Verlauf von CO2 und Temperatur über Jahrtausende

Abbildung 1: CO2-Gehalt laut Eisbohrkern und laut instrumentellen Messungen am Mauna Loa

Beachten Sie, dass es eine gute Übereinstimmung zwischen den dreizehn verschiedenen Eiskernen gibt, ebenso wie eine gute Übereinstimmung während der Periode der Überlappung zwischen den Eiskern- und den instrumentellen CO2-Daten.

Um zu sehen, wie das CO2 mit der Temperatur seit dem Jahrespunkt zusammenhängt, nahm ich diesen CO2-Datensatz und überlagerte ihn mit der Ljundqvist-Rekonstruktion der Temperatur-Variabilität der außertropischen nördlichen Hemisphäre von 30°N bis 90°N. Es ist ein dekadischer Durchschnittswert, der vom Jahr 1 bis zum Jahr 1999 reicht. Ich habe auch die aktuellen dekadischen Mittelwerte von Berkeley Earth für den Zeitraum seit dem Ende der Studie, für 2000-2009 und 2010-2019, hinzugefügt. (Da es sich bei dem einen Datensatz um einen Proxy-Datensatz und bei dem anderen um einen instrumentellen Datensatz handelt, habe ich die Varianz des Berkeley Earth-Datensatzes so angepasst, dass sie mit der Varianz des Proxy-Datensatzes über den Zeitraum ihrer Überlappung übereinstimmt, also von 1850 bis 1999. Dies ist das gleiche Verfahren, das Ljundqvist für die schwarze gestrichelte Linie in seiner Rekonstruktion verwendet hat).

Hier ist die Grafik:

Abbildung 2: dekadische Temperatur-Rekonstruktion nach Ljungqvist 90-30°N, zu der ich Eiskern- und instrumentelles CO2 hinzugefügt habe, sowie die beiden letzten Dekaden der Berkeley Earth Mitteltemperaturen 90-30°N (blaue Kreise). Die Eiskerndaten sind eine Lowess-Glättung der einzelnen Eiskerndatenpunkte, die in Abbildung 1 dargestellt sind.

In Abbildung 2 sehen wir die frühe „Römische Warmzeit“, die bis etwa zum Jahr 200 n. Chr. andauerte. Danach sanken die Temperaturen bis etwa zum Jahr 500 n. Chr.. Danach erwärmte sich die Welt wieder bis zur „Mittelalterlichen Warmzeit“, gefolgt von einer weiteren Abkühlung bis zur „Kleinen Eiszeit“ ab, die etwa um das Jahr 1700 n. Chr. Endete. Danach schließlich ist die Temperatur über die folgenden drei Jahrhunderte seit der Kleinen Eiszeit in Schüben wieder gestiegen.

Hier sind meine Fragen zu dieser historischen Temperaturaufzeichnung:

● Warum begann die Temperatur nach der Römischen Warmzeit zu sinken? Warum ist es nicht einfach warm geblieben?

● Warum begann die Abkühlung im Jahr 200 n. Chr. und nicht etwa im Jahr 600 n. Chr.?

● Warum begannen die Temperaturen um 550 n. Chr. zu steigen bis zum Höhepunkt der Mittelalterlichen Warmzeit um 1000 n. Chr.? Es hätte kalt bleiben können … blieb es aber nicht.

● Warum erfolgte die Erwärmung von 550 bis 1000 n. Chr., und nicht von, sagen wir, 800 bis 1300 n. Chr.?

● Was verursachte die stetige Abkühlung von etwa 1000 n. Chr. bis zum Tiefpunkt der Kleinen Eiszeit um 1700 n. Chr.?

● Warum fand diese Abkühlung von etwa 1000-1700 n. Chr. stzatt und nicht z. B. von 1250-1850 n. Chr.?

● Warum hat sich die Welt nicht weiter abgekühlt bis zu einer echten Vergletscherung, anstatt dass die Abkühlung um das Jahr 1700 n. Chr. aufhörte? Angesichts der Milankovich-Zyklen und der Länge der anderen warmen Zwischeneiszeiten ist eine weitere echte Eiszeit überfällig.

● Warum begann sich die Temperatur am Ende der Kleinen Eiszeit wieder zu steigen anstatt einfach bei der Temperatur von 1700 n. Chr. zu verharren?

● Warum ist es von der Kleinen Eiszeit bis zur Gegenwart in Schüben wieder wärmer geworden?

Der Grund, warum das alles so wichtig ist, ist Folgender:

NICHT EIN KLIMAWISSENSACHAFTLER KENNT DIE ANTWORT AUF DIESE FRAGEN.

Kein Einziger zu keiner einzigen Frage.

Und aus Abbildung 2 geht eindeutig hervor, dass die Antwort NICHT CO2 lautet.

[Hervorhebungen im Original]

Ohne ein ausreichendes Verständnis des Klimas zu haben, um die Antworten auf diese Fragen zu kennen, gibt es absolut keine Möglichkeit zu sagen, ob die jüngste Erwärmung nicht einfach nur eine weitere natürliche Schwankung der Erdtemperatur ist.

Apropos Schwankungen, ich stelle in Abbildung 2 fest, dass die Oberflächentemperatur der außertropischen Nordhemisphäre der Erde in den letzten 2000 Jahren in einem Bereich von etwa 1,5°C variiert hat. Die Oberflächentemperatur der Erde liegt in der Größenordnung von 288 Kelvin, so dass dies einschließlich der Varianzanpassung eine Temperaturschwankung in der Größenordnung von einem Prozent über einen Zeitraum von zweitausend Jahren darstellt … für mich ist dies das Interessanteste am Klima – nicht wie sehr es sich im Laufe der Zeit verändert, sondern wie wenig es sich verändert.

Diese thermische Stabilität ist nicht auf thermische Trägheit zurückzuführen – die Temperatur auf dem Festland jeder Hemisphäre schwankt im Laufe eines jeden Jahres um etwa 15°C, und der Ozean auf jeder Hemisphäre variiert jedes Jahr um etwa 5°C.

Ich behaupte, dass diese überraschende und außergewöhnliche Stabilität auf die thermoregulierende Wirkung von emergenten Klimaphänomenen zurückzuführen ist, darunter Staubteufel, tropische Kumulusfelder und Gewitter, der El Nino/La Nina-Prozess, der überschüssige Wärme zu den Polen pumpt, Tornados und Hurrikane. Ich beschreibe diese Theorie der emergenten Thermoregulation in einer Reihe von Beiträgen, die in meinem Index 2021 meiner Beiträge hier im Abschnitt „Emergenz“ aufgeführt sind. Diese wirken, um die Erde entweder vor übermäßiger Erwärmung oder Abkühlung zu bewahren.

Jedenfalls habe ich in letzter Zeit immer wieder daran gedacht – an 2000 Jahre des Temperaturverlaufs und dass dieser Verlauf in keiner Weise vom CO2-Gehalt bestimmt wird …

——————————
Technische Anmerkung: Einige Leute haben gefragt, ob es in Ordnung ist, Proxy- und Instrumentaldaten oder allgemeiner zwei Datensätze, die angeblich dasselbe Phänomen messen, zu verbinden.

Meine Antwort ist absolut ja, FALLS zwei Bedingungen erfüllt sind:

Bedingung 1: Es gibt genügend zeitliche Überlappung zwischen den Datensätzen, um zu überprüfen, ob die beiden Datensätze die gleiche Antwort geben. In diesem Fall gibt es zum Beispiel eine Überlappung zwischen instrumentellen und Proxydaten sowohl für die Eiskern-/Instrumental-CO2-Aufzeichnungen als auch für die Proxy-/Instrumental-Temperaturaufzeichnungen. Abbildung 1 zeigt die Überlappung von Eiskern/Mauna Loa CO2. Hier ist eine Nahaufnahme der Überlappung zwischen der Ljungqvist-Temperatur und der varianzbereinigten Berkeley Earth-Temperatur:

Abbildung 3. Nahaufnahme, Überlappung von Ljungqvist-Temperatur und varianzbereinigter Berkeley-Earth-Temperatur

 

Wenn Sie die Abbildungen 1 und 3 betrachten, können Sie die Überlappung in jedem Fall sehen und überprüfen, dass die Proxy- und die instrumentellen Aufzeichnungen eindeutig in guter Übereinstimmung sind.

Bedingung 2: Die Tatsache der Überlappung wird klar und deutlich gemacht, ohne dass versucht wird, sie zu verbergen. In beiden Diagrammen ist der Überlappungszeitraum klar dargestellt, und die Existenz des Spleißes wird auch im Text bestätigt.

Hier ist ein Beitrag von mir, der das Spleißen diskutiert, passenderweise mit dem Titel „Splicing Clouds“ …

Link: https://wattsupwiththat.com/2021/03/22/millennial-co2-and-temperature/

Übersetzt von Chris Frey EIKE

 




Wer schützt uns endlich vor der wild geworde­nen Politiker­meute?

Nun haben wir eine neue Pandemie

Am 22.03. wurden die neuen Coronamaßnahmen verkündet [2] und der Bayerische Lokalfürst Söder (Jurist) klärte seine Untertanen wieder auf, warum diese leider, aber unvermeidbar, immer härter erforderlich werden; dpa 23.03.2021 [3]: Söder: Die Lage ist ernst und wird sehr viel ernster werden «Die dritte Welle rollt durch Bayern», sagte er. Und diese sei deutlich gefährlicher, es handle sich quasi um eine komplett neue Pandemie. Sechs Wochen sei es bei den Corona-Zahlen abwärts gegangen, seit vier Wochen gehe es wieder nach oben …
Der selbsternannte Chef-Epidemiologe Söder korrigierte sich inzwischen und verschärfte seine Aussage (Zitierung aus einer Tageszeitung): „Es ist eine neue Pandemie“, sagte der CSU-Politiker. „Es ist nicht einfach der dritte Aufguss“.

Irgendwelche Hemmungen hat er dabei nicht. Denn seine Untertanen sind daran ja selbst schuld, weil sie sich nicht strengstens an seine Regeln halten.

Wenn unsere Staats-Orakel sprechen

Unsere unfehlbare Merkel soll am 22.03. in der Kanzlerrunde mit einem ihrer typischen Schwurbelsätze gesagt haben (Zitierung aus einer Tageszeitung): „Insgesamt verhehle ich nicht, dass wir eigentlich den Reisehinweis geben, dass man dieses Jahr eben nicht reisen sollte“.
Einst berichtete die gleiche Zeitung, dass Informationen mit Grammatikfehlern von guten Bürgern nicht gelesen werden sollen, da solche grundsätzlich räääääächts sind und damit nur Unwahrheiten enthalten können …

Doch Ironie beiseite. Wie schon damals bei der griechischen Variante, können ausschließlich „Eingeweihte“ (damals Priester) Orakelsätze richtig deuten. Regierungssprecher Seibert ist der Priester für unser Staatsorakel und deutete die Aussage wie folgt (Zitierung aus der Tageszeitung): Doch Regierungssprecher Seibert stellte später auf Twitter dar, dass es bei diesen Aussagen Angela Merkels vor allem um die Osterzeit und die kommenden Wochen danach gehen sollte.
Der damit neu geknüpfte, Gordische Knoten lässt sich wohl entwirren, indem man davon ausgeht, dass sich „die kommenden Wochen“ über das gesamte Jahr erstrecken. Ob zur „Vermeidung“ eines Dauer-Lockdown die eben erfundenen Corona-Ruhetage dazu bis zum Jahresende verlängert werden, wird wohl eine der nächsten Nachtsitzungen (inzwischen offiziell als „Geisterstunden“ in die Geschichte eingehend) in kleiner Runde entscheiden …

Es gibt aber noch weitere Orakel. Karin Maag, die gesundheitspolitische Sprecherin der Union im Bundestag (Juristin) sagte in „hart aber fair, Der verschobene Frühling: Dritter Lockdown statt weiter lockern? (ARD)“ am 22.03.2021 allen Ernstes: „Wir hatten nie einen Lockdown“
Berichtet wurde es in [9]. Der Autor hat sich angewöhnt, alles nachzuprüfen. Also hat er das Video auf YouTub angesehen (Link) und wirklich, bei 26:23 kommt diese Aussage von ihr als Einwurf in einer Diskussion.
Da steckt zwar kein Grammatikfehler drin. Doch ist der Unterschied zwischen „Corona leugnen“ und „Lockdown leugnen“ wirklich groß? Jedenfalls bestätigt es das Bild über unseren Politikzirkus in Berlin.

Bisher haben unsere Maßnahmen nichts bewirkt. Deshalb müssen alle verschärft so weiter machen ….

ist im Wesentlichen das Einzige, was denen in Berlin und leider auch den Landesfürsten nach über einem Jahr Corona einfällt:
[2] Tichys Einblick, 23.03.2021: Karwoche mit Merkel – Lockdown total: Lebensmittelgeschäfte zu, kein Urlaub, keine Gottesdienste, „Ansammlungsverbot“
Merkel erreicht bei diesem Corona-Gipfel eine nie dagewesene Radikalität. Sie wollte für fünf Tage alle Geschäfte schließen – wirklich alle. Das konnte noch abgeschwächt werden. Zu den Ergebnissen fehlen einem dennoch die Worte.
… Am Karsamstag soll der Lebensmitteleinzelhandel im engen Sinne geöffnet bleiben dürfen, am Gründonnerstag sollen aber sogar der Lebensmitteleinzelhandel und Supermärkte geschlossen werden. Dazu kommt für fünf Tage ein „Ansammlungsverbot“, bei dem grundsätzlich nur noch Personen aus zwei verschiedenen Haushalten zusammenkommen dürfen. Ostern mit der Familie fällt also genauso aus wie Demonstrationen und Gottesdienste. Man wolle auf die Religionsgemeinschaften zugehen mit einer „Bitte“ – wie freiwillig diese Bitte dann angenommen werden muss, bleibt offen.
… Mitfahrer im Auto, die nicht zum eigenen Haushalt gehören, sind zum Tragen einer medizinischen Maske verpflichtet

Wer den Originalbeschluss lesen will: [5] Videokonferenz der Bundeskanzlerin mit den Regierungschefinnen und Regierungschefs der Länder am 22. März 2021 Beschluss
Warum unseren Politikern weiterhin nichts Sinnvolleres einfällt, brachte Söder vorher im Bayerischen Landtag auf den Punkt: Söder verteidigt seinen Kurswechsel, erklärt, dass der Inzidenzwert weiter die einzig belastbare Größe sei und dass ihm noch niemand eine tragfähige Alternative genannt hat …

Aber es vermittelt immerhin ein Erwartungs-Gefühl wie vor Weihnachten, nachdem nun auch das Osterfest angeordnet ausfällt.

Bild 1

Die Untertanen müssen endlich erkennen, dass das Grundgesetz nicht für sie, sondern für „die Partei“ zur freien Verfügung geschaffen wurde.

Großzügig lassen wir aber in ganz kleinem Rahmen zu, dass unter strengsten Auflagen „getestet“ wird, ob das, was sich woanders seit Langem bewährt hat, vielleicht bewähren könnte

Nachdem ein kleines Städtchen im Land belegt, dass man mit Überlegen und sinnvollen Maßnahmen wesentlich billiger und vor allem viel erfolgreicher zurechtkommt, was allerdings auch ein ganzes Land im Norden zeigt, dessen Erfolg trotzt aller negativen Stör-Propaganda unserer Medien doch zu bekannt wurde, war es politisch wohl nicht mehr möglich, dies weiterhin vollkommen zu ignorieren.

Und so wurde nun nach über einem Jahr Corona erstmals „erlaubt“ die seit langer Zeit funktionierenden Öffnungsmodelle von Tübingen und Schweden für ganz Wenige unter sturer Einhaltung regulatorischer und technisch noch gar nicht in funktionierende Form verfügbarer Maßnahmen „an-testen“ zu dürfen:
[5] 6. Im Rahmen von zeitlich befristeten Modellprojekten können die Länder in einigen ausgewählten Regionen, mit strengen Schutzmaßnahmen und einem Testkonzept einzelne Bereiche des öffentlichen Lebens öffnen, um die Umsetzbarkeit von Öffnungsschritten unter Nutzung eines konsequenten Testregimes zu untersuchen.
Zentrale Bedingungen dabei sind lückenlose negative Testergebnisse als Zugangskriterium, IT-gestützte Prozesse zur Kontaktverfolgung und ggf. auch zum Testnachweis, räumliche Abgrenzbarkeit auf der kommunalen Ebene, eine enge Rückkopplung an den Öffentlichen Gesundheitsdienst und klare Abbruchkriterien im Misserfolgsfalle.

Nehme man einmal an, das immerwährende Problem nicht funktionierender „IT-gestützter Prozesse“ in öffentlicher Verantwortung würde von unserer zwischenzeitlich von der medialen Bildfläche gänzlich verschwundenen Ministerin für Digitalisierung gelöst werden, stellt sich die Frage, ob schon jemand bedacht hat, wie verblüffend (katastrophal) Schnelltest derzeit funktionieren. Dazu ein aktuelles Beispiel:
Im beschaulichen, fränkischen Städtchen Altdorf wurden 180 Schüler eines Gymnasiums von Fachpersonen (Leitung: BRK, Testpersonal: Mehrere Ärzte, Krankenschwestern und ein Rettungssanitäter) einem Corona-Schnelltest unterzogen [6]. Der Schnelltest meldete davon 29 Schüler als Corona-Positiv. Im Schnelltest positiv gemeldete müssen dann einem weiteren PCR-Test unterzogen werden. Danach blieb nur noch ein!!! positives Ergebnis übrig.
Wenn solche „Testqualitäten“ massenhaft eingesetzt werden, ist das völlige Chaos vorhersehbar.

Beschlossene Maßnahmen und vergleichende Datenbasis

Als Bürger versucht man manchmal, Entscheidungswege unserer „Intelligenz“ Politiker nachzuvollziehen. Obwohl das (nicht nur) bezüglich „Corona“ dem Autor seit Langem nicht mehr gelingt, anbei wieder recherchierte und teils aufbereitete Daten, anhand derer jeder Leser entscheiden mag ob er die Maßnahmen und Verlautbarungen unserer Politiker und deren Hofberaterschranzen für sinnvoll und notwendig hält.

Eine Übersicht lieferte Achgut: [1] Achgut 22.03.2021: Lockdown für die Panikmacher! Oder: Lest doch bitte die RKI-Zahlen
Darin wird der RKI-Coronabericht [7] 2021-03-18-de.pdf (rki.de) rezensiert.
Denn dieser Bericht widerlegt in vielen Details die alarmistischen Aussagen des gleichen Instituts. Das möge aber bitte jeder selbst nachlesen. Anbei nur ein paar „Auszugsplitter“:

Bild 2 RKI-Bericht Auszug [7]

Bild 3 RKI-Bericht Auszug [7]

Anbei wieder lokale Beispiele, weil solche die Diskrepanz zwischen behördlichen Maßnahmen und der (nicht erkennbaren) Gefährdung konkreter aufzeigen.

Nürnberg und Fürth

Die direkt nebeneinander liegenden Städte Nürnberg und Fürth haben eine 7-Tage-Inzidenz von deutlich über 100 und deshalb die vorgeschriebenen, vom Landesvater Söder verordneten Einschränkungen unerbittlich umgesetzt.

Nur wenn zum Beispiel durch (den Behörden bekannte) Meldeverzögerungen die Inzidenz doch mal kurzzeitig unter 100 rutscht, wagt es eine der Städte, wieder – teilweise nur für einen Tag – von den verordneten Restriktionen abzuweichen, da es „die Zahl“ erlaubt. Eine perfekte Demonstration, dass die Verantwortlichen in den Behörden jegliches „Wissen“ (so solches vorhanden sein sollte) vergessen und streng nach Zahlenwertvorgaben handeln.

Ansonsten wagen es beide „Städte“ selbst bei der kleinsten Inzidenz-Abweichung partout nicht, von den verordneten Vorgaben abzuweichen, denn eigenständiges Denken und Mut zu entscheiden ist den dafür Zuständigen und den Stadtspitzen vollkommen fremd. Weder die Bayerische SPD, noch die CSU erkennen, wie sinnvoll es sein könnte, für „spätere Zeiten“ einen Märtyrer – wie es die GRÜNEN (notgedrungen) mit (dem renitenten) B. Palmer „machen“ – walten zu lassen, zur Belegung, wie mutig und richtig (jemand von der Partei) schon gehandelt hat, als sich noch alle vehement dagegen stemmten …

Dabei ist weder in Nürnberg, noch im kleinen Städtchen Fürth auch nur entfernt eine Corona-Gefährdung der Bevölkerung erkennbar.
Um das zu „sehen“, muss man sich allerdings die Daten des RKI laden und die Werte mühsam „zusammenfieseln“, um sie grafisch darstellen zu können:

Nürnberg Datenabruf: 21.03.2021; Datenstand: 20.03.2021
Fürth Datenabruf: 22.03.2021; Datenstand: 21.03.2021
Zuerst der überall gemeldete, „exponentielle Anstieg“ der Fallzahlen. Beide Städte verweigern sich vehement, dabei „mitzumachen“. Man gewinnt den Eindruck, dass „exponentiell“ inzwischen als reines Modewort verwendet wird, um „mathematische Kompetenz“ auszuweisen:

Bild 4 Städte Fürth und Nürnberg, Tageswerte Corona-Meldefälle seit dem 01.01.2021. Grafik vom Autor erstellt. Datenquelle: RKI-Coronadaten

Ein Vergleich der Fallzahlen mit den Corona-Todesfällen zeigt immer neu, dass die Inzidenz keinerlei Aussage über eine Gefährlichkeit liefert (mögen es die unfehlbare Merkel und der heilige Söder auch immer neu behaupten) – und, dass eine solche in beiden Städten auch weiterhin nicht entfernt besteht:

Bild 5 Städte Fürth und Nürnberg, Tageswerte Corona-Todesfälle seit dem 01.01.2021. Grafik vom Autor erstellt. Datenquelle: RKI-Coronadaten

Zum Schluss zeigt ein Vergleich der altersbedingten Coronamortalität, dass alleine schon der Schutz der Hoch-Risikogruppe ab ca. 75+ zur Eindämmung der restlichen Gefährdung ausreicht, weil für die Altersgruppen darunter die Mortalitätsgefahr gering bis sehr gering ist.
Auszug aus [8]: Bisher sind in ganz Deutschland an oder mit Corona gestorben:
10 Kinder und Jugendliche unter 20 Jahren
60 Menschen unter 30 Jahren
193 Menschen unter 40 Jahren
591 Menschen unter 50 Jahren
2.502 Menschen unter 60 sind bisher an oder mit Corona gestorben
8.181 Menschen unter 70 sind bisher an oder mit Corona gestorben
65.264 Menschen, die älter sind als siebzig Jahre, sind bisher an oder mit Corona gestorben

Insgesamt sind über grob ein „Coronajahr“ bisher 73.445 Menschen in Deutschland an oder die Meisten eher mit Corona verstorben. Im Jahr 2018 sind „ohne“ Corona 953.295 Personen verstorben. Der Anteil an- oder vor allem mit Corona-Verstorbenen beträgt also ungefähr 7,7 … 10 %.

Grafik Nürnberg-Fürth:

Bild 6 Städte Fürth und Nürnberg, Tageswerte Corona-Todesfälle unter und über dem Alter 80+ seit dem 01.01.2021. Grafik vom Autor erstellt. Datenquelle: RKI-Coronadaten

Herr Dr. Wagner vom Klinikum Fürth sagte dazu (Zitierung aus einer Lokalausgabe vom 24.03.): „ … ich könnte mir schon vorstellen, dass es weniger Tote gibt ...

Wird die Hysterie so weitergeführt (der Klimawandel ist ein Beispiel, dass es passiert, wenn der „Nutzen“ für Günstlinge eine Kippschwelle überschreitet), dann wird ab jetzt jede Grippewelle zum Problem „Jahrhundert + x“ und eine Goldgrube für Pharmakonzerne.

Wöchentlicher „Coronabericht“ des statistischen Instituts der Uni München

Danach hat es weder im Jahr 2020 eine Übersterblichkeit gegeben, noch besteht derzeit eine. Auch eine Überlastung der Intensivstationen ist nicht erkennbar.

Im aktuellen Bericht „CODAG Bericht Nr. 11 19.03.2021“ steht: … In allen drei Graphiken ist ein Rückgang der tödlichen COVID-19 Fälle bis einschließlich Kalenderwoche 9 zu erkennen. Für ganz Deutschland sind nach unseren Berechnungen weniger als 200 tödliche Todesfälle im Tagesschnitt zu erwarten. Dies ist ca. 75% weniger als noch um den Jahreswechsel. Für Kalenderwoche 10 setzt sich der abfallende Trend der tödlichen COVID-19 Fälle sowohl bei den unter 80-Jährigen als auch bei den über 80-Jährigen nicht fort. Allerdings ist zu beachten, dass die Schätzung mit statistischer Unsicherheit belegt ist, was durch den grauen Hintergrund in Form eines 95% Konfidenzintervall visualisiert ist …

Bild 7 Bundesländer, tägliche Neuaufnahmen ICU/100 Tsd. Einwohner. Bild aus CODAG Bericht Nr. 11 19.03.2021

Bild 8 Bayern Mortalitätsrate. Bild aus CODAG Bericht Nr. 11 19.03.2021

Bild 9 Deutschland, tägliche, tödliche COVID-19 Infektionen. Bild aus CODAG Bericht Nr. 11 19.03.2021

Trotzdem wurde ein noch schlimmererer Lockdown beschlossen.

Wie sehen es unsere Medien

Unsere Medien ereifern sich über die gerade beschlossenen Maßnahmen. Allerdings nicht, weil sie diese für übertrieben halten, sondern, weil sie diese „Härte“ schon längst gesehen haben wollten.

WELT, 23.03.2021: „Deutschlands Regierung kapituliert vor den Grundzügen der Vernunft“
„… Das eigentliche Versagen ist nicht, was gestern beschlossen wurde. Das eigentliche Versagen ist, dass die deutsche Politik gar keine Alternativen mehr zum Shutdown hatte. Weil in den vergangenen Monaten so viel versemmelt wurde, dass Lockerungen in der Tat nun keine Option mehr waren …
Dabei wären die anhaltenden Einschränkungen der Freiheitsrechte vermeidbar gewesen, hätte die Politik in der Vergangenheit konsequenter und entschlossener gehandelt. Das gilt für beide Disziplinen der Pandemiebekämpfung. Für das Shutdown-Management. Und für die Beschaffung von Hilfsmitteln und deren systematischen Einsatz …

So steht die Bundesregierung im März 2021 ähnlich hilflos da wie im März 2020. Damals war das verständlich, heute ist es unverzeihlich.“
Die „Welt“ zitiert hier den „Spiegel“. Nur fragt man sich: Haben die Redaktionen dieser Medien überhaupt schon einmal die wirklichen Zahlen angesehen? Wohl kaum.

Aber es ging wohl um etwas anderes. Die unfehlbare Merkel muss weiterhin gelobt und unfehlbar bleiben:
WELT, 23.03.2021: (Hier zitiert sie aus der taz) … „Dass sich die Länderchef:innen beim letzten Treffen Anfang März mit ihrer Linie gegen Merkel durchgesetzt haben, nicht mehr die Unterschreitung der Schwelle von 35 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner:innen binnen sieben Tagen als Kriterium für mögliche Lockerungen zu definieren, rächt sich inzwischen.
Als ob das nicht reicht, werden schon die nächsten Horrorszenarien vermittelt. Wie beim Klimawandel nun als Simulation:
Tagesspiegel, 22.03.2021: „Notbremse wird daran nichts ändern“: Modellierung zeigt dramatische, dritte Corona-Welle in Deutschland
Berliner Forscher warnen in einer Studie für den Bund-Länder-Gipfel vor stark steigenden Inzidenzen. Sie empfehlen, auf jegliche Kontakte in Räumen zu verzichten.
Die dritte Welle der Covid-19-Pandemie könnte zu deutlich höheren Inzidenzen führen als die zweite. Das ist das Ergebnis einer neuen Modellierung vom Fachgebiet Verkehrssystemplanung und Verkehrstelematik von
Kai Nagel an der TU Berlin.

Daran wird auch eine potenzielle Notbremse, wie sie eventuell am 22. März 2021 in der Bund-Länder-Konferenz entschieden wird, nichts mehr ändern“, schreiben die Forschenden in einer Untersuchung, die am Montag auf dem Corona-Gipfel von Bund und Ländern vorgestellt werden sollte.

Berater“

„Verlassen“ wir einmal die sattsam bekannten Hofberaterschranzen, welche ausschließlich das liefern – inzwischen sogar auf Bestellung – was die Politikkasperriege in Berlin hören möchte. Auch lokale Fachpersonen scheuen sich nicht, wirklich Sonderbares zu publizieren.

Der Pandemiebeauftragte des Fürther Klinikums „geht“ nun auch ins Fernsehen, um seine Ansicht über erforderliche Coronamaßnahmen in die Breite zu bringen (und vielleicht, um irgendwo zu zeigen, dass man auf ihn zählen kann):

In der lokalen Zeitung führte es Herr Dr. M. Wagner aus und erklärte dazu in einem Artikel: „Wieder harsche Politik-Schelte aus dem Klinikum“, dass er von der Ministerpräsidentenkonferenz bezüglich der Coronaeinschränkungen für die Bevölkerung ein „agileres“ – also härteres Vorgehen – fordert.

Begründet wurde dies mit (Zitierungen aus dem Zeitungsartikel):
… das Aufschieben eines erneuten Lockdowns … dieser ist … aufgrund des exponentiellen Anstiegs der Neuinfektionen … aus medizinischer und epidemiologischer Sicht unausweichlich geworden
… Zum anderen steige die Zahl der Coronatoten … „dieses Mal werden es Jüngere sein“ …
… Bitte passen Sie ihre Entscheidungsprozesse und Strategien dem Virus und den damit verbundenen Herausforderungen an. wir können es uns einfach nicht mehr leisten zu warten …

Dabei hatte dieser Mediziner in der lokalen Tageszeitung am 05.03. noch stolz berichtet, wie erfolgreich man in seinem Klinikum Covid-Infizierte inzwischen behandeln kann:
Herr Dr. Wagner: „Inzwischen gebe es gute Therapiemöglichkeiten bei einer Covid-19-Erkrankung, zum Beispiel mit Antikörpern … sechs Patienten hatten sich mit dem Virus infiziert … kein Einziger ist danach an Covid erkrankt … “.

Wie in solch extremen Fällen von Diskrepanz zwischen Aussagen und Daten (hier den lokalen von Fürth und Nürnberg) „üblich“, fragte der Autor bei dieser Fachperson nach Belegen an:
Corona-Daten Fürth und Nürnberg
Die aktuellen Daten des RKI für Fürth und Nürnberg (sowie alle weiter gelisteten), von mir grafisch aufbereitet, zeigen weder:
einen „exponentiellen Anstieg“ der Fallzahlen,
noch eine erhöhte Sterblichkeit an Corona,
noch eine Erhöhung der Sterblichkeit jüngerer Jahrgänge an Corona
erkennbar ist dazu, dass die Inzidenz keinerlei Aussage zur wirklichen Gefährdung liefert
Daraus würde ich ableiten, dass mit gesichertem Schutz der einzig wirklich gefährdeten Personen über 75 eine „Freigabe“ des öffentlichen- und beruflichen Lebens problemlos durchführbar und damit dringend angebracht wäre …

Eine Antwort wird nicht erwartet. Sollte sie doch noch kommen, wird sie mindestens im Kommentarteil nachgetragen.

Die Intensivstationen füllen sich wieder“

Aktuell häufen sich Meldungen von Kliniken, dass ihre Intensivstationen durch die „Dritte Welle“ – oder laut Söder „neue Pandemie“ überlastet sind, beziehungsweise es werden könnten.

So meldete eine Lokalzeitung am 24.03., dass die Zahl der Corona-Intensivpatienten in Bayern zwar von 912 auf 428 reduzierte, nun aber wieder auf 519 erhöht hat.
Das Klinikum Fürth meldete, dass es zwar einst einen Höchststand von 68 Covid-Patienten hatte, heute aber schon wieder 25. Ein Problem sei, dass teils bei nur einem Intensivpatienten mehr, eine ganze Intensiveinheit mit 5 Betten für Coronapatienten „umgewidmet“ werden muss.
In den Krankenhäusern des Rettungsdienstbereiches Nürnberg liegt die Zahl der Covid-19-Patienten bei etwa einem Drittel der Behandlungszeiten während der zweiten Welle und bei den Intensivpatienten bei ca. der Hälfte.
Beim Intensivregister sieht man, dass in Bayern die Anzahl der belegten Notfallbetten seit dem 1. April letzten Jahres gleich geblieben ist (da Corona im Sommer eine längere Pause machte, ist es wohl die Belegung mit allen Fällen), und die Notfallreserve zwischenzeitlich (wohl aus Kostengründen?) erheblich abgebaut wurde.

Bild 11 Angaben des DIVI für Bayern

Vergleicht man mit den Angaben der Helios-Klinikgruppe, wird man den Verdacht nicht los, dass bei den Darstellungen auch Geldthemen eine nicht zu unterschätzende Rolle spielen.

Die Helios-Klinikgruppe gibt wöchentlich Auslastungsdaten zu Corona heraus.
Helios Kliniken Information zu aktuellen COVID-19-Fallzahlen Übersicht Sonntag, 21. März 2021:

Bild 12 Helios Kliniken, Daten ab dem 27.10.2021. Datenstand: 21. März 2021, COVID-19-Daten

Bild 13 Helios Kliniken, Daten ab dem 27.10.2021. Datenstand: 21. März 2021, COVID-19-Daten

Wie beim Klimawandel: Sicher ist nur, dass nichts sicher ist

Nach dem Absenden dieses Artikels kam die Meldung: dpa – Mittwoch, 24. März 2021: Kreise: Osterruhe soll gekippt werden – Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hat nach massiver Kritik entschieden, den Bund-Länder-Entscheid zur sogenannten Osterruhe zu stoppen.

Insofern interessant, weil genau solches Vorgehen bei „hart aber fair“ massivst angeprangert wurde. Aber nach über einem Jahr „Corona“ wundert einen wirklich nichts mehr …

Quellen

[1] Achgut 22.03.2021: Lockdown für die Panikmacher! Oder: Lest doch bitte die RKI-Zahlen

[2] Tichys Einblick, 23.03.2021: Karwoche mit Merkel – Lockdown total: Lebensmittelgeschäfte zu, kein Urlaub, keine Gottesdienste, „Ansammlungsverbot“

[3] dpa 23.03.2021: Söder: Die Lage ist ernst und wird sehr viel ernster werden

[4] EIKE 11. März 2021: Wartet Nürnberg nun auf Corona-Auferstehungen…

[5] Videokonferenz der Bundeskanzlerin mit den Regierungschefinnen und Regierungschefs der Länder am 22. März 2021 Beschluss

[6] Lokalausgabe der Nordbayerischen Nachrichten vom 17.03.2021: „Schnelltests werfen Fragen auf“

[7] RKI-Coronabericht 2021-03-18-de.pdf (rki.de)

[8] Achgut, 16. März 2021: Ein Jahr Corona – Die aktuellen Zahlen

[9] Tichys Einblick 23. März 2021: Verzweifeltes Regierungs-Retten bei Hart aber Fair : „Wir hatten nie einen Lockdown“




Kein Schnee mehr? Finnland glaubt, dass der Winter­schnee in diesem Sommer nicht vollständig abtaut

Im Gebiet der finnischen Hauptstadt könnten die zusammen gekehrten Schneehaufen im Sommer nicht vollständig abtauen

DIE HAUPTSTADT Finnlands hat in diesem Winter so viel Schnee erhalten, dass die meterhohen Haufen, die zu ausgewiesenen Schneedeponien geschleppt werden, im Laufe des Sommers möglicherweise nicht schmelzen, berichtet Helsingin Sanomat.

In Uusimaa zum Beispiel war die Schneemenge laut Foreca im Januar 1,7 Mal höher als im letzten Jahr.

Helsingin Sanomat schrieb am Freitag, dass die Schneehaufen auf der Mülldeponie in Herttoniemi, östlich von Helsinki, eine Höhe von fast 20 Metern erreichen. In Maununneva, einem nordwestlichen Stadtteil, haben Lastwagen etwa 16.000 Ladungen Schnee auf der Müllkippe abgeladen, wie Tero Koppinen, Produktionsleiter bei Helsinki City Construction Services (Stara), mitteilte.
Der von den Straßen geräumte Schnee bildet auch auf der einzigen Schneedeponie in Espoo, in Vanttila, eine eine riesige Formation, die von den Einheimischen den Spitznamen „Alpen“ verliehen bekam.

Mehr dazu hier [auf Englisch].

Die Fins scheinen dies hauptsächlich als Scherz zu betrachten, vielleicht als eine Möglichkeit, sich an warmen Sommertagen abzukühlen. Und höchstwahrscheinlich wird dieses Ereignis keine langfristigen Folgen haben.

Aber die Geschichte lehrt, dass Eiszeiten sehr abrupt und ohne Vorwarnung auftreten können.

Vor 12.800 Jahren fror die Welt abrupt ein. Die Temperaturen fielen auf eiszeitliche Bedingungen zurück und blieben über 1000 Jahre lang auf dem niedrigen Niveau.

Im Jahr 2009 behauptete eine Gruppe von Wissenschaftlern, die hochauflösende Sedimentproben aus dem Lough Monreach, einem alten See in Irland, untersuchten, dass die Rückkehr zu eiszeitlichen Bedingungen in einem Zeitraum von weniger als einem Jahr stattgefunden haben könnte. In den Worten des leitenden Forschers: „Das wäre so, als würde man das heutige Irland nach Spitzbergen verlegen und in sehr kurzer Zeit eisige Bedingungen schaffen“.

Es gibt nichts Ungewöhnliches an Eiszeiten in unserer aktuellen geologischen Epoche. Es ist die Gnadenfrist der kalten Temperaturen, die ungewöhnlich ist, nicht die Vergletscherung. Die meiste Zeit der letzten 115.000 Jahre war die Welt in einer strengen Eiszeit eingeschlossen, mit riesigen Eisschilden, die Europa und Kanada bedeckten. Das Holozän, unsere derzeitige kurze Atempause von der extremen Vergletscherung, erstreckt sich nur über die letzten 12.000 Jahre.

Während die Klimaalarmisten ihre wertlosen Computermodelle vorführen und schreien, dass die Welt sich überhitzt, wissen Paläoklimatologen, dass die Welt weit davon entfernt ist, ungewöhnlich warm zu sein, und dass sie sich derzeit im Griff der Quartären Vergletscherung befindet, einer Periode ungewöhnlicher Kälte, die bisher 2,6 Millionen Jahre gedauert hat. Was wir gerade erleben, ist das Holozän, eine kurze Atempause von den riesigen Eisschilden, die einen Großteil des Quartärs bestimmen.

Es ist unwahrscheinlich, dass eine Rückkehr zu extremer Kälte zu unseren Lebzeiten stattfindet. Bemerkenswerte Ereignisse von geologischem Ausmaß geschehen selten in einem menschlichen Zeitrahmen. Aber eine Rückkehr zur Vergletscherung ist irgendwann in der Zukunft unausweichlich. Hoffen wir, dass unsere Nachkommen die technologischen und ingenieurtechnischen Fähigkeiten beibehalten, die sie brauchen werden, um das Eis zurückzuhalten, wenn das Eis schließlich zurückkehrt, um unsere schöne Heimat herauszufordern.

Link: https://wattsupwiththat.com/2021/03/21/global-warming-finland-thinks-their-winter-snow-might-not-melt-this-summer/

Übersetzt von Chris Frey EIKE

 




Die widersprüch­liche Politik der Grünen zur Begren­zung der CO2-Emissionen

[Hervorhebung im Original]

Die Verbrennung von Biomasse erhöht den momentanen Ausstoß von CO2-Emissionen massiv .

● Diese sofortigen CO2-Emissionen aus der Verbrennung von Biomasse heben alle potenziellen CO2-Emissionseinsparungen durch den Einsatz wetterabhängiger erneuerbarer Erzeugungstechnologien auf.

Sie ist in hohem Maße zerstörerisch für natürliche Umgebungen und Lebensräume, wo immer sie im notwendigen industriellen Maßstab abgeschöpft wird.

Deutschland und Großbritannien sind führend in der Entwicklung von Erneuerbaren Energien in Europa. Dieser Beitrag verwendet stündliche Erzeugungsdatensätze für 2019, die das Ausmaß verschiedener Erzeugungstechnologien über das Jahr hinweg zeigen.  Er kombiniert diese Stromerzeugungsdaten mit Daten zu den CO2-Emissionen verschiedener fossiler Brennstoffe, um das Ausmaß der CO2-Emissionen im Jahr 2019 zu zeigen.

Er stellt die Wirksamkeit der Verwendung von Biomasse zur Reduzierung der CO2-Emissionen überhaupt in Frage, weil:

In beiden Kontexten hebt das Ausmaß der CO2-Emissionen aus Biomasse jede potenzielle CO2-Emissionseinsparung durch die Nutzung wetterabhängiger erneuerbarer Energien auf.

Die Nutzung von Biomasse zur Stromerzeugung in Großbritannien und Deutschland hat die CO2-Emissionen erhöht und den vermeintlich negativen Effekt auf das Klima verschlimmert.

[Hervorhebung im Original]

Die gesamte grüne Politik, die Mehrausgaben und die staatlichen Subventionen für die Verbrennung von Biomasse und wetterabhängigen erneuerbaren Energien in Großbritannien und Deutschland haben also nichts anderes bewirkt, als die globalen CO2-Emissionen insgesamt zu erhöhen.

Vergleich der CO2-Emissionen bei der Verbrennung fossiler Treibstoffe zur Stromerzeugung:

Die Eigenschaften von fossilen Brennstoffen und Biomasse, die sich aus ihrer molekularen Struktur, ihren Produktionsprozessen und ihrer Brennbarkeit ergeben, bestimmen ihre CO2-Emissionseigenschaften wie folgt:

die geringsten CO2-Emissionen für den erzeugten Strom entstehen bei der Verbrennung von Erdgas, das sinnvollerweise durch Fracking gewonnen werden kann: Dies war der Ursprung der massiven CO2-Emissions-Reduktionen, die in den USA erreicht wurden.

alle Formen von Kohle produzieren im Vergleich zu Erdgas etwa doppelt so viel CO2 für den erzeugten Strom.

Die Abholzung von Waldgebieten, die anschließende Verwendung eines Teils des Holzes selbst oder die Verwendung fossiler Brennstoffe für die Trocknung, die Verarbeitung und den Transport des Holzes zur Verbrennung in abgelegenen Kraftwerken führt jedoch zu etwa 3,6-mal so hohen CO2-Emissionen wie Erdgas für die gleiche Stromleistung.

Realistsische Vetrfahren zur Reduktion von CO2-Emissionen

Die Fortschritte der Dekarbonisierung, die seit 1990 weltweit gemacht wurden, sind unten als CO2-Emissionen pro Kopf der Bevölkerung ausgedrückt zu sehen.

Aus der obigen Grafik wird deutlich, dass es nur begrenzte Möglichkeiten gibt, die CO2-Emissionen aus der Stromerzeugung effektiv zu reduzieren:

1. die massive Nutzung der Kernenergie wie in Frankreich ließ die CO2-Emissionen pro Kopf jetzt auf ein Niveau unter dem globalen Durchschnitt sinken, nachdem sich Frankreich seit über 50 Jahren der Kernenergie verschrieben hatte. Die Franzosen haben jetzt den niedrigsten CO2-Emissionswert pro Kopf aller entwickelten Nationen. Sie beweisen damit die Wirksamkeit der Nutzung der Kernenergie zur Begrenzung der CO2-Emissionen. Die Kernenergie hat seit 1990 zu einer CO2-Reduktion von ~200 Mio. Tonnen pro Jahr beigetragen (~-28%). Frankreich produziert nun weniger als 1% der globalen CO2-Emissionen, gegenüber ~1,5% im Jahr 1990: dies entspricht einer Reduzierung der globalen CO2-Emissionen im Jahr 2019 um ~0,6%.

2. der Übergang von der Kohle- zur Gasverbrennung für die Stromerzeugung und eine Fracking-Revolution, wie in den USA, wo die jährlichen Emissionen seit 2005 um ~1.600 Millionen Tonnen pro Jahr (~-20%) gesunken sind. Die USA produzieren nun weniger als 15 % der globalen CO2-Emissionen, gegenüber ~22 % im Jahr 2000: Dies entspricht einer Reduzierung der globalen CO2-Emissionen 2019 um ~4,7 %.

3. In Großbritannien hat die frühere Politik der 1990er Jahre, „Dash for Gas“, im Wesentlichen Kohle für die Stromerzeugung durch Erdgas ersetzt. Dies hat zu einer CO2-Reduktion von ~160 Millionen Tonnen pro Jahr seit 1995 beigetragen (~-30%). Großbritannien ist für ~1,1 % der globalen CO2-Emissionen verantwortlich: Dies entspricht einer Reduzierung der globalen CO2-Emissionen für 2019 um ~0,47 %.

Unlogischerweise werden diese effektiven Mechanismen zur Reduktion der CO2-Emissionen, so diese denn erforderlich wäre, vom „grünen Denken“ abgelehnt. Die Verwendung von wetterabhängigen erneuerbaren Energien (Wind und Sonne) mag keine direkten Brennstoffkosten haben, aber sie sind in hohem Maße von der Verwendung fossiler Brennstoffe für ihre Herstellung, Installation und Wartung abhängig. Auch wenn ihr „Brennstoff“ nominell kostenlos ist, sind wetterabhängige erneuerbare Energien nicht in der Lage, echte CO2-Neutralität zu erreichen.

Der Kontext für westliche CO2-Reduktionspolitik

Die Stromerzeugung ist für etwa 1/4 der CO2-Emissionen einer Industrienation verantwortlich, die restlichen 3/4 werden durch Raumheizung, Verkehr und Industrie emittiert. Die Bekämpfung der für die Stromerzeugung verwendeten fossilen Brennstoffe betrifft also nur einen Teil des vermeintlichen CO2-Emissionsproblems. Der Ersatz dieser anderen Quellen von CO2-Emissionen wird sich als wesentlich problematischer und kostspieliger erweisen.

Es sollte beachtet werden, dass die EU(28) als Ganzes im Jahr 2019 weniger als 10 % der globalen CO2-Belastung emittierte: Von dieser CO2-Belastung machten die Emissionen Großbritanniens ~1,1% des globalen CO2 aus und Deutschlands CO2-Emissionen beliefen sich auf etwa 2%. Welche Maßnahmen auch immer von den westlichen Nationen ergriffen werden – sie können immer nur einen marginalen Teil der globalen „CO2-Emissionslast“ beeinflussen, die vom Denken der Klimaaktivisten als so schädlich angesehen wird.

Daher kann jede Maßnahme in der westlichen Welt, in der es eine aggressive Bewegung zur Reduzierung der CO2-Emissionen gibt, nur selbstschädigend sein angesichts des unvermeidlichen Anstiegs der Nachfrage seitens der Entwicklungsländer, die einen verbesserten Zugang zu verlässlicher elektrischer Energie benötigen, da sie das Wohlergehen ihrer Bevölkerungen entwickeln.

Quantifizierung der Vergeblichkeit: eine Schätzung der zukünftigen CO2-Emissionen für 2020

Die wichtigsten Maßnahmen westlicher Regierungen zur Begrenzung der CO2-Emissionen bestanden darin, einen Wechsel der zur Stromerzeugung verwendeten Brennstoffe vorzuschreiben. Das grüne Denken verlangt die Substitution von fossilen Brennstoffen und deren vollständigen Ersatz durch nominell „CO2-emissionsfreie“ Brennstoffe wie Wind- und Solarenergie sowie Biomasse.

Diese Maßnahmen zur Substitution von Stromquellen haben der Zuverlässigkeit der Stromnetze in Deutschland, Großbritannien, Südaustralien, Texas und Kalifornien bereits nachweislich massiv geschädigt, und sie machen die Stromversorgung überall dort zunehmend anfällig, wo diese Maßnahmen eingeführt werden. Eine windarme Periode in Großbritannien und Europa im November 2020 hätte beinahe den Ausfall des britischen Stromnetzes verursacht; eine windstille, kalte Periode im Februar dieses Jahres in Texas machte das texanische Stromnetz für mehr als eine Woche funktionsunfähig mit mehreren Millionen Haushalten ohne Strom und wahrscheinlichen Kosten und Schäden, die die eines großen Hurrikans übersteigen. Dieser Schaden wurde von der Politik selbst verursacht, nicht vom Klima.

[Hervorhebung vom Übersetzer]

Die Politik der Förderung von Biomasse

Energiequellen aus Biomasse werden von der Politik als nachhaltig und CO2-frei bezeichnet, nicht aber von der Vernunft. Deren Rationalität besteht darin, dass verbranntes Pflanzenmaterial durchaus nachwachsen kann und das bei der Verbrennung entstehende CO2 wieder aufnimmt.

● Diese Politik ist im Wesentlichen selbstzerstörerisch bei dem Ziel, die CO2-Emissionen zu begrenzen, um „das Klima zu retten“:

– Obwohl sie von der EU- und UK-Politik als „Kohlenstoff-neutral“ deklariert wird, ist sie in ihrer Wirkung bei weitem nicht kohlenstoffneutral: für die gleiche erzeugte Energie setzt die Verbrennung von Biomasse viel mehr CO2 frei als andere fossile Brennstoffe (Kohle, Braunkohle und vor allem Erdgas).

– Sie ist massiv zerstörerisch für die Wälder, egal wo das Holz geerntet wird.  In Europa reicht der Holzvorrat nicht einmal aus, um die Stromerzeugung teilweise aufrechtzuerhalten.

Eine solche Politik…

● benötigt bis zu 100 Jahre, um den zerstörten Lebensraum der einheimischen Waldtiere und die unberührte Umwelt vollständig wiederherzustellen und somit das gesamte CO2 zu absorbieren, das bei der Verbrennung der Biomasse in Kraftwerken sofort freigesetzt wird.

● erfordert erhebliche Wärmeenergie zum Trocknen und Verarbeiten des geernteten Holzmaterials, um es in das pelletierte, transportable Produkt umzuwandeln.

● erfordert einen erheblichen Einsatz fossiler Brennstoffe für den Transport über lange Strecken.

● hat beim Drax-Kraftwerk in UK, wo die britische Biomasse verbrannt wird, bereits eine erhebliche, subventionierte und kostspielige Umrüstung der Technologien für Erzeugung und die lokale Versorgung erfordert.

● diese Faktoren in Kombination zu einer zusätzlichen, sofortigen CO2-Freisetzung in die Atmosphäre führen, die etwa 3,6 Mal so hoch ist wie bei der Verbrennung von Erdgas für dieselbe Leistung.

The excess costs of Weather Dependent Renewable power generation in the EU(28): 2020

Review of Biomass Calculations in Achieving Net Zero Emissions Scenario.

Bildinschrift: Die derzeitige Praxis, Bäume als erneuerbare und kohlenstoffneutrale Option zu nutzen, macht in Theorie und Praxis einfach keinen Sinn. Wenn wir unsere Kohlenstoffemissionen reduzieren und trotzdem eine unterbrechungsfreie Stromversorgung haben wollen, könnten wir sofort damit beginnen, alle bestehenden, in Betrieb befindlichen Kohlekraftwerke auf Erdgas umzustellen, und das Gleiche mit allen alten Kohlekraftwerken tun, die auf Holzpellets umgestellt werden

Drax Destroying Louisiana Forests [Das Drax-Kraftwerk in UK zerstört Wälder in Louisiana]

Diese Vergleichswerte werden verwendet, um die Folgen der CO2-Emissionen zu ermitteln, die entstehen, wenn man versucht, die Nutzung fossiler Brennstoffe im Gegensatz zu geernteter Biomasse zu vermeiden. Der Fortschritt der Dekarbonisierung seit 1990, der weltweit gemacht wurde, kann unten als CO2-Emissionen pro Kopf der Bevölkerung ausgedrückt werden.

Abschätzung der Effektivität der Politik zur CO2-Reduktion

Der Übergang von Kohle/Braunkohle/Biomasse zu Erdgas würde sowohl in Großbritannien als auch in Deutschland zu erheblichen CO2-Einsparungen führen. Die USA haben ihre CO2-Emissionen seit dem Jahr 2000 bereits erheblich reduziert, indem sie unter dem Einfluss der Marktkräfte von Kohle auf Fracking-Erdgas zur Stromerzeugung umgestiegen sind (um ~20 %).

In der britischen Regierungspolitik jedoch trägt die Umstellung auf importierte Biomasse anstelle von Kohle, die hauptsächlich am Drax-Standort ~7 % der Stromerzeugung ausmacht, den größten Teil der überschüssigen CO2-Emissionen bei, nämlich ~29 Mio. Tonnen pro Jahr für nur ~7 % der britischen Stromerzeugung. Auf der anderen Seite liegt das absolute Maximum an potenzieller CO2-Reduktion durch den Einsatz von wetterabhängigen erneuerbaren Energien (Wind und Sonne) bei etwa 20 Millionen Tonnen pro Jahr (ohne Berücksichtigung des CO2-Ausstoßes, der für ihre Herstellung, Installation und Wartung notwendig ist).

Somit macht die Politik zur Verwendung von importierter Biomasse in Großbritannien alle potenziellen CO2-Emissionseinsparungen durch die Verwendung von wetterabhängigen erneuerbaren Energien (Wind und Solar) mehr als zunichte und erhöht darüber hinaus direkt die angeblich schädlichen CO2-Emissionen.

[Hervorhebung im Original]

Die folgende Tabelle fasst die groben Einschätzungen der Effektivität von Maßnahmen zur Reduzierung der CO2-Emissionen durch die beiden Hauptakteure in Europa, Großbritannien und Deutschland, zusammen. Sie schätzt, dass die britische Stromindustrie aufgrund des hohen Anteils von Erdgasfeuerungen mit geringen CO2-Emissionen im Gegensatz zu anderen fossilen Brennstoffen nur 20 % der CO2-Emissionen verursacht, während Deutschland mit einem geschätzten Normalwert von 25 % der CO2-Emissionen für seine Stromindustrie bewertet wird.

Die Studie schätzt erstens, dass durch den vollständigen Übergang von anderen fossilen Brennstoffen zu Erdgas die CO2-Emissionen vermieden werden könnten:

UK: minus 23,2 Millionen Tonnen pro Jahr

Deutschland: minus 72,9 Millionen Tonnen pro Jahr

Folglich negiert die Politik der Nutzung von Biomasse mit ihrer übermäßigen CO2-Belastung jegliche CO2-Reduzierung, die durch die Nutzung von Solar- und Windenergie sowohl in Großbritannien als auch in Deutschland erreicht werden könnte.

[Hervorhebung im Original]

Parallele Berechnungen werden oben für die deutsche Situation gezeigt, wo es immer noch eine starke Abhängigkeit von Kohle und Braunkohle und zu einem geringeren Anteil von Biomasse für die Stromerzeugung gibt. Nichtsdestotrotz ist der deutsche Biomasseeinsatz etwas größer als die britischen CO2-Emissionen. Die deutsche Biomasse wird sowohl importiert als auch aus den einheimischen Wäldern Deutschlands bezogen, was bereits zu einer erheblichen Schädigung des Lebensraums führt.

Diese einfachen Berechnungen zeigen, dass alle bisherigen Investitionen in „Low Carbon“-Technologien“ nichts zur CO2-Reduktion beigetragen, sondern nur die CO2-Emissionen und Stromkosten sowohl in Großbritannien als auch in Deutschland erhöht haben.

[Hervorhebung im Original]

CO2-Emissionen des Vereinigten Königreichs 2019

Die untenstehende Grafik zeigt den stündlichen Mix der britischen Stromerzeugung nach Technologie im Jahr 2019. Die durchschnittliche Leistung entspricht ~28 Gigawatt.

Seit der „Dash for Gas“-Politik in den 1990er Jahren sind die vorherrschenden britischen Brennstoffe für die Stromerzeugung Erdgas und Kernkraft. Die Verwendung von Kohle für die Stromerzeugung in Großbritannien ist jetzt weitgehend eingeschränkt. Sie wird nur noch gelegentlich eingesetzt und liefert ~2 % der Stromerzeugung. Nichtsdestotrotz hat die Not-Wiederinbetriebnahme von Kohlekraftwerken das britische Stromnetz in den Jahren 2019 und 2020 vor einem Ausfall bewahrt. Dieser Übergang hat die CO2-Emissionen reduziert. Die britischen CO2-Emissionen pro Kopf liegen jetzt nur noch 23 % über dem globalen Durchschnitt.

Obwohl das Vereinigte Königreich immer noch über eine beträchtliche Anzahl von Kernkraftwerken verfügt, die immer noch ~22 % der Stromproduktion liefern, werden die meisten dieser Kernkraftwerke vor 2030 das Ende ihrer Lebensdauer erreichen. Die britische Politik hat diese Grundlastkapazität nur langsam durch alternative Grundlastkraftwerke ersetzt. Auf der anderen Seite hat Großbritannien die Installationen von intermittenten und unzuverlässigen wetterabhängigen erneuerbaren Energien deutlich erhöht.

Auch im Jahr 2019 ist das Vereinigte Königreich kontinuierlich von ~7 % importiertem Strom abhängig, wobei es hauptsächlich Strom aus Frankreich importiert, der durch Kernenergie erzeugt wurde. Die Abhängigkeit Großbritanniens von Stromimporten sollte als existenzielles Risiko für die britische Stromversorgung in der unmittelbaren Zukunft betrachtet werden, insbesondere seit dem Brexit.

[Hervorhebung im Original]

Die Kohleverbrennung wurde in erheblichem Maße durch den Einsatz von Biomasse ersetzt, die hauptsächlich von der Ostküste der USA importiert wird, wo die Abholzung von Urwäldern den Bedarf deckt. Das einheimische Holzangebot im Vereinigten Königreich selbst ist nicht ausreichend.

Der Drax-Kraftwerkskomplex in Yorkshire wurde weitgehend auf die Verbrennung von Holzpellets umgestellt, die größtenteils aus den USA importiert werden, und ersetzt damit das Kohlekraftwerk.  Dies liefert etwa 7 % des britischen Stroms.  Die Substitution wurde durch die Klimapolitik der Regierung erzwungen, die behauptet, dass importierte Biomasse „Kohlenstoff-neutral“ ist, da sie schließlich das gesamte emittierte CO2 wieder absorbieren wird. Dieser Wiederherstellungsprozess wird jedoch etwa 100 Jahre dauern, wenn überhaupt, um den Wald und die natürlichen Lebensräume wiederherzustellen, die in diesem Prozess zerstört wurden.

Ursprünglich wurde der Drax-Kraftwerkskomplex absichtlich auf einem noch produktiven Kohleflöz platziert. Würde man also weiterhin diese Kohle anstelle von importierter Biomasse verbrennen, würde dies bei gleicher Leistung zu etwa der Hälfte der CO2-Emissionen führen wie die Verbrennung von importierter Biomasse.  Kürzlich, im November 2020, haben alternde Kohlekraftwerke das britische Stromnetz vor dem Zusammenbruch bewahrt. Diese Anlagen sollen alle innerhalb weniger Jahre geschlossen werden, um die Welt vor dem menschengemachten Klimawandel zu retten.

Wetterabhängige erneuerbare Energien (Windkraft On- und Offshore sowie Solar) machen bereits mehr als 55 % des installierten britischen Kraftwerksparks aus, tragen aber unzuverlässig nur ~23 % zur britischen Stromerzeugung bei. Insgesamt erreichen sie eine kombinierte Produktivität von ~21%. Wind- und Solarkraftwerke sind nicht disponierbar und liefern nur dann Strom, wenn die Sonne scheint und der Wind mit einer geeigneten Geschwindigkeit weht: Allein das ist ein echtes Problem für die Aufrechterhaltung einer gleichmäßigen Stromversorgung, die für eine entwickelte Wirtschaft unerlässlich ist.

Weather Dependent Renewables Productivity: what do the numbers mean?

The performance of UK Weather Dependent Renewables: 2002 – 2019

Hinweis: Diese Schätzungen des Umfangs der installierten regelbaren Erzeugungsanlagen gehen davon aus, dass diese Erzeugungsquellen mit ihrer vollen Produktivität von 90 % arbeiten, und unterschätzen daher möglicherweise die Größe der tatsächlichen Anlagen. Die von der Politik vorgeschriebene und bevorzugte Nutzung von intermittierenden „wetterabhängigen erneuerbaren“ Erzeugungstechnologien verringert die Effektivität, Produktivität und Rentabilität von regelbaren Gas- oder Kohlekraftwerken und erhöht deren Wartungskosten.

Die drei CO2-emittierenden Technologien in Großbritannien sind ein großer Anteil an Erdgas, eine sehr begrenzte und gelegentliche Kohleerzeugung und ~7% der kontinuierlichen, einsatzfähigen Stromerzeugung aus Biomasse.  Diese 7% Biomasseerzeugung sind für ~37% der gesamten CO2-Emissionen der britischen Stromerzeugung verantwortlich.  Die Politik, die behauptet, dass Biomasse CO2-neutral ist, bedeutet, dass die CO2-Emissionen gegenüber der Verwendung von Erdgas zur Stromerzeugung um schätzungsweise 23 Millionen Tonnen pro Jahr erhöht werden.

Die Verteilung und das Ausmaß der britischen CO2-Emissionen über das Jahr sind unten dargestellt.

Die CO2-Emissionen von Deutschland im Jahre 2019

Die folgenden Graphiken zeigen stündliche Werte der Stromerzeugung in Deutschland aufgeschlüsselt nach Technologie. Der mittlere Ausstoß ist äquivalent zu ~65 Gigawatt:

Deutschland verfolgt seit 2011 seine „Energiewende-Politik“* und hat infolgedessen ~102 GW an wetterabhängigen erneuerbaren Energien (Wind und Solar) installiert, ~65 % des Kraftwerksparks.  Diese erneuerbaren Energien liefern ~30% des deutschen Stroms, aber intermittierend mit einer kombinierten Gesamtproduktivität von nur ~19%.   Deutschland hat sogar ein neues Kohlekraftwerk in Betrieb genommen, um das Stromdefizit durch die Abschaltung der Kernenergie zu kompensieren.

[*Der Terminus „Energiewende“ in Bezug auf Deutschland steht so im Original und scheint auch zu einer englischen Vokabel zu werden wie etwa das englische (!) Wort „kindergarten“. A. d. Übers.]

Trotz seiner langjährigen „Energiewende“-Politik ist Deutschland immer noch massiv von fossilen und CO2-emittierenden Brennstoffen für seine Stromerzeugung abhängig:

Erdgas 16%

Biomasse 5%

Kohle 9%

Braunkohle 19%

CO2-emittierende Erzeugung 48,8% der Energie-Ausbeute

Das macht insgesamt etwa 49% der Stromerzeugung aus. Die Stromerzeugung aus Kohle und Braunkohle nimmt in Deutschland zu, um die selbstverschuldete Politik der Schließung von Kernkraftwerken zu kompensieren, die immer noch ~13% der gesamten produktiven Flotte ausmachen. Die durch die Fukushima-Katastrophe von 2011 ausgelöste Politik der Schließungen von Kernkraftwerken wird noch in der ersten Hälfte dieses Jahrzehnts abgeschlossen sein.

Die Energiewende mag die CO2-Emissionen etwas reduziert haben. Aber die deutschen CO2-Emissionen liegen mit 8,4 Tonnen pro Kopf und Jahr immer noch 87% über dem globalen Durchschnitt und gehören zu den höchsten der EU(28), ~30% über dem EU(28)-Durchschnitt.

Deutschland ist immer noch abhängig von einer bedeutenden Stromerzeugung durch Kernkraft, die ~12% der Stromproduktion liefert. Doch seit der Katastrophe von Fukushima hat die deutsche Politik ihre Kernkraftwerke vor dem Ende ihrer Nutzungsdauer abgeschaltet, was ein erhebliches Defizit in der Stromerzeugung hinterlässt. Die deutsche Politik erwartet, dass das Stromdefizit durch die Flotte der intermittierenden wetterabhängigen erneuerbaren Energien kompensiert wird.

Deutschland hat einen signifikanten Strombeitrag aus Biomasse, ~4,6%. Doch ob importiert oder aus heimischen Wäldern, sie trägt bereits zu den deutschen CO2-Emissionen von ~20% bei.

Wetterabhängige Erneuerbare Energien (Windkraft On- und Offshore sowie Solar) machen mittlerweile mehr als 64% des installierten deutschen Kraftwerksparks aus, tragen aber nur unzuverlässig ~28% des produzierten Stroms bei.

Die Überproduktion von Strom durch übermäßige Windkraftproduktion in den Wintermonaten bedeutet, dass Deutschland gezwungen ist, diesen überschüssigen Strom in die Nachbarländer zu exportieren, oft zu negativen Preisen. Dies stellt eine weitere Kostenbelastung für die deutschen Stromkunden dar. Deutschland ist auch von Stromimporten abhängig, vor allem von Kernkraftstrom aus Frankreich im Sommer, wenn die Windstrom-Erzeugung in der Regel gering ist.

Ausmaß und Größenordnung der deutschen CO2-Emissionen im Jahresverlauf sehen so aus:

Conclusions

Falls die Verringerung der CO2-Emissionen ein rationales Ziel zur Kontrolle des „Klimawandels“ wäre, ist der Übergang zur Verwendung von Erdgas zur Stromerzeugung ein wirksames Mittel zur Verringerung der CO2-Emissionen, nicht zur Beseitigung. Die Verwendung von Erdgas erfüllt nicht die „Net Zero“-Ansprüche der Klimaaktivisten.

● Die Verwendung von importierter Biomasse in Großbritannien und Deutschland ist als Mittel zur Reduzierung von CO2-Emissionen, die das Klima beeinträchtigen könnten, im Grunde selbstzerstörerisch. Die obigen Schätzungen zeigen, dass in Großbritannien die grüne Politik für erneuerbare Energien und Biomasse tatsächlich zu zusätzlichen CO2-Emissionen führt.

● In Großbritannien macht die Politik zur Nutzung von Biomasse bei Drax alle Bemühungen zur Reduzierung der CO2-Emissionen vollständig zunichte, die durch den Einsatz von wetterabhängigen erneuerbaren Energien (Windkraft, Onshore- und Offshore-Anlagen sowie Solarenergie) hätten erreicht werden können.

[Hervorhebung im Original]

● Da Deutschland viel stärker auf die Nutzung von Kohle und Braunkohle sowie Biomasse setzt, macht dies die Investitionen in Wind- und Solarenergie zunichte und führt zu zusätzlichen CO2-Emissionen von ca. 20 Millionen Tonnen pro Jahr.

● Wo auch immer die Biomasse herkommt, z.B. aus Afrika, Nordamerika, Indonesien usw., die Umweltschäden, die die Industrie verursacht, sind auch mittelfristig weitgehend irreparabel.

Der jüngste Film von Michael Moore machte einen aufschlussreichen Punkt, dass es in den gesamten USA nur genug Waldholz gibt, um das Versorgungsnetz für ein einziges Jahr zu betreiben: danach sind die Wälder weg. Wohingegen Gas und andere fossile Brennstoffreserven noch längerfristig zur Verfügung stehen werden.

Alle Investitionen in wetterabhängige Erneuerbare Energien werden durch die widersprüchliche CO2-Reduktionspolitik der Verbrennung von Biomasse zunichte gemacht, die sowohl in Großbritannien und Deutschland als auch überall sonst, wo sie eingesetzt wird, zu einer Erhöhung der CO2-Emissionen führt.  Eine Schätzung der zusätzlichen Kosten, die durch den Einsatz von wetterabhängigen erneuerbaren Energien in ganz Europa entstehen, ist hier zu sehen:

The excess costs of Weather Dependent Renewable power generation in the EU(28): 2020

Wenn Regierungen eine Politik einführen und ihre finanzielle Unterstützung anordnen, dann sind Unternehmen gezwungen, die künstlich geschaffenen Geschäftsmöglichkeiten zu nutzen, auch wenn sie kontraproduktiv sein mögen.

Die anhaltende Abhängigkeit von großen Mengen fossiler Brennstoffe, Kohle und Braunkohle, in Deutschland macht die Klimaschutzziele der Energiewende zu einer großen Herausforderung, insbesondere mit der zusätzlichen Politik des Ausstiegs aus der CO2-freien Kernkraft-Stromerzeugung in den kommenden Jahren.

Der Import von Biomasse, wie in Großbritannien, belastet die Zahlungsbilanz und damit die Kunden der Stromerzeugungsindustrie.

All die Ausgaben für wetterabhängige erneuerbare Energien in Kombination mit der Verbrennung von Biomasse haben die CO2-Emissionen in Großbritannien und Europa sogar erhöht.

Das Ausmaß des wirtschaftlichen und im Übrigen auch „Klima“-Schadens, den die Klimaaktivisten mit der sentimentalen, aber effektiven Beendigung von Fracking zur Gewinnung von Erdgas in Großbritannien und ganz Europa angerichtet haben, ist massiv.

Ein hervorragender Weg, die westlichen Volkswirtschaften zu untergraben, ist es, ihre Energieerzeugung unzuverlässig und teuer zu machen.  Dieses Ziel des grünen Denkens wird nach und nach durch die Regierungspolitik in der gesamten westlichen Welt erreicht, jedoch ohne jedwedes Mandat der Wähler.

[Hervorhebung im Original]

Data sources

This post gratefully uses the following data sources:

  • Germany Renewables provided at hourly intervals

https://www.agora-energiewende.de/en/

  • United Kingdom Renewables output at 5 minute intervals, condensed to hourly intervals

https://www.gridwatch.templar.co.uk

  • France Renewables output at 15 minute intervals, condensed to hourly intervals

https://www.gridwatch.templar.co.uk/france

  • For the scale of EU(28) installations by the end of 2019, EurObserver’ER publish their Renewable Energy “Barometers” for each type of Renewable generation annually, for an example, see:

www.EurObservER-Wind-Energy-Barometer-2020.pdf

Link: https://wattsupwiththat.com/2021/03/20/the-contradictory-green-policies-to-limit-co2-emissions/

Übersetzt von Chris Frey EIKE

 




Nationen handeln nicht so, als ob der Klimawandel eine existenzielle Krise darstellt

Entgegen der fast täglichen Berichterstattung in den Mainstream-Medien zeigen die Daten des IPCC und der NOAA keine Zunahme extremer Wetterereignisse, da sich die Erde in den letzten 150 Jahren nur mäßig erwärmt hat. Tatsächlich zeigen die Daten des IPCC und der NOAA, dass die Zahl der extremen Kälteperioden, Dürren, Überschwemmungen, Hitzewellen, Hurrikane, Tornados und Waldbrände seit den späten 1870er Jahren entweder leicht zurückgegangen oder relativ stabil geblieben ist.

Trotz dieser unwiderlegbaren Fakten haben die Führer von Nationen auf der ganzen Welt mehrere internationale Abkommen unterzeichnet, zuletzt das Pariser Klimaabkommen von 2015, mit dem eine angeblich drohende Klimakatastrophe abgewendet werden soll.

Allerdings stimmen ihre Taten nicht mit ihren Worten überein. Die UN berichteten kürzlich, dass dieselben politischen Führer, die öffentlich das Pariser Klimaabkommen unterzeichneten und sich damit verpflichteten, die Emissionen ihrer Länder einzuschränken, innenpolitische Maßnahmen ergriffen haben, die die Emissionen in Wirklichkeit erhöhen.

Mit Stand vom 26. Februar sagen die Vereinten Nationen, dass nur 75 der mehr als 190 Länder, die das Pariser Klimaabkommen ratifiziert haben, feste Verpflichtungen und detaillierte Pläne zur Emissionsreduzierung vorgelegt haben, obwohl sie sich verpflichtet haben, diese Pläne bis 2020 umzusetzen. Um das Ganze noch schlimmer zu machen, sagt die UNO, dass „der Grad der Ambition, der durch diese NDCs kommuniziert wird, darauf hindeutet, dass die Veränderungen in den Gesamtemissionen dieser Länder gering sein würden, weniger als -1% im Jahr 2030 im Vergleich zu 2010 … während das IPCC im Gegensatz dazu darauf hingewiesen hat, dass die Emissions-Reduktions-Bereiche, um das Temperaturziel von 1,5°C zu erreichen, etwa 45% im Jahr 2030 im Vergleich zu 2010 betragen sollten.“

Egal, ob es sich um große oder kleine Emittenten handelt, die Realität ist, dass die Nationen die Armutsbekämpfung und das Wirtschaftswachstum (meiner Meinung nach zu Recht) über die Klimaschutzmaßnahmen stellen.

Schauen wir uns ein paar Beispiele an.

Indien ist der drittgrößte Treibhausgas-Emittent der Welt. Im Rahmen des Pariser Abkommens hat sich Indien nicht verpflichtet, seine Emissionen zu senken, sondern gesagt, es würde die Emissionsintensität (Emissionen in Prozent des BIP) reduzieren. Das Problem dabei ist, dass selbst wenn Indien seine Ziele zur Verringerung der Kohlenstoffintensität übertrifft, seine Gesamtemissionen immer noch erheblich steigen werden. Als Ergebnis stellt die UNO fest: „Mit den aktuellen Energiezielen und -politik werden die Emissionen voraussichtlich weiter steigen (um 24-25 Prozent über das Niveau von 2019 im Jahr 2030) und zeigen keine Anzeichen für ein Erreichen des Höchststandes, insbesondere aufgrund des Fehlens einer Politik zur Abkehr von der Kohle. Ein solcher Anstieg der Emissionen ist nicht mit dem Pariser Abkommen vereinbar.“

In der Tat werden 70 Prozent des indischen Stroms durch die Verbrennung von Kohle erzeugt. Und Indiens jüngste Schätzungen gehen davon aus, dass der Kohleverbrauch bis 2030 um 40 Prozent steigen wird.

Noch schlimmer sind die Nachrichten aus China, dem größten Emittenten der Welt. China, das für etwa 25 Prozent der weltweiten Emissionen verantwortlich ist, hat vage angedeutet, dass es erwartet, dass die Kohlendioxid-Emissionen im Jahr 2030 ihren Höhepunkt erreichen werden. Auf welchem Niveau?

Die Kommunistische Partei Chinas hat vor kurzem ihren Fünfjahresplan für die wirtschaftliche Entwicklung veröffentlicht, und er enthält keine Reduzierung des Kohleverbrauchs. Es wäre überraschend, wenn dies der Fall wäre. In den letzten Jahren hat China Dutzende von neuen Kohlekraftwerken gebaut und Hunderte weitere befinden sich in verschiedenen Bau-, Entwicklungs- und Planungsstadien. China beabsichtigt, kohlebefeuerte Kraftwerke in Afrika, in ganz Asien und im Nahen Osten zu errichten.

Gleichzeitig bremst China den Neubau von Wind- und Solaranlagen, die von der National Energy Administration (NEA) als „unzuverlässig“ bezeichnet werden.

Selbst Argentinien, ein relativ kleiner Emittent, wird Schwierigkeiten haben, seine Entwicklungsziele mit seiner Pariser Klimaverpflichtung in Einklang zu bringen. Auf einer kürzlich abgehaltenen Konferenz sagte Präsident Alberto Fernandez, Argentiniens Ziel sei es, bis 2050 netto null Treibhausgasemissionen zu erreichen. Währenddessen kündigte Fernandez zu Hause, weit weg vom Rampenlicht der internationalen Klimakonferenzen, an, dass die Regierung die fossilen Brennstoffe verdoppeln werde: „Heute bringen wir die Öl- und Gaswirtschaft wieder in Schwung“, beginnend mit 5 Milliarden Dollar an staatlichen Subventionen, um die Schieferfelder zu entwickeln.

Die politischen Eliten fürchten nicht wirklich, dass eine Klimaapokalypse bevorsteht. Vielmehr nutzen sie die Bedrohung durch das Schreckgespenst „Klimawandel“, um immer mehr Macht und Kontrolle über das Leben der Menschen zu erlangen. Das ist es, worum es den Politikern bei der Klima-Angst geht und schon immer ging.

[Hervorhebung vom Übersetzer]

H.L. Mencken witzelte einst: „Der Drang, die Menschheit zu retten, ist fast immer eine falsche Fassade für den Drang zu herrschen.“ Nirgendwo ist das wahrer als bei dem Versuch, die Welt vor dem Klimawandel zu retten.

H. Sterling Burnett, Ph.D. is a senior fellow at The Heartland Institute, a nonpartisan, nonprofit research center headquartered in Arlington Heights, Illinois.

Link: https://redstate.com/heartlandinstitute/2021/03/17/nations-arent-acting-as-if-climate-change-poses-existential-crisis-n343694?_

Übersetzt von Chris Frey EIKE