Wir können die Corona­maßnahmen nicht (mehr) einschränken. Dann würde jeder bemerken, wie sinnlos sie waren sind.

Hinweis: Der folgende Artikel ist eine Aktualisierung von [9]

Das einzig Konstante ist die fehlende Kompetenz Konstanz

Das gilt aktuell: [3] Entweder ist die Kanzlerin verwirrt oder sie will die Bevölkerung auf den Arm nehmen
… In ihrer Regierungserklärung im Deutschen Bundestag am 25.März 2021 hat Angela Merkel ausgeführt:
„Ich will an dieser Stelle einmal sagen: Wir sind ein föderaler Staat. Es ist keinem Oberbürgermeister und keinem Landrat verwehrt, das zu tun, was in Tübingen und Rostock getan wird. Alle können das machen, und der Bund wird immer unterstützend tätig sein …“
Bei Anne Will am Sonntag, sagte sie das genaue Gegenteil.
Die Infektionszahlen gäben eine Lockerung derzeit nicht her. „Das ist nicht der Zeitpunkt, so etwas ins Auge zu fassen.“ Und weiter: „Ich weiß wirklich nicht, ob Testen und Bummeln, wie es in Berlin heißt, die richtige Antwort auf das ist, was sich gerade abspielt …“

Und es galt auch vorher:
Außenminister Maas (SPD) hat im Februar 2020 Hilfsgüter zur Bekämpfung der Corona-Epidemie kostenlos nach China liefern lassen, darunter auch Gesichtsschutzmasken.
Mit Beginn der Corona-Epidemie in Deutschland im März 2020 mussten die deutschen Behörden bedauerlicherweise feststellen, dass sie über keine Maskenvorräte verfügen. Gesundheitsminister Spahn (CDU) hält (folglich?) eine Maskenpflicht für nicht notwendig.
28.02.2020: Lars Schaade, Vize-Präsident des RKI
„Was empfehlen wir nicht? Wir empfehlen nicht die Nutzung von Desinfektionsmitteln im allgemeinen Alltagsleben, auch in dieser jetzigen Situation nicht. Und wir empfehlen ebenfalls nicht die Nutzung von Gesichtsmasken oder Mund-Nase-Schutz im Allgemeinen, in der allgemeinen Öffentlichkeit und im Alltagsleben.

[6] Gesundheitsminister Spahn im Kommunalwahlkampf in NRW laut BILD: „Mit dem Wissen heute, das kann ich Ihnen sagen, müssen keine Friseure mehr schließen und kein Einzelhandel mehr schließen. Das wird nicht noch mal passieren. Wir werden nicht noch mal Besuchsverbote brauchen in den Pflegeeinrichtungen.“

Sofern ein Gericht mal dahinter kommt und es „anprangert“, haben unsere findigen Politiker schnell eine geeignete Lösung:
[5] Tagesspiegel, 22.03.2021: NRW Stunden nachdem ein Gericht die Beschränkungen für den Handel für rechtswidrig erklärt hatte, beschließt die Politik noch härtere Regeln

Und nachdem das Studium Politik und/oder Jurist wohl zu Universalwissen führt, verkündet Landesfürst Söder unisono: (Markus Söder im Bayerischen Landtag) … Söder verteidigt seinen Kurswechsel, erklärt, dass der Inzidenzwert weiter die einzig belastbare Größe sei und dass ihm noch niemand eine tragfähige Alternative genannt hat …

Viele scheinen fast „gierig“ danach zu sein, möglichst lange im Outfit wie nach einer Rüsselamputation herumzulaufen

Was die Masken die Bürger schon gekostet – und wem es sicher genutzt – hat, zeigt eine Pressemitteilung:
Statistisches Bundesamt: Pressemitteilung Nr. 136 vom 18. März 2021: … Im Jahr 2020 wurden nach vorläufigen geschätzten Zahlen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) Gesichtsschutzmasken im Wert von rund 6 Milliarden Euro nach Deutschland importiert. Eingeführt wurden die Masken fast ausschließlich aus der Volksrepublik China …
Selbstverständlich gibt es daraus auch in Deutschland eine „Wertschöpfung“, die sich nicht nur auf Vermittlungsprovisionen für Politiker beschränkt:
Wirtschaftswoche, 23.03.2021: … Rund 35 Millionen Berechtigte aus der definierten Risikogruppe haben dabei je 15 Masken erhalten, der Marktpreis der Masken lag bei etwa 0,5 Milliarden Euro. Der überwiegende Teil der 2,5 Milliarden Euro, also etwa 80 Prozent, waren offenbar Transaktionskosten. Diese Transaktionskosten verteilten sich auf Druck und Verteilung der Berechtigungsscheine, deren Versendung an die Krankenkassen und die Distribution der Masken durch die Apotheken. Die Apotheken erhielten anfangs 6,90 Euro, später 3,90 Euro pro Maske .… So wäre es möglich gewesen, die FFP2-Masken einfach per Post an die Berechtigten zu schicken. Dieser Weg wäre schneller und wesentlich günstiger gewesen.

Doch Kosten spielen im Kampf gegen die Jahrhundertkatastrophe längst keine Rolle mehr.

Bild 1

Wichtig sind geeignete Maßnahmen. Und wer kann das inzwischen besser als hochrangige Politiker:

Bild 2

Nicht zu vergessen Kanzleramtsminister Helge Braun, die rechte Hand von Frau Merkel, welcher dank Corona aus einem Mauerblümchendasein aufblüht, dabei jedoch nur seine (für Merkels „angezüchteten“ Hofstaat typische) Unfähigkeit entlarvt: Tichys Einblick, 25. März 2021: Bei Maischberger entrollt sich das Grauen dieser Regierung

Bild 3

Entsprechend „feuern“ unsere Medien:

Bild 4

Tagesspiegel, 22.03.2021: „Notbremse wird daran nichts ändern“: Modellierung zeigt dramatische, dritte Corona-Welle in Deutschland

Es gibt genügend Bürger, welche alles glauben, eingeschlossen die Redaktion der Tageszeitung des Autors.

Entsprechend sind „die Wünsche“ der Bürger wie immer in Zeiten großer Kampfmaßnahmen: Eine starke Person möge sie doch bitte leiten …

Bild 5

Bild 6

Nun gibt es Bürgermeister, welche sich nach dem „Tübinger Modell“ sehnen:

Bild 7

Diese Bürgermeister haben jedoch den wirklich kindischen Fehler gemacht, ihren politischen Chefs etwas zu glauben.

Ihre nach 18 Regierungsjahren erstmals ausgesprochene „Entschuldigung“ begreift die unfehlbare Merkel anscheinend als eine Generalamnestie. Schon einen Tag später fiel sie in den gewohnten Trott und war zuerst dafür, wenige Tage später dann dagegen. Wie zu erwarten, ist Söder diesen typischen Merkelwindungen wie ein Double gefolgt:
SZ, 29. März 2021: Wege aus den Beschränkungen: Übermut, Rolle rückwärts, Chaos?
83 bayerische Landkreise und Städte haben sich bei der Staatsregierung darum beworben, Corona-Modellprojekt nach Tübinger Vorbild zu werden. Eigentlich sollte alles ganz schnell gehen, doch angesichts steigender Fallzahlen wackelt das ganze Vorhaben …

Entsprechend schwer hat es das „Tübingen-Projekt“. Sein Erfolg in die Breite gebracht, würde ja auch zu drastisch die Inkompetenz unserer politischen „Cornaführung“ belegen.
[8]Boris Palmer erhält Morddrohungen. Nicht einzelne, sondern Dutzende. Wegen Morddrohungen gegen ihn gebe es bereits eine dreistellige Zahl an Verfahren bei der Staatsanwaltschaft, berichtet der Tübinger Oberbürgermeister. “Unser Modellprojekt steht sehr unter Druck”, klagt er. Viele wünschten sich, dass das Projekt scheitere. Die Aggressivität militanter Lockdowner wächst offenbar ähnlich wie die der Corona-Leugner und Querdenker …

(Und wieder) beispielhaft Nürnberg und Fürth

Das RKI-Dashboard informiert für beide Städte in düsteren Grafiken.
RKI-Dashboardbild zu Fürth:

Bild 8 Stadt Fürth, RKI-Dashboardanzeige (Screenshot vom 02.04.2021)

RKI-Dashboardbild zu Nürnberg:

Bild 9 Stadt Nürnberg, RKI-Dashboardanzeige (Screenshot vom 02.04.2021)

Mit dieser „Information“ kann man fast nichts anfangen, außer schon durch die optische Aufmachung Angst zu bekommen. Mit ziemlicher Sicherheit ist dieses Dashboard auch zu nichts anderem gedacht.

Die Stadt Nürnberg selbst bietet nach etwas Suchen noch ein wenig Zusatzinformation:

Bild 10 Nürnberg, Belegung Normalstationen der Krankenhäuser seit 11.11.2020

Bild 11 Nürnberg, Belegung Intensivstationen der Krankenhäuser seit 11.11.2020

Weitere Angaben muss man dann allerdings googeln:
Und so findet man heraus, dass für beide Städte die Anzahl von Corona-Intensivfällen aktuell 0,0075 … 76 % beträgt

Von 13.375 Einwohnern ist demnach einer als Intensivfall im Krankenhaus und von ca. 26.700 ist eine als Coronafall beatmet.

Fragen sie mal unter 13.000 – 26.000 Personen nach schlimmen, akuten Krankheitsfällen. Sie werden überrascht sein, wie viele sich finden.

Entsprechend zeigt das DIVI-Intensivregister auch keinen „Coronabuckel“, sondern seit Beginn der „2. Welle“ einen Abbau der Intensivbetten und der Notfallreserve:

Bild 12 DIVI Intensivregister (Teildaten)

Der Bericht der Helios-Kliniken vom 31.03.2021 zeigt es ebenfalls:

Bild 13 Helios-Kliniken, Coronabericht, Datenstand 31.03.2021 (Teildaten)

Die Inzidenz ist das untauglichste Mittel zur Bewertung einer „Coronagefahr“…

… ist weiterhin eine rein persönliche Meinung des Autors, welche dem universalen, epidemiologischem Wissen seines ausschließlich auf den Inzidenzwert setzenden Landesvaters Söder diametral entgegensteht.

In der Lokalzeitung des Autors wird inzwischen fast täglich über schlimmste Auswirkungen von „Corona“ im eher verschlafenen Städtchen Fürth und dem nicht unähnlichen Nürnberg berichtet. Die Großkliniken beider Städte haben offensichtlich erkannt, dass man über die Lokalzeitungen kostenlos „werben“ und zur richtigen Zeit politische Forderungen stellen kann. Entsprechend jammern sie über die Zeitung schon fast täglich, wie schlimm ihnen „Corona“ zusetzt.
Nur manchmal, wenn der Stolz überwiegt, durch andere Meldungen „unterbrochen“:

Lokale Tageszeitung vom 05.03.:
Herr Dr. Wagner (Klinikum Fürth): „Inzwischen gebe es gute Therapiemöglichkeiten bei einer Covid-19-Erkrankung, zum Beispiel mit Antikörpern … sechs Patienten hatten sich mit dem Virus infiziert … kein Einziger ist danach an Covid erkrankt … “.

Um wieder zu zeigen, warum der Autor von der Inzidenz als Aussage der Coronagefährdung nichts hält, anbei die exemplarisch Grafiken zu den Städten Nürnberg und Fürth.
Solche stellen weder das RKI noch beide Stadtportale zur Verfügung, obwohl das RKI die Daten hat und die Städte (wie auch Privatpersonen) Zugang. Interessierte müssen sich die Daten laden und die Grafiken daraus selbst erstellen.

Stadt Nürnberg

Weiterhin zeigt sich kein Zusammenhang zwischen der Inzidenz und einer Coronamortalität.

Bild 14 Stadt Nürnberg, Anzahl Corona-Meldefälle vom 01.01.2021 – 30.03.2021. Grafik vom Autor erstellt

Bild 15 Stadt Nürnberg, Anzahl Corona-Todesfälle vom 01.01.2021 – 30.03.2021. Grafik vom Autor erstellt

Die nächste Grafik zeigt die Risikogruppen. Auch bei Personen unter 60 Jahren sind seit dem 01.01.2021 wenige an/oder mit Corona verstorben. Von diesen ganz Wenigen waren aber alle in der Altersgruppe A35-A59 (höher löst das RKI nicht auf). Nicht ein*e jüngere war darunter.

Bild 16 Stadt Nürnberg, Anzahl Corona-Todesfälle nach Altersgruppe 60-79, 80+ vom 01.01.2021 – 30.03.2021. Grafik vom Autor erstellt

Stadt Fürth

Auch hier zeigt sich weiterhin kein Zusammenhang zwischen der Inzidenz und einer Coronamortalität.

Bild 17 Stadt Fürth, Anzahl Corona-Meldefälle vom 01.01.2021 – 30.03.2021. Grafik vom Autor erstellt

Bild 18 Stadt Fürth, Anzahl Corona-Todesfälle vom 01.01.2021 – 30.03.2021. Grafik vom Autor erstellt

Die nächste Grafik zeigt die Risikogruppen. Auch bei Personen unter 60 Jahren sind seit dem 01.01.2021 wenige an/oder mit Corona verstorben. Von diesen ganz Wenigen waren aber alle in der Altersgruppe A35-A59 (höher löst das RKI nicht auf). Nicht ein*e jüngere war darunter.

Bild 19 Stadt Fürth, Anzahl Corona-Todesfälle nach Altersgruppe 60-79, 80+ vom 01.01.2021 – 30.03.2021. Grafik vom Autor erstellt

Fazit

Viele wollen aber gar nicht „überinformiert“ sein. Beispielhaft die Antwort einer NN-Redakteurin am 30.03.2021 auf den Hinweis über die Coronadaten von Fürth und Nürnberg: … es bringt in meinen Augen überhaupt nichts, die Folgen von Corona und die Mortalität zu leugnen. Die Sterblichkeit und die Übersterblichkeit sind eindeutig bewiesen. Das entnehmen Sie bitte unserer heutigen Berichterstattung …

Nun betrachte man noch die Sterbedaten Deutschland, sowie die Corona-Sterblichkeitsdaten von Bayern (die von Deutschland verlaufen sehr ähnlich) und vergleiche diese mit dem Sterblichkeitsverlauf von Nürnberg:

Bild 20 Deutschland, Verlauf der Gesamtsterblichkeit seit 2016

Bild 21 Bayern und Stadt Nürnberg, Verlaufsvergleich Anzahl Coronaverstorbener ab KW 1.2021 bis KW 09.2021 (01. März). Grafik vom Autor erstellt

Ergänzend die Sterblichkeit in Schweden, welches das „Tübingenmodell“ (oder eher umgekehrt) landesweit durchführt:

Bild 22 Sterblichkeitsverlauf Schweden vom 01.01. – 21.03.2021

Wieder fragt man sich, wie (nicht nur) ein Landesvater dazu eine wachsende Gefahr und sonstiges fabeln postulieren kann und außer andauernder „Verschärfung“ nichts zu bieten hat.
Immer stärker gewinnt man den Eindruck, dass Herr Söder das Thema „Corona“ mit „Wahlk(r)ampf“ verwechselt.

Bild 23

Bild 24

Wie soll ein Politiker*in allerdings auch Kenntnis gewinnen, wenn sie sich weiterhin nur solche Berater halten (oder eine Expertise mit den gewünschten Aussagen einfach kaufen [10]):

Bild 25 Screenshot vom 02.04.2021

Nicht zu vergessen bisherige „Mauerblümchen“, welche durch einen Zufall der Geschichte hochgespült und Regierungsberaterin wurden:
Tichys Einblick, 02.04.2021: DIE LIGA DER CHARMEBOLZEN Bei Lanz wird 2021 ganz beiläufig schon abgeschrieben – keine Normalität für Jahre

Quellen

[1] EIKE 24. März 2021: Wer schützt uns endlich vor der wild gewordenen Politikermeute?

[2] EIKE 11. März 2021: Wartet Nürnberg nun auf Corona-Auferstehungen…

[3] The European, 29.03.2021: Entweder ist die Kanzlerin verwirrt oder sie will die Bevölkerung auf den Arm nehmen

[4] Zeit Online, 31.03.2021: Corona-Lockdown :Söder und Kretschmann fordern Anwendung der Notbremse

[5] Tagesspiegel, 22.03.2021: NRW Stunden nachdem ein Gericht die Beschränkungen für den Handel für rechtswidrig erklärt hatte, beschließt die Politik noch härtere Regeln

[6] Tichys Einblick, 1. Sept. 2020: NACH LAUMANN NUN AUCH SPAHN

[7] Achgut, 01.04.2021: Ein hilfreicher Vergleich: Corona-Todeszahlen Schweden/ Deutschland

[8] The European, 01. April 2021: Morddrohungen gegen Boris Palmer

[9] EIKE 24. März 2021: Wer schützt uns endlich vor der wild gewordenen Politikermeute?

[10] Achgut, 07.02.2021: Panik wie bestellt – ein neuer Blick auf die Affäre Stephan Kohn

 




Märztempera­turen in Deutsch­land – neuer­dings ohne Erwärmungs­trend

Am 30. März gab der Deutsche Wetterdienst die vorläufige Märztemperatur 2021 für seine etwa 1900 Stationen in Deutschland bekannt: Mit etwa 4,6 C war dieser Monat deutlich kühler als der letztjährige und kühler als 2019. Er liegt genau auf dem Schnitt der neuen Vergleichsperiode 1991 bis 2020

Zunächst fragen wir uns, wo ist dieser 2021-er März innerhalb der DWD-Reihe seit 1881 einzuordnen.

Abbildung 1: Seit 1881 ist es laut Trendlinie in Deutschland wärmer geworden.

Man muss wissen: Die Wetterstationen des Reichswetterdienstes im Kaiserreich standen an viel kälteren Plätzen als die heutigen DWD-Wetterstationen. Das hat Gründe:

Die Wetterstationen versorgten damals die bäuerliche und forstwirtschaftlich tätige Landbevölkerung mit Daten über Anbau und Wachstum. So macht es einen wesentlichen Unterschied aus, ob sich die Wetterstation bei einem Forsthaus am Waldrand einer damaligen kleineren Stadt befand und heute an der Landebahn des Großflughafens. Vielfach wurden die einst ländlichen Stationen von dem Auswuchern der Städte und Ansiedlungen einfach „geschluckt“. Setzt man die Thermometer an wärmere Plätze oder wird die Umgebung einer Wetterstation durch menschlichen Einfluss wärmer gemacht, wird mehr Temperatur gemessen. Der Wärmeinseleffekt der heutigen Orte hat einen hohen Anteil an der Steigung der Trendlinie

Für die obige Grafik 1 sei noch erwähnt, dass die Daten bis 2013 die ehemaligen Originaldaten von 1881 bis 2013 sind, wie sie bis 2013 beim DWD zu finden waren. Dies ist insofern wichtig, weil der DWD aus irgendwelchen Gründen seine Statistikwerte nachträglich ändert. So wurden irgendwann in den letzten 7 Jahren die Anfangswerte des Monates März i verändert, der Trick ist einfach: die Werte ab 1881 wurden bis in die 50er Jahre hinein einfach um ein bis zwei Zehntel kälter gemacht, so dass die Erwärmungs-Trendlinie des DWD auf seiner homepage etwas steiler verläuft als die unsrige.

Betrachtet man die Regressionslinie der Grafik 1 genauer, so erkennen wir in dem jährlichen Auf und Ab keineswegs eine allgemeine leichte Zunahme. Wir führen die Erwärmung somit auf einen natürlichen Anteil seit 1881, aber auch auf einen menschengemachten Anteil zurück, den wir Wärmeinselerwärmung (WI) nennen. Vor allem die ersten 50 Jahre gehören noch zur natürlichen Erwärmung nach 1850, dem Ende der kleinen Eiszeit.

Ab 1900 bis heute erkennen wir zwei Teile im Temperaturverhalten:

  1. Der Zeitraum 1901 bis 1988

Abbildung 2: 88 Jahre lang gab es bei den Märztemperaturen überhaupt keine Erwärmung, trotz steigender Bebauung und Verstädterung Deutschlands. Die Trendlinie ist sogar leicht fallend.

  1. Der März-Temperatursprung 1988 auf 1989 in Deutschland

Abbildung 3: Durch einen Temperatursprung innerhalb eines Jahres wurde der März seit 1989 bis heute um 1,5 C wärmer. Innerhalb des Betrachtungszeitraumes sinken die Temperaturen allerdings wieder leicht.

Um den März-Temperatursprung von 1988 auf 1989 besser erkennen zu können, legen wir beide Grafiken nebeneinander.

Der Temperatursprung des Monates März vor 33 Jahren tritt bei allen deutschen Stationen auf, er beträgt etwa 1,5 Kelvin. Dieser Temperatursprung hat nichts mit CO2 zu tun sondern mit natürlichen Ursachen und ist mit der Umstellung der Großwetterlagen-Häufigkeit in Mitteleuropa zu erklären. Der März ist nämlich der einzige Monat des beginnenden Frühjahrs, welcher stark von der NAO beeinflusst wird (tendenziell mildere Märzen mit viel Westwetter bei hohen NAO-Werten). Zwei Grafiken veranschaulichen das unterschiedliche Temperaturverhalten des ersten Frühlingsmonats seit 1881 und den Zusammenhang zur NAO:

Abbildungen 4a und 4b: In Deutschland weist der März seit 1881 drei Verhaltensphasen auf: Eine erste Erwärmungsphase, die man als das Ende der „Kleinen Eiszeit“ interpretieren kann, von 1881 bis 1938; damals stieg die CO2-Konzentration nur wenig. Danach eine längere Phase der Stagnation bis etwa 1988. Mit dem „Klimasprung“ Ende der 1980er Jahre dann eine dritte, sehr milde Phase, in der es sich aber wieder geringfügig abkühlte, obwohl die CO2-Konzentrationen da am stärksten weiter gestiegen sind (oben, 4a). Man erkennt eine grobe Übereinstimmung der Märztemperaturen mit den NAO-Werten (unten, 4b). Unmittelbar nach dem Klimasprung traten die höchsten, je beobachteten NAO-Werte auf; der Korrelationskoeffizient zwischen NAO und Märztemperaturen beträgt +0,63 und ist signifikant. Der NAO-Index wurde zur besseren Darstellung in einer Grafik um 1,5 angehoben; Verlauf und Trend ändern sich dadurch nicht.

Keinesfalls kann Kohlendioxid diesen Temperatursprung ausgelöst haben, denn bei Wetterstationen in anderen Erdteilen tritt er nicht auf, obwohl auch dort die CO2-Konzentrationen der Atmosphäre zugenommen haben.

Kein Temperatursprung in den USA:

Abbildung 5: Bei der Dale-Enterprise Weather Station in Virginia gab es seit Aufzeichnungsbeginn 1880, anders als in Deutschland, praktisch keine März-Erwärmung, und die seit 1900 begonnene leichte Abkühlung setzt sich auch über 1988 hinaus weiter fort. Die zwei wärmsten Märzen liegen dort mit 1921 und 1945 schon sehr, sehr weit zurück.

Fassen wir zusammen: Nach dem Ende der Kleinen Eiszeit um 1900 wurde der März in Deutschland bis heute nicht kontinuierlich wärmer wie die Trendlinie irrtümlich suggeriert, sondern am Anfang und dann nach 1988 durch einen Temperatursprung.

Betrachtung der letzten 33 Jahre:

Bei der folgenden Betrachtung teilen wir auf in eine Station mit geringem WI-Anteil, dem DWD-Deutschlandmittel und einer Station mit großem WI-Anteil.

  1. Wärmeinselarme Station.

Die Wetterstation Amtsberg, im kleinen Teilort Dittersdorf. Laut Aussage des Stationsleiters steht seine Wetterstation unverändert am selben Fleck im Vorgarten und auch die Umgebung seines Hauses habe sich in dem kleinen Teilort wenig wärmend durch weitere Bebauung verändert. Es handelt sich somit um eine Wärmeinselarme Station.

Abbildung 6: Bei der wärmeinselarmen Station Amtsberg wird der Monat März seit über 33 Jahren deutlich kälter und das trotz deutlicher Zunahme der CO2-Konzentrationen der Atmosphäre. Die fallende Trendlinie ist das Gegenteil einer behaupteten CO2-Erwärmung.

b) Die 1900 DWD-Stationen mit einem mittleren WI-anteil

Grafik 7: Leider fehlt diese Grafik auf der Homepage des DWD über den März, denn sie zeigt, dass es seit gut drei Jahrzehnten keine Erwärmung gibt. Im Gegenteil. Der März wird deutschlandweit seit 1989 eher kälter, obwohl ausgesprochene Wärmeinselstationen in den Städten und im sich ausbreitenden Speckgürtel der Städte den Mittelwert erhöhen.

c) Eine DWD-Wetterstation mit jährlich steigendem WI-anteil: Die Station Hof (Land)

Diese DWD-Wetterstation liegt westlich des Stadtrandes von Hof, jedoch inmitten eines wachsenden Gewerbegebietes in unmittelbarer Nähe einer inzwischen vierspurig ausgebauten Bundesstraße. Da der Verkehr stark zunehmend ist, insbesondere der LKW-Verkehr, erfasst das Thermometer natürlich die warmen Auspuffgase mit. Die Trendlinie des Monates März wird sich bei weiterem Ausbau und der weiteren Landschaftsversiegelung noch bald zu einer leichte steigenden ändern.

Grafik 8: Der Monat März im Gewerbegebiet Hof zeigt überhaupt keinen Trend. Solche Stationen mit wachsendem WI-Effekt sind fast die Regel bei den DWD-Stationen. Es handelt sich um eine menschenerzeugte Frühlingszusatzerwärmung, die nicht auf CO2 zurückzuführen ist..

Beide Wetterstationen Hof und Amtsberg sind nur 90 km voneinander entfernt, also durchaus benachbarte Stationen. Die DWD-Station Hof liegt höher als die Station Amtsberg. Aufgrund der deutlichen Märzabkühlung in Amtsberg waren die Märztemperaturen 2020 und 21 in beiden Orten bereits ähnlich. Hof ist auch eine der wenigen DWD-Stationen, bei welchen der März 2021 über dem neuen eigenen Vergleichsschnitt von 2,9 C liegt.

Wir stellen fest: Nicht nur der Januar und Februar, sondern auch der Monat März wurden in den letzten 33 Jahren in den ländlichen Gebieten bzw. an den wenigen wärmeinselarmen Standorten kälter. Die angeblich problematische Klimaerwärmung fehlt und die Behauptung des immer früheren Frühlingsbeginnes fehlt somit gleichfalls. Die ländlichen unbebauten Gebiete machen etwa 85% der BRD-Flächen aus, aber just diese größere freie Fläche hat zu wenig Wetterstationen. Der DWD erfasst die Temperaturen dort, wo die Menschen leben und arbeiten und das sind nun einmal die Wärmeinseln. Im Kaiserreich war es genau umgekehrt.

Somit hat auch das angebliche Treibhausgas Kohlendioxid gar keine oder kaum eine Erwärmungswirkung. Wir fanden bei den ersten drei Monaten im Jahr übereinstimmend einen Temperatursprung Ende der 1980er Jahre. Seitdem überwogen die Faktoren der Klimaabkühlung im Winter und Vorfrühling.

Wärmer wurden seit dem „Klimasprung“ von 1988/89 das Sommerhalbjahr und der Spätherbst, was überwiegend der stark zunehmenden Sonnenscheindauer und WI-Effekten sowie häufigeren Südlagen geschuldet ist. Sollte CO2 einen nennenswerten Einfluss auf die Temperaturen haben, dann kann es bei den wärmeinselarmen Stationen in den ersten drei Monaten nicht abkühlend wirken und in den Sommermonaten erwärmend.

Freie Naturflächen: Dabei erwärmt der Mensch das Klima auch in der freien Natur mit neuen Verkehrstrassen, Trockenlegung der Landschaft, der Erstellung von großflächigen Fotovoltaikanlagen und Windrädern. All das heizt außerhalb von Ansiedlungen die einst freie Landschaft auf. Durch die inzwischen über 30.000 Windkraftanlagen sowie die dunklen, mit 90°C heizenden Solarpaneele und den damit verbundenen Stromnetzausbau gelangt immer mehr Wärme auch in die bisher ungestörte freie Landschaft. Die neuen Leitungen können bis zu 200°C heiß werden. Damit wird der Überschussstrom in die Landschaft geheizt. Wo das nicht reicht, werden in Umspannwerken zusätzlich Drosselspulanalgen zur Verheizung der Spannungsspitzen und des Stromüberschusses eingebaut; wir Verbraucher zahlen diesen Energiewende-Irrsinn; außerdem verenden an den Windturbinen Milliarden von Insekten – pro Tag. In Deutschland gibt es nicht nur Wärmeinseln, aus denen die Kälte heraus geheizt wird, sondern ganze Regionen sind zu Wärmeregionen geworden, und der Trend hält an. Die Drainier- bzw. Trockenlegungswut hat inzwischen die Wälder erreicht. Kurzum: Wäre alles so geblieben wie vor 35 Jahren, dann wäre die DWD- März-Trendlinie ebenso deutlich fallend wie Amtsberg, Zeitz oder Rosenheim ect.

DWD-Wetterstation Wolfach im Südschwarzwald, Kinzigtal, 290 m Meereshöhe. Die Wetterstation liegt seit 16 Jahren außerhalb von Wolfach. Laut DWD haben Stationsverlegungen innerhalb einer kurzen Distanz keine Auswirkungen auf die Erfassung, die Daten wären homogenisert, behauptet der DWD. Mag sein, jedoch hat dies wohl wenig Wirkung. Wir erleben in diesem Falle einen umgekehrten WI-Effekt. Obwohl in unmittelbarer Nähe beim neuen Standort eine neue Umgehungsstraße als Zusatzerwärmung vorbeiführt überwiegen deutlich die Faktoren der standortbedingten Abkühlung. Aber auch solche DWD-Wetterstationen wie Wolfach, Freiburg und Mittenwald sind ein Beweis, dass der anthropogene WI-effekt gewaltig ist im Vergleich zum nicht messbaren CO2-Effekt der Klimakirche, falls es diesen überhaupt geben sollte. Trotz des Temperatursprunges im Jahre 1989 ist die Märztrendlinie von Freiburg seit 50 Jahren eine Gerade.

Die erfolgreichste Abhilfe der Politik gegen die propagierte Erwärmung wäre somit: Keine CO2-Steuer, sondern eine Stationsverlegung an ähnliche Plätze wie vor 140 Jahren.

Abbildung 9: Wolfach zeigt eine deutliche, fast schon beängstigende Märzabkühlung in den letzten 33 Jahren, ebenso wie Freiburg.

Mehr Märzkälte seit 1989 bedeutet logischerweise auch einen verspäteten Frühlingsstart der Vegetation in der freien Natur. Die Februar- und Märzblüher sind seit über 35 Jahren verspätet, sogar die Forsythienblüte mitten in Hamburg (hier),

Nur merken das die Computer-Erwärmungs-Verkünder in ihren beheizten Zimmern nicht. Sie sind keine Naturbeobachter und schon gar keine Naturschützer. Sie fallen lediglich durch ihre vielen Weltreisen auf. Was sie messianisch anderen verkünden und uns damit drangsalieren, nämlich die weltweite CO2-Reduzierung, gilt für sie selbst nicht. Beispiel Herr Resch von der deutschen Umwelthilfe.

Ein wesentlicher Grund der aktuellen leichten Märzabkühlung Mitteleuropas – die Häufigkeitsverhältnisse der Großwetterlagen

Die Objektive Wetterlagenklassifikation des Deutschen Wetterdienstes (DWD) liegt seit 1980 vor und erlaubt Rückschlüsse, wie die Häufigkeitsverhältnisse der Großwetterlagen die Temperaturen beeinflussen. Im März ist unter anderem das Wetterlagen-Cluster der antizyklonalen Lagen in den unteren Luftschichten (950-hPa-Niveau) besonders mild; Näheres zur objektiven Wetterlagenklassifikation hier.

Im Folgenden seien die Häufigkeitsverhältnisse dieser Lagen seit 1989 im Vergleich zu den Märztemperaturen gezeigt:

Abbildung 10: Weil sich die Häufigkeit der in den unteren Luftschichten (950-hPa-Niveau) antizyklonalen Wetterlagen seit 1989 kaum änderte, änderten sich auch die DWD-Märztemperaturen kaum. Märzen mit Häufungen derartiger Lagen (1990, 2012 und 2017) fielen besonders mild aus. Zur besseren Darstellung in einer Grafik musste die Wetterlagen-Häufigkeit in Indexwerte umgerechnet werden (realer Wert durch 2,5 dividiert).

Auch langfristig lässt sich der Klimasprung 1989 gut anhand der Häufigkeitsverhältnisse der im März relativ kühlen Nord- und Ostwetterlagen nach HESS/BREZOWSKY erkennen:

Abbildung 11: Anders als bei der Objektiven Klassifizierung, liegen die Häufigkeitsverhältnisse der Großwetterlagen nach HESS/BREZOWSKY seit 1881 vor. Noch nie gab es so wenige im März meist noch kalte Nord- und Ostlagen, wie im Zeitraum 1989 bis 2020 (Daten 2021 noch nicht vollständig vorliegend). Auch diese Tatsache erklärt, warum der März in den vergangenen, gut drei Jahrzehnten meist sehr mild war; bei genauer Betrachtung zeigt sich nach 1989 aber wieder eine geringe Häufigkeitszunahme.

Fazit: In den deutschen Medien werden wir keine Grafiken des Monates März finden. Wohl aber wird in wirren Worten das Lied von der bedrohlichen Klimaerwärmung gesungen. Es wird Zeit, dass endlich damit Schluss gemacht wird.

Der Monat März in anderen Ländern

Kritiker mögen einwenden, der seit über 30 Jahren fallende deutsche Märztemperaturtrend sei ein Einzelfall. Doch auch in manchen anderen Regionen der Nordhalbkugel stehen, zumindest momentan, die Zeichen eher auf Märzabkühlung. Da die 2021er Werte international noch nicht überall vorliegen, wird im Folgenden teilweise der Zeitraum 1988 bis 2020 betrachtet. Zuerst schauen wir nach Zentralengland:

Abbildung 12: Leichte Märzabkühlung in Zentralengland. Der 2021er März verlief dort, anders als in Deutschland, etwas milder. Auch in England gibt es merkliche WI-Effekte, welche die Abkühlung vermindert haben.

In Nordamerika bietet sich ein Vergleich der WI-belasteten Bundeshauptstadt Washington mit dem etwa 100 Km entfernt liegenden, sehr ländlichen Wetterstation Dale Enterprise an:

Abbildung 13: WI-Erwärmung in Washington, Abkühlung im ländlichen Dale Enterprise beim Monat März. An beiden Standorten sind im Betrachtungszeitraum die CO2-Konzentrationen gleich stark gestiegen. Somit zeigt auch diese Grafik, dass der menschenerzeugte Wärmeinselunterschied den wesentlichen anthropogenen Einfluss bei den terrestrischen Stationen darstellt. Eine CO2-Wirkung ist nicht erkennbar; Werte für März 2021 liegen für Washington noch nicht vor. Bei Dale-Enterprise liegt der Märzwert 21 genau auf der fallenden grünen Trendlinie

In Mittelschweden fanden wir die Station Östersund am Ostabhang des Skandinavischen Gebirges und bekannter Austragungsort von Wintersport-Wettbewerben (u. a. Biathlon). Auch dort zeigt sich zumindest aktuell eine minimale März-Abkühlung:

Abbildung 14: Keine Märzerwärmung im Wintersport-Ort Östersund (Mittelschweden). Auch hier fehlen noch die 2021er Daten; doch wird dort der März, ähnlich wie Januar und Februar, eher zu kalt ausgefallen sein.

Zusammenfassung März:

Trotz merklich steigender CO2-Konzentrationen wurde der März in Deutschland und in einigen, klimatisch ähnlichen Regionen der Nordhalbkugel seit 1989 geringfügig kälter. Verschiedenste Wärmeinseleffekte bremsten die Abkühlung in Städten, Siedlungen und an Flughäfen. Nur wachsende Großstädte mit weiter zunehmenden Wärmeinseleffekten merken nichts von der Abkühlung um sie herum. Die Großwetterlagenhäufigkeiten haben ebenfalls einen wesentlichen Einfluss auf die Märztemperaturen; während die noch schwache Märzensonne, anders als im Sommerhalbjahr, nur einen geringen Erwärmungsbeitrag leistete.

Die einzige erwärmende Wirkung des Menschen auf das Klima ist der immer noch steigende Wärmeinseleffekt. Diese menschengemachte Erwärmung ist leicht in Feldversuchen nachweisbar und wird durch unsere Grafiken bestätigt. Einen Nachweisversuch für die CO2-Erwärmung gibt es nicht. Noch niemand konnte die CO2-Klimasensitivität ermitteln: Das CO2-Erwärmungsmodell ist ein Geschäftsmodell.

Es wird Zeit, dass endlich Natur- und Umweltschutz in den Mittelpunkt des politischen Handelns gestellt werden.

 




Monatlicher Kältereport…

Stevens Pass – schneereichster Februar seit 20 Jahren

Im Skigebiet am Stevens Pass [ca. 1400 m ü. NN] sind in diesem Jahr bislang über 13 m Schnee [518 Inches] gefallen [Link]

Es gab massive Probleme, die Zugangsstraßen offen zu halten, weil es ZU VIEL SCHNEE gab. Weiterer Schnee wurde erwartet. Inzwischen ist die Ski-Saison dort bis nach Mitte April verlängert worden [Link].

Link: https://www.iceagenow.info/stevens-pass-snowiest-february-in-20-years-more-snow-on-the-way/ Stand: 14. März

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Wyoming: Einige Städte im Blizzard-Schnee versunken

14. März: „schwerer Schneesturm in Wyoming“, warnt der National Weather Service.

„Starker Wind und starker Schneefall werden heute zu Whiteout-Bedingungen führen. Das Reisen wird extrem gefährlich, wenn nicht gar unmöglich. Reisen Sie heute auf keinen Fall! Bleiben Sie auf dem Laufenden für die neuesten Aktualisierungen!“

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https://www.iceagenow.info/cheyenne-wyoming-buried-in-blizzard-live-video/#more-35042

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17.März: Rekord-Schneefälle auch in Colorado, Wisconsin, Minnesota, Texas

Link: https://www.iceagenow.info/record-snowfall-in-wyoming-colorado-wisconsin-minnesota-texas/

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19-kältester Februar in 127 Jahren

Mit einer mittleren Temperatur von -0,8°C in den kontinentalen USA war es um 1,8 K kälter als das Mittel im 20. Jahrhundert. Damit rangiert der Fevruar 2021 an 19. Stelle der kältesten Februar-Monate seit 1894 (127 Jahre)

Link: https://www.iceagenow.info/19th-coldest-february-in-127-years/

Hinweis des Übersetzers:: Auf dem oben verlinkten Blog geht es auch um die jüngsten Vulkan-Aktivitäten und gelegentlich ganz andere Themen. Hier sollen aber nur Wetter-Kaltereignisse gemeldet werden.

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Drei Meter Schnee in einem Touristengebiet in den Bergen Rumäniens – Video

Drei Meter Schnee im Touristenzentrum in Vârful lui Roman, in Vâlcea County, Rumänien. Tatsächlich schneite es dort in einer Seehöhe von 1700 m eine Woche lang täglich, bis der Schnee rund drei Meter hoch lag. Der Beobachter, der die Bilder gefilmt hatte meint, dass der Schnee mindestens 5 bis 6 Monate brauchen würde, um wieder zu schmelzen.

[Falls das Video nicht geht, bitte im Original schauen!

https://m.digi24.ro/stiri/actualitate/video-zapada-de-trei-metri-intr-o-statiune-montana-din-valcea-nu-se-mai-vede-nici-acoperisul-casei-1476447

Link: https://www.iceagenow.info/three-meters-of-snow-in-a-mountain-resort-in-valcea-video/#more-35159

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Schwerer Schneesturm im Osten der USA – im APRIL

30. März 2021: Ein schwerer Blizzard wird am Wochenende im Nordosten der USA erwartert. Schwerer, nasser Schnee bis 30 cm wird Baumschäden, Schneebruch und Stromausfälle durch gerissene Leitungen in den betroffenen Gebieten zur Folge haben. Eisregen wird bis nach Kentucky und Oklahoma hinab erwartet.

https://www.iceagenow.info/winter-returning-to-the-eastern-united-states-in-april/

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wird fortgesetzt …

Zusammengestellt und übersetzt von Chris Frey EIKE




Viele Behauptungen bzgl. „Klima-Krise“ beruhen auf manipulierter Wissenschaft

Das ist eine Lüge, und ich vermute, dass die meisten der Leute, die diese apokalyptischen Prophezeiungen machen, das wissen. Für sie ist es das moderne Äquivalent zu Platons edler Lüge – sie belügen die Menschen, um sie dazu zu bringen, in einer Weise zu handeln, von der sie nicht wissen, dass sie in ihrem eigenen besten Interesse ist. Nicht zufällig profitieren diejenigen, die diese Lüge erzählen, davon in Form von Einfluss, Geld, Macht oder allen dreien.

Diese Lüge ist in der Tat weder edel, noch basiert sie auf fundierter Wissenschaft. Vielmehr wird sie durch die regelmäßige Unterdrückung unbequemer wissenschaftlicher Daten aufrechterhalten: Daten, die verändert, unterdrückt oder aus Zeitschriften und Lehrbüchern gestrichen wurden, die die unhaltbaren Behauptungen der politisch verbundenen Klimawissenschaftler Lügen strafen, dass eine anthropogene Klimaapokalypse bevorsteht.

Die große Lüge basiert auf der fehlerhaften Prämisse, dass die Wissenschaft die Ursache für die bescheidene Erwärmung der Erde in jüngster Zeit realistischerweise in erster Linie auf die menschlichen Treibhausgasemissionen zurückführen kann und dass wir daraus mit Sicherheit vorhersagen können, wie die Welt in 50, 100 und 300 Jahren aussehen wird. Der preisgekrönte Klimawissenschaftler Richard Lindzen, Ph.D., hat die große Lüge so beschrieben:

Ein Problem bei der Vermittlung unserer Botschaft ist die Schwierigkeit der Menschen, die Absurdität der alarmistischen Klimabotschaft zu erkennen. Sie können nicht glauben, dass etwas so Absurdes eine so universelle Akzeptanz finden kann. Stellen Sie sich die folgende Situation vor. Ihr Arzt erklärt, dass Ihre komplette Untersuchung darin bestehen wird, einfach Ihre Temperatur zu messen. Dies würde sofort darauf hindeuten, dass mit Ihrem Arzt etwas nicht stimmt. Er behauptet weiterhin, dass Sie an lebenserhaltende Maßnahmen angeschlossen werden müssen, wenn Ihre Temperatur 37,1°C und nicht 37,0°C F beträgt. Jetzt wissen Sie, dass er unzurechnungsfähig ist. Die gleiche Situation für das Klima wird als ’settled science‘ betrachtet.“

Zu den ungeheuerlichsten Versuchen, unbequeme Klimawissenschaft zu unterdrücken, gehörte der Versuch des IPCC im Jahre 2001, die tatsächliche Klimahistorie durch die Grafik des „Hockeysticks“ zu ersetzen. Der Hockeystick verzichtete auf die bekannte Mittelalterliche Warmzeit von ca. 950 n. Chr. bis 1250 n. Chr. und die Kleine Eiszeit, die von ca. 1350 n. Chr. bis 1850 n. Chr. dauerte. Die Erfinder des Hockeysticks postulierten, dass die globalen Temperaturen im letzten Jahrtausend relativ stabil gewesen seien, bis sie im 20. Dies passte in das IPCC-Narrativ des Klimawandels, so dass es als die Wahrheit angenommen wurde. Letztendlich konnte sogar der IPCC die Hockeyschläger-Temperaturrekonstruktion nicht mehr aufrecht erhalten, und in den nachfolgenden Berichten tauchte sie auch nicht mehr auf.

Dann kam Climategate, als eine Menge unbequemer E-Mails zwischen den Klimawissenschaftlern des IPCC gehackt und öffentlich wurden. In diesen E-Mails wurde detailliert darüber diskutiert, wie man die Tatsache, dass der jüngste, sich abzeichende Erwärmungstrend nicht historisch ungewöhnlich war und wie man die einer apohkalyptischen Erwärmung widersprechenden Forschungen untergraben und zensieren könne.

Das Surface Station Project enthüllte das schmutzige kleine Geheimnis, dass die Temperaturmessungen der überwiegenden Mehrheit der bodengestützten Temperaturstationen durch städtisches Wachstum beeinträchtigt wurden, wodurch die Temperaturmessungen nach oben verzerrt wurden. Tatsächlich fand die Forschung heraus, dass 89 Prozent der Bodenstationen – fast 9 von 10 – die Anforderungen des National Weather Service nicht erfüllen, wonach die Stationen 30 Meter oder mehr von einer künstlichen Wärmequelle entfernt sein müssen.

Zusätzliches wissenschaftliches Fehlverhalten tritt in Form von Temperatur-Überwachungsagenturen auf, welche Temperatur-Aufzeichnungen von unvoreingenommenen, isolierten Temperaturstationen „anpassen“ und sie in einer Weise veröffentlichen, die anzeigt, dass vergangene Temperaturen niedriger und die jüngsten Temperaturen höher waren als tatsächlich gemessen. Diese Manipulation erzeugt einen künstlich steilen Temperaturtrend, der die jüngste Erwärmung größer erscheinen lässt, als sie tatsächlich war. In einigen Fällen, als diese ruchlosen Handlungen aufgedeckt wurden, versuchten die beteiligten Regierungsbehörden, die offiziellen Aufzeichnungen der vergangenen Temperaturen zu löschen. Glücklicherweise sind im Zeitalter des Internets, in dem Daten, die einmal gepostet wurden, für immer sind, diese Orwellschen Versuche, die Klimageschichte umzuschreiben, weitgehend gescheitert.

Als die globale Erwärmung seit 15 Jahren zum Stillstand gekommen war und die Temperatur trotz stetig steigender Kohlendioxid-Emissionen stagnierte, änderte ein Team von Klimaforschern der National Oceanic and Atmospheric Administration (NOAA) die Art und Weise, wie die Meerestemperaturen gemessen wurden. Voilà, wie von Zauberhand verschwand der Stillstand. David Rose für die Daily Mail beschrieb den Vorgang so: „[NOAA-Forscher] nahmen zuverlässige Messwerte von Bojen, aber ‚korrigierten‘ sie dann nach oben – indem sie Messwerte von Kühlwasser-Einlässen auf Schiffen verwendeten, die als Wetterstationen fungieren … obwohl die Messwerte von den Schiffen schon lange dafür bekannt sind, viel zu hoch zu sein.“

Kürzlich haben einige der gleichen Personen, die der Welt den „Hockeystick“ bescherten, eine weithin kolportierte Studie mit der Behauptung veröffentlicht dass ein seit langem bekanntes Muster der Ozeanzirkulation, die Atlantische Multidekadische Oszillation (AMO), die das Klima beeinflusst, überhaupt nie existiert hat, sondern ein Artefakt vulkanischer Impulse war. Die Klimaforscherin Judith Curry, Ph.D., schreibt zu dieser Arbeit [auf Deutsch beim EIKE hier]:

Wow! Auf einen Schlag sind die lästigen Probleme des „Grand Hiatus“ Mitte des 20. Jahrhunderts, die Debatten über die Zuordnung der Erwärmung des 20. Jahrhunderts und die Rolle der multidekadischen internen Variabilität sowie die Schwierigkeit, die jüngste Zunahme der atlantischen Hurrikanaktivität dem AGW zuzuschreiben, alle verschwunden. Brillant! Fast so ‚brillant“ wie der Hockeystick.“

Es gibt wenig Zweifel daran, dass sich die Erde erwärmt [hat], aber die Liste der Verstöße gegen die wissenschaftliche Methode und die Ethik von Forschern, deren Karrieren eng mit der „Wahrheit“ des Klimaalarmismus verbunden sind, bietet mehr als genug Grund, an der Behauptung zu zweifeln, dass die Wissenschaft settled ist und die Erde dem Untergang geweiht ist, ohne dass die Regierung autoritäre Kontrolle über alle Aspekte des Lebens der Menschen erhält.

H. Sterling Burnett, Ph.D, is a senior fellow at The Heartland Institute, a nonpartisan, nonprofit research center headquartered in Arlington Heights, Illinois.

Link: https://townhall.com/columnists/hsterlingburnett/2021/03/23/many-climate-crisis-claims-are-based-on-manipulated-science-n2586662

Übersetzt von Chris Frey EIKE

 




Welche Lehren müssen wir aus der Fukushima-Havarie ziehen?

Es war nach dem Mittagessen am 11. März 2011, als sich 72 Kilometer vor der Oshika-Halbinsel in Japan ein gewaltiges Erdbeben ereignete. Es wurde mit einer Stärke von 9,0 auf der Richterskala registriert und war damit das stärkste „Beben, das jemals in Japan aufgezeichnet wurde. Die unterseeische Bodenbewegung, mehr als 30 km unter der Meeresoberfläche, hob ein riesiges Wasservolumen an, wie ein riesiger, sich bewegender Hügel. Währenddessen bewegte sich die Bodenschockwelle mit hoher Geschwindigkeit auf das Land zu. Sie traf auf Japan und erschütterte den Boden für sechs schreckliche Minuten.

Die Schockwelle bewegte sich unter 11 Kernreaktoren, darunter zwei separate Fukushima-Komplexe: Fukushima-Diani und Fukushima-Daiichi. (Diani bedeutet „Komplex 1“ und Daiichi „Komplex 2“.) Alle 11 Reaktoren schalteten sich wie vorgesehen ab, und zweifellos atmeten alle Reaktorbetreiber erleichtert auf. Das war verfrüht.

Der Meerwasserhügel war immer noch in Bewegung. Als der Wasser-„Hügel“ in flaches Wasser eintrat und sich dem Land näherte, wurde er zu einer gewaltigen Welle angehoben, die stellenweise bis zu 40 Meter hoch war.  Dann, etwa 50 Minuten nach dem Erdbeben, traf der Tsunami auf das Kernkraftwerk Fukushima-Daiichi. Als das Wasser einige Kilometer entfernt auf das Kernkraftwerk Fukushima-Diani traf, war es „nur“ 9 m hoch, also nicht so verheerend wie in Daiichi. Diani schaffte es nicht in die Nachrichten.

In Fukushima-Daiichi übersprang das Wasser die schützenden Meeresmauern. Die Seufzer der Erleichterung von einer halben Stunde zuvor wandelten sich in Besorgnis und Schrecken. Drüben im Kraftwerk Fukushima Diani, 12 km weiter südlich, verursachte die Welle ebenfalls Schäden an den Maschinen, aber die Reaktoren wurden nicht beschädigt. Es bestand kein Risiko einer Strahlungsfreisetzung, daher war das Kraftwerk Diani für die internationalen Medien nicht von Interesse. Diani wurde nach zwei Tagen sicher auf „Kaltabschaltung“ heruntergefahren.

Infolgedessen war in den letzten zehn Jahren bei jeder Erwähnung von „Fukushima“ nur das Kraftwerk Daiichi gemeint und nicht das andere.

Der verheerende Tsunami wälzte sich stellenweise bis zu 10 km ins Landesinnere und spülte Gebäude, Straßen, Telekommunikations- und Stromleitungen weg. Über 15.000 Menschen wurden getötet, hauptsächlich durch Ertrinken.

Obwohl alle Kernreaktoren bis zu einem Zustand heruntergefahren waren, der als „Heißabschaltung“ bekannt ist, waren die Reaktoren immer noch sehr heiß und benötigten noch viele Stunden nach der dringenden Schnellabschaltung eine Restkühlung. Menschen wissen instinktiv, dass sie ihre Hände nicht an den Motorblock eines Autos legen sollten, gleich nachdem es abgestellt wurde. Kernreaktoren sind genauso und müssen abkühlen, bis sie den sicheren Zustand erreichen, der als „Kaltabschaltung“ bekannt ist.

Ein Kernreaktor hat Pumpen, die Wasser durch den Reaktor schicken, bis er abkühlt. Aber die elektrischen Pumpen in Fukushima fielen aus, weil der Tsunami die eingehenden Stromleitungen weggespült hatte. Also schaltete das Reaktorsystem automatisch auf dieselbetriebene Generatoren um, um die Kühlpumpen in Gang zu halten; aber das Wasser hatte auch den Dieseltreibstoffvorrat weggespült, was bedeutet, dass die Diesel nur für kurze Zeit funktionierten. Dann wurde auf Notstrombatterien umgeschaltet; aber die Batterien waren nie dafür ausgelegt, tagelang zu halten, und konnten nur für etwa acht Stunden Notstrom liefern.

Das Ergebnis war, dass der heiße Brennstoff nicht ausreichend gekühlt werden konnte, und in den nächsten drei oder vier Tagen schmolz der Brennstoff in drei Reaktoren, ähnlich wie eine Kerze schmilzt.

Die Weltmedien sahen zu und übertrugen das Geschehen Schlag auf Schlag. Die japanischen Behörden gerieten unter dem internationalen Scheinwerferlicht in Panik. Das nicht zirkulierende Kühlwasser kochte im Inneren der Reaktoren, was zu einer chemischen Reaktion zwischen heißem Brennstoff und heißem Dampf führte. Dies führte zur Produktion von Wasserstoffgas. Als der Dampfdruck anstieg, beschlossen die Ingenieure, Ventile zu öffnen, um den Druck abzulassen. Das funktionierte wie geplant, aber es setzte auch den Wasserstoff frei.

Da Wasserstoff leicht ist, stieg er zum Dach auf, wo die Lüftungsanlage nicht funktionierte, weil es keinen Strom gab. Nach einer Weile entzündete ein verirrter Funke den Wasserstoff, der explodierte und das leichte Dach des Gebäudes direkt vor den Fernsehkameras der Welt weg sprengte.  Die Fukushima-Nachrichten wurden sofort noch viel dramatischer. Die Behörden waren verzweifelt darauf aus, der Welt einige positive Maßnahmen zu zeigen.

Sie ordneten nach und nach die Evakuierung von 160.000 Menschen an, die in der Umgebung von Fukushima leben. Das war ein Fehler. Als die Tage und Wochen vergingen, stellte sich heraus, dass kein einziger Mensch durch nukleare Strahlung getötet wurde. Es wurde auch kein einziger Mensch durch radioaktive Strahlung verletzt. Auch heute, ein Jahrzehnt später, gibt es immer noch keine Anzeichen für längerfristige Strahlenschäden bei Mensch und Tier. Leider starben jedoch Menschen während der Zwangsevakuierung.

Eine der Lektionen aus Fukushima ist also, dass eine riesige Menge an Kernkraft durch das größte Erdbeben und den größten Tsunami, der je aufgezeichnet wurde, getroffen werden kann und niemand durch die nukleare Strahlung geschädigt wird.

Eine andere Lektion ist, dass ein zu hastig erteilter Evakuierungsbefehl Menschen geschädigt und getötet hat.

Die Generaldirektorin der World Nuclear Association Dr. Sama Bilbao y León sagte: „Die schnell durchgeführte und langwierige Evakuierung hat zu gut dokumentierten, erheblichen negativen sozialen und gesundheitlichen Auswirkungen geführt. Insgesamt wird angenommen, dass die Evakuierung für mehr als 2.000 vorzeitige Todesfälle unter den 160.000 Evakuierten verantwortlich war. Die rasche Evakuierung der gebrechlichen älteren Menschen sowie derjenigen, die eine Krankenhausbehandlung benötigten, hatte einen nahezu unmittelbaren Tribut zur Folge.“ [Hervorhebung im Original hinzugefügt]

Sie fügte hinzu: „Bei zukünftigen Szenarien, die die öffentliche Gesundheit und Sicherheit betreffen, ist es unabhängig vom Ereignis wichtig, dass die Behörden einen All-Hazard-Ansatz verfolgen. Es gibt Risiken bei allen menschlichen Aktivitäten, nicht nur bei der Erzeugung von Kernkraft. Maßnahmen, die ergriffen werden, um eine Situation zu entschärfen, sollten nicht zu schlimmeren Auswirkungen führen als die ursprünglichen Ereignisse. Dies ist besonders wichtig, wenn es um die Reaktion auf Vorfälle in kerntechnischen Anlagen geht – wo die Angst vor Strahlung zu einer übermäßig konservativen Einschätzung und einer fehlenden Perspektive für relative Risiken führen kann.“

So können wir ein Jahrzehnt später die kumulativen Lektionen betrachten, die wir gelernt haben. Vor allem, dass die Kernkraft weitaus sicherer ist, als man gedacht hatte. Selbst als es zu den gefürchteten Kernschmelzen kam und obwohl Reaktoren zerstört wurden, was für die Betreiber ein finanzielles Desaster bedeutete, wurden keine Menschen durch Strahlung geschädigt.

Wir haben auch gelernt, dass es für die Anwohner viel sicherer gewesen wäre, in einem Haus zu bleiben, als sich der Zwangsevakuierung anzuschließen. Des Weiteren haben wir gelernt, dass Regierungen und Behörden auf die Fachleute der Kernkraft-Industrie hören müssen und nicht überreagieren dürfen, auch wenn die Kameras der Fernsehnachrichten furchtbar genau hinschauen.

Fukushima hat sicherlich einige wertvolle Lektionen hervorgebracht. Regierungen, Nachrichtenmedien und die Öffentlichkeit müssen daraus die richtigen Lehren ziehen.

[Hervorhebung vom Übersetzer]

Dr Kelvin Kemm is a nuclear physicist and is CEO of Stratek Business Strategy Consultants, a project management company based in Pretoria. He conducts business strategy development and project planning in a wide variety of fields for diverse clients.

Link: https://wattsupwiththat.com/2021/03/26/we-should-learn-what-lessons-from-fukushima/

Übersetzt von Chris Frey EIKE