Umwelt-Aktivismus ist vom Weg abgekommen

David Wojick

Angetrieben vom Klimawahn ist die Umweltbewegung zum größten Verfechter einer zerstörerischen industriellen Entwicklung in der Geschichte geworden.

Wie Kant sagte: „Wer den Zweck will, muss die Mittel wollen“. In diesem Fall haben die Mittel zum phantastischen Zweck der Klimakontrolle die Umweltschützer dazu gebracht, alle ihre Prinzipien aufzugeben. Solar- und Windenergie erfordern Umweltzerstörung in einem noch nie dagewesenen Ausmaß. Die Elektrifizierung erfordert den Einsatz von giftigen Chemikalien in ähnlichem Ausmaß. Der Strom gefährlicher Abfälle ist enorm.

Die Solarenergie ist am schlimmsten, weil sie die Wälder und das offene Land vollständig zerstört. Vielleicht lebt etwas unter diesen riesigen Solarplatten, aber nicht viel und schon gar nicht das, was sie zerstören und verdrängen.

[Hervorhebungen vom Übersetzer]

Wie ich in meinem jüngsten Artikel über Virginias schlecht benanntes Gesetz für eine saubere Wirtschaft (Clean Economy Act) dargelegt habe, geht es heute um Hunderte von Quadratmeilen solarer Verwüstung in nur einem Staat. Siehe hier.

Um unseren Strombedarf tatsächlich zu decken, müssten allein in Virginia mehrere tausend Quadratmeilen zerstört werden. Für das ganze Land sind die Zahlen schwindelerregend, es wäre die größte Umweltkatastrophe in unserer Geschichte.

Auch die Windenergie ist umweltzerstörend, nur auf andere Weise.

Lassen Sie mich das persönlich machen. Ich lebe in den Bergen, im äußersten Osten West Virginias. Wenn ich in die Kreisstadt fahre, habe ich einen großartigen Blick auf den großen Berg im Westen. Das ist die Allegheny-Front, die Landzunge zwischen den Wasserscheiden des Atlantiks und des Mississippis. Meine herrliche Aussicht auf die Natur wird jetzt industrialisiert, mit Windrädern übersät, und weitere sind im Entstehen.

Ich bin mir sicher, dass die Landschaft an Aussichtspunkten überall bedroht ist, weil dort der beste Wind weht. Allerdings haben wir fast nie anhaltende Winde, die stark genug sind, um die volle Leistung zu erbringen, aber das bedeutet nur, dass man mehr industrielle Windkraftanlagen braucht, um den Saft zu produzieren.

Noch schlimmer ist, dass es oben an der Felsnase einen Aussichtspunkt namens Bear Rocks gibt, an dem sich jeden Herbst Menschenmassen versammeln, um den Falkenzug zu beobachten. Große Mengen von Falken kommen in Schwärmen, den so genannten Kettles, vorbei und arbeiten sich langsam in Richtung Süden voran. Sicherlich wird eine beträchtliche Anzahl von ihnen von der wachsenden Phalanx der riesigen Hackmesser getötet.

In West-Texas gibt es etwa 10.000 Häcksler, und in anderen Bundesstaaten geht es rasch in die gleiche Richtung. Dass die Umweltschützer die Tötung einer enormen Anzahl geschützter Vögel zulassen können, ist eine klare Abkehr von ihren Prinzipien. Das ist der Stumme Frühling im wirklichen Leben, bei dem ganze Arten bedroht sind.

Außerdem kämpfen die Umweltschützer hart für straßenfreie Gebiete. Die Verteilung riesiger Windkraftanlagen auf Berggipfeln erfordert ein dichtes System von Zufahrtsstraßen, eine zu jedem Turm. In zerklüftetem Gelände können diese Systeme komplex sein und so große, zerstörerische Landnutzer.

Am anderen Ende des Kabels befinden sich Chemikalien, vor allem riesige Mengen großer Batterien.

Zuerst kommen die riesigen Batterieanlagen, die benötigt werden, um die stark schwankende Wind- und Sonnenenergie in zuverlässigen Strom zu verwandeln. Dann kommen die unzähligen Batterien, die für die Elektrifizierung unseres Verkehrssystems benötigt werden, wofür ebenfalls viel mehr Sonnen- und Windenergie benötigt wird. Beachten Sie, dass eine Menge Strom auf dem Weg zur Nutzung zweimal durch die Batterien fließt.

Die Minimierung des Einsatzes giftiger Chemikalien war ein Grundprinzip des Umweltschutzes. Dass sich die Bewegung nun für chemische Energie als zentrales Element unseres Energiesystems entscheidet, bedeutet eine völlige Abkehr von diesem Grundsatz.

Und dann ist da noch die Abfallproblematik, die schon immer ein zentrales Umweltproblem darstellte. Im Vergleich zu konventionellen Kraftwerken sind Windräder und Solarpaneele kurzlebig, Batterien sind lächerlich kurzlebig. In einer Solar-, Wind- und Batteriewelt werden wir wahrscheinlich über Milliarden von Tonnen giftiger Abfälle sprechen.

Meiner Meinung nach verstößt der vorgeschlagene massive Ausbau der Wind- und Solarenergie und der Elektrifizierung gegen so ziemlich jeden Grundsatz des Umweltschutzes. Warum die Umweltschützer nicht aufschreien und klagen, um diese riesige Land zerstörende, Wildtiere vernichtende und chemisch intensive Aktion zu stoppen, ist mir schleierhaft. Der Umweltschutz hat eindeutig seinen Weg verloren.

[Hervorhebung vom Übersetzer]

Autor: David Wojick, Ph.D. is an independent analyst working at the intersection of science, technology and policy. For origins see http://www.stemed.info/engineer_tackles_confusion.html For over 100 prior articles for CFACT see http://www.cfact.org/author/david-wojick-ph-d/ Available for confidential research and consulting.

Link: https://www.cfact.org/2022/01/04/environmentalism-has-lost-its-way/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE




Alarmisten begrüßen Autoritarismus und ignorieren Lektionen aus der Geschichte

H. Sterling Burnett

Ein Teil der Umweltbewegung ist seit jeher dem Autoritarismus verhaftet – vor allem die intellektuelle Führung der Bewegung. Schon in den Anfängen der Umweltbewegung waren Politiker der Progressiven wie Präsident Theodore Roosevelt und Gifford Pinchot (Roosevelts Freund und Wahl zum ersten Leiter des neu geschaffenen U.S. Forest Service) der Meinung, dass Demokratie und Markt für die Bewirtschaftung natürlicher Ressourcen ungeeignet seien. Die Progressiven waren der Meinung, dass die natürlichen Ressourcen von einer Elite wissenschaftlicher Manager, von Bürokraten, die sich nicht an die Wünsche der Öffentlichkeit halten, kontrolliert, entwickelt und erhalten werden sollten.

Wie Alston Chase in seinem eindringlichen Buch In a Dark Wood (In einem dunklen Wald) darlegt, waren viele Nazis zumindest teilweise von einer expansiven Vision der ökologischen Reinheit inspiriert.

Auch wenn nur wenige Progressive echte Misanthropen waren, so gab es doch immer einige von ihnen in der Umweltbewegung, die sich für immer extremere Maßnahmen zum Schutz der Umwelt und gegen die menschliche Nutzung der natürlichen Ressourcen einsetzten. Der misanthropische Flügel der Bewegung hat den Menschen als Krebsgeschwür“, „Krankheit“ und „Parasit“ bezeichnet, wobei einige offen auf einen Killervirus hoffen, der den Großteil der Menschheit auslöscht. Der Ökophilosoph Arne Naess, der den Begriff der Tiefenökologie geprägt hat, sagte, die ideale menschliche Bevölkerung auf der Erde betrage 200 Millionen, und er forderte politische und persönliche Maßnahmen, um dieses Ziel so schnell wie möglich zu erreichen. Andere haben die optimale menschliche Bevölkerung auf 1,5 bis 2 Milliarden Menschen geschätzt und behauptet, dies rechtfertige ein „Population Engineering“, das sowohl „aktive“ als auch „passive“ Mittel einschließt, um dieses Ziel zu erreichen.

Auch wenn der autoritäre Mob der Klimaschützer nicht nur aus Misanthropen besteht, befürworten doch alle misanthropischen Klimaschützer autoritäre Maßnahmen zur Verhinderung des Klimawandels.

Selbst in der akademischen Literatur wird der Autoritarismus zunehmend als die angeblich letzte Hoffnung zur Abwendung des vermeintlich apokalyptischen Klimawandels gepriesen. Ein Buch, das Ende 2019 vom führenden Wissenschaftsverlag Routledge veröffentlicht wurde (was viele wegen der Pandemie verpasst haben), Liberty and the Ecological Crisis: Freedom on a Finite Planet (Freiheit und die Ökologische Krise: Freiheit auf einem endlichen Planeten), besagt, dass die Regierungen den Menschen dringend ihre Freiheit nehmen müssen:

Dieses Buch untersucht das Konzept der Freiheit in Bezug auf die Fähigkeit der Zivilisation, innerhalb der ökologischen Grenzen zu leben.

Es ist unsere relativ unbegrenzte Freiheit, die zu so viel ökologischer Verwüstung geführt hat. … Der übergreifende Rahmen für diese Sammlung ist, dass Freiheit und Handlungsfähigkeit neu überdacht werden müssen…. Auf einem endlichen Planeten werden unsere Möglichkeiten begrenzt sein, wenn wir hoffen, die klimatischen Veränderungen zu überleben, die durch den unkontrollierten Verbrauch von Ressourcen und Energie in den letzten 150 Jahren in Gang gesetzt wurden.

Die American Political Science Review, eine Publikation der Cambridge University Press, veröffentlichte kürzlich einen Artikel mit dem Titel „Political Legitimacy, Authoritarianism, and Climate Change“, der mit der Frage beginnt: „Ist autoritäre Macht jemals legitim?“ Der Autor, Ross Mittiga, antwortet mit einem dröhnenden „Ja“. Er verweist auf die Einschränkungen, die viele Regierungen als Reaktion auf COVID-19 eingeführt haben, als die Art von Notfall, der autoritäre Einschränkungen der Freiheit rechtfertigt, und erklärt: „Der Klimawandel stellt eine noch größere Bedrohung für die öffentliche Sicherheit dar. Folglich, so argumentiere ich, könnte die Legitimität einen ähnlich autoritären Ansatz erfordern.“

Es ist anzumerken, dass einige Regierungen dem autoritären Drang widerstanden. South Dakota in den Vereinigten Staaten und Schweden in Europa zum Beispiel verhängten während der COVID-19-Pandemie keine autoritären Abriegelungen. Der Gesundheitszustand ihrer Bevölkerung war besser als an vielen anderen Orten, an denen die Regierungen im Rahmen von Notstandsmaßnahmen drakonische Einschränkungen der persönlichen Freiheit, der Bewegungsfreiheit, öffentlicher und sogar privater Versammlungen und der Arbeit verhängten. Angesichts der anhaltenden Pandemie und des Auftretens verschiedener Virusvarianten gibt es nur wenige Hinweise darauf, dass die von den meisten Regierungen verhängten autoritären Notstandsmaßnahmen das Virus eindämmen, geschweige denn beenden konnten.

„Die Beschränkungen waren einfach nicht streng genug oder wurden nicht lange genug aufrechterhalten“, höre ich einige Klimaalarmisten fast sagen.

Was wir mit einiger Sicherheit sagen können, ist, dass die Demokratie unter der COVID-Reaktion gelitten hat: Freedom House berichtet, dass die Demokratie in 80 Ländern, darunter auch in den Vereinigten Staaten, während der Pandemie geschwächt wurde. Der Machtmissbrauch durch die Regierungen und das Misstrauen gegenüber der Regierung nahmen laut Freedom House während der Pandemie zu.

Mittiga meint, der Klimawandel sei eine größere Bedrohung als COVID und rechtfertige daher langfristige Einschränkungen der Lebensgestaltung, die noch strenger seien als die in den letzten zwei Jahren verhängten. Wie die Öffentlichkeit darauf reagieren wird, lässt sich vielleicht am besten an den sichtbaren Straßenprotesten gegen laufende oder neu auferlegte Beschränkungen in Europa und anderswo ablesen, sowie an den Menschen, die sich weithin über die Maskenpflicht hinwegsetzen, die Impfpflicht bekämpfen und öffentlich Informationen über unerwünschte Impfreaktionen und COVID-Fälle unter den vollständig Geimpften in den Vereinigten Staaten weitergeben. Diese Art von Gegenwehr stellt für Mittiga ein Problem dar, es sei denn, die Art von autoritären Lösungen, die er unterstützt, ähneln viel mehr denen in Nordkorea, Kambodscha unter den Roten Khmer, China unter Mao und Russland unter Stalin als dem, was die liberalen Demokratien bisher gewagt haben.

Diese autoritäre Wende überrascht mich nicht. Ich habe bereits in der Vergangenheit darüber geschrieben, zuletzt in Climate Change Weekly 411 und Climate Change Weekly 406. In Letzterem schrieb ich Folgendes:

Die Energieeinsparungen und Änderungen des Lebensstils, die erforderlich sind, um Netto-Null-Emissionen zu erreichen, werden bedeuten, dass wir auf das Emissionsniveau von Anfang 1800 zurückgehen. Dies wird ein enorm negatives Wirtschaftswachstum und den Verzicht auf moderne Annehmlichkeiten (und die damit verbundenen Freiheiten) erzwingen, die für die Menschen in den Industrieländern im letzten Jahrhundert selbstverständlich geworden sind.

Für die Menschen in den Entwicklungsländern sind die Nachrichten noch schlimmer. Sie müssen von der Entwicklung abgehalten werden, was noch mehr Generationen zu vorzeitigem Tod und bitterer Armut aufgrund von Energie- und Nahrungsmittelknappheit zwingen wird.

Nun gut, flüstern die Klimaalarmisten (meist heimlich), man muss schon ein paar Eier zerschlagen, um ein Omelett zu machen.

Die Wissenschaft zeigt, dass die bescheidene Erwärmung des vergangenen Jahrhunderts und die mögliche zu erwartende Erwärmung im kommenden Jahrhundert keine Katastrophen oder auch nur eine Verschlimmerung der Wetterextreme verursacht hat und dass dies auch nicht zu erwarten ist. Aber selbst wenn ich mich irre, ist Autoritarismus die denkbar schlechteste Antwort auf eine Klimakrise.

Klimaalarmisten loben China und ignorieren dabei die Tatsache, dass das Land mehr Treibhausgase produziert als alle anderen Industrieländer der Erde zusammen, Tendenz stark steigend. Wie ich 1997 in einem Artikel mit dem Titel „Five Eco-Despoiled Nations in der Zeitschrift The World & I ausführte, waren die Länder mit den schlimmsten Umweltproblemen im zwanzigsten Jahrhundert mit nur einer Ausnahme kommunistische oder sozialistische Diktaturen. (Bei der Ausnahme handelte es sich um einen verarmten, weitgehend gescheiterten Staat, der in der Vergangenheit zwischen heftig umstrittenen demokratischen Wahlen und Putschen, die zu einer autoritären Herrschaft führten, hin und her schwankte.)

Immer wieder stellt man fest, dass die Umwelt in freiheitlichen Demokratien mit weitgehend marktwirtschaftlichen Strukturen besser dasteht als in autoritär regierten Ländern. Das ist kein Zufall.

Die Klimaalarmisten ignorieren diese eindeutige Tatsache und zeigen ihre Unkenntnis der Geschichte (und ihr Unverständnis der menschlichen Natur und der Art und Weise, wie Institutionen das Verhalten formen) auf eine zweite Art und Weise: Leute wie Mittiga, James Hansen und andere, die den Autoritarismus als Lösung für die Klimakrise befürworten, glauben irgendwie, dass sie die Gesalbten sein werden, die die Macht ausüben, wenn liberale Demokratien von autoritären Regierungen verdrängt werden. Ich bin sicher, dass Robespierre und Trotzki genauso dachten, aber die Geschichte erzählt eine ganz andere Geschichte. Ein aktuelles Beispiel ist der Umgang Chinas mit seinen Umweltprotestlern und die Unterdrückung der Umweltbewegung. Die Umweltbewegung gedeiht nicht unter autoritärer Herrschaft. Sie wird unterdrückt.

Die Geschichte zeigt, dass Revolutionen, die in Diktaturen münden, in der Regel ihre Kinder und diejenigen, die sie gestürzt haben, gleichermaßen fressen, und zwar wahllos und mit der gleichen Inbrunst und vermeintlich rechtschaffenen Empörung.

Es gibt keinen guten Grund zu glauben, dass Klimaalarmisten, die dabei helfen, liberale Demokratien rund um den Globus zu stürzen und durch autoritäre Herrschaft zu ersetzen, ein anderes Schicksal ereilen wird.

Im Gegenteil, die Äußerungen derjenigen, die am stärksten auf politische Maßnahmen zur Bekämpfung des Klimawandels drängen zeigen, dass sie in Wirklichkeit mehr daran interessiert sind, den Sozialismus oder Autoritarismus durchzusetzen, bei dem sie die Kontrolle haben, als die Umwelt oder die vom Klimawandel am meisten Betroffenen zu schützen. Viele meiner Freunde und Kollegen bezeichnen diese Wölfe im Schafspelz als „Wassermelonen“: außen grün, innen kommunistisch rot. Sie sind Opportunisten, die das Schreckgespenst des Klimawandels nutzen, um ihre sozialistischen politischen Ziele mit indirekten Mitteln durchzusetzen. Viele Wassermelonen sind langjährige, tief verwurzelte, erfahrene politische Akteure, so dass es guten Grund zu der Annahme gibt, dass sie – und nicht die Akademiker, Intellektuellen oder wahren Gläubigen – die Zügel der Macht an sich reißen werden, wenn ihre Revolution kommt. Die wahren Gläubigen, nicht die politischen Intriganten, würden zusammen mit dem früheren Regime an die Wand fahren.

Autoritarismus ist schlecht, unabhängig davon, welchem Zweck er angeblich dient. Das Böse grün anzumalen, macht es nicht besser.

QUELLEN: Grist; American Political Science Review; Freedom House; Climate Change Weekly; Climate Realism

Link: https://heartlanddailynews.com/2022/01/climate-change-weekly-421-alarmists-embrace-authoritarianism-ignore-lessons-of-history/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




COP26: Shakespeare: „Lärm und Wut bedeuten nichts“

Dr. Jay Lehr, Robert Lyman

[Alle Hervorhebungen in diesem Beitrag im Original. A. d. Übers.]

Um die Errungenschaften der COP26-Konferenz in vollem Umfang zu würdigen, sollten wir damit beginnen, ebendiese im Pakt und in den Pressemitteilungen beschriebenen bemerkenswerten Errungenschaften aufzulisten. Dies soll eine humorvolle Abwechslung zu Ihrem normalen Arbeitstag sein:

● Auf der COP26 wurde vereinbart, die unverminderten Anstrengungen zur Reduzierung der Kohleverstromung zu beschleunigen. Auf Drängen Indiens wurde keine Einigung über den Zeitpunkt des Ausstiegs erzielt, und der Verweis auf „unvermindert“ bedeutet, dass die Länder, die bereit sind, ein Vermögen für die Abscheidung und Speicherung von Treibhausgasemissionen aus der Kohleverbrennung zu zahlen, diese unbegrenzt weiter verbrennen können.

● Auf der COP26 wurde vereinbart, ineffiziente Subventionen für fossile Brennstoffe zu beenden. Da die meisten Subventionen für fossile Brennstoffe darin bestehen, dass die großen OPEC-Produzenten die Preise für raffinierte Ölprodukte, die sie ihren Bürgern in Rechnung stellen, kontrollieren, wird es interessant sein zu sehen, wie schnell die Benzinpreise in Saudi-Arabien steigen. Es überrascht nicht, dass die Abschaffung der hoffnungslos ineffizienten (aus wirtschaftlicher Sicht) Subventionen für Wind- und Solarenergie nicht erwähnt wurde. Die Subventionen für erneuerbare Energien übersteigen die Subventionen für die Hersteller fossiler Brennstoffe um ein Vielfaches.

● Auf der COP26 wurde vereinbart, die Notwendigkeit eines gerechten Übergangs anzuerkennen. Man fragt sich, wer hier für einen „ungerechten“ Übergang plädiert hat. In der Tat ist „gerechter Übergang“ ein Code dafür, dass Regierungen, nachdem sie nicht-fossile Brennstoffalternativen subventioniert und Kohlebergleute und andere Kohlenwasserstoffproduzenten aus dem Geschäft gedrängt haben, die arbeitslosen Arbeiter subventionieren, damit sie auf weniger gut bezahlte Arbeitsplätze wechseln können.

● Auf der COP26 wurden die technischen Verhandlungen über das sogenannte Regelwerk des Pariser Abkommens abgeschlossen, in dem die Transparenz- und Berichterstattungs-Anforderungen für alle Vertragsparteien festgelegt sind, um die Fortschritte bei der Erreichung ihrer Emissions-Reduktionsziele zu verfolgen. Das Regelwerk legt auch die Regeln für das Funktionieren der internationalen Kohlenstoffmärkte fest. Dies könnte tatsächlich wichtig sein, da es eine Reihe neuer Verfahren für die Berichterstattung und „Rechenschaftspflicht“ (gegenüber den Vereinten Nationen) festlegt, die die Länder befolgen müssen, um das hohe Risiko von Betrug und Fehlzählungen auf den internationalen Kohlenstoffmärkten einzudämmen.

● Die Vertragsparteien einigten sich auf einen Prozess, mit dem eine Einigung über die langfristige Klimafinanzierung nach 2025 angestrebt werden soll. Hier liegt die spektakulärste Diskrepanz zwischen dem, was Klimaschützer anstrebten, und dem, was auf der Konferenz erreicht wurde. Vor und während der COP26 wurden von verschiedenen Entwicklungsländern Forderungen veröffentlicht, dass die Industrieländer ihre Klimahilfe auf mindestens 750 Milliarden Dollar pro Jahr oder, im Falle Afrikas, auf mindestens 1,3 Billionen Dollar pro Jahr erhöhen sollten. Stattdessen einigte man sich auf einen „Prozess“, um über das Thema zu sprechen. Was für eine Enttäuschung! Viele der Entwicklungsländer, in denen die Emissionen am schnellsten wachsen, haben ihre Ausgaben für die Emissionsreduzierung davon abhängig gemacht, dass sie immense Finanzmittel erhalten. Dieses einzige und sehr vorhersehbare Scheitern bedeutet, dass die Erreichung der globalen Emissionsreduktionsziele unmöglich ist.

● Auf der Konferenz wurde vereinbart, „einen Dialog zwischen den Vertragsparteien, Interessengruppen und einschlägigen Organisationen einzurichten, um die Bemühungen zur Abwendung, Minimierung und Behebung von Verlusten und Schäden im Zusammenhang mit dem Klimawandel zu unterstützen“. Dies ist der rätselhafteste und bizarrste Punkt des Pakts. Der Verweis auf „Verluste und Schäden“ ist ein Code für die Forderungen der Entwicklungsländer, dass die Industrieländer Milliarden (wenn nicht Billionen) Dollar an Entschädigungen und Reparationen für die angeblich negativen Auswirkungen des Klimawandels auf die Entwicklungsländer zahlen sollen. Man kann sich nur vorstellen, wie schwierig es ist, einen „Dialog“ zwischen den Regierungen, die zur Zahlung aufgefordert werden, und denjenigen, die das Privileg haben, die Mittel zu erhalten, zu arrangieren. Wie viel unwahrscheinlicher (absurder?) wäre es, Tausende von „Interessengruppen und relevanten Organisationen“ (sprich: Umweltgruppen plus Greta Thunberg und ihre Freunde) in diese Diskussionen einzubeziehen?

Es gab zwei weitere Kategorien von Maßnahmen im Zusammenhang mit der COP26. Die erste betraf Prozesse, die bereits in gewissem Umfang eingeleitet worden waren, denen die Teilnehmer der COP26 jedoch zusätzliche Impulse zu geben versuchten. Das zweite waren Vereinbarungen, die von Untergruppen von Ländern außerhalb des formellen Verfahrens der COP26 getroffen wurden, aber mit der Klimapolitik zusammenhängen.

Von den bereits laufenden Prozessen, die im Text des Pakts begrüßt werden, war das Santiago-Netzwerk vielleicht der wichtigste für die Öffentlichkeitsarbeit. Im Jahr 2019 haben sich mehrere Länder darauf geeinigt, ein Programm für technische Hilfe einzurichten, das als Santiago-Netz bekannt ist und Ländern bei „Verlusten und Schäden“ helfen soll. Das Programm wurde nur dem Namen nach eingerichtet, ohne Personal und Finanzierung. Die Aufnahme einer Formulierung zur Unterstützung des Santiago-Netzes in den Text des Paktes wird von UN-Beamten als sehr wichtig angesehen. Sie alle sind Fans von Shakespeares „Lärm und Wut, die nichts bedeuten“.

In diesem Zusammenhang wurde auf der Konferenz beschlossen, den „Glasgow-Dialog zwischen den Vertragsparteien“ einzurichten, ein offiziell klingender Begriff, der für alle derartigen Vereinbarungen erforderlich ist. Bei dem vorgeschlagenen Treffen sollten „relevante Organisationen und Interessengruppen die Modalitäten für die Finanzierung von Aktivitäten zur Abwendung, Minimierung und Behebung von Verlusten und Schäden im Zusammenhang mit den negativen Auswirkungen des Klimawandels“ erörtern. Die Entwicklungsländer wollten eine „Bereitstellung von Mitteln“ (d.h. Bargeld), aber die Industrieländer wehrten sich dagegen, so dass sich die Entwicklungsländer mit einem „Dialog“ begnügen mussten, den sie nutzen werden, um auf der COP 27 im nächsten Jahr in Ägypten auf echte finanzielle Verpflichtungen zu drängen.

Am „Rande“ der COP26 wurde eine Reihe von Vereinbarungen von einer Untergruppe der Mitglieder angekündigt. Die wichtigsten davon waren die folgenden:

Die Erklärung zur internationalen öffentlichen Unterstützung für den Übergang zu sauberer Energie. Diese Erklärung wurde von 28 Organisationen, darunter die Vereinigten Staaten und Kanada, abgegeben. Darin verpflichten sie sich, mehrere Maßnahmen zu ergreifen, darunter die „Beendigung neuer direkter öffentlicher Unterstützung für den internationalen Energiesektor mit unverminderter Nutzung fossiler Brennstoffe bis Ende 2022 (WOW, DAS IST WIE MORGEN), außer unter begrenzten und klar definierten Umständen, die mit der Begrenzung der Erwärmung auf 1,5 Grad Celsius und den Zielen des Pariser Abkommens vereinbar sind“. Auch sollen andere Regierungen und öffentliche Finanzinstitutionen ermutigt werden, ähnliche Verpflichtungen einzugehen.

Der Start der Beyond Oil and Gas Alliance. Elf nationale und subnationale Regierungen kündigten die Beyond Oil and Gas Alliance an, um einen kontrollierten und gerechten Ausstieg aus der Öl- und Gasförderung zu erreichen. Diese Gruppe, zu der auch Québec als Mitglied und Kalifornien als assoziiertes Mitglied gehören, setzt sich aus Ländern zusammen, in denen heute relativ wenig Öl und Gas gefördert wird, eine Tatsache, die das Bündnis für die Bürger zweifellos angenehmer macht.

Die Globale Methanverpflichtung. Mehr als hundert Länder haben die von den USA und Europa angeführte Globale Methanverpflichtung unterzeichnet und sich verpflichtet, die Methanemissionen bis zum Jahr 2030 gemeinsam um 30 Prozent zu reduzieren. Methan hat in der Atmosphäre eine Halbwertszeit von nur etwa sechs Jahren – und ist in der OECD seit Jahren rückläufig.

Die Erklärung der Staats- und Regierungschefs von Glasgow zu Wäldern und Landnutzung. Die meisten der auf der COP26 anwesenden Vertragsparteien, darunter die Vereinigten Staaten und Kanada, haben diese Erklärung unterzeichnet. Darin bekräftigten sie ihre Verpflichtungen zur „nachhaltigen Landnutzung und zur Erhaltung, zum Schutz, zur nachhaltigen Bewirtschaftung und zur Wiederherstellung von Wäldern und anderen terrestrischen Ökosystemen“. Außerdem verpflichteten sie sich, den Verlust und die Schädigung der Wälder rückgängig zu machen und gleichzeitig dafür zu sorgen, dass robuste politische Maßnahmen und Systeme vorhanden sind, um den Übergang zu einer Wirtschaft zu beschleunigen, die die Ziele der nachhaltigen Landnutzung, der biologischen Vielfalt und des Klimaschutzes fördert. Vielleicht erinnern Sie sich noch daran, wie wir in unserer Jugend in der Schule die Vereinten Nationen nachgespielt haben, um die Weltpolitik zu studieren. Der einzige Unterschied zur COP 26 besteht darin, dass die Schüler wussten, dass es sich um eine Simulation handelte.

Die Konferenzen der Vertragsparteien zum Klimawandel ähneln auffallend den Inszenierungen des Theaters der Absurditäten. Sie haben immer weniger mit der Realität der Energiemärkte und den Wünschen der Verbraucher in der Welt zu tun. Sie legen immer wieder Ziele fest, die unerreichbar sind, und stützen sich dabei auf Technologien, die größtenteils noch gar nicht existieren. Von 1992 bis 2021 haben sie anscheinend immer an derselben Stelle begonnen und geendet, nur um im nächsten Jahr mit der gleichen Agenda in den Urlaub zu fahren.

Was auf den Konferenzen der Vertragsparteien geschieht, wird leider dazu benutzt, die ganz realen Schäden zu rechtfertigen, die durch eine unkluge Politik angerichtet werden, die den Energieverbrauchern schadet und die Steuerzahler in den OECD-Ländern Billionen von Dollar kostet. Wie die COP26 gezeigt hat, ist das Theater der COP mehr Tragödie als Absurdität geworden.

Autoren: CFACT Senior Science Analyst Dr. Jay Lehr has authored more than 1,000 magazine and journal articles and 36 books. Jay’s new book A Hitchhikers Journey Through Climate Change written with Teri Ciccone is now available on Kindle and Amazon.

Robert Lyman is an economist with 37 years of service to the Canadian government.

Link: https://www.cfact.org/2022/01/03/cop-26-shakespeare-said-it-sound-and-fury-signifying-nothing-part-2/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE




Energiewende: Habecks Trippelschritte

Fred F. Mueller

Die Grünen sind in einer wenig beneidenswerten Lage: Solange sie überwiegend in der Opposition waren, fiel es Ihnen leicht, maßlose Forderungen zu stellen. Beim Ausbau der konventionellen Energie, der Netze sowie bei der Suche nach einem Endlager wurde nach Lust und Laune Obstruktion betrieben. Gleichzeitig feierten sie ihre Sabotage- und Besetzertrupps als Helden des Kampfes um die Erlösung vom Klimawandel-Übel. Doch jetzt sind sie selbst in der Verantwortung für die Energieversorgung einer modernen Industrienation mit 83 Mio. Einwohnern. Und plötzlich werden aus dem angekündigten „Großen Sprung nach vorn“ zaghafte Trippelschrittchen.

Offenbar musste Robert Habeck, neuer Bundesminister für Wirtschaft und Klimaschutz, schon nach den ersten Wochen im Amt feststellen, dass er erhebliche Mengen Kreide zu fressen und Kröten zu schlucken haben wird. Vermutlich haben ihm einige Beamte in der zweiten Reihe seines Ministeriums – die erste Reihe wurde ja mit seinen Günstlingen besetzt – mit schonenden Worten einige unbequeme Wahrheiten erläutert. Schließlich ist er angetreten, um die Zahl der Windenergieanlagen, mit denen Deutschlands schöne Natur bereits bisher vollgestellt wurde, von aktuell 31.000 in den nächsten Jahren massiv zu steigern. Das kostet den Stromkunden allerdings viel Geld. Nur wie viel genau? Zwar hat man sich schon seitens der Regierung Merkel seit Jahren viel Mühe gegeben, die tatsächlichen Zahlen zu verstecken. Doch eine genauere Untersuchung der mit großer Raffinesse auf zahlreiche Einzelbeiträge gesplitteten und mit anderen Positionen vermischten Kosten ergab schon im September 2019, dass die Kosten der „Energiewende 1) mittlerweile die Größenordnung von 1.000 Milliarden € (1 Billion) erreicht hatten. Inzwischen ist die entsprechende Summe weiter angestiegen. Herr Habeck ist demnach auf der Suche nach weiteren Billionen für die bis 2030 angestrebte Verdoppelung des Anteils „erneuerbarer“ Energien am Strommix. Ganz abgesehen von den anderen Zumutungen für die Bürger, als da sind: Milliarden für stetig zunehmende CO2-Abgaben, Milliarden für die Subventionierung von E-Autos, Milliarden für deren Ladeinfrastruktur, Billionen für die energetische Zwangssanierung der knapp 20 Millionen deutschen Wohngebäude, Milliarden für den elektrifizierten Nahverkehr, Milliarden für die Errichtung zahlreicher neuer Stromnetze und Gaskraftwerke, und und und. Nicht zu vergessen die explodierenden Baukosten, Verteuerung von Lebensmitteln („keine Ramschpreise, © Cem Özdemir), Strom- und Heizkosten, Fliegen oder Benzin („5 Mark für den Liter Benzin“, © Joschka Fischer).

Bild 2. Zusammensetzung des Strompreises für Haushaltskunden mit einem Jahresverbrauch zwischen 2.500 und 5.000 kWh per 1.4. 2018 (Grafik: Monitoringbericht von Bundesnetzagentur und Bundeskartellamt)

Wenn nur der verflixte Verschleiß nicht wäre…

Wie unangenehm für ihn die Lage bereits jetzt schon zu sein scheint, lässt sich daraus ablesen, dass er in einem Interview vom 29.12. als Ausbauziel für die Windkraft lediglich „1.000 bis 1.500 Windräder im Jahr2) angab. Das verwundert etwas, denn bei einem aktuellen Bestand von 31.000 WEA gelangen ja jedes Jahr einige ans Ende ihrer Lebensdauer und müssen ersetzt werden. Da ihre Auslegungslebensdauer 20 Jahren beträgt, müssen jährlich 1.550 davon ersetzt werden. Die Notwendigkeit einer solchen kontinuierlichen Erneuerung eines Maschinenbestandes ist Allgemeinwissen jedes Wirtschaftswissenschaftlers, sogar jedes Handwerksmeisters oder Fuhrparkmanagers. Bei Absolventen des Fachs „Philosophie“ wie Habeck fehlt das im Lehrplan. Die von ihm genannte Zahl von 1.000 bis 1.500 WEA würde nicht einmal ausreichen, um den aktuellen Bestand zu halten. Für die anvisierte Bestandsverdoppelung bis 2030 müssten jedes Jahr zusätzlich zum fälligen Ersatz von 1.550 Windenergieanlagen noch weitere 3875 – insgesamt also 5.425 WEA – errichtet werden.

Bild 3. Der Beitrag der solaren Stromerzeugung zur Netzlast von 73.205 MW lag am 21.12.1018 selbst in der Spitze zur Mittagszeit bei geradezu kläglichen 1.414 MW (Grafik und Berechnungen: Autor, Daten)

Mit einer Verdoppelung wäre es noch lange nicht getan

In Wirklichkeit ist die „Untertreibung“ des Ministers bezüglich der eigentlich erforderlichen Zahl an WEA noch viel größer. Selbst eine Verdoppelung des jetzigen Anteils an „erneuerbarer Energie“ an der Stromerzeugung würde nicht einmal annähernd ausreichen. Das „Netto-Null“-Ziel der Ampelkoalition umfasst ja noch viel mehr als nur die Stromerzeugung, sondern auch den Ersatz der gesamten fossilen und nuklearen Brenn, Heiz- und Treibstoffe, die Deutschlands Bürger warm und mobil und ihre Industrie am Laufen halten. Dabei ist auch der zusätzliche Speicherbedarf für Flaute- und Dunkelzeiten zu berücksichtigen. Eine 2019 erstellte Analyse des Verfassers ergab, dass zur Erreichung des früher für 2038 geplanten und jetzt auf 2030 vorgezogenen Zwischenziels allein auf dem Festland rund 139.000 WEA 3) bei Gesamtkosten von vermutlich min. 10 Billionen € errichtet werden müssten. Dieses Ziel ist ja jetzt auf 2030 vorgezogen worden. Vollends atemberaubend werden die Zahlen, wenn man diese Planungen konsequent bis „netto-Null“ durchkalkuliert. Nach Berechnungen des Ingenieurs Prof. Walter Pelka 4), früherer Präsident der Hamburger HafenCity Universität, wären dafür sogar 350.000 WEA erforderlich, das wäre eine Anlage für jeden Quadratkilometer Deutschlands 5) einschließlich der Innenstädte.

Bild 4. Bis 2030 soll laut Koalitionsvertrag der Ampel-Parteien allein schon die im Winter so gut wie nutzlose Fotovoltaik auf 200 GW ausgebaut werden (Bild: Autor)

Hat die Ampelkoalition schon jetzt Angst vor ihrer eigenen Courage?

Die Diskrepanz zwischen den im Koalitionsvertrag großspurig angekündigten „Klimaschutz“-Projekten und der verschämten Ankündigung von – im Vergleich zum Anspruch – geradezu lächerlichen Ausbauzahlen wirft ein Schlaglicht auf die bereits jetzt schwierige Lage der neuen Bundesregierung. Sie hat im Wahlkampf viel mehr abgebissen, als sie wird kauen können. Während unsere grüne Außenministerin Russland durch Schließung von Nordstream 2 ärgern möchte, treiben Russland und China bereits Planungen für eine weitere Erdgaspipeline mit einer Kapazität von 50 Mrd. Kubikmeter voran.

Dank einer jahrelang betriebenen grün-rot-gelb-schwarzen Politik des Boykotts gegen alle Industrien, die fossile Rohstoffe fördern, wird deren Nachschub auf Jahre hinaus knapp bleiben, was zu den jetzt spürbar werdenden Preisexplosionen im Energie- und Rohstoffsektor führt. In der Bevölkerung der betroffenen Länder regt sich deshalb Unmut, wie sich aktuell in Kasachstan zeigt. Haben Scholz und Habeck bereits jetzt Angst vor dem, was im Volk losbrechen könnte, wenn sie ihm reinen Wein über die tatsächlich geplanten Belastungen einschenken würden? Oder weshalb spricht man lieber von 1.000 bis 1.500 statt von 350.000 WEA, wohl wissend, dass dies den tatsächlichen Planungen in keinster Weise entspricht. Salamitaktik durch Trippelschrittchen halt. Auf die Bevölkerung und damit auch auf die Ampelregierung kommen, wie es in einem chinesischen Sprichwort heißt, „interessante Zeiten“ zu. Vielleicht muss ja eine künftige Ampelregierung Putin nach dem Beispiel Kasachstans um „Amtshilfe“ gegen das aufmüpfig gewordene Volk bitten. Bitte gut festschnallen, es wird holprig werden…

Hintergrundliteratur

Limburg, M.; Mueller, F.: Strom ist nicht gleich Strom TvR Medienverlag, Jena, ISBN 978-3-940431-54-7

Quellen

Bild 1: http://gegenwind-borchen.de/windrad-havarie-neue-200m-windkraftanlage-in-borchen-voellig-zerfetzt

1) https://eike-klima-energie.eu/2019/09/03/merkel-das-ipcc-und-die-geister-die-sie-rief-teil-2-horrende-kosten/

2) https://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.robert-habeck-deutschland-wird-klimaziele-2022-und-2023-wohl-verfehlen.c6cbd4a9-25f9-45e8-8e48-cacd02bba4b5.html

3) https://eike-klima-energie.eu/2019/10/11/merkel-das-ipcc-und-die-geister-die-sie-rief-teil-6-beim-schummeln-erwischt/

4) https://www.welt.de/regionales/hamburg/plus233541344/Energiewende-Wir-werden-einen-hohen-Preis-bezahlen.html

5) https://jungefreiheit.de/wirtschaft/2021/windraeder-energiewende-pelka-folgen/

https://www.bmwi.de/Redaktion/DE/Infografiken/Energie/strompreise.html




Die fundamentale Schrott-Wissenschaft des Klimas

Norman Rogers

Die Prophezeiung des Klimawandels stützt sich auf Computer-Klimamodelle, doch diese Modelle haben gigantische Probleme.

Kevin Trenberth, der einst für die Modellierung am National Center for Atmospheric Research zuständig war, hat erklärt: „Keines der Modelle entspricht auch nur annähernd dem derzeit beobachteten Klima [der Erde].“

Trotz der Tatsache, dass die Modelle das Klima der Erde nicht richtig abbilden können, sollen wir glauben, dass, wenn Kohlendioxid in den Modellen der Erde eine bestimmte Wirkung hat, es dieselbe Wirkung auf der realen Erde haben wird.

Geld und Voreingenommenheit (Confirmation Bias)

Klimamodelle sind eine beispielhafte Darstellung von Voreingenommenheit, der psychologischen Tendenz, die eigenen kritischen Möglichkeiten zugunsten dessen, was man erwartet oder sich wünscht, außer Acht zu lassen. Klimawissenschaftler können zahlreiche einstellbare Parameter in den Modellen manipulieren, um ein „gutes“ Ergebnis zu erzielen.

Technisch gesehen wäre es ein gutes Ergebnis, wenn die Ergebnisse des Klimamodells mit der Klimageschichte übereinstimmen würden. Aber dieses gute Ergebnis konkurriert mit einer anderen Art von gutem Ergebnis. Dieses andere gute Ergebnis ist die Vorhersage einer Klimakatastrophe. Diese Art von „gutem“ Ergebnis hat den sozialen und finanziellen Status der Klimawissenschaft in die Stratosphäre gehoben.

Sobald Geld und Ansehen in die Klimawissenschaft zu fließen begannen, weil ihre Vertreter die Katastrophe vorhersagten, gab es kein Zurück mehr. Stellen Sie sich vor, ein Klimawissenschaftler entdeckt gigantische Fehler in den Modellen und den damit verbundenen Prognosen. Das würde die Tür öffnen und den massiven Fluss von Forschungsgeldern beenden.

Wer würde den Klimawissenschaftlern weiterhin Milliarden von Dollar pro Jahr zukommen lassen, wenn es keine Katastrophen zu verhindern gäbe? Es ist erwiesen, dass die Entdecker von Fehlern verteufelt und als Handlanger böser Interessen angegriffen werden: David Legates, Richard Lindzen, Roy Spencer und Willie Soon, um nur einige zu nennen.

[Hervorhebung vom Übersetzer]

Modelle anpassen

Das Testen von Modellen anhand der Vergangenheit und die Annahme, dass sie dann die Zukunft vorhersagen können, lädt zum Scheitern ein.

Das Scheitern ist fast garantiert, wenn die Modellierer immer mehr einstellbare Parameter hinzufügen, um das Modell zu verbessern. An einem bestimmten Punkt sollte man sich fragen, ob wir ein Modell an die Realität anpassen oder eine einfache Kurvenanpassung vornehmen. Modelle, die zu einer Kurvenanpassung verkommen sind, haben keine ernsthafte Vorhersagekraft.

Ein deutliches Anzeichen dafür, dass die Klimamodelle bereits weit in die Kurvenanpassung vorgedrungen sind, ist die Verwendung von Modellmittelwerten oder Ensembles.

Das IPCC bildet den Durchschnitt aus zahlreichen Modellen (ein Ensemble), um eine Prognose für die Zukunft zu erstellen. Auf die Frage, warum sie dies tun, anstatt mit den Modellen zu arbeiten, die die Realität am besten widerspiegeln, behaupten sie, dass die Ensemble-Methode besser funktioniert.

Dies widerspricht dem gesunden Menschenverstand.

In Wahrheit widersprechen sich die verschiedenen Modelle in Bezug auf das Erdklima dramatisch, einschließlich der Frage, wie groß die angebliche globale Erwärmungs-Katastrophe denn sein wird. Mit der einzigen Ausnahme eines Modells aus Russland bestreitet kein vom IPCC verwendetes Modell, dass sich eine katastrophale Zukunft abzeichnet.

Für die Verwendung von Ensembles gibt es einen politischen Grund. Um die Vorteile zu erhalten, die sich aus der Vorhersage einer Klimakatastrophe ergeben, muss die Klimawissenschaft eine einheitliche Front bilden. Andersdenkende müssen ausgemerzt und unterdrückt werden.

Würde der IPCC das beste Modell oder die besten Modelle auswählen, würden Dutzende von anderen Modellierungsgruppen außen vor bleiben. Sie würden zweifellos eine abweichende Gruppe bilden, die die Autorität derjenigen in Frage stellt, die einem bestimmten Modell die Krone aufgesetzt haben. Bei der Verwendung von Ensembles wird jede Gruppe belohnt und jeder wird ermutigt, die Verschwörung gegen die Menschheit am Laufen zu halten.

Die Vergangenheit ist das Problem

Die Anpassung der Modelle an die Klimageschichte ist schwierig, weil die Klimageschichte nur schlecht dokumentiert oder unbekannt ist.

Es gibt wissenschaftliche Gruppen, die sich darauf spezialisiert haben, den riesigen Fundus der vergangenen Klimageschichte zu untersuchen und zusammenzufassen. Ihre Zusammenfassungen „verbessern“ die Originaldaten in einer Weise, die immer die globale Erwärmungskatastrophe zu unterstützen scheint. Die Website realclimatescience.com ist darauf spezialisiert, diese Manipulationen der Klimageschichte aufzudecken.

Da so viel von der Klimageschichte unbekannt ist, erfinden die Modellierer die fehlende Geschichte. Jedem Modellierungsteam steht es frei, die Geschichte zu erfinden, die in seine Darstellung passt. Es wäre sehr verwunderlich, wenn die Modellierer ihr erfundenes Klima nicht manipulieren würden, damit sich ihre Modelle besser verhalten.

Wissenschaftler werden immer gewarnt, sich nicht in eine Theorie oder Methode zu verlieben. Wenn sie das tun, verlieren sie ihre Objektivität. Fakten, die ihre vorgefassten Meinungen unterstützen, werden gefeiert, Fakten, die ihre Liebe in Frage stellen, werden ignoriert oder vergessen. Aber wenn man Jahre oder Jahrzehnte mit einer Modellierungsmethode verheiratet ist, wird eine Scheidung immer unwahrscheinlicher.

Die NAS kommt ins Spiel

Die Nationale Akademie der Wissenschaften (National Academy of Sciences NAS) in Washington, DC, bezeichnet sich selbst als wissenschaftlicher Berater der Regierung.

Ihr Rat hat einige Gemeinsamkeiten.

Sie kritisieren nie das wissenschaftliche Establishment. Außerdem werben sie immer dafür, mehr Geld für die Wissenschaft auszugeben. Wie die Lehrergewerkschaften geben sie vor, das Gemeinwohl zu unterstützen, fördern aber in Wirklichkeit die besonderen Interessen ihrer Wählerschaft.

Die NAS sponserte einen Bericht über die Zukunft der Klimamodellierung.

Sie sah offenbar nichts Falsches daran, den Studienausschuss mit professionellen Klimamodellierern zu besetzen. Der Bericht sprach sich für mehr Geld für Klimamodellierer aus und drängte darauf, professionelle PR-Leute einzustellen, um die Ergebnisse der Öffentlichkeit zu präsentieren.

„100 Prozent Schrott-Wissenschaft“

Die angebliche Klimakatastrophe, die uns bevorsteht, ist zu 100 Prozent wissenschaftlicher Schrott.

Der jüngste Klimawandel ist weder historisch beispiellos noch außergewöhnlich, und auch die gemessenen Klimatrends zeigen keine langfristige Verschlechterung.

Sollte der unwahrscheinliche Fall eintreten, dass eine Klimakatastrophe eintritt, wird es Zufall sein, dass sie von Klimawissenschaftlern vorhergesagt wurde.

Norman Rogers is the author of the book Dumb Energy, about wind and solar energy. He is on the board of the CO2 Coalition.

This commentary is a modified version of a commentary first published by the American Thinker.

Link: https://heartlanddailynews.com/2022/01/the-profound-junk-science-of-climate/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE