei Phasen und auch die Temperaturentwicklung insgesamt nicht erklären – der größte Temperaturanstieg fand zu der Zeit statt, als die CO2-Werte kaum anstiegen, und momentan sinken die Februar-Temperaturen bei am stärksten steigenden CO2-Werten leicht.

Auf der Suche nach Gründen: NAO = Nordatlantische Oszillation. Unter der NAO versteht man in der Meteorologie die Schwankung des Druckverhältnisses zwischen dem Islandtief im Norden und dem Azorenhoch im Süden

Dieses auffällige Temperaturverhalten in drei Phasen ähnelt grob dem des Januars und lässt sich sehr gut mit dem Verhalten der NAO und der an die NAO gekoppelten Häufigkeit der Großwetterlagen mit Westanteil erklären:

Abbildungen 2a und 2b: Zentrierte, 11-jährige Gleitmittel der NAO mit Februar-Temperaturen (oben, 2a) und der Häufigkeit der im Februar meist milden Westwetterlagen (2021er Daten noch nicht vorliegend). Man achte auf die relativ gute Übereinstimmung, welche auch die in Abb. 1 dargestellten Phasen erklärt. Die NAO als „Luftdruck-Schaukel“ zwischen Portugal/Azoren und Island beeinflusst die Häufigkeit und Intensität der wintermilden Westwetterlagen.

Es ist durchaus typisch, wenngleich nicht immer so lehrbuchhaft eintretend, wie mit dem Wechsel von negativen zu positiven NAO-Werten zur Monatsmitte eine sprunghafte Erwärmung einherging:

Abbildung 3: Verlauf des täglichen NAO-Index zwischen Spätherbst 2020 und Spätwinter 2021. Fast den ganzen Winter hindurch überwogen negative NAO-Werte; erst nach Mitte Februar (rote Linie) herrschten wieder positive Werte. Doch ist die Übereinstimmung zwischen NAO-Wechsel und Witterungswechsel in Mitteleuropa keineswegs stets so „perfekt“. Eine wesentliche, weitere Ursache war der Polarwirbel, welcher sich nach einer längeren Störungsphase ab Februar wieder erholte. Bildquelle: NOAA, ergänzt

Allgemein gilt für den Februar seit 1881: Bei den Standorten der heutigen DWD-Wetterstationen ist es wärmer als bei den viel ländlicheren Standorten der Wetterstationen im Kaiserreich.

Betrachten wir nun den Zeitraum der beiden letzten Temperatursprünge anhand der DWD-Wetterstation isoliert:

Abbildung 4: Der Betrachtungszeitraum zeigt starke Variationen, insgesamt eine minimale Temperaturabnahme, wobei die beiden Februare 1929 und 1956 herausragend kalt waren

Nach dem Temperatursprung:

Abbildung 5: Von 1986 auf 1988 erreichte der Februar mit einem Temperatursprung ein höheres Wärmeniveau, seitdem kühlte er trotz Wärmeinseleffektzunahme der DWD-Wetterstationen und starkem CO2-Konzentrationsanstieg minimal ab.

Zur besseren Vergleichbarkeit legen wir die beiden Grafiken mit gleichen Intervallen nebeneinander:

Abbildung 6: Seit 1988 wurde der Februar durch einen Temperatursprung um gut 1,5°C wärmer. Auf diesem Niveau blieb der Februar annähernd bis heute

Die CO2-Konzentrationszunahme in der Atmosphäre: Starker Anstieg

Gebetsmühlenartig werden CO2 und Klimaerwärmung in Zusammenhang gebracht.

Wir gehen von einer erheblichen CO2-Konzentrationszunahme von mindestens 120 ppm seit 1881 aus, ob diese jedoch ausschließlich anthropogenen Ursprunges ist, wollen wir nicht diskutieren, sondern lediglich die vom PIK-Potsdam behauptete hohe CO2-Kimasensitiviät anhand des Artikels in Frage stellen.

Wir stellen bisher fest:

Die CO2-Kurve der Konzentrationszunahme zeigt im Vergleich zur Entwicklung der deutschen Februartemperaturen keinerlei Ähnlichkeit. Im Gegenteil: Nach dem letzten Temperatursprung nehmen die DWD-Februartemperaturen sogar minimal ab.

Auch für den Temperatursprung im Jahre 1987 auf 1988 kann CO2 nicht verantwortlich sein, das wird allerdings auch nicht behauptet. Der Temperatursprung auf ein wärmeres Plateau hat somit ausschließlich natürliche Ursachen (Zirkulationsverhältnisse – mehr Westwetterlagen bei positiven NAO-Werten).

Aus den Grafiken muss man schließen, dass die vom PIK und vom IPCC verkündete CO2-Klimasensitivität viel zu hoch angesetzt ist. CO2 hat entweder gar keinen Einfluss auf die Temperaturen oder einen nur sehr unbedeutenden. Eine politisch gewollte teure CO2-Einsparung oder CO2-Vernichtung ist wirkungslos.

Der Mensch wirkt mit bei der Temperaturentwicklung durch zunehmende Wärmeinseleffekte (WI). Klima verändert sich seit 4 Milliarden Jahren ohne Zutun des Menschen, es handelt sich um natürliche Klimaänderungen. In der Neuzeit wirkt der Mensch mit durch die ständige Ausbreitung der Wärmeflächen überall auf der Welt. Von Interesse wäre der Temperaturverlauf ohne die wärmenden menschlichen Veränderungen bei den Stationen. Vor allem in den letzten vier Jahrzehnten hat sich die Bebauung in die einst freie Fläche hinein erweitert, derzeit um 60 Hektar täglich und innerhalb der Städte und Gemeinden werden Baulücken weiter geschlossen, damit die Flächenerweiterung ins Umland – eigentlich eine Naturzerstörung – rein statistisch geringer ausfällt, was für die Politik ein Beleg für Naturschutz ist. Derzeit ist ein Siebentel der Gesamtfläche unseres Landes versiegelt. Jede Sekunde wird in der Bundesrepublik Deutschland 5,2 m2 Boden neu als Siedlungs- und Verkehrsfläche beansprucht. Das bringt die Wärme ins Umland der DWD-Wetterstationen. Siehe hier.

Im Winter wärmt zusätzlich die Abwärme der Industrie, der Haushalte und des Verkehrs die Siedlungen und deren näheres Umfeld besonders bei windstillen, kalten Hochdruckwetterlagen auf. Im Umland heizen „Biogas“-, Solar- und Windkraftanlagen ebenfalls. Insgesamt sind die WI- Effekte nach unseren bisherigen Untersuchungen im Winter aber etwas geringer als in den Frühjahrs- und vor allem den Sommermonaten. Jede Straße wirkt vor allem im Sommer wie ein heißes Wärmeband in der Landschaft. Die bäuerliche Trockenlegung der Agrarlandschaft in den letzten 50 Jahren und neuerdings auch im Wald sorgt auch im Sommer für erhöhte Bodentemperaturen außerhalb der Versiegelungsflächen, also auch in der freien Landschaft.

Kurzum, bei den Messstationen des DWD hat der Wärmeeintrag, bedingt durch anthropogene Nutzungsänderungen zugenommen und die Thermometer der Stationen messen diese Zusatzwärme aus den sich ständig vergrößernden Wärmeinseln mit. Natürlich gibt es auch Stationen mit geringen wärmenden Veränderungen. Eine solche ist in Amtsberg-Dittersdorf südlich von Chemnitz, deren Temperaturverlauf wir in der Grafik 7 wiedergeben.

Abbildung 7: Die Wetterstation in einem Vorort von Amtsberg am Fuße des Erzgebirges steht in einem großen Garten am Ortsrand. Die Trendlinie zeigt seit 1988 eine kräftigere Abkühlung als die DWD-Deutschlandtrendlinie. Die CO2-Konzentrationen der Atmosphäre sind natürlich genauso gestiegen wie überall, in dem Zeitraum um etwa 70 ppm

Ähnlich verhalten sich auch viele andere WI-arme Stationen wie Zeitz, Neugersdorf, Alfhausen, Netzstall und dergleichen mehr. Daneben gibt es natürlich stärker WI-belastete Stationen, deren Umfeld sich seit 1988 durch menschliche Bebauung stark verändert hat. Als Beispiel soll hier die einst ländliche Wetterstation Hof, die inzwischen in ein Gewerbegebiet eingewachsen ist im Vergleich zu Zeitz, einer 80 km entfernten Kleinstadt gezeigt werden. Zeitz ist nach der Wende nicht weiter gewachsen ist. Die Stadtwärme erzeugt einen Wärmeinseleffekt, der aber nach der Einheit kaum mehr zugenommen haben dürfte.

Abbildung 8: Die WI-belastete Wetterstation Hof zeigt seit 1988, dem letzten Temperatursprung, keine Abkühlung – sie wurde in ein Gewerbegebiet eingemauert – dagegen die nicht sehr weit entfernte Station Zeitz schon. Grundsätzlich ist der Februar in Zeitz immer noch wärmer, da die Wetterstation 330 Meter tiefer liegt. Wegen der Bebauungs-Stagnation wächst der WI-Effekt in Zeitz jedoch nicht mehr weiter an, zumal diese ostdeutsche Stadt ab 1990 Einwohnerverluste, bedingt durch die Abwicklung der DDR-Betriebe, erfahren hat

Höher gelegene Wetterstationen: Deutlichere Februarabkühlung – warum?

Abbildung 9: Die Wetterstation auf dem 1142 m hohen Brocken zeigt eine stärkere Februarabkühlung in den letzten 34 Jahren als das DWD-Flächenmittel. So ähnlich verhalten sich fast alle höheren Bergstationen

Auf das Phänomen der Höhen-Abkühlung, bedingt durch die verstärkte Advektion von Höhen-Kaltluft, hatten wir schon in unserem Januar-Beitrag hingewiesen. Die Auswertung der NOAA-Daten für den Rasterpunkt Deutschland (nicht identisch mit dem DWD-Flächenmittel) ergab Folgendes:

Abbildung 10: Anders als im Januar, kühlte im Februar seit dem „Klimasprung“ 1988 nur das 850-hPa-Niveau (etwa 1.500 Meter Höhe) ab, und auch dort weniger, als im Januar. Aber das erklärt, warum die Bergstationen stärker abkühlten, als das DWD-Mittel. Die Grafik endet mit 2020; die Februar-Daten für 2021 lagen noch nicht vor

Einordnung des Februars 2021 in einer langen Zeitreihe

  1. Die Wetterstation Berlin-Tempelhof

Die Aufzeichnungen beim einstigen Feudalherrengutshof begann bereits um 1700, jedoch noch sehr lückenhaft, seit 1756 sind sie regelmäßig, allerdings nur bedingt vergleichbar mit heute. Grund: Tempelhof war vor 250 Jahren ein großer Gutshof, angeordnet wie ein Tempel, daher der Name. Um den Gutshof herum waren bebaute Felder zur Nahrungsversorgung des damaligen viel kleineren Berlins. Das noch unbebaute Tempelhoffeld zwischen Berlin und dem Gutshof diente als Exerzier- und Ausbildungsplatz für die Truppen Friedrichs des Großen oder auch der sonntäglichen Erholung und Belustigung der damaligen Stadtbevölkerung.

Heute ist Tempelhof ein Stadtteil der Großstadt Berlin mit über 60 000 Bewohnern. Eigentlich handelt es sich beim Temperaturvergleich um zwei völlig verschiedene Orte am selben Fleck und noch mit demselben Namen. Trotzdem ist das Ergebnis erstaunlich.

Abbildung 11a: Die Wetterstation beim einstigen tempelartig angeordneten Gutshof auf freiem Feld außerhalb Berlins im Vergleich zur heutigen Großstadtwetterstation Tempelhof zeigt fast keine Februarerwärmung in über 260 Jahren. (In den Sommermonaten ist der Unterschied früher – heute gravierend – wegen der dann viel stärkeren WI-Effekte)

  1. Die Wetterstation auf dem Hohenpeißenberg

Wir erwähnten schon, dass 1881, der Beginn der DWD-Messreihen, in einer Kaltphase lag. Die Wetterstation auf dem Hohenpeißenberg geht 100 Jahre weiter zurück. Erwähnt werden muss lediglich, dass die Messstation bis 1936 an der Nordwand der unbeheizten Klosterkirche war, heute steht die Station frei im neu erbauten DWD-Zentrum. Allerdings sind die Wärmeinseleffekte im Winter recht gering, so dass die Standortverlegung weniger Einfluss auf die Temperaturerfassung hatte als etwa im Sommerhalbjahr.

Der Februar-Verlauf ist erstaunlich. Kaum Erwärmung seit über 230 Jahren, trotz starker CO2-Konzentrationszunahme und trotz Stationswechsels an einen wärmeren Standort.

Abbildung 11b: Die Februartemperaturen des Hohenpeißenberges zeigen trotz CO2-Zunahme und trotz der Standortverlegung 1936 und trotz des Temperatursprunges 1988 nur eine minimale Erwärmung seit über 230 Jahren. Deutlich sieht man den Föhneinfluss bei den Februartemperaturen 2021. Dieser Februar war auf dem HPB sogar der 7.wärmste in der langen Reihe

  1. Die Dale Enterprise Wetterstation mitten auf dem Land in Virginia/USA

Abbildung 11c: Die Station liegt bei einer Farm auf dem Land. Trotz starker CO2-Zunahme seit 1881 hat sich der Monat Februar seit 141 Jahren kaum erwärmt. Der Verlauf über die Jahrzehnte ist jedoch anders als in Deutschland

Wohin geht der zukünftige Februartrend in Deutschland?

Die langen Reihen zeigen: Kaum Erwärmung in einem langen Zeitraum trotz der gewaltigen wärmenden Landschaftsveränderungen.

Und nach dem Temperatursprung 1988 bis heute? Geringe Abkühlung, diese wird lediglich durch die menschenverursachenden WI-Effekte gebremst. Besonders kalte, windstille Februarnächte werden aus den Siedlungen rausgeheizt und von den Thermometern als weniger kalt registriert.

Und zukünftig in Deutschland? Das weiß niemand.

Ist vielleicht Deutschland in den letzten 34 Jahren eine Ausnahme oder gar ein Sonderfall? Wird nur bei uns der Februar in den letzten 34 Jahren minimal kälter? Wir werfen einen Blick nach Zentralengland:

Abbildung 12: Auch in Zentralengland erwärmte sich der Februar seit 34 Jahren nicht mehr

Auch in Teilen Ostasiens und in Teilen der USA blieb seit 1988 eine Februar-Erwärmung aus. Während Deutschland im Februar 2021 eine heftige, aber nur kurze Kältewelle erlebte, hielt der Winter den Südosten der USA, Skandinavien, Osteuropa und Sibirien noch länger in seinem Würgegriff; und nach Mitte Februar suchten Schnee und Kälte gar große Teile Arabiens heim.

Fazit:

Die ständige Zunahme der Wärmeinseleffekte, die Schaffung großflächiger Wärmeregionen sind der einzige menschengemachte Temperaturtreiber. Eine Einwirkung mittels CO2 gibt es nicht oder die Wirkung ist minimal, das zeigen auch alle wissenschaftlich sauber durchgeführten Versuche.

Will der Mensch den menschengemachten Anteil an der Erwärmung bekämpfen, dann muss man die Wetterstationen entweder wieder raus in die Fläche stellen oder aber in den Städten und Gemeinden die Bebauung, Versiegelung der einst freien Landschaft und die Trockenlegung der Agrar-Landschaft rückgängig machen oder zumindest einstellen.

Eine Diskussion über die Reduzierung der menschenerzeugten WI-Effekte, also eine Diskussion zum Erhalt der Natur und Landschaft wäre zu begrüßen.

Politisch verordnete, teure CO2-Einsparungen bewirken nichts. CO2 ist ein lebensnotwendiges Gas, genauso wie Sauerstoff und Wasser. Ohne CO2 wäre die Erde kahl wie der Mond. Mehr CO2 in der Atmosphäre wäre wünschenswert, denn es beschleunigt die Fotosynthese und lässt die Nahrungspflanzen schneller wachsen.

Wirklicher Natur- und Umweltschutz muss endlich in den Mittelpunkt des politischen Handelns gerückt werden. Das wäre zugleich auch Klimaschutz.




Die absurden Klima-„Faktenchecker“, die keine Fakten checken

Letzte Woche versuchte sich eine Organisation mit der Bezeichnung Climate Feedback an einem angeblichen Faktencheck eines Artikels, den James Delingpole über einen Bericht geschrieben hatte, den wir von der Global Warming Policy Foundation (GWPF) ein paar Tage zuvor veröffentlicht hatten.

Der Bericht handelte von den Auswirkungen des Klimawandels und war von Indur Goklany verfasst worden, einem amerikanischen Wissenschaftler, dessen Engagement für das Klima bis ins Jahr 1990 zurückreicht, als er zur US-Delegation für den ersten Sachstandsbericht des IPCC gehörte.

Der Climate-Feedback-Artikel hat nicht viel Aufmerksamkeit erregt, aber es ist interessant, ihn zu betrachten, weil er die Taktik offenbart, mit der versucht wird, jeden zu diskreditieren, der das offizielle „Narrativ des Untergangs“ kritisiert. Diese Taktiken werden mittlerweile auch in anderen Bereichen eingesetzt, so dass die Geschichte auch über die Welt des Klimas und der Energie hinaus Relevanz hat.

Climate Feedback lädt Klimawissenschaftler dazu ein, Zeitungsartikel zu kommentieren. Zu Delingpole’s Beitrag hieß es, „eine Mehrheit der Rezensenten markierte den Artikel als ‚Rosinenpickerei, ungenau, irreführend.“ Schauen wir mal, was sie sagten, um diese Behauptung zu rechtfertigen …

Es wird wiederholt eine Reihe von Behauptungen wiederholt, die in einem Blog-Post der Global Warming Policy Foundation (GWPF) aufgestellt wurden …“

Das ist aus dem ersten Absatz, und schon sollten die Alarmglocken läuten. Erstens, man beachte, dass es keinen Link zum Delingpole Artikel ist.

Das ist zunächst einmal hochgradig unprofessionell, aber es ist eigentlich noch schlimmer als das: Im Gegensatz zu dem, was Climate Feedback sagt, gab es keinen GWPF-Blogpost über Goklanys Bericht. Es gab nur den Bericht selbst. Natürlich war es der Bericht, auf den Delingpole verlinkte.

Und für den Fall, dass jemand denken sollte, dass dies ein versehentlicher Fehler von Climate Feedback war, wiederholt die Organisation später die Behauptung, dass Delingpole einen Blogbeitrag zitiert hat, fährt dann aber fort zu behaupten, dass dieser „nicht begutachtet“ war.

Dies scheint zu zeigen, dass Climate Feedback sehr wohl wusste, dass hinter dem Delingpole-Artikel ein formeller Bericht stand, aber man wollte ihn nicht erwähnen. Man hat sich einfach im Netz seiner eigenen Falschdarstellungen verheddert.

Darüber hinaus ist die Behauptung über die Überprüfung von Goklanys Papier eindeutig ein Hirngespinst des Autors, da Climate Feedback nicht an den internen Prozessen der GWPF beteiligt ist.

In der Tat haben wir ein Gremium von akademischen Beratern, die alle unsere Berichte überprüfen. Angesichts der vielen Versuche, sie zu zerpflücken, wären wir dumm, dies nicht zu tun.

Wir können also von Anfang an sehen, dass Climate Feedback sich vorgenommen hat, seinen Lesern ein giftiges Narrativ zu liefern.

Sowohl Goklanys Bericht als auch Delingpoles Artikel wurden mit Sorgfalt verfasst, und das Climate-Feedback-Team war daher gezwungen, auf widersprüchliche offizielle Quellen wie den Fünften Sachstandsbericht des IPCC zurückzugreifen, um sich Munition zu verschaffen.

Zum Beispiel spiegelt Delingpole’s Behauptung, dass „die meisten extremen Wetterphänomene nicht extremer, tödlicher oder zerstörerischer geworden sind“, perfekt die Position des IPCC wider, der „geringes Vertrauen“ bzgl. einer Zunahme von Dürren oder Hurrikanen zum Ausdruck gebracht hatte.

Das Beste, was er über extreme Niederschläge sagen kann, ist, dass es mehr Gebiete mit Zunahme als mit Abnahme gab. Nur bei den Hitzewellen steigt das Vertrauen in die Existenz einer Zunahme auf die schwindelerregende Höhe von „mittel“.

Wenn also die Autoren von Climate Feedback behaupten, dass die IPCC-Berichte etwas anderes sagen, muss ich ihnen sagen, dass dies nicht in der Summary for Policymakers des IPCC steht.

Ein weiteres Beispiel für eine eklatante Falschdarstellung von Delingpoles Artikel ist die Stelle, an der es heißt, dass er „eine Annahme präsentiert, dass der Klimawandel die Dürre weltweit verstärken wird und dann diese nicht existierende Erwartung der Klimawissenschaft widerlegt“.

Es ist schwer zu entscheiden, wo man anfangen soll. Erstens: Goklanys Bericht und Delingpoles Artikel beziehen sich ausschließlich auf die Vergangenheit. Keiner von beiden sagt etwas über die Zukunft der Dürre oder irgendeines anderen Wetterphänomens aus.

Was die „nicht existierende Erwartung der Klimawissenschaft“ betrifft, verweise ich die Leser erneut auf die Summary for Policymakers des AR 5 des IPCC, die besagt, dass es „wahrscheinlich“ sei, dass wir bis zum Ende des 21. Jahrhunderts eine Zunahme der Stärke und Dauer von Dürren „in regionalem und globalem Maßstab“ erleben werden.

Der AR 4 sagte fast das Gleiche. Diese Nachricht muss auch an den Gutachter von Climate Feedback, Dr. Daniel Swain, weitergeleitet werden, der behauptet, dass „es nicht wirklich Sinn macht, pauschale Aussagen über allgemeine globale Dürretrends zu machen“. Der IPCC tut es, Dr. Swain!

Und so weiter, und so weiter. Climate Feedback sagt, dass Delingpole „absichtlich mehrere Faktoren ignoriert, die einige Phänomene beeinflussen, um gegen den Einfluss des Klimas auf sie zu argumentieren. Zum Beispiel, während die Todesfälle (sic) aufgrund von Wetterereignissen entweder konstant geblieben oder im Laufe der Zeit für einige Arten von Wetterereignissen zurückgegangen sind, ist dies in erster Linie auf Verbesserungen der Warn- und Evakuierungssysteme zurückzuführen und hat wenig mit dem Klimawandel zu tun …“

Dies ist zutiefst irreführend. Delingpole diskutiert lediglich die Behauptung, dass der Klimawandel zu einem Rückgang des menschlichen Wohlergehens führen würde. Die Auflistung des 99-prozentigen Rückgangs der Sterblichkeit durch extreme Wetterereignisse zeigt einfach, dass sich das menschliche Wohlergehen nicht verschlechtert hat, was dem offiziellen Narrativ des Untergangs widerspricht.

Er sagt nichts über den Klimawandel. Delingpole sagt nicht, dass es das tut; er deutet nicht an, dass es das tut; noch deutet er auch nur schräg an, dass es das tut. Goklany tut das auch nicht. Dies ist eine einfache Falschdarstellung von Climate Feedback.

Einiges in der Climate-Feedback-Kritik ist peinlich falsch. Wenn es zum Beispiel um Waldbrände geht, heißt es: „Die durch Waldbrände verbrannte Fläche im Westen der USA hat auch aufgrund des Klimawandels deutlich zugenommen (siehe Abbildung unten)“.

Warum eine Grafik, die sich auf Waldbrände im Westen der USA bezieht, die Beobachtung von Delingpole (und Goklany) übertrumpfen sollte, dass die weltweiten Waldbrände abgenommen haben, ist mir schleierhaft.

Aber schlimmer noch, der Autor von Climate Feedback scheint die Grafik nicht wirklich verstanden zu haben – denn sie zeigt keine Zunahme der Waldbrände im Westen der USA. Es ist eine kumulative Grafik, was bedeutet, dass sie immer zunehmen wird. Das ist es, was „kumulativ“ bedeutet. Eine Beschleunigung dieser Zunahme ist jedenfalls nicht erkennbar:

Abbildung 1: Kumulative Waldfläche, die durch Waldbrände im Westen der USA von 1984-2015 verbrannt wurde. Aus Fourth National Climate Assessment (2018)[8].

Und das ist nur die Einleitung. Es gibt seitenweise solche Dinge, die die detaillierten Kommentare der „Begutachter“ darstellen. Es wäre langweilig, alles durchzugehen, aber lassen Sie mich ein paar davon verwenden, um Ihnen einen Geschmack zu geben.

Der Hurrikanexperte Kerry Emanuel nimmt Delingpole in die Pflicht, weil er sagt, dass die Häufigkeit von Hurrikans nicht zunimmt. Sein Einwand ist nicht, dass das, was Delingpole sagt, nicht stimmt, sondern dass er „vergisst zu erwähnen, dass es nie eine Konsensvorhersage gab, dass die Häufigkeit aller Hurrikane zunehmen würde“.

Wirklich? Denn wenn ich mich auf die Summary for Policymakers aus dem Vierten Sachstandsbericht des IPCC beziehe, finde ich dort die Aussage, dass es „wahrscheinlich“ ist, dass es eine Zunahme der Hurrikan-Aktivität geben wird. Der Fünfte Sachstandsbericht sagt, dass es „in einigen Becken wahrscheinlicher ist als nicht“.

