Glasgow: Die große Stampede ins Massenelend

Fred F. Mueller

Wenn man sich das derzeitige Theater rund um die Klimarettungs-Veranstaltung COP 26 in Glasgow anschaut, kann einem nur Angst und Bange werden. Nicht etwa wegen unseres Klimas, dem ist der ganze Rummel schnurzpiepegal. Der ganze CO2-Rummel fußt auf grundfalschen Annahmen über die CO2-Kreisläufe der Erde, denn die eigentlichen Änderungen erfolgen in den Ozeanen und nicht in der Atmosphäre. Die durch eine unglaubliche Propagandakampagne geschürte Angst vor den unerheblichen CO2-Emissionen der Menschheit führt jetzt dazu, dass wir auf eine humanitäre Katastrophe zusteuern, die vermutlich Hunderttausende, wenn nicht gar Millionen Menschenleben kosten wird.

Glasgow ist der mediale Höhepunkt einer seit Jahrzehnten betriebenen Kampagne, mit der die Menschheit vom Einsatz fossiler Rohstoffe wie Kohle, Öl und Erdgas abgehalten werden soll. Inzwischen hat die Anti-Fossil-Kampagne eine Breite und Massivität angenommen, die in ihrer Wirkung auf unsere Gesellschaft einem regelrechten Tsunami gleicht. Früher waren es vor allem die Politik, die Medien und die „Umwelt“-NGO´s, die Druck auf Industrie und Banken ausübten. Heute sind auch Big Industry und Big Money gleichgeschaltet und selbst zu treibenden Kräften der „de-fossilisierung“ mutiert. Dem schwindenden Häuflein noch vorhandener Bergbau- und Ölförderunternehmen wird auf vielfältigste Weise die Gurgel zugedrückt. Ihnen werden auf Betreiben der Zentralbanken keine Kredite mehr gewährt, Versicherungskonzerne verweigern ihnen die Absicherung betrieblicher Risiken, Abnehmer müssen nachweisen, dass sie keine „CO2-belasteten“ Produkte kaufen, und zusätzlich üben Zusammenschlüsse wie das „Carbon Disclosure Project“ intern über alle möglichen Kanäle enormen Druck aus. Neueste Kräfte in diesem Reigen sind Gerichte bis hin zum Bundesverfassungsgericht, die peruanischen Bauern oder Jugendlichen aus Sonstwohausen Klagerechte gegen unsere Grundstoffindustrien einräumen. Als Tüpfelchen auf dem I tummeln sich am Markt jetzt auch noch aktivistische Investoren, die mit vergleichsweise geringem Kapitaleinsatz darangehen, widerstrebende Konzerne zu zerschlagen und sich aus den Resten die fettesten Brocken herauszupicken.

Stampede der Grausamkeiten

In der medial aufgeheizten Atmosphäre von Glasgow entwickelt sich aktuell eine regelrechte Stampede, in der jeder versucht, die anderen Akteure mit seinen Versprechungen zu noch härteren Anti-CO2-Maßnahmen zu übertreffen. Zudem gibt es kein koordiniertes und damit gezielt steuerbares Vorgehen der unzähligen Akteure aus Politik, Verbänden, Aktivisten und Gerichten. Anscheinend hat niemand von den in Glasgow vertretenen Politikern auch nur die geringste Ahnung, was sie sich und der gesamten Menschheit mit diesen Versprechungen antun. Dabei bekommen wir die ersten Auswirkungen bereits jetzt mit den rasant steigenden Preisen im Energiesektor zu spüren. Jegliche Rohstoffgewinnung ist ein enorm langwieriges und kapitalintensives Unterfangen. Egal, ob es sich um fossile Rohstoffe oder Erze handelt: Die Erschließung neuer Vorkommen dauert oft mehr als fünf Jahre und kann schnell etliche Milliarden verschlingen. Teils sind sie jedoch schon nach weniger als 10 Jahren wieder erschöpft. Damit die Versorgung nicht ins Stocken kommt, müssen die Rohstoffförderer daher kontinuierlich in neue Vorhaben investieren. Und genau diese Kontinuität wird durch die aktuellen Kampagnen zerschlagen. Die Folgen werden viel schneller zu spüren sein, als wir uns heute vorstellen können. Was wir jetzt bei Kohle, Öl und Gas erleben, wird sich wie ein Flächenbrand auf alle Rohstoffe ausbreiten, und wenn erst einmal der Run auf die schwindenden Vorräte eingesetzt hat, wird es ein Hauen und Stechen geben, bei dem die Länder der zweiten und dritten Welt nicht mithalten können. Selbst Europa wird dann vom nächsten breitschultrigen „America First“-Vertreter beiseite geschubst werden. Die jetzt schon immer höher anschwellende Flut von Armutsflüchtlingen aus Afrika, Asien und Lateinamerika wird zu gigantischen Ausmaßen anschwellen und uns alle in größte Bedrängnis bringen.

Warnbeispiele: Magnesium, Aluminium und Zement

Nur wenige Spezialisten haben gemerkt, welche Bedeutung der kürzlich aufgetretene Mangel an Magnesium hat. Da die Herstellung von Magnesium sehr viel Strom erfordert, sind westliche Firmen schon seit langem aus diesem Geschäft ausgestiegen. Man war sogar froh, diese „dreckigen“ Aktivitäten China mit seiner reichlichen und günstigen Kohleverstromung überlassen zu können. Gleichzeitig konnte man dann auf China als „größten Klimasünder der Welt“ einprügeln. Jetzt musste dort die Magnesium-Produktion zurückgefahren werden, und zwar nicht nur wegen der Strompreise, sondern auch, weil die Kraftwerke ihre vom Staat fest vorgegebenen CO2-Kontingente ausgeschöpft hatten. Auch China ist inzwischen fest im Griff der CO2-Hysterie.

Doch jetzt kam es zu einer Kettenreaktion, die niemand bedacht hatte. Magnesium ist eines der wichtigsten Legierungselemente für hochwertige Aluminiumlegierungen. Die Wertschöpfungskette läuft heute folgendermaßen: Kein CO2 heißt kein Magnesium heißt kein Aluminium. Punkt. Ähnliche Verhältnisse gelten auch für Stahl und Zement, im Prinzip auch für alle anderen Metalle. Wie sollen wir die in Deutschland mindestens 150.000 künftig benötigten Windräder aufstellen, wenn wir weder Stahl noch Zement dafür herstellen können? Von grünem Wasserstoff und ähnlichen „Alternativen“ können nur Leute schwärmen, die keinerlei Vorstellung von so profanen Begriffen wie Wirkungsgrad oder Kosten-Nutzen-Verhältnis haben.

Ohne Strom keine Zivilisation

Die brutale Wahrheit ist, dass die völlig unkoordinierte, von Hysterie getriebene weltweite Kampagne gegen CO2 dazu führt, dass wir die Energieversorgung der Welt katastrophal verkrüppeln, ohne wirklich zu wissen, wie wir den fehlenden Strom erzeugen sollen. Wind und Sonne sind hierfür unbrauchbar, aber das wissen nur wenige Fachleute. Im Fernsehen sieht man immer nur solche „Fachleute“, die der CO2-Hysterie das Wort reden und dafür gut bezahlt werden. Paradebeispiel ist Fr. Kemfert, die in jeder erreichbaren Talkshow auftritt. Als Ökonomin kennt sie jedoch nicht die Komplexität der Technologie zur Stromerzeugung.

Bild 1: Das Kraftwerk Drax in Grossbritannien verfeuert keine dreckige Kohle mehr, sondern schluckt eine gesunde Kost aus vermutlich einem Wald pro Tag (Bild: Paul Glazzard, Attribution Share-alike license 2.0  CC BY-SA 2.0)

Weltweit 50 % Windstrom?

Was bräuchten wir für das Jahr 2050 mit dann 10 Mrd. Menschen weltweit allein für Windstrom? Nach aktuellem Stand des Energieverbrauchs würden bis 2050 weltweit jährlich allein mindestens 80.000 Terawattstunden (TWh) an Windstrom benötigt. Das entspräche 20 Millionen Windenergieanlagen. Jede Windanlage erfordert mehr als 6.000 Tonnen Material, vor allem Stahl und Beton, Aluminium, Kupfer und Seltenerdmetalle. Das summiert sich auf über 120 Milliarden Tonnen Material. Von den Kosten wollen erst gar nicht reden. Gleichzeitig wird die vorhandene Stromerzeugung bereits jetzt mit brachialer Gewalt weggeholzt. Aber darüber wird in Glasgow nicht nachgedacht. Dort heißt es Heia Safari, wer erlegt die meisten CO2-Sünder. Und man will die Wälder retten. Dabei hat man in England ein großes Kohlekraftwerk auf Holzfeuerung umgestellt. Darin verschwinden Jahr für Jahr gigantische Mengen Holz aus Amerika, die von dort über den Atlantik verschifft werden. Natürlich alles klimafreundlich und CO2-frei (?!).

 




CLINTEL listet die Fehler des IPCC für COP26 auf

David Wojick

In Zusammenarbeit mit dem Irish Climate Science Forum (ICSF) hat CLINTEL einen 17-seitigen Katalog von „Falschdarstellungen“ in der 40-seitigen IPCC AR6 Zusammenfassung für politische Entscheidungsträger, besser bekannt als SPM, erstellt. Jetzt haben sie diese Fehlerliste an den IPCC-Vorsitzenden und andere führende Politiker der Welt geschickt. Sie können sie hier lesen.

Die Analyse beginnt mit einem zusammenfassenden Anschreiben an Dr. Lee, den Vorsitzenden des IPCC, mit dem Titel: „Critique of the AR6 WG1 Summary for Policymakers (SPM)“. Es ist unterzeichnet von Guus Berkhout, Präsident von CLINTEL, und Jim O’Brien, Vorsitzender des ICSF.
Die wichtigste Schlussfolgerung der detaillierten Kritik lautet wie folgt:

„Wir kommen leider zu dem Schluss, dass der SPM fälschlicherweise auf eine ‚Klimakrise‘ hinweist, die in Wirklichkeit gar nicht existiert. Der SPM wird in unangemessener Weise zur Rechtfertigung drastischer sozialer, wirtschaftlicher und menschlicher Veränderungen durch eine drastische Abschwächung verwendet, während eine umsichtige Anpassung an jeden noch so bescheidenen Klimawandel in den kommenden Jahrzehnten viel angemessener wäre. In Anbetracht des Ausmaßes der vorgeschlagenen politischen Auswirkungen muss die SPM höchsten wissenschaftlichen Standards genügen und eine tadellose Integrität innerhalb des IPCC aufweisen.“

Das Anschreiben enthält auch diese knappe Zusammenfassung ihrer Erkenntnisse über die falsche Darstellung der Wissenschaft:

[Zitat]

„Es ist nicht ‚eindeutig‘, dass allein der menschliche Einfluss den Planeten erwärmt hat. Die beobachtete bescheidene Erwärmung von ~1°C seit 1850-1900 ist durch eine noch nicht geklärte Kombination von anthropogenen und natürlichen Einflüssen entstanden.

Die neue „Hockeyschläger“-Grafik (Abb. SPM.1) ist, wenn sie im Detail analysiert wird, ein Sammelsurium disparater Indikatoren aus verschiedenen Zeiträumen der letzten 2.000 Jahre, die zusammengenommen die dazwischen liegende, wohlbekannte Temperaturvariabilität nicht erkennen lassen, z. B. die der römischen und mittelalterlichen Warmzeit und der kleinen Eiszeit.

Die Häufigkeit so genannter „extremer Wetterereignisse“ wird in der SPM falsch dargestellt, verglichen mit den genaueren Darstellungen im Entwurf des Hauptberichts, die in vielen Kategorien keine statistisch signifikanten Trends im Zeitverlauf erkennen lassen.

Auch die Entwicklungen in der Kryosphäre werden im SPM falsch dargestellt, wobei insbesondere darauf hingewiesen wird, dass es in den letzten 15 Jahren praktisch keinen Trend beim arktischen Meereis gegeben hat.

Ebenso werden die Entwicklungen im Ozean im SPM falsch dargestellt; insbesondere der wahrscheinliche bescheidene Anstieg des Meeresspiegels bis 2100 deutet nicht auf eine ‚Klimakrise‘ hin.

Die CMIP6-Klimamodelle sind sogar noch empfindlicher als die bereits überempfindlichen CMIP5-Modelle des AR5 und ignorieren die von Fachleuten überprüften wissenschaftlichen Belege für eine geringe Klimasensitivität. Die Modelle führen zu ungültigen Schlussfolgerungen über ECS und ‚Kohlenstoffbudgets‘; der wahrscheinliche globale Temperaturanstieg bis 2100 deutet nicht auf eine ‚Klimakrise‘ hin.“

Ende des Zitats.

Professor Berkhout weist darauf hin, dass die CLINTEL/ICSF-Kritik voll und ganz mit der realen Welt übereinstimmt, wie sie kürzlich in der Datenbank von Professor Ole Humlum beschrieben wurde (siehe die neueste Version vom September 2021 unter https://www.climate4you.com/):

1. In den letzten 30 Jahren beträgt der Anstieg der globalen Lufttemperatur nur ca. 0,170 C pro Jahrzehnt.

2. Nach den Gezeitenpegeln an den Küsten steigt der durchschnittliche Meeresspiegel um 1-2 mm/Jahr

3. In den letzten 20 Jahren haben sich die Weltmeere oberhalb von 100 m um etwa 0,20 °C erwärmt, was hauptsächlich auf die Sonneneinstrahlung in Äquatornähe zurückzuführen ist.

4. Änderungen des atmosphärischen CO2 folgen den Änderungen der globalen Lufttemperatur und die globale Lufttemperatur folgt den Änderungen der Meeresoberflächentemperatur

5. Der durch COVID verursachte Rückgang der Treibhausgasemissionen macht sich im atmosphärischen CO2 nicht bemerkbar. Er bestätigt, dass die natürlichen Quellen und Senken für atmosphärisches CO2 die menschlichen Beiträge bei weitem überwiegen.

Das Begleitschreiben schließt mit dieser kritischen Feststellung:

„Sie erinnern sich vielleicht daran, dass der InterAcademy Council im Jahr 2010 auf Ersuchen des damaligen UN-Generalsekretärs und IPCC-Vorsitzenden eine unabhängige Überprüfung der IPCC-Verfahren durchgeführt hat. Zu seinen Empfehlungen gehörte, dass die Kommentare der Gutachter von den Autoren angemessen berücksichtigt werden und dass echte Kontroversen in den IPCC-Berichten angemessen berücksichtigt werden. Der AR6 SPM erweckt wenig Vertrauen, dass diese Empfehlungen umgesetzt wurden.“

Die Botschaft der CLINTEL/ICSF-Kritik sagt uns laut und deutlich, dass der SPM die Wissenschaft ernsthaft überbewertet und falsch darstellt, mit einer eklatanten Voreingenommenheit gegenüber dem nicht unterstützten AGW. Die SPM beschreibt eine politische Scheinwelt! Die CLINTEL/ICSF-Kritik bestätigt auch, dass es an der Zeit ist, den Schwerpunkt in der Klimawissenschaft von der theoretischen Modellierung auf die Klimadarstellung zu verlagern.

Siehe hier https://www.cfact.org/2021/10/16/clintel-launches-a-new-organization-for-climate-imaging/

Um Professor Berkhout zu zitieren: „Lasst die Daten sprechen“.

Autor: David Wojick, Ph.D. is an independent analyst working at the intersection of science, technology and policy. For origins see http://www.stemed.info/engineer_tackles_confusion.html For over 100 prior articles for CFACT see http://www.cfact.org/author/david-wojick-ph-d/ Available for confidential research and consulting.

Link: https://www.cfact.org/2021/10/28/clintel-catalogs-ipcc-errors-in-time-for-un-cop-26/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE




Oktober 2021 – Laut DWD trocken und überdurchschnittlich sonnig

Josef Kowatsch, Stefan Kämpfe

Mit einem Mittelwert von ca. 9,6°C für diesen Oktober 2021 handelte es sich laut DWD im Vergleich zur aktuellen CLINO-Periode 1991 bis 2020 um eine leicht positive Abweichung von etwa 0,2°C, was angesichts des reichlichen Sonnenscheins, der häufigeren Südlagen, der AMO-Warmphase und dem ständig wachsenden WI-Effekt bei den Stationen leicht erklärbar ist. Mit 130 Stunden übertraf die Sonnenscheindauer ihr Oktober-Soll von 109 Stunden um 20%. Der Temperaturverlauf der letzten 141 Jahre sieht in Deutschland bei den 1900 DWD-Wetterstationen dann so aus:

Abb. 1: Die Deutschland-Trendlinie des DWD der letzten 141 Jahre zeigt für den Oktober nach oben. Der keinesfalls besorgniserregende Anstieg fand aber größtenteils erst ab 1995 statt. Bei den heutigen fast 2000 DWD-Messstationen ist es also wärmer als bei denen vor 140 Jahren, die im damaligen Kaiserreich an den damaligen kälteren Standorten den Mittelwert bildeten.

Die Entwicklung der Oktobertemperaturen in Deutschland

Zunächst lohnt ein Blick auf die langfristige Entwicklung der Oktobertemperaturen und deren Ursachen. Die vom Deutschen Wetterdienst (DWD) veröffentlichten Temperaturdaten reichen allerdings nur bis 1881 zurück. Es handelt sich um Durchschnittsdaten von fast 2000 Stationen über das heutige Deutschland verteilt; die neuerdings in ein 1×1 Km²- Rastermittel umgerechnet werden. 1881 standen diese Stationen, welche dafür die Ausgangswerte lieferten, natürlich an ganz anderen Orten und Plätzen als heute; Deutschland war zudem viel dünner besiedelt und viel weniger bebaut. Die Landschaft noch nicht großflächig trockengelegt. Im Vergleich zu heute ein armes Land mit geringem Energie- und Wärmebedarf.

Wir können für einen noch längeren Zeitraum als bis 1881 jedoch auf Einzelstationen zurückblicken, dabei ist zu gewährleisten, dass sich deren Umgebung nicht wesentlich wärmend verändert hat.

Die Station des DWD auf dem 988m hohen Hohenpeißenberg erfüllt nicht ganz die von uns aufgestellten Bedingungen. Natürlich hat sich der Berg in den letzten 200 Jahren auch verändert und das Thermometer wurde von der Nordwand der unbeheizten Klosterkirche in 7m Höhe ab 1936 über Umwege in das heutige moderne DWD-Klimazentrum HPB mit mehreren Gebäuden verlegt. Die Messhütte ist heute ganztägig sonnenbeschienen – falls die Sonne scheint. Zudem ist der neue Standort etwas tiefer gelegen. Hinzu kommen Wärmeinseleffekte durch Versiegelungen und Tourismus. Aber im Vergleich zu München oder vielen anderen bewohnten Orten ist das nur eine minimale anthropogene Umgebungsveränderung.

Oktobertemperaturen Hohenpeißenberg über die letzten 235 Jahre

Abb. 2: Die langzeitigen Oktobertemperaturen auf dem HPB verhalten sich wie eine Schwingung mit zwei Wellenbergen und einem Wellental. Sie waren zu Beginn der Betrachtung auf einem ähnlichen hohen Niveau wie heute, obwohl die Station an einer kälteren Stelle stand. Die Kaltphase lag im Zeitraum 1860 bis 1910.

Wir stellen fest: Das Startjahr 1881 des DWD für seine heutigen Deutschlandbetrachtungen lag inmitten einer Kaltphase. (2,1°C auf dem HPB, Oktober 1881). Über die Ursachen dieser kälteren 50 Jahre in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts liegen nur Vermutungen vor. Von der CO2-Treibhauswissenschaft wird dieser Kaltphasen-Zeitraum gar nie thematisiert, nicht einmal erwähnt wie wir es wahrheitsgemäß tun. Seit 1881 bis heute zeigt der HPB eine deutliche Erwärmung. Mit dem früheren Betrachtungsbeginn 1787 bis heute wäre lediglich eine sehr moderate Erwärmung festzustellen, wobei 2001 der wärmste Oktober war. Und nicht vergessen: Bis 1936 stand die Messstation auf dem HPB an einem kälteren Platz als heute und 20 m höher. Der gesamte WI-Effekt dürfte etwa 0,3 K betragen, d.h. ohne den WI-effekt wäre der Oktober 2021 mit etwa 8°C deutlich kälter als der Oktober 1787 mit 9,5 °C.

Die CO2-Erwärmungsgläubigen führen die Erwärmung Mitteleuropas seit 1881, also aus der Kaltphase heraus bis heute, ausschließlich auf die steigende CO2-Konzentration zurück. Dabei können sie auf keinerlei Versuchsbeweise zurückgreifen. Es gibt auch keinerlei technische Anwendungen für einen CO2– Erwärmungseffekt. Ein Teil der Physiker meint, der CO2-THE sei bereits weitgehend gesättigt. Für neutrale Beobachter wäre die Frage interessant, welche Klimafaktoren haben die hundertjährige Abkühlung seit 1790 bewirkt? Immerhin begann die Industrialisierung in Deutschland ab etwa 1830, und die Oktobermonate blieben bis nach 1900 kalt.

Aufgrund fehlenden Datenmaterials können wir diese Frage der Abkühlung im 19. Jh. nicht beantworten, sondern nur aufwerfen. Vielleicht wurde diese Kaltphase durch verschieden starke Vulkanausbrüche im 19. Jahrhundert verstärkt und verlängert. Außerdem war die Sonnenaktivität um 1815 (DALTON-Minimum) und zwischen etwa 1860 und 1910 geringer als im späteren 20. Jahrhundert, was an den niedrigeren Maxima der SCHWABE- Zyklen sichtbar wird. Manche Klimaforscher rechnen diesen Abschnitt bis 1900 noch zur „Kleinen Eiszeit“.

Abb. 3: Eine einschneidende Kaltphase war das DALTON-Minimum (Sonnenaktivität) um 1815. Im letzten Drittel des 19. Jahrhunderts kam es erneut zu einer geringeren Sonnenaktivität; um 1900 endete die Kleine Eiszeit. Mit dem schon merklich schwächeren 24. SCHWABE- Zyklus (Maximum 2014) und dem beginnenden, ähnlich schwachen oder noch schwächeren 25. SCHWABE-Zyklus hat möglicherweise der Übergang in eine neue Kleine Eiszeit, das so genannten Landscheidt-Minimum, bereits begonnen; sicher vorhersagen lässt sich die weitere, langfristige Temperaturentwicklung aber nicht, da viele Faktoren das Wetter und über einen längeren Zeitraum das Klima bestimmen. Bildquelle, ergänzt.

Warum wurden die Oktobermonate in Deutschland ab 1881 bis heute wärmer?

Von 1881 bis 2021 erwärmte sich der Oktober in Deutschland um etwa 1,8 Kelvin (1 Kelvin = 1°C) und damit viel deutlicher, als der September. Zwei mögliche natürliche Erwärmungsursachen, eine Häufigkeitszunahme der Großwetterlagen mit südlichem Strömungsanteil sowie die insgesamt gestiegenen AMO-Werte (ein Indexwert für die Wassertemperaturen im zentralen Nordatlantik), sind die wesentlichen Ursachen; die gestiegene Sonnenscheindauer wärmt hingegen, anders als im Sommerhalbjahr, nur noch ein wenig. Eine dritte mögliche Ursache, die Verstädterung sowie die geänderte Landnutzung („Wärmeinseleffekte“ im weitesten Sinne) wurde hier bei EIKE von uns schon oft erläutert und sollen an dieser Stelle bloß erwähnt werden. (Im zweiten Teil des Artikels gehen wir näher auf den anthropogen erzeugten WI-Effekt ein.)

Abb. 4: Der Oktober war in Deutschland immer dann besonders mild, wenn es viel „Südwetter“ gab; das war in den letzten Jahren oft der Fall (rot). Die im Oktober schon sehr kalten Nord- und Ostlagen wurden hingegen seltener. Aber auch die gestiegenen AMO-Werte spielten eine Rolle (hier nicht gezeigt). Weil für den Oktober 2021 noch keine Großwetterlagen-Statistik vorliegt, endet diese Grafik mit dem Jahr 2020.

Wir erwähnten bereits die natürliche Erwärmung aus der Kaltphase 1881 heraus, die kurz nach 1900 ihr Ende fand. Auf diesem Niveau hielten sich die Temperaturen weitgehend bis 1994. Diese uns aus der Jugendzeit bekannten oft rauen und nebligen Oktober wurden dann durch einen weiteren Temperatursprung – ebenfalls ein natürlicher Grund einer Klimaänderung – im Jahre 1995 gemildert. Auf diesem etwa um 1 K höheren Oktoberniveau befinden wir uns noch heute.

Das zeigt die nächste Grafik der Oktobertemperatursprünge:

Abb. 5: Die letzte Oktobererwärmung erfolgte im Jahre 1995 durch einen Temperatursprung, der nichts mit CO2 zu tun hat auf das derzeitige höhere Temperaturniveau. Vorher lässt sich eine sehr kühle, erste Phase finden; sie dauerte bis 1906. In einer sehr langen, zweiten Phase (1907 bis 1994) wechselten sich sehr milde und sehr kühle Oktober ab; in diesem Zeitraum erwärmte sich der Oktober nur gering und nicht signifikant. Die aktuelle, ungewöhnlich warme Phase dürfte enden, sobald die zu erwartende AMO-Kaltphase einsetzt.

Der bislang wärmste Oktober (2001) liegt nun schon volle 20 Jahre zurück; und der von 2021 schaffte es wohl nicht mal unter die mildesten 25 bis 30 Oktobermonate seit 1881. In den gesamten 141 Jahren der Reihe betrug der Temperaturanstieg reichlich 1,8 Kelvin (°C) – bei enorm steigenden CO2-Konzentrationen. Mit WI-Bereinigung hätte es eine geringere Oktober-Erwärmung um höchstens 1 Kelvin gegeben. Zur Beachtung: Die Grafik zeigt KEINE Klimasensitivität der CO2-Konzentration; sie verdeutlicht lediglich, dass die von etwa 290 auf etwa 418 ppm steigende CO2-Konzentration über lange Zeiträume nicht gut zur Temperaturentwicklung passt.

Doch seit dem Jahr 1995 und in der Gegenwart nach 2001 stagniert die Oktober- Erwärmung in Deutschland – und das trotz weiterer stark gestiegener CO2- Konzentrationen. Der letzte, wirklich sehr milde Gilbhart war 2014. Damit verhält sich der Monat Oktober grob ähnlich, wie die anderen Monate. Wir leben somit keineswegs in einer starken Oktobererwärmungsphase, sondern auf hohem Niveau in einer Temperatur-Stagnationsphase. Wie lange noch?

Der wachsende Wärmeinseleffekt der DWD- Wetterstationen.

Das letzte Temperaturplateau ab 1995 bis heute, also 27 Oktobermonate ist bei vielen DWD-Wetterstationen weiter steigend, und zwar bei solchen mit starken Bebauungs- und Umgebungsänderungen seit der Wende. Es sind ausgesprochene Wärmeinselstationen. Dazu zählen nicht nur Städte, sondern auch einst ländliche Stationen im Speckgürtel der sich ausweitenden Städte wie Holzkirchen bei München oder die Wetterstation bei Hof, die einst als Hof (Land) vom DWD geführt wurde. Als Beispiel nehmen wir Hamburg/Flughafen.

Abb. 6: Die Umgebung der Wetterstation Hamburg/Flughafen zeigt einerseits den zunehmenden Flugverkehr, ist aber auch ein Beleg, dass die Wärmeleistung des Golfstromes nicht nachlässt. Außerdem haben die Sonnenstunden auch aufgrund der Luftreinhaltemaßnahmen zugenommen.

Bei den in der Umgebung fast unverändert gebliebenen ländlichen Stationen mit geringen Wärmeinseleffekten – wir nennen sie WI-arme Stationen- stagnieren die Oktobertemperaturen seit 1995 und manche trotz des Temperatursprunges 1995 auch schon länger. Auffallend sind südliche Stationen über 1000m NN, deren Oktobertrend überhaupt nicht mit dem gemessenen CO2-Anstieg der Atmosphäre konform geht.

Abb. 7: Wärmeinselarme ländliche Stationen wie Feldberg/Schwarzwald zeigen keine Korrelation mit dem weltweiten CO2-Anstieg der Keeling-Kurve seit 1976. Allein der Vergleich dieser beider Grafiken sollte die CO2-Treibhausanhänger nachdenklich stimmen. Eine Überprüfung ihres CO2-Erwärmungsglaubens wäre zumindest wünschenswert. Wie überall in Deutschland war auch auf dem Feldberg 2001 der wärmste Oktobermonat, seit 2000 sind die Oktobertemperaturen dort sogar fallend.

Der DWD-Deutschlandschnitt, siehe Grafik 1 ist immer ein Mittelwert zwischen den WI-starken Wetterstationen und den WI-schwachen. Beim DWD überwiegen jedoch die WI-starken in den Städten, im Speckgürtel der Städte, in wachsenden Gemeinden oder an Flughäfen.

Zusammenfassung

  1. Die DWD-Messreihen beginnen im Jahre 1881, das Jahr lag in einer Temperaturdelle. Von einem „Loch“ aus betrachtet geht alles nach oben, es wurde also wärmer. Dabei handelt sich um eine vorwiegend natürliche Erwärmung bis kurz nach 1900.
  2. Ab 1907 bis 1994 herrschten etwa gleiche Oktobertemperaturen, natürlich mit Variationen und in der gewohnten jährlichen Abwechslung.
  3. 1994/1995 erfolgte abermals ein Oktobertemperatursprung auf ein höheres Niveau.
  4. Wärmeinselarme, vorwiegend ländliche Stationen kühlen jedoch seit 2000 wieder leicht ab, bei Höhenstationen ist bereits wieder der Schnitt der 70er-Jahre erreicht.
  5. Dieses in Mitteleuropa geltende Oktoberverhalten korreliert überhaupt nicht mit dem CO2-Konzentrationsanstieg der Atmosphäre.

Und die Reaktion der Klimaalarmisten auf unsere Grafiken? Antwort: Gar keine, die gut verdienenden Klimafolgenwissenschaftler vom PIK werden niemals von den Medien aufgefordert, eine bestätigende Grafik zu liefern, es sei denn die DWD-Grafik ab 1881. Grundsätzlich wird nur auf Grafiken des steigenden CO2-Gehaltes verwiesen. Das genügt den Medien bereits, weil sie ohne Beweis an einen hohen CO2-THE glauben. Mehr CO2 = heißer. Und wenn die CO2-Wissenschaftler Temperatur-Beispiele der letzten Jahrzehnte erwähnen, dann sind dies stets Großstadtwetterstationen mit wachsender Bebauung und steigendem Flugverkehr: Frankfurt, Stuttgart, München, Hamburg, Berlin, Köln, Leipzig. Warum nicht die Oktobergrafik des Feldberges seit 1958, die Zugspitze, das ländliche Neugersdorf oder Wutöschingen-Ofteringen. Wolfach, Rosenheim und Mittenwald wenigstens seit 45 Jahren? 80% Deutschlands sind ländliche Flächen, nur die Menschen wohnen in den Städten und Gemeinden und dort wurde der Oktober WI-verursacht auch wärmer.

Damit bleibt festzuhalten: Die DWD-Deutschlandgrafik der Oktobererwärmung ab 1881 ist vorwiegend eine Grafik der sich ausbreitenden Städte, Wohnorte, Gewerbegebiete und Flughäfen. Das sind etwa 20% der Deutschlandfläche, die sich täglich vergrößert.

Oktober- Trends in anderen Regionen der Welt.

Ein besonders schönes Beispiel eines ständig wachsenden Wärmeinseleffektes findet sich in den USA, wo sich die Bundeshauptstadt Washington D.C. im Oktober seit 1981 erwärmte, (Verdreifachung der Einwohnerzahl), das ländliche, auf gleicher geografischer Breite gut 100 Km weiter westlich gelegene Dale Enterprise (bei einer Farm) aber abkühlte:

Abb. 8: Während sich das immer stärker urbanisierte Washington im Oktober stark erwärmte, blieben sie im ländlichen Dale Enterprise fast unverändert. Die „Schere“ zwischen beiden ist im Oktober, der wegen zunehmender Bewölkung (weniger Sonnenscheindauer als im Frühling/Sommer), milder Temperaturen (noch keine wesentlichen Heizeffekte durch Industrie oder Hausbrand) und relativ hoher Windgeschwindigkeiten eher WI-arm verläuft, trotzdem gut sichtbar. Die 2021er Oktober-Werte der US-Stationen liegen noch nicht vor.

Langfristige Entwicklung andernorts, siehe Unterschied zur DWD-Grafik 1

Anders sieht die langfristige Entwicklung an der schon erwähnten fast WI-freien Dale Enterprise- Station bei einer Farm in Virginia/USA aus; die Werte liegen ab 1881 vor:

Abb. 9: Auch langfristig betrachtet, kühlte sich die ländliche Station Dale Enterprise im Oktober ab. Die Temperatur Oktober 2021 liegt bei 15,7°C. In Nordamerika gab es in den letzten Jahrzehnten keinen Oktobertemperatursprung wie bei uns. Ab 1918 sinken die Oktobertemperaturen noch deutlicher.

In Asien zeigen manche Stationen, möglicherweise bedingt durch einen früheren Wintermonsun, ein ähnliches Verhalten, zum Beispiel der ehemalige Austragungsort der olympischen Winterspiele in Sapporo auf Hokkaido/Japan:

Abb. 10: Keine Oktober-Erwärmung in Sapporo/Japan; Werte für 2021 liegen noch nicht vor.

Und in Mittelschweden fast vor unserer Haustür, wo im Oktober ähnliche Temperaturverhältnisse herrschen wie im deutschen November, stagnieren die Oktoberwerte bereits seit gut 60 Jahren:

Abb. 11: In Östersund (westliches Mittelschweden am Ostfuß des Skandinavischen Gebirges) bleibt der Oktober ein empfindlich kühler Herbstmonat – trotz enorm steigender CO2-Konzentrationen (hellgrüner Pfeil). Was würde wohl die heilige Schulschwänzer-Greta sagen, wenn man ihr diese Grafik ihres Heimatlandes zeigen würde?

Ergebnis: Trotz eines starken Anstiegs des „Treibhausgases“ CO2 zeigt der Monat Oktober in den ländlichen Gebieten dieser Welt oft seit vielen Jahrzehnten keine Erwärmung mehr.

Es gibt viele Ursachen und Gründe, die das Klima auf der Erde bestimmen, und der Mensch ist beteiligt durch die weltweite tägliche Vergrößerung der Wärmeinseln, was letztlich eine Naturzerstörung ist. Für Deutschland, siehe Bodenverbrauchszähler hier. Überall wo sich Wärmeinseln seit über 100 Jahren ausbreiten werden die Regionen großflächig wärmer und genau das zeigen die Messstationen. Die WI-Erwärmung ist eindeutig eine anthropogene Erwärmung, für die nicht CO2 verantwortlich sein kann. Will man diese WI- Klimaerwärmung bekämpfen, dann müsste man die Ausbreitung und Vermehrung der Gattung Mensch eindämmen, die Bebauung und Trockenlegung der Landschaft zurückfahren, den Lebensstandard deutlich senken und die Abholzung der Regenwälder stoppen. Sind wir dazu bereit? Schon bei unseren Vorschlägen gegen die weitere Trockenlegung Deutschlands gab es heftige Diskussionen, weil sie in die industrielle Land- und Forstwirtschaft eingreifen.

Schlussfolgerung: Die gemessene Oktobererwärmung seit 140 Jahren ist menschengemacht (WI-effekt) und natürlichen Ursprunges (Temperatursprünge). Der CO2-Anstieg hat somit keinen oder kaum einen Anteil an der Oktobererwärmung wie wir in diesem Artikel wieder zeigen konnten. Ein Absenken der jährlich gemessenen ppm-Zuwachsraten wäre somit wirkungslos und sollte unterlassen werden. CO2 ist vielmehr ein lebensnotwendiges Gas für die Photosynthese und das Pflanzenwachstum auf dieser Erde. Die Schöpfung der Erde ist auch Kohlenstoff und Kohlendioxid aufgebaut. Ein weiterer CO2-Anstieg hätte positive Wirkungen für das Leben und wäre wünschenswert.

Der fast überall auf der Welt steigende WI-Effekt ist der tatsächlich anthropogene Anteil an der Erwärmung und nicht der behauptete, aber nahezu wirkungslose CO2-Effekt. Es handelt sich um eine wissenschaftliche Verwechslung von „Treibhauseffekt“ und Wärmeinseleffekt.

Stefan Kämpfe, Diplomagraringenieur, unabhängiger Natur- und Klimaforscher

Josef Kowatsch, Naturbeobachter und unabhängiger, weil unbezahlter Klimaforscher.

 




Entwicklungsziele untergraben die Ambitionen von COP26

Die Entwicklungsländer tragen den größten Teil zu den anthropogenen Treibhausgasemissionen bei, wobei China allein mehr emittiert als alle anderen Industrieländer zusammen. Vor diesem Hintergrund kann die 26. Konferenz der Vertragsparteien (COP) des Rahmenübereinkommens der Vereinten Nationen über Klimaänderungen (UNFCC) kein Erfolg werden. Es ist eine Horrorshow, die passenderweise an Halloween, dem 31. Oktober, beginnt und bis zum 12. November dauert.

Der erste internationale Klimavertrag (1992) setzte den Industrieländern das Ziel, ihre Treibhausgasemissionen bis zum Jahr 2000 auf das Niveau von 1990 zu begrenzen. Diese Ziele wurden verfehlt, und die Emissionen in den Entwicklungs- und Industrieländern stiegen gleichermaßen.

Das zweite große internationale Klimaabkommen folgte fünf Jahre später. Im Jahr 1997 unterzeichneten die COP-Teilnehmer das Kyoto-Protokoll, das die Industrieländer verpflichtete, ihre Treibhausgas-Emissionen zwischen 2008 und 2012 um durchschnittlich 5 Prozent unter das Niveau von 1990 zu senken (einige Länder mussten ihre Emissionen noch stärker senken, andere konnten sie erhöhen). Auch diese Ziele wurden verfehlt.

Acht Jahre später wurde auf der COP in Paris das neue Ziel festgelegt, die Emissionen um das Maß zu reduzieren, das erforderlich ist, um den künftigen Temperaturanstieg auf weniger als 2°C zu begrenzen, und zu versuchen, den Anstieg auf 1,5°C zu begrenzen. Dazu mussten die Industrieländer ihre Emissionen bis 2050 um 50 bis 80 Prozent oder mehr senken, wobei die Zwischenziele in der Größenordnung von 20 Prozent unter dem Niveau von 2015 bis 2020 und 30 Prozent bis 2030 lagen. Zum ersten Mal sollten die Entwicklungsländer Pläne vorlegen, um ihre Emissionen zu begrenzen oder zumindest ihre Wachstumsrate erheblich zu reduzieren. Das Pariser Abkommen sieht auch vor, dass die Industrieländer ab 2020 mit 100 Milliarden Dollar pro Jahr einen Fonds finanzieren, auf den die Entwicklungsländer zugreifen können, um sich an den Klimawandel anzupassen und grüne Technologien einzuführen, die eine Entwicklung mit minimalen Treibhausgas-Emissionen ermöglichen.

Wenn die Parteien jetzt wieder zusammenkommen, sind die immer strengeren und hochgesteckten Ziele der Klimavereinbarungen wieder einmal nