Analyse: Hurrikane sind während der letzten 170 Jahre weder stärker noch häufiger geworden

Pierre Gosselin

In dem neuesten Klima- und Energievideo der Website Die kalte Sonne werden die Behauptungen der Medien über immer stärkere und häufigere Hurrikane genau untersucht und kommen zu dem Schluss: „Während der letzten 170 Jahre sind Hurrikane weder häufiger noch stärker geworden.“

Nach dem Hurrikan Ida behaupteten einige Mainstream-Medien wie das ZDF, dass die Hurrikane in den letzten Jahrzehnten schlimmer geworden seien – wegen der globalen Erwärmung. Es hat sich jedoch herausgestellt, dass diese Aussage eher auf Alarmismus und Aktivismus zurückzuführen ist und nicht auf Daten beruht.

Neue Studie von Vecchi et al.

Unter Berufung auf eine neue Studie von Vecchi et al. (2021), die in der Fachzeitschrift Nature unter dem Titel Changes in Atlantic major hurricane frequency since the late-19th century erschienen ist, stellten die Autoren fest: „Die homogenisierte Aufzeichnung der HU- und MH-Häufigkeit für das gesamte Atlantikbecken zeigt keine eindeutigen Beweise für eine jahrhundertelange Zunahme der MH-Häufigkeit oder des MH/HU-Verhältnisses, die mit der jahrhundertelangen, durch Treibhausgase verursachten Erwärmung des Planeten in Zusammenhang stehen.“

[Die Bedeutung der Abkürzungen HU und MH konnte ich nicht finden. A. d. Übers.]

Die Aufzeichnung von Hurrikanen vor Beginn der Satellitenbeobachtung im Jahr 1972 basierte auf Augenzeugenberichten, was bedeutet, dass eine Reihe von Hurrikanen vor 1972 nie aufgezeichnet wurde. Nach einer Anpassung kamen die Autoren zu folgendem Diagramm:

bild

Source: Nature

Die bereinigte mittlere Häufigkeit schwerer Wirbelstürme war in den 1920er und 1950er Jahren höher als nach 2000.

Heute nichts Ungewöhnliches

Die Autoren vermuten, dass die Häufigkeit von Hurrikanen zu einem großen Teil durch die natürliche ozeanische Variabilität im Atlantik beeinflusst wird:

„Nach der Homogenisierung ist die Zunahme der Hurrikan- und schweren Hurrikanaktivität im gesamten Becken seit den 1970er Jahren nicht Teil eines jahrhundertelangen Anstiegs, sondern eine Erholung von einem tiefen Minimum in den 1960er bis 1980er Jahren. Wir vermuten, dass interne (z. B. atlantische multidekadische) Klimaschwankungen und aerosolbedingte Verringerungen der Häufigkeit großer Hurrikane Mitte bis Ende des 20. Jahrhunderts wahrscheinlich die Beiträge der Treibhausgaserwärmung im Jahrhundertmaßstab zur Häufigkeit großer Hurrikane im Nordatlantik überdeckt haben.“

Trotz der seit Mitte des 18. Jahrhunderts zu beobachtenden globalen Erwärmung um 1°C blieben Intensität und Häufigkeit der Hurrikane im Rahmen der natürlichen Variabilität und haben sich nicht erhöht. „Wenn überhaupt, dann ist es ein Rückgang“, berichtet Die kalte Sonne.

Link: https://notrickszone.com/2021/10/10/analysis-hurricanes-have-not-gotten-more-intense-frequent-over-past-170-years/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Mit Vergnügen zusehen, wie Wind- und Solarenergie bei der Versorgung der Weltwirtschaft versagen…

[… wenn es denn nicht so ernst wäre! Zusatz des Übersetzers]

Francis Menton, MANHATTAN CONTRARIAN

Man muss kein Genie sein, um herauszufinden, dass Wind- und Solarenergie die fossilen Brennstoffe bei der Energieversorgung der Weltwirtschaft niemals ersetzen werden. Der Hauptgrund dafür ist, dass Wind und Sonne nur teilweise verfügbar sind, bestenfalls weniger als die Hälfte der Zeit. Bei Wind weiß man nie, wann er weht, und im Laufe eines Jahres kann eine bestimmte Anlage im Durchschnitt etwa 30-35% der Nennkapazität produzieren, mit langen und zufälligen Perioden, in denen nichts passiert. Bei der Sonne weiß man von vornherein, dass die Hälfte der Zeit (z. B. nachts) gar nichts produziert wird, und an bewölkten Tagen fällt die Hälfte und mehr der verbleibenden Hälfte aus, wiederum zu zufälligen Zeiten. Im Jahresdurchschnitt können Sie froh sein, wenn Sie 20 % der Nennleistung einer Solaranlage erreichen.

[Hervorhebung vom Übersetzer]

Da sich die Weltwirtschaft (hoffentlich) endlich von der anderthalbjährigen Pandemie erholt hat, ist dies der Moment für Wind- und Solarenergie, um zu zeigen, was sie leisten kann. Alle fortgeschrittenen Volkswirtschaften (Europa, Großbritannien, USA, Kanada, Australien) haben die Wind- und Solarenergie seit einigen Jahrzehnten mit Dutzenden von Milliarden Dollar an Subventionen und Steuervergünstigungen gefördert. Inzwischen gibt es überall Windturbinen und Solarzellen. Gleichzeitig haben dieselben Länder Kohlekraftwerke stillgelegt, den Einsatz von Kernenergie reduziert, Fracking vielerorts verboten (in Europa, Großbritannien und in weiten Teilen der USA) und fossile Brennstoffe jeglicher Art auf hundert verschiedene Weisen behindert. Jetzt gibt es einen Nachfrageschub nach Industriegütern aller Art. Dafür braucht man Energie. Mal sehen, was der Wind und die Sonne da bewirken können!

Die Antwort lautet: Wenn sie gebraucht werden, sind sie nutzlos.

Das bringt mich zu zwei Artikeln auf der Titelseite des Wall Street Journal der letzten beiden Tage. Gestern hieß es [übersetzt] „Kohleknappheit belastet globale Volkswirtschaften“. Auszug:

Engpässe bei der Kohleversorgung treiben die Preise für diesen Brennstoff auf ein Rekordhoch und machen deutlich, wie schwierig es ist, die Weltwirtschaft von einer ihrer wichtigsten – und umweltschädlichsten – Energiequellen zu entwöhnen. Die Verknappung hat viele Ursachen – vom Boom nach der Pandemie bis hin zu Belastungen in der Versorgungskette und ehrgeizigen Zielen zur Verringerung der Kohlenstoffemissionen. Und es wird erwartet, dass sie mindestens bis zum Winter andauern wird, was in vielen Ländern die Befürchtung aufkommen lässt, dass es in den kommenden Monaten zu Brennstoffengpässen kommen könnte.

Wie stark sind die Preise gestiegen?

Die australische Kraftwerkskohle aus Newcastle, ein weltweiter Eckpfeiler, wird mit 202 USD pro Tonne gehandelt und ist damit dreimal so hoch wie Ende 2019.

Und dann von heute: „Natural Gas Shortage Sets Off a Scramble“ [etwa: „Erdgasknappheit löst ein Wettrennen aus“]. Es ist im Grunde die gleiche Geschichte wie bei der Kohle:

Käufer in Europa, Asien und Lateinamerika konkurrieren um die begrenzten Gasvorräte und versuchen, Tanks und Kavernen mit dem Brennstoff zu füllen, bevor der Winter die nördliche Hemisphäre erreicht. Die Erdgasvorräte sind weltweit erschreckend niedrig, und die Preise waren in den meisten Ländern noch nie so hoch wie in dieser Woche, nachdem sie in Europa und Asien neue Rekorde erreicht hatten. Die Nachfrage ist sprunghaft gestiegen, da sich die Volkswirtschaften von den pandemischen Stillständen erholt haben, und der Druck hat Händler, Reeder und Führungskräfte im Energiesektor unvorbereitet getroffen.

Wie wäre es mit ein paar Details zum Preis? Man stellt uns hilfreicherweise dieses Diagramm zur Verfügung:

Zum Glück sind die USA, die Heimat des Fracking, von den enormen Preissteigerungen für Erdgas, die Europa und Asien heimgesucht haben, weitgehend verschont geblieben. Wenn es nach den Idioten ginge, die im Weißen Haus sitzen und den Kongress leiten, würden wir das gleiche Schicksal erleiden wie diese Länder und noch Schlimmeres.

Und Öl? Es wird plötzlich mit 80 Dollar und mehr pro Barrel gehandelt, den höchsten Preisen seit 2014. Erwarten Sie, dass sich diese Tatsache in den nächsten Wochen oder Tagen in den Benzinpreisen an der Zapfsäule niederschlagen wird.

Aber was übersehen wir? Sollten Wind- und Solarenergie nicht einfach einspringen, um die Lücken zu füllen? Schließlich sind sie sauber und grün, wir haben viele brandneue Anlagen, und der Brennstoff ist im Überfluss vorhanden und kostenlos. Die Frage ist natürlich scherzhaft gemeint. Wind- und Solarenergie sind völlig nutzlos, wenn die Vorräte an fossilen Brennstoffen knapp sind. Man kann die Landschaft damit bedecken, aber in einer windstillen Nacht hat man nichts. Absolut nichts. Im Grunde genommen braucht man dieselbe Kapazität an fossilen Brennstoffen, als ob man überhaupt keine Wind- oder Solaranlagen gebaut hätte.

Wenn wir schon dabei sind, können wir auch gleich einen Blick auf den großen Energie-Beitrag auf der Titelseite der heutigen New York Times werfen. Das wäre „World Wants Action as China Gushes Emissions“ [etwa: „Die Welt will handeln, weil China seine Emissionen in die Höhe treibt“.] Es handelt sich um eine große dreispaltige Extravaganz, die sich über die gesamte Seite A-12 im Innenteil erstreckt. Die Quintessenz: China produziert einen großen Prozentsatz der weltweit hergestellten Waren und hat derzeit einen Mangel an Elektrizität, um die Arbeit zu erledigen, und es wird mehr Kraftwerke für fossile Brennstoffe bauen, ob es nun den Oberhäuptlingen im Rest der Welt gefällt oder nicht. Einige Auszüge:

Am nördlichen Rand einer riesigen chinesischen Fabrikstadt glänzen Schweißbrenner, als Arbeiter den Bau eines mit Gas bebetriebenen Kraftwerks abschließen – Es soll ein Kohlekraftwerk ersetzen, welches die umliegende Nachbarschaft in eine rußige Wolke gehüllt hat. Es ist eines von mehreren riesigen Gaskraftwerken, die gebaut werden, um mehr Strom in diese ausgedehnte Industriestadt mit etwa 10 Millionen Einwohnern zu pumpen, in der die steigende Nachfrage nach Strom zu Rationierungen und Stromausfällen geführt hat, die sich nun auf ganz Ostchina ausbreiten und internationale Lieferketten bedrohen. Dieser Archipel von Kraftwerken unterstreicht eine beunruhigende Realität im weltweiten Kampf gegen den Klimawandel. China verbrennt mehr fossile Brennstoffe als jedes andere Land und ist damit der größte Verursacher von Treibhausgasen, die die Erde erwärmen. Und sein unersättlicher Appetit auf Strom wird immer größer.

Aber hat China nicht alle Arten von Wind- und Solaranlagen gebaut, und auch Wasserkraft? Die Times nennt das Land den „Weltmarktführer“ in allen drei Kategorien:

China ist weltweit führend bei der Wasserkraft, bei der Solarenergie und bei der Windenergie. China hat zwar keine Flüsse mehr, die es für Wasserkraft stauen könnte, aber es hat in den letzten Jahren schneller als jedes andere Land Solar- und Windenergie ausgebaut.

Warum nutzen sie also nicht einfach diese Energiequellen, um den Strombedarf zu decken, und vergessen die Kohle und das Erdgas? Die Times wird es nie sagen, aber Tatsache ist, dass Wind- und Solarenergie nur Show sind. Sie produzieren zu zufälligen Zeiten kleine Mengen an Strom, und wenn man sie dann wirklich braucht, kann man sich nicht auf sie verlassen. Deshalb baut China weiterhin Erdgas- und Kohlekraftwerke, während es leere Versprechungen macht, diesen Prozess vielleicht eines Tages zu verlangsamen. Und nun zur Realität vor Ort:

China plant immer noch den Bau von 247 Gigawatt neuer Kohlekraftwerke. Das ist fast das Sechsfache der gesamten deutschen Kohlekraftwerkskapazität. Chinas Plan „würde tatsächlich die Fähigkeit der übrigen Welt zunichte machen“, die globale Erwärmung auf ein relativ sicheres Maß zu beschränken, sagte [John Kerry].

Aber Kerry und Konsorten haben keine wirkliche Vorstellung davon, woher die Energie für die Herstellung all dieser Produkte eigentlich kommen kann. Ein Beispiel:

Der größte Verursacher von Chinas Emissionen ist jedoch sein unersättlicher Appetit auf Stahl und Zement, die wichtigsten Zutaten für Wohntürme, Hochgeschwindigkeitszüge, U-Bahnen und andere große Bauprojekte. Die Herstellung dieser beiden Materialien ist für etwa ein Viertel der Kohlenstoffemissionen Chinas verantwortlich.

Große Mengen an Stahl und Zement mit Solarenergie herstellen? Viel Glück dabei.

Wie dem auch sei, wir sehen nach und nach die unvermeidlichen Folgen des Versuchs, echte, funktionierende Energie (fossile Brennstoffe) durch Feenstaub zu ersetzen. Das wird so lange so weitergehen, bis die Menschen mit niedrigem und mittlerem Einkommen dies begreifen und die Klimasektierer von der Macht vertreiben.

Der ganze Beitrag steht hier.

Link: https://wattsupwiththat.com/2021/10/10/having-fun-watching-wind-and-solar-failing-to-step-up-to-power-the-world-economy/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Wärmeinsel München: Betrachtung der Minimum- und Maximumtemperaturen über die letzten 30 Jahre – Kein Zusammenhang mit dem CO2-Konzentrationsanstieg

Josef Kowatsch, Matthias Baritz

In wachsenden Städten wird es wärmer, das ist inzwischen auch bereits beim Deutschen Wetterdienst in Offenbach angekommen. Da die meisten der DWD Wetterstationen sich in Wärmeinseln befinden, registriert der DWD für Deutschland insgesamt eine Erwärmung in den letzten 30 Jahren. In München etwas mehr als beim DWD-Gesamtschnitt.

Abb.1: Stark steigende Jahrestemperaturen in der großen Wärmeinsel München in den letzten 30 Jahren. Laut Trendlinie seit 1990 um 1 Grad. Der oberflächliche Beobachter resümiert sofort: CO2-Treibhauseffekt.

Wir sagen: Die Erwärmung hat natürliche Klimagründe und ist in den Städten wie München aber auch zusätzlich menschengemacht. Bekannt ist der Wärmeinseleffekt, der bereits vom Deutschen Wetterdienst bestätigt wurde. Diese zusätzliche WI-effekt Erwärmung wollen wir im folgenden Artikel nicht durch eine Gegenüberstellung von ländlichen Stationen zeigen, sondern durch die Betrachtung der Tag- und Nachttemperaturen bei derselben Station.

Wir gehen von folgender Überlegung aus: Wäre wie von den Klimafolgenwissenschaftlern behauptet, CO2 die alleinige Erwärmungsursache, dann müsste der Anstieg der Tag- und Nachtemperaturen gleich oder zumindest ähnlich sein, denn bekanntlich wirkt der Treibhauseffekt am Tage und in der Nacht.

Zur Vereinfachung nehmen wir für den Tag die Maximumtemperatur (Tmax) und für die Nacht die Minimumtemperatur. (Tmin). Wir betrachten die drei Wintermonate im Vergleich zu den 3 Sommermonaten und dann zur Überprüfung noch den Oktober. Als Zeitraum wählen wir jeweils ab 1991

Wärmeinsel München: Jahreszeit Winter. Die mittlere braune Grafik mit Trendlinie sind die Durchschnittstemperaturen, die untere Tmin, die obere graue Tmax

Abb. 2: Die Winter wurden in den letzten 30 Jahren in der Wärmeinsel München wärmer.

Bei genauer Betrachtung von Tmin und Tmax erkennen wir aber kleine Unterschiede. Die tagsüber gemessene Maximaltemperatur hat stärker zugenommen als die nachts gemessene Minimaltemperatur. Die Durchschnittslinie der Wintererwärmung ist dann tatsächlich auch der Schnitt. Außer der Heizungsnachtabsenkung kann es noch andere Gründe geben, weshalb die Nachttemperatur sich langsamer erwärmt hat: Die Sonnenstunden

Abb. 2a Die gestiegene Anzahl der Sonnenstunden (ca 135 Std. mehr) der letzten 30 Jahre ist mitverantwortlich für den Anstieg der Tmax

Wärmeinsel München: Jahreszeit Sommer

Abb.3: die mittlere Trendlinie zeigt den Temperaturverlauf der 3 Sommermonate in München, wir sehen einen Temperaturanstieg von etwa 1 Grad. Oben Tmax, unten tmin

 

Großer Unterschied zwischen Tmin und Tmax: Die nächtlichen Minimumtemperaturen sind allerdings fast gar nicht gestiegen in den drei Sommermonaten. Auffallend ist jedoch der starke Anstieg der am Tage gemessenen Tmax. Und: Die Minimaltemperaturen sind im Sommer auch in der Wärmeinsel München kaum wahrnehmbar gestiegen.

Erklärungsvorschlag: Die Sonne

Abb. 4: Auch die Sonnenstunden haben im Sommer seit 1991 in München stark zugenommen.

Die Zunahme der Sonnenstunden in den Sommermonaten beobachten wir in ganz Mitteleuropa. Die Sonne ist somit der hauptsächliche Grund, weshalb es im Sommer nicht nur in der Wärmeinsel München wärmer wurde.

Mehr Sonnenstunden bedeutet eine längere Aufheizung des Asphalts, der Häuser und Mauern, deshalb steigen auch die Maximaltemperaturen in den Städten. Die Thermometer der Wetterstationen verhalten sich wie in einem Backofen.

Dies erkennt man auch daran, dass die Anzahl der Sommertage (Tmax>25°C) und der heißen Tage (Tmax>30°C) in den letzten 30 Jahren deutlich zunehmen

Abb. 4a: zeitliche Veränderung der Anzahl der Sommertage und heißen Tage (Sommertage +18 bzw heiße Tage +9).

Minimaltemperaturen: Zwar hält sich die Wärme der versiegelnden Flächen lange in die Nacht hinein. Die Minimaltemperaturen werden deshalb oftmals erst bei Sonnenaufgang erreicht.

Zwischenergebnis:

Die drei Sommermonate wurden ebenso wie die drei Wintermonate in der Wärmeinsel München im Schnitt wärmer. Im Winter wirkt die Sonne weniger wie im Sommer. Der Hautgrund der Erwärmung ist die Heizung und im Sommer neben der wachsenden Stadt vor allem auch die Zunahme der Sonnenstunden.

Da im Winter nachts nur geringfügig weniger geheizt wird und die Sonne tagsüber weniger Erwärmungswirkung hat verhalten sich die Trendlinien von Tmin und Tmax im Winter auch ähnlich.

Im Sommer ist die Differenz der Heizleistung der Sonne zwischen Tag/Nacht hoch. Nur die gespeicherte Wärme des Betons heizt noch in die Nacht hinein, macht sich bei T-min aber kaum noch bemerkbar.

Frage: Was hat das mit Kohlendioxid zu tun: Antwort: Gar nichts.

Das angebliche Treibhausgas spielt für die Erklärung dieses unterschiedlichen Temperaturverhaltens überhaupt keine Rolle. Gäbe es den CO2-Treibhauseffekt, dann müssten die Trendlinien von Minimal- und Maximaltemperaturen ziemlich ähnlich sein.

Greifen wir zur Überprüfung unserer Vermutungen den Herbstmonat Oktober heraus.

Abb.5: Der Monat Oktober wurde in München wärmer, dabei unterscheiden sich wieder die Minimum- und die Maximumtemperaturen deutlich in ihrer Steigung.

Die Grafik der Sonnenstunden für München sieht für den Oktober so aus

Abb.6: Auch im Oktober haben die Sonnenstunden über die letzten 30 Jahre zugenommen. Aus diesem Grunde wurde der Oktober wärmer und die Tmax am Tage sind stärker gestiegen als die nächtlichen Tmin.

Der September wurde hier beschrieben.

Erg: Die bisher gezeigten Beispiele der Erwärmung in der Wärmeinsel München haben natürliche Ursachen, aber auch menschengemachte. Die Zunahme der Sonnenstunden sind Teil der natürlichen Klimaerwärmung, aber auch eine positive Wirkung der Luftreinhaltemaßnahmen in den Ballungsgebieten. Die Folge: Die Sonnenstunden erhöhen den Wärmeinseleffekt in der Stadt.

Zusammenfassung:

Mit Kohlendioxid hat diese allgemeine Wärmeinsel-Erwärmung der letzten 30 Jahre in München überhaupt nichts zu tun. Sonst müssten sich die Minimum- und Maximumtemperaturen gleich oder zumindest ähnlich verhalten.

Nur Wärmeinselstandorte zeigen je nach wärmender Standortveränderung einen weiteren Temperatur-Anstieg in den letzten 30 Jahren. Zwischen den T-min Temperaturen und der Zunahme der CO2-Konzentrationen der Atmosphäre gibt es überhaupt keinen Zusammenhang. Das zeigen die folgenden beiden Grafiken 7a/b über einen längeren Zeitraum

Abb. 7a/7b: Zwischen der weltweiten CO2-Zunahme und den nächtlichen Minimumtemperaturen auch einer Wärmeinsel wie München gibt es auch über einen längeren Zeitraum keinen Zusammenhang. CO2 steigt und die Minimumtemperaturen fallen.

 

Damit hätten wir unsere in der Überschrift aufgestellte Behauptung bewiesen.

Unser Fazit an die Politik und die Medien: Hört endlich auf mit der Verteuflung von CO2

Das irdische Leben der Erde ist auf dem Element Kohlenstoff aufgebaut. Deswegen ist die CO2-Zunahme der Atmosphäre erfreulich. Das unsichtbare Gas ist ein Düngemittel für alle Pflanzen, führt zu einem beschleunigten Wachstum, steigert die Hektarerträge und bekämpft somit den Hunger in der Welt. Ohne Kohlendioxid wäre die Erde kahl wie der Mond. Das Leben auf der Erde braucht Wasser, Sauerstoff, Kohlendioxid und eine angenehm milde Temperatur.

Unsere Vorschläge: Es wird endlich Zeit, dass Natur- und Umweltschutz in den Mittelpunkt politischen Handelns gestellt werden, und nicht das Geschäftsmodell Klimaschutz. Die ständige weitere Bebauung und Versiegelung einst freier Naturlandschaften führt bei den betroffenen Wetterstationen zu einer schleichenden Erwärmung der Durchschnittstemperaturen, die je nach Monat und Jahreszeit sehr unterschiedlich ausfallen kann. Die angeblichen klimabedingten CO2-Wetterextreme wie Hochwasserüberschwemmungen sind zwar auch menschengemacht, aber nicht durch CO2 hervorgerufen. Sie sind Folge der Flächenversiegelung und Behördenschlamperei

 




Schäden durch den Krieg gegen Kohlenwasserstoffe übersteigen diejenigen durch den Klimawandel

Ronald Stein

Man sagt uns, dass der Weltuntergang bevorsteht, wenn wir weiterhin fossile Brennstoffe verwenden, und dass wir uns zu einer Verringerung der Emissionen verpflichten müssen, um den Temperaturanstieg unter 1,5 °C zu halten, aber wir haben nichts, womit wir die potenziellen Todesopfer mit oder ohne fossile Brennstoffe vergleichen könnten.

Die Geschichte lehrt uns, dass vier der letzten fünf Erwärmungszyklen stattfanden, bevor es den Menschen und seine Verwandten überhaupt gab, was darauf hindeutet, dass die Ursachen dafür bei der Sonne und bei Mutter Natur zu suchen sind.

Der Mensch war während keiner dieser früheren Eiszeiten und Erwärmungszyklen anwesend, aber die SONNE war bei ALL diesen weltweiten Klimaveränderungen anwesend. Wetten wir gegen die Sonne? Heute hat Präsident Biden den Klimawandel als „das wichtigste Problem der Menschheit“ bezeichnet und damit angedeutet, dass die Menschheit mächtiger ist als Mutter Natur und die Sonne, welche die früheren Eiszeiten und Erwärmungszyklen verursacht hatten.

Was also, wenn sich die Erde wieder erwärmt? Zwei Fragen an die infamen „Modellierer“:

1. Wie viele Todesopfer werden von den 8 Milliarden Menschen in einem wärmeren Klima bei fortgesetzter Nutzung fossiler Brennstoffe prognostiziert?

2. Wie viele Todesopfer werden von den 8 Milliarden ohne die fossilen Brennstoffe prognostiziert, die der Grund dafür waren, dass die Weltbevölkerung innerhalb von etwa 200 Jahren von 1 auf 8 Milliarden Menschen zunehmen konnte?

Wenn wir den Empfehlungen des IPCC folgen würden, die Ölförderung einzustellen, kein Fracking mehr zu betreiben und kein Rohöl mehr zu importieren, würde die Versorgungskette zu den Raffinerien unterbrochen und die verarbeitende Industrie wäre Geschichte, d. h. es gäbe keine Kraftstoffe mehr für die Verkehrsinfrastrukturen und keine Rohölderivate, aus denen Tausende von Produkten hergestellt werden könnten, die von der weltweiten Wirtschaft und dem Lebensstil nachgefragt werden.

Interessanterweise haben wir nach der Entdeckung des Erdöls vor etwas mehr als hundert Jahren verschiedene Transportmittel, eine medizinische Industrie sowie Elektronik- und Kommunikationssysteme entwickelt. Das Öl, das die Kindersterblichkeit verringerte, die Lebenserwartung auf über 80 Jahre verlängerte und die Weltbevölkerung innerhalb von 200 Jahren von einer auf acht Milliarden Menschen anwachsen ließ, wird nun benötigt, um die Nahrungsmittel, die medizinische Versorgung und die Kommunikationssysteme bereitzustellen, die für die Aufrechterhaltung und das Wachstum dieser Bevölkerung erforderlich sind.

Eine Schlüsselfrage für alle, die im November an der IPCC-Konferenz in Glasgow, Schottland, teilnehmen:

● Wie können es Menschen und Regierungen, die sich für die Menschlichkeit einsetzen, wagen, die Abschaffung fossiler Brennstoffe zu unterstützen, wo doch ihre Abschaffung die größte Bedrohung für die Zivilisation darstellen würde, die dazu führen würde, dass Milliarden von Menschen an Hunger, Krankheiten und wetterbedingten Todesfällen sterben würden?

Mit fossile Treibstoffen:

● Der Wohlstand in den wohlhabenderen und gesünderen Ländern, die fossile Brennstoffe nutzen, hat die Kindersterblichkeit gesenkt, die Lebenserwartung von 40+ auf über 80+ erhöht und es uns ermöglicht, mit Flugzeugen, Zügen, Schiffen und Fahrzeugen jeden Ort der Welt zu erreichen.

● Wir wissen, dass die wohlhabenderen Industrieländer Zugang zu Heizung, Klimaanlagen und Isolierung haben, wodurch wetterbedingte Todesfälle praktisch eliminiert wurden. In den letzten 80 Jahren ist die Zahl der klimabedingten Todesfälle um 98% zurückgegangen. Weltweit ist das individuelle Risiko, an wetterbedingten Katastrophen zu sterben, von einem Höchststand von fast 500.000 Todesfällen im Jahr 1920 durch Überschwemmungen, Dürren, Stürme, Waldbrände und extreme Temperaturen um 98 % gesunken.

● Wir haben verschiedene Transportmittel, eine medizinische Industrie sowie Elektronik- und Kommunikationssysteme entwickelt. Das Öl, das die Kindersterblichkeit senkte, die Lebenserwartung auf über 80 Jahre verlängerte und die Weltbevölkerung innerhalb der letzten 200 Jahre auf 8 Milliarden Menschen anwachsen ließ, wird nun benötigt, um die Nahrungsmittel, die medizinische Versorgung und die Kommunikationssysteme bereitzustellen, um diese Bevölkerung zu erhalten und zu vergrößern.

● Die mehr als 6000 Produkte, die aus Erdölderivaten hergestellt werden, wie z.B. Asphaltdächer, Asphaltstraßen, Düngemittel und alle Produkte in Krankenhäusern, sind für den Betrieb von Flugzeugen, Lastkraftwagen, Militärs, Baumaschinen, Handelsschiffen, Kreuzfahrtschiffen und Autos wichtiger als die verschiedenen Kraftstoffe der Welt. Mit diesen Produkten ist es gelungen, die Zahl der jährlichen Todesopfer auf die folgenden zu „begrenzen“:

● Mehr als 25.000.000 Schwangerschaftsabbrüche pro Jahr

● Mehr als 9.500.000 Todesfälle durch Krebs weltweit pro Jahr.

● Mehr als 8.000.000 tabakbedingte Todesfälle pro Jahr, und mehr als 80 Prozent der 1,3 Milliarden Tabakkonsumenten weltweit leben in Ländern mit niedrigem und mittlerem Einkommen.

● 3.800.000 Todesfälle pro Jahr aufgrund der Belastung der Haushalte durch Rauch aus schmutzigen Kochherden und Brennstoffen.

● 2.300.000 Frauen und Männer auf der ganzen Welt erliegen jedes Jahr arbeitsbedingten Unfällen oder Krankheiten.

● 4.700.000 durch das Coronavirus allein im Jahr 2020.

● 1.350.000 Verkehrstote weltweit pro Jahr.

● 270.000 getötete Fußgänger im Straßenverkehr pro Jahr.

● 585.900 vorzeitige Todesfälle durch Drogen pro Jahr.

Ohne fossile Brennstoffe sterben in den ärmeren Ländern bereits 11 Millionen Kinder pro Jahr. Diese Todesfälle bei Säuglingen sind auf vermeidbare Ursachen wie Durchfall, Malaria, Infektionen bei Neugeborenen, Lungenentzündungen, Frühgeburten oder Sauerstoffmangel bei der Geburt zurückzuführen, da viele Entwicklungsländer keinen oder nur minimalen Zugang zu den Produkten aus Erdölderivaten haben, die den wohlhabenden und gesunden Ländern zur Verfügung stehen.

Die Menschheit hat sich an die Klimaveränderungen angepasst, insbesondere mit all den Produkten aus fossilen Brennstoffen und den verschiedenen Infrastrukturen, die sie unterstützen. Wenn wir die fossilen Brennstoffe abschaffen, nur um die Emissionen zu reduzieren – was sagen die Computermodelle in Bezug auf die jährlichen Todesfälle ohne die Infrastruktur der medizinischen Industrie, des Transportwesens, der Kommunikation und der Heizung, Klimatisierung und Isolierung voraus, die die wetterbedingten Todesfälle praktisch eliminiert haben, die diese fossilen Brennstoffprodukte unterstützen?

Die Computermodelle müssen der Welt die prognostizierte jährliche Todesrate für die 8 Milliarden Menschen auf der Erde mitteilen, sobald wir die Versorgungskette für Produkte, die von der medizinischen Industrie, der Verkehrsinfrastruktur und der Kommunikationsinfrastruktur benötigt werden, eliminiert haben. Grundsätzlich stellt sich die Frage, ob die Menschheit in einem wärmeren Klima ohne fossile Brennstoffe überleben kann, und wie hoch ist die prognostizierte Lebenserwartung ohne die Produkte aus fossilen Brennstoffen?

Es wäre großartig, auf fossile Brennstoffe zu verzichten und die damit verbundenen Emissionen zu reduzieren, ABER wo ist das Sicherheitsnetz, bevor wir von der Klippe springen, um die Wirtschaft und den Lebensstil vor den drastischen Veränderungen zu bewahren, die ohne die Produkte aus diesen fossilen Brennstoffen erforderlich wären?

Ohne ein Sicherheitsnetz, das alle aus Erdöl hergestellten Produkte und Brennstoffe ersetzt, wie es mit dem TV-Talkmaster Rick Amato besprochen wurde, könnten die Bemühungen, die Verwendung von Öl einzustellen, die größte Bedrohung für die Zivilisation sein, da „sauberer Strom“ aus intermittierenden Brisen und Sonnenschein nichts davon herstellen kann, da er nur Strom erzeugt – und auch das nur sehr unzuverlässig.

Autor: Ronald Stein is an engineer who, drawing upon 25 years of project management and business development experience, launched PTS Advance in 1995. He is an author, engineer, and energy expert who writes frequently on issues of energy and economics.

Link: https://www.cfact.org/2021/10/07/harm-from-war-on-hydrocarbons-exceeds-harm-from-climate-change/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE




Klima-Eilinformation: Erster Herbstfrost 2021 in Deutschland viel zeitiger als normal eingetreten

Stefan Kämpfe, Diplomagraringenieur, unabhängiger Natur- und Klimaforscher

Nach einem recht warmen September zeigt sich der Oktober 2021 bislang deutlich rauer. Er startete noch sehr mild, doch nach dem Tag der Deutschen Einheit stürzten die Temperaturen ab. Zu zeitige Fröste erinnern uns daran, dass die Klimaerwärmung nun wohl endgültig vorbei ist.

Schon am Morgen des 9. Oktober hatte es vereinzelte Luftfröste (stets in zwei Metern Höhe gemessen) gegeben, doch am 10. Oktober traten sie verbreitet auf. Im langjährigen Mittel tritt der erste Herbstfrost im Flachland so zwischen dem 20. und dem 25. Oktober ein; SALZMANN gibt für Weimar/Thüringen, aber bezogen auf die relativ kühle Periode von 1901 bis 1950, den 20. Oktober als Eintrittstermin an. Die folgenden Karten zeigen die Minimum-Temperaturen in Deutschland für den 9. und den 10. Oktober.

Abbildung 1: Temperaturminima in 2 m Messhöhe am Morgen des 9. Oktober 2021. In der Landesmitte und im Osten wurden vereinzelt Null bis minus 3 Grad gemessen. Bildquelle: kachelmannwetter.de, ergänzt

Abbildung 2: Temperaturminima in 2 m Messhöhe am Morgen des 10. Oktober 2021. Verbreitet wurden Null bis minus 4 Grad gemessen; nur die Küsten und der Westen blieben überwiegend frostfrei. Bildquelle: kachelmannwetter.de, ergänzt

Abbildung 3: Temperaturminima in 2 m Messhöhe am Morgen des 10. Oktober 2021. Die flächige Verteilung der Frühfröste (ab dem mittleren Blauton unter 0°C) ist hier gut zu erkennen. Bildquelle: wetterzentrale.de .

Bemerkenswert ist aber vor allem, dass diese Frühfröste ohne intensive Kaltluftzufuhr auftraten – ein weiterer Hinweis auf die fehlende Erwärmungswirkung des CO2. Die ab dem 4. Oktober nach Deutschland gelangende maritime Subpolarluft (mP) alterte ab dem 7. Oktober unter zunehmendem Hochdruckeinfluss und wandelte sich unter einer von den Azoren über West- und Mitteleuropa bis nach Russland reichenden Hochdruckzone in gealterte Subpolarluft (xPs), im Osten in Subpolarluft (xP) um – eine für unsere Klimaverhältnisse völlig normale, unspektakuläre Großwetterlage:

Abbildung 4: Europa-Wetterkarte vom 10.Oktober 2021, 01 Uhr. Keine intensive Kaltluftzufuhr nach Mitteleuropa, eine ruhige Wetterlage mit oft klaren Nächten reichte für die starke Abkühlung aus. Bildquelle: wetterzentrale.de .

Müssen nun Gärtner und Pilzfreunde das vorzeitige Ende der Saison 2021 befürchten? Das steht noch nicht fest. Nach einer recht kühlen Oktobermitte könnte es nämlich so um oder nach dem 20. Oktober wieder Wärmerückfälle aus dem Südwesten geben – wenn die noch unsicheren Modellprognosen Recht behalten. Etwas Hoffnung macht da der Oktober 2015: Zur Monatsmitte schneite es gar bis ins Flachland – aber danach wurde es teilweise nochmals um 20 Grad mild. Aus den verfrühten Herbstfrösten lassen sich auch keine eindeutigen Rückschlüsse auf den Charakter des kommenden Winters ziehen.