Vanuatu geht unter, Gebete könn(t)en jedoch helfen …

Das Land, welches am meisten vom Klimawandel bedroht ist

Nordbayerische Nachrichten, Lokalausgabe vom 01. März 2021
Artikel Vanuatu steht im MittelpunktDer WELTGEBETSTAG lenkt den Blick auf den Inselstaat, den der Klimawandel hart trifft
… In diesem Jahr steht der pazifische Inselstaat Vanuatu im Mittelpunkt … denn die insgesamt 83 Inseln im pazifischen Ozean sind vom Klimawandel betroffen, wie kaum ein anders Land … Die steigenden Wassertemperaturen gefährden Fische und Korallen, nach deren Absterben treffen die Wellen mit voller Wucht auf die Inseln und tragen sie Stück für Stück ab. Steigende Temperaturen und veränderte Regenmuster lassen Früchte nicht mehr so wachsen wie früher … Doch es steigt nicht nur der Meeresspiegel, auch die tropischen Wirbelstürme werden stärker. So zerstörte zum Beispiel 2015 der Zyklon Pam einen Großteil der Inseln, 24 Menschen starben …

Dazu der Verweis auf ein „Belegvideo“ über Vanuatu: www.kirche-langenzenn.de/wgt_vanuatu.

Wer „gewöhnungsbedürftige“ Stimmen von Laiensprechern und kirchlichen Duktus mag, mag es sich antun. Information bietet das Video allerdings keine, nur zusätzliche Horrormeldungen.

Bild 1 Kirchliches „Belegvideo“ über das besonders vom Klimawandel betroffene Vanuatu. Link

Kirchliches Video zu Vanuatu: … auf dem Pazifischen Feuerring, viele Erdbeben, durch Tsunamis beeinflusst … leben (noch) im Einklang mit der Natur und ernähren sich von dem, was der Regenwald ihnen an Früchten schenkt und was sie im Meer fangen … für tropische Gefilde recht moderate Temperaturen … Vanuatu gilt weltweit als das Land, das am meisten vom Klimawandel bedroht ist … Durch die Erwärmung der Meere sterben die Korallen ab … tropische Wirbelstürme sind in Vanuatu nichts ungewöhnliches, durch den Klimawandel werden sie allerdings immer heftiger … Pam mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 280 km/h … als besonders schwerwiegende Folge des Klimawandels gelten die veränderten Regenmuster. Die Durchschnittstemperaturen steigen und insgesamt fällt weniger Regen. Das führt bereits jetzt zu Ernteausfällen … Pam gilt als die schwerste Naturkatastrophe Vanuatus in der jüngeren Vergangenheit …

Eine Nachfrage bei den Initiatoren der Kirche ergab, dass die Information zu Vanuatu von einer Frau K. D. Buck (Journalistin Religionswissenschaftlerin, Politologin und Autorin) stammt, welche dazu extra (auf Spesen) nach Vanuatu reisen durfte um vor Ort zu recherchieren. Darüber gibt es auch einen Podcast:

Bild 2 Podcast, Link

Leider ist in dem Podcast-Interview weniger über Klimawandel die Rede. Frau Buck ist erkennbar eine felsenfest überzeugte Klimaaktivistin und reiste (erstmals in ihrem Leben) in den Pazifik, um ihre Überzeugung bestätigt zu finden. Über die Bestätigungen kann sie allerdings außer anderswo abgelesenen Allgemeinplätzen – die Menschen auf Vanuatu sind die die das ausbaden was wir verursachen, man kann da schon von einer Opferbeziehung sprechen, sowie „alles wird schlimmer“ – scheinbar nichts sagen.
Und so behandelt der wesentliche Teil des Podcast religiöse Themen und Gewalt gegen Frauen, die bei den dortigen Christen wohl sehr stark verbreitet ist.

Wer sich die Recherche des Autors zu Vanuatu [1] aufgrund des SZ-Berichtes vom letzten Jahr durchliest, findet bereits darin zu fast allen Themen welche Frau D. Buck anspricht ausreichend Information – durch die ebenfalls dazu extra hingereiste Redakteurin Ann Esswein und als Erwiderung durch den Autor. Frau Buck hätte dem Klima also viel mehr nützen können, wenn sie einfach die „Recherche“ von Ann Esswein übernommen hätte, denn dieser hat sie (nach dem, was der Autor bisher von ihr darüber erfahren hat) wirklich nichts Ergänzendes beigetragen.

Ganz stark erinnert es den Autor an die Reise einer Bundestagsdelegation, die eine ähnliche Intention hatte, ebenfalls auf Spesen abrechnete und verblüffen ähnliche Aussagen lieferte – die nur ebenfalls nicht mit der Wirklichkeit übereinstimmten:
[Link] EIKE 30. April 2019: Claudia Roth auf Forschungsreise zum Klimawandel

Und zielorientiert etwas dagegen tut

Höchst interessant, was Vanuatu sich als Maßnahme gegen den schlimmen Klimawandel ausgedacht hat. Es erinnert direkt an die EU und unsere eigene Umweltministerin. Doch auf jeden Fall hat es immer einen Nutzen, denn es spült Geld in die Kassen:
… um dem Klimawandel entgegenzuwirken, gilt seit zwei Jahren in Vanuatu ein rigoroses Verbot von Einwegplastiktüten, Trinkhalmen und Styropor. Wer dagegen verstößt, muss mit einer Strafe von bis zu 900 Dollar rechnen …

Alleine diese „Information“ in einer „Klimawandelrecherche“ stolz herauszustellen, ist für den Autor ein Beleg, dass keinerlei Kenntnis noch Mühe aufgewandt wurde, die „Recherche“ mit Fakten begründen zu wollen.

Vor einem Jahr ging Vanuatu noch nicht unter

Im Mai letzten Jahres hat der Autor aus ähnlichem Anlass bereits über Vanuatu berichtet: [1] Die SZ im Agitationsmodus. Und die Wahrheit bleibt wieder auf der Strecke
Man erkennt daran – Geschichte(n) wiederholt sich (wenn alleine Agitation das Thema bestimmt).
Die damalige Einleitung: [1]Um dies zu belegen, durfte dank Unterstützung von diversen Organisationen … eine als Redakteurin „getarnte“ Aktivistin … vor Ort reisen und dort (angeblich) besonders Klima-sachkundige Personen interviewen…. Aufgrund deren herzzerreißender Schilderungen setzte sie sich hin und schrieb für die SZ-Leser eine drei volle Seiten lange Geschichte um die edlen, im Einklang mit der Natur lebenden Einwohner vor Ort und die bösen Mächte im reichen Westen, welche diesen mit ihrer CO2-Emission buchstäblich das Leben zur Hölle und die Zukunft kaputt machen.
Doch, das ist der Kern dieser Wochenendgeschichte: Die Inselregierung ist aktiv und weiß sich zu wehren, indem sie diese bösen (reichen) Mächte verklagen will. Natürlich nicht, damit diese nur Buße tun, sondern damit ihnen gutes (und viel) Geld als Wiedergutmachung überwiesen werde.
Die SZ-Leser, welche – sofern solche Prozesse gewonnen werden -, indirekt mit zu den Zahlenden gehören, sollen dies als einen gerechten – und vor allem selbstverständlichen – Ausgleich für die Schäden der durch ihre Emission losgetretenen Naturgewalten begreifen. Und unterstützen, dass NGOs und Anwaltskanzleien im eigenen Land die Prozesse für solche Staaten vorantreiben.

Ausgerechnet von einem Untergang kann bei Vanuatu immer noch keine Rede sein. Denn diese Inselgruppe besteht aus bergigen Vulkangipfeln und nicht aus flachen Atollen. Ein Drittel des Landes liegt über 300 m hoch. „Gefährdet“ sind die Bewohner nur, weil sie ihre Dörfer aus Bequemlichkeit direkt am Strand errichten, um möglichst wenig Fußweg zu ihren Fischerbooten zu haben.

Allerdings versinkt Vanuatu wirklich (ganz langsam) im Pazifik. Jedoch nicht wegen dem Klimawandel, sondern weil es die Plattentektonik so „will“:

[1] ntv Dienstag, 26. Juli 2011: Umsiedlung im Pazifik Klimawandel nicht allein schuld
… Das Wasser rückte immer näher. Deswegen verließen die Einwohner den Hauptort der pazifischen Insel Tegua. Lange Zeit wurde für den Anstieg des Meeresspiegels der Klimawandel alleine verantwortlich gemacht. Forscher stellen jetzt aber auch noch eine andere Ursache fest.
Das zum Inselstaat Vanuatu gehörende Eiland sinkt aufgrund der Plattentektonik nach unten. Damit erscheint der beobachtete Wasseranstieg dramatischer, als er ist …
Sie kommen zu dem Schluss, dass die kleine Inselgruppe Torres Island, zu der auch Tegua gehört, durch die geologischen Prozesse etwa einen Zentimeter im Jahr tiefer rutscht (-0,94 Zentimeter +/- 0,25 Zentimeter). Hinzu kommt ein Meeresspiegel-Anstieg von etwa 1,2 Zentimetern (+/- 0,15 Zentimeter). Beides zusammengenommen ergibt den beobachteten schnellen Anstieg. Die Resultate seien auch für die Analyse des steigenden Meeresspiegels in anderen Regionen der Welt von Bedeutung.

Anmerkung: In der Darstellung von ntv hat sich ein gravierender Fehler eingeschlichen. Wahrscheinlich aufgrund der mangelnden Kenntnis der Redaktion fiel nicht auf, dass wohl eine Kommastelle verschoben wurde:
Der Tidenpegel-Anstieg beträgt nicht „
etwa 1,2 Zentimeter“, sondern je nach Lage 1 … 2,5 mm pro Jahr. Wenn die Plattentektonik dann wirklich „-0,94 Zentimeter“ Senkung pro Jahr verursacht, übersteigt diese Wirkung die des Pegelanstiegs um das 5 … 10-Fache. Nur gibt es dafür keine Reparationszahlungen des reichen Westens.

… aber viele Probleme waren schon da

Wenn ein Land/Region „ganz besonders“ vom Klimawandel betroffen ist, kann man davon ausgehen, dass es große Probleme hat die allerdings nicht vom Klimawandel rühren und hoher Geldbedarf besteht, der sich am Einfachsten aus dem Klimaschutzfond „decken“ ließe.

Immer lohnt es sich, die Bevölkerungsrate anzusehen um gängige Probleme zu ahnen. Seit 1960 ist diese von ca. 70.000 auf aktuell wohl 300.000 gestiegen.

Bild 3 Vanuatu, Bevölkerungsverlauf seit 1950. Quelle: Weltbank

Man kann ahnen, dass diese Bevölkerungsdichte auf kleinen Inselgruppen, welche von der Natur nur für geringste Besiedlungsdichten „vorgesehen“ sind, massive Probleme bereitet und eine Aussage: und ernähren sich von dem, was der Regenwald ihnen an Früchten schenkt und was sie im Meer fangen … stark historisierend ist: WIKIPEDIA: 2010 wurden Agrargüter im Wert von 24 Mio. US-$ exportiert; jedoch mussten Nahrungsmittel im Wert von 56,3 Mio. US-$ importiert werden

Auch sonst ist das Land für die meisten Einwohner keineswegs das berichtete Paradies:
Riskantes Leben auf Vanuatu | Wissen & Umwelt | DW | 19.03.2015:
... Schon in stabilen Zeiten haben gerade einmal 57 Prozent der Bevölkerung Vanuatus Zugang zu sanitären Anlagen und Abwasserbeseitigung … Einer von zehn Bewohnern der Inselgruppe lebt in extremer Armut, acht Prozent der Bevölkerung sind unterernährt … Meist vermieden Politiker im Anschluss an die Katastrophe, die Schuld für schlechte Prävention und unzureichende Rettungsmaßnahmen auf sich und die Regierung zu nehmen.

Zudem ist das Archipel Malariagebiet, was alleine 20 % Kindersterblichkeit unter 5 Jahren bedingt [Link]. Auch Dengue-Fieber ist verbreitet.

Da das Archipel direkt auf dem hoch aktiven Pazifischen Feuerring liegt (dem alleine es seine Entstehung verdankt) sind Vulkanausbrüche und schwerste Erdbeben, auch mit folgenden Tsunamis, regelmäßige Erscheinungen.

Welchen Anteil hat nun (vielleicht) der Klimawandel?

Steigende Pegel

Die Kirche sagt zwar nicht direkt etwas über steigenden Meerespegel. Auf die Anfrage des Autors kam allerdings auch eine Linkliste mit „Information“ zum Thema. Und in dieser Listung ist auch der Link zu einem Video der Ann Esswein (SZ-Bericht über Vanuatu [1]) Spiegel, 13.04.2020: „Zu weit entfernt für die Klimapolitik
Erosion, Zyklone, Überschwemmungen – an keinem anderen Ort der Welt wird das Ausmaß des Klimawandels sichtbarer als im Inselstaat Vanuatu. Hilfe gibt es kaum, die Bewohner fühlen sich im Stich gelassen.

Und darin geht es handfest um aufgrund des Klimawandels steigenden Meerespegel, zumindest dürfen es Einheimische kommentarlos in die Kamera anhand schlimmer Geschichten erzählen.

Eine Nachschau beim Australischen Pacific-Monitoring Programm zeigt den folgenden Pegelverlauf. Ein „klimawandel-“bedingter, schlimmer Pegelanstieg ist nicht zu finden:

Bild 4 Vanuatu, Pegelverlauf Mittelwert 1993 – 2.2021. Grafik vom Autor erstellt. Datenquelle: Australien Government Bureau of Meteoorologie, Monthly sea levels for VANUATU

Das Gleiche gilt für den Maximalpegel:

Bild 5 Vanuatu, Pegelverlauf Maximalpegel 1993 – 2.2021. Grafik vom Autor erstellt. Datenquelle: Australien Government Bureau of Meteoorologie, Monthly sea levels for VANUATU

Zudem hat der Pazifik in dieser Region einen der niedrigsten Pegel seit vielen Tausend Jahren:

Bild 6 Nord-Ostaustralien, Meerespegel seit 7000 Jahren

Nochmals die Gefährdung durch Tsunamis im Pazifik.
Wenn man überlegt, dass beim Meerespegelanstieg um Zentimeter in vielen Jahren gerungen wird welche begründen sollen, dass die Welt Billiarden um Billiarden Dollar zur CO2-Reduktion ausgibt – auf die sich Vanuatu problemlos einstellen kann -, dann zeigen die viele Meter hohen Flutwellen der regelmäßigen Tsunamis eine wirkliche Bedrohung.

Bild 9 Vanuatu, die schwersten Tsunamis seit 1875 mit Höhe der Flutwelle. Quelle: Laenderdaten.info Tsunamis in Vanuatu

Wer meint, die Tsunami-Flutwellen in dieser Region wären „hoch“, sollte sich die um Japan ansehen (die Flutwelle beim Tsunami von Fukushima mit ca. 15.000 direkten Todesopfern war zwischen 15 … 20 m hoch).

Bild 11 Japan, die schwersten Tsumamis Japan seit 1498 mit Höhe der Flutwelle. Quelle: Laenderdaten.info Tsunamis in Japan

Ist bekannt, dass unsere Kirchen deshalb für Japan beten oder westliche Regierungen Geld bereitstellen? Eher das Gegenteil: Man war nicht einmal bereit, die Tsunamiopfer von Fukushima als solche zu bezeichnen, weil man wegen der Ideologie unbedingt „andere“ Opfer wollte:
Achgut, 16.02.2021: Fukushima: Wie t-online die Fakten verstrahlt
… Nach einem Erdbeben und einem Tsunami war es am 11. März 2011 in drei der sechs Reaktoren zur Kernschmelze gekommen. Mehr als 18.000 Menschen starben. Es war das schlimmste Atomunglück seit der Tschernobyl-Katastrophe von 1986.“

C. Roth kann nicht anders, als Tatsachen entsprechend ihrer Ideologie zu drehen. Wirkliche Empathie für die ertrunkenen Menschen? Vollkommene Fehlanzeige:

Bild 10

Doch Frau Künast übertrifft ideologisch alles:
Zeit Online 20. August 2019: „Wir hätten uns nicht so ins Bockshorn jagen lassen dürfen“
Künast: … Der Atomunfall in Fukushima oder die Dürresommer haben gezeigt, dass man den Klimawandel nicht mehr leugnen kann.

Doch seit wann interessieren Aktivisten Fakten.
Germanwatch, HINTERGRUNDPAPIER Globale Klimakrise: Aufbruch in eine neue Zukunft, 2017: … Zahlreiche Aktionen und Appelle für den Klimaschutz kommen von den kleinen Inselstaaten. In einer dieser Aktionen haben sich unter dem Motto „Wir ertrinken nicht. Wir kämpfen“ junge Aktivist*innen aus mehreren kleinen Inselstaaten, unter anderem aus Fidschi, Samoa, Tonga, Tuvalu und Vanuatu, zu den „Pacific Climate Warriors“ zusammengeschlossen, um die Pazifischen Inseln vor dem Klimawandel zu schützen und sich mit friedlichen Mitteln gegen die fossile Energieindustrie zu stellen …

Taifune/Zyklone

Die Kirche behauptet: auch die tropischen Wirbelstürme werden stärker …

Die Homepage der Regierung von Australien bietet dazu etwas Info. Schon die Erste zeigt, dass das mit immer stärker werdenden Zyklonen nicht ganz stimmen kann.

Bild 12 Region Australien. Anzahl Cyclone nach Klassifizierung 1970 – 2019. Quelle: Australia Bureau of Meteorology, Tropical cyclone climatology

Und die nächsten Grafiken zeigen es auch:

Bild 13 Cyclone der Kategorie 5, Region Australien 1975 – 2017. Grafik vom Autor erstellt. Datenquelle: WIKIPEDIA, List of the most intense tropical cyclones

Bild 14 Zyklone im Pazifik, Windgeschwindigkeiten. Quelle: Australia Bureau of Meteorology. Objective Tropical Cyclone Reanalysis JIP Printed: 19/12/2018, Joint Industry Project for Objective Tropical Cyclone Reanalysis: Final Report

Dabei hat die Datenbank erst seit etwa 1985 verlässliche Daten. Was vorher geschah fehlt oft oder ist nicht richtig hinterlegt.

Der IPCC bestätigt es im letzten Sachstandbericht AR5:
Tropische Stürme und Hurrikane
IPCC 2013, AR5, WGI, Kapitel 2, Seite 216: “No robust trends in annual numbers of tropical storms, hurricanes and major hurricanes counts have been identified over the past 100 years in the North Atlantic basin.”
Übersetzung:  Keine robusten Trends bei den jährlichen Zahlen von tropischen Stürmen, Hurrikans und Stark-Hurrikans konnten in den letzten 100 Jahren im Nordatlantischen Becken ausgemacht werden.
Tropische Zyklone
IPCC 2013, AR5, WGI, Kapitel 2, Seite 216: “Current datasets indicate no significant observed trends in global tropical cyclone frequency over the past century and it remains uncertain whether any reported long-term increases in tropical cyclone frequency are robust, after accounting for past changes in observing capabilities.”
Übersetzung: “Aktuelle Datensätze zeigen keine signifikanten beobachteten Trends bei der weltweiten tropischen Wirbelsturmfrequenz während des letzten Jahrhunderts und es ist ungewiss, ob ein berichteter langfristiger Anstieg der tropischen Wirbelsturm-Frequenz robust ist, nach Berücksichtigung der letzten Änderungen in den Beobachtungs-Möglichkeiten.“

Berichte der Australischen Regierung ebenso:
Australien Government Bureau of Meteoorologie, TECHNICAL REPORT Climate Change in Australia PROJECTIONS FOR AUSTRALIA´S NRM REGIONS: TROPICAL CYCLONES

The relatively short time span of consistent records, combined with high year to year variability, makes it difficult to discern any clear trends in tropical cyclone frequency or intensity for the Australian region. For the period 1981 to 2007, no statistically significant trends in the total numbers of cyclones, or in the proportion of the most intense cyclones, have been found in the Australian region, South Indian Ocean or South Pacific Ocean (Kuleshov et al. 2010). However, observations of tropical cyclone numbers from 1981–82 to 2012–13 in the Australian region show a decreasing trend that is significant at the 93-98 % confidence level when variability associated with ENSO is accounted for (Dowdy, 2014). Only limited conclusions can be drawn regarding tropical cyclone frequency and intensity in the Australian region prior to 1981, due to a lack of data. However, a long-term decline in numbers on the Queensland coast has been suggested (Callaghan and Power, 2010).

Grobe deepl-Übersetzung: Die relativ kurze Zeitspanne konsistenter Aufzeichnungen, kombiniert mit einer hohen Variabilität von Jahr zu Jahr, macht es schwierig, klare Trends in der Häufigkeit oder Intensität tropischer Zyklone für die australische Region zu erkennen. Für den Zeitraum 1981 bis 2007 wurden keine statistisch signifikanten Trends in der Gesamtzahl der Wirbelstürme oder im Anteil der intensivsten Wirbelstürme in der australischen Region, im Südindischen Ozean oder im Südpazifik gefunden (Kuleshov et al. 2010). Allerdings zeigen Beobachtungen der Anzahl tropischer Wirbelstürme von 1981-82 bis 2012-13 in der australischen Region einen abnehmenden Trend, der auf dem Vertrauensniveau von 93-98 % signifikant ist, wenn die mit ENSO verbundene Variabilität berücksichtigt wird (Dowdy, 2014). In Bezug auf die Häufigkeit und Intensität tropischer Wirbelstürme in der australischen Region vor 1981 können aufgrund fehlender Daten nur begrenzte Schlussfolgerungen gezogen werden. Es wurde jedoch ein langfristiger Rückgang der Anzahl an der Küste von Queensland vermutet (Callaghan und Power, 2010).

Nun noch, was Simulationen für diese Region projizieren – für die Zukunft eine deutliche Abnahme (trotz dem bewusst gewählten Extremszenario rcp8.5):

Bild 15 Projektionen der prozentualen Änderung am Auftreten tropischer Cyclone in Ost-Australien. Quelle: Australien Government Bureau of Meteorologie, TECHNICAL REPORT Climate Change in Australia PROJECTIONS FOR AUSTRALIA´S NRM REGIONS

Temperaturen

Die Kirche sagt: … Durch die Erwärmung der Meere sterben die Korallen ab
Dann müsste man dies anhand der Wassertemperaturen ja erkennen können.

Auf den australischen Pazifik-Infoseiten sind nicht nur die Tidenpegel hinterlegt, sondern auch die Temperaturen der Pazifikinseln.

Damit lässt sich die Darstellung: Die steigenden Wassertemperaturen gefährden Fische und Korallen,
zumindest orientierend sichten. Und die Wassertemperaturen ändern sich wie zu erwarten in Zyklen, aber sie verlaufen unspektakulär und vor allem ohne einen stetigen Anstieg:

Bild 15a Vanuatu, Lufttemperaturen Mittelwert und Maximalwert 2001 – 2020. Grafik vom Autor erstellt. Datenquelle: Australien Government Bureau of Meteorologie, VANUATU

Allerdings, die maximale Lufttemperatur hat seit 2013 zugenommen, könnte derzeit aber wieder zurückgehen:

Bild 16 Vanuatu, Wassertemperaturen Mittelwert und Maximalwert 2001 – 2.2021. Grafik vom Autor erstellt. Datenquelle: Australien Government Bureau of Meteorologie, VANUATU

Niederschlag

Die Kirche sagt: … und veränderte Regenmuster lassen Früchte nicht mehr so wachsen wie früher …

Man muss wissen, dass sich die Inselgruppe Vanuatu am Rande einer Konvergenzzone mit zwei völlig unterschiedlichen Klimaten (in denen jeweils eine Hälfte der Inselgruppe hineinragt) – und vor allem Niederschlagsverhalten – befindet. Wobei sich Vanuatu trotzdem glücklich schätzen sollte. Es liegt zumindest teilweise in der Zone SPCT und für diese gilt: Die SPCZ ist das ausgedehnteste und beständigste Regenband der südlichen Hemisphäre …

Bild 17 Konvergenzzonen im Pazifik. Grafik vom Autor ergänzt. Quelle: South Pacific Convergence Zone (SPCZ) – SKYbrary Aviation Safety

Bild 17 Konvergenzzonen im Pazifik. Grafik vom Autor ergänzt. Quelle: South Pacific Convergence Zone (SPCZ) – SKYbrary Aviation Safety

Es ist naheliegend, dass daraus starke Veränderungen und Extreme im Niederschlag resultieren.

South Pacific Convergence Zone (SPCZ) – SKYbrary Aviation Safety
The South Pacific Convergence Zone (SPCZ) is a persistent band of cloudiness and storms, a 200-400 km broad zone that originates in Southeast Asia and stretches southeast to French Polynesia and the Cook Islands. The SPCZ is the Southern Hemisphere’s most expansive and persistent rain band, and is the largest and most persistent spur of the Intertropical Convergence Zone (ITCZ). It is also the only spur that does not result from heating over land during the summer. The SPCZ is most active in the southern hemisphere summer, but it is present year-round.
Grobe deepl-Übersetzung: Die Südpazifische Konvergenzzone (SPCZ) ist ein anhaltendes Band von Bewölkung und Stürmen, eine 200-400 km breite Zone, die ihren Ursprung in Südostasien hat und sich südöstlich bis nach Französisch-Polynesien und zu den Cookinseln erstreckt. Die SPCZ ist das ausgedehnteste und beständigste Regenband der südlichen Hemisphäre und der größte und beständigste Ausläufer der Innertropischen Konvergenzzone (ITCZ). Es ist auch der einzige Ausläufer, der nicht aus der Erwärmung über Land im Sommer resultiert. Die SPCZ ist im Sommer der südlichen Hemisphäre am aktivsten, aber sie ist das ganze Jahr über vorhanden.

Bild 18 Pazifische Konvergenzzonen mit Niederschlagsverhalten. Quelle: David A. Sear at al.,April 2020: Human settlement of East Polynesia earlier, incremental, and coincident with prolonged South Pacific drought

Und so kommt es, dass die Niederschläge südpazifischer Inselgruppen seit Urzeiten gegenteilige Tendenzen aufweisen. Wer also „für oder gegen“ Regen betet, muss dem lieben Gott genau sagen, welches Atoll er gerade „errettet“ haben möchte. Mit CO2-Vermeidung trifft man allerdings pauschal (sofern es überhaupt funktionieren würde) und „rettet“ welche, während man andere dafür in die „Verdammnis“ schickt.

Bild 19 (Teilbild) Niederschlagsrekonstruktionen seit 2000 Jahren von Vanuatu, Samoa, Society Isl. Quelle: David A. Sear at al.,April 2020: Human settlement of East Polynesia earlier, incremental, and coincident with prolonged South Pacific drought

Niederschlag in der Region

Die „Kirche“ sagt: Die Durchschnittstemperaturen steigen und insgesamt fällt weniger Regen

Für Australien finden sich Niederschlagskurven mit längeren Verläufen. Diese zeigen extreme Schwankungen und von Anfang 1900 an eine eher kontinuierliche Niederschlags-Zunahme.

Bild 20 Australien, jährlicher Niederschlag seit 1900 mit Verlauf des 11-Jahre Mittelwertes

Es gibt auch eine grobe Darstellung zu Extremniederschlag im Süd-Pazifik. Der wird eher weniger.

Bild 21 Quelle: Sunil KumarPariyar et al., September 2020: Factors affecting extreme rainfall events in the South Pacific, Appendix A. Supplementary data

Niederschlag Vanuatu-Inselgruppe

Jahresverläufe von verschiedenen Messstationen der Inselgruppe Vanuatu sehen extreme Schwankungen, aber keine Tendenz zu immer geringerem Niederschlag.

Bild 22 Vanuatu, Port Vila. Jährlicher Niederschlag seit 1905. Quelle: Pacific Climate Change Site Data (bom.gov.au)

Bild 23 Vanuatu, Pekoa Airport. Jährlicher Niederschlag seit 1960. Quelle: Pacific Climate Change Site Data (bom.gov.au)

Bild 24 Vanuatu, Sola. Jährlicher Niederschlag seit 1948. Quelle: Pacific Climate Change Site Data (bom.gov.au)

Dazu noch ein Verlauf des Niederschlags in Monatsauflösung von Port Vila.

Bild 25 Vanuatu, Port Vila. Monatlicher Niederschlag seit 1905. Quelle: Pacific Climate Change Site Data (bom.gov.au)

Ob der Niederschlag auf Vanuatu extremer wird, kann man anhand der Tagesauflösung sehen. Es gibt viele extreme Tage – aber keine Tendenz zu immer höheren Extremen:

Bild 26 Vanuatu, Port Vila. Niederschlag seit 1951 in Tagesauflösung. Quelle: Pacific Climate Change Site Data (bom.gov.au)

Bild 27 Vanuatu, White Grass Airport. Niederschlag seit 1961 in Tagesauflösung. Quelle: Pacific Climate Change Site Data (bom.gov.au)

Bild 28 Vanuatu, Aneityum. Niederschlag seit 1948 in Tagesauflösung. Quelle: Pacific Climate Change Site Data (bom.gov.au)

Bild 29 Vanuatu, Quanaham. Niederschlag seit 1961 in Tagesauflösung. Quelle: Pacific Climate Change Site Data (bom.gov.au)

Niederschlagsextreme ereignen sich meistens ohne Trend und Vorwarnung aus heiterem Himmel. Nicht oft, wenn, dann aber heftig. Ein Beispiel dafür:

Bild 27a Vanuatu, Bauerfield. Niederschlag seit 1985 in Tagesauflösung. Quelle: Pacific Climate Change Site Data (bom.gov.au)

Fazit

Vanuatu wird erkennbar von praktisch allen Unbilden heimgesucht, welche die Natur zu bieten hat. Das war aber schon immer so. Und viele, leider auch Schlimme – wie Vulkanausbrüche und die schlimmen Tsunamis, auch das Versinken mit der Erdplatte – haben mit dem Klima nichts zu tun.
Dazu kommt eine rasant wachsende Überbevölkerung mit all ihren Problemen.

Weiterhin kann der Autor jedoch keine Belege über Messdaten finden, welche die Aussagen der Kirche – dass Vanuatu konkret und verstärkt vom sich ständig verändernden Klima „gebeutelt“ wird – erhärten würde. Er spricht der kirchlichen Redakteurin – deshalb weiterhin ab, ernsthaft nach Belegen gesucht zu haben (wofür man auch nicht für viel Geld (hier Spesen) vor Ort zu reisen braucht).

Der Kirche ist vorzuwerfen, eine solche – rein auf Fabulierungen basierende „Recherche“ – unkontrolliert zu veröffentlichen. Man erkennt deutlich, dass die Kirche blind ist, wenn etwas geliefert wird was ihrem „Wunsch“ (und Narrativ) entspricht.

Quellen

[1] EIKE 08.05.2020: Die SZ im Agitationsmodus. Und die Wahrheit bleibt wieder auf der Strecke

 




Winter 2020/21 – voller Überraschungen und meist falsch vorhergesagt

Bevor die Prognosen nochmals gezeigt und bewertet werden, soll ein Blick auf die Entwicklung der Wintertemperaturen seit dem „Klimasprung“, welcher mit dem Mildwinter 1987/88 in Deutschland begann, geworfen werden. Anders als die übrigen Jahreszeiten, erwärmte sich der Winter im Deutschland-Mittel seitdem kaum. Mit 1,8°C zählt er bei unseren momentanen Klimabedingungen, wie sie seit 1988 herrschen, zu den fast normalen Wintern.

Abbildung 1: Kaum winterliche Erwärmung in Deutschland seit 1987/88 – trotz deutlich steigender CO2-Konzentrationen und des Beinahe-Mittelwertrekords im Vorwinter 2019/20.

 

Der extrem wechselhafte, flaue, zwischen Eiseskälte und Vorfrühling schwankende Winter 2020/21 – Menetekel der Abkühlung?

Der Winter 2020/21 passte nicht so gut ins ideologische Schema der Klima-Erwärmung; unter anderem sorgten Schneemassen in den Alpen Anfang Dezember, ein recht schneereicher Januar und eine markante Kältewelle mit gebietsweisen Schneemassen in der ersten Februarhälfte dafür, dass wieder mal Ausreden wie „es wird kälter, weil es wärmer wird“, oder das angeblich immer schneller schmelzende Arktis-Eis dafür herhalten mussten (warum, bloß, fragt sich da der Kritiker, war der vorherige Winter dann so sehr mild?). Hier sollen nur vier Aspekte kurz Erwähnung finden, welche unser Winterwetter merklich beeinflussen: Die NAO, welche seit 1988 überwiegend positive Winter-Werte aufwies und so die Häufung und die Intensivierung der milden Westlagen begünstigte, die (noch) andauernde AMO-Warmphase, welche in Einzelfällen markante Wärme-Einbrüche aus Südwest, so wie vor Weihnachten 2020, am 21. Januar und in der letzten Februar-Dekade 2021, fördern kann, der im Hochwinter gestörte Polarwirbel und die nachlassende Sonnenaktivität, welche instabile, zu Extremwetter neigende Großwetterlagen, unter Umständen verursachen könnte. Aber schon ein Blick auf die Temperatur-Verteilung der Winter nach ihrer zeitlichen Position nach dem Maximum des SCHWABE-Sonnenzyklus lässt erahnen, warum dieser Winter etwas kälter und der Vorherige so herausragend mild waren:

Abbildung 2: Während die Winter 2 bis 5 nach dem Maximum des SCHWABE-Zyklus relativ kalt verliefen, war der sechste herausragend mild; aber der siebente nur etwas zu mild – man hüte sich aber stets davor, nur mit Hilfe der Sonnenaktivität Winterprognosen zu erstellen!

Hier besteht noch viel Forschungsbedarf; aber so einfach, dass sich unser Klima durch die CO2-Emissionen immer weiter erwärmt, sind die atmosphärischen Zusammenhänge eben doch bei weitem nicht.

Die Bewertung der Langfrist-Vorhersagen einiger Institute, Wetterdienste und Privatpersonen

Zuerst wird im Folgenden nochmals die ursprüngliche Prognose gezeigt; darunter erfolgt jeweils die Bewertung; meist auf die CLINO- Periode 1991 bis 2020 bezogen, abweichende Referenz-Zeiträume sind in den betreffenden Prognosen genannt. Eine Bewertung mit objektiven Maßzahlen wie etwa dem Root Mean Square Error (rmse) oder der Reduktion der Varianz (RV) war leider bei keiner Prognose möglich; da man hierfür eine genaue Prognosezahl benötigt. Bei Intervallangaben wurde ein „Treffer“ daher mit Note 2 bewertet, wenn er dieses vorhergesagte Intervall traf; verfehlte er dieses um nicht mehr als +/- 0,5 Kelvin, so ergab das Note 3, darüber bei bis zu +/- 1K Abweichung Note 4; bei noch mehr Abweichung Note 5, über +/- 2 K Note 6. Bei Prognosen mit mehreren Teilprognosen (etwa für den gesamten Winter und die 3 Einzelmonate) wurden diese einzeln ebenso gewertet und dann die Gesamtnote gemittelt. In die Bewertung wurde auch einbezogen, ob genauere Vorhersagen über den Gesamtwinter hinaus zu Einzelmonaten erfolgten. Fehlten diese ganz, so wurde um eine Note abgewertet. Wo Bezugswerte und/oder konkrete Zahlenprognosen ganz fehlten, wurde ebenfalls um eine Note abgewertet. Reine Wahrscheinlichkeitsaussagen konnten, sofern sie in etwa zutrafen, bestenfalls die Note 4 erhalten, weil ihr Aussagewert einfach zu gering ist.

Vorab die als Bewertungs-Richtwert dienenden Daten: CLINO 1991 bis 2020 für das DWD-Mittel: Dez. +1,8°C Jan +0,9°C Feb. +1,5°C Winter +1,4°C. Eintrittswerte Winter 2020/21: Dez. +3,1°C Jan. +0,6°C Feb. +1,7°C Winter +1,8°C

UKMO-Metoffice (Großbritannien): Stand 11.11.2020 Winter (D, J, F) mit deutlich erhöhter Wahrscheinlichkeit in ganz Deutschland zu mild (folgende Karte):

Anmerkung: Hier wurde nur die Metoffice- Karte mit der Wahrscheinlichkeit des Abweichens vom Median gezeigt. Es gibt zwei weitere. Diese Median-bezogene Wahrscheinlichkeitsaussage zeigt, wie die anderen Karten auch, eine sehr stark erhöhte Wahrscheinlichkeit für über dem Median liegende Wintertemperaturen besonders in Mittel- und Nordosteuropa sowie über dem Eismeer und Teilen des Mittelmeeres:

Die aktuellen Karten jederzeit unter http://www.metoffice.gov.uk/research/climate/seasonal-to-decadal/gpc-outlooks/glob-seas-prob

Bewertung: Der Winter-Median der CLINO-Periode 1991-2020 beträgt für das DWD-Mittel +1,5 °C, daher ganz grob zutreffende Aussage, Note 4.

Meteo Schweiz Stand Nov. 2020: Je leicht erhöhte Wahrscheinlichkeit für einen normalen und einen zu milden Winter. Zusammen ergibt das eine Wahrscheinlichkeit von gut 80% für „normal“ bis „zu mild.“ Zu kalter Winter zu kaum 20% wahrscheinlich; normaler zu etwa 40%, milder etwas mehr. Die „doppelten T“ sind die Fehlerbalken; die Prognose gilt nur für die Nordostschweiz, ist aber auch für Süddeutschland repräsentativ:

Bewertung: Der Winter verlief in der Nordostschweiz etwas zu mild; daher grob zutreffend, Note 4.

ZAMG (Wetterdienst Österreichs) Stand Nov. 2020: Dezember mit je ganz leicht erhöhter Wahrscheinlichkeit normal oder mild; immerhin noch gut 25% Wahrscheinlichkeit für einen kalten Dezember. Im Januar 2021 erhöht sich die Wahrscheinlichkeit für „normal“ oder „zu mild“ etwas; für Februar lag noch keine Aussage vor (Prognose hier)

Bewertung: Der Dezember verlief in Österreich etwas zu mild, der Januar fast normal; da Aussagen zum Februar und zum Gesamtwinter fehlten, trotz ganz grob zutreffender Prognosen Abwertung auf Note 5.

LARS THIEME (langfristwetter.com) Vorhersage von Anfang November 2020: Dezember und Januar normal, Februar sehr mild. Winter daher insgesamt eher zu mild. Die Prognose bezieht sich vorrangig auf Mittel- und Nordostdeutschland; leider diesmal ohne „von-bis-Temperaturintervalle“ für die einzelnen Monate:

Bewertung: Bezogen auf die „alte“ Normalperiode 1981 bis 2010: Dezember merklich unterschätzt, Note 5. Januar etwa getroffen, Note 2. Februar leicht überschätzt, Note 3. Gesamtnote 4 (Abwertung wegen fehlender Zahlenwerte; wie weit „normal“ reicht oder was „sehr mild“ bedeutet, ist unklar).

IRI (folgende Abbildung), Vorhersage vom Nov. 2020: Kaum Aussagen für Deutschland; lediglich in Südost-Sachsen und Süd-Bayern leicht erhöhte Wahrscheinlichkeit für einen zu kalten Winter; zu mild in weiten Teilen Nord- und Osteuropas:

Bewertung: Prognose völlig wertlos, Note 6.

DWD (Offenbach): In Deutschland 0,5 bis 2°C zu mild, je nach Ensemble-Auswahl, bezogen auf den DWD-Mittelwert der Jahre 2004 bis 2019, der ca. 1,4°C beträgt (Stand 11. Nov. 2020):

Bewertung: Obere Variante fast Treffer, Note 3. Untere Variante Überschätzung, Note 5. Da Aussagen zu den Einzelmonaten fehlten, Gesamtnote nur 5.

NASA (US-Weltraumbehörde) Karten vom November 2020: Dezember in Nordwestdeutschland normal, sonst etwa um 0,5°C zu mild, Januar normal, Februar deutlich zu mild; Winter insgesamt also überall zu mild:

Bewertung: Dezember merklich unterschätzt, Note 5. Januar Treffer, Note 2. Februar deutlich überschätzt, Note 5, Gesamtnote 4.

CFSv2- Modell des NOAA (Wetterdienst der USA, folgende 3 Abbildungen, Eingabezeitraum 14. bis 24.11. 2020): Winter insgesamt etwa 1 bis 2 K zu mild. Dezember (oben) 0,5 bis 2 K, Januar (Mitte) 1 bis 3 K, Februar (unten) 0,5 bis 2 K zu mild. Die vorhergesagten Temperaturabweichungen beziehen sich auf die Mittelwerte der Periode 1981 bis 2010. Bemerkenswert ist, dass der Mildwinter von diesem Modell schon seit dem Sommer 2020 nahezu durchgängig vorhergesagt wird. Diese experimentellen, fast täglich aktualisierten, aber unsicheren Prognosen sind hier:

Bewertung: Dezember Treffer, Note 2. Januar deutlich überschätzt, Note 5. Februar deutlich überschätzt, Note 5. Gesamtnote 4.

Stefan Kämpfe (verfasst am 26.11. und veröffentlicht bei EIKE am 30.11.2020):

Fazit: Eindeutige, verlässliche Anzeichen für einen Winter in die extrem kalte Richtung fehlen; für die extrem milde Richtung gibt es nur ganz wenige Signale. Die Prognosesignale waren selten so widersprüchlich und instabil; lassen aber Raum für mehr Kälte. Die Vorhersagen der Wetterdienste und Institute tendieren jedoch bei extrem großer Unsicherheit in Richtung eines normalen bis sehr milden Winters. Allerdings verdichten sich die Anzeichen für einen kälteren Dezember, als in den Vorjahren, weil unter anderem zumindest anfangs die Westdrift blockiert und geschwächt ist. Insgesamt fällt der Winter 2020/21 nach momentanem Stand also bei enormer Unsicherheit fast normal aus und wird im Deutschland-Mittel auf minus 1,0 bis +3,0°C geschätzt (LJM 1991 bis 2020 +1,4°C). In den Kategorien „zu kalt“, „normal“ und „zu mild“ stellen sich die Wahrscheinlichkeiten des Winters 2020/21 folgendermaßen dar:

Die Schneesituation für Wintersport besonders in Lagen unter 1.000m bleibt zumindest in der ersten Dezemberdekade eher schlecht, weil eine ausreichende Schneeauflage fehlt und sehr ergiebige Schneefälle vorerst nicht sehr wahrscheinlich sind. Geschätzte Dezember- Monatsmitteltemperatur für Erfurt-Bindersleben (Mittel 1981- 2010 +0,5°C) minus 1,5 bis +2,5°C (fast normal). Für Jan/Feb. 2021 lässt sich noch kein Temperaturbereich schätzen; doch deuten viele Signale auf einen eher normalen bis milden Januar hin; Richtung Februar ist die Entwicklung noch völlig offen. Das Schneeaufkommen nach Mitte Dezember ist kaum vorhersehbar (langfristige Niederschlagsprognosen sind besonders unsicher; doch dürfte das enorme Niederschlagsdefizit der Dürregebiete in Ostdeutschland wohl nicht ausgeglichen werden). Zur Winterlänge fehlen bisher ebenfalls noch Hinweise. Die Hochwinterwitterung (Jan/Feb.) kann erst anhand des Witterungstrends zum Jahreswechsel etwas genauer abgeschätzt werden; momentan ist ein normaler bis milder Hochwinter etwas wahrscheinlicher, als ein durchgehend zu kalter. Wegen einer möglichen Westwindphase in der unteren Stratosphäre (QBO) sind mildere Phasen möglich. Sollte der Dezember aber tatsächlich eher kühl ausfallen, so erhöht das die Wahrscheinlichkeit für einen kalten Hochwinter 2021, besonders im Januar, zumindest etwas.

Dieses Fazit wurde aus 10% der Tendenz der Bauern- Regeln, 10% Sonnenaktivität, 20% Zirkulationsverhältnisse, 10% Mittelfrist- Modelle, 10% NAO, AMO,QBO, Polarwirbel, 15% Analogfälle, 10% Wirbelsturm-Aktivität und 15% der vorwiegenden Tendenz der Langfristprognosen gewichtet. Aktualisierung voraussichtlich Ende Dezember.

Bewertung: Dezember in Erfurt (real +3,0°C) um 0,5K unterschätzt, Note 3. DWD-Wintermittel Intervall gut getroffen; da aber ein sehr weites Intervall geschätzt war, auf Note 3 abgewertet. Der Gesamtcharakter des Winters wurde grob richtig eingeschätzt, auch die erhöhte Wahrscheinlichkeit für einen Normalwinter; Gesamtnote 3.

Februar 2021 narrte Modelle – die Irrwege des CFSv2-Modells

Der Februar fuhr eine eindrucksvolle Temperatur-Rallye: Mit Ausnahme des Nordostens startete er sehr mild, raste aber bald in den Eiskeller und eilte nach der Monatsmitte gleich in den Vorfrühling. Da sahen die Modelle bloß Rücklichter – sie irrten zwischen „viel zu mild“ und „viel zu kalt“ ziellos umher:

Abbildungen 2a bis 2c: Realität schlägt Modell mal wieder trotz „Anpassung“: Wie schon fast das ganze Halbjahr zuvor, sagte uns das (experimentelle) CFSv2-Modell des NOAA noch Mitte Januar 2021 einen deutlich zu milden Februar vorher (oben, 2a). Nachdem die Kälte bereits eingetreten war, sollte dann der ganze Februar in Nord- und Mitteldeutschland erheblich zu kalt ausfallen; zwischen 0,5 und 3 Kelvin (2b, Mitte). Die Realität lag dann dazwischen (unten, 2c). Bernd Hussing schätzt mit ganz wenigen der fast 2.000 DWD-Stationen die Monatsmittel immer erstaunlich genau; trotz des sehr komplizierten Februars wich sein Endergebnis nur um 0,21K vom DWD-Mittel ab. Bildquellen 2a und 2b NOAA, 2c bernd-hussing.de

 




Historischer Verlauf des Meeresspiegels bei UK

Das sind die Ergebnisse:

Gibt es nun eine Beschleunigung in dieser Aufzeichnung? Das Problem bei dieser Frage: Es ist bekannt, dass es langfristige Zyklen in den Gezeiten mit Perioden von bis zu 50 Jahren gibt. Was können wir angesichts dessen über diese Aufzeichnung sagen?

Nun, es ist klar, dass es um 1890 eine Beschleunigung gab. Es ist eine gute Sache, dass die Leute damals nicht über den sogenannten „KLIMA-NOTFALL!!!“ hyperventiliert haben, sie hätten behauptet, dass ihr Fall völlig bewiesen sei …

Aber diese Beschleunigung der 1890er Jahre dauerte nur ein paar Jahrzehnte. Danach war der Anstieg bis 1950 ungefähr linear.

Dann gab es eine leichte Verlangsamung bis etwa 1980 und eine leichte Beschleunigung seither.

Das Problem ist, dass die Alarmisten sich die Aufzeichnung ansehen, sie abschneiden, so dass sie 1950 beginnt, und dann lautstark verkünden, dass die Aufzeichnung für Großbritannien eine gefährliche Beschleunigung von 0,045 mm/Jahr pro Jahr zeigt. Was mathematisch zu 100% richtig ist, und wie die obige Grafik zeigt, ist es beim Blick über den Tellerrand hinaus zu 100% falsch.

Bei der derzeitigen Anstiegsrate des Meeresspiegels in Großbritannien wird der Gesamtanstieg bis zum Jahr 2100 etwa 160 mm betragen. Aber wenn man die falsche „Beschleunigung des Meeresspiegels“ hinzurechnet, wäre der Anstieg mehr als doppelt so hoch, nämlich 340 mm.
Das ist also das Neueste in der Welt des Meeresspiegels … immer noch kein Anzeichen für eine behauptete langfristige Beschleunigung.

Belassen wir es dabei. Aber für die mathematisch Interessierten, mathematisch gesehen ist Beschleunigung das, was man die „zweite Ableitung“ eines Datensatzes nennt. Also dachte ich, ich werfe mal einen Blick auf die jährliche Beschleunigung im obigen Datensatz. Hier ist das Ergebnis:

Je nach gewähltem Zeitraum kann man sagen, dass es eine positive Beschleunigung, eine negative Beschleunigung (Verlangsamung) oder gar keine Beschleunigung in der historischen Aufzeichnung des Meeresspiegels in Großbritannien gibt.

Mit anderen Worten … die endlosen Behauptungen über eine langfristige Beschleunigung der Anstiegsrate des Meeresspiegels sind in der historischen Aufzeichnung des Vereinigten Königreichs absolut nicht sichtbar.

Link: https://wattsupwiththat.com/2021/03/02/historical-uk-sea-levels/

Übersetzt von Chris Frey EIKE

 




WIRKLICHE Bedrohungen bedrohter Spezies

[Hervorhebung im Original]

Die Biden-Regierung bedient sich Exekutivanordnungen und regulatorischer Diktate, während das von den Demokraten kontrollierte Haus und der Senat Gesetze durch eine Stimme Vizepräsident Tie-Breaker sind. Das bringt uns gefährlich nahe an einen Green New Deal, der die fossilen Brennstoffe, die 80% der Energie in Amerika liefern, eliminieren würde – und sie durch Wind-, Solar-, Batterie- und Biokraftstoffenergie ersetzen würde.

Dies wird als „sauber, erneuerbar, ökologisch und klimafreundlich“ angepriesen. Es ist alles andere als das. Es würde Millionen von Windturbinen, Milliarden von Sonnenkollektoren, Tausende von Meilen neuer Übertragungsleitungen, Millionen von Hektar Biokraftstoff-Plantagen – und den exorbitanten Ausbau neuer Minen und Fabriken erfordern, um all diese neuen Energieanlagen zu bauen. Das würde sich auf Dutzende oder sogar Hunderte von Millionen Hektar Land in den Vereinigten Staaten auswirken, die für Ackerbau, Landschaften und Lebensräume für Wildtiere bestimmt sind … und über unsere Küsten hinaus.

Wir müssen das jetzt diskutieren, bevor wir den mit (vermutlich) guten Absichten gepflasterten Weg in die ökologische und wirtschaftliche Hölle einschlagen.

Viele Aktivisten, Politiker und Aufsichtsbehörden glauben, dass unsere Erde und ihre Gebiete mit unberührter Wildnis durch fossile Brennstoffe, konventionelle Landwirtschaft, moderne Lebensstandards und einen katastrophalen Klimawandel bedroht sind, der aus den oben genannten menschlichen Aktivitäten resultiert. Viele schüren diese Ängste, um eine immer größere Kontrolle über Energie- und Wirtschaftssysteme zu erlangen, persönliche Freiheiten zu beschneiden und Fragen und abweichende Meinungen zum Schweigen zu bringen.

[Hervorhebung vom Übersetzer]

Nur wenige von ihnen könnten wahrscheinlich jagen, sammeln oder ausreichend Nahrung für ihre Familien anbauen. … Dennoch sind sie strikt gegen synthetische konventionelle Herbizide, Insektizide und Düngemittel und unbeugsam in ihrem Irrglauben, dass Biobauern keine Pestizide verwenden – oder zumindest keine, die nicht sicher für Menschen und Wildtiere sind. Sie ignorieren den weit verbreiteten Einsatz von „natürlichen, organischen“ Chemikalien wie Kupfersulfat, das für Menschen giftig, für Fische tödlich, für die Fortpflanzungsorgane von Vögeln und Säugetieren schädlich, für Schafe und Hühner toxisch und in Boden und Wasser hochgradig persistent und bioakkumulativ ist.

Ihre Besessenheit vom „gefährlichen menschengemachten Klimawandel“ ignoriert ebenfalls die Realität. Ihre Computermodelle laufen heiß und sagen durchweg deutlich wärmere Temperaturen voraus als tatsächlich gemessen werden. Die Warnung, über die sie sich aufregen, mag um das Industriezeitalter herum begonnen haben, aber sie fällt auch mit dem Auftauchen der Erde aus der 500 Jahre langen Kleinen Eiszeit zusammen – eine bequeme Überschneidung für Polemik.

Die extremen Wetterereignisse, die sie den fossilen Brennstoffen und dem steigenden Kohlendioxidgehalt in der Atmosphäre zuschreiben, nehmen weder an Häufigkeit noch an Intensität zu. Vor allem stützt keine glaubwürdige Wissenschaft ihre Behauptungen, dass das heutige Wetter und Klima ausschließlich vom Menschen verursacht wird … und nichts mit den natürlichen Prozessen und Fluktuationen zu tun hat, die im Laufe der Geschichte Gletscherepochen, Warmzeiten und extreme Wetterereignisse und Zyklen verursacht haben.

Ihr bei weitem größter Irrtum ist jedoch ihr Beharren darauf, dass Wildtiere und ihre Lebensräume durch den Verzicht auf fossile Brennstoffe für Stromerzeugung, Transport, Heizung und Kochen gerettet würden. In Wirklichkeit gehen die größten Bedrohungen für Pflanzen, Tiere und Lebensräume nicht vom Klimawandel aus. Sie gehen von „grüner“ Energiepolitik und -programmen aus, die im Namen der Stabilisierung des niemals stabilen Klimas der Erde umgesetzt werden.

Die derzeitige Eile, mit der die Produktion und Nutzung fossiler Brennstoffe durch Executive Orders, Green New Deals und Infrastruktur-Vorschriften eingestellt werden soll – und die gesamte Energie Amerikas aus Wind-, Solar- und Biokraftstoffen gewonnen werden soll – wird dazu führen, dass Zehner-Millionen Hektar Ackerland, landschaftlich reizvolle Gebiete und Lebensräume für Wildtiere von riesigen Industrieanlagen überdeckt werden, um die Energie bereitzustellen, die Amerikas Arbeitsplätze, Gesundheit und Lebensstandard ermöglicht.

Mit der Zerstörung von Lebensräumen werden immer mehr Spezies geschädigt, bedroht und zum Aussterben gebracht.

Kohle, Öl und Erdgas erzeugen heute über 2,7 Milliarden Megawattstunden Strom pro Jahr. Fahrzeuge verbrauchen das Äquivalent von weiteren 2 Milliarden MWh pro Jahr, während Erdgas weitere 2,7 Milliarden MWh für die Beheizung von Häusern, Geschäften und Fabriken, die Warmwasserbereitung, das Kochen und industrielle Prozesse liefert.

Das sind 7,5 Milliarden MWh, nur für die Vereinigten Staaten. Das ist eine enorme Energiemenge – und darin sind die Öl- und Gasvorräte für Kunststoffe, Pharmazeutika und zahllose andere petrochemische Produkte noch nicht enthalten (hier kommen Mais, Sojabohnen und andere Biokraftstoffpflanzen ins Spiel). Auch die Energie zum Aufladen von Backup-Batterien für sonnen- und windlose Stunden, Tage und Wochen ist hier nicht enthalten.

Die Befürworter „erneuerbarer“ Energien und Lobbyisten wollen uns glauben machen, dass wir dies mit sehr wenigen Windturbinen und/oder Solarpanels erreichen können – auf relativ kleinen Flächen in den USA. Einer hat errechnet, dass nur 1.939 Quadratmeilen (1.240.000 Acres; Delaware) an Solarpaneelen nötig wären, um den bestehenden Strombedarf der USA zu decken; ein anderer sagte 10.000 Quadratmeilen (Maryland); ein dritter schätzte 40.223 Quadratmeilen (Ohio).

Ein anderer rechnete vor, dass wir die derzeitige Stromerzeugung mit nur 1.260.000 Windturbinen auf nur 470 Quadratmeilen Land ersetzen könnten, unter der Annahme, dass jede Turbine einen Viertel-Morgen groß ist und sie allesamt an 40% des Jahres Strom erzeugen.

Ich bin mir nicht sicher, welchen Feenstaub diese Leute versprüht haben, aber das sind keine realen Zahlen. Man braucht Platz zwischen den Paneelen für den Zugang und die Wartung; man kann sie nicht in ein riesiges Array packen. Bedenken Sie auch, dass Dominion Energy allein für Virginia 490 Quadratmeilen an Paneelen plant (das entspricht der 8-fachen Fläche von Washington, DC), nur für einen Teil seines Strommarktanteils im Staat).

72.000 der Sonne nachgeführte High-Tech-Paneele auf der Nellis Air Force Base im sonnigen Nevada bedecken 140 Hektar und erzeugen nur 32.000 MWh pro Jahr: 33 % der Nennleistung. Stationäre Low-Tech-Paneele erzeugen weit weniger als das. Die 355 Turbinen der industriellen Windkraftanlage Fowler Ridge in Indiana bedecken 50.000 Acres (120 Acres/Turbine – nicht annähernd ein absurder 1/4 Acre) und erzeugen nur 25% der Zeit Strom.

Ich schätze, man bräuchte über 17 Milliarden Paneele im Stil von Nellis – auf 53.000 Quadratmeilen (34.000.000 Acres oder der Hälfte von Nevada), um alle 7,5 Milliarden MWh fossiler US-Energie zu ersetzen und Batterien für eine Woche sonnenloser Tage aufzuladen, im Rahmen des Green New Deal des Teams Biden. Die Verwendung von standardmäßigen, stationären Paneelen würde die Landfläche und die Anzahl der Panele verdoppeln oder verdreifachen.

Nimmt man Fowler Ridge als Richtwert und geht von nur 50 Acres pro Turbine aus, würde man etwa 2 Millionen 1,8-MW-Windturbinen benötigen, die sich über 155.000 Quadratmeilen landschaftlich reizvolles, landwirtschaftlich genutztes und naturbelassenes Land ausbreiten würden. Das ist ganz Kalifornien. Und es wird angenommen, dass jede Turbine 25 % des Jahres Strom erzeugt. Geht man zur Küste, bräuchte man über 300.000 monströse 10-MW-Turbinen entlang der Großen Seen und der Meeresküsten.

Außerdem bräuchten wir Tausende von Kilometern an neuen Übertragungsleitungen, um all diese Anlagen und Städte miteinander zu verbinden.

Aber je mehr Windturbinen wir installieren, desto mehr müssen wir sie in suboptimalen Gebieten aufstellen, wo sie vielleicht 15 % des Jahres funktionieren; und je mehr wir installieren, desto mehr beeinträchtigen sie den Windfluss für die anderen. Die Auswirkungen auf Land, Lebensraum und Wildtiere könnten sich leicht verdoppeln; Millionen von Raubvögeln, anderen Vögeln und Fledermäusen würden getötet werden.

Je mehr Paneele wir installieren, desto mehr davon müssen in Gebieten mit geringer Qualität aufgestellt werden, und desto mehr brauchen wir.

Der Energieanalyst Willis Eschenbach hat errechnet, was nötig wäre, um die Welt bis 2050 auf eine emissionsfreie Stromerzeugung zu bringen – und genügend Spitzenleistung für die heißesten Sommer- und kältesten Wintertage zu gewährleisten. Er hat Solar- oder Windkraftwerke in Verbindung mit (gefürchteten und verachteten) Atomkraftwerken als Backup- bzw. eigentliche Erzeugungskapazität für sonnen- und windlose Tage verwendet und geht von einem Wirkungsgrad von 35 % aus. Wenn man seine Zahlen so anpasst, dass sie nur den US-Bedarf berücksichtigen, würde Amerika benötigen:

* 350.000 Quadratmeilen Solarzellen (Nevada, Arizona und New Mexico zusammen) plus 1.760 neue 3000-MW-Kernkraftwerke. Wenn man Platz für Zugang und Wartung hinzufügt, würde sich diese Zahl mindestens verdoppeln. Oder

* 10,5 Millionen 2-MW-Windturbinen auf 820.000 Quadratmeilen Land für Landwirtschaft, Landschaft und Wildtiere: mehr als ein Viertel der kontinentalen USA, plus 1.760 neue 3000-MW-Kernkraftwerke. (Wenn wir 1,8-MW- statt 2,0-MW-Turbinen verwenden, bräuchten wir 11,6 Millionen Turbinen auf 30 % der unteren 48 Staaten).

Die Produktion von Biokraftstoffen als Ersatz für all diese Petrochemikalien würde Millionen weiterer Hektar ehemaliger Lebensräume erfordern.

All diese Turbinen, Paneele, Backup-Batterien, Elektrofahrzeuge, Biokraftstoff-Verarbeitungsanlagen, Kernkraftwerke und Übertragungsleitungen würden Millionen von Tonnen an Metallen, Mineralien, Kunststoffen und Beton benötigen – aus Milliarden von Tonnen Abraum und Erzen. Das wird zu astronomischen Auswirkungen auf Land, Luft, Wasser, Wildtiere und Menschen durch Abbau, Verarbeitung und Herstellung führen. Das meiste davon wird in Übersee stattfinden, aus den Augen und aus dem Sinn, weil Team Biden diese Aktivitäten in den Vereinigten Staaten nicht zulassen wird. Also werden sich viele Leute nicht darum kümmern und sich fröhlich darauf konzentrieren, dass diese neuen Energiequellen „emissionsfrei“ sind … hier in den USA.

Dies sind nur Best Estimates. Aber sie unterstreichen, warum wir umfassende, solide Energieproduktions- und Umweltanalysen sowie Folgenabschätzungen für jedes Konzept, jeden Vorschlag und jedes Projekt des GND benötigen – bevor wir uns auf den mit (vermutlich) guten Absichten gepflasterten Blumenweg in die ökologische und ökonomische Hölle begeben.

Es darf keine beschleunigten Prüfungen geben, keine Abkürzungen, keine Behauptung, die ökologischen Auswirkungen könnten beschönigt werden, weil sie „unbeabsichtigt“ oder weniger wichtig seien als die „Rettung des Planeten“ vor dem Klimachaos.

Paul Driessen is senior policy advisor for the Committee For A Constructive Tomorrow (www.CFACT.org) and author of books, reports and articles on energy, environmental, climate and human rights issues.

Link: https://www.iceagenow.info/real-threats-to-threatened-species/

Übersetzt von Chris Frey EIKE

 




Vor dem tödlichen Schneesturm: US-Energie­ministerium verwehrte dem Staat Texas die Erlaubnis zur Steigerung der Energie­erzeugung

Eine Notverordnung des Energieministeriums der Biden-Administration zeigt jedoch, dass der texanische Energienetzbetreiber ERCOT* angewiesen wurde, die Standards für grüne Energie einzuhalten, indem er Energie von außerhalb des Staates zu höheren Kosten einkaufte. Dadurch wurde die Stromproduktion im gesamten Bundesstaat vor dem katastrophalen Polarwirbel gedrosselt.

[*ERCOT = Electricity Reliability Council of Texas]

Die Anweisung zeigt, dass der amtierende Energieminister David Huizenga nicht auf Umweltauflagen verzichtet hat, um eine maximale Energieproduktion zu ermöglichen. Stattdessen wies er ERCOT an, alle Ressourcen zu nutzen, um innerhalb der akzeptablen Emissionsstandards zu bleiben – einschließlich des Kaufs von Energie von außerhalb des Staates.

Hier findet man diese Emergency Order.

Man braucht vier Anwälte, um diese Anordnung zu lesen – nur um herauszufinden, was in aller Welt nun darin steht.

„ERCOT geht davon aus, dass diese Verordnung zu einer Überschreitung der Grenzwerte für Schwefeldioxid-, Stickoxid-, Quecksilber- und Kohlenmonoxid-Emissionen sowie für die Abgabe von Abwasser führen kann“, heißt es in der Verordnung. „Um nachteilige Auswirkungen auf die Umwelt zu minimieren, beschränkt diese Anordnung den Betrieb der disponierten Einheiten auf die Zeiten und innerhalb der Parameter, die von ERCOT für den Erhalt der Zuverlässigkeit festgelegt wurden.“

Führte zu ENORMEN Preiserhöhungen

Darüber hinaus wurde angeordnet, dass eine „zusätzliche Menge zu der eingeschränkten Kapazität“ an ERCOT zu „einem Preis von nicht weniger als 1.500 $/MWh“ verkauft werden muss, eine Steigerung von über 6.000 Prozent gegenüber den Preisen vom Februar 2020 in Höhe von 18,20 $.

Am Mittwoch berichtete das Dallas Business Journal: „Der durchschnittliche Strompreis im texanischen Stromnetz lag im Februar bisher bei 1.137,33 Dollar pro Megawattstunde, gegenüber 18,20 Dollar pro Megawattstunde im Februar 2020, wie aus den Daten des Electricity Reliability Council of Texas (ERCOT) hervorgeht. Das ist ein Sprung von mehr als 6.000 Prozent.“

Tage später legte die Public Utility Commission of Texas die Preise auf 9.000 $/MWh fest.

Mehr hier.

Indes: Die Texaner hatten zuvor beschlossen, das Stromnetz wegen der globalen Erwärmung nicht winterfest zu machen.

Die Texaner glaubten einem Bericht über die globale Erwärmung, der behauptete, dass es in Texas im Durchschnitt 1,6 Grad wärmer werden würde, und stellten daher das Stromnetz nicht auf Winter.

Die etablierten Republikaner von Texas ignorierten die Aufforderungen, die Schwachstellen im Stromnetz, und die Stromversorger führten keine Sicherheitsinspektionen durch, weil sie Angst vor einer Ansteckung mit COVID-19 hatten. Jetzt sind neue Informationen ans Licht gekommen, dass die Entscheidung, die Kraftwerke nicht gesetzlich zur Überwinterung zu verpflichten, auf Berichten beruhte, die der texanischen Legislative vorgelegt wurden und die nahelegten, dass die globale Erwärmung so stark sei, dass eine Überwinterung des Systems unnötig sei.

Dem Bericht zufolge hatte die globale Erwärmung ein solches Ausmaß, dass eine Vorbereitung der Anlagen auf kaltes Winterwetter nicht notwendig war.

Die staatliche Klimatologie sagt eine Abnahme des Winterwetters bis 2036 voraus und dass es 1,6 Grad wärmer sein werde als in den Jahren 2000-2018.

In dem Bericht heißt es weiter, dass die Winter in der nahen Zukunft „etwa 3,1°C wärmer als der Durchschnitt von 1950-1999“ sein sollten und dass eine „Abnahme“ winterlichen Wetters erwartet wurde.

In der Realität war dies jedoch nicht der Fall, wie die Wetterberichte und Wintersturm-Warnungen von Anfang dieses Monats zeigen:

Link: https://www.iceagenow.info/dept-of-energy-blocked-texas-from-increasing-power-ahead-of-killer-storm/

Übersetzt von Chris Frey EIKE