Nachtrag zum Juni 2021 in Deutschland – neuer Häufigkeitsrekord der zirkulationsarmen, unbestimmten (XX)-Lagen, Windstromerzeugung brach zeitweise zusammen

Stefan Kämpfe, Diplomagraringenieur, unabhängiger Natur- und Klimaforscher

Nachdem nun endlich alle Juni-Daten vorliegen, steht fest: Dieser Juni verlief nicht nur angenehm warm, sondern auch besonders windschwach. Der am 28. Juni erschienene Juni-Beitrag soll deshalb kurz ergänzt werden.

Seit dem Beginn der Erfassung der Objektiven Wetterlagen beim DWD (zweite Jahreshälfte 1979) gab es mit 14 Tagen nie mehr Juni-Tage ohne eindeutig bestimmbare Anströmrichtung über Deutschland, als 2021 (der bisherige Rekord datierte aus dem Vorjahr mit 13 Tagen).

Abbildung 1: Die Häufigkeit der im Juni unbestimmten Lagen (keine eindeutige Anströmrichtung im 700-hPa-Niveau, entspricht etwa 3.000 Metern Höhe) nahm merklich zu. Mit 14 Tagen, das ist fast die Hälfte des gesamten Junis, wurde der „alte“ Rekord von 2020 gleich überboten.

Diese XX-Lagen gehen fast stets mit mehr oder weniger deutlichen Flauten auch in den bodennahen Luftschichten einher; Niederschlagsgebiete ziehen oft nur sehr langsam und fallen daher lokal besonders ergiebig aus; die stagnierende Luft kann sich außerdem unter den Bedingungen der sehr langen Frühsommertage stark erwärmen. Und das häufige Vorhandensein potentiell instabiler Luftmassen (mPs, xSp, xS) begünstigte die Entstehung von Gewitterschauern. Ähnlich wie schon im Vorjahr, hatte das auch an den übrigen Juni-Tagen meist schwachwindige Juni-Wetter sehr negative Auswirkungen auf die Windstromproduktion.

Abbildungen 2a und 2b: Stromproduktion Deutschlands im Juni 2020 (2a, oben) und 2021 (unten). Man achte auf die hell blaugraue Fläche, welche den Windstromanteil am „Strommix“ darstellt. Schon im Juni 2020 hatte es sehr wenig Windstrom gegeben, aber 2021 herrschte noch viel öfter nahezu Totalausfall. Zwar gab es 2021 etwas mehr Solarstrom, aber der musste Mittags oft exportiert werden (gelbliche Spitzen überschreiten den Verbrauch), doch Nachts scheint selbst im Juni keine Sonne (Weiße Lücken unter der Verbrauchskurve), was überteuerte Importe erforderte – die wehrlosen Stromkunden dürfen dafür teuer bezahlen. Auf lange Sicht wird es keine umweltfreundlichen, effektiven und wirtschaftlichen Möglichkeiten zur Speicherung größerer Strommengen geben. Bildquellen energy-charts.info, ergänzt.

Fazit: Der Deutschen Energiewende bläst kein scharfer Wind ins Gesicht – er fehlt ihr immer öfter. Unsere „Qualitätsmedien“ und die Spitzenpolitiker verschweigen uns das lieber. Auch für den Juli 2021 deuten sich keine sehr günstigen Produktionsbedingungen für den Windstrom an, wenngleich das Juni-Negativergebnis sicher nicht wiederholt werden dürfte. Der vollständige, ursprüngliche Beitrag ist hier zu finden.

 




Politiker: 400 ppm CO2 töten das Klima, aber 14.000 ppm CO2 für Kinder sind in Ordnung! Ärzte warnen vor den Masken

Pierre Gosselin

AKTUALISIERUNG: Die Diktatoren bei Twitter haben meinen Account für 7 Tage gesperrt, nur Minuten nachdem ich diesen Artikel gepostet habe. Wir leben nicht in einer Demokratie, Leute. Die Opposition wird mit fadenscheinigen Gründen ausgeschaltet.

Überall in Europa erwägen die Regierungen, im Kampf gegen das Corona-Virus Masken für Kinder in der Schule zur Pflicht zu machen. Doch die Folgen könnten gravierend und weitreichend sein. Die CO2-Konzentration hinter den Masken kann bis zu 25.000 ppm betragen.

Boris Reitschuster berichtet hier*: „Während der Präsident des Robert-Koch-Instituts, Lothar Wieler, meint, dass Masken bis zum Frühjahr 2022 auch für Kinder verpflichtend sein sollten, lässt die Bundesregierung FFP2-Masken für die Kleinen standardisieren – obwohl die Datenlage dazu bisher schwach ist.“

[*Diesen Blog in deutscher Sprache anzuklicken wird dringend empfohlen! Diese Übersetzung ist im Wesentlichen eine Zusammenfassung des verlinkten Beitrags. A. d. Übers.]

68% berichten über gesundheitliche Probleme

Laut einer aktuellen deutschen Studie, einer Umfrage zu Nebenwirkungen von Masken unter 25.930 Kindern, berichten 68% der Kinder von Problemen.

Eine brandneue Studie, die im JAMA of the American Medical Association erschienen ist, geht sogar noch weiter und fand heraus, dass beim Tragen von Masken bei Kindern die Grenzwerte der Federal Environmental Protection Agency für Innenräume bereits nach drei Minuten um mehr als das Sechsfache überschritten wurden.

270 Minuten Masken tragen in der Schule

In der deutschen Studie maßen die Wissenschaftler für OP- und FFP2-Masken durchschnittliche CO2-Werte in der eingeatmeten Luft zwischen 13.120 und 13.910 ppm. Das ist ein Wert, der sechsmal höher ist als das, was das Umweltbundesamt als inakzeptabel bezeichnet. „Dieser Wert wird nach drei Minuten unter der Maske erreicht“, so die Autoren, „Kinder tragen diese Maske in Schulen durchschnittlich 270 Minuten.“

25.000 ppm

Der höchste gemessene Wert lag bei einem siebenjährigen Kind bei 25.000 ppm.

Das Gesundheitsamtes von Wisconsin meldet:

● 1.000-2.000 ppm: Dieser Wert wird mit Beschwerden über Schläfrigkeit und schlechte Luft in Verbindung gebracht.

● 2.000-5.000 ppm: Dieser Wert wird mit Kopfschmerzen, Schläfrigkeit und stagnierender, abgestandener, stickiger Luft in Verbindung gebracht. Konzentrationsschwäche, Aufmerksamkeitsverlust, erhöhte Herzfrequenz und leichte Übelkeit können ebenfalls vorhanden sein.

Man beachte, dass CO2-Werte von 400 ppm angeblich ausreichen, um das Klima der Erde zu zerstören. Doch Werte über 10.000 ppm sind für Kinder in Ordnung?

[Hervorhebung vom Übersetzer]

Schon 1000 ppm können „Gesundheitsprobleme“ mit sich bringen

Air Quality News berichtet hier, wie Forscher herausfanden, dass „Gesundheitsprobleme durch die Exposition gegenüber CO2-Werten von nur 1.000 Teilen pro Million (ppm) verursacht werden können – ein weitaus niedrigerer Grenzwert als die 5.000 ppm, die weithin anerkannt wurden.“ Die Ergebnisse wurden in der Zeitschrift Nature Sustainability veröffentlicht.

Ausgeatmetes CO2 sammelt sich bereits nach kurzer Zeit und vermischt sich beim Einatmen mit der Frischluft und erhöht den CO2-Gehalt der eingeatmeten Luft. Verschärft wird das Problem dadurch, dass Kinder schneller atmen als Erwachsene.

Die Wissenschaftler empfehlen: „Entscheidungsträger sollten die harten Daten aus dieser experimentellen Messstudie bei ihren Entscheidungen entsprechend berücksichtigen.“

Das Risiko des Tragens der Masken ist weitaus größer als potentieller Nutzen

Co-Autor Harald Walach berichtet auf seiner Website:

Diese Daten müssen vor dem Hintergrund gesehen werden, dass Kinder praktisch nicht gefährdet sind und sehr selten andere anstecken, dass Schulen sehr selten zu Hotspots der Übertragung geworden sind und dass es eigentlich keinen vernünftigen Grund gibt, Kindern diese Maßnahme zu verordnen. Dieser Unsinn sollte sofort gestoppt werden, wenn es wirklich wahr ist, dass sich unsere Gesellschaft an wissenschaftlichen Daten und Rationalität orientiert.

Link: http://notrickszone.com/2021/07/02/policymakers-400-ppm-co2-killing-the-climate-but-14000-ppm-okay-for-kids-doctors-warn-against-masks/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE




Kältereport Nr. 16

Einführung des Übersetzers: Und wieder gibt es Berichte über viele Kalt-Ereignisse, naturgemäß hauptsächlich von der Südhemisphäre. Dort scheint auf der gesamten Hemisphäre ein außerordentlich kalter Winter im Gange zu sein. Die Berichte in diesem Report kommen aus Südamerika ebenso wie aus Südafrika und Australien. Und: sogar der auf der alarmistischen Seite verdrahtete Blog „wetteronline.de“ wartet mit einer Kaltmeldung aus Südamerika auf. – Ende Einführung

Südamerika ungewöhnlich kalt: Frostige Nächte im Süden Brasiliens

In weiten Teilen Südamerikas ist es in den letzten Nächten ungewöhnlich kalt gewesen. Betroffen waren vor allem Argentinien und Paraguay, aber auch im Süden Brasiliens gab es vielerorts Nachtfröste und Reif. Spannend daran ist vor allem, dass die betroffenen Regionen auf der gleichen geografischen Breite liegen wie Florida, nur eben südlich des Äquators.

Selbst in dem brasilianischen Bundesstaat Santa Catarina (siehe Markierung) hat es trotz dessen niedriger geografischer Breite von nur rund 28 Grad Süd vielfach Nachtfrost gegeben.

In höheren Lagen hat es sogar geschneit, wie hier in der gut 1300 Meter hoch gelegenen Stadt Urupema:

Noch eisiger war es in den Höhenlagen des Bundesstaates Rio de Janeiro, wo im Nationalpark Itatiaia teils sogar zweistellige Minusgrade registriert wurden. Die geografische Breite des Parks entspricht etwa der Lage Kubas auf der Nordhalbkugel.

Link: https://www.wetteronline.de/wetterticker/69b605b1-0710-4d21-a1ef-ce913b83684a

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Starke Schneefälle in Neuseeland, da antarktische Luft „die Gefrierschrank-Tür“ für große Teile der südlichen Hemisphäre öffnet

28. Juni: Die MSM fahren fort, die wenigen Regionen der Welt mit anomaler Hitze hervorzuheben UND die brutale Kälte und den Schnee, der Nationen wie Neuseeland und Argentinien heimsucht, zu umgehen. Diese korrumpierten Schoßhunde der Eliten ignorieren auch die Gesamttemperatur der Erde – wenn so etwas berechnet werden kann –, die nach offiziellen Datensätzen DAS GANZE JAHR ÜBER bei und oft ein wenig unter dem multidekadischen Durchschnitt verharrte.

Unser Planet kühlt sich ab.

Das ist eine Tatsache.

Globale Erwärmung ist ein Grimm’sches Märchen.

Link: https://electroverse.net/heavy-snow-hits-new-zealand-as-antarctic-air-opens-the-freezer-door/

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Rekorde brechende Kälte und Schnee überfluten Südamerika

29. Juni: Während die MSM scheinbar in der beispiellosen Hitze schwelgen, die über dem Nordwesten der USA und dem Südwesten Kanadas liegt, wird ein Teil unseres Planeten derzeit von einer weitaus umfassenderen Temperaturanomalie heimgesucht: in Südamerika.

Link: https://electroverse.net/record-breaking-cold-and-snow-sweep-south-america/

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Wintersturm „richtet Chaos an“ in Kapstadt, Südafrika

29. Juni: Ein mächtiger Wintersturm aus der Antarktis hat unter anderem die südafrikanische Stadt Kapstadt heimgesucht und für anomal niedrige Temperaturen, sintflutartige Regenfälle und starken Schneefall gesorgt.

Wie ewn.co.za berichtet, erreichte die intensive Kaltfront in der Nacht zum Sonntag die Stadt und brachte heftige Regenfälle, eisige Temperaturen, raue See und starke Winde mit sich.

Link: https://electroverse.net/winter-storm-wreaks-havoc-in-sa-as-greenland-logs-record-gains/

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Kaltlufteinbruch“ auf Kurs Richtung Südost-Australien, während neuseeländische Städte den ersten Schneefall seit einem Jahrzehnt verzeichnen

30. Juni: Ein weiterer „Kaltluftausbruch bedroht Australiens Südosten, haben lokale Meteorologen gewarnt.
„Es geschieht alles während der nächsten paar Tage in der ganzen Nation mit Schwerpunkt im Südosten“, sagte der Meteorologe bei Sky News Weather Alison Osborne.

Link: https://electroverse.net/antarctic-air-for-australia-as-nz-registers-first-snow-in-a-decade/

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Und hier die Bestätigung der Wetteronline-Meldung zu Beginn:

Rekordkälte schlägt in Brasilien zu: Schwere Fröste verheeren Zuckerrohr-, Kaffee- und Maisernten

1. Juli: Rekordkälte hat in dieser Woche weite Teile des südamerikanischen Kontinents heimgesucht und die Ernten in der Region schwer geschädigt, die Erträge gesenkt und die Preise in die Höhe getrieben.

Dank einer mächtigen antarktischen Luftmasse leiden Nationen wie Argentinien, Uruguay, Paraguay, Bolivien und BRASILIEN unter einer extremen und beispiellosen Kälte, die mit historischen Schneefällen einhergeht.

Auf Brasiliens Zuckerrohr-, Kaffee- und Maisfeldern wurden schwere Schäden durch Fröste gemeldet.

Das Land registrierte am Mittwoch, den 30. Juni, laut Analysten und Wetterdiensten extrem niedrige Temperaturen – vom südlichsten Bundesstaat Rio Grande do Sul bis in den nördlichen Teil von São Paulo.

„Es ist lange her, dass es in Brasilien zu so starkem Frost gekommen ist“, sagte der Meteorologe Marco Antonio dos Santos.

Link: https://electroverse.net/record-cold-strikes-brazil-heavy-frosts-ravage-sugarcane-coffee-and-corn-crops/

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Westaustralien friert sich durch einen der kältesten Winteranfänge aller Zeiten

2. Juli: In weiten Teilen Australiens wurde ein ungewöhnlich kalter Juni registriert, insbesondere in Westaustralien.

Perth – die Hauptstadt und größte Stadt des Bundesstaates Westaustralien – friert sich durch einen der kältesten Wintereinbrüche seit Beginn der Aufzeichnungen, nachdem immer wieder polare Kaltfronten aus der Antarktis eingedrungen sind.

Daten des auf der Alermisten-Seite stehenden Bureaus of Meteorology (BOM) zeigen, dass die Durchschnittstemperatur im Juni – eine Kombination aus Höchst- und Tiefstwerten – nur 12,9°C betrug – ein Wert, der dies zum zweitkältesten Juni macht, der jemals aufgezeichnet wurde, und zum kältesten seit 26 Jahren – nämlich seit 1995 (Sonnenminimum des Zyklus 22).

Link: https://electroverse.net/western-australia-shivers-through-one-of-its-coldest-starts-to-winter/

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Santa Catarina, Brasilien meldet den dritten Tag in Folge seltenen Schneefall und Minusgrade

2. Juli: Santa Catarina verzeichnete am Mittwoch Schneefall in Urupema und Sao Joaquim – der dritte Tag in Folge mit dem seltenen Phänomen, das auch ungewöhnlich niedrige Temperaturen mit sich brachte.

Santa Catarina ist der südlichste Bundesstaat Brasiliens.

Die Temperaturen im gesamten Bundesstaat sind in dieser Woche auf rekordverdächtige -7,5°C und weniger gefallen, und es wurde starker Schneefall registriert.

Nach Angaben des Informationszentrums für Umweltressourcen und Hydrometeorologie von Santa Catarina (Epagri / Ciram) ist dies das erste Jahr seit dem Jahr 2000, in dem an drei aufeinanderfolgenden Tagen Schneefall registriert wurde.

Link: https://electroverse.net/santa-catarina-logs-its-third-day-of-rare-snow-and-sub-zero-cold/

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wird fortgesetzt … (mit 17)

Zusammengestellt und übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Gegen Umwelt-Unmenschlichkeit

Bild: Etienne Girardet bei Unsplash.

Marian Tupy

Am 25. April veröffentlichte die britische Zeitschrift Vogue einen Artikel mit dem Titel „Is Having a Baby in 2021 Pure Environmental Vandalism?“ Die Autorin, Nell Frizzell, machte sich „Sorgen über die Art von Welt“, in die sie ihr „Kind hineinbringen würde – in der wir vielleicht nur noch 60 Ernten übrig haben, bevor unser überarbeiteter Boden aufgibt.“ Schließlich entschied sie sich, einen Sohn zu bekommen und ihm beizubringen, innerhalb der „ökologischen Möglichkeiten der Menschheit“ und frei vom „Konsumfieber“ zu leben.

Frizzell ist nicht der Einzige, der sich über die zunehmende Weltbevölkerung und den damit einhergehenden steigenden Ressourcenverbrauch Sorgen macht. In den letzten Jahren haben sich Bücher, Artikel und Organisationen, die für eine Begrenzung des Bevölkerungswachstums plädieren, im Einklang mit der zunehmenden Radikalisierung der Umweltbewegung vermehrt. Woher kommt diese Radikalisierung, und haben die Umwelt-Extremisten Recht?

Beginnen wir mit ein paar Beispielen. Im Februar 2019 erklärte die Repräsentantin Alexandria Ocasio-Cortez (Demokraten) ihren Instagram-Zuschauern, dass es keine Hoffnung für die Zukunft gibt, wenn die Menschheit nicht dringend etwas gegen die CO2-Emissionen unternimmt. „Es ist im Grunde ein wissenschaftlicher Konsens, dass das Leben unserer Kinder sehr schwierig werden wird, und das führt dazu, dass junge Menschen eine legitime Frage haben: Ist es okay, noch Kinder zu haben?“

Im Mai 2019 hieß es in einem CNN-Beitrag über den neu veröffentlichten Bericht der Intergovernmental Science-Policy Platform on Biodiversity and Ecosystem Services der Vereinten Nationen, dass wir, um eine Umweltkatastrophe zu verhindern, „jetzt handeln müssen, weniger konsumieren, weniger verschmutzen, weniger Kinder haben.“

Die logische Fortsetzung der Sorge um das Bevölkerungswachstum ist die Voluntary Human Extinction Movement, kurz VHEMT. Gründer Les Knight sagte der Daily Mail im Januar 2019: „Ich habe immer mehr Artikel über Menschen gesehen, die sich dafür entschieden haben, kinderlos zu bleiben oder ihre bestehende Familie nicht zu vergrößern. Ich habe diese Geschichten gesammelt, und im letzten Jahr gab es eine wahre Flut von Artikeln, die sich mit dem Aussterben der Menschheit beschäftigten.“

Die meisten Anti-Natalisten begnügen sich mit einer freiwilligen Reduzierung der Geburtenrate. Andere hoffen, dieses Ziel durch staatlichen Zwang zu erreichen. Prominente Umweltschützer, darunter der Bioethiker Travis Rieder von der Johns Hopkins University und der Populär-Wissenschaftler Bill Nye, haben sich – à la chinoise – für Sondersteuern oder andere staatlich verordnete Strafen für Menschen mit „zu vielen Kindern“ ausgesprochen.

Als sich COVID-19 im Jahr 2020 über die ganze Welt ausbreitete, freuten sich einige Umweltextremisten über die wachsende Zahl der Todesopfer. Die New York Times stellte fest, dass ein Vorteil der sozial-distanzierenden Bemühungen darin besteht, dass sie helfen könnten, den Klimawandel zu bekämpfen, und CNN titelte [übersetzt]: „Es gibt einen unwahrscheinlichen Nutznießer des Coronavirus: Den Planeten.“ Der Umweltkorrespondent der BBC berichtete freudig, dass die Luftverschmutzung und die CO2-Emissionen rapide zurückgingen, als sich das Virus ausbreitete. Einige Umweltschützer machten sich Sorgen, dass die Wirtschaft nach der Rezession einen Anstieg der schädlichen Emissionen erleben könnte, wenn die Dinge besser werden.

Natürlich sind die meisten Umweltschützer nicht anti-humanistisch oder anti-natalistisch. Aber extremistische Rhetorik vom Rande der Umweltbewegung könnte einen nachhaltigen Effekt auf Amerikas Gesamtfruchtbarkeitsrate (1,779 Geburten pro Frau im Jahr 2020) haben, die bereits weit unter dem Ersatzniveau von 2,1 Geburten pro Frau liegt – mit ernsten Folgen für das Wirtschaftswachstum und die Steuersätze in den USA sowie für den nationalen Fiskus und die Zahlung von ungedeckten Verbindlichkeiten, die von der US-Regierung aufgelaufen sind.

Eine Studie aus dem Jahr 2020, die in der Fachzeitschrift Climatic Change veröffentlicht wurde, fand heraus, dass 60 Prozent der befragten US-Bürger im Alter zwischen 27 und 45 Jahren angaben, „sehr“ oder „extrem besorgt“ über den Kohlenstoff-Fußabdruck der Fortpflanzung zu sein, und 96,5 Prozent der Befragten waren „sehr“ oder „extrem besorgt“ über das Wohlergehen ihrer bestehenden, erwarteten oder hypothetischen Kinder in einer durch den Klimawandel veränderten Welt. Dies war größtenteils auf eine überwältigend negative Erwartung der Zukunft infolge des Klimawandels zurückzuführen.“

Das Wort „Ökologie“ wurde von dem deutschen Biologen Ernst Haeckel im 19. Jahrhundert geprägt. Ökologische Bedenken in Westeuropa waren größtenteils in der romantischen Opposition gegen die Industrialisierung und Urbanisierung verwurzelt. Solche Bedenken waren besonders in Deutschland verbreitet, das das Zentrum der Gegenaufklärung und eine Brutstätte des allgemeinen Ekels gegen die „Moderne“ war.

In den Vereinigten Staaten brauchte der Umweltgedanke länger, um sich zu entwickeln. Laut dem EPA Journal (1985) „kristallisierten sich viele Umweltideen [in Amerika] erst 1962 heraus. In jenem Jahr erschien Rachel Carsons ‚Silent Spring‘, zunächst als Fortsetzungsgeschichte im ‚New Yorker‘ und dann als Houghton Mifflin-Bestseller. In ihrem Buch griff Carson den ‚wahllosen Einsatz von Pestiziden an und löste damit eine Revolution in der öffentlichen Meinung aus.“ Innerhalb eines Jahres verabschiedete der Kongress 1963 den Clean Air Act, der der Bundesregierung mehr Macht bei der Regulierung der Umwelt gab.

Fünf Jahre später sorgte „The Population Bomb“ des Stanford-Biologen Paul Ehrlich für eine ähnliche Sensation. Das Buch, das sich millionenfach verkaufte und in viele Sprachen übersetzt wurde, warnte vor der kommenden Erschöpfung der natürlichen Ressourcen. „Der Kampf, die gesamte Menschheit zu ernähren, ist vorbei“, begann Ehrlich, und es folgte seine berühmte Vorhersage, dass „in den 1970er Jahren Hunderte von Millionen Menschen verhungern werden, trotz aller jetzt eingeleiteten Notprogramme.“

Die Geschwindigkeit und das Ausmaß der Triumphe der Umweltschützer in den Vereinigten Staaten sind beachtlich. Der Earth Day wurde am 22. April 1970 eingeführt. Im September desselben Jahres verschärfte der US-Kongress den Clean Air Act von 1963. Im Dezember rief Präsident Richard M. Nixon die Environmental Protection Agency ins Leben. Auch private Umweltorganisationen blühten auf, zusammen mit militanten Gruppen wie Greenpeace, das 1971 gegründet wurde.

Im Laufe der 1970er Jahre wurde der amerikanische Umweltgedanke zunehmend antikapitalistisch. Arthur Herman vom Hudson Institute behauptet, dass es der amerikanische Schriftsteller Charles A. Reich war, der mit seinem Buch The Greening of America (1970) die deutschen Ideen nach Amerika brachte. Herman merkt an, dass die „moderne Ökologie“ in den Vereinigten Staaten „dieselbe Begeisterung wiederholte, die jede moderne kulturelle Regenerationsbewegung seit den deutschen Romantikern beseelt hatte.“

Reichs Buch war in den Jahren 1970 und 1971 ein Bestseller. „Für die meisten Amerikaner“, schrieb er, ist Arbeit hirnlos, anstrengend, langweilig, unterwürfig und hasserfüllt, etwas, das man ertragen muss, während das „Leben“ sich auf „Freizeit“ beschränkt. Gleichzeitig ist unsere Kultur auf das grob Kommerzielle reduziert worden; alle kulturellen Werte sind käuflich, und diejenigen, die keinen Profit abwerfen, werden nicht erhalten. Unsere Lebensaktivitäten sind künstlich, stellvertretend und falsch für unsere echten Bedürfnisse geworden, Aktivitäten, die von anderen fabriziert und uns aufgezwungen werden.

Das ist genau die marxistische Kritik am Kapitalismus als „Entfremdung“ der Arbeit. Anstatt das anzuerkennen, schwenkte Reich jedoch geradewegs in den Ökologismus ein. Doch wie ein typischer Marxist sagte er revolutionäre Umwälzungen voraus. „Es wird eine Revolution kommen“, prophezeite Reich, und ihre „ultimative Schöpfung wird eine neue und dauerhafte Ganzheit und Schönheit sein – eine erneuerte Beziehung des Menschen zu sich selbst, zu anderen Menschen, zur Gesellschaft, zur Natur und zum Land.“

Bald tauchten weitere Stimmen auf, die die Auswirkungen des Kapitalismus auf die Umwelt kritisierten. Zu ihnen gehörte der amerikanische Biologe Barry Commoner, der argumentierte, dass die moderne Gesellschaft nicht nachhaltig sei. Im Gegensatz zu Ehrlich, der sich auf die „Überbevölkerung“ konzentrierte, rückte Commoner die kapitalistischen Produktionstechniken in den Mittelpunkt (z. B. synthetische Textilien und umweltverschmutzende Waschmittel) und befürwortete einen „Öko-Sozialismus“.

1972 warnten die britische Ökonomin Barbara Ward und der französisch-amerikanische Mikrobiologe René Dubos, dass das exponentielle Wirtschaftswachstum der Industriegesellschaft das Überleben des gesamten Planeten bedrohe. Ihrer Ansicht nach war die Schaffung von Wohlstand nicht länger die rettende Gnade des Kapitalismus. Sie war ein Problem, dem begegnet werden musste.

In den 1980er Jahren wurden die Umweltforderungen immer radikaler. Der norwegische Philosoph Arne Naess zum Beispiel war der Meinung, dass es nicht ausreicht, die Industriegesellschaft zu reformieren. Stattdessen forderte er einen Wandel der Kultur, die die ökologische Zerstörung überhaupt erst ermöglicht. In seiner Philosophie der „Tiefenökologie“ argumentierte Naess, dass das Problem der Moderne darin besteht, dass sie den Menschen über andere Lebensformen stellt und so ein aufgeblasenes Ego schafft, das es unserer Spezies ermöglicht, die Natur zu zerstören.

In The Modern Crisis (1986) forderte der amerikanische Gesellschaftstheoretiker Murray Bookchin die Ablösung des umweltzerstörerischen Kapitalismus. Seine Utopie war radikal egalitär, in der Menschen, Pflanzen und Tiere gleichberechtigt leben. Aus seiner Sicht hatte eine solche Utopie schon seit Jahrtausenden in Form primitiver Gesellschaften existiert. Seine Vision lief auf eine Umkehrung des menschlichen Fortschritts hinaus. Die Zivilisation, so dachte er, sei nur die Herrschaft über die Natur, die den letzten Rest eines irdischen Paradieses, das bei den Ureinwohnern Afrikas und Südamerikas noch existierte, weggerissen habe.

In seinem Buch In the Absence of the Sacred (1991) argumentierte der amerikanische Aktivist Jerry Mander, dass primitive Gesellschaften auf einer Ablehnung der Moderne beruhen, nicht auf einer Ignoranz ihr gegenüber. Er sah den Subsistenz-Lebensstil als eine bewusste kulturelle Entscheidung, die Zivilisation zu vermeiden. Bis heute betrachten Tiefenökologen primitive Gesellschaften nicht nur als ökologisch harmonisch, sondern auch als frei von dem Wunsch, die Natur auszubeuten.

In Earth in the Balance (1992), seiner Kritik der Moderne, verschmolz Al Gore einige alte Ideen: dass die moderne Gesellschaft ökologisch zerstörerisch, materialistisch und oberflächlich sei, dass sie uns von authentischen Erfahrungen abschirme. Der Schuldige war jedoch neu: die Menschheit selbst. In Gores Vision stellte die Kultur die Kontrolle über die Natur dar. So waren Steinwerkzeuge und Höhlenmalereien lediglich frühe menschliche Versuche, der organischen Welt eine künstliche Ordnung aufzuerlegen. Der Westen, der Kapitalismus, die Technologie und sogar Sexismus und Rassismus waren Erweiterungen des angeborenen menschlichen Wunsches zu dominieren.

Einige Ökologen begannen beim Gedanken an das Ende der Welt, sich genüsslich die Lippen zu lecken. Der amerikanische Schriftsteller Edward Abbey träumte davon, dass Dämme brechen und Städte zerfallen würden, so dass die letzten Reste der Menschheit gezwungen wären, zu einer primitiven Lebensweise zurückzukehren. Der französische Ozeanforscher Jacques-Yves Cousteau nannte den Gedanken, dass Leid und Krankheit beseitigt werden könnten, „nicht gerade eine vorteilhafte“. Er war der Meinung, dass „wir jeden Tag 350.000 Menschen eliminieren müssen“.

Der amerikanische Umweltschützer Christopher Manes nannte HIV/AIDS „die notwendige Lösung“ für die Umweltzerstörung. Voltaire paraphrasierend sagte er, dass „wenn es die AIDS-Epidemie nicht gäbe, müssten radikale Umweltschützer eine erfinden.“ In seinem 1994 erschienenen Bestseller The Hot Zone: A Terrifying True Story (Eine erschreckende wahre Geschichte) fragte sich Richard Preston von der New York Times, ob super-tödliche Viren wie Ebola und Marburg die Reaktion der Biosphäre gegen „den menschlichen Parasiten“ und die „krebsartigen Ausfaulungen“ der fortgeschrittenen Industriegesellschaften sein könnten.

Die Umweltschützer von einst waren besorgt, dass uns die Ressourcen ausgehen könnten. Die Umweltschützer von heute sorgen sich, neben dem bekannten Problem der steigenden CO2-Emissionen, um die Möglichkeit, dass uns „die Natur ausgeht“. Der amerikanische Umweltschützer Bill McKibben hat erklärt: „Es ist nicht so, dass uns der Stoff ausgeht. Was uns ausgeht, ist das, was die Wissenschaftler ‚Senken‘ nennen – Orte, an denen wir die Nebenprodukte unseres großen Appetits ablagern können. Keine Mülldeponien, sondern das atmosphärische Äquivalent von Mülldeponien.“

Mit anderen Worten: Der Überkonsum wird die Ressourcen des Planeten nicht erschöpfen. Stattdessen wird die Umweltkatastrophe durch die Zerstörung der breiteren Umwelt-Unterstützungssysteme der Menschheit, wie z.B. hochwertige Böden, Grundwasservorkommen, Biodiversität und so weiter, hervorgerufen werden. Der Schlüssel zum Verständnis dieses „Problems“ ist das Konzept der ökologischen Schwelle, oder „der Punkt, an dem eine relativ kleine Veränderung oder Störung der äußeren Bedingungen eine schnelle Veränderung in einem Ökosystem verursacht.“

Zum Leidwesen der Umweltschützer bleibt die wissenschaftliche Debatte über „ökologische Schwellenwerte“ ungeklärt – selbst wenn es um die grundlegende Frage der Messung geht. So veröffentlichte die monatlich erscheinende Fachzeitschrift Nature Ecology and Evolution im August 2020 eine Studie, die auf 36 Meta-Analysen von mehr als 4.600 Einzelstudien aus den letzten 45 Jahren der Forschung zu ökologischen Schwellenwerten basiert. Die neun Autoren – deutsche, französische, irische und finnische Ökologen – fanden heraus, dass Überschreitungen von Schwellenwerten nur selten nachweisbar waren, weder innerhalb noch über Meta-Analysen hinweg. Stattdessen zeichneten sich die ökologischen Reaktionen meist durch eine progressiv zunehmende Größe und Varianz bei steigendem Druck aus. Sensitivitätsanalysen mit modellierten Daten zeigten, dass geringe Varianzen in der Reaktion ausreichen, um Schwellenwerte aus den Daten zu erkennen, selbst wenn sie vorhanden sind. Die Simulationen bestärkten uns in unserer Behauptung, dass die Biologie des Globalen Wandels sich von der allgemeinen Erwartung verabschieden muss, dass Systemeigenschaften die Definition von Schwellenwerten erlauben, um die Natur unter dem Globalen Wandel zu steuern.

Anders ausgedrückt: Die Natur passt sich auf vielfältige Weise an die menschlichen Aktivitäten an, und je größer der menschliche Einfluss ist, desto größer ist auch die natürliche Anpassung. Anstatt also einen natürlichen Kollaps zu erleben, trifft der Mensch auf die Widerstandskraft der Natur.

Einige zusätzliche Punkte sind angebracht. Erstens gehen viele Umweltschützer davon aus, dass sich die Menschen weiterhin ungehemmt vermehren werden. In Wirklichkeit sind die Geburtenraten in weiten Teilen der Welt rückläufig. In der Zeitschrift The Lancet schätzen Forscher der Universität Washington, dass die Weltbevölkerung „im Jahr 2064 mit 9,73 Milliarden Menschen ihren Höhepunkt erreichen und bis zum Jahr 2100 auf 8,79 Milliarden Menschen zurückgehen wird“. Andere Schätzungen, wie die von Wolfgang Lutz vom International Institute of Applied Systems Analysis, sehen die Weltbevölkerung im Jahr 2060 bei 8,9 Milliarden Menschen ihren Höhepunkt erreichen und bis zum Jahr 2100 auf 7,8 Milliarden zurückgehen (also genau dort, wo sie heute steht).

Umweltschützer befürchten, dass selbst wenn die menschliche Bevölkerung schrumpft, der Verbrauch von Ressourcen und der damit verbundene Druck auf die Umwelt zunehmen wird. Doch wie Andrew McAfee vom Massachusetts Institute of Technology herausfand, als er den US-Verbrauch von 72 Ressourcen (von Aluminium bis Zink) untersuchte, erreichte der absolute jährliche Verbrauch von 66 Ressourcen seinen Höhepunkt vor 2019. Sogar der Energieverbrauch ist zwischen 2008 und 2017 gesunken, während die US-Wirtschaft im gleichen Zeitraum um 15 Prozent gewachsen ist. Mit anderen Worten: Die US-Wirtschaft hat ein solches Maß an Effizienz und Raffinesse erreicht, dass es ihr möglich ist, eine immer größere Menge an Waren und Dienstleistungen zu produzieren und gleichzeitig immer weniger Ressourcen zu verbrauchen.

Um nur ein einfaches Beispiel zu nennen: Als die Aluminiumdosen 1959 eingeführt wurden, wogen sie 85 Gramm. Im Jahr 2011 wiegen sie 13 Gramm. Warum sollte man mehr für Inputs bezahlen, wenn man es nicht muss? Die Universalität des Profitmotivs sollte andere Volkswirtschaften in etwa in die gleiche Richtung treiben.

Wirtschaftswachstum muss nicht durch Größe entstehen – größere und tiefere Minen, größere und umweltschädlichere Stahlwerke und so weiter. Es kann und wird durch „Smartness“ mit Prozessen wie Miniaturisierung (in der Computerindustrie wurden zum Beispiel riesige Großrechner durch kleinere und viel effizientere Personal Computer ersetzt) und Dematerialisierung (ein Smartphone zum Beispiel vereint Funktionen, für die früher unzählige separate Geräte erforderlich waren, darunter Telefon, Kamera, Radio, Zeitung, Kompass, Fernseher, Wecker, Fotoalbum, Diktiergerät und Landkarten).

Umweltschützer gehen davon aus, dass die Menschheit tatenlos zusehen wird, wie die Umweltprobleme unseren Planeten überwältigen. Das ist höchst unwahrscheinlich, wenn man bedenkt, welche Erfolge unsere Spezies bei der Bewältigung von Herausforderungen erzielt hat. Laut Ted Nordhaus vom Breakthrough Institute in Kalifornien benötigte man in der Jungsteinzeit sechsmal so viel Land, um eine einzelne Person zu ernähren, wie heute. Wenn wir immer noch Getreide mit Stöcken und Steinen ernten würden, würden wir sicherlich unsere „ökologischen Mittel“ überschreiten, wie Nell Frizzell es ausdrückte. Stattdessen haben wir unsere landwirtschaftliche Effizienz so sehr verbessert, dass weniger als 2 Prozent der US-Bevölkerung überhaupt Landwirtschaft betreiben müssen.

Wenn die Produktivität der Landwirte weltweit auf das Niveau der USA steigt, kann die Menschheit mindestens 146 Millionen Hektar Ackerland der Natur zurückgeben, so Jesse Ausubel et al. in seinem Artikel „Peak Farmland and the Prospect for Land Sparing“ (2013). Ein solcher Effizienz-getriebener „menschlicher Rückzug aus der Landschaft“, so Ronald Bailey von der Zeitschrift Reason, könnte der „Auftakt zu einer gewaltigen ökologischen Wiederherstellung“ im Laufe des 21. Jahrhunderts sein.

Viele weitere Probleme, die von den Umweltschützern identifiziert wurden, werden bereits angegangen oder stehen kurz davor, angegangen zu werden. Der Waldbestand wächst in den reichen Ländern, der Artenschutz erreicht weltweit ein Rekordniveau, die Süßwasserreserven werden durch Entsalzung im Nahen Osten aufgefüllt, die Bodenerosion wird durch Präzisionslandwirtschaft in Israel reduziert, und die CO2-Emissionen sind im Kernkraft-freundlichen Frankreich und Schweden gesunken. In Zukunft könnten gentechnisch veränderte Nutzpflanzen zu einem Rückgang des Stickstoff- und Phosphorverbrauchs führen, und die Wildfischbestände könnten sich durch den verstärkten Einsatz von Aquakulturen, die in China rasch expandieren, erholen. Was wir brauchen, um aktuelle und zukünftige Probleme anzugehen, sind Freiheit, Intelligenz und rationaler Optimismus, nicht Hysterie, Fatalismus und menschenfeindlicher Nihilismus.

Marian Tupy is a Senior Fellow of the Center for Global Liberty and Prosperity, Cato Institute; editor, of www.humanprogress.org; co-author of The Simon Project, and author of Ten Global Trends Every Smart Person Should Know: And Many Others You Will Find Interesting. This article first appeared in National Review and is reproduced here by the author’s permission.

Link: https://cornwallalliance.org/2021/06/against-environmental-anti-humanism/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Arctic Tales and Fails*

Abschmelzendes Arktis-Eis? Von wegen! Bild: Erwin Lorenzen / pixelio.de

[*Schwer übersetzbares Wortspiel. Etwa: Arktische Märchen und deren Scheitern]

Joseph D’Aleo, CCM

Berichte der letzten Jahrzehnte über den Rückgang des arktischen Eises haben die Diskussion über die Möglichkeit der Eröffnung einer Schiffspassage für Russland durch seine nördlichen Gewässer wieder in Gang gebracht, die es in den Mittelpunkt einer neuen globalen Handelsschifffahrtsroute stellen könnte. Nichts daran ist neu für diejenigen, die sich darum kümmern und genug über diese Angelegenheit wissen.

Die Nordwestpassage ist ein Seesweg, der den Atlantischen und den Pazifischen Ozean durch die Inseln des kanadischen Arktischen Archipels und entlang der nördlichsten Küste Nordamerikas verbindet. Die Europäer suchten 300 Jahre lang nach einer brauchbaren Seehandelsroute nach Asien. Kolumbus sowie andere europäische Seefahrer begannen, eine westliche Route zu suchen. Prominent in dieser Suche waren Namen wie Jacques Cartier, Gaspar und Miguel Corte-Real, Sir Martin Frobisher, John Davis, Henry Hudson und William Baffin. Sehen Sie hier das rege Interesse Großbritanniens zu Beginn des 19. Jahrhunderts.

Dr. Gary Sharp schlug folgende geschichtliche Darstellung vor: „Die Nordwestpassage ist ein Seeweg zwischen dem Atlantik und dem Pazifischen Ozean. Mehr als drei Jahrhunderte lang hatten Forscher versucht, die Route zu finden, bevor sie schließlich 1906 vom norwegischen Entdecker Roald Amundsen (1872-1928) entdeckt wurde. Als Amundsen die Nordwestpassage erfolgreich navigierte, stellte er fest, dass sie sich zwischen dem Festland des nördlichen Kanadas und den arktischen Inseln Kanadas schlängelte. Die Reise an Bord seines kleinen Schiffes Gjoa dauerte mehr als drei Jahre, weil er und seine Mannschaft gezwungen waren, drei Winter lang zu kampieren. Die erste erfolgreiche kommerzielle Reise wurde 1969 von dem Eis brechenden Tanker SS Manhattan unternommen. Diese Reise folgte der Entdeckung großer Ölvorkommen in Alaska, was die Eröffnung einer kürzeren Route zur Ostküste der Vereinigten Staaten beeinflusste.“

Wie lebensfähig ist eine sich jedes Jahr öffnende, zuverlässige Nordroute? Einige glauben, dass der durch CO2 induzierte Klimawandel eine solche mit sich bringen wird. Aber kann man das Abnehmen und Zunehmen des Eises mit den natürlichen atlantischen und pazifischen Zyklen von Wärme und Kälte erklären.

In den späten 1990er Jahren fand die US-Fischereiabteilung an der UWA heraus, dass die Erwärmungs- und Abkühlungszyklen des Pazifischen Ozeans sich darauf auswirken, wohin die Fischbestände wandern. In den 1990er Jahren fanden Forscher einen ähnlichen Zyklus im Atlantikbecken.

Beide Zyklen haben einen großen Einfluss auf die globalen Temperaturen, einschließlich der arktischen Temperaturen, da das Wasser (warm oder kalt) von den Strömungen unter dem arktischen Eis transportiert wird.

Wenn sich der Pazifik erwärmt, gelangt warmes Wasser aus der Beringsee westlich von Alaska in die Arktis und fördert die Eisschmelze früh in der Saison und verzögert das Einfrieren und verringert die Eisdicke. Hier erkennt man die höheren jährlichen Durchschnittstemperaturen in der warmen PDO, die mehr El Ninos begünstigt (links) und die niedrigen, wenn die PDO in die Kaltphase wechselt, was kühlere La Ninas begünstigt (rechts):

Wenn sich der Atlantik erwärmt, wird das warme Wasser von den Strömungen unter das Eis transportiert (das schwimmt) und die Arktis erwärmt sich (links). Dieses warme Wasser hat einen erheblichen Einfluss auf die Eisbedeckung während der Sommersaison. Wenn der Atlantik abkühlt, nimmt die Schmelze ab und das Eis wird dicker und hartnäckiger. Abkühlung ist die Folge (rechts):

Mehr Eis bedeutet niedrigere Temperaturen. Die Summe der mittleren PDO und AMO zeigen eine sehr gute Übereinstimmung mit den arktischen Mitteltemperaturen (von Polyokov, UAF):

Dies wird durch die Forschung unterstützt. Francis et al. (GRL 2007) zeigten, wie die Erwärmung in der Arktis und das schmelzende Eis mit warmem Wasser (+3C) in der Barentssee zusammenhängt, das sich langsam in die sibirische Arktis bewegt und das Eis schmilzt. Sie bemerkte auch die positive Rückkopplung von veränderter Rückstrahlung durch offenes Wasser, das dann die Erwärmung weiter verstärkt.

Das Internationale Arktis-Forschungszentrum an der Universität von Alaska, Fairbanks, zeigte, wie die arktischen Temperaturen mit dem Eindringen von atlantischem Wasser zyklisch schwanken – zwischen kalt und warm:

Bevor das NSIDC in seiner Objektivität zum Schweigen gebracht wurde [!], schrieben sie nach 2007: „Ein prominenter Forscher, Igor Polyakov von der Universität von Fairbanks in Alaska, weist darauf hin, dass Impulse von ungewöhnlich warmem Wasser vom Atlantik in den Arktischen Ozean eindringen, die mehrere Jahre später im Ozean nördlich von Sibirien zu sehen sind. Diese Wasserimpulse tragen zur Erwärmung des oberen Arktischen Ozeans bei, was zur sommerlichen Eisschmelze beiträgt und das Eiswachstum im Winter reduziert.“

Ein anderer Wissenschaftler, Koji Shimada von der Japan Agency for Marine-Earth Science and Technology, berichtet über Hinweise auf Veränderungen der Ozeanzirkulation auf der pazifischen Seite des Arktischen Ozeans. Durch eine komplexe Wechselwirkung mit dem abnehmenden Meereis wird warmes Wasser, das im Sommer durch die Beringstraße in den Arktischen Ozean gelangt, von der Küste Alaskas in den Arktischen Ozean geschoben, wo es den weiteren Eisverlust fördert.

Viele Fragen müssen noch beantwortet werden, aber diese Veränderungen in der Ozeanzirkulation könnten wichtige Schlüssel zum Verständnis des beobachteten Verlustes des arktischen Meereises sein.

Beachten Sie, dass sich die nordpolare Atmosphäre seit des Wechsels der AMO in die Warmphase im Jahre 1995 erwärmt hat. Beachten Sie auch, dass es jetzt Anzeichen für eine Abkühlung zeigt, die der verstorbene große Hurrikan-Experte Dr. Bill Gray für das Jahr 2020 erwartet hatte (Atlantik-Temperaturen beeinflussen die Hurrikan-Saison). Beachten Sie den Rückgang nach 2016 mit einigen Monaten, die 3°C kälter sind als der Super-Nino-Höchststand 2016.

Dr. Willie Soon wies nach, dass die Temperaturen der Arktis viel besser mit solaren Zyklen korrelieren als mit CO2:


Die Sonne scheint der Treiber hinter der globalen Temperatur und ozeanischen Zyklen zu sein.

Die einzige Folge des zunehmenden CO2-Gehaltes ist die Zunahme des Wohlstands der Welt durch Pflanzendüngung – sogar die Flächenausdehnung der Sahara-Wüste ist um 8% zurückgegangen. Die Kälte wird zurückkehren und das Eis auch. Die Menschheit wird ärmer und stark gehandicapt zurückbleiben, um damit umzugehen.

Link: http://icecap.us/index.php/go/new-and-cool/arctic_tales_and_fails/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE