AR6 und Meeresspiegel, Teil 2: Die Komplexität der Messung des Meeresspiegels

Andy May

Thomas Frederikse und Kollegen veröffentlichten eine Studie über Meeresspiegeldaten, die sowohl Gezeitenpegel als auch Satellitendaten im Jahr 2020 berücksichtigt (Frederikse, et al., 2020). Diese Arbeit wird häufig in der Diskussion über den Meeresspiegel in Kapitel 9 des AR6 zitiert. Darin wird festgestellt, dass es viele Ursachen für globale und regionale Änderungen des Meeresspiegels gibt, die berücksichtigt werden müssen. In weiten Teilen der nördlichen Hemisphäre erholen sich die Böden noch immer vom Abschmelzen der massiven Gletscher, die sie während des letzten glazialen Maximums getragen haben. Dies führt dazu, dass viele nördliche Gezeitenpegel einen sinkenden Meeresspiegel anzeigen, während das Land ansteigt. Außerdem hat der Bau von Staudämmen im 20. Jahrhundert dazu geführt, dass den Ozeanen Wasser vorenthalten und in Stauseen an Land gespeichert wurde, insbesondere zwischen 1960 und 1980. Sie sagen uns auch, dass frühere Bewertungen des Meeresspiegels nicht in der Lage waren, die Beobachtungen mit den berechneten Beiträgen von Eismassenverlust, Dammbau und thermischer Ausdehnung des Wassers in Einklang zu bringen. Wie in Teil 1 dieser Serie erwähnt [in deutscher Übersetzung beim EIKE hier], sind die beobachteten Veränderungen des Meeresspiegels sehr gering, so dass dies nicht überraschend ist. Die jährlichen Veränderungen liegen unterhalb der Messgenauigkeit der Instrumente.

Die Beobachtungen des Meeresspiegels, der Ozeantemperatur, des Eismassenverlusts, des in künstlichen Stauseen gespeicherten Wassers und der gesamten Abflüsse in die Ozeane sind allesamt mit erheblichen Unsicherheiten behaftet, weshalb es den Studien nicht gelungen ist, die Lücke zwischen den Beobachtungen zu schließen. Frederikse und Kollegen unternehmen einen weiteren Versuch, diese Lücke zu schließen. Sie stellen fest, dass in den letzten Jahren sehr viel genauere Schätzungen für alle kritischen Beobachtungen zur Verfügung gestellt wurden, und fassen diese in einer neuen Schätzung zusammen.

Ihre beste Schätzung für den beobachteten Trend des Meeresspiegelanstiegs von 1900 bis 2018 beträgt 1,56 ±0,33 mm/Jahr, was einem Fehler von ±20 % entspricht. In Teil 1 haben wir unter Verwendung der NOAA-Meeresspiegel-Aufzeichnungen eine Steigung von 1,74 mm/Jahr mit einem R² von 0,97 ermittelt; dieser Wert liegt innerhalb der von Frederikse und Kollegen angegebenen 90%-Konfidenzgrenzen. Die geschätzte beobachtete Veränderung des Meeresspiegels ist in Abbildung 1 dunkelblau dargestellt. Die Summe der Komponenten der Meeresspiegeländerung ist in Schwarz dargestellt. Zum Vergleich sind auch die beiden Hauptkomponenten der Meeresspiegeländerung dargestellt. Barystatische Veränderungen (Volumen des Ozeans ohne thermische Ausdehnung) sind in rot dargestellt, thermostatische (Volumenveränderungen des Ozeans aufgrund thermischer Ausdehnung) in orange. Alle Kurven sind auf ihre Mittelwerte von 2002 bis 2018 zentriert. Vor allem aufgrund des Zentrierungszeitraums sieht die Übereinstimmung der Komponentensumme mit den Meeresspiegelbeobachtungen im 21. Jahrhundert gut aus. Vor 1990 ist sie nicht sehr gut, aber sowohl die Summe als auch die Beobachtungen stimmen innerhalb ihrer jeweiligen Fehlermarge überein. Die Unsicherheit des beobachteten Meeresspiegels vor 1990 beträgt im Allgemeinen mehr als ±10 mm; vor 1960 beträgt sie mehr als ±15 mm. Vor 1940 beträgt sie mehr als ±20 mm.

Abbildung 1. Die Schätzung des Meeresspiegels von Frederikse et al. für den Zeitraum von 1900 bis 2018 ist in blau dargestellt und mit der Summe seiner Schätzung der barystatischen und thermosterischen Veränderungen in schwarz verglichen. Die barystatische Veränderung ist in rot und die thermosterische in orange dargestellt.

Die in der Studie untersuchten Teilkomponenten der barystatischen Veränderungen sind: Gletscherschmelze, Schmelzen des grönländischen und des antarktischen Eisschilds und terrestrische Wasserspeicherung (einschließlich des Baus neuer Staudämme und der Erschöpfung des Grundwassers). Thermosterische Veränderungen werden anhand von Messungen der Temperatur des Meeresuntergrunds geschätzt. Frederikse et al. versuchen, die Gesamtsumme der Komponenten mit den von Satelliten und Gezeitenmessern gemessenen Veränderungen des Meeresspiegels mit Hilfe eines Modells in Einklang zu bringen und finden eine bescheidene Übereinstimmung innerhalb der jeweiligen Fehlermargen.

Die Ergebnisse seiner Studie erhöhen die bisherigen Schätzungen des Anstiegs des globalen mittleren Meeresspiegels (GMSL) in den 1960er und 1970er Jahren, nachdem die Auswirkungen des Dammbaus ausgeschlossen wurden. Sein Modell erhöht auch die Unsicherheit vor 1940. In den 1920er und 1930er Jahren ist die Übereinstimmung ziemlich schlecht, und auch der steile Anstieg des Meeresspiegels von 1930 bis 1950, der fast so schnell verläuft wie im 21. Jahrhundert.

Die Unsicherheit der GMSL-Rate verringert sich zwar für den Zeitraum 1993 bis 2018, beträgt aber immer noch mehr als ±0,4 mm/Jahr, wie in Abbildung 2 dargestellt. Beide Abbildungen sind ein Teil von Frederikse et al.’s Abbildung 1. Abbildung 2 zeigt die 30-jährige Änderungsrate seiner Modelle für barystatische und thermosterische Änderungen in rot bzw. orange und ihre Summe in schwarz. Diese werden mit der beobachteten 30-jährigen Veränderungsrate in Blau verglichen. Es wird deutlich, dass die Anstiegsrate des Meeresspiegels auf einer multidekadischen Skala oszilliert und in den 1940er Jahren innerhalb der Fehlermarge wahrscheinlich genauso schnell anstieg wie heute.

In Abbildung 2 sind die schattierten Bereiche die 90 %-Konfidenzintervalle. Das Diagramm zeigt die Geschwindigkeit des Meeresspiegelanstiegs in mm/Jahr. Die Zeiträume, in denen die Beobachtungen (blau) und das Modell (schwarz) nicht übereinstimmen, sind in Abbildung 2 deutlicher zu erkennen. Besonders schlecht ist die Übereinstimmung in den Jahren 1915 bis 1950. Die rasche Verlangsamung der Anstiegsrate zwischen 1950 und 1965 wird überhaupt nicht gut wiedergegeben. Der rasche Anstieg von 1990 bis 2005 ist nur geringfügig besser als in den anderen Zeiträumen.

Abbildung 2. Die Kurven sind wie in Abbildung 1 eingefärbt, doch handelt es sich hier um ein Diagramm der 30-jährigen Änderungsrate des Meeresspiegels, die auf thermostatische und barystatische Veränderungen zurückzuführen ist (orange bzw. rot). Die schwarze Kurve ist die Summe der beiden Kurven, die blaue Kurve ist die beobachtete Veränderung des Meeresspiegels, die schattierten Bereiche sind die 90%-Konfidenzintervalle.

Das Modell von Frederikse et al. weist eine Gesamtunsicherheit von mindestens einem halben mm/Jahr auf (siehe schwarze Schattierung in Abbildung 2), und die Unsicherheit in den Daten (blaue Schattierung) ist noch größer. Abbildung 2 ist unsicher, aber die etwa 60-jährige Oszillation ist signifikant und entspricht normalen langfristigen Ozeanoszillationen, wie sie von Wyatt und Curry beschrieben werden [1]. Die Stadienwelle von Wyatt und Curry ist hier in den Abbildungen 8 und 9 zu sehen. Ihr etwa 60-jähriger Zyklus kann in einen 30-jährigen Erwärmungszyklus und einen 30-jährigen Abkühlungszyklus unterteilt werden. In ihrer Analyse war 1918 bis 1942 eine Erwärmungsperiode und 1942 bis 1976 eine Abkühlungsperiode, was recht gut zu den in Abbildung 2 dargestellten Daten passt.

Kombiniert man die Analyse von Wyatt und Curry mit der von Frederikse et al. können wir erkennen, dass die Schwankungen der Meeresspiegelanstiegsraten im 20. Jahrhundert wahrscheinlich zum Teil auf natürliche Ozeanschwankungen zurückzuführen sind. Die Erde ging 1976 in eine natürliche Erwärmung über, die wahrscheinlich Anfang des 21. Jahrhunderts, vielleicht um 2005, endete und dann in eine Abkühlung überging. Nach Abbildung 2 zu urteilen, scheint es möglich, dass die scheinbare Beschleunigung des Meeresspiegelanstiegs von Ende der 1980er Jahre bis etwa 2005 lediglich eine Wiederholung der Beschleunigung von etwa 1925 bis Anfang der 1940er Jahre war. Selbst wenn dies nicht der Fall sein sollte, sind die in den Abbildungen 1 und 2 gezeigten Daten nicht genau genug, um zu dem Schluss zu kommen, dass sich der Anstieg des Meeresspiegels insgesamt beschleunigt; vielmehr ist es möglich, dass sich der Anstieg des Meeresspiegels in naher Zukunft verlangsamen wird.

Die statistischen Methoden, die im AR6 verwendet wurden, um die Beschleunigung des Meeresspiegelanstiegs nachzuweisen, waren recht grob, wie in Teil 1 erläutert. Es wurden einfach Daten herausgepickt und mit Hilfe der kleinsten Quadrate angepasst, um die Beschleunigung zu schätzen. In diesem Teil zeigen wir, dass der Fehler bei der Schätzung des Meeresspiegelanstiegs und seiner Komponenten so groß ist, dass es wahrscheinlich nicht möglich ist, die Beschleunigung definitiv nachzuweisen. Im nächsten Beitrag werden wir die Probleme mit diesem Ansatz erörtern und eine statistisch fundiertere Projektion der Anstiegsrate des Meeresspiegels erstellen.

The bibliography can be downloaded here.

  1. (Wyatt & Curry, Role for Eurasian Arctic shelf sea ice in a secularly varying hemispheric climate signal during the 20th century, 2014) and (Wyatt, The “Stadium Wave”, 2014)

Link: https://andymaypetrophysicist.com/2022/03/21/ar6-and-sea-level-part-2-the-complexity-of-measuring-gmsl/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Wenn Vertrauen und Sicherheit auf Fakten und Wissenschaft treffen

Pat Frank

Einige interessante Punkte über Klimawissenschaft und das Bohei um die sozialen Medien.

Eine Pandemie, die seit einigen Jahren im Hintergrund brodelt, hat eine wachsende Zahl von Medienverschwundenen hervorgebracht – Menschen, die von der Gedankenpolizei aus den sozialen Medien verbannt wurden, weil sie unerwünschte Ansichten geäußert haben.

Zu den Verschwundenen gehören auch diejenigen, die es wagen, sich laut über die modisch aufgeregten Narrative zu Klima, Covid und – unglaublich – Pronomen zu wundern.

Anthony Watts ist ein prominenter Vertreter der Klima-Verurteilten. Im Klima-Syllabus Errorum werden auch Willis Eschenbach, Steve McIntyre, Russell Cook und der Nobelpreisträger Ivar Giaever genannt. Ich fühle mich geehrt, auch dazu zu gehören, wenn auch nur in geringem Maße.

Am Montag, den 14. März, irgendwann zwischen 17 und 21 Uhr und ohne Ankündigung oder Erklärung hat LinkedIn mein Konto gesperrt. Ich kann mich nicht mehr einloggen und mir wurde gesagt, dass alle meine Beiträge und Kommentare verschwunden sind.

Der LinkedIn-Boom setzte ein, nachdem ich die folgenden Aufsätze über die Lufttemperatur auf meiner LinkedIn-Seite gepostet hatte: I und II. Der erste wurde etwa 19.500 Mal aufgerufen, der zweite mehr als 5000 Mal. Sie erhielten mehr als 1000 Kommentare und lösten eine beträchtliche Debatte aus.

Die Diskussion war lebhaft, aber im Allgemeinen zivil und datenorientiert. Es wird niemanden hier bei WUWT überraschen, dass sich die AGW-Skeptiker durchgesetzt haben.

Offensichtlich war die sachliche Richtigkeit zu viel für das „Trust and Safety Team“ von LinkedIn. Sie löschten die Beiträge zusammen mit meinem Konto.

Die unbewusste Ironie hat wieder einmal gesiegt. Meiner Erfahrung nach gibt es keine vertrauenswürdige Team-Laune, und kein LinkedIn-Freigeist ist vor ihnen sicher.

Ich hatte zuvor über meine PowerHour und FindingGenius-Podcast-Interviews gepostet. Vielleicht haben die darauffolgenden Bilder den Safe-Space-Kadetten bei LinkedIn zu viel Gewalt angetan.

Nachfolgend finden Sie die beleidigenden Beiträge, leicht bearbeitet, frei angeboten und ungeachtet möglicher kognitiver Dissonanzen.

I. Eine alternative Sichtweise der jüngsten Klimaerwärmung

Im Jahr 2010 bloggte ich über die Feststellung, dass die gesamte Temperaturaufzeichnung seit 1880 mit einem Kosinus und einem linearen Trend reproduziert werden konnte. Die vollständige Analyse aus dem Jahr 2010 finden Sie unter Jeff ID’s the Air Vent [komplett mit einer ECS-Schätzung von 0,34 C/Verdoppelung].

Die aktualisierte Grafik unten erweitert die Analyse bis 2019 und ist wieder eine hervorragende Wiedergabe der gesamten (GISS) Temperaturaufzeichnung seit 1880.

Der Einschub (oben links) ist ein Histogramm des nicht angepassten Residuums, das sehr gaußförmig ist und wie eine stochastische Klimaschwankung aussieht.

Die Kosinusperiode beträgt 60 Jahre, was der AMO/PDO-Oszillation sehr nahe kommt.

Im Anschluss an den Blogbeitrag schrieb mir Carl Weiss (Physikalisch-Technische Bundesanstalt, Braunschweig, Deutschland), dass der positive lineare Trend mit der ansteigenden Phase einer 234-jährigen Oszillation übereinstimmt, die er und seine Kollegen in europäischen Temperatur-Aufzeichnungen und einer Stalagmiten-Aufzeichnung gefunden haben.

Siehe Abbildungen 3 und 4 in Lüdecke et al., (2013)Multi-periodic climate dynamics: spectral analysis of long-term instrumental and proxy temperature records“ (frei zugänglich).

Die gesamte Klimaerwärmung seit 1880 kann also plausibel auf die AMO/PDO-Oszillationen zurückgeführt werden, die der Anstiegsphase eines natürlichen 234-Jahres-Zyklus überlagert werden.

Ich behaupte nicht, dass diese Erklärung physikalisch korrekt ist. Die ableitbare Schlussfolgerung, dass die jüngste Erwärmung das Ergebnis natürlicher Schwankungen ist, ist jedoch zwingender als eine CO2-Annahme, die durch tendenziös konstruierte Modelle und selbstzirkuläre Interpretationen von Eiskernaufzeichnungen erzwungen wird.

Nachtrag: Die ~60-jährigen PDO- und AMO-Zyklen in D’Aleo und Easterbrook (2016):

[Graphik ist auch im Original so unscharf. A. d. Übers.]

Die Ordinate ist ein numerischer Index, der aus der Hauptkomponentenanalyse abgeleitet wurde (Mantua & Hare, 2002).

II. Der sich ständig wandelnde Klimawandel

Tony Heller hat viele Arbeiten über die seltsam veränderliche Aufzeichnung der Lufttemperatur veröffentlicht und sich dafür viel Kritik eingehandelt. Frühe Lufttemperaturen kühlen ab und lassen die Erwärmung nach 1950 noch extremer erscheinen.

Ich habe beschlossen, das zu überprüfen. Abbildung ‚a‘ vergleicht eine Reihe von veröffentlichten dekadischen Lufttemperaturen der nördlichen Hemisphäre (NH) von 1978 bis 2022.

Der Datensatz von 1978 stammt von M. K. Miles, während die Daten von 1987 bis 2022 vom Goddard Institute for Space Studies (GISS) der NASA stammen. Der Datensatz von 1978 wurde auf 1960-1970 umskaliert, um der GISS-Normalisierung zu entsprechen. Abbildung ‚b‘ vergleicht die jährlichen GISS-Temperaturanomalien über ihren gesamten Bereich:

Der Erwärmungstrend von 1880 bis 1940 hat sich in der NH nach 1999 um 40 % abgeschwächt (Tabelle). Diese Veränderungen finden sich auch in der globalen Aufzeichnung (Abbildung ‚b‘).

Im Jahr 1987 war die steile Erwärmungsrate von 0,15 °C/Dekade zwischen 1910 und 1940 vergleichbar mit der Rate nach 1970 (Tabelle).

Die Auswirkungen der CO₂-Emissionen sind vor 1950 angeblich vernachlässigbar. Skeptiker stellten fest, dass die Erwärmungsraten nach 1910 und nach 1970 peinlich gleich sind. Wenn die erste keine CO₂-Emissionen benötigte, warum sollte die zweite sie benötigen?

Aber die Rate von 0,15 °C/Dekade von 1910-1940 im Jahr 1987 wurde zu 0,10 im Jahr 1999, 0,12 im Jahr 2010 und 0,11 im Jahr 2022. Die Äquivalenz verschwand, als die Zukunft die Vergangenheit abkühlte.

Ab 1986 nahm die Abkühlung im Zeitraum 1920-1960 enorm zu (‚b‘). Die Temperaturen der Vergangenheit sanken in der perfekten Zukunft erneut. Im Jahr 2022 erwärmt sich jedoch das Klima vor 1900 wieder (siehe auch „a“), was auf weitere retrotemporale klimatische Zusammenhänge hinweist.

Zwischen 1986 und 2022 ist die Erwärmungsrate im Zeitraum 1880-1940 um den Faktor 5 gesunken (Tabelle).

Die kombinierte Auswirkung der sinkenden Temperaturen in den Aufzeichnungen nach 1920 und des plötzlichen Anstiegs der Lufttemperaturen vor 1900 im Jahr 2022 hat die Steigung des Trends abgeflacht.

Mittlere Trends der Erwärmung – °C pro Jahrzehnt:

Tony Heller hat anscheinend recht. Die globale Temperatur-Aufzeichnung ist offensichtlich nicht die Temperatur-Aufzeichnung .

Erkunden Sie Tonys Arbeit unter https://realclimatescience.com/

Die Billionen Dollar, die für den Klimaalarm, die Subventionen für erneuerbare Energien und den Krieg, der fossile Brennstoffe teuer und rar machen soll, ausgegeben werden, beruhen alle auf Daten wie diesen.

Eine sachliche und gründliche Validierung und Verifizierung der Lufttemperaturaufzeichnungen durch Dritte ist zwingend erforderlich; sie sollte von Messtechnikern durchgeführt werden, die aufgrund ihrer Verdienste und ihrer Integrität ausgewählt wurden.

Links:

M. K. Miles    1978

GISS               1987

GISS               1999

GISS               2010

GISS               2022

Das war’s also. Ansichten, die nur zur Unterdrückung durch die Medien geeignet sind. Das sagen die Moralapostel bei LinkedIn. Verdammt, es ist mir eine Ehre, mich Anthony und der erlesenen Gesellschaft anzuschließen.

Link: https://wattsupwiththat.com/2022/03/17/when-trust-and-safety-encounter-fact-and-science/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Können wir der Wissenschaft vertrauen?

Joseph D’Aleo, CCM

Man hat uns gelehrt, „der Wissenschaft zu vertrauen“, die sich während der COVID-Bedrohungen ständig verändert hat. Es gibt immer mehr Beweise dafür, dass die „wissenschaftlichen“ Details größtenteils frei erfunden sind und als Knüppel für politische Ziele, einschließlich Macht und politischem Vorankommen, benutzt wurden.

Dasselbe war in den letzten Jahrzehnten zu beobachten, als Umweltschützer, abgehobene Universitäten, Denkfabriken und Regierungen sowie unsere korrupten Medien versuchten, die Verteufelung von Kohlendioxid und fossilen Brennstoffen voranzutreiben. Das Ziel ist die Neue Weltordnung oder in Wirklichkeit die Eine-Welt-Regierung.

Sie sagen es selbst:

„Der gemeinsame Feind der Menschheit ist der Mensch. Auf der Suche nach einem neuen Feind, der uns vereinen könnte, kamen wir auf die Idee, dass Umweltverschmutzung, die drohende globale Erwärmung, Wasserknappheit, Hungersnöte und Ähnliches dazu passen würden.“ – Der Club of Rome ist der führende Think-Tank für Umweltfragen und Berater der Vereinten Nationen.

„Wir müssen das Problem der globalen Erwärmung in den Griff bekommen. Selbst wenn die Theorie der globalen Erwärmung falsch ist, werden wir in Bezug auf die Wirtschafts- und Umweltpolitik das Richtige tun.“ – Timothy Wirth, Präsident der UN-Stiftung

„Ganz gleich, ob die Wissenschaft der globalen Erwärmung falsch ist … der Klimawandel bietet die größte Chance, Gerechtigkeit und Gleichheit in der Welt zu schaffen.“ – Christine Stewart, ehemalige kanadische Umweltministerin

Das IPCC der Vereinten Nationen brachte 1995 den Stein ins Rollen.  Ben Santer wurde zum einberufenden Hauptautor von Kapitel 8 des IPCC-Berichts von 1995 mit dem Titel „Detection of Climate Change and Attribution of Causes“ ernannt. In dieser Position schuf Santer das erste klare Beispiel für die Manipulation der Wissenschaft durch das IPCC für eine politische Agenda. Er nutzte seine Position, um die Schlagzeile zu etablieren, dass der Mensch ein Faktor für die globale Erwärmung sei, indem er die Bedeutung dessen veränderte, worauf sich der Ausschuss als Ganzes auf der Entwurfssitzung in Madrid geeinigt hatte.

Der Konsens der großen Gruppe von Wissenschaftlern, die mit der Bewertung der vorgeschlagenen Auswirkungen beauftragt waren, lautete in ihrer Zusammenfassung des Hauptkapitels des Berichts: „Keine der oben zitierten Studien hat eindeutige Beweise dafür erbracht, dass wir die beobachteten [Klima-]Veränderungen auf die spezifische Ursache der Zunahme von Treibhausgasen zurückführen können.“

Santer als Hauptautor ersetzte dies willkürlich durch: „Es gibt Hinweise auf ein sich abzeichnendes Muster der Reaktion des Klimas auf den Antrieb durch Treibhausgase und Sulfataerosol… aus den geographischen, saisonalen und vertikalen Mustern der Temperaturveränderung… Diese Ergebnisse weisen auf einen menschlichen Einfluss auf das globale Klima hin.“

Das war nur der Anfang von Planwirtschaft und Kontrolle. Dies wurde von Politikern und dem führenden UN IPCC offen zugegeben:

„Die Zukunft muss eine Eine-Welt-Regierung mit zentraler Planung durch die Vereinten Nationen sein. Es wird erwartet, dass die Angst vor Umweltkrisen – ob real oder nicht – zur Einhaltung der Vorschriften führt.“ – Dixy Lee Ray, Ehemalige demokratische Gouverneurin des Staates Washington.

„Unser Ziel ist es nicht, die Welt vor einer ökologischen Katastrophe zu retten, sondern das globale Wirtschaftssystem zu verändern… Das ist wahrscheinlich die schwierigste Aufgabe, die wir uns je gestellt haben, nämlich das wirtschaftliche Entwicklungsmodell zum ersten Mal in der Geschichte der Menschheit bewusst zu verändern.“ – UN-Klimachefin Christiana Figueres.

Einfacher ausgedrückt: Ersetzen Sie das freie Unternehmertum, den unternehmerischen Kapitalismus durch eine UN-kontrollierte, zentralisierte Eine-Welt-Regierung und wirtschaftliche Kontrolle.
„Man muss sich von der Illusion befreien, dass internationale Klimapolitik Umweltpolitik ist. „Das ist sie nicht, mit Kloima und Umwelt hat das fast nichts zu tun. In Wirklichkeit geht es darum, wie wir de facto den Reichtum der Welt umverteilen“. –IPCC-Beauftragter Ottmar Edenhofer

Der Stabschef von AOC, Saikat Chakrabarti, gab zu, dass der Green New Deal nicht als Maßnahme gegen den Klimawandel gedacht war, sondern als eine „Wie-veränderst-du-die-gesamte-Wirtschaft-Sache“ – nichts anderes als eine dünn verschleierte sozialistische Übernahme der US-Wirtschaft.

Oben haben wir in ihren eigenen Worten gezeigt, wie sich die Indoktrination der Welt über die angeblichen Gefahren der globalen Erwärmung entwickelt hat.

Die Kampagne wird fortgesetzt

Praktisch jeden Monat und jedes Jahr lesen wir in den ehemals zuverlässigen Medien und von den ehemals unparteiischen Datenzentren Berichte, in denen verkündet wird, dass dieser Zeitraum einer der wärmsten in der gesamten Aufzeichnung seit 1895 oder früher (oft 1850) ist. Sie behaupten auch, dass die Erwärmung aufgrund von Treibhausgasen zu mehr Wetterextremen und mehr Todesfällen führt. Die von ihnen verwendeten Basisdaten weisen ernsthafte Probleme auf und sind oft mehr Modell als reale Daten.

Im ADDENDUM zum Forschungsbericht mit dem Titel: On the Validity of NOAA, NASA and Hadley CRU Global Average Surface Temperature Data & The Validity of EPA’s CO2 Endangerment Finding, Abridged Research Report, haben Dr. James P. Wallace III, Dr. (Honorary) Joseph S. D’Aleo sowie Dr. Craig D. Idso im Juni 2017 hier reichlich Beweise dafür geliefert, dass die Global Average Surface Temperature (GAST) Daten für die Verwendung in der Klimamodellierung und für jeden anderen Zweck der Analyse der Klimawandel-Politik unbrauchbar sind.

„Die schlüssigen Ergebnisse dieser Untersuchung sind, dass die drei Datensätze für die globale durchschnittliche Oberflächentemperatur kein gültiges Abbild der Realität sind. In der Tat ist das Ausmaß ihrer historischen Datenanpassungen, die ihre zyklischen Temperaturmuster entfernt haben, völlig unvereinbar mit veröffentlichten und glaubwürdigen Temperaturdaten aus den USA und anderen Ländern. Daher ist es unmöglich, aus den drei veröffentlichten GAST-Datensätzen den Schluss zu ziehen, dass die letzten Jahre die wärmsten aller Zeiten waren – trotz der aktuellen Behauptungen einer rekordverdächtigen Erwärmung.“

Dies gilt umso mehr, wenn man bedenkt, dass 71 % der Erdoberfläche aus Ozeanen bestehen und die einzigen Ozeandaten vor Beginn der Satellitenära in den 1970er Jahren auf Schiffsrouten hauptsächlich in Landnähe auf der Nordhalbkugel beschränkt waren. Den Beobachtern der instrumentellen Temperaturdaten zufolge ist die Aufzeichnung der südlichen Hemisphäre „größtenteils erfunden“. Der Grund dafür ist die extrem begrenzte Zahl der verfügbaren Messungen, sowohl in der Vergangenheit als auch in der Gegenwart, von der Antarktis bis zu den Äquatorialregionen.

1978 berichtete die New York Times, dass es zu wenig Temperaturdaten von der südlichen Hemisphäre gebe, um zuverlässige Schlussfolgerungen zu ziehen. Der von deutschen, japanischen und amerikanischen Fachleuten erstellte Bericht erschien in der Ausgabe vom 15. Dezember in der britischen Zeitschrift Nature und stellte fest: „Die Daten von der südlichen Hemisphäre, insbesondere südlich des 30. Breitengrades sind so dürftig, dass zuverlässige Schlussfolgerungen nicht möglich sind“, heißt es in dem Bericht. „Schiffe fahren auf festgelegten Routen, so dass weite Teile des Ozeans überhaupt nicht von Schiffen überquert werden, und selbst diejenigen, die dies tun, liefern möglicherweise keine Wetterdaten von der Route.“

1981 berichteten James Hansen und seine Kollegen von der NASA, dass „die Probleme bei der Erstellung einer globalen Temperatur-Historie auf die ungleichmäßige Verteilung der Messstationen zurückzuführen sind, wobei die südliche Hemisphäre und die Ozeangebiete schlecht vertreten sind“ – (Science, 28. August 1981, Band 213, Nummer 4511(link))

1989 gab die New York Times zu, dass die von der NOAA veröffentlichten US-Daten keinen Erwärmungstrend seit 1895 erkennen lassen. Selbst 1999 lag die Temperatur noch hinter der von 1934 zurück – James Hansen stellte fest: „Die USA haben sich während des letzten Jahrhunderts erwärmt, aber die Erwärmung übersteigt kaum die Schwankungen von Jahr zu Jahr. Tatsächlich war das wärmste Jahrzehnt in den USA die 1930er Jahre und das wärmste Jahr 1934.“

Dieser Befund wurde kürzlich vom MIT-Absolventen Dr. Mototaka Nakamura in einem 2020 erschienenen Buch über „den traurigen Zustand der Klimawissenschaft mit dem Titel [übedrsetzt] „Bekenntnisse eines Klimawissenschaftlers: Die Hypothese der globalen Erwärmung ist eine unbewiesene Hypothese“.

Er schreibt: „Die angebliche Messung der globalen Durchschnittstemperaturen seit 1890 basiert auf Thermometerablesungen, die kaum 5 Prozent des Globus abdecken, bis vor 40-50 Jahren die Satellitenära begann. Wir wissen nicht, wie sich das globale Klima im letzten Jahrhundert verändert hat, wir kennen nur einige begrenzte regionale Klimaveränderungen, etwa in Europa, Nordamerika und Teilen Asiens.“

Als ich an der Universität Meteorologie und Klimatologie unterrichtete, wollte ich meinen Studenten zu zeigen, wie sie denken sollten – nicht, was sie denken sollten. Wie Sokrates sagte: „Bildung ist das Anzünden einer Flamme, nicht das Füllen eines Gefäßes.“ Ich habe meinen Studenten erklärt, dass Daten die Hauptrolle spielen und Modelle nur nützliche Werkzeuge sind. Die Ergebnisse eines Modells oder einer Theorie müssen anhand von Daten geprüft und validiert werden und sind stets mit Vorsicht zu genießen.

Die in den Medien verbreiteten Behauptungen über eine drastische, unkontrollierbare Erwärmung und zunehmende Extreme wurden hier überprüft und widerlegt.

Kohlendioxid, das Gas des Lebens

NASA-Bilder haben gezeigt, dass CO2 ein Pflanzendünger ist, der zu einer massiven Begrünung der Erde und einem enormen Anstieg der Ernteerträge geführt hat:

Sie hat eine große positive Wirkung. Die Ernteerträge haben durchweg Rekordwerte erreicht. Die Wüste Sahara ist seit den 1980er Jahren um 8 % geschrumpft.

Dr. Will Happer, Physiker aus Princeton, spricht über den großen Nutzen von CO2 für die Biosphäre und die gesamte Menschheit. Er sagt, dass wir einen CO2-Mangel hinter uns haben und dass die Menschheit von einem zwei- bis dreifach höheren CO2-Gehalt profitieren würde.  (https://youtu.be/U-9UlF8hkhs)

Dr. Patrick Moore, Ökologe und Mitbegründer von Greenpeace, ist der gleichen Ansicht (https://youtu.be/sXxktLAsBPo)

Die Behauptungen über die Klimaauswirkungen eines erhöhten CO2-Ausstoßes sind stark übertrieben. Behauptungen über eine drastische, unkontrollierbare Erwärmung und zunehmende Extreme wurden hier eingehend geprüft und entlarvt.

Die Große Lüge der „sozialen Kosten von Kohlenstoff“

Die sozialen Kosten des Kohlenstoffs sind eigentlich stark negativ – es ist ein Nutzen. Wir pumpen ihn in Gewächshäuser, damit die Pflanzen wachsen. Wir brauchen mehr davon, nicht weniger.

Die wirkliche existenzielle Bedrohung geht von den radikalen Umweltschützern und den von ihnen verordneten Maßnahmen aus. In allen Ländern, die in den letzten zwei Jahrzehnten einen extrem grünen Weg eingeschlagen haben, sind die Energiekosten in die Höhe geschnellt – in einigen Fällen auf das Dreifache des Niveaus von 2020. Nun hat unser Land beschlossen, diesen in den Sumpf zu folgen.

[Hervorhebung vom Übersetzer]

Die Welt ist nicht bereit für die so genannten erneuerbaren Energien, und wir sehen weltweit eindeutige Beweise dafür, dass die Abkehr von sauberem Erdgas, Erdöl und Kernkraft bereits eine Superinflation ausgelöst hat, die allen Unternehmen und Menschen in der Welt schadet.

Das liegt daran, dass die erneuerbaren Energien unzuverlässig sind, da der Wind nicht immer weht und die Sonne nicht immer scheint. Das haben wir in Europa in den letzten 2 Jahrzehnten und in Texas im Februar 2021 gesehen. Und glauben Sie nicht den Behauptungen, dass Millionen von grünen Arbeitsplätzen entstehen würden. In Spanien kostete jeder neu geschaffene grüne Arbeitsplatz 774.000 Dollar an Subventionen und führte zu einem Verlust von 2,2 echten Arbeitsplätzen. Nur 1 von 10 grünen Arbeitsplätzen war dauerhaft. Die Industrie wanderte ab, und in Spanien stieg die Arbeitslosigkeit auf 27,5 %. Viele Haushalte in den Ländern, die auf Ökostrom umgestellt haben, leben in „Energiearmut“ (25 % im Vereinigten Königreich, 15 % in Deutschland). Ältere Menschen seien im Winter gezwungen, „zwischen Heizung und Essen zu wählen“. Eine Studie über 74 Millionen Todesfälle in 13 Ländern ergab, dass extreme Kälte bereits 20 Mal mehr Todesfälle verursacht als Hitze.

Die Handelskammer stimmte dem zu:

Aus der Energie-Rechenschaftspflicht-Reihe 2020 des Global Energy Institute der US-Handelskammer:
„Zur Wahl stehende Kandidaten haben versprochen, genau die Technologie zu verbieten, die den Boom (und die nie für möglich gehaltene Energieunabhängigkeit) ermöglicht hat – Fracking. Dies wirft eine wichtige Frage auf: Was würde mit den amerikanischen Arbeitsplätzen und der Wirtschaft passieren, wenn Fracking verboten würde? In diesem Bericht hat das Global Energy Institute der Kammer die Modellierung und Analyse vorgenommen, um diese Frage zu beantworten.

Einfach ausgedrückt: Ein Verbot von Fracking in den Vereinigten Staaten wäre für unsere Wirtschaft katastrophal.

Unsere Analyse zeigt, dass ein solches Verbot im Jahr 2021 bis zum Jahr 2025 19 Millionen Arbeitsplätze vernichten und das Bruttoinlandsprodukt (BIP) der USA um 7,1 Billionen Dollar verringern würde. Der Verlust von Arbeitsplätzen in den wichtigsten energieproduzierenden Staaten wäre unmittelbar und schwerwiegend; allein in Texas würden mehr als drei Millionen Arbeitsplätze verloren gehen. Die Steuereinnahmen auf lokaler, bundesstaatlicher und föderaler Ebene würden um insgesamt fast 1,9 Billionen Dollar sinken, da durch das Verbot eine wichtige Finanzierungsquelle für Schulen, Rettungsdienste, Infrastruktur und andere wichtige öffentliche Dienstleistungen wegfiele.

Auch die Energiepreise würden durch ein Fracking-Verbot in die Höhe schießen. Die Erdgaspreise würden um 324 Prozent in die Höhe schnellen, wodurch sich die Energierechnungen der Haushalte mehr als vervierfachen würden. Bis 2025 würden Autofahrer an der Zapfsäule doppelt so viel bezahlen (5 $/Gallone).“

Ein Ruf nach Gegenmaßnahmen

Wir müssen die Pipeline SOFORT wieder in Betrieb nehmen, die Bohrungen und die Öl- und Gasproduktion wieder aufnehmen, um unseren Bedarf und den der Welt zu decken, anstatt die Produktion von Raubtierstaaten zu finanzieren, die ihre Terrorprogramme wiederbeleben.

Wenn die Generäle etwas zu tun haben wollen, sagen Sie ihnen, sie sollen stricken gehen. Wir werden alle mehr Pullover brauchen, denn es gibt Anzeichen dafür, dass die nächste Kältephase wahrscheinlich bereits begonnen hat (hier, in deutscher Übersetzung beim EIKE hier)

Link: https://wattsupwiththat.com/2022/03/24/can-we-trust-the-science/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Joe Bidens Elektroauto-Pläne unterstützen die schlimmsten humanitären Missstände der Welt

Tom Harris

[Das dürfte wohl auch für entsprechende Pläne hierzulande gelten! A. d. Übers.]

In seiner Rede zur Lage der Nation am Dienstag warb Präsident Joe Biden für Elektrofahrzeuge und kündigte an, „ein nationales Netz von 500.000 Ladestationen für Elektrofahrzeuge“ zu schaffen. Damit unterstützt Biden ungewollt die schlimmsten humanitären Missstände in der Welt. Der Grund dafür ist die Art und Weise, wie die Materialien für die Herstellung der Batterien gewonnen werden, welche die heutigen Elektroautos antreiben.

[Hervorhebung vom Übersetzer]

Um eine angemessene Leistung pro Pfund Batteriegewicht zu erzielen, verwenden die Hersteller von Elektrofahrzeugen in der Regel verschiedene Formen von Lithium-Ionen-Batterien (Li-Ion), die so heißen, weil die positive Elektrode der Batterie, die so genannte Kathode, größtenteils aus dem hochreaktiven Metall Lithium (Li) besteht. Um die Kathode stabil zu halten, wenn eine Batterie nicht in Gebrauch ist, wird das Lithium in eine Metalloxidmatrix eingebunden, wobei verschiedene Hersteller unterschiedliche Kombinationen von Metallen verwenden.

Die meisten Hersteller von Elektrofahrzeugen kombinieren Lithium mit Nickel, Kobalt und Mangan, um eine Li-Ni-Mn-Co-Oxidmatrix für die Kathode zu bilden. Tesla ersetzt das Mangan durch Aluminium (Al), wodurch eine Li-Ni-Co-Al-Oxidmatrix für die Kathode seiner Batterien entsteht. Tesla behauptet, dass seine Formel kostengünstiger ist, da weniger Kobalt benötigt wird.

In allen Fällen besteht die negative Elektrode, die sogenannte Anode, in einer EV-Batterie hauptsächlich aus Graphit.

Um den [nicht nur] von Biden propagierten massiven Ausbau der Elektromobilität zu unterstützen, werden riesige Mengen an Materialien für die Herstellung von Batterien für Elektrofahrzeuge benötigt, zum Beispiel Lithium, Kobalt, Graphit, Nickel, Mangan und Aluminium. Betrachten wir die Quellen von nur drei dieser Stoffe – Lithium, Kobalt und Graphit – um zu sehen, wo die Menschenrechtsprobleme entstehen.

Eine normale Li-Ionen-EV-Batterie mit einem Gewicht von 1.000 Pfund enthält etwa 25 Pfund Lithium. Da Lithium-Sole in der Regel weniger als 0,1 % Lithium enthält, werden etwa 25.000 Pfund Sole benötigt, um die 25 Pfund reines Lithium zu erhalten. Dieses wird hauptsächlich in Tibet und im Hochland von Argentinien, Bolivien und Chile gewonnen (nach Angaben des U.S. Geological Survey befinden sich 58 % der weltweiten Lithiumreserven in Chile), das als „Lithium-Dreieck“ bekannt ist. Die Lithium-Produktion in Tibet führt zu toten, giftigen Fischen und Kadavern von Kühen und Yaks, die den Liqi-Fluss hinuntertreiben. Die Ganzizhou Rongda Li-Mine in Tibet hat diesen Fluss gründlich vergiftet.

In ähnlicher Weise sind die Ureinwohner im Lithium-Dreieck mit verseuchten Flüssen konfrontiert, die für den menschlichen Verzehr, die Bewässerung des Viehs und die Bewässerungssysteme benötigt werden, und mit Bergen, die wegen des entsorgten Salzes aus dem Lithium-Sole-Prozess verödet sind. In einem Bericht mit dem Titel „COMMODITIES AT A GLANCE Special issue on strategic battery raw materials“, der 2020 von der Handels- und Entwicklungskonferenz der Vereinten Nationen herausgegeben wurde, heißt es:

„Indigene Gemeinschaften, die seit Jahrhunderten in der Andenregion von Chile, Bolivien und Argentinien leben, müssen sich mit Bergbauunternehmen um den Zugang zu Gemeindeland und Wasser streiten. Die Bergbauindustrie ist in einer der trockensten Wüstenregionen der Welt auf große Mengen an Grundwasser angewiesen, um Sole aus Bohrbrunnen abzupumpen. Einigen Schätzungen zufolge werden etwa 1,9 Millionen Liter Wasser benötigt, um eine Tonne Lithium zu gewinnen. Im chilenischen Salar de Atacama verbrauchen der Lithiumabbau und andere Bergbauaktivitäten 65 Prozent des Wassers in der Region. Das hat große Auswirkungen auf die örtlichen Landwirte, die Quinoa anbauen und Lamas züchten, in einem Gebiet, in dem einige Gemeinden bereits Wasser von anderswo herbekommen müssen.“

Eine 1.000 Pfund schwere Li-Ionen-EV-Batterie enthält in der Regel auch etwa 30 Pfund Kobalt. Der durchschnittliche Kobalterz-Gehalt liegt bei etwa 0,1 %, so dass wir fast 30.000 Pfund Erz verarbeiten müssen, um 30 Pfund Kobalt zu erhalten. Die Demokratische Republik Kongo verfügt über 50 % der weltweiten Kobaltreserven und steuert fast zwei Drittel der weltweiten Kobaltproduktion bei. Dies führt zu immensen humanitären Missständen. Im Kongo arbeiten mindestens 40.000 Kinder – einige sind erst 4 Jahre alt – mit ihren Eltern für weniger als 2 Dollar pro Tag. [Siehe die EIKE-Beiträge hier, hier und hier. A. d. Übers.]. Sie sind zahlreichen psychologischen Verletzungen und Misshandlungen sowie erheblichen körperlichen Risiken ausgesetzt. Der Ingenieur und Energieberater Ronald Stein und Todd Royal, ein unabhängiger Berater für die öffentliche Ordnung, der sich auf die geopolitischen Auswirkungen von Energie konzentriert, gehen in ihrem BuchClean Energy Exploitations – Helping citizens understanding the environmental and humanity abuses that support ‚clean‘ energy“ (Saubere Energieausbeutung – Hilfe für die Bürger, die Umwelt- und Menschenrechtsverletzungen zu verstehen, die die ’saubere‘ Energie unterstützen) näher darauf ein:

„Einstürze, ständige Exposition gegenüber giftigem, radioaktivem Wasser, Staub und gefährlicher Luft, die mit Kobalt, Blei und Uran sowie anderen Schwermetallen belastet ist, die Tag für Tag in die Lungen geatmet werden, damit sich die westlichen Bürger mit ihrem Tesla oder ihrer Windturbine wohlfühlen können. Kobalterz wird nach China geliefert, denn eine der größeren Minen im Kongo gehört der chinesischen Congo Dongfang International Mining Company.“

Eine 1.000-Pfund-EV-Batterie enthält auch 110 Pfund Graphit. Bei einer Konzentration von 10 % müssen für jede Batterie 1.100 Pfund Erz verarbeitet werden. China produziert derzeit etwa 70 % des weltweiten Angebots an Naturgraphit. Dorfbewohner, die in der Nähe von Graphitunternehmen in Provinzen im Nordosten Chinas leben, beklagen sich über „flimmernde Nachtluft“, Ernteschäden, rußverschmierte Häuser und Habseligkeiten sowie verschmutztes Trinkwasser.

In seiner Rede zur Lage der Nation sprach Biden von „Umweltgerechtigkeit“ und „mehr Fairness“. Der Präsident sagte: „Ich werde ehrlich zu Ihnen sein, wie ich es immer versprochen habe“.

Biden muss nun auch in Bezug auf Elektrofahrzeuge ehrlich sein. Sie verstoßen in grober Weise gegen grundlegende Prinzipien der Umweltgerechtigkeit und sind alles andere als fair gegenüber den Armen der Welt, die leiden und sterben müssen, damit reiche westliche Eliten mit ihren Elektroautos Tugendzeichen setzen können.

[Hervorhebung vom Übersetzer]

Tom Harris is Executive Director of the Ottawa, Canada-based International Climate Science Coalition.

Originally published by RealClearEnergy. Republished with permission.

Link: https://heartlanddailynews.com/2022/03/joe-bidens-electric-car-plans-support-the-worlds-worst-humanitarian-abuses/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




„Hitzerekord“ in der Antarktis – wirklich?

Christian Freuer, mit Zuarbeit von Josef Kowatsch

Wie schon in den ersten Kältereports angemerkt, sollten diese ein Gegengewicht zu den vielen Meldungen über extreme Wärme/Hitze in den Mainstream-Medien sein. Allein derartige Meldungen sind ebendort kaum zu finden. Selbst der alarmistisch verdrahtete Blog wetteronline.de wartet kaum einmal mit solchen Meldungen auf, jedenfalls sind mir seit Längerem keine derartigen Schlagzeilen aufgefallen – bis jetzt!

Durch sämtliche Mainstream-Medien geisterte diese Woche (20. bis 27. März) die Meldung über „ungeheure Rekord-Hitze“ in der Antarktis – bis zu 30°! Abgesehen davon, dass es nicht 30 Grad heiß war, sondern die Temperatur nur um 30 Grad gestiegen sein soll (von -40 Grad auf -10 Grad) – schon das ging in wildem Durcheinander durch den Blätterwald – muss man für solche Temperatursprünge keineswegs bis in die Antarktis schauen. So etwas Ähnliches gibt es nämlich auch vor unserer Haustür immer wieder!

Im Naturpark Berchtesgadener Land liegt in einer Gebirgsmulde der Funtensee. Der zeichnet sich, wie man durch Messungen weiß, auch schon mal durch eine Lufttemperatur unter -40°C aus. Ursache ist eben die Tallage, in der sich die durch Ausstrahlung über Schnee entstandene Kaltluft sammelt und natürlich immer weiter ausstrahlt. Weder ist die dabei auftretende Kälte irgendwie repräsentativ (außer zu plakativen Zwecken), noch hat irgendjemand etwas davon.

Nach einer längeren windschwachen Hochdruckphase mit Strahlungswetter greift nun ein Wettersystem auf die Alpen über. Es kommt Wind, vielleicht sogar Sturm auf. Der bläst die Kaltluft unten am See davon – und plötzlich sind es dort unten nicht mehr -40°C, sondern -5°C! Meist dauert eine solche „Erhitzung“ nicht einmal eine Stunde! Dass derartige Ereignisse dort keineswegs selten, sondern eher normal sind, wird durch die Tatsache belegt, dass die oberen Teile der Mulde mit Nadelwald bewachsen sind, während sich unten in unmittelbarer Umgebung des Sees keinerlei Baumbestand befindet. Fachleute interpretieren das dahin gehend, dass derartige Temperatursprünge für Baumbestand einfach unverträglich sind.

Wie auch immer. Auch das Ereignis in der Antarktis dürfte bald zu Artikeln Anlass geben, in denen dargestellt wird, was wirklich dort passiert ist.

Hinsichtlich meiner Kältereports möchte ich damit den Kreis schließen zu dem, was ich am Anfang schrieb: Meldungen über Wärme sind/waren kaum zu finden.

Das Bohei jetzt um das Ereignis in der Antarktis, welche Hintergründe dieses auch immer haben mag, zeigt mir, dass es offenbar lange wirklich keine Warmereignisse mehr gab! Denn wie dieser Fall zeigt, springen die MSM auf ein Warmereignis tatsächlich so fulminant an, wie das hier der Fall war.

Fazit: So einseitig, wie ich dachte, sind die Kältereports gar nicht. Jedenfalls habe ich nirgendwo etwas über die Folgen verheerender Kälte bis hin zu Todesopfern beispielsweise in Indien gelesen.

Aber zurück zur Antarktis. Der vergangene Winter war dort, wie in vielen Beiträgen und natürlich auch in den Kältereports erwähnt, einer der kältesten Winter seit Beginn von Satelliten-Beobachtungen, was auch die vielen extremen Kaltluftausbrüche bis zu den Festlandsgebieten der Südhalbkugel erklärt. Allgemein ist aber kaum ein Trend in der Antarktis als Ganzes zu beobachten. Als Beleg sei hier die deutsche Antarktis-Station Georg von Neumayer erwähnt.

In einer Mail hat Herr Josef Kowatsch Bezug genommen auf eine Horrormeldung in der „Schwäbischen Post“: Antarktis, 40 Grad wärmer als zu dieser Jahreszeit üblich. Dazu führt Kowatsch aus:

Für mich als Rentner Grund genug, um sofort bei der deutschen Neumayer Station nachzuschauen. Dort hat es momentan –13°C und Sonne/Wolken. Die Neumayer-Station liegt am Rande des Südpoles am Übergang zum offenen Meer, auf 70° südlicher Breite, also noch nicht innerhalb des Wendekreises. Damit gibt es keinen einzigen Tag, an dem die Sonne nicht untergeht. Neumayer gehört somit zu den wärmeren Stationen.

Wo sollen nun diese hohen beängstigenden Temperaturen in der Antarktis gemessen worden sein?. Der Text im Innern ist typisch nichtssagend: Im Osten der Antarktis wurden 12,2°C gemessen, heißt es im Artikel, der Name und der genaue Standort der Messstation zur Überprüfbarkeit ist nicht angegeben. Grundsätzlich ist schon denkbar, dass eventuell kurzfristig bei einer Randstation vom Ozean her ein Schwall „wärmerer“ Luft für einige Stunden durchzieht, oder ein Vulkan bei der argentinischen Station heiße Gase ausgestoßen hat. Auch Fehler bei der digitalen elektronischen Messerfassung sind angesichts der Kälte möglich. Dann wird die Weltwetterorganisation [die WMO] im Text genannt. Die Stationen in der Antarktis werden jedoch von unterschiedlichen Ländern unterhalten , auch die DDR hatte eine eigene Station, die leider aufgegeben wurde. Leider, lag sie doch in einem ganz anderen Teil des Südkontinents, und man hätte gut parallel vergleichen können. So haben wir nur diese Temperaturgrafik vom Standort der Neumayer-Station. Hier sind die Jahrestemperaturen seit 40 Jahren, gemessen in 2 m Höhe laut Vorschrift des Deutschen Wetterdienstes: eine nicht signifikante Abkühlung:

Abbildung 1

Später ist es Kowatsch gelungen, doch noch eine Präzisierung der Meldung zu finden. Er schreibt:

Heute kommt zum gestrigen Artikel in der Schwäbischen Post, bzw. Südwestpresse eine genauere Darstellung über den „Wärmeeinbruch“ am Südpol: der Name der Station wurde auch genannt, die „Concordia“ liegt näher am Pol als die Neumayer. Außerdem waren es nicht 12,2°C als höchste Temperatur wie gestern veröffentlicht, sondern –12,1 C. Wer in Physik aufgepasst hat fragt sich: Wie soll bei –12°C das polare Eis schmelzen, zumal es sich um einen kurzfristigen Wärmeeinbruch handelte auf -12 C. Auch wird im heutigen Artikel nicht mehr erwähnt, dass der Wärmeeinbruch um 40 Grad über dem Schnitt lag.

Dafür wurde eine neue Fake-News in dem heutigen großen Sachartikel der Südwestpresse verbreitet: Die Eisfläche um die Antarktis wird beängstigend auf lediglich 2,5 Mio km² für diesen Sommer angegeben. Dann müsste die deutsch Station Neumayer auf 70° südlicher Breite im Meer ertrunken sein, war mein erster Gedanke. Das ist sie aber nicht.

Eine einfache Flächenberechung ergibt: Wenn die Eisfläche vom Pol nur bis zum 70. Breitengrad reichte, dann macht die Gesamteisfläche mindestens 15, 5 Millionen Quadratkilometer aus. Das ist 6 mal mehr als im Artikel angegeben. Allerdings ist anzumerken, dass die Eisfläche nicht überall bis zum 70. Breitengrad vordringt, so dass die vereiste Fläche 1 bis 2 Mio Quadratkilometer kleiner sein dürfte. Auch hier gilt: Nicht alles glauben, was in der Zeitung steht, selbst überprüfen.

Abbildung 2

Ein Vergleich der Abbildungen 1 und 2 zeigt, dass sich die in der Antarktis beobachtete Abkühlung zunächst hauptsächlich auf den Winter beschränkt – das aber schon seit vielen Jahren! Der bisher kälteste Winter dort war im Jahre 1989 aufgetreten. Der vergangene Winter hat diesen Tiefstwert aber noch unterboten. Während der Winter 1989 ein „Ausreißer“ gewesen zu sein scheint, war der vergangene Winter der dritte in Folge mit extremer Kälte.

Also geht es im nächsten Kältereport mit Meldungen über Kalt-Ereignisse weiter. Meine Befürchtung, damit ähnlich einseitig zu sein wie die MSM, nur mit umgekehrtem Vorzeichen, hat sich mit diesem Fall deutlich verringert! Oder noch deutlicher: Wenn in den MSM keine Hitzemeldungen erscheinen, ist eine solche auch nicht aufgetreten!

Und noch eine Anmerkung zum Schluss: es ist viel leichter, Temperaturmessungen zum Warmen zu manipulieren als umgekehrt.