Texas verabschiedet Gesetze zur Stützung der Öl- und Gas-Industrie

Kevin Stone

[Hier geht es zwar um Texas, passt aber wunderbar zu aktuellen Grün-Phantastereien der EU! A. d. Übers.]

Umweltpolitik sollte nicht die staatlichen Investitionen bestimmen

Senatsvorlage 13 verlangt von staatlichen Einrichtungen, einschließlich Pensionsfonds und der umfangreichen K-12-Schulstiftung des Staates, sich von Unternehmen zu trennen, die die Produzenten fossiler Brennstoffe boykottieren oder ihre Verbindungen zu ihnen abbrechen. Die Maßnahme richtet sich gegen Wall-Street-Investoren und Hedge-Fonds, die als Teil einer größeren Anti-Kohlenstoff-Initiative ihre finanzielle Unterstützung für Erdölunternehmen gekürzt oder beendet oder auch damit gedroht haben.

Die Gesetzgebung war eine Reaktion auf konkrete Drohungen von Investmentfirmen wie BlackRock, deren Gründer und CEO, Larry Fink, den Aktionären letztes Jahr ankündigte, dass die Firma beabsichtige, den Klimawandel zu einem bestimmenden Faktor in ihrer Investitionsstrategie zu machen.

Eine zweite Maßnahme, Senatsvorlage 17, war eine direkte Reaktion auf die Belastung des Stromnetzes des Staates während des Wintersturms im Februar, der mehr als 2 Millionen Texaner ohne Strom ließ und für mehr als 120 Todesfälle verantwortlich war. Der Gesetzentwurf zielt auf Umweltinitiativen von Städten oder Gemeinden ab, die den Einsatz von Erdgas in Neubauten verbieten wollen, indem sie die Verwendung von Erdgasgeräten nicht einschränken dürfen.

Gouverneur Greg Abbott hat bereits signalisiert, dass er diese Gesetzesentwürfe unterstützt und wahrscheinlich unterzeichnen würde, wenn sie auf seinen Schreibtisch flattern.

„Lebenssaft der Texanischen Industrie“

Die Öl- und Gasindustrie ist für die texanische Wirtschaft von entscheidender Bedeutung. Daher sind Bemühungen, sich von der Industrie zu trennen, die eher auf politischen als auf finanziellen Erwägungen beruhen, ein direkter Angriff auf das Wohlergehen der Texaner, sagte der Abgeordnete Phil King (Republikaner) im Repräsentantenhaus und erklärte, warum der Gesetzentwurf notwendig ist.

„Öl und Gas sind das Lebenselixier der texanischen Wirtschaft“, sagte King. „In der Welt des Kapitals gibt es eine Bewegung, die Unternehmen, die sich nicht einer extremen Anti-Fossil-Politik anschließen, Gelder verweigern will.“

Zu Beginn der Legislaturperiode sagte Lt. Gov. Dan Patrick öffentlich, dass die Verabschiedung von Gesetzen, die es dem Staat verbieten, Geschäfte mit Firmen zu machen, die Öl- und Gasunternehmen „boykottieren“, eine Priorität sei.

Es ist unklar, ob Gesetze, die Desinvestitionen von Firmen erzwingen, die die Öl- und Gasindustrie boykottieren, Firmen, die von Aktivisten verwaltet werden, davon abhalten werden, ihre Desinvestitions-Entscheidungen zu überdenken, sagt Alexander Stevens, ein politischer Analyst am Institute for Energy Research.

„Es ist schwer zu sagen, ob die Vorlage 13 einen großen Einfluss auf die Eindämmung dieser Boykotte haben wird, insbesondere bei den sehr großen Vermögensverwaltern wie BlackRock“, so Stevens. „Auf der einen Seite sind die staatlichen Pensionsfonds und die K-12 Stiftung groß genug, dass die Verweigerung des Zugangs der großen Vermögensverwalter zu diesen Fonds Druck auf sie ausüben sollte, diese Boykotte zu beenden.

Andererseits haben diese großen Vermögensverwalter bereits die Entscheidung getroffen, die Politik über den Gewinn zu stellen, indem sie Investitionen in Umwelt, Soziales und Unternehmensführung verfolgen, was die treuhänderischen Pflichten, die Portfoliomanager ihren Kunden schulden, umzustoßen scheint“, sagte Stevens.

Die Verhinderung von Gas-Boykotten ist notwendig

Die Gesetzesvorlage des Repräsentantenhauses, die es den Gemeinden verbietet, neue Erdgasanschlüsse zu verbieten, sei absolut im Interesse des Staates und seiner Bürger, so Stevens.

„Ich denke, Vorlage 17 ist eine notwendige Maßnahme zur Förderung der Energiefreiheit in Texas“, sagte Stevens. „Umweltschützer haben eine lange Geschichte von Kampagnen, die darauf abzielen, unsere Fähigkeit zur kreativen Nutzung unserer natürlichen Ressourcen einzuschränken, und sie haben ihre Aufmerksamkeit auf die lokale Ebene gelenkt, wo Erdgasverbote im ganzen Land aus dem Boden geschossen sind.

Nach meiner Zählung gibt es derzeit 76 Städte in den USA, die irgendeine Art von Beschränkung für Erdgasanschlüsse erlassen haben. Dies zeigt die Gleichgültigkeit der Umweltbewegung gegenüber Energieverbrauchern mit niedrigem und mittlerem Einkommen, da sie die Verbraucher zwingt, mehr Strom zu verbrauchen, der in der Regel teurer ist als Erdgas“, sagte Stevens. „Außerdem machen Verbote von Erdgasanschlüssen keinen Sinn, weil sie mehr Energieverbrauch in das Stromnetz zwingen, was, wie uns der Wintersturm im Februar gezeigt hat, ein Rezept für zusätzliche Stromausfälle sein könnte, da eine stärkere Nachfrage das Netz in Texas stärker belasten würde.“

Kevin Stone writes from Dallas, Texas.

Link: https://heartlanddailynews.com/2021/06/texas-passes-bills-supporting-the-oil-and-gas-industry/?

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




2°C-Ziel erreicht: Deutschland wird kälter und nicht wärmer – wir befinden uns mitten in der Abkühlungsphase Teil 2: Die Temperaturmessstationen des Deutschen Wetterdienstes

Raimund Leistenschneider, Josef Kowatsch

Im Teil 1 zeigten die Autoren, dass nach (unveränderten) Daten des Deutschen Wetterdienstes (DWD) Deutschland zum internationalen meteorologischen Referenzzeitraum kälter wird – die Temperaturen sinken. Im Teil 2 wird gezeigt, dass die Abkühlung noch stärker ausfällt, da die Messstationen des DWD für Temperaturvergleichsmessungen zu früheren Temperaturen in Deutschland, weitgehend ungeeignet sind.

Wird der sog. Wärmeinseleffekt (WI) mit in die Betrachtung einbezogen (Abb.8 und Abb.9 im Teil 1) sind Original-DWD-Messwerte, bei denen der WI nicht heraus gerechnet wurde), dann wird noch deutlicher, dass Deutschland nicht wärmer, sondern kälter wird.

Abb.10, Quelle: Josef Kowatsch, zeigt die Jahrestemperaturen in Deutschland nach Daten des DWD von 1891 – 2020 (rot) und die WI-bereinigte (grün), nach Berechnung* von Leistenschneider, in Bezug der DWD-Referenzstation Hohenpeißenberg.

* Die Vorgehensweise/seine Überlegungen, die Leistenschneider anwendete, beruhen auf den Strahlungsgesetzen nach Planck und dem Abkühlungsgesetz nach Newton. Will man z.B. einen Körper von 20°C auf 30°C erhöhen und einen anderen von 100°C auf 110°C, so ist die Energie, die jeweils für die 10°C-Erhöhung benötigt wird, stets dieselbe. Aber, bevor man einen Körper um 10°C erwärmen will, muss man ihn zuerst auf seiner Temperatur halten, da er stets Wärme/Energie abgibt, also „verliert“. Sowohl nach Planck, als auch nach Newton verliert der wärmere Körper in gleicher Umgebung und gleichen Zeiteinheiten mehr Energie als der kältere. Die notwendige, nennen wir sie Halteenergie ist also beim wärmeren Körper größer.

Die Sonne gibt jedoch am Oberrand der Atmosphäre die gleiche Energie ab. Da gibt es keine „Zusatzenergie“ für den wärmeren Körper, was bedeutet, dass sich im Vergleich die Temperaturen der kälteren Gebiete, denen der wärmeren Gebiete allmählich angleichen. Nichts anderes sagt übrigens das IPCC mit seiner Aussage, dass sich in einer Erwärmungsphase die polaren Gebiete (Beispiel: Nordpolargegend) stärker erwärmen als z.B. unsere Breiten.

Setzt man die Deutschlandwerte und die Temperaturwerte der DWD-Referenzstation Hohenpeißenberg in Relation zueinander, so ergibt sich eine gleichförmige Steigungsbeziehung. Ändert sich die Steigung oder sind gar „Sprünge“ in der Beziehung zueinander zu verzeichnen, so liegt ein Fehler vor (nach Planck und Newton muss die Beziehung gleichförmig verlaufen). Aus den Steigungsänderungen muss nun dieser Fehler aus den Deutschlandtemperaturen heraus gerechnet werden. Der Fehler ist der WI für Deutschland.

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Nach Abb.10 beträgt der WI anhand der Steigungsunterschiede von 1991 (Beginn des gültigen internationalen 30-jährigen Temperaturreferenzzeitraumes) bis zum Jahr 2021, 0,7°C (siehe Abb.11).

Abb.11, Quelle: Josef Kowatsch. Anhand der Steigungsunterschiede beträgt der WI der letzten 30 Jahre 0,7°C. Gemittelt und gerundet sind dies (knapp) 0,4°C gegenüber den Temperaturen von 2021. Um diesen Wert werden die Monatswerte 2021 zum Referenzzeitraum herabgesetzt, was dem zum Referenzzeitraum (im Mittel) bereinigten WI und damit den korrekten Vergleichstemperaturen entspricht (Abb.12).

Daraus ergeben sich die WI-bereinigten Deutschlandtemperaturen von 2021 gegenüber dem internationalen meteorologischen Referenzzeitraum von 1991 – 2020 in Abb.12.

Abb.12, Quelle: Josef Kowatsch, zeigt die WI-bereinigte Temperaturkurve aus den DWD-Werten in Abb.8 (Teil 1) zum internationalen meteorologischen Referenzzeitraum. Auch hier, die graphische Gegenüberstellung warm und kalt, Abb.13.

Abb.13, Quelle: Autoren, Daten wie Abb.12. Deutschland wird deutlich kälter. Auch hier für diejenigen, die in Zahlen unterwegs sind:

Tatsächliche Vergleichstemperatur 2021: 8,2°C

Referenzzeitraum 1991 – 2020: 9,12°C

Werden die Vergleichstemperaturen des DWD WI-bereinigt, ist es in 2021 in der Gesamtheit um fast 1°C kälter als zum aktuell gültigen internationalen meteorologischen Referenzzeitraum.

Deutschland wird in der Gesamtheit kälter und nicht wärmer! Und zwar um fast 1°C.

Wie kommen nun die Autoren dazu, einfach die gemessenen Temperaturen des DWD für 2021 herabzusenken. Der DWD misst doch nicht falsch.

Richtig, der DWD misst nicht falsch. Sein Messequipment ist Stand der Technik und misst sehr genau. Doch es geht beim Vergleich der Temperatur von heute zu früher nicht allein um die Messung, sondern, wie der Name dies schon ausdrückt, auch um den (richtigen) Vergleich – da ansonsten die berühmten Äpfel mit Birnen verglichen werden – und den Vergleich macht der DWD in zweierlei Hinsicht und veröffentlicht daher auch falsche Vergleichsdarstellungen. Denn spätestens seit Einstein wissen wir: „Die Zeit ändert den Raum.“ Und mit ihm all seine Eigenschaften. Und eine seiner Eigenschaften ist die mittlere Bewegungsenergie seiner Gase. Wir Menschen sagen dazu: Temperatur.

Diese „Raumänderung“ wird in Deutschland z.B. unter dem Begriff Bebauung und Landschaftsversiegelung erfasst und ihre Zunahme kann hier eingesehen werden.

1. Änderungen der Messorte und die damit verbundene Auswahl der Messstationen.

Nicht nur der DWD, sondern die der WMO (Welt Meteorologische Organisation) angehörigen Länder, haben in den letzten Jahren eine signifikante Änderung (Auswahl) ihrer Messstationen vorgenommen. Die Messstationen, die sich auf dem Land befanden, wurden durch Messstationen in Städten oder stadtnahen Gebieten ersetzt, bzw. eine Selektion vorgenommen und dabei die ländlichen Messstationen deutlich reduziert. Jeder von uns weiß – er braucht dazu nur die Außentemperaturanzeige seines Fahrzeugs zu betrachten – dass es in Städten um bis zu 2°C wärmer als auf dem Land ist.

Abb.14 links, (Quelle) zeigt, wie sich mit der v.g. Stationsreduzierung-/Selektion die globale Temperatur sprunghaft erhöht. Abb.14 rechts, (Quelle) zeigt, dass in erster Linie ländliche Messstationen reduziert wurden. Ein Schelm, der Böses dabei denkt.

Beispiele von DWD-Temperaturmessstationen, die exemplarisch zeigen, wie das Resultat, also die Höhe der Mitteltemperaturen (Messwerte), über die Standortauswahl der Messstationen beeinflusst werden kann.

1.1. DWD-Messstation Memmingen

Abb.15, Quelle: Josef Kowatsch, zeigt die Temperaturentwicklung an der DWD-Messstation Memmingen nach Daten des DWD von 1991 (Beginn Referenzzeitraum) bis 2021. Die Steigungsgerade zeigt, dass die Temperaturen fallen.

1.2. DWD-Messstation Holzkirchen

Abb.16, Quelle: Josef Kowatsch, zeigt die Temperaturentwicklung an der DWD-Messstation Holzkirchen nach Daten des DWD von 1991 (Beginn Referenzzeitraum) bis 2021. Hier steigen die Temperaturen, obwohl Holzkirchen rund 100m höher liegt (eigentlich kälter sein müsste*), beide auf dem gleichen Breitengrad liegen und beide Orte lediglich etwa 85km voneinander entfernt sind. Der Grund für die starke unterschiedlichen Temperaturentwicklung liegt in der jeweiligen Lage der Messstationen, die der DWD wie folgt angibt.

* Nach der barometrischen Höhenformel fällt pro 100m Höhenzunahme die Temperatur um ca. 0,65°C im Mittel (über alle Wetterlagen).

1.3. Vergleich beider Stationen

Nach Angaben des DWD liegen beide Wetterstationen jeweils hier:

Abb.17a: Lage der DWD Wetterstation Memmingen nach Angaben des DWD.

Abb.17b: Lage der DWD Wetterstation Holzkirchen nach Angaben des DWD. Beider Quelle . Zur Auffindung im Satellitenbild von google earth (Abb.18 und Abb.19) hat Leistenschneider markante Ortsstellen markiert (rote Pfeile).

Abb.18: Lage der DWD-Wetterstation Memmingen – man beachte ihren Schattenwurf in der Vergrößerung rechts – auf freiem Feld. Fernab von Bebauungen oder versiegelten Flächen. Also ohne Wärmeinseleffekt (WI). Quelle: Google earth.

Abb.19: Lage der DWD-Wetterstation Holzkirchen. In das obere Bild haben die Autoren zur exakten Auffindung und Lage der DWD-Station die Lage nach Angaben des DWD aus Abb.17b hineinkopiert (weiße Umrandung). Wie das untere Bild von Abb.19 zeigt, liegt die DWD-Messstation direkt neben einem Parkplatz von Fahrzeugen. Quelle: Google earth.

Der DWD misst einmal mehr, nicht die Ortstemperatur, sondern die Temperatur der Autoabwärme, der dort abgestellten Fahrzeuge. Abb.20 zeigt, wie sehr die Temperatur dabei erhöht wird und demzufolge von der DWD-Messstation als Ortstemperatur aufgenommen wird.

Abb.20, (Quelle) zeigt, dass bis in eine Entfernung von über 5 m (vgl. Lage in Abb.21) die Temperatur auf deutlich über 40°C steigt.

Natürlich kann dem DWD auch ein Fehler bei der Lageangabe seiner Station Holzkirchen in Abb.17b unterlaufen sein und seine Messstation liegt an anderer Stelle in Holzkirchen. Dann stellt sich allerdings die Frage, was der DWD sonst noch alles für falsche Angaben macht.

1.4. Doppelaufgaben des DWD als Behörde im Bundesverkehrsministerium

Nein, die Autoren machen dem DWD keinen Vorwurf. Im Gegenteil, sie haben großes Verständnis für den DWD, seine Temperaturmessstation neben einem Fahrzeugparkpatz aufzustellen. Denn, der DWD ist eine Behörde und damit ist die Politik ihm weisungsbefugt und, der DWD ist eine Behörde im Bundesverkehrsministerium.

Mit der Lage seiner Messstation und den damit verbundenen Temperaturmessungen gibt der DWD demnach dem Bundesverkehrsminister wertvolle Hinweise über das Verkehrsaufkommen in den Städten, denn dort sind seine Messstationen nicht anders platziert als am Beispiel in Holzkirchen. Die Autoren berichteten darüber, hier und hier.

Interessant auch der Temperaturvergleich zwischen der kleinen Stadt Holzkirchen und der Weltstadt München (Abb.21).

Abb.21, Quelle: Josef Kowatsch nach Daten des DWD zeigt, dass sich die Temperaturen der Weltstadt München mit denen der Kleinstadt Holzkirchen recht schnell angleichen. Anhand der Lage der Messstation Holzkirchen kann dies nicht verwundern.

Gemäß der vorgenannten Logik, zeigen die Temperaturaufzeichnungen des DWD anhand Abb.21, dass sich die Lebensverhältnisse denen der Großstadt München mehr und mehr angleichen.

Anhand der Untersuchungen und Analysen der Autoren ist der DWD unbedingt sein Geld wert. So geben seine Temperaturmessstationen:

– Den Stadtplanern und dem Verkehrsminister wichtige Hinweise über das Verkehrsaufkommen in den Städten

– Den Staatskanzleien und damit den Ministerpräsidenten wertvolle Informationen, dass sich die Lebensverhältnisse denen der Großstadt mehr und mehr angleichen

Nur für eins taugen die Temperaturmessstationen des DWD nicht:

– Zu Temperaturvergleichsmessungen zu früheren Jahren. Dies macht Punkt 2 deutlich.

2. Änderungen der Erfassungszeiten (Temperaturmessungen) und damit Änderung der Datenbasis

Anhand Abb.10 gehen die Vergleichstemperaturen des DWD bis in das Jahr 1891 zurück. Von 1891 bis zum 31.03.2001 wurden die Tagesmittelwerten nach der sog. Mannheimer-Methode gebildet:

  • Temperaturmessungen von 7:00 Uhr, 14:00 Uhr und 21 Uhr (jeweils MOZ), wobei der letzte Wert (um sich die Messung in der Nacht zu sparen) doppelt gezählt wurde. Diese 4 Werte wurden addiert und dann durch 4 geteilt. Dies ergab den Tagesmittelwert.
  • Seit dem 01.04.2001 wird stündlich gemessen, die Werte dann addiert und durch 24 geteilt.
  • Seit mehreren Jahren stellt der DWD seine Messstationen auf autom. Messung und Übermittlung um und es wird jede Minute gemessen, diese Werte dann addiert und durch 1.440 (Tagesminuten) geteilt.

Die Datenbasis hat sich zuerst von 3 (4) Messwerten auf 24 Messwerte geändert und beträgt jetzt 1.440 Messwerte. Die Datenbasis ist nicht nur nicht mehr dieselbe, sie hat sich gegenüber dem Jahr 2000 und denen davor, um fast den Faktor 500 geändert. Da der Tagesgang der Temperatur (Beispiel in Abb.22) stark asymmetrisch ist, ist es alles andere als egal, wann die Messungen für den Tagesmittelwert erfolgen. Aufgrund der anderen Datenbasis kommt jedesmal ein anderes Ergebnis heraus. Nun dürfen die Leser mal raten, ob nach den neueren Methoden zu der Mannheimer Methode eine höhere oder eine niedrigere Tagesmitteltemperatur herauskommt. Smiley (Entschuldigung)

Im Grunde ist dies auch gleich. Die Werte sind nicht mehr vergleichbar!

Abb.22, (Quelle) zeigt den stark asymmetrischen Tagesgang der Temperaturen an einem Julitag in Berlin an verschiedenen Messstationen.

3. Andere Messstationen aufgrund großflächiger Gebietsänderungen

Wie Abb.14 bereits darlegt, haben sich sowohl die Anzahl, als auch die Orte der Messstationen deutlich verändert. Für Deutschland aus zweierlei Hinsicht:

3.1. Individuelle Selektion gemäß Abb.14 (siehe Punkt 1).

3.2. Selektion aufgrund politischer, geographischer Veränderungen.

Der DWD veröffentlicht als Vergleich der Deutschlandtemperaturen sein Chart unter Abb.10 (rote Kurve). Diese Temperaturen gehen von 1891 – 2020. Deutschland hat aber in diesem Zeitraum mehrmals Grenzveränderungen vorgenommen, so dass Stationen (ganze Landstriche) herausfielen – z.B. die „kalten“ Temperaturstationen in Ostpreußen – bzw. mit Ostdeutschland seit 1991 neue hinzukamen. Was dies ausmacht, zeigt der Vergleich der Julitemperaturen mit dem aktuellen Referenzzeitraum (Abb.23a und Abb.23b).

Abb.23a., (Quelle) zeigt die regionalen Julitemperaturen bis zum 14.07.2021 im Vergleich zum Referenzzeitraum 1991 – 2020. Insbesondere die Gebiete in Ostdeutschland zeigen eine deutliche Temperaturerhöhung im Vergleich. Alle regionalen Temperaturen werden vom DWD in die Julitemperatur mit einbezogen und dann der Wert für Deutschland ermittelt.

Schauen wir uns nun die Wetterkarte von ZDF-heute vom 14.07.2021 an, so sehen wir, dass ein deutliches Temperaturgefälle zwischen Ost- und Westdeutschland besteht (Abb.23b.).

Abb.23b., Quelle siehe Chart, zeigt das deutliche Temperaturgefälle zwischen Ost-und Westdeutschland. Alle regionalen Temperaturwerte gehen heute in die Mittelwerte des DWD mit ein. Vor 1991 waren dies nur die westdeutschen Gebiete, wodurch eine ganz andere Mitteltemperatur herauskommt. Sie ist nicht vergleichbar mit früher.

Und trotzdem stellt der DWD in seinen Jahresmitteltemperaturen für Deutschland in Abb.10 alles im 1 zu 1 Vergleich für 1891 – 2020 dar, obwohl komplett andere Regionen und damit Messstationen ausgewertet wurden/werden.

Der Deutsche Wetterdienst darf aufgrund der Darlegungen unter Punkt 1, Punkt 2 und Punkt 3 als „König der Äpfel und Birnenvergleiche“ genannt werden. Zu den Temperaturvergleichsmessungen heute zu früher, siehe auch hier.

Abb.24.: Bild links, DWD; rechts, Bild: Tim Reckmann / pixelio.de; oben, pixelo.de

Alle Temperaturvergleiche des DWD von heute zu früher, insbesondere der Vergleiche mit den Jahren vor 2001 sind falsch/fehlerhaft und damit wertlos. Die Vergleiche sind „Äpfel und Birnenvergleiche“.

Der DWD und mit ihm die WMO müssen wissen, dass ihre Temperaturvergleiche mit früher wertlos sind. Aber warum machen sie dies denn? Warum werden immer weiter scheinbar steigende Temperaturen ausgewiesen und unter „das Volk“ gebracht?

Denn Fakt ist:

– In Deutschland wird es kälter und nicht wärmer

– daran können auch die WI-Messstationen des DWD nichts ändern

Leistenschneider kommt immer mehr zu der Überzeugung, dass seine Analyse und Überlegungen richtig sind, wie er hier erläutert hat. Seine Überlegungen basieren auf einer neuen „Nachkriegsordnung“, basierend auf der CO2-Thematik (Klimawandel), die bei den 4+2-Verhandlungen in 1990 von den „Siegermächten“ festgelegt wurde und die mit Hilfe der Institutionen, wie der UN durchgesetzt werden soll. Als das „Klimaspektakel“ seine Fahrt aufnahm und das IPCC seinen 1. Sachstandsbericht in 1991 veröffentlichte.

All diejenigen, die trotz der erdrückenden Beweislage, dass es keine menschengemachte Klimaerwärmung gibt, immer noch daran glauben, erinnern die Autoren an das Lied Wellenreiter der bekannten deutschen Rockband BAP. Darin singt der Liedsänger:

„Läufs du pausenlos dä Trends wie ’ne Komparse hingerher, Echt, dat däät mich öden – un zwar schwer.“ Und weiter:

Nur wie du jetz bess, pass du dänne janz prima enn’t Konzept, Die dich su hann wollte – halt als Depp.“

 




Der wirkliche Grund für die Flutkatastrophe in Deutschland: Ein „monumentales Scheitern des Warnsystems“

The Sunday Times

Wetterwissenschaftler sagen, dass ein „monumentales Versagen des Systems“ direkt für den Tod und die Verwüstung verantwortlich ist, ausgelöst durch den Regen eines ganzen Monats, der in dieser Woche an zwei Tagen fiel.

Die ersten Anzeichen der Katastrophe wurden vor neun Tagen von einem Satelliten entdeckt, der 500 Meilen über den beschaulichen Hügeln rund um den Rhein kreiste.

In den folgenden Tagen schickte ein Team von Wissenschaftlern den deutschen Behörden eine Reihe von Vorhersagen, die so genau waren, dass sie sich nun wie eine makabre Prophezeiung lesen: Das Rheinland sollte von „extremen“ Überschwemmungen heimgesucht werden, vor allem entlang der Erft und der Ahr sowie in Städten wie Hagen und Altena.

Doch trotz einer mindestens 24-stündigen Vorwarnung, die fast genau vorhersagte, welche Bezirke am schlimmsten von den Regenfällen betroffen sein würden, erwischte die Flut viele ihrer Opfer noch immer weitgehend unvorbereitet.

Deutschland hat sich „schlecht vorbereitet“, sagte eine der Expertinnen, die Europas ausgeklügeltes Flutvorhersagemodell entwickelt hat, gegenüber der Sunday Times. Hannah Cloke, Professorin für Hydrologie an der Universität Reading, sagte, dass ein „monumentales Versagen des Systems“ zu einer der tödlichsten Naturkatastrophen der Nachkriegszeit in Deutschland geführt habe, die seit Mittwoch mindestens 133 Todesopfer gefordert habe; Hunderte von Menschen werden noch vermisst. Mindestens 24 weitere Menschen starben auf der anderen Seite der Grenze in Belgien, eine Zahl, die das nationale Krisenzentrum des Landes erwartet zu steigen, während die Regenfälle Tausende aus ihren Häusern in den Niederlanden gezwungen hatten.

Am Dienstag und Mittwoch wurden Teile Deutschlands innerhalb von 48 Stunden mit mehr als dem Regen eines ganzen Monats überschwemmt. Einige Nebenflüsse des Rheins schwollen zu Rekordhöhen an, verwandelten Städte in Schlammseen, schwemmten Gebäude und Brücken weg und ließen Dutzende von Menschen in ihren Häusern ertrinken.

„Als ich [am Donnerstag] morgens aufwachte und sah, wie viele Menschen gestorben waren, dachte ich nur: Das kann man besser machen“, sagte Cloke. „Ich bin enttäuscht, dass besonders in den Städten Menschen weggespült wurden. Das deutet darauf hin, dass eine Menge Dinge schief gelaufen sind.

Die Menschen hätten Warnungen erhalten müssen; die Menschen hätten die Warnungen verstehen müssen. Es nützt nichts, riesige Computermodelle zu haben, die vorhersagen, was passieren wird, wenn die Leute nicht wissen, was sie bei einer Flut tun sollen.“

Stattdessen führte die überwältigende Mehrheit der Menschen im Einzugsgebiet der Flut ihren Alltag weiter, ohne sich der Gefahr bewusst zu sein, als das Wasser zu steigen begann.

Die deutsche Regierung muss sich nun fragen lassen, wie viele Menschenleben hätten gerettet werden können, wenn sie die Gefahrenzonen rechtzeitig evakuiert und der Öffentlichkeit die Schwere der drohenden Krise richtig vermittelt hätte. Die „Bild“-Zeitung formulierte es so: „Hat unsere Katastrophenschutzbehörde versagt?“ […]

Anfang der 2000er Jahre entwarfen Cloke und zwei ihrer Kollegen das European Flood Awareness System (EFAS) mit Blick auf eine solche Katastrophe. Nach den katastrophalen Überschwemmungen in Mittel- und Osteuropa im Jahr 2002, die in neun Ländern mindestens 110 Todesopfer forderten, beschlossen sie, dass beim nächsten Mal die Opfer vorgewarnt sein mussten. „Angesichts der Zahl der Todesopfer und des Ausmaßes der Schäden kam uns der Gedanke, dass wir so etwas nie wieder zulassen dürfen“, sagte Cloke.

Die Algorithmen kombinieren Beobachtungen von den Copernicus-Satelliten der Europäischen Union mit hydrographischen Aufzeichnungen und Messwerten von Flusspegeln, um den nationalen Behörden bis zu zehn Tage Zeit zu geben, sich auf das Schlimmste vorzubereiten.

Im Jahr 2014 ermöglichten Warnungen und Karten von Efas den Behörden in Serbien, Bosnien und Kroatien eine Feinabstimmung ihrer Reaktion auf die kolossalen Überschwemmungen auf dem Balkan. Dieses Mal jedoch fand sich Efas in der Rolle der Kassandra wieder.

Es schlug am 10. Juli – vier Tage vor den ersten Überschwemmungen – Alarm mit Warnungen an die deutsche und belgische Regierung über das hohe Risiko von Überschwemmungen im Rhein- und Maasbecken.

Während der darauf folgenden Tage erstellte sie minutiös detaillierte Karten, die die meisten Gebiete mit den schwersten Schäden korrekt vorhersagten. Die deutsche Partneragentur bat um spezifische Analysen mehrerer Flüsse, darunter die Ahr, an deren Ufern später mindestens 93 Menschen starben und 618 verletzt wurden.

Cloke sagte, dass einige der Sturzfluten schwierig im Detail vorherzusagen gewesen wären, aber es gab „auf jeden Fall Zeit“, um größere Städte und Gemeinden mit Warnungen oder Evakuierungen vorzubereiten. […]

„Die Tatsache, dass die Menschen nicht evakuiert oder gewarnt wurden, deutet darauf hin, dass etwas schief läuft“, sagte Cloke. „Wenn man Informationen über das Risiko hat und es verstehen kann, kann man Maßnahmen ergreifen, um sich zu schützen. Diese Überschwemmungen waren riesig. Wahrscheinlich waren sie für die Menschen wie eine Fantasie oder eine Art Science-Fiction-Film.“

Ein Grundproblem ist der desolate Zustand der deutschen Alarmsysteme. Im vergangenen September veranstaltete das BBK einen bundesweiten „Tag der Warnung“, an dem die Menschen im ganzen Land bei einer simulierten Naturkatastrophe gleichzeitig von Sirenen betäubt und mit Warnmeldungen überschwemmt werden sollten. Es war ein Debakel: Ein Großteil der Technik funktionierte nicht.

Der ganze Beitrag steht hier (Zahlschranke)

Link: https://www.thegwpf.com/the-real-reason-for-germanys-flood-disaster-amonumental-failure-of-the-warning-system/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

Anmerkung des Übersetzers: Das EFAS lässt sich leicht googeln, aber eine Überprüfung, ob die o. g. Warnungen tatsächlich rechtzeitig ausgegeben worden waren nebst des genauen Wortlautes derselben war nicht in Erfahrung zu bringen. Vielleicht können versiertere Kräfte mal schauen?

Der Link: https://www.efas.eu/

 




Kältereport Nr. 19

Einführung des Übersetzers: Diese und alle weiteren Kältereports speisen sich nur noch aus dieser Quelle (Electroverse). Der Blog von Robert W. Felix (iceagenow.info) liegt brach, weil der Blogger kürzlich verstorben ist.

Es ist bezeichnend, wie wenig Quellen es wirklich gibt, in denen man sich über Kalt-Wetterereignisse informieren kann. Nur aus dieser Quelle wird deutlich, dass es in den USA gebietsweise zwar zu einer Hitzewelle gekommen ist, die im Nordwesten noch im Gange ist, dass es aber auch weite Gebiete dort gibt, in denen es viel kühler als üblich ist (siehe hier und hier).

Extreme Kälte und starke Schneefälle in Südafrika

12. Juli: Eine weitere große antarktische Kaltfront wird am heutigen Montag, 12. Juli, im südlichen Afrika landen – Sturm, extreme Kälte, starker Schneefall, hohe Wellen und sintflutartige Regenfälle sind ALLESAMT in der Vorhersage.

Diese Woche wird es im West- und Nordkap sehr kalt sein, warnte der südafrikanische Wetterdienst (SAWS) am Sonntag.

In den westlichen Bergen des Westkaps werden Schneehöhen von bis zu 20 Zentimetern vorhergesagt, weshalb der SAWS eine seltene Schneefallwarnung der Stufe 4 herausgegeben hat – „Verdammt, so etwas kommt nicht oft vor“, so thesouthafrican.com.

Das Energieversorgungsunternehmen Eskom hat die Südafrikaner aufgefordert, den Stromverbrauch während des großen Frosts zu reduzieren.

Das Unternehmen hat auch davor gewarnt, dass „Lastabwürfe“ wahrscheinlich sind [!] und schrieb in einer Erklärung: „Die Kälte wird die Nachfrage nach Strom erhöhen und dadurch das Stromsystem unter Druck setzen.“

Abbildung 1: Temperaturabweichung Boden am 12. Juli 2021. Quelle

Link: https://electroverse.net/extreme-cold-and-heavy-snow-to-smash-south-africa-the-year-without-a-summer/

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Die Tropen verzeichneten soeben die zweitniedrigste Temperatur der Geschichte – ALLZEIT-Rekordkälte in Südamerika

13. Juli: Es war eine historisch kühle erste Jahreshälfte für viele Orte – ungeachtet dessen, was die verschleiernden Mainstream-Medien drucken und blöken – und es ist eine Tatsache, dass die globale Durchschnittstemperatur regelmäßig unter die 30-jährige Basislinie im Jahr 2021 gesunken ist: im März, April und Juni (HIER).

Und jetzt kommt die Nachricht, dass in den Tropen gerade eine der kältesten Temperaturen gemessen wurde, die je gemessen wurden.

Die Messwerte stammen aus Südamerika – einem Kontinent, der in den letzten Wochen unter rekordverdächtigen Tiefstwerten und Schneefällen gelitten hat:

Rekorde brechende Kälte und Schnee in Südamerika

29.Juni: Während die MSM scheinbar in der beispiellosen Hitze schwelgen, die über dem Nordwesten der USA und dem Südwesten Kanadas verweilt, erfasst eine viel weiter verbreitete Temperaturanomalie derzeit einen Teil unseres Planeten: Südamerika.

Abbildung 2. Quelle

Es folgt eine Auflistung zahlreicher Kälterekorde an vielen Orten in ganz Südamerika.

Link: https://electroverse.net/tropics-logs-second-coldest-temp-in-history-as-all-time-cold-sweeps-s-america/

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Meereis-Ausdehnung um die Antarktis die größte seit 2015 – Tendenz ZUNEHMEND

14.Juli: Laut dem Bericht vom Juni 2021, der kürzlich vom National Snow and Ice Data Center (NSIDC) veröffentlicht wurde, zeigt sich, dass das an den Polen der Erde eingeschlossene Eis tatsächlich WÄCHST.

Der einleitende Absatz des Berichts lautet: „Das Meereis im Südlichen Ozean, der die Antarktis umgibt, lag im Juni deutlich über der durchschnittlichen Ausdehnung von 1981 bis 2010 und stieg gegen Ende des Monats über das neunzigste Perzentil“.

Aber das ist so weit, wie das NSIDC geht…

Sie haben viel über die Arktis zu sagen – die ihre sechstniedrigste Ausdehnung in den Aufzeichnungen erlebt (na sowas) – aber wenn es um die Antarktis geht, höre ich nichts als „zirpen“ – klar, dass der eisige Kontinent Eiszuwachs verzeichnet und so einen Ausgleich der vergleichsweise geringen Verluste von seinem nördlichen Vetter schafft, wird als Dämpfer für die AGW-Party gesehen.

Es wird dringend empfohlen, den ganzen Artikel zu lesen, stehen doch noch viele interessante Einzelheiten weiter unten.

Link: https://electroverse.net/antarctic-sea-ice-extent-largest-since-2015-and-growing/

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Maisernte in Afrika sorgt nach Kälte und Dürre für Sorgenfalten

14.Juli: Die kenianische Regierung hat vor einer „akuten Maisknappheit“ im kommenden Jahr gewarnt, die auf reduzierte Regenfälle und ungewöhnlich niedrige Temperaturen zurückzuführen ist.

Mais ist ein Grundnahrungsmittel für die meisten Haushalte, und seine Verfügbarkeit hängt vom Wetter während der Aussaat ab.

John Kamanja, ein leitender Beamter des Landwirtschaftsministeriums, sagte, dass viele Landwirte in diesem Jahr spät gepflanzt haben, da sie auf die Regenfälle warteten, aber dann setzte die anomale Kälte früher als erwartet ein, nämlich schon im Mai anstatt wie sonst üblich im Juli.

Namibia friert

14. Juli: Namibias Meteorologischer Dienst hat die Bürger gewarnt, die notwendigen Vorkehrungen zu treffen, um sich gegen die „sehr kalten Bedingungen zu wappnen, die im Laufe dieser Woche erwartet werden“.

Laut des Meteorologen Odillo Kgobetsi sind diese extremen Tiefstwerte auf das Eintreffen einer mächtigen Polarfront aus der anomal kalten Antarktis zurückzuführen – die derzeit etwa 4,2°C unter der Norm von 1979-2000 liegt.

Starke Schneefälle in Südafrika

Die gleiche antarktische Luftmasse, die derzeit Namibia heimsucht, fegte zuerst über Südafrika, wo sie noch immer anhält.

Schneefall wurde in Northern Cape und in Sutherland registriert.

Link: https://electroverse.net/record-summer-chills-sweep-the-us-as-sub-polar-cold-hits-africa/

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Harter Winter in Australien – US-Maisernte in ernsten Schwierigkeiten – weiterer Rekord-SchneeZUWACHS in Grönland

Harter Winter in Australien

15. Juli: Eine Welle polarer Luft wird an diesem Wochenende über mehrere australische Bundesstaaten hinwegziehen und die Temperaturen weit unter die Winternormen treiben.

Der leitende BOM-Meteorologe Philip Perkins sagte, dass eine Unwetterwarnung über Südaustralien herausgegeben wird, vor starken Winden, starkem Regen/Schnee und anomaler Kälte, die den Staat im Süden/Südosten treffen wird.

US-Maisernte in ernsten Schwierigkeiten

15. Juli: Die Landwirte in den nördlichen Great Plains sind auf dem besten Weg, die geringste Frühjahrsweizenernte seit 33 Jahren einzufahren, so das US-Landwirtschaftsministerium (USDA) diese Woche.

Wie reuters.com berichtet, stiegen die Preise an der Getreidebörse in Minneapolis um mehr als 5 %, nachdem das USDA seine Prognose für die Frühjahrsweizenernte 2021 auf 345 Mio. Scheffel gesenkt hatte – ein Rückgang von 41 % gegenüber dem Vorjahr und die niedrigste Ernte seit 1988.

Die steigenden US-Weizenpreise werden importabhängige Nationen, die mit der Inflation von Nahrungsmitteln und steigenden Kosten für den Transport von Getreide in die ganze Welt zu kämpfen haben, weiter unter Druck setzen.

Verspätete Anpflanzungen aufgrund von Rekordkälte, anhaltende Trockenheit und eine heftige Hitzewelle im pazifischen Nordwesten haben alle zu einer katastrophalen Anbausaison beigetragen.

Weitere Allzeit-Schnee- und EisZUNAHME in Grönland

15. Juli: Auf dem Rücken der erheblichen Massenbilanz-Gewinne seit 2016 (die mit einem starken Rückgang der Durchschnittstemperatur der Erde zusammenfallen), zeigt der Grönland-Eisschild eine weitere Zunahme des WACHSTUMS im Jahre 2021.

Trotz der Verschleierung durch die MSM nehmen weite Teile Grönlands derzeit um Rekordmengen an Schnee und Eis zu:

Abbildung 3. Quelle

Bereits am 26. Mai wurde an einem einzigen Tag ein Zuwachs von mehr als 12 Gigatonnen verzeichnet, was die offizielle SMB-Karte – mit freundlicher Genehmigung des Dänischen Meteorologischen Instituts (DMI) – in historisches Terrain schickte, sprengte doch die blaue Linie den Messbereich.

Weitere rekordverdächtige Zuwächse wurden im Laufe des Juni verzeichnet, vor allem am 24. Juni, als ein Zuwachs von 4 Gigatonnen verzeichnet wurde, was eine erstaunliche Akkumulation für die Jahreszeit war – noch nie zuvor im Monat Juni war das Grönlandeis an einem einzigen Tag um 4 Gigatonnen gewachsen (laut DMI-Daten, die bis 1981 zurück reichen).

Und nun setzt sich dieses rekordverdächtige Wachstum im Hochsommer fort.

Gestern, am 14. Juli, hat Grönland tatsächlich an Masse zugelegt (ca. 2 Gts) – ein noch nie dagewesenes Ereignis so spät [oder so früh?] im Jahr. Zwischen Anfang Juni und Anfang August herrscht bzgl. des Inlandeises seine sommerliche Schmelzsaison, eine Zeit, in der das Inlandeis im Durchschnitt etwa 4-6 Gt Masse pro Tag verliert; in diesem Jahr ist jedoch etwas Unerwartetes passiert – die größte Insel der Welt hat den ganzen Sommer über zwischen 2-4 Gt an Masse zugenommen:

Abbildung 4: Grönland-Massenbilanz (GT pro Tag) bis zum 14. Juli [DMI]

Grönland-Massenbilanz (GT pro Tag) bis zum 14. Juli [DMI]

Und wieder sprechen die Rohdaten für sich selbst.

Kein Drehen und Wenden notwendig.

Ich hätte hier noch eine Graphik zeigen können, aber die DMI-Website ist irgendwie verschwunden – vielleicht erfordern diese historischen sommerlichen Zunahmen ein wenig ,Adjustierung‘? A. d. Autors Cap Allon

Link: https://electroverse.net/winter-bites-australia-u-s-wheat-crops-in-trouble-more-record-gains-on-greenland/

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Antarktische Luft erfasst das südliche Afrika: starker Schneefall in SA, während andere Länder ihre niedrigsten Juli-Temperaturen jemals verzeichnen

15. Juli: In den meisten Gebieten von Südafrika kam es in dieser Woche zu einer markanten Abkühlung, nachdem eine Kaltluftmasse aus der Antarktis große Gebiete im Süden von Afrika erfasst hatte – einschließlich Namibia und Botswana.

[Es folgen interessante Fotos und darunter Negativ-Temperaturrekorde an vielen Stationen]

Link: https://electroverse.net/heavy-snow-hits-sa-as-nations-log-their-coldest-july-temps-ever/

wird fortgesetzt …

Zusammengestellt und übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Die Konsequenzen, falls man bzgl. Klimawandel falsch liegt

Noel Funderburk

Zweifelsohne hat Al Gore mit seinem Buch über den „menschengemachten“ Klimawandel viel Geld verdient.

Viele Menschen und Landesführer sind auf diesen Zug aufgesprungen und unternehmen große Anstrengungen, um die Menge an Kohlendioxid in der Atmosphäre zu reduzieren. Unsere Regierung gibt große Summen aus, um das Kohlendioxid abzufangen und weit unter die Erde zu pumpen, wo es niemals zurückgewonnen werden kann.  Aber was ist, wenn sie sich irren? Was sind die Konsequenzen?

Ich schreibe diesen wissenschaftlichen Meinungsartikel aus meiner Sicht als promovierter Mikrobiologe und Biochemiker.

Die Grundprinzipien sind eigentlich recht einfach. Um das Klima der Erde zu verstehen, muss man die Energiequelle, also die Sonne, die Eigenschaften des Wassers und die einzigartige Stellung des Elements Kohlenstoff für die Lebewesen auf der Erde verstehen.

Die Sonne steuert das Klima auf der Erde. Die Sonne produziert eine enorme Menge an Strahlungsenergie, die in alle Richtungen abgegeben wird. Die relativ winzige Erde empfängt nur eine sehr kleine Menge dieser Sonnenenergie, dennoch erwärmt sie die Erde in genau der richtigen Menge, damit das Leben auf der Erde bestehen kann. Es kann keinen Zweifel daran geben, dass die Temperatur der Erde von der solaren Energie bestimmt wird. Die von der Sonne kommende Wärmemenge variiert. Bei Sonneneruptionen und Stürmen wird mehr Energie von der Sonne freigesetzt und trifft auf die Erde. Wenn die Sonnenaktivität gering ist, wird weniger Energie ausgestrahlt. Es gibt einen ungefähren 11-Jahres-Zyklus in der Variation der Sonnenenergie.

Die Temperaturveränderung auf der Erdoberfläche wird durch Faktoren in unserer Atmosphäre beeinflusst. Wir wissen, dass ohne eine Gasatmosphäre, die die Sonnenenergie auf der der Sonne zugewandten Seite der Erde absorbiert, die Temperaturen in die Höhe schnellen würden, und auf der sonnenabgewandten Seite wäre es extrem kalt. Um zu verstehen, wie dieses System der Temperaturregelung funktioniert, müssen wir einige Fakten über Wasser kennen.

In der Erdumlaufbahn befindliche Raumfahrzeuge sind auf der Sonnenseite der Erde Temperaturen von ca. +121°C und im Erdschatten bis zu -150°C ausgesetzt. Diese enormen Temperaturschwankungen treten auf der Erdoberfläche aufgrund der Temperatur-puffernden Wirkung des atmosphärischen Wasserdampfs nicht auf. Wasser ist einzigartig unter den Substanzen. Es ist in der Lage, mehr Kalorien an Wärmeenergie bei geringerer Temperaturänderung aufzunehmen als alles andere, was wir kennen. Es ist der Wasserdampf in der Atmosphäre, der den Temperaturanstieg am Tag mildert, indem er die Wärme der Sonne aufnimmt, und den Temperaturabfall in der Nacht, indem er diese Wärme hält, während er nicht der Sonne zugewandt ist. Sie können dies selbst bestätigen, indem Sie die Wetterberichte beobachten. Wenn die Luftfeuchtigkeit hoch und der Himmel bewölkt ist, ändern sich die täglichen Höchst- und Tiefsttemperaturen weniger. Wenn die Luftfeuchtigkeit niedrig und der Himmel klar ist, ist die Änderung der Höchst- und Tiefsttemperaturen von Tag zu Nacht viel größer. In der Wüste im Südwesten der Vereinigten Staaten sind relative Luftfeuchtigkeitswerte von weniger als 10 % üblich. Und damit sind auch Temperaturschwankungen von 40 oder mehr Grad Fahrenheit von den morgendlichen Tiefsttemperaturen zu den Höchsttemperaturen am Nachmittag üblich. Wenn die Wasserdampfmenge in der Luft (Luftfeuchtigkeit) hoch ist, kann die tägliche Temperaturänderung nur 10 bis 15 Grad betragen. Im Gesamtbild des Erdklimas spielt Kohlendioxid nur eine sehr kleine Rolle bei der Pufferung der Wärmeenergie der Sonne. Im Vergleich zum Wasserdampf hat es nur einen unbedeutenden Einfluss.

Die dritte und sehr wichtige Tatsache ist, dass alles Leben auf der Erde von Kohlendioxid in der Atmosphäre abhängt. Kohlenstoff ist ein sehr einzigartiges Element. Mit nur wenigen Ausnahmen befindet sich aller Kohlenstoff auf der Erde entweder in lebenden Dingen, in Dingen, die einmal lebendig waren (fossile Brennstoffe und verfallende Materie), oder auf dem Weg des Kohlenstoffkreislaufs von ehemals lebenden zu lebenden Dingen. Durch die Verbrennung und den Zerfall von Materie wird Kohlendioxid in die Atmosphäre freigesetzt. Kohlendioxid wird von photosynthetischen Pflanzen, Algen und Phytoplankton aufgenommen. Dabei wird Sauerstoff an die Atmosphäre abgegeben, von dem alles tierische Leben abhängt. Der Kohlenstoff wird von den photosynthetischen Lebewesen in Proteine, Stärke und Lipide eingebaut. Tierisches Leben hängt nicht nur vom Sauerstoff ab, der von den photosynthetischen Pflanzen an Land und dem Phytoplankton in den Meeren freigesetzt wird, sondern auch von den Proteinen, Kohlenhydraten und Lipiden der Pflanzen als Nahrung. Wenn der Kohlendioxidgehalt in der Atmosphäre erhöht wird, nimmt das Pflanzenwachstum zu. Wenn Kohlendioxid in der Atmosphäre begrenzt ist, ist auch das Pflanzenwachstum begrenzt. Wenn das Pflanzenwachstum begrenzt ist, ist auch die Nahrung für Menschen, Haustiere, Wildtiere und alles Leben in den Ozeanen begrenzt. Zusätzlich zur Nahrung liefern Pflanzen auch Wälder als Unterschlupf für die Tierwelt, Bauholz und Fasern für Stoffe. Pflanzen nehmen Wasser aus dem Boden auf und verdampfen es, um Temperatur-regulierenden Wasserdampf an die Atmosphäre abzugeben. Pflanzen nehmen die Energie der Sonne auf und nutzen sie für die Photosynthese, anstatt die Energie zum Aufheizen des Bodens zu nutzen. Wir dürfen die Kohlendioxid-Pflanzenkost nicht reduzieren.

Als Verwalter der Erde müssen die Menschen den kontinuierlichen Kreislauf von Kohlendioxid zulassen und dafür sorgen, dass lebensspendendes Pflanzenwachstum möglich ist. Die Folgen einer Reduktion des Kohlendioxids in der Atmosphäre würde ein weltweites Desaster sein. Wenn Kohlendioxid reduziert wird, wird sich die Nahrung für Menschen und Tiere verringern. Hungersnöte werden zunehmen. Geringere Ernteerträge werden die weniger entwickelten Länder der Welt stärker treffen als die Länder mit gut entwickelter Landwirtschaft. Das Ergebnis für die Gesellschaften der Menschen auf der Welt wird eine Vergrößerung der Kluft zwischen den „Habenden“ und den „nichts Habenden“ sein sowie zunehmende Spannungen und Kriege. Wildtiere, die auf pflanzliche Nahrung angewiesen sind, werden erleben, dass die Erde keine Nahrung mehr bietet. Fische, Krustentiere und Meeressäugetiere werden Nahrungsknappheit und reduzierte Populationen erleben. Wenn Kohlendioxidmangel die Fähigkeit der Pflanzen reduziert, Wasser in die Atmosphäre zu verdampfen, erhöht die trockene Luft das Risiko heftiger Waldbrände. Wenn der atmosphärische Wasserdampf reduziert wird, wird das Wasser in den polaren Eiskappen in atmosphärischen Wasserdampf sublimieren, wodurch die Eismenge reduziert wird. Die ganze Welt wird davon betroffen sein.

Es ist entscheidend, dass der Kohlendioxidgehalt in der Atmosphäre beibehalten und sogar erhöht wird. Wenn die Weltbevölkerung zunimmt, werden nicht weniger, sondern mehr Nahrungsmittel, Unterkünfte und Brennstoffe benötigt. Es wird mehr Kohlendioxid in der Atmosphäre notwendig sein. Da wir Kohlendioxid aus Kraftwerken abfangen und in Brunnen tief in die Erde pumpen, müssen wir Wege finden, dieses lebensspendende Gas zurückzugewinnen und es zu nutzen, um die Nahrung für alle Menschen, Land- und Meeresbewohner zu erhöhen.

„Ideen haben Konsequenzen. Schlechte Ideen haben Opfer“, sagt John Stonestreet.

Die Verringerung des Kohlendioxids in der Atmosphäre ist eine schlechte Idee.

Noel Funderburk, Ph.D. and M.S. (Biochemistry and Microbiology), B.S. (Medical Technology), was supervisor of the medical laboratory at the NASA Johnson Space Center during the Apollo 16 and 17 missions and investigator of experiments on Skylab and Apollo-Soyuz missions.

Link: https://cornwallalliance.org/2021/07/the-consequences-of-being-wrong-on-climate-change/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE