Ein steiniger Weg liegt vor Elektro­autos

Wolf Richter, ein in San Francisco ansässiger Unternehmer, berechnete, dass falls das Unternehmen jemals einen Gewinn von einer Milliarde Dollar machen würde bei einer mittleren P/E-Ratio am Aktienmarkt von 12, sollte sich die Aktie des Unternehmens für 65 Dollar verkaufen lassen. Aber dennoch stehen rund 400 Dollar im Raum, die keinerlei Profit bringen. Dessen hoch gepriesenes 35.000-Dollar-Auto für die Massen hat sich niemals materialisiert, verharrt es doch in einem Preisniveau um über 10.000 Dollar über einem gleichwertigen Benzinfahrzeug. General Motors hat Geld in die Hand genommen für ein ähnlich teureres Fahrzeug mittlerer Größe.

All diese Fakten sind gegenwärtig Realität, aber es liegen noch viel größere Felsbrocken auf dem Weg, und keiner davon enthält Gold. Seit Jahren wollen die Unternehmen für jedes gebaute EV einen Steuernachlass von 7500 Dollar für die ersten 200.000 gebauten EVs. Danach wird der Nachlass halbiert für die nächsten 200.000 und noch einmal halbiert für weitere 200.000, bevor er ganz verschwindet. Sowohl GM als auch Tesla befinden sich nahe der Lage ohne Nachlässe; Nissan, Ford und Toyota nähern sich dieser Marke. Schon jetzt schreien sie danach, die Begünstigungen wieder einzuführen und zu verdoppeln für die nächsten 400.000 Fahrzeuge. Tesla ließ zunächst verlauten, dass es den Nachlass nicht mehr brauche, ruderte dann aber kräftig zurück.

Lange hatte man vermutet, dass Käufer von Tesla, eine spezielle Art von Menschen, die Fahrzeuge auf jeden Fall kaufen würden, unabhängig von irgendwelchen Anreizen. Diese Vermutung scheint sich jetzt als falsch erwiesen zu haben. Kaum hatte Hongkong die Subventionen für EVs gestrichen, brachen die Tesla-Verkäufe ein. Wie die Fortsetzung der Steuergutschrift aussehen wird, ist ungewiss. Ich wette, dass die grünen Lobbys gewinnen werden, wenn sie einer Branche, die nicht mehr in den Kinderschuhen steckt, ungerechtfertigte Zugeständnisse machen.

Aber es gibt noch mehr Probleme, viel mehr. Bis jetzt, ob man es glaubt oder nicht, wurde die EV-Steuergutschrift auf der Grundlage eines Honorarsystems gewährt, bei dem keine eidesstattlichen Erklärungen zum Nachweis der tatsächlichen Inanspruchnahme der Gutschrift erforderlich waren. Der Treasury Inspector General for Tax Administration (TIGTA) [etwa: General-Inspekteur der Steuerbehörde] berichtete kürzlich, dass von den 239.422 in Anspruch genommenen Steuernachlässen von 2014 bis 2018 16.510 als potentiell fehlerhaft erkannt worden waren. Einige beruhen auf direktem Betrug, andere wurden Zweitbesitzern gewährt, die gar nicht anspruchsberechtigt sind, ebensowenig wie jene, welche ein solches Fahrzeug leasen. Noch schlimmer, eine Studie des Congressional Research Service zeigte, dass 80% aller EV-Steuernachlässe Haushalten gewährt wurden, deren Einkommen über 100.000 Dollar liegt. Das ist eine wahrhafte Umverteilung von Wohlstand in die falsche Richtung, was die Linken eigentlich nicht mögen sollten.

Aus unbekannten Gründen erkennt die Öffentlichkeit nicht, dass EVs in Wirklichkeit von Kohle oder Erdgas angetriebene Fahrzeuge sind. Woher soll denn ihrer Ansicht nach der ganze Strom kommen, mit welchem sie ihre Fahrzeuge auf- und wieder aufladen? Ich fürchte, die meisten glauben, dass er aus dünner Luft kommt.

Mit der Zeit werden immer mehr Eigentümer vor Problemen stehen, ihre Fahrzeuge bei sehr kaltem Wetter aufzuladen. Generatoren, Transformer, Stromleitungen und aus Metallen bestehende Motoren sind bei Kälte höchst effizient. Der Widerstand von Kupfer beispielsweise ist bei -65°C nur halb so groß wie bei 100°C. Alle Batterien jedoch funktionieren mit Elektrolyten, das sind Flüssigkeiten wie Säuren, Basen und Salze, welche den Strom mittels Bewegung von Elektronen transportieren, die bei Kälte viel langsamer agieren. Ein normaler Elektrolyt agiert bei -5°C nur ein Viertel so gut wie bei 55°C. Früher oder später werden alle EVs in normalen oder kalten Klimaten vor diesem Problem stehen.

Es ist an der Zeit, den Markt darüber befinden zu lassen, welche Fahrzeuge die Öffentlichkeit wählen wird, um nicht durch Landes- und Bundesprogramme angestoßen zu werden. Robert Bradley, geschäftsführender Direktor des Institute for Energy Research, sagte in einem Artikel, der in den Environment and Climate News des Heartland Institutes erschien: „Zu den Programmen, die den relativ Wohlhabenden zugute kommen, gehören staatliche Rabatte, reduzierte Zulassungsgebühren, Zugang zu Fahrgemeinschaften und andere Programme, die in 44 Bundesstaaten gelten, sowie Bundesgelder für Forschung und Entwicklung für ,nachhaltigen Transport‘, die sich im Durchschnitt auf 700 Millionen Dollar pro Jahr belaufen“.

Es ist schon lange überfällig, dass extrem fehlerhafte Elektroautos aufhören, sich an den Steuertrögen der Regierung zu mästen. Und doch hat Senator Chuck Schumer aus New York angekündigt, dass der Senat im Falle eines Wahlsieges der Demokraten bei den Präsidentschaftswahlen dieses Jahres ein Gesetz einführen wird, dem zufolge jedes Auto in Amerika bis zum Jahr 2040 ein Elektroauto sein muss. Hoffentlich wird dieses Versprechen Stimmen kosten, von Menschen, die noch denken können, aber wer weiß? Jedenfalls würde das eine sehr schädliche Wirtschaftspolitik für unsere Nation sein.

Autor: Dr. Jay Lehr, CFACT Senior Science Analyst, has authored more than 1,000 magazine and journal articles and 36 books

Link: https://www.cfact.org/2019/12/30/a-rough-road-ahead-for-electric-cars/

Übersetzt von Chris Frey EIKE

Anmerkung des Übersetzers: Die hier beschriebenen Probleme für E-Fahrzeuge in den USA gelten sicher auch für uns hierzulande. Der Übersetzer bekennt aber, dass er nicht alle hier gegannten Einzelheiten richtig verstanden hat. Korrigierende sachlich-konstruktive Kommentare sind erwünscht.




Australien

Fast alle Nachrichtenmedien schwenkten auf die Linie, dass Kapitalismus im Allgemeinen und die nicht-sozialistische Regierungskoalition im Besonderen dafür verantwortlich sind. Fast alle haben es versäumt, die wahren Ursachen des jüngsten Feuersturmes zu benennen.

Vor einigen Jahren war ich ein paar Wochen lang auf einem Viehzuchtbetrieb in den Bergen nördlich von Adelaide. Der Landwirt, Peter Manuel, trieb zusammen mit mir Schafe und Rinder zusammen mittels Gelände-Motorrädern. Ich konnte mich aus erster Hand vom Zustand der Landschaft überzeugen, und ich habe zwei entscheidende Fragen gestellt.

Erstens fragte ich, warum es so viel unbearbeitetes Buschland in Australien gibt.

Dürre ist nicht gerade etwas Neues in Australien, und mit der Dürre kommt das Feuer. Tatsächlich hatten die Aborigines nach ihrer Gewohnheit immer wieder kontrollierte Feuer am Waldboden entfacht, um all das Totholz dort zu beseitigen – genau deswegen, weil man die kontinentweiten Buschbrände verhindern wollte, zu denen es ohne diese Maßnahme kommen würde, wie sie nach Tausenden Jahren Erfahrung herausgefunden hatten.

Im Jahre 1642 berichtete Abel Tasman von Rauch am Himmel und den verbrannten Bäumen, wo auch immer seine Expedition an Land ging. James Cook beschrieb im Jahre 1770 genau die gleichen Bedingungen. Diese absichtlich gelegten Brände führten zur Bildung der Prärielandschaften, welche in Australien vor der Ankunft der Europäer vorherrschend waren.

Es gibt noch vier weitere Methoden, das Ausbreiten von Buschfeuern zu verhindern: grasendes Vieh, mechanisches Schlagen von Feuerschneisen, Aufstauen von Flüssen, um auf Wasserreservoire zurückgreifen zu können, um ausbrechende Feuer sofort löschen zu können, und Überwachung der Wälder, um Brandstiftung zu vermeiden (was ein paar Umwelt-Extremisten tatsächlich gemacht haben, um „Aufmerksamkeit zu erwecken“ bzgl. der globalen Erwärmung). Kurz: die prophylaktischen Maßnahmen sind: Abräumen, kontrollierte Verbrennung, grasendes Vieh, Bau von Dämmen und Überwachung.

Die ersten vier dieser vernünftigen und umsichtigen Maßnahmen jedoch wurden entweder verboten oder übermäßig kontrolliert durch Umweltvorschriften. Peter Manuel erzählte mir ein Beispiel. Ein Bewohner einer kleinen Siedlung säuberte seinen eigenen Grund und Boden um sein Haus von Totholz und abgestorbenen Pflanzenresten. Die Umwelt-Nazis der lokalen Regierung brachten ihn vor Gericht wegen illegaler Zerstörung wertvoller natürlicher Vegetation. Der Gerichtshof verurteilte den schuldlosen Landwirt zu 100.000 australischen Dollar Strafe. Nicht 100 Dollar. Atemberaubende 100.000 Dollar. Nun ja, die heutigen Richter entfernen sich immer mehr von der bloßen Realität und sind leicht von dummem Umweltaktivismus infiziert.

Allerdings konnte der unschuldige Bürger zuletzt lachen. Noch im folgenden Sommer fraß sich ein Feuer durch das Gebiet und zerstörte jedes einzelne Haus, jede einzelne Scheune und jede Stelle – außer seinem eigenen Haus, welches den Brand unversehrt überstanden hatte. Und hat man ihm die 100.000 Dollar vergütet? Natürlich nicht.

Es ist aber noch schlimmer. Sie lernten nichts aus diesem Vorfall, obwohl die Aborigines wussten, was sie taten, einfach weil sie es seit Hunderten von Generationen getan haben. Die Umwelt-Banausen haben bisher alle besorgten Anträge von Landwirten wie Peter Manuel und der Landowners‘ Group Australia abgelehnt, ihre geisteskranke Politik zu ändern.

Es ist dieses gewaltsam durchgesetzte Verbot jeder Bearbeitung von Buschland, welches die direkte und grundlegende Ursache des Ausmaßes der Brände dieses Sommers ist – ein Verbot, das bis jetzt immer und immer wieder enthusiastisch bekräftigt worden ist seitens der Klima-Kommunisten und des erbärmlichen Australian Broadcasting Commisariat ABC. Das ABC hat jüngst so getan, als ob es niemals gegen die Säuberung von Buschland agitiert hätte. Verschiedenen Quellen zufolge sind sämtliche Videoclips, die genau diese Agitation belegen, verschwunden. Das Gedächtnis-Loch machte Überstunden.

Das ist aber noch nicht alles. Peter Manuel zeigte mir seinen eigenen kleinen Damm, welcher ein paar Tausend Liter Wasser eines kleinen Bächleins zurückhält. Damit tränkt er sein Vieh und löscht Buschfeuer, wann immer es nötig ist. Er erzählte mir, dass die Extremisten in der Staats- und Lokalregierung Gesetze erlassen haben, denen zufolge Manuel und seine Landwirt-Kollegen für das Regenwasser zahlen sollen, welches auf ihrem eigenen Land niedergeht, die Wassermenge reguliert wird, die zurückzuhalten ihnen gestattet ist, und die fordern, dass sie in trockenen Jahreszeiten das Wasser ablassen müssen, um Ökosysteme flussabwärts zu erhalten.

Es kommt aber noch schlimmer. Die so genannten „Grünen“ und deren Schergen im öffentlichen Dienst hatten das meiste Wasser eines riesigen Stausees abgelassen, welcher die Stadt Adelaide mit Wasser versorgt. Daher war man dort nicht auf die großräumigen Buschbrände vorbereitet, zu denen es unvermeidlich bei der nächsten Dürre kommen würde. Außerdem sind die Stromkosten explodiert.

Und es geht immer weiter. Manuel sagte, dass die Umwelt-Beschränkungen hinsichtlich seines Viehzuchtbetriebes immer schärfer werden, was es immer schwieriger macht, dass sein Vieh den Boden säubert. Direkt gesagt, so erzählte er mir, war es das eigentliche Ziel dieser Herrschaften, die Viehzucht zu zerschlagen, weil die Züchter nicht die Kommunisten gewählt haben. Die nächste große Buschfeuer-Saison würde das Land vollständig verwüsten.

Sein Haupt-Kritikpunkt richtete sich nicht gegen die Kommunisten, sondern gegen die derzeit regierende Koalition aus Linken und Nationalen – nominell irgendwie konservativ – hatten diese doch den Warnungen von ihm und vielen Anderen in ganz Australien keinerlei Gehör geschenkt – Warnungen dergestalt, dass all jene, die so furchtbar erpicht darauf waren, den Kapitalismus zu zerschlagen, stattdessen riesige Gebiete in Australien selbst zerstören, solange ihre absurden umweltlichen Über-Vorschriften nicht insgesamt und dauerhaft zurückgezogen werden. Manuel war so erfreut über meine Unterstützung für seine Versuche, die schlafmützige politische Klasse aufzuwecken hinsichtlich der drohenden Katastrophe, dass er seinen Preisbullen nach mir benannt hat [siehe das Bild oben!]. Jetzt ist die Katastrophe über uns gekommen, weil die Koalition viel zu wenig getan hat, um Land und Leute zu schützen.

Es ist keine Überraschung, dass die Umwelt-Fanatiker, deren antiwissenschaftliche Politik direkt verantwortlich ist für die Katastrophe, jetzt verzweifelt versuchen, diese ihre Politik zu verdunkeln, indem sie wieder und immer wieder das Mantra herunter beten, dass es einen „überwältigenden wissenschaftlichen Konsens“ gibt, dem zufolge die Buschbrände vollständig den Emissions-Sünden des Kapitalismus‘ zuzuschreiben sind.

Kürzlich übermittelte mir ein Eigenkapitalpartner in einer der größten Wertpapier-Handelsbörsen in Sydney die beiden „Graphiken der Woche“ oben. Seiner Firma waren diese Graphiken von einer Finanzgesellschaft zugespielt worden (welche aus nachvollziehbaren Gründen anonym bleiben möchte). Der CO2-Gehalt ist gestiegen. Die Temperatur ist gestiegen.

Darum hat Ersteres das Letztere nach sich gezogen. So jedenfalls tönte das pathetische Argument im Propaganda-Pamphlet der Gesellschaft. Regelmäßig hereinschauende Leser dürfte dieser schäbige und abgenutzte Trugschluss inzwischen nur allzu bekannt vorkommen.

Nun zur wissenschaftlichen Wahrheit. Der erste von vielen Fehlern in dem „Graphiken der Woche“-Propagandablatt besteht darin, einen visuellen Vergleich zu vermitteln zwischen einer Rekonstruktion der atmosphärischen CO2-Konzentration über 800.000 Jahre und einer beobachteten Temperaturänderung von lediglich 120 Jahren. Jeder einzelne dieser Fehler belegt signifikant die extreme Übertreibung von etwas, das in Wirklichkeit ein Nicht-Problem ist, und das totalitäre Vorurteil auf Seiten der Ersteller dieser Graphiken.

Die Quellen des 800.000 Jahre langen Verlaufs der CO2-Konzentration sind Eisbohrkerne aus Grönland und der Antarktis. Auf der Grundlage der Daten von Jouzel et al. (2007) überdeckt hier die Temperatur-Rekonstruktion den gleichen Zeitraum mit den gleichen Eisbohrkern-Daten. Man beachte, dass diese Daten, wie es bei Daten über geologische Zeiträume üblich ist, so dargestellt sind, dass die heutige Temperatur oben links gezeigt wird und die Temperatur von vor 810.000 Jahren rechts unten. Die Daten sind korrigiert worden, um der polaren Verstärkung Rechnung zu tragen und somit einen guten Vergleich zu ermöglichen zwischen der heutigen globalen mittleren Temperatur, repräsentiert durch die Null-Linie in der Graphik.

Man wird gleich sehen, dass obwohl die CO2-Konzentraton in der Graphik als beispiellos für die letzten 800.000 Jahre erscheint, die heutige Temperatur auf der Temperaturgraphik in keinem Fall das Niveau der Temperaturspitze während der letzten vier Interglazial-Perioden erreicht hat, obwohl der CO2-Gehalt damals zum Zeitpunkt der jeweiligen Temperaturspitze in jedem Fall niedriger lag als heute.

Trotz der Zunahme der CO2-Konzentration seit etwa dem Jahr 1950 gab es keine korrespondierende Temperaturspitze der globalen mittleren Temperatur. Dieses Fehlen einer ausgeprägten Spitze würde dem objektiven Beobachter sagen, dass die behauptete Verbindung zwischen CO2-Spitze und dem moderaten globalen Temperaturanstieg imaginär ist. Jener objektive Beobachter könnte nun die immer weiter zurück reichenden Temperaturaufzeichnungen betrachten, ob es früher schon einen Link gab zwischen CO2 und Temperatur.

Obige Aufzeichnung über 4,6 Milliarden Jahre (Zeitachse logarithmisch) vergleicht den Verlauf der CO2-Konzentration (violett) mit den Anomalien der globalen mittleren Temperatur (blau).

Man sieht, dass im Kambrium vor etwa 750 Millionen Jahren beispielsweise die CO2-Konzentration mit 0,7% in der Atmosphäre enthalten war, das ist 23 mal mehr als die 0,03% im Jahre 1850 und 17 mal mehr als als die 0,04% von heute – und doch lag die Temperatur um 1 bis 2 K unter den heutigen Werten.Wie kann das sein, wenn CO2 der Klimakontrollhebel sein soll?

Temperatur und CO2-Gehalt der letzten 450 Millionen Jahre wird im Folgenden verglichen. Erneut zeigt sich keine Temperaturspitze, die irgendwie zum maximalen CO2-Gehalt passen würde:

Angesichts des Umstandes, dass die meisten Daten aus Grönland stammen, ist es angebracht, die Änderungen der CO2-Konzentration zu vergleichen mit den Änderungen der Temperatur auf der Oberfläche des grönländischen Eisschildes über die letzten 10.000 Jahre, also seit Ende der letzten Eiszeit:

Man erkennt in obiger Graphik, dass die CO2-Konzentration während der letzten 8000 Jahre stetig gestiegen ist. Aber dennoch ist die Temperatur auf der Oberfläche des Eisschildes im gleichen Zeitraum gesunken.

Es ist auch anzumerken, dass die heutige Temperatur durchweg um bis zu 3°C unter den jeweiligen vier vorangegangenen Warmzeiten lag – der Mittelalterlichen, der Römischen, der Minoischen und der Holozän-Warmzeit (von vor 10.000 Jahren bis 6000 Jahren). 4000 Jahre lang lag die Temperatur dabei durchweg über den heutigen Werten, wenn man von einem kurzzeitigen Rückgang der Temperatur vor etwa 8200 Jahren absieht. Diesen Graphiken würde ein objektiver Beobachter entnehmen, dass hinsichtlich der heutigen Temperaturen überhaupt nichts beispiellos ist.

Wenden wir uns jetzt der Temperaturaufzeichnung seit dem Jahr 1880 zu, welche im Propaganda-Pamphlet als irgendwie erschreckend daher kommt. Die Erwärmung scheint alarmierend dank eines der ältesten statistischen Betrügereien – nämlich Streckung der Y-Achse. Plottet man genau die gleichen Daten auf einer nicht gestreckten Y-Achse, erscheinen die Daten nicht bemerkenswert, was auch keine Überraschung ist, sind doch absolut gesehen die globalen Temperaturen seit 1880 nur um etwa ein Drittel eines Prozentes gestiegen:

Hat sich die Erde erwärmt? Jawohl, hat sie. Allerdings zeigt eine genauere Untersuchung des Temperaturverlaufs während des vorigen Jahrhunderts, dass die Rate der Erwärmung, welche mit der natürlich verursachten Pazifischen Verschiebung im Jahre 1976 begann, seit dem Jahr 1900 zwei Vorgänger hatte, und nur in der dritten dieser Perioden könnte der Mensch theoretisch einen Einfluss darob gehabt haben:

Obige Graphik (ohne die gelben Pfeile) wurde drei mal im 4. Zustandsbericht (2007) des IPCC gezeigt, wobei jedes Mal fälschlich gefolgert wurde, dass sich die Rate der globalen Erwärmung erhöht und dass wir dafür verantwortlich seien. Die drei der IPCC-Graphik hinzugefügten gelben Pfeile zeigen aber, wie falsch diese Folgerung ist: sie verlaufen alle drei parallel zueinander.

Allerdings kann das betrügerische Verfahren des IPCC – nämlich der unsachgemäße Vergleich multipler Trendlinien mit variierenden Startzeitpunkten – genauso gut auf eine Sinuskurve angewendet werden (welche per Definition einen Null-Trend aufweist). Auch damit kann man belegen, dass die Sinuskurve einen falschen steigenden Trend zeigt, wie es in obiger Graphik der Fall ist. Das IPCC hat es bis auf den heutigen Tag abgelehnt, diesen Fehler zu korrigieren, woraus wir legitim folgern können, dass er mit voller Absicht begangen wird.

Obige Graphik zeigt den Temperaturverlauf detailliert zusammen mit dem linearen Regressionstrend kleinster Quadrate – das ist die einfachste Visualisierung, wie schnell sich die Erde erwärmt. Es stellt sich heraus, dass die Rate unter 0,5°C pro Jahrhundert liegt. Und welche Rate wird nun von den gegenwärtigen Klimamodellen prophezeit? Das Propaganda-Pamphlet sagt dazu nichts. Aber hier folgt die Antwort:

Die projizierten Charney-Sensitivitäten (Erwärmung pro CO2-Verdoppelung in der Atmosphäre: CMIP5 3,35 K {orange}; CMIP6 4,05 K {grün}) sind 2,5 bis 3 Mal die 1,4 K (grün), die erwartet werden können angesichts einer beobachteten globalen Erwärmung von 0,75 K im Zeitraum 1850 bis 2011 und 1,87 W/m² aus dem erkannten anthropogenen Antrieb bis 2011. Der gesamt-anthropogene Antrieb von 2,5 W/m² wird skaliert mit dem geschätzten Antrieb von 3,45 W/m² als Reaktion auf eine Verdoppelung des CO2-Gehaltes. Folglich würde eine Charney-Sensitivität von 4,05 K eine Erwärmung um fast 3 K bis 2011 implizieren, also ein drei bis vier mal so hoher Wert wie tatsächlich beobachtet.

Man kann auch nicht sagen, dass die Rate der globale Erwärmung seit 1950 beispiellos ist. Die höchste Erwärmungsrate in jüngerer Zeit war von 1694 bis 1733 in Zentralengland aufgetreten mit einer Rate von 4,33°C pro Jahrhundert:

Man beachte, wie gering die Erwärmung daher kommt, wenn man sie mit den jährlichen Temperaturschwankungen vergleicht.

Vergleichen wir jetzt jene Periode mit dem 40-Jahre-Zeitraum – dem Anthropozän – von 1979 bis 2018 im gleichen Datensatz. Die Erwärmung in Zentralengland war äquivalent zu lediglich 3°C pro Jahrhundert. Ist das schlimm? Nein! In unserem miserablen Klima wollen wir jede Erwärmung, die wir bekommen können.

Derzeit basiert die globale Klimapolitik nicht auf der völlig unspektakulären beobachteten oder erwarteten Erwärmung, sondern auf der prophezeiten Erwärmung, und diese liegt gegenwärtig um das Dreifache über der Erwartung und um das Vierfache über dem, was tatsächlich beobachtet worden ist. Nur 0,3% aller 11.944 Klimastudien, welche nach der Begutachtung während der 21 Jahre von 1991 bis 2001 veröffentlicht worden waren, stellte fest, dass die jüngste Erwärmung (so gering sie auch ausgefallen ist) hauptsächlich vom Menschen verursacht war. Daher ist unser Einfluss auf die Temperatur höchstwahrscheinlich nur sehr gering.

Und schließlich heißt es in dem Propaganda-Pamphlet, dass 11.000 „Wissenschaftler“ eine Erklärung abgegeben haben des Inhalts, dass die geringe Erwärmung, die wir vielleicht verursachen, „katastrophale“ Konsequenzen haben würde, solange der Westen nicht abgeschaltet wird. Unter diesen „Wissenschaftlern“ waren auch Donald Duck und Mickey Mouse. Fast keiner davon hat jemals etwas zum Thema Klima veröffentlicht. Die Erklärung der vermeintlichen 11.000 „Wissenschaftler“ wurde von den üblichen Verdächtigen zusammen geschustert als Reaktion auf eine Erklärung, der zufolge es keinen „Klima-Notstand“ gibt – einer Erklärung von 800 wirklichen Wissenschaftlern und Forschern, deren Namen und Qualifikationen durchweg überprüft worden waren, bevor sie in die Unterschriftenliste aufgenommen wurden. Fast alle dieser 800 Persönlichkeiten haben etwas zum Thema Klima veröffentlicht.

Wie groß war denn aber die Erwärmung in Australien? Nützlicherweise zeigt UAH Daten aus Australien über die letzten 31 Jahre:

Zum Vergleich hier die 31-Jahre-Aufzechnung der UAH für die Welt als Ganzes:

Dank der polwärts auftretenden Verstärkung war die Erwärmung in Australien äquivalent zu 1,86°C pro Jahrhundert, verglichen mit der globalen Rate von 1,32°C pro Jahrhundert. Da es keinen Konsens gibt hinsichtlich des Ausmaßes, mit dem der Mensch zur jüngsten Erwärmung beigetragen hat, können lähmend teure Maßnahmen, mit welchen man die CO2-Emissionen und damit die globale Erwärmung abzuschwächen gedenkt, kaum einen Einfluss auf die globalen Temperaturen haben.

Der „überwältigende wissenschaftliche Konsens“, den die verzweifelten Thermageddon-Fanatiker so oft hinaus posaunen, sagt, dass wärmeres Wetter Auftreten, Dauer und Schwere von Waldbränden beeinflusst. Allerdings hat dieser „Konsens“ auch die Folge, dass eine wärmere Atmosphäre mehr Wasserdampf aufnehmen kann, was Dürren weniger wahrscheinlich und nicht wahrscheinlicher macht. Die Clausius-Clapeyron-Gleichung, eine der sehr wenigen nachgewiesenen Ergebnisse im schlüpfrigen Bereich Klimatologie, fordert, dass eine wärmere Atmosphäre auch eine feuchtere Atmosphäre ist.

So viel zur Theorie, die nicht bezweifelt wird. Aber was ist mit der beobachteten Realität?

Und tatsächlich zeigt die bodennahe atmosphärische Schicht (der rote Pfeil in obiger Graphik) eine Zunahme der spezifischen Feuchtigkeit – genau wie von Clausius-Clapeyron vorgegeben.

Da die spezifische Feuchtigkeit nun einmal zugenommen hat, würde man zumindest erwarten, dass es global keinen steigenden Trend der Intensität von Dürren gibt. Und tatsächlich zeigt der Palmer-Index der Schwere von Dürren seit über einem Jahrhundert keinen Trend:

Die globale, von einer Dürre heimgesuchte Landfläche hat ebenfalls nicht zugenommen.Sie nahm ab während der 30 Jahre bis 2014, als die umfassendste Untersuchung jemals durchgeführt worden war:

Da Dürren weder an Schwere noch an betroffener Landfläche zugenommen haben, würde man nicht erwarten, dass Waldbrände global zugenommen, sondern eher abgenommen haben. Und tatsächlich war genau das auch der Fall:

Viv Forbes zieht folgende Schlussfolgerungen aus den wissenschaftlichen Beweisen:

„Irregeleitete Baumliebhaber und grüne Politiker haben die Tore zu immer größeren Landflächen für Bäume, Parks, Kulturerbe, Wildnis, Lebensraum, Erholungsgebieten, Kohlenstoffabscheidung usw. geschlossen. Niemals zuvor auf diesem alten Kontinent hat irgendjemand versucht, den Landverbrauch zu verbieten oder Buschbrände auf begrenzte Flächen zu limitieren.

Die kurzsichtige Politik, ihre riesigen Ländereien mit Zäunen, verschlossenen Toren und dem Verbot von Feuer zu umgeben, hat eine neue fremde Umwelt in Australien erzeugt. Man hat Pulverfässer erzeugt, in welchen das Wachstum von Reisig und die Akkumulation von Totholz in Eukalyptus-Wäldern die perfekte Umgebung für schwere Brände erschufen.

Wird ein solcher Brand erst einmal entfacht durch Blitzschlag, Fahrlässigkeit oder Brandstiftung, werden Bäume und Wildnis eingeäschert, bevor die Brände auf unglückliche benachbarte Liegenschaften übergreifen.

Viele der heutigen verschlossenen Gebiete wurden eingerichtet, um Kohlenstoff abzuscheiden und den Kyoto-Verpflichtungen zu genügen. Wer zahlt die Kohlenstoff-Steuer des durch die Brände freigesetzten Kohlendioxids?

Die grünen Bürokratien und Politiker machen sich eindeutig des Missmanagements ihrer riesigen Landflächen schuldig. Aborigines und grasendes Vieh erledigen das weitaus besser. Es sollte ein Moratorium verhängt werden bzgl. des Verbots, weitere Landflächen zu nutzen, und man sollte zu einer nachhaltigen Bewirtschaftung zurückkehren in bestehende Landbesitzungen.

Soweit Viv Forbes.

Amen dazu. Zu gegebener Zeit wird die Dürre in Australien den „flutenden Regenfällen“ weichen, wie es ein nationaler Dichter schrieb. Vor einigen Jahren hat der damalige lächerliche Klima-Kommissar von Australien Tim Flannery prophezeit, dass dank der globalen Erwärmung die großen Flusssysteme im Murray-Darling-Becken niemals wieder normale Eigenschaften haben werden.

Nur wenige Monate nach dieser albernen, auf schlechten Informationen beruhenden Äußerung besuchte ich Australien und brachte das schottische Wetter mit. Es regnete so viel in Australien, dass das gesamte Flusssystem randvoll war.

Link: https://wattsupwiththat.com/2020/01/05/bush-bull/

Übersetzt von Chris Frey EIKE




Klima-Katastro­phisten, die BBC & Bob Ward: Angriffe auf abweichende Meinungen

Man bat mich, in einer Sendung der BBC am 28. Dezember zu erscheinen. Gefragt hatte mich der Gastredakteur Charles Moore. Dabei sprach ich an, dass die Berichterstattung der BBC bzgl. Klimawandel unausgewogen ist. Trotz zahlreicher Unterbrechungen seitens Nick Robinson konnte ich gerade noch geltend machen, dass sich die BBC völlig unkritisch auf alte Kamellen bzgl. Umwelt stützt, solange diese nur alarmistisch sind – und sogar auch dann, wenn sie von uninformierten Quellen stammen wie dem Führer von Extinction Rebellion oder auch weit außerhalb des wissenschaftlichen Konsens‘ liegen, dass es in diesem Jahrhundert um 1 bis 4 Grad wärmer wird. Aber es gibt dort strikte Regeln hinsichtlich der Gäste, welche möglicherweise sagen, dass die Klimawandel-Bedrohung übertrieben ist, selbst wenn deren Ansichten und deren genannte Fakten noch deutlich innerhalb der Konsens-Bandbreite liegen (hier).

Bei der BBC gibt es jetzt die Anweisung, dass falls ein Lukewarmer oder ein Skeptiker auf Sendung gehen, ihm oder ihr ein Korrektur-Interview eines Wissenschaftlers folgen muss, welcher alles wieder auf Linie bringt. Und folgerichtig wurde nach mir Sir David King befragt, der ehemalige leitende Wissenschaftsberater der Regierung (er ist qualifizierter Chemiker, während ich qualifizierter Biologe bin).

Ich lauschte mit hoch gezogenen Augenbrauen, als er mit Genuss meinen Punkt mit einer Übertreibung nach der anderen demonstrierte. Er sagte, dass der Vorstoß Europas für Diesel nichts mit den Grünen zu tun habe, obwohl ebendiese aktiv Druck genau dafür ausgeübt hatten. Er sagte, dass der Meeresspiegel in diesem Jahrhundert um 1 bis 3 Meter steigen werde, obwohl die gegenwärtige Rate 3,4 mm pro Jahr beträgt ohne jede Beschleunigung (was 0,3 m pro Jahrhundert ausmacht). Er sagte, dass die grönländische Eiskappe schmelzen und der Meeresspiegel dadurch um 5 bis 6 Meter steigen könnte, obwohl die Eiskappe angesichts der derzeitigen Schmelzraten dann noch zu 99% intakt sein würde. Er sagte, dass Waldbrände von sterbenden Bäumen verursacht werden infolge steigender Temperaturen, anstatt anzumerken, dass die Brände viel eher auf schlechte Forstwirtschaft in feueranfälligen Regionen zurückzuführen sind. Er sagte, dass Wissenschaftler übereinstimmend der Ansicht seien, dass die Stadt Kolkata verlegt werden muss, obwohl sich das Ganges-Delta in Wirklichkeit ausdehnt und nicht schrumpft.

Was Zeitungsleser und Radiohörer nicht sehen oder hören ist der nachhaltige und vorsätzliche Druck auf die Herausgeber, unbedingt der alarmistischen Linie bzgl. Klimawandel zu folgen. Nehmen wir z. B. Bob Ward von der London School of Economics, wo er von einem Milliardär bezahlt wird, nämlich Jeremy Grantham. Ward ist nicht als Forscher beschäftigt, sondern um Klimawissenschaft zu „kommunizieren“. Er gefällt sich darin, dies als seine Pflicht anzusehen, Druck auf die Medien auszuüben, um Menschen wie mich zu zensieren. Er beklagt sich fast jedes Mal bei der Times, wann immer ich den Terminus Klimawandel erwähne, wobei er oftmals die Fakten falsch darstellt und jedes Mal großes Geschrei erhebt, wenn die Times, nachdem sie ein halbes Dutzend seiner Briefe veröffentlicht hatte, es einmal ablehnt, noch einen weiteren zu veröffentlichen.

Jüngst hat er sich dazu verstiegen, sich bei der Independent Press Standards Organisation IPSO zu beklagen. Immer wenn Charles Moore, James Delingpole, David Rose, Christopher Booker, ich selbst oder irgendein anderer Journalist einen Artikel schreiben, in welchem wir den übertriebenen Klima-Alarmismus in einer der Zeitungen kritisieren, die von der IPSO kontrolliert werden, übermittelt er eine detaillierte und lange Klage. Hingegen beklagt er sich niemals über die Myriaden von Fehlern seitens der Alarmisten, welche andauernd in Artikeln auftauchen z. B. des Inhalts, dass „der Wissenschaft“ zufolge demnächst sechs Milliarden Menschen infolge des Klimawandels sterben werden.

Man vergesse nicht: die IPSO wurde ins Leben gerufen, um Menschen zu entschädigen, in deren Privatleben Journalisten eingefallen waren, aber Ward beklagt sich niemals um seiner selbst willen (obwohl er es vielleicht nach diesem Beitrag doch tut). Beispiel: Im Jahre 2017 schrieb ich in der Times einen Artikel über einen Whistleblower-Wissenschaftler in den USA, der gesagt hatte, dass Kollegen absichtlich einen Datensatz manipuliert hätten, um den Klimawandel noch alarmierender aussehen zu lassen.

Obwohl dies alles in den USA vor sich gegangen war und nichts mit britischen Wissenschaftlern zu tun hatte, geschweige denn mit Ward selbst, und obwohl der betreffende Wissenschaftler froh war über meinen Artikel, sandte Ward der IPSO langatmige Klagen über vermeintliche Ungenauigkeiten in meinem Artikel. Ich antwortete darauf mit einer sehr langen Erwiderung, die zusammenzustellen mich zwei Wochen in Anspruch nahm. Die IPSO forderte Ward auf, meine Widerlegung zu widerlegen, was er sehr langatmig auch tat. Dabei schrieb er viele neue Dinge hinein, die in meinem Originalartikel gar nicht enthalten waren. IPSO forderte mich erneut zu einer Erwiderung auf, was ich ausführlich und mit Mühe auch tat. Ward reagierte ein drittes Mal (man erinnere sich: das ist sein täglicher Job!). Dieses Mal, also nach sechs Monaten dieses Streits, lehnten ich und die Times es ab, erneut zu antworten und forderten stattdessen die IPSO auf, hierüber ein eigenes Urteil zu fällen. Das tat sie und urteilte rasch zu meinen Gunsten. Sie verwarf alle 11 Klagen von Mr. Ward. Jede einzelne.

Im Jahre 2019 versuchte er es erneut hinsichtlich eines Artikels von mir im Telegraph, in welchem es darum ging zu ergründen, dass der Verzicht auf Fleischkonsum kaum einen Unterschied machen würde bzgl. Emissionen, aber dieses Mal wies die IPSO seine Klagen sofort zurück, ohne mich auch nur um eine Erwiderung zu bitten.

Ich möchte einen Eindruck vermitteln über die Art und Weise, wie er seine Klagen schreibt. In meinem Artikel hatte ich geschrieben „Eine Studie aus den ländlichen Gebieten in Kenia hatte herausgefunden, dass der Verzehr von Eiern die Kinder um 5% schneller hat wachsen lassen“. Ward beschwerte sich, dass „obwohl die Studie ergab, dass ‚ein Kind, das während des Untersuchungszeitraums einmal täglich Eier aß, um 5% größer wurde als ein Kind, das keine Eier aß'“, hielt Ward die Behauptung für irreführend, „weil die Studie keinen Vergleich mit Kindern auf veganer Ernährung anstellte“. Dabei hatte ich das niemals behauptet. Dies ist ein sehr eindeutiges Beispiel für jemanden, der nichts als Schikane im Sinn hat, der auch noch nicht einmal erwartet, recht zu bekommen, sondern der mir einfach nur meine Zeit stehlen will.

Tatsächlich scheint es das Ziel von Ward zu sein, niemals einen argumentativen Streit zu gewinnen – das wäre ein Bonus – sondern uns niederzuhalten mit einem Zeit raubenden Verfahren, uns zu verteidigen – in der Hoffnung, dass uns dies davon abhält, Herausgebern ähnliche Artikel in Zukunft anzubieten, und dass es die Herausgeber davon abhält, diese Artikel zu veröffentlichen. Und leider funktioniert das. Er hat einige Journalisten und Herausgeber verschreckt, etwas über das vitale Thema Klimawandel zu bringen. Dies überlässt den Katastrophikern ein breites Feld, Kinder nach Herzenslust zu ängstigen.

Der ganze Beitrag steht hier.

Link: https://www.thegwpf.com/the-bbc-bob-ward-the-climate-catastrophists-attack-on-dissent/

Übersetzt von Chris Frey EIKE




Wer den Strom nicht mehr bezahlen kann, freue sich, er wird zum Klimaretter

Nun muss man zugeben, dass die Frau wie es als Aktivist eben erforderlich ist, nur etwas übertreibt um zur Durchführung erforderlichen Kompromissen eine Orientierung zu geben.

Stört Sie ein Windrad vor der Haustüre? Dann bitte daran Anteile zeichnen und mit-verdienen, denn verhindern lässt es sich nicht (mehr)

Und unser Politikzirkus ist inzwischen dabei, Kompromisse auszuloten.
Zwischenzeitlich hat Deutschland den höchsten Verbraucherstrompreis in Europa und auch schon die Gesetze verabschiedet, damit er konsequent und spürbar noch viel, viel teurer wird. Zwar stellen Sonne und Wind weiterhin keine Rechnungen, doch was muss das den Strom aus der Steckdose interessieren? Als Folge gibt es Bürger, welche Probleme haben, ihren Strombedarf zu bezahlen.

Die SPD, immer um ihr Klientel besorgt, weiß Rat. Eine der Ursachen des hohen Strompreises, der Ausbau des Ökostromes – hier der Windkraft – muss, um eigene Entscheidungen zu erfüllen -, weiter und ohne „Bürgerbremsen“ vorangetrieben werden. Nicht alle Bürger sind davon hellauf begeistert und einige nehmen spätestens Anstoß daran, wenn es direkt vor ihrer Haustüre oder auch in geschützten Wäldern geschieht.
Bisher verdienen noch relativ wenige daran. Einige davon stellen auch schon fest, dass es sich nicht (mehr) so richtig lohnt, daran teilzunehmen.
Doch die Politik weiß aus eigener Erfahrung: Was einem selbst mehr nutzt, als es dem Nachbarn schadet, wird gerne (an)genommen und führt zu innerer Zufriedenheit, also zur Zustimmung. Und so sollen sperrige Anrainer von Windkraft „gezwungen“ werden, Anteile der sie störenden Anlagen zu zeichnen. Nach dem altkapitalistischen Prinzip heilt Geld schließlich alles und sei es die Teilnahme noch breiterer Bevölkerungsschichten an der Abzocke der anderen. Gleichzeitig soll verhindert werden, dass man als Bürger Windkraftanlagen blockieren kann.

Damit fällt die SPD klare Entscheidungen: Wer Geld zum Zeichnen von Anteilen hat, bekommt noch mehr dafür, wer keines dazu hat, bezahlt noch mehr. Im Mittel gleicht sich das aus, und ist im Sinne der SPD somit ein gerechter Kompromiss für ihr Klientel und somit sicher ein neuer Meilenstein auf dem schnellen Weg zur Erreichung des Ziels von 30 % Wählerstimmen [2] (aktuell ca. 13 … 15 %).

Kein Geld, um den Strom zu bezahlen? Dann fehlt nur eine optimale Beratung

Diese Beschreibung war natürlich unvollständig und typisch nörglerisch-negativ.
Selbstverständlich nimmt sich unsere Politik auch direkt der Problematik der „Stromarmut“ an. Alleine in Baden-Württemberg soll jährlich 25.000 Haushalten deshalb ja der Strom abgestellt werden [1].

Dazu weiß sie nun eine Lösung:
Nein, Geld ausgeben meinen sie natürlich nicht. Das benötigt ja der Staat in immer größeren Umfang. Er meint „lebenslanges Lernen“. Und da gerade die nicht so Einkommensstarken das oft nicht autodidaktisch können, wird es nun vom Staat unterstützt:
[1] Menschen, die von Armut bedroht sind und die Stromrechnungen nicht mehr bezahlen können, sollen besser beraten werden …

Wobei es etwas sonderbar – aber auch wieder typisch – ist, was sich die Politik darunter vorstellt. Denn die „Beratung“ konzentriert sich auf die einfache Empfehlung: Wer kein Geld für Strom hat, lerne einfach, wie man ohne solchen auskommt. Was man nicht mehr kaufen muss, ist auch nicht mehr teuer.
Angelehnt ist die Lösung erkennbar an Vorgaben der Kirchen zu früheren Zeiten an das einfache Volk, dem Fasten. Modernisiert gehört Stromfasten für das Klima ja dazu. Unsere Öko-„Intelligenzelite“ (Klimamanager) zeigt sich dabei als Vorbild [3]. Zeitlich eingeschränkt, aber sie wollen ja auch nur den richtigen Weg zum Öko-Seelenheil aufzeigen.

Solche Ideen (die ihnen selbst kein Geld und Mühsal kosten) übernehmen Politiker gerne:
[1] „Für viele Menschen ist es bittere Realität, dass am Ende des Monats häufig das Geld nicht mehr reicht, um Strom oder Heizung bezahlen zu können. Es ist wichtig zu wissen, an welchen Stellen eventuell unnötige Kosten eingespart werden können.“ … Verbraucherschutzminister Peter Hauk, CDU

Alle Verantwortlichen fanden das so gut, dass es gleich umgesetzt wurde. Sage niemand, dass unsere Parteien nicht vor Tatendrang und Umsetzungskraft strotzen:
[1] … Mehrere Verbände unter der Führung von vier Ministerien in Baden-Württemberg haben dazu eine gemeinsame Erklärung unterzeichnet und eine Initiative gestartet. Sie wollen Menschen mit wenig Einkommen intensiver beraten, wie sie zum Beispiel besser Energie sparen können – damit es erst gar nicht so weit kommt, dass Rechnungen nicht mehr bezahlt werden können und der Strom abgestellt wird. …
… „Die heutige Erklärung stellt einen ersten Schritt dar, um der Energiearmut im Land entgegenzutreten. Daran müssen wir gemeinsam arbeiten“, sagte Alexis von Komorowski, Hauptgeschäftsführer des Landkreistags Baden-Württemberg.

Quellen

[1] SWR Aktuell 21.11.2019 : Beratungsangebote gegen „Energiearmut“ Bedürftige sollen lernen, Strom zu sparen

[2] Welt 4.1.2020: SPD-Duo relativiert 30-Prozent-Aussage

[3] EIKE, 22.03.2017: Klimamönche*, alternativ: die Klimaelite unserer Behörden




Die Deutschland­temperatur der letzten 32 Jahre

Zur besseren Vergleichbarkeit der Temperaturdaten verwenden wir hier das Startjahr 1988, und zwar aus 2 Gründen: Zum einen trat der selbst ernannte Weltklimarat erstmals in Erscheinung und zum zweiten erfolgte um 1988 in Mitteleuropa ein Temperatursprung auf ein höheres Temperaturniveau, wofür nicht Kohlendioxid, sondern die Änderung der Großwetterlagen verantwortlich gemacht werden muss.

Wir fragen uns somit, wie haben sich die Temperaturen seit 1988 weiterentwickelt?

Die erste vorläufige Antwort gibt die Deutschlandgrafik, deren Jahrestemperaturen der DWD aus dem Schnitt von knapp 2000 Wetterstationen berechnet.

Abb.1: Seit 32 Jahren sind die Temperaturen bei den Standorten der DWD-Wetterstationen gestiegen, im Schnitt um 0,28 C je Jahrzehnt. Wie es weitergeht weiß kein seriöser Klimawissenschaftler.

Im folgenden Verlauf beschäftigen wir uns nicht mit den verschiedenen Klimatheorien, die die zukünftige Weiterentwicklung durch Floskeln wie „könnte, vermutlich, mit großer Wahrscheinlichkeit“ und dergleichen Vokabular vorhersagen wollen. Es geht vielmehr um die Zuverlässigkeit der DWD-Grafik 1 bei der Datenermittlung.

Schon in den Anfangssemestern lernt ein Student der Naturwissenschaften, dass er während eines Langzeitversuches keine äußeren Versuchs-Bedingungen verändern darf, sonst werden die gemessenen Werte unbrauchbar. Und genau das ist bei den Wetterstationen des DWD der Fall. Die Umgebung der Stationen hat sich bei allen mehr oder weniger stark verändert, wofür der DWD keine Schuld trägt. Überall auf der Welt wurde die Natur und Landschaft bebaut, Feucht- und Sumpfgebiete weiter trockengelegt, Flüsse begradigt und Natur zerstört. Der Rhein war einst ein kalter Gebirgsfluss, heute ist er durch die Industrialisierung zu einem warmen Golfstrom geworden, 30°C im Sommer bei Mainz können durchaus vorkommen. In Deutschland kann man sich etwa den Wert von täglich 100 ha Flächenversiegelung merken, wobei im Wert 100 ha die innere Versiegelung eines bereits bestehenden Baugebietes mit berücksichtigt ist, die in keiner Statistik erschient.

Ein einfacher Versuch bestätigt die Bebauungserwärmung: Mit einem IR-Fernthermometer erwärmt sich die dunkle Siedlungsstraße im Sommer auf 45° bis 50°C, die ursprüngliche Wiese 10 m daneben ist um gute 25°C kälter. Die Straßen sind somit Wärmebänder in einer einst kühleren Landschaft. Nicht nur die Luft über der Straße wird erwärmt, was man mitunter gut sehen kann, sondern auch das Erdreich unter und beiderseits der Straße.

All die vielen deutschlandweiten wärmenden Veränderungen bezeichnen wir mit dem Begriff „Wärmeinseleffekt“, Abk. WI bei den deutschen Wetterstationen. Der Stadt-Land-Effekt ist nur ein Sonderfall des Wärmeinseleffektes. In einer Stadt ist es immer wärmer als im Umland. Beim Wärmeinseleffekt kann es sogar umgedreht sein, nämlich, wenn sich die wärmende Umgebung der Station auf dem Land stärker verändert hat als in der Stadt, dann gleichen sich die Temperaturen an. Das soll an 2 Beispielen erklärt werden.

Beispiel 1: Die DWD-Wetterstation Hof, außerhalb der Stadtgrenze.

Abb.2: Die DWD-Wetterstation Hof (Land) zeigt eine viel stärkere Erwärmung als der Deutschlandschnitt, nämlich fast 0,5°C je Jahrzehnt.

Die Erklärung für die vom Thermometer gemessene Erwärmung der DWD-Wetterstation Hof findet man in der Umgebungsbebauung. Seit 2011 führt eine vierspurige Bundesstraße mit wachsender Verkehrszunahme an der Messstation vorbei, zudem entsteht um das DWD-Gebäude seit 10 Jahren ein neues Industrie- und Gewebegebiet. Die Wetterstation Hof steht immer noch am gleichen Platz, aber die Umgebung hat sich durch menschliche Einflüsse wärmend verändert und wird sich weiter ändern.

Es ist müßig zu fragen, wie die Grafik 2 aussehen würde, wenn sich bei der Wetterstation Hof gar nichts verändert hätte, aber auch die innerdeutsche Grenze ein unterentwickeltes Zonenrandgebiet geblieben wäre.

Um diese Frage annähernd zu beantworten greifen wir auf die DWD Station in Gießen zurück. Die Station liegt am Stadtrand in der Nachkriegssiedlung am Wettenberg.

Beispiel 2: Gießen, eine städtische Station mit weniger wärmenden baulichen Veränderungen, dargestellt sind die Jahresmittel in Gießen (blau) und am Frankfurter Flughafen (rot)

Abb. 3: Erwärmung am Frankfurter Flughafen seit 1988, keinerlei Erwärmung der Stadt Gießen. Die Flughafenerwärmung liegt gering über dem DWD-Deutschlandschnitt.

Das Thermometer der Wetterstation am Frankfurter Flughafen misst neben dem vorhandenen Wetter alle wärmenden Veränderungen seit 1988 mit, die Zunahme des Verkehrs auf den Autobahnen um das Flughafengelände, die Zunahme der Passagierzahlen und Flugzeuge, sowie die zunehmende Austrocknung der Grünflächen innerhalb des Geländes, obwohl die Regenmengen im Frankfurter Raum laut DWD annähernd gleich geblieben sind. Sicherlich wirkt auch zusätzlich die Stadt-Erwärmung des Großraumes Frankfurt mit, jedenfalls kommt von dort keine Kühlung.

Im genannten Beispiel wird die Station Frankfurt (Flughafen) weiter wärmer, während die städtische Station in Gießen gleich bleibt.

Interessant ist auch noch der Vergleich der drei Sommermonate Juni, Juli, August beider Stationen. Diesmal Frankfurt in blau.

Abb. 4: Starke sommerliche Erwärmung in Frankfurt; keinerlei Erwärmung im Stadtgebiet Gießen, obwohl die Reihe bei beiden Graphen mit dem Hitze-Sommer 2019 endet.

Die Grafik 4 zeigt: Die sommerliche Erwärmung am Frankfurter Flughafen beträgt etwas mehr als 1 Grad, während die Jahreserwärmung, siehe Abb.3, unter 1 Grad liegt. Das deutet darauf hin, dass der wachsende, vom Menschen erzeugte Wärmeinseleffekt im Sommer stärker wirkt als im Winter.

Durch den Kohlendioxidanstieg der Atmosphäre seit 1988 um etwa 45 ppm sind diese Temperaturunterschiede überhaupt nicht erklärbar, da Gießen zwar die ppm-Erhöhung, aber eben keine Erwärmung zeigt. Die wärmenden Umgebungsveränderungen, der höhere WI-effekt bei Frankfurt ist die Erklärung.

Anmerkung: Es soll ausdrücklich erwähnt werden, dass neben dem WI-effekt noch andere natürliche Klimagründe einwirken, die durchaus regional auftreten können: Zunahme der Sonnenstunden in einer Region, Abnahme der Nebelbildung und der Nebelstunden, weniger Niederschlag, industrielle Aufheizung eines Flusses, Zunahme von Föhneinwirkungen, Zunahme der SW-Wetterlagen und dergleichen. Frankfurt und Gießen sind jedoch nur knapp 50 km auseinander.

In welcher Größenordnung einzelne regionale Wetterveränderungen wiederum selbst mit dem WI-Effekt korrelieren, kann in dieser Arbeit nicht abgeschätzt werden.

Vorsichtige Einteilung der deutschen Wetterstationen seit 1988 aufgrund des Wärmeinseleffektes (WI-Effekt)
1) WI-arme Station: ebene Trendlinie, bzw. unbedeutende Erwärmung oder Abkühlung von -/+ 0,1°C je Jahrzehnt.

2) mittlere WI-Station: Erwärmung von 0,1°C bis 0,3°C je Jahrzehnt

3) typische WI-Station: Erwärmung seit 1988 über 0,3°C je Jahrzehnt.

Stark wachsende Städte sind meistens auch typische WI-Stationen mit einer steigenden Trendlinie über 0,3°C/Jahrzehnt. Mitunter gehören dazu auch noch die Orte im Speckgürtel wie Holzkirchen bei München.

Es soll nicht unerwähnt bleiben, dass neben regionalen Klimaveränderungen auch eine leichte allgemeine Klimaerwärmung in den vorigen WI-Einteilungen enthalten sein könnte.

Ergebnis dieser WI-Einteilung: Die 2000 Wetterstationen der DWD-Deutschlandgrafik 1 würden sich im Schnitt in der Mitte einordnen.

Wie sähe diese Deutschlanderwärmung der Grafik 1 aus, wenn sich unser Land seit 1988 überhaupt nicht wärmend verändert hätte?

Die Frage lässt sich kaum beantworten, nur annähernd abschätzen. Dazu soll wiederum die Taxierungsmethode nach R. Leistenschneider herangezogen werden. Die WI-bereinigte Deutschlanderwärmung seit 1988 sähe dann so aus:

Abb. 5: Die grüne Temperaturkurve ist wärmeinselbereinigt. So könnte der Temperaturverlauf Deutschlands seit 1988 aussehen, wenn unser Land sich überhaupt nicht durch menschliches Zutun verändert hätte. Nur ein unbedeutender Temperaturanstieg.

Mit aller Vorsicht kann man feststellen: Seit 1988 wären ohne jedwede anthropogene wärmende Veränderung der Erdoberfläche die Temperaturen in Deutschland fast gleich geblieben. Ein unbedeutender Anstieg von 0,08°C/Jahrzehnt, den man streng genommen in der obigen WI-einteilung berücksichtigen könnte. Immerhin: Der steigende CO2-Gehalt von 45 ppm in diesem 32 jährigen Zeitraum hätte fast nichts bewirkt.

Gibt es noch andere WI-arme Stationen mit Null-Erwärmung in Deutschland?

Natürlich gibt es die und werden weiter hinten auch genannt, genauso wie es noch genügend DWD-Stationen mit einer Erwärmung über 0,3 C je Jahrzehnt gibt. Und es gibt auch ländliche Stationen mit (angeblich) wenigen Umgebungsveränderungen, die trotzdem nicht in unsere WI-arm Einteilung passen, z.B. Schneifelforsthaus

Abb. 6: Die DWD-Wetterstation Schneifelforsthaus liegt in der Eifel an der belgischen Grenze, auf den ersten Blick weitab von allen Wärmeinseln. Erstaunlicherweise ist der Temperaturanstieg ähnlich wie der DWD-Durchschnitt der 2000 Wetterstationen.

Ein Gegensatz dazu bildet die DWD-Wetterstation Düsseldorf

Abb. 7: Die Wetterstation Düsseldorf, etwa 100 km nördlich von Schneifelforsthaus ist zwar grundsätzlich wärmer, auffallend ist aber der geringe Temperaturanstieg. Man könnte Düsseldorf sogar noch zu den WI-armen Stationen zählen.

Weitere Unwägbarkeiten: u.a. Temperaturänderungen aufgrund der Umstellung auf Digitalmessung nebst einer anderen Erfassung der Tagestemperaturen oder gar leichte bauliche Veränderungen an der Wetterhütte selbst, konnten im Artikel keine Berücksichtigung finden. In Einzelfällen kann dadurch der Grafikverlauf über die letzten 32 Jahre auch verzerrt werden. Solche Messverzerrungen sollte von den Stationsleitern oder vom DWD selbst durch Parallelmessungen durchgeführt werden.

In aller Regel gilt: Der vom Menschen erzeugte Anteil an der Deutschlanderwärmung seit 1988 ist nicht CO2-verschuldet, sondern hauptsächlich durch den steigenden WI-anteil bei den Messstationen hervorgerufen. Will man politisch gewollt diesen Erwärmungstrend Deutschlands eindämmen, dann hilft keine CO2-Einsparung, sondern ein grundsätzlicher Versiegelungs- und Bebauungsstopp in den Ortschaften und in der freien Landschaft. Doch wollen wir das? Wir sind weit entfernt von einer gefährlichen Klimaerwärmung. Das zeigt immer wieder die Wetterstation Amtsberg, die laut Wetteramtsleiter immer noch unverändert in einer unveränderten Umgebung steht. Da gibt es seit Bestehen des Weltklimarates keine Klimaerwärmung.

Abb. 8: Wetterstation Amtsberg am Fuße des Erzgebirges: Keinerlei Erwärmung im Zeitraum von 1988 bis 2019.

Gesamt: Die steigende Trendlinie bei den Deutschlandtemperaturen (Erwärmung) ist in erster Linie auf die steigenden Wärmeinseleffekte in der Umgebung der Wetterstationen zurückzuführen. Irrtümlich wird dieser steigende WI-effekt mit der CO2-Zunahme verwechselt.

Die Beweisführung dieser Aussage ist einfach: Man braucht eine Wetterstation mit steigender Trendlinie nur an einen wärmeinselärmeren Ort stellen. Das hat der DWD im Stadtbereich Freiburg im Jahre 2007 selbst veranlasst.

Abb. 9: Obwohl die CO2-Konzentrationen seit 1988 überall gleich gestiegen sind, zeigt die DWD-Station Freiburg eine deutliche Abkühlung von 0,2°C pro Jahrzehnt. Der schwächere Wärmeinseleffekt am neuen Standort im Außenbezirk der Stadt hat zur fallenden Trendlinie geführt. Falsch wäre die Aussage, der Raum Freiburg/Breisgau wird kälter.

Zusammenfassung: Aufgrund der vielen Unwägbarkeiten bei den Temperaturmessungen kann man nicht mit Sicherheit sagen, dass die Temperaturen seit 1988 aufgrund einer allgemeinen Klimaerwärmung weiter gestiegen sind.

Richtig wäre nur die Aussage, dass bei den allermeisten DWD-Stationen die Temperaturen gestiegen sind. Die Gründe dafür sind in erster Linie zunehmende Wärmeinseleffekte bei den Standorten der DWD-Stationen.

Wir unterteilen nach WI-arme, WI-mittlere und WI-starke Standorte.

Eine verdichtete Bebauung innerhalb eines Ortes, wie von der Politik angestrebt, verstärkt die Wärmeinsel Wohnort. Eine Bebauung in die freie Fläche hinein gilt als Naturzerstörung und führt gleichfalls zur Erwärmung des Gebietes.

Der behaupteten CO2-Erwärmung fehlt jeder experimentelle Nachweis. Das wussten schon die bekannten deutschen Naturwissenschaftler Einstein, Heisenberg, Schrödinger, Planck und Otto Hahn, um nur einige der Elite zu nennen. Schade, dass Albert Einstein nicht mehr lebt.

Josef Kowatsch, Naturbeobachter, Naturschützer und unabhängiger Klimaforscher.