Emanuel widerspricht auch der Behauptung von Delingpole, dass die Schäden durch extreme Wetterereignisse abnehmen, und sagt:

Seit Anfang der 1970er Jahre ist die Zahl der weltweiten wetterbedingten Schäden, gemessen am Weltinlandsprodukt, jährlich um 380 Prozent gestiegen. Ein Teil davon ist demografisch bedingt, z. B. hat die Küstenbevölkerung um 200 Prozent zugenommen, aber ein Großteil des Rests ist auf schlimmere Wetterkatastrophen zurückzuführen, gemessen an den Schäden“.

Ich hatte gedacht, dass die Behauptungen über die zunehmenden Schäden durch Hurrikane inzwischen endgültig widerlegt wären, aber das scheint nicht der Fall zu sein. Mir war diese Gegenbehauptung eines 380-prozentigen Anstiegs seit den 1970er Jahren nicht bekannt, und Emanuel gab kein Zitat an, also schrieb ich ihm eine E-Mail, um zu fragen, woher sie stammt.

Es stellte sich heraus, dass er die Zahlen selbst ausgearbeitet hatte, obwohl er bei den Details etwas vage war. Die Zahlen stammten aus der EM-DAT-Datenbank für globale Katastrophen, sagte er, und dass er Daten extrahiert habe, die meteorologische Katastrophen und Dürre abdeckten.

Später korrigierte er dies und sagte, dass die Daten nur tropische Wirbelstürme abdeckten. Außerdem sagte er, er habe „geglaubt“, dass er die Werte mit den Zahlen des weltweiten Bruttoinlandsprodukts der Weltbank abgeglichen habe. Er glaubte nicht, dass er die von EM-DAT gepflegten Zahlen des Verbraucherpreisindex verwendet hatte.

Das ist nicht sehr beeindruckend, oder? Aber was es noch schlimmer macht, ist, dass EM-DAT höchstselbst schon vor langer Zeit klar gemacht hat, dass seine Datenbank für Schadensabschätzungen vor etwa dem Jahr 2000 nicht zuverlässig ist.

Versicherungsansprüche sind die Hauptquelle für Schadensdaten, und immer mehr Menschen auf der ganzen Welt haben einen Versicherungsschutz, so dass es einen zugrunde liegenden Anstieg des erfassten Schadenswertes gibt, der einfach auf mehr und bessere Berichterstattung zurückzuführen ist.

Das ist der Anstieg, den Professor Emanuel gefunden hat. Fairerweise muss man sagen, dass der gute Professor ein Atmosphärenphysiker ist, so dass ein Mangel an Vertrautheit mit den Daten vielleicht nicht überraschend ist.

Das Gleiche sehen wir in den Kommentaren von Professor Jennifer Francis zum Anstieg des Meeresspiegels. Sie scheint verblüfft, wenn Delingpole Goklany wie folgt zitiert:

Eine kürzlich durchgeführte Studie hat gezeigt, dass die Erde in den letzten 30 Jahren tatsächlich mehr Land in den Küstengebieten gewonnen hat, als sie durch den Anstieg des Meeresspiegels verloren hat.

Dr. Francis ist ebenfalls Atmosphärenwissenschaftlerin und auf die Arktis spezialisiert, so dass man verstehen kann, warum sie mit der Literatur zum Meeresspiegelanstieg nicht allzu vertraut ist (aber nicht, warum Climate Feedback sie für einen Kommentar zu diesem Thema ausgewählt hat).

Wie auch immer, sie stottert:

‚Bitte stellen Sie diese von Experten begutachtete Studie eines seriösen, praktizierenden Umweltwissenschaftlers zur Verfügung, um diese kontraintuitive Aussage zu unterstützen.‘

In Anbetracht der Tatsache, dass das relevante Papier von Donchyts et al, veröffentlicht in Nature Climate Change, in Goklanys Bericht zitiert wurde, scheint es, dass Professor Francis sich entweder nicht die Mühe gemacht hatte, die Details zu überprüfen, oder dass sie nicht einmal über die Existenz des GWPF-Berichts informiert war.

Der ganze Beitrag steht hier.

Link: https://www.thegwpf.com/the-farcical-climate-fact-checkers-who-dont-check-facts/

Übersetzt von Chris Frey EIKE