Ein robustes Gleichgewicht

Willis Eschenbach

Die Albedo ist der Prozentsatz des einfallenden Lichts, der von einem Objekt reflektiert wird. Seit Jahren lese ich immer wieder, dass der Verlust des arktischen Meereises eine positive Rückkopplung darstellt. Das ist logisch – die Erwärmung führt zu weniger Eis, weniger Eis verringert die Oberflächen-Albedo; eine geringere Oberflächen-Albedo bedeutet, dass mehr Sonnenlicht absorbiert wird; mehr absorbiertes Sonnenlicht führt zu einer stärkeren Erwärmung. Positive Rückkopplung. Was ist daran falsch?

Das IPCC sagte beispielsweise im Jahre 2019:

Rückkopplungen durch den Verlust des sommerlichen Meereises und der Frühjahrs-Schneedecke an Land haben zu einer verstärkten Erwärmung in der Arktis beigetragen (hohes Vertrauen).

Wim Rost wies mich auf einen interessanten Artikel der NASA aus dem Jahre 2007 hin, in welchem es zu der Albedo in der Arktis heißt:

Obwohl Meereis und Schneebedeckung in der Arktis zwischen 2000 und 2004 merklich zurückgegangen waren, gab es keine erkennbare Veränderung der Albedo, die an der Obergrenze der Atmosphäre (TOA) gemessen wurde: Der Anteil des von der Arktis reflektierten Lichts hatte sich nicht verändert. Mit anderen Worten: Die Albedo-Rückkopplung des Eises, die nach den meisten Klimamodellen die globale Erwärmung letztlich verstärken wird, hatte offenbar noch nicht eingesetzt.

Kato verstand schnell, warum: Nicht nur ist der durchschnittliche Wolkenanteil der Arktis an Sommertagen groß genug – im Durchschnitt 0,8 oder 80 Prozent -, um Veränderungen des Meereises zu verbergen, sondern eine Zunahme der Bewölkung zwischen 2000 und 2004 verdeckte auch jegliche Auswirkungen, die Meereis- und Schneeverluste auf die Fähigkeit der Arktis, einfallendes Licht zu reflektieren. Den MODIS-Beobachtungen zufolge hat der Wolkenanteil zwischen 2000 und 2004 um 0,65 Prozent pro Jahr zugenommen. Wenn sich dieser Trend fortsetzt, ergibt sich eine relative Zunahme von etwa 6,5 Prozent pro Jahrzehnt. Zumindest während dieses kurzen Zeitraums, so Kato, scheint die zunehmende Bewölkung in der Arktis den erwarteten Rückgang der Albedo durch schmelzendes Meereis und Schnee ausgeglichen zu haben.

Wim schlug vor nachzuschauen, ob dieser Prozess, bei dem die Veränderungen der Wolken-Albedo den Veränderungen der Oberflächen-Albedo entgegenwirken, bis heute anhält.

Glücklicherweise ermöglichen es uns die CERES-Daten, die Trends sowohl der Oberflächenalbedo als auch der Albedo an der Oberseite der Atmosphäre (TOA) zu berechnen. Zunächst die Entwicklung der Oberflächen-Albedo in Prozent pro Jahr auf einer Basis von 1° Breitengrad und 1° Längengrad.

Abbildung 1. Atlantik- und pazifikzentrierte Ansichten des Trends der Oberflächenalbedo, in Prozent pro Jahr. Saisonale Schwankungen wurden entfernt.

Wie erwartet, hat sich die Albedo in der Arktis aufgrund des Rückgangs des arktischen Meereises in den letzten 21 Jahren tatsächlich erheblich verringert. Sie ist um 0,28 % pro Jahr gesunken, insgesamt also um fast 6 % über den Zeitraum von 21 Jahren. Beachten Sie auch, dass die Pole der einzige Teil der Oberfläche sind, der einen signifikanten Trend aufweist.

Weiter geht es mit dem Trend der Albedo an der Obergrenze der Atmosphäre (TOA):

Abbildung 2: Atlantik- und pazifikzentrierte Ansichten des Trends der TOA-Albedo, in Prozent pro Jahr. Saisonale Schwankungen wurden entfernt.

Erstaunlich. Der Anstieg der Wolkenalbedo hat den Rückgang der arktischen Oberflächenalbedo fast vollständig ausgeglichen. Die Veränderung beträgt nur sechs Hundertstel eines Prozents pro Jahr und geht im Grunde im Rauschen unter. Der Effekt der Wolken hat die Polarregionen wieder mit dem Rest des Planeten in Einklang gebracht.

Dies hat mich dazu inspiriert, die Korrelation zwischen der Oberflächenalbedo und der Wolkenalbedo über den gesamten Zeitraum zu untersuchen. Eine positive Korrelation zwischen zwei Variablen bedeutet im Allgemeinen, dass bei einem Anstieg der einen Variable auch die andere zunimmt. Negative Korrelation bedeutet, dass sie sich in entgegengesetzte Richtungen bewegen. Abbildung 3 zeigt dieses Ergebnis:

Abbildung 3: Korrelation, Oberflächenalbedo und Wolkenalbedo.

Auch dies ist höchst interessant. Sie zeigt, dass die Wolkenalbedo nicht nur den Albedoänderungen des Meereises entgegenwirkt. Sie wirkt auch den Änderungen der Oberflächenalbedo durch Schnee und Landeis entgegen. Und nicht nur das: Im Bereich des Meereises liegt die Korrelation bei etwa -1, was bedeutet, dass sich die Oberflächenalbedo und die Wolkenalbedo nahezu entgegengesetzt bewegen.

Aus Abbildung 3 ist ersichtlich, dass die Korrelation über dem Land fast überall negativ ist. Über dem Ozean jedoch ist die Korrelation eindeutig mit der Temperatur verbunden. Wie das Streudiagramm in Abbildung 4 zeigt, wirken die Wolken überall dort, wo die Temperatur des Ozeans unter etwa 22 °C liegt, jeder Änderung der Oberflächenalbedo entgegen.

Abbildung 4: Streudiagramm, das die Korrelation der Entwicklung der Wolken- und Oberflächenalbedo mit der Oberflächentemperatur zeigt. Die Daten sind die 21-Jahres-Durchschnittswerte für jede einzelne Gitterzelle. Die gelb/schwarze Linie ist eine LOWESS-Glättung der Daten.

Auch hier ist die negative Korrelation im Meereisgebiet, wo die 21-Jahres-Durchschnittstemperaturen um den Nullpunkt liegen, nahezu perfekt.

Diskussion

Mit diesen Ergebnissen im Hinterkopf möchte ich auf die IPCC-Behauptung von 2019 zurückkommen:

Rückkopplungen durch den Verlust des sommerlichen Meereises und der Frühjahrsschneedecke an Land haben zu einer verstärkten Erwärmung in der Arktis beigetragen (hohes Vertrauen).

Beachten Sie, dass trotz der IPCC-Behauptung „hohes Vertrauen“ die Ergebnisse von Kato aus dem Jahr 2007 und die oben gezeigten neueren CERES-Daten zeigen, dass Rückkopplungen durch Veränderungen des Meereises und der Schneebedeckung in keiner Weise zu einer verstärkten Erwärmung in der Arktis beigetragen haben. Wolkenveränderungen gleichen diese Meereis- und Schneeveränderungen fast vollständig aus. Kurz gesagt, die Behauptung des IPCC ist übertrieben.

Dies verdeutlicht das Problem mit der Behauptung, dass wir alle auf den „97%-Konsens“ hören sollten … er ist bedeutungslos. Wissenschaft ist der Prozess des Umstürzens eines Konsens‘.

Link: https://wattsupwiththat.com/2021/10/03/a-robust-balance/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Meldung des Tages: Rekordkalter Winter 2021 an der Deutschen Neumayer-Station (Antarktis)

Kältester Winter an der Neumayer-Station seit Aufzeichnungsbeginn im Jahre 1985, zweitkältester war 2020

Stefan Kämpfe

In unseren links-grün dominierten, öffentlich-schlechtlichen Medien wird diese bemerkenswerte Meldung leider fehlen: Der beendete Südwinter an der deutschen Antarktis-Station Neumayer war der kälteste seit Beginn der Messreihe im Jahre 1985.

Nun macht ein einzelner, kalter Winter, der auf der Südhalbkugel von Juni bis August dauert, noch keine Klimaabkühlung. Aber der Trend seit Aufzeichnungsbeginn ist dort stark negativ – es wird kälter und nicht, wie die grüne Propaganda trommelt, wärmer.

Abbildung 1: Stark fallende Wintertemperaturen an der Neumayer-Station in der Antarktis. Diese liegt etwa auf der Breite Nordnorwegens – nur eben auf der Südhalbkugel. Ähnlich kalt wie die Rekordwinter 2021 und 2020 war dort nur der Drittplatzierte von 1989 mit minus 28,3°C.

Nun könnte man ja einwenden, dass es sich bloß um eine einzelne Station handele. Aber auch das Meereis der Antarktis war in diesem Südwinter sehr ausgedehnt:

Abbildung 2: Verlauf der antarktischen Meereisbedeckung von Juli bis Anfang Oktober 2021 in Millionen Quadratkilometer. Blau 2021, dunkelgrün 2020, dunkelgrau Median 1981 bis 2010. Im Juli/August lag die Eisbedeckung stets deutlich über dem Median; was auf zu kalte Bedingungen schließen lässt. Mit Beginn des antarktischen Frühlings (Anfang September) nahm sie rasch ab; gegenwärtig liegt sie wieder unter dem Median. Quelle http://nsidc.org/arcticseaicenews/

Und auch vor unserer Haustür, in der Arktis, benahm sich das Meereis diesmal nicht so, wie uns das die links-grüne Propaganda stets eintrichtert.

Abbildung 3: Verlauf der arktischen Meereisbedeckung von Juli bis Anfang Oktober 2021 in Millionen Quadratkilometer. Blau 2021, dunkelgrün-gestrichelt 2012, dunkelgrau Median 1981 bis 2010. Die Eisbedeckung lag seit Ende Juli weit über der des Rekord-Minimums von 2012. Mit Beginn des arktischen Herbstes (Mitte September) begann sie wieder zu wachsen. Quelle http://nsidc.org/arcticseaicenews/

Das NSIDC schreibt dazu:

Arctic sea ice at highest minimum since 2014

September 22, 2021

On September 16, Arctic sea ice likely reached its annual minimum extent of 4.72 million square kilometers (1.82 million square miles). The 2021 minimum is the twelfth lowest in the nearly 43-year satellite record. The last 15 years are the lowest 15 sea ice extents in the satellite record. The amount of multi-year ice (ice that has survived at least one summer melt season), is one of the lowest levels in the ice age record, which began in 1984.

Quelle http://nsidc.org/arcticseaicenews/

Katastrophale Klimaerwärmung an den Polen – nur in unseren Medien.

 




Kältereport Nr. 27

Einführung des Übersetzers: Diese und alle weiteren Kältereports speisen sich überwiegend aus der Quelle Electroverse. Es ist jedoch natürlich nicht auszuschließen, dass man auf jenem Blog nach der anderen Seite etwas übertreibt. Dennoch: von den hier gemeldeten Kaltereignissen findet sich fast nie etwas in unseren Medien. Wenn diese Reports einseitig sind (was der Fall ist), sollte man sie mit den Hitze-Ereignissen in den Medien (ebenso einseitig) in Beziehung bringen. Was kommt dann heraus? Hinsichtlich des Vorzeichens von Extremwetter – Netto Null!

Seit dem letzten Kältereport ist etwas Zeit vergangen, was bedeutet, dass die Anzahl der Meldungen abnimmt. Man darf aber gespannt sein, wie sich das in der jetzt beginnenden Saison darstellt.

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Ungewöhnlich früher erster Schnee in Finnland

14.September: Die ersten Eiskristalle wurden am Montag (13. September) laut Meldung von yle.fi in Lappland beobachtet. In der Ortschaft Näkkälä im Nordwesten von Lappland wurden morgens 2 cm Neuschnee gemessen:

Abbildung 1: Ausschnitt von hier.

Aus der gleichen Quelle sgtammt die folgende interessante Graphik, in welcher das Datum der ersten Schneedecke pro Saison dargestellt ist (Mittel von 1981 bis 2010):

Abbildung 2

Link: https://electroverse.net/finland-sees-first-snow

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Erholung des arktischen Meereises setzt sich fort

22.September: Das arktische Meereis beendet seine Sommerschmelzsaison weit über der in den letzten Jahren gemessenen Mindestausdehnung – kühles und bewölktes Wetter hat dazu beigetragen, dass ein Großteil des Eises in diesem Jahr erhalten blieb.

Nach Angaben des National Snow and Ice Data Center (NSIDC) betrug die Meereisausdehnung am Mittwoch im gleitenden Fünftagesdurchschnitt 4,73 Millionen Quadratkilometer (1,83 Millionen Quadratmeilen) und lag damit weit über dem Tiefststand des vergangenen Jahres von 3,832 Millionen Quadratkilometern.

Der aktuelle Stand (3. Oktober) ist dieser:

Abbildung 3: Aktuelle Eisausdehnung, Quelle: Danish Meteorological Institute

Die Eisausdehnung liegt zwar immer noch am unteren Rand einer Mittelkurve, aber deutlich über der Eisausdehnung der Vorjahre. Wer hier einen „weiteren, wenn auch etwas verlangsamten Schwund“ herausliest, der leugnet einfach die Realitäten.

[Link siehe unten]

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Seltener Frühjahrs-Schnee in Tasmanien

22.September: Gegen Ende der Woche wird in Tasmanien seltener Schnee bis in tiefe Lagen erwartet.
Dem australischen Bureau of Meteorology (BOM) zufolge werden zwei intensive Kaltfronten am Donnerstagmorgen und Freitagnachmittag eisige Kjälte und Schnee bis in tiefe Lagen bringen werden – Schneegestöber bis auf Meereshöhe ist sogar bis zum Wochenende möglich. Die beste Zeit, um Schnee in Tasmanien zu sehen, ist und war immer der Juli und August.

Link: https://electroverse.net/arctic-ice-recovery-surprising-cooling-trend-in-antarctica-la-palma-update-australias-largest-quakes-rare-spring-snow-in-tasmania/

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Starke Schneefälle in den westlichen USA

23.September: Das fängt früh an in dieser Saison: Noch vor Ende des Monats wird erwartet, dass es in den höheren Lagen von Colorado, Utah, Wyoming und Idaho starke Schneefälle geben wird. Es kann sich eine Schneedecke teils über einem halben Meter bilden. Aber auch der Westen Montanas und Teile von Oregon und Washington bereiten sich auf einen frühen Wintereinbruch vor.

Seltener Frühjahrs-Schnee und winterliche Tiefsttemperaturen im subtropischen Queensland (Australien)

23.September: Der australische Bundesstaat Queensland erlebte in dieser Woche den kältesten Septembertag seit einem halben Jahrzehnt, während die Bewohner im Süden des Bundesstaates mit dem seltenen Frühlingsschneegestöber konfrontiert wurden.

Das Bureau of Meteorology (BOM) erklärte, dass eine „intensive Kaltluftmasse“ aus dem Süden für die Kälte in dieser Woche verantwortlich ist.

In Toowoomba beispielsweise sank die Temperatur auf -2°C.

Im Granite Belt von Queensland, wo die Temperatur bis auf den Gefrierpunkt sank, gab es Schneeregen und Schnee.

Link: https://electroverse.net/arctic-front-engulfs-europe-heavy-september-snow-to-blast-western-u-s-sub-tropical-queensland-suffers-rare-spring-snows-and-winter-like-lows/

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Rekord-früher erster Schneefall in Anchorage

24. September: Für die höheren Lagen Alaskas werden ab Donnerstagabend bis zu 50 cm globaler Erwrämungs-Segen vorhergesagt, während die Stadt Anchorage nach Angaben des Nationalen Wetterdienstes (NWS) einen 40 Jahre alten Rekord für den ersten Schneefall der Saison aufstellen wird.

Von 18.00 Uhr am Donnerstag bis 1.00 Uhr am Freitag prognostiziert der Wetterdienst 15 bis 30 cm Nassschnee auf den Anchorage Hillside und im South Fork-Gebiet von Eagle River.

Migranten erfrieren an der weißrussisch-polnischen Grenze, da die arktische Kälte Europa zu Beginn der Saison im Griff hat

24. September: In der Nähe der Grenze zwischen Weißrussland und Polen sind laut BBC in einem Wald gestrandete Migranten, die von den polnischen Grenztruppen abgewiesen wurden, mit einem Zustrom ungewöhnlich kalter Polarluft konfrontiert.

Die nächtlichen Temperaturen in dieser Region sind in dieser Woche weit unter den Gefrierpunkt gesunken, und tragischerweise sind mindestens vier Menschen ums Leben gekommen.

Link: https://electroverse.net/anchorage-to-tie-earliest-snowfall-on-record-migrants-freezing-to-death-as-early-season-cold-grips-europe/

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Frost und seltener September-Schnee in UK

30.September: Nach einem relativ milden Monat endet der September im Vereinigten Königreich mit eisiger Kälte und seltenem Schneefall – ein weiteres Beispiel für die „Schwankungen zwischen den Extremen“, die in Zeiten geringerer Sonneneinstrahlung zu erwarten sind.

Die Temperatur ist in dieser Woche in ganz Großbritannien weit unter den saisonalen Durchschnitt gefallen.

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Schwerer vor-saisonaler Schneesturm in Island

30. September: Vergessen wir bei all dem nicht das „Land aus Feuer und Eis“ – in Island hat es in dieser Woche wirklich erstaunliche Schneemengen gegeben.

Wie Morgunblaðið berichtet, wurden die Rettungskräfte am Dienstag mehr als 100 Mal zu Einsätzen gerufen, als ein heftiger Schneesturm den Norden und Westen der Insel mit starken Winden und Blizzard-ähnlichen Bedingungen heimsuchte.

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Ungewöhnlicher Schneefall tötet zwei Wanderer in Nordindien – 14 weitere sind gestrandet

30.September: Zwei Bergsteiger starben diese Woche auf dem Khemenger-Gletscher im indischen Spiti-Tal, nachdem unerwartet Kälte und Schnee eingesetzt hatten. Angehörige der indisch-tibetischen Grenzpolizei und der Armee wurden zur Rettung weiterer vierzehn Alpinisten entsandt, die noch eingeschlossen sind.

Link: https://electroverse.net/uk-suffers-freezing-lows-and-rare-sept-snows-severe-early-season-snowstorm-strikes-iceland-unseasonal-snow-kills-two-trekkers-in-india/

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Der bisherige tiefste jemals auf der Erde gemessene Temperaturwert für Oktober wackelt

1.Oktober: Der Planet Erde ist weit davon entfernt, sich zu erwärmen, und scheint an der Schwelle zur nächsten großen Abkühlungsepoche zu stehen, die durch eine historisch niedrige Sonnenaktivität verursacht wird.

Auf dem antarktischen Plateau wird derzeit außergewöhnliche Kälte registriert.

Am ersten Tag des Oktobers verzeichnete die russische Basis Vostok eine erstaunliche Tiefsttemperatur von -79,4°C – dieser Wert liegt nur 0,6 °C über der weltweit niedrigsten Temperatur, die jemals in einem Oktober gemessen wurde (an der ehemaligen Plateau-Station, ebenfalls in der Antarktis).

[Siehe dazu auch hier]

Daher sind die folgenden Meldungen nicht überraschend:

Extreme antarktische Kaltluftausbrüche nach Australien, Südamerika und Südafrika

1. Oktober: Ein schwacher und stark mäandrierender Jetstream treibt einen Teil der anomalen antarktischen Kälte ungewöhnlich weit nach Norden.

Auf der Südhalbkugel ist der Frühling bereits in vollem Gange, doch die drei großen Landmassen der Südhalbkugel leiden alle unter spätem Frost.

Für Australien wird eine winterliche Front vorhergesagt, die den größten Teil des Kontinents erfassen wird.

Ähnlich verhält es sich in Südamerika, wo nach einem Winter mit Dürre und historisch niedrigen Temperaturen (die weite Teile der Kaffee- und Maisernte in Brasilien und Argentinien vernichtet haben) die ungewöhnliche Kälte anhält, insbesondere in Argentinien

Und in Südafrika dürften weitere Temperatur-Kälterekorde auftreten, da sich auch hier polare Kälte aus der Antarktis ausbreiten wird.

Wie bei den brutalen Frösten im Juli wird die eisige Luft nach Norden drängen, unter anderem in die Länder Namibia und Botswana.

Rekord-Kälte in Alaska …

Klarer Himmel und eine kalte Luftmasse haben die Temperaturen am Flughafen King Salmon in Alaska auf Rekordtiefstwerte gedrückt.


Der Tiefstwert von – 10°C am Mittwochmorgen stellte den fünften Tag in Folge einen Tagesrekord auf.
Der Tiefstwert von -10,6°C am Sonntag stellte sogar einen neuen monatlichen Tiefstwert für September auf – King Salmons niedrigste Septembertemperatur in den NOAA-Aufzeichnungen, die 80 Jahre zurückreichen bis 1941.

und Russland

Die erste wirkliche Eiseskälte der Saison (unter -20°C) ist in Russland eingezogen.
Kürzlich wurde in Delyankir, Sibirien, ein Wert von –22°C gemessen – ein neuer monatlicher Tiefstwert.

Weitere Kälterekorde wurden in letzter Zeit in Ilirnej mit –17,7 °C und in Oymyakon mit –16,1 °C gemessen.

Link zu den drei vorstehenden Meldungen: https://electroverse.net/worlds-lowest-oct-temp-under-threat-polar-fronts-to-sweep-australia-s-america-s-africa-cold-records-fall-in-alaska-russia/

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Ungewöhnlich frühe Ausbildung einer Schneedecke auf der Nordhemisphäre?

Eigenrecherche von Christian Freuer

Möglicherweise setzt in diesem Herbst auf der Nordhemisphäre ungewöhnlich früh die Bildung einer Schneedecke ein. Dies geht jedenfalls aus einer Grafik des Finnish Meteorological Institute (FMI) hervor:

Abbildung 4, Quelle

Dort macht die Erfassung einer Schneedecke im Sommer Pause und setzt Anfang Oktober wieder ein. Allerdings ist der einzelne Punkt bisher die einzige Messung, der jedoch weit oberhalb der Kurve irgendeines Mittelwertes liegt. Eine vielleicht bessere Darstellung stammt vom amerikanischen Wetterdienst NOAA, der jedoch in manchen Veröffentlichungen für einen Warm-Bias bekannt ist:

Abbildung 5, Quelle

In dieser täglich aktualisierten Fassung verläuft die Ausdehnung einer Schneedecke (eingezeichnet in dick rot) inmitten der Kurvenschar der letzten Jahre. Von einer allgemein abnehmenden Tendenz, wie es die Warmisten gerne hätten, ist nichts zu erkennen. Außerdem ist die Schneedecke in diesem Herbst derzeit ausgedehnter als im vorigen Jahr, wie der Vergleich mit der dick gezeichneten grünen Linie zeigt.

Eine täglich aktualisierte räumliche Ausbreitung von Schnee und Eis auf der Nordhemisphäre gibt es bei wetterzentrale.de:

Abbildung 7: Quelle

Nach meinem Eindruck zeigen sich auf unserer Hemisphäre für Anfang Oktober schon recht viele blaue, auf eine Schneedecke hinweisende Flächen.

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wird fortgesetzt … (mit 28)

Zusammengestellt und übersetzt von Christian Freuer für das EIKE




EV-Käufer aufgepasst: Brände, knappe Ladezeiten und Parkbeschränkungen

Ronald Stein

Nach einer Reihe von schweren Batteriebränden in Elektrofahrzeugen hat General Motors, einer der größten Fahrzeughersteller der Welt, gerade Sicherheitsempfehlungen für Bolt EVs herausgegeben:

● Parken Sie Ihren Chevy Bolt nicht in einem Umkreis von 15 Metern von anderen Fahrzeugen, falls er Feuer fängt.

● Bolt EV-Besitzern wird dringend empfohlen, nicht innerhalb eines Radius von 15 Metern zu parken, der Ihnen wichtig ist.

● Es wird empfohlen, im obersten Stockwerk oder auf einem Freideck zu parken und mindestens 15 Meter von einem anderen Fahrzeug entfernt zu parken.

● Bolt EV-Besitzer werden aufgefordert, ihr Fahrzeug nicht unbeaufsichtigt aufzuladen, auch wenn sie eine Ladestation in einem Parkdeck nutzen.

General Motors hat die Besitzer des Bolt schon zuvor auf Folgendes hingewiesen:

● die Batterie nur zu 90 Prozent aufzuladen,

● häufiger aufzuladen,

● und zu vermeiden, dass die Batterie auf weniger als 70 Meilen Restreichweite entladen wird.

● Außerdem sollten sie das Fahrzeug im Freien parken.

Die jüngste Sicherheitsankündigung von General Motors erfolgte, nachdem das Unternehmen alle 143.000 Bolts wegen Brandgefahr zurückgerufen hatte, um neue Batteriemodule zu ersetzen. Diese Rückrufaktion könnte GM rund 1,8 Milliarden Dollar kosten, wie Morningstar-Analyst David Whiston gegenüber der Detroit Free Press erklärte.

Werden andere Hersteller von Elektroautos ähnliche Sicherheitsempfehlungen an ihre potenziellen Käufer herausgeben, während die Anwälte für Produkthaftung am Rande der Bühne stehen?

International ist die Stabilität der Stromnetze zu einem Problem geworden, da die Versorgungskette der kontinuierlichen, unterbrechungsfreien Stromerzeugung aus Kohle-, Erdgas- und Kernkraftwerken zugunsten der intermittierenden Stromerzeugung aus Wind und Sonne abgeschaltet wird.

UK macht sich Sorgen darüber, ob sein Stromnetz in der Lage ist, intermittierenden, sporadisch auftretenden Strom aus Wind und Sonnenschein zu verarbeiten, oder ob das Netz die gleichzeitige Aufladung von zehn Millionen Elektrofahrzeugen verkraften kann. Nach dem derzeitigen Stand der Technik und den Zukunftsszenarien ist diese Art von Netz noch nicht einmal annähernd erfunden worden. Großbritannien wird auch mehr Strom benötigen, um seinen gesamten Transportsektor elektrisch zu betreiben. Es muss ein neues Stromnetz gebaut werden.

Nach den britischen Vorschriften werden im Mai 2022 eingeschränkte Ladezeiten in Kraft treten, da neue Ladegeräte zu Hause und am Arbeitsplatz in Spitzenzeiten automatisch abgeschaltet werden müssen, um mögliche Stromausfälle zu vermeiden. Neue Ladegeräte werden so voreingestellt, dass sie von 8 bis 11 Uhr und von 16 bis 22 Uhr nicht funktionieren.

[Hervorhebung im Original]

Im Vereinigten Königreich gibt es derzeit nur 300.000 batteriebetriebene Elektrofahrzeuge auf den Straßen des Landes. Ladestationen für Elektroautos in Privathaushalten werden so voreingestellt, dass sie an Wochentagen mit hoher Nachfrage neun Stunden lang abgeschaltet werden, da die Minister Stromausfälle im nationalen Stromnetz befürchten.

Lithiumbrände sind nur sehr schwer zu löschen und setzen gefährliche und giftige Dämpfe frei, die langfristige oder sogar dauerhafte demenzähnliche Hirnschäden sowie eine Vielzahl anderer, in der Regel reversibler Schäden verursachen können. Da es sich bei Lithium-Ionen-Bränden um eine chemische Reaktion handelt, können sie nur gekühlt und nicht gelöscht werden. In manchen Fällen brennen sie mehrere Tage lang weiter. Um Brände von Lithium-Autobatterien zu löschen, riegeln die Feuerwehrleute den Bereich ab und sprühen einen feinen Wassernebel auf das Feuer, um die Temperatur zu senken, und warten dann, bis es von selbst ausbrennt. Um den Brand eines Tesla-Elektrofahrzeugs (EV) einzudämmen, benötigt die Feuerwehr unter Umständen 30.000 bis 40.000 Liter Wasser im Vergleich zu den 500 bis 1.000 Litern, die sie normalerweise für ein brennendes herkömmliches Benzinfahrzeug verwenden würde.

[Hervorhebungen im Original]

Ein wahres Alptraumszenario ist der Brand eines Elektrofahrzeugs in einer Tiefgarage unter einem Wohnkomplex oder einem überfüllten Bürogebäude. Wie soll die örtliche Feuerwehr angesichts der giftigen Abgase auf einen Brand reagieren, der selbst dann nicht gelöscht werden könnte, wenn sie ihn erreichen würde? In Deutschland geht der Trend dahin, das Parken von E-Fahrzeugen in Tiefgaragen wegen möglicher Brände der E-Akkus zu verbieten.

[Hervorhebung im Original]

E-Fahrzeuge könnten ein Geschenk für Versicherungsbetrüger sein – nehmen Sie einfach ein E-Fahrzeug in einem Gebäude ins Visier, und niemand wird den Versicherungsanspruch in Frage stellen, wenn das Gebäude abbrennt. Angesichts der unzureichenden Anzahl von Straßenparkplätzen für Geschäftsgebäude und Wohnhäuser wird ein Risiko dieser Größenordnung einen echten Einfluss darauf haben, ob E-Fahrzeuge in Parkhäusern oder auf Fähren zugelassen werden, wenn das Problem nicht schnell behoben wird.

Wenn die Anzahl der Tiefgaragenplätze in Bürohochhäusern und Wohnkomplexen begrenzt ist, stehen möglicherweise nicht genügend Straßenparkplätze zur Verfügung. Das Parken auf der Straße führt dazu, dass Unmengen von Verlängerungskabeln auf dem Boden liegen, um die E-Fahrzeuge aufzuladen, was ein attraktives Diebesgut für arme Menschen sein kann, um den Wert des Kupfers einzulösen.

Die vielen Punkte, die potentielle Käufer von Elektroautos beachten müssen, wie z.B. mögliche Brände, reduzierte Umkleidezeiten und Parkbeschränkungen, lassen nichts Gutes für die optimistischen Verkaufsprognosen für Elektroautos erahnen.

Autor: Ronald Stein is an engineer who, drawing upon 25 years of project management and business development experience, launched PTS Advance in 1995. He is an author, engineer, and energy expert who writes frequently on issues of energy and economics.

Link: https://www.cfact.org/2021/09/30/ev-buyers-beware-fires-scarce-charging-times-and-parking-restrictions/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Kann „Grüne“ Energie eine globale Verknappung von Lebensmitteln verursachen?

Vijay Jayaraj

China ist einer der größten Lebensmittelproduzenten der Welt. Kürzlich führte ein akuter Strommangel dort zu einem Rückgang der Nahrungsmittelproduktion. Dies versetzte die Märkte in Panik. Es könnte zu einer weltweiten Lebensmittelknappheit und einem Preisanstieg kommen.

Was war die Ursache für die Stromknappheit in China? Übermäßiges Vertrauen in erneuerbare Energien. Dies führte zu einer unzureichenden und unzuverlässigen Stromerzeugung. Das schadete der einheimischen Nahrungsmittelproduktion und der globalen Ernährungssicherheit.

Viele Menschen verurteilen die Kohle. Sie setzen sich für eine „grüne“ Politik ein. Doch diese führen zu Stromausfällen. Und Stromausfälle schaden der Lebensmittelproduktion, -verarbeitung und -verteilung.

Landwirtschaft benötigt zuverlässige und bezahlbare Stromversorgung

Die globale Ernährungssicherheit kann ohne billigen, konstanten Strom nicht erreicht werden. In der Türkei hat eine Untersuchung ergeben, dass ein Anstieg des Stromverbrauchs die landwirtschaftliche Produktion zwischen 1995 und 2013 erheblich stimuliert hat. Besonders wasserintensive Kulturen profitierten davon.

Eine wissenschaftliche Studie aus dem Jahr 2020 ergab, dass der „allgemeine und der städtische Stromzugang positive und signifikante Auswirkungen auf die landwirtschaftliche Produktivität“ in Afrika südlich der Sahara haben. Daher sollten sich die „politischen Entscheidungsträger auf die Förderung der Strominfrastruktur konzentrieren, die die gesamte landwirtschaftliche Wertschöpfungskette unterstützt“.

Mein Land, Indien, ist ein großer Agrarproduzent. Es subventioniert 85% der Stromkosten für seine Landwirte. Vor kurzem kam es in der Provinz Punjab zu einer Stromknappheit. Die Behörden mussten die Stromzufuhr zur Industrie unterbrechen, um die Landwirtschaft zu schützen.

Es reicht nicht aus, den Landwirten zuverlässigen und erschwinglichen Strom zur Verfügung zu stellen. Auch die Lebensmittelverarbeiter und -händler brauchen ihn. Doch Solar- und Windenergie können den Bedarf nicht decken. Eine zu große Abhängigkeit von ihnen gefährdet die Lebensmittelversorgung.

Das ist der Grund für die Vorgänge in China. „Stromausfälle sind dort zu spüren, wo etwa die Hälfte von Chinas Mais und Sojabohnen angebaut wird“, berichtet Blomberg. „Die Krise schürt die Besorgnis, dass China in diesem Jahr Schwierigkeiten bei der Ernte haben wird. …“

Wind und Sonne: Hindernisse für eine verlässliche Stromversorgung der Lebensmittelindustrie

Warum sind Wind- und Solarenergie unbrauchbar? Dass sie unberechenbar sind. Sie können nicht rund um die Uhr Strom auf Abruf liefern. In Spitzenzeiten, bei Kälteeinbrüchen oder Hitzewellen besteht hohe Ausfallgefahr. Ziehen Wolken auf, erzeugen sie keinen Strom. Für eine nahtlose Lebensmittelproduktionskette sollten erneuerbare Energien die letzte Wahl sein.

Angetrieben von übertriebenen Ängsten vor dem Klimawandel investieren die großen Agrarländer zunehmend in erneuerbare Energien. Dadurch wird jedoch Geld von konventionellen Energiequellen wie Kohle und Kernkraft abgezogen. Infolgedessen haben sie zunehmend mit Stromausfällen zu kämpfen, die vermeidbar gewesen wären.

China hat große Mengen an Wind- und Solarenergie-Anlagen in Betrieb genommen. Das Ergebnis? Große Stromausfälle, vor allem in industriellen Zentren. Dies ist einer der Hauptgründe für die Störungen in Chinas Lebensmittelindustrie.

Mein Land ist weltweit führend in der Solarenergie. Dennoch entfallen mehr als 70 Prozent der indischen Elektrizität auf Kohle. Milliarden von Dollar, die in Solar- und Windenergie investiert wurden, hätten die Kohleversorgung verbessern können, um zuverlässigen und erschwinglichen Strom zu erzeugen. Aber jetzt sind wir einem höheren Risiko von Stromausfällen ausgesetzt. Und warum? Weil das für Solaranlagen ausgegebene Geld nicht für Kohle verwendet werden kann. Ironischerweise werden Wind- und Sonnenenergie als „grün“ bezeichnet. Doch sie schwächen die Landwirtschaft und bedrohen die globale Ernährungssicherheit. Daran ist nichts „Grünes“.

Link: https://cornwallalliance.org/2021/09/can-green-energy-cause-a-global-food-shortage/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE