Noch einmal Michael Crichton: Ist Umwelt-Bewusstsein eine Religion?

Michael Crichton, bekannt für seine Bücher Jurassic Park, Andromeda Stain, die Verfilmungen dieser und anderer Bücher sowie die preisgekrönte Fernsehserie ER, erhielt seinen medizinischen Abschluss in Harvard, praktizierte aber nie. Stattdessen schrieb und inszenierte er hauptberuflich Filme und TV. Er starb 2008 an Krebs.

Er hatte eine Reihe von ernsthaften Umweltbedenken, die ihn dazu brachten, STATE OF FEAR zu schreiben, einen Roman, der die Realitäten der Bedenken über die globale Erwärmung anspricht. Im September 2003 hielt er vor dem Commonwealth Club in San Francisco einen Vortrag mit dem Titel ENVIRONMENTALISM AS RELIGION.

Da unsere neu gewählte Regierung in Washington DC alle Umweltvorschriften so schnell wie möglich verdoppelt, lohnt es sich, sich auf die Weisheit von Michael Crichton zu besinnen, um die Handlungen dieser Regierung in eine Gesamt-Perspektive zu stellen.

Er stellte eingangs fest, dass das größte Problem, vor dem die Welt steht, wahrscheinlich keines ist, an das Sie gedacht haben. Seiner Meinung nach ist es das Trennen von Wahrheit und Fiktion. Wir werden täglich, heute mehr als zu der Zeit seines Vortrags mit Informationen bombardiert, die nicht leicht von Fehlinformation oder Desinformation zu trennen sind. Ersteres ist nicht unbedingt beabsichtigt, um zu täuschen, letzteres dagegen beabsichtigt genau dies definitiv. In beiden Fällen müssen wir kritisch denken, um für uns selbst zu entscheiden.

Sie malen das Amerika der Ureinwohner, bevor die Europäer kamen, oft als eine traumhafte Welt mit unberührter Natur. Historiker sagen uns heute, dass das alles andere als wahr war, denn es wurde wenig auf die Natur geachtet. Tierherden wurden zerstört, Land wurde verbrannt und Stammeskriege waren üblich und unmenschlich . Liebevoll, friedlich und harmonisch waren keine Worte, die man anwenden konnte.

Kurz gesagt sagt uns Crichton: „…die romantische Sichtweise der natürlichen Welt als ein glückseliges Eden wird nur von Menschen vertreten, die keine wirkliche Erfahrung mit der Natur haben. Menschen, die in der Natur leben, sehen sie überhaupt nicht romantisch.“ Sie wissen, wie schwierig das Überleben sein kann. Die Fernsehproduzenten haben uns das seit Jahren sehr erfolgreich vorgeführt.

Die Wahrheit ist, dass fast niemand die echte Natur erleben will. Die Meisten wollen eine oder zwei Wochen in einer Hütte im Wald mit Bildschirmen und Fenstern verbringen oder ein paar Tage auf einem Fluss-Rafting-Trip, bei dem jemand anders das Kochen übernimmt.

Eine Möglichkeit, so Crichton, „die Verbreitung der Fantasie zu messen, ist, die Zahl der Menschen zu notieren, die sterben, weil sie nicht die geringste Ahnung davon haben, wie die Natur wirklich ist.“

Vor einem Jahrzehnt war ich fast einer von ihnen, als ich eine Wanderung im Grand Canyon innerhalb von 24 Stunden versuchte. Parkranger retteten mich nach 20 Stunden auf dem Weg nach draußen und informierten mich, dass es im Jahr zuvor ein Dutzend Todesfälle gegeben hatte. Ich sagte, ich sei ein Ironman-Triathlet und sie lachten.

Crichton war der erste, der 2003 erkannte, dass ein Schreckgespenst die Welt bereits im Griff hatte. Das war die Überbevölkerung. In den frühen 1990er Jahren sagten die Angstmacher voraus, dass wir auf dem Weg zu einer Bevölkerung von 12 bis 15 Milliarden seien, die wir nicht ernähren könnten. Die vorhergesagten Zahlen waren dann auf unter 10 Milliarden gesunken, während die landwirtschaftlichen Erträge dramatisch gestiegen waren und die Angst vor dem Verhungern beseitigt wurde. Heute sind wir mehr mit den wirtschaftlichen Problemen beschäftigt, die durch eine schrumpfende Bevölkerung entstehen.

Es war nicht nur diese eine Vorhersage, mit der die so genannten Umweltschützer falsch lagen, es gab eine ganze Reihe davon. Es hieß, dass uns das Öl und andere natürliche Ressourcen ausgehen würden und Hunger das Gebot der Stunde sein würde. Was er uns im Jahre 2003 über ihre absurd falschen Vorhersagen für das vergangene Jahr 2020 erzählt hatte, hat sich als lächerlich erwiesen. Sie beinhalten einen Temperaturanstieg von 3 Grad Celsius, eine Verdoppelung des CO2, die Beseitigung des Schnees auf dem Kilimandscharo, einen Anstieg des Meeresspiegels um 60 cm in Florida, das Ende des Eises im Arktischen Meer und das Ende der Gletscher im Glacier National Park.

Crichton fragte sein Publikum: „Bei so vielen Fehlschlägen in der Vergangenheit könnte man meinen, dass Umweltvorhersagen vorsichtiger werden würden. Aber nicht, wenn es eine Religion ist. Denken Sie daran, dass der Verrückte auf dem Bürgersteig, der das Plakat trägt, das das Ende der Welt vorhersagt, nicht aufgibt, wenn die Welt nicht an dem Tag endet, den er erwartet. Er ändert einfach sein Plakat, setzt ein neues Datum für den Weltuntergang fest und geht wieder auf der Straße spazieren. Eines der bestimmenden Merkmale der Religion ist, dass Ihre Überzeugungen nicht durch Fakten gestört werden, weil sie nichts mit Fakten zu tun haben.

[Hervorhebung vom Übersetzer]

Crichton war in dieser Rede einer der ersten wissenschaftlich gebildeten Menschen, der den kompletten Betrug der Eliminierung von DDT zur Bekämpfung von Malaria aufdeckte. Die gesamte Wissenschaft hinter DDT bewies vollständig, dass es Malaria ohne negative Auswirkungen auf Menschen oder Vögel eliminierte. Millionen starben wieder an Malaria, sobald DDT vom Markt genommen wurde.

Der Umweltschutz müsse unbedingt auf objektiver und überprüfbarer Wissenschaft beruhen, sagte er, er müsse rational und flexibel sein, unpolitisch und ohne hektische Phantasien. Er sagte, wir müssen den Umweltschutz aus der Sphäre der Religion herausholen und weg von Weltuntergangs-Prophezeiungen.

Am Ende seiner Rede sagte Crichton weise, dass, wenn wir zulassen, dass die Wissenschaft politisiert wird, „wir in die Internetversion des Dunklen Zeitalters eintreten werden, eine Ära der Ängste und wilden Vorurteile, übertragen auf Menschen, die es nicht besser wissen. … Es ist also an der Zeit, die Religion des Umweltschutzes aufzugeben und zur Wissenschaft des Umweltschutzes zurückzukehren und unsere öffentlichen politischen Entscheidungen fest darauf zu gründen.“

Autor: CFACT Senior Science Analyst Dr. Jay Lehr has authored more than 1,000 magazine and journal articles and 36 books. Jay’s new book A Hitchhikers Journey Through Climate Change written with Teri Ciccone is now available on Kindle and Amazon.

Link: https://www.cfact.org/2021/04/13/michael-crichton-is-environmentalism-a-religion/

Übersetzt von Chris Frey EIKE




Rekord-Kälte 2021 erinnert uns: Man lasse höchste Vorsicht walten bei Klima-Prognosen und Energie-Prioritäten walten

Japan meldete 13 Todesfälle und Hunderte von Krankenhausaufenthalten in der vergangenen Woche aufgrund der intensiven Schneefälle im Land. In Spanien staunten die Bewohner über den Rekordschneefall auf ihren Straßen. Hier in Indien erlebte Delhi einen der härtesten Winter seit langem mit intensiven Kältewellen.

Ist damit die globale Erwärmung widerlegt? Sicherlich nicht! Allerdings werfen die extremen Kälteereignisse Fragen über das Medien-Narrativ auf, dass der Klimawandel mildere Winter verursacht und die Temperaturen auf gefährliche Werte ansteigen.

Der beunruhigendste Aspekt dabei: diese extremen Kälteereignisse sind eine Erinnerung daran, dass wir in großer Gefahr sein könnten, wenn unsere Regierungen weiterhin eine Klimapolitik verfolgen, die auf fehlerhaften Prognosen und unzuverlässigen erneuerbaren Energien basiert. Hier ist der Grund dafür.

[Hervorhebung vom Übersetzer]

Der Kalt-Winter 2020-2021

Mein Besuch in Delhi in diesem Dezember war ziemlich denkwürdig. Die Stadt befand sich in einer intensiven Kälteperiode. Die Tiesttemperaturen in den Monaten Oktober, November und Dezember brachen viele Rekorde.

Mit nur 2 Grad Celsius erlebte Indiens Hauptstadt am 14. Januar einen der kältesten Wintermorgen. Srinagar in Jammu und Kaschmir verzeichnete einen Tiefstwert von minus 8,4 Grad Celsius, den niedrigsten seit 30 Jahren.

Für die Bewohner war das allerdings keine Überraschung. Der vorherige Winter (Dezember 2019) brach 100-Jahres-Rekorde. Intensive Kälte ist über die letzten Jahren zur Norm geworden.

[Hervorhebung vom Übersetzer]

In den USA wurden in diesem Jahr landesweit Rekordkälte- und -schnee-Ereignisse registriert. In Spanien sanken historisch tiefe Temperaturen auf 20-Jahres-Tiefstwerte. Drüben in Sibirien, Russland und Japan war es nicht anders. Peking verzeichnete den kältesten 7. Januar seit den 1960er Jahren.

Diese Kälteereignisse müssen unter Berücksichtigung der vielfältigen klimatischen Faktoren analysiert werden, die sie beeinflussen können. Die Sonnenaktivität, die Erdrotation, Veränderungen der magnetischen Pole, arktische Kälteeinbrüche und viele andere Faktoren bestimmen regionale und globale Wettermuster mit.

Hysterische Klimatheorien bewahrheiten sich nicht

Während diese Rekordkälte- und Schneefallereignisse die globale Erwärmung nicht widerlegen, informieren sie uns darüber, dass sich Kälteeinbrüche und Schneefälle in der realen Welt sowohl in ihrer Intensität als auch in ihrer Häufigkeit erheblich von der klassischen Erzählung über die globale Erwärmung/Klimawandel unterscheiden.

Al Gore hat zum Beispiel behauptet, dass die Sommer in der Arktis bis 2013 eisfrei werden würden, aber das ist nicht eingetreten. Ebenso sagten Wissenschaftler voraus, dass Schnee eine „Sache der Vergangenheit“ sein würde und dass unsere Kinder nicht wissen werden, was Schnee ist. Aber seit 2017 gab es historische Schneefallereignisse auf der ganzen Welt, einschließlich derer in New York und der jüngsten in Spanien und Japan.

Heiße und kalte Wetterereignisse können jederzeit auftreten. Obwohl es seit dem 18. Jahrhundert einen allmählichen Anstieg der globalen Durchschnittstemperaturen gegeben hat, bedeutet das nicht, dass die Zukunft intensiver heißer sein wird als bisher oder dass unsere Winter milder sein werden. Keines der Computer-Klimamodelle war bisher in der Lage, die Temperaturschwankungen oder das Eintreten von Kälte- oder Wärmeereignissen genau vorherzusagen.

Die Zukunft nie auf Erneuerbare oder die Klimamodelle bauen

Die Entwicklung der Kalt-Wetterereignisse und das Scheitern der Klimaprophezeiungen sollten uns helfen, den zukünftigen Kurs des Energiesektors zu bestimmen. Wind und Sonne erzeugen bei Kälte wenig oder gar keinen Strom. Das bedeutet, dass die Volkswirtschaften immer noch zuverlässige Energie aus Kohle und Öl benötigen werden, egal wie viele Wind- und Solarfabriken wir bauen.

[Hervorhebung vom Übersetzer]

Dies wurde bei den jüngsten extremen Kälteereignissen in China und Europa deutlich, wo die Wind- und Solarnetze keinen Strom erzeugen konnten. Erschwerend kam hinzu, dass die extreme Kälte eine erhebliche Energienachfrage (zum Heizen) mit sich brachte, so dass sich die Energieversorger beeilten, mehr Strom aus wetterunabhängigen Kohlekraftwerken zu erzeugen.

Pekings einziges Kohlekraftwerk nahm im Dezember den Betrieb wieder auf, um den gestiegenen Energiebedarf zu decken. Peking erklärte: „Die (jüngste) historische Spitzenlast kam, als extrem kaltes Wetter die Nachfrage nach strombetriebenen Heizungsanlagen erhöhte, die 48,2 % der Gesamtlast ausmachen.“

Mit einfachen Worten: Die Länder sollten ihre Zukunft nicht auf erneuerbare Energien setzen. Selbst im Sommer sind sowohl Wind als auch Solar unzuverlässig und teuer. Abgesehen davon, dass sie die Strompreise für die Verbraucher unnötig in die Höhe treiben (wie in Deutschland und Kalifornien bewiesen), stellen sie auch eine Belastung für die Netzfunktionalität dar. Trotzdem werden Wind- und Solarenergie auf Kosten der Steuerzahler subventioniert und als die Zukunft der Welt gepriesen.

[Hervorhebung vom Übersetzer]

This article was originally published on Townhall.com.

Link: https://cornwallalliance.org/2021/02/record-cold-of-2021-reminds-us-be-wary-of-climate-predictions-and-energy-priorities/

Übersetzt von Chris Frey EIKE

 




April und Frühling 2021 in Deutsch­land mit Startpro­blemen – wie ist die Kälte einzuordnen?

Aprilkälte 2021, ein Festival der Nordlagen – die meteorologischen Hintergründe

Das Aprilgedicht des Mecklenburger Schriftstellers HEINRICH SEIDEL (1842 bis 1906) zeigt, was schon unsere Vorfahren über den April dachten, und wie sehr doch der 2021er April denen vor etwa 120 Jahren ähnelte. Aus Platzgründen ist hier die dritte Strophe weggelassen:

April! April!
Der weiß nicht, was er will.
Bald lacht der Himmel klar und rein,
Bald schau’n die Wolken düster drein,
Bald Regen und bald Sonnenschein!
Was sind mir das für Sachen,
Mit Weinen und mit Lachen
Ein solch‘ Gesaus‘ zu machen!
April! April!
Der weiß nicht, was er will.

O weh! O weh!
Nun kommt er gar mit Schnee!
Und schneit mir in den Blütenbaum,
In all den Frühlingswiegentraum!
Ganz greulich ist’s, man glaubt es kaum:
Heut‘ Frost und gestern Hitze,
Heut‘ Reif und morgen Blitze;
Das sind so seine Witze.
O weh! O weh!
Nun kommt er gar mit Schnee
!

Warum zeigt sich ausgerechnet der zweite Frühlingsmonat derart wechselhaft? Das hat mehrere Gründe. Über der Arktis ist jetzt nach der winterlichen Polarnacht rund um die Uhr Tag – mit der einsetzenden Eisschmelze vermindert sich aber das Temperaturgefälle zwischen niederen und hohen Breiten; was den oft wintermilden, beständigen Westwetterlagen die Grundlage entzieht – es häufen sich so genannte Meridionale Lagen (Nord- oder Südlagen und der Sonderfall Ostlagen, die allesamt zu Extremen neigen). Und weil sich auch der die Westlagen stabilisierende, kalte Polarwirbel in der Stratosphäre nun aufgelöst hat, erfolgen oft jähe, dramatische Witterungsumbrüche. Außerdem setzt die Erwärmung der riesigen Landmassen Eurasiens ein, während die Meere (Wasser erwärmt sich nur sehr langsam!) noch sehr kalt sind. Letzteres begünstigt aber den Aufbau von Hochdruckgebieten auf dem Nordatlantik, bei Großbritannien und dem Nordmeer, und als „Ausgleich“ strömt Subpolar- oder gar Arktikluft aus Nordwest bis Nord ins sich erwärmende Festland. Die schon kräftige Aprilsonne erwärmt aber diese Luft über dem Land etwas – Konvektion mit Schauern und Gewittern setzt ein; und weil die Luft tagsüber bei solchen nördlichen Lagen meist nur Werte zwischen 0 und +10°C erreicht, können diese mal als Schnee, mal als Regen oder mal als Graupel, fallen. Abends verschwinden Wolken und Schauer, der Wind beruhigt sich, und es treten die gefürchteten Nachtfröste auf. Dieses „klassische“ Aprilwetter schien aber in den letzten Jahrzehnten seltener zu werden – eine mögliche Ursache könnte die aktuelle AMO-Warmphase sein, welche den Nordatlantik erwärmte und den Temperaturkontrast zwischen Ozean und Festland verringerte. Wie wir gleich noch in einem gesonderten Abschnitt sehen werden, wurde der April in Deutschland seit etwa drei Jahrzehnten ganz markant sonniger und wärmer – der kalte, eher trübe 2021er April könnte, muss aber nicht zwangsläufig, ein Vorbote der endenden AMO-Warmphase sein; denn die Intensität und Dauer des „klassischen“ Aprilwetters schwankt auch aus unerklärlichen Gründen von Jahr zu Jahr stark; ob es vielleicht in Zeiten geringer Sonnenaktivität begünstigt wird, bedarf noch genauerer Untersuchungen; der Autor berichtete über die seit 2018 verstärkt auftretenden Zirkulationsstörungen hier. Und im April 2021 waren die sonst gar nicht so seltenen Süd- und HM-Lagen – aus welchen Gründen auch immer – sehr selten, es dominierten nördliche; ein paar Wetterkarten-Beispiele verdeutlichen das:

Abbildungen 1a bis 1d: Kräftiger Kaltluft-Vorstoß aus Nord nach Mitteleuropa am Ostermontag (5. April 2021, oben, 1a) zwischen einem Sturmtief über Skandinavien und hohem Luftdruck über dem Nordatlantik/Grönland. Ein über Mitteleuropa nordwärts ziehendes Tief (Mitte oben, 1b) bescherte nur der Südosthälfte Deutschlands am 11. April „Frühling für einen Tag“, weil an seiner Vorderseite kurzzeitig subtropische Warmluft herangeführt wurde. Die an diesem Tage herrschenden Temperaturkontraste ähnelten denen der Luftmassengrenze vom Februar; während im Süden und Osten 20 bis 22 Grad erreicht wurden, fror man im Emsland bei 5 bis 6 Grad (Mitte, unten, 1c). Nur einen Tag später bibberte man bei launischem Aprilwetter unter dem Einfluss eines Hochs über Westeuropa/Island/Grönland bei kalter Nordwestströmung wieder bundesweit (unten, 1d). Bildquellen wetterzentrale.de

Diese häufigen nördlichen Wetterlagen hatten eine bemerkenswert kalte erste Aprilhälfte zur Folge; ähnlich raue Verhältnisse herrschten in jüngerer Vergangenheit nur 1997 und 2003:

Abbildung 2: Dicke Minuszeichen. Temperaturmittelwerte repräsentativer, deutscher DWD-Stationen für die erste Aprilhälfte 2021. Die farbig hinterlegten Zahlen sind die bis dahin aufgelaufenen Abweichungen zum Klimamittel 1991 bis 2020 in Kelvin (1 Kelvin = 1°C). Das von HUSSING errechnete Gesamtmittel von 4,46°C kommt dem realen DWD-Flächenmittel sehr nahe. Auch wenn das Temperaturdefizit sicherlich in der zweiten Aprilhälfte abnehmen dürfte – dieser April wird merklich zu kalt enden. Bildquelle bernd-hussing.de, ergänzt

An der DWD-Station Erfurt/Weimar gab es in der ersten Aprilhälfte schon 9 Frostnächte; zum Glück waren diese mit bis zu minus 3°C nicht stark genug, um, anders als 2020, bislang wesentliche Vegetationsschäden zu verursachen.

Erwärmte Kohlendioxid (CO2) den April langfristig?

In verschiedensten Einzelbeiträgen hatten KOWATSCH/KÄMPFE das Temperaturverhalten der Monate in Deutschland untersucht. Bei den meisten folgte einer mehr oder weniger langen Erwärmungsphase zwischen dem Aufzeichnungsbeginn (1881) und etwa der Mitte des 20. Jahrhunderts eine Abkühlung; diese wurde durch einen Klimasprung, der, je nach Monat, zwischen Ende 1987 und spätestens 1995 begann, jäh beendet. Während im ersten Jahresviertel und im Dezember die in dieser Zeit markant steigenden NAO-Werte die Ursache waren, kommt für die übrigen Monate die einsetzende AMO-Warmphase in Betracht; im Sommerhalbjahr zusätzlich die deutlich zunehmende Sonnenscheindauer. Das gilt, wie wir gleich noch in einem gesonderten Abschnitt sehen werden, besonders für den April; und die steigenden CO2-Konzentrationen können die um 1970 sehr markante Abkühlungsphase auch beim April nicht erklären:

Abbildung 3: Nach einer im Vergleich zu den meisten anderen Monaten ungewöhnlich langen Erwärmungsphase, die bis 1961 dauerte, fehlten für gut 30 Jahre sehr milde Aprilmonate (solche deutlich über 9°C); erst ab 1993 traten sie plötzlich ungewöhnlich oft auf und gipfelten im Rekord-April von 2018. Aber auch während der Abkühlungsphase um 1970 stieg die CO2-Konzentration schon deutlich an.

Der April als „Sunny Boy“ unter den Monaten – wie lange noch?

Betrachtet man nur die Zeit ab 1988, wurde kein anderer Monat des Sommerhalbjahres sonniger, als der April; was auch einen wesentlichen Teil der seitdem eingetretenen April-Erwärmung erklärt. Er „gewann“ nach dem Lineartrend in diesen 33 Jahren etwa 66 Sonnenstunden dazu (DWD-Flächenmittel); nur Juni (+55) und September (+48) konnten annähernd mithalten. Leider haben Langfrist-Aufzeichnungen der Sonnenscheindauer Seltenheitswert. Ein deutsches Flächenmittel ist erst seit 1951 verfügbar; aber an der Station Potsdam kommt man immerhin bis 1893 zurück:

Abbildung 4: Enge „Verzahnung“ zwischen Sonnenscheindauer und Lufttemperaturen im April (Potsdam); aber auch zur AMO bestehen enge Beziehungen. Zur besseren Visualisierung in einer Grafik mussten Sonnenscheindauer (pro Apriltag) und AMO in Indexwerte umgerechnet werden; das zeitliche Verhalten ändert sich dadurch nicht

.Näheres zu den Hintergründen der stärkeren April-Besonnung hier. Den sehr engen Zusammenhang zwischen Sonnenscheindauer und Temperaturen im April verdeutlicht die folgende Grafik:

Abbildung 5: Mehr als ein Drittel der Gesamtvariabilität der April-Temperaturen Potsdams lässt sich mit der Sonnenscheindauer erklären; in Gesamtdeutschland herrschen ähnliche Verhältnisse.

Weil die offenbar für die zunehmende Sonnenscheindauer wesentlichen Luftreinhaltemaßnahmen nahezu ausgereizt sind, ist von dieser Seit keine weitere Zunahme zu erwarten – doch könnten die sehr sonnigen Aprilmonate schon bald Geschichte sein? Wie Abbildung 4 zeigt, ist es in AMO-Warmphasen sonniger; doch dürfte die aktuelle AMO-Warmphase bald enden. Denn wie ein Blick nach Großbritannien zeigt, ähnelt sich das Verhalten von Sonnenscheindauer und AMO auch dort (Werte seit 1919 vorliegend):

Abbildung 6: Auch im United Kingdom (Vereinigtes Königreich – Großbritannien) ist der April in den AMO-Warmphasen tendenziell sonniger. Zur besseren Visualisierung in einer Grafik mussten Sonnenscheindauer (pro Aprilmonat) und AMO in Indexwerte umgerechnet werden; das zeitliche Verhalten ändert sich dadurch nicht.

Auch wenn solche Prognosen mit Vorsicht zu genießen sind – die sonnigsten Zeiten liegen, zumindest im April, vielleicht schon hinter uns.

Verhaltener, eher kühler Jahresrest nach der Aprilkälte 2021?

Der relativ kalte April 2021 ist zunächst nur ein Einzelfall – eben Wetter. Doch wie sah die Witterung der Folgemonate nach zu kaltem April aus? Generell war der statistische Einfluss der April-Temperaturen auf alle Folgemonate seit 1881 mehr oder weniger schwach positiv (positive Korrelation – je wärmer der April, desto wärmer die Folgemonate), doch nicht signifikant; lediglich beim Juli und August kam der Zusammenhang in die Nähe der Signifikanz-Schwelle. Damit sind keine auch nur halbwegs verlässlichen Prognosen möglich. Und wird der 2021er April zu den extrem kalten gehören – solchen nämlich, deren Temperaturmittel unter der einfachen Standard-Abweichung liegt? Eher nicht. Das DWD-Aprilflächenmittel 1881 bis 2020 beträgt 7,7°C bei einer Standardabweichung von 1,6. Alle Aprilmonate ab 6°C abwärts können also als extrem kalt gelten; das war 1881, 1888, 1891, 1896, 1903, 1905, 1908, 1917, 1919, 1922, 1929, 1931, 1938, 1941, 1954, 1956, 1958, 1970, 1973, 1977 und 1980 – danach nie mehr. Keiner der folgenden Sommer war sehr warm; es gab einige mäßig warme, viele normale bis etwas kühle und viele markant kühle wie die von 1888, 1891, 1903, 1922, 1954, 1956 und 1980. Aller Voraussicht nach wird der 2021er April so zwischen 6 und 7°C liegen – da wären recht warme Sommer wie der von 1976 oder 1982 zumindest noch nicht völlig unwahrscheinlich. Ohnehin scheint etwas anderes die Temperaturen der Folge-Monate stärker zu beeinflussen – die Höhenlage der 500-hPa-Fläche im Januar über Deutschland. Lag diese, so wie auch 2021, deutlich zu niedrig, so folgte meist ein eher kühler Jahresrest (Februar bis Dezember). Auf diesen Umstand hatte der Autor hier und hier schon hingewiesen. Aber wie sieht es aus, wenn ein wenigstens mäßig-kalter oder sehr kalter April einem Januar mit deutlich zu geringer Geopotentialhöhe folgte? In diesen fünf Fällen seit 1948 (erst ab da sind verlässliche Daten über die Geopotentialhöhe verfügbar), nämlich 1954, 1965, 1979, 1984 und 1986, war die Folge-Witterung stets sehr durchwachsen – neben kürzeren Hitzewellen überwogen zwischen Mai und September meist kühle Phasen. Auch wenn nur fünf Fälle für eine sichere Bewertung natürlich nicht ausreichen, deutet sich immer mehr ein höchstens mäßig-warmes Jahr 2021 an. Vielleicht lassen aber die (noch) andauernde AMO-Warmphase sowie die infolge der geringen Sonnenaktivität sehr markanten Zirkulationsstörungen noch etwas Hoffnung auf längere, warme Schönwetterperioden, zumal der Luftdruck des Aprils auffallend hoch war, was aber nur im August und November merkliche, aber nicht signifikant positive Auswirkungen auf deren Temperaturen hatte. Außerdem könnte ein Übergang der QBO in die Ostwind-Phase Extremwetter-Ereignisse im weiteren Jahresverlauf begünstigen.

Langfristig wieder kühlerer April in Deutschland?

Wie wir schon gesehen hatten, unterliegen die hiesigen Apriltemperaturen periodischen Schwankungen, welche überwiegend von der AMO und der Sonnenscheindauer gesteuert werden. Es wäre äußerst fahrlässig, anzunehmen, die steigende CO2-Konzentration könnte diesen Rhythmus außer Kraft setzen. Vielleicht hilft zur realistischen Zukunftsbewertung ein Blick in die Vergangenheit. In Zentralengland liegt ein halbwegs vertrauenswürdiges Flächenmittel der Apriltemperaturen bis 1659 zurück vor; es erfasst damit sowohl die (vermutlich) kälteste Klimaphase der letzten 2.000 Jahre – das „Maunder-Minimum“ um 1690 innerhalb der „Kleinen Eiszeit“ als auch die aktuelle Warmphase:

Abbildung 7: In der aktuellen Warmphase um (2010) gibt es mit 2007 und 2011 nur zwei herausragend warme Aprilmonate, ansonsten unterscheidet sich diese nicht von früheren Warmphasen. Die Langfrist-Erwärmung beträgt seit 1659, also über mehr als 360 Jahre, nur 1 Kelvin – das ist alles andere als beunruhigend. Das mögliche Ende der aktuellen Warmphase deutet sich an; und der auch in England recht kühle 2021er April ist noch gar nicht in der Grafik enthalten.

Diese Erkenntnisse lassen sich im Großen und Ganzen auch auf Deutschland übertragen – in naher Zukunft sind Stagnation oder gar Abkühlung viel wahrscheinlicher, als eine weitere Erwärmung. Einen möglichen Hinweis dafür liefert auch das Häufigkeitsverhalten der Großwetterlagen, welches für Mitteleuropa seit 1881 vorliegt.

Abbildung 8: Seit Aufzeichnungsbeginn (1881) überwogen im April meist Nordwetterlagen (blau), im sehr kalten April 1938 gar an allen 30 Apriltagen. Die Dominanz warmer Südlagen seit dem späten 20. Jahrhundert gipfelte im sehr warmen April 2009 mit 27 Tagen und scheint aktuell zu enden – beide Kurven nähern sich wieder an, und der an Nordwetter reiche April 2021 ist noch gar nicht in der Grafik enthalten.

Kalter, trüber April 2021 – hat er auch gute Seiten?

Eine alte Bauernregel beantwortet diese Frage recht eindeutig: „April, der viel Spektakel macht, bringt Korn und Heu in voller Pracht.“ Selbst wenn solche Regeln immer auch ein bisschen Wunschdenken ausdrücken – ganz falsch sind sie selten; die etwas höheren Niederschlagsmengen im Vergleich zu den Vorjahren kommen der Vegetation zugute. Sollten auch im Mai/Juni ausreichende Niederschläge fallen, was sich aber kaum vorhersagen lässt, so könnte es eine sehr gute Getreideernte 2021 geben.

 




Düngung durch Kohlen­dioxid und Gentechnik-Getreide sind die Schlüssel, um Hunger zu beenden

Tatsache ist, dass das meiste pflanzliche Leben entstand, als der Kohlendioxidgehalt viel höher war als er heute ist. Während der letzten Eiszeit sank der Kohlendioxidgehalt in der Atmosphäre auf gefährlich niedrige Werte: nur 180 Teile pro Million (ppm). Pflanzen beginnen zu sterben, wenn der Kohlendioxidgehalt bei oder unter 150 ppm liegt, weil sie dann nicht mehr in der Lage sind, das Sonnenlicht für die Photosynthese von Nahrung aus Kohlendioxid und Wasser zu nutzen. Nachdem die Erde die letzte Eiszeit hinter sich gelassen hatte, stieg der Kohlendioxidgehalt wieder auf ca. 280 ppm, was immer noch weit unter den Werten lag, die zu Beginn der Besiedlung von Land seitens der Pflanzen.

Die Zugabe von ca. 135 ppm Kohlendioxid in die Atmosphäre hat dazu beigetragen, den Hunger unermesslich zu reduzieren.

Seit der weit verbreiteten Entwicklung und Nutzung fossiler Brennstoffe sind Armut und Hunger in der Welt rapide zurückgegangen. Obwohl seit 1968 3,2 Milliarden Menschen hinzugekommen sind, sind Armut und Hunger schneller zurückgegangen als zu jedem anderen Zeitpunkt in der Geschichte der Menschheit. Obwohl weltweit immer noch 840 Millionen Menschen unterernährt sind, ist die Zahl der Hungernden nach Angaben der Vereinten Nationen seit 1990 um zwei Milliarden zurückgegangen. Untersuchungen zeigen, dass heute 17 Prozent mehr Nahrungsmittel pro Person zur Verfügung stehen als noch vor 30 Jahren – und das alles in der Zeit eines angeblich gefährlichen Klimawandels.

Der Grund ist nicht schwer zu finden. Der Anstieg der atmosphärischen Kohlendioxidkonzentration hat die landwirtschaftliche Produktion pro Einheit Anbaufläche bei C3-Getreide (wie Reis, Weizen, Hafer, Baumwolle und immergrüne Bäume) um 70 Prozent, bei C4-Getreide (wie Sorghum, Mais und verschiedene Gräser) um 28 Prozent, bei Obst und Melonen um 33 Prozent, bei Hülsenfrüchten um 62 Prozent, bei Wurzel- und Knollengewächsen um 67 Prozent und bei Gemüse um 51 Prozent erhöht.

Tausende von Experimenten und die Arbeit von Agronomen, Botanikern, Landwirten und Gewächshaus-Betreibern weltweit zeigen, dass sowohl Nutzpflanzen als auch Nicht-Nutzpflanzen bei höheren Kohlendioxidwerten besser gedeihen.

Fossile Brennstoffe sind ein wesentlicher Bestandteil der groß angelegten Nahrungsmittelproduktion, die sich als entscheidend für die Ernährung der wachsenden Weltbevölkerung erwiesen hat. Benzin- und dieselbetriebene Traktoren werden für das Pflanzen, Düngen und Ernten von Nutzpflanzen sowie für den Transport und die Pflege von Nutztieren eingesetzt. Benzin- und dieselbetriebene Lastwagen liefern die Ernte an Lagerhäuser, Verkaufsregale, Speisekammern und Notunterkünfte. Fossile Brennstoffe treiben Bewässerungssysteme an und sorgen für klimatisierte Lagerräume und Kühlsysteme, damit die Ernte nicht verrottet oder von Schädlingen zerfressen wird. Darüber hinaus sind fossile Brennstoffe die Grundlage für moderne chemische Düngemittel und Pestizide, die das Wachstum der Ernte verbessern und beschleunigen und Verluste durch Unkraut, Insekten und andere Schädlinge verhindern.

Fossile Brennstoffe und die absehbare Menge an Kohlendioxid können jedoch wahrscheinlich nicht allein den Hunger beseitigen und die wachsende Weltbevölkerung mit einer ausreichend nahrhaften Tagesration versorgen. Hier kommen gentechnisch veränderte Nutzpflanzen (genetically modified crops, GMC) ins Spiel.

Um die wachsende Weltbevölkerung zu ernähren, ist eine industrielle Landwirtschaft auf Steroiden erforderlich, wobei große Farmen bis 2050 300 Prozent und bis 2100 500 Prozent mehr Nahrungsmittel produzieren werden. Selbst wenn alles Land gleichermaßen als Ackerland genutzt werden könnte (was nicht der Fall ist) und wir massive neue Süßwasserquellen für die Pflanzenproduktion finden könnten, wäre eine erhebliche Ausweitung der aktiv bewirtschafteten Fläche eine Katastrophe für Wildtiere und einheimische Pflanzen. Der Grund dafür ist, dass die Flächen, die am ehesten für die Landwirtschaft umgewandelt werden, Wälder, Weideland und andere Wildnisgebiete sind.

Die effizienteste, effektivste und umweltfreundlichste Strategie für die Ernährung einer größeren Anzahl von Menschen besteht darin, die derzeit bewirtschafteten Flächen intensiver zu bewirtschaften, indem die besten Technologien eingesetzt werden, einschließlich eines hohen Einsatzes von Pestiziden und Düngemitteln und einer breiteren Verwendung von GVOs.

In den letzten 20 Jahren habe ich ausführlich über die Vorzüge des Einsatzes der Biotechnologie geschrieben, um die Ernteerträge und die Ernährung zu verbessern, die Resistenz gegen Schädlinge zu erhöhen und die Fähigkeit der Pflanzen zu verbessern, zu wachsen und Inputs wie Wasser und Mineralien im Boden angesichts extremer Klima- und Wetterbedingungen effizienter zu nutzen. Diejenigen, die sich gegen die Gentechnik aussprechen, sind entweder falsch informiert – ignorant gegenüber der überwältigenden Menge an Beweisen und der Wissenschaft, die wiederholt gezeigt hat, dass die Technologien sicher sind – oder sie sind Misanthropen, also Menschenfeinde.

In einem kürzlich erschienenen Artikel erörtert der indische Forscher Vijay Jayaraj wortgewandt, wie gentechnisch veränderte Nutzpflanzen, die wohl am gründlichsten geprüften Produkte, die jemals entwickelt wurden, für die Lösung der immer noch bestehenden Hungerkrise unerlässlich sind:

Mit dem Fortschritt der Gentechnologie können Wissenschaftler jetzt noch größere Verbesserungen mit höherer Präzision in kürzerer Zeit [als durch konventionelle Kreuzung] erreichen. Viele [GMCs] sind wissenschaftlich getestet, von den weltbesten medizinischen Agenturen zugelassen und von Hunderten von Nobelpreisträgern für sicher erklärt.

Mehr als 100 unabhängige, US-amerikanische, europäische und internationale wissenschaftliche Gesellschaften haben G.M.-Pflanzen für ihre Sicherheit zugelassen und erkennen an, dass sie kein Risiko für die Umwelt oder die menschliche Gesundheit darstellen.

Laut Wissenschaftlern sind die Vorteile von G.M.-Pflanzen u.a. höhere Erträge, verbesserte Qualität und Anpassungsfähigkeit an bestimmte abiotische und biotische Stressfaktoren wie Trockenheit, Schädlinge und Krankheiten.

Eine Studie, die die Auswirkungen von G.M.-Pflanzen auf die Umwelt weltweit untersuchte ergab, dass durch den Einsatz von G.M.-Pflanzen zwischen 1996 und 2008 352 Millionen Kilogramm weniger Pestizide versprüht wurden.

G.M.-Varianten von Reis, Mais, Weizen, Baumwolle, Raps, Kartoffeln, Auberginen, Kürbis, Sojabohnen, Papaya und Zuckerrüben sind bereits zugelassen und werden weltweit auf mehr als 185 Millionen Hektar kommerziell angebaut.

Menschen und Wildtiere auf der ganzen Welt würden von der weiteren Entwicklung und dem breiteren Einsatz von GMCs profitieren. Darüber hinaus würden die größten Vorteile den Ärmsten der Armen in Afrika, Asien sowie Mittel- und Südamerika zugute kommen, also den Gebieten, in denen noch immer bittere Armut, Hunger und Unterernährung bei einem großen Teil der jeweiligen Bevölkerung herrschen.

Der Klimawandel, was auch immer seine Ursachen und Auswirkungen sein mögen, verursacht heute und in Zukunft nicht annähernd so viel menschliches Leid wie Hunger und Unterernährung und die Übel, die sie mit sich bringen, wie frühzeitige Kindersterblichkeit und verkümmerte körperliche und geistige Entwicklung. Das ist seit dem Ende der letzten Eiszeit so und wird wohl auch bis zur nächsten Eiszeit so bleiben.

[Hervorhebung vom Übersetzer]

Quellen: Cornwall Alliance; National Center for Policy Analysis; Roanoke Times; Nongovernmental International Panel on Climate Change; Climate Realism

Link: https://www.heartland.org/news-opinion/news/carbon-dioxide-fertilization-and-biotech-crops-are-the-keys-to-ending-hunger

Übersetzt von Chris Frey EIKE

 




Monatlicher Kältereport…

In diesem Report nimmt naturgemäß die jüngste Kältewelle in Europa den größten Raum ein. Aber auch anderswo kommt es wie üblich zu besonderen Kalt-Ereignissen. – Ende Einführung

Kein Anzeichen von Frühling in Alaska

3. April: Sogar in Fairbanks selbst ist es kalt für den April, und es ist mehr Schnee vorhergesagt. In anderen Gebieten herrschen Schneesturm-Bedingungen, und Stromausfälle sind aufgrund von Schneebruch möglich. Ein großer Wintersturm wird die Westküste und das Landesinnere bis zum Wochenende treffen.

Link: https://www.iceagenow.info/no-sign-of-spring-in-alaska/https://www.iceagenow.info/cold-invades-western-europe-record-cold-in-scotland/

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Kälte-Einbruch in Westeuropa – Rekord-Kälte in Schottland

6.April: Ab dem 5. April lagen die Länder Westeuropas [das nach amerikanischer Lesart auch noch unser Land umfasst; A. d. Übers.] auf der kalten Rückseite eines mächtigen Tiefdruckwirbels.

In vielen Städten Englands traten Rekord-Minima der Temperatur auf. In Aberdeen sank die Temperatur auf –3,4°C. Damit war ein Rekord aus dem Jahr 1984 mit einer Temperatur von –3,2°C gebrochen worden.

Link: https://www.iceagenow.info/cold-invades-western-europe-record-cold-in-scotland/

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Und nochmals nach Alaska:

Rekord-Schneefälle in Alaska

[Hinweis: Sämtliche Angaben in Inches im Olriginal sind hier gleich in cm umgerechnet]

7. April: Bzgl. Schneefall wurde der bisherige Rekord aus dem Jahr 1948 gebrochen.

In Fairbanks wurden am Montag Schulen geschlossen, musste sich das Gebiet doch aus über 30 cm Neuschnee ausgraben – gebietsweise auch noch viel mehr – der über das Oster-Wochenende gefallen war.

Die mittlere Neuschneemenge im April beträgt für den ganzen Monat ca. 7 cm.

Um 9 Uhr morgens am Montag ergaben inoffizielle Messungen bis zu 50 cm Neuschnee. Die offizielle Messung an der University of Alaska in Fairbanks ergab ca. 30 cm.

Den Messungen des Wetterdienstes zufolge ist das ein neuer Zwei-Tage-Rekord für April in Fairbanks. Der bisherige Rekord stand bei 29 cm im Jahre 1948.

Link: https://www.iceagenow.info/record-snowfall-in-alaska-2/

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Neue Kälte-Rekorde in Frankreich

8. April: Im April 2021 wurde eine ganze Reihe von Kälterekorden gebrochen, die bsi zum Jahre 1938 zurück reichen.

Eine Kältewelle hat Frankreich in der Nacht zum 6. April so stark getroffen, dass eine Reihe von Tiefsttemperaturrekorden aufgestellt wurde. Die Verschlechterung der Wetterbedingungen war vor allem in den nördlichen und zentralen Teilen des Landes spürbar. In einigen Regionen wurde eine Warnung vor einer Welle von Kälte, Schnee und Eis auf den Straßen herausgegeben. In der Region Haute-de-France sank die Lufttemperatur in der Nacht auf -6,9 °C, im Zentrum des Landes und im Loiretal stellenweise auf -6,4 °C.

Link: https://www.iceagenow.info/broken-cold-records-in-france/

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Neue Allzeit-Kälte-Rekorde in Slowenien – teilks unter –20°C

9. April: Zahlreiche, teils fast 100 Jahre zurück liegende Rekorde sind durch extreme Kälte in ganz Europa gebrochen worden.

Viele Gebiete in Slowenien verzeichneten ihren kältesten Aprilmorgen der letzten 100 Jahre! Die offizielle meteorologische Station Nova vas na Blokah (ca. 1350 m ü. NN) erreichte einen Tiefstwert von -20,6 °C und stellte damit einen neuen nationalen Rekord für den Monat April seit Beginn der Aufzeichnungen auf. Der bisherige Rekord an der Station Nova vas lag bei -18,0 °C, aufgestellt am 4. April 1970. Einen weiteren Rekord gab es mit -26,1 °C an einer inoffiziellen Wetterstation im Dorf Retje bei Loški Potok.


[Es folgen diverse Einzelwerte von Stationen aus Slovenien und Kroatien]

Alle diese Gebiete und viele andere liegen in niedrigeren Lagen, so dass im Frühjahr die Begrünung und die Blüte der Bäume bereits begonnen hatte. Die Schäden an der Vegetation variieren daher von erheblich bis vollständig.

Link: https://www.iceagenow.info/slovenia-breaks-all-time-april-record-with-below-20c/

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Frankreich erklärt den „Landwirtschafts-Notstand“ nach Rekord-Kälte – schwerer Schneesturm in Belgien

Der Notstand wurde ausgerufen, nachdem Frost schwere Schäden in der Landwirtschaft angerichtet hatte.

Landwirte in ganz Frankreich erhalten Unterstützung von der Regierung, nachdem der Landwirtschaftsminister den Schaden, den die Kälte an den Kulturen angerichtet hat, anerkannt hat; die Kälte wird im ganzen Land anhalten.

Und in Belgien haben die Bewohner vieler Städte, darunter Brüssel, einen regelrechten Schneesturm erlebt. In einigen Gebieten fielen mehr als 20 cm Schnee.

Inzwischen ist der Winter auf den Balkan zurückgekehrt.

Nachdem die arktische Luft ganz Westeuropa überflutet hatte, breitete sie sich weiter nach Südosten aus. In der Nacht zum 9. April sank die Temperatur in den Bergen Bulgariens und Rumäniens auf -17°C.

[Es folgen diverse Links zu den Angaben]

Link: https://www.iceagenow.info/france-declares-farming-disaster-after-record-cold-blizzard-in-belgium/

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Historischer“ Frost dezimiert die Ernte französischer Weinproduzenten

10. April: Französische Obstbauern und Winzer warnen, dass der Großteil ihrer diesjährigen Ernte („80 bis 90 Prozent“) durch den Frost in dieser Woche verloren gegangen ist.

„Keine Region ist verschont geblieben: Rüben, Raps, Gerste, Weinreben, Obstbäume“, betonte der nationale Verband der Bauerngewerkschaften (FNSEA).

„Es ist historisch wegen der Intensität des Frostes und der Ausdehnung der betroffenen Gebiete: niemand wurde in Saône-et-Loire verschont. Es ist außergewöhnlich“, sagte Thomas Canonier, Weinberater bei Vinipôle Sud-Bourgogne.

Der Präsident des nationalen Verbandes für Äpfel und Birnen warnte auch, dass „Pfirsiche, Nektarinen, Aprikosen in diesem Jahr selten in den Regalen zu finden sein werden“ wegen der jüngsten tiefen Temperaturen.

Link: https://www.iceagenow.info/historic-freezes-decimate-french-winemakers-harvest/

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[Auch die GWPF meldete sich bzgl. der Kälte:]

Von Europa bis nach Alaska: in manchen Gebieten der Welt ist es derzeit außerordentlich kalt

The Washington Post

Eisige, aus der Arktis nach Süden strömende Luft hat Europa und Alaska überflutet. Damit erlitt der Frühling einen herben Rückschlag, und vielfach wurden Langzeit-Rekorde gebrochen.

In Europa ist die Kälte ein Schock, der die Region nur wenige Tage nach einem Ausbruch von frühsommerlicher Wärme erfasst hat. Einige Gebiete, die in der vergangenen Woche das wärmste März-Wetter seit Beginn der Aufzeichnungen erlebten, müssen nun das kälteste April-Wetter ertragen. In der Schweiz und in Slowenien wurden am Mittwoch Rekord-Tiefsttemperaturen für den April gemessen, während Donnerstag früh in Teilen Frankreichs und Italiens zum zweiten Mal in Folge Rekord-Kälte herrschte.

Währenddessen könnte die Temperatur in Alaska in den kommenden Tagen auf bis zu minus 50 Grad sinken und damit den niedrigsten Wert, der dort im April gemessen wurde, brechen.

Extreme Kälte und Schnee in Europa

Nach dem Durchzug einer Kaltfront aus der Arktis stürzten die Temperaturen in vielen Gebieten Europas in den Keller. Mittwoch früh waren an zahlreichen Orten in Mittel- und Westeuropa neue April-Kälterekorde verzeichnet worden.

Es folgt im Original eine längere Liste mit Einzelwerten an bestimmten Orten]

Link: https://www.thegwpf.com/from-europe-to-alaska-parts-of-the-world-are-exceptionally-cold-right-now/

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wird fortgesetzt …

Zusammengestellt und übersetzt von Chris Frey EIKE