Kann „Grüne“ Energie eine globale Verknappung von Lebensmitteln verursachen?

Vijay Jayaraj

China ist einer der größten Lebensmittelproduzenten der Welt. Kürzlich führte ein akuter Strommangel dort zu einem Rückgang der Nahrungsmittelproduktion. Dies versetzte die Märkte in Panik. Es könnte zu einer weltweiten Lebensmittelknappheit und einem Preisanstieg kommen.

Was war die Ursache für die Stromknappheit in China? Übermäßiges Vertrauen in erneuerbare Energien. Dies führte zu einer unzureichenden und unzuverlässigen Stromerzeugung. Das schadete der einheimischen Nahrungsmittelproduktion und der globalen Ernährungssicherheit.

Viele Menschen verurteilen die Kohle. Sie setzen sich für eine „grüne“ Politik ein. Doch diese führen zu Stromausfällen. Und Stromausfälle schaden der Lebensmittelproduktion, -verarbeitung und -verteilung.

Landwirtschaft benötigt zuverlässige und bezahlbare Stromversorgung

Die globale Ernährungssicherheit kann ohne billigen, konstanten Strom nicht erreicht werden. In der Türkei hat eine Untersuchung ergeben, dass ein Anstieg des Stromverbrauchs die landwirtschaftliche Produktion zwischen 1995 und 2013 erheblich stimuliert hat. Besonders wasserintensive Kulturen profitierten davon.

Eine wissenschaftliche Studie aus dem Jahr 2020 ergab, dass der „allgemeine und der städtische Stromzugang positive und signifikante Auswirkungen auf die landwirtschaftliche Produktivität“ in Afrika südlich der Sahara haben. Daher sollten sich die „politischen Entscheidungsträger auf die Förderung der Strominfrastruktur konzentrieren, die die gesamte landwirtschaftliche Wertschöpfungskette unterstützt“.

Mein Land, Indien, ist ein großer Agrarproduzent. Es subventioniert 85% der Stromkosten für seine Landwirte. Vor kurzem kam es in der Provinz Punjab zu einer Stromknappheit. Die Behörden mussten die Stromzufuhr zur Industrie unterbrechen, um die Landwirtschaft zu schützen.

Es reicht nicht aus, den Landwirten zuverlässigen und erschwinglichen Strom zur Verfügung zu stellen. Auch die Lebensmittelverarbeiter und -händler brauchen ihn. Doch Solar- und Windenergie können den Bedarf nicht decken. Eine zu große Abhängigkeit von ihnen gefährdet die Lebensmittelversorgung.

Das ist der Grund für die Vorgänge in China. „Stromausfälle sind dort zu spüren, wo etwa die Hälfte von Chinas Mais und Sojabohnen angebaut wird“, berichtet Blomberg. „Die Krise schürt die Besorgnis, dass China in diesem Jahr Schwierigkeiten bei der Ernte haben wird. …“

Wind und Sonne: Hindernisse für eine verlässliche Stromversorgung der Lebensmittelindustrie

Warum sind Wind- und Solarenergie unbrauchbar? Dass sie unberechenbar sind. Sie können nicht rund um die Uhr Strom auf Abruf liefern. In Spitzenzeiten, bei Kälteeinbrüchen oder Hitzewellen besteht hohe Ausfallgefahr. Ziehen Wolken auf, erzeugen sie keinen Strom. Für eine nahtlose Lebensmittelproduktionskette sollten erneuerbare Energien die letzte Wahl sein.

Angetrieben von übertriebenen Ängsten vor dem Klimawandel investieren die großen Agrarländer zunehmend in erneuerbare Energien. Dadurch wird jedoch Geld von konventionellen Energiequellen wie Kohle und Kernkraft abgezogen. Infolgedessen haben sie zunehmend mit Stromausfällen zu kämpfen, die vermeidbar gewesen wären.

China hat große Mengen an Wind- und Solarenergie-Anlagen in Betrieb genommen. Das Ergebnis? Große Stromausfälle, vor allem in industriellen Zentren. Dies ist einer der Hauptgründe für die Störungen in Chinas Lebensmittelindustrie.

Mein Land ist weltweit führend in der Solarenergie. Dennoch entfallen mehr als 70 Prozent der indischen Elektrizität auf Kohle. Milliarden von Dollar, die in Solar- und Windenergie investiert wurden, hätten die Kohleversorgung verbessern können, um zuverlässigen und erschwinglichen Strom zu erzeugen. Aber jetzt sind wir einem höheren Risiko von Stromausfällen ausgesetzt. Und warum? Weil das für Solaranlagen ausgegebene Geld nicht für Kohle verwendet werden kann. Ironischerweise werden Wind- und Sonnenenergie als „grün“ bezeichnet. Doch sie schwächen die Landwirtschaft und bedrohen die globale Ernährungssicherheit. Daran ist nichts „Grünes“.

Link: https://cornwallalliance.org/2021/09/can-green-energy-cause-a-global-food-shortage/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Lithium-Mine in Nevada: Schlüssel für „grüne“ Energie, bekämpft von den Grünen

Bonner Cohen, Ph. D.

[Kaum etwas kann die Verlogenheit der Grünen mehr unterstreichen als dieser Beitrag?! A. d. Übers.]

In einem Drama, in dem zwei gegensätzliche Ziele der Umweltbewegung und der Regierung Biden eine Rolle spielen – die „Rettung“ des Planeten vor dem Klimawandel und die „Rettung“ einer gefährdeten Art – könnte eine geplante Lithiummine auf Bundesland im Westen Nevadas ausgerechnet durch Buchweizen zu Fall gebracht werden.

Zwei internationale Unternehmen – die australische Pioneer Ltd. und die Sibanye-Stillwater in Südafrika – wollen ein Gelände auf dem Rhyolite Ridge in Esmeralda County, Nevada, ausbeuten, das ihrer Meinung nach die größten Lithium- und Borvorkommen Nordamerikas enthält.

Die Mine wäre „das am weitesten fortgeschrittene Lithiumprojekt in den USA und wird ein wichtiger inländischer Lieferant von veredelten Lithiumprodukten werden, der für ein weiteres Vierteljahrhundert genug Lithiummaterial für 400.000 Elektrofahrzeuge pro Jahr liefern kann“, sagte James Calaway, Vorstandsvorsitzender von Pioneer, in einem Pressegespräch (Washington Times, 21. September).

Elektrofahrzeuge (EVs) sind eine der Säulen des Vorstoßes der Regierung Biden und der Regierungen anderer Industrienationen, ihre Energiequellen und -nutzung im Namen der Bekämpfung des Klimawandels zu dekarbonisieren. Im Jahr 2020 wurden in den USA etwa 230.000 E-Fahrzeuge verkauft, was 2 % der Neuwagenverkäufe entspricht. Mit der steigenden Nachfrage nach E-Fahrzeugen, die mit Lithium-Ionen-Batterien betrieben werden, wird auch der weltweite Bedarf an Lithium steigen. Derzeit gibt es in den USA nur eine aktive Lithiummine, Silver Peak in Nevada, obwohl das Land über 10 % der weltweit geschätzten 80 Millionen Tonnen Lithiumreserven verfügt.

Buchweizen

Für Unternehmen, die von den politisch begünstigten und stark subventionierten Elektrofahrzeugen profitieren wollen, sieht die geplante Mine auf Rhyolite Ridge wie eine Goldgrube aus. Doch im Weg steht Tiehm’s Buchweizen, eine blühende Pflanze, deren gesamter Lebensraum ein 10 Hektar großer Landstrich ist, der sich genau dort befindet, wo die neue Lithiummine betrieben werden soll. Als Reaktion auf eine vom Center for Biological Diversity (CBD) für 2019 eingereichte Petition schlug der U.S. Fish and Wildlife Service (FWS) am 3. Juni vor, Tiehm’s Buchweizen unter dem Endangered Species Act (ESA) [= Gesetz zum Schutz gefährdeter Arten. A. d. Übers.] zu schützen. Der FWS wird in einer 12-monatigen Prüfung feststellen, ob der Buchweizen als bedroht oder gefährdet eingestuft wird.

Unabhängig davon, für welche Ausweisung sich der FWS entscheidet, hat das Bergbauprojekt mit Gegenwind zu kämpfen. Die CBD bemüht sich nicht nur um eine ESA-Auflistung, sondern klagt auch, um die Mine zu stoppen – ein Prozess, der das Projekt für Jahre aufhalten könnte. Darüber hinaus wurden vor kurzem viele von Tiehms Buchweizenpflanzen von Nagetieren zerstört, was die Überlebenschancen der Art weiter gefährdet. Patrick Donnelly, Direktor der CBD für den Bundesstaat Nevada, ließ wenig Zweifel an der Haltung seiner Gruppe in dieser Angelegenheit. „Es gibt nur einen Weg nach vorne, nämlich den Schutz des Tiehm’schen Buchweizens und das Verhindern, dass diese zerstörerische Mine eine Art in den Untergang treibt“, sagte er in einer Erklärung.

Noch bedrohlicher für die Entwickler ist die Feststellung des FWS, dass „die Staubablagerung, die durch den erhöhten Fahrzeugverkehr im Zusammenhang mit dem Minenbetrieb entsteht, auch die allgemeine Gesundheit und die physiologischen Prozesse der Teilpopulationen, die nach der vollständigen Umsetzung des Projekts verbleiben, negativ beeinflussen kann.“

Wackelige Lithium-Versorgungskette

Die Genehmigung des Minenprojekts in Nevada würde es dem Weißen Haus unter Biden ermöglichen, die USA als vollwertigen Partner in der globalen Lithium-Lieferkette zu präsentieren – ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur Ablösung benzinbetriebener Fahrzeuge durch Elektroautos. Doch die zweifelhaften Aussichten der Mine sind nur eines der Probleme, die einen reibungslosen Übergang zu einer rein elektrischen Zukunft untergraben.

Lithium, der Dreh- und Angelpunkt für den Übergang zu grüner Energie, ist knapp. Und da Automobilhersteller, Energieversorger und die Öffentlichkeit, der sie dienen, zunehmend von diesem weichen, silbrig-weißen Alkalimetall abhängig sind, wird sich der Mangel noch weiter verschärfen und der Preis des Metalls wird entsprechend steigen. Wie die Macquarie Group, ein australisches Finanz-Dienstleistungs-Unternehmen, kürzlich feststellte: „Längerfristig wird der Lithiummarkt unserer Ansicht nach wahrscheinlich ein dauerhaftes Defizit aufweisen. Infolgedessen werden die Lithiumpreise voraussichtlich weiter steigen und sich bis 2024 auf einen Spitzenpreis zubewegen.“

In einem Forbes-Artikel vom Juli 2021 wurde eine Prognose der Credit Suisse hervorgehoben, wonach sich die Lithiumnachfrage bis 2025 verdreifachen könnte, wobei höhere Preise erforderlich wären, um „die erforderliche Angebotsreaktion hervorzurufen“.

Und woher wird all dieses Lithium kommen? „Die meisten der weltweit dominierenden Lithium-Lieferanten sind mit feindlichen Mächten verbündet – wie China/Mongolei, Kongo, Bolivien … und jetzt auch das von den Taliban kontrollierte Afghanistan, wo China schätzungsweise 1 Billion Dollar an Lithium-Abbauverträgen erhalten wird“, schreibt Lee Bellinger in der Septemberausgabe von Off-Grid Confidential.

Bellinger verweist auf einen kürzlich erschienenen, wenig beachteten 287-seitigen Bericht der Internationalen Energieagentur (IEA) über die Folgen des Übergangs von fossilen Brennstoffen zu metallabhängigen erneuerbaren Energien. „Lithium, Graphit, Nickel und Seltene Erden stehen vor einem enormen Anstieg der Nachfragekurve von 4.200% für Lithium, 2.500% für Graphit, 1.900% für Nickel und 700% für Seltene Erden“, erklärt er. Die IEA stellte fest, dass vollelektrische Autos sechsmal mehr Mineralien benötigen als herkömmliche Benzinfahrzeuge.

All diese Materialien müssen zur Unterstützung der intermittierenden Wind- und Solarenergie abgebaut werden, was das ohnehin schon wackelige Stromnetz enorm belasten wird, das nicht in der Lage sein wird, verlässlichen und erschwinglichen Strom zu liefern, egal wie viel Wall-Street-Investoren in grüne Energie stecken.

Biden und seine Handlanger, dieselben Zauberer, die den Rückzug der USA aus Afghanistan eingefädelt haben, tauschen die Energieunabhängigkeit der USA vom Nahen Osten gegen die Energieabhängigkeit von China, unserem wichtigsten geopolitischen Rivalen. Und die Energie, die wir bei diesem Geschäft erhalten, sofern wir überhaupt welche bekommen, wird niemals ausreichen, um eine hochentwickelte Nation mit über 330 Millionen Einwohnern zu versorgen.

[Hervorhebung vom Übersetzer]

Autor: Bonner Cohen, Ph. D., is a senior policy analyst with CFACT, where he focuses on natural resources, energy, property rights, and geopolitical developments. Articles by Dr. Cohen have appeared in The Wall Street Journal, Forbes, Investor’s Busines Daily, The New York Post, The Washington Examiner, The Washington Times, The Hill, The Epoch Times, The Philadelphia Inquirer, The Atlanta Journal-Constitution, The Miami Herald, and dozens of other newspapers around the country. He has been interviewed on Fox News, Fox Business Network, CNN, NBC News, NPR, BBC, BBC Worldwide Television, N24 (German-language news network), and scores of radio stations in the U.S. and Canada. He has testified before the U.S. Senate Energy and Natural Resources Committee, the U.S. Senate Environment and Public Works Committee, the U.S. House Judiciary Committee, and the U.S. House Natural Resources Committee. Dr. Cohen has addressed conferences in the United States, United Kingdom, Germany, and Bangladesh. He has a B.A. from the University of Georgia and a Ph. D. – summa cum laude – from the University of Munich.

Link: https://www.cfact.org/2021/09/28/nevada-lithium-mine-key-to-green-energy-opposed-by-greens/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Keine September-Klimaerwärmung in Deutschland – Wo bleibt die angebliche Klimakatastrophe durch das Gas Kohlendioxid?

Josef Kowatsch, Stefan Kämpfe

Der September 2021 verwöhnte die Bundesbürger gut drei Wochen mit sonnigem und warmem Wetter. Ganz ohne Schönheitsfehler verlief dieser Nachsommer aber nicht; gebietsweise dominierten auch Nebel und Hochnebel. Der DWD gibt den Temperaturschnitt seiner knapp 2000 Wetterstationen mit 15,2°C an. Der erste klimatologische Herbstmonat sei im Großen und Ganzen zu warm, sehr trocken und sonnig gewesen – verglichen mit vieljährigen Mittelwerten, sagt der DWD.

Wir fragen uns: Wo ist die beängstigende Kimaerwärmung, welche die neue Regierung bekämpfen will? Aufgrund der CO2-Zunahme sollten doch vor allem in den letzten 30 Jahren die Temperaturen besonders stark gestiegen sein. Gerne verwendet der DWD auch den Vergleich ab 1881, dem systematischen Aufzeichnungsbeginn im Kaiserreich. Den Trend ab 1881 interpretiert man dann als den beängstigenden Temperaturanstieg seit der Industrialisierung, vergisst aber stets, Urbanisierung, AMO-Warmphase, zunehmende Besonnung und geänderte Großwetterlagenhäufigkeiten als natürliche Ursachen zu erwähnen.

Um die Hauptantworten vorweg zu nehmen: 1881 lag zusätzlich in einer Kaltphase und ebenso die 1970er bis frühen 1990er Jahre. Aus einem Tief heraus kann man immer eine Erwärmung feststellen. Das zeigen wir im folgenden Artikel.

Die erste DWD-September-Temperaturgrafik beginnt deshalb nicht 1881 im Kältetief, sondern 1932, inmitten einer wärmeren Septemberphase.

Abb.1: Der Monat September hat sich in Deutschland laut DWD Temperaturaufzeichnungen seit 90 Jahren nur unwesentlich erwärmt. Im gleichen Zeitraum ist der CO2-Anteil jedoch um über 120 ppm gestiegen. Die Temperaturen korrelieren überhaupt nicht mit der Mouna-Loa Kurve. Ab der Mitte des 20. Jh. erkennt man schon mit bloßem Auge eine kühlere Phase, welche nicht zur steigenden CO2-Konzentration passt.

Wir reihen diesen September ein und stellen fest: Seit 90 Jahren gibt es keine signifikante Septembererwärmung in Deutschland.

Betrachten wir nun im folgenden Teil eine Wetterstationen, deren Aufzeichnungsbeginn weit vor 1881 beginnt: Der Hohenpeißenberg (HPB) südlich von Augsburg im Voralpenland.

Abb.2: Auch auf dem Hohenpeißenberg, der Vorzeigewetterstation des DWD gibt es keinerlei Zusammenhang zwischen Septembertemperaturen und CO2-Konzentration der Atmosphäre. Fast kein Temperaturanstieg seit 1781, obwohl die Wetterstation seit 1936 an einem wärmeren Platz steht.

Bereits 1935 musste die Wetterstation auf Betreiben des Reichswetterdienstes von der Nordwand der Klosterkirche in 7m Höhe entfernt und an einem frei zugänglichen Ort aufgestellt werden. Seit gut 50 Jahren ist ihr Freiplatz im neu erbauten DWD-Beobachtungszentrum, das Thermometer erfasst alle erwärmenden Septembersonnenstunden, die in den beiden letzten Jahrzehnten wie überall in Deutschland zunehmend sind.

Zerlegen wir nun den Temperaturverlauf des HPB nach den Zeiträumen der 2 verschiedenen Standortplätze der Wetterstation auf dem 988 m hohen Berg im Alpenvorland

Abb. 3: Der September kühlte sich sogar ganz leicht ab im 155-jährigen Zeitraum, als die Wetterstation an der Nordwand der Klosterkirche in 7 m Höhe hing auf 995 m NN und keinen Sonnenstrahl abbekam. Seit 1936 bis heute zeigt der erste Herbstmonat auf dem HPB zwar auch keine Erwärmung, das Temperaturniveau ist seit dem Stationswechsel jedoch insgesamt um 0,5°C höher. (11,6°C zu 12,1°C) Stationshöhe heute 977m NN.

Temperatursprünge: Natürliche Ursachen des Klimawandels

Unter dem Begriff Temperatursprung sind nicht Einzeltemperaturen gemeint, die aus der Reihe fallen, sondern ein Sprung nach oben oder unten auf ein neues Plateau, das für mehrere Jahrzehnte, mindestens aber für 25 Jahre, bei einem Monat sein Niveau hält.

Temperatursprünge haben natürliche Gründe des steten Klimawandels als Ursache. Es sei denn wie beim HPB, dass die Wetterstation umgestellt wurde. Aber ansonsten sind beim Monat September weder in der DWD-Reihe, die derzeit den Schnitt aus 1900 Einzelstationen bildet, noch beim HPB größere Temperatursprünge erkennbar. In diesem Artikel wurden die Temperatursprünge der Jahreszeiten erstmals näher beschrieben.

Während der Herbst letztmals 1994 einen kleinen Temperatursprung hatte, finden wir diesen beim September erst 5 Jahre später in den DWD-Reihen; alle September-Temperatursprünge seit 1881 sehen so aus:

Abbildung 4: Von 1881 bis 1925 herrschte im September eine Kaltphase mit leichter Abkühlungstendenz; es folgte die grob mit der ersten AMO-Warmphase zusammenfallende erste Warmphase bis 1961, als dritte eine kühlere Periode bis 1998 und letztendlich die aktuelle Warmphase, welche gegenüber der jetzigen AMO-Warmphase um gut 10 Jahre verspätet einsetzte. Auffallend ist die geringere einfache Standardabweichung S der beiden Kaltphasen; herausragend warme oder kalte Monate sind beschriftet.

Die Grafik zeigt keine Klimasensitivität des CO2; sie verdeutlicht lediglich, dass die beschleunigt steigende CO2-Konzentration die vier Temperaturphasen nicht erklären kann. Außerdem sind die DWD-Flächen- und Rastermittel nicht WI-bereinigt; mit WI-Bereinigung hätte der Anstieg auch seit 1881 deutlich unter 1 K gelegen.

In der nächsten Abbildung betrachten wir die DWD-Deutschlandtemperaturen vor und nach dem letzten Temperatursprung

Abb. 5: Interessant ist der letzte Septembertemperatursprung, da er in die Zeit der Klimahysterie fällt. Von 1998 auf 99 war ein kleinerer Sprung, aber seitdem hält sich die September-Trendlinie knapp über 14°C, der leichte Anstieg ist dem steigenden Wärmeinseleffekt geschuldet und nicht signifikant.

Der September 2021 wird vom DWD mit 15,2°C geführt, nur unwesentlich wärmer als 1917 bei den damaligen Wetterstationen im Kaiserreich an ganz anderen, im Vergleich zu heute viel kälteren Standorten. Der DWD berichtet von 2021: „Der September 2021 war mit rund 35 Litern pro Quadratmeter (l/m²) der trockenste erste Herbstmonat seit 15 Jahren“. Damit hätte der doch recht milde September 2021 seine Ursache auch in den vermehrten Sonnenstunden (15% über dem Schnitt) und bei unterdurchschnittlichen Niederschlagen, weil die Verdunstungskälte fehlte. Mit CO2 hat das alles nichts zu tun.

Dass CO2 die Wolkenbildung reduziert, bzw. mehr Sonnenstunden zur Folge hätte, wird auch von den CO2-Anhängern nicht behauptet. Infolgedessen hat der kleine September-Temperatursprung, der nun 23 Jahre anhält, natürliche Ursachen.

Wärmeinseleffekt: Die Umgebungsveränderung bei einer Wetterstation bestimmt den Temperaturverlauf mit. Bei den Standorten der 1900 DWD-Stationen wächst der WI-Effekt von Jahr zu Jahr. Die zunehmende Bebauung und Trockenlegung der Landschaft sind letztlich die Ursachen der menschenerzeugten Erwärmung. Im Osten Deutschlands geht dieser Prozess vielerorts langsamer vor sich und deshalb sehen wir sogar in dem kurzen Zeitraum seit 1999 deutliche Unterschiede zwischen WI-hohen Standorten und WI-armen: Goldbach liegt im Osten Sachsens, in der Nähe der Kleinstadt Bischofswerda. Hof in NO-Bayerns. Beide Wetterstationsstandorte befinden sich außerhalb der Stadt. Trotzdem existiert ein großer Unterschied. Goldbach blieb ländlich und Hof wurde in ein Gewerbegebiet eingemauert mit einer vierspurigen Bundesstraße als Autobahnzubringer, die in direkter Nähe der Wetterstation vorbeiführt.

Abb. 6: Die Umgebungsveränderung bei einer Wetterstation bestimmt den Temperaurverlauf ganz wesentlich. Die DWD-Wetterstation Hof verliert zunehmend ihre ländliche Umgebung. Aufgrund der Höhendifferenz von 250 m ist der September in Goldbach aber immer noch wärmer als im (von der Sonne und Menschenhand beheizten) Gewerbegebiet von Hof.

Unterschiedliche Entwicklung von Maxima und Minimum Temperaturen

Auch fallende September-Minima an der Station Dachwig/Thüringen passen nicht zur angeblichen CO2-Erwärmungswirkung

Die Autoren untersuchen seit längerem Wärmeinseleffekte. Mittlerweile liegen die Werte der sehr ländlichen DWD-Station Dachwig im Thüringer Becken bis in die 1980er Jahre lückenlos vor; diese wurde seitdem nicht verlagert, befand sich also stets am selben Ort. Bei flüchtiger Betrachtung zeigt sich hier seit den späten 1980er Jahren das typische Bild einer September-Erwärmung der letzten 35 Jahre. Aber die erfolgte auf Kosten rasant steigender Tagesmaxima – die Minima verweigern sich hier der Erwärmung, was ein weiteres Indiz gegen eine CO2-dominierte Klimaerwärmung ist.

Abbildung 7: In Dachwig/Thür. Becken erwärmte sich der September auf Kosten der sehr stark steigenden Maxima merklich, was auf stärkere Bodenaustrocknung und Besonnung hindeutet. Die (meist) etwa zum Sonnenaufgang eintretenden Minima kühlten aber ab. Werte für 2021 liegen noch nicht vor.

Auch typische Wärmeinselstationen wie München-Innenstadt zeigen keine T-Min-Erwärmung im September

Abb. 8: Bei Wetterstationen in Wärmeinseln wurde der September wie zu erwarten in den letzten 30 Jahren deutlicher wärmer- siehe braune Trendlinie. Diese Erwärmung fand jedoch hauptsächlich tagsüber bei Sonnenschein statt, – siehe T-Max Trendlinie. Nicht erwärmt haben sich die in den Morgenstunden gemessenen T-Min Temperaturen. ( Auswertungen nach M. Baritz)

Man könnte fragen: Wirkt die angeblich durch CO2 bedingte Erwärmung nur tagsüber?

Dieses Verhalten in Dachwig und in München blieb nicht auf den September beschränkt; im Jahresmittel betrug die Minima-Abkühlung bei Dachwig gut 0,4 K. Doch nicht alle DWD-Stationen zeigen diesen Trend; es bedarf weiterer Untersuchungen, welche aber durch die häufigen Stationsverlagerungen stark erschwert werden

Zusammenfassung:

Trotz des ständigen CO2-Konzentrationsanstieges der Atmosphäre (derzeit 2 ppm pro Jahr) rund um den Globus zeigt der Monat September in Deutschland auch über einen längeren Zeitraum keinen wesentlichen Temperaturanstieg.

Der Monat hat nur kleine Temperatursprünge in den letzten 120 Jahren vorzuweisen, der letzte war 1999 auf ein leicht höheres Temperaturplateau, auf dem wir uns derzeit noch befinden.

Innerhalb eines Plateaus bleiben die Temperaturen meist konstant. Nur Wärmeinselstandorte zeigen je nach wärmender Standortveränderung einen weiteren Anstieg. Dabei unterscheiden sich die T-Min oft wesentlich von den T-Max Temperaturen

Das irdische Leben der Erde ist auf dem Element Kohlenstoff aufgebaut. Deswegen ist die CO2-Zunahme der Atmosphäre erfreulich. Das unsichtbare Gas ist ein Düngemittel für alle Pflanzen, führt zu einem beschleunigten Wachstum, steigert die Hektarerträge und bekämpft somit den Hunger in der Welt. Ohne Kohlendioxid wäre die Erde kahl wie der Mond. Das Leben auf der Erde braucht Wasser, Sauerstoff, Kohlendioxid und eine angenehm milde Temperatur.

Fazit: Es wird endlich Zeit, dass Natur- und Umweltschutz in den Mittelpunkt politischen Handelns gestellt werden, und nicht das Geschäftsmodell Klimaschutz. Die ständige weitere Bebauung und Versiegelung einst freier natürlicher Flächen führt bei den betroffenen Wetterstationen zu einer schleichenden Erwärmung, die je nach Monat und Jahreszeit sehr unterschiedlich ausfallen kann.

Der Monat September zeigt: Eine auf CO2-Basis verursachte Klimakatastrophe ist nicht in Sicht. Die Septembererwärmung bekommen nur Personen mit, die ständig in den sich ausweitenden Wärmeinseln leben, das sind 15% der Deutschlandfläche. Eine Zusatzerwärmung, für die sie selbst verantwortlich sind und von den Thermometern mitgemessen werden.

 




Die Grüne Agenda trifft auf die Energie-Krise (gerade pünktlich für COP 26)

Jo Nova

Einige großartige grüne Pläne beginnen zu zerplatzen, und es ist noch nicht einmal Winter

Aber es ist genau der richtige Zeitpunkt für einen Realitätscheck auf der COP26.

Die Energieknappheit in Europa hält an, da der Inhalt der Gasspeicher auf ein 10-Jahres-Tief gesunken ist. Im Vereinigten Königreich sind in diesem Jahr 12 Energieunternehmen zusammen gebrochen, so dass 2,2 Millionen Kunden ohne einen Stromanbieter dastehen. Die Lage ist so schlimm, dass die niederländische Regierung darüber nachdenkt, das Groningen-Gasfeld, Europas größtes Onshore-Gasfeld, wieder in Betrieb zu nehmen. Dies ist ein großer Rückschritt für den Übergang zu magischer Energie. „Bis vor kurzem war geplant, Groningen bis 2023 komplett zu schließen und damit die groß angelegte Gasförderung und den Export durch die Niederlande mit einem Paukenschlag zu beenden.

Es gibt sogar Überlegungen, wieder auf Kohle umzusteigen. Drax spricht plötzlich davon, einige Kohlekraftwerke noch etwas länger laufen zu lassen, was vor ein paar Monaten noch eine Blasphemie gewesen wäre.

In Europa und Asien – die Energie-Krise läuft Amok

Niemand kann die Verknappung von Nahrungsmitteln in Brüssel dem Brexit in die Schuhe schieben:

Aber man kann Big Grün für die Energie-Krise verantwortlich machen

Kate Andrews: Die geringe Energie-Sicherheit in UK wirft Zweifel auf Net Zero.

The Daily Telegraph, 29. April 2021

Anders als bei dem unerwarteten, durch die Luft übertragbaren Virus, der in rasantem Tempo über die Welt hinwegfegte, gibt es praktisch keine Entschuldigung dafür, dass die Regierung nicht vollständig auf das vorbereitet war, was wir jetzt erleben.

Die Briten werden bald den Preis dafür zahlen. Selbst im günstigsten Fall, wenn die Gaslieferungen hochgefahren werden und die Nachfrage aus den asiatischen Märkten (die viel Geld zahlen, um sich die erste Priorität zu sichern) sich ausgleicht, werden die Energierechnungen in den kommenden Monaten fast garantiert in die Höhe schnellen.

Trotz der hochtrabenden Versprechungen mehrerer Regierungen, die Verbraucher vor steigenden Kosten zu schützen, zeigt sich jetzt – auf finanziell schmerzhafte Weise – wie leer diese Versprechen angesichts des unkontrollierbaren globalen Drucks sind.

Ja, die Einwohner des Vereinigten Königreichs werden wie die Menschen weltweit höhere Energiepreise zahlen müssen. Aber das Problem wird hier besonders akut sein, da die Gasreserven nur für einige Tage reichen, was Großbritannien im Falle von Engpässen besonders anfällig macht.

Die Entscheidung, die kohlenstoffärmeren Schiefergasalternativen nicht weiter voranzutreiben, lässt eine Energiekrise wie in den 1970er Jahren befürchten, während Länder wie die USA – zumindest im Moment – ziemlich zuversichtlich sind, dass sie den Preisanstieg bewältigen können.

Vielleicht dämmert es den Beamten, warum der Kreml die Anti-Fracking-Proteste in Europa unterstützt hat. Bei der Untergrabung dieser unvollkommenen, aber weitaus saubereren Energieform durch Desinformationskampagnen ging es nicht nur darum, seine Kontrolle über die Gasversorgung zu behalten (was er jetzt zu seinem Vorteil nutzt, um Nord Stream 2 durchzusetzen). Es war auch ein Spiel um Stabilität und Sicherheit – ein Spiel, das das Vereinigte Königreich zu verlieren scheint.

[Hervorhebung im Original]

In der Zwischenzeit denkt die britische Regierung darüber nach, Menschen, die bei kaltem Wetter Gas zum Heizen ihrer Häuser verwenden, mit einer Steuer zu belegen, um sie angeblich vor etwas heißeren Tagen im Jahr 2095 zu bewahren.  Wie John Constable vom GWPF sagt, ist die vorgeschlagene Heizungssteuer zur Finanzierung von Net Zero ein soziales und politisches Desaster im Entstehen. Nehmen wir die hohen Gaspreise und machen sie noch höher?

In China wird derweil in zwei Dritteln des Landes der Strom rationiert

Zurzeit gibt es in China Berichte, dass in einigen Gebieten die Aufzüge nicht funktionieren, die Heizungen abgeschaltet sind und die Ampeln ausfallen. Der Preis für chinesische Kraftwerkskohle hat sich im vergangenen Jahr mehr als verdoppelt, und 242 Containerschiffe warten auf einen Liegeplatz in chinesischen Häfen.

China bereitet sich auf einen kalten Winter vor, da sich seine hausgemachte Energiekrise verschärft

The Sydney Morning Herald, 30 September 2021

In zwei Dritteln der chinesischen Provinzen wird der Strom jetzt rationiert. Fabriken wurden geschlossen oder haben ihre Produktion reduziert. In den Haushalten wird es dunkel und die Straßenbeleuchtung wurde abgeschaltet. Die Nachfrage nach Kerzen ist sprunghaft angestiegen. Die Auswirkungen auf die Lebensmittelverarbeitungsbetriebe gefährden die Ernährungssicherheit.

Vor dem typischerweise extrem kalten Winter sieht sich China mit Bedrohungen für seine Bevölkerung und seine Wirtschaft konfrontiert …

Nahezu 60 Prozent der chinesischen Energie wird durch Kohle erzeugt, wobei etwa 90 Prozent dieser Kohle im Inland gewonnen wird.

Es war die Kohle, die Chinas bemerkenswerte Beschleunigung des Wirtschaftswachstums im letzten halben Jahrhundert angetrieben hat, die dazu beigetragen hat, das Land zur Produktionsbasis der Welt zu machen, und die den jahrzehntelangen Bau- und Immobilienboom im Herzen der chinesischen Wirtschaft angeheizt hat.

Es braut sich auch eine Krise in der Lieferkette zusammen. Sehen Sie sich all diese Hockeysticks an!

Globale Lieferketten

Hier kann man alle Graphiken vergrößert anschauen!

China importierte früher Kohle im Wert von 14 Milliarden Dollar aus Australien. Dann verlangte Australien eine Untersuchung über die Herkunft von Covid-19, und um zu zeigen, wie egal ihr die Wahrheit ist, begann die kommunistische Partei einen Handelskrieg, in dessen Verlauf etwa 70 Containerschiffe mit 1400 Mann Besatzung monatelang vor China festsaßen. Es gibt Gerüchte, dass China nur noch über Kohlevorräte für ein paar Wochen verfügt. Vielleicht zwingen die jüngsten Stromausfälle China dazu, wieder australische Kohle zu importieren, bevor die Winterkälte wirklich zuschlägt!

Am wichtigsten ist jedoch, dass die Energiekrise vielleicht all die falschen Geschichten der Chinesen übertrumpfen wird, die vorgeben, die Emissionen plötzlich zu senken, um die Welt zu retten, während sie versuchen, den Westen dazu zu bringen, noch mehr industrielle Energie in Glasgow zu opfern.

Link: https://joannenova.com.au/2021/10/the-green-agenda-meets-the-energy-crisis-just-in-time-for-cop-26/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Soziale Medien versuchen, die Sonne zu blockieren

H. Sterling Burnett

Ronan Connolly, Willie Soon, Michael Connolly, Sallie Baliunas, Johan Berglund, C. John Butler, Rodolfo Gustavo Cionco, Ana G. Elias, Valery M. Fedorov, Hermann Harde, Gregory W. Henry, Douglas V. Hoyt, Ole Humlum, David R. Legates, Sebastian Lüning, Nicola Scafetta, Jan-Erik Solheim, László Szarka, Harry van Loon, Víctor M. Velasco Herrera, Richard C. Willson, Hong Yan (艳洪), and Weijia Zhang.

Was haben all diese Namen gemeinsam? Erstens sind sie alle Forscher mit akademischen Abschlüssen in Physik, Geologie oder anderen akademischen Disziplinen, die in der Klimaforschung tätig sind. Zweitens waren sie kürzlich Mitverfasser einer in der Fachzeitschrift Research in Astronomy and Astrophysics (RAA) veröffentlichten Arbeit, in der sie fordern, dass der Einfluss der Sonne auf das Klima stärker erforscht werden sollte. Drittens tun Facebook und andere soziale Medien ihr Bestes, um diesen Bericht zu unterdrücken und zu verhindern, dass er von ihren Mitgliedern geteilt und diskutiert wird, nachdem ihre angeblich unabhängigen „Faktenchecker“ den Artikel als „falsch“ und „irreführend“ bezeichnet hatten.

[Hervorhebung vom Übersetzer]

Was haben die Autoren dieses Papiers getan, um den Zorn der so genannten Faktenprüfer auf sich zu ziehen? Sie haben einfach versucht herauszufinden, inwieweit die Sonne den derzeitigen Klimawandel antreibt oder beeinflusst. Eine solche Untersuchung ist für das Verständnis der Ursachen des Klimawandels und für die Formulierung erfolgreicher Gegenmaßnahmen von entscheidender Bedeutung. Sie sollte nicht umstritten sein.

Vor den letzten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts war es wissenschaftlich allgemein anerkannt, dass die Sonnenaktivität – periodische, abwechselnde Zyklen von Hyperaktivität und Ruhe – eine große Rolle bei regionalen und globalen Klimaveränderungen spielt. Kleine Eiszeiten und Klimaoptima wurden mit der Sonnenaktivität in Verbindung gebracht.

Seitdem die Regierungen unter der Schirmherrschaft der Vereinten Nationen den Zwischenstaatlichen Ausschuss für Klimaänderungen (IPCC) gebildet und ihn mit der Untersuchung der menschlichen Ursachen des Klimawandels beauftragt haben, wird der Einfluss der Sonne auf die Klimaveränderungen jedoch heruntergespielt. Politische und wissenschaftliche Mandatsträger erklärten, dass die vom Menschen verursachten Treibhausgase die einzigen wichtigen Faktoren für den Klimawandel seien. Mit ihrem Marschbefehl in der Hand haben diejenigen, die an den Berichten des IPCC mitgewirkt haben, Dokumente erstellt, die diese Position unterstützen.

Dennoch ging die unabhängige Forschung weiter. Wie in dem RAA-Papier dokumentiert, haben Dutzende von internationalen Forschern oder Forscherteams Dutzende von Papieren veröffentlicht, in denen sie ausführlich begründen, warum sie glauben, dass die Sonnenaktivität weiterhin eine wichtige Rolle beim Klimawandel spielt. Connolly et al. schreiben:

Es gab viele veröffentlichte Übersichtsbeiträge und Artikel (seit Gründung des IPCC), welche zu dem Ergebnis gekommen sind, dass … ein großer Teil der Erwärmung seit Mitte des 20. Jahrhunderts und davor mit den Änderungen der Sonnenaktivität erklärt werden kann. Zum Beispiel: Soon et al. (1996); Hoyt & Schatten (1997); Svensmark & Friis-Christensen (1997); Soon et al. (2000b,a); Bond et al. (2001); Willson & Mordvinov (2003); Maasch et al. (2005); Soon (2005); Scafetta & West (2006a,b); Scafetta & West (2008a,b); Svensmark (2007); Courtillot et al. (2007, 2008); Singer & Avery (2008); Shaviv (2008); Scafetta (2009, 2011); Le Mouël et al. (2008, 2010); Kossobokov et al. (2010); Le Mouël et al. (2011); Humlum et al. (2011); Ziskin & Shaviv (2012); Solheim et al. (2012); Courtillot et al. (2013); Solheim (2013); Scafetta & Willson (2014); Harde (2014); Lüning & Vahrenholt (2015, 2016); Soon et al. (2015); Svensmark et al. (2016, 2017); Harde (2017); Scafetta et al. (2019); Le Mouël et al. (2019a, 2020a); Mörner et al. (2020); Lüdecke et al. (2020)).

In der Zwischenzeit waren andere Berichte und Artikel in diesem Zeitraum entweder unentschieden oder argumentierten mit signifikanten, aber subtilen Auswirkungen der Sonnenvariabilität auf den Klimawandel. Zum Beispiel: Labitzke & van Loon (1988); van Loon & Labitzke (2000); Labitzke (2005); Beer et al. (2000); Reid (2000); Carslaw et al. (2002); Ruzmaikin & Feynman (2002); Ruzmaikin et al. (2004, 2006); Feynman & Ruzmaikin (2011); Ruzmaikin & Feynman (2015); Salby & Callaghan (2000, 2004, 2006); Kirkby (2007); de Jager et al. (2010); Tinsley&Heelis (1993); Tinsley (2012); Lam & Tinsley (2016); Zhou et al. (2016); Zhang et al. (2020b); Dobrica et al. (2009); Dobrica et al. (2010); Demetrescu & Dobrica (2014); Dobrica et al. (2018); Blanter et al. (2012); van Loon & Shea (1999); van Loon & Meehl (2011); van Loon et al. (2012); Roy & Haigh (2012); Roy (2014, 2018); Roy & Kripalani (2019); Lopes et al. (2017); Pan et al. (2020).

Warum wurden diese abweichenden wissenschaftlichen Meinungen in der Literatur nicht in den verschiedenen IPCC-Erklärungen berücksichtigt?

Das ist eine gute Frage.

Wissen wächst nur, wenn wir Fragen stellen. Der wissenschaftliche Betrieb beruht auf dem Stellen von Fragen und dem freien und offenen Austausch von Ideen, Theorien und faktengestützten Meinungen im Streben nach Verständnis, Wissen und Wahrheit. Das Hinterfragen und Testen von Hypothesen, Theorien, Prämissen und Schlussfolgerungen ist für den wissenschaftlichen Betrieb von entscheidender Bedeutung. Wissenschaftlicher Fortschritt und erfolgreiche Demokratien haben eines gemeinsam: Sie führen mit größerer Wahrscheinlichkeit zu positiven Ergebnissen, wenn sie auf transparente Weise betrieben werden. Tyrannei und auf politische Ziele ausgerichtete „Wissenschaft“, die sich nach den Wünschen vermeintlicher Experten und Eliten richtet, gedeihen im Dunkeln, wenn Debatten, freies Sprechen und Hinterfragen unterdrückt oder verboten werden.

Im Rahmen ihrer Forschung für das RAA-Papier haben die 23 Wissenschaftler aus 14 verschiedenen Ländern eine umfassende Analyse der 16 veröffentlichten Datensätze zur Sonneneinstrahlung vorgenommen.

Die Forscher fanden heraus, dass das IPCC eine sehr kleine Anzahl von Datensätzen zur Sonneneinstrahlung mit einheitlich „geringer Sonnenvariabilität“ verwendet, um seine Schlussfolgerung zu untermauern, dass die Sonnenaktivität eine vernachlässigbare Rolle beim Klimawandel spielt. Bei Verwendung einer breiteren, umfassenderen Reihe von Datensätzen kommen die Forscher dagegen zu dem Schluss, dass „die meisten, wenn nicht alle, langfristigen Temperaturänderungen auf natürliche Faktoren zurückzuführen sind“.

Die Solardaten der ACRIM-Sonnen-Überwachungs-Satelliten der NASA stimmen gut mit den Temperaturdaten aus den zuverlässigsten Datensätzen überein. Diese deuten darauf hin, dass fast die gesamte jüngste Erwärmung durch die Sonnenaktivität erklärt werden kann und der Beitrag der menschlichen Treibhausgas-Emissionen sehr gering ist. Das IPCC ignoriert die ACRIM-Daten der NASA und andere Datensätze zugunsten derjenigen, die der Hypothese einer menschlichen Verantwortung für den Klimawandel Glauben schenken.

Der Hauptautor des RAA-Papiers, Ronan Connolly, Ph.D., vom Center for Environmental Research and Earth Sciences (CERES), kommentierte die Behandlung der Sonneneinstrahlung als Faktor des Klimawandels durch das IPCC so:

Das IPCC hat den Auftrag, einen Konsens über die Ursachen des Klimawandels zu finden. Ich verstehe die politische Nützlichkeit einer Konsensmeinung, weil sie es den Politikern leichter macht. Die Wissenschaft funktioniert jedoch nicht nach einem Konsens. Tatsächlich gedeiht die Wissenschaft am besten, wenn es Wissenschaftlern erlaubt ist, unterschiedlicher Meinung zu sein und die verschiedenen Gründe für die Uneinigkeit zu untersuchen. Ich befürchte, dass der IPCC, indem er tatsächlich nur die Datensätze und Studien berücksichtigt hat, die die von ihm gewählte Darstellung stützen, den wissenschaftlichen Fortschritt im Hinblick auf ein echtes Verständnis der Ursachen des aktuellen und künftigen Klimawandels ernsthaft behindert hat.

In dem RAA-Papier wird nicht behauptet, dass der Mensch beim gegenwärtigen Zyklus des Klimawandels keine Rolle gespielt hat. Es weist lediglich darauf hin, dass es eine alternative Theorie gibt, die durch Daten gestützt wird und die von denjenigen in Betracht gezogen werden sollte, die öffentliche Maßnahmen zur Kontrolle des Klimas formulieren.

Wenn diese und andere Forschungsergebnisse richtig sind und die Sonne immer noch eine wesentliche, aber unzureichend berücksichtigte Rolle beim Klimawandel spielt, könnten strenge politische Maßnahmen zur Begrenzung der Treibhausgasemissionen aus Energienutzung, Landwirtschaft, Bauwesen, Verkehr und anderen Lebensentscheidungen und wirtschaftlichen Aktivitäten völlig unnötig, übermäßig präskriptiv oder sogar kontraproduktiv sein. Sie könnten aber auch unzureichend sein, um eine weitere Erwärmung zu verhindern. Das sollten Politiker, die Öffentlichkeit und Wissenschaftler wissen.

Soweit ich feststellen kann, hat keiner der so genannten Faktenprüfer irgendeine von Experten begutachtete Forschungsarbeit zum Klimawandel veröffentlicht. Aber selbst wenn sie in gewisser Weise „Experten“ zu diesem Thema wären, bringen Facebook und andere soziale Medien und Mainstream-Medien das öffentliche Wohl oder Wissen nicht voran, indem sie den Zugang zu diesem Papier auf ihren Plattformen beschränken oder die Diskussion darüber unterdrücken.

Im Bereich der Klimaforschung, wie in den meisten Lebensbereichen, ist dem Fortschritt am besten durch eine freie und offene Debatte gedient, auch wenn einige Leute über das Gesagte empört oder beleidigt sind. Der Philosoph und Sozialreformer John Stuart Mill hat es gut ausgedrückt:

[Die Menschen sollten] absolute Meinungs- und Gefühlsfreiheit zu allen Themen haben, ob praktisch oder spekulativ, wissenschaftlich, moralisch oder theologisch. …

Wenn alle Menschen bis auf einen einer Meinung wären und nur eine Person die gegenteilige Meinung hätte, wäre die Menschheit ebenso wenig berechtigt, diese eine Person zum Schweigen zu bringen, wie sie, wenn sie die Macht dazu hätte, berechtigt wäre, die ganze Menschheit zum Schweigen zu bringen. …

Das besondere Übel, wenn man eine Meinung zum Schweigen bringt, besteht darin, dass man das Menschengeschlecht beraubt; die Nachwelt ebenso wie die jetzige Generation; diejenigen, die von der Meinung abweichen, noch mehr als diejenigen, die sie vertreten. Ist die Meinung richtig, so beraubt man sie der Möglichkeit, den Irrtum gegen die Wahrheit einzutauschen; ist sie falsch, so verliert sie, was fast ein ebenso großer Vorteil ist, die klarere Wahrnehmung und den lebendigeren Eindruck der Wahrheit, der durch den Zusammenstoß mit dem Irrtum entsteht.

Die [wissenschaftlichen] Überzeugungen, für die wir am meisten einstehen, haben keinen Schutz, auf den wir uns stützen können, sondern eine ständige Einladung an die ganze Welt, sie als unbegründet zu beweisen. … Das ist das Maß an Gewissheit, das ein fehlbares Wesen erreichen kann, und das ist der einzige Weg, sie zu erlangen.

Die RAA-Studie verdient eine breite Anhörung und öffentliche Diskussion, nicht die Unterdrückung durch selbsternannte Zensoren, die arrogant glauben, sie hätten ein Monopol auf die Wahrheit über die Ursachen und Folgen des Klimawandels. Die Menschen daran zu hindern, zu erforschen, ob die Sonnenaktivität einen möglichen Einfluss auf den Klimawandel hat, ist aus wissenschaftlicher und politischer Sicht gefährlich [und nach Ansicht des Übersetzers ein Verbrechen gegen die Menschheit!]

Quellen: Research in Astronomy and Astrophysics; Jennifer Marohasy; Watts Up With That; Climate Change: the Facts

Link: https://www.heartland.org/news-opinion/news/social-media-attempt-to-block-the-sun

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE