Der Beitrag von Journa­listen zum aufstei­genden Klima-Alarm

Das überrascht mich nicht. Seit über 20 Jahren beobachtete ich vermeintlich respektierte Medien-Agenturen, in welchen investigative Journalisten regelmäßig dabei versagen, über die Debatte um Behauptungen des Inhalts, dass fossile Treibstoffe einen katastrophalen Klimawandel verursachen, angemessen zu berichten.

Journalismus, bis vor Kurzem noch als „vierte Macht“ verehrt, soll angeblich objektiv und über Fakten berichten, wobei er als Wachtposten fungieren soll bzgl. Korruption und Amtsvergehen seitens der Regierung sowie bzgl. der Interessen von Big Money, welche mit Bürokraten und Politikern gegen ,Otto Normalverbraucher‘ konspirieren. Aber beim Thema Klimawandel haben die Mainstream-Medien schon lange jeder Objektivität entsagt und sind auch nicht ihrer Rolle als Wachtposten gerecht geworden. Stattdessen sind sie zu Cheerleadern und Förderern konspirativer Theorien sowie noch mehr Macht für zugreifende Regierungen geworden.

Mainstream-Medien plappern unkritisch die alarmierendsten Behauptungen und extremsten Szenarien nach und heben diese auf den Schild, egal wie unwahrscheinlich diese Behauptungen auch sind. In jedem Report stellen sie sich hinter Regierungen mit ihren Äußerungen, denen zufolge vom Menschen verursachte „Klima-Extreme“ eine „existentielle Bedrohung der Menschheit seien“. Die Berichte sind so abgefasst, als seien sie enthüllte Wahrheiten, ihnen vermittelt von ganz oben. Die fundamentale Verantwortung der Journalisten – ähnlich der Verantwortung, die Wissenschaftler haben – ist es, alles zu hinterfragen, mit einer skeptischen Position als Beginn und mit akribischen Untersuchungen bzgl. der Quelle der Behauptungen, der Vermutungen um sie herum, ob sie durch tatsächliche Daten gestützt werden und ob andere Daten den Behauptungen widersprechen. Aber das ist vorbei. Längst proklamieren die Medien „die Wissenschaft hat gesprochen! Die Menschen zerstören die Erde!“

Es gibt keinen Konsens darüber, dass ein katastrophaler Klimawandel im Gange und der Menschheit geschuldet ist. Aber dennoch – seien die Journalisten nun faul oder einseitig ausgerichtet und dass die Herausgeber nicht nach gegensätzlichen Standpunkten und Stimmen suchen; die Verlage und Sender in ihrer Arbeit nicht den Standards von Fairness und Stichhaltigkeit folgen – dennoch präsentieren die Mainstream-Medien unkritisch eine Klimakrise als settled Faktum, so sicher wie dass die Welt rund ist.

Tausende, nein zehntausende von Wissenschaftlern auf der ganzen Welt weisen die Behauptung ganz oder teilweise zurück, wonach es eine anthropogene Klimakrise gibt. Aber deren Stimmen sind kaum zu hören, weil die Medien viel zu beschäftigt damit sind, ihre bevorzugte Lüge zu propagieren anstatt alternativen Behauptungen nachzugehen. Umfangreiche Forschungen einschließlich hunderter von Studien und Berichten werden jedes Jahr veröffentlicht, die alle möglichen Hypothesen und Projektionen in Zweifel ziehen, welche von den Führern des IPCC und deren Jünger in die Welt gesetzt werden – tief verwurzelt in den Eingeweiden von Regierungs-Agenturen wie der NASA und der NOAA.

Der Fairness halber sei erwähnt, dass keine Zeitung und kein einzelner Reporter jeden Tag über Klima berichten kann geschweige denn alle Studien dazu zu lesen und auch zu verstehen. Trotzdem ist es aber die Pflicht jeder ehrlichen Nachrichtenagentur zu eruieren, ob es gegensätzliche Standpunkte oder widersprechende Belege gibt, wenn die fragliche Angelegenheit als von so entscheidender Bedeutung hingestellt wird, dass wesentliche Änderungen der Politik oder belastende Änderungen der Wirtschaft, von Regierungs-Institutionen und individuellen Rechten darob beschlossen werden, um ein bestimmtes Problem zu lösen, in diesem Falle das Problem der so genannten Klima-Krise. Hier genügen fast alle Mainstream-Medien nicht ihrer Pflicht. Einige haben offen sämtlichen Debatten einen Riegel vorgeschoben und groß erklärt, dass sie sich einer Politik befleißigen, die es nicht länger gestattet, Standpunkte oder Artikel von irgendwelchen Gelehrten mit gegensätzlichen Ansichten zu Gehör zu bringen, egal wie qualifiziert die- oder derjenige ist, der sich zum Thema Klima äußert und der es nicht als Tatsache akzeptiert, dass die Menschen Urheber eines gefährlichen Klimawandels sind.

Andere Medien-Agenturen, die weniger offen ihren editorialen Bias nach außen tragen, unterdrücken ebenfalls stattfindende, lebendige Debatten über Gründe, Konsequenzen und mögliche Reaktionen bzgl. globaler Erwärmung, indem sie Klimaskeptiker als Menschen porträtieren, denen sie Nähe zu Industrien unterstellen und die weit außerhalb der wissenschaftlichen Mainstream-Meinung stehen.

Falls Journalisten nur ein Minimum an intellektueller Neugier walten lassen würden, würden ihnen leicht begutachtete Literatur-Übersichten vor Augen kommen über hunderte von skeptischen Studien, zusammengestellt auf wenigen Websites, sowie von hunderten von Wissenschaftlern unterzeichnete Briefe mit der Falschheit von einem oder mehreren Aspekten dieser dreiteiligen Behauptung: Das Klima ändert sich, und die Menschen sind die Ursache dafür, und im Ganzen werden die Folgen uneingeschränkt schlecht oder katastrophal sein – und dass wir in nächster Zukunft den Gebrauch fossiler Treibstoffe beenden müssen, um die Zerstörung der menschlichen Zivilisation und der Umwelt zu verhindern.

Die bekanntesten Literatur-Übersichten finden sich in einer Reihe von begutachteten Bänden, die zusammengestellt sind vom Nongovernmental International Panel on Climate Change (NIPCC). Im vorigen Jahrzehnt hat das NIPCC sechs Berichte erstellt, in denen es um die Frage ging, warum die physikalische Wissenschaft nicht hinter der Behauptung steht, dass Menschen einen gefährlichen Klimawandel verursachen, dass es viele Beweise dafür gibt, dass mehr Kohlendioxid in der Luft und eine moderat wärmere Welt tatsächlich vorteilhaft für die menschliche Gesellschaft und die Umwelt wäre, und Beweise dafür, dass die Förderung und der Verbrauch fossiler Treibstoffe ein Segen für die Menschen und den Planeten sind – und nicht ein Fluch für die Existenz der Menschheit.

Falls ein Journalist einmal bei www.CO2science.org schauen würde, der Website des Center for the Study of Carbon Dioxide and Global Change, oder bei www.NoTricksZone.com nachschauen würde [für Journalisten in Deutschland wäre das diese Website www.Eike-Klima-Energie.eu] würde sie oder er buchstäblich tausende begutachteter Studien finden, welche einen oder multiple fundamentale Dogmen, Hypothesen, Datenquellen oder Projektionen hinter der AGW-Theorie unterminieren. Zum Beispiel werden bei CO2Science Tausende Studien und Experimente zusammengefasst, die zeigen, dass ein gestiegener Kohlendioxid-Gehalt und eine moderate Erwärmung sehr vorteilhaft für Pflanzen ist, darunter Erntemengen in Hungergebieten der Erde. Und jedes Jahr präsentiert NoTricksZone auf einer einzigen Website Hunderte von Studien des Inhalts, dass die Natur (einschließlich Sonnenaktivität und großräumiger ozeanischer Zyklen) eine größere Rolle bzgl. Klima spielen als menschliche Kohlendioxid-Emissionen, und dass Vermutungen, das Klimawandel mehr oder schwerere Wetterextreme mit sich bringt, einfach falsch sind.

Im vorigen Jahrzehnt haben tausende Wissenschaftler ihre Unterschriften unter Briefe gesetzt, in denen die Tatsache angesprochen wird, dass Behauptungen eines dem Menschen geschuldeten Klimawandels im besten Falle überbewertet und im schlimmsten Falle einfach missbraucht werden. Gerade eben erst haben fast 90 prominente italienische Wissenschaftler einen offenen Brief an ihre Regierung geschrieben, in dem u. A. festgestellt wird:

Kohlendioxid selbst ist kein Verschmutzer. Es ist im Gegenteil unabdingbar für das Leben auf unserem Planeten.

Die anthropogene Ursache der globalen Erwärmung ist eine unbewiesene Hypothese … im Gegenteil, die wissenschaftliche Literatur beleuchtet immer stärker die Existenz einer natürlichen Klimavariabilität, welche zu reflektieren die Modelle nicht in der Lage sind. Diese natürliche Variabilität erklärt den Hauptteil der seit 1850 zu beobachtenden globalen Erwärmung. Die anthropogene Verantwortlichkeit für Klimawandel im vorigen Jahrhundert ist daher ungerechtfertigterweise übertrieben, und katastrophale Prophezeiungen sind unrealistisch.

Dies folgt einem offenen Brief von Mitgliedern der American Physical Society an ihre Führung, in dem sie das offizielle Statement der Führung bzgl. Klimawandel zurückweisen. Die Unterzeichner begründen dies mit der falschen Schlussfolgerung, dass menschliche Treibhausgase das Klima verändern. Und in einem offenen, von fast 150 internationalen Wissenschaftlern unterschriebenem Brief an den damaligen UN-Generalsekretär Ban Ki Moon schreiben sie:

Die Wissenschaft vom Klimawandel ist eine Periode „negativer Entdeckungen“ – je mehr wir über dieses außerordentlich komplexe und sich rapide evolvierende Gebiet erfahren, umso mehr erkennen wir, wie wenig wir wissen. Wirklich, die Wissenschaft ist NICHT settled.

Daher gibt es keinen einzigen vernünftigen Grund, teure und restriktive politische Maßnahmen zu ergreifen, ohne zunächst überzeugende Beweise dafür zu erbringen, dass menschliche Aktivitäten zu einem katastrophalen Klimawandel führen, der über die natürlichen Ursachen hinausgeht.

Der Gottvater aller gegen den Klimawandel-Alarmismus gerichteten Briefe ist das Oregon Petition Project, welches vom Oregon Institute for Science and Medicine in Umlauf gebracht und inzwischen von über 31.000 amerikanischen Wissenschaftlern unterschrieben wurde, darunter über 9000 mit Doktortitel. Darin heißt es:

Es gibt keine überzeugenden wissenschaftlichen Beweise, dass die Freisetzung von Kohlendioxid, Methan oder anderer Treibhausgase seitens der Menschheit weder jetzt noch in absehbarer Zukunft zu einer katastrophalen Aufheizung der Erdatmosphäre führen wird. Außerdem gibt es inzwischen substantielle wissenschaftliche Beweise dafür, dass ein gestiegener atmosphärischer Kohlendioxidgehalt viele vorteilhafte Auswirkungen auf Pflanzen und Tierwelt der Erde hat.

Es erfordert nicht viel Mühe, die Wahrheit bzgl. Klimawandel zu erkennen: Es ist eine lebendige Debatte im Gange hinsichtlich der Ursachen und Konsequenzen des fortgesetzten Klimawandels, und es gibt eine sogar noch intensivere Diskussion und Uneinigkeit bzgl. der Fragen, ob eine Besteuerung von Kohlendioxid, Restriktionen des Verbrauchs fossiler Treibstoffe oder Optionen von Geoingenieurswesen hinsichtlich Abschwächung oder Verhinderung eines weiteren Klimawandels effektiv sind oder tatsächlich mehr Schaden als Nutzen anrichten.

Es gibt zwei Seiten in der Klimadebatte, und Presse, Funk und Fernsehen sollten dies zur Kenntnis nehmen, über die Debatte berichten und es einer informierten Öffentlichkeit überlassen zu entscheiden, ob sie glauben, dass Menschen die Welt mittels ihres Verbrauchs fossiler Treibstoffe die Erde untergehen lassen und was man ggf. dagegen tun kann – ohne von Journalisten oder Sprachrohren mit einer sozialistischen Agenda drangsaliert, indoktriniert oder angestachelt zu werden.

SOURCES: NIPCC; NIPCC; NIPCC; No Tricks Zone; CO2Science; No Tricks Zone; Oregon Institute of Science and Medicine; The Heartland Institute; The Heartland Institute

Link: https://www.heartland.org/news-opinion/news/journalisms-contribution-to-the-rise-of-climate-alarm

Übersetzt von Chris Frey EIKE




Atmosphä­rischer CO2-Gehalt der letzten 15.000 Jahre, bestimmt aus Fossilien

CO2-Aufzeichnungen in Pflanzenfossilien

Pflanzenfossilien in Sedimentgestein und Schlammablagerungen sind ein relativ neues Hilfsmittel zur Bestimmung der CO2-Historie der Erde. Kleine Poren von Blättern und Nadeln, Stomata genannt, regulieren die Aufnahme von Kohlendioxid und die Freisetzung von Wasserdampf. Die Anzahl von Stomata nimmt ab in Zeiten hoher atmosphärischer CO2-Konzentrationen; sie nehmen zu, wenn der atmosphärische CO2-Gehalt niedrig ist:

Das CO2-Messgerät der Natur

● Es hat sich als sehr brauchbar erwiesen, eine standardisierte Art und Weise der Zählung von Stomata anzuwenden – bezeichnet als stomatal index (SI {%}) – um den CO2-Gehalt der Atmosphäre abzuschätzen zu der Zeit, als die Pflanze lebte. Die Relation zwischen CO2 und SI variiert nach Pflanzen-Spezies, Seehöhe der Pflanze und anderen Faktoren.

Korrelations-Graphiken werden konstruiert mittels moderner Stichproben von Pflanzen, indem man ihre SI-Zahlen bestimmt und dann die korrespondierenden CO2-Konzentrationen. Wenn die Bandbreiten des SI und von CO2 vollständig charakterisiert sind, werden diese Graphiken herangezogen, um das CO2-Niveau bei verwandten Spezies in der geologischen Vergangenheit abzuschätzen.

Die Bestimmung des Alters von Pflanzenfossilien mittels des C14-Verfahrens werden normalerweise bis 40.000 Jahre zurück angewendet. Noch älteres Material erfordert andere Verfahren.

Weil die Anzahl von Pflanzen-Stomata sich nicht ändert, nachdem Blätter und Nadeln von den jeweiligen Bäumen abgefallen waren, sind sie ein guter Indikator oder eine gute Proxy zur Bestimmung des atmosphärischen CO2-Gehaltes in der Atmosphäre während der Vergangenheit. Was sie zeigen ist, dass der populäre Glaube eines stabilen CO2-Niveaus vor der Industriellen Revolution stetig bei 280 ppm, falsch sein dürfte.

Wie unten gezeigt, zeigen Untersuchungen der Stomata bei gegenwärtigen und fossilen Pflanzen, dass der atmosphärische CO2-Gehalt während der letzten 15.000 Jahre höher gelegen und viel variabler gewesen sein könnte als bisher angenommen. Vieles von dem, was wir über das CO2-Niveau in der Vergangenheit zu wissen glauben, stammt aus Eisbohrkernen.

Abbildung: Jüngste Stomata-Studien zeigen, dass der CO2-Gehalt und die mittleren CO2-Konzentrationen während unserer Holozän-Interglazial-Periode (die letzten 11.000 Jahre) signifikant höher gewesen sein könnte als aus den Eisbohrkernen hervorgeht.

Eisbohrkern-Aufzeichnungen

Eisbohrkerne aus Bohrungen in der Antarktis und auf Grönland waren die bedeutendste Art, die Niveaus von CO2-Gehalten der Vergangenheit zu bestimmen – allerdings zeigen jüngste Stomata-Studien, dass die Eisbohrkerne in vielerlei Hinsicht in die Irre geführt haben könnten.

Beispiel: Wenn Eisbohrkerne zerlegt werden, um das Gas aus den kleinen eingeschlossenen Luftbläschen zur Messung des CO2-Gehaltes heranzuziehen, gibt es eine Hypothese, der zufolge Luftbläschen im Eis ein genaues Abbild der CO2-Historie der Erde zeigen. Allerdings erfuhr die chemische Zusammensetzung der Bläschen Änderungen, welche diese Aufzeichnung verzerrt haben könnten.

Untersuchung eines Eisbohrkerns. Bild: Vin Morgan

Es kann ein Jahrhundert oder noch länger dauern, bis sich akkumulierende Eisschichten tief genug versunken sind, um von der Atmosphäre isoliert zu sein. Am Südpol ist das bei einer Tiefe ab etwa 120 m der Fall. Die daraus resultierenden Wärme und Druck bewirken einen Gas-Austausch zwischen Eisschichten, was die Chemie der Luftbläschen im Eis modifiziert. Bei Tiefen zwischen 900 und 1200 Metern ist der Druck so hoch, dass Luftbläschen im Eis verschwinden und die Gase sich mit Flüssigkeiten und Eiskristallen verbinden. Derartige Prozesse neigen dazu, die Variabilität in den Eisbohrkernen weg zu glätten, und dazu, den CO2-Gehalt als niedriger erscheinen zu lassen als er wirklich war. Damit wird die Auflösung der betreffenden CO2-Variabilität verschleiert.

„Das Vorkommen flüssigen Wassers in polarem Schnee und Eis ist normal, selbst noch bei Temperaturen bis -72°C, und in kaltem Wasser ist CO2 70 mal mehr löslich als Stickstoff und 30 mal mehr als Sauerstoff – das garantiert, dass sich die Anteile der in den historischen Bläschen eingeschlossenen Luft ändern. Außerdem werden bei dem extremen Druck in tiefen Eisschichten – 320 Bar oder das 300-fache des normalen Luftdrucks – hohe Gehalte an CO2 aus der historischen Luft hinaus gedrückt“.

Zbigniew Jaworowski, Experte der atmosphärischen Ablagerung radioaktiver Bestandteile in Gletschereis.

Abbildung 1

Abbildung 2

Obwohl die Eisbohrkerne eine sehr gute gesamt-Übersicht von Temperatur- und CO2Trends über tausende von Jahren zeigen, ist deren Zuverlässigkeit, Details im Zeitmaßstab von Jahrzehnten aufzulösen – oder in manchen Fällen auch Jahrhunderten – limitiert. Trotzdem werden diese Daten herangezogen als prinzipielle Beweise, dass ein CO2-Niveau über 300 ppm beispiellos in der gesamten Menschheitsgeschichte und eine Ursache für Bedenken sind.

Die Vermutung einer Stabilität von CO2

Die Aufzeichnungen von CO2 und der Temperatur über die letzten 15.000 Jahre (aber ohne die CO2-Aufzeichnung aus Stomata) zeigt Abbildung 3. Mit Ausnahme der CO2-Messungen des South Pole Air Flask [?] stammen alle anderen Daten einschließlich der Temperatur aus Eisbohrkernen.

Abbildung 3: Die CO2-Aufzeichnungen der letzten 15.000 Jahre stammen zumeist aus Eisbohrkernen. Diese stammen aus Law Dome (grün) und Dome C (magenta) in der Antarktis. Seit 1957 wurden vom Südpol Proben von Air Flask (rot) analysiert (siehe größeres Bild). Per Konvention beginnt der Zeitraum „Jahre vor heute“ im Jahre 1950, weshalb spätere Jahre „negativ“ erscheinen.

Den Eisbohrkernen von Dome C und Law Dome zufolge blieb der CO2-Gehalt über fast 15.000 Jahre vor der Industriellen Revolution unter 280 ppm, während nur der jüngste Abschnitt des Law Dome (nach 1900) CO2-Konzentrationen über 300 ppm zeigen.

Die jüngsten CO2-Daten beruhen nicht auf Eisbohrkernen, sondern aus Air Flask-Stichproben vom Südpol. Sie zeigen konsistent einen CO2-Gehalt über 300 ppm. Der Zeitpunkt zur Bestimmung, welche CO2-Konzentrationen nun wirklich vorhanden waren, bevor die Menschen begannen, fossile Treibstoffe zu verbrennen, ist der Beginn der Industriellen Revolution um das Jahr 1750*. Eine grundlegende Annahme ist, dass die vor-industriellen CO2-Konzentrationen unter 280 ppm gelegen haben und dass der gesamte Gehalt darüber den Menschen geschuldet ist. Diese Annahme ist jedoch mit allen möglichen Problemen behaftet, über die kaum einmal diskutiert wird.

[*Diese Jahreszahl kann ein Druckfehler sein, aber weiter unten taucht sie explizit noch einmal auf. Darum wurde sie erst einmal stehen gelassen. Anm. d. Übers.]

Grundlage für die Schätzung des vorindustriellen CO2-Gehaltes

Die industrielle Revolution begann in Europa Mitte des 18. Jahrhunderts. Die Zeit davor wird als „Vor-industrielle Zeit“ angesehen.

Weil zuverlässige Messungen des CO2-Gehaltes der Luft vor dem 19. Jahrhundert nicht vorliegen, ging man von der Annahme eines Gehaltes von 280 ppm im Jahre 1750 aus – großenteils aufgrund der Daten aus Eisbohrkernen und frühen Arbeiten von G. S. Callendar.

Im 19. Jahrhundert wurden direkte Messungen des CO2-Gehaltes der Luft von verschiedenen Forschern durchgeführt. Interessanterweise lagen die meisten Messergebnisse über 300 ppm. Aus unbekannten Gründen wurden aber nur wenige dieser Messungen von G. S. Callendar (1898 bis 1964) als valide angesehen. Callendar war der Großvater der Theorie einer vom Menschen verursachten globalen Erwärmung. Heute werden die verbleibenden Daten weitgehend ignoriert, obwohl einige wenige Kommentatoren wie E. Beck und Z. Jaworowski zeigten, dass die Daten – einige davon zusammengestellt von Nobelpreisträgern – allgemein valide sind und dass die Ignoranz derselben unangemessen war.

Callendar behauptete, dass die Menschen die CO2-Konzentrationen mittels Verbrennung fossiler Treibstoffe haben steigen lassen. Die Änderung erfolgte von 274 ppmv auf 325 ppmv im Jahre 1935 – stellt also eine Zunahme um 18,3% dar. Dadurch soll die globale Temperatur um 0,33°C gestiegen sein.

Allerdings zeigen die verfügbaren CO2-Daten aus jener Zeit Konzentrationen zwischen 250 ppm und 550 ppm (Abbildung 4). Man warf Callendar Rosinenpickerei bzgl. der Daten einer Stichprobe aus Mittelwerten aus dem 19. Jahrhundert vor, wählte er doch 26 Datenpunkte aus, die seine Gedanken stützten, während er 16 Datenpunkte außen vor ließ, weil diese höhere Werte zeigten als sein vermutetes globales Mittel.

Trotz zahlreicher Luftmessungen aus dem 19. Jahrhundert, welche ein Niveau über 300 ppm CO2 zeigten, und trotz der Tatsache, dass viele der Eisbohrkerne aus jüngerer Zeit höhere CO2-Werte zeigten als erwartet, werden die Eisbohrkern-Aufzeichnungen heute allgemein herangezogen, um die CO2-Konzentrationen vor 1957 zu repräsentieren. Dabei hatte man die Werte noch 90 bis 100 Jahre vorverlegt, damit sie besser zu den Stichproben aus dem 20. Jahrhundert passen. Das IPCC legt die vorindustrielle Konzentration von CO2 in der Atmosphäre auf 280 ppm fest, großenteils auf den Eisbohrkern-Aufzeichnungen basierend, obwohl dies niemals unabhängig überprüft worden ist.

Als im Jahre 1957 systematische Messungen der Luft begannen, lagen die CO2-Werte um 315 ppm. Heute beträgt die Konzentration etwa 384 ppm. Gegenwärtige Schätzungen der anthropogenen Komponente des atmosphärischen CO2-Gehaltes variieren zwischen 4% und 25% (wobei Letzterer von einem vorindustriellen Niveau von 280 ppm ausgeht und unter der Annahme, dass der gesamte darüber hinaus gehende Anteil den Menschen geschuldet ist). Das Problem der Grundlinie von 280 ppm besteht darin, dass es immer mehr Belege dafür gibt, dass dieser Wert zu niedrig angesetzt ist.

Ein über 300 ppm hinausgehender CO2-Gehalt, so sagt man uns, ist unnatürlich und beispiellos, aber verfügbare Luftmessungen aus dem 19. Jahrhundert bzgl. CO2 und Studien von Stomata von Pflanzen ergeben immer mehr ein anderes Bild.

Fiktion: „Die gegenwärtige Rate der Änderung ist dramatisch und beispiellos; eine CO2-Zunahme war niemals über 30 ppm in 1000 Jahren hinausgegangen – und doch ist der CO2-Gehalt um 30 ppm allein während der letzten 17 Jahre gestiegen“. – IPCC Arbeitsgruppe I: die physikalisch-wissenschaftliche Grundlage des Klimawandels, AR 4 (2007)

Fiktion: Zu keiner Zeit der letzten 650.000 Jahre vor der industriellen Ära sind die CO2-Konzentrationen über 300 ppm hinausgegangen …“ – aus An Inconvenient Truth des ehemaligen Vizepräsidenten Al Gore (jetzt Mitbegründer und Vorsitzender von Generation Investment Management, einer in London ansässigen Firma, welche Kohlenstoff-Zertifikate verkauft).

Fakt: Die Mehrheit aller CO2-Abschätzungen im Holozän auf der Grundlage von Stomata-Häufigkeiten stützt nicht das weithin akzeptierte Konzept vergleichsweise stabiler CO2-Konzentrationen während der letzten 11.500 Jahre. – F. Wagner et al. (2004), Paläo-Ökologe und Experte für Stomata-Untersuchungen.

Die letzten 15.000 Jahre – neu bewertet

Untersuchungen von Pflanzen-Stomata zeigen, dass die gegenwärtige Ansicht von einem vorherrschend stabilen CO2-Niveau (260 bis 280 ppm) vor der Industriellen Revolution (um das Jahr 1750, also vor rund 250 Jahren) nicht stimmen könnten. Das CO2-Niveau scheint regelmäßig höher als 280 ppm gewesen zu sein – der mittlere CO2-Konzentration über das Interglazial des Holozäns (also die letzten 11.000 Jahre) scheint etwa bei 350 ppm gelegen zu haben.

Im Gegensatz zur derzeitigen Lehrmeinung einer CO2Stabilität scheinen Änderungen des CO2-Gehaltes um 20 bis 50 ppm oder mehr im Zeitmaßstab von 500 bis 1000 Jahren die Norm zu sein – und nicht die Ausnahme.

Abbildung 5: Ergebnisse jüngster Stomata-Studien, welche zeigen, dass CO2 variabler war und dass die mittleren CO2-Konzentrationen während unseres Holozän-Interglazials (die letzten 11.000 Jahre) signifikant höher waren als es aus den Eisbohrkernen hervorgeht. Ein schroffer Rückgang des CO2-Gehaltes während des „Younger Dryas“ kommt in den Stomata-Aufzeichnungen deutlich zum Ausdruck, fehlt jedoch völlig in den CO2-Aufzeichnungen der Eisbohrkerne (Größeres Bild)

Stomata-Forscher betrachten die Proxy aus Pflanzen-Stomata als zuverlässigen Indikator, um das CO2-Niveau in der geologischen Vergangenheit zu bestimmen einschließlich des Holozän-Interglazials, welches den Zeitraum von vor etwa 12.000 Jahren bis heute umfasst.

Stomata-Daten erhärten immer mehr eine viel dynamischere Evolution des CO2-Gehaltes im Holozän als es aus den Eisbohrkern-Daten hervorgeht“. – L. Kouwenberg et al. 2005, Laboratory of Palaeobotany and Palynology, Utrecht University, Netherlands

Daten aus verschiedenen Stomata-Studien zeigen, dass die CO2-Konzentrationen während der letzten 11.000 Jahre zwischen 260 und 340 ppm variierten (Mittelwert: 305 ppm). Im Gegensatz dazu zeigte der Eisbohrkern vom Dome C keine signifikante Variabilität sowie ein insgesamt deutlich niedrigeres CO2-Niveau (Mittelwert: 270 ppm).

Eine starke CO2-Abnahme zeigt sich von vor 11.500 bis 12.000 Jahren vor heute, welche zusammenfiel mit einer abrupten Abkühlungsphase, bekannt unter der Bezeichnung „Younger Dryas“ (Abbildung 5). Während der Dome C Eisbohrkern aus der Antarktis keine Spur dieses Ereignisses zeigt, kommt es in den Stomata-Daten bzgl. CO2 klar zum Ausdruck.

Auf der Grundlage dieser Stomata-Daten könnte die konventionelle Annahme eines präindustriellen Gehaltes von 280 ppm um etwa 25 ppm zu niedrig sein. Mit anderen Worten, 24% der vermuteten Zunahme des CO2-Gehaltes während der industriellen Ära kann in Wirklichkeit das Ergebnis einer Verzerrung und schlechter Auflösung der CO2-Variabilität in den Eisbohrkernen sein.

Während die Stomata-Daten einen höheren CO2-Gehalt zeigen als Eisdaten vor dem Jahr 1900, stimmen sie allgemein überein mit dem jüngsten Abschnitt der Law Dome-Eisdaten (von 1900 bis 1957) und auch mit den zeitweiligen Air Flask-Messungen am Südpol (echte Luft-Stichproben). Sie begannen im Jahre 1957 und werden bis heute durchgeführt. Mit anderen Worten, die Stomata-Ergebnisse stimmen mit den Daten überein, welche am wenigsten anfällig sind für Verzerrung und Diffusions-Fehlern.

Die Stomata-Aufzeichnungen sind bedeutende Beweise, um die Haltung in Frage zu stellen, wonach Variationen des CO2-Niveaus um 20 bis 50 ppm über Zeiträume von weniger als 1000 Jahren „beispiellos“ sind oder dass die präindustriellen CO2-Konzentrationen nie über 300 ppm hinausgegangen sind – beides dürfte tatsächlich normal gewesen sein.

Alles in die richtige Perspektive gestellt

Neue Studien zu Pflanzen-Stomata fügen den Erkenntnissen der natürlichen CO2-Variationen in der Erdatmosphäre wichtige neue Informationen hinzu, zeigen diese Studien doch, dass natürliche CO2-Variationen viel dramatischer ablaufen als man es uns glauben gemacht hat – und dass während der letzten 11.000 Jahre ein regelmäßiger Anstieg des CO2-Gehaltes über 300 ppm die Norm – und nicht die Ausnahme – gewesen ist. Ein natürlicher CO2-Gehalt bis zu 340 ppm wird über diese Zeit gezeigt, was die Behauptungen, dass jener Gehaltes von 300 ppm CO2 sowohl „beispiellos“ als auch un-natürlich in unserer derzeitigen Klima-Historie ist, in Frage stellt.

In Wirklichkeit ist die Menge des anthropogen hinzugefügten CO2 während der letzten 250 Jahre mehr nur von akademischem als von praktischem Interesse, ist doch die Theorie, dass diese menschlichen Hinzufügungen zum atmosphärischen CO2 der primäre Treiber von Temperaturänderungen der Erde sind, nicht bewiesen. Beispiele:

Die Lehrmeinung, dass CO2 die Temperaturen treibt, wird durch den Eisbohrkern widerlegt (hier, PDF hier). Vielmehr zeigt sich darin, dass erst die Temperatur und später auch das CO2 steigen.

Während der CO2-Gehalt während des letzten Jahrzehnts stetig zugenommen hat, sind die globalen Temperaturen nicht gestiegen (hier, PDF hier).

Temperaturen in der mittleren Troposphäre (in etwa 5 km Höhe), wo die Signale einer Treibhaus—Erwärmung eigentlich am deutlichsten sein sollten, ist es seit dem Jahr 2000 tatsächlich gesunken (hier). Der Treibhaus-Theorie zufolge sollte dies nicht geschehen, falls CO2-Zunahmen die primäre Ursache von globaler Erwärmung sind.

Da der Fall eines CO2-Problems immer ungewisser wird, ist es angemessen, Klima-Projektionen und Computermodelle bzgl. globaler Erwärmung in Frage zu stellen, um sicherzustellen, dass wir bedeutsame und teure Entscheidungen nicht auf der Grundlage von Informationen erstellen, die gegenwärtig nicht aussagekräftiger sind als die Antworten eines magic 8-ball.

Angesichts der vielen Komplexitäten von Wolken, Ozean-Senken, kosmischen Einflüssen und historischen Unsicherheiten ist klar, dass unser Wissen bzgl. CO2-Gehalt und Klimazyklen unvollständig ist. Ein neues Puzzlesteinchen kommt von einfachen Pflanzen-Fossilien mit bedeutenden Hinweisen auf die dynamische Klima-Vergangenheit der Erde – und dessen Zukunft.

Link: https://www.geocraft.com/WVFossils/stomata.html

Übersetzt von Chris Frey EIKE




Greenpeace-Mitbe­gründer: Globale Erwär­mung ist ,Angst-Kampagne‘ von Wissen­schaftlern, die abhängig sind von Zuwen­dungen der Regierung

Patrick Moore, außerdem ehemaliger Präsident von Greenpeace Kanada, gab Breitbart News ein Interview, in welchem er Folgendes ausführte:

„Angst war über die gesamte Historie ein Mittel der Mächtigen, Kontrolle über die Gedanken und Brieftaschen und alles Übrige ihrer Untergebenen zu erlangen, und die Klima-Katastrophe ist strikt und eindeutig eine Angst-Kampagne“, sagte er und fügte hinzu, dass die AGW-Befürworter auch durch „Schuldgefühle“ befeuert werden, weil „sie ihre Kinder töten, weil sie dieselben in ihren SUVs herumfahren und Kohlendioxid in die Atmosphäre blasen“. Mit AGW ist hier der Standpunkt gemeint, dass menschliche Aktivitäten und nicht natürliche Phänomene primär ursächlich sind für Änderungen des Erdklimas.

Moore weiter: „Die grüne Bewegung erfindet Storys, welche der Öffentlichkeit Furcht einträufeln“ und „die Medien bekleiden die Papagei-Funktion: sie wiederholen es wieder und wieder und immer wieder, und keiner kann sich dem entziehen“. Dieses Narrativ wird gestützt durch „grüne Politiker, die Wissenschaftler mit Steuergeldern kaufen, damit diese in ihrem Auftrag Angst erzeugen in Gestalt wissenschaftlich aussehenden Materials“ und durch „das grüne Geschäftsgebaren, die Geldhaie und crony capitalists, welche von den massiven Subventionen profitieren, von riesigen Steuer-Abschreibungen und Aufträgen der Regierung, die deren Technologie requirieren, um damit ein Vermögen zu machen“.

„Und dann gibt es da natürlich noch diejenigen Wissenschaftler, die willfährig sind, die nicht genug an Zuwendungen von der Regierung bekommen können. Die meisten dieser Wissenschaftler – bitte in Anführungszeichen setzen: „Wissenschaftler“ – welche die Katastrophen-Theorie voran schieben, werden von Steuergeldern bezahlt. Meistens machen diese Wissenschaftler nichts Anderes als einfach noch mehr Angst zu erzeugen, so dass die Politiker diese Angst ausnutzen können, Kontrolle über die Denkweise ihrer Wähler zu erlangen und von ebendiesen gewählt zu werden – in der Überzeugung, „oh, dieser Politiker kann mein Kind vor dem sicheren Untergang bewahren“.

AGW-Befürworter erlitten 2010 einen Rückschlag mit der Entdeckung, dass ihre führenden Forscher wie etwa die CRU an der University von East Anglia oder das IPCC sich der weit verbreiteten Datenmanipulation schuldig gemacht hatten, dass man betrügerische Klimamodelle und Falschinterpretationen von Quellen vorgebracht hat und dass man abweichende Forschungsergebnisse unterdrückt hat.

Links-Aktivisten fahren fort zu behaupten, dass es einen „97%-Konsens“ pro AGW gebe, aber diese Zahl ist eine Falschinterpretation einer Übersicht über 11.944 Studien aus begutachteten Journalen. 66,4% hatten gar keine Meinung dazu, und die Zahl 97% bezieht sich ausschließlich auf jene, die sich dazu geäußert haben, und selbst das ist noch zweifelhaft. Die Autoren der Umfrage schickten die Fragen an die 29.083 Autoren der Studien, aber nur 4% derselben haben überhaupt geantwortet. Viele der Autoren, die als hinter dem „Konsens“ stehend eingestuft worden waren, haben sich später dahingehend geäußert, dass ihre Haltung falsch interpretiert worden sei.

„Es ist die größte Lüge seit der Überzeugung der Menschen, dass die Erde im Zentrum des Weltalls steht. Dann hatte Galileo entdeckt, dass die Sonne im Mittelpunkt des Sonnensystems stand und die Erde sich um dieselbe dreht. Er wurde darauf von der katholischen Kirche zum Tode verurteilt, und nur weil er später widerrief, gestattete man ihm, den Rest seines Lebens unter Hausarrest zu verbringen“.

Moores Erinnerung an das Schicksal von Galileo reflektiert eher einen vorherrschenden Mythos als die historischen Fakten. Der Punkt ist laut Moore dass Missverhältnis zwischen dem Verhalten der AGW-Befürworter und ihrer Selbstdarstellung als Champions wissenschaftlicher Forschungen.

„Dieses abscheuliche Verhalten, welches sich heutzutage beim Thema Klima zeigt, ist die größte Bedrohung der Erleichterungen, die seit Galileo erreicht worden sind“, erklärte Moore. „Nichts ist damit vergleichbar. Hier haben wir es mit etwas sehr Schlimmem zu tun, das der Wissenschaft in ihrer gesamten Historie widerfahren ist. Wissenschaft wird ersetzt durch Aberglaube und einer Art giftiger Kombination von Religion und politischer Ideologie. Darin steckt keine Wahrheit. Es ist durch und durch Schwindel und Betrug“.

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Kommentar von ICECAP: Die AGW-Bewegung hat die Jugend indoktriniert – gemäß dem Wort von Hitler „Nur derjenigen, dem die Jugend folgt, gewinnt die Zukunft“ – Adolf Hitler

[Rückübersetzung aus dem Englischen. Das Original-Zitat war nicht aufzufinden. Anm. d. Übers.]

Link: http://icecap.us/index.php/go/joes-blog/global_warming_a_fear_campaign_by_scientists_hooked_on_government_grants_gr/

Übersetzt von Chris Frey EIKE




10 Irrtümer über arktisches Meereis & Überleben der Eisbären: Lehrer & Eltern, aufgepasst!

Hintergrund bzgl. Meereis:

Sommerliches Eis-Minimum 2018 (Quelle: NSIDC):

Winterliches Meereis-Maximum 2019:

Meereis am 7. Juli 2019: Ausdehnung im Frühsommer:

Trotz der Tatsache, dass im Jahre 2019 die zweitgeringste Ausdehnung im Juni seit 1979 verzeichnet wurde (hier), gab es Anfang Juli immer noch genügend Eis in allen Eisbären-Gebieten der Arktis (hier). In vielen Gebieten kommen Eisbärinnen, die im Dezember ihre Jungen geboren haben, im Sommer auf das Festland, bis ihre Jungen alt genug sind, um im folgenden Frühjahr wieder auf das Eis zurückzukehren. Mehr dazu: Andersen et al. 2012; Ferguson et al. 2000; Garner et al. 1994; Jonkel et al. 1978; Harington 1968; Kochnev 2018; Kolenosky and Prevett 1983; Larsen 1985; Olson et al. 2017; Richardson et al. 2005; Stirling and Andriashek 1992.

Zehn Irrtümer und Falschinformationen über Meereis:

1. Meereis ist für die Arktis das, was Erde für einen Wald ist (hier). Falsch: Diese Alles-oder-nichts-Analogie ist ein trügerischer Vergleich. Tatsächlich gleicht das arktische Meereis einem großen See in einem Feuchtgebiet, welcher jeden Sommer etwas austrocknet. Damit wird die Größe des Habitats zum Erhalt von Wasserpflanzen, Amphibien und Insekten etwas verkleinert, ohne aber vollständig zu verschwinden. Lebewesen in diesen Feuchtgebieten sind an dieses Habitat angepasst: Sie sind in der Lage, das reduzierte Wasserangebot in der trockenen Jahreszeit zu überleben, weil es in jedem Jahr auftritt. Genauso wird sich auch immer Meereis im Winter neu bilden und bis zum Frühjahr erhalten bleiben. Während der etwa 2 Millionen Jahre, in denen sich Meereis in der Arktis bildet, gab es immer Eis im Winter und Frühjahr (sogar in noch wärmeren Interglazialen als heute). Außerdem weiß ich nichts von auch nur einem einzigen Klimamodell, welches prophezeit, dass sich während der nächsten 80 jahre oder so kein neues Wintereis bildet. Mehr dazu hier: Amstrup et al. 2007; Durner et al. 2009; Gibbard et al. 2007; Polak et al. 2010; Stroeve et al. 2007.

 

2. Eisbären brauchen sommerliches Meereis um zu überleben (hier). Falsch: Eisbären, die im Vorfrühling ausreichend Nahrung in Gestalt junger Seelöwen zu sich genommen haben, können von ihrem Fett fünf Monate oder länger zehren (hier) bis zum Herbst, egal ob sie den Sommer auf dem Festland oder im arktischen Packeis verbringen. Eisbären fangen nur sehr selten Seelöwen im Sommer (hier), weil nur erwachsene Seelöwen mit viel Erfahrung, Raubtieren auszuweichen, vorhanden sind. Außerdem bieten die vielen Löcher im sommerlichen Packeis den Seelöwen viele Fluchtmöglichkeiten (siehe BBC-Video unten). Eisbären und die Seelöwen der Arktis brauchen das Eis nur vom Spätherbst bis zum Vorfrühling (hier). Mehr dazu: Crockford 2017, 2019; Hammill and Smith 1991:132; Obbard et al. 2016; Pilfold et al. 2016; Stirling 1974; Stirling and Øritsland 1995; Whiteman et al. 2015.



3. Eis-Algen sind die Grundlage allen Lebens in der Arktis (hier). Nur teilweise richtig: Plankton gedeiht während des arktischen Sommers auch im offenen Wasser und bildet dort die Nahrungsgrundlage für die Fisch-Spezies, von denen Ringel- und Bartrobben abhängig sind, um sich für den langen arktischen Winter ausreichend Fettreserven anzufressen. Jüngere Forschungen haben nachgewiesen, dass weniger Eis im Sommer Gesundheit und Überlebenschancen von Ringel- und Bartrobben verbessert hat (hier) im Vergleich zu den Bedingungen während der achtziger Jahre (mit einer kürzeren eisfreien Saison und weniger Fischen als Nahrungsgrundlage): Als Folge davon waren üppige Robben-Bestände ein Segen für die Eisbären, sind diese doch von den Robben als Nahrung im Vorfrühling abhängig. Zum Beispiel prosperieren Eisbären in der Barents-See um Spitzbergen (hier), ebenso wie die Eisbären der Tschuktschen-See – und das trotz eines ausgeprägten Rückgangs des sommerlichen Eises in der Arktis. Beides steht im Widerspruch zu Prophezeiungen aus dem Jahr 2007, was dazu führte, die Eisbären als ,gefährdet‘ einzustufen. Mehr dazu: Aars 2018; Aars et al. 2017; Amstrup et al. 2007; Arrigo and van Dijken 2015; Crawford and Quadenbush 2013; Crawford et al. 2015; Crockford 2017, 2019; Frey et al. 2018; Kovacs et al. 2016; Lowry 2016; Regehr et al. 2018; Rode and Regehr 2010; Rode et al. 2013, 2014, 2015, 2018.



4. Offenes Wasser im Vorfrühling ist ebenso wie die sommerliche Eisschmelze seit 1979 unnatürlich und dem Überleben der Eisbären abträglich (hier). Falsch: Schmelzendes Eis ist eine ganz normale Phase jahreszeitlicher Änderungen in der Arktis. Im Winter und Frühjahr erscheinen ein paar Flächen offenen Wassers, weil Wind und Strömungen das Packeis umverteilen – das ist kein Abschmelzen, sondern die ziemlich normale Bildung von Polynyas* sowie deren Ausweitung. Polynyas sowie sich verbreiternde Streifen an Küsten (hier) sind eine vorteilhafte Mischung von Eis-Plattformen und offenem Wasser mit reichlich Nährstoffen (hier). Dies zieht die Robben der Arktis an und bietet exzellente Jagdmöglichkeiten für Eisbären. Die folgende Karte zeigt kanadische Polynyas und küstennahe Streifen offenen Wassers während der siebziger Jahre. Ähnliche Flächen offenen Wassers bilden sich im Frühjahr regelmäßig vor der Küste Ostgrönlands und entlang der russischen Küsten des arktischen Ozeans (hier). Mehr dazu: Dunbar 1981; Grenfell and Maykut 1977; Hare and Montgomery 1949; Smith and Rigby 1981; Stirling and Cleator 1981;  Stirling et al. 1981, 1993.

[*Polynyas = Als Polynja (auch Polynya, Polynia) bezeichnet man eine große offene Wasserfläche oder dünne Meereisschicht im arktischen oder antarktischen Meereis, die eine Fläche von mehreren Tausend Quadratkilometern erreichen kann. Quelle]

Periodisch auftretende Polynyas und offene Wasserflächen während der 70-ger Jahre. Nach Smith and Rigby 1981.

5. Klimamodelle sind für Prognosen von Eisbär-Habitaten gut geeignet (hier). Falsch: In meinem jüngsten Buch The Polar Bear Catastrophe That Never Happened erkläre ich, dass der Rückgang sommerlichen Meereises um fast 50%, der nicht vor dem Jahr 2050 erwartet worden war, bereits 2007 aufgetreten und seitdem konstant geblieben ist (und trotzdem gedeihen die Eisbären). Das ist eine außerordentlich schlechte Leistung der Vorhersage von Meereis. Außerdem hat erstjähriges Eis bereits eine Menge vieljährigen Eises in den südlichen und östlichen Gebieten des kanadischen Arktis-Archipels ersetzt (hier) – zum Vorteil der Eisbären. Mehr dazu: ACIA 2005; Crockford 2017, 2019; Durner et al. 2009; Hamilton et al. 2014; Heide-Jorgensen et al. 2012; Perovich et al. 2018; Stern and Laidre 2016; Stroeve et al. 2007; SWG 2016; Wang and Overland 2012.

Vereinfachte Prophezeiungen im Vergleich zu Beobachtungen bis zum Jahr 2007 (nach Stroeve et al. 2007). Im Jahre 2012 war das Meereis sogar noch geringer ausgedehnt und lag in allen Folgejahren unter dem prophezeiten Niveau.

6. Das Meereis wird immer dünner, was für die Eisbären ein Problem ist (hier). Falsch: Einjähriges Eis (weniger als 2 Meter dick) ist das beste Habitat für Eisbären, weil es auch das beste Habitat für die Robben ist. Sehr dickes vieljähriges Eis, welches durch erstjähriges Eis ersetzt worden ist und das in jedem Sommer vollständig abtaut, bietet noch bessere Lebensbedingungen für Robben und Eisbären im Frühjahr, wenn beide es am dringendsten brauchen. Dies ging besonders in den südlichen und östlichen Gebieten des kanadischen arktischen Archipels vor sich (Karte der Meereis-Verteilung im September 2016 unten). Infolge derartiger Änderungen der Eisdicke hat sich die Eisbär-Population im Kane-Becken vor Nordwest-Grönland seit Ende der neunziger Jahre mehr als verdoppelt. Mehr dazu: Atwood et al. 2016; Durner et al. 2009; Lang et al. 2017; Stirling et al. 1993; SWG 2016.

7. Eisbären in der westlichen und südlichen Hudson-Bay haben das größte Risiko, infolge der globalen Erwärmung auszusterben (hier). Falsch: Der Eisrückgang in der Hudson Bay war in der gesamten Arktis der Geringste. Die Meereis-Abnahme in der Hudson Bay (siehe die Graphiken unten) erfolgte an weniger als einem Tag pro Jahr seit 1979 im Vergleich zu über 4 Tagen pro Jahr in der Barents-See (hier). Außerdem war es zu dem Rückgang in der Hudson Bay einmalig als plötzlicher Sprung im Jahre 1998 gekommen: es gab keinen langsamen und stetigen Rückgang. Seit dem Jahr 1998 ist die eisfreie Saison in der westlichen Hudson-Bay insgesamt etwa drei Wochen länger als es während der achtziger Jahre der Fall war. Während der letzten 20 Jahre jedoch gab es keine darüber hinaus gehende Verlängerung (hier) trotz der Abnahme des arktischen Meereises insgesamt und trotz gestiegener Kohlendioxid-Emissionen (hier). Mehr dazu: Castro de la Guardia et al. 2017; Regehr et al. 2016.

Verlust sommerlichen Meereises pro Jahr von 1979 bis 2014. Nach Regehr et al. 2016

8. Das Aufbrechen von Meereis in der westlichen Hudson Bay erfolgt jetzt drei Wochen früher als während der achtziger Jahre (hier). Falsch: Das Aufbrechen erfolgt jetzt 2 Wochen früher im Sommer als während der achtziger Jahre. Die Gesamtlänge der eisfreien Saison ist jetzt etwa 3 Wochen länger (mit sehr großer Variation von Jahr zu Jahr). Mehr dazu: Castro de la Guardia et al. 2017; Cherry et al. 2013; Lunn et al. 2016 sowie im folgenden Video. Dieses zeigt den ersten entdeckten Bär außerhalb des Eises in Cape Churchill, westliche Hudson Bay am 5. juli 2019 – fett und gesund nach guter Ernährung im Frühjahr:



9. Winterliches Meereis hat seit 1979 abgenommen, was das Überleben der Eisbären gefährdet (hier). Nur teilweise richtig: Während das winterliche Meereis (März) graduell seit 1979 abgenommen hat (siehe die Graphik der NOAA unten), gibt es keine Hinweise darauf, dass dies negative Auswirkungen auf Gesundheit und Überleben der Eisbären hat, war doch der Rückgang ziemlich minimal. Die Graphik mit der Meereis-Verteilung zu Beginn dieses Beitrags zeigt, dass im Jahre 2019 immer noch sehr viel Eis vorhanden war – mehr als genug, um den Bedürfnissen der Eisbären und deren primärer Beute (Ringel- und Bartrobben) zu genügen. Und das, obwohl die Ausdehnung die siebt-niedrigste war seit 1979.

10. Experten sagen, dass es mit 19 verschiedenen Unter-Populationen von Eisbären in der Arktis 19 Szenarien bzgl. des Meereises gibt (hier und hier), was impliziert, dass dies genau das ist, was sie die ganze Zeit prophezeit hatten. Falsch: Um das zukünftige Überleben von Eisbären vorherzusagen, ordneten Biologen des US Geological Survey im Jahre 2007 Eisbär-Untergruppen verschiedenen Meereis-Arten zu (was sie dann ,Eisbär-Ökoregionen‘ nannten; siehe folgende Graphik). Ihre Prognosen bzgl. Überleben der Eisbären basierten auf Vermutungen, wie sich die Eisverhältnisse in diesen vier Meereis-Gebieten mit der Zeit verändern würden (wobei violett und grün gefärbte Gebiete gleichermaßen extrem verwundbar sind durch die Auswirkungen des Klimawandels). Allerdings zeigt sich, dass die Variationen viel größer sind als erwartet: Im Gegensatz zu den Prognosen gab es in der Barents-See einen viel stärkeren Rückgang sommerlichen Meereises als in jeder anderen Region. In der westlichen und südlichen Hudson Bay war der Rükgang relativ gering (siehe auch Punkt 7). Mehr dazu: Amstrup et al. 2007; Crockford 2017, 2019; Durner et al. 2009; Atwood et al. 2016; Regehr et al. 2016.

References

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Übersetzung der Tafel:

Ringelrobben und Klimawandel: Frühe Prognosen vs. jüngste Beobachtungen in Alaska.

Das arktische Meereis hat sich während der letzten Jahrzehnte dramatisch verändert und nimmt weiterhin an Ausdehnung und Dicke ab. Auch spätere Eisbildung und früherer Rückzug werden erwartet. Es wurde prophezeit, dass sich ändernde Eisverhältnisse die Lebensbedingungen für Meeressäugetiere mit Abhängigkeit von den Eisverhältnissen verschlechtern. Am Beispiel der Ringelrobben, den am meisten an das Eis angepassten Meeressäugern, werden wir erkunden, wie sich jüngste Beobachtungen im Vergleich zu den Prognosen machen. Prognose Nr. 1: Es wird erwartet, dass eine Abnahme des Schnees auf dem Eis das Überleben von Jungen reduziert mit der Folge einer insgesamten Abnahme der Ringelrobben. Prognose Nr. 2: Ein Eisrückgang wird wichtige Beutetiere abnehmen lassen mit der Folge einer schlechteren körperlichen Verfassung. Prognose Nr. 3: Eine längere Saison mit offenem Wasser und höheren Wassertemperaturen wird neue Krankheiten mit sich bringen, die das Überleben der Ringelrobben ebenfalls gefährden. Unser Verständnis des Verhältnisses von Ringelrobben zu Meereis und Schnee stammt von Studien mit den derzeitigen Schnee- und Eisverhältnissen. Unglücklicherweise wollen wir aber wissen, wie es den Robben mit weniger Eis und Schnee geht, aber die Möglichkeiten für diese Forschungen sind begrenzt. Wir können untersuchen, wie sich Ringelrobben verhalten am südlichen Ende ihres Verbreitungsgebietes, wo es gegenwärtig weniger Eis und Schnee gibt, und wir können die Reaktionen auf die umweltliche Variabilität in der Vergangenheit untersuchen. Um erste Auswirkungen des Klimawandels auf Ringelrobben zu erkennen, mag es noch zu früh sein. Bis heute jedenfalls passen die Beobachtungen in Alaska nicht zu den Prognosen.

Ende Übersetzung der Tafel

Crawford, J.A., Quakenbush, L.T. and Citta, J.J. 2015. A comparison of ringed and bearded seal diet, condition and productivity between historical (1975–1984) and recent (2003–2012) periods in the Alaskan Bering and Chukchi seas. Progress in Oceanography 136:133-150.

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Link: https://wattsupwiththat.com/2019/07/15/10-fallacies-about-arctic-sea-ice-polar-bear-survival-teachers-parents-take-note/

Übersetzt von Chris Frey EIKE




Unbequeme Energie-Realitäten

Es vergeht keine Woche, ohne dass sich irgendein Bürgermeister, Regierungsmitglied, Politiker oder Möchtegern-Experte in die Phalanx derjenigen einreiht, eine Energiezukunft zu fordern oder zu prophezeien, welche sich ausschließlich auf Wind, Solar und Batterien stützt – befreit von den „Belastungen“ durch die Kohlenwasserstoffe, die seit Jahrhunderten Gesellschaften mit Energie versorgten. Unabhängig von der Meinung irgendwelcher Individuen, ob – oder warum – nach einer Energie-„Transformation“ gerufen wird – die Physik und die Ökonomie von Energie in Kombination mit den Realitäten der erforderlichen Größenordnung machen klar, dass es keinerlei Möglichkeiten gibt, in absehbarer Zukunft so etwas wie eine „Neue Energie-Ökonomie“ einzurichten. Bill Gates hat gesagt, dass, wenn es um das Verständnis von Energie-Realitäten geht, man „die Mathematik zu dem Problem einbringen muss“.

Da hat er recht. In meinem jüngsten Report des Manhattan-Institute mit dem Titel [übersetzt; Original-Titel siehe unter dem Bild oben]: „Die neue Energie-Ökonomie: Eine Übung in Wunschdenken“ habe ich genau das getan.

Was dabei herausgekommen ist habe ich hier zusammengefasst, und zwar nach Anwendung der zugrunde liegenden Mathematik. Man klicke auf den ganzen Report für Erklärungen, Dokumentation und Referenzen.

Realitäten hinsichtlich der Größenordnung der Energie-Nachfrage

1. Kohlenwasserstoffe decken über 80% des Welt-Energiebedarfs: Falls all das in Gestalt von Öl daherkommen würde, würden die Barrel eine Schlange von Washington D.C. bis nach Los Angeles ergeben, und diese gesamte Schlange würde sich jede Woche um die Höhe des Washington Monuments verlängern.

2. Der geringe Rückgang des Anteils von Kohlenwasserstoffen am Welt-Energieverbrauch um 2 Prozentpunkte kostete global akkumuliert über 2 Billionen Dollar, die für Alternativen ausgegeben wurden. Solar und Wind tragen heute weniger als 2% zur globalen Energieerzeugung bei.

3. Wenn die vier Milliarden Menschen in Armut ihren Energieverbrauch auf nur ein Drittel des Energieverbrauchs pro Kopf in Europa steigern würden, würde die globale Nachfrage doppelt so stark steigen wie der gesamte Energieverbrauch der USA.

4. Ein Anstieg der Anzahl von Elektrofahrzeugen um das Hundertfache auf 400 Millionen bis zum Jahr 2040 würde 5% der globalen Nachfrage nach Öl verdrängen.

5. Erneuerbare Energie müsste um das 90-fache expandieren, um global Kohlenwasserstoffe innerhalb von zwei Jahrzehnten zu ersetzen. Es dauerte ein halbes Jahrhundert, um die globale Petroleum-Erzeugung um „nur“ das 10-fache auszuweiten.

6. Das Ersetzen der auf Kohlenwasserstoffen basierenden Stromerzeugung in den USA während der nächsten 30 Jahre würde ein Konstruktions-Programm erfordern, das Netz zu erweitern, die um das 14-fache größer wäre als zu jeder Zeit in der Historie.

7. Die Eliminierung von Kohlenwasserstoffen zur Stromerzeugung in den USA (in naher Zukunft unmöglich und noch auf Jahrzehnte hinaus undurchführbar) würde 70% des Verbrauchs von Kohlenwasserstoffen in den USA unberührt lassen – die USA verbrauchen 16% der Weltenergie.

8. Steigerung der Effizienz der Energienachfrage durch Verbilligung von Produkten und Dienstleistungen: Seit dem Jahr 1990 verbesserte sich die Energie-Effizienz um 33%, die Wirtschaft wuchs um 80% und der globale Energieverbrauch um 40%.

9. Steigerung der Effizienz der Energienachfrage: Seit dem Jahr 1995 ist der Verbrauch von Flugbenzin pro Passagier-Meile um 70% gesunken, der Luftverkehr stieg um mehr als das 10-fache, und der globale Verbrauch von Flugbenzin stieg um über 50%.

10. Steigerung der Effizienz der Energienachfrage: Seit dem Jahr 1995 ist der Energieverbrauch pro Byte um etwa das 10.000-fache gesunken, aber der globale Datenaustausch um das 1 Million-fache gestiegen; der globale Stromverbrauch für den Betrieb von Computern ist rasant gestiegen.

11. Seit dem Jahr 1995 ist der Gesamt-Energieverbrauch der Welt um etwa 50% gestiegen. Diese Menge ist in etwa gleich mit dem Hinzufügen von zwei mal Nachfrage der USA.

12. Als Pfand für Sicherheit und Zuverlässigkeit müsste eine Menge von Kohlenwasserstoffen gespeichert sein, die ausreicht, um zwei Monate lang die Nachfrage decken zu können. Heute kann eine solche Speicherung gerade mal für den Bedarf von zwei Stunden in Batterien aller Größenordnungen sowie in allen Batterien der 1 Million Elektrofahrzeugen in den USA gespeichert werden.

13. Die jährlich von der Tesla Gigafactory (die weltgrößte Batterie-Fabrik) hergestellten Batterien können gerade mal für drei Minuten der jährlichen US-Stromnachfrage speichern.

14. Um genügend Batterien herzustellen, um den US-Strombedarf zwei Tage lang zu decken, würde die Gigafactory 1000 Jahre zur Herstellung benötigen.

15. Jede Milliarde Dollars zum Bau von Flugzeugen führt während zwei Jahrzehnten zu einem Stromverbrauch in Höhe von 7 Milliarden Dollar. Global werden derzeit über 50 Milliarden Dollar pro Jahr für neue Jets ausgegeben – Tendenz steigend.

16. Jede für Rechenzentren ausgegebene Dollarmilliarde führt zu einem Stromverbrauch in Höhe von 7 Milliarden Dollar innerhalb von zwei Jahrzehnten. Jedes Jahr werden über 100 Milliarden Dollar für Rechenzentren aufgebracht – Tendenz steigend.

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Der ganze Beitrag steht hier.

Link: https://www.thegwpf.com/mark-mills-inconvenient-energy-realities/

Übersetzt von Chris Frey EIKE