Wärmeinsel München: Betrachtung der Minimum- und Maximumtemperaturen über die letzten 30 Jahre – Kein Zusammenhang mit dem CO2-Konzentrationsanstieg

Josef Kowatsch, Matthias Baritz

In wachsenden Städten wird es wärmer, das ist inzwischen auch bereits beim Deutschen Wetterdienst in Offenbach angekommen. Da die meisten der DWD Wetterstationen sich in Wärmeinseln befinden, registriert der DWD für Deutschland insgesamt eine Erwärmung in den letzten 30 Jahren. In München etwas mehr als beim DWD-Gesamtschnitt.

Abb.1: Stark steigende Jahrestemperaturen in der großen Wärmeinsel München in den letzten 30 Jahren. Laut Trendlinie seit 1990 um 1 Grad. Der oberflächliche Beobachter resümiert sofort: CO2-Treibhauseffekt.

Wir sagen: Die Erwärmung hat natürliche Klimagründe und ist in den Städten wie München aber auch zusätzlich menschengemacht. Bekannt ist der Wärmeinseleffekt, der bereits vom Deutschen Wetterdienst bestätigt wurde. Diese zusätzliche WI-effekt Erwärmung wollen wir im folgenden Artikel nicht durch eine Gegenüberstellung von ländlichen Stationen zeigen, sondern durch die Betrachtung der Tag- und Nachttemperaturen bei derselben Station.

Wir gehen von folgender Überlegung aus: Wäre wie von den Klimafolgenwissenschaftlern behauptet, CO2 die alleinige Erwärmungsursache, dann müsste der Anstieg der Tag- und Nachtemperaturen gleich oder zumindest ähnlich sein, denn bekanntlich wirkt der Treibhauseffekt am Tage und in der Nacht.

Zur Vereinfachung nehmen wir für den Tag die Maximumtemperatur (Tmax) und für die Nacht die Minimumtemperatur. (Tmin). Wir betrachten die drei Wintermonate im Vergleich zu den 3 Sommermonaten und dann zur Überprüfung noch den Oktober. Als Zeitraum wählen wir jeweils ab 1991

Wärmeinsel München: Jahreszeit Winter. Die mittlere braune Grafik mit Trendlinie sind die Durchschnittstemperaturen, die untere Tmin, die obere graue Tmax

Abb. 2: Die Winter wurden in den letzten 30 Jahren in der Wärmeinsel München wärmer.

Bei genauer Betrachtung von Tmin und Tmax erkennen wir aber kleine Unterschiede. Die tagsüber gemessene Maximaltemperatur hat stärker zugenommen als die nachts gemessene Minimaltemperatur. Die Durchschnittslinie der Wintererwärmung ist dann tatsächlich auch der Schnitt. Außer der Heizungsnachtabsenkung kann es noch andere Gründe geben, weshalb die Nachttemperatur sich langsamer erwärmt hat: Die Sonnenstunden

Abb. 2a Die gestiegene Anzahl der Sonnenstunden (ca 135 Std. mehr) der letzten 30 Jahre ist mitverantwortlich für den Anstieg der Tmax

Wärmeinsel München: Jahreszeit Sommer

Abb.3: die mittlere Trendlinie zeigt den Temperaturverlauf der 3 Sommermonate in München, wir sehen einen Temperaturanstieg von etwa 1 Grad. Oben Tmax, unten tmin

 

Großer Unterschied zwischen Tmin und Tmax: Die nächtlichen Minimumtemperaturen sind allerdings fast gar nicht gestiegen in den drei Sommermonaten. Auffallend ist jedoch der starke Anstieg der am Tage gemessenen Tmax. Und: Die Minimaltemperaturen sind im Sommer auch in der Wärmeinsel München kaum wahrnehmbar gestiegen.

Erklärungsvorschlag: Die Sonne

Abb. 4: Auch die Sonnenstunden haben im Sommer seit 1991 in München stark zugenommen.

Die Zunahme der Sonnenstunden in den Sommermonaten beobachten wir in ganz Mitteleuropa. Die Sonne ist somit der hauptsächliche Grund, weshalb es im Sommer nicht nur in der Wärmeinsel München wärmer wurde.

Mehr Sonnenstunden bedeutet eine längere Aufheizung des Asphalts, der Häuser und Mauern, deshalb steigen auch die Maximaltemperaturen in den Städten. Die Thermometer der Wetterstationen verhalten sich wie in einem Backofen.

Dies erkennt man auch daran, dass die Anzahl der Sommertage (Tmax>25°C) und der heißen Tage (Tmax>30°C) in den letzten 30 Jahren deutlich zunehmen

Abb. 4a: zeitliche Veränderung der Anzahl der Sommertage und heißen Tage (Sommertage +18 bzw heiße Tage +9).

Minimaltemperaturen: Zwar hält sich die Wärme der versiegelnden Flächen lange in die Nacht hinein. Die Minimaltemperaturen werden deshalb oftmals erst bei Sonnenaufgang erreicht.

Zwischenergebnis:

Die drei Sommermonate wurden ebenso wie die drei Wintermonate in der Wärmeinsel München im Schnitt wärmer. Im Winter wirkt die Sonne weniger wie im Sommer. Der Hautgrund der Erwärmung ist die Heizung und im Sommer neben der wachsenden Stadt vor allem auch die Zunahme der Sonnenstunden.

Da im Winter nachts nur geringfügig weniger geheizt wird und die Sonne tagsüber weniger Erwärmungswirkung hat verhalten sich die Trendlinien von Tmin und Tmax im Winter auch ähnlich.

Im Sommer ist die Differenz der Heizleistung der Sonne zwischen Tag/Nacht hoch. Nur die gespeicherte Wärme des Betons heizt noch in die Nacht hinein, macht sich bei T-min aber kaum noch bemerkbar.

Frage: Was hat das mit Kohlendioxid zu tun: Antwort: Gar nichts.

Das angebliche Treibhausgas spielt für die Erklärung dieses unterschiedlichen Temperaturverhaltens überhaupt keine Rolle. Gäbe es den CO2-Treibhauseffekt, dann müssten die Trendlinien von Minimal- und Maximaltemperaturen ziemlich ähnlich sein.

Greifen wir zur Überprüfung unserer Vermutungen den Herbstmonat Oktober heraus.

Abb.5: Der Monat Oktober wurde in München wärmer, dabei unterscheiden sich wieder die Minimum- und die Maximumtemperaturen deutlich in ihrer Steigung.

Die Grafik der Sonnenstunden für München sieht für den Oktober so aus

Abb.6: Auch im Oktober haben die Sonnenstunden über die letzten 30 Jahre zugenommen. Aus diesem Grunde wurde der Oktober wärmer und die Tmax am Tage sind stärker gestiegen als die nächtlichen Tmin.

Der September wurde hier beschrieben.

Erg: Die bisher gezeigten Beispiele der Erwärmung in der Wärmeinsel München haben natürliche Ursachen, aber auch menschengemachte. Die Zunahme der Sonnenstunden sind Teil der natürlichen Klimaerwärmung, aber auch eine positive Wirkung der Luftreinhaltemaßnahmen in den Ballungsgebieten. Die Folge: Die Sonnenstunden erhöhen den Wärmeinseleffekt in der Stadt.

Zusammenfassung:

Mit Kohlendioxid hat diese allgemeine Wärmeinsel-Erwärmung der letzten 30 Jahre in München überhaupt nichts zu tun. Sonst müssten sich die Minimum- und Maximumtemperaturen gleich oder zumindest ähnlich verhalten.

Nur Wärmeinselstandorte zeigen je nach wärmender Standortveränderung einen weiteren Temperatur-Anstieg in den letzten 30 Jahren. Zwischen den T-min Temperaturen und der Zunahme der CO2-Konzentrationen der Atmosphäre gibt es überhaupt keinen Zusammenhang. Das zeigen die folgenden beiden Grafiken 7a/b über einen längeren Zeitraum

Abb. 7a/7b: Zwischen der weltweiten CO2-Zunahme und den nächtlichen Minimumtemperaturen auch einer Wärmeinsel wie München gibt es auch über einen längeren Zeitraum keinen Zusammenhang. CO2 steigt und die Minimumtemperaturen fallen.

 

Damit hätten wir unsere in der Überschrift aufgestellte Behauptung bewiesen.

Unser Fazit an die Politik und die Medien: Hört endlich auf mit der Verteuflung von CO2

Das irdische Leben der Erde ist auf dem Element Kohlenstoff aufgebaut. Deswegen ist die CO2-Zunahme der Atmosphäre erfreulich. Das unsichtbare Gas ist ein Düngemittel für alle Pflanzen, führt zu einem beschleunigten Wachstum, steigert die Hektarerträge und bekämpft somit den Hunger in der Welt. Ohne Kohlendioxid wäre die Erde kahl wie der Mond. Das Leben auf der Erde braucht Wasser, Sauerstoff, Kohlendioxid und eine angenehm milde Temperatur.

Unsere Vorschläge: Es wird endlich Zeit, dass Natur- und Umweltschutz in den Mittelpunkt politischen Handelns gestellt werden, und nicht das Geschäftsmodell Klimaschutz. Die ständige weitere Bebauung und Versiegelung einst freier Naturlandschaften führt bei den betroffenen Wetterstationen zu einer schleichenden Erwärmung der Durchschnittstemperaturen, die je nach Monat und Jahreszeit sehr unterschiedlich ausfallen kann. Die angeblichen klimabedingten CO2-Wetterextreme wie Hochwasserüberschwemmungen sind zwar auch menschengemacht, aber nicht durch CO2 hervorgerufen. Sie sind Folge der Flächenversiegelung und Behördenschlamperei

 




Schäden durch den Krieg gegen Kohlenwasserstoffe übersteigen diejenigen durch den Klimawandel

Ronald Stein

Man sagt uns, dass der Weltuntergang bevorsteht, wenn wir weiterhin fossile Brennstoffe verwenden, und dass wir uns zu einer Verringerung der Emissionen verpflichten müssen, um den Temperaturanstieg unter 1,5 °C zu halten, aber wir haben nichts, womit wir die potenziellen Todesopfer mit oder ohne fossile Brennstoffe vergleichen könnten.

Die Geschichte lehrt uns, dass vier der letzten fünf Erwärmungszyklen stattfanden, bevor es den Menschen und seine Verwandten überhaupt gab, was darauf hindeutet, dass die Ursachen dafür bei der Sonne und bei Mutter Natur zu suchen sind.

Der Mensch war während keiner dieser früheren Eiszeiten und Erwärmungszyklen anwesend, aber die SONNE war bei ALL diesen weltweiten Klimaveränderungen anwesend. Wetten wir gegen die Sonne? Heute hat Präsident Biden den Klimawandel als „das wichtigste Problem der Menschheit“ bezeichnet und damit angedeutet, dass die Menschheit mächtiger ist als Mutter Natur und die Sonne, welche die früheren Eiszeiten und Erwärmungszyklen verursacht hatten.

Was also, wenn sich die Erde wieder erwärmt? Zwei Fragen an die infamen „Modellierer“:

1. Wie viele Todesopfer werden von den 8 Milliarden Menschen in einem wärmeren Klima bei fortgesetzter Nutzung fossiler Brennstoffe prognostiziert?

2. Wie viele Todesopfer werden von den 8 Milliarden ohne die fossilen Brennstoffe prognostiziert, die der Grund dafür waren, dass die Weltbevölkerung innerhalb von etwa 200 Jahren von 1 auf 8 Milliarden Menschen zunehmen konnte?

Wenn wir den Empfehlungen des IPCC folgen würden, die Ölförderung einzustellen, kein Fracking mehr zu betreiben und kein Rohöl mehr zu importieren, würde die Versorgungskette zu den Raffinerien unterbrochen und die verarbeitende Industrie wäre Geschichte, d. h. es gäbe keine Kraftstoffe mehr für die Verkehrsinfrastrukturen und keine Rohölderivate, aus denen Tausende von Produkten hergestellt werden könnten, die von der weltweiten Wirtschaft und dem Lebensstil nachgefragt werden.

Interessanterweise haben wir nach der Entdeckung des Erdöls vor etwas mehr als hundert Jahren verschiedene Transportmittel, eine medizinische Industrie sowie Elektronik- und Kommunikationssysteme entwickelt. Das Öl, das die Kindersterblichkeit verringerte, die Lebenserwartung auf über 80 Jahre verlängerte und die Weltbevölkerung innerhalb von 200 Jahren von einer auf acht Milliarden Menschen anwachsen ließ, wird nun benötigt, um die Nahrungsmittel, die medizinische Versorgung und die Kommunikationssysteme bereitzustellen, die für die Aufrechterhaltung und das Wachstum dieser Bevölkerung erforderlich sind.

Eine Schlüsselfrage für alle, die im November an der IPCC-Konferenz in Glasgow, Schottland, teilnehmen:

● Wie können es Menschen und Regierungen, die sich für die Menschlichkeit einsetzen, wagen, die Abschaffung fossiler Brennstoffe zu unterstützen, wo doch ihre Abschaffung die größte Bedrohung für die Zivilisation darstellen würde, die dazu führen würde, dass Milliarden von Menschen an Hunger, Krankheiten und wetterbedingten Todesfällen sterben würden?

Mit fossile Treibstoffen:

● Der Wohlstand in den wohlhabenderen und gesünderen Ländern, die fossile Brennstoffe nutzen, hat die Kindersterblichkeit gesenkt, die Lebenserwartung von 40+ auf über 80+ erhöht und es uns ermöglicht, mit Flugzeugen, Zügen, Schiffen und Fahrzeugen jeden Ort der Welt zu erreichen.

● Wir wissen, dass die wohlhabenderen Industrieländer Zugang zu Heizung, Klimaanlagen und Isolierung haben, wodurch wetterbedingte Todesfälle praktisch eliminiert wurden. In den letzten 80 Jahren ist die Zahl der klimabedingten Todesfälle um 98% zurückgegangen. Weltweit ist das individuelle Risiko, an wetterbedingten Katastrophen zu sterben, von einem Höchststand von fast 500.000 Todesfällen im Jahr 1920 durch Überschwemmungen, Dürren, Stürme, Waldbrände und extreme Temperaturen um 98 % gesunken.

● Wir haben verschiedene Transportmittel, eine medizinische Industrie sowie Elektronik- und Kommunikationssysteme entwickelt. Das Öl, das die Kindersterblichkeit senkte, die Lebenserwartung auf über 80 Jahre verlängerte und die Weltbevölkerung innerhalb der letzten 200 Jahre auf 8 Milliarden Menschen anwachsen ließ, wird nun benötigt, um die Nahrungsmittel, die medizinische Versorgung und die Kommunikationssysteme bereitzustellen, um diese Bevölkerung zu erhalten und zu vergrößern.

● Die mehr als 6000 Produkte, die aus Erdölderivaten hergestellt werden, wie z.B. Asphaltdächer, Asphaltstraßen, Düngemittel und alle Produkte in Krankenhäusern, sind für den Betrieb von Flugzeugen, Lastkraftwagen, Militärs, Baumaschinen, Handelsschiffen, Kreuzfahrtschiffen und Autos wichtiger als die verschiedenen Kraftstoffe der Welt. Mit diesen Produkten ist es gelungen, die Zahl der jährlichen Todesopfer auf die folgenden zu „begrenzen“:

● Mehr als 25.000.000 Schwangerschaftsabbrüche pro Jahr

● Mehr als 9.500.000 Todesfälle durch Krebs weltweit pro Jahr.

● Mehr als 8.000.000 tabakbedingte Todesfälle pro Jahr, und mehr als 80 Prozent der 1,3 Milliarden Tabakkonsumenten weltweit leben in Ländern mit niedrigem und mittlerem Einkommen.

● 3.800.000 Todesfälle pro Jahr aufgrund der Belastung der Haushalte durch Rauch aus schmutzigen Kochherden und Brennstoffen.

● 2.300.000 Frauen und Männer auf der ganzen Welt erliegen jedes Jahr arbeitsbedingten Unfällen oder Krankheiten.

● 4.700.000 durch das Coronavirus allein im Jahr 2020.

● 1.350.000 Verkehrstote weltweit pro Jahr.

● 270.000 getötete Fußgänger im Straßenverkehr pro Jahr.

● 585.900 vorzeitige Todesfälle durch Drogen pro Jahr.

Ohne fossile Brennstoffe sterben in den ärmeren Ländern bereits 11 Millionen Kinder pro Jahr. Diese Todesfälle bei Säuglingen sind auf vermeidbare Ursachen wie Durchfall, Malaria, Infektionen bei Neugeborenen, Lungenentzündungen, Frühgeburten oder Sauerstoffmangel bei der Geburt zurückzuführen, da viele Entwicklungsländer keinen oder nur minimalen Zugang zu den Produkten aus Erdölderivaten haben, die den wohlhabenden und gesunden Ländern zur Verfügung stehen.

Die Menschheit hat sich an die Klimaveränderungen angepasst, insbesondere mit all den Produkten aus fossilen Brennstoffen und den verschiedenen Infrastrukturen, die sie unterstützen. Wenn wir die fossilen Brennstoffe abschaffen, nur um die Emissionen zu reduzieren – was sagen die Computermodelle in Bezug auf die jährlichen Todesfälle ohne die Infrastruktur der medizinischen Industrie, des Transportwesens, der Kommunikation und der Heizung, Klimatisierung und Isolierung voraus, die die wetterbedingten Todesfälle praktisch eliminiert haben, die diese fossilen Brennstoffprodukte unterstützen?

Die Computermodelle müssen der Welt die prognostizierte jährliche Todesrate für die 8 Milliarden Menschen auf der Erde mitteilen, sobald wir die Versorgungskette für Produkte, die von der medizinischen Industrie, der Verkehrsinfrastruktur und der Kommunikationsinfrastruktur benötigt werden, eliminiert haben. Grundsätzlich stellt sich die Frage, ob die Menschheit in einem wärmeren Klima ohne fossile Brennstoffe überleben kann, und wie hoch ist die prognostizierte Lebenserwartung ohne die Produkte aus fossilen Brennstoffen?

Es wäre großartig, auf fossile Brennstoffe zu verzichten und die damit verbundenen Emissionen zu reduzieren, ABER wo ist das Sicherheitsnetz, bevor wir von der Klippe springen, um die Wirtschaft und den Lebensstil vor den drastischen Veränderungen zu bewahren, die ohne die Produkte aus diesen fossilen Brennstoffen erforderlich wären?

Ohne ein Sicherheitsnetz, das alle aus Erdöl hergestellten Produkte und Brennstoffe ersetzt, wie es mit dem TV-Talkmaster Rick Amato besprochen wurde, könnten die Bemühungen, die Verwendung von Öl einzustellen, die größte Bedrohung für die Zivilisation sein, da „sauberer Strom“ aus intermittierenden Brisen und Sonnenschein nichts davon herstellen kann, da er nur Strom erzeugt – und auch das nur sehr unzuverlässig.

Autor: Ronald Stein is an engineer who, drawing upon 25 years of project management and business development experience, launched PTS Advance in 1995. He is an author, engineer, and energy expert who writes frequently on issues of energy and economics.

Link: https://www.cfact.org/2021/10/07/harm-from-war-on-hydrocarbons-exceeds-harm-from-climate-change/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE




Klima-Eilinformation: Erster Herbstfrost 2021 in Deutschland viel zeitiger als normal eingetreten

Stefan Kämpfe, Diplomagraringenieur, unabhängiger Natur- und Klimaforscher

Nach einem recht warmen September zeigt sich der Oktober 2021 bislang deutlich rauer. Er startete noch sehr mild, doch nach dem Tag der Deutschen Einheit stürzten die Temperaturen ab. Zu zeitige Fröste erinnern uns daran, dass die Klimaerwärmung nun wohl endgültig vorbei ist.

Schon am Morgen des 9. Oktober hatte es vereinzelte Luftfröste (stets in zwei Metern Höhe gemessen) gegeben, doch am 10. Oktober traten sie verbreitet auf. Im langjährigen Mittel tritt der erste Herbstfrost im Flachland so zwischen dem 20. und dem 25. Oktober ein; SALZMANN gibt für Weimar/Thüringen, aber bezogen auf die relativ kühle Periode von 1901 bis 1950, den 20. Oktober als Eintrittstermin an. Die folgenden Karten zeigen die Minimum-Temperaturen in Deutschland für den 9. und den 10. Oktober.

Abbildung 1: Temperaturminima in 2 m Messhöhe am Morgen des 9. Oktober 2021. In der Landesmitte und im Osten wurden vereinzelt Null bis minus 3 Grad gemessen. Bildquelle: kachelmannwetter.de, ergänzt

Abbildung 2: Temperaturminima in 2 m Messhöhe am Morgen des 10. Oktober 2021. Verbreitet wurden Null bis minus 4 Grad gemessen; nur die Küsten und der Westen blieben überwiegend frostfrei. Bildquelle: kachelmannwetter.de, ergänzt

Abbildung 3: Temperaturminima in 2 m Messhöhe am Morgen des 10. Oktober 2021. Die flächige Verteilung der Frühfröste (ab dem mittleren Blauton unter 0°C) ist hier gut zu erkennen. Bildquelle: wetterzentrale.de .

Bemerkenswert ist aber vor allem, dass diese Frühfröste ohne intensive Kaltluftzufuhr auftraten – ein weiterer Hinweis auf die fehlende Erwärmungswirkung des CO2. Die ab dem 4. Oktober nach Deutschland gelangende maritime Subpolarluft (mP) alterte ab dem 7. Oktober unter zunehmendem Hochdruckeinfluss und wandelte sich unter einer von den Azoren über West- und Mitteleuropa bis nach Russland reichenden Hochdruckzone in gealterte Subpolarluft (xPs), im Osten in Subpolarluft (xP) um – eine für unsere Klimaverhältnisse völlig normale, unspektakuläre Großwetterlage:

Abbildung 4: Europa-Wetterkarte vom 10.Oktober 2021, 01 Uhr. Keine intensive Kaltluftzufuhr nach Mitteleuropa, eine ruhige Wetterlage mit oft klaren Nächten reichte für die starke Abkühlung aus. Bildquelle: wetterzentrale.de .

Müssen nun Gärtner und Pilzfreunde das vorzeitige Ende der Saison 2021 befürchten? Das steht noch nicht fest. Nach einer recht kühlen Oktobermitte könnte es nämlich so um oder nach dem 20. Oktober wieder Wärmerückfälle aus dem Südwesten geben – wenn die noch unsicheren Modellprognosen Recht behalten. Etwas Hoffnung macht da der Oktober 2015: Zur Monatsmitte schneite es gar bis ins Flachland – aber danach wurde es teilweise nochmals um 20 Grad mild. Aus den verfrühten Herbstfrösten lassen sich auch keine eindeutigen Rückschlüsse auf den Charakter des kommenden Winters ziehen.

 




Europäischer Cargo-Kult? Am Ufer stehen und auf die „Energieladung“ warten… Ein geschlossener Kreis der kolonialen Ironie

Terry Etam, BOE REPORT

Ich bin mir nicht sicher, was heutzutage politisch unkorrekt ist und was nicht, aber was soll’s – manche Aspekte der Geschichte sind einfach zu absurd, als dass man sich nicht darüber amüsieren könnte. Noch lustiger wird es, wenn sich die Heiterkeit durch die Brille der politischen Korrektheit zu schwarzem Humor der Spitzenklasse vervielfacht. In der heutigen Predigt bietet der Kolonialismus genau solch eine wunderbare Tischrede.

Betrachten wir eine kulturelle Kuriosität des letzten Jahrhunderts – „Cargo-Kulte“, die in einigen unterentwickelten Ländern wie Papua-Neuguinea auftraten. Die Einheimischen wurden mit Besuchen von Europäern „gesegnet“, die in großen Booten an Land kamen. Ein Haupteinfluss, den die Europäer hinterließen, war das Pidgin-Englisch, eine Kurzform des Englischen, die liebenswert direkt ist (Prinz Philip wurde an manchen Küsten als „Fella belong Missus Queen“ bekannt). Ein traurigerer Aspekt war die Entwicklung von Cargo-Kulten – einfach lebende Menschen mit wenig Kontakt zur Außenwelt, die von den reichhaltigen, seltsamen, wunderbaren Gegenständen, die von Ausländern an Land gebracht wurden, fasziniert waren. Sie brachten diese Dinge mit der Ankunft von Schiffen in Verbindung, und viele warteten jahrelang auf die Rückkehr der Schiffe und damit auf weitere wundersame Fracht.

Verspotten Sie diese Menschen auf eigene Gefahr, denn jetzt hat sich das Blatt auf poetisch gerechte Weise gewendet. Dieselben Kolonialisten, die in Papua-Neuguinea an Land gingen, den Gestank des Königtums mitbrachten und primitive Stämme mit europäischen Waren betörten, stehen jetzt an den Küsten des Vereinigten Königreichs und starren aufs Meer hinaus, in der verzweifelten Hoffnung, ein LNG-Frachtschiff ankommen zu sehen, und Papua-Neuguinea könnte sehr wohl die Heimat dieses LNG sein.

Karma hat einen Sinn für Humor.

Nichts gegen deine Energiekrise, UK: sie ist wirklich eine sich anbahnende Tragödie. Der Pfeil der Verantwortlichkeit zielt eher auf die Stirnen der Klimaverrückten, die Sie ans Steuer gelassen haben. Ihre Dummheit ist wirklich atemberaubend; es ist, als stünden sie auf dem Deck der Titanic, starrten auf das klaffende Loch in der Bordwand und erklärten, dass das Schiff vor allem eine Salatbar brauche. Hey, unsere Regierungen sind auch von diesen Termiten infiltriert worden, also lache ich nicht. Ich schätze, der einzige Unterschied ist, dass unsere Regierung es viel schwerer hat, sie zu stoppen, da unser Öl- und Gassektor hier ziemlich wichtig für die Wirtschaft ist.

Hier in Kanada würden einige von uns gerne helfen. Wir würden Ihnen gerne etwas Erdgas schicken. Wir haben eine Menge davon. Wir können es Ihnen nur nicht liefern, weil unsere Regierungschefs sich mehr darum kümmern, was die UNO denkt, als darum, wie man ein Land verwaltet und führt. Ein ganzes Land, meine ich. Putin baut Europa eine Gasleitung und spielt dann Spiele, um den Rubelgewinn zu maximieren. Kanada beschließt, nicht einmal mitzuspielen.

Wir arbeiten an der Fähigkeit zum LNG-Export, trotz einiger bizarrer interner Hindernisse. Ein paar Terminals könnten ein paar Jahre, nachdem Sie erfroren sind, fertig sein. Wenn Sie wissen wollen, warum wir Ihnen kein Erdgas liefern können, sollten Sie bei den Briten mit den Verrückten von Extinction Rebellion anfangen, der erbärmlichen Gruppe von fuchtelnden und ignoranten Anarchisten, die dort entstanden ist und sich hier wie ein Lauffeuer verbreitet hat, eine Art COVID-18. Sie blockieren Straßen, nerven jeden, überzeugen niemanden und laufen im Kreis, um der Realität zu entgehen, bis der nächste Sirenengesang sie auffordert, sich wieder in einer Formation menschlicher Mücken zu versammeln.

Um ganz offen zu sein: Wir würden Sie gerne mit Erdgas versorgen, nicht nur, um Sie vor dem Erfrieren zu bewahren, sondern auch, weil die Förderung und der Verkauf von Erdgas einen großen Teil unserer Rechnungen bezahlt. Es würden noch viel mehr Rechnungen bezahlt werden, wenn wir Ihnen etwas von unserem Gas geben könnten. Der kluge Branchenveteran Dave Yeager hat letzte Woche auf Twitter eine hervorragende Zusammenfassung des Themas gepostet: Ende September wurde AECO-Gas zu 2,72 C$/GJ gehandelt, US-Henry-Hub-Gas zu 5,03 US$/mmbtu (ca. 6 C$/GJ) und asiatisches LNG zu 29 US$/mmbtu (ungefähr unendlich im Vergleich zu Kanadas armseliger Zahl).

Die kanadischen Erzeuger sind gezwungen, zu diesem Billigpreis zu verkaufen, weil wir das Produkt nicht auf den Weltmarkt bringen können, wo es sehr willkommen wäre. Die Kanadier sind sich im Allgemeinen nicht bewusst, wie viel Geld sie auf dem Tisch liegen lassen, ganz zu schweigen von ihrem dringenden Bedarf an diesem Stoff.

Weil Ihre Situation in Europa so schlimm ist, traue ich mich nicht, darauf hinzuweisen, dass das Klavier wirklich über Ihren Kopf hinweg bewegt wird und XR das Seil durchschneidet. „Chinas Zentralregierung hat die wichtigsten staatlichen Energieunternehmen des Landes – von Kohle über Strom bis hin zu Öl – angewiesen, die Versorgung für diesen Winter um jeden Preis zu sichern, wie mit der Angelegenheit vertraute Personen berichten“, so Bloomberg in einem (leider) durch eine Firewall geschützten Artikel. Viel Glück dabei, mit ihnen zu konkurrieren. Hier in Kanada würden wir das mit einem Grizzlybären und einem französischen Pudel vergleichen, die sich um ein Schweinekotelett streiten. Ich will nicht respektlos gegenüber Großbritanniens Macht sein, sondern nur darauf hinweisen, dass China 1,3 Milliarden Menschen davon abhalten muss, aufzubegehren, und die stürzen sich auf das Buffet und werden ohne mit der Wimper zu zucken jeden aus dem Weg räumen.

Ich sage Ihnen aber nur ungern, dass es noch schlimmer wird. Viel schlimmer. Im nahen Indien, wo Kohle fast die Hälfte der Energieerzeugung des Landes ausmacht, verfügt mehr als die Hälfte der 135 Kohlekraftwerke Indiens nur über einen Kohlevorrat, der für drei Tage reicht. Die Regierungsrichtlinien empfehlen einen Vorrat für zwei Wochen. Indien hat ebenfalls über eine Milliarde Einwohner und ist ebenfalls auf Leben und Tod um Kohlenwasserstoffe in jeglicher Form bemüht. Die 70 Millionen wohlbehüteten Bürger des Vereinigten Königreichs stehen 2,5 Milliarden Menschen gegenüber, die dieselben Brennstoffe zum Überleben brauchen.

Und in diesem Sinne: Verstehen Sie die obigen Leichtsinnigkeiten bitte nicht als ein Versagen, den Ernst dieser globalen Situation zu begreifen. Ein kalter Winter wird für einen Großteil der Weltbevölkerung verheerend sein, und ich spreche nicht von einer Regierungsanweisung, den Thermostat auf 18 Grad zu stellen.

Wie es irgendein Clown auf Twitter formulierte, sind wir über die Umstellung von Gas auf Öl hinaus und nähern uns der Umstellung von Gas auf Möbel. Die Schlagzeilen werden immer ominöser. Vor zehn Tagen waren es die europäischen Zinkverarbeiter, die ihre Produktion drosselten, und jetzt, Anfang Oktober, schalten riesige niederländische Gewächshäuser ab und kürzen ihre Produktion. Ich hatte keine Ahnung, wie groß die niederländischen Gewächshäuser sind, die Lebensmittel im Wert von über zehn Milliarden exportieren, aber ich bin sicher, dass Sie das wussten, da Sie Nachbarn sind. Um es für alle entrüsteten Aktivisten, die zuhören, kristallklar zu machen: Das ist der Stillstand der Lebensmittelversorgung, Leute!

Machen Sie keinen Fehler: Diese Katastrophe wurde von Energie-Scharlatanen und -Organisationen absichtlich herbeigeführt, die die Welt davon überzeugt haben, dass sie keine Kohlenwasserstoffe mehr braucht und mit der Demontage des Kohlenwasserstoffsystems beginnen kann. Jede ENGO, die eine blockierte Pipeline feiert, ist ein direktes und unwiderlegbares Beweisstück, sollte das Undenkbare geschehen. Die Spiele sind vorbei. Es wäre wirklich toll, nur über positive Energieentwicklungen zu schreiben, wie eine aufkeimende Wasserstoffwirtschaft oder was auch immer, und wenn der „Übergang“ auf rationale Weise stattgefunden hätte, dann wäre das die Geschichte. Aber das ist nicht der Fall, und ich wünsche Ihnen alles Gute, dass diese Frachtschiffe am Horizont auftauchen. Und zwar bald.

Teaser

Kaufen Sie dieses Buch, solange es noch legal ist! Und bevor die Bücher-Verbrennung beginnt! Erhältlich hier: Amazon.ca, Indigo.ca, oder Amazon.com.

Mehr aufschlussreiche Analysen des Autors gibt es hier.

Link: https://wattsupwiththat.com/2021/10/05/column-european-cargo-cults-standing-on-the-shore-waiting-for-energy-cargoa-full-circle-of-colonial-irony/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Nach IPCC AR 6: Brechen der Hegemonie der globalen Klimamodelle

Dr. Judith Curry

Eine ziemlich erstaunliche Schlussfolgerung ergibt sich aus dem Kleingedruckten des IPCC AR6 WG1-Berichts.

Ich habe das Kleingedruckte des IPCC-Berichts AR6 WG1 gelesen. Die Autoren sind zu beglückwünschen, weil sie ein Dokument verfasst haben, das intellektuell weitaus anspruchsvoller ist als seine jüngsten Vorgänger. Themen wie „tiefe Ungewissheit“ und die „Zweckmäßigkeit von Modellen“ (häufige Themen bei Climate Etc.) werden im AR6 tatsächlich ausführlich erwähnt. Außerdem wird der natürlichen internen Variabilität viel Aufmerksamkeit geschenkt, den Vulkanen eine ziemlich große Aufmerksamkeit (der Sonne nicht so sehr).

Wenn wir uns auf den IPCC AR4 (2007) zurückbesinnen, waren die globalen Klimamodelle vorherrschend, wie das folgende Zitat zeigt:

„Es besteht erhebliches Vertrauen darin, dass Klimamodelle glaubwürdige quantitative Schätzungen des künftigen Klimawandels liefern, insbesondere auf kontinentaler Ebene und darüber hinaus“.

Der IPCC AR4 hat seine wahrscheinliche Bandbreite an Klimasensitivitätswerten fast ausschließlich aus Klimamodellsimulationen ermittelt. Und die Projektionen für das 21. Jahrhundert wurden direkt aus Klimamodellsimulationen ermittelt, die ausschließlich auf Emissionsszenarien basieren.

Einige Hinweise auf die Besorgnis darüber, was die globalen Klimamodelle produzieren, wurden im AR5 gegeben. In Bezug auf die Klimasensitivität enthält der AR5 diese Aussage in einer Fußnote zum SPM:

„Es kann derzeit kein Best Estimate* für die Gleichgewichts-Klimasensitivität gegeben werden, da es an einer Übereinstimmung der Werte in den bewerteten Beweislinien und Studien mangelt.“

[*Den Begriff Best Estimate mit „beste Schätzung“ zu übersetzen wird der eigentlichen Bedeutung m. E. nicht so gerecht. Daher wird dieser Terminus hier beibehalten. A. d. Übers.]

Genauer gesagt waren die auf Beobachtungen basierenden Schätzungen der ECS wesentlich niedriger als die Klimamodellwerte.

Vielleicht noch bedeutsamer ist, dass Abbildung 11.25 im AR5 einen subjektiven rot schraffierten Bereich enthielt, der durch „Experten-Beurteilung“ bestimmt wurde, dass die Klimamodelle zu heiß liefen. Es sei darauf hingewiesen, dass die Projektionen für die Zeit nach 2035 nicht in ähnlicher Weise angepasst wurden.

IPCC AR6 – globale Erwärmung

Im AR6 des IPCC wird das, was im AR5 begonnen wurde, noch viel weitergeführt.

In Bezug auf die Gleichgewichts-Klimasensitivität bricht der AR6 mit der seit langem bestehenden Spanne von 1,5-4,5 C und verengt die „wahrscheinliche“ Spanne auf 2,5-4,0°C. Im Folgenden wird gezeigt, wie diese Spanne mit früheren Schätzungen und auch mit den CMIP6-Modellen (wie von Mark Zelinka analysiert) verglichen wird:

Die AR6-Analyse von ECS wurde stark von Sherwood et al. (2020) beeinflusst. Ich bin damit einverstanden, dass der obere Wert von 4,5 auf 4,0 °C gesenkt wird. Nicht einverstanden bin ich jedoch mit der Begründung für die Anhebung des unteren Wertes von 1,5 auf 2,5°C. Ohne hier im Detail auf meine Bedenken einzugehen, stelle ich fest, dass Nic Lewis an einer Analyse dieser Frage arbeitet. Die wichtigste Bedeutung der engeren Spanne des AR6 ist jedoch der fehlende Einfluss der CMIP6 ECS-Werte.

Eine beträchtliche Anzahl der CMIP6-Modelle läuft viel zu heiß, was in vielen Veröffentlichungen festgestellt wurde. In seinen Projektionen der globalen mittleren Oberflächentemperaturen des 21. Jahrhunderts liefert der AR6 „eingeschränkte“ Projektionen (einschließlich Klimamodellen mit vernünftigen Werten der Klimasensitivität, die das 20. Jahrhundert simulieren). Abbildung 4.11 aus dem AR6 zeigt das Ausmaß der Beschränkungen. Für SSP5-8.5 beträgt das Ausmaß der Einschränkung im Vergleich zum nicht eingeschränkten CMI6 20 %.

Zum ersten Mal enthält CMIP6 aktuelle Szenarien der vulkanischen Aktivität und der Sonnenvariabilität.  CMIP6 enthält ein Hintergrundniveau der Vulkanaktivität (keine größeren Eruptionen) und eine tatsächliche Projektion der solaren Variabilität des 21. Jahrhunderts von Matthes (2017) (hier bereits besprochen), obwohl nur wenige Modelle der Aufgabe gewachsen sind, die indirekten solaren Effekte glaubwürdig zu behandeln. Der AR6 berücksichtigt nur diese solaren und vulkanischen Basisszenarien; die anderen vulkanischen Szenarien (in Abbildung 1, Box 4.1 des AR6) und das Maunder-Minimum-Szenario von Matthes (2017) sind sicherlich plausibler als SSP5-8.5 und hätten daher in die Projektionen einbezogen werden müssen.

Im AR6 wird in vielen Kapiteln auch die Bedeutung der natürlichen internen Variabilität anerkannt. CMIP6 umfasste Single Model Initial Condition Large Ensembles (SMILEs; Abschnitt 6.1.3). Es gibt jedoch erhebliche Unterschiede zwischen der Variabilität der großräumigen Zirkulation in den Beobachtungen und den meisten Modellen (IPCC AR6 Kapitel 3) – eine zu starke dekadische Variabilität und eine zu schwache mehrdekadische und hundertjährige Variabilität. Einige wenige Modelle scheinen recht gute Arbeit zu leisten, vor allem GFDL.

Hier folgen die Ensemble-Prognosen für SSP2-4.5 einschließlich der Projektionen der einzelnen Modelle, des „eingeschränkten“ gegenüber dem „nicht eingeschränkten“ 90 %-Bereich und der Best Estimate im AR6 (dieses Bild stammt aus einem CarbonBrief-Artikel). Die Best Estimate des AR6 liegt nahe am unteren Ende der gesamten Spanne; diese Verzerrung lässt nicht viel Spielraum für natürliche Schwankungen (insbesondere der mehrdekadischen Art) am unteren Ende der Modellspanne, um wirklich eine realistische Zeitspanne zu veranschaulichen, wann wir die 1,5- und 2°C-Grenzwerte überschreiten könnten.

Um einige der Probleme im Zusammenhang mit der Einschränkung der Projektionen zu minimieren, liegt der Schwerpunkt auf der Bewertung der Auswirkungen bei verschiedenen Niveaus der globalen Erwärmung, z. B. 2 oder 4 Grad Celsius.

Regionale Projektionen

Der IPCC-Bericht AR6 legt einen wesentlichen Schwerpunkt auf den regionalen Klimawandel (Kapitel 10, 12) und hier auf einer Destillation verschiedener Informationsquellen und mehrerer Beweislinien. Dabei wird indirekt eingeräumt, dass globale Klimamodelle für regionale Projektionen nicht viel taugen.

Klimasimulationen [Climate Emulators]

Seit dem Sonderbericht über den 1,5-Grad-Zustand hat der IPCC zunehmend die Verwendung von Klimasimulationen hervorgehoben. Dabei handelt es sich um stark vereinfachte Klimamodelle (siehe diesen CarbonBrief-Artikel für eine Erklärung), die auf die Ergebnisse der auf globalen allgemeinen Zirkulationsmodellen basierenden Erdsystemmodelle abgestimmt sind. Diese Modelle sind für politische Analysen sehr praktisch, da sie es so gut wie jedem ermöglichen, viele verschiedene Szenarien durchzuspielen.

Und es gibt keinen Grund, warum dieser allgemeine Rahmen nicht erweitert werden könnte, um zukünftige Szenarien der Erwärmung/Abkühlung im Zusammenhang mit Vulkanen und Sonneneinstrahlung sowie der internen Variabilität über mehrere Dekaden einzubeziehen. Dieser Rahmen könnte für regionale Klimaprojektionen sehr nützlich sein.

Klima-Emulatoren sind jedoch keine physikalisch basierten Modelle.

Sind globale Klimamodelle die besten Grundlagen?

Auszug aus einem Aufsatz, den ich gerade schreibe:

In den 1990er Jahren verlangte die wahrgenommene politische Dringlichkeit nach einer schnellen Bestätigung des gefährlichen, vom Menschen verursachten Klimawandels. GCMs wurden von politischen Entscheidungsträgern, die eine technokratische Grundlage für ihre vorgeschlagenen Maßnahmen suchten, mit dieser Autorität ausgestattet. Shackley et al. Sowohl die wissenschaftlichen als auch die politischen Herausforderungen des Klimawandels sind jedoch viel komplexer, als man sich in den 1990er Jahren vorstellen konnte. Das Endergebnis ist, dass die Klimamodellierung eine breite Palette von Anwendungen ausprobiert hat, die von den Bedürfnissen der politischen Entscheidungsträger angetrieben werden, wobei Modelle verwendet werden, die für den Zweck nicht geeignet sind.

Komplexe Computersimulationen dominieren mittlerweile das Feld der Klimawissenschaften und die damit verbundenen Bereiche, was auf Kosten der Nutzung traditioneller Wissensquellen wie theoretischer Analysen und der Überprüfung von Theorien durch Beobachtungen geht. In einem Artikel mit dem treffenden Titel „The perils of computing too much and thinking too little (Die Gefahren, wenn man zu viel rechnet und zu wenig denkt) äußerte der LINK-Atmosphärenforscher Kerry Emanuel die Befürchtung, dass die Unachtsamkeit gegenüber der Theorie dazu führt, dass Klimaforscher diese enormen Ressourcen ineffektiv nutzen, und dass die Chance auf echte Durchbrüche im Verständnis und in der Vorhersage verringert wird.

Die Komplexität der Modelldarstellung ist zu einem zentralen normativen Prinzip bei der Bewertung von Klimamodellen und ihrem politischen Nutzen geworden. GCMs sind jedoch nicht nur ressourcenintensiv und schwer zu interpretieren, sie sind auch von übermäßiger Parametrisierung und unzureichender Berücksichtigung von Unsicherheiten durchdrungen.

Die zahlreichen Probleme mit GCMs und die Befürchtung, dass diese Probleme angesichts des derzeitigen Entwicklungspfads dieser Modelle in naher Zukunft nicht gelöst werden, legen nahe, dass alternative Modellrahmen erforscht werden sollten. Wir brauchen eine Vielzahl von Klimamodellen, die auf unterschiedliche Weise für verschiedene Zwecke entwickelt und genutzt werden. Für viele Fragen der Entscheidungsunterstützung ist der GCM-zentrierte Ansatz möglicherweise nicht der beste Ansatz.  Eine große Herausforderung besteht jedoch darin, dass fast alle Ressourcen für GCMs und IPCC-Produktionsläufe aufgewendet werden und nur wenig Zeit und Mittel für Modellinnovationen übrig bleiben.

Die politisch motivierte Notwendigkeit von Klimaprognosen hat dazu geführt, dass sich Macht und Autorität um die GCMs angesammelt haben (Shackley), basierend auf dem Versprechen, die GCMs für die Festlegung von Emissionsreduktionszielen und für regionale Vorhersagen des Klimawandels zu nutzen.   Allerdings verlässt sich der IPCC bei der Festlegung von Emissionszielen zunehmend auf viel einfachere Modelle.  Die Hoffnung auf nützliche regionale Vorhersagen des Klimawandels mit Hilfe von GCMs wird sich beim derzeitigen Stand der Modellentwicklung wohl kaum erfüllen.

Was die Zweckmäßigkeit globaler/regionaler Klimamodelle für die Entscheidungsfindung bei der Klimaanpassung angeht, so hat ein Team von Wissenschaftlern des Earth Institute und des Red Cross Climate Center der Columbia University eine hervorragende Zusammenfassung vorgelegt:

„Klimamodellprojektionen sind in der Lage, viele Aspekte des Klimasystems zu erfassen, so dass man sich auf sie verlassen kann, um Pläne zur Eindämmung des Klimawandels und breit angelegte Anpassungsstrategien zu entwickeln. Klimamodelle sind nicht in der Lage, künftige Bedingungen mit dem Grad an räumlicher, zeitlicher und probabilistischer Präzision darzustellen, mit dem Projektionen oft geliefert werden, was den Nutzern von Informationen über den Klimawandel einen falschen Eindruck von Vertrauen vermittelt.“ (Nissan et al.)

GCMs spielen eindeutig eine wichtige Rolle, insbesondere in der wissenschaftlichen Forschung. Aufgrund der dringenden Bedürfnisse der politischen Entscheidungsträger wird der Fortschritt der Klimawissenschaft jedoch durch die Konzentration der Ressourcen auf diesen einen Weg der Klimamodellierung gebremst. Die zahlreichen Probleme mit GCMs und die Befürchtung, dass diese Probleme angesichts des derzeitigen Entwicklungspfads in naher Zukunft nicht gelöst werden können, legen nahe, dass alternative Rahmenbedingungen erforscht werden sollten. Dies ist besonders wichtig für die Schnittstelle zwischen Wissenschaft und Politik.

Kommentar von Judith Curry

Im AR5 lag der Schwerpunkt auf den Erdsystemmodellen und deren ständig wachsender Komplexität durch Hinzufügen von mehr Chemie und etwas Eisschilddynamik.

Im AR6 werden diese komplexen Klimamodelle als das entlarvt, was sie sind: sehr komplizierte und rechenintensive Spielzeuge, deren wichtigste Ergebnisse von schnellen thermodynamischen Rückkopplungsprozessen (Wasserdampf, Konvektionsrate, Wolken) abhängen, die durch Parametrisierungen auf Untergitterebene und die unvermeidliche Modellabstimmung bestimmt werden.

Mit der sehr großen Bandbreite an Klimasensitivitätswerten, die die CMIP6-Modelle liefern, befinden wir uns wohl in einer Phase des negativen Lernens. Und das, obwohl der IPCC AR6 die Spanne der ECS von den langjährigen 1,5-4,5C auf 2,5 bis 4C deutlich reduziert hat (zur Erinnerung: Ich glaube nicht an diese Reduzierung am unteren Ende, mehr dazu in Kürze).

Was bleibt uns also?

1. Globale Klimamodelle (ESM) sind nach wie vor ein wichtiges Instrument, um zu verstehen, wie das Klimasystem funktioniert. Wir sind jedoch an dem Punkt angelangt, an dem die Ergebnisse abnehmen, wenn nicht mehr Gewicht auf die Verbesserung der Simulation von Arten interner Klimaschwankungen gelegt und die Behandlung der indirekten Sonneneffekte vorangetrieben wird.

2. Wir sollten ECS als politikrelevante Messgröße aufgeben und an einem besseren Verständnis und einer besseren Bewertung von TCR und TCRE anhand historischer Daten arbeiten.

3. Im Zusammenhang mit Nr. 1 stelle ich in Frage, ob die CMIP6-ESMs für Attributionsstudien von großem Nutzen sind.

4. ESMs haben ihren Nutzen für politische Anwendungen verloren. Politische Anwendungen sind weitaus nützlicher mit Klimaemulationsmodellen zu erreichen. Die Verwendung von Klimaemulatoren entfernt die politische Entscheidungsfindung jedoch von einer physikalischen Grundlage. Dies ist besonders relevant für den rechtlichen Status der Klimaprojektionen des 21. Jahrhunderts und der ESMs in verschiedenen Klimaprozessen.

Obwohl dies in der Zusammenfassung für politische Entscheidungsträger versteckt ist, ist es ziemlich bedeutsam:

„A.1.3 Die wahrscheinliche Spanne des gesamten vom Menschen verursachten Anstiegs der globalen Oberflächentemperatur von 1850-1900 bis 2010-2019 beträgt 0,8°C bis 1,3°C, mit einer Best Estimate von 1,07°C. Es ist wahrscheinlich, dass gut gemischte Treibhausgase zu einer Erwärmung von 1,0°C bis 2,0°C beigetragen haben, dass andere menschliche Ursachen (hauptsächlich Aerosole) zu einer Abkühlung von 0,0°C bis 0,8°C beigetragen haben, dass natürliche Ursachen die globale Oberflächentemperatur um -0,1°C bis 0,1°C verändert haben und dass die interne Variabilität sie um -0,2°C bis 0,2°C verändert hat. Es ist sehr wahrscheinlich, dass gut gemischte Treibhausgase die Hauptursache für die Erwärmung der Troposphäre seit 1979 waren, und es ist sehr wahrscheinlich, dass der vom Menschen verursachte Abbau der stratosphärischen Ozonschicht die Hauptursache für die Abkühlung der unteren Stratosphäre zwischen 1979 und Mitte der 1990er Jahre war.“

Vergleichen Sie dies mit den Aussagen im AR5 SPM:

„Es ist sehr wahrscheinlich, dass mehr als die Hälfte des beobachteten Anstiegs der globalen durchschnittlichen Oberflächentemperatur von 1951 bis 2010 durch den anthropogenen Anstieg der Treibhausgas-Konzentrationen und andere anthropogene Einflüsse zusammen verursacht wurde. Die Best Estimate des vom Menschen verursachten Beitrags zur Erwärmung entspricht der beobachteten Erwärmung in diesem Zeitraum.“

Insgesamt ist der Bericht der AR6 WG1 viel besser als der AR5, obwohl ich von dem erhöhten Vertrauen in einen engeren Bereich von ECS unbeeindruckt bleibe.

Die Quintessenz ist, dass der AR6 die Vorherrschaft der globalen Klimamodelle gebrochen hat. Die umfangreichen Finanzmittel, mit denen diese Modelle im Hinblick auf politische Ziele unterstützt werden, lassen sich nur noch schwerer rechtfertigen.

Link: https://wattsupwiththat.com/2021/10/07/ipcc-ar6-breaking-the-hegemony-of-global-climate-models/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE