Ein Plädoyer für die heimische konventionelle Landwirtschaft – angesichts der aktuellen Krisen brauchen wir sie dringend

Stefan Kämpfe

Konventionelle Landwirtschaft – das war in den vergangenen Jahren neben Kohle und Kernenergie eines der Hassobjekte der grünen Ideologie. Landwirte wurden als Giftspritzer und Umweltvergifter diffamiert sowie für das angebliche „Bienen- und Insektensterben“ verantwortlich gemacht. Gegen alles Unheil dieser Welt wurden hingegen der Bio-Landbau, Bio-Energien und die Energiewende allgemein angepriesen. Dabei unterlag die konventionelle Agrarproduktion schon immer strengen Umweltauflagen, und ihre Produkte dürfen nur sehr geringe Pestizid-Rückstände enthalten, welche weit, weit unter den gesundheitsschädlichen Mengen liegen. Doch nun herrscht eine neue Lage: Die Ukraine-Krise konfrontiert uns auch mit einer möglichen Nahrungsknappheit, denn Russland und die Ukraine zählen zu den größten Getreideproduzenten weltweit.

Während in den ersten Tagen des Ukraine-Krieges zunächst über die energetischen Konsequenzen für Deutschland diskutiert wurde, rücken nun Befürchtungen über eine mögliche Nahrungsmittelverknappung ins Blickfeld. Deutschland, welches sich energiepolitisch mit dem Kernkraft- und Kohleausstieg selbst amputiert und von russischem Gas und Öl abhängig machte, ist auch bei der Landwirtschaft auf dem besten Wege, seine zumindest teilweise vorhandene Autarkie bei wesentlichen Grundnahrungsmitteln (Kartoffeln, Getreide) leichtfertig zu verspielen. Schon vor Kriegsbeginn haben sich nahezu alle Grundnahrungsmittel wie Backwaren, Butter, Eier und Fleisch, stark verteuert, was den grünen Besserverdienern egal ist, aber für die einkommensschwachen Bevölkerungsteile eine enorme Belastung bedeutet. Die Gründe sind vielfältig:

Leichtfertiger Umgang mit dem nicht vermehrbaren Produktionsmittel Boden. Trotz all der vollmundigen Phrasen unserer Politiker zur ökologischen Wende und zum Klimaschutz werden in Deutschland jeden Tag noch immer etwa 58 Hektar, das sind stattliche 580.000 Quadratmeter (die Fläche von fast 1.500 Kleingärten) versiegelt; dort kann dann keine Nahrungsmittelproduktion mehr stattfinden.

Der zunehmende Anbau von Rohstoffen für Bio-Energien wie Rapsöl und Mais für Bio-Gas, findet auf Flächen statt, wo vorher Nahrungsmittel erzeugt wurden. Dabei ist die Energieausbeute derartiger „Bio-Kraftstoffe“ äußerst bescheiden – der Energieverbrauch für ihre Produktion liegt meist bei 70 bis 90% des Energieertrages. Damit lässt sich keine Unabhängigkeit von Öl- oder Gasimporten erreichen.

Landwirtschaft ist sehr energieintensiv (Transport, Düngemittel, Weiterverarbeitung…). Die steigenden Energiepreise wirken als Kostentreiber.

Die Energiewende entzieht der Landwirtschaft ebenfalls immer mehr Flächen (Wind- und Solarparks).

Bio-Landbau, der sich in den letzten Jahrzehnten ausdehnte, erwirtschaftet in etwa nur die Hälfte der konventionellen Ernteerträge.

Die im Bereich der Landwirtschaft besonders üppige EU-Bürokratie und immer strengere Umweltauflagen behindern die Arbeit der Landwirte und verteuern die Produktion.

Aber müssen sich konventionelle Nahrungsmittelproduktion mit weiter steigenden Erträgen und Umweltschutz grundsätzlich ausschließen? Gerade die weitere Technisierung und Digitalisierung sowie neue Verfahren der bodenschonenden Bearbeitung bieten die Möglichkeit, Düngemittel oder Pestizide sparsamer und bedarfsgerechter einzusetzen und die ohnehin schon stark gesunkenen Umweltbelastungen weiter zu reduzieren. Doch momentan muss unsere ganze Aufmerksamkeit einer möglichst hohen, preiswerten Nahrungsmittelproduktion im eigenen Land gelten. Deutschland bietet mit teils sehr fruchtbaren Böden (besonders die Lössböden am Nordrand der Gebirge) sowie ausreichenden Niederschlägen günstige landwirtschaftliche Voraussetzungen. Und paradoxerweise hilft dabei auch das als „Klimagas“ verteufelte CO2 – es wirkt als essentieller Grundstoff zur Fotosynthese ertragssteigernd.

Abbildung: Stark steigende Getreideerträge im Bundesland Thüringen seit über 30 Jahren dank verbesserter Anbautechnologien und Sorten, aber auch wegen höherer CO2-Konzentrationen. Ähnliche Verhältnisse herrschen bundesweit.

Die politisch Verantwortlichen wären also gut beraten, alles für eine leistungsfähige konventionelle Landwirtschaft zu tun. Denn sollten sich Nahrungsmittel weiterhin exorbitant verteuern oder gar verknappen, so könnte das den sozialen Frieden in Deutschland ernsthaft gefährden.

Stefan Kämpfe, Diplomagraringenieur, unabhängiger Natur- und Klimaforscher




Biden und Europa sollten auf die russische Aggression reagieren – mit einer Abkehr von der Alarm-Klimapolitik!

H. Sterling Burnett

Der Einmarsch Russlands in die Ukraine wurde durch die alarmistische Politik der Vereinigten Staaten und Europas begünstigt, mit der die angeblich unkontrollierbare globale Erwärmung bekämpft werden soll.

So beschloss Deutschland beispielsweise den Ausstieg aus der Kohle- und Kernenergie zugunsten angeblich klimafreundlicher „erneuerbarer“ Energiequellen. Und im Vereinigten Königreich hat die Regierung, nachdem sie vor einigen Jahren kurz erwogen hatte, Fracking zuzulassen, im Wesentlichen auf Wind- und Solarenergie gesetzt und Verbote oder fast unüberwindliche Hürden für die Erschließung von Erdgas auf dem britischen Festland errichtet.

Jene kostspieligen Energiequellen sind einfach nicht zuverlässig genug, um die Wirtschaft Deutschlands, Großbritanniens oder der gesamten EU zu erhalten. Zum Teil als Folge dieser Politik litten viele Europäer schon vor dem Einmarsch Russlands in die Ukraine unter lähmend hohen Energiepreisen und periodischen Energieengpässen.

Deutschland reagierte darauf mit einer noch größeren Abhängigkeit von russischem Erdgas, als es ohnehin schon war. Tatsächlich haben große westeuropäische Unternehmen in Pipelines investiert, die von Russland aus gebaut werden. Westeuropa hat damit indirekt Putin ermutigt, in die Ukraine einzumarschieren.

Unter der Initiative von Präsident Donald Trump, die USA Energie-dominant zu machen, wurden diese nicht nur energieunabhängig, sondern avancierten auch zum Nettoenergieexporteur. Die Ausweitung der Erdgasproduktion und die rasche Eröffnung neuer Flüssiggas-Exportterminals ermöglichten es Amerika, Europa aus dem Schlamassel zu helfen, indem es eine alternative, geopolitisch freundliche und zuverlässige Energiequelle bereitstellte. Hätte die Trump-Regierung diese Initiative und andere Maßnahmen unter Präsident Joe Biden fortgesetzt, hätten die europäischen Länder mehr Energie aus Amerika beziehen können, was Geld in unsere Taschen gespült hätte, anstatt Putins Kriegsmaschine zu finanzieren.

Stattdessen hat Biden den Kurs gewechselt. Der „gesamtstaatliche Ansatz“ der Regierung Biden zur Bekämpfung des Klimawandels erfordert eine rasche Abkehr der Vereinigten Staaten von fossilen Brennstoffen.
Dementsprechend kündigte Biden gleich am ersten Tag seiner Amtszeit die Partnerschaft mit Kanada für die Keystone XL-Pipeline und verhängte ein Moratorium für neue Öl- und Gaspachtverträge auf Bundesland und auf dem äußeren Festlandsockel der USA. Seitdem hat Biden Öl- und Gaspachtverträge im Arctic National Wildlife Refuge gekündigt; er hat Beschränkungen für Methanemissionen vorgeschlagen, die die Erschließung, Lagerung und den Transport von Öl und Erdgas in den Vereinigten Staaten erschweren und verteuern würden; er hat vorgeschlagen, die Gebühren und Lizenzgebühren, die Öl- und Gasproduzenten an die Bundesregierung zahlen müssen, zu erhöhen; und er hat kürzlich Pläne angekündigt, Bohrungen auf mehr als der Hälfte des National Petroleum Reserve-Alaska auszuschließen.

Das Ergebnis war ein dramatischer Anstieg der Preise für fossile Brennstoffe. In Bidens erstem Jahr im Amt hat seine Klimapolitik dazu geführt, dass die Strompreise insgesamt um mehr als 8 Prozent gestiegen sind, die Heizölpreise um 43 Prozent, die Rohölpreise für West Texas Intermediate um mehr als 80 Prozent, die Erdgaspreise um 61 Prozent und die Benzinpreise um 98 Cent pro Gallone, also um 42 Prozent. Um es klar zu sagen: Höhere Energiepreise sind das ausdrückliche Ziel der Regierungspolitik, weil die Regierung sie für notwendig hält, um den Klimawandel zu bekämpfen. Diese Politik schadet nicht nur den Amerikanern, denn die stark gestiegenen Energiepreise tragen zu höheren Preisen in der gesamten Wirtschaft und damit zur derzeitigen Inflationsspirale bei, sondern sie bereichert auch Putin und seine Oligarchen, die von den hohen Preisen für russisches Öl profitieren.

Die Vereinigten Staaten und Europa haben im Namen der Bekämpfung der so genannten globalen Erwärmung ihre eigenen Volkswirtschaften verkrüppelt und ihre eigenen Bürger mit einer Politik gegen fossile Brennstoffe geschädigt, was gleichzeitig den Weltfrieden und die Sicherheit gefährdet. Russische Truppen sind vor Ort und schaffen in der Ukraine Waisenkinder, während John Kerry, der Klimazar von Präsident Biden, bizarrerweise über die Treibhausgasemissionen der russischen Militäraktion in der Ukraine schwadroniert.

Es gibt nie einen guten Zeitpunkt, um eine schlechte Politik zu machen, und Amerika und die Welt durch den Würgegriff Russlands auf den europäischen Energiemärkten noch stärker an den russischen Einfluss zu binden, war so schlecht, wie man es sich nur vorstellen kann.

Aus wirtschaftlichen, humanitären und geopolitischen Gründen sollte Präsident Biden seinen Kurs sofort ändern. Er sollte von seiner Exekutivgewalt Gebrauch machen und alle Beschränkungen für die Energieerschließung und -produktion in den Vereinigten Staaten aufheben. Er sollte alle Bundesstaaten, die Fracking noch einschränken auffordern, die Förderung von sauberem, kostengünstigem Erdgas zuzulassen. Er sollte die laufenden Bestrebungen aufgeben, allen Wirtschaftszweigen Kohlendioxid-Beschränkungen aufzuerlegen. Und er sollte aus dem Pariser Abkommen aussteigen, das mit seinen klima-alarmistischen Beschränkungen lediglich Leuten wie Wladimir Putin in die Hände spielt.

Mutige Maßnahmen wie diese könnten Putin und andere potenziell gefährliche Akteure – ich denke hier an China – dazu bringen, ihre aggressive Expansionspolitik zu überdenken.

This piece originally appeared at TownHall.com and has been republished here with permission.

Link: https://cornwallalliance.org/2022/03/biden-and-europe-should-respond-to-russian-aggression-by-scrapping-extremist-climate-policies

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




CFACT-Bericht vom „Ecocity World Summit“

CFACT Ed

Vom 22. bis 24. Februar fand der 14. jährliche Ecocity World Summit statt, auf dem die Aussicht auf eine „nachhaltigere“ Stadt diskutiert wurde. Der Ecocity World Summit, der von der Stadt Rotterdam und der Technischen Universität Delft in den Niederlanden ausgerichtet wurde, fand aufgrund von COVID-19 als vollständig virtuelle Veranstaltung statt.

CFACT nahm an dieser virtuellen Konferenz teil, um über die verschiedenen vorgeschlagenen Nachhaltigkeitsstrategien zu berichten, die ein völliges Umdenken und sogar einen Neuaufbau der menschlichen Zivilisation zum besseren Schutz der Umwelt vorantreiben. Tatsächlich wurde die Konferenz von den Veranstaltern gerade als großer „Erfolg“ bezeichnet. Wie man sich vorstellen kann, gab es, wie bei vielen dieser Konferenzen im Zusammenhang mit den Vereinten Nationen, einige Vorschläge, über die man nur den Kopf schütteln kann.

Den Konferenzrednern zufolge müssen die Städte der Zukunft umweltfreundlich sein: autofrei (z. B. „begehbar“), emissionsfrei, kohlenstofffrei, kohlenstoffneutral, frei von fossilen Brennstoffen, vollständig recyceltes Wasser zum Heizen (Energie), zum Trinken und zum Anbau von Lebensmitteln auf essbaren Dächern oder in vertikalen Farmen, schwimmende Gärten, Lieferung per Drohne, alles aus recyceltem Material, autonome Taxis, Wohnen in Hochhäusern in umweltfreundlichen Gebäuden mit hängenden Grünpflanzen auf jedem Balkon und Parkrezepte vom Arzt, wenn es einem nicht gut geht. Eine Ökostadt ist „im Einklang mit der Natur“, und das gilt auch für ihre Bewohner, die sich meist vegan oder vegetarisch ernähren oder nur wenig Fleisch essen. Sie nutzt eine Kreislaufwirtschaft und naturbasierte Lösungen, um zukünftige Krisen zu bekämpfen und gerecht, nachhaltig, sicher und widerstandsfähig zu sein.

Wenn die Menschen freiwillig eine solche Gemeinschaft schaffen oder verfolgen wollen – es steht ihnen frei, das zu tun! Auf den Ecocity-Konferenzen wird jedoch die Idee erörtert, wie Regierungen alle Bürger zu einem solchen Lebensstil zwingen oder drängen können, ob sie es wollen oder nicht.

All dies und noch viel mehr wurde in den 47 Sitzungen der diesjährigen dreitägigen virtuellen Konferenz behandelt. In diesem Artikel gehen wir auf einige Aspekte des ersten Tages ein und werden in einem weiteren Artikel auf die restlichen zwei Tage eingehen.

Doch zunächst ein wenig mehr Hintergrund.

Ecocity-Gipfel finden in der Regel an verschiedenen Orten rund um den Globus statt. Auch wenn viele glauben, dass die Ecocity-Bewegung internationale Ursprünge hat, wurde sie in Wirklichkeit in den USA geboren. Ecocity Builders (Urheber des Ecocity World Summit) wurde 1992 von Richard Register aus Berkeley, Kalifornien, gegründet – im selben Jahr, in dem die erste Konferenz der Vereinten Nationen über nachhaltige Entwicklung in Rio de Janeiro stattfand.

Im Laufe der Jahre hat der Gipfel viele hochkarätige Redner hervorgebracht. Neben Al Gore haben unter anderem David Brower vom Sierra Club, der Apollo-14-Astronaut Edgar Mitchell, der kalifornische Gouverneur Gavin Newsom und Denis Hayes, der Leiter des ersten nationalen Earth Day (1970) und Hauptredner des ersten Ecocity Summit, gesprochen. Heute gilt sie als die am längsten laufende Konferenz zum Thema „nachhaltige Städte“. Zu den Partnern gehören das Außenministerium der Vereinigten Staaten, die Organisation Amerikanischer Staaten, die Association of American Geographers, Esri und andere.

Laut den Erbauern von Ökostädten und den Befürwortern der „Ökostadt“-Bewegung ist „eine Ökostadt eine menschliche Siedlung nach dem Vorbild der sich selbst erhaltenden, widerstandsfähigen Struktur und Funktion natürlicher Ökosysteme. Die Ökostadt bietet ihren Bewohnern einen gesunden Überfluss, ohne mehr (erneuerbare) Ressourcen zu verbrauchen, als sie produziert, ohne mehr Abfall zu produzieren, als sie aufnehmen kann, und ohne für sich selbst oder benachbarte Ökosysteme giftig zu sein. Die ökologischen Auswirkungen der Bewohner spiegeln einen umweltfreundlichen Lebensstil wider; die soziale Ordnung spiegelt die grundlegenden Prinzipien von Fairness, Gerechtigkeit und angemessener Gleichheit wider.“

Häufig erhalten Stadtplaner Zuschüsse, um die Bewegung der „nachhaltigen Stadt“ voranzutreiben. Diejenigen, die diese Gelder erhalten, verwenden sie, um die Unkenrufe der UNO über „Überbevölkerung“, „Artensterben“ und „Klimawandel“ zu unterstützen. Sie behaupten, die Menschheit befinde sich auf einem ökologischen Pfad, auf dem es kein Zurück mehr gebe, wenn sie nicht die Wirtschaft, das Konsumverhalten und die Mentalität der Öffentlichkeit grundlegend verändere, um dem UN-Dogma zu entsprechen. Einfach ausgedrückt bedeutet dies die Umsetzung so genannter sozialistischer „Lösungen“ in Form von drastischen Reduktionen und Beschränkungen der Lebensmittel, die wir essen, wie wir Auto fahren, wie wir unsere Häuser heizen und kühlen und wie wir eine Familie gründen.

CFACT hat seinerseits bereits über den Ecocity World Summit 2017 in Melbourne, Australien, berichtet. Dort haben wir ein Zusammentreffen mit Al Gore auf Band festgehalten. Nach seiner künstlich vollgepackten Rede, zu der Hunderte von Pädagogen und Studenten kostenlos eingeladen waren, haben Marc Morano von CFACT und ich den ehemaligen Vizepräsidenten aufgespürt (was nicht allzu schwierig war, da ein Lexus SUV und eine Limousine in einem geschlossenen Parkhaus im Leerlauf standen, um uns einen Hinweis zu geben). Nach etwa einer Stunde Wartezeit (mit den Fahrzeugen in Sichtweite) bot sich uns die Gelegenheit, ihm eine Kopie des CFACT-Films Climate Hustle zu überreichen… und dann war es vorbei… denn Gore lehnte den Film ab, als er erkannte, wer wir waren. Ja, er huschte schnell mit seinen vielen Handlangern zu seinen Fluchtwagen. Das Entsetzen in den Gesichtern seiner Helfer, als sie den Film sahen, den wir ihm anboten, war ziemlich denkwürdig! Sie können sich diesen Austausch hier ansehen.

Herr Gore nahm nicht am diesjährigen virtuellen Ecocity World Summit teil, aber es gab andere „Experten“, die Al Gores Vision teilten, einschließlich eines Beauftragten der Regierungen Obama-Biden und Biden-Harris. Darauf kommen wir jetzt zu sprechen.

Tag 1:

Die Höhepunkte des ersten Tages waren die Vorträge der „Ökologie-Ingenieurin“ Dr. Nadina Galle und des international anerkannten Architekten Winy Maas.

Dr. Nadina Galle ist eine TEDx-Rednerin und „Ökologie-Ingenieurin“ aus Kanada, die ihre Doktorarbeit in Boston am „Sensible City Lab“ des MIT gemacht hat. Zu Beginn ihres Vortrags zeigte Dr. Galle ein Bild eines nordamerikanischen Vororts und bezeichnete es als „Stadtentwicklung nach Schema F“. Ohne die vielen Schichten der Konstruktion anzuerkennen, die nötig sind, um ein Haus und eine Nachbarschaft zu bauen, behauptete sie, dass die Vorstadtentwicklung „ganze Ökosysteme“ auslöscht – selbst nachdem die Häuser gebaut sind, werden die Sträucher und das Grün wieder eingepflanzt. Sie fuhr fort: „Ich fand das schon immer seltsam, warum dezimieren wir erst ein Ökosystem komplett, um es dann doch noch bis zu einem gewissen Grad zu schätzen und zu versuchen, nachträglich ein paar Sträucher und Grünpflanzen zu setzen?“

Galle und andere Referenten des Gipfels zufolge müssen wir unsere Einstellung zur Natur und zu naturbasierten Lösungen ändern. Galle erklärte, dass „wir derzeit Bäume und anderes Grün in unseren Städten unterbewerten“ und erzählte, wie Melbourne, Australien (nach einer langen Dürreperiode und dem Verlust vieler Bäume) Tausenden von Bäumen eigene E-Mail-Adressen zugewiesen hat, damit die Menschen helfen können, über den Zustand der Bäume zu berichten. „Was dann geschah“, sagte sie, „war überraschend. Die Menschen begannen, diese E-Mail-Adressen zu nutzen, um den Bäumen Liebesbriefe zu schicken, ihre Gefühle auszudrücken, den Bäumen dafür zu danken, dass sie da sind, dass sie so schön sind und ihnen Sauerstoff spenden.“

Dr. Galle befürwortet ein „Smart City“-Konzept, welches das so genannte „Internet der Dinge“ nutzt, um datengesteuerte Städte zu schaffen, in denen Monitore und Sensoren eingesetzt werden, um „städtische Prozesse und die Lebensqualität der Bürger zu verbessern“. Sie behauptet, dass dies die Menschen mit dem verbinden wird, was sie das „Internet der Natur“ nennt.

Zum Abschluss ihrer Grundsatzrede sprach sie begeistert darüber, wie Ärzte ihre Patienten mit der Natur verbinden können, um die Heilung zu fördern. Sie empfahl Parkbesuche (auch als „Parkrezepte“ bekannt) und neue datengesteuerte Apps wie NatureDose und NatureScore (beide in Bend, Oregon, entwickelt), mit denen berechnet werden kann, wie viel Zeit ein Mensch in der Natur verbringt, und stellte eine Verbindung zwischen der „Qualität der Natur und der Gesundheit“ in einem bestimmten Umkreis um eine beliebige Adresse in den Vereinigten Staaten her.

Der niederländische Architekt, Landschaftsarchitekt, ehemalige Professor an der Yale University und der Ohio State University sowie Stadtplaner Winy Maas hielt ebenfalls einen energiegeladenen Vortrag mit dem Titel „Future Green Cities“. Er zeigte faszinierende Umwandlungen von Städten in „grüne“, gartenähnliche „Ökostadt“-Utopien und beschrieb, wie dies strukturell erreicht werden kann, wobei er Faktoren wie Sonne, Schatten, Wasserrecyclingsysteme in den Gebäuden, die Pflanzen auf dem Weg dorthin speisen, Bodenausgleich und die Verwendung von Holz (anstelle von Beton) für Hochhäuser berücksichtigte. Mit Hilfe von 3D-Computerbildern und der Software The Green Maker verwandelte er zum Beispiel New York City in einen Dschungel. „Die Fifth Avenue sieht endlich schön aus“, sagte Maas. Er wollte demonstrieren, wie „das Wissen über Gebäude“ zusammen mit dem „Wissen über Pflanzen“ die gebaute Welt in eine ökologische Welt verwandeln kann. Winy schimpfte über die Solarzellen auf dem Boden: „Sie zerstören unsere Landwirtschaft“.

Während der Frage- und Antwortrunde fragte eine Teilnehmerin namens Suzie aus Rotterdam: „Mehr grüne Gebäude schaffen mehr Artenvielfalt, was bedeutet, dass man näher an mehr Tieren lebt, vielleicht sogar an Käfern oder Schlangen, was mich ein wenig stört; haben Sie irgendwelche Vorstellungen zu diesem Aspekt?“

Dr. Galle antwortete mit einer Geschichte aus den 1990er Jahren, in der Nähe ihrer Heimatstadt, in der eine große Anzahl von Kojoten ein Kleinkind im Garten eines Anwohners tötete. Sie erwähnte, dass Kojoten auch in den Vereinigten Staaten ein Problem darstellen. „Die Niederlande machen das gerade mit der Einführung des Wolfes durch“, fügte Galle hinzu und verwies auf die Beeinträchtigung der Landwirtschaft und die Unsicherheit der Menschen. Aber sie fügte hinzu: „Das spricht für ein größeres Problem, das wir als Menschen geschaffen haben, weil wir so weit von unserer natürlichen Welt entfernt sind, dass wir uns vor diesen Dingen fürchten.“ Bevor sie die Frage an Winy weiterreichte, sagte sie: „Design ist ein entscheidender Bestandteil, um Gemeinschaften zu schaffen, die tatsächlich in Harmonie mit der Natur leben können.“ Dann ermutigte sie Suzie, „die Käfer und Schlangen und andere Dinge, vor denen sie sich fürchtet, aufzuspüren, um zu einem besseren Verständnis für die Koexistenz zu gelangen“.

Co-Moderator Andy van den Dobbelsteen, der uns zuvor erzählt hatte, er sei Vegetarier, antwortete auf einen Kommentar, dass wieder angesiedelte Wölfe kürzlich in den Niederlanden 20 Hühner getötet hätten: „Vielleicht haben diese Wölfe etwa zwanzig Hühner und vielleicht ein paar Schafe getötet, aber wir Menschen töten allein in Holland 120 Millionen pro Jahr… wer ist hier also der Wolf?“

Bleiben Sie dran für weitere Berichte von CFACT über den Ecocity World Summit, einschließlich der Analyse eines Augen öffnenden Vortrags eines von Obama/Biden/Harris ernannten Mitarbeiters.

Link: https://www.cfact.org/2022/03/10/cfact-report-from-the-ecocity-world-summit/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Beeinflussen Windparks das Wetter?

David Wojick

Die Auswirkungen zahlreicher Windkraftanlagen auf das Wetter und das Klima sind ein kleiner, aber aktiver Forschungsbereich. Bei der Windkraft wird Windenergie in Elektrizität umgewandelt, wodurch der Luft Energie entzogen wird.

Die Frage, wie sich die Entnahme von viel Energie auf das Wetter oder das Klima auswirken könnte, scheint bereits 2004 aufgetaucht zu sein. Die Studien reichen von den globalen Klimaauswirkungen bis hin zu den lokalen Auswirkungen einer einzelnen großen Windkraftanlage.

Hier ist ein nichttechnischer Artikel über eine wichtige Studie zum globalen Klima aus dem Jahr 2011: „Wind- und Wellenparks könnten die Energiebilanz der Erde beeinflussen“ in der Zeitschrift New Scientist vom 30. März 2011. Zum Lesen muss man sich hier registrieren.

Hier ist die bahnbrechende technische Studie: „Estimating maximum global land surface wind power extractability and associated climatic consequences“ von L. M. Miller, F. Gans und A. Kleidon; [etwa: „Schätzung der maximalen globalen Windkraftausbeute an der Landoberfläche und der damit verbundenen klimatischen Folgen Earth System Dynamics, Februar 11, 2011. Der Artikel ist hier frei zugänglich.

Die folgende ausführliche Zusammenfassung erklärt die Physik:

Die Verfügbarkeit von Windenergie für die Gewinnung erneuerbarer Energien ist letztlich dadurch begrenzt, wie viel kinetische Energie durch natürliche Prozesse im Erdsystem erzeugt wird und wie viel der Windenergie grundsätzlich entnommen werden kann. Wir nutzen diese Überlegungen, um eine maximale Abschätzung der Verfügbarkeit von Windenergie über Land vorzunehmen. Dazu verwenden wir verschiedene Methoden. Zunächst skizzieren wir die Prozesse, die mit der Windenergieerzeugung und -entnahme verbunden sind, mit einer einfachen Energieübertragungs-Hierarchie, die auf der Annahme beruht, dass die verfügbare Windenergie mit zunehmender Entnahme für eine Schätzung von 68 TW nicht geografisch variiert. Zweitens erstellen wir ein einfaches Impulsbilanzmodell zur Schätzung der maximalen Entnahmefähigkeit, das wir dann auf Reanalyse-Klimadaten anwenden, was zu einer Schätzung von 21 TW führt. Drittens führen wir Simulationen mit allgemeinen Zirkulationsmodellen durch, bei denen wir verschiedene Mengen an Impuls aus der atmosphärischen Grenzschicht extrahieren, um eine maximale Schätzung der extrahierbaren Leistung zu erhalten, was 18-34 TW ergibt. Diese drei Methoden ergeben durchweg Maximalschätzungen im Bereich von 18-68 TW und liegen damit deutlich unter den jüngsten Schätzungen, die von einer reichlichen Verfügbarkeit von Windenergie ausgehen. Darüber hinaus zeigen wir anhand von Simulationen mit allgemeinen Zirkulationsmodellen, dass einige klimatische Auswirkungen bei maximaler Windkraftnutzung ähnlich groß sind wie die Auswirkungen einer Verdoppelung des atmosphärischen CO2-Gehalts. Wir kommen zu dem Schluss, dass es für das Verständnis der grundlegenden Grenzen der erneuerbaren Energieressourcen sowie der Auswirkungen ihrer Nutzung unerlässlich ist, eine thermodynamische Erdsystemperspektive „von oben nach unten“ zu verwenden und nicht den häufigeren technischen Ansatz „von unten nach oben“.

Sie kommen zu dem Schluss, dass eine Maximierung der weltweiten Windenergieentwicklung ebenso große Auswirkungen auf das Klima haben könnte wie die Klimamodelle für eine Verdoppelung des CO2-Ausstoßes angeben, was eine Menge ist. Wenn man also die gesamte mögliche Windenergie ausschöpft, könnten die Auswirkungen auf das Klima groß sein. Und dies gilt nur für Windtürme an Land, so dass viel Offshore-Wind zu diesem Effekt beitragen dürfte.

Der Abschnitt „Verwandte Artikel“ dieser Studie listet mehrere frühere Artikel sowie mehrere Artikel auf, die diese Studie diskutieren. Außerdem listet Google Scholar 110 neuere Arbeiten auf, die diese Arbeit zitieren, von denen sich einige mit den Auswirkungen der Energiegewinnung durch Windkraft auf das Wetter oder das Klima befassen. Wenn Sie außerdem auf die Schaltfläche „Verwandte Artikel“ von Google Scholar klicken, erhalten Sie weitere hundert Artikel, von denen sich viele direkt mit den Auswirkungen der Windenergie auf Wetter und Klima befassen.

Siehe hier. Daraus ein Beispiel:

Hier ist ein Beispiel: „Regionale Klimamodell-Simulationen deuten auf begrenzte klimatische Auswirkungen von in Betrieb befindlichen und geplanten europäischen Windparks hin“ in Nature Communications, 11. Februar 2014.

Siehe hier.

Am äußersten Ende hat der Windkraftbefürworter Mark Z. Jacobson behauptet, dass sehr große Anordnungen von Offshore-Windturbinen vor der Ostküste der USA tatsächlich genug atmosphärische Energie abführen könnten, um die schädliche Energie großer Hurrikane zu verringern. Ich habe mir das nicht ausgedacht, und ich glaube, er will 300.000 MW oder so an riesigen Windkraftanlagen entlang der Küste.

Siehe „Taming hurricanes with arrays of offshore wind turbines“ in Nature Climate Change, Februar 26, 2014. https://www.nature.com/articles/nclimate2120

Offensichtlich gibt es hier eine echte Forschungsfrage. Allerdings scheinen die Ergebnisse zu diesem Zeitpunkt sowohl abstrakt als auch spekulativ zu sein. Aber das gilt auch für den Rest der Angst vor dem Klimawandel – abstrakt, spekulativ und auf der Grundlage fragwürdiger Modelle.
Es ist sowohl amüsant als auch passend, dass diese alarmierenden Klimamodelle die Windenergie für ebenso beängstigend halten wie das Kohlendioxid. Im Falle der Windkraft könnte das sogar stimmen, denn die Generatoren saugen tatsächlich Energie aus der Luft, und Energie ist das, was das Wetter macht.

Autor: David Wojick, Ph.D. is an independent analyst working at the intersection of science, technology and policy. For origins see http://www.stemed.info/engineer_tackles_confusion.html. For over 100 prior articles for CFACT see http://www.cfact.org/author/david-wojick-ph-d/. Available for confidential research and consulting.

Link: https://www.cfact.org/2022/03/08/do-wind-farms-change-the-weather/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE




Amerika kann Europas russische Energie-Schlinge lockern

Larry Bell

[Ist der folgende Beitrag nur Propaganda oder doch mehr? – fragt der Übersetzer]

Westeuropas selbstverschuldete Aufgabe seiner eigenen Energieressourcen, die zu einer Abhängigkeit von russischem Öl führt, scheint im Allgemeinen Lenins Drehbuch zu folgen, als er angeblich witzelte, dass „die Kapitalisten uns den Strick verkaufen werden, an dem wir sie aufhängen“.

Die wichtigste redaktionelle Klarstellung, die es hier hinzuzufügen gilt ist, dass dies am direktesten auf die kapitalistischen Subventionslobbys für grüne Energie und ihre Klimaalarmisten zutrifft, welche die Gerüste bauen.

Russlands Einmarsch in die Ukraine versetzt Wladimir Putin in die Lage, die Schlinge um Westeuropa – insbesondere Deutschland – enger zu ziehen, indem er sie mit Öl erpresst, um sie von einer Einmischung abzuhalten.

Deutschland, eine dominierende Wirtschaftsmacht in der EU, ist nun für mehr als die Hälfte seines Erdgases und ein Viertel seiner Ölimporte von Russland abhängig.

Ironischerweise ist es nicht so, dass die EU keine eigenen Erdölressourcen hätte … sie hat reichlich davon. Noch vor 15 Jahren erzeugten ihre Mitgliedsländer mehr Gas als Russland exportierte.

Paradoxerweise verfügt Europa, obwohl seine Gasreserven kleiner sind als die Russlands, über ebenso viel technisch förderbares Schiefergas wie die USA, dessen Erschließung die Regierungen nicht zulassen wollen.

Pläne multinationaler Energiekonzerne, darunter Chevron, ExxonMobil, Shell und TotalEnergies, den Schiefergas-Boom in den USA zu wiederholen, wurden durch Kontinent-weite Proteste verhindert.

Der ehemalige NATO-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen beschuldigte Russland, den Widerstand gegen Fracking zu schüren. „Russland hat im Rahmen seiner ausgeklügelten Informations- und Desinformationsoperationen aktiv mit sogenannten Nicht-Regierungsorganisationen – Umweltorganisationen, die gegen Schiefergas agitieren – zusammen gearbeitet, um die Abhängigkeit von importiertem russischen Gas aufrechtzuerhalten“, stellte er 2014 fest.

In den letzten zehn Jahren ist die europäische Öl- und Gasproduktion um die Hälfte zurückgegangen, wobei Russland die Versorgungslücke gerne ausfüllt.

Dies geschieht zu einer Zeit, in der Deutschland sich selbst sabotiert hat, um noch abhängiger von russischem Gas zu werden, indem es bereits im Dezember drei Kernkraftwerke abgeschaltet hat und drei weitere in diesem Jahr einmotten will.

[Hervorhebung vom Übersetzer]

Gleichzeitig haben die Abschaltungen von Kohlekraftwerken in ganz Europa dazu geführt, dass die Bevölkerung noch abhängiger von Erdgas geworden ist – auch als Reserve für die stark subventionierte intermittierende Solar- und Windenergie. Erschwerend kommt hinzu, dass eine Verringerung bei der Windenergie-Erzeugung im letzten Sommer zu steigenden Gaspreisen beigetragen hat, da Europa nun mit geringen Reserven in den Winter geht.

Inzwischen fehlt es dem Weltmarkt an Kapazitäten, um einen eventuellen Verlust von russischem Gas durch Flüssiggas (LNG) aus den USA oder dem Nahen Osten auszugleichen.

Indem sie die Kernkraft und die Kohle abschafft, während sie es versäumt, ihre eigenen technisch förderbaren massiven Schiefergas-Ressourcen zu erschließen, haben Deutschland und die gesamte EU berechtigten Grund zur Sorge, dass Russland seine lebenswichtigen Energieressourcen als Waffe einsetzen wird, um seine territorialen Interessen durchzusetzen.

Dies war schon einmal der Fall, als Gazprom im Jahr 2009 während eines Streits die Gasversorgung der Ukraine für 13 Tage unterbrach, was schmerzhafte Auswirkungen auf Polen und andere europäische Länder hatte.

Wie und warum ist es dazu gekommen?

Der von den Vereinten Nationen geförderte Klimaalarmismus in Bezug auf die Treibhausgas-Emissionen aus der Verbrennung fossiler Energieträger hatte unerklärlicherweise zur Folge, dass der damalige deutsche Bundeskanzler Gerhard Schröder vor etwa 20 Jahren den Plan fasste, innerhalb von drei Jahrzehnten aus der Kernenergie auszusteigen, die keine Kohlenstoffemissionen verursacht.

In die Amtszeit Schröders fiel auch die Vereinbarung zwischen Deutschland und Russland über den Bau der Ostseepipeline Nord Stream, die die beiden Länder miteinander verbinden sollte.

Nach seiner Wahlniederlage gegen Angela Merkel übernahm Schröder den Vorsitz der Aufsichtsräte sowohl von Nord Stream als auch des russischen Ölriesen Rosneft.

Merkel, die 2005 die Nachfolge Schröders antrat, beschleunigte den Prozess, so dass die letzten Kernkraftwerke des Landes dieses Jahr vom Netz gehen sollen – ein Jahrzehnt früher als geplant.

Anschließend tat sich Merkel mit Präsident Wladimir Putin zusammen, um den weit verbreiteten Widerstand gegen Nord Stream 2 zu brechen, eine zweite Pipeline, die jetzt fertiggestellt ist und neben der ersten verläuft. Falls und sobald sie genehmigt wird, wird sie die russische Gaslieferung an Deutschland verdoppeln … und Berlin noch abhängiger von Moskau machen … und das sogar, nachdem Gazprom zuvor die Pipeline-Exporte in die Ukraine ausgesetzt hatte.

Präsident Trump erkannte die Möglichkeit Russlands, Deutschlands verwundbare Abhängigkeit als Waffe einzusetzen, und belegte die Entwicklung von Gulf Stream 2 mit Sanktionen, eine Politik, die Präsident Biden bei seinem Amtsantritt rückgängig machte.

Die Trump-Regierung hatte auch Deutschland gedrängt, LNG-Importterminals zu bauen, um seine Gasversorgung zu diversifizieren, wie es Polen, die Niederlande und Litauen getan haben.

Während Polen und Litauen nun nicht mehr auf russisches Gas angewiesen sind, weil sie Lieferungen aus so weit entfernten Ländern wie Australien importieren können, gerieten die deutschen LNG-Terminals in einen Genehmigungsstau, und ein Unternehmen beschloss letztes Jahr, ein LNG-Projekt in ein „grünes Wasserstoffzentrum“ umzuwandeln, einschließlich eines Importterminals für Ammoniak und einer Elektrolyseanlage.

Nach dem Einmarsch Russlands in der Ukraine haben sowohl die neue deutsche Regierung unter Bundeskanzler Olaf Scholz als auch das Weiße Haus unter Biden mit Verspätung auch die Genehmigung für Nord Stream 2 gestoppt.

Deutschland und die USA haben sich auch mit anderen NATO-Ländern darauf geeinigt, den russischen Zugang zu den globalen SWIFT-Konten zu sperren … mit der bemerkenswerten Ausnahme der unglaublich wichtigen Transaktionen mit russischem Öl und Gas, die auch sie betreffen werden.

Die Biden-Regierung ist seit Joes erstem Tag im Oval Office direkt an diesem selbstverschuldeten Desaster beteiligt, als er unerklärlicherweise die amerikanisch-kanadische Keystone XL-Pipeline absagte und kurz darauf ein Moratorium für neue Öl- und Gaspachtverträge auf Bundesland einschließlich des Arctic National Wildlife Refuge (ANWR) in Alaska und im Golf von Mexiko erließ.

In nur einem Jahr haben das Weiße Haus unter Biden und der von den Demokraten kontrollierte Kongress das Amerika von Präsident Trump zunichte gemacht, der die USA nicht nur unabhängig von Energie, sondern auch zu einem führenden globalen Exporteur gemacht hatte.

Die infolgedessen in die Höhe schießenden Preise an den US-Zapfsäulen und die sinkenden Umfragewerte, die größtenteils auf die Anti-Bohr-Politik der Demokraten zurückzuführen sind, haben Präsident Biden dazu veranlasst, die OPEC und Russland in erbärmlicher Weise zu bitten, mehr Öl zu fördern.

Im Jahr 2021 importierten die USA monatlich zwischen 12 Millionen und 26 Millionen Barrel russisches Öl. Es gibt jetzt eine starke parteiübergreifende Unterstützung im Kongress, um diese Käufe ganz zu beenden – sogar die Sprecherin der Demokraten im Repräsentantenhaus, Nancy Pelosi, unterstützt ein solches Verbot -, das von weit links stehenden Elementen, die offensichtlich Joe Biden kontrollieren, blockiert wird.

Die derzeitige Politik des Energie-Verknappung in den USA und auf der ganzen Welt ist wahnsinnig unnötig und moralisch verwerflich. Sie wird weder dem Weltklima noch den Bewohnern der Erde in irgendeiner Weise zugute kommen.

Amerika ist in der Lage, Putins Würgegriff der europäischen Öl- und Gasabhängigkeit zu beenden und gleichzeitig unsere eigenen Bedürfnisse, unseren wirtschaftlichen Wohlstand und unseren Einfluss in einer zunehmend gefährlichen Welt zu sichern.

Die Ukraine sollte eine Lehre sein, um diese dringende Erkenntnis zu verdeutlichen.

Autor: CFACT Advisor Larry Bell heads the graduate program in space architecture at the University of Houston. He founded and directs the Sasakawa International Center for Space Architecture. He is also the author of „Climate of Corruption: Politics and Power Behind the Global Warming Hoax.“

Link: https://www.cfact.org/2022/03/07/america-can-loosen-europes-russian-energy-noose/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE