Gedankenexperiment: E-Auto in Hannover-Linden – Wie geht das?

Vorbemerkung:
Von den E-Ladestationen in Linden scheint mir die am Lindener Markt die interessanteste zu sein. Sie liegt mitten in einem eng bewohnten Gebiet voller Mietwohnungen. Ich stelle mir jetzt vor, dort in einer Etagenwohnung zu wohnen und ein E-Auto zu fahren. Einen eigenen Parkplatz habe ich nicht. Es wird also wechselnd geparkt, da wo gerade etwas frei ist. So geht es auch den meisten Lindenern, die ein Auto haben.

Das Gedankexperiment startet
Das E-Auto steht mir jetzt zur Verfügung. Ich habe es mit vollem Akku beim Händler leihweise abgeholt und stelle es in Wohnungsnähe ab. Am nächsten Tag fahre ich abends in ein Dorf in die Region, um alte Bekannte zu besuchen. Hin- und Rückfahrt ergeben ca. 100 km. Als ich im Dunklen zurückkomme, wird die Fahrtreserve mit 250 Kilometer angegeben.
Soll ich laden? Die Ladestation am Lindener Markt ist gerade frei. Und vielleicht brauche ich das E-Auto morgen für eine längere Strecke. Also hinfahren und laden starten. Das geht reibungslos. Über eine Stunde wird gebraucht, um auf Vollladung zu kommen. Ich bin müde und gehe ganz schnell ins Bett.
Ich werde wieder wach. Das Handy hat geklingelt. Der Akku ist aufgeladen wird gemeldet. Oh. Und jetzt? Ich kann das Auto doch nicht stehen lassen. Vielleicht muss jetzt jemand anders noch laden. Was mache ich bloß? Ich bin müde. Ich ziehe mich an und gehe raus zum Auto. Kabel rausgezogen und Parkplatz suchen. Was ich finde ist, nur ein Notparkplatz. Alles ist voll. Es ist Nachts. Hoffentlich kommt kein Knöllchen.
Träume
Etwas nölig lege ich mich wieder ins Bett. Immerhin ist der Akku voll. Gähnen und wieder einschlafen. Meine innere Logik ist jedoch hellwach. Alpträume plagen mich. Geht das jetzt jedes Mal so? Was wäre, wenn eine Mutter wieder runter müsste, um ihr aufgeladenes E-Auto wegzufahren? Lässt sie das Baby oben oder nimmt sie es mit?
Ich erinnere mich an Zeitungsartikel von Erfahrungen mit E-Autos. Das Laden unterwegs kann Stunden dauern. Was macht man dann? Vor der Ladestation steht schon eine Warteschlange von Autos. Das hatte es kürzlich wirklich gegeben. Es waren Teslas, die lange, lange warteten bis sie dran waren. Viele, viele Stunden kamen zusammen. Man kann doch nicht ständig Kaffee trinken und sogar rauchen, wenn einem die „Zeit aufs Dach fällt“.

Ich träume von Waldbränden, Überschwemmungen und Hurrikanen. Wie kriege ich zur Flucht den Akku ganz schnell voll? Dann muss man ja auch Stunden warten. Und wenn dann kein Strom da ist? Alpträume über Alpträume.

Ich wache auf. Schweißgebadet. „Ich will meinen alten Benziner wieder haben“, durchzuckt es mich. Jawohl, das E-Auto bringe ich wieder zurück.

Fazit
Der Händler hat Verständnis. Er gesteht mir, dass er gerade mal ein einziges E-Auto in den letzten zwölf Monaten verkauft hat. Anfänglich war er begeistert. Doch die Leute wollen solche E-Autos nicht, so lautet sein Fazit.

Es gibt auch etwas andere Erfahrungen. E-Auto-Besitzer, die direkt auf ihrem Grundstück laden können, haben es etwas leichter. Unterwegs auf längeren Strecken allerdings bleibt das Nachladen immer schwer und – lästig. Das „Nachladen“, äh tanken, mit Benzin und Diesel ist ja so viel bequemer und richtig schnell.

Ladesäule Lindener Markt mit E-Autos von weit außerhalb. Meistens sind die Plätze frei, die vorher Parkplätze waren. Wer nun dort parkt muss, mit abschleppen rechnen. Foto: Autor

 




„Grüne in Deutschland: Erklärung eines Klima-Notstandes heranziehen, um Leugner ins Gefängnis zu stecken

In einer Veröffentlichung eines „Solarenergie-Fördervereins Deutschland e. V.“ wird gefordert, dass Politiker Erklärungen des Klima-Notstandes als Rechtfertigung dafür heranziehen, um Klima-„Saboteure“ zu bestrafen – Leute, welche Klima-Maßahmen torpedieren mittels Bestreiten des Notstandes durch ihre Leugnung des Klimas.

Der im Original bei WUWT folgende längere Auszug, den Worrall mittels Google ins Englische übersetzt und in welchem er ihm wichtig erscheinende Passagen hervorgehoben hat, wird hier nicht wiedergegeben. Das deutsche Original steht hier. In der begleitenden Karikatur wird das EIKE als die Quelle dieses „Übels“ benannt. Man klicke auf das unten verlinkte Original bei WUWT, um zu sehen, welche Passagen Worrall hervorgehoben hat.

Sein Kommentar dazu:

Angesichts all des chauvinistischen Geredes im Stil des 2. Weltkriegs zum Thema Klimakrise hatte ich schon länger den Verdacht, dass es nur eine Frage der Zeit sei, bis jemand mit der Idee aufwarten würde, diejenigen Menschen ins Gefängnis zu stecken, welche die Kriegs-Bemühungen mit ihrer Kritik sabotieren, einschließlich der Wissenschaftler, welche die Arbeit ihrer alarmistischen Kollegen kritisieren.

Link: https://wattsupwiththat.com/2020/01/07/german-greens-use-climate-emergency-declarations-to-jail-deniers/

Übersetzt und zusammengestellt von Chris Frey EIKE

Der Beitrag erschien zuerst bei „Die kalte Sonne“ hier




Siemens-Boykott: Die Gefahren des Ökotiger-Schwanzes

Die modernen Wissenschaften in Bereichen wie Ingenieurswesen, Physik, Medizin, Biologie, Chemie und Pharmakologie ermöglichen heute eine zuverlässige, gesunde, reichhaltige und auch wohlschmeckende Vollversorgung der gesamten Bevölkerung mit Nahrung und medizinischer Versorgung. Dieser hohe Lebensstandard ermöglicht es uns, überall auf der Welt die jeweils dort erzeugten Nahrungs- und Genussmittel von Getreide und Feldfrüchten über Fleisch, Obst und Gemüsen einzukaufen. Wer es sich leisten kann, kann selbst exotischste Produkte schnell und frisch aus aller Herren Länder beziehen. Und wer meint, es „gesünder“ haben zu müssen, kann auf sogenannte Bioprodukte, Veganismus oder – im Gesundheitsbereich – auf alternative Ansätze wie Homöopathie oder Akupunktur zurückgreifen.

Bild 2. Viel Maschine, wenig Mensch: In modernen Industriebetrieben wurden schwere und gefährliche Arbeiten längst von Robotern übernommen (Foto: Autor)

Es geht um unseren Lebensstandard

Unser Wohlstand beruht auf der erfolgreichen Anwendung wissenschaftlicher Erkenntnisse als Grundlage für den Export hochwertiger Industrieprodukte wie Fahrzeuge, Flugzeuge, Werkzeugmaschinen, Werkstoffe, Chemikalien, Pharma- und Medizintechnik-Produkte oder hochkomplexe Automatisierungen. Zu den bekanntesten Exponenten dieser Industrien gehört der Siemens-Konzern, der in der ganzen Welt als Hightech-Unternehmen und Symbol deutscher Ingenieurskunst gilt. Doch an genau diesem Unternehmen wird soeben ein Exempel dafür statuiert, wie die Vertreter der Klimawandel-Hysterie darangehen, die deutsche Industrie zu vernichten. Nach Kernenergie und Kraftwerkstechnik, wo man Siemens schon erfolgreich kastriert bzw. außer Landes getrieben hatte, ist jetzt die Eisenbahntechnik an der Reihe. Und Siemens-Chef Kaeser spielt hierbei, statt dem üblen Spiel entgegenzutreten, eine ziemlich klägliche Rolle. Schließlich war es sein Unternehmen, das – zur Stützung seiner Windenergie-Sparte – während der Jamaika-Verhandlungen des Jahres 2017 einen raschen Kohleausstieg sowie einen CO2-Mindestpreis forderte. Doch dieser Versuch, sich am Schwanz des Öko-Tigers festzuhalten, um nicht gebissen zu werden, geht jetzt nach hinten los.

Bild 3. Während noch im Jahre 1900 ein Bauer nur vier andere Menschen ernähren konnte, sind es heute dank der durch Wissenschaft und Technik ermöglichten Methoden bereits 135 (Grafik: Bauernverband.de)

Eine außergewöhnliche Buschfeuersaison wird zum Fanal gehypt

Ein tägliches Trommelfeuer an Nachrichten hat dafür gesorgt, dass die – regelmäßig auftretenden, in diesem Jahr allerdings außergewöhnlich intensiven – Buschfeuer in Australien derzeit zum „Beweis“ und Symbol des angeblichen Klimawandels hochstilisiert werden. Tote Menschen und – optisch und emotional noch viel wirksamer – verbrannte Känguruhs und Koalas sorgen für Betroffenheit und dafür, dass viele Menschen auf die einseitige Propaganda der Klimahysteriker in unseren Medien hereinfallen. Die zahlreichen nüchternen Analysen von Einheimischen, Kennern und Fachleuten, die darauf hinweisen, dass solche Feuer schon lange vor dem Eintreffen der Europäer normal waren und sogar zur Kultur der Ureinwohner gehörten, und dass es gerade unsinnige Vorgaben der weißen Einwanderer sind, welche die Situation verschlimmern, dringen dagegen kaum durch. Stattdessen wütet im SpiegelOnline ein Herr Kurt Stukenberg (ehemaliger Chefredakteur des Greenpeace-Magazins, jetzt bei SPON stellvertretender Ressortleiter Wissenschaft), der dem australischen Premierminister Morrison vorwirft: „Die Industrie, für die Morrison offenbar bereit ist, erhebliche Teile seines Landes dem Feuer zu überlassen, ist die Kohlebranche”. Noch schlimmer treibt es bei der FAZ der seit Jahren hyperaktiv klimahysterische Redakteur Müller-Jung, der dort das Ressort „Natur und Wissenschaft“ leitet. In einem Beitrag über die Lage in Australien vom 8. Januar bezeichnet er Morrison als „Höllenfürsten“, als Kohlelobbyist mit „im Kohlebad vergoldeten“ Fingern. Die grünen Kulturfeinde in den politischen Altparteien, den Medien und den NGO´s wie Greenpeace oder WWF bis hin zu deren Sturmtruppen wie Extinction Rebellion und Fridays for Future nutzen die aktuelle Hysteriewelle, um der verhassten Industrie nicht nur in Australien, sondern weltweit einen Schlag zu versetzen. Und in Deutschland wurde Siemens als strategisches Ziel ausgewählt.

Worum es geht

Vordergründig geht es um einen für Siemens-Verhältnisse eher kleineren Auftrag über Signalanlagen für eine Eisenbahnlinie. Der einzige Haken für Siemens liegt darin, dass diese für eine Eisenbahnlinie vorgesehen ist, die eine vom indischen Adani-Konzern geplante Kohlemine im australischen Bundesland Queensland mit den Verladehäfen am Meer verbinden soll. Siemens hat demnach gar nichts mit Kohle zu tun, sondern mit der Elektrotechnik für eine Eisenbahnlinie im Wert von gerade einmal 18 Mio. Euro.

Im Vollgefühl ihrer Macht haben die Grünen dieser Welt inzwischen die amerikanischen Boykottmethoden, einem nicht genehmen Land oder Unternehmen durch Bedrohung seiner Zulieferkette die Luft abzuschnüren, in aller Konsequenz übernommen und Siemens nur deshalb zur Zielscheibe gemacht, weil man in Wirklichkeit dessen Kunden treffen will. Der Siemens-Vorstand, der eigentlich längst auf grünem Kurs liegt, befindet sich wohl nur deshalb in einer misslichen Lage, weil die eigenen, für Australien zuständigen Überwacher den Ernst der Lage nicht rechtzeitig erkannt haben. Da der Auftrag bereits unterschrieben ist, geht es jetzt grundsätzlich um die Glaubwürdigkeit des Gesamtkonzerns – mit weltweit etwa 378.000 Arbeitsplätzen – im Umgang mit Geschäftspartnern. Und damit auch um Arbeitsplätze. Das muss man wissen, wenn hierzulande Fridays for Future-Aktivisten nebst Konsorten Siemens in konzertierten Aktionen an den Pranger stellen. Nach den bisherigen Reaktionen von Siemens scheint Kaeser bereit zu sein, selbst in dieser Situation vor dem Druck einzuknicken, Zitat: „Wäre der Auftrag nicht bereits unterschrieben gewesen, wäre ich sicher schwer davon zu überzeugen gewesen, ihn anzunehmen“. Und bot in diesem Zusammenhang dem höheren Töchterchen Luisa Neubauer von FFF auch gleich einen Aufsichtsratsposten an.

Bild 4. Unbestätigte Gerüchte besagen, dass sich eine Sonderabteilung der Pressestelle eines großen deutschen Konzerns bereits mit bestimmten Schlagzeilenstudien beschäftigt hat (Grafik: Autor)

Wer orchestriert die Proteste?

Auch wenn die Kampagne gegen Siemens vordergründig bunt, fröhlich und jugendbetont daherkommt, ist sie doch Ergebnis einer von gut durchorganisierten Netzwerken sorgfältig organisierten und gesteuerten Kampagne. Es lohnt sich, einmal einen näheren Blick auf diese Netzwerke zu werfen, zu denen im weiteren Sinne auch Siemens selbst gehört. Dazu gehört aber beispielsweise auch eine Publikation namens „Forum Nachhaltig Wirtschaften“, in der „grüne“ Artikel sowie Aufrufe zu Aktionen wie der vom letzten Freitag erscheinen. Schon eine kurze Recherche offenbart, dass dahinter mit Fritz Lietsch eine Persönlichkeit steckt, die sich selbst als „Social Entrepreneur seit 25 Jahren, Visionär und Unternehmer“ bezeichnet. Herr Lietsch hat über die Gründung eines Verlags, der diverse Medien im Öko- und Umweltbereich publiziert, noch einen bunten Strauß weiterer Aktivitäten vorzuweisen. Schon während seines Studiums der BWL und der Markt- und Werbepsychologie (!) betätigte er sich als Chefredakteur zweier Fachzeitschriften, betrieb eine Werbeagentur und erstellte im Auftrag der Europäischen Kommission in Brüssel eine Innovationsstudie zu Clean Technologies. In einer Auflistung seiner Tätigkeiten bei „Kress Köpfe“ findet sich eine beeindruckende Sammlung von Begriffen: „Journalist, Ökologie, Referent, Moderator, Consulting, Ökomarketing, Beratungsarbeit & Bildungsarbeit, Medienagentur, Marketing, Umweltexperte, Werbeagentur“.

Die von ihm aufgebaute Verlags- und Vertriebsgesellschaft widmete sich von Anfang an allem, was als „Alternative zur Industriegesellschaft“ vermarktet werden konnte. Neben diversen Zeitschriften und Internet-Portalen gab es auch ein „alternatives Branchenbuch“, eine Sonderschau für „umweltbewusstes Bauen und Wohnen“, ein „Nachschlagewerk für nachwachsende Rohstoffe“ sowie Internetportale für „Eco-Wellness“ oder „Naturkosmetik“. Nicht fehlen durfte die Förderung von Solarinitiativen, von Regionalprodukten oder von Onlineangeboten für „corporate social responsibility“. Natürlich fehlte auch nicht die Zusammenarbeit mit kirchlichen Kreisen, Messegesellschaften und der öffentlichen Hand.

Mit seinen Werbe- und Marketingmaßnahmen sorgte er für die enge Vernetzung einer Community aus über 20.000 Anbietern, zahlreichen Konsumenten sowie NGO´s, die „ihre Einkaufsmacht bewusst einsetzen“. Als Referent und Moderator beeinflusst er viele Menschen bei wichtigen Veranstaltungen wie dem Deutschen Nachhaltigkeitspreis, dem Vision Summit, dem Entrepreneurship Summit, dem Münchner Corporate Citizen Gipfel u.v.m.

Mit anderen Worten: Herr Lietsch ist ein klassischer Vertreter jener „bunten, alternativen“ Schattenökonomie, die sich neben der und gegen die etablierte Industriegesellschaft etabliert hat und vor allem „Wohlfühlbotschaften“ samt dazugehöriger Produkte und Dienstleistungen für Besserverdienende vermarktet. Dass man dabei von den Reichtümern zehrt, welche die verachtete Industrie mitsamt der normalen Landwirtschaft seit jeher für das ganze Land erzeugt, wird in der Gedankenwelt solcher Menschen bequemerweise ausgeblendet.

Bild 5. Auch bei sogenannten Bio-Produkten sind Risiken und Nebenwirkungen nie ausgeschlossen. Allerdings ist dort kein Beipackzettel vorgeschrieben (Grafik: Autor)

Die Parole lautet: Weg mit der Industrie

Selbst die Tatsache, dass auch die Biobranche ihre Skandale hat, trübt in den Augen dieser Menschen weder die eigene Wohlfühlblase noch mindert es deren immer feindseligere Haltung gegenüber den etablierten Erzeugern des Mehrwerts, von dem wir alle leben. Schon längst verdrängt hat man dort z.B. den Bio-Lebensmittelskandal mit Bockshornkleesamen, der in der Presse als „EHEC“-Epidemie bezeichnet wurde. Im Jahr2011 erkrankten daran über 4.300 Menschen, von denen 50 starben. Selbst noch zwei Jahre später brauchten einige der Patienten wegen der Spätfolgen noch ärztliche Behandlung. Die wirtschaftlichen Schäden lagen in oberer zweistelliger Millionen-Größenordnung. In diesem Zusammenhang ist übrigens auffällig, dass die NGO Foodwatch, sonst bei jeder Gelegenheit vorneweg, wenn es darum geht, die konventionelle Landwirtschaft und die Lebensmittelbranche anzuprangern, die Rolle der von Fachleuten als Auslöser identifizierten Bockshornkleesamen als mögliche Ursache vehement leugnet.

Dem Bio-Boom hat dieses Ereignis trotz der zahlreichen Toten nicht geschadet, wie das jetzige Beispiel mit der Siemens-Erpressung beweist. Man gibt sich stattdessen noch mehr Mühe, den verachteten Wirt „Industriegesellschaft“ immer weiter zu schädigen. Jetzt scheint man in diesen Kreisen sogar zu glauben, dass man „die Industrie“ trotz deren Kotaus nicht mehr braucht und nach Belieben fertigmachen kann, wie exemplarisch am Beispiel Siemens zu erkennen. Bis irgendwann einmal alles zusammenkracht…

Kleine Anekdote am Rande: Herr Lietsch scheint es in der Frage seines eigenen CO2-Fußabdrucks eher mit den Priestern des Mittelalters zu halten, die ihren Schäfchen Wasser predigten, während sie selbst genussvoll Wein schlürften. Zu seinen Hobbys gehören u.a. Reisen, Bergsteigen, Tauchen und Segeln. Selbstverständlich erledigt er dies alles CO2-frei per Fahrrad direkt vor der Haustür. Oder vielleicht doch nicht?




Zeigt der Poynting-Vektor auf „Mittelerde“ oder auf die sogenannte „Abstrahlungs­höhe“?

Ist das nun die Haltung aller THE-Befürworter? – Nein, denn einer der THE-Befürworter hat vorgeblich dazugelernt, Zitat aus einem Kommentar vom 28. Dezember 2019 um 16:47 Uhr:

Nein Herr Schulz, 30 Grad kommen heraus wenn die Hemisphäre als isotherm angenommen wird. Gerlich und Tscheuschner haben aber über cos exakt integriert und 15 Grad als Mittelwert herausbekommen. Sie haben nicht mal gespannt, dass Herr Weber zunächst – weil er die Nachtseite und damit den globalen Mittelwert von (288+0)/2=144 K nicht beachtet hat – wegen der rein solaren Temperaturgenese von 15 Grad (Tagseite, ohne Gegenstrahlung) behauptet hat, dass es keinen TE gibt. Später hat er dann die „Umgebungsgleichung“ für S-B sowie die angeblich verminderte Abstrahlung trotz 15 Grad erfunden und damit die fehlende Leistung für die Nachtseite herbeigezaubert.“

Nun, „dazugelernt“ war vielleicht nicht ganz der richtige Ausdruck, man könnte hier wohl zunächst von einer „sophistischen Schlagwortverwertung“ zugunsten des eigenen Paradigmas sprechen. Zu Gerlich und Tscheuschner (2009) hatte ich im 2. Teil meiner THE-Analyse konkret ausgeführt, Zitat:

Der von Gerlich und Tscheuschner aufgezeigte Widerspruch (33°C # 144°C) ist analog zu dem gängigen „Faktor4“-Ansatz für einen „natürlichen atmosphärischen Treibhauseffekt“ innerhalb dieses Modells (1) korrekt abgeleitet worden.

Damit haben Gerlich&Tscheuschner den ‚natürlichen atmosphärischen Treibhauseffekt‘ widerlegt.

Allerdings ist diese Widerlegung aus dem global gemittelten Modell (1) heraus erfolgt und daher kann dieses Ergebnis nicht auf die reale Erde angewendet werden. Denn lediglich die Tagseite der Erde (2PIR2) darf im Strahlungsgleichgewicht zwischen Sonne und Erde mit dem Stefan-Boltzmann-Gesetz betrachtet werden. Von daher hätte diese Lösung von Gerlich and Tscheuschner (2009) auf die Tagseite der Erde (2PIR2) beschränkt bleiben müssen.

Die besagten 15°C stammen nämlich aus meiner Reduzierung der Lösung von Gerlich und Tscheuschner auf die Tagseite der Erde als Beweis für meinen hemisphärischen S-B-Ansatz. Es bleibt demzufolge schleierhaft, worin der individuelle Erkenntnisgewinn des besagten THE-Befürworters bestehen mag, ob dieser lediglich etwas missverstanden haben könnte oder ob hier ausgewählte Teilaspekte willkürlich verwertet worden sind, um das widerlegte THE-Paradigma künstlich am Leben zu erhalten. Immerhin wird erkennbar, dass THE-Befürworter offenbar auch in der Lage sind, neue Erkenntnisse der Gegenseite wahrzunehmen. Wenn wir uns unter dieser Voraussetzung noch einmal dem widerlegten THE-Paradigma „von innen heraus“ nähern, dann gibt es vielleicht eine Möglichkeit, dessen Befürwortern ganz neue Erkenntnisse zu vermitteln, alsoschaunmermal:

Offenbar ist die Temperaturdifferenz von 33°C ein entscheidendes Argument für einen „natürlichen atmosphärischen Treibhauseffekt“, denn diese Differenz wird von allen THE-Befürwortern paternosterartig verbreitet; ein entsprechender Kommentar vom 25. Dezember 2019 um 14:16 Uhr lautet beispielsweise, Zitat mit Hervorhebungen:

6. Zwischen den 14,8°C am Erdboden und -18,1°C, mit denen die Erde ihre Wärme ins All abstrahlt, besteht eine Differenz von 32,9°C. Also rund 33°C. Dies ist der natürliche THE und nicht die Differenz zwischen einer Erde mit und ohne THG.“

Und ein weiterer Kommentar vom 27. Dezember 2019 um 8:07 Uhr bestätigt diese Sichtweise, Zitat mit Hervorhebungen:

Dann ergibt sich bei einer mittleren Einstrahlung über die gesamte Oberfläche von 239 W/m² (1364*0,7/4) an der Kugeloberfläche unterhalb der Beschichtung nach Stefan-Boltzmann eine Temperatur von fast 288 K. Nach aussen werden im Gleichgewicht aber statt 390 nur 239 W/m² abgestrahlt, was einer Schwarzkörpertemperatur von 255 K entspricht. Die Differenz sind 33 Grad, was als „Treibhauseffekt“ bezeichnet wird – selbst wenn der Vergleich mit einem Treibhaus nicht korrekt ist.“

Dieses THE-Paradigma stellt also das zweidimensionale Modell einer „Mittelerde“ dar und kann durch seine realitätswidrige Tag&Nacht-Mittelung der temperaturwirksamen solaren Einstrahlung bzw. dessen S-B-Temperaturäquivalentes charakterisiert werden, wie sie in Abbildung 1 dargestellt wird.

Abbildung 1: Das „Mittelerde“-Modell zur Erklärung eines „natürlichen atmosphärischen Treibhauseffektes“. Mit perspektivisch angepasster Mollweide-Projektion (Copyright L. Rohwedder – Lizenz CC BY-SA 3.0)

Nach diesem THE-„Mittelerde“-Modell betragen die Ein- und Ausstrahlung auf der Erde jeweils 235 W/m², während die angeblich gemessene globale Durchschnittstemperatur bei knapp 15°C liegt. Damit erhalten wir die in Abbildung 2 dargestellte Situation für die vorgeblich THE-bestimmenden 33°C im „Mittelerde“-Modell.

Abbildung 2: Durchschnittliche Ein- und Abstrahlung im „Mittelerde“-Modell mit den zugehörigen Durchschnittstemperaturen und der Temperaturdifferenz von 33°C Mit perspektivisch angepasster Mollweide-Projektion (Copyright L. Rohwedder – Lizenz CC BY-SA 3.0)

Dieses THE-„Mittelerde“-Modell kann, anders als mein hemisphärischer S-B-Ansatz, die gemessenen Temperaturen auf der Erde nicht erklären, und zwar völlig egal, ob es sich um einen angeblichen Durchschnitt oder individuelle Meßwerte handelt. Vielmehr wird zur Erklärung der gemessenen Individualtemperaturen oder irgendeines Durchschnittswertes im „Mittelerde“-Modell immer eine Temperaturdifferenz von 33°C mitgeschleppt, die wiederum mit einem „natürlichen atmosphärischen Treibhauseffekt“ erklärt wird. Die Abstrahlung der Erde soll bei -18°C in etwa 5.000 Metern „Abstrahlungshöhe“ mit 235 W/m² erfolgen. Die in Abbildung 2 „wolkig“ umrahmten (-0,65 °C pro 100m Höhengewinn) bezeichnen den vom EIKE-Admin ins Spiel gebrachten mittleren Temperaturgradienten aus der barometrischen Höhenformel, Zitat aus Wikipedia:

Die barometrische Höhenformel beschreibt die vertikale Verteilung der (Gas-)Teilchen in der Atmosphäre der Erde, also die Abhängigkeit des Luftdruckes von der Höhe.“

Und weiter heißt es dort, Zitat:

In Warmluftmassen und bei Aufgleitvorgängen nimmt der Temperaturgradient Werte um 0,3 bis 0,5 K pro 100 m an, in einbrechender Kaltluft meist um 0,6 bis 0,8 K pro 100 m, im Mittel über alle Wetterlagen 0,65 K pro 100 m.“

Eine Berechnung mit dem mittleren Gradienten der barometrischen Höhenformel ergibt nun 32,5°C für die durchschnittliche Temperaturdifferenz zwischen dem Erdboden (@NN) und der sogenannten Abstrahlungshöhe (@5.000m). Es ist schon mal höchst erstaunlich, dass sich aus der barometrischen Höhenformel ganz zwanglos dieselbe Temperaturdifferenz ergibt, die dem wissenschaftlich immer noch nicht nachgewiesenen „natürlichen atmosphärischen Treibhauseffekt“ in ebendiesen Grenzen zugeschrieben wird. Denn die barometrische Höhenformel basiert auf dem Verhalten der Atmosphäre im Schwerefeld der Erde und der sogenannte Treibhauseffekt soll auf dem Verhalten der Erde im Strahlungsfeld der Sonne beruhen. Sollte hier vielleicht bei den Treibhaus-Befürwortern eine phänomenale phänomenologische Verwechslung vorliegen?

Jedenfalls kann in diesem „Mittelerde“-Modell die ominöse THE-Temperaturdifferenz von 33°C durch Anwendung der barometrischen Höhenformel schon mal schlüssig erklärt werden. Diese Temperaturdifferenz impliziert dann wiederum eine Strahlungsdifferenz von 155 W/m² zwischen dem Erdboden (@NN) und der sogenannten Abstrahlungshöhe (@5.000m), die eindeutig der Umgebungsgleichung des Stefan-Boltzmann-Gesetzes folgt:

DELTA S = SIGMA (288K^4 – 255K^4) = 155 W/m²

Und eine solche Strahlungsdifferenz lässt sich dann sehr schön mit dem Poynting-Vektor beschreiben, Zitat Wikipedia (ex. Formeln):

Der Poynting-Vektor S → {\displaystyle {\vec {S}}} (benannt nach dem britischen Physiker John Henry Poynting) kennzeichnet in der Elektrodynamik (einem Teilgebiet der Physik) die Dichte und die Richtung des Energietransportes (Energieflussdichte) eines elektromagnetischen Felds( E → , H → ) {\displaystyle ({\vec {E}},{\vec {H}})} . Der Begriff des Energieflusses ist identisch mit dem physikalischen Begriff der Leistung, die Bezeichnung Energieflussdichte ist daher gleichwertig zur Leistungsdichte.“

Abbildung 3 stellt die „Mittelerde“-Situation für die Abstrahlung zusammen mit dem Poynting-Vektor dar.

Abbildung 3: Abstrahlung im „Mittelerde“-Modell mit den zugehörigen Durchschnittstemperaturen und dem Poynting-Vektor Mit perspektivisch angepasster Mollweide-Projektion (Copyright L. Rohwedder – Lizenz CC BY-SA 3.0)

Die existenzielle Frage für den THE ist demnach, wohin dieser Poynting-Vektor zeigt. Dafür gibt es zunächst zwei Möglichkeiten:

  1. Der Poynting-Vektor zeigt von der „Abstrahlungshöhe“ nach „Mittelerde“ => Damit wäre der „natürliche atmosphärische Treibhauseffekt“ bewiesen.
  2. Der Poynting-Vektor zeigt von „Mittelerde“ zur „Abstrahlungshöhe“ => Damit wäre der „natürliche atmosphärische Treibhauseffekt“ widerlegt.

Nun ist Strahlung immer gerichtet, und der Poynting-Vektor definiert auch die Richtung dieser Strahlungsdifferenz zwischen „Mittelerde“ und „Abstrahlungshöhe“, Zitat Wikipedia (ex. Formeln):

Mathematische Beschreibung: Der Poynting-Vektor ist ein dreikomponentiger Vektor, der in die Raumrichtung des Energieflusses zeigt. Er berechnet sich als das Kreuzprodukt aus elektrischer Feldstärke E → {\displaystyle {\vec {E}}} und magnetischer FeldstärkeH → {\displaystyle {\vec {H}}} .“

Da der Energiefluss eindeutig vom Warmen (@390W/m²) zum Kalten (@235W/m²) verläuft, ist auch die Richtung des Poynting-Vektors in Abbildung 3 eindeutig festgelegt, wie das nachfolgend in Abbildung 4 dargestellt wird.

Abbildung 4: Die (Abstrahlungs-)Richtung des Poynting-Vektors im „Mittelerde“-Modell Mit perspektivisch angepasster Mollweide-Projektion (Copyright L. Rohwedder – Lizenz CC BY-SA 3.0)

Zum Beweis, dass der Energiefluss tatsächlich vom Warmen zum Kalten verläuft, wird nachfolgend der zweite Hauptsatz der Thermodynamik aus Wikipedia in der Formulierung von Clausius zitiert:

  • Es gibt keine Zustandsänderung, deren einziges Ergebnis die Übertragung von Wärme von einem Körper niederer auf einen Körper höherer Temperatur ist.“

Die Erklärung auf Wikipedia lautet, Zitat: „Wärme kann nicht von selbst von einem Körper niedriger Temperatur auf einen Körper höherer Temperatur übergehen. Diese Aussage scheint zunächst überflüssig zu sein, denn sie entspricht der alltäglichen Erfahrung. Dennoch ist sie gleichbedeutend zu allen weiteren, weniger „selbstverständlichen“ Aussagen, denn alle Widersprüche zu den anderen Aussagen lassen sich auf einen Widerspruch zu dieser zurückführen.“

Und damit gibt es in „Mittelerde“ auch keinen „natürlichen atmosphärischen Treibhauseffekt“.

Vielmehr wird das THE-Paradigma durch den Poynting-Vektor auf sein ursprüngliches „Arrhenius-Problem“ zurückgeworfen:

Die gemessenen Individualtemperaturen auf der Erde und deren vorgeblich gemittelter globaler Durchschnittswert können mit der fehlerhaften „Faktor4“-Anwendung des S-B-Gesetzes für die solare Einstrahlung nun mal nicht erklärt werden.

Und genau dieses Problem löst mein hemisphärischer S-B-Ansatz, indem dort die solare Einstrahlung auf die Tagseite beschränkt bleibt, ein diesbezügliches Zitat zur Erinnerung:

Die nachfolgende vereinfachte Graphik möge also lediglich den Fehler einer globalen Mittelung verdeutlichen:

Der Strahlungsdurchschnitt von 470 W/m² (korrekt: 940W/m²* cosPHIi) umfass einen Strahlungsbereich von 0-940W/m² für die tagseitige Hemisphäre mit einem maximalen S-B-Temperaturäquivalent von 85,7°C @ 940W/m². Bei der globalen Mittelung der tagseitigen solaren Einstrahlung fällt also genau derjenige Teil der spezifischen solaren Strahlungsleistung weg, der Temperaturen oberhalb von (-18°C) erzeugen kann.




Klima-Besessenheit: Macht uns blind gegenüber realen Umweltproblemen

Noch vor Kurzem war unser Interesse allein auf Wetter gerichtet. Aber während der letzten Jahrzehnte beherrschte nur noch Klimawandel die Schlagzeilen.

Es vergeht kaum ein Tag ohne Nachrichten bzgl. des kommenden Klima-Untergangs. Der Grund dafür ist einfach – Klimawandel ist von den Mainstream-Medien als das katastrophalste Umwelt-Phänomen verkauft worden.

Aber wir können mit Sicherheit geltend machen, dass sie falsch liegen. Die Welt läuft NICHT Gefahr, demnächst wegen des Klimawandels zu kollabieren.

Das Volumen des Meereises in Arktis und Antarktis war während der letzten 11.700 Jahre nie höher (außer während der Kleinen Eiszeit im 16. und 17. Jahrhundert). Es gibt keinen gefährlichen Anstieg des Meeresspiegels, die Eisbären erfreuen sich bester Gesundheit, die globalen Ernteerträge liegen auf höchstem Niveau, und es gibt keinerlei Anzeichen eines Temperaturanstiegs auf ein Niveau, welches während der letzten 2000 Jahre noch nicht vorgekommen ist.

Was aber ist mit den anderen Umweltproblemen, vor denen wir derzeit stehen?

Entwaldung ist ein großes Problem, und weltweit gibt es Bemühungen, mehr Bäume anzupflanzen. Die Propaganda der Klima-Alarmisten hat sich zum größten Teil der Schließung von Kohlekraftwerken und der Installation von Erneuerbaren verschrieben, obwohl z. B. für Windmühlen viel mehr Bäume gefällt werden müssen als je neu angepflanzt werden können. Von Letzterem ist jedoch bei diesen Herrschaften niemals die Rede!

Wenn überhaupt etwas, dann hat der Klimawandel in Wirklichkeit dabei geholfen, dass sich Waldgebiete erholen. Das gestiegene Niveau von Kohlendioxid und die etwas höheren Temperaturen haben den Pflanzen geholfen, viel schneller zu wachsen als zuvor sowie sich in Höhenlagen auszubreiten, in denen es vorher zu kalt war.

Ein anderes großes Problem ist das Missmanagement fester Abfälle, besonders Plastik. Die gegenwärtig für eine Politik der Abschwächung des Klimawandels aufgewendeten Milliarden Dollar wären viel besser in die Forschung einer besseren Verwertung dieser Abfälle geflossen oder um ein besseres Management einzurichten.

Eine Wasserkrise ist ein anderes großes Thema in den tropischen Ländern von Afrika und Asien. Die Klima-Alarmisten haben vergeblich versucht, die bestehende Wasserkrise dem vom Menschen verursachten Klimawandel in die Schuhe zu schieben und konnten dafür auch keinerlei Belege liefern.

Wasser ist eine sensitive Ressource in vielen Gebieten von Asien und Afrika. Anstatt Milliarden Dollar zu investieren in eine nicht dem Standard entsprechende, ineffiziente und unzuverlässige Erneuerbaren-Technologie wie Wind und Solar hätte man das Geld lieber in Projekte zum Wasser-Management stecken sollen.

Tatsächlich war die größte Besessenheit des Klimawandel-Imperiums Wind und Solar. Die Öffentlichkeit weiß kaum etwas davon, dass diese beiden Quellen extrem umweltschädlich sind und schon jetzt die Gesundheit in China und anderswo massiv beeinträchtigen.

Klimawandel ist nicht das drängendste Problem der Öffentlichkeit. Klima-Alarmisten haben die Umwelt schon damit geschädigt, dass sie die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit von Umweltproblemen abgelenkt hatten, welchen eigentlich sofortige Aufmerksamkeit zuteil werden müsste.

Sogar noch schlimmer ist, dass sie Länder gedrängt haben, Technologien zu übernehmen, die sehr schlecht für die Umwelt sind ohne kaum einen Nutzen zu haben.

Die Klima-Besessenheit hat uns blind gemacht in der Hinsicht, dass wir unsere Bemühungen auf das Finden von Lösungen konzentrieren für reale Umweltprobleme in der realen Welt. Stattdessen hängen wir bloßen hypothetischen Theorien an hinsichtlich nicht belegter falscher Vorhersagen unseres Klimas.

Vielleicht ist es endlich an der Zeit, dass sich Individuen und lokale Gemeinden über die Klima-Rhetorik der Medien und der Klima-Alarmisten erheben und sich Umweltproblemen der realen Welt zuwenden, was sich auf die Umwelt wirklich positiv auswirken würde.

Link: https://cornwallalliance.org/2018/08/climate-obsession-blinding-us-to-real-environmental-problems%e2%80%a8%e2%80%a8/

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Einschub des Übersetzers: Dazu hat auch Klaus L. E. Kaiser einen interessanten Beitrag geschrieben:

Man versuche es mal mit Klima-Besessenheit!

Dr. Klaus L.E. Kaiser

Ohne jenes so verteufelte Kohlendioxid und dessen stetiges Nachströmen aus den vielen natürlichen Quellen wie aus Vulkanen würde alles Leben auf der Erde sofort aussterben.

Falls man sich Vorsätze für das neue Jahr vorgenommen hat, um sein Gewissen zu beruhigen, schlage ich vor, einmal vom gängigen Weg abzuweichen. Gute Vorsätze der üblichen Art halten niemals lange vor und werden bald vergessen bis zum nächsten Jahr. Seien wir ehrlich: haben wir uns solche Vorsätze nicht vorgenommen – im vorigen Jahr, in allen Jahren zuvor?

Eindeutig braucht man also eine andere Art guter Vorsätze, die modern und griffig sind – und denen man leicht folgen kann.

Mein Vorschlag: Man versuche es mit einer neuen Art von Vorsätzen, vor allem mit solchen, von denen jedermann denkt, dass sie wichtig sind – etwas, das beschrieben wird als Klima-Besessenheit [siehe die Übersetzung oben!]

Springen Sie auf den fahrenden Zug der Klima-Besessenheit!

Egal was man im Fernsehen, Radio oder in der Zeitung sieht, hört oder liest – man findet zahlreiche Hinweise auf diese Besessenheit. Sie kommt daher mit Begriffen wie „Klimakrise“ oder „Klima-Notstand“ oder sogar „Climate Breakdown“.

Politiker, religiöse Führer, Bürokraten, Journalisten und Gelehrte aller Art scheinen hinter dem Narrativ zu stehen, dass der Mensch das Klima „schützen“ oder „retten“ muss. Sie glauben, dass es unabdingbar notwendig ist, „Emissionen“ zu reduzieren (siehe weiter unten), indem man auf Kohlenstoff basierende Energiequellen zum Heizen, Kochen oder zur Kühlung besteuert sowie alle von „fossilen Treibstoffen“ angetriebene Maschinen aussondert oder auf fleischlose Nahrung usw. wechselt.

Es ist einfach auf diesen fahrenden Klima-Zug aufzuspringen – man braucht dazu keine Erfahrung. Aber was bedeutet „Klima“ eigentlich? Mir scheint, dass das kaum einer wirklich weiß.

Was ist „Klima“?

Der Terminus „Klima“, wie er von der WMO definiert wird, ist das 30-Jahre-Mittel des Wetters an einer speziellen Stelle auf diesem Globus.

Das steht in scharfem Kontrast zum Terminus „Wetter“. „Wetter“ ist das, was man in jedem Moment sieht oder erlebt, während das „Klima“ ein langzeitliches Mittel all dieser Wettererfahrungen ist. Und dieses „Klima“ variiert erheblich je nach Ort auf diesem Planeten und auch während des 30-Jahre Zeitraumes, also räumlich und zeitlich.

Falls man um den Äquator wohnt, sind die jahreszeitlichen Änderungen der Temperatur minimal. Je näher man jedoch den Polen kommt, umso dramatischer sind diese Änderungen. Tatsächlich können die Änderungen traumatisch sein, wie etwa Schwitzen in der Sommerhitze und Frieren im Hochwinter.

Man stelle sich einfach mal vor, was Bewohner näher an den Polen in jedem Jahr erleben. Zwischen 24 Stunden Sonnenschein und 24 Stunden Dunkelheit mit Temperaturen bei ähnlichen Extremen, die über ein Jahr von +30°C bis -50°C schwanken können, ist es eine Art Boom-Bust-Zyklus. Nehmen wir als Beispiel das Klima in Fairbanks, Alaska, klassifiziert als subarktisch. Dort gibt es kalte Winter (bei -40°C)* und kurze warme Sommer (nahe 30°C), und die jährliche mittlere Temperatur beträgt -3°C.

[*Jüngst sind in Fairbanks verschiedenen Meldungen zufolge absolute Minima der Temperatur um -50°C aufgetreten {Quelle: Wetteronline.de}. Anm. d. Übers.]

Das langzeitliche Mittel der täglichen Temperaturen, „Klima“ genannt, liefert keinerlei Informationen hinsichtlich der saisonalen Variabilität oder des gegenwärtigen Wetters. Lebt man an einem Ort mit einer Jahresschwankung der Temperatur von +/-5°C dessen, was man als komfortabel bezeichnen könnte, ist das nicht das Gleiche wie an einem Ort zu leben mit einem Jahresgang von 70°C, obwohl deren Mitteltemperatur genau gleich sein kann.

Faktum: Wetter und Klima sind nicht das Gleiche!

Was stimmt nicht mit dem Terminus „Kohlenstoff-Verschmutzung“?

Sieht man fern oder liest man Zeitungen, zeigen Bilder, welche die vermutete oder vermeintliche „Kohlenstoff-Verschmutzung“ beweisen sollen, oftmals die Kühltürme von Kraftwerken, die nichts anderes emittieren als Dampf. Betrachtet man diesen gegen einen blauen Himmel, erscheinen diese „Emissionen“ dunkel, sind aber in Wirklichkeit weiß. In Wirklichkeit handelt es sich hierbei um nichts anderes als zu Wolkentröpfchen kondensierten Wasserdampf und nicht um Kohlendioxid. Wenn man genauer hinschaut, erkennt man, dass sich dieser Dampf in kurzer Entfernung von dessen Quelle auflöst – und wieder zu unsichtbarem Wasserdampf wird.

Wie auch immer man von „Kohlenstoff-Verschmutzung“ denken oder diesen definieren mag – diese Wolken sind definitiv nicht das unsichtbare Gas Kohlendioxid. Dieses so verteufelte Kohlendioxid ist in Wirklichkeit eine absolut notwendige Spuren-Komponente der Erdatmosphäre. Ohne dieses Spurengas – und dessen stetiges Nachströmen aus den vielen natürlichen Quellen wie aus Vulkanen – würde alles Leben auf der Erde rasch aussterben. Fast war das schon einmal der Fall, als der CO2-Anteil auf seinen Minimalwert von 200 ppm gesunken war.

Faktum: Kohlendioxid ist unabdingbar zur Erhaltung des Lebens auf der Erde.

Und jetzt zu den schlechten Nachrichten

Ein echter Knaller: Man sagt, dass CO2 die Erde kühlt! Jawohl, die Crux ist, dass CO2 (allgemein als „Kohlenstoff-Verschmutzung“ bezeichnet) in der oberen Atmosphäre als ein Kühlmittel wirkt. Falls man mir das nicht glaubt, schaue man in das neue Buch „Sky Dragon Slayers: Victory Lap.

Falls man dieses Ergebnis dann immer noch anzweifelt, betrachte man die täglichen, von der NASA veröffentlichten Temperaturwerte am Äquator des Planeten Mars. Dort beträgt die Temperatur tagsüber nur -18°C und nachts -98°C – und das mit einem Kohlendioxid-Anteil in der Mars-Atmosphäre von 96% – im Vergleich zu 0,04% dieses Gases in der Erdatmosphäre. Muss man noch mehr sagen?

Aber bitte – ich möchte niemanden entmutigen, Neujahr irgendwelche Vorsätze zu fassen! Falls es ihnen wie den vorherigen geht – es gibt immer ein nächstes Jahr.

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Dr. Klaus L.E. Kaiser is a professional scientist with a Ph.D. in chemistry from the Technical University, Munich, Germany. He has worked as a research scientist and project chief at Environment Canada‘s Canada Centre for Inland Waters for over 30 years and is currently Director of Research at TerraBase Inc. He is author of nearly 300 publications in scientific journals, government and agency reports, books, computer programs, trade magazines, and newspaper articles.

Dr. Kaiser has been president of the International Association for Great Lakes Research, a peer reviewer of numerous scientific papers for several journals, Editor-in-Chief of the Water Quality Research Journal of Canada for nearly a decade, and an adjunct professor. He has contributed to a variety of scientific projects and reports and has made many presentations at national and international conferences.

Dr. Kaiser is author of CONVENIENT MYTHS, the green revolution – perceptions, politics, and facts convenientmyths.com

Link: https://www.iceagenow.info/need-a-novel-new-years-resolution-try-climate-obsession/

Übersetzt von Chris Frey EIKE