CO2 und Klimawandel – einige grundlegende Widersprüche

Fred F. Mueller

Die (fast) gesamte Politik, Wissenschaftler aller Fachrichtungen, die Medien und das internationale Großkapital erzählen uns unisono, dass das Weltklima und damit die Menschheit kurz vor dem Untergang stehen. Sie behaupten, dass wir durch die Verbrennung fossiler Brennstoffe wie Kohle, Erdöl und Erdgas zu viel CO2 ausstoßen. Es wird argumentiert, dass CO2 als „Treibhausgas“ wirke, welches Wärme in der Atmosphäre aufstaut. Als Folge drohe eine galoppierende globale Erwärmung, wenn wir nicht innerhalb der nächsten 20-30 Jahre vollständig auf die Verbrennung jeglicher Art von fossilen Brennstoffen verzichten.

Es wird behauptet, dass die „natürliche“ vorindustrielle CO2-Konzentration in der Atmosphäre seit zumindest mehreren hunderttausend Jahren bei etwa 280 ppm (parts per million) lag. Seit dem Beginn der Industrialisierung vor etwa 270 Jahren hätten die vom Menschen verursachten CO2-Emissionen diesen Wert auf 414 ppm erhöht (Stand: 29. September 2021 (1)). Um eine Katastrophe in Form eines globalen Temperaturanstiegs von mehr als 1,5 °C abzuwenden, dürfe die Menschheit nicht mehr als 336 zusätzliche Gigatonnen CO2 in die Atmosphäre freisetzen (eine Gigatonne ist eine Milliarde Tonnen, in manchen Veröffentlichungen des IPCC auch als Petagramm (Pg) ausgedrückt). Diese Zahl, die von IPCC-Publikationen und einem deutschen Expertengremium vorgelegt wurde, wurde zur Grundlage eines Urteils des deutschen Bundesverfassungsgerichts (2). Dessen Folgen werden absolut drastische Einschränkungen unseres normalen Lebens mit sich bringen: Strom, Heizung, Warmwasser, Auto- und Flugverkehr, Stahl-, Aluminium- und Betonproduktion müssten eingestellt oder zumindest um teils bis zu 80-90 Prozent eingeschränkt werden. Wer das nicht glauben möchte, möge sich beispielsweise die Klimaplanungsziele für die britische Stadt Oxford ansehen (3). Letztlich würde ein Großteil aller industriellen und privaten Aktivitäten nahezu vollständig zum Erliegen gebracht. Mit anderen Worten: Auf Wiedersehen, Zivilisation, wie wir sie kannten, zurück auf das Niveau der Amish-Sekte in den USA. Aber ist dies wirklich unvermeidlich? Werfen wir einmal einen Blick auf einige Fakten.

Wie verlässlich sind die zugrundeliegenden Annahmen?

Die grundlegende Hypothese der Befürworter eines vom Menschen verursachten katastrophalen Klimawandels ist, dass wir auf der Erde einen mehr oder weniger eng geschlossenen Kohlenstoffkreislauf hatten, der über mindestens mehrere hunderttausend, wenn nicht sogar Millionen Jahre hinweg stabil war, Bild 2.

Bild 2. Grundlegende Annahmen der NASA/ IPCC zum gegenwärtigen Kohlenstoffkreislauf der Erde (4) (Bild: US Government, public domain)

Bild 2 zeigt die wesentlichen Annahmen der Klimawandel-Vertreter. Die Darstellung entspricht in ihren Grundzügen weitgehend der detaillierteren Abbildung 6.1 des IPCC-Berichts AR 5 (5). Letztere kann hier aus urheberrechtlichen Gründen nicht gezeigt werden. Darin wird davon ausgegangen, dass größere Mengen an Kohlenstoff in einer Reihe von Reservoirs (Atmosphäre, Ozeane, Boden, fossile Brennstoffe usw.) gespeichert sind. Aufgrund natürlicher Prozesse zirkulieren zwischen diesen Reservoiren kohlenstoffhaltige Stoffströme. Auf den ersten Blick fällt auf, dass die Darstellung Ungleichgewichte enthält: Die Zahlen zeigen eine resultierende langfristige Verarmung der Atmosphäre um insgesamt 5 Gt Kohlenstoff (GtC) pro Jahr (3 GtC/a verschwinden dauerhaft im Boden, 2 GtC/a im tiefen Ozean). Laut Bild 2 wäre somit das atmosphärische Reservoir in einer Zeitspanne von nur wenigen hundert Jahren erschöpft. Es sei denn, der Mensch würde der Atmosphäre durch seine Emissionen jährlich zumindest 5 GtC/a CO2 hinzufügen. Ob die (amtlichen!) Urheber des Diagramms das wirklich so beabsichtigten, oder ob es ein Beweis für ihre Schlampigkeit ist, sei dahingestellt. Die Folgen einer solch massiven Verarmung der Atmosphäre nach Abschaltung der Kraftwerke wären fürchterlich, denn ohne mindestens ca. 200 ppm CO2 in der Luft kämen die Photosynthese und damit alles sauerstoffatmende Leben auf der Erde zum erliegen. Angesichts der zahllosen Milliarden, die in den letzten Jahrzehnten in die Klimaforschung geflossen sind, geben solche Ungereimtheiten doch sehr zu denken. Aber an dieser Stelle wollen wir es uns ersparen, diesem Rätsel auf den Grund zu gehen, denn es gibt noch ganz andere Zahlen, die unsere Aufmerksamkeit verdienen.

Warum wird die CO2-Absorption in den oberen Ozeanschichten geleugnet?

Bei der Betrachtung von Bild 2 fällt auf, dass für den oberen Ozean keine CO2-Abspeicherung angenommen wird. Für diese Region wird offenkundig ein perfektes Gleichgewicht der internen Flüsse angenommen. Der Überschuss von 2 GtC/Jahr aus dem Austausch mit der Atmosphäre wird unverändert an die tieferen Schichten des Ozeans weitergegeben, wo er augenscheinlich verbleibt. Verglichen mit dem bereits massiven Bestand von 37.000 GtC, der im tiefen Ozean gespeichert ist, scheint diese Menge auf den ersten Blick unbedeutend zu sein. Wenn man jedoch anfängt, in Zeitskalen von hunderttausenden oder Millionen von Jahren zu denken….Aber lassen wir auch diesen Widerspruch zunächst einmal außen vor.

Bei genauerer Betrachtung kommt jedoch eine weitere Frage auf, die angesichts der angeblich ausgeglichenen CO2-Flüsse im Bereich der Ozeanoberfläche stutzig machen sollte. An Land nehmen Bäume CO2 auf und verwenden den Kohlenstoff zum Aufbau von Holz. Dieser Kohlenstoff landet über lange Zeiträume im Boden oder sogar in Kohlelagern in der Tiefe. In den Ozeanen nehmen zwar Algen und andere Pflanzen ebenfalls CO2 auf und bauen Kohlenstoff in ihren Körpern ein. Sterben diese jedoch ab, dann erfolgt ihr Zerfall schnell und meist vollständig, so dass der Kohlenstoff wieder als CO2 in den Ozean abgegeben wird. Allerdings nicht zu 100 %, denn es gibt noch einen sekundären Stoffstrom, der ebenfalls auf dieser Photosynthese von Meeresorganismen aufbaut. Dieser führt über den Stoffwechsel von Korallen. Korallen sind fleischfressende, schalenbildende Meereslebewesen, die sich von Plankton und organischem Abfall ernähren. Mit dem Kohlenstoff aus dieser Nahrung, dem Sauerstoff aus ihrer Atmung sowie Kalziumatomen, die sie aus dem Meerwasser gewinnen, bauen sie sich ein festes Außenskelett aus CaCO3, also aus Kalkstein. Nach ihrem Tod lösen sich ihre Kalkschalen nicht auf. Sie sammeln sich am Meeresboden und werden unter den neuen Korallen, die auf den Überresten ihrer Vorfahren aufwachsen, quasi zusammengesintert, bis sie ziemlich feste Korallenriffe bilden. In diesen Riffen ist Kohlenstoff, der ursprünglich durch Photosynthese aus CO2 gewonnen wurde, in einer sehr dauerhaften Form gespeichert, die über Hunderte von Millionen von Jahren stabil bleibt. Warum haben die Wissenschaftler, die uns die drohende Katastrophe durch die Freisetzung des „Treibhausgases“ CO2 predigen, diesen biogeochemischen Mechanismus zur dauerhaften CO2-Speicherung, der in der Oberflächenschicht unserer Ozeane ständig abläuft, scheinbar übersehen? Sollte er so unbedeutend sein, dass ihm keine Aufmerksamkeit gebührt?

Hier lohnt ein genauerer Blick

Wie in jedem Naturkundemuseum zu sehen ist, hat diese Form der Bindung von Kohlenstoff in Kalk in unseren Meeren schon über immense Zeiträume (Mrd. von Jahren) hinweg stattgefunden. Belegt wird es auch durch enorme Mengen an Kalkstein überall auf der Welt. Und diese Prozesse wurden in den letzten Jahrtausenden zu Höchstleistungen angestachelt. Unsere Klimarettungsexperten betonen ja ständig, dass unsere Gletscher durch die Erderwärmung schmelzen und dadurch der Meeresspiegel ansteigt. Allerdings dauert diese Erwärmung in Wirklichkeit bereits seit dem Ende der letzten Eiszeit vor etwa 12.000 Jahren (6) an. Auch wenn die jüngste Analyse der US National Atmospheric and Oceanic Administration (NOAA) einen in den letzten Jahren diagnostizierten jährlichen Meeresspiegelanstieg von 3,2 mm/a (7) für alarmierend hält: Seit dem Ende der letzten Eiszeit ist der Meeresspiegel bereits um etwa 120 Meter und somit über 12.000 Jahre hinweg mit einer mittleren Rate von 10 mm/a gestiegen. Und die weltweiten Korallenriffe haben mit diesem Anstieg Schritt gehalten und sind deshalb heute 120 m höher als damals, siehe auch Bild 3 und Bild 4).

Bild 3. Ein Saumriff. Riffe wachsen solange nach oben, bis sie die Oberfläche erreichen. Steigt der Meeresspiegel, dann wachsen sie um den gleichen Betrag (8) (Grafik: USGS, public domain)

Anstatt rein vertikal aufzusteigen, sind einige dieser Riffe quasi an den Flanken der Kontinentalsockel „hochgekrochen“ und haben dabei eine schräge Gesteinsstruktur aufgebaut. Unabhängig von ihrer Form entspricht die Massenzunahme von der Größenordnung her mehr oder weniger der eines vertikalen Wachstumspfads. Saumriffe um versinkende Vulkane bilden zum Schluss Lagunen, die ebenfalls mit Kalkstein aufgefüllt werden, Bild 4.

Bild 4. Wachsende Korallen haben um einen versinkenden Vulkan herum ein Atoll aufgebaut, einschließlich der davon umschlossenen Lagune, die mit Korallenkalk aufgefüllt wurde (8) (Grafik: USGS, public domain)

Tropische Inselnationen, die auf Koralleninseln liegen, sind daher in Wahrheit nur selten von steigenden Meeresspiegeln bedroht. Die Inseln, auf denen sie existieren, haben in den letzten 12.000 Jahren mit dem Anstieg des Meeresspiegels um 120 m Schritt gehalten. Sonst gäbe es sie heute nicht mehr. Dieses Wachstum wird sich fortsetzen, es sei denn, die Bewohner vernachlässigen den Schutz der Korallenhabitate, von denen sie abhängen.

Wieviel Kohlenstoff enthalten diese Sockel aus Korallenkalk?

Die interessante Frage ist nun, wie viel Kohlenstoff diese Korallen aus ihrer Umgebung aufnehmen mussten, um diese Aufbauleistungen zu vollbringen. Zur Abschätzung der Menge des hierfür erforderlichen Materials müssen einige Annahmen getroffen werden. Die Spitze eines Riffs ist eine sehr variable Struktur mit eher geringer Dichte. Um das Riff zu erhöhen, muss jedoch in jedem Fall seine Basis aufgebaut werden. Diese besteht aus den Skelettresten abgestorbener Korallen, die zertrümmert und teilweise zu Sand zermahlen wurden. Dieses Schüttgut „sintert“ im Laufe der Zeit zusammen und bildet die recht solide felsige Basis für die lebenden Korallen, die an den Flanken und an der Oberfläche des Riffs gedeihen. Egal, wie hoch das Riff wächst: Die felsige Basis wird damit Schritt halten. Die Masse des dafür erforderlichen Gesteins lässt sich aus der Zusammensetzung dieses Gesteins ableiten. Es besteht aus Calcit (CaCO3). Massiver Kalzit hat eine Dichte zwischen 2,6 und 2,8 kg/dm3, mit einem Mittelwert von 2,715 kg/dm³. Allerdings weist selbst verdichtetes Korallengrundgestein noch Hohlräume und Öffnungen auf. Es erscheint daher gerechtfertigt, eine Dichte von lediglich 2 kg/dm³ anzusetzen.

Als nächster Punkt interessiert der in diesem Gestein enthaltene Kohlenstoffanteil. Dieser lässt sich anhand der chemischen Zusammensetzung leicht bestimmen. Die Molmasse von CaCO3 beträgt 100 (Ca = 40, 3 x O = 48, C = 12). Der Massenanteil des Kohlenstoffs beträgt also 12 %.

Ein kleines Rechenexempel

Weltweite Gesamtfläche der Korallenriffe                 405463 km² (9)

Höhenwachstum seit letzter Eiszeit                                 120 m (6)

Volumen des neu gebildeten Sockels                             48656 km³

Masse des neu gebildeten Sockels                                   97311 Gt

Masse des darin enthaltenen Kohlenstoffs                  11700 GtC

Dieses Ergebnis ist recht interessant, denn es entspricht knapp dem 15-fachen des gesamten derzeitigen Kohlenstoffbestands der Atmosphäre von 800 GtC (4) oder dem 21-fachen des angenommenen vorindustriellen Kohlenstoffbestands der Atmosphäre (~542 GtC (1)). Oder dem 45-fachen der derzeit angenommenen vom Menschen verursachten (anthropogenen) Zugabe von etwa 260 GtC (~133 ppm CO2) zu unserer Atmosphäre. Oder konstant etwa 1 GtC/Jahr über die letzten 12.000 Jahre hinweg. Das Korallenwachstum entpuppt sich somit als ein sehr effizienter biogeochemischer Mechanismus, der mit einer bedeutenden Menge an irgendwoher zusätzlich in den Kohlenstoffkreislauf der Erde eingebrachtem Kohlenstoffs zurechtkam und diesen entsorgte. Und dieser Mechanismus scheint von dem, was der Öffentlichkeit als Ergebnis der Spitzenforschung auf dem Gebiet des Klimawandels präsentiert wird, ignoriert worden zu sein (10).

Das Rätsel der 11.700 nicht bilanzierten Gt Kohlenstoff

Wie bereits eingangs ausgeführt, wurde uns bisher von der „Klimawissenschaft“ erklärt, die oberflächennahe Kohlenstoffbilanz der Erde sei in den letzten paar 100.000 Jahren weitgehend ausgeglichen gewesen. Jetzt tauchen plötzlich zusätzliche ca. 11.700 GtC in Form von Korallenriffen auf, die offenkundig nicht in der Bilanz berücksichtigt wurden. Wäre dieses CO2 noch in der Atmosphäre – weil es ja nicht abgebaut würde, wie es das Bundesverfassungsgericht höchstrichterlich verkündet hat (Bild 5) –, so müsste der aktuelle CO2-Gehalt der Atmosphäre bei etwa 6.500 ppm (!) liegen.

Bild 5. Aus der Begründung des „Klimaurteils“ des Bundeverfassungsgerichts (2)

Welche Erklärung liefert die „Klimawissenschaft“ für die Quelle dieser 11.700 GtC, die in den letzten 12.000 Jahren von einfachen, festsitzenden, mit Kalkschalen umhüllten Planktonfressern eingefangen und in den Aufbau ihrer Riffe gesteckt wurden? Wie kommt es zu einem solch enormen Inventardefizit in der Kohlenstoffbilanz? Wir werden ständig ermahnt, „der Wissenschaft des Klimawandels“ zu folgen. Aber wie gut passt diese Wissenschaft zu den Realitäten, die wir in der Natur vorfinden?

  1. https://www.co2.earth/daily-co2
  2. https://www.bundesverfassungsgericht.de/SharedDocs/Entscheidungen/DE/2021/03/rs20210324_1bvr265618.html
  3. https://www.oxford.gov.uk/news/article/1918/roadmap_outlines_oxford_s_journey_to_net_zero_carbon_emissions_by_2040
  4. https://earthobservatory.nasa.gov/features/CarbonCycle
  5. https://www.ipcc.ch/site/assets/uploads/2018/02/WG1AR5_Chapter06_FINAL.pdf
  6. https://www.sciencedaily.com/releases/2010/12/101201120605.html
  7. https://oceanservice.noaa.gov/facts/sealevel.html
  8. http://pubs.usgs.gov/fs/2002/fs025-02/
  9. https://allencoralatlas.org/atlas/#1.00/0.0000/-145.0000
  10. https://essd.copernicus.org/articles/10/2141/2018/essd-10-2141-2018.pdf (Le Quéré et al)

 




„Schneemassensaison“ der nördlichen Hemisphäre beginnt mit 250 Gigatonnen über dem Durchschnitt von 1982-2012 – PLUS eine Betrachtung dazu von Dipl.-Met. Christian Freuer im Anschluss an den Beitrag

Cap Allon

Die ersten Beobachtungen für das FMI-Diagramm „Gesamt-Schneemasse für die nördliche Hemisphäre“ wurden soeben aufgezeichnet, und wie in den vergangenen Jahren liegt diese zu Saisonbeginn deutlich über dem 30-jährigen Durchschnitt.

Der erste Datenpunkt für die Saison 2021-22 liegt etwa 250 Gigatonnen über dem Durchschnitt der Jahre 1982-2012, was einmal mehr beweist, dass die IPCC-Prognosen einer abnehmenden Schneedecke auf einer fehlerhaften Grundlage beruhen:

Der rote, nicht eingekreiste Punkt zeigt die Eröffnung der Saison mit 250 Gigatonnen über dem Durchschnitt an [FMI = Finnish Meteorological Institute]:


Beim zweiten Datenpunkt (vom 3. Oktober) ist ein deutlicher Rückgang zu verzeichnen – allerdings nur auf ein Niveau, das immer noch über dem oberen SD-Band liegt.

Historisch gesehen kann es zu dieser Jahreszeit zu einem gewissen Hin und Her kommen, und wir werden einige Wochen warten müssen, bevor sich die Dinge stabilisieren und ein Trend ermittelt werden kann. Wir können davon ausgehen, dass 1) die historisch niedrige Sonnenaktivität, die wir in letzter Zeit erlebt haben, sich auf die globalen Durchschnittstemperaturen auswirkt, und 2) der mehrjährige Wachstumstrend, der sich in ALLEN Schneedeckendiagrammen abzeichnet, wie z. B. in den FMI-Diagrammen, die ich hier verwende (aber es gibt auch ECCC-Diagramme, die das gleiche Bild zeichnen).

Zum Höchststand der Saison 2020-21 sah es so aus [FMI]:


Der bevorstehende Winter auf der Nordhalbkugel wird schon seit langem als Paukenschlag vorhergesagt, und während sich die Medien darum bemühen, jede erdenkliche Erklärung zu finden, um ihre gescheiterte Hypothese der „katastrophalen globalen Erwärmung“ (d. h. Erwärmung = Abkühlung) zu stützen, ist es auf der Grundlage der tatsächlichen Daten weitaus wahrscheinlicher, dass der Planet Erde an der Schwelle zu seiner nächsten großen Abkühlungsepoche steht – einem Großen Solaren Minimum.

Die ersten Beobachtungen aus der FMI-Gesamt-Schneemassen-Statistik dieser Saison bestätigen dies.

Das gilt auch für den globalen Temperaturrückgang, der 2016 begann:

Ebenso wie die Tatsache, dass der Südpol vor kurzem die kälteste 6-monatige Periode in der aufgezeichneten Geschichte erlebte und damit den bisherigen Kälte-Rekord von 1976 übertraf – ein Jahr, das in das tiefe Sonnenminimum des historisch schwachen Sonnenzyklus 20 fällt:

Und dann haben wir noch die SMB-Trendwende auf Grönland, die ebenfalls 2016 begann.
Die größte Insel der Welt hat in den letzten Jahren eine Reihe von positiven Schnee-Massenbilanzen [SMB] erlebt, in denen sich Schnee und Eis in einer Höhe angesammelt haben, die deutlich über dem vom Dänischen Meteorologischen Institut (DMI) verwendeten Durchschnitt der Jahre 1981-2010 liegt:


Fallen Sie nicht auf die herrschenden politischen Agenden der Zeit herein!

Link: https://electroverse.net/northern-hemisphere-snow-mass-season-opens-250-gigatons-above-1982-2012-average/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

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Ergänzungen zu diesem Beitrag von Dipl.-Met. Christian Freuer: Ein kalter Winter wird mit schöner Regelmäßigkeit von einigen mehr oder weniger seriösen Quellen fast jedes Jahr prophezeit. Der Mainstream (DWD und Konsorten) prophezeit im Gegensatz dazu durchweg in jedem Jahr einen milden Winter. Das ist genauso Kaffeesatz-Leserei wie die entsprechenden Aussagen im obigen Artikel. Den habe ich auch nur übersetzt, weil darin einige statistische Fakten genannt sind.

Vor allem Kämpfe et al. haben immer wieder darauf hingewiesen, dass eine „Einwinterung“ in Nord- und Nordosteuropa eine unabdingbare Voraussetzung für kaltes Winterwetter bei uns ist. Bisher in diesem Oktober ist dort oben aber weit und breit nichts Derartiges erkennbar, wie Abb. A zeigt:

Abbildung A: aktuelle Wetterlage am 8. Oktober 2021, 00 UTC (2 Uhr MESZ). LINKS: 500 hPa (Quelle), RECHTS: 850 hPa (Quelle)

Auch in einer Woche zeigt sich nichts in dieser Richtung:

Abbildung B: Numerische GFS-Vorhersage für Freitag, den 15. Oktober 2021 (7 Tage). LINKS: 500 hPa (Quelle), RECHTS: 850 hPa (Quelle)

Simuliert wird über Nordosteuropa eine kräftige südwestliche Strömung, die zwar in den bodennahen Luftschichten um diese Jahreszeit nicht mehr unbedingt mildes Wetter bringt. Aber so etwas wie Frost und eine dauerhafte Schneedecke kann sich dabei nicht bilden.

Aber wir haben ja erst Anfang/Mitte Oktober. Und als Synoptiker bietet es sich an, einmal die derzeitige Lage mit Lagen in anderen Jahren zu vergleichen, in denen es in der Folge zu sehr kalten Wintern gekommen war. Bei Wetterzentrale.de findet sich zum Glück ein ausgezeichnetes Archiv.

Einer der kältesten Winter des vorigen Jahrhunderts war der Winter 1962/63. Wie sah die Wetterlage im Oktober 1962 aus? Gab es damals um diese Zeit schon eine „Einwinterung“?

Abbildung C: Auch Mitte Oktober 1962 war nur im äußersten Nordosten eine winterliche Luftmasse vorhanden, und von einer echten „Einwinterung“ konnte auch damals keine Rede sein.

Interessant ist aber eine andere Parallele. Sowohl aktuell als auch im Jahre 1962 zeigte sich zur gleichen Zeit über Skandinavien hoher Luftdruck, flankiert von einem Tiefdrucksystem über dem Mittelmeer. Was kann man daraus schließen?

Nun, in beiden Fällen ergab sich eine nordöstliche Strömung in Deutschland, womit sicher kein besonders warmes Wetter verbunden war. Es gibt zwar die berühmte statistische Regel von Prof. Franz Baur, nach welcher „es nach einem Oktober, der in Mitteleuropa um mindestens 2 K zu warm und gleichzeitig zu trocken ist, mit hoher Wahrscheinlichkeit zu einem kalten oder sehr kalten Januar kommt“. (Näheres zur Interpretation dieser Regel hat der Autor dieser Zeilen bereits im Oktober 2014 unter seinem Pseudonym Hans-Dieter Schmidt hier veröffentlicht). Im Oktober 1962 kann davon aber auch keine Rede sein.

Nun gab es auch 1986/87 einen kalten, schneereichen Winter in Mitteleuropa. In Berlin wurde dabei an den Weihnachtstagen 1986 die höchste jemals gemessene Schneedecke zu Weihnachten registriert. Wie sah die Wetterlage im Oktober 1986 um diese Zeit aus?

So:

Abbildung D: Wetterlage am 8. Oktober 1986, 00 UTC. LINKS: 500 hPa (Quelle), RECHTS 850 hPa (Quelle)

Das sieht nun schon ganz anders aus. Dass aber das Schielen auf eine „Einwinterung“ dort oben wie üblich bei Wetter und Witterung nicht wie ein Kochrezept gelesen werden darf, zeigt das Beispiel Mitte Dezember ebenfalls im Jahre 1986, als sich auf dem Atlantik ein gigantischer Orkanwirbel mit einem Kerndruck unter 920 hPa (!) gebildet hatte. Damals lag aber zu jener Zeit schon ein beachtlicher Kaltluftkörper über Nordosteuropa. Genauer wird das vom Autor in diesem Beitrag beschrieben (darin etwas nach unten scrollen).

Fazit: Es ist viel zu früh, aus diesem Einzelvorgang („Einwinterung“ in Nordosteuropa ja oder nein) schon jetzt irgendwelche Schlüsse zu ziehen. Die „Einwinterung“ müsste bis Ende November erfolgt sein – und da warten wir mal ab!

Dipl.-Met. Christian Freuer




Grünes Europa: Renaissance der Kohle-Stromerzeugung

FX Empire

Ein steiler Anstieg der Gaspreise im dritten Quartal hat die Rentabilität der Kohleverstromung in Europa deutlich verbessert:


Im August verzeichneten die NWE-Front-month-Clean-Dark-Spreads [?] für 40 % effiziente Anlagen im Durchschnitt einen Aufschlag von 8 €/MWh gegenüber den Clean Spark-Spreads für 55%-Gaskraftwerke, während im September der Abstand zwischen den beiden Indikatoren mehr als 35 €/MWh betrug.

In Anbetracht der akuten Schwachstellen im britischen Energiesystem wurde die Aufmerksamkeit in den letzten Wochen besonders auf dieses Land gelenkt. Um Engpässe in der Stromversorgung zu vermeiden, war Großbritannien gezwungen, seine verbliebenen Kohlekraftwerke hochzufahren.

Die Versorgungsunternehmen auf der anderen Seite des Ärmelkanals taten im Spätsommer das Gleiche. So erreichte der Anteil der Kohleverstromung in Deutschland im September den höchsten Stand seit Ende 2018, während der Anteil der Kohleverstromung im Strommix von Italien, den Niederlanden und Frankreich zusammengenommen im vergangenen Monat um mehr als 4 Prozentpunkte gestiegen ist. In einem anderen Marktumfeld würde ein großer Teil der Kohlekraftwerke, die derzeit in Betrieb sind, offensichtlich nicht wieder in Betrieb genommen werden.

Da die Kohlekraftwerke in Westeuropa immer noch weit unter ihrer Kapazität betrieben werden, besteht die Möglichkeit, ihren Einsatz zu intensivieren. Die Frage ist, welche Auswirkungen eine weitere Umstellung auf Kohle auf den Gasmarkt unter den heutigen Bedingungen haben könnte.

Der ganze Beitrag steht hier.

Link: https://www.thegwpf.com/green-europe-sees-a-renaissance-in-coal-power-generation/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




City-Nächte

News Roundup

Seit Jahrzehnten wird immer wieder die Behauptung aufgestellt, dass die städtische Wärmeinsel einen Erwärmungstrend hervorruft, da ehemals ländliche Gebiete zugepflastert werden und so die Wärme einfangen, was dann die Erwärmung verstärkt, die unweigerlich den Treibhausgasen angelastet wird. Das gilt auch für die Behauptungen, die wir letzte Woche erörtert haben, dass die USA gerade den heißesten Sommer aller Zeiten hatten. Ein besonderer Indikator dafür, dass die UHI hinter den Behauptungen über eine noch nie dagewesene Hitze steckt, ist, wenn die nächtlichen Tiefstwerte schneller ansteigen als die Höchstwerte am Tag, wodurch die Temperaturschwankungen eher abnehmen als zunehmen, was genau das ist, was man erwarten würde, wenn menschliche Strukturen, einschließlich Straßen, die Sonnenwärme tagsüber einfangen und sie nachts wieder abgeben würden. In einer Meldung aus San Diego vom Juli wurde dieser Effekt erwähnt: „Der vergangene Monat war der heißeste Juni, der jemals in Nordamerika aufgezeichnet wurde, aber Klimawissenschaftler sagen, dass der dramatischste Temperaturtrend nicht während des Tages, sondern in der Nacht stattfindet. Nach Angaben der NOAA wurden im Juni dreimal so viele nächtliche Temperatur-Wärmerekorde verzeichnet wie in jedem anderen Juni zuvor.“ Und die NOAA sagte, zumindest für den August, dass „ein Großteil der überdurchschnittlichen Wärme auf die hohen Nachttemperaturen zurückzuführen ist“. Was jedoch nicht erwähnt wurde ist, dass dies ein Beweis für Datenverfälschung und nicht für Klimawandel ist.

Ein weiteres Indiz dafür, dass die städtische Wärmeinsel die Illusion einer noch nie dagewesenen Erwärmung erzeugt, ist die Tatsache, dass das US Climate Reference Network (USCRN), ein Netzwerk von US-Stationen, das speziell geschaffen wurde, um Messpunkte auszuschließen, die für UHI anfällig sind, für den Zeitraum 2005-2019 keine Erwärmung zeigt. In diesem Fall sehen wir nicht, dass das Fieber seinen Höhepunkt erreicht und den Patienten tötet. Ein klassischer Versuch, dieses Ergebnis zu entkräften, verwendete nicht nur die bereinigten NOAA/NASA-Daten, sondern auch die Aussage: „Selbst wenn die USA 14 Jahre lang kaum eine Temperaturveränderung erfahren hätten, würde dies nicht beweisen, dass es keine globale Erwärmung gibt. Die USA decken nur einen kleinen Teil des Planeten ab, und ein Zeitraum von 14 Jahren ist zu kurz, um zuverlässig langfristige Trends gegenüber kurzfristigen Schwankungen aufzuzeigen.“ Aber das hat sie nie davon abgehalten, auf Hitzerekorde in den USA zu verweisen, wenn sie auftreten, als Beweis für die bevorstehende globale Zerstörung. Und diese Ausrede wirft die immer wiederkehrende Frage auf: Wenn diese Beweise Sie nicht davon überzeugen, dass die Theorie in Frage gestellt werden kann, was könnte es dann sein? Die Tatsache, dass es in Skandinavien im 21. Jahrhundert im Juli keine Erwärmung zu geben scheint? Oder die Tatsache, dass der USCRN diesen Februar als den kältesten in den USA seit 30 Jahren ausweist? Aber Kälte ist einfach nur Wetter.

Oder doch nicht? Im April untersuchte Willis Eschenbach Daten der Berkeley Earth- und CERES-Satelliten und stellte fest, dass sich die zusammenhängenden Gebiete der USA von März 2000 bis Februar 2020 abkühlten. Und dann gab er einen sehr wichtigen Hinweis auf das Ausmaß der Veränderung: „Nun, bevor jemand anfängt zu schreien „Aber das sind nur die USA, nicht der Globus!“, sage ich nur, das es ein Irrtum ist zu glauben, dass die Temperatur in den USA im Laufe des 21. Jahrhunderts gestiegen ist. Die USA haben sich in dieser Zeit abgekühlt.

Und das offenbart eine tiefe Wahrheit, die darin besteht, dass wir ohne genaue Thermometer, Hunderte und Aberhunderte von US-Oberflächentemperatur-Stationen und Satelliten nie wissen würden, ob sich die USA in den letzten zwei Jahrzehnten erwärmt oder abgekühlt haben … die Veränderungen sind viel zu klein und zu weit verbreitet, als dass unsere menschlichen Sinne sie registrieren könnten“.

[In deutscher Übersetzung steht dieser Beitrag hier. Auch dieser Ausschnitt ist aus der damaligen Übersetzung übernommen. A. d. Übers.]

Diese Beobachtung erinnert an eine Bemerkung des schwedischen Klimaforschers Lennart Bengtsson, die wir in unserem Video „Catastrophe Question“ aus dem Jahr 2020 zitiert haben. Er stellte vor einigen Jahren fest: „Die Erwärmung der letzten 100 Jahre ist so gering, dass wir sie gar nicht bemerkt hätten, wenn wir keine Meteorologen und Klimaforscher hätten, die sie messen.“ Und Judith Curry machte kürzlich eine sehr treffende Beobachtung zu diesem Thema, indem sie aus einem Artikel von Yahoo! News zitierte, in dem es heißt: „In Teilen der USA wird es gefährlich heiß. Doch die Amerikaner bewegen sich in die falsche Richtung“ und fügte dann hinzu: „Hmmm… zieht da jemand die falschen Schlüsse?“

Die allgemeine IPCC-Linie besagt, dass die Temperaturen seit der vorindustriellen Zeit um 1,07 °C gestiegen sind, und wenn sie um mehr als die in Paris angestrebten 0,43 °C steigen, werden wir alle in Schwierigkeiten geraten. Nicht, dass wir das bereits sind, wie die Zeitungen behaupten. Das werden wir sein. Aber offen gesagt ist weniger als ein halbes Grad Celsius, ein dreiviertel Grad Fahrenheit, nichts. Nichts, was Sie merken könnten, nichts, was Ihre Pflanzen merken könnten, nichts, was der Planet merken könnte. Und nichts, was wir messen könnten. (Seltsamerweise behauptet der jüngste IPCC-Bericht auf S. 38 der Zusammenfassung für politische Entscheidungsträger eine Gesamttemperatur von 1,07 °C von 1850-1900 bis 2010-2019, nachdem er dies auf S. 6 als Best Estimate des „gesamten vom Menschen verursachten Anstiegs der globalen Oberflächentemperatur von 1850-1900 bis 2010-2019“ bezeichnet hat.)

Trotz der Warnungen des IPCC vor extremen Wetterereignissen schreitet NBC voran: „Durch die globale Erwärmung werden Hitzewellen und andere extreme Wetterereignisse sowohl wahrscheinlicher als auch heftiger, und Klimawissenschaftler haben gesagt, dass die Bedingungen in diesem Sommer einen Vorgeschmack auf das bieten, was in Zukunft häufiger vorkommen könnte.“ Aber es besteht ein großer Unterschied zwischen „in Zukunft häufiger“ und „in der Gegenwart häufiger“. Und wie wir bereits erwähnt haben, hat der wichtigste Wissenschaftsreporter von NBC einen MA in Journalismus und einen BA in Kriminologie. Wer diese „Klimawissenschaftler“ sind und was sie gesagt haben und warum, wird in ihren Berichten nicht als Nachricht mit spezifischen Zitaten wiedergegeben. Es ist nur ominöse Hintergrundmusik.

Link: https://climatediscussionnexus.com/2021/09/29/city-nights/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Die hinterhältige Sprache des Klima-Alarmismus‘

David Wojick

Es amüsiert mich immer wieder, wie kunstvoll Alarmisten die Sprache nach ihrem Willen biegen. Dies geschieht oft, wenn wissenschaftliche Geschichten durch die Medien sickern. Jeder Schritt ist ein bisschen weit hergeholt, vielleicht nicht unbedingt eine offensichtliche Lüge. Aber die Abfolge der Dehnungen führt uns so weit von der Wahrheit weg, dass wir in der Alarmzentrale landen.

Gerade hat die großartige, grüne Washington Post einen wunderbaren Anfang gemacht. Besonders witzig daran ist, dass sie über ihre eigenen Recherchen berichten, so dass ein Missverständnis nicht in Frage kommt. Sie blähen sie nur hier und da ein wenig auf.

Die Studie selbst ist recht einfach. Wenn wirklich schlechtes, gefährliches Wetter auftritt, ist es üblich, einen bundesweiten Katastrophenfall auszurufen. Dies ermöglicht es den Bundesbehörden, bestimmte Maßnahmen zu ergreifen, einschließlich Darlehen und Steuererleichterungen. Dies geschieht auf Bezirksebene. WashPo untersuchte also alle Katastrophenerklärungen der letzten drei Monate und ermittelte den kumulativen Anteil der US-Bevölkerung, der in diesen Bezirken lebte.

Da einige Katastrophen, insbesondere Hurrikane, mehr als einen ganzen Staat betreffen, ist es nicht verwunderlich, dass sich diese Zahl auf etwa ein Drittel der nationalen Bevölkerung beläuft. So weit, so gut. Es handelt sich hier um Wissenschaft der groben Art, die im Grunde genommen Dinge zusammenzählt.

Das Spannende beginnt, wenn sie über ihre Studie berichten. Zuerst erhalten wir die Schlagzeile, die das Einzige ist, was die meisten Menschen lesen werden. Hier ist die Hauptüberschrift:

„Fast 1 von 3 Amerikanern erlebte diesen Sommer eine Wetterkatastrophe“

Dies setzt voraus, dass jede Person, die in jedem Bezirk lebt, die örtliche Katastrophe irgendwie „erlebt“ hat. Die Zahl der Menschen, die diese Katastrophen physisch erlebt haben, ist tatsächlich recht gering.

In einigen Fällen, wie z. B. bei Sturzfluten, wussten die meisten Menschen in der Region nicht, dass es passiert war, bis sie die Nachrichten hörten. Bei den Wirbelstürmen waren viele Menschen nicht vor Ort, während andere einfach nur zusahen, wie es heftig regnete. Stromausfälle sind zwar unangenehm, aber kaum eine Katastrophe. Wo ich wohne, passiert das mehrmals im Jahr.

Ich will die tragischen Schrecken, die diejenigen, die diese Katastrophen tatsächlich erlebt haben, nicht herunterspielen. Ich weise nur darauf hin, dass sie nicht wie 1 von 3 Amerikanern sind.

Dann kommt die Unterüberschrift, die dem Klimawandel die Schuld gibt:

„Der Klimawandel hat schwere Stürme, Brände, Wirbelstürme, Küstenstürme und Überschwemmungen ausgelöst, die Millionen Menschen bedrohen“.

„Ausgelöst?“ Das ist keine Wissenschaft, sondern nur eine sinnlose Metapher. Als solche ist sie nicht ganz eine Lüge, nur fast. Es gibt computergestützte Studien, die besagen, dass der Klimawandel etwas mit diesen Katastrophen zu tun haben könnte. Aber ausgelöst klingt sehr beeindruckend.
Allerdings erscheint die Formulierung „Millionen bedroht“ etwas seltsam, wenn man bedenkt, dass über 100 Millionen Menschen von diesen Ereignissen betroffen sein sollen. Vielleicht hat derjenige, der das geschrieben hat, den Artikel nicht gelesen. Das kommt vor.

Und Waldbrände sind jetzt Wetter. Das ist wirklich eine Übertreibung.

Für diejenigen, die den Artikel tatsächlich gelesen haben, gibt es dann diese sprachlichen Perlen (neben anderen):

„Das wachsende Ausmaß der klimabedingten Katastrophen, ein Trend, der mindestens seit 2018 zunimmt, zeigt, in welchem Ausmaß die Erwärmung des Planeten das Leben der Amerikaner bereits verändert hat.“

Also waren die Katastrophen „klimabedingt“, eine weitere bedeutungslose Metapher, die schlecht klingt. Außerdem dehnt sich die „Reichweite“ dieser Katastrophen aus. Gibt es Orte, an denen es noch nie Unwetterkatastrophen gegeben hat und die jetzt zum ersten Mal von ihnen heimgesucht werden? Natürlich nicht; das ist eine lächerliche, beängstigend klingende Rhetorik.

Beachten Sie: „Die Erwärmung des Planeten hat das Leben der Amerikaner bereits verändert“. „Verändert“? Was zum Teufel soll das bedeuten? All diese Arten von Katastrophen sind in unserer Geschichte üblich. Wenn es bedeutet, dass das Leben derjenigen, die das Pech haben, von einer Katastrophe getroffen zu werden, beeinflusst wurde, dann sicher, aber das ist keine Neuigkeit.

Und es gibt keinen nachgewiesenen Zusammenhang mit einer Erwärmung des Planeten, zumal sich Amerika kaum oder gar nicht erwärmt hat. Wenn man die kunstvoll alarmierenden Anpassungen weglässt, war es in den dreißiger Jahren viel wärmer als heute.

Der Teil über „mindestens seit 2018“ ist wissenschaftlich urkomisch. Das ist was? – Ein Drei-Jahres-Trend! Es wird sogar eine (nichtssagende) 6-Jahres-Grafik der Anzahl der Erklärungen gezeigt. Sie fällt 2018 auf einen Tiefpunkt und steigt dann wieder an, bis jetzt. Es gibt also überhaupt keinen Trend, sondern nur Schwankungen.

Es wird auch nicht erwähnt, dass wir wundersame 17 Jahre ohne einen auf das Festland übergreifenden Hurrikan erlebt haben, was sicherlich ein Grund dafür ist, dass unsere Katastrophen jetzt wieder zunehmen, da die Hurrikane endlich wieder so stark sind wie früher. Ich schätze, dieses wunderbare Wetter war nicht Teil des Klimawandels. Nur das Schlechte zählt, oder?

Natürlich enden sie mit einem Plädoyer für das 3,5 Billionen Dollar schwere Konjunkturprogramm der Demokraten, als ob das das schlechte Wetter aufhalten würde.

Der unterhaltsame WashPo-Artikel ist hier: https://www.washingtonpost.com/climate-environment/2021/09/04/climate-disaster-hurricane-ida/

Die Dinge entfernen sich dann schnell noch weiter von der Wahrheit, wenn sich die Geschichte weiter verbreitet. Hier ist eine typische Schlagzeile, die über die WashPo-Studie berichtet:

„1 von 3 Amerikanern hat in diesem Jahr die Auswirkungen der Klimakrise zu spüren bekommen, und Experten warnen die Gemeinden, sich auf noch nie dagewesene Wetterereignisse einzustellen“

Hier gibt es keine Metaphern. Diese Katastrophen sind die Auswirkungen der Krise (was allerdings immer noch eine bedeutungslose Aussage ist). Sich auf noch nie dagewesene Ereignisse einzustellen, ist ein interessantes Konzept. Im Kreis rennen, schreien und brüllen? Es ist schwer, sich auf Dinge einzustellen, die noch nie passiert sind.

Natürlich sind Begriffe wie Klimakrise, Notfall usw. lächerliche Übertreibungen. Mein persönlicher Favorit ist „Klima-Chaos“, denn das Wetter ist in der Tat chaotisch. Das Klima-Chaos ist also genau das, was wir schon immer hatten, aber es klingt so wunderbar beängstigend, es auszusprechen. Ich habe keine Ahnung, was die Alarmisten mit Klimachaos meinen, und sie selbst auch nicht.

[Hervorhebung vom Übersetzer]

Die Organisation Friends of the Earth (kurz: foe) drückt die Ergebnisse der WashPo in einer Spendenkampagne falsch aus:

„Allein in diesem Jahr erlebte einer von drei Amerikanern eine durch den Klimawandel verursachte Katastrophe….“

„Induziert“ ist gleichbedeutend mit „angeheizt“ und „turbo-aufgeladen“. Denken Sie daran, dass Klima und Klimawandel Statistiken sind, und Statistiken verursachen keine Ereignisse, sie messen sie nur. Vielleicht ist das der Grund, warum wir anstelle von Fakten sinnlose Metaphern erhalten. Die Fakten stützen die metaphorische Übertreibung nicht.

Auch Katastrophenerklärungen sind keine Messgrößen für Wetterereignisse. Sie sind politische Aktionen. Diese Studie ist Politikwissenschaft, nicht Klimawissenschaft.

Mir geht es nicht darum, dass diese Presseberichterstattung Schrott ist, auch wenn sie das ist. Der Punkt ist, dass diese alberne Sprache eine gängige Praxis ist, die man erkennen und genießen kann. Beobachten Sie, wie sie geschickt mit der Sprache umgehen, um scheinbar das zu sagen, was in Wirklichkeit nicht da ist. Was in Wirklichkeit bedeutungslos ist.

Wenn sie gut gemacht sind, können diese Sprachtricks recht unterhaltsam sein, vor allem, wenn man sie aufzeigt. Nehmen Sie sie einfach nicht ernst.

Autor: David Wojick, Ph.D. is an independent analyst working at the intersection of science, technology and policy. For origins see http://www.stemed.info/engineer_tackles_confusion.html. For over 100 prior articles for CFACT see http://www.cfact.org/author/david-wojick-ph-d/ Available for confidential research and consulting.

Link: https://www.cfact.org/2021/10/04/the-crafty-language-of-climate-alarmism/#

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE