Klimabericht 2019: Absolute Unkenntnis und/oder bewusste Falschinfor­mation kenn­zeichnen unsere „Eliten“. Beispiel Hitzetote durch den „Klima­wandel“ T2(2)

Hitze, die tötet …

Nachdem der neue Monitoringbericht 2019 – ebenso wie der vom Jahr 2015 [19] – keinen Anlass für Alarmstimmung liefert (was Redakteur*innen der seit längerem zum Deutschen Wahrheitsinstitut mutierten „dpa“ natürlich vollkommen anders sehen), konzentrierten sich wie in der Einleitung gezeigt, wichtige Fachpersonen aus der Politik auf die laut dem Bericht 2019 zunehmend todbringenden Hitzeereignisse.

Es sei nochmals erinnert, dass der Autor bereits 2016 eine Darstellung zu „Hitzetoten“ erstellt hat:
EIKE 21.07.2015: [18] Ruhestand im Süden kann tödlich sein – Wetterdienst glaubt Klimawandel tötet alte Menschen
Zum tieferen Verständnis der Problematik, zur Hitzemortalität Zahlen zu ermitteln und vor allem, was damals an Mortalität und deren extremer Unsicherheit „herauskam“, lohnt es sich, darin nachzulesen.

Hitzewellen in Deutschland

Im Bericht beginnt das Kapitel mit einer Grafik zur Anzahl heißer Tage.

Bild 28: [1] Anzahl heißer- und Eistage

Ab 1994 – nachdem die Temperaturen von Deutschland vorher einen plötzlichen Sprung nach Oben machten, der einen CO2-Einfluss eigentlich ausschließt [21] (Bild 29) – schnellte die Anzahl heißer Tage (folgerichtig) sprungartig hoch.

Bild 29 [21] Verlauf der Maximaltemperaturen an der Wetterstation Zugspitze

Wurde „Hitze“ zur Fußballweltmeisterschaft 2014 noch als „Sommermärchen“ bejubelt, weiß heute jedes Kind, dass dies leider der Anfang vom vorhersehbaren Ende ist und zum Jubel kein Anlass bestehen kann:
[1] ... In Abbildung 6 wird für mehrere deutsche Städte die intensivste jährliche 14-tägige Hitzeperiode mit einem mittleren Tagesmaximum der Lufttemperatur von mindestens 30 °C für den Zeitraum 1950–2018 dargestellt.
Für die untersuchten Städte ist zu erkennen, dass die Häufikeit und Intensität der hier untersuchten intensiven Hitzeperioden von Norden nach Süden ansteigen.
Allgemein liegen in den nördlicher gelegenen Städten die höchsten mittleren Tagesmaxima der Hitzeperioden unter 33 °C, dieser Wert wird in den südlichen Großstädten des Öfteren überschritten. München hat weniger Ereignisse als für den Süden typisch, da die Station relativ hoch liegt (515 m). Darüber hinaus ist zu erkennen, dass solche extremen Hitzewellen seit den 1990er Jahren häufiger auftreten; in Hamburg fanden sich zum Beispiel im Zeitraum 1950–1993 nie solche Ereignisse, seit 1994 gab es inzwischen fünf extreme Hitzewellen …

Im folgenden Bild die besagte Abbildung 6 aus dem Bericht. Vor allem sieht man darin, dass die im/am Rheintal gelegenen, großen Städte bereits seit Beginn der Grafik von den „tödlichen“ Hitzewellen betroffen sind. Auch Nürnberg findet sich als betroffen darunter. Trotzdem ist nirgendwo (google-) bekannt, dass sich diese, seit dem Frühstadium des „besonders schlimmen (beginnt etwa ab 1950, als der CO2-Gehalt erst wirklich signifikant anstieg) Klimawandels von dessen schlimmster Auswirkung betroffenen Gegenden mortalitätsbedingt entvölkern.

Bild 30 [1] flächige Verteilung von Hitzeperioden-Belastungen

[1] Im Zeitraum 1959–1968 lag die mittlere Anzahl der Heißen Tage weitverbreitet zwischen null und vier Tagen pro Jahr. Nur entlang des Rheingrabens sowie in Nordostdeutschland südlich von Berlin traten vier bis acht, im südlichen Rheingraben teilweise auch bis zu zehn solcher Tage auf (siehe Abbildung 7). Bis zur Dekade 1999–2008 hat die Anzahl der Heißen Tage dann auf im Mittel bis zu 18 Tage pro Jahr zugenommen. Lediglich im äußersten Norden Schleswig-Holsteins traten auch in diesem Jahrzehnt weniger als zwei Heiße Tage pro Jahr auf. In den vergangenen zehn Jahren ist die Zahl der Heißen Tage insbesondere im Osten Deutschlands und im Rhein-Main-Gebiet nochmals stark angestiegen, sodass im vieljährigen Mittel im Süden und Osten weitverbreitet mehr als zehn solcher Tage pro Jahr registriert wurden.

Hitzewellen verursachen zusätzliche Todesfälle

Am Anfang steht das mit der Mortalität noch moderat, fast etwas verschämt:
[1] Die Heißen Tage und Tropennächte sowie die Hitzewarnungen weisen auf gesundheitlich belastende Witterungssituationen hin, lassen aber keine Rückschlüsse zu, wie viele Menschen tatsächlich von Hitze gesundheitlich
betroffen sind.

Doch es gibt nichts, was sich nicht noch genauer untersuchen und statistisch aufbereiten ließe:
[1] ... In Todesfallstatistiken werden Sterbefälle, die mit Hitzeeinflssen verbunden sind, in der Regel anderen Todesursachen zugeschrieben (z. B. Krankheiten des Herz-Kreislauf-Systems). Liegt die Anzahl von Todesfällen über den saisonal üblichen und damit zu erwartenden Werten, ist das ein Hinweis, dass hier außergewöhnliche Ereignisse eine Rolle spielen. Zur Bestimmung des Indikators „Hitzebedingte Todesfälle“ wurden aggregierte Mortalitätsdaten des Statistischen Bundesamtes verwendet, welche die wöchentliche Gesamtsterblichkeit nach Bundesländern und Altersjahrgängen im Zeitraum 2001
bis 2015 beschreiben.

[1] Das verwendete mathematische Modell beschreibt den nichtlinearen Zusammenhang hoher Temperaturen mit
der Mortalitätsrate. Während in einem Bereich zwischen 10 °C und 20 °C Wochenmitteltemperatur die Mortalität relativ konstant verläuft, steigt sie bei Wochenmitteltemperaturen über 20 °C deutlich an. Dieser Anstieg ist besonders ausgeprägt in den Altersgruppen 65–74, 75–84 und 85+. Die Wochenmitteltemperatur gibt den Mittelwert aller stündlichen Werte innerhalb einer Woche an, insbesondere werden hier Tages- und Nachttemperaturen miteinbezogen. Wochen mit einer Mitteltemperatur über 20° C enthalten typischerweise auch einen oder mehr Heiße Tage.
Die Zahl der hitzebedingten Todesfälle wird geschätzt als Differenz der modellierten Mortalität und einem hypothetischen Mortalitätsverlauf, der sich ergäbe, wenn die Wochenmitteltemperatur nicht über 20 °C steigen würde.
Die genaue Methode der Schätzung wird im Themenheft „Gesundheitliche Herausforderungen des Klimawandels“ des Bundesgesundheitsblattes beschrieben. Die Ergebnisse zeigen, dass im Jahr 2003 etwa 7.500 Menschen mehr gestorben sind als ohne Hitzewelle zu erwarten gewesen wäre. Für die Jahre 2006 und 2015 ergeben sich jeweils etwa 6.000 zusätzliche Todesfälle.
Diese Todesfälle treten vor allem in den Altersgruppen 75–84 und 85+ auf, wobei die Rate pro 100.000 Einwohner in der Altersgruppe 85+ besonders hoch ist. Im Zeitraum zwischen 2001 und 2015 traten im Norden Deutschland weniger oft Wochenmitteltemperaturen über 20 °C auf, sodass die meisten hitzebedingten Todesfälle in der Mitte oder im Süden Deutschlands zu verzeichnen sind.

Wie schon am Anfang ausgeführt, ist die Bezeichnung „Todesfälle“ im Bericht eine Irreführung. Es handelt sich zwar um letztendlich Verstorbene, aber fast nur um solche, die auch ohne Hitze bald gestorben wären. „Richtiger“ muss man demnach von „verringerter Lebenszeit“ sprechen. Wenn jemand mit 85+ (am häufigsten betroffene Altersgruppe) einen Monat früher ablebt, sind das 0,1 % der „Gesamtlebenszeit“. Das klingt allerdings nicht mehr so wirklich schrecklich.

Bild 31: [1] Anzahl hitzebedingte Todesfälle von 2001 … 2015…

Obwohl es sich laut Frau Krautzberger um ungefähr das Schlimmste handelt, was Deutschland seit den letzten 50 Jahren passiert ist: [12] „Das ist die größte Naturkatastrophe in Deutschland, die wir in den letzten 50 Jahren hatten“, hieß es von Präsidentin Krautzberger …,
endet die Berichterstattung ihres eigenen Umweltbundesamtes dann zu diesem Thema und lässt den Bürger mit all seinen Fragen dazu vollkommen alleine.

Dürfen Laien (überhaupt) Analysen durchführen?

Der Autor weiß, dass ihm als Laien eine Bewertung, noch schlimmer eine Kritik, an verkündeten Wahrheiten von Klima-Fachpersonen nicht zusteht. Wie Fachpersonen auf solche Anwandlungen reagieren zeigte Herr Schellnhuber einst bei einer Veranstaltung (beschrieben auf der damaligen Homepage der Regierungsberaterin, Frau C. Kemfert):
Klimaretter.Info: Münchner Klimaherbst 2015

Hans Joachim Schellnhuber, einer der einflussreichsten Klimaforscher weltweit …
… Dort habe ihm eine Phalanx „älterer Herren“, die sich allesamt als Klimaskeptiker entpuppten, gegenüber gesessen, die ihn mit völlig unhaltbaren, längst widerlegten Thesen konfrontiert habe. Zeitverschwendung für jemand wie Schellnhuber, der zwecks Weltrettung von Termin zu Termin, von Auftritt zu Auftritt jettet. Der Ärger über die unbotmäßigen Fragensteller war dem Wissenschaftler auch heute noch anzumerken.
… An diesem Abend freilich sprach er zu einem Publikum, das ihm förmlich an den Lippen hing.
Trotzdem nimmt der Autor hiermit allen Mut zusammen und versucht eine solche.

Versuch, die todbringende Hitze-Klimamortalität zu (er)klären

Wie schon mitgeteilt, ist praktisch alles, was der Klimabericht 2019 darüber aussagt, die Zahlen in Bild 31. Für die UBA-Leiterin und für unsere Umweltministerin schlimm und ausreichend genug, um unisono darüber in ein Klimawandel-Zeder und Mordio einzustimmen.

Sterben dann mehr Menschen in den viel heißeren Ländern?

Es wäre doch anzunehmen, dass es so sein muss. Man bedenke: Das Hochindustrie- und vor allem reiche Deutschland kann seine Bürger nicht vor den Heißen Tagen schützen. Dann können es die anderen doch sicher viel weniger.

Ein Blick in die Sterbequoten offenbart allerdings das Gegenteil: In allen heißen, europäischen Ländern ist die Sterbequote deutlich niedriger, in ganz heißen Ländern, wenn reich oder (nicht zu) arm, nimmt sie noch weiter ab.

Bild 32: Sterbedaten EU (Auszug)

Bild 33: Sterbedaten global (Auszug)

Aussagekräftiger ist allerdings wohl die Lebenserwartung

https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_von_Ländern_nach_durchschnittlicher_Lebenserwartung

Bild 34: Sterbedaten Mittelmeerraum (Auszug)

Das folgende Bild mit Daten der Schweiz (nur dort fand der Autor auf die Schnelle passende Lebenserwartungsdaten)zeigt eine herrliche Korrelation zwischen der weiteren Lebenserwartung ab dem 65. Geburtstag und der (auf dem Bild erkennbar, seit 2000 fast nicht) zunehmenden Temperatur. Trotz der zunehmenden, „hoch mortalen“ Hitzetage nimmt die Lebenserwartung konstant zu.

Die Grafik sagt allerdings auch:
Wollte man etwas wirklich Sinnvolles machen, müsste man nicht CO2-vermeiden, sondern die schlimme Diskriminierung der Männer bezüglich ihrer Lebenserwartung beheben.

Bild 35: Lebenserwartungsdaten ab Alter 65 Schweiz und Temperatur Deutschland (rot). Daten Schweiz: CH: Bundesamt für Statistik Indikatoren zur Gesundheit im Zeitvergleich. Grafik vom Autor erstellt

Nun lässt sich wohl berechtigt daran zweifeln, ob diese Daten stimmen und vergleichbar sind. Aber der Verdacht, dass die Deutschen (auch) mit ihrer „Lebenszeit“ und Mortalität dafür bezahlen, dass sie immer mehr Länder der Welt mit ihrem Geld (und immer längerer Lebens-Arbeitszeit) retten sollen, bekommt Nahrung.

Nachdem bekannt ist, dass es gerade Rentner (die es sich leisten können) aus den kühlen Gegenden allen „Hitze-Todeswarnungen“ zum Trotz in Massen nach Florida und zum Beispiel nach Spanien zieht, anbei exemplarisch Hitzetage in Spanien

Bild 36: Temperaturen auf Mallorca. Quelle: Meteoblue

Die Daten aus dem Bild: Mallorca, Las Palmas Flughafen. Tage über 30 Grad:
Juni: 10 Tage; Juli: 19,3 Tage; August: 19,8 Tage; September: 7,8 Tage
Das sind in Summe 57 Tage und somit 3 … 6 mal so viele (und heißere) Hitzetage als bei uns, wenn eine Sommer anstelle typisch nasskalt, zum „Sommermärchen“ mutiert.
Wenn der Bericht recht hat, müsste ausgerechnet zu der Zeit, wenn Engländer, Deutsche und viele andere Weißhäutige als wahre „Flutwelle“ dort einströmen, die Klima-Mortalität explodieren und lauter Leichen am Strand zurücklassen. Die gibt es. Sie werden nach wenigen Tagen jedoch wieder nüchtern und sind dann in aller Regel rückreisefähig.

Fazit
Mortalitäts- oder/und Hitzetage-Daten – vor allem heißerer Länder – lassen am Berichtsergebnis zweifeln.

Was macht eigentlich Kälte

Der Bericht erwähnt mit keiner Silbe, dass es auch erhöhte Mortalität zu anderen Jahreszeiten und Wetteranlässen gibt. Schon gar nicht setzt er dazu Vergleiche an. Für eine ausstellende Behörde mit 1.500 hochbezahlten Mitarbeitern eigentlich mehr als ein Armutszeugnis, oder ein Darstellung, dass es bei diesen Berichten auf viel, aber auf keinen Fall auf neutrale, sachliche Qualität ankommt.

Dabei sind Hinweise dazu überall präsent:

Ganz schlimm war es in der angeblich „naturverwöhnten“, kälteren Vergangenheit:
Winter Is Coming:
Europe’s Deep Freeze of 1709
“The Great Frost” and its deadly aftermath unleashed tragic consequences for hundreds of thousands of people. In France, the population dropped in the course of 1709-1710, a period in which there were 600,000 more deaths than an average year at the time, and 200,000 fewer births—a population deficit that hobbled an already weak economy.

Übersetzung von Deepl: „Der Große Frost“ und seine tödlichen Folgen haben tragische Folgen für Hunderttausende von Menschen mit sich gebracht. In Frankreich ging die Bevölkerung im Laufe der Jahre 1709-1710 zurück, eine Zeit, in der 600.000 Menschen mehr starben als im Durchschnitt des jeweiligen Jahres und 200.000 Geburten weniger – ein Bevölkerungsdefizit, das eine ohnehin schwache Wirtschaft erschwerte.

Wie extrem die Sterblichkeitskurve über das Jahr schwankt, zeigt eine Darstellung, als in Europa die Kälte herrschte, welche heute mit Billiarden EURO „zurückgeholt“ werden soll.

Bild 37 Sterberaten Belgien um 1830 im Jahresverlauf

Doch auch in unseren Jahrzehnten sind selbst die in Europa etwas wärmer gewordenen Winter nicht zu vernachlässigen:
[3] Der Tagesspiegel 21.05.2015: Gefahren durch den Klimawandel Kälte tötet mehr Menschen als Hitze
Nicht Hitzewellen, sondern winterliche Temperaturen fordern die meisten Toten, zeigt eine umfassende Studie. Extreme Wetterlagen spielen eine überraschend kleine Rolle.
… Nur weniger als ein Prozent der Übersterblichkeit ist mit auffallend hohen oder niedrigen Temperaturen zu erklären. Sieben Prozent stehen mit mäßigeren Abweichungen von den „idealen“ Bedingungen in Zusammenhang. Das gilt vor allem für die ganz normale winterliche Kälte – die wichtigste unter den Saisonarbeiterinnen des Sensenmanns …
[5] Spiegel Online 24.05.2018: Saisonbilanz Ungewöhnlich schwere Grippewelle – mehr als 1600 Tote
Die Grippewelle war im vergangenen Winter noch heftiger als im Jahr zuvor. Rund 60.000 Menschen mussten ins Krankenhaus, Hunderte überlebten die Virusinfektion nicht …

Man stelle sich vor, bei uns wären die Winter so vom Klimawandel unbeeindruckt, wie in den USA, die inzwischen regelmäßig von extremen Kälte- und Schneeereignissen heimgesucht werden:
WELT 04.01.2014: USA erwarten „lebensbedrohliche Temperaturen
Amerika bibbert: Der Wetterdienst warnt vor eisigem Wind, bis zu minus 50 Grad kalt. Einige Behörden raten Bürgern, lieber zu Hause zu bleiben – angesichts der „kältesten Luft seit zwei Jahrzehnten“.
ZEIT ONLINE 31. Januar 2019: Kälter als am Südpol
Eiskalte arktische Luft sorgt in den USA für extreme Temperaturen: Im Mittleren Westen setzt die Kälte Menschen und Tieren sehr zu, wie diese Bilder zeigen (Anmerkung: teils zugefrorener Niagarafall)

Bild 38: Verlauf der Funktion: Temperatur/Mortalität [18]

Allerdings melden viele Studien, dass die „Kältetoten“ die zusätzlichen „Hitzetoten“ nicht aufwiegen. Dabei „vergessen“ diese allerdings zu erwähnen, dass dies vor allem daran liegt, dass:
-Deutschland seit ca. 1990 deutlich wärmere Winter hat,
-inzwischen die nicht Begüterten ihre Heizung und deren Kosten vom Staat bezahl bekommen.

Der ideale Temperaturbereich

Zu den idealen Temperaturwerten sagt der Bericht:
[1] Während in einem Bereich zwischen 10 °C und 20 °C Wochenmitteltemperatur die Mortalität relativ konstant verläuft, steigt sie bei Wochenmitteltemperaturen über 20 °C deutlich an. Dieser Anstieg ist besonders ausgeprägt in den Altersgruppen 65–74, 75–84 und 85+.
Nimmt man die Regressionsgerade der gleitenden Wochenmittel (Bild 39) als den bedeutendsten Einflusswert, sieht man, dass selbst Nürnberg, welches laut dem Bericht auch seit langer Zeit schlimm von Hitzewellen-Mortalität getroffen sein soll, gerade die untere „ideale“ Temperaturgrenze erreicht hat. Zum richtigen „medizinisch Wohlfühlen“ sollte die Temperatur also ruhig + 5 Grad höher liegen. Das sollte mal jemand dem Stadtrat des daneben liegenden, den Klimanotstand ausgerufenen Erlangen mitteilen. Der kämpft nun mit jeder Investition und Beschluss dagegen an, einen idealeren Klimazustand zu erreichen. Schließlich hat auch noch nie jemand gesagt, dass Schildbürger nicht auch reiche Kommunen sein können.

Bild 39: Nürnberg, Temperatur Wochenmittel und Regressionsgerade seit 1936. Grafik vom Autor aus den DWD-Daten erstellt

Nun noch ein Übersichtbild mit der Darstellung, welche Temperaturbereiche welchen Mortalitätseinfluss haben (sollen). Extreme Hitze sieht man darin; ob die von unseren „Fachpersonen“ ausgerufene Bewertung dazu angemessen ist, lässt sich auch anhand dieser Grafiken bezweifeln.

Bild 40: Andere Darstellung der Mortalität verschiedener Temperaturbereiche. Quelle: Mortality risk attributable to high and low ambient temperature: a multicountry observational study

Etwas spät gestellt, aber nun noch die Frage: Wie relevant sind eigentlich die „Hitzetoten“?

Es hat sicher etwas von „Erbärmlichkeit“, Mortalitäten gegeneinander aufzurechnen. Doch bei den inzwischen „gehandelten“, vier Billiarden EUR CO2-Vermeidungsausgaben, wie sie alleine v. d. Leyen seitens der EU vorschweben, muss sie gestellt werden.

In der folgenden Grafik sieht man wieder, dass zwischen „Hitzejahren“ und Gesamtmortalität kein Zusammenhang besteht:

Bild 41: Mortalitäts-Daten aus Bild 31 (und Bild 35) in linearem Maßstab. Die Pfeile kennzeichnen Jahre mit besonders viel Hitzemortalität. Grafik vom Autor erstellt

Tabelliert sieht man von den Daten (Bild 31; Bild 41) die wahren Größenordnungen

Bild 42: Daten von Bild 31 und 39 tabelliert. Der Mittelwert über die 15 Jahre beträgt 0,31 %. Tabellierung vom Autor

Im folgenden Bild nun mit anderer Betrachtung eingetragen, wie die 0,31 % Mortalitätsmittelwert eingeordnet werden müssen:

Bild 43: Verteilung der häufigsten Todesursachen in Deutschland im Jahr 2017. Quelle: © Statista 2019, Statistisches Bundesamt. Bild vom Autor ergänzt

Weiteres Beispiel. Das Umweltbundesamt gibt für 2015 die Anzahl von 41.500 Todesfällen durch Feinstaub an (Vergleich: Hitzetote: 6200, allerdings hierzu die bisher höchste Anzahl, während die Feinstaubtoten „kontinuierlich“ sterben (sollen)).

Bild 44 Daten des Umweltbundesamtes zu Feinstaubtoten

Dies nun umgerechnet auf die zu betrachtenden, 15 Jahre:
– Hitzetote: 38.650
– Feinstaubtote: über 600.000

Nun gibt es eine Besonderheit: Feinstaub kann man im Ansatz beeinflussen, ob man es beim Klima kann (unabhängig von den Kosten), steht immer noch vollkommen in den Sternen.

Fazit
Nirgendwo findet sich auch nur ein kleiner Hinweis, dass die neuerdings angeblich so vielen Hitzetoten (genauer: vorgeschobenen Sterbefälle) an der „Normalsterblichkeit irgendeine anteilige Relevanz haben. Schlimmer: in heißen Ländern scheinen deren Anteile eher niedriger zu sein

Wärmeinseleffekt

Viele EIKE-Leser werden die regelmäßigen Darstellungen des Duos Leistenschneider/Kowatsch über den Effekt der Temperaturverzerrung durch menschliche Urbanisation kennen. Diese hat auf die DWD-Globaldaten sicher einen (nicht vollständig herausgerechneten) Einfluss, was bedeutet: Er gaukelt eine (nicht von der Natur verursachte,) falsche Erwärmung vor.

Auch der Autor hat diesen Effekt und seine Auswirkung bereits dargestellt:
EIKE 08.05.2018: [13] CO2-Zertifikatekosten: Wirkungsloser kann Klimak(r)ampf nicht betrieben werden, doch alle Altparteien plädieren dafür

Die folgende Grafik daraus zeigt die Höhe dieses Wärmeinseleffektes (Anm.: Amtliche Daten, also keine „Vermutungen“), der bei Kleinstädten mit +4 Grad anfängt und bei großen (z.B. auch München) bis zu 8 … 10 Grad Übererwärmung erreicht.
Er ist bereits heute so groß, dass Stadtbewohner (gegenüber dem Umland) nicht nur in (+3,5 Grad), sondern teils weit über der Temperatur leben, die das PIK im Jahr 2100 als Schreckensszenario erwartet (genauer: simuliert).

Bild 45: offizielle Wärmeinseleffekte Deutscher Städte (hier NRW) [13]. Bild vom Autor ergänzt

Dieser Wärmeinseleffekt hat folgerichtig direkte Auswirkungen auf die Hitzetage: Die meisten (zusätzlichen) Hitzetage sind alleine dem urbanen Wärmeinseleffekt geschuldet.
[13] Zitate:
– die Anzahl Tropennächte war 2012 im Umland Null und in Köln Neun:
Darüber hinaus lässt sich nachweisen, dass nicht nur die höheren mittleren Temperaturen, sondern auch die Anzahl der warmen Temperaturkenntage von den dicht bebauten, versiegelten Innenstadtbereichen hin zu den unversiegelten Flächen im Umland abnehmen. Die Messungen in Köln haben für 2012 ergeben, dass an drei Innenstadtstationen bis zu 16 Heiße Tage erreicht wurden, wohingegen an einer Peripherie-Station lediglich fünf Heiße Tage auftraten (Abbildung 33). Die Tropennächte zeigen ein ähnliches Bild: Während 2012 im Umland keine Tropennacht zu verzeichnen war, wurden bis zu neun Tropennächte in der Innenstadt registriert (Abbildung 34).
.. Durch Hitzestau sind die dicht besiedelten Metropolen heftiger betroffen als das Land. „In den Städten kühlt es nachts deutlich weniger ab“, sagt Guido Halbig, Leiter der beim Deutschen Wetterdienst (DWD) in Essen. „Am Ende einer Tropennacht ist es in den Innenstädten schon heute bis zu zehn Grad wärmer als im Umland.“ Städte werden Hitze-Inseln …

Wie Kommunen für ihre Bürger die Hitze über das globale Klima lenken

Unsere immer um ihre (Wahl-)Bürger besorgten Staatslenkenden Organe haben das Problem erkannt. Ihr Lösungsvorschlag dazu ist:
Zur Wirksamkeit kommunaler Klimarettungsmaßnahmen: [13] NRW gibt 18 Milliarden EUR (Wunschbudget der GRÜNEN), das sind ca. 3.200 EUR pro Stadtbürger*in jährlich für CO2-Zertifikate aus. Damit gelingt es selbst mit dem (zu) hohen IPCC-Forcing (und nur wenn alle mitmachen), die bei Sommerhitze zwischen 4 … 10 °C erhöhte Temperatur der Städte jedes Jahr um ca. 0,0001 °C zu verringern. Bis zum Planjahr 2050 summieren sich diese Ausgaben von NRW auf 105.600 EUR/Stadtbürger. Diese Ausgaben erwirken dann eine weltweit vorbildliche Reduzierung der Globaltemperatur um vielleicht 0,0034 °C/pa ab dem Jahr 2050, nach den veralteten Sensitivitätswerten des IPCC sollen es 0,01 °C sein.
Dieser Vorschlag wird von der NRW-Landesregierung und von allen Altparteien in Berlin präferiert, denn er setzt den Klimavertrag um. Im GroKo Koalitionsvertrag ist es in Übereinstimmung mit allen Altparteien deshalb bereits so festgelegt.

Fazit

Das „Problem“ der Hitzetage durch CO2-Vermeidung lösen zu wollen, ist ein reines Hirngespinst. Die Schildbürger muss man im Vergleich als geradezu genial bezeichnen.

Auch auf Achgut hatte man sich des Themas angenommen – und bestätigt

Was dort darüber geschrieben wurde, ergänzt die Aussagen der eigenen Analyse und bestätigt vor allem viele Vermutungen, geht dabei sogar noch etwas weiter.

Achgut 03.12.2019: [22] Hitzetote: Noch einmal die Fakten zur Abkühlung
Daraus Zitierungen:
Hitzebedingte Todesfälle als Notnagel
Die Tatsache, dass der in der zweiten Novemberhälfte 2019 erschienene Monitoringbericht die „hitzebedingten Todesfälle“ nur bis einschließlich des Jahres 2015 auflistet, weist deutlich darauf hin, dass dieses Thema ursprünglich für den Bericht gar nicht vorgesehen war. Aber weil es ansonsten von der deutschen klimatischen Gesundheitsfront nichts wirklich Aufregendes zu berichten gibt, hat man sich offenbar gedacht: Hitzetote gehen immer – und die Medien springen garantiert darauf an. So war es denn ja auch, mit der Tagesschau vorneweg …

Für das Jahr 2015, so der Bericht, „ergeben die Untersuchungen etwa 6.000 zusätzliche (hitzebedingte) Todesfälle“. Zunächst stolpert man über das Wörtchen etwa. Das weist den Leser behutsam darauf hin, dass man es hier mit einer Schätzung… zu tun hat …

Bloß nicht die Kälte berücksichtigen
… Nicht Wärme oder Hitze sind der eigentliche Bösewicht, sondern Kälte, auf deren Konto vergleichsweise sehr viel mehr Todesfälle gehen … Ob dieser Effekt im Jahr 2015 in Deutschland eine Rolle gespielt hat, weiß möglicherweise niemand, weil es schlicht nicht untersucht oder zumindest nicht veröffentlicht worden ist.
In einem normalen Wissenschaftsbetrieb wäre es doch eigentlich selbstverständlich, beide Seiten der Medaille zu betrachten. Aber eine so differenzierte Betrachtungsweise ließe sich natürlich nicht ohne weiteres mit dem Ausrufen eines planetaren Klimanotstands vereinbaren …

Der Harvesting Effect als großer Relativierer des Hitzetods
Im aktuellen Monitoringbericht spielt auch der Harvesting Effect keine Rolle. Man will sich doch die schönen Ergebnisse nicht kaputt rechnen. Das ist bedauerlich, denn wie bereits oben kurz erläutert, kommt dem Harvesting Effect immer eine relevante Bedeutung zu …
Die folgenden Ergebnisse basieren zwar nicht auf einer streng systematischen Literaturanalyse, dürften aber die Bandbreite des Harvesting Effects für unsere Breiten recht gut widerspiegeln: Eine 2013 veröffentlichte europaweite Studie berichtet über einen Harvesting Effect von gut 80% nach ungewöhnlicher Hitze in den 90er Jahren in Helsinki, Dublin, Budapest, Stockholm, Paris und London. Mehr als vier Fünftel der „Hitzetoten“ waren folglich bereits todgeweiht und wären in den nächsten vier Wochen ohnehin verstorben. Eine 2005 publizierte Studie über eine hitzebedingte Übersterblichkeit in London kommt zu dem Ergebnis, das bereits elf Tage nach Abklingen der Hitze die „Hitzetoten“ durch die anschließende ausgeprägte Untersterblichkeit wieder vollständig ausgeglichen waren.
… Oder könnte man sich ernsthaft vorstellen, dass demnächst die Tagesschau mit der Meldung aufmacht:
Zahl der Hitzetoten in Deutschland stark überschätzt. Wie der Tagesschau-Faktenfinder …“

Parteien bieten Lösungen

Es gibt (leider nur) eine Partei, die hat es sich auf die Fahne geschrieben, den AGW-Klimawandel kritisch zu beurteilen. Ab und zu klappt das wohl auch. Allerdings eher im Bund, als in den Länderparlamenten, wie ein Antrag der Fraktion im NRW-Landtag zeigt.: AfD Landtagsfraktion NRW 02.07.2019: [2] Hitzeaktionspläne zur Prävention hitzeassoziierter Mortalität und Morbidität

Zuerst heißt es (richtig), dass es das sich stetig wandelnde Klima schon immer gab:
[2]Klimawandel gibt es also nicht erst seit der industriellen Revolution, sondern er konstituiert eine grundlegende Eigenschaft dieses Systems.
Dann stimmt man allerdings voll in das Katastrophenlamento ein und gibt kund, den Studien wirklich zu glauben:
[2]Ein System, dass für bestimmte Personengruppen eine immer größer werdende Gefahr darstellt. So sind insbesondere ältere Menschen und chronisch, kranke Personen, für die hohe Temperaturen mitunter lebensgefährlich sein können. Im Rekordsommer 2003 lagen die durchschnittlichen Temperaturen in der Bundesrepublik zwischen 3° Celsius und 5° Celsius über dem langjährigen Mittel. Berechnungen zufolge starben im Sommer 2003 in Europa 70.000 Personen mehr als üblicherweise im gleichen Zeitraum. In Deutschland sollen rund 7000 Menschen an den Folgen der Hitzewelle gestorben sein3. In den Hitzesommern der Jahre 2003 und 2015 gab es in Deutschland eine erhebliche Anzahl von Todesfällen, bei denen Hitze als Todesursache belegbar war. Bisher liegen zur Schätzung der Gesamtanzahl hitzebedingter Todesfälle in Deutschland aber nur regionale Analysen vor4. So stieg während der Hitzewelle im Juli 2015 die Anzahl der Krankenhauseinweisungen in Frankfurt am Main insgesamt um 22%, bei hitzeassoziierten Einweisungen betrug der Anstieg sogar 300%. Das Landesgesundheitsamt Baden-Württemberg vermeldet für das 2015 2000 Hitzetote. Hitzewellen können unser Gesundheitssystem genauso überfordern wie Epidemien.
Allerdings setzt man dann in wohltuendem Gegensatz zu unserer Umweltministerin und Frau Krautzberger (und den etablierten Parteien, wie auch der neuen EU-Kommission incl. Präsidentin) anstelle auf die vollkommen unsinnige CO2-Vermeidung doch auf sinnvollere Maßnahmen:
[2]Diese Anzahl der hitzebedingten Todesfälle und negativen gesundheitlichen Auswirkungen von hohen Temperaturen und Hitzeperioden lassen sich jedoch weitgehend abwenden
Auch die kantonalen Gesundheitsbehörden in der Schweiz haben seit dem Rekordsommer 2003 verschiedene Maßnahmen zum Schutz der Bevölkerung vor extremer Hitze ergriffen und Hitzeaktionspläne eingeführt. Analysen zeigen, dass diese Hitzeaktionspläne vor allem in den wärmsten Regionen der Schweiz zur Reduktion der hitzebedingten Sterblichkeit nach 2003 sowie während der Hitzewelle 2015 beigetragen haben. Diese enthalten insbesondere Maßnahmen zur Prävention von hitzebedingter Mortalität und Morbidität, diese sehen insbesondere eine verbesserte Information der Bevölkerung und der Akteure des Gesundheitswesens über mögliche Gesundheitseffekte
und richtige Verhaltensweisen während heißer Tage

Man wird bald sehen, was aus solchen abstrusen Ideen wirksamer und billiger Hilfe umgesetzt wird. Wohl eher wenig, denn damit lassen sich die gewünschten, bald 180 EUR CO2 Steuer/Tonne nicht rechtfertigen. Dieses Geld ist aber schon längst „ausgegeben“. Und alleine Frau v. d. Leyens 4 Billiarden EUR Klimaschutz muss ja irgend jemand bezahlen.
Wobei dieser „Jemand“ vorhersehbar ist. England fällt als zweit höchster Nettozahler aus, die Franzosen haben zwar kein Geld, streiken jedoch erfolgreich gegen eine Erhöhung der Lebensarbeitszeit, nur die Deutschen …

Was kommt (vielleicht) als „Highlight“ im nächsten Bericht

Die am Deutschen Gesundheitssystem Partizipierenden haben erkannt, dass der Klimawandelwahn eine ideale Gelegenheiten bietet, das Einkommenspotential vollkommen risikolos auszubauen. Zudem es sich vorwiegen (eigentlich nur) um psychische Probleme handelt:

Zur Behandlung ist kein apparatives Invest erforderlich und der Behandler trägt auch kein (wirkliches) Risiko, wie in der realen Medizin [23] [24]. Trotzdem erfordern gerade psychische Problemstellungen zeitlich lang dauernde Behandlungen.

Nachdem es auch im Gesundheitswesen hinten und vorne an Fachkräften mangelt, man das Geld demnach (wie derzeit beim Bau) aktuell gar nicht „einnehmen“ könnte, ist ein großer Vorteil, dass es sich zu Beginn wohl vorwiegend um gut bezahlte „Beraterjobs“ handelt: EIKE: Ausweitung der Pseudowissenschaft: „Klima-Ärztin“ an der Berliner Charité

Ein weiterer Vorteil diese Klimamedizin ist der seltene Umstand, dass die „Patienten“ je nach Festlegung auf beiden Seiten zu finden sind:
[25] EIKE 29.03.2018: Klimaleugner befinden sich in der ersten Phase der Klimatraumatisierung

Conclusion

Auch nach dieser wiederholten Sichtung des Inhaltes vom neuen, Deutschen Klimabericht 2019 bestätigt sich für den Autor das Bild, welches die erste [4], orientierende ergab:
Wir haben in Deutschland derzeit eines der angenehmsten Klimate, um das uns unsere Vorväter der vergangenen, schlimmen Kaltzeit beneidet hätten.

Auch das publizierte Schreckensszenario der vielen und zunehmenden Hitzeopfer entpuppt sich beim genaueren Hinsehen als medial (durch unsere politisierenden „Eliten“) aufgebauschtes pseudo-Phänomen, welches nur inszeniert wurde, um überhaupt eine (notwendige) Alarmdarstellung im Bericht zu finden.

Wer sich aus dem Bericht ein bewertbares Bild (wie der Autor) machen möchte, muss diese Arbeit selbst durchführen. Das mit 1500 Personen „überbelegte“ Umweltbundesamt fand es nicht für erforderlich und deren Leiterin, wie auch unsere Umweltministerin, haben es mit ziemlicher Sicherheit (rein persönliche Vermutung des Autors) auch vor ihrer allen Fakten Hohn sprechenden Klimaalarm-Schreierei nicht gemacht.

Ganz schlimm fällt auf, dass im Bericht (und von den Publizierenden) so getan wird, als gäbe es für ein reiches Hochtechnologieland kein Mittel, der Hitzetagemortalität irgend etwas entgegenzusetzen (wie es in allen – auch weit ärmeren – südlichen EU-Ländern längst gängig ist und mit dem sehr wirkungsvollen Trinken von Wasser anfängt).

Eine Frage bleibt ungelöst

Von einer Leiterin des Umweltbundesamtes müsste man erwarten (können), dass neben der üblichen Politisierung wenigstens noch eine Spur von Fachkompetenz erkennbar bleibt. Mit welcher Begründung kommt Frau Krautzberger auf ihre Aussage: [12] „Das ist die größte Naturkatastrophe in Deutschland, die wir in den letzten 50 Jahren hatten“ …

Nirgendwo lässt sich aus dem Bericht auch nur entfernt eine mit Daten untermauerte Begründung dafür ableiten (neben dem, was die Eingrenzung auf gerade einmal 50 Jahre Klimageschichte soll).

Parlamentarier haben das Recht, über den Fachdienst des Bundestags Auskunftsanfragen zu stellen. Vielleicht findet sich unter den 630 eine*r, welche*r diese Frage über den parlamentarischen Fachdienst an Frau Krautzberger zur detaillierten Stellungnahme leitet. Es könnte auch in einem Landesparlament sein, auch diese haben Zugriff auf parlamentarische Fachdienste.

Nachtrag

Der Klimazirkus dreht allerdings unbeeindruckt seine Runden. Deutschland – wie immer – ganz, ganz vorne dabei.

Leider kann das dazu folgende Bild der „Druckmacher“ aus Gründen des Copyrights hier nicht gezeigt werden. Greta und Luisa Neubauer sind auf dem Podium dabei.

Quellen

[1] Die Bundesregierung Monitoringbericht 2019 zur Deutschen Anpassungsstrategie an den Klimawandel

[2] AfD Landtagsfraktion NRW 02.07.2019: Hitzeaktionspläne zur Prävention hitzeassoziierter Mortalität und Morbidität

[3] Der Tagesspiegel 21.05.2015: Gefahren durch den Klimawandel Kälte tötet mehr Menschen als Hitze

[4] EIKE 27.11.2019: Deutscher Klima-Monitoringbericht 2019, S. Schulze spricht über alarmierende Befunde

[5] Spiegel Online 24.05.2018: Saisonbilanz Ungewöhnlich schwere Grippewelle – mehr als 1600 Tote

[6] EIKE 31.01.2018: Endlosschleife Klimaangst

[7] EIKE 06.07.2016 : Das Unwetter bei Simbach am Inn – Ein Nachtrag zur Debatte im Bayerischen Landtag

[8] EIKE 12.08.2017: Die Starkregen vom Juli 2017 in Deutschland sind (keine) Menetekel eines Klimawandels

[9] EIKE 22.08.2017: Verschiebt der Klimawandel Europas Hochwässer dramatisch

[10] EIKE 14.10.2015: Der Klimawandel bedroht die Wüste Namib – glaubt Deutschlandradio Kultur

[11] EIKE 03. September: GRÜNE, Bauern und Klimawandel: Im Jammern bilden sie eine Symbiose

[12] Tagesschau 29.11.2019: Folgen des Klimawandels „Größte Naturkatastrophe in Deutschland“

[13] EIKE 08.05.2018: CO2-Zertifikatekosten: Wirkungsloser kann Klimak(r)ampf nicht betrieben werden, doch alle Altparteien plädieren dafür

[14] WELT 28.11.2019: Das sind die Faktenschwächen des Klimaberichts

[15] Achgut 26.10.2019: Von Hitze- und Kältetoten – Journalismus im Klimafieber

[16] Zukunft Schisport: Extremwetter in den Alpen (Video)

[17] 15.11.2019: MEEDIA: Staats-Geld für die Verlage: Bund plant Millionen-Subventionen für die Zeitungszustellung

[18] EIKE 21.07.2015: Ruhestand im Süden kann tödlich sein – Wetterdienst glaubt Klimawandel tötet alte Menschen

[19] EIKE 01.06.2015: In Deutschland kein Klimawandel in Sicht – das kann die SZ nicht auf sich sitzen lassen (Teil2)

EIKE 30.05.2015: In Deutschland kein Klimawandel in Sicht – das kann die SZ nicht auf sich sitzen lassen (Teil1)

[20] Achgut 08.12.2019: Der Sonntagsfahrer: Brecht an der Ladestation

[21] EIKE 06.11.2015: Langfrist-Temperaturverläufe Deutschlands: Das Phänomen der „Temperaturstufen“

[22] Achgut 03.12.2019: Hitzetote: Noch einmal die Fakten zur Abkühlung

[23] EIKE 13.03.2018: Ärzte brauchen auf den Klimawandel medizinische Antworten

[24] EIKE 24. April 2018: Klimaretter – Lebensretter. Ärzte sollen Fossil-Ausstieg fordern

[25] EIKE 29.03.2018: Klimaleugner befinden sich in der ersten Phase der Klimatraumatisierung




COP25: UN-Klimagespräche kollabieren

Der UN-Generalsekretär (und ehemalige Präsident der Sozialistischen Internationale) Antonio Guterres war „enttäuscht“ und stellte fest, dass „die internationale Gemeinschaft eine bedeutende Gelegenheit verpasst hat, um gesteigerte Ambitionen für Abschwächung, Anpassung und Finanzierung zu zeigen, um der Klima-Krise zu begegnen“.

Nun, zumindest haben sich die UN auf einen „Gender-Maßnahmenplan“ verständigt. Nun gut. Man kam überein, die „Integration von Gender-Überlegungen in die Agenturen des UNFCCC einzubringen, ebenso wie in das UN-Sekretariat“. Das gesamte Gender-Abkommen der UN steht hier (falls man sich das antun möchte).

Zusammengefasst: Die UN kamen überein, Gender öfter zu erwähnen, mehr Geld aufzubringen, um Frauen zu zukünftigen COPs zu fahren, nur für Frauen reservierte Plätze bei Tagungen einzurichten und sich ebenso verschwenderische wie nutzlose Programme zu überlegen.

Die Welt geht unter, Frauen sind am stärksten betroffen, symbolische Ausgaben und Programme – WIR SIND GERETTET!

Der große COP-Zusammenbruch lief über etwas, das „Artikel 6“ genannt wurde. Dieser befasst sich mit internationalen Kohlenstoff-Märkten. Australien lehnte es ab, Kohlenstoff-Zertifikate weiter auszugeben, und wurde dabei von Brasilien unterstützt, welches den gesamten Markt schloss. Gut gemacht, Leute! Danke euch!

Rupert Darwall hat hier eine exzellente Analyse durchgeführt, warum Kohlenstoff-Märkte eine sinnlose Scharade sind.

Man scheiterte auch mit einer Verstärkung nationaler Verpflichtungen bzgl. Emissions-Reduktionen und legte Themen beiseite, ob vom Wetter begünstigte Nationen Entwicklungsländer entschädigen sollten für ihre „Schäden und Verluste“ durch schlechtes Wetter. Und das trotz Warnungen seitens Lobbygruppen, welche Greta Thunberg und „die Kinder“ kapern, damit diese in den Konferenzhallen Zeter und Mordio zu schreien.

 

Greta wurde beim Schummeln erwischt, als sie das Bild oben twitterte. Es zeigt sie selbst, wie sie inmitten ihres Gepäcks vor der Tür sitzt. Damit wollte sie demonstrieren, welche Opfer sie bringt für ihr Anliegen. Aber sie wurde auf dem falschen Fuß ertappt, als die Deutsche Bahn umgehend reagierte: „Es wäre wesentlich freundlicher gewesen, wenn du auch berichtet hättest, wie freundlich und kompetent man sich seitens unseres Personals auf deinem Sitz in der 1. Klasse um dich gekümmert hatte!“ 1. Klasse, das ist nichts Neues für Greta, segelte sie doch auf einer 1. Klasse-Rennjacht nach Amerika; Eigentümer war die königliche Familie von Monaco (hier).

Die großen Pariser Themen werden jetzt den UN untergeordneten Institutionen zur weiteren Bearbeitung im Laufe des Jahres 2020 übergeben, bis COP26 Ende nächsten Jahres in Schottland einen neuen Versuch unternimmt.

Die Demonstranten gaben ihrer Empörung Ausdruck, indem sie eine Attrappe an einen Galgen vor dem Tagungsgebäude hängten und eine Ladung Dung abluden. Damit wollten sie es allen zeigen!

COP26 wird unmittelbar nach den US-Präsidentschaftswahlen im November stattfinden, nachdem der Rückzug von Präsident Trump aus dem Paris-Abkommen offiziell in Kraft getreten sein wird. Was auch immer dabei herauskommt – die amerikanische Politik wird COP26 dominieren. Die UN finden das Ganze weitaus weniger amüsant, wenn die erfolgreichste Ökonomie der Welt fehlt, und sie hoffen, dass ein neuer Präsident ihnen das Geld Amerikas zurück bringt.

Die USA sind das weltweit einzige Land, welches seine CO2-Emissionen bedeutend reduziert, aber nicht durch verstärkten Gebrauch von Wind und Solar, sondern durch Erdgas aus der Fracking-Revolution.

Länder wie China und Indien bleiben standhaft dabei, sich selbst auszunehmen, wenn es im Rahmen des Paris-Abkommens um ernsthafte Emissions-Reduktionen geht. Sie pochen unverändert auf ihr Recht, ihre Ökonomien wachsen zu lassen, mehr Kohle zu verbrennen, ihre Emissionen zu steigern und die Güter zu erzeugen, welche in Japan und dem Westen produzieren zu lassen zu teuer ist.

China emittiert mehr CO2 als die USA und die EU zusammen! (Hier). Betrachtet man den erst- und drittgrößten Emittenten weltweit, wird alles was die UN im Rahmen des Paris-Abkommens tun, bedeutungslos bzgl. einer Temperaturänderung, wenn man diese beiden bei der Berechnung außen vor lässt – falls die Klimamodelle auf magische Weise plötzlich korrekt werden sollten, was sie bisher niemals waren).

Darum hat Präsident Trump das Paris-Abkommen als einen „katastrophalen und einseitigen Deal“ für Amerika bezeichnet.

Er hatte recht!

Autor: Craig Rucker is a co-founder of CFACT and currently serves as its president.

Link: https://www.cfact.org/2019/12/16/cop-25-un-climate-talks-collapse/

Übersetzt von Chris Frey EIKE




Klimabericht 2019: Absolute Unkenntnis und/oder bewusste Falschin­formation kenn­zeichnen unsere „Eliten“. Beispiel Hitzetote durch den „Klima­wandel“ T1(2)

Alles was vom Wunschwetter abweicht, sei vom Menschen verursachte Katastrophe…

…lautet die Kurzform der Mitteilungen zum und im Klimabericht.

Somit ist die Pressemitteilung – und wie unsere Verantwortlichen in der Politik und politischen Instituten wie das UBA – solche Berichte passend interpretieren, wobei die Leiterin des UBA, Frau Krautzberger sich (neben unserer Umweltministerin) besonders hervortat: [12] „Das ist die größte Naturkatastrophe in Deutschland, die wir in den letzten 50 Jahren hatten“, hieß es von Präsidentin Krautzberger …
ein (weiteres) Beispiel, dass ideologische Scheuklappen und sorgsam „gepflegte“ Unwissenheit in Deutschland jegliche seriöse Diskussion zu diesem Thema verhindern. Leider nur möglich, weil alle öffentlichen Medien dieses Hysteriespiel begeistert mittragen und jeglichen investigativen Ansatz längst zu Grabe trugen. Der Erfolg gibt auch den Printmedien recht: Sie sollen nun auch Geld vom Staat bekommen [17]. Ein Einstieg, damit unsere (aus eigenem Verschulden) Käufer-schwindsüchtigen Medien von dieser Last unabhängig werden und so problemlos als reine Multiplizierer die von der dpa und Correctiv erstellten „Staats(tragende)Information“ unter die Bürger bringen dürfen.

[1] Welche Auswirkungen hat der Klimawandel und wie bereiten wir uns vor? Der Klimawandel und seine Folgen sind bereits in Deutschland spürbar: Die heißen und trockenen Sommer 2019 und 2018 sowie die Starkregenereignisse in den Jahren 2016 und 2017 bringen den Klimawandel stärker ins öffentliche Bewusstsein.
Folgen für die menschliche Gesundheit, die Land- und Forstwirtschaft sowie für private und öffentliche Gebäude und Infrastrukturen werden offensichtlicher …
Die Trockenheit traf auch die Landwirtschaft …
.. Gleichzeitig gibt der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e. V. (GDV) für das Jahr 2018 2,6 Milliarden Euro an versicherten Schäden an Häusern, Gewerbe- und Industriebetrieben durch Stürme, Hagel und Starkregen an.
Diese Schäden machen den dringenden Handlungsbedarf sowohl im Hinblick auf den Klimaschutz als auch die Anpassung an die Folgen des Klimawandels deutlich.

Was steht dazu im Bericht? Finden sich darin (wirkliche) Belege?

[1] Thema:Die heißen und trockenen Sommer 2019 und 2018
Darstellung des Autors: Wenn sich ein Klima erwärmt – und sei es nur, weil vorher ein kaltes war -, wundert es nicht, dass es auch mehr warme Tage gibt. Es bleibt nur die Frage, was ist noch Wärme und wann wird es gefährliche Hitze.

Wie man so etwas optisch lenkt, zeigt unser Fernsehen:

Bild 2: 36 °C waren einstmals eine normale, also „grüne“ Temperatur

Bild 3: Dann bemerkte man, dass das nicht mehr dem Zeitgeist entspricht. Inzwischen werden kältere 34 °C als schlimme Hitze tiefrot dargestellt

Die Sommer sind wohl wärmer geworden. Dabei macht den wesentlichen (Über-)Hitzeeinfluss allerdings die nicht klimabedingte Stadt-Eigenerwärmung aus, welche den Klimawandel-Einfluss bei Weitem übertrifft. Um diesen wesentlichen Hitzeeinfluss zu verringern, also eine wirkliche Hilfe herbeizuführen, müsste man nicht das Klima der Umgebung versuchen mit viel CO2-Redzierungs-Aufwand minimal (wenn überhaupt möglich, was recht unwahrscheinlich ist) zu kühlen, sondern in den Städten Hitzestau konkret lokal zu mildern.
Das wäre möglich und brächte mit sicher wesentlich geringerem Kosten-Aufwand wirkliche Verbesserungen. Es lässt sich konstatieren, dass Städte keinen Klimanotstand haben, sondern wenn überhaupt, einen Wärmestau-Notstand. Alleine diese Begriffsumstellung würde zu sinnvollen Maßnahmen anregen. Leider würde diese Begriffsumstellung aber auch den aktuellen CO2-Unsinn demonstrativ aufzeigen und wahrscheinlich viele zum Denken anregen. Auf einmal wären ganze Parteiprogramme Makulatur und auch Frau v. d. Leyen, die „mal so nebenbei“ ein … bis 4 Billiarden EUR für Klimaschutz, also reine CO2-Vermeidung(sunsinn) auszugeben bereit ist – dabei noch auf keinem Posten Lösungsleistung auswies – wäre genötigt, die Klimaauswirkung mit mehr als „wir müssen der Welt Vorbild sein“ zu begründen.

Bild 4: offizielle Wärmeinseleffekte Deutscher Städte [13]

Thema: Feuchte

Die Winter werden im Trend feuchter. Während diesen kann die angeblich drohende Austrocknung nicht stattfinden:

Bild 5: [1] Niederschlagsanomalien Winter

Die Sommer haben keinen Trend. Die berechnete Regressionsgerade des DWD zeigt einen Trend an, der weit unterhalb der Messgenauigkeit liegt, also höchstens eine Vermutung aussagt. Dass es Extremvariabilität auch früher gab, zeigt die Grafik ebenfalls.

Bild 6: [1] Niederschlagsanomalien Sommer. Zufügungen durch den Autor

[1] Thema:Die Trockenheit traf auch die Landwirtschaft
Darstellung des Autors: Im Bericht wird dazu wenig ausgesagt. Im Kapitel „Landwirtschaft“ findet sich nur recht nebulös getextet „ … Für die Landwirtschaft sind die möglichen Auswirkungen des Klimawandels differenziert zu beurteilen. Einerseits werden extrem trockene und heiße Witterungsperioden, Starkregenereignisse oder auch Hagelschläge nachteilige Folgen für die Produktion haben. Andererseits steigern ein moderater Temperaturanstieg und eine verlängerte Vegetationsperiode bei ausreichender Wasserversorgung das Ertragspotenzial. Außerdem können sich Bedingungen einstellen, die auch den Anbau von bisher nicht in unseren Breiten kultivierbaren Fruchtarten ermöglichen. Die Auswirkungen sind in Abhängigkeit der jeweiligen Anbauschwerpunkte, der naturräumlichen Voraussetzungen und der sich tatsächlich vor Ort vollziehenden Klimaveränderungen regional sehr unterschiedlich. Daher sind bundesweite Durchschnittswerte stets mit Sorgfalt zu interpretieren…

Grafiken (und Text) des Kapitels zeigen nirgendwo schlimme Trends: Im Gegenteil, die angebliche Unwetterbelastung ist abnehmend, der Hagelverlauf zeigt einen fallenden Trend.

Bild 7: [1] Landwirtschaft Ertragsschwankungen

[1] Derzeit lässt sich noch schwer abschätzen, in welchem Ausmaß der Klimawandel die Ertragshöhe hierzulande beeinflusst. … sodass von einem generell gültigen Trend (Zufügung: hier am Beispiel Winterweizen) noch nicht gesprochen werden kann.

Bild 8: [1] Hagel in der Landwirtschaft: Der Schadensatz erlaubt direktere Rückschlüsse auf Hagelereignisse. Er zeigt einen fallenden Trend

„Vergessen“ wurde im Bericht (wie in fast allen, seinen „Bewertungen“) dazu eine längere, vergleichende Betrachtung, die sofort zeigen würde, wie bewusst irreführend die Aussagen zur „schlimm gebeutelten“ Landwirtschaft wirklich sind:

Bild 9: [11] Ernteerträge (als Relativzahl) von 1400 – 2010. Grafik vom Autor erstellt. Datenquelle: Blog Heimbiotope, Tabelle mit Getreideerträgen von der Jungsteinzeit bis heute

Bild 10: [11] Getreide gesamt, Ertrag Deutschland 1950 bis 2019. Bildquelle: Deutschland – Getreideertrag, Grafik vom Autor um die Randdaten ergänzt

Bild 11: [11] Getreideerträge weltweit

Wie es in den Berichtskapiteln zwischen den Zeilen schon steht, lässt sich anhand der Daten nur feststellen: Das sich bisher zum Glück für die Menschheit etwas erwärmende Klima hat in Deutschland und weltweit die Erträge der Landwirtschaft um ein Vielfaches gesteigert. Nur, weil es im Jahr 2018 stark und im Jahr 2019 etwas, in einigen (nicht allen) Teilen Deutschland Dürre gab (nachdem die Hitze laut AGW-Klimatheorie doch zu viel, viel mehr Feuchtigkeit führen soll), den Klimanotstand für die Bauern auszurufen, widerspricht aller Vernunft und Daten.

[1] Thema: Starkregenereignisse
… oder Braunsbach im Mai 2016 in den vergangenen Jahren durch die Presse gegangen: Binnen weniger Minuten bringen unwetterartige Starkregen die Kanalisation zum Überlaufen und setzen ganze Straßenzüge unter Wasser. Sie lösen Sturzfluten aus, die Autos mit sich reißen und Straßen und Häuser verwüsten. Ereignisse wie diese können immense Sachschäden verursachen und in Einzelfällen können sie auch Menschenleben kosten.
… Wie häufig und intensiv Starkregen sind und ob die Erderwärmung schon einen Einfluss auf sie hat, lässt sich nur schwierig ermitteln …

Darstellung des Autors:

Bild 12: [1] Starkregenereignisse. Hilfslinien vom Autor zugefügt

Text- und Bildanalyse

Sofort fällt auf: Im Schaubild steht nichts über Trends. Ein sicherer Hinweis, dass darüber nichts Alarmierendes, nicht einmal die Spur eines leicht negativen Trends vorliegt. Dass sich die Angaben mit denen angeblich stetig zunehmender Austrocknung (in einem anderen Kapitel) widersprechen, soll den Lesern wohl nicht auffallen. Entsprechend unverbindlich fabuliert auch der Erklärungstext im Kapitel nur Vermutungen und „schlimme Zukunfts-Ahnungen“:
[1] ... Klimaforscher und Meteorologen gehen davon aus, dass Starkregenfälle zukünftig zunehmen werden. Ein Grund dafür ist, dass die Luft bei höheren Temperaturen mehr Wasser aufnehmen kann – rund sieben Prozent mehr Wasser bei einer Temperaturerhöhung um ein Kelvin. 43 Zudem ist davon auszugehen, dass sich aufgrund der geänderten meteorologischen Verhältnisse bei der Entstehung von Schauern und Gewittern die Wolken- und Niederschlagsbildung intensivieren werden …

Mit Niederschlag verbunden sind auch Hochwasser. Diese zeigen jedoch ebenfalls keinen Trend.

Bild 13: [1] Zeitreihe Hochwasser. Kein Trend feststellbar

Die Erwähnung von Braunsbach im Bericht ohne Erklärung, dass die dortigen Auswirkungen menschenverursachtes Behördenversagen waren [6], muss man als eine Zufügung mangels Alarmbestätigungen sehen. Ob man sich nicht getraut hat, die fast zur gleichen Zeit erfolgte Flutung von Simbach zu listen, wo die Flutursache ein noch schlimmeres Behördenversagen war [7], entzieht sich der Kenntnis des Autors. In den gelisteten Schadenssummen sind beide Ereignisse aber sicherlich enthalten.

Geradezu eine Zumutung und erkennbarer Verzicht auf jegliche Seriosität ist die Begrenzung des „Untersuchungszeitraums“ auf weniger als 20 Jahre. Sobald man auch nur ein wenig in die Historie geht, wird überdeutlich, dass solche Ereignisse früher weit, weit schlimmer vorkamen:
[8] EIKE 12.08.2017: Die Starkregen vom Juli 2017 in Deutschland sind (keine) Menetekel eines Klimawandels
[9] EIKE 22.08.2017: Verschiebt der Klimawandel Europas Hochwässer dramatisch?
KALTESONNE 21.8.2014: Hessischer Starkregen aus dem Juli 2014 eine Folge des Klimawandels? Eher unwahrscheinlich. Statistiken zeigen eine Abnahme schwerer sommerlicher Regengüsse während der letzten 100 Jahre

Das größte Starkregenereignis der bekannten, deutschen Geschichte war die Magdalenenflut von 1342:
[16] … Als die Katastrophe losbricht, haben die Menschen im Jahr 1342 schon einiges hinter sich: Einen eisigen Winter mit viel Schnee und dann plötzlich Tauwetter. In Prag hat die Moldau die Judithbrücke – den Vorläufer der heutigen Karlsbrücke – schon fortgerissen, als der Frost wieder einsetzt. Im April schneit es in Süddeutschland, Österreich und der Schweiz.
Es bleibt den ganzen Frühling nass und kalt. Eine kurze Hitzewelle Anfang Juli bringt nur vorübergehend Erleichterung. Und dann hört es nicht mehr auf zu regnen.
Es beginnt am 19. Juli in Franken. Der Regen breitet sich nach Nordwesten aus. Am 22. Juli hat er die untere Weser erreicht, am 25. Juli die Nordseeküste. Tagelang prasselt das Nass vom Himmel: Main,
Rhein, Donau, Weser und Elbe schwellen an.
Die tiefen Spuren der Mittelalter-Flut sind bis heute in der Natur sichtbar.

Das größte Starkregenereignis der gemessenen Geschichte in Deutschland geschah vielleicht im Jahr 1926:

Bild 14: Zeitungsausschnitt des Starkregenereignisses von 1926

Dazu der Verlauf Tagesniederschlag der Wetterstation Magdeburg. Das Ereignis im Jahr 1926 ist deutlich zu erkennen und ein seitdem eher fallender Trend.

Bild 15: Wetterstation Magdeburg, Verlauf Tagesniederschlag seit 1881. Grafik vom Autor aus den DWD-Daten erstellt

Der Verlauf der Hochwasserpegel des Main und der IPCC-Temperaturrekonstruktion zeigt deutlich, dass zum Beispiel Hochwasser in kalten Zeiten verstärkt vorkamen und das Postulat: „mehr Wärme = immer mehr Niederschlag“, das Klimageschehen nicht entfernt richtig beschreibt.

Bild 16: Temperaturproxis aus dem IPCC AR5 und Verlauf der Main-Hochwasser bei Würzburg vom Autor übereinander kopiert

Auch der Hochwasserverlauf der Elbe lässt es erahnen (die hohe Flut in 2002 soll durch die Flutung von Überlaufbecken verstärkt worden sein). Zudem ist das urplötzliche Auftreten nach über 100 Jahren stetiger Reduktion sicher keine Auswirkung von mehr CO2 in der Atmosphäre.

Für Interessierte lohnt es sich, die vielen weiteren Beispiel im Originalartikel anzusehen:
Quelle: EIKE 18.04.2018: Beeinflussungen durch Starkregen nehmen in Deutschland nicht zu. Mit schlecht angewandter Statistik lässt sich aber das Gegenteil „zeigen“ (Teil 2)

Bild 17: Elbe vor Dresden. Abflussmengen seit 1850. Mit Zufügungen vom Autor

Eines der größten (rekonstruierten) Starkregenereignisse auf der Südhalbkugel geschah ebenfalls in historischer Zeit [10]:

[1] Thema: ... Gleichzeitig gibt der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e. V. (GDV) für das Jahr 2018 2,6 Milliarden Euro an versicherten Schäden an Häusern, Gewerbe- und Industriebetrieben durch Stürme, Hagel und Starkregen an.
Diese Schäden machen den dringenden Handlungsbedarf sowohl im Hinblick auf den Klimaschutz als auch die Anpassung an die Folgen des Klimawandels deutlich …

Dass die „versicherten Schäden“ keine Aussage zum Thema liefern und der gemessene Verlauf dem Text widerspricht, steht und sagt explizit die „Hagelgrafik“. Dazu sagt der Bericht noch etwas, was in der Verlautbarung fehlt: Die steigenden Schäden werden erst in der Zukunft erwartet und die Versicherungen fahren wieder Gewinne ein:
[1] … Die Wohngebäudeversicherung gegenüber Sturm und Hagel ist bei den Hausbesitzerinnen und -besitzern inzwischen eine Selbstverständlichkeit. Demgegenüber hat sich der Abschluss von Versicherungen gegenüber anderen extremen Naturereignissen wie Starkregen und Hochwasser noch nicht in der Breite durchgesetzt, auch wenn gerade für diese Gefahren eine Zunahme infolge des Klimawandels zu befürchten ist …

Darstellung des Autors:
Auch hierzu zeigt der Bericht eine Ungereimtheit. Er zeigt einmal fallende Schadensgründe (Hagel) und gleichzeitig „freut“ er sich, dass die Versicherungen wieder (mehr) Geld verdienen. Beides ist im Kern eine (negative) Korrelation aufgrund einer Ursache: Die Naturereignisse entwickeln sich nicht so schlimm, wie vorhergesagt (beziehungsweise simuliert).

Bild 19 [1] Die Schadensversicherungen erzielen wieder Gewinne

Unser weltweit größter – und gut mit dem PIK verbandelter – Rückversicherer wirbt damit. Wie passt das mit den angeblich immer höher werdenden Klima-Schadensbelastungen zusammen?

Warum das so ist, zeigt eine Grafik aus dem Schadensdatenbank-Viewer der Münchner Rückversicherung:

Bild 21 Grafik vom MuRe NatCatService (Schadensdatenbank)

Ähnliches zeigt auch die folgende Grafik der Swiss Re:

Bild 22 Katastrophenopfer durch wetterbedingte Extremereignisse (blau) und Erdbeben (gelb) seit 1970. Quelle SwissRE Datenviewer

Und es zeigt eine Grafik aus dem Bericht, in der auch explizit steht, dass derzeit kein Trend ableitbar ist:

Bild 23 [1] Schadenaufwand in der Sachversicherung

Es gibt auch konkretere Grafiken weltweit (Beispiele: die folgenden zwei Bilder). Mögen diese auch nicht ganz richtig sein und nicht alles darstellen, so zeigen sie doch, dass „der Klimawandel“ bei Weitem nicht den

„dringenden Handlungsbedarf“ herausfordert.

Bild 24: Tabelle Todesursachen/Anteil

Bild 25: Vergleich von Mortalitätsursachen

Ist Österreich vom Klima auch so schlimm betroffen, wie das verletzliche Deutschland?

Man sollte es annehmen. Schließlich sterben dort die Gletscher, fallen Berge in sich zusammen, gehen immer mehr Lawinen zu Tal, zumindest wenn man deutschen Medien glauben darf.

Anbei eine ergänzende Darstellung aus einem Foliensatz (des Autors):

Bild 26: Folienblatt 1 zu Extremereignissen in Österreich

Bild 27: Folienblatt 2 zu Extremereignissen in Österreich

Fazit

Dieses Kapitel war nur ein gegenüber dem ersten Befund [4] erweitertes Vorgeplänkel, um den baren Unsinn und Inhaltsleere der öffentlichen und medialen Interpretation des Berichtes aufzuzeigen. Was (unabhängige) Redakteure vom inzwischen zur politischen Propagandaplattform mutierten Umweltbundesamt halten, als Zitat: [20] Europas größte Umweltbehörde gilt als bestausgestattete Versorgungsanstalt für ehemalige Funktionäre von Greenpeace & Co. Unter der Leiterin Maria Krautzberger, die sich für den Job unter anderem durch ein Studium der Soziologie und den langen Marsch durch die SPD qualifizierte, wirken dort 1.500 Fachkräfte an der zügigen Demontage des Industriestandortes Deutschland und des eigenen Rufes …

Unsere Umweltministerin, wie auch die Leiterin des Umweltbundesamtes teilten den Bürgern aber zusätzlich mit, dass die Hitze und die damit einhergehenden, vielen zusätzlichen Toten eines der größten Probleme wäre: Krautzberger: … Das ist die größte Naturkatastrophe in Deutschland, die wir in den letzten 50 Jahren hatten“ …

Das stimmt nur insoweit, als fast alleine die im Bericht zur Hitze ausgewiesenen Angaben überhaupt wirklich Negatives ausweisen (sollen), das „Hitzekapitel“ bezogen auf den Bericht demnach das schlimmste ist.
Wie extrem dumm weit die zwei „Fachpersonen“ mit ihrer Interpretation daneben liegen und wie die Berichtsverfasser gekonnt Datenverdrehungen zur „Ermittlung“ des (geforderten) Klimaalarms durchführten, versucht der folgende, zweite Teil zu zeigen.

Damit endet der erste Teil der erweiterten Rezension zum Deutschen Klimabericht 2019. Im zweiten Teil geht es um das neue und besonders schlimme Klimawandel-Mortalitätsrisiko, den „vorzeitigen Hitzetod“.

Quellen

[1] Die Bundesregierung Monitoringbericht 2019 zur Deutschen Anpassungsstrategie an den Klimawandel

[2] AfD Landtagsfraktion NRW 02.07.2019: Hitzeaktionspläne zur Prävention hitzeassoziierter Mortalität und Morbidität

[3] Der Tagesspiegel 21.05.2015: Gefahren durch den Klimawandel Kälte tötet mehr Menschen als Hitze

[4] EIKE 27.11.2019: Deutscher Klima-Monitoringbericht 2019, S. Schulze spricht über alarmierende Befunde

[5] Spiegel Online 24.05.2018: Saisonbilanz Ungewöhnlich schwere Grippewelle – mehr als 1600 Tote

[6] EIKE 31.01.2018: Endlosschleife Klimaangst

[7] EIKE 06.07.2016 : Das Unwetter bei Simbach am Inn – Ein Nachtrag zur Debatte im Bayerischen Landtag

[8] EIKE 12.08.2017: Die Starkregen vom Juli 2017 in Deutschland sind (keine) Menetekel eines Klimawandels

[9] EIKE 22.08.2017: Verschiebt der Klimawandel Europas Hochwässer dramatisch

[10] EIKE 14.10.2015: Der Klimawandel bedroht die Wüste Namib – glaubt Deutschlandradio Kultur

[11] EIKE 03. September: GRÜNE, Bauern und Klimawandel: Im Jammern bilden sie eine Symbiose

[12] Tagesschau 29.11.2019: Folgen des Klimawandels „Größte Naturkatastrophe in Deutschland“

[13] EIKE 08.05.2018: CO2-Zertifikatekosten: Wirkungsloser kann Klimak(r)ampf nicht betrieben werden, doch alle Altparteien plädieren dafür

[14] WELT 28.11.2019: Das sind die Faktenschwächen des Klimaberichts

[15] Achgut 26.10.2019: Von Hitze- und Kältetoten – Journalismus im Klimafieber

[16] Zukunft Schisport: Extremwetter in den Alpen (Video)

[17] 15.11.2019: MEEDIA: Staats-Geld für die Verlage: Bund plant Millionen-Subventionen für die Zeitungszustellung

[18] EIKE 21.07.2015: Ruhestand im Süden kann tödlich sein – Wetterdienst glaubt Klimawandel tötet alte Menschen

[19] EIKE 01.06.2015: In Deutschland kein Klimawandel in Sicht – das kann die SZ nicht auf sich sitzen lassen (Teil2)

EIKE 30.05.2015: In Deutschland kein Klimawandel in Sicht – das kann die SZ nicht auf sich sitzen lassen (Teil1)

[20] Achgut 08.12.2019: Der Sonntagsfahrer: Brecht an der Ladestation

[21] EIKE 06.11.2015: Langfrist-Temperaturverläufe Deutschlands: Das Phänomen der „Temperaturstufen“

[22] Achgut 03.12.2019: Hitzetote: Noch einmal die Fakten zur Abkühlung

[23] EIKE 13.03.2018: Ärzte brauchen auf den Klimawandel medizinische Antworten

[24] EIKE 24. April 2018: Klimaretter – Lebensretter. Ärzte sollen Fossil-Ausstieg fordern

[25] EIKE 29.03.2018: Klimaleugner befinden sich in der ersten Phase der Klimatraumatisierung




Atmosphä­rische Erwärmung in CMIP5-Modellen 1979 – 2018: Einige Vergleiche mit Beobachtungen

Die folgenden Vergleiche gelten für die Temperatur der unteren Troposphäre (LT) mit separaten Ergebnissen global und in den Tropen (20°N bis 20°S). Ich zeige auch den Trend bestimmende Balkendiagramme, um besser verständlich zu machen, wie all die Erwärmungstrends im Vergleich zueinander aussehen (und weil es die Trends sind, welche die größte Rolle spielen bei Diskussionen um „globale Erwärmung“).

So weit ich gehört habe, zeigen die neuen CMIP6-Modelle sogar noch mehr Erwärmung als die CMIP5-Modelle. Daher dürften die bei Vergleichen mit den CMIP5-Modellen zutage tretenden Differenzen noch stärker ausfallen.

Globale Vergleiche

Zunächst kommt hier eine Graphik der Zeitreihe der globalen Anomalien in der LT. Dabei habe ich 4 Reanalyse-Datensätze gemittelt, hielt aber RSS- und UAH-Versionen der ausschließlich aus Satellitendaten bestehenden Datensätze separat.

Die Rangfolge der Trends in jener Graphik zeigt, dass nur das russische Modell einen geringeren Trend als UAH zeigt mit dem Mittel der 4 Reanalyse-Datensätze nicht weit dahinter. Ich stelle kategorisch jedwede russische Beteiligung in Abrede an der Übereinstimmung zwischen den Trends bei UAH und dem russischen Modell, egal welches Dossier noch ans Tageslicht kommen mag.

Tropische Vergleiche

Als nächstes folgen Vergleiche aus den Tropen (20°N bis 20°S), wobei UAH und der nur aus Satellitendaten bestehende RSS-Datensatz jetzt noch besser übereinstimmen, ebenso wie die Reanalysen.

Ich denke nach wie vor, dass der primäre Grund der Diskrepanzen zwischen Modellen und Messungen die viel zu positiven Rückkopplungen in den Modellen sind. Das größte Problem liegt höchstwahrscheinlich darin, wie die Modelle Feuchtekonvektion und Niederschlags-Effizienz behandeln. Dies wiederum beeinflusst die Art und Weise, mit der Wolkenmenge und Wasserdampf auf die Erwärmung reagieren. Dies ist verbunden mit dem „Infrarot-Iris“-Effekt von Richard Lindzen [?], welcher durch die Mainstream-Klimagemeinschaft noch nicht verbreitet akzeptiert ist.

Eine andere Möglichkeit, die Will Happer und Andere erkundet haben ist, dass der Strahlungsantrieb durch CO2 nicht so stark ist wie von den Modellen angenommen.

Und schließlich sollte man nicht vergessen, dass in individuellen Klimamodellen deren Erwärmungsraten in einer ziemlichen ad hoc-Manier adjustiert werden mittels ihrer vermuteten Historie des Antriebs durch anthropogene Aerosole, was sehr unsicher und potentiell groß ODER klein ist.

Link: https://wattsupwiththat.com/2019/12/13/cmip5-model-atmospheric-warming-1979-2018-some-comparisons-to-observations/

Übersetzt von Chris Frey EIKE




Die unglaubliche Geschichte, wie Klimawandel apokalyptisch wurde

Es stimmt zwar, dass apokalyptische Dissonanzen immer einen Platz in Diskussionen über Klima hatten. Im Jahre 1989 warnten die UN, dass der Welt „nur noch ein Zeitfenster von 10 Jahren verbleibt, um dem Treibhauseffekt entgegen zu treten, bevor dieser sich der menschlichen Kontrolle entzieht“ (hier). Aber die Eskalation der apokalyptischen Klima-Rhetorik während der letzten Jahre ist beispiellos. Die Untergangs-Trommelei hat einige prominente Gestalten dazu verleitet, der Mainstream-Klima-Gemeinschaft beizutreten mit dem Lamento, dass „Klimawissenschaftler die Rate des Klimawandels sowie die Schwere von dessen Auswirkungen bisher unterschätzt haben“ (hier). In Wirklichkeit hat die Klimawissenschaft es nicht einmal vermocht, den Klimawandel genau zu bestimmen – und das permanent auch nicht über die letzten 50 Jahre (hier).

Folglich gibt es hier eine Inkonsistenz. Die Diskussionen über Klimawandel sind apokalyptischer geworden, nicht aber die Klimawissenschaft (hier). Es war schwierig, diese Inkonsistenz zu verstehen, und obwohl ich noch nicht alle Antworten gefunden habe, so habe ich doch einen großen Teil dieses Puzzles ausgemacht, über welches ich hier zum ersten Mal berichten möchte.

Diskussionen über Klimawandel sind direkt oder indirekt beeinflusst von Experten, die unter dem Schirm des IPCC arbeiten. Das IPCC wurde während der 1980er Jahre ins Leben gerufen, um die Klimawissenschaft zusammenzufassen und Schätzungen vorzunehmen, um dann die Politiker zu informieren. Das IPCC hat seitdem fünf große Zustandsberichte veröffentlicht sowie periodisch Abschätzungen zu Teilbereichen.

Ich habe bei vielen Gelegenheiten dem Kongress Rede und Antwort gestanden hinsichtlich der kritischen Bedeutung des IPCC. Das IPCC spielt bei allem eine so zentrale Rolle, dass man es hätte erfinden müssen, wenn es das nicht schon gäbe. Forschungen bzgl. Klimawandel resultieren in umfang- und variantenreicher Literatur, welche zusammenzustellen ohne die Experten-Zustandsbeschreibungen wie jene des IPCC unmöglich wäre. Das IPCC spielt also eine eine entscheidende Rolle am Schnittpunkt zwischen Wissenschaft und Politik.

Ein vom Menschen verursachter Klimawandel ist natürlich ein reales und bedeutendes Problem [?]. Ich habe seit Jahrzehnten immer wieder die Wichtigkeit der Reduktion von Kohlendioxid-Emissionen betont sowie die Notwendigkeit, sich an Klima-Variabilität und -Änderung anzupassen. Aber eine effektive Politik ist jetzt bedroht durch die apokalyptische Wendung in der Klimadebatte.

Entscheidungen innerhalb des IPCC haben zu dieser apokalyptischen Wende in den Diskussionen beigetragen. Das brachte uns von konstruktiven Diskussionen ab, ängstigt Kinder und trägt zu überhitzter Rhetorik bei. Um die Rolle des IPCC im jüngsten Aufstieg des Klima-Untergangs zu verstehen, muss man verstehen, auf welche Art und Weise diese Institution ihre Zustandsberichte erstellt.

Allem, was dem IPCC bei deren Erstellung zugrunde liegt, sind Zukunfts-Szenarien. Derartige Szenarien werden herangezogen, um den zukünftigen Klimawandel zu projizieren, ebenso wie die Auswirkungen eines solchen Wandels auf Gesellschaft und Umwelt sowie Kosten und Nutzen von Maßnahmen zur Abschwächung dieser Auswirkungen.

Um derartige Projektionen zu erzeugen, hat das IPCC in seinen Szenarien lange differenziert zwischen „Grundlegenden Szenarien“ [baseline scenarios] der Zukunft, welche beschreiben, wohin die Welt steuert beim Fehlen jedweder Klimapolitik einerseits und „Abschwächungs-Szenarien“ [mitigation scenarios], welche eine Welt mit Klimapolitik beschreiben, andererseits. Grundlegende Szenarien werden oftmals als „Business as Usual“ gewertet.

Der Aufstieg des neuen Klima-Kataklysmus‘ kann direkt bis zu einer folgenreichen, aber kaum beachteten Änderung zurückverfolgt werden, mit welcher das IPCC seine Szenarien präsentiert. Die Konsequenzen dieser Änderung haben in der gesamten wissenschaftlichen Gemeinde nachgehallt, ebenso wie in der Berichterstattung der Medien und in Diskussionen von Politik und Gesellschaft.

Vor fast zwei Jahrzehnten hat das IPCC einen Satz von Szenarien entwickelt (hier) als Grundlage für die Integration der Arbeiten seiner drei Arbeitsgruppen zu Wissenschaft, Auswirkungen und Abschwächung. Die Szenarien waren entwickelt worden, um als die Grundlage zukünftiger Klima-Entwicklungen und den Folgen von Maßnahmen zu dessen Abschwächung zu dienen. Eine solche Koordinierung bzgl. der gesamten Abschätzungen des IPCC ist offensichtlich sinnvoll.

Zu jener Zeit erkannte das IPCC, dass „die Zukunft inhärent unvorhersagbar ist und dass infolgedessen die Ansichten in dieser Hinsicht darüber auseinandergehen, welches der repräsentativen Szenarien mehr oder weniger wahrscheinlich ist. Daher ist die Entwicklung eines einzelnen ,Best Guess‘– oder ,Business as Usual‘-Szenarios weder wünschenswert noch möglich“. Auf der Grundlage dieser Perspektive entwickelte das IPCC zwar einen Satz von Szenarien für unsere kollektive Zukunft, legte sich aber nicht fest, welches davon wahrscheinlicher ist als ein anderes. Es erklärte: „der Terminus ,Business as usual‘ kann irreführen sein“ und „die meisten in diesem Bericht betrachteten Szenarien können als theoretisch [exploratory] betrachtet werden“.

Das Ergebnis dieser Prozedur war, dass die projizierte Zukunft beim Fehlen von Klimapolitik eine sehr breite Palette möglicher Entwicklungen umfasste. Der vierte Zustandsbericht des IPCC aus dem Jahr 2007 räumte diese breite Palette zukünftiger möglicher Entwicklungen ein. „Es gibt immer noch eine riesige Spannbreite von (Kohledioxid-)Emissionen in allen Grundlagen-Szenarien in der Literatur, wobei die Emissionen im Jahre 2100 eine Bandbreite von 10 Gt bis zu rund 250 Gt CO2 aufweisen“.

Mit anderen Worten, wenn es um Kohlendioxid-Emissionen aus der Verbrennung fossiler Treibstoffe und die damit verbundenen Klima-Konsequenzen geht, enthält die langfristige Zukunft Möglichkeiten, die von höchst optimistischen (das 10 Milliarden-Tonnen-Szenario) bis zu höchst pessimistischen (die 250 Milliarden Tonnen) Szenarien reichen – und alles dazwischen auch.

Eine enorm folgenschwere Änderung der Prozedur vollzog das IPCC dann von seinem 4. Zustandsbericht 2007 zum 5. Zustandsbericht 2013. Das IPCC verwarf sein früheres Eingeständnis der fundamentalen Unsicherheiten und Ignoranz bzgl. der Zukunft. Stattdessen wurde in vollem Umfang das Szenario „Business as Usual“ für die Zukunft auf den Schild gehoben. Dieses vom 5. Zustandsbericht übernommene Szenario war assoziiert mit einem der extremsten Szenarien der Zukunft.

Im 5. Zustandsbericht stellt das IPCC fest: „Die zukünftigen Treibhausgas-Emissionen sind unsicher. Zwischen 1970 und 2010 nahmen die Emissionen um 79% zu (von 27 Gt auf über 49 Gt). Business as Usual würde zu einer Fortsetzung dieser Rate führen“. Eine Zunehme mit dieser Rate würde bewirken, dass zum Ende dieses Jahrhunderts 189 Milliarden Treibhausgase emittiert werden würden. Dies liegt innerhalb des 99. Perzentils aller Szenarien in der Datengrundlage von Referenz-Szenarien im 5. Zustandsbericht (hier).

Der 5. Zustandsbericht ging noch weiter und identifizierte explizit eine Untermenge von Referenz-Szenarien, welche charakterisierten, wo das IPCC dem Glauben anhängt, wohin sich die Welt ohne jede Klimapolitik entwickeln würde. Die Bandbreite der in dem Report für das Jahr 2100 angenommenen Emissionen allein für „Business as Usual“ reicht von 50 Gt bis 106 Gt Kohlendioxid (was als die 10% bis 90%-Perzentile der Szenarien-Datengrundlage beschrieben wird). Der Report ging noch weiter und identifizierte ein einzelnes Szenario als „Business as Usual“ mit Kohlendioxid-Emissionen von über 80 Milliarden Tonnen im Jahre 2100 (dieses Szenario wird als RCP 8.5 bezeichnet).

Vom 4. zum 5. Zustandsbericht änderte sich die Zukunft, wie sie vom IPCC gesehen wird, dramatisch. Die Welt ging nicht mehr einer großen Bandbreite möglicher Entwicklungen entgegen mit enormen Unsicherheiten, sondern stattdessen mit einiger Sicherheit einer Zukunft, welche charakterisiert ist durch ein extremes Niveau von Kohlendioxid-Emissionen (hier). Quantitativ sind 50 Milliarden Tonnen Emissionen im Jahre 2100 aus den IPCC-Szenarien einfach verschwunden, und der Schwerpunkt legte sich auf ein „Business as Usual“-Szenario von über 80 Milliarden Tonnen Emissionen im Jahre 2100 (hier).

Die Apokalypse ist auf den Weg gebracht.

Die Entscheidung des IPCC, seinen 5. Zustandsbericht auf das extremste Szenario überhaupt zu konzentrieren, war unglaublich folgenreich. Tausende akademischer Studien bzgl. der zukünftigen Auswirkungen des Klimawandels folgten der Anleitung seitens des IPCC und haben das extremste Szenario als „Business as Usual“ hervorgehoben. Dies wird jetzt oftmals als das Einzige interpretiert und als die Zukunft, der die Welt entgegen geht. Im Jahre 2019 beispielsweise sind zwei neue akademische Studien pro Tag veröffentlicht worden (hier), welche dieses extremste aller Szenarien als „Business as Usual“ darstellen und extremste zukünftige Auswirkungen prophezeien. Journalisten schlachten diese ,sensationalistischen‘ Ergebnisse aus, die von Aktivisten und Politikern noch weiter übertrieben werden (hier), und als Konsequenz davon wird der Klimawandel als immer apokalyptischer betrachtet.

Das Problem mit dem extremen „Business-as-Usual“-Szenario im 5. IPCC-Zustandsbericht besteht darin, dass es schon jetzt überholt ist. Schon für das Jahr 2020 werden die Emissionen auf das Wildeste übertrieben, was in der akademischen Literatur schon als höchst unwahrscheinlich wenn nicht unmöglich beschrieben wird. Die International Energy Agency IEA hat Szenarien für die nächsten Jahrzehnte entwickelt (hier), welche erheblich vom favorisierten Szenario des IPCC abweichen. Natürlich ist es möglich, dass die Welt massive Mengen Kohlendioxid emittiert, was jedoch eine massive Zunahme der Verbrennung von Kohle zur Voraussetzung hat. Aber dieses Szenario ist mit Sicherheit nicht vorherbestimmt, und andere zukünftige Entwicklungen sind mit Sicherheit auch möglich.

Bemerkenswerterweise ist das IPCC drauf und dran, sich weiterhin auf Extrem-Szenarien wie „Business as Usual“ in seinem bevorstehenden 6. Zustandsbericht zu stützen, obwohl diese Szenarien längst überholt sind.

Zu all dem werde ich künftig sicher noch mehr schreiben, ist es doch derzeit der Schwerpunkt meiner Forschungen. Für heute steht unter dem Strich zu verstehen, dass eine verhängnisvolle Entscheidung des IPCC, selektiv ein Extrem-Szenario aus einer gewaltigen Palette möglicher zukünftiger Szenarien herauszupicken, wesentlich dazu beigetragen hat, die Klima-Apokalypse zu erzeugen – eine ängstigende, aber durchweg imaginäre Zukunft.

Link: https://wattsupwiththat.com/2019/12/07/the-incredible-story-of-how-climate-change-became-apocalyptic/

Übersetzt von Chris Frey EIKE