Die Abschaffung der fossilen Brennstoffe wird die Menschheit ins Mittelalter zurückwerfen

Wenn es nach den „Umweltschützern“ geht, ist das hier das Verkehrsmittel der Zukunft! Bild: Thomas Max Müller / pixelio.de

Ronald Stein

Präsident Joe Biden: „wir werden uns vollständig von fossilen Treibstoffen lösen!“

Zum ersten Mal seit Harry Truman vor 70 Jahren Präsident war, hatte Amerika kürzlich mehr Energie exportiert als importiert. Jetzt, unter dem Klimaplan von Joe Biden, wird Amerika seine US-Energieunabhängigkeit verlieren. Das beginnt mit der Aussetzung der Federal Oil and Gas Permits zum Verbot weiterer Fracking-Bemühungen in Amerika und endet beim Entzug der Genehmigung für die Keystone XL-Pipeline.

Nach Bidens Plan, den amerikanischen Lebensstil und die Wirtschaft von fossilen Brennstoffen zu befreien, würde ein solcher Plan das Militär, das Raumfahrtprogramm und die Air Force 1 [= das Flugzeug des US-Präsidenten. A. d. Übers.] am Boden halten. Es würde auch den riesigen Energiebedarf von Fluggesellschaften, Kreuzfahrtschiffen und Handelsschiffen einmotten, sowie die medizinische Industrie, die Elektronikindustrie und die Kommunikationsindustrie eliminieren, die völlig von den Produkten abhängig sind, die aus Erdölderivaten hergestellt werden.

Der Ausstieg aus den fossilen Brennstoffen würde einen Großteil des Fortschritts der letzten Jahrhunderte rückgängig machen. Die Erfindungen des Automobils, des Flugzeugs und die Nutzung von Erdöl in den frühen 1900er Jahren führten uns in die industrielle Revolution und zu Siegen in den Weltkriegen I und II. Die gesünderen und wohlhabenderen Länder von heute verfügen heute über mehr als 6000 Produkte, die es vor ein paar hundert Jahren noch nicht gab und die alle aus Erdölderivaten hergestellt werden.

In den letzten paar Jahrhunderten hat der Wohlstand in den wohlhabenderen und gesünderen Ländern durch die Nutzung fossiler Brennstoffe die Kindersterblichkeit gesenkt, die Lebenserwartung von 40+ auf mehr als 80+ verlängert, uns erlaubt, uns mit Flugzeugen, Zügen, Schiffen und Fahrzeugen an jeden Ort der Welt zu bewegen und wetterbedingte Todesfälle praktisch eliminiert.

Wie die Welt ohne fossile Brennstoffe aussieht, können wir heute leicht sehen, indem wir die ärmsten Länder der Welt beobachten – mit einem Lebensstil ohne die tausenden von Produkten aus Erdölderivaten, wo jedes Jahr 11 Millionen Kinder auf der Welt sterben. Diese Todesfälle sind auf vermeidbare Ursachen wie Durchfall, Malaria, Infektionen bei Neugeborenen, Lungenentzündungen, Frühgeburten oder Sauerstoffmangel bei der Geburt zurückzuführen, da viele Entwicklungsländer keinen oder nur minimalen Zugang zu den Produkten aus Erdölderivaten haben, deren sich die wohlhabenden und gesunden Länder erfreuen.

Ein komplexer Zielkonflikt, der mit der politischen Entscheidung verbunden ist, zu schnell auf intermittierende Elektrizität aus Wind und Sonne umzusteigen, besteht darin, dass der Verzicht auf fossile Brennstoffe mindestens 80 Prozent der Menschheit, oder mehr als 6 Milliarden Menschen auf dieser Welt, die von weniger als 10 Dollar pro Tag leben, weiter davon abhält und/oder verzögert, die gleichen Produkte zu genießen, von denen die wohlhabenden und gesunden Länder profitieren.

Wie können wir es wagen, in den gesünderen und wohlhabenderen Ländern darauf zu bestehen, dass wir den armen Ländern den zukünftigen Zugang zu fossilen Brennstoffen beschränken sollten? Billige, zuverlässige, zugängliche Energie und Produkte aus fossilen Brennstoffen sind lebensrettend und einer der besten Wege aus der Armut.

Wenn Schulabbrecherin Greta Thunberg, die schwedische Umweltaktivistin zum Thema Klimawandel, die mit Asperger-Syndrom und Anderem diagnostiziert wurde, und ihre Anhänger ihre Hausaufgaben gemacht hätten, anstatt über den Klimawandel zu schimpfen, hätten sie möglicherweise gelernt, dass die Entwicklungsländer, die sich der industriellen Revolution noch nicht angeschlossen haben, einige großartige Dinge verpassen, die fossile Brennstoffe für die Menschheit getan haben. Ein Ausstieg aus der Nutzung fossiler Brennstoffe würde sich negativ auf die moderne Medizin, die Landwirtschaft, die Langlebigkeit und unsere Fähigkeit, mit natürlichen Wetterkatastrophen umzugehen, auswirken.

Die kontinuierliche weltweite Entwicklung von medizinischen Geräten und Medikamenten zur Unterstützung der Gesundheit und Langlebigkeit der Menschen nimmt exponentiell zu, ebenso wie die kontinuierliche Entwicklung von Elektronik und Kommunikationsgeräten zur weiteren Unterstützung „virtueller“ Arbeits- und Bildungsmöglichkeiten.

Erneuerbare Energien spielen eine Rolle bei der Nutzung von intermittierendem Strom, aber wir müssen bedenken, was sie können und was sie nicht können. Die Wissenschaft zeigt, dass Wind und Sonne unter günstigen Wetterbedingungen intermittierenden Strom erzeugen können, aber die Wissenschaft zeigt uns auch, dass Wind und Sonne nicht die Ölderivate herstellen können, die die Grundlage für Tausende von Produkten sind, die wir heute als selbstverständlich ansehen.

Elektrizität allein kann das Militär, die medizinische Industrie, Fluggesellschaften, Kreuzfahrtschiffe, Supertanker, die Containerschifffahrt, die LKW-Infrastrukturen und das Raumfahrtprogramm nicht unterstützen. Diese Tausende von Produkten, die wir vor 1900 nicht hatten, werden aus Erdölderivaten hergestellt. Auch die militärische Ausrüstung kann nicht allein mit Elektrizität hergestellt werden: Flugzeugträger, Schlachtschiffe, Zerstörer, U-Boote, Flugzeuge, Panzer und Panzerungen, Lastwagen, Truppentransporter, Waffen und die Kommunikations- und Telemetrieausrüstung.

Wir können vielleicht mit einer geringeren Nutzung der verschiedenen Transportinfrastrukturen auskommen, aber die Gesundheit und das Wohlergehen von Gesellschaften für ein langes Leben und die Fähigkeit, unter fast allen Wetterbedingungen zu leben, steht in direktem Zusammenhang mit ihrem Zugang zur Versorgung mit all diesen Produkten aus Erdölderivaten für Medikamente und medizinische Geräte und all den elektronischen und kommunikativen Geräten, die jetzt weltweit eingesetzt werden.

Während der Covid-19-Pandemie war es fast wie im 19. Jahrhundert, als es praktisch keine Transportsysteme und nur einen minimalen Bedarf an Kraftstoffen aus Öl gab. ABER, und das ist ein GROSSES ABER, wir konnten die Quarantäne überleben, da wir von all den Produkten profitierten, die aus den Derivaten des Öls gewonnen wurden, aus denen alle kritischen medizinischen Geräte wie Ultraschallsysteme hergestellt wurden, mechanische Beatmungsgeräte, Ausatmungsventile, Inhalationsventile, CT-Systeme, Röntgengeräte, Medikamente, Masken, Handschuhe, Seife und Handdesinfektionsmittel für Krankenhäuser sowie Schutzkittel, Handschuhe und Gesichtsschutz für Ärzte und Krankenschwestern. All diese Produkte werden aus Erdöl hergestellt, oder wie das Wall Street Journal schreibt – „Big Oil to the Coronavirus Rescue.“ Impfstoffe brauchen Kühlung, und Kühlung braucht Strom, vor allem im Krankenhaussektor, wo redundante Erzeugungskapazitäten ein Muss sind.

[Hervorhebung vom Übersetzer]

Nach 1900 haben die gesünderen und wohlhabenderen Länder, die von einer Lebenserwartung von über 80 Jahren profitieren, nun Medikamente, Elektronik, Kosmetika, Kunststoffe, Düngemittel, Transportinfrastrukturen und mehr als 6000 Produkte, die aus den Derivaten des Erdöls stammen, sowie die verschiedenen Kraftstoffe für den Betrieb des Militärs, der Flugzeuge, Lastwagen, Baumaschinen, Handelsschiffe und Kreuzfahrtschiffe auf dieser zunehmend mit Ressourcen ausgelasteten und überfüllten Erde.

Autor: Ronald Stein is an engineer who, drawing upon 25 years of project management and business development experience, launched PTS Advance in 1995. He is an author, engineer, and energy expert who writes frequently on issues of energy and economics.

Link: https://www.cfact.org/2021/06/10/ridding-the-world-of-fossil-fuels-will-drive-humanity-back-to-medieval-times/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE




Solarmodule: bleiben „chronisch hinter den Erwartungen zurück“ und verschleißen schneller als erwartet

 von PV Tech

Die mangelnde Leistung von Solaranlagen verschlechtert sich weiter, wobei die Projekte die P99-Schätzungen chronisch unterschreiten und die Module schneller als erwartet verschleißen, hat das Risikomanagement-Unternehmen <i>kWh Analytics</i> herausgefunden.

Im Ergebnis viel schlechter als propagiert: Solarpaneele. Bild: Rainer Sturm / pixelio.de

PV Tech

Die mangelnde Leistung von Solaranlagen verschlechtert sich weiter, wobei die Projekte die P99-Schätzungen chronisch unterschreiten und die Module schneller als erwartet verschleißen, hat das Risikomanagement-Unternehmen kWh Analytics herausgefunden.

Die neue Solarrisikobewertung von kWh Analytics, die diese Woche veröffentlicht wurde, vereint eine Reihe von Branchenexperten, um die größten Risiken für die globale Solarbranche zu bewerten und hat eine Reihe ernsthafter Bedrohungen identifiziert, die die Renditen der Investoren zu verringern und die Glaubwürdigkeit der Branche zu beschädigen drohen.

Der Bericht selbst ist in drei Abschnitte unterteilt, in denen die Risiken für Solaranlagen durch Finanzmodelle, Betriebsleistung und extreme Wetterbedingungen detailliert beschrieben werden. Jeder Abschnitt bietet Einblicke von einer Reihe von Mitwirkenden, darunter PV Evolution Labs, BloombergNEF, Fracsun und Nextracker.

Die vielleicht bemerkenswerteste Erkenntnis des Berichts, der auf einer Erkenntnis aus der letztjährigen Ausgabe aufbaut, ist, dass die Betriebsleistung von Solaranlagen weiterhin höhere Degradationsraten als erwartet aufweist, wobei die jährliche Degradation im Feld bei etwa 1 % liegt.

Sie zitiert neuere Untersuchungen sowohl des National Renewable Energy Laboratory (NREL) und des Lawrence Berkeley National Laboratory als auch von kWh Analytics, die zeigen, dass die Annahmen aus dem Jahr 2016 – dass Solarmodule jährlich um etwa 0,5 % degradieren würden – veraltet sind und die jährliche Degradation um bis zu 0,5 % unterschätzen.

Die neuesten Zahlen von kWh Analytics beziffern die durchschnittliche jährliche Degradation für Solarsysteme für Wohngebäude auf 1,09 % und für Nichtwohngebäude auf 0,8 %. In dem Bericht heißt es, dass die Projektdegradation über eine 20-jährige Lebensdauer der Anlage um bis zu 14 % unterschätzt werden könnte, was zu erheblich überschätzten Leistungs- und Ertragsprognosen innerhalb eines P50-Modells führen würde.

Die Firma sagt, dass sich die „Systemfehlanpassung zwischen tatsächlicher und geschätzter Degradation“ negativ auf die Branche auswirkt und dass die P50-Modellierungsannahmen sofort neu bewertet und kalibriert werden sollten.

Der ganze Beitrag steht hier

Link: https://www.thegwpf.com/the-truth-about-solar-panels-chronically-underperforming-and-degrading-faster-than-anticipated/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE




Klimamodelle versagen in repräsentativen Regionen der Überprüfung

Dr. David Whitehouse, GWPF Science Editor

Forscher fanden heraus, dass beim Vergleich mit Beobachtungen fast jedes CMIP5-Modell versagt, egal ob die multidekadische Variabilität als erzwungen oder intern angenommen wird.

Die grundlegende Frage für Klimamodelle ist, ob sie die Beobachtungen realistisch simulieren können und inwieweit der zukünftige Klimawandel vorhergesagt werden kann. Das ist ein wichtiges Konzept, hängt doch politisches und umweltpolitisches Handeln davon ab.

 

Eine neue Arbeit von Timothy DelSole von der George Mason University und Michael Tippett von der Columbia University untersucht dies, indem sie versuchen, die Konsistenz zwischen Klimamodellen und Beobachtungen mit einem neuartigen statistischen Ansatz zu quantifizieren. Dabei wird ein multivariater statistischer Rahmen verwendet, dessen Nützlichkeit bereits in anderen Bereichen wie der Wirtschaft und der Statistik nachgewiesen wurde. Technisch gesehen fragen sie, ob zwei Zeitreihen wie Beobachtungen und Klimamodell-Output aus der gleichen statistischen Quelle stammen.

Zu diesem Zweck untersuchten sie die Oberflächentemperatur des Nordatlantiks, die über dekadische Zeitskalen variabel ist. Der Grund für diese Variabilität ist umstritten, sie könnte mit dem vom Menschen verursachten Klimawandel oder der natürlichen Variabilität zusammenhängen. Wenn es sich um eine interne Variabilität handelt, die aber fälschlicherweise menschlichen Einflüssen zugeschrieben wird, könnte dies zu Überschätzungen der Klimasensitivität führen. Es gibt auch die Ansicht, dass die Variabilität auf anthropogene Aerosole zurückzuführen ist, wobei die interne Variabilität eine schwache Rolle spielt, aber es hat sich herausgestellt, dass Modelle, die externe Antriebe verwenden, Inkonsistenzen in solchen Dingen wie dem Muster der Temperatur und dem Salzgehalt der Ozeane erzeugen. In Anbetracht dessen ist es wichtig zu untersuchen, ob die Klimamodelle die Variabilität in dieser Region gut berücksichtigen, da der Nordatlantik oft als Test für die Fähigkeit eines Klimamodells verwendet wird.

Die Forscher fanden heraus, dass beim Vergleich mit Beobachtungen fast jedes CMIP5-Modell versagt, unabhängig davon, ob die multidekadische Variabilität als erzwungen oder intern angenommen wird. Sie fanden auch eine institutionelle Verzerrung, indem sie feststellten, dass die Ergebnisse desselben Modells oder von Modellen derselben Institution dazu tendierten, zusammen geschustert zu werden, und sich in vielen Fällen signifikant von anderen Clustern unterscheiden, die von anderen Institutionen produziert wurden. Insgesamt wurden nur wenige der drei Dutzend betrachteten Klimamodelle als konsistent mit den Beobachtungen befunden.

Vor kurzem hat insbesondere Michael Mann gesagt, dass es so etwas wie interne Klimavariabilität nicht gibt, und behauptet, dass Oszillationen, die in Proxies der vorindustriellen Temperatur gesehen werden, als ein Artefakt vulkanischer Aktivität erklärt werden können. Die Forscher finden in den Daten des Nordatlantiks keinerlei Beweise dafür.

Die Forscher haben ein Buch mit dem Titel „Statistical Methods for Climate Scientists“ geschrieben, welches später in diesem Jahr von der Cambridge University Press veröffentlicht werden wird.

Link: https://www.thegwpf.com/climate-models-fail-in-key-test-region/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE




Scientific American verweigert Steve Koonin eine Stellungnahme zu einem üblen Angriff von Oreskes et al. gegen ihn

Steve Koonin, ehemaliger Wissenschafts-Berater von Präsident Barack Obama wurde jüngst ob seiner skeptischen Äußerungen zur vom Menschen verursachten globalen Erwärmung im Scientific American [SA] übel beschimpft und beleidigt. Er forderte SA auf, seine Gegendarstellung zu bringen, was das Journal aber ablehnte – obwohl Derartiges in der Wissenschaft üblich ist.

Pierre Gosselin

Also forderte Steve Koonin Klima-realistische Plattformen wie etwa diesen Blog NTZ auf, seine Erwiderung zu posten, nachdem SA es abgelehnt hatte, dies zu tun:

Koonin antwortet auf einen Artikel im Scientific American von oreskes et al.:

Scientific American hat eine Kritik an mir und meinem jüngsten Buch, Unsettled, veröffentlicht. Der größte Teil der 1.000 Wörter dieses Artikels sind unflätige Ad-hominem- und Schuldzuweisungs-Verleumdungen der zwölf Co-Autoren. Nur drei wissenschaftliche Kritikpunkte sind in ihrem Geschwafel enthalten; hier ist meine Antwort auf jeden von ihnen.

Die erste Kritik betrifft die steigenden Temperaturen:

Eine aktuelle Kolumne in der Washington Post des konservativen Autors Marc Thiessen wiederholt mehrere Punkte, die Koonin geltend macht. Der erste ist das Zitieren des 2017 National Climate Assessment, um steigende Temperaturen zu verharmlosen – aber der allererste Punkt in dem Bericht war die sehr wichtige Erkenntnis zum Thema Temperaturanstieg, der zufolge die Temperatur seit 1979 rapide gestiegen ist und heute die höchste der letzten 1500 Jahre ist.

Tatsächlich erkennt Unsettled explizit eine Erwärmung der Erde an, aber auch die Probleme beim Vergleich von instrumentellen und Proxy-Temperaturen, die das Vertrauen in die „höchsten der letzten 1.500 Jahre“ schwächen. Im Kapitel 5 des Buches wird im Detail die irreführende und ungenaue Darstellung einer anderen Temperaturmetrik kritisiert, nämlich der US-Extremtemperaturen, im Bericht von 2017. Zur Überraschung Vieler haben die höchsten Temperaturen des Landes seit 1960 nicht zugenommen und sind in den letzten Jahren nicht höher als im Jahr 1900.

Die Autoren fahren fort:

Der zweite Punkt ist, Thiessen zitiert Koonins Hinweis auf eine veraltete Bewertung aus dem Jahr 2014 bzgl. Hurrikane, um Bedenken hinsichtlich des Klimas zu verharmlosen. Aber der neuere Bericht 2017 kommt zu dem Ergebnis, dass menschliche Aktivität „zu dem beobachteten Aufwärtstrend in der nordatlantischen Hurrikan Aktivität seit den 1970er Jahren beigetragen hat.“

Tatsächlich geht es im Kapitel 6 von Unsettled um die Beschreibung der Hurrikane im Bericht von 2014, im Bericht von 2017 und in neueren Forschungsarbeiten bis 2020, einschließlich einer maßgeblichen Einschätzung von elf Hurrikan-Experten aus dem Jahr 2019. Keine dieser Studien behauptet irgendwelche nachweisbaren menschlichen Einflüsse auf Hurrikane.

Schließlich wird uns weisgemacht:

Ein dritter Punkt verharmlost den Anstieg des Meeresspiegels, indem er ihn als gleichmäßig über die Zeit darstellt und dabei willkürlich Zitate aus Berichten des IPCC herauspickt. Tatsächlich hat sich der Anstieg des Meeresspiegels seit der industriellen Revolution vervierfacht, wie Klimawissenschaftler schon vor Jahren feststellten, als Koonin das gleiche Argument vorbrachte.

In keiner Weise stellt Unsettled den Anstieg des Meeresspiegels als „gleichmäßig über die Zeit“ dar. Vielmehr tut das Kapitel 8 des Buches genau das Gegenteil, indem es die volle dekadische Variabilität beschreibt, wie sie in den IPCC-Berichten und der nachfolgenden Forschungsliteratur dargestellt wird, aber aus irgendwelchen Gründen im Nationalen Klimabericht 2017 ausgelassen wurde. Die Aussage des IPCC, dass die Anstiegsraten zwischen 1920 und 1950 wahrscheinlich ähnlich denen der letzten Jahrzehnte waren, erschwert die Zuordnung der jüngsten Trends.

Es ist bezeichnend, dass diese drei Kritikpunkte eher Thiessens Kolumne zitieren als das, was ich in Unsettled geschrieben habe. Dass sie leicht zu widerlegen sind, deutet darauf hin, dass die Autoren das Buch nicht gelesen haben oder, wenn sie es getan haben, nicht guten Gewissens handeln. Das ist genau das gleiche unprofessionelle Verhalten, das man bei dem leicht zu widerlegenden „Faktencheck“ einer Rezension von Unsettled, nicht des Buches selbst, findet.

Um eine Aussage zu paraphrasieren, die Einstein zugeschrieben wird: „Wenn ich mich irren würde, bräuchte es nicht ein Dutzend Wissenschaftler, um mich zu widerlegen – ein einziger würde ausreichen.“ Wie ich in Unsettled schreibe, begrüße ich eine ernsthafte, sachkundige Diskussion über jeden der Punkte, die ich in dem Buch anspreche. Leider bleibt der Artikel von Oreskes et al. weit hinter diesem Standard zurück.

Link: https://notrickszone.com/2021/06/03/scientific-american-denies-steve-koonin-chance-to-respond-to-attack-article-by-oreskes-et-al/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE




Ausbeutung durch „saubere“ Energie

Ronald Stein
Das neu erschienene Buch „Clean Energy Exploitations“ verhilft den Bürgern zu einem besseren Verständnis dafür, dass die wohlhabenderen und gesünderen Länder wie Deutschland, Australien, Großbritannien und die USA durch ihre Politik pro intermittierender, von günstigen Wetterbedingungen abhängiger Elektrizität weiterhin die schwächsten Menschen und die Umwelt weltweit ausbeuten.

Asiaten und Afrikaner, viele von ihnen Kinder aus den ärmeren und weniger gesunden Ländern, werden versklavt und sterben in Minen und Fabriken, um die exotischen Mineralien und Metalle zu gewinnen, die für die grünen Energietechnologien zum Bau von EV-Batterien, Solarpaneelen und Windräder benötigt werden.

Dieselben weniger entwickelten Länder, die die Lieferketten für die Materialien zur Unterstützung der aktuellen Energiepolitik der wohlhabenderen Nationen kontrollieren, bauen diese Materialien in Ländern mit praktisch nicht existierenden Umweltvorschriften ab. Dieser Mangel an Aufsicht führt zu unvorstellbaren Grausamkeiten für die Menschheit und Umweltzerstörung in der lokalen Landschaft.

[Hervorhebungen vom Übersetzer]

Während mindestens 80 Prozent der Menschheit, d.h. mehr als 6 Milliarden Menschen auf dieser Welt, mit weniger als 10 Dollar pro Tag auskommen müssen und Milliarden von Menschen mit wenig bis gar keinem Zugang zu Elektrizität leben, verfolgen amerikanische Politiker und Mainstream-Umweltschützer die teuersten Wege zur Erzeugung von intermittierendem Strom.

Um den Bedarf von etwa 2,7 Milliarden Menschen in China und Indien zu decken, zumeist arme Menschen, betreiben diese Länder mehr als die Hälfte (1.363) der Kohlekraftwerke der Welt (2.449). Zusammen sind sie gerade dabei, 284 neue zu bauen. Was auch immer die USA, die Europäische Union und die westlich ausgerichteten Nationen an Emissionsreduzierungen durch den Einsatz von Sonnenkollektoren und Windturbinen zur Stromerzeugung zu erreichen glauben, wird durch die Abhängigkeit der verletzlichen Bevölkerung der Dritten Welt von Kohlekraftwerken zunichte gemacht.

Die ärmeren und weniger gesunden Länder wie China, Indien und Afrika benötigen dringend bezahlbaren, zuverlässigen und kontinuierlich unterbrechungsfreien Strom für ihre Milliarden Einwohner. Bis saubere Energietechnologien wie Solar, Wind und Wasserstoff die fünf Elektrizitätsstandards erfüllen können, nämlich reichlich vorhanden, erschwinglich, zuverlässig, skalierbar und flexibel zu sein, sind sie nichts weiter als Nischenformen von intermittierendem Strom. Unter den derzeitigen technologischen Einschränkungen sind sie nicht annähernd in der Lage, die fünf Standards für zuverlässige Elektrizität zu erfüllen.

Wir können leicht die ärmsten Länder der Welt beobachten, um zu sehen, wie der Lebensstil ohne die Tausenden von Produkten aus Ölderivaten aussieht, von denen die reicheren Länder profitieren. In diesen ärmeren Ländern sterben jedes Jahr 11 Millionen Kinder auf der Welt. Diese Todesfälle sind auf vermeidbare Ursachen wie Durchfall, Malaria, Infektionen bei Neugeborenen, Lungenentzündungen, Frühgeburten oder Sauerstoffmangel bei der Geburt zurückzuführen, da viele Entwicklungsländer keinen oder nur minimalen Zugang zu den Produkten aus Erdölderivaten haben, die die wohlhabenden und gesunden Länder genießen.

In den reicheren und wohlhabenderen Ländern führten die Erfindungen des Automobils, des Flugzeugs und die Verwendung von Erdöl in den frühen 1900er Jahren zur industriellen Revolution und zum Gewinn des Ersten und Zweiten Weltkriegs. In den gesünderen und wohlhabenderen Ländern von heute werden mehr als 6000 Produkte aus Erdölderivaten hergestellt, die es vor einigen hundert Jahren noch nicht gab. Diese Produkte haben zu einem Anstieg der prognostizierten Lebenserwartung geführt und wetterbedingte Todesfälle praktisch eliminiert.

Wie können wir es wagen, in den gesünderen und wohlhabenderen Ländern darauf zu bestehen, dass wir armen Ländern den zukünftigen Zugang zu fossilen Brennstoffen beschränken sollten? Billige, zuverlässige, zugängliche Energie und Produkte aus fossilen Brennstoffen sind lebensrettend und einer der besten Wege aus der Armut.

[Hervorhebung vom Übersetzer]

In „Clean Energy Exploitations – Helping citizens understanding the environmental and humanity abuses that support ‚clean‘ energy [etwa: Ausbeutung sauberer Energie – das Buch soll den Bürgern helfen, den Missbrauch von Umwelt und Menschlichkeit bei der Förderung „sauberer“ Energie zu verstehen] wird der Leser erfahren, dass es einen weltweiten Reichtum an fossilen Brennstoffen in praktisch jedem Land gibt, aber die Mineralien und Metalle für eine „grüne“ Gesellschaft auf Menschenrechtsverletzer wie China, Russland, den Kongo und das Lithiumdreieck in Südamerika beschränkt sind.

Nach Präsident Bidens Plan, den amerikanischen Lebensstil und die Wirtschaft von fossilen Brennstoffen zu befreien, würde ein solcher Plan das Militär, das Weltraumprogramm und die Air Force 1 [= das Flugzeug des Präsidenten] am Boden halten. Es würde auch den riesigen Energiebedarf von Fluggesellschaften, Kreuzfahrtschiffen und Handelsschiffen nicht einmal ansatzweise decken können und diese daher einmotten, und es würde die medizinische Industrie, die Elektronikindustrie und die Kommunikationsindustrie beseitigen, die völlig von den Tausenden von Produkten abhängig sind, die aus Erdölderivaten hergestellt werden.

Bidens Klimaplan legt den Schwerpunkt auf die Elektrifizierung von allem, von intermittierendem Wind und Solar zur Stromversorgung des Netzes bis hin zum Verbot von gasbetriebenen Fahrzeugen, was eine gewaltige Veränderung zum Schlechten für den amerikanischen Lebensstil und die Wirtschaft bedeutet. Die unbeabsichtigten Folgen der Abhängigkeit von Wind, Solar und EV-Batterien ist, dass sie nur Strom erzeugen, und zwar bestenfalls intermittierenden Strom, da sie wetterabhängig sind, um zu funktionieren.

Biden und andere EV-Enthusiasten müssen noch die Tatsache akzeptieren, dass es vielleicht nicht genug „grüne“ exotische Mineralien und Metalle auf der Welt gibt, um Milliarden von EV- und Versorgungsbatterien zu bauen. Sie müssen sich nur die Studie des emeritierten Technologieprofessors der Universität Cambridge Michael Kelly, ansehen, welche zeigt, dass allein der Ersatz der 32 Millionen Leichtfahrzeuge in Großbritannien (von den 1,42 Milliarden Autos, die weltweit in Betrieb sind) durch EVs der nächsten Generation riesige Mengen an Materialien zur Herstellung von 32 Millionen EV-Batterien erforderlich sein würden: wie Lithium, Kobalt, Kupfer und Neodym.

Energie ist mehr als nur Elektrizität. Elektrizität allein kann nicht das Militär, die Fluggesellschaften, die Kreuzfahrtschiffe, die Supertanker, die Containerschifffahrt, die LKW-Infrastrukturen und das Raumfahrtprogramm am Laufen halten. Ebenso wenig kann Elektrizität allein, und insbesondere solche, die ausschließlich aus intermittierenden Quellen wie Wind und Sonne erzeugt wird, die Tausenden von Produkten aus Erdöl bereitstellen, die es vor 1900 praktisch nicht gab und die für unsere medizinische Industrie, Elektronik, Kommunikation, Verkehrsinfrastruktur, unsere Stromerzeugung, unsere Kühlung, Heizung, Fertigung und Landwirtschaft – also praktisch jeden Aspekt unseres täglichen Lebens und Lebensstils – unerlässlich sind. Ohne ein Barrel Rohöl hätten wir keine COVID-19-Impfstoffe und wären nicht in der Lage, die Pandemie zu besiegen.

Da China die totale Vorherrschaft über die Lieferkette der exotischen Mineralien und Metalle für „saubere“ Elektrizität hat, ist jede einzelne EV-Batterie, Windmühle und jedes Solarpaneel Geld für das kommunistische China. Darüber hinaus schenkt die Welt der Umweltzerstörung und den Gräueltaten an der Menschheit, die in China, dem Kongo, Russland und großen Teilen Südamerikas während des Abbaus dieser „grünen“ exotischen Mineralien und Metalle an der Tagesordnung sind, keinerlei Aufmerksamkeit.

Keiner der prominenten Politiker, Umweltgruppen oder milliardenschweren Geldgeber der Welt hat die Zerstörung von Landschaften in weniger entwickelten Ländern durch den Bergbau oder den Einsatz von versklavten Arbeitskräften für den Abbau dieser Mineralien und Metalle verurteilt, um die grünen Bewegungen der reicheren und gesünderen Länder zu unterstützen.

Man sollte das Buch lesen!

Autor: Ronald Stein is an engineer who, drawing upon 25 years of project management and business development experience, launched PTS Advance in 1995. He is an author, engineer, and energy expert who writes frequently on issues of energy and economics.

Link: https://www.cfact.org/2021/06/13/clean-energy-exploitations/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE