Solar-Aktualisierung September 2021

David Archibald

Die Temperatur auf unserem Planeten erreichte 2016 ihren Höchststand und ist seitdem stetig gesunken. Sie befindet sich in einem 0,5 °C breiten Kanal mit einer Steigung von -0,03 °C pro Jahr. Laut der Arbeit von Dr. Roy Spencer hatte sich die Atmosphäre um 0,013 °C pro Jahr erwärmt. Wenn der festgestellte Abkühlungstrend anhält, wird es nur noch ein weiteres Jahrzehnt dauern, bis die Temperaturen der frühen 1980er Jahre wieder erreicht sind. Da der Abkühlungstrend feststeht stellt sich die Frage: Kann die unmittelbare Ursache in der Sonnenaufzeichnung gefunden werden?

[Hervorhebung vom Übersetzer]

Abbildung 1: globale Temperatur-Anomalie des NCDC* 1979 bis 2021

[*NCDC = National Climatic Data Center]

Seit Mitte der 1980er Jahre befand sich die atmosphärische Temperatur in einem 0,75°C breiten Aufwärtskurs, dessen Grenzen durch die violetten Linien dargestellt sind. Es handelte sich um einen stetigen Aufwärtstrend, wobei die untere Begrenzungslinie innerhalb von 30 Jahren viermal berührt wurde. Auch der aktuelle Abwärtstrend hat seine untere Begrenzung durch vier Datenpunkte definiert.

Abbildung 2: Per Gerichtsurteil wurde ein Klima-Notstand erlassen

Der dunklere Blauton bezieht sich auf die nationale Ebene. Der größte Teil Europas hat den Klimanotstand ausgerufen, was durchaus angemessen ist, da ein kalter Winter vorhergesagt wird, der mit wucherischen Strompreisen und möglichen Stromausfällen aufgrund von Erdgasmangel einhergehen wird. Für die degenerierten [!] Europäer könnten die Bedingungen eine Herausforderung sein. Das Gute am Klimanotstand ist, dass die Sprache sowohl die Abkühlung als auch die gefürchtete Erwärmung umfasst, so dass der Klimanotstand nicht aufgehoben werden muss, egal wie kalt es wird.

Abbildung 3: Meeresspiegel bei Fort Denison, Sydney 1914 bis 2021

Sydney, Australien, hat im Juni 2019 den Klimanotstand ausgerufen und harrt tapfer seines Schicksals durch den steigenden Meeresspiegel. Tatsächlich hat der Meeresspiegel in Sydney einen Anstieg von 4 mm pro Jahr in einer Bandbreite von 220 mm festgestellt, der den Meeresspiegel auf den Stand von vor über hundert Jahren zurückgebracht hat.

Abbildung 4: F10.7-Fluss und Oulu Neutronenzahl 1964 bis 2021

Dies ist der erste Hinweis darauf, dass die Sonne den Abkühlungstrend verursacht. Die Bedeutung der Neutronenzahl liegt darin, dass Neutronen Keimstellen für Wolkentröpfchen liefern. Ein Teil der Atmosphäre ist ausreichend mit Wasser gesättigt, damit sich Wolken bilden können, aber es fehlt an Kondensationskernen für Wolkentröpfchen. Mit zunehmender Bewölkung erhöht sich die Albedo der Erde, und mehr Sonnenlicht wird in den Weltraum reflektiert. Die Lücke, die sich zwischen dem F10.7-Fluss und der Neutronenzahl am Ende der modernen Warmzeit gebildet hat, hat sich vergrößert. Wenn diese Vergrößerung anhält, wird dieser Trend signifikant werden.

Abbildung 5: gegenwärtiger Neigungswinkel der Heliosphären-Strömung [Heliospheric current sheet tilt angle]

Diese hier eingefügte Graphik soll die relative Länge der solaren Zyklen zeigen.

Abbildung 6: F10.7-Fluss für die Sonnenzyklen 19 bis 25, ausgerichtet auf den Monat des Minimums

Bislang folgt der Sonnenzyklus 25 exakt dem Sonnenzyklus 24 bis zu diesem Punkt.

Abbildung 7: F10.7-Fluss und Ap-Index 1964 bis 2021

Der Ap-Index, ein geomagnetischer Index, korreliert nicht sher gut mit dem solaren Zyklus. Die abrupte Abnahme im Jahre 2006 markiert jedoch das Ende der Modernen Warmperiode, was auch in anderen Datensätzen hervortritt.

Abbildung 8: Der aa-Index 1868 bis 2020

Vor dem Ap-Index gab es den aa-Index, dessen Daten bis ins Jahr 1868 zurückreichen. Die moderne Warmzeit zeichnet sich durch eine höhere Aktivität des aa-Index aus. Seit dem Ende der modernen Warmzeit liegt der aa-Index im Durchschnitt bei 14,6, was dem Durchschnitt der letzten Jahrzehnte der kleinen Eiszeit sehr ähnlich ist. Dies dürfte auch der langfristige Zustand der Sonne sein.

Abbildung 9: Kumulativer aa-Index

In dieser Graphik kam ein Verfahren zur Anwendung, um langfristige Wendepunkte zu finden. Sie zeigt, dass die Moderne Warmzeit im Jahre 1993 begonnen hat und im Jahre 2006 zu Ende gegangen ist.

Abbildung 10: Interplanetarisches Magnetfeld

Er ähnelt dem Ap-Index insofern, als er eine flache Periode während der Abkühlung in den 1970er Jahren des Sonnenzyklus‘ 20 zeigt, nicht den für einen Sonnenzyklus typischen Anstieg, und eine offensichtliche Untergrenze der Aktivität während der modernen Warmzeit, die 2006 durchbrochen wurde. Eine interessante Entwicklung besteht darin, dass das interplanetare Magnetfeld seit dem solaren Minimum bestenfalls flach ist.

Abbildung 11: Sonnenflecken-Gebiet pro solarer Hemisphäre 1874 bis 2021

Auch diese Graphik zeigt, dass die Sonnenaktivität zu dem Niveau zurückgekehrt ist, wie es am Ende der Kleinen Eiszeit herrschte.

Abbildung 12: Sonnenflecken-Gebiet pro solarer Hemisphäre 1985 bis 2021

Die Aufschlüsselung der Sonnenaktivität nach Hemisphären zeigt, dass die Sonnenaktivität geordneter ist, als es die Summe der Hemisphären vermuten lässt. Die Spitzenwerte der letzten drei Zyklen sind nach Hemisphären ausgerichtet, was wahrscheinlich darauf zurückzuführen ist, dass sich die großen Gasplaneten über oder unter die Ebene des Sonnensystems begeben. Auf der südlichen Hemisphäre wurde der Höhepunkt zweieinhalb Jahre nach der nördlichen Hemisphäre erreicht.

Abbildung 13: Sonnenflecken-Gebiet pro Hemisphäre 1874 bis 1924

Der stetige Rückgang der Sonnenaktivität pro Hemisphäre während der letzten drei Zyklen ist kein einmaliges Ereignis. Ein ähnlicher Aktivitäts-Trend war auf der Südhemisphäre bereits Ende des 19. Jahrhunderts aufgetreten.

Abbildung 14: Hemisphärisches Sonnenflecken-Gebiet und F10.7-Fluss

Die Sonnenfleckenfläche entspricht dem F10.7-Flux. Wenn man also einen F10.7-Fluss hat, ist die Sonnenfleckenzahl überflüssig.

Dies ist die 10Be-Aufzeichnung aus dem Bohrloch Dye 3 auf dem grönländischen Eisschild, welches in den Jahren 1979 – 1981 gebohrt wurde. Ähnlich wie bei der Neutronenzählung gilt: Je niedriger die Zahl, desto stärker ist die Sonnenaktivität, die die galaktische kosmische Strahlung von den inneren Planeten des Sonnensystems antreibt. Die Daten zeigen, wie ungewöhnlich die Moderne Warmzeit war und wohin wir jetzt zurückkehren werden.

Abbildung 16: Druck des Sonnenwindes 1967 bis 2021

Dieser scheint von irgendwelchen Prozessen tiefer im inneren der Sonne getrieben und überlagert den Sonnenzyklus.

Abbildung 17: Oulu-Neutronenzahl 1964 bis 2021

Dies ist die Umkehrung des Sonnenzyklus‘ – die Spitzenwerte entsprechen den solaren Minima. Während der modernen Warmzeit schien es eine Obergrenze der Aktivität zu geben. Diese wurde mit dem Übergang zu einer neuen Phase der Aktivität durchbrochen. Vielversprechend ist, dass sich im 24/25-Minimum ein sehr breites Tal entwickeln könnte. Wenn dies der Fall ist, wird darauf eine anhaltende Abkühlung folgen.

Abbildung 18: Oulu-Neutronenzahl im Monat des Sonnenminimums

Diese Abbildung zeigt, dass der derzeitige Abkühlungstrend mit einer Neutronenzahl von über 6500 im Jahr 2016 in Oulu begann oder zusammenfiel. Die Daten der letzten Monate (dickere orangefarbene Linie) zeigen, dass sich die Zahl weiterhin sabwärts bewegt.

Abbildung 19: Dichte-Verhältnis von Alpha/Protonen

Diese Abbildung zeigt auch einen flachen Trend während der Abkühlungsperiode in den 1970er Jahren, gefolgt von einem 40 Jahre andauernden Abwärtstrend der Aktivität. Welche solaren Prozesse auch immer die moderne Warmzeit und die milde Erwärmung, die wir alle in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts genossen haben, verursacht haben, sie nehmen ab und die Sonne kehrt zu ihrem normalen, kälteren Zustand zurück.

David Archibald is the author of American Gripen: The Solution to the F-35 Nightmare

Link: https://wattsupwiththat.com/2021/09/22/solar-update-september-2021/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Krise der Energiemärkte

Paul Homewood, NOT A LOT OF PEOPLE KNOW THAT

[Vorbemerkung des Übersetzers: Das hier Beschriebene gilt für UK, kann aber wohl 1 : 1 auf Deutschland und vielleicht die gesamte westliche Welt übertragen werden. Und: Jeden einzelnen Absatz in diesem Beitrag könnte man mit Fettdruck hervorheben! – Ende Vorbemerkung]

Auf den europäischen und britischen Strommärkten haben in diesem Monat die Alarmglocken geläutet, da die Strompreise auf Rekordniveau gestiegen sind. Hier sind die aktuellen Preise dreimal so hoch wie vor einem Jahr, und auf den europäischen Märkten ist das Gleiche zu beobachten – ein Zeichen für eine ernsthafte Instabilität der europäischen Netze.

Der unmittelbare Auslöser waren die niedrigen Windgeschwindigkeiten in weiten Teilen Europas während der letzten Wochen, was eine geringere Windkraftleistung zur Folge hatte. Dies hat zu einer Verknappung des Stroms im Netz und infolgedessen zu einem Anstieg der Preise geführt. So etwas kommt gelegentlich im Winter vor, wenn die Nachfrage hoch ist, ist aber in den Sommermonaten nicht zu beobachten, was darauf hindeutet, dass etwas gewaltig schief läuft.

Aber dieses Problem ist keine einmalige Angelegenheit. Es ist viel tiefgreifender und hat sich über Jahre hinweg aufgebaut. Die Großhandelsstrompreise im Vereinigten Königreich haben sich seit dieser Zeit im letzten Jahr verdoppelt. Es gibt viele Faktoren, darunter die steigende Nachfrage nach Erdgas aus den asiatischen Ländern, die ihre Wirtschaft wieder aufbauen. Normalerweise würde dies Anreize für eine höhere Gasproduktion schaffen, doch wurde dies in den letzten Jahren in Europa und anscheinend jetzt auch in den USA unterbunden.

Doch die meisten Probleme auf den Strommärkten sind selbst verschuldet. Der wohl größte Faktor in diesem Jahr war die Verdoppelung der EU-Kohlenstoffpreise, die von der EU bewusst herbeigeführt wurde, um fossile Brennstoffe zugunsten erneuerbarer Energien aus dem Mix zu drängen. Die britischen Kohlenstoffpreise sind diesem Beispiel gefolgt.

Da Kohle den größten Kohlendioxid-Fußabdruck hat, hat dies die Umstellung der Stromerzeugung von Kohle auf das teurere Gas begünstigt und damit die Nachfrage nach Erdgas erhöht, das ohnehin knapp ist. Sowohl Kohle- als auch Gaserzeuger müssen diesen Kohlenstoffpreis zahlen, was ihre Kosten und damit die Preise noch weiter in die Höhe treibt.

Hinzu kommen die jährlichen Kosten für die Subventionierung erneuerbarer Energien in Höhe von 12 Milliarden Pfund, die derzeit auf alle unsere Stromrechnungen aufgeschlagen werden, was einem Betrag von 440 Pfund pro Haushalt entspricht.

In der Zwischenzeit wurden sowohl hier als auch in Europa große Teile der zuverlässigen, abschaltbaren Stromerzeugung stillgelegt. Im Vereinigten Königreich zum Beispiel ist die Stromerzeugungskapazität aus Kohle und Öl in den letzten zehn Jahren von 29 GW auf nur noch 6 GW gesunken. Zum Vergleich: Der Spitzenbedarf im Vereinigten Königreich liegt bei etwa 50 GW, so dass wir die Hälfte davon verloren haben und unsere Reserven bedrohlich niedrig sind. Die verbleibenden 5 GW an Kohlekraft werden in drei Jahren ebenfalls verschwunden sein.

Der Plan der aufeinanderfolgenden Regierungen war, dass neue Gaskraftwerke gebaut werden sollten, um die Lücke zu schließen, aber das ist nicht geschehen. Die Gaskraftwerkskapazität ist heute nicht höher als im Jahr 2010. Aufgrund der unverschämten Subventionen für erneuerbare Energien und der steigenden Kohlenstoffpreise sind neue Gaskraftwerke einfach nicht wirtschaftlich. Wir haben immer noch 35 GW an Gaskapazität, genauso viel wie vor zehn Jahren, aber ein Großteil davon sind alte Anlagen, die im nächsten Jahrzehnt stillgelegt werden sollen, und es gibt kaum Anzeichen dafür, dass sie ersetzt werden.

Die Situation in Europa ist ähnlich und wird durch die erzwungene Abschaltung aller Kernkraftwerke in Deutschland im nächsten Jahr noch verschärft, wo sie immer noch ein Zehntel des Stroms liefern. Auch Frankreich plant den Ausstieg aus der Kernenergie.

Und das alles zu einer Zeit, in der die Stromnachfrage aufgrund der erzwungenen Umstellung auf Elektroautos und Wärmepumpen stark ansteigen wird.

Es gibt den unvermeidlichen Ruf, dieses Problem mit noch mehr intermittierender erneuerbarer Energie zu lösen, aber das kann das Stromsystem nur noch instabiler machen.
Und wie will Großbritannien mit dieser Krise fertig werden? Man setzt auf Verbindungsleitungen, um Strom aus Europa zu importieren!

Die Zukunftsszenarien des National Grid gehen von einer Verbindungskapazität von bis zu 25 GW aus, was einem russischen Roulette für unsere Energiesicherheit gleichkommt. Wie wir in diesem Monat gesehen haben, ist der Rest Nordeuropas in der Regel auch betroffen, wenn es uns an Windenergie mangelt.

Welche Garantien gibt es denn, dass beispielsweise Frankreich den Export seiner Energie zulässt, wenn es selbst zu wenig davon hat? In der Tat hat Irland letzte Woche die Moyle-Verbindungsleitung nach Großbritannien abgeschaltet, die gebaut wurde, um überschüssigen irischen Windstrom zu exportieren. Der Grund? Auch dort herrschte Strommangel!

Zu allem Überfluss wurde gerade die 2-GW-Verbindungsleitung zwischen Großbritannien und Frankreich durch ein Feuer beschädigt und wird voraussichtlich bis März nächsten Jahres außer Betrieb sein.

Russisches Roulette mit einer voll geladenen Pistole wäre vielleicht eine bessere Beschreibung!

Link: https://wattsupwiththat.com/2021/09/18/power-markets-in-crisis/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Die Unmöglichkeit des 1,5°C-Zieles

Paul Homewood, NOT A LOT OF PEOPLE KNOW THAT

Bekanntlich wurde im Pariser Abkommen das Ziel einer Erwärmung um 2 °C gegenüber dem vorindustriellen Niveau festgelegt, aber die Vertragsparteien einigten sich darauf, die Bemühungen zur Begrenzung des Temperaturanstiegs auf 1,5 °C fortzusetzen. Dies waren natürlich nur „Wünsche“, und das Abkommen enthielt nichts Substanzielles, um eines dieser Ziele zu erreichen.

Nichtsdestotrotz wird die bevorstehende COP26 zunehmend als eine Gelegenheit dargestellt, die globale Erwärmung von 2 °C auf 1,5 °C zu begrenzen. Selbst wenn man die Grundprämisse der Treibhausgase akzeptiert, ist dies Unsinn. Wie bereits erwähnt, implizieren die in Paris gemachten nationalen Zusagen, dass die Emissionen bis 2030 weiter rapide ansteigen werden, was bedeutet, dass selbst 2°C nicht erreichbar sind. Nun zeigt eine neue Veröffentlichung in Nature, wie weit und wie schnell die Emissionen gesenkt werden müssten, um das 1,5°C-Ziel zu erreichen:

Im Jahr 2019 betrugen die Emissionen 34 Gt CO2, was der Welt weitere dreizehn Jahre mit einem Budget von 460 Gt beschert. Wenn die Emissionen weiterhin so ansteigen wie seit Paris, wird sich diese Zahl auf vielleicht nur zehn Jahre reduzieren.

Selbst die Industrieländer, auf die nur ein Drittel des gesamten Kohlendioxids entfällt, dürften in den nächsten zehn Jahren kaum mehr als 10 % einsparen, so dass die Einhaltung des 1,5°C-Ziels nach 2030 praktisch Null-Emissionen bedeuten würde – eine absurde Vorstellung.

Die Einhaltung dieses Kohlenstoffbudgets würde eine Halbierung der globalen Emissionen in diesem Jahrzehnt und eine weitere Halbierung in den 2030er Jahren erfordern. Das ist einfach nicht möglich.

Aber das wird nicht verhindern, dass der Mythos des 1,5°C-Ziels am Leben erhalten wird.

Ich prophezeie, dass die COP26 in letzter Minute eine „Rettung des Planeten“-Vereinbarung vorlegen wird, genau wie in Kopenhagen und Paris, die natürlich nichts dergleichen sein wird. Stattdessen wird es eine Nebelkerze sein, um das völlige Scheitern des ganzen Spektakels zu kaschieren.

Ich gehe davon aus, dass China einige kleinere Zugeständnisse machen wird, die sich wahrscheinlich auf die Kohlenstoffintensität beziehen, aber absolut keine Verpflichtung zur Reduzierung der Emissionen in diesem Jahrzehnt eingehen wird. Indien wird sogar noch weniger anbieten, wahrscheinlich nur einige zusätzliche Zusagen zu erneuerbaren Energien, die an Hunderte von Milliarden mehr an Klimahilfe gebunden sind. Alle werden sich auf die Schulter klopfen. Und in fünf Jahren wird der absurde Matt McGrath wieder einmal warnen, dass wir nur noch x Wochen haben, um den Planeten zu retten.

Seien Sie gewarnt. Man wird uns sagen, dass sich die Welt endlich verpflichtet hat, den Temperaturanstieg unter 1,5 °C zu halten, und dass wir deshalb unseren Teil dazu beitragen müssen, indem wir unsere Wirtschaft zerstören. In der Zwischenzeit werden China, Indien und der Rest der Entwicklungsländer trotzdem weitermachen.

Die gleiche Lüge wurde uns 2015 erzählt. Fallen Sie nicht wieder darauf herein.

Link: https://wattsupwiththat.com/2021/09/19/the-impossibility-of-the-1-5c-target/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Der Treibhauseffekt: Eine Zusammenfassung von Wijngaarden und Happer

Andy May

Der Begriff „Treibhauseffekt“, oft abgekürzt als „GHE“, ist sehr zweideutig. Er bezieht sich auf die Oberflächentemperatur der Erde und wurde nie beobachtet oder gemessen, sondern nur modelliert. Erschwerend kommt hinzu, dass es zahlreiche mögliche Komponenten gibt und die relativen Beiträge der möglichen Komponenten unbekannt sind. Grundlegende physikalische Überlegungen legen nahe, dass die Erdoberfläche wärmer ist, als sie es bei einer transparenten Atmosphäre wäre, d. h. ohne Treibhausgase, Wolken oder Ozeane. Wenn wir davon ausgehen, dass die Erde ein Schwarzer Körper ist, und dann die reflektierte Sonnenenergie von den hypothetisch nicht vorhandenen Wolken, der Atmosphäre, dem Land, dem Eis und den Ozeanen abziehen, können wir eine Oberflächentemperatur von 254 K oder -19°C berechnen. Die tatsächliche Durchschnittstemperatur liegt heute bei 288,7 K oder etwa 15,5 °C. Diese modellierte Differenz von 35 °C wird oft als allgemeiner Treibhauseffekt bezeichnet.

Ein Schwarzer Körper wird in der Regel als ein vollkommen schwarzer Hohlraum definiert, der auf einer konstanten Temperatur gehalten wird. Die gesamte Energie, die in den Hohlraum eindringt, wird von den Wänden des Hohlraums absorbiert, und sie geben genau die gleiche Energiemenge ab, aber die Wellenlänge der emittierten Strahlung ist nicht die gleiche wie die eingefangene Energie. Stattdessen hat die emittierte Strahlung eine Wellenlänge, die durch die konstant gehaltene Temperatur des Hohlraums bestimmt wird. Bei der Erde ist das nicht der Fall. Sie ist nicht schwarz, und sowohl die Atmosphäre als auch die Ozeane absorbieren die Sonnenenergie und verteilen sie um, wobei die absorbierte Energie oft lange Zeit, sogar Jahrhunderte oder Jahrtausende, zirkuliert, bevor sie wieder abgestrahlt wird. Ein Schwarzer Körper absorbiert und emittiert Energie mit einer Verzögerung von weniger als einer Sekunde. Die Oberflächentemperatur der Erde ist nicht konstant, wie die Temperatur eines Schwarzen Körpers, sondern schwankt stark je nach Breitengrad, Höhe, Jahreszeit und/oder Meerestiefe. Der Mond hat eine berechnete Schwarzkörpertemperatur von 270 K, keine Atmosphäre oder Ozeane und eine Durchschnittstemperatur am Äquator und in den mittleren Breiten von etwa 236 K, so dass selbst der Mond kein idealer Schwarzkörper ist.

Ein unbekannter Teil des gesamten GHE ist wahrscheinlich auf atmosphärische Treibhausgase (THG) zurückzuführen. Dazu gehören CO2, H2O, CH4, N2O und O3. Dr. William Wijngaarden und Dr. Will Happer untersuchen den wahrscheinlichen Einfluss dieser Treibhausgase anhand der HITRAN-Datenbank für molekulare Transmission und Absorption, die an der Harvard University unterhalten wird (Wijngaarden & Happer, 2020). Wir besprechen die wichtige Arbeit von Wijngaarden und Happer in diesem Beitrag und bezeichnen sie als W&H. HITRAN steht für high-resolution transmission molecular absorption. Die Datenbank stellt spektroskopische Parameter zusammen, die Computerprogrammierer verwenden können, um die Transmission und Emission von Licht in der Atmosphäre zu modellieren. W&H verwenden die Datenbank zur Modellierung eines hypothetischen Temperatur- und Treibhausgasprofils in den mittleren Breitengraden, um eine repräsentative Klimaempfindlichkeit für eine Verdopplung der Gase abzuleiten. Wir haben bereits über den GHE geschrieben und werden in diesem Beitrag, der sich hauptsächlich mit dem W&H-Modell befasst, nicht dasselbe Thema behandeln.

Dr. Clive Best untersuchte ebenfalls die HITRAN-Datenbank, allerdings nur für CO2 (Best, 2013). Best untersuchte auch die Auswirkung der Schwerkraft oder des Luftdrucks auf die Oberflächentemperatur der Erde und kam zu dem Schluss, dass sie etwas zum gesamten Treibhauseffekt beitragen müssen, war aber nicht in der Lage, den Betrag zu modellieren. Nach dem zweiten Hauptsatz der Thermodynamik erreicht eine thermisch isolierte Atmosphäre über ihre gesamte Höhe eine konstante Temperatur, wenn die Entropie konstant bleibt. Die Schwerkraft bündelt jedoch die Luftmoleküle in der Nähe der Oberfläche und verringert ihre Entropie, wodurch die Temperatur steigt. Wenn die Temperatur steigt, nehmen die Strahlungsemissionen der Treibhausgase zu, was die Entropie erhöht. Der Gesamtanteil der Erwärmung der Erdoberfläche aufgrund von Treibhausgasen und der durch die Schwerkraft verursachten Erwärmung bleibt unbekannt.

Was die Erwärmung der letzten 120 Jahre betrifft, so hat sich die Schwerkraft nicht verändert. Allerdings hat das der Atmosphäre zugeführte CO2 den Oberflächendruck leicht erhöht, da CO2 50% dichter als trockene Luft ist. Messungen deuten darauf hin, dass der gesamte Wasserdampf in der Atmosphäre leicht abgenommen hat, aber diese Messungen sind aufgrund der Qualität der verwendeten Instrumente umstritten. Wasserdampf hat eine um 40 % geringere Dichte als trockene Luft, so dass nicht bekannt ist, inwieweit sich der Luftdruck an der Oberfläche aufgrund der Unterschiede zwischen diesen beiden wichtigen Molekülen verändert hat.

In diesem Beitrag werden wir die Auswirkungen der Schwerkraft und des Luftdrucks an der Oberfläche ignorieren, obwohl die Schwerkraft die Sonne veranlasst, Wasserstoff zu Helium zu fusionieren und das Sonnenlicht auszusenden, das unseren Planeten erwärmt. Der Versuch, herauszufinden, wie viel die Schwerkraft zum gesamten GHE und zur jüngsten Erwärmung beiträgt, bereitet mir nur Kopfschmerzen und führt zu wütenden Diskussionen in den Kommentaren. Der Grund für die heftigen Diskussionen und meine Kopfschmerzen ist, dass es sich um ein kompliziertes thermodynamisches Argument handelt und niemand die Thermodynamik wirklich versteht. Also erkennen wir einfach an, dass es eine gewisse Auswirkung auf die Gesamt-GHE haben muss, und lassen es dabei bewenden.

Da die Erdatmosphäre für den größten Teil der Sonnenstrahlung durchlässig ist und die Erdoberfläche undurchsichtig ist, absorbiert die Oberfläche doppelt so viel Strahlung wie die Atmosphäre. Nach den Gesetzen der Thermodynamik muss ein Planet so viel Strahlung aussenden, wie er empfängt. Die Temperatur der Erde bestimmt die Art der Strahlung, die sie abgibt, und sie strahlt hauptsächlich im thermischen Infrarot. Der Bereich der abgestrahlten Frequenzen ist in Abbildung 1 als Wellenzahl mit der Einheit 1/cm dargestellt:

Sowohl die Frequenz als auch die von den Molekülen abgestrahlte Leistung werden durch die Temperatur des Moleküls bestimmt. Wenn die Atmosphäre in Abbildung 1 transparent ist und keine infrarot-absorbierenden Moleküle wie CO2 enthält, würde das Emissionsspektrum bei 288,7 K wie die blaue Kurve aussehen. Die y-Achse in Abbildung 1 ist der spektrale Fluss oder die Energiemenge, die pro Frequenzeinheit durch den oberen Teil der Atmosphäre hindurchgeht; in diesem Fall wird die Frequenz als Wellenzahl oder die Anzahl der Wellen pro cm ausgedrückt. Mathematisch gesehen ist ѵ (Frequenz) der Kehrwert der Wellenlänge.

Eine vollkommen transparente Atmosphäre würde die gesamte von der Oberfläche abgestrahlte Energie entsprechend der blauen Linie in Abbildung 1 abstrahlen. Alle aufgezeichneten Kurven überlagern sich im atmosphärischen Fenster („Atm-Fenster“) von 824 bis 975 cm-1. In diesem Fenster kann die Oberflächenstrahlung direkt in den Weltraum gelangen, daher ist es mit 0 km gekennzeichnet. Das bedeutet, dass die (aus dem spektralen Fluss ermittelte) Emissionstemperatur die modellierte Oberflächentemperatur von 288,7 K oder 15,5 °C widerspiegelt. Andere Beispiele für Abweichungen von der idealen blauen Planck-Helligkeitskurve sind mit der ungefähren Höhe der Emissionen, basierend auf ihrer Helligkeitstemperatur, gekennzeichnet. An diesen Orten kann die Atmosphäre unterhalb dieser Höhen aufgrund der Kombination der modellierten Treibhausgase als undurchlässig für die Oberflächenstrahlung angesehen werden.

Die grüne Kurve ist das berechnete Spektrum bei Anwesenheit aller Treibhausgase in ihren derzeitigen Konzentrationen, mit Ausnahme von CO2. Die schwarze und die rote Linie sind die berechneten Energieströme für CO2-Konzentrationen von 400 ppm bzw. 800 ppm. Die Flächendifferenz zwischen der grünen Linie und der schwarzen Linie ist repräsentativ für die CO2-bedingte Erwärmung von Null CO2 bis zur heutigen Konzentration von 400 ppm. Der Flächenunterschied zwischen 400 und 800 ppm ist viel kleiner und führt zu einer viel geringeren Erwärmung.

Die markierte Höhe von 84,8 km in der Mitte der CO2-bedingten Einkerbung in der Energiekurve bedeutet, dass die Emissionen in diesem Frequenzbereich, etwa 609 bis 800 cm-1, aus dieser Höhe stammen. Unterhalb dieser Höhe blockiert CO2 die Strahlung bei diesen Frequenzen. In diesem kritischen CO2-Bereich des Spektrums ist das CO2 gesättigt und kann keine Strahlung mehr blockieren. 84,8 km ist fast der höchste Punkt der Atmosphäre, sehr hoch in der Mesosphäre.

Wenn sich die CO2-Konzentration im Vergleich zu heute verdoppelt, steigt das Niveau der Strahlungsemission in der Troposphäre nach oben. Auf dem Weg nach oben sinkt die Emissionstemperatur, so dass die Menge der emittierten Energie abnimmt. Da die in den Weltraum abgestrahlte Energie geringer ist, muss sich die Erdoberfläche erwärmen.

In höheren Lagen, in der mittleren Stratosphäre, beginnt die Temperatur jedoch mit der Höhe zu steigen. Die Erwärmung ist auf eine Zunahme des Ozons (O3) zurückzuführen, wie die gestrichelte rote Linie in der rechten Grafik von Abbildung 2 zeigt. Das bedeutet, dass mit zunehmender Höhe der Emission mehr Energie ausgestrahlt wird. Dies führt zu einer Abkühlung, und wir sehen diesen Effekt am unteren Ende der CO2-Kerbe in Abbildung 1. Die rote und die schwarze Kurve kehren ihre Positionen um, und das Hinzufügen von CO2 bewirkt eine Abkühlung. Der Grund dafür ist in Abbildung 2 dargestellt:

Die linke Grafik in Abbildung 2 zeigt das für das W&H-Modell verwendete atmosphärische Temperaturprofil. In der realen Welt variiert das Temperaturprofil stark von Ort zu Ort und mit der Zeit, insbesondere in der Troposphäre, aber W&H verwenden für ihr Modell einen einzigen Satz von Werten, die für die „Standardatmosphäre“ in den mittleren Breiten repräsentativ sind.

Oberhalb der Tropopause gibt es nur sehr wenig H2O, und auch N2O und CH4, die in der Troposphäre bereits zu den kleineren Treibhausgasen gehören, nehmen ab. In der Stratosphäre dominiert die Erwärmung durch Ozon (O3) und die Temperatur steigt an, bis die Mesosphäre erreicht wird, wo Ozon rasch abnimmt und die Abkühlung durch CO2 zu dominieren beginnt. Am oberen Ende der Mesosphäre, in etwa 86 km Höhe, sind die Änderungen des Energieflusses vernachlässigbar, weshalb W&H diesen Bereich als den oberen Rand der Atmosphäre oder TOA bezeichnen.

Oberhalb der Tropopause ist die Konvektion minimal, aber in der Troposphäre ist sie das wichtigste Mittel zur Wärmeübertragung. Wie Abbildung 1 zeigt, ist die untere Troposphäre (unterhalb von 2,8 km) mit Ausnahme des atmosphärischen Fensters für die langwellige (Infrarot-)Strahlung der Erde undurchlässig. Durch die Verdunstung von Wasser wird der größte Teil der von der Oberfläche abgegebenen Wärmeenergie als latente Wärme in höhere Lagen transportiert, wo sie von der Erde weggestrahlt werden kann. Die von kondensierendem Wasserdampf freigesetzte Wärmeenergie beginnt an der Basis von tiefliegenden Wolken und setzt sich in der gesamten Wolke fort. Wolken sind ein sehr wichtiger Bestandteil des Kühlsystems der Erde, können aber nicht modelliert werden, so dass sie im W&H-Modell nicht berücksichtigt werden. Sie sind Teil der allgemeinen Zirkulationsmodelle (GCMs) des IPCC, aber das IPCC geht von den Wolkenparametern und -auswirkungen aus und kann sie nicht berechnen. Der IPCC-Bericht AR6 räumt ein, dass „Wolken weiterhin den größten Beitrag zur Gesamtunsicherheit der Klima-Rückkopplungen leisten (hohes Vertrauen).“ (IPCC, 2021, S. TS-59). Wir teilen das hohe Vertrauen, dass Wolken die größte Unsicherheitsquelle bei der Berechnung der Auswirkungen des Menschen auf den Klimawandel sind.

Das W&H-Emissionsmodell ist ein Modell für den wolkenlosen Himmel und nur über den Wolken und in wolkenarmen Gebieten, wie den Polen und über Wüsten, genau. Ohne Wolken versuchen W&H, die Rückkopplung von Treibhausgasemissionen zu berücksichtigen. Sie untersuchten drei Fälle: eine feste relative Luftfeuchtigkeit mit einer konstanten troposphärischen Stauungsrate, eine feste relative Luftfeuchtigkeit mit einer variablen Stauungsrate und eine feste absolute Luftfeuchtigkeit. Die sich daraus ergebenden Klimasensitivitätswerte sind in Tabelle 1 aufgeführt:

Tabelle 1. Die von W&H modellierten Klimasensitivitätswerte für drei Szenarien.

W&H verglichen auch ihre Emissionsberechnungen für drei spezifische Gebiete, die Saharawüste, den Mittelmeerraum und die Antarktis. Der Vergleich ist in Abbildung 3 dargestellt:

Abbildung 3. Die W&H-Modelle auf der linken Seite, verglichen mit den Satellitenmessungen auf der rechten Seite. Die modellierten Werte sind den Messungen sehr ähnlich. Quelle: (Wijngaarden & Happer, 2020).

Die in Abbildung 3 dargestellten Intensitätswerte unterscheiden sich von den in Abbildung 1 angegebenen Werten des spektralen Flusses um 1/pi. Die Werte des spektralen Flusses sind die Energie, die eine Elevation in alle Richtungen durchläuft, die Werte in Abbildung 3 beziehen sich auf die von einem Satelliten gemessene Helligkeit oder Intensität. Der Unterschied liegt nur in den Einheiten, beide messen die Emissionen der Erde. Die roten Planck-Helligkeitskurven in den linken Diagrammen sind charakteristische Oberflächentemperaturen für die angegebenen Orte: 320 K (47 °C) für die Sahara-Wüste, 288,7 K (15,5 °C) für das Mittelmeer und 190 K (-83 °C) für die Antarktis. Beachten Sie, dass die CO2– und H2O-Emissionstemperaturen in der Antarktis wärmer sind als die Oberflächentemperaturen im atmosphärischen Fenster, was bedeutet, dass die Luft über dem Boden wärmer ist als der Boden und dass die Treibhausgase die Luft kühlen und nicht erwärmen.

Summary and Conclusions

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass W&H uns ein detailliertes und genaues Emissionsmodell zur Verfügung gestellt haben, das nur eine mäßige Erwärmung (2,2 bis 2,3°C) zeigt, einschließlich der wahrscheinlichen Rückkopplung von Wasserdampf, aber ohne die Rückkopplung aufgrund von Veränderungen der Bewölkung. Sowohl das Ausmaß als auch das Vorzeichen der Netto-Wolkenrückkopplung zur Oberflächenerwärmung sind unbekannt [in deutscher Übersetzung beim EIKE hier]. Lindzen hat gezeigt, dass sie in den Tropen wahrscheinlich negativ (kühlend) ist, aber außerhalb der Tropen weiß das niemand.

Die Rückkopplung von Wasserdampf auf die Oberflächenerwärmung ist ebenfalls sehr unklar, wie Ferenc Miskolczi (2014) schreibt:

„Solange die Erde über einen unbegrenzten Wasservorrat (in den Ozeanen) mit seinen drei Phasen in der Atmosphäre und zwei Phasen auf der Erdoberfläche verfügt, wird die Stabilität des planetarischen Klimas durch die Gleichungen [siehe Papier, Seite 19] gesteuert. Diese beiden Gleichungen regeln zusammen mit der Clausius-Clapeyron-Gleichung den Transfer der latenten Wärme durch die Grenzschicht so, dass der Nettobetrag das planetarische Strahlungsgleichgewicht aufrechterhält.“ (Miskolczi, 2014).

Miskolczi und andere haben herausgefunden, dass der Gesamtwasserdampf in der Atmosphäre in den letzten 70 Jahren zurückgegangen ist, obwohl dies in Frage gestellt wird. Die Arbeit von W&M zu den Strahlungsemissionen deutet darauf hin, dass die künftige Erwärmung aufgrund von Treibhausgasen bescheiden sein wird. Spekulationen über die Rückkopplung der Erwärmung durch Wolken und Veränderungen des Gesamtwasserdampfes sind genau das: Spekulationen.

Die Ergebnisse der Studie sind in Tabelle 2 zusammengefasst:

Tabelle 2 zeigt, dass die wichtigsten Treibhausgase CO2, H2O und O3 sind. Eine Verdopplung der Methan- oder N2O-Konzentration verändert den ausgehenden Antrieb um weniger als ein Prozent. Aufgrund der Eigenschaften von Wasserdampf ist es sehr unwahrscheinlich, dass sich seine atmosphärische Konzentration verdoppelt, aber selbst wenn dies der Fall wäre, würde dies den Antrieb in 11 km Höhe nur um acht Prozent erhöhen. Eine Verdopplung von CO2 erhöht den Antrieb in 11 km Höhe nur um vier Prozent.

Die kombinierten aktuellen Werte für den 11-km- und 86-km-Antrieb in der Tabelle sind aufgrund von Überschneidungen nicht die Summe der Einzelwerte. Aus dieser Tabelle geht eindeutig hervor, dass alle Treibhausgase gesättigt sind und eine Erhöhung der derzeitigen Konzentrationen kaum einen Unterschied machen wird. Eine Verdopplung des CO2 wird zu einer Abkühlung der Stratosphäre um etwa 10°C führen, aber die Veränderungen der Oberflächentemperaturen in diesem Modell liegen alle unter 2,3°C, wie in Tabelle 1 gezeigt wird. Dies ist viel weniger als der vom IPCC AR6 bevorzugte Wert von 3°C (IPCC, 2021, S. TS-57). In Anbetracht der Tatsache, dass der derzeitige Nettoeffekt der Wolken eine Abkühlung ist und es wahrscheinlich ist, dass der Gesamtwasserdampf in der Atmosphäre abnimmt oder gleich bleibt, deuten diese Ergebnisse darauf hin, dass wir uns in Bezug auf steigende Treibhausgase wenig Sorgen machen müssen.

Link: https://andymaypetrophysicist.com/2021/09/20/the-greenhouse-effect-a-summary-of-wijngaarden-and-happer/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




14. Tagung des ICCC warnt vor dem Great Reset der globalen Elitisten

H. Sterling Burnett

Das Heartland Institute veranstaltet im Oktober seine 14. Internationale Konferenz zum Klimawandel (ICCC-14) im Caesars Palace in Las Vegas, Nevada. (Besuchen Sie die Website der Konferenz hier.)

Das Thema der Veranstaltung lautet „The Great Reset: Klimarealismus vs. Klimasozialismus“. Das Programm ist eine Antwort auf das Bestreben internationaler Politiker, die vermeintlich existenzielle Bedrohung durch den Klimawandel auszunutzen, um die Menschen dazu zu bringen, „den Kapitalismus neu zu denken“, wie Klaus Schwab, Gründer und Vorstandsvorsitzender des Weltwirtschaftsforums, es ausdrückte. Wie in zahlreichen Dokumenten und Diskussionen beschrieben, ist es das Ziel derjenigen, die den Great Reset (GR) vorantreiben, den Sozialismus weltweit durchzusetzen, insbesondere bei der Energieerzeugung und -nutzung, die die Grundlage der modernen Welt bilden.

Der GR hat schon lange auf sich warten lassen. Er ist die jüngste Manifestation des Glaubens an wissenschaftliche Manager und nicht rechenschaftspflichtige Bürokraten aus dem 19. Jahrhundert, die nicht an demokratische Wahlzyklen oder an angeblich überholte Gesetze und die ausdrücklichen Wünsche der Menschen gebunden sind. Man geht davon aus, dass diese großartigen Menschen, wenn man ihnen nur freie Hand ließe, die Weltwirtschaft effektiver verwalten könnten, um die wahren Bedürfnisse des Volkes, so wie sie von den Eliten definiert werden, besser zu erfüllen, als es die Bürger tun können, wenn sie frei auf Märkten und durch Wahlen agieren.

Wie in vielen der mehr als 30 GR-Artikel auf der Stopping Socialism-Website des Heartland-Instituts gut beschrieben, war die Reaktion der Regierung auf die Coronavirus-Pandemie ein Testfall, eine Eröffnungssalve in dem Bemühen, die GR ganz und gar durchzusetzen. Die Eliten testeten, wie weit sie die Menschen treiben konnten, wie viel Freiheit sie beschlagnahmen konnten, bevor die Menschen anfingen, sich zu wehren. Anstatt die Krankheit aufzuspüren und die Erkrankten zu isolieren, wie es bei früheren Pandemien mit großem Erfolg getan worden war, sperrte die Regierung Menschen ein, die nicht krank waren, „zum Wohle aller“. Ein Anti-Einsperrungs-Aktivist sagte gegenüber Fox News: „Quarantäne ist, wenn man die Bewegungsfreiheit von Kranken einschränkt. Tyrannei ist, wenn man die Bewegungsfreiheit von gesunden Menschen einschränkt.“

Erschreckenderweise zeigte sich die große Mehrheit der Menschen bereit, Huxleys „Soma“-Pille zu schlucken und enorme Einschränkungen ihrer Grundrechte und Freiheiten hinzunehmen, solange die Regierung ihnen weiterhin Schecks ausstellt, die sie ernähren und ihnen ein Dach über dem Kopf bieten. Die Angst vor einer Krankheit veranlasste die Menschen, grundlegende Freiheiten gegen vermeintlich vorübergehende Sicherheit einzutauschen. Benjamin Franklin warnte vor diesem Tag, aber, um es mit den Worten des Folksängers Don McLean zu sagen: „Die Menschen haben damals nicht zugehört. Sie hören immer noch nicht zu. Vielleicht werden sie es nie.“

Wenn die GR eintritt, wird es für die Menschen zu spät sein, etwas dagegen zu unternehmen. Jeder Widerstand wird von den Schafsköpfen in den sozialen und den Mainstream-Medien gegeißelt werden. Die sozialen Medien werden die Konten derjenigen, die sich dagegen wehren, sperren und ihre Stimmen verstummen lassen.

Nach GR wird „Widerstand zwecklos sein“, um es mit den Borg aus Star Trek zu sagen.

Die meisten Menschen, die nach den 1950er Jahren geboren wurden, bevor die Eliten den Geschichtsunterricht an den Schulen unseres Landes einstellten, sind zumindest flüchtig mit der Abschiedsrede von Präsident Dwight D. Eisenhower vertraut. Eisenhowers Rede war zu Recht berühmt für seine Warnung vor der Bedrohung der Freiheit durch einen wachsenden „militärisch-industriellen Komplex“. Damals wie heute weniger beachtet, aber wohl noch vorausschauender war seine Warnung vor der Vereinnahmung der Wissenschaft durch staatliche Finanzierung und der Regierung durch eine Elite, die den Anspruch auf die wissenschaftliche Wahrheit erhebt.

Eisenhower schrieb:

„DIE AUSSICHT, dass die Wissenschaftler der Nation durch die Beschäftigung auf Bundesebene, die Zuteilung von Projekten und die Macht des Geldes beherrscht werden, ist allgegenwärtig und ernsthaft zu beachten.

Doch wenn wir die wissenschaftliche Forschung und Entdeckung respektieren, wie wir es tun sollten, müssen wir auch auf die gleiche und entgegengesetzte Gefahr achten, dass die öffentliche Politik selbst zur Gefangenen einer wissenschaftlich-technologischen Elite werden könnte.“

Der vielgepriesene „Green New Deal“, Bidens verschwenderischer Infrastrukturplan „Build Back Better“ und der groteske Haushaltsentwurf der Demokraten in Höhe von 3,5 Billionen Dollar sind inländische Anzahlungen auf die globale GR, also genau das, wovor Eisenhower gewarnt hat.

Das bringt uns zur ICCC-14 und zum Klimawandel. Politiker, Bürokraten, politisch verbundene Profiteure und Vetternwirtschaftler, Lobbyisten und aktivistische Wissenschaftler (die eher linken politischen Zielen oder ihren eigenen Finanzierungsinteressen als der wissenschaftlichen Methode verpflichtet sind) haben wiederholt erklärt, dass der Klimawandel „eine existenzielle Bedrohung für die menschliche Existenz darstellt“, „der Zusammenbruch der Zivilisation droht“, „katastrophale Folgen für das menschliche Leben haben wird“ und andere solche übertriebenen Behauptungen. Die GR ist ihre Antwort auf diese Bedrohung. Nur wenn wir den Eliten alle Hebel der Macht in die Hand geben, ungehindert von unbequemen Wahlen und ungehindert von wissenschaftlichen Untersuchungen oder reflektierendem Denken, können wir die Erde vor einer Erwärmung um 2 Grad bewahren, von der sie behaupten, dass sie unsägliches Leid und Unheil über Mensch und Umwelt bringen wird.

Die ICCC-14 wird organisiert, um diese Behauptungen zu widerlegen und zu zeigen, dass die selbsternannten Klimakaiser in Wirklichkeit keine Kleider haben; sie haben die Fakten nicht auf ihrer Seite. Rund 50 hochkarätige Experten aus den Bereichen Klimawissenschaft, Energiewirtschaft und öffentliche Politik werden ihre aktuellen Forschungsergebnisse zum Klimawandel und die wahrscheinlichen Auswirkungen der vorgeschlagenen Maßnahmen zu seiner Verhinderung vorstellen.

Die Konferenz beginnt mit einem Eröffnungsdinner am Freitag, dem 15. Oktober, und endet mit einer Vorführung des Films Climate Hustle 2, gefolgt von einem Empfang mit dem Filmemacher Marc Morano und anderen am Sonntag, dem 17. Oktober.

Die Konferenz wird es Wissenschaftlern ermöglichen, Ideen und Forschungsergebnisse auszutauschen, ohne die Zensur von Klimaaktivisten und Panikmachern in den Mainstream-Medien fürchten zu müssen, sagt James Taylor, Präsident des Heartland Institute.

„Die ICCC-14 bietet realistischen Wissenschaftlern die Möglichkeit, sich zu treffen, sich gegenseitig anzuregen, sich Mut zu machen und über aktuelle und künftige Forschungsarbeiten zu diskutieren“, sagte Taylor.

Zu den Hauptrednern gehören William Happer, Ph.D., emeritierter Professor am Fachbereich Physik der Princeton University und Gründungsmitglied der CO2-Koalition, Lord Christopher Monckton, ehemaliger Sonderberater der britischen Premierministerin Margaret Thatcher, und Patrick Moore, Ph.D., Mitbegründer von Greenpeace, der derzeit als Direktor der CO2-Koalition und Senior Fellow des Heartland Institute tätig ist.

Zu den weiteren Rednern der Konferenz gehören die Klimawissenschaftler Dr. Neil Frank, Dr. Madhav Khandekar und Dr. Willie Soon, die Wirtschaftswissenschaftler und Statistiker Dr. Ross McKitrick und Dr. Benjamin Zycher sowie die gemeinnützigen Anwälte für Arme und Minderheiten Dr. E. Calvin Beisner und Derrick Hollie.

Die Teilnehmer werden erfahren, dass die GR aus wissenschaftlicher Sicht unnötig und aus wirtschaftlicher und historischer Sicht gefährlich ist und mit ziemlicher Sicherheit weitaus größere Schäden verursachen wird als alle realistisch möglichen Auswirkungen des Klimawandels.

Vorgewarnt ist gewappnet [schwer übersetzbares Wortspiel: Forewarned is forearmed]. Jeder, der in der Lage sein will, falschen Behauptungen über die Ursachen und Folgen des Klimawandels und der GR fundiert zu widersprechen, sollte an der ICCC-14 teilnehmen.

Für diejenigen, die nicht an der Veranstaltung teilnehmen konnten oder eine zusätzliche Motivation für die Teilnahme brauchten, veranstaltete das Heartland Institute eine Reihe von Livestream-Events mit Rednern der ICCC-14, die eine Vorschau auf ihre Präsentationen gaben. Die Referenten, von der letzten bis zur ersten, waren Justin Danhof, Executive Vice President des National Center for Public Policy Research, der die Bedrohung durch wache Aktivisten und Investoren erörterte, die Hand in Hand mit Regierungsbeamten arbeiten, um alle Investitionen grün und sozial verantwortlich zu machen; Derrick Hollie, Präsident von Reaching America, der erörterte, wie die Energiepolitik von Präsident Joe Biden Minderheiten und Armen schadet; Klimawissenschaftler Patrick Michaels, Ph.D., der die große Kluft zwischen dem gemessenen Klimawandel und den simulierten Klimamodellprognosen diskutiert; Amy Oliver Cooke, CEO der John Locke Foundation, über die Frage, warum die Kernkraft in jede Diskussion über saubere Energien zur Bekämpfung des Klimawandels einbezogen werden sollte; Roy Spencer, Ph.D., leitender Wissenschaftler der University of Alabama-Huntsville, über das, was uns die Ozeane über den Klimawandel sagen; der Meteorologe Anthony Watts, der Daten präsentiert, die beweisen, dass der Klimawandel keinen Klimanotstand verursacht; der Autor und Filmemacher Marc Morano über sein neues BuchGreen Fraud: Why the Green New Deal Is Even Worse Than You Think (Warum der grüne New Deal noch schlimmer ist, als Sie denken) und der Wirtschaftswissenschaftler und Statistiker Kevin Dayaratna, Ph.D., über die unzähligen Möglichkeiten, warum die Berechnungen der sozialen Kosten des Kohlenstoffs fehlerhaft sind.

Wenn diese Präsentation Sie und andere nicht dazu bringt, nach mehr zu verlangen, dann weiß ich nicht, was es kann.

Es gibt einen letzten, einfachen Grund, warum der Große Reset eine furchtbare Idee ist, die zur Katastrophe führen wird. Gutartige, selbstlose Philosophenkönige sind und waren schon immer rar gesät, wenn sie überhaupt jemals außerhalb von Märchen und philosophischen Büchern existiert haben.

Wenn ich höre, wie Leute wie Anthony Fauci und James Hansen über COVID bzw. den Klimawandel sprechen und behaupten, sie sprächen für „die Wissenschaft“ und forderten uns auf, „der Wissenschaft zu folgen“, läuft es mir kalt den Rücken hinunter. Die Wissenschaft sollte uns bei unseren Entscheidungen unterstützen, auch bei politischen Entscheidungen, aber die Wissenschaftler sollten unsere Entscheidungen nicht diktieren, wie Eisenhower sagte. Kein einzelner Wissenschaftler oder eine Untergruppe von Wissenschaftlern verfügt über umfassendes und vollständiges Wissen oder ein Monopol auf die Wahrheit. Auch haben Wissenschaftler keinen besonderen Einblick darin, was eine bestimmte Person oder Gesellschaft wertschätzen sollte oder welches Risiko und welche Art von Kompromissen die Menschen bereit sein sollten, in Kauf zu nehmen, um diese Werte zu erreichen oder zu erhalten.

[Hervorhebung vom Übersetzer]

Der Oktober ist der Monat, in dem sich die Fantasie von Kindern und Erwachsenen, die Halloween lieben, um „Gespenster und Geister, langbeinige Biester und Dinge, die in der Nacht herumspuken“ dreht. Die Teilnahme an der ICCC-14 kann dazu beitragen, dem furchterregendsten aller Ungeheuer einen Pflock ins Herz zu treiben und es für immer zur Ruhe zu bringen. Niemand, der über die Wahrheit des Klimawandels informiert ist, wird sich davor fürchten, aber alle werden empört sein, wenn sie feststellen, dass sie jahrelang von Wissenschaftlern und Bürokraten, die nach Macht und nicht nach Wahrheit streben, belogen worden sind.

QUELLEN: President Dwight D. Eisenhower; Stopping Socialism; Climate Change Weekly; Climate Conference

Link: https://www.heartland.org/news-opinion/news/iccc-14-warns-of-global-elitists-great-reset

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE