IPCC-Modellszenarien im Vergleich zu tatsächlich gemessenen Temperaturen

Bob Irvine

Das IPCC und andere haben seit einiger Zeit globale Temperaturprognosen für verschiedene Emissionsszenarien erstellt. Diese Vorhersagen sind stets gescheitert, aber die offensichtliche Folge davon, dass die modellierte Klimasensitivität zu hoch ist, wurde nie angesprochen.

In dem Bemühen, den IPCC zur Rechenschaft zu ziehen, habe ich die tatsächlich gemessenen Temperaturen mit zwei seiner Szenarien aus dem AR4-Bericht von 2007 verglichen. Die Szenarien B1 und A2. Den entsprechenden Abschnitt des AR4-Berichts finden Sie in Anhang „A“.

Das A2-Szenario (die graue Linie in Abb. 1) in diesem Bericht stimmt gut mit dem RCP8.5 überein und entspricht am ehesten den tatsächlichen Emissionen für den Zeitraum 2005 bis 2020 (siehe Abb. 2). Das A2-Szenario schätzt, wie unten beschrieben, einen zentralen Temperaturanstieg bis zum Ende dieses Jahrhunderts von etwa 3,4°C über dem Durchschnitt von 1980-1999, während das RCP8.5-Szenario sich diesem Wert annähert und die Temperatur am Ende des Jahrhunderts voraussichtlich 4,5°C über dem vorindustriellen Wert liegen wird.

Die andere (die gelbe Linie in Abb. 1) ist das, was ich die Traumlinie des Green New Deal nennen würde. Es wird das B1-Szenario verwendet, das im IPCC-Bericht als eine Welt „mit verringerter Materialintensität und der Einführung sauberer und ressourceneffizienter Technologien“ beschrieben wird.

Die gemessene Temperatur liegt unter diesen beiden Szenarien und zeigt, dass die hohen Empfindlichkeiten des IPCC nicht durch Beweise gestützt werden. Sie ist sogar niedriger als die kühnsten Erwartungen des Green New Deal (B1) und hätte als solche mit Erleichterung und dem Eingeständnis, dass sie sich geirrt haben, aufgenommen werden müssen. Stattdessen sehen wir mehr gefälschte Hockeysticks und irreführende Aussagen, die besagen, dass „es schlimmer ist, als wir dachten“.

[Hervorhebung vom Übersetzer]

Abbildung 1: Gemessene globale Temperatur (grau) im Vergleich zu zwei IPCC-Temperaturszenarien. Grau: Die Temperatur, die mit unseren derzeitigen Emissionen übereinstimmen sollte, wenn die IPCC-Klima-Sensitivitäten gemäß dem A2-Szenario und RCP8.5 korrekt sind. Gelb: Die Temperatur, die mit unserer bestmöglichen Reduzierung der Nutzung fossiler Brennstoffe vereinbar sein sollte, wiederum unter der Annahme, dass die IPCC-Sensitivitäten korrekt sind. Gemäß dem B1-Szenario. Blau und Orange: Die gemessenen Temperaturen von UAH bzw. NASA GISS

RCP8.5, DER GENAUESTE PFAD

RCP8.5 (und vermutlich A2) wurde in letzter Zeit als extrem, alarmistisch und irreführend angegriffen. (Hausfather und Peters 2020, Burgess et al 2020.). Diese Aussagen selbst führen tatsächlich in die Irre.

Laut dem Bericht von Schwalm et al. 2020 in PNAS ist RCP8.5 der Pfad, der den tatsächlichen Emissionen bis 2020 und den wahrscheinlichen Emissionen bis 2050 am nächsten kommt und bis zum Ende dieses Jahrhunderts sinnvoll ist.

RCP8.5 tracks cumulative CO2 emissions | PNAS 

Daraus: „…von den RCP-Szenarien stimmt RCP8.5 am ehesten mit den kumulativen CO2-Emissionen überein – innerhalb von 1% für 2005 bis 2020 (Abb. 2) (Friedlingstein et al. 2019). Das nächstnähere Szenario, RCP2.6, unterschätzt die kumulativen Emissionen um 7,4 %.

Wie in der PNAS-Grafik unten deutlich wird, beschreibt der RCP8.5-Pfad die aktuellen Emissionen am besten und auch die Emissionen unter einem „Business-as-usual“-Szenario bis 2050.

Aus diesem Grund ist es legitim, die RCP8.5-Projektionen mit den aktuellen Temperaturen zu vergleichen. Die Schlussfolgerung aus Abb. 1 muss lauten, dass die Klimasensitivitäten, die zur Erstellung dieser Temperaturprojektionen verwendet wurden, wahrscheinlich um ein Vielfaches zu hoch sind.

Abb. 2: Kumulierte CO2-Gesamtemissionen seit 2005 bis 2020, 2030 und 2050.

Datenquellen dieser Graphik: Historische Daten vom Global Carbon Project (Friedlingstein et al. 2019); Emissionen, die mit den RCPs übereinstimmen, stammen aus der RCP Database Version 2.0.5 (https://tntcat.iiasa.ac.at/RcpDb/); „business as usual“ und „business as intended“ stammen aus den Szenarien „Current Policies“ bzw. „Stated Policies“ der IEA (IEA, 2019). Die IEA-Daten (nur fossile Brennstoffe aus der Energienutzung) wurden mit den zukünftigen Emissionen aus Landnutzung und Industrie kombiniert, um die gesamten CO2-Emissionen zu schätzen. Künftige Landnutzungsemissionen wurden anhand einer linearen Trendanpassung an die Landnutzungsemissionsdaten des Global Carbon Project von 2005 bis 2019 geschätzt (Friedlingstein et al., 2019). Industrielle Emissionen werden auf 10 % der Gesamtemissionen geschätzt. Die endgültigen IEA-Daten verwenden historische Werte bis 2020 und danach Szenariowerte. Biotische Rückkopplungen sind in keiner IEA-basierten Schätzung enthalten. Beachten Sie, dass die RCP-Antriebswerte die Summe aus biotischen Rückkopplungen und menschlichen Emissionen darstellen sollen.

Die Emissionen entsprechen gegenwärtig den höheren Szenarien

Die intermittierenden erneuerbaren Energieträger liefern immer noch einen relativ unbedeutenden Anteil des weltweiten Energieverbrauchs. (Siehe Abb. 3). Die enormen Kosten, die mit der Erzeugung dieser intermittierenden Energie verbunden sind, haben kaum einen erkennbaren Einfluss auf die CO2-Konzentrationen. (Siehe Abb. 4).

Die CO2-Konzentrationen steigen weiterhin exponentiell und stehen im Einklang mit dem RCP8.5-Pfad. (Siehe Abb. 2).

Die globalen Temperaturen steigen dagegen nicht wie erwartet. (Siehe Abb. 1). Der wahrscheinlichste Grund dafür ist, dass die vom IPCC verwendeten Klimasensitivitäten viel zu hoch sind.

Abbildung 3: globaler Energieverbrauch im Jahre 2019

Abbildung 4: CO2-Konzentration

Anhang „A“

Hier ein Auszug aus dem AR 4, in welchem die hier erwähnten Szenarien A2 und B1 erzeugt worden waren.

Ein Report der Arbeitsgruppe 1 des IPCC

Summary for Policymakers

Drafting Authors:

Richard B. Alley, Terje Berntsen, Nathaniel L. Bindoff, Zhenlin Chen, Amnat Chidthaisong, Pierre Friedlingstein,

Jonathan M. Gregory, Gabriele C. Hegerl, Martin Heimann, Bruce Hewitson, Brian J. Hoskins, Fortunat Joos, Jean Jouzel, Vladimir Kattsov, Ulrike Lohmann, Martin Manning, Taroh Matsuno, Mario Molina, Neville Nicholls, Jonathan Overpeck,

Dahe Qin, Graciela Raga, Venkatachalam Ramaswamy, Jiawen Ren, Matilde Rusticucci, Susan Solomon, Richard Somerville, Thomas F. Stocker, Peter A. Stott, Ronald J. Stouffer, Penny Whetton, Richard A. Wood, David Wratt

Draft Contributing Authors:

J. Arblaster, G. Brasseur, J.H. Christensen, K.L. Denman, D.W. Fahey, P. Forster, E. Jansen, P.D. Jones, R. Knutti,

H. Le Treut, P. Lemke, G. Meehl, P. Mote, D.A. Randall, D.A. Stone, K.E. Trenberth, J. Willebrand, F. Zwiers

This Summary for Policymakers should be cited as:

IPCC, 2007: Summary for Policymakers. In: Climate Change 2007: The Physical Science Basis. Contribution of Working

Group I to the Fourth Assessment Report of the Intergovernmental Panel on Climate Change [Solomon, S., D. Qin, M. Manning,

Z. Chen, M. Marquis, K.B. Averyt, M.Tignor and H.L. Miller (eds.)]. Cambridge University Press, Cambridge, United Kingdom and New York, NY, USA.

Tabelle SPM.3: Projizierte globale Oberflächen-Erwärmung und Meeresspiegel-Anstieg bis zum Ende des 21. Jahrhunderts. {10.5, 10.6, Table 10.7}:

Zu dieser Tabelle:

a) Diese Schätzungen werden anhand einer Hierarchie von Modellen bewertet, die ein einfaches Klimamodell, mehrere Erdsystemmodelle mittlerer Komplexität und eine große Anzahl von allgemeinen atmosphärisch-ozeanischen Zirkulationsmodellen (AOGCMs) umfassen.

b) Die konstante Zusammensetzung für das Jahr 2000 wird nur aus AOGCMs abgeleitet.

Summary for Policymakers

Abbildung SPM.5. Die durchgezogenen Linien sind die globalen Mittelwerte der Oberflächenerwärmung (im Vergleich zu 1980-1999) für die Szenarien A2, A1B und B1, die als Fortsetzungen der Simulationen der Simulationen für das 20. Jahrhundert. Die Schattierung kennzeichnet den Bereich von ±1 Standardabweichung der jährlichen Durchschnittswerte der einzelnen Modelle. Die orangefarbene Linie bezieht sich auf das Experiment, bei dem die Konzentrationen auf den Werten des Jahres 2000 konstant gehalten wurden. Die grauen Balken auf der rechten Seite zeigen die beste Schätzung (durchgezogene Linie innerhalb jedes Balkens) und den wahrscheinlichen Bereich, der für die sechs SRES-Markerszenarien bewertet wurde. Die Bewertung der besten Schätzung und der wahrscheinlichen Bereiche in den grauen Balken umfasst die AOGCMs im linken Teil der Abbildung sowie die Ergebnisse einer Hierarchie unabhängiger Modelle und Beobachtungsdaten. {Abbildungen 10.4 und 10.29}

Es folgen mehrere Punkte aus dieser Summary, die hier nicht mit übersetzt werden. Sie unterstreichen lediglich die im Beitrag geäußerten Angaben. A. d. Übers.

Link: https://wattsupwiththat.com/2021/09/19/ipcc-model-scenarios-compared-to-actual-measured-temperatures/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Beweismaterial: Die gesamte Antarktis kühlt ab… Halbinsel kühlte schon ab, lange bevor Greta geboren wurde

Pierre Gosselin

Der 6. IPCC-Bericht scheint eine Menge übersehen zu haben, nicht wahr? Jüngste Veröffentlichungen seit dem 5. Bericht zeigen, dass sich die GESAMTE ANTARKTIS, einschließlich der Halbinsel, seit den späten 1990er Jahren abgekühlt hat.

Vor ein paar Tagen hatte ich darüber geschrieben, dass führende Wissenschaftler eine deutliche Abkühlung des gesamten antarktischen Kontinents (mit Ausnahme der Halbinsel) festgestellt haben.
In der Veröffentlichung von Zhu et al. wurde jedoch festgestellt, dass sich die antarktische Halbinsel in den letzten vier Jahrzehnten erwärmt hat – allerdings nicht in statistisch signifikantem Ausmaß.

Nun hat uns Kenneth in einem Leserkommentar auf drei wissenschaftliche Veröffentlichungen aufmerksam gemacht, die zeigen, dass sich die Halbinsel seit den späten 1990er Jahren tatsächlich ebenfalls abkühlt, nachdem sie sich seit den frühen 1950er Jahren erwärmt hat!

Bildquelle: sciencedirect.com

Hier sind die drei furchtbar unbequeme Studien für diejenigen, die immer noch an die Lüge glauben, dass sich der Südpol erwärmt, während er sich in Wirklichkeit „statistisch signifikant“ abkühlt.

1. https://www.nature.com/

2. https://www.sciencedirect.com/

3. https://www.nature.com/

Kommentator Kenneth: „Die Abkühlung seit den 1990er Jahren hatte die Erwärmung von 1979-1999 noch nicht vollständig abgelöst, weshalb der Gesamttrend immer noch eine leichte, statistisch unbedeutende Erwärmung ist, wenn man den gesamten 40-Jahres-Zeitraum betrachtet.“

Link: https://notrickszone.com/2021/09/19/body-of-evidence-all-of-antarctica-is-cooling-peninsula-cooling-since-long-before-greta-was-born/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Noch ein GWPF-Rundbrief zur menschengemachten Energiekrise

Einführung des Übersetzers: Nur kurze Zeit nach den ersten Meldungen in diesem Zusammenhang hat das Global Warming Policy Forum ein neues Bulletin mit Meldungen zur drohenden Energiekrise in der westlichen Welt zusammengestellt. Hatte ich im vorigen Rundbrief noch gewisse Zweifel geäußert, ob es wirklich so schlimm ist, so dürften diese Zweifel jetzt ausgeräumt sein.

1. Europas Energiekrise ändert sich von schlimm zu schlimmer, hält doch Russland die Versorgung fest im Griff

Die europäischen Gaspreise sind um mehr als 10 % gestiegen, da Russland den Markt weiterhin unter Kontrolle hält und sich dafür entschieden hat, zusätzliche Gaslieferungen nach Europa zu begrenzen.

Die Gazprom PJSC hat sich laut den Ergebnissen einer Auktion vom Montag dafür entschieden, im Oktober kein weiteres Gas über die Ukraine nach Europa zu leiten. Es gab auch Anzeichen dafür, dass die russischen Gasflüsse über die wichtige Jamal-Europa-Pipeline begrenzt bleiben werden, da die Händler nur einen Bruchteil der angebotenen Kapazität buchten, um im nächsten Monat Gas über die Verdichterstation in Mallnow nach Deutschland zu leiten.

Link: https://www.bloomberg.com/news/articles/2021-09-20/european-gas-extends-gains-as-traders-look-for-russian-supplies?mc_cid=12e29b9ac0&mc_eid=08ba9a1dfb

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2. Drastisch steigende Energiepreise drohen, die Wirtschaft Europas abzuwürgen

Der Anstieg der Energiepreise in Europa schadet nicht nur den Verbrauchern. Die Preisspitzen haben sich auf die Industrie ausgewirkt und drohen der Erholung der europäischen Volkswirtschaften nach der COVID-Krise einen dreifachen Schlag zu versetzen: geringere Kaufkraft der Verbraucher, geringere Industrieproduktion und höhere Betriebskosten.

Große europäische Unternehmen, von der Chemieindustrie über den Bergbau bis hin zum Lebensmittelsektor, berichten, dass die himmelhohen Gas- und Strompreise ihre Gewinnspannen schmälern und einige von ihnen zwingen, ihre Tätigkeit einzuschränken.

Einige Fabriken haben wegen der Rekordpreise für Erdgas ihre Produktion eingestellt. Analysten zufolge ist in den kommenden Wochen mit weiteren Stilllegungen von Industrieanlagen in ganz Europa zu rechnen.

Link: https://oilprice.com/Energy/Natural-Gas/Skyrocketing-Energy-Prices-Could-Cripple-Europes-Economy.html?mc_cid=12e29b9ac0&mc_eid=08ba9a1dfb

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3. Die Energiekrise könnte noch Monate anhalten, räumt Boris Johnson ein, nachdem er von Unternehmen gewarnt worden war, die bankrott zu gehen drohen

Boris Johnson hat zugegeben, dass die Energiekrise monatelang andauern könnte, setzt doch die Regierung alles daran, Unternehmen und Verbraucher vor einem starken Anstieg der Gaspreise zu schützen, der durch einen Anstieg der weltweiten Nachfrage und einen Mangel an Windenergie im Vereinigten Königreich in diesem Sommer verursacht wurde.

Link: https://www.independent.co.uk/news/uk/politics/kwasi-kwarteng-energy-winter-prices-b1923545.html

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4. Die Steuerzahler sehen sich mit einer milliardenschweren Rechnung zur Rettung insolventer Energieunternehmen sowie steigenden Rechnungen und leeren Supermarktregalen konfrontiert

Die Steuerzahler könnten mit einer milliardenschweren Rechnung konfrontiert werden, da die Energiebosse versuchen, die steigenden Brennstoffkosten zu senken, welche die Versorger an den Rand des Zusammenbruchs bringen.

Link: https://www.dailymail.co.uk/news/article-10007017/Call-axe-green-levy-amid-fuel-crisis-fears-Power-chiefs-demand-help-customers.html?mc_cid=12e29b9ac0&mc_eid=08ba9a1dfb

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5. Energieunternehmen beantragen milliardenschwere Nothilfen, um die Energiekrise zu überstehen

Die größten Energiekonzerne des Vereinigten Königreichs fordern von der Regierung ein milliardenschweres Hilfspaket, um die durch die hohen Gaspreise ausgelöste Krise zu überstehen. Dazu gehört auch die Einrichtung einer „Bad Bank“, die helfen soll, potenziell unrentable Kunden kleinerer Konkurrenten zu übernehmen.

Link: https://www.ft.com/content/684e4ef1-87a9-4bdf-96f4-956df4e0a1e2?mc_cid=12e29b9ac0&mc_eid=08ba9a1dfb

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6. Warnung von Ökonomen: Steigende Energiepreise werden die Inflation in Europa hochtreiben

Steigende Energiepreise werden die allgemeine Inflation in Europa in diesem Jahr in die Höhe treiben, was die Verbraucher schmerzen und die wirtschaftliche Erholung der Region nach der Pandemie gefährden wird, warnen Wirtschaftsexperten.

Die europäischen Referenz-Gaspreise haben sich in diesem Jahr bereits verdreifacht, und das noch vor dem Einsetzen der Nachfragespitzen im Winter. Das norwegische Unternehmen Equinor, einer der größten Gaslieferanten Europas, erklärte letzte Woche, dass die hohen Energiepreise bis weit ins Jahr 2022 anhalten könnten, und warnte vor möglichen Preisspitzen.

Link: https://www.ft.com/content/b1ce2232-b25a-4fd9-9b80-04da79fa68b9?mc_cid=12e29b9ac0&mc_eid=08ba9a1dfb

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7. Selbstmörderische Energiepolitik stärkt die Feinde von UK

Autoritäre Regimes nutzen die Tatsache aus, dass der Westen keine realistische Kohlenstoffpolitik hat.

Steigende Gaspreise verändern das internationale Machtgleichgewicht zugunsten von Diktaturen. Großbritannien steht auf der einen Seite einem expansionistischen Russland gegenüber, auf der anderen Seite einem kommunistischen China, das nach eigenem Bekunden bestrebt ist, die dominierende Wirtschafts- und Militärmacht der Welt zu werden.

Die Energieversorgung ist nicht mehr nur eine Frage der Brennstoffarmut, sondern hat weitreichende globale Folgen.

Link: https://www.telegraph.co.uk/news/2021/09/19/suicidal-energy-policy-empowering-britains-enemies/?mc_cid=12e29b9ac0&mc_eid=08ba9a1dfb

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8. Umwelt-Hybris hat UK verwundbar gemacht für Putins Gas-Betrug

Der utopische Ansatz der Regierung in Sachen Umweltschutz – einschließlich des Ausstiegs aus der Kohleverstromung, des Verzichts auf Fracking und der Forderung nach Elektrofahrzeugen, die mit erneuerbaren Energien betrieben werden – hatte schon immer seinen Preis. Aber selten waren diese Kosten so schmerzhaft wie bei der offensichtlichen Manipulation des Gaspreises durch Russlands Versorgungsunternehmen Gazprom.

Link: https://www.telegraph.co.uk/news/2021/09/18/environmental-hubris-has-left-britain-vulnerable-putins-gas/?mc_cid=12e29b9ac0&mc_eid=08ba9a1dfb

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9. Wie die Schiefer-Revolution in UK durch grüne Lügen und russische Propaganda zerschlagen wurde

Das Zentrum für Europäische Studien fand heraus, dass die russische Regierung 95 Millionen Dollar in NROs investiert hat, die sich gegen Schiefergas einsetzen.

[…] Die meisten Experten hielten Schiefergas für eine Eintagsfliege, die die weltweite Versorgung nicht wesentlich beeinflussen würde. Sie haben sich geirrt. Bis 2011 stieg die rückläufige Gasproduktion der USA sprunghaft an, und das Öl folgte bald darauf. Die USA haben nun Russland als größten Gasproduzenten der Welt und Saudi-Arabien als größten Ölproduzenten überholt.

Link: https://thecritic.co.uk/issues/december-2019/the-plot-against-fracking/?mc_cid=12e29b9ac0&mc_eid=08ba9a1dfb

Zusammengestellt und übersetzt von Christian Freuer für das EIKE




Klima-Lockdowns, CO2-Abgaben, Verfolgung des Kohlenstoff-Fußabdrucks via Kreditkarte – BIG BROTHER WIRD IMMER STÄRKER

Marc Morano

Klima-Lockdowns: Neue CO2-Überwachungs-Kreditkarte ermöglicht Verfolgung des „Kohlenstoff-Fußabdrucks bei jedem Einkauf“ – „Überwacht und unterbricht Ausgaben, wenn wir unser Kohlenstoffmaximum erreichen“ – Mastercard und UN schließen sich zusammen.

Machen Sie sich bereit für ein soziales Kreditsystem nach chinesischem Vorbild, das Ihre persönlichen Ausgabengewohnheiten und deren Auswirkungen auf den „Klimawandel“ bewertet. Eine neue Kreditkarte namens Doconomy, die „in enger Zusammenarbeit mit Mastercard“ und einer Allianz mit der UN-Klimarahmenkonvention (UNFCCC) auf den Markt gebracht wurde, ermöglicht es Ihnen, Ihr persönliches CO2-Budget bei jedem Einkauf zu überwachen.

Die neue Mastercard zur CO2-Überwachung mit der Bezeichnung Doconomy wurde eingeführt, um „allen Nutzern die Möglichkeit zu geben, ihre Auswirkungen zu verfolgen, zu messen und zu verstehen, indem sie bei jedem Kauf ihren CO2-Fußabdruck präsentieren“. Die Kreditkarten sind mit dem SloganDO. Everyday Climate Actionversehen und haben ein persönliches Versprechen auf der Rückseite der Karte, das besagt: „Ich übernehme für jede Transaktion, die ich tätige, die Verantwortung, zum Schutz unseres Planeten beizutragen.“ Auf den Mastercards ist auch das UN-Logo „Global Climate Action“ abgebildet:

Das Weltwirtschaftsforum lobte Doconomy. „Viele von uns sind sich bewusst, dass wir unseren CO2-Fußabdruck reduzieren müssen, aber Ratschläge, wie wir dies tun können, scheinen nebulös und es ist schwierig, den Überblick zu behalten. DO überwacht und stoppt die Ausgaben, wenn wir unser Kohlenstoffmaximum erreichen“, schrieb das Weltwirtschaftsforum auf der Doconomy-Website zur CO2-Überwachung.

Die Doconomy-Kreditkarten-Website erklärt: „Wenn Fett-, Zucker- und Salzgehalt auf den gekauften Lebensmitteln angegeben sind, warum sollten dann unsere CO2-Emissionen nicht ebenso sichtbar sein? Diese Art von Informationen sollte kein Luxus sein, für den die Verbraucher zahlen müssen, sondern ein wesentlicher Bestandteil jedes Einkaufs“. Auf der Website wird außerdem erläutert, wie die Kreditkarte den Verbrauchern helfen wird, „ihre Auswirkungen zu verstehen, indem sie bei jedem Einkauf ihren CO2-Fußabdruck präsentieren“.

Mathias Wikström, der Direktor von Doconomy, erklärte: „Die Verringerung der Kohlenstoff-Emissionen muss für alle Parteien Priorität haben. Wir bei Doconomy sind stolz darauf, uns zu engagieren und über die Auswirkungen unseres Lebensstils auf den Planeten aufzuklären… Der Finanzsektor hat eine enorme Effizienz entwickelt. Jetzt kann dieselbe Kraft die Fragilität des Planeten angehen.“

Diese neue CO2-Überwachungs-Kreditkarte folgt auf die neue Studie, die im August 2021 in der Zeitschrift Nature veröffentlicht wurde und in der „persönliche Kohlenstoff-Zertifikate“ gefordert werden, die die CO2-Emissionen von Einzelpersonen durch intelligente Zähler und Tracking-Apps überwachen würden.

Die neue CO2-Überwachungskarte von Doconomy rühmt sich damit, dass sie „90 Millionen Verbrauchern Einblicke in ihren CO2-Fußabdruck bietet“. Die Kreditkarte wurde mit dem Ziel eingeführt, „alle Verbraucher über die Auswirkungen des Klimawandels zu informieren und so einen ersten Schritt zur Sensibilisierung für die Klimakrise zu tun“. Auf der Website der Doconomy-CO2-Kreditkarte wird behauptet, es handele sich um die „größte Initiative, die je von einer Bank ergriffen wurde, um ihre Nutzer über die Auswirkungen ihres Konsums aufzuklären.

In enger Zusammenarbeit mit Mastercard, die einen globalen Standard für die Berechnung der CO2-Emissionen bei alltäglichen Transaktionen setzt, und anderen Vorreitern wie Klarna im Bankensektor will Doconomy bis zur COP26 im November eine Milliarde Nutzer erreichen“, heißt es auf der Doconomy CO2-Kreditkarten-Website.

„Unternehmen, Verbraucher und Gemeinden müssen zusammenarbeiten, um den Klimawandel wirksam zu bekämpfen“, sagte Jorn Lambert, Mastercard Chief Digital Officer. „Der Mastercard Carbon Calculator informiert die Verbraucher über den Kohlenstoff-Fußabdruck ihrer Einkäufe, so dass sie bewusstere Kaufentscheidungen treffen und zur Wiederaufforstung beitragen können. Indem wir Nachhaltigkeit in die Struktur unseres Geschäfts einbetten, können wir die Kraft unseres Netzwerks freisetzen und Milliarden von Verbrauchern und Partnern erreichen, um positive Veränderungen für die Umwelt zu schaffen“, fügte Lambert hinzu.

[Kursiv im Original]

Niclas Svenningsen, Manager, Global Climate Action beim UN-Klimasekretariat, lobte die CO2-Überwachungskreditkarte. „Das Wichtigste ist hier die Verfügbarkeit von Informationen. Man kann von den Menschen nicht erwarten, dass sie ihr Verhalten ändern und Klimaschutzmaßnahmen ergreifen, wenn sie nicht wissen, wie groß ihr Klima-Fußabdruck ist oder wie hoch ihr Verbrauch ist. Da diese Daten dank der hervorragenden Arbeit der Partner nun leicht zugänglich sind, werden die Bürger in die Lage versetzt, kluge Entscheidungen zu treffen und verantwortungsbewusst zu handeln, und dies kann einen bedeutenden kulturellen Wandel in Bezug auf den Klimaschutz bewirken“, schrieb Svennigsen.

This article was first published at Climate Depot and is reprinted here by permission.

Link: https://cornwallalliance.org/2021/09/climate-lockdowns-co2-social-credits-carbon-footprint-tracking-by-credit-card-big-brother-is-growing/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

Anmerkung des Übersetzers: Von dieser Doconomy-Card habe ich noch nie etwas gehört. Ist mir da was entgangen? Oder ist dieser Beitrag vielleicht (hoffentlich!) nicht ernst gemeint?

 




Arktisches Meereis: Langfristige Abnahme lässt auf sich warten!

Dr. David Whitehouse, GWPF Science Editor

Dieser Tage wird das arktische Meereis aufhören zu schmelzen und wieder zu gefrieren beginnen, wenn sich der kurze boreale Sommer dem Ende zuneigt. Es war ein kühler und stürmischer Sommer in dieser Region, doch das diesjährige Meereis-Minimum wird mit rund 4,73 Millionen Quadratkilometern eines der höchsten der letzten zehn Jahre sein, größer als in den Jahren 2020, 2019, 2018, 2017, 2016, 2015, 2012, 2011, 2008 und 2007.

[Hervorhebung vom Übersetzer]

Was soll also all das, was wir über den alarmierenden Rückgang des arktischen Meereises und die baldigen eisfreien Sommer lesen und hören?

Betrachtet man die Daten aus der Satelliten-Ära (nach 1979), so ist es offensichtlich, dass das Meereis abgenommen hat, aber der Stillstand in den letzten zehn Jahren kann nicht ignoriert werden. Was die einen als anhaltenden Rückgang betrachten, sehen andere als Bodenbildung an. Dies wird jedoch häufig geleugnet oder übersehen, unklugerweise extrapoliert oder aus dem Zusammenhang gerissen.

Wie Schroeder in Climate Change schreibt, war die Ausdehnung des arktischen Meereises in den letzten 1450 Jahren noch nie so gering wie heute [??], und die natürliche Variabilität allein kann den Rückgang nicht erklären, da ein Anstieg des atmosphärischen CO2 zu einer Zunahme der langwelligen Strahlung führt, die eine Zunahme der Eisschmelze bewirkt. Die aktuellen Klimamodelle deuten jedoch darauf hin, dass die natürlichen Klimaschwankungen und die Auswirkungen des anthropogenen Klimawandels ähnlich groß sind, ohne dass ein Konsens darüber besteht, welches der beiden Phänomene das stärkere ist, was darauf hindeutet, dass diejenigen, die das arktische Meereis als wichtigen Indikator für den Klimawandel propagieren, irreführend sind.

Diese Situation spiegelt sich oft nicht einmal in der von Fachleuten überprüften wissenschaftlichen Literatur wider. Nehmen wir zum Beispiel die erste Zeile eines kürzlich erschienenen Artikels von Yang et al. im Science Bulletin mit dem Titel [übersetzt] „Während das arktische Meereis in den letzten Jahrzehnten abgenommen hat, ist dies weitgehend auf anthropogene Einflüsse zurückzuführen…“.

Dennoch weisen Yang et al. vor allem auf die Unterschiede zwischen dem Verhalten der arktischen und antarktischen Meereisausdehnung hin. Sie sagen, dass die Ausdehnung des antarktischen Meereises im Gegensatz zu dem, was im Norden geschah, und angesichts der globalen Erwärmung im Zeitraum 1979-2015 eine steigende Tendenz aufwies, gefolgt von einem abrupten Rückgang. Anhand von Eisbohrkernen stellen sie fest, dass die Eisausdehnung in der gesamten Antarktis im 20. Jahrhundert um -0,03° pro Jahrzehnt abgenommen hat, was nicht sehr viel ist, mit einem schnellen Rückgang Mitte der 1950er Jahre. Erst in den frühen 1980er Jahren kam es zu dem beobachteten steigenden Trend.

Wie Simmonds und Li in den Annals of the New York Academy of Sciences 2021 schreiben, nahm die antarktische Meereisausdehnung bis 2014 zu, begann dann einen bemerkenswerten Rückzug (die mittlere jährliche Eisausdehnung nahm in den drei Jahren bis 2017 um 2,03 Mio. km² ab) und stieg anschließend bis 2020 wieder auf nahezu den langfristigen Durchschnittswert an.

Die polaren Entwicklungen sind von globaler Bedeutung. Marcianesi at al 2021 weisen in der Zeitschrift Polar Science darauf hin, dass der Gesamteffekt der Erwärmung durch die Veränderung der Albedo von Land und Ozean in der Arktis etwa 44 % des direkten Effekts der menschlichen CO2-Emissionen im gleichen Zeitraum ausmacht, mit einer globalen Wirkung.

Die Klimamodelle, die zur Analyse der Polarregionen und zur Erstellung von Zukunftsprognosen verwendet werden, sind nicht so gut, wie manche meinen. Cai et al. haben in der Zeitschrift Journal of Climate die oberflächennahen Durchschnittstemperaturen in der Arktis untersucht, wie sie von 22 Modellen vorhergesagt werden, die an Phase 6 des Coupled Model Intercomparison Project (CMIP6) teilnehmen. Es muss gesagt werden, dass die Modelle viel zu wünschen übrig lassen, wenn es um eine ihrer Hauptfunktionen geht, nämlich sehen, was in der Zukunft passieren könnte. Die meisten von ihnen unterschätzen die beobachtete Durchschnittstemperatur in der Arktis im Zeitraum 1979-2014, und es ist klar, dass es eine sehr große Modellstreuung und Unsicherheiten in den CMIP6-Modellen gibt.

Unbeeindruckt davon erstellen Diebold und Rudebusch Prognosen über die arktische Meereisausdehnung für den Rest dieses Jahrhunderts. Ihr am besten passendes statistisches Modell deutet darauf hin, dass die Meereisbedeckung insgesamt mit zunehmender Geschwindigkeit abnimmt, was eine interessante Schlussfolgerung ist, wenn man die Daten des letzten Jahrzehnts betrachtet! Sie schätzen eine fast 60-prozentige Chance, dass der Arktische Ozean irgendwann in den 2030er Jahren tatsächlich eisfrei sein wird – viel früher als die durchschnittliche Prognose anderer globaler Klimamodelle. Ravindran et al. 2021, die in Polar Science schreiben, erwarten eisfreie Bedingungen im September bis zum Jahr 2050.

Wenn man die Variabilität des arktischen Meereises in eine längere Perspektive rückt, erkennen nur wenige, dass die Arktis zu Beginn des 20. Jahrhundert2 eine Periode bemerkenswerter Erwärmung erlebte, deren Ursache nicht eindeutig geklärt ist. Aizawa et al. berichten in Geophysical Research Letters über ein, wie sie es nennen, „hochmodernes“ Klimamodell, das die Erwärmung unter Berücksichtigung der internen Klimavariabilität und der Einflüsse der Sonne und der Vulkane erfolgreich zu reproduzieren scheint, und werfen damit ein Licht auf das Gleichgewicht der Auswirkungen auf die Region heute.

Eine langfristige Perspektive?

Längerfristig betrachtet stellen Helama et al. in Climate Dynamics 2021 fest, dass die Klimavariabilität des Holozäns von episodischen Klimaereignissen wie der Kleinen Eiszeit (LIA) unterbrochen wird, die der Erwärmung im Industriezeitalter vorausging. Ihre Daten und Ursachen sind umstritten. Noch entscheidender ist jedoch, dass nicht sicher ist, ob frühere Ereignisse ähnliche Klimaregime wie die LIA darstellen. Daher analysieren sie einen neuen, 7500 Jahre langen Paläoklima-Datensatz, der darauf zugeschnitten ist, LIA-ähnliche Klimaregimes anhand von Baumringdaten aus Nordeuropa zu erkennen.

Neben der eigentlichen LIA im 17. Jahrhundert fanden sie viele 100- bis 800-jährige Perioden mit niedrigen Temperaturen in Verbindung mit klarem Himmel ab 540 n. Chr., 1670 v. Chr., 3240 v. Chr. und 5450 v. Chr. Insgesamt machten diese LIA-ähnlichen Perioden 20 % des Untersuchungszeitraums aus. Sie stellen fest, dass der anhaltende Rückgang der arktischen Meereisausdehnung sich in ihren Daten widerspiegelt, die eine Umkehrung der LIA-ähnlichen Bedingungen seit Ende des 19. Jahrhunderts markieren.

Die arktische Meereisausdehnung ist also im wahrsten Sinne des Wortes ein Sinnbild für den Klimawandel und die verschiedenen Kräfte, die zu ihm beitragen. Heute, da die klar definierte Eiskante, die sich über den größten Teil der russischen Seite des Arktischen Ozeans erstreckt, zu gefrieren beginnt, ist das einzig Sichere die bevorstehende Kälte und Dunkelheit.

Link: https://www.thegwpf.com/arctic-sea-ice-long-term-decline-held-back/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE