Danke, American Thinker, für die Entlarvung des Mangels an Wissenschaft hinter Behauptungen der „Klimawissenschaft“

H. Sterling Burnett

In einem Artikel in American Thinker mit dem Titel „The Utter Uselessness of Climate Change ‚Science‘,“ legt der Autor Jack Cashill ungeschminkt die Tatsache auf den Tisch, dass die Mainstream-Klimawandel-Forschung die wissenschaftliche Methode aufgegeben hat und sich stattdessen auf das Schüren des Klima-Alarms konzentriert.

„Die Wissenschaft, die hinter dem Klimawandel steht, hat nicht mehr Vorhersagekraft in der realen Welt als die Wissenschaft hinter COVID“, schreibt Cashill. „Wenn man sie auf die Probe stellt, können Wissenschaftler nicht sagen, was im nächsten Jahr passieren wird, geschweige denn im nächsten Jahrhundert, aber das hält sie nicht davon ab, so zu tun, als ob sie es könnten.“

Dieses Versäumnis der Klimawissenschaft hinsichtlich der wissenschaftlichen Methode, nur um den Klima-Alarm um die „settled“ Wissenschaft zeigt Cashill am Beispiel von Behauptungen über den Eriesee, an welchem er wohnt.

Cashill weist darauf hin, dass noch vor wenigen Jahren die Öffentlichkeit von den Mainstream-Medien, einschließlich des Milwaukee Journal Sentinel (MJS), National Geographic und Youtube, mit Geschichten bombardiert wurde, wonach die Wissenschaft „settled“ sei und die Großen Seen aufgrund des vom Menschen verursachten Klimawandels irreversibel schrumpfen würden.

Für die MJS war die Debatte über die Auswirkungen des Klimawandels auf die Großen Seen beendet.

„Dies ist keine Geschichte über den Klimawandel“, sagte die MJS. „Es ist eine Geschichte darüber, wie sich das Klima gewandelt hat.“

Cashill schreibt:

„Im Jahr 2013 druckte Peter Sinclair, der als ‚der schärfste Klimaleugner-Bloßsteller auf YouTube‘ gilt, einen Abschnitt des [MJS]-Artikels unter der Überschrift „Lower Great Lakes Levels – Another New Normal?“. Wer widersprach, riskierte, sich lächerlich zu machen und zu Sinclairs „Climate Denial Crock of the Week“ [Klimaleugner-Oberaffe] ernannt zu werden.

Die von MJS, National Geographic, Youtube und anderen propagierte „settled science“ war zum Zeitpunkt der Veröffentlichung falsch. Cashill weist darauf hin, dass diejenigen, die die Geschichten geschrieben hatten, sich nur die Mühe hätten machen müssen, historische Daten zu betrachten, dann hätten sie festgestellt, dass die Großen Seen in der Vergangenheit viel niedrigere Pegelstände aufwiesen. Die EPA berichtet, dass die niedrigsten Wasserstände, die seit den 1860er Jahren aufgezeichnet wurden, während der Dust-Bowl-Ära in den 1930er Jahren gemessen wurden – zeitgleich mit dem Jahrzehnt, in dem die höchsten Temperaturen des 20. Jahrhunderts aufgetreten waren.

Die so genannte Konsens-Wissenschaft hinsichtlich der schrumpfenden Großen Seen hat sich inzwischen in das Gegenteil verkehrt. Cashill zufolge ist es jetzt die offensichtlich etablierte Wissenschaft, dass die Großen Seen infolge des Klimawandels neue Rekorde hinsichtlich ihrer Pegel aufstellen werden. Was einst, nämlich m Jahre 2013, das „Neue Normal“ sinkender Pegel war, ist jetzt passé. Kaum hat der Wasserstand jetzt wieder sein historisch normales Niveau erreicht, da warnen die New York Times und Andere vor einem weiter steigenden Wasserspiegel der Großen Seen, verursacht durch den anthropogenen Klimawandel, womit Häuser entlang den Ufern dieser Seen überflutet zu werden drohen.

Cashill weiter:

„Der höhere Wasserstand dieses Sommers mit Rekorden an einigen der Großen Seen könnte Teil einer teuren neuen Normalität sein“, [schrieb die NYT]. Ungesagt blieb, dass dieses „neue Normal“ das alte „neue Normal“ von vor nur sechs Jahren vollständig umkehrte.

Was auch immer der Trend ist, die Aktivisten des Klimawandels waren schnell dabei, eine neue, beängstigende Begründung zu finden, um ihn zu erklären. „Innerhalb von etwa einem Jahrzehnt sind die Großen Seen von einem Rekordtief zu einem Rekordhoch gestiegen, ein atemberaubend schneller Wechsel“, behaupten die aufgeklärten Leute von der Alliance for the Great Lakes. Ein kurzer Blick auf die Diagramme zeigt, dass diese Behauptung für jeden der Großen Seen falsch ist, aber ich schweife ab.

Behauptung: „Wissenschaftler sind sich einig, dass die starken Verschiebungen der Wasserstände auf den Klimawandel zurückzuführen sind“, heißt es in den Unterlagen der Allianz weiter. „Genauer gesagt wird ein sich erwärmendes Klima weiterhin extreme Wetterereignisse verursachen, einschließlich schwerer Überschwemmungen und Dürren, was eine Katastrophe für Hausbesitzer am See, Städte und Gemeinden, den Tourismus und die Schifffahrt bedeutet.“

Schauen wir mal. In den 1930er Jahren verursachte eine beträchtliche Erwärmungsperiode eine starke Schrumpfung der Seen. In den 2010er Jahren verursachte ein ‚winziger Anstieg der Lufttemperaturen‘ ein erneutes Schrumpfen der Seen. In den 2020er Jahren verursachte eine „Klimaerwärmung“ „schwere Überschwemmungen“. Das ist keine Wissenschaft.  Das ist Sophisterei der Gattung Marxist.“

Die Verschiebung des etablierten Narrativs von durch den Klimawandel verursachten permanenten Rekordtiefs zu durch den Klimawandel verursachten permanenten Rekordhochwassern an den Großen Seen ist nicht das erste Mal, dass Klimaalarmisten in Bezug auf die Richtung des Klimawandels eine Kehrtwende vollziehen.

Die vielleicht größte Kehrtwende von allen wurde in den 1980er Jahren vollzogen. Wie das John-Locke-Institut detailliert darlegt, warnten zum Beispiel in den 1970er Jahren die Mainstream-Medien, die den Einflüsterungen vieler von der Regierung finanzierter Forscher folgten, die Welt stehe vor einer bevorstehenden Eiszeit, die teilweise durch die Verschmutzung durch die menschliche Energienutzung verursacht werde. Ein Jahrzehnt später wechselten einige Wissenschaftler und die Medien den Kurs und behaupteten, dass die menschliche Energienutzung eine unkontrollierbare globale Erwärmung verursacht.

Kürzlich, in einem Beitrag von Climate Realism vom 9. Juni, mit dem Titel „Climate Alarmists Flip-Flop Again: Cancel their Monsoon Drought Crisis, Now Claim Too Much Rain,“ zeigte der Präsident des Heartland Institute James Taylor, dass die Klimaalarmisten ihre Darstellung der etablierten Wissenschaft bezüglich der Auswirkungen des menschlichen Klimawandels auf den Monsun in Indien geändert haben.

Im August 2020 warnten mehrere Medien, dass neueren Forschungen zufolge der Klimawandel die Monsune schwächt und deren Niederschläge reduziert. Dies, so behaupteten die Medien, drohe die Landwirtschaft zu zerstören, indem die für die Landwirte verfügbare Wassermenge reduziert werde. Jetzt, im Juni 2021, weniger als ein Jahr des Klimawandels später, heben die Medien die Behauptungen einiger Wissenschaftler hervor, dass der Klimawandel stärkere Monsune mit größeren Niederschlagsmengen verursacht. Dies, so behaupten die Medien jetzt, drohe, die Überschwemmungen zu erhöhen und die Landwirtschaft in Indien auszulöschen.

Die armen indischen Bauern. Es scheint, als könnten sie einfach nicht gewinnen, abgesehen von der Tatsache, dass sie, wie hier, hier und hier berichtet wird, rekordverdächtige Ernteerträge einfahren, selbst wenn die Monsunzeiten zunehmen und abnehmen.

Die Wissenschaft ist selten, wenn überhaupt, „settled“, und die Klimawissenschaft ist sogar noch unsicherer als das, was in anderen Wissenschaftszweigen bekannt ist. Zum Teil ist das so, weil es sich um einen relativ jungen Forschungszweig handelt. Leider ist ein weiterer Grund, warum die Klimawissenschaft unsicher ist, dass sie in ihren Anfangsjahren nicht von der Suche nach Wissen und der Wahrheit angetrieben wurde, sondern von politisch motivierten Akteuren, die wussten, welche Ergebnisse sie wollten – eine größere Kontrolle der Regierung über das Leben der Menschen – und die alarmistische Forschung finanzierten, um dieses Ziel zu fördern.

Die Fakten haben sich hinsichtlich der Wasserstände der Großen Seen oder über die Monsunzyklen in der Geschichte haben sich nicht geändert. Nur die Verdrehungen der politisch motivierten Aktivisten/Wissenschaftlern haben sich geändert. Letzteres ist ideologisch getriebene Propaganda, keine Wissenschaft.

H. Sterling Burnett, Ph.D. is managing editor of Environment & Climate News and a research fellow for environment and energy policy at The Heartland Institute. Burnett worked at the National Center for Policy Analysis for 18 years, most recently as a senior fellow in charge of NCPA’s environmental policy program. He has held various positions in professional and public policy organizations, including serving as a member of the Environment and Natural Resources Task Force in the Texas Comptroller’s e-Texas commission.

Link: https://climaterealism.com/2021/06/thanks-american-thinker-for-exposing-the-lack-of-science-behind-climate-science-claims/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE




Zwei neue Studien detaillieren die Unzuverlässigkeit von Solarenergie

Tim Benson, Heartland Institute

Klima-Alarmisten preisen die Solarenergie als den Weg in die Zukunft, um „das Klima zu retten“, aber zwei Berichte, die innerhalb weniger Wochen veröffentlicht wurden, dokumentieren die Unzuverlässigkeitsprobleme der Solarenergiebranche im Jahr 2021.

Die Ende Mai veröffentlichte „2021 Module Reliability Scorecard, ein jährlicher Bericht von PV Evolution Labs (PVEL), ergab, dass 26 Prozent der zugelassenen Hersteller, die am diesjährigen PV Module Product Qualification Program (PQP) teilnahmen, mindestens einen Fehler in ihren Stücklisten hatten. Die Fehlerquote stieg seit dem Jahr 2020 um 20%.

„Bei einem von drei getesteten Herstellern kam es zu Ausfällen von Anschlussdosen, im Vergleich zu einem von fünf im letzten Jahr“, heißt es in der Scorecard. „Die Mehrheit dieser Ausfälle trat während der ersten Prüfungen auf….[Diese] hohen Ausfallraten von Anschlussdosen in der PQP sind besonders besorgniserregend, da die meisten Ausfälle bereits vor den Prüfungen auftraten. Dies deutet darauf hin, dass die Qualität und Konstruktion der Anschlussdosen während des Herstellungsprozesses häufig übersehen wird.“

„In drei aufeinanderfolgenden Bewertungen“, so der Bericht weiter, „hat PVEL Ausfälle von Anschlussdosen als ein zunehmend häufiges, aber vermeidbares Problem hervorgehoben.“

Der zweite Bericht, die dritte jährliche Solar-Risikobewertung von kWh Analytics, stellte fest, dass sich die betriebliche Solaranlage jährlich um etwa 1 Prozent verschlechtert, was doppelt so hoch ist wie die von der Branche angenommene Verschlechterung, die auf Daten einer Studie des National Renewable Energy Laboratory aus dem Jahr 2016 beruht. Die durchschnittliche jährliche Degradation für Solaranlagen auf Wohngebäuden wurde mit 1,09 Prozent angegeben, während die jährliche Degradation bei Nichtwohngebäuden bei 0,8 Prozent lag.

„Die unzureichende Leistung von Paneelen verschlechtert sich weiter“, stellt der Bericht fest. „In den diesjährigen Beiträgen werden mehrere Ursachen für die unzureichende Leistung genannt, darunter ein höherer als erwarteter Verfall, eine falsche Geländemodellierung und bankrotte Hersteller.“ Weiter warnt der Bericht, dass „die Kombination aus chronisch unzureichender Projektleistung und zunehmender operativer Verschuldung das Ausfallrisiko für neu ausgegebene Kredite erhöht.“…. „Wenn diese Risiken unkontrolliert bleiben, schadet das den Investitionsrenditen und letztlich der kollektiven Glaubwürdigkeit der Branche.“

Diese Berichte sind schlechte Nachrichten für die Bewegung, das gesamte Stromnetz auf „erneuerbare“ Energiequellen wie Solar und Wind umzustellen, die Kosten dafür wurden in früheren Studien detailliert beschrieben.

Zum Beispiel schätzt ein Bericht von T² and Associates [?] vom Oktober 2020, dass die Kapitalkosten für die Bereitstellung des aktuellen Bedarfs an elektrischer Energie aus einem Stromnetz, das zu 100 Prozent aus „erneuerbaren“ Quellen wie Wind- oder Solarenergie gespeist wird, etwa 2,8 Billionen Dollar betragen würden.

Eine Analyse des schottischen Beratungsunternehmens Wood Mackenzie vom Juni 2019 schätzt, dass die Kosten für die Umstellung der USA auf 100 Prozent erneuerbare Energien bis 2030 über diesen Zeitraum mindestens 4,5 Billionen US-Dollar kosten würden. Das bedeutet Kosten in Höhe von 35.000 Dollar für jeden Haushalt, etwa 1.750 Dollar pro Jahr über 20 Jahre. In der Zwischenzeit schätzte das American Action Forum die Kosten für die Umstellung des gesamten Landes auf 100 Prozent erneuerbare Energiequellen auf 5,7 Billionen Dollar, oder 42.000 Dollar pro Haushalt.

Die Kosten für die Umstellung des amerikanischen Stromnetzes auf Wind- und Solarenergie sind bereits in Form der Renewable Energy Mandates (REMs), auch bekannt als Renewable Portfolio Standards, zu sehen. Diese Mandate zwingen die Versorgungsunternehmen dazu, bis zu einem bestimmten Datum einen bestimmten Prozentsatz ihres Stroms aus „erneuerbaren“ Quellen zu erzeugen.

Ein Arbeitspapier des Energy Policy Institute an der University of Chicago aus dem Jahr 2020 zeigt, dass die REMs die Endkundenstrompreise drastisch erhöhen. Laut der Studie steigt der Anteil der erneuerbaren Energien an der Stromerzeugung sieben Jahre nach Inkrafttreten der REMs nur um 2,2 Prozent und nach 12 Jahren nur noch um 5 Prozent, dennoch erhöhen sie die Strompreise für Endverbraucher nach sieben Jahren um 11 Prozent, was den Verbrauchern jährlich etwa 30 Milliarden Dollar höhere Kosten verursacht. Nach 12 Jahren und einem Anstieg des Anteils der erneuerbaren Energien an der Erzeugung um 5 Prozent steigen diese Preise um 17 Prozent.

Es überrascht nicht, dass in Staaten mit REMs die Strompreise doppelt so schnell steigen wie im nationalen Durchschnitt, und in Staaten mit Vorschriften für erneuerbare Energien waren die Strompreise 29 Prozent höher als in Staaten ohne. Die 30 Bundesstaaten mit Vorschriften für erneuerbare Energien (plus der District of Columbia) hatten nach Angaben der U.S. Energy Information Administration durchschnittliche Strompreise von 12,31 Cent pro Kilowattstunde (Cents/kWh), fast 17 Prozent höher als der durchschnittliche US-Einzelhandelspreis von 10,54 Cents/kWh. Auf der anderen Seite hatten die 20 Bundesstaaten ohne Vorschriften für erneuerbare Energien einen durchschnittlichen Strompreise für Endverbraucher von nur 9,62 Cent/kWh. Nur ein Staat ohne REM, Alaska, hatte durchschnittliche Endkundenstrompreise, die höher als der US-Durchschnitt waren.

Vielleicht ist es an der Zeit, dass Gesetzgeber und Energiebeauftragte diese unzuverlässige und teure Technologie neu überdenken.

[Hervorhebung vom Übersetzer]

The Heartland Institute is one of the world’s leading free-market think tanks. It is a national nonprofit research and education organization based in Arlington Heights, Illinois. Its mission is to discover, develop, and promote free-market solutions to social and economic problems.

Link: https://climaterealism.com/2021/06/two-new-reports-detail-unreliability-of-solar-power/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




El Niño und der sich immer weiter verlängernde Stillstand: Nunmehr auf 6 Jahre und 10 Monate

Christopher Monckton of Brenchley

Die jüngsten UAH-Temperaturanomalien zeigen, dass sich der Neue Stillstand um weitere zwei Monate auf 6 Jahre 10 Monate verlängert hat. Wie üblich ist die Pause als der längste Zeitraum bis zum letzten Monat mit verfügbaren Daten definiert, in welchem der lineare Regressionstrend der monatlichen globalen mittleren Temperaturanomalien der unteren Troposphäre keinen Anstieg zeigt.

Der HadCRUT4-Datensatz wird nicht mehr monatlich aktualisiert. Für die Spalte des letzten Monats musste ich sie dazu bringen, die Daten für die ersten drei Monate des Jahres 2021 zu erstellen, was sich in der Grafik unten widerspiegelt, die keine Erwärmung an der Oberfläche für 7 Jahre 1 Monat zeigt. Sie sind nun weitere drei Monate im Rückstand. Der HadCRUT5-Datensatz ist noch schlimmer: Er wurde seit Ende 2020 nicht mehr aktualisiert.

Stillstände haben keinen prädiktiven Zweck. Nur weil es seit mehr als sieben Jahren (HadCRUT4) oder fast sieben Jahren (UAH) keine globale Erwärmung gegeben hat, bedeutet das nicht, dass es in Zukunft keine globale Erwärmung geben wird.

Nichtsdestotrotz sind sie hilfreich, um die gelegentlichen schweren Wetterereignisse in einen Kontext zu setzen, die die Marxstream-Medien aufgreifen, um uns zu sagen, dass wir dem Untergang geweiht sind, wenn der verhasste kapitalistische Westen nicht abgeschaltet wird.

Zum Beispiel hat die unsägliche BBC immer wieder über die Hitzewelle im Nordwesten der USA eräschert, und der Economist, der seinen Ruf als seriöse Zeitschrift sowohl durch seine verquere Opposition gegen den Brexit als auch durch seine unerbittliche Unwilligkeit, Informationen zu veröffentlichen, die die Parteilinie in der Klimafrage in Frage stellen, ruiniert hat, hat gerade eine reißerische Warnung herausgegeben, dass immer häufigere und immer heftigere Hitzewellen zu erwarten sind. Doch trotz dieser Hitzewelle hat es weltweit nur eine geringe Erwärmung gegeben.

Es lohnt sich, die Grafik des stets fleißigen John Christy zu reproduzieren, die die jährlichen Häufigkeiten der täglichen Rekordtemperaturen unter den Stationen des US Historical Climate Network (USHCN) mit mehr als einem Jahrhundert an Daten zeigt. Hitzewellen waren in den Dürrejahren der 1920er und 1930er Jahre sehr viel häufiger als heute. Aber das ist die Art von Information, die die unsägliche BBC und der unzuverlässige Economist jetzt routinemäßig und absichtlich ihren Zuschauern vorenthalten.

Als Antwort auf das Update vom letzten Monat über die Neue Pause schrieb Chris Schoneveld:

„Ich wurde von Ihrem letzten Beitrag in WUWT inspiriert und dachte daran, Ihre retrospektive Analyse weiter nach hinten zu erweitern. Ich weiß, dass es Leute gibt, die Ihrem Ansatz kritisch gegenüberstehen und ihn als Rosinenpickerei bezeichnen, etc. Ich denke jedoch, dass es der ehrlichste Ansatz ist.

Ich habe Ihre Vorgehensweise von dem Punkt an wiederholt, an dem die jüngste Nicht-Erwärmungsperiode begann, und zwar so weit zurück wie bis ins Jahr 1944. Es ist klar, dass jede Erwärmungspause durch einen starken El Niño eingeleitet wird. Die La Niñas sind offenbar nicht stark genug, um den Erwärmungseffekt dieser starken El Niños aufzuheben.“

In Chris‘ Grafik habe ich den auffälligsten El Niño in jeder der vier von ihm identifizierten Pausen in der globalen Erwärmung hervorgehoben. Jeder rekordverdächtige El Niño erscheint in der Nähe des Beginns der jeweiligen Pause.

Ein Grund dafür ist, dass die El-Niño-Spitze selbst einen bescheidenen Einfluss auf die Länge der darauffolgenden Pause hat. Da die Methode der Ableitung der linearen Regressions-Trendlinien nach der Methode der kleinsten Quadrate jede monatliche Anomalie berücksichtigt und nicht nur die am Anfang und am Ende der Periode, haben prominente El-Niño-Spitzen weniger von einem den Stillstand verlängernden Effekt als einige uns glauben machen wollen.

Das Diagramm ähnelt einer „Rolltreppe“ für die globale Erwärmung, die oft auf Thermageddonite-Websites hervorgekramt wird, um die wahren Gläubigen zu beruhigen, dass es wirklich wieder eine Erwärmung geben wird, eines Tages. Aber es macht deutlich, dass in einer Treppe, wenn das Verhältnis des Laufs zum Anstieg jeder Stufe zunimmt, die Steilheit der Treppe abnimmt.

Seit der Vorhersage des IPCC im Jahr 1990, dass es in den folgenden Jahrzehnten zu einer Erwärmung von 0,34°C/Jahrhundert kommen würde, gab es zwei Anstiege in der Treppe, verursacht durch die ungewöhnlich großen El Niños in den Jahren 1998 und 2016:

Nach Wu et al. (2019) betrug der anthropogene Beitrag zur globalen Erwärmung von 1990-2013 53 %. Da der darauffolgende Zeitraum durch das natürlich auftretende El-Niño-Ereignis von 2016 dominiert wurde, kann man davon ausgehen, dass der anthropogene Beitrag zur Erwärmung von 1990 bis heute wahrscheinlich nicht über 50 % liegt.

Ein in Kürze erscheinendes Papier einiger meiner angesehenen Kollegen wird weitere Beweise liefern, die tendenziell bestätigen, dass der anthropogene Beitrag zur Erwärmung der letzten Jahrzehnte nicht mehr als 50% beträgt. In diesem Fall ist die Erwärmung von nur 0,7°C/Jahresäquivalent seit 1990 auf unsere Emissionssünden zurückzuführen. Der IPCC hatte jedoch einen mittelfristigen anthropogenen Beitrag von 2,8°C/Jahrhundertäquivalent (an einer Stelle) und 3,4°C/Jahrhundertäquivalent (an einer anderen) vorhergesagt. Diese mittelfristigen Vorhersagen waren das Vierfache bzw. das Fünffache des anthropogenen Beitrags zur Erwärmung seit 1990 in Höhe von 0,7°C/Jahrhundert. Aber die BBC und der Economist werden dafür sorgen, dass man solche unbequemen Wahrheiten nie hört.

Die Tatsache, dass es so viele lange Stillstände gibt, ist ein guter Weg, um zu demonstrieren, dass nichts von dem Tempo der globalen Erwärmung eingetreten ist, das ursprünglich vom IPCC im Jahr 1990 vorhergesagt wurde. Sogar das IPCC musste dies schließlich zugeben, weshalb es seine mittelfristigen Erwärmungsvorhersagen im Fünften Sachstandsbericht von 2013 um fast die Hälfte reduzierte. Doch mit monströser Inkonsequenz versäumte er es, seine langfristige Vorhersage der Gleichgewichtsempfindlichkeit entsprechend zu reduzieren oder überhaupt zu reduzieren. Tatsächlich hat sich das gesamte Intervall dieser Vorhersage wahrscheinlich vergrößert, was weniger als ehrlich erscheint.

Die längste Pause von allen in der instrumentellen Aufzeichnung lief von 1850 bis 1930:

Vorigen Monat habe ich gesagt, dass Wu et al. (2019) zu dem Schluss gekommen sind, 70% der gesamten Erwärmung seit 1880 seien anthropogenen Ursprungs. Ein Thermageddonit widersprach. Hier ist also eine Folie aus einer Präsentation von Aixie Hu, dem zweiten Autor der Studie, die auf einer Konferenz gehalten wurde, gemeinsam gesponsert von NCAR, dem US-Energieministerium und der National Science Foundation. Der zweite Aufzählungspunkt bestätigt die explizite Schlussfolgerung der Studie selbst, dass 70% der beobachteten Änderungen der globalen mittleren Oberflächentemperatur im Industriezeitalter von Treibhausgasen herrühren und 30% von atlantischen multidekadischen und pazifischen dekadischen Schwankungen:

Schließlich gab es nur sehr geringe Schwankungen beiderseits des langfristigen Trends im Anstieg der Treibhausgas-Konzentrationen: Im Gegensatz zum Temperaturtrend war er auffallend monoton und sehr nahe an der Linie, wie der kumulierte Treibhausgasindex der NOAA zeigt:

Wu projiziert eine Erwärmungsrate von 0,43°C/100ppmv CO2. Daher würde die Erwärmung bei einer Verdopplung der vorindustriellen 278 ppmv weniger als 1,2°C betragen. Unter Verwendung der Energiebudget-Methode in Gregory (2004), wie sie in Lewis & Curry (2014) vereinfacht wurde, hatte ich gesagt, dass die Gleichgewichts-CO2-Verdopplungssensitivität (ECS) 1,1°C betragen würde. Es gibt also keinen großen Unterschied.

Die 1,1°C ECS, die aus den aktuellen Klimadaten des mittleren Industriezeitalters für 1850-2020 abgeleitet wurde, impliziert eine Rückkopplungsreaktion (pro Grad der Referenztemperatur oder Sensitivität) von etwa 0,1. Und das ist genau die Rückkopplungseinheit, die von den Daten für 1850, für 2020 und für 1991-2020 impliziert wird. Vergleichen Sie die korrekt abgeleiteten Einheitsrückkopplungen mit denen, die die offizielle Klimatologie bei der Vorhersage der zukünftigen Erwärmung impliziert.

Es stellt sich die Frage: Warum treten gelegentliche sehr große El-Niño-Ereignisse heutzutage häufiger und intensiver auf? Die Parteilinie ist natürlich, dass man das als Folge der globalen Erwärmung erwarten würde.

Die Grafik von Chris deutet jedoch darauf hin, dass etwas anderes vor sich gehen könnte. Gegenwärtig kann die Klimatologie nicht erklären, warum es etwa alle fünf Jahre zu einem starken Anstieg der Meerestemperatur im tropischen Ostpazifik kommt, der dann von der thermohalinen Zirkulation über den Pazifik und dann um die ganze Welt getragen wird, und noch weniger, warum zwei oder drei dieser Ausschläge so stark sind.

Könnte es sein, dass ein Teil der El-Niño-Erwärmung von unten kommt? Man schätzt, dass es auf der Erde etwa 3,5 Millionen unterseeische Vulkane gibt. So wenige dieser Vulkane wurden jemals besucht, dass wir nicht einmal wissen, wie viele von ihnen aktiv sind, geschweige denn, wie viel Variabilität in ihrer Leistung zur Veränderung der Meerestemperatur beiträgt.

Ein Beispiel dafür, wie wenig die Vulkane am Meeresboden bisher untersucht wurden, ist die Tatsache, dass der flächenmäßig größte Vulkan im gesamten Sonnensystem erst vor ein paar Jahren entdeckt wurde. Er befindet sich nicht auf dem Mars. Er befindet sich unter dem Erdozean, ein paar hundert Meilen vor der Küste Japans.

Die wahrscheinlichsten Orte für subozeanische magmatische Intrusion sind die mittelozeanischen Divergenzzonen, die in der Projektion unten rot dargestellt sind, wo der Auftrieb von Magma aus dem Meeresboden die großen tektonischen Platten auseinandertreibt, die dann unter das Land subduziert werden, im Allgemeinen an oder in der Nähe der Küsten.

Die ostpazifische Divergenzzone hat drei relevante Eigenschaften. Erstens verläuft sie nicht in der Mitte des Pazifiks: In den Tropen verläuft sie recht nah an der Ostküste, genau durch die NINO 1,2 und NINO 3 Regionen, wo el Niños entstehen (blau auf der Karte). Zweitens verläuft ein Ausläufer des Rückens ostwärts zur Pazifikküste. Drittens ist die Divergenzrate der tektonischen Platten in genau diesen Regionen um eine Größenordnung größer als die globale mittlere Divergenzrate.

Ein möglicher Grund für die quasi-periodischen Abweichungen in der Divergenzrate der subozeanischen magmatischen Intrusion und damit vielleicht auch für die entsprechende quasi-periodische Erwärmung der NINO-1,2- und NINO-3-Region, die jeden El-Niño-Zyklus einleitet, sind Gezeitenkräfte von unserem Schwesterplaneten Mond, die bis zu einem gewissen Grad durch die Rotation der Sonne um das gravitative Baryzentrum unter dem Einfluss der Bahnen der beiden Gasriesen Jupiter und Saturn moduliert werden.

Könnte es sein, dass die sehr großen El Niños der letzten Zeit, insbesondere die von 1998 und 2016, bis zu einem gewissen Grad nicht von der anthropogenen globalen Erwärmung beeinflusst werden, sondern von magmatischer Intrusion, die von der Himmelsmechanik moduliert wird? Dies ist die Art von überprüfbarer Hypothese, über die jeder, der nicht vom Mantra der „etablierten Wissenschaft“ hypnotisiert ist, zumindest nachdenken sollte. Ein guter Anfang wäre es, auf dem pazifischen mittelozeanischen Divergenzrücken zu tauchen und die Ozeantemperaturen in den benthischen Schichten zu messen, und vielleicht entlang des Rückens zu beobachten, um zu sehen, was dort vor sich geht.

Durch solche direkten Beobachtungen und nicht durch das Herumspielen mit riesigen Computermodellen, die erwiesenermaßen nicht in der Lage sind, uns überhaupt etwas darüber zu sagen, wie viel globale Erwärmung wir verursachen, wird die Wahrheit über die globale Erwärmung – dass nämlich unser Beitrag klein, langsam, harmlos und netto-vorteilhaft war, ist und weiterhin sein wird – schließlich erkannt werden.

Link: https://wattsupwiththat.com/2021/07/03/el-nino-and-the-lengthening-new-pause-now-6-years-10-months/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Man vergesse alle Bemühungen zur CO2-Reduktion im Westen: Emissionen Chinas inzwischen höher als von allen G7-Nationen zusammen

Anthony Watts

Eine Grafik auf der beliebten Diskussionsseite Reddit zeigt die Sinnlosigkeit des Versuchs, die Kohlendioxid (CO2)-Emissionen zu reduzieren, ohne dass China die Emissionen ebenfalls stark senkt. Wie die Grafik [Abbildung 1] veranschaulicht, waren Chinas Emissionen im Jahr 2019 im Wesentlichen gleich den Emissionen aller G7-Staaten zusammen.

Die G7-Länder sind Kanada, Frankreich, Deutschland, Italien, Japan, das Vereinigte Königreich und die Vereinigten Staaten.

Angesichts der steigenden Trends, die in der animierten Version der Grafik zu sehen sind, ist es sehr wahrscheinlich, dass China in den Jahren 2020 und 2021 die G7-Staaten bei den CO2-Emissionen bereits übertroffen hat.

Abbildung 1: Screenshot des Graphen, der auf Reddit diskutiert wird. Eine animierte Version des Diagramms ist auf YouTube verfügbar.

China hat gesagt, es würde aufhören, mehr Emissionen freizusetzen, als es bis 2060 abfangen oder ausgleichen kann, laut diesem Reuters-Artikel:

„Präsident Xi Jinping hat versprochen, die Kohlenstoffemissionen vor 2030 zu begrenzen und bis 2060 Kohlenstoffneutralität zu erreichen. Um die Verpflichtungen aus dem Pariser Klimaabkommen zu erfüllen, hat China den Verbrauch von erneuerbaren Energien erhöht und die Kohleverbrennung gedrosselt, um die Kohlendioxidemissionen zu reduzieren.“

Xi sagte jedoch nicht, auf welchem Niveau Chinas Emissionen ihren Höhepunkt erreichen werden, bevor sie gedeckelt werden. Einem Bericht von British Petroleum (BP) zufolge ist China derzeit für 28 Prozent aller globalen CO2-Emissionen verantwortlich, und bei dem Tempo, das wir derzeit erleben, könnten sich die Emissionen bis 2030 verdoppeln.

China gibt bisher nur Lippenbekenntnisse zur Emissionsreduzierung ab. China baut weiterhin Kohlekraftwerke in einem Tempo, das den Rest der Welt zusammengenommen übertrifft, wie aus diesem Weißbuch von Global Energy Monitor hervorgeht.

Dem zufolge hat China im Jahr 2020 38,4 Gigawatt neue Kohlekraftwerke in Betrieb genommen, ein Wert, der mehr als dreimal so hoch ist wie der, der anderswo auf der Welt ans Netz gebracht wurde.

In der Zwischenzeit schließen die Vereinigten Staaten weiterhin Kohlekraftwerke, obwohl die USA ihre eigenen CO2-Emissionen seit ihrem Höchststand im Jahr 2007 drastisch reduziert haben (siehe Abbildung 2).

Abbildung 2: Kohlendioxid-Emissionen aus dem Energieverbrauch in den Vereinigten Staaten von 1975 bis 2020*(in Mio. Tonnen Kohlendioxid) Quelle: Statista

Abbildung 2: Kohlendioxid-Emissionen aus dem Energieverbrauch in den Vereinigten Staaten von 1975 bis 2020*(in Mio. Tonnen Kohlendioxid) Quelle: Statista

Der Energieverbrauch in den Vereinigten Staaten verursachte im Jahr 2020 4.570 Millionen Tonnen Kohlendioxid-Emissionen. Dies entspricht einem Rückgang von rund 13 Prozent im Vergleich zu 2019. Obwohl die Emissionen aus dem Energieverbrauch schon seit einigen Jahren rückläufig sind, wurde der dramatische Rückgang im Jahr 2020 durch den Ausbruch von COVID-19 verursacht, der die Industrie und den Reiseverkehr störte.

Es ist keine Überraschung, dass die COVID-19-Pandemie im Jahr 2020 zum größten Rückgang der globalen Emissionen aller Zeiten führte.

In der Zwischenzeit stiegen die atmosphärischen CO2-Konzentrationen im Jahr 2021 weiter an, was deutlich zeigt, dass die Pandemie im Jahr 2020 und die jahrelange Emissionsreduzierung in den USA absolut keinen Effekt auf die Emissionswerte oder die globalen Temperaturen hatten.

Es ist ein Irrglaube zu glauben, dass China in absehbarer Zeit die Emissionen signifikant reduzieren wird, und selbst wenn sie es täten, würde es wahrscheinlich keine Auswirkung auf die globalen Temperaturen haben. Schließlich zeigte das globale Experiment im Jahr 2020 mit COVID19 keine Auswirkungen auf die Emissionskonzentrationen oder die Temperaturen.

Anthony Watts is a senior fellow for environment and climate at The Heartland Institute. Watts has been in the weather business both in front of, and behind the camera as an on-air television meteorologist since 1978, and currently does daily radio forecasts. He has created weather graphics presentation systems for television, specialized weather instrumentation, as well as co-authored peer-reviewed papers on climate issues. He operates the most viewed website in the world on climate, the award-winning website wattsupwiththat.com.

Link: https://climaterealism.com/2021/07/forget-trying-to-reduce-co2-emissions-in-the-west-chinas-emissions-now-equal-to-all-g7-countries/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Die Monate Mai und Juni verhalten sich in den letzten 30 Jahren sehr unterschiedlich in Deutschland

Josef Kowatsch – unabhängiger weil ehrenamtlich arbeitender Klimaforscher

Zunächst blicken wir für die beiden Monate auf eine lange Reihe zurück, dafür wählen wir den Hohenpeißenberg. Seit 1781 ist der Temperaturverlauf beider Monate der folgende

Abb.1: Die Maitemperaturen haben sich in den letzten 240 Jahren nicht verändert. Die Trendlinie dieses Zeitraumes ist völlig horizontal. Also keine Maierwärmung der letzten 240 Jahre. Allerdings gab es vor 30 Jahren einen leichten Temperatursprung, so dass die polynome Trendlinie am Schluss leicht ansteigt. Der erste Sommermonat Juni ist etwa um 2 Grad wärmer, der Unterschied der letzten 30 Jahre ist jedoch auffallend. Wir haben einen steilen Temperaturanstieg.

Im weiteren Verlauf wechseln wir zu den Deutschlandtemperaturen der letzten 30 Jahre, die vom DWD nach der Wende bei seinen 1900 Wetterstationen quer über das Gebiet der heutigen Bundesrepublik verteilt, erhoben wurden. 30 Jahre beginnt 1992 und endet 2021

Abb.2: Innerhalb der letzten 30 Jahre zeigt der Monat Mai wieder eine leichte Abkühlung, dafür sind insbesondere die letzten 3 kalten Mai-Monate verantwortlich. Der Schnitt beträgt 13 Grad.

Der Monat Juni seit 1992 in Deutschland

Abb. 3 Im Gegensatz zum Mai wurde der Juni in Deutschland kontinuierlich und deutlich wärmer. Der Schnitt liegt bei 16,4°C

Im gleichen Anstiegsmodus weiter geht die Erwärmung des Juni, wenn man nur die Gegenwart betrachtet, also die letzten 20 Jahre.

Abb.4: Der Junischnitt der letzten 20 Jahre beträgt 17°C. Dabei sind vor allem die letzten 6 Jahre des Junimonates mit 18,1°C deutlich über dem Schnitt. Der Juni ist die letzten 6 Jahre zu einem Hochsommermonat geworden und mit dem Juli und August gleichgezogen.

Ergebnis:

  1. Der Mai wurde in den letzten 30 Jahren leicht kälter. Der Juni wurde im Gegensatz dazu deutlich wärmer
  2. Vor allem in den letzten 20 Jahren erfreute uns der Juni mit einer deutlichen und weiter zunehmenden Sommerwärme. In den letzten 6 Jahren ist er vom Temperaturniveau her mit dem Juli und August gleichgezogen. Auffallend ist, dass die sonst kalten Junitage, die „Schafskälte“ nicht mehr oder stark abgeschwächt aufgetreten sind.

Gründe des unterschiedlichen Verhaltens

CO2-Treibhausgas: nicht möglich, CO2 kann nicht im Mai abkühlend und im Juni stark erwärmend wirken.

Wärmeinseleffekt. Dieser dürfte im Mai und Juni gleichstark bei den deutschen Wetterstationen wirken, nämlich leicht erwärmend. Sonst wäre die Maitrendlinie noch fallender, was auch die Wärmeinselarmen Stationen zeigen.

Als Beispiel wählen wir die WI-arme Station Amtsberg am Fuße des Erzgebirges

Abb.5: WI-arme Stationen wie Amtsberg zeigen eine deutliche Maiabkühlung innerhalb der letzten 30 Jahre

Umgekehrt ist beim Monat Juni die Trendlinie nicht so deutlich steigend bei den wärmeinselarmen Stationen.

Abb.6: Die Umgebung der wärmeinselarmen Wetterstationen erwärmte sich im Juni schwächer als die Summe der DWD-Stationen.

Natürliche Klimaschwankungen: Die Gründe für das unterschiedliche Verhalten der beiden Monate in Mitteleuropa sind natürlichen Ursprunges. Die Sonnenstunden haben im Juni deutlich zugenommen, ebenso die Wetterlagen mit Südanteil. Der Monat ist vor allem in den letzten 6 Jahren mediterraner geworden. Anstatt Schafskälte schickte uns das Klima vermehrt Saharawärme.

Fazit: Das Klima gerade in Mitteleuropa war noch nie stabil. Der Mai kann zukünftig auch wieder wärmer werden und der Juni kälter. Einzig der Wärmeinseleffekt bei den deutschen Wetterstationen nimmt aufgrund der ständig sich erweiternden Flächenversiegelung und Trockenlegung der Landschaft zu. Straßen sind wie Wärmebänder in der Landschaft. An heißen Junitagen wird der Belag bis zu 60°C warm. Freiflächenvoltaikanlagen sogar 80 bis 90°C

Die anthropogene Naturflächenzerstörung bringt die Wärme nach Deutschland. Egal wo immer der DWD seine Wetterstationen auch hinstellen mag, der Wärmeinseleffekt ist schon da.

Info: der Versiegelungsflächenzähler, Straßen und Häuser zusammen: 50 231 km², das sind jetzt bereits 15% an der Gesamtfläche Deutschlands. https://www.dr-frank-schroeter.de/Bodenverbrauch/Aktueller_Stand.htm

Es gibt natürliche Gründe der Klimaerwärmung der letzten 30 Jahre in Deutschland und anthropogene. Die großflächige sich täglich fortsetzende Naturzerstörung unserer freien grünen Landschaft führt zu einer Erwärmung bei den DWD-Wetterstationen.

Inwiefern die Umstellung der Tagestemperaturerfassung im Jahre 2002 von den Mannheimer Stunden auf stündliche Ablesung und inzwischen auf eine minütliche digitale Erfassung zu leicht differierenden Monatstemperaturen geführt hat, wäre ein Aufgabe des DWD durch Parallelmessungen gewesen.

Von einer Klimakatstrophe sind wir in Deutschland weit entfernt. Schlimmer ist die schleichende Zerstörung der deutschen Naturlandschaften, die letztlich zu mehr Hochwasser und zu einem starken Absinken des Grundwasserspiegels führen wird. Die Regenmengen sind gleich geblieben, mancherorts haben sie sogar zugenommen. Die beschleunigte Ableitung aus der freien Natur mittels Gräben und Sickerschläuchen in die Gewässer muss gestoppt und rückgängig gemacht werden.

Es regnet reichlich, besonders im Umkreis des Verfassers.