Rezension: Die Ausbeutung sauberer Energie: Endlich die wahre Geschichte

Dr. Jay Lehr

[Anmerkung: Alle Hervorhebungen in diesem Beitrag vom Übersetzer]

Das neu erschienene Buch „Clean Energy Exploitations“ von Ron Stein und Todd Royal wird uns allen helfen zu verstehen, wie die falsch benannte saubere Energie die USA, Deutschland und Australien dazu gebracht hat, die verletzlichsten Menschen auszubeuten und gleichzeitig ihre Umwelt zu zerstören.

Viele afrikanische, asiatische und südamerikanische Kinder werden in Minen und Fabriken versklavt und oft getötet, um die seltenen Erden und exotischen Mineralien zu gewinnen und zu verarbeiten, die für Solarpaneele, Windturbinen und Elektrofahrzeuge benötigt werden.

Dieselben weniger entwickelten Länder, in denen diese Materialien abgebaut werden, haben nur wenige Umweltvorschriften oder eine angemessene Stromversorgung, während die wohlhabenden Nationen versuchen, zu einer rein elektrischen Gesellschaft überzugehen. Die menschlichen Grausamkeiten und die Umweltzerstörung, die in der Landschaft vor Ort angerichtet werden, sind unfassbar. Stein und Royal arbeiten zusammen, um der Öffentlichkeit die ganze Geschichte in diesem herausragenden 385-Taschenbuch-Band zu präsentieren. Es ist die wichtigste Publikation im Bereich des Klimawandelbetrugs, die in den letzten Jahren geschrieben wurde.

Es besteht aus 8 herausragenden Kapiteln. Im ersten beschreiben sie, wie Kalifornien, die fünftgrößte Volkswirtschaft der Welt, die höchsten Kosten für Strom und Treibstoff in den USA hat. Obwohl es nur ein halbes Prozent der Weltbevölkerung hat, hat es den Klimawandel zu seiner Energiepriorität gemacht, der diese hohen Kosten verursacht. In Kapitel 2 erklären sie, wie Deutschland als erstes Land auf den grünen Zweig kam und damit Europas führende Wirtschaft mit den höchsten Energiekosten der Welt lähmte. Mit nur einem Prozent der Weltbevölkerung von 7,5 Milliarden Menschen hat Deutschland diese Bevölkerung mit einer falsch verstandenen Umweltpolitik belastet.

Kapitel drei dokumentiert den weniger bekannten Irrsinn von Australiens großen Anstrengungen, trotz der Kosten für den Lebensstandard grün zu sein. Wenn Sie in Kapitel vier zu den Details der Umweltzerstörung kommen, die aus dem Wunsch der Welt resultiert, preiswerte, leicht verfügbare Kohle und Erdgas aus unserem Energiemenü zu eliminieren, werden Sie nicht mehr so begeistert sein, eines von Teslas schnittigen 100-Tausend-Dollar-Autos zu sehen. Noch weniger werden Sie es sein, wenn Sie in Kapitel 5 von den wahren menschlichen Gräueltaten erfahren, die der grüne New Deal hervorgebracht hat.

China, Indien, rassistische Vorurteile und die Auswirkungen der Wahl 2024 [in den USA] werden in den letzten Kapiteln behandelt. Was in allen Kapiteln deutlich wird, ist, dass die Welt in ihrem Lebensstandard rückwärts marschieren wird, bis Technologien wie Wind- und Solarenergie die fünf geforderten Standards für die Stromerzeugung erfüllen, die beinhalten, dass sie reichlich vorhanden, erschwinglich, zuverlässig, skalierbar und flexibel sind. Nach Meinung dieses Rezensenten werden diese Standards niemals erfüllt werden.

Die gesünderen und wohlhabenderen Länder bestehen darauf, dass armen Ländern der zukünftige Zugang zu fossilen Brennstoffen verwehrt wird, die preiswerte, zuverlässige und zugängliche Energie und über 6.000 Produkte liefern, die unseren Lebensstandard möglich machen.

In Clean Energy Exploitation sollen die Leser lernen, dass es weltweit in fast allen Ländern fossile Brennstoffe im Überfluss gibt, aber die Mineralien und Metalle, die für eine „grüne“ Gesellschaft benötigt werden, sind auf Menschenrechtsverletzer wie China, den Kongo und Südamerika beschränkt.

Bidens Klimaplan legt den Schwerpunkt auf die Elektrifizierung von allem, was mit wetterabhängigen erneuerbaren Energien angetrieben wird, bis hin zum Verbot von Benzin-betriebenen Fahrzeugen, was eine erdrückende Veränderung für den amerikanischen Lebensstil und die Wirtschaft bedeutet. Die unbeabsichtigten Folgen der Abhängigkeit von Wind, Sonne und Batterien für Netze und Transport sind, dass Millionen von wehrlosen Menschen ausgebeutet werden, um Milliarden von Tonnen seltener Erdmineralien abzubauen.

Biden und seine milliardenschweren Umweltschützer, Stiftungen, die von den Familien Ford und Rockefeller geleitet werden, sowie Klimawandel-Alarmisten akzeptieren nicht die Tatsache, dass es gar nicht genug „grüne“ exotische Mineralien und Metalle gibt, um die Netto-Null-Ambitionen zu erreichen. Oder sie wissen es sehr wohl und glauben, dass sie die Versorgung und damit das Leben der Bürger unserer Nationen kontrollieren können.

Energie ist mehr als nur Elektrizität. Elektrizität aus Sonnenkollektoren und Windturbinen kann einfach nicht die Tausende von Produkten liefern, die aus Erdöl gewonnen werden. Jeder Aspekt unseres täglichen Lebens und unseres wohlhabenden Lebensstils wäre ohne die Produkte, die wir aus Erdöl gewinnen, nicht möglich.

Die totale Beherrschung der Lieferkette exotischer Mineralien und Metalle für „sauberen“ Strom durch China ist für das Land eine Goldgrube. Stein und Royal erklären uns in diesem Buch, dass jede einzelne EV-Batterie, Windmühle und jedes Solarpanel Geld für das kommunistische China ist. Außerdem schenkt die Welt der Umweltzerstörung und den menschlichen Gräueltaten, die in China, im Kongo, in Russland und in weiten Teilen Südamerikas beim Abbau dieser „grünen“ exotischen Mineralien und Metalle geschehen, keine Beachtung.

Ein griffiger Absatz der Autoren gibt den Rahmen für das Kommende vor:

Warum ist diese Art von Umwelt-Kreuzzug so zerstörerisch? Warum ist er von großen Absichten zu völliger Zerstörung übergegangen? Sie sind jetzt die schlimmste Form von Umweltnihilismus, der sich in ideologische Inbrunst verwandelt hat, die die Welt seit dem Aufstieg des Nationalsozialismus in Deutschland in den frühen 1930er Jahren nicht mehr erlebt hat. Adolph Hitler erschien mehrfach auf der Titelseite des Time Magazine, am berühmtesten am 2. Januar 1939, als er zum Mann des Jahres gewählt wurde. Die Mainstream-Medien haben den Nationalsozialismus gebilligt – ebenso wie sie jetzt weltweit den zerstörerischen grünen Übergang auf allen sieben Kontinenten fördern.“

Stein und Royal erzählen die Geschichte, die alle Amerikaner (und auch alle Menschen der westlichen Welt) verinnerlichen sollten.

Autor: CFACT Senior Science Analyst Dr. Jay Lehr has authored more than 1,000 magazine and journal articles and 36 books. Jay’s new book A Hitchhikers Journey Through Climate Change written with Teri Ciccone is now available on Kindle and Amazon.

Link: https://www.cfact.org/2021/07/21/review-clean-energy-exploitations-finally-the-real-story/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE




WSJ: Die Klima-Agenda geht mit einem Paukenschlag zu Ende

Joseph Sternberg, The Wall Street Journal (WSJ)

Während die Kosten der Klimapolitik in die Stratosphäre schießen, kann man erneut darüber spekulieren, wie lange es dauern wird, bis die Schwerkraft wieder einsetzt.

[Hervorhebung im Original]

Wir sollten diese Woche als ein herausragendes Ereignis in den Annalen des Klimawandels betrachten. Die Europäische Union hat einen gigantischen neuen Plan zur Kontrolle der Kohlendioxidemissionen vorgestellt, während Peking ein Emissionshandelssystem einführt und Großbritannien einen Plan zur Ökologisierung des Transportwesens veröffentlicht.

Das alles geschieht in einer Zeit, in der die Klimapolitik vielerorts einen raschen und bedeutenden Wandel zu erfahren scheint – und zwar nicht in die Richtung, die sich Umweltaktivisten erhofft hatten. Um es kurz zu machen: Die Wähler haben begonnen zu bemerken, wie viel sie jeweils ausgeben müssen, um den Kohlenstoffausstoß zu reduzieren, und das gefällt ihnen nicht.

Es ist ein verblüffend breites Phänomen. Die Schweizer haben letzten Monat ein Referendum zur Einführung einer Treibstoffsteuer und einer Steuer auf Flugtickets abgelehnt. Das britische Kabinett, das am Mittwoch wichtige neue Kohlenstoffbeschränkungen für die Transportindustrie vorschlug, ist auch über zuvor angekündigte Pläne gespalten, mit Gas befeuerte Hausheizungen zu verbieten und Vermieter zu verpflichten, die Energieeffizienz in Mieteinheiten zu erhöhen.

Die EU hatte in dieser Woche noch nicht einmal ihr großes neues Klimapaket vorgestellt, bevor wütende Lobbyarbeit in Opposition zu fast allem ausbrach. Französische Beamte klingen besonders alarmiert über die Gefahr, und das ist kein Wunder. Präsident Emmanuel Macron sieht seine Agenda seit fast drei Jahren durch die Proteste der Bevölkerung gegen die Erhöhung der im Jahre 2018 eingeführten Dieselsteuer aus der Bahn geworfen.

In Japan haben die klimabegeisterten Aktionäre gerade eine (für sie) katastrophale Saison der jährlichen Aktionärsversammlungen hinter sich gebracht. Beschlüsse, die aggressive Kohlenstoffziele für Unternehmen festschreiben, wurden bei allen drei Unternehmen abgelehnt, bei denen Aktivisten sie vorgeschlagen hatten – Mitsubishi UFJ, Sumitomo und Kansai Electric Power.

Dies folgte auf die Ankündigung im April, dass der japanische Government Pension Investment Fund, der mit rund 1,6 Billionen Dollar verwaltetem Vermögen der größte der Welt ist, das trendige ESG-Investing aufgibt (ESG = environmental, social and governance). Die Strategie war ein finanzieller Verlierer, und „wir können nicht die Renditen opfern, um ökologische Namen oder ESG-Namen zu kaufen“, sagte Kenji Shiomura, Senior Director der Abteilung für Anlagestrategie des Fonds, in einem Interview mit Bloomberg. Angesichts Japans bevorstehender Schwemme an Rentnern und des Mangels an Arbeitskräften mussten die Bloomberg-Reporter zugeben, dass „Renten ein sensibleres Thema sind als der Klimawandel.“

Vor zwei Jahren sonnten sich die Grünen im Glanz von Greta Thunberg und die Aktivisten dachten, die Öffentlichkeit hätte einen Wendepunkt zugunsten von Klimaschutzmaßnahmen erreicht. Was ist passiert?

In erster Linie sind die Klimaaktivisten Opfer ihres eigenen Erfolgs. Aus einer Vielzahl von Gründen – einige sind marktbasiert und gutartig, andere regulatorisch und teuer – ist die Kohlenstoffintensität in den Industrieländern in den letzten Jahrzehnten deutlich gesunken. Nach einer Zählung emittieren die USA heute 0,28 Kilogramm Kohlendioxid für jeden Dollar des Bruttoinlandsprodukts, während es in den 1970er Jahren noch mehr als 0,8 Kilogramm waren (bei konstanten Dollars von 2010). Großbritanniens Emissionen pro Dollar des Bruttoinlandsprodukts sind im gleichen Zeitraum von über 0,6 Kilogramm auf etwa 0,13 Kilogramm gesunken, und Japans Emissionen sind von 0,36 auf 0,18 gesunken.

Dies deutet darauf hin, dass weitere Emissionssenkungen in diesen Volkswirtschaften wahrscheinlich sehr viel schwieriger und kostspieliger zu erreichen sein werden. Beachten Sie, dass es trotz phantastischer Versprechungen über die wirtschaftlichen Vorteile von Elektroautos oder grünen Arbeitsplätzen immer unzählige Billionen Dollar für vom Steuerzahler finanzierte Green New Deals und ein paar Hundert Dollar mehr auf der Heizungsrechnung Ihres Haushalts zu benötigen scheint, um von hier nach dort zu gelangen.

Dies ermutigt die westlichen Wähler nur dazu, all die anderen Teile der Welt zu bemerken, in denen die Kohlenstoffintensität noch nicht im gleichen Maße gesunken ist, wie in China, Indien und Russland, deren Kohlenstoffemissionen pro Dollar des BIP neun- bis zehnmal so hoch sind wie die der Marktwirtschaften mit den niedrigsten Emissionen.

Diese Länder müssen nur bereits existierende Kohlenstoff reduzierende Technologien importieren. Pekings neues Emissionshandelssystem ist mit ziemlicher Sicherheit ein Versuch, widerspenstige Unternehmen dazu zu zwingen, und zwar sowohl aus Gründen der allgemeinen wirtschaftlichen Effizienz als auch aus anderen Gründen. Eine solche Umstellung wird immer noch kostspielig sein und muss entweder über höhere Verbraucherpreise auf chinesische Exporte oder direkte staatliche Subventionen finanziert werden. Aber es ist mit ziemlicher Sicherheit billiger als die derzeitigen Pläne der Industrieländer, noch ein paar Billionen Dollar für den Versuch auszugeben, eine völlig neue Wirtschaft zu erfinden, um nur marginale Emissionsreduzierungen zu erreichen.

Verlassen Sie sich nicht darauf, dass solche Realitäten auf der COP26-Konferenz in Schottland später in diesem Jahr auftauchen werden. Die zahlreichen neuen grünen Initiativen dieser Woche lassen vermuten, dass die Klima-Agenda eher mit einem Knall als mit einem Wimmern zu Ende gehen wird.

Aber während die Kosten in die Stratosphäre schießen, kann man erneut darüber spekulieren, wie lange es dauern wird, bis die Schwerkraft wieder einsetzt. An diesem Punkt wird sich der industrielle Komplex des Klimawandels einen Vorwand ausdenken, mit dem er den Sieg auf der Grundlage des bereits erreichten Fortschritts für sich beanspruchen kann – bevor irgendein anderer unglücklicher Politiker die Wähler bitten muss, Geld auszugeben, das sie einfach nicht mehr hergeben wollen.

Das ganze Op-Ed nebst Kommentaren steht hier (Zahlschranke)

Link: https://www.thegwpf.com/wsj-the-climate-agenda-goes-out-with-a-bang/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Big Bad Tech: Wenn Zensur zum Unternehmen wird

Global Warming Policy Forum

Geschichtsklitterung, Boshaftigkeit und eine Gefahr für freie Gesellschaften

Kulturell bedeutsame Informationen gehen verloren

Der wogende Wechsel der Unternehmensmeinungen schafft ein Minenfeld, durch das unabhängige Denker navigieren müssen, um nicht „gelöscht“ zu werden

Nonkonformistische Ansichten sind besonders unter Beschuss geraten

Die aufklärerische Tradition der rationalen Debatte und der wissenschaftlichen Forschung wird zunehmend an den Rand gedrängt

Befürworter der freien Meinungsäußerung haben traditionell gegen die Zensur der Regierung gekämpft. Aber Unternehmenszensur durch die globalen Big Tech Giganten ist jetzt die größere Bedrohung, wie eine heute von der Global Warming Policy Forum (GWPF) veröffentlichte Studie warnt.

[Hervorhebung im Original]

In Big Bad Tech: When censorship goes corporate zeigt die kanadische Journalistin Donna Laframboise, dass Facebook, Twitter und YouTube nicht nur den aktuellen politischen Diskurs verzerren. Sie löschen auch die Geschichte aus.

Aufzeichnungen darüber, was gewöhnliche Menschen zu bestimmten historischen Momenten gesagt und gedacht haben, sind unbezahlbar. Archive und Bibliotheken geben sich große Mühe, sie zu bewahren. Wenn YouTube Videos löscht, weil sie gegen seine sich ständig ändernden Richtlinien verstoßen, werden die historischen Aufzeichnungen wie Schweizer Käse – voller Löcher.

Wenn Facebook 350.000 Gruppen mundtot macht, in denen über aktuelle Ereignisse diskutiert wird, verlieren alle, auch Gelehrte, den Zugang zu großen Mengen kulturell bedeutsamer Informationen.

Laframboise, einst Vizepräsidentin der Canadian Civil Liberties Association, sagt, dass Tech-Riesen nicht einfach private Unternehmen sind:

„Indem sie öffentliche Foren veranstalten, an denen Tausende von Menschen teilnehmen, sind diese Unternehmen zu den Hütern wichtiger historischer Aufzeichnungen geworden. Sie haben eine moralische Verpflichtung, diese Aufzeichnungen zu bewahren. Stattdessen wischen sie sie vom Angesicht des Planeten.“

„Big Tech ist wie ein missbräuchlicher Ehepartner“, sagt Laframboise. „Er tauscht die Schlösser aus, verbrennt deine Sachen in einem Lagerfeuer und fragt, was du dagegen tun wirst.“

„Big Tech Zensur ist kein Zufall“, fügt Dr. Benny Peiser, Direktor der GWPF, hinzu. „Dieser Bericht zeigt, dass nonkonformes Denken über den Klimawandel und viele andere Themen systematisch erstickt wird. Die westlichen Gesellschaften laufen ernsthaft Gefahr, zur Zensurkultur des dunklen Zeitalters in Europa zurückzukehren, und verlieren schnell ihre hart erarbeiteten Freiheiten.

[Hervorhebung vom Übersetzer]
Big Bad Tech: When censorship goes corporate (pdf)

Link: https://www.thegwpf.com/big-bad-tech-when-censorship-goes-corporate/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Zu den Wetterlagen in Nordamerika und Eurasien bzgl. der Extreme

Joseph D’Aleo, CCM

Die Medien haben über die Extreme hier in Nordamerika und in Eurasien berichtet. Im Wall Street Journal (WSJ) liest man:

Eine weitere Hitzewelle wird Teile des von der Dürre geplagten Westens der USA an diesem Wochenende treffen. Die Hitze könnte in Teilen von Montana und Idaho über das Wochenende und bis Anfang nächster Woche Tagesrekorde erreichen oder überschreiten“, sagte Julie Malingowski, eine Notfall-Meteorologin des Nationalen Wetterdienstes. „Für Teile von Montana werden Temperaturen von über 38°C vorhergesagt, beginnend am Samstag, und noch höhere Temperaturen werden in Idaho am Sonntag auftreten. Die westlichen Staaten haben in diesem Sommer mehrere rekordverdächtige Hitzewellen erlebt, darunter eine im Juni, bei der im pazifischen Nordwesten mehr als 100 Menschen starben. Diese Hitzewelle wird wahrscheinlich nicht so lange andauern wie frühere Hitzewellen“, sagte Frau Malingowski.

Die Abfolge der Hitzewellen in der Region in diesem Jahr ist beispiellos und hat die Dürre- und Feuerbedingungen verschlimmert“, sagte Daniel Swain, Klimawissenschaftler an der University of California, Los Angeles.

Er sprach über den Zusammenhang mit der globalen Erwärmung und hielt es für konsistent mit den Vorhersagen der Treibhausmodelle über zunehmende Extreme. Tatsächlich ist in den Sommerdaten für den Nordwesten und die nördlichen Rocky Mountains und Ebenen in den letzten 100 Jahren keine Steigerung erkennbar (Quelle NOAA NCEI):

Der Nordwesten der USA und die nördlichen Rocky Mountains verzeichneten im vorigen Jahrhundert diese Höchsttemperaturen

Daniel ist Teil der akademischen/institutionellen/staatlichen/umweltpolitischen Klima-Kabale, die auf das unvermeidliche Extremereignis wartet, um es gemeinsam mit den Medien als wissenschaftlichen Beweis für die Bestätigung ihrer verfehlten Theorie hochzuspielen. Sicherlich wissen einige der Alarmisten, dass Wetterzyklen und extreme Temperaturen und Wetterextreme nicht vom Menschen verursacht werden, aber sie werden entweder durch die Drohung der Kündigung/des Arbeitsplatzverlustes zum Schweigen gebracht oder durch die Finanzierung gelockt (Billionen von Dollar!). Es gibt andere jüngere Menschen, die in der Schule mit diesem Unsinn indoktriniert wurden und glauben, dass es wahr ist. Sie verbringen keine Zeit damit, nach möglichen anderen natürlichen Ursachen zu suchen, zum Teil, weil ihnen diese in der Schule nicht beigebracht werden.

[Hervorhebungen vom Übersetzer]

Dr. Cliff Mass von der University of Washington ist eine realistische Stimme in dieser Region auf dem Cliff Mass Weather Blog/:

Die Gesellschaft braucht genaue Informationen, um wichtige Umweltentscheidungen treffen zu können. Unglücklicherweise gab es eine beträchtliche Menge an Fehlkommunikation und unwissenschaftlichem Herumgerede über die jüngste Hitzewelle im Nordwesten. Dieser Blog-Beitrag verwendet strenge Wissenschaft, um die Dinge richtig zu stellen… Er beschreibt die Ursprünge eines meteorologischen schwarzen Schwan-Ereignisses und wie die Atmosphäre in der Lage ist, extreme, ungewöhnliche Bedingungen ohne jegliche Hilfe unserer Spezies zu erreichen.“

Siehe einen weiteren Faktencheck der Behauptungen durch den Meteorologen Anthony Watts hier. Er bemerkt:

Was ich am interessantesten finde ist, dass wenn man die offiziellen landesweiten Höchsttemperaturen seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1895 untersucht, nur zwei von fünfzig im einundzwanzigsten Jahrhundert stattgefunden haben. Die meisten Hochtemperaturrekorde im ganzen Land wurden in der ersten Hälfte des zwanzigsten Jahrhunderts aufgestellt. Laut staatlichen Aufzeichnungen wurde Oregons Rekord-Höchsttemperatur von 48,3°C zweimal aufgezeichnet, beide Male im Jahr 1898, also vor mehr als 120 Jahren. Die Höchsttemperatur in Washington State von 47,8°C wurde zuerst 1928 aufgezeichnet und 1961 erreicht, also vor fast 100 bzw. 50 Jahren der globalen Erwärmung. Vierzig Temperaturrekorde in den Bundesstaaten wurden vor 1960 aufgestellt, wobei 25 dieser Rekorde allein in den 1930er Jahren aufgestellt oder erreicht wurden. Neue Temperaturrekorde wurden seit 2000 nur in zwei Staaten aufgestellt, was bedeutet, dass in den 1890er Jahren mehr Temperaturrekorde in den Staaten aufgestellt wurden als in den ersten beiden Jahrzehnten des aktuellen Jahrhunderts.“

In der Tat betrachten Meteorologen, die das Auf und Ab und das Risiko von Extremen vorhersagen müssen, natürliche Faktoren auf globaler Ebene, um ihre Vorhersagen vor jedem Monat und jeder Jahreszeit zu treffen. Die einfältige Lösung der Warmisten ist immer, dass wir Extreme erwarten können und wir dafür verantwortlich sind. Sie haben keinen Sinn für Geschichte, und mit ihren Trendanalysen beweisen sie, dass mit ihnen nicht gut Kirschen essen ist. Sehen Sie sich die Trendbalken eines Regierungsberichts an, der bequemerweise die frühere, bedeutendere Hitze ausließ:

Man erinnere sich an die Liste von 50 Vorhersagen, die alle im letzten halben Jahrhundert gescheitert sind.

Satellitenmessungen unserer Atmosphäre, die nicht durch städtische Wärmeinseleffekte verunreinigt sind, zeigen eine Erwärmung, die etwa 1/3 der Erwärmung der Treibhausmodelle beträgt.

Die Satellitenaufzeichnung beginnt in den späten 1970er Jahren, und wenn sie 120 Jahre zurück verfügbar wäre, hätte sie gezeigt, dass die Erwärmung, die 1979 begann, nur Teil eines 60-jährigen natürlichen Zyklus‘ war, der mit den Temperaturen der Ozeane und der solaren Einstrahlung zusammenhing. Sogar während dieser Periode haben die Modelle die Erwärmung um den Faktor drei überschätzt.

Sehen Sie hier, warum natürliche Faktoren die ganze Variabilität erklären können.

Was hat also die Hitzewellen in diesem Sommer im Nordwesten der USA und im Südwesten Kanadas verursacht?

Während der zentrale und südöstliche Teil sehr nass und kühl für den Sommer war, war der Westen sehr warm und Ende Juni für mehrere Tage extrem heiß. Das liegt an einer ungewöhnlichen Lage eines klassischen Musters einer Kuppel aus heißer Luft, die wir als „Hitzerücken“ bezeichnen und die oft der „Übeltäter“ bei sommerlichen Hitzewellen ist.

Die östliche Strömung darunter drückt die Wärme aus dem Great Basin nach Westen, wo sie gezwungen ist abzusteigen. Dabei wird die warme Luft durch das Absinken wärmer – und in diesem Fall auf Rekordniveau – während der letzten 3 Tage im Juni.


Wenn heiße Luft von den Bergen herabsteigt, erwärmt sie sich (Föhn). Dies geschieht in den Ebenen, wenn die Hitze nach Osten kommt und auch in den östlichen Städten, wenn sie die Appalachen hinabsteigt. Auf diese Weise entstehen Hitzewellen mit Temperaturen von über 38 Grad Celsius.

Hitzegebiete sind normalerweise von Gebieten umgeben, die kühler und oft feuchter als normal sind. Die Muster in heißen Sommern werden durch starke Höhenhochkeile (Hitze und Trockenheit) sowie ebenso starke Tröge (kühl und nass) verstärkt. In den USA war die Sommersaison im Süden und Südosten ungewöhnlich nass und kühl.

In Dallas wurde die 38°C-Marke noch nicht erreicht. In manchen Sommern kann es bis zu 71 Tage geben, an denen die Temperatur noch höher steigt.

Hier die Top 10 der Tage in Dalklas mit einer Temperatur über 38°C:

In Atlanta gab es nur 5 Tage mit Temperaturen über 32°C (der Rekord liegt dort bei 91 Tagen).

Extreme Sommerhitze wird typischerweise in trockenen Gebieten verstärkt, was auch mit Höhenrücken korreliert, wo die sehr hohen Temperaturen in der Höhe, verstärkt durch absinkende Luft und den Mangel an verfügbarer Feuchtigkeit, es regenfrei halten. Das war im Nordwesten und Südwesten Kanadas seit letztem Herbst der Fall. Diese Hitzewelle war lokal begrenzt im Vergleich zu den großen Hitzewellen der Vergangenheit, insbesondere in den 1930er Jahren, als in 45 der unteren 48 Bundesstaaten Hitzewellen mit Temperaturen von über 38°C gemeldet wurden und Hitzerekorde von damals in 22 Bundesstaaten immer noch nicht gebrochen wurden.

Die unbequeme Kälte

Sie haben die Rekordkälte im Flachland für Februar 2021 bereits vergessen. Mindestens 217 Menschen wurden direkt oder indirekt durch die außerordentliche Kälte getötet, und die Schäden werden auf mindestens 195,6 Milliarden Dollar (2021 USD) geschätzt.

Der Kälteeinbruch erreichte seinen Höhepunkt vom 14. bis 16. Februar, und die NOAA berichtete, dass „…etwa 30 % der verfügbaren US-Standorte Rekorde erreichten.“ Während dieser Spitzenzeit lagen die analysierten Temperaturen in weiten Teilen der zentralen und südlichen Ebenen um 20 bis 25 Grad Celsius unter dem Durchschnitt. Mehr als 3.000 tägliche Kälterekorde (Minimum und Maximum) wurden vom 12. bis 17. Februar an Langzeitbeobachtungen (über 75 Jahre Daten) gemeldet.

Basierend auf vorläufigen Daten wurden vom 11. bis 16. Februar 62 Rekorde für Tiefstwerte und vom 15. bis 16. Februar 69 Rekorde für tiefste Höchstwerte aufgestellt, so die NOAA.

Eurasien spiegelt Nordamerika

Eine ähnliche Entwicklung wurde in Eurasien beobachtet, wo sich ein Dipol-Muster sehr ähnlich demjenigen in Nordamerika einstellte. Ein frühsommerlicher Höhenrücken in Osteuropa stieß diesen Monat in den Westen Russlands vor, wo plötzliche große Hitze die Ernten belastete. Währenddessen verursachte der starke Trog hinter diesem verstärkten Muster sehr starke Regenfälle und katastrophale und tödliche Überschwemmungen in Mitteleuropa.

Die Vorhersage von Gebieten mit hoher und niedriger Temperatur in Europa bis nach Russland hinein sieht so aus:

Und hier die Extreme von West nach Ost in den USA:


Die Prognostiker wissen, dass die Temperaturkonfigurationen der Ozeane (warme und kühle Bereiche) zusammen mit den vorhergehenden Bedingungen (z. B. Trockenheit im Winter und Frühjahr) dazu beitragen, zu bestimmen, ob das Muster verstärkt und anhaltend oder eher zonal und variabel ist. Sie sagen uns auch etwas über das Risiko von schweren Ereignissen wie Tornados, Hurrikanen, Dürre und Überschwemmungen sowie starken Schneefällen.

Dieses Jahr haben sie das verstärkte Muster und die Extreme richtig erkannt.

Link: https://alarmistclaimresearch.files.wordpress.com/2021/07/nam-and-europe-summer-2021.pdf

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

Anmerkung: Verlinkt ist zu einem PDF, aus dem auch die Abbildungen übernommen worden sind. Im PDF fehlen jedoch die letzten beiden Absätze nebst deren Abbildungen. Diese ließen sich auch nicht vergrößern, ohne sofort unscharf zu werden.




Die CO2-Panikmache und die Wahrheit

Fred F. Mueller

In den letzten Tagen hat es in verschiedenen Bereichen Deutschlands Europas und so auch im Bereich der Ahr Hochwasserkatastrophen gegeben, die nicht nur Milliardenschäden, sondern tragischerweise auch bis zu mehr als 200 Menschenleben gefordert haben. Wenn man bedenkt, dass es schon Tage vorher präzise Warnungen gegeben hatte, ist es kaum zu verstehen, dass die Wissenschaftler vom European Flood Awareness System (EFAS) kaum Gehör fanden. Die deutschen Wetterdienste und damit auch die Öffentlich-Rechtlichen Medien warnten zunächst lediglich vor „Starkregen“ und gaben – wenn überhaupt – oft viel zu spät Warnungen vor schnell steigendem Hochwasser heraus. Die Menschen wurden deshalb vielfach unvorbereitet überrascht und konnten oft nicht einmal das Nötigste retten. Neben zahlreichen Todesopfern wurde die Existenzgrundlage tausender weiterer Anwohner vernichtet.

Umso erbärmlicher ist es, wenn jetzt in den Tagen nach der Katastrophe gerade diejenigen „Wetter- und Klimapropheten“, die im Bereich der Wettervorhersage und der hierfür verantwortlichen Medien so offenkundig versagt haben, jetzt von einer „nie dagewesenen“ Katastrophe sprechen und die Schuld daran dem angeblich durch CO2-Emissionen verursachten Klimawandel geben. Die ewigen Weltuntergangswarner, die behaupten, sie könnten 50 und mehr Jahre in die Zukunft sehen, haben vor den Fluten erst gewarnt, als sie schon fast da waren.

Jetzt versucht man, diese Panne wegzudiskutieren. Ein Paradebeispiel hierfür lieferte kürzlich der seit vielen Jahren als Medienliebling überall herumgereichte Vorsitzende des Deutschen Klimakonsortiums Mojib Latif. In einem Interview mit der FAZ (leider inzwischen hinter einer Bezahlschranke) wurde er direkt gefragt, ob dieses Ereignis eindeutig klima- oder wetterbedingt sei, und lieferte ein Paradebeispiel für Doppelzüngigkeit ab. Seine Antwort begann er mit dem klassischen „Nein, aber“, um dann mit einem Wortschwall doch mehr oder weniger alles auf den Klimawandel zu schieben. Da war die Rede von der durch den Klimawandel wärmeren Luft, die mehr Wasserdampf aufnehmen könne, und von dem klimabedingt ebenfalls wärmeren Mittelmeer, dessen Verdunstung für mehr Regen sorgen könne. Ein wahres Meisterstück waren dann seine Formulierungen zum neuen Modethema der Klimawarner, dem angeblich schwächelnden Jetstream. Diesen Punkt bezeichnete er als „umstritten, aber wissenschaftlich durchaus plausibel“ und sprach von „könnte“ und „würden“, um dann jedoch zu sagen: „Dadurch kamen die ganzen Wassermassen in einer Region runter“. Man beachte: Beim letzten Satz verzichtete er auf den Konjunktiv.

Dann bewies Mojib Latif kurze Beine

Noch mutiger wurde Herr Latif dann bei der Frage, was denn das Ungewöhnliche an den Überschwemmungen der vergangenen Woche gewesen sei. Im Einklang mit den Behauptungen zahlreicher Politiker, dass es bisher in der Region noch nie eine Katastrophe dieses Ausmaßes gegeben habe, sagte er laut FAZ: „Es gab bisher materielle Schäden. Jetzt sterben viele Menschen. Das war vorher nur in Entwicklungsländern so. Wenn wir noch die anderen Extreme betrachten, wie zum Beispiel die Hitzewellen mit Rekordtemperaturen, verlassen wir als Menschheit gerade den Wohlfühlbereich. So langsam wird es gefährlich und ich habe manchmal das Gefühl, die Politik begreift es nicht.“

Damit hat er sich sehr weit aus dem Fenster gelehnt. Schauen wir auf die Tatsachen zum Hochwasser der Ahr. Es gibt zu seiner Aussage zuhauf Gegenbeweise in Form von historischen Hochwassermarken (Bild1), Verwaltungsberichten sowie Aufzeichnungen von Heimatforschern.

Bild 1. Wasserstandsmarke zum Hochwasser von 1804 im Vorort Walporzheim, Pützgasse 9 (Foto: Reinhardhauke, Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0 Unported license)

Die Hochwasserkatastrophen von 1804 und 1910

Das vermutlich katastrophalste Hochwasserereignis der jüngeren Geschichte traf die Orte an der Ahr entgegen der Aussagen der Politik und des Herrn Latif nämlich bereits zu einer CO2-freien Zeit im Jahr 1804. Nach den Aufzeichnungen der – damals französischen – Verwaltung wurden 129 Wohnhäuser, 162 Scheunen oder Ställe, 18 Mühlen und acht Schmieden vollständig zerstört. Darüber hinaus wurden hunderte Häuser, Scheunen und Ställe sowie zwei Mühlen und eine Schmiede schwer beschädigt. Die Weinberge und Obstbäume im Ahrtal wurden weitgehend zerstört und fast 30 Brücken stürzten ein. In den Fluten ertranken nicht nur zahlreiche Pferde und Rinder, auch 63 Menschen verloren ihr Leben.

Ein weiteres katastrophales Hochwasser traf die Ahr dann im Jahr 1910. Obwohl es nicht ganz so schlimm war wie das von 1804, gab es doch immense Schäden an Häusern und staatlichen Bauten sowie zu Zerstörungen bei der gerade im Bau befindlichen Ahrtalbahn. Interessanterweise liegen zwischen den beiden damaligen Katastrophen und der jetzigen jeweils etwas mehr als 100 Jahre.

Hat die Intensität dieser Hochwasserereignisse „durch das Klima“ zugenommen?

Die Vertreter des „Klimakastrophismus“ – von Merkel über Scholz, Schulze, Baerbock, Lindner und Wissler bis zu Mojib Latif und seinen Mitpropheten – treiben derzeit die klimapolitische Ausschlachtung der eingetretenen Katastrophe mit aller Kraft voran. Es ist halt Wahlkampf, und man muss von den eigenen Versäumnissen ablenken. Wer darauf nicht hereinfallen möchte, sollte sich mit der Intensität des aktuellen Ereignisses im Vergleich mit den historischen Vorbildern befassen. Hierbei helfen zum einen die Aufzeichnungen von Thomas Roggenkamp und Jürgen Herget im „Heimatjahrbuch Kreis Ahrweiler 2015“, da sie dort die sogenannten Scheitelabflüsse verschiedener Ereignisse zwischen 1804 und 1920 rekonstruiert haben. Für die letzten Jahrzehnte und auch für den Beginn der aktuellen Katastrophe stehen detaillierte Aufzeichnungen des Hochwassermeldedienstes des Landesamts für Umwelt Rheinland-Pfalz zur Verfügung. Auf deren Homepage sind sowohl die Pegelstände als auch die sogenannten Scheitelabflüsse der zehn schlimmsten Hochwasserereignisse der Ahr in den Jahren von 1984 bis 2016 aufgeführt. Zwar liegen diese Messtellen heute an anderen Stellen als bei den früheren Katastrophenhochwässern, doch sind die räumlichen Abstände gering genug, dass es zulässig erscheint, Vergleiche zu ziehen. Wichtig ist hierbei weniger der jeweilige Pegelstand, der bekanntlich rein ortsabhängig ist, sondern der sogenannte Scheitelabfluss in Kubikmeter/ Sekunde (m3/s). Dies ist die beim Höhepunkt der Flutwelle aufgetretene Durchflussmenge und erlaubt Rückschlüsse auf die Wucht und Zerstörungskraft der Strömung.

Übersicht über die Region

Zunächst ist es sinnvoll, sich einen Überblick über die vom Unwetter betroffene Region zu verschaffen, Bild 2.

Bild 2. Karte des Hochwassergebiets (Grafik: Hochwassermeldedienst)

Die Ahr ist ein nur rund 85 km langer Fluss, durch den in friedlichen Zeiten am Pegel Altenahr etwa 8 m3/s strömen. Beim schlimmsten Hochwasser der letzten 40 Jahre im Jahr 2016 waren es bei einem Pegelstand von 371 cm dagegen 236 m3/s, also rund 30mal soviel. Zum jetzigen Hochwasser wurde der Pegelhöchststand mit zunächst 575, später mit vermuteten mehr als 700 cm angegeben.

Auf der Homepage des Hochwassermeldedienstes fand sich zur Situation historischer Hochwasserereignisse am Pegel Altenahr folgende Tabelle, Bild 3.

Bild 3. Tabellarische Aufzeichnung von Pegelmessdaten für Altenahr (Grafik: Hochwassermeldedienst)

Interessant ist zunächst festzustellen, dass an der Ahr in den letzten ca. 40 Jahren mindestens zehn Hochwasserereignisse aufgetreten sind, im Schnitt also eines alle vier Jahre. Die Tabelle erlaubt es, mithilfe von Exel näherungsweise eine Korrelation zwischen Pegelstand und Scheitelabfluss zu ermitteln, Bild 4.

Bild 4. Die Approximation der Daten des Hochwassermeldedienstes mithilfe einer linearen Gleichung liefert ein recht gutes Bestimmtheitsmaß R² (Grafik: Autor)

Zum gleichen Zeitpunkt ließ sich aus der nachfolgend abgebildeten Grafik auf der Homepage des Hochwassermeldedienstes ein Pegelhöchststand von 575 cm ablesen, Bild 5.

Bild 5. Grafische Darstellung der Pegelmessdaten für Altenahr, Zeitangabe 20.7.2021, 13:36 Uhr (Grafik: Hochwassermeldedienst)

Setzt man den aus Bild 5 abgelesenen Pegelstand in die nach Bild 4 ermittelte Gleichung ein, so ergibt sich ein Scheitelabfluss von rund 341 m3/s.

Interessanterweise wurde diese Grafik jedoch noch am gleichen Nachmittag um 16:36 Uhr gegen eine andere ausgetauscht, Bild 6.

Bild 6. Geänderte grafische Darstellung der Pegelmessdaten für Altenahr (Grafik: Hochwassermeldedienst)

Über die Gründe für diesen Austausch kann hier nur spekuliert werden. Nimmt man für die Gleichung jetzt einen spekulativen Pegelwert von 800 cm an, so ergäbe sich nach der obigen Gleichung ein Scheitelabfluss von 470 m³/s. Das ist fast das sechzigfache der normalen Wasserführung.

Welches Hochwasser war am schlimmsten?

Die Klimawarner liegen uns ständig in den Ohren, dass uns wegen des von Menschen erzeugten CO2 in den nächsten Jahrzehnten immer stärkere und schlimmere Wetterkatastrophen bevorstehen. Herr Latif, als einer der prominentesten unter ihnen, hat im FAZ-Interview unter Bezug auf die Katastrophe in Ahrweiler ausgesagt: „Es gab bisher materielle Schäden. Jetzt sterben viele Menschen. Das war vorher nur in Entwicklungsländern so. Wenn wir noch die anderen Extreme betrachten, wie zum Beispiel die Hitzewellen mit Rekordtemperaturen, verlassen wir als Menschheit gerade den Wohlfühlbereich. So langsam wird es gefährlich und ich habe manchmal das Gefühl, die Politik begreift es nicht.“

Tatsächlich? Schauen wir aus seinen „Wohlfühlbereich ohne CO2“, auf die Hochwasserkatastrophen 1910 und 1804. Dank der Akribie der bereits erwähnten Heimatforscher Thomas Roggenkamp und Jürgen Herget verfügen wir über rekonstruierte Zahlen der Scheitelabflüsse für beide Ereignisse. Für die Flut von 1910 liegt der Scheitelwert bei 585 m3/s. Dieses Hochwasser war somit mindestens vergleichbar mit dem, welches die Einwohner des Ahrtals jetzt durchmachen mussten. Beide werden jedoch bei weitem in den Schatten gestellt durch die Katastrophe von 1804, deren Wassermassen mit einem Scheitelabfluss von rund 1.200 m³/s fast den doppelten Wert wie die des Jahres 1910 aufwiesen. Verglichen mit dem aktuellen Hochwasser liegt der Faktor sogar bei fast dem Dreifachen. Dass der Schaden und der Verlust an Menschenleben diesmal so groß waren, liegt daran, dass in der betroffenen Region heute viel mehr Menschen leben als vor 100 oder gar 200 Jahren und unser Hab und Gut viel mehr Wert hat als damals. Das CO2 spielte damals dagegen keine Rolle.

Fakten gegen „follow the science”

Angesichts dieser Fakten zeigt sich, wie schnell die „Wissenschaftler“, die uns ständig etwas von der „Klimakatastrophe durch vom Menschen erzeugtes CO2“ weismachen wollen, durch die simple, harte Realität widerlegt werden. 1804 hatte die Menschheit noch so gut wie gar kein und auch 1910 nur vergleichsweise wenig CO2 erzeugt. Diese Leute mit ihren hochtönenden akademischen Titeln und ihrem Getue mit komplizierten Computerprogrammen tun so, als ob sie die Zukunft auf Jahrzehnte oder gar Jahrhunderte vorherberechnen könnten. Dabei haben sie schon an der rein praktischen Aufgabe versagt, die Bewohner vor der unmittelbar bevorstehenden Gefahr zu warnen. Sie, die Politiker und die Journalisten, die ihre Botschaften verbreiten, als seien es endgültige Weisheiten, tragen Verantwortung: Nicht für die Tatsache der Flut, aber für die fehlende Vorbereitung und Warnung der Bevölkerung. Und genau davon wollen sie mit der jetzt massiv einsetzenden Propagandaoffensive für „mehr Klimaschutz“ ablenken.

https://eike-klima-energie.eu/2021/07/20/der-wirkliche-grund-fuer-die-flutkatastrophe-in-deutschland-ein-monumentales-scheitern-des-warnsystems/

https://www.faz.net/aktuell/politik/inland/klimaforscher-mojib-latif-ueber-die-unwetter-im-westen-deutschland-17445166.html

https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Walporzheim_Hochwasserinschrift_455.JPG

https://hjb2015.47.pdf

https://de.wikipedia.org/wiki/Hochwasser_der_Ahr_am_21._Juli_1804

https://de.wikipedia.org/wiki/Hochwasser_der_Ahr_am_13._Juni_1910

https://www.hochwasser-rlp.de/karte/einzelpegel/flussgebiet/rhein/teilgebiet/mittelrhein/pegel/MUESCH#:~:text=Wasserst%C3%A4nde%20%20%20%20cm%20%20%20,%20%204%20%206%20more%20rows%20

https://cdn.hochwasser-rlp.de/karte/einzelpegel/flussgebiet/rhein/teilgebiet/mittelrhein/pegel/ALTENAHR