Kältereport Nr. 34

Diesmal wieder mit Vorbemerkung: Eine Reihe von Meldungen bezieht sich diesmal auf eine offenbar extreme Kältewelle in Indien, wo man dergleichen nicht so gewöhnt ist. Die Not ist groß – aber in unseren ach so objektiven Medien steht kein Wort davon. (Eine Hitzewelle würde dagegen vermutlich sehr ausgeschlachtet). Dabei hat die Kälte dort sogar Eingang in den alarmistischen Blog Wetteronline.de gefunden.

Die Hauptmasse der Meldungen stammt aber aus dem Blog electroverse.net. Blogbetreiber Cap Allon hat jüngst jedoch keine Garantie mehr für den Fortbestand seines Blogs übernehmen können, weil er von unbekannter Seite massiven Angriffen ausgesetzt war. Nun ja. Nach der letzten Meldung unten hat er sich jedoch in eine Weihnachtspause verabschiedet.

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Meldungen vom 21. Dezember 2021:

Bhopal, Indien: Tiefste Temperatur seit 55 Jahren

Bhopal, im zentralindischen Bundesstaat Madhya Pradeshas und am Nördlichen Wendekreis gelegen, hat gerade die kälteste Nacht seit 55 Jahren hinter sich.

Am Sonntag sank die Temperatur in der Stadt auf 4 Grad Celsius – der niedrigste Wert seit den 3,1 Grad Celsius vom 11. Dezember 1966 (Sonnenminimum des 19. Zyklus) und mit Abstand der niedrigste der letzten Jahre, wobei der Wert von 4,9 Grad Celsius aus dem Jahr 2018 dem am nächsten kam.

Laxmi Sharma, 71, sagt, die klirrende Kälte am Sonntag erinnere sie an die „eiskalte Nacht“ zum 11. Dezember 1966.

„Vor 55 Jahren war ein Lagerfeuer die einzige Möglichkeit, die Kälte zu überstehen. Es war schwer, die 3 Grad Kälte ohne Heizungen und Boiler zu überleben. Wir saßen um ein Lagerfeuer vor unserem Haus. Alles fühlte sich an, als würde man frieren“, sagte sie gegenüber timesofindia.com, die auch die folgende Grafik zur Verfügung stellt, die zeigt, dass die Tiefsttemperaturen in Bhopal in den letzten zehn Jahren allmählich gesunken sind:

Eine Kältewarnung für Bhopal und 17 weitere Bezirke bleibt bestehen, da in weiten Teilen Indiens weiterhin rekordverdächtige Kälte herrscht:

Diese Meldung fand sogar Eingang bei wetteronline.de:

Kältewelle in Indien: (21.12.2021) Reuters-Video

https://web.de/magazine/panorama/kaeltewelle-nordindien-36452144

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„Bedrohlicher“ Frost in den Prärien

theweathernetwork.com: „Eine extrem kalte Luftmasse aus Sibirien wird in dieser Woche auf die Westküste Kanadas treffen und auch die Prärien erfassen.“

Die Tageshöchsttemperaturen werden in vielen Regionen nur schwer über die -20°C-Marke hinausgehen, in einigen Gebieten werden sogar -30 °C erreicht.

Mit dem Windchill wird es sich am Wochenende wie -30° bis -40°C anfühlen.

Der erste Weihnachtsfeiertag könnte in einer Reihe von Orten rekordverdächtig sein, so auch in Edmonton, Alta, wo sich am 25. Dezember die kälteste Luft seit einem halben Jahrhundert durchsetzen könnte.

Tatsächlich nähert sich die Vorhersage für Edmonton mit -27°C den kältesten 25. Dezember aller Zeiten: -28.9°C im Jahr 1917 (Centennial Minimum):

Link: https://electroverse.net/bhopal-lowest-temp-in-55-years-freeze-to-hit-prairies-rare-polar-clouds-tonga-erupts/

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Meldungen vom 22. Dezember 2021:

„Alarmstufe rot“ in Indien nach der Verschärfung der Kältewelle

Diese Woche wurden in ganz Indien Kälterekorde aufgestellt, da eine arktische Kaltfront ungewöhnlich weit nach Süden vordrang. Und nun warnt das indische Wetteramt (IMD), dass in weiten Teilen des Landes, darunter in Teilen von Punjab, Haryana, Chandigarh und Delhi, Rajasthan und MP, eine „extreme Kältewelle“ bevorsteht.

Kaltluft hatte am Montag auch Delhi erfasst, wobei die Tiefsttemperatur am Safdarjung-Observatorium, das als offizieller Gradmesser für die Hauptstadt gilt, auf 3,2°C sank – fünf Grad unter dem Normalwert und der bisher niedrigste Wert der Saison.

Andernorts fielen während der ersten Kältewelle zahlreiche jahrzehntelange Bestmarken, so auch in Bhopal, wo die Stadt den kältesten Dezembertag seit 1966 erlebte. Langjährige Rekorde wurden auch in Rajasthan, Churu, Siker, Bhilwara, Pilani, Chittorgarh und Ganganagar gebrochen.

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Rekord-Schneefall in der Schweiz

In dieser Woche herrschen in weiten Teilen der Alpen und der Pyrenäen historische Schneeverhältnisse: „Der beste Schnee aller Zeiten“, heißt es auf den Gipfeln, „es schüttet wie aus Eimern“, heißt es in anderen Berichten.

Es kommt nicht oft vor, dass man die Skisaison mit einer (für Dezember) rekordverdächtigen Schneemenge beginnt. In diesem Jahr jedoch, und nicht zuletzt dank des Sturms Barra vor einigen Wochen scheinen die Europäer dafür entschädigt zu werden, dass sie in der letzten Saison ihre Bretter an den Nagel hängen mussten – wegen der Schließung von Skigebieten auf dem ganzen Kontinent.

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Kälte und Schnee in Rekordhöhe haben diesen Monat weite Teile der transkontinentalen Türkei heimgesucht.

Erst letzte Woche blockierten schwere Schneefälle Straßen und schnitten eine Reihe von Städten und Dörfern von der Außenwelt ab. Wie die Tageszeitung dailysabah.com berichtet, blockierten die Schneestürme in den östlichen und westlichen Regionen der Türkei Hunderte von Straßen.

Die Schneehöhe überstieg 80 cm in den höheren Lagen des Landes, dank der anhaltenden Schneefälle, die bereits Ende November/Anfang Dezember begannen.

Link: https://electroverse.net/red-alerts-issued-in-india-record-snow-switzerland-europe-struggles-to-keep-lights-on/

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Auch am 22. Dezember 2021:

Wintersturm trifft Nahen Osten: Schnee in den Bergen des Libanon

Der Nahe Osten ist von heftigen Winterstürmen und ungewöhnlich kaltem Wetter erfasst worden. Bilder in den sozialen Medien zeigen Hagelansammlungen in der Küstenstadt Alexandria im Norden Ägyptens. Im Nordwesten Syriens stehen nach heftigen Regenfällen Flüchtlingslager teils unter Wasser. Weitere starke Regenfälle werden erwartet.

In den Bergregionen des Libanon waren Straßen von Schneemassen blockiert. In dem Land am Mittelmeer leiden die Menschen besonders unter der Kälte. Es mangelt an Strom und Benzin, so dass zahlreiche Haushalte ohne Heizungen auskommen müssen.

Aber auch in Israel und den Palästinensergebieten sorgte der Sturm CARMEL für heftigen Regen und Gewitter. Auf den Golanhöhen fiel Schnee, in einigen israelischen Ortschaften kam es zu Überschwemmungen.

Link: https://www.wetteronline.de/wetterticker/da8b618d-bdce-42f7-86f4-4dafa9843868

In der Leipziger Volkszeitung vom 22. Dezember sind dazu die folgenden zwei Meldungen zu lesen – in der gleichen Ausgabe:

Mit Dank an Dr. Dietmar Ufer für den Hinweis.

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Meldungen vom 23. Dezember 2021:

Rekordverdächtige Schneefälle in Prince George (British Columbia)

In der Stadt Prince George in British Columbia wurde ein starker Schneefall ausgerufen, nachdem sich in nur 24 Stunden rekordverdächtige 35 cm Schnee angesammelt hatten.

Der Meteorologe Trevor Smith sagte MyPGNow.com, dass dem Schnee nun eine rekordverdächtigen Kälte folgen wird.

Der Rekordschnee beschränkte sich auch nicht nur auf die Innenstadt: Die Station Prince George-Massey von Environment Canada verzeichnete am Dienstag 15 cm – ein neuer Rekord für den 21. Dezember (der den alten Richtwert von 11,4 cm aus dem Jahr 1949 deutlich übertrifft).

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„Schneemassen so hoch wie ein einstöckiges Gebäude“ in Teilen der USA

Ein heftiger Wintersturm wird den Nordwesten der USA über das Weihnachtswochenende heimsuchen und möglicherweise rekordverdächtige Schneemengen bis hinunter zum Niveau des Meeresspiegels in Gebieten wie Washington und Oregon bringen.

Nach den neuesten GFS-Läufen wird der Schnee am Wochenende weit verbreitet sein – für Städte wie Seattle und Portland, wo die klimatologische Wahrscheinlichkeit eines solchen Ereignisses normalerweise nur bei 1 bis 3 % liegt, könnte es weiße Weihnachten geben.

In den Bergen der Sierra Nevada könnten sich vereinzelte Schneemengen so hoch türmen, dass sie den zweiten Stock eines Gebäudes erreichen – laut den Meteorologen des Nationalen Wetterdienstes in Sacramento und laut den Berichten der Bastion der Wahrheit und der Erleuchtung CNN bis zu 3 Meter, während in den meisten Orten der Sierra Nevadas eher 150 bis 250 cm zu erwarten sind.

Link: https://electroverse.net/flurries-hit-pg-snow-to-pile-as-high-as-a-one-story-building-in-us/

wird fortgesetzt … (mit 36)

Zusammengestellt und übersetzt von Christian Freuer für das EIKE




Über Temperatur-Anomalien

Ryan Maue

Heute Abend werde ich über Karten von Temperatur-Anomalien sprechen und darüber, wie sie konstruiert, verwendet, falsch interpretiert und für Wetter und Klima missbraucht werden, einschließlich Wissenschaft und Lobbyarbeit. Das sollte Spaß machen.

Anhand von Wettermodellen oder historischen Beobachtungsdaten werden Raster von Tages-, Monats- und Jahrestemperaturen über einen bestimmten Zeitraum von vielleicht 20 oder 100 Jahren+ erstellt.

Dieser Period of Record (POR)-Datensatz wird dann verwendet, um die Basisklimatologie auszuwählen oder zu erstellen, z. B. 1991-2020.

Bei dieser Karte handelt es sich um monatlich aktualisierte, gerasterte japanische Reanalysedaten – eine Art Wettermodell, das die Ergebnisse von Vorhersagen liefert, die nacheinander mit einem modernen Modell, aber mit den Originaldaten von vor Jahrzehnten durchgeführt werden. Damit soll der wahre Zustand der 3D-Atmosphäre und des Ozeans genau dargestellt werden:

Die hier verwendete Basislinie ist 1991-2020 und wird als Klimanormalperiode bezeichnet. Sie können oft 1981-2010 oder 1961-1990 oder sogar 1951-1980 sehen. Diese drei Jahrzehnte sollen das Klima darstellen, unabhängig davon, ob es schnelle Veränderungen gibt oder nicht.

Vergleichen wir mit einem früheren Dezember 2015 während des El Niño. Die globale Anomalie beträgt +0,53°C gegenüber dem Mittelwert von 1991-2020, während dieser Dezember 2021 +0,27°C beträgt. Ja, das ist eine Abkühlung von 0,25 °C im direkten Vergleich.

Aber Sie würden nicht sagen, dass die globale Erwärmung aufgehört hat, weil der Dezember 2021 kühler ist als der Dezember 2015. Das wäre eine Fehlinformation ohne den richtigen Kontext – und das ist der langfristige Datentrend, der überzeugend nach oben zeigt.

Hier ist die tägliche T-Anomalie seit 1990 aus demselben japanischen Datensatz:

Dies ist die tägliche globale Temperaturanomalie, geglättet durch den laufenden 30-Tage-Mittelwert. Sie sollten dramatische Spitzen auf wöchentlichen und monatlichen Zeitskalen vor dem Hintergrund des langsamen Trends der globalen Hintergrunderwärmung sehen.

Was verursacht die Spitzen? Ozean und Atmosphäre, vor allem durch das Wetter:

[Die beiden Graphiken scheinen identisch. Sie stehen aber so auch im Original. A. d. Übers.]

Zoomen wir näher heran, um die Änderungen der globalen Temperatur innerhalb eines Tages zu sehen, d. h. die Erfassung der Temperaturanomalie 4x täglich, wenn die Erde halb im Dunkeln und halb im Sonnenlicht liegt.

Sehen Sie sich den wilden Sprung von -0,4°C auf +0,4°C von März 2021 bis April 2021 an. Das sind +0,8 °C in einem Monat. Wahnsinn!

Hier ist ein aktuelles Beispiel aus dem operationellen Wettermodell des ECMWF. Die globale T-Anomalie fällt innerhalb von 10 Tagen von +0,21°C auf -0,12°C, eine dramatische globale Abkühlung um 0,33°C. Ja, das ist auf so kurzen Zeitskalen völlig wetterabhängig – und das liegt daran, wie sich kalte/warme Luft auf Land wirkt:

Aber ich sehe mehr Rot als Blau, es ist offensichtlich, welches Land wärmer ist. Ich würde sagen, das ist irreführend, da es sich bei den Karten um flache Projektionen handelt und die extremsten Werte mit Sicherheit in engen oder kleinen Regionen konzentriert sind. Außerdem handelt es sich um eine Momentaufnahme, während 24 Stunden eine andere Geschichte sind.

Aber ich sehe extrem hohe Temperaturen in den Vereinigten Staaten, und die globale Anomalie beträgt +0,20 °C, was ein Beweis für den Klimawandel ist.

Das ist aus 2 Gründen irreführend:

Man kann nicht auf 1 % der Erde zeigen und „Klimawandel“ sagen, wenn es anderswo offensichtlich ausgleichende Kälte gibt.

Und man kann nicht gleichzeitig Roh-Temperaturanomalien auf verschiedenen Teilen des Globus vergleichen!

Warum? Die Hintergrundabweichung oder typische Temperaturänderung an einem bestimmten Tag kann in Alberta oder Minnesota +/- 25°C betragen, während sie in den Tropen nur +/- 1°C beträgt.

Man muss normalisieren!

Der Vergleich kleiner Gebiete mit Temperaturanomalien in verschiedenen Teilen der Welt ist doppelt irreführend, eine Kardinalsünde.

Denken Sie daran, dass Sie die globale Anomalie auf langen Zeitskalen betrachten müssen und nicht die täglichen Wetterkarten vergleichen dürfen.

Als nächstes die Farbskala:

Wenn man die Karte der täglichen Temperaturanomalie mit nur einer Farbe einfärben würde, die die globale Anomalie von -0,12°C repräsentiert, wäre sie grau, kein Signal. Eine leere graue Karte. Alle Anomalien im Bereich von -24°C bis +30°C sind im globalen Durchschnitt alle grau. Erstaunlich!

Machen wir das Gleiche für das Jahr bis heute. Die Farbskala ist halbiert, so dass Grau +/- 0,25 °C entspricht, aber die globale Temperaturanomalie passt genau so gut.

Man kann deutlich die Dominanz von La Niña im tropischen Pazifik erkennen (kälteres Blau):

Originally tweeted by Ryan | Forecast (@RyanMaue) on December 24, 2021.

Link: https://wattsupwiththat.com/2021/12/24/ryan-maue-on-temperature-anomalies/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Ein Landkreis in Nebraska führt strenge neue Vorschriften für Windenergie ein

Bonner R Cohen

Das Board of Supervisors (BOS) von Gage County, Nebraska, hat neue Verordnungen verabschiedet, die die Standortwahl und den Betrieb von Windkraftanlagen im industriellen Maßstab einschränken. Damit haben die Windkraftentwickler einen Rückschlag erlitten, die die relativ gleichmäßigen Winde und die offenen Flächen der Great Plains sowie die großzügigen Bundeszuschüsse für die Entwicklung erneuerbarer Energien nutzen wollen.

Mit sechs Stimmen für die zusätzlichen Beschränkungen und einer Gegenstimme verabschiedete das BOS am 17. November neue Vorschriften, die auf Empfehlungen der Planning and Zoning Commission des Landkreises basieren.

Die neuen Verordnungen gehen auf Bedenken ein, die auf öffentlichen Versammlungen häufig im Zusammenhang mit industriellen Windkraftanlagen geäußert werden, z. B. die Nähe der Turbinen zu benachbarten Grundstücken und der von den sich drehenden Rotoren der Turbinen erzeugte Lärm.

Die neue Verordnung von Gage County schreibt vor, dass Windturbinen mindestens doppelt so weit von Grundstücken entfernt sein müssen wie die Turbine hoch ist. Außerdem hat der Bezirk den maximalen Dezibelwert für den von den Turbinen erzeugten Schall von fünf auf drei Dezibel gesenkt.

Grenzwerte für gewerbliche Windkraftanlagen

In der Verordnung des Landkreises werden industrielle Windparks als „Windenergie-Umwandlungssystem“ (WECS) oder „kommerzielles Windenergie-Umwandlungssystem“ (CWECS) bezeichnet.

„Um den Bedarf an sauberen, erneuerbaren Energieressourcen mit dem Schutz der Gesundheit, der Sicherheit und des Wohlergehens der Einwohner von Gage County, Nebraska, in Einklang zu bringen, hält der Landkreis diese Vorschriften für notwendig, um sicherzustellen, dass alle Windenergie-Umwandlungssysteme (WECS) angemessen konzipiert, platziert und installiert werden“, heißt es in der Präambel der Verordnung.

Weitere wichtige in der Verordnung über Windkraftprojekte enthaltene Vorschriften sind: „CWECS sind so zu konstruieren und zu platzieren, dass nachteilige sichtbare und lärmbedingte Auswirkungen auf angrenzende Gebiete so weit wie möglich minimiert werden; die Farben und die Oberflächenbehandlung von CWECS und tragenden Strukturen müssen die natürlichen Merkmale des Standorts so weit wie möglich minimieren; es sind angemessene Maßnahmen zu ergreifen, um spezifische nachteilige visuelle Auswirkungen wie Reflexionen, Schattenwurf und Blattwedel zu mindern, die sich auf Wohnhäuser innerhalb oder in unmittelbarer Nähe des Projektgebiets auswirken. Schattenwurf darf nicht mehr als 30 Minuten pro Tag und nicht mehr als 30 Stunden pro Jahr von einem bewohnten Wohnhaus aus auftreten. (Hervorhebung im Original).

Wind-Trend im gesamten US-Bundestaat [Nebraska]

Die neuen Verordnungen von Gage County werden den Bau einer groß angelegten industriellen Windkraftanlage in diesem Bezirk wahrscheinlich erschweren.

Sollte dies der Fall sein, würde sich Gage County einem landesweiten Trend widersetzen.

Der dünn besiedelte Bundesstaat Nebraska hat in den letzten zwei Jahrzehnten eine große Anzahl industrieller Windkraftanlagen errichtet. Nach Angaben der U.S. Energy Information Administration ist die Windenergie mit einem Anteil von 23,63 Prozent an der Stromerzeugung der zweitgrößte Stromerzeuger im Bundesstaat. Die Kohleverstromung ist mit 51,17 Prozent die größte Stromquelle in Nebraska.

USA-weiter Konflikt

Der Konflikt zwischen Landbesitzern, die finanziell von Windkraftprojekten profitieren, und jenen, die Windturbinen als Bedrohung für ihr Eigentum, ihre Gesundheit oder die Umwelt ansehen, spielt sich überall im ländlichen Amerika ab, sagt Craig Rucker, Präsident des Committee for a Constructive Tomorrow (CFACT), das die Environment & Climate News mit herausgibt. Rucker fährt fort, dass es scheint, als hätte sich das BOS von Gage County auf die Seite derjenigen gestellt, die über die potenziell schädlichen Auswirkungen der Windkraft besorgt sind, und nicht auf die Seite derjenigen, die von der industriellen Windkraft profitieren wollen.

„Mit der zunehmenden Verbreitung von Windparks im ganzen Land wachsen auch die Bedenken über deren Auswirkungen auf die umliegenden Gemeinden“, so Rucker. „Das BOS von Gage County hat sich zu Recht mit dem Schattenwurf beschäftigt. „Dabei handelt es sich um den Effekt, dass die (tief am Horizont stehende) Sonne durch die rotierenden Flügel einer Windkraftanlage scheint und einen sich bewegenden Schatten wirft, der als ‚Flimmern‘ wahrgenommen wird“, so Rucker. „Zusammen mit dem Lärm der Turbinen und dem hässlichen ökologischen Fußabdruck, den diese monströsen Anlagen in der Landschaft hinterlassen, ist dies eines der vielen Ärgernisse, die aus der Entwicklung von Windparks im industriellen Maßstab resultieren“.

Bonner R. Cohen, Ph.D., is a senior fellow at the National Center for Public Policy Research and a senior policy analyst with CFACT.

Link: https://heartlanddailynews.com/2021/12/nebraska-county-institutes-strict-new-wind-power-regulations/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




WSJ: Deutschlands Energie-Kapitulation

[Hier der Blick aus den USA auf unsere Politik! WSJ = Wall Street Journal. A. d. Übers.]

Es ist schlimm genug, dass die Deutschen ihre eigene Energiesicherheit untergraben haben, aber sie sollten ihre selbstzerstörerische Politik nicht auch noch dem Rest des Kontinents aufzwingen.

Man könnte erwarten, dass ein Land, das unter einer generationenübergreifenden Energiekrise leidet, alles tun würde, um das Angebot zu erweitern. Doch in Deutschland werden bis zum Jahresende drei Kernkraftwerke abgeschaltet – etwa die Hälfte der Kernkraft-Stromerzeugung des Landes.

Vor zehn Jahren produzierten 17 Kernreaktoren etwa ein Viertel des deutschen Stroms, doch der Unfall in Fukushima 2011 veranlasste die damalige Bundeskanzlerin Angela Merkel zum Ausstieg aus der Kernenergie. Sechs Reaktoren bleiben übrig: Drei werden noch in diesem Monat geschlossen, die übrigen drei stellen im nächsten Jahr den Betrieb ein. Aus wirtschaftlichen, klimatischen und geopolitischen Gründen kann man sich kaum eine selbstzerstörerischere Politik vorstellen.

Die Stilllegungen waren seit Jahren erwartet worden, aber die Reaktoren für ihre ursprünglich geplante Laufzeit offen zu halten, hätte dazu beitragen können, die Schmerzen zu lindern, die die Deutschen jetzt angesichts der steigenden weltweiten Nachfrage und der damit verbundenen höheren Energiekosten verspüren. Die deutschen Ein-Jahres-Terminpreise für Strom haben 300 € pro Megawattstunde erreicht. Zum Vergleich: Der Durchschnitt für den Zeitraum 2010 bis 2020 lag unter 50 Euro pro Megawattstunde.

Die Anti-Atomkraft-Bewegung wird von vielen deutschen Klimaschützern unterstützt, doch der Ausstieg aus der kohlenstofffreien Kernenergie hat vorhersehbare Auswirkungen auf die Emissionen. In der ersten Hälfte des Jahres 2021 war die Kohle die wichtigste Energiequelle des Landes und erzeugte mehr als ein Viertel des deutschen Stroms. Der Anteil der Wind- und Solarenergie lag bei 22 % bzw. 9 %, während der Anteil der Kernenergie auf etwa 12 % gesunken ist.

Frankreich, das stark auf Atomkraft setzt, stößt pro Kopf etwa halb so viel Kohlendioxid aus wie Deutschland. Die Franzosen haben außerdem mit hohen Energiepreisen zu kämpfen, die auf Ausfälle der Kernenergie zurückzuführen sind, und sind stärker von den explodierenden Erdgaspreisen abhängig. Doch Paris reagiert darauf mit dem Bau weiterer Kernreaktoren.

Berlin – selbst von der Gnade von Sonne und Wind abhängig – ist nun noch stärker auf russisches Gas angewiesen, um die Lichter am Leuchten zu halten. Dies ist der Hintergrund für die schwache Reaktion auf Russlands Aggression in der Ukraine. Deutschlands beharrliche Unterstützung für die russische Gaspipeline Nord Stream 2 trotz des Widerstands von Verbündeten untergräbt die Antwort des Westens auf Wladimir Putins Pläne, Osteuropa zu dominieren.

Deutschland drängt nun darauf, die Kernenergie von der EU-Liste der „ökologisch nachhaltigen Wirtschaftstätigkeiten“ zu streichen, eine Bezeichnung, die die Kosten für die Finanzierung von Kernkraftprojekten senken könnte. Es ist schlimm genug, dass die Deutschen ihre eigene Energiesicherheit untergraben haben, aber sie sollten ihre selbstzerstörerische Politik nicht auch noch dem Rest des Kontinents aufzwingen.

Der ganze Beitrag steht hier.

Dieser Beitrag stammt aus dem jüngsten Rundbrief von Net Zero Watch (= GWPF), so dass kein expliziter Link angegeben werden kann. Wer die Übersetzung überprüfen will, schaue in das beigefügte Original:

Gsurrender




EU droht im nächsten Jahr eine schwere Energiekrise

Paul Homewood, NOT A LOT OF PEOPLE KNOW THAT

Hohe Energiepreise werden uns erhalten bleiben:

Nach Angaben des griechischen Energieministers werden die Europäer im nächsten Jahr zusätzliche 350 Milliarden Euro an Energierechnungen zahlen, da die weltweite Nachfrage nach Brennstoffen und Strom die Preise weiter in die Höhe zu treiben droht.

Kostas Skrekas sagte, dass auf EU-Ebene ein neuer Mechanismus geschaffen werden sollte, um die schwächsten Bürger und mittelständischen Unternehmen vor Preissteigerungen zu schützen. Bei einem Treffen der Umweltminister in Brüssel äußerten sich Beamte aus Ungarn und Spanien besorgt über die jüngste Volatilität auf den Märkten für Kohlendioxidemissionen.

„Angesichts dieser außergewöhnlichen Situation können wir nicht unbeteiligt bleiben“, sagte Skrekas. Griechenland hatte Anfang des Jahres geschätzt, dass die Europäer allein in diesem Winter mit einem Anstieg von 100 Milliarden Euro rechnen müssten.

Die Energieknappheit in Europa belastet die nationalen Haushalte und ist zu einer der größten politischen Herausforderungen der EU geworden, die die Inflation anheizt, während die Regierungen mit der Ausbreitung des Omicron-Virus zu kämpfen haben. Die Mitgliedstaaten haben eine Reihe von Vorschlägen unterbreitet, die von einer Neugestaltung der Funktionsweise des Strommarktes bis hin zu Obergrenzen für den Emissionshandelsmarkt der EU reichen.

Quelle

Auf dem gesamten Kontinent liegen die Preise pro Megawattstunde (MWh) in den meisten Ländern inzwischen über 300 . Mit Ausnahme von Polen und Skandinavien haben alle europäischen Länder die 300-€-MWh-Grenze überschritten, wobei Frankreich und die Schweiz fast bei 400 € liegen. Andre Bosschaart, Leiter des Bereichs Analytik beim Marktforschungsunternehmen Enappsys, sagte, er habe noch nie so eine Volatilität und so hohe Preise gesehen“ und fügte hinzu, dass die Vorhersagen für die morgigen Preise darauf hindeuteten, dass Frankreich und Deutschland die Marke von 400 € pro MWh überschreiten würden. Nathan Piper, Leiter der Abteilung Öl- und Gasforschung bei Investec, bezeichnete die Preise als „phänomenal hoch“ und fügte hinzu, dass die Gaspreise in Europa inzwischen zehnmal höher seien als in den USA.

Quelle

395 Milliarden Dollar sind eine unglaubliche Summe, vermutlich zusätzlich zu dem diesjährigen Preisanstieg. Das entspricht 890 Dollar pro Kopf.

Es ist auch klar, dass die Preise in nächster Zeit nicht sinken werden, wenn überhaupt. Das ist genau das Szenario, das die EU geplant hat – die Energiepreise so weit in die Höhe zu treiben, dass die erneuerbaren Energien wettbewerbsfähig werden.

Die einzige Möglichkeit, die Preise wieder zu senken, besteht darin, die Produktion von Öl, Gas und Kohle zu steigern. Unter normalen Umständen würden steigende Marktpreise einen Anreiz dazu bieten. Es ist jedoch die EU-Politik, die genau das verhindert.

[Hervorhebung vom Übersetzer]

Link: https://wattsupwiththat.com/2021/12/22/eu-facing-new-energy-crisis-next-year/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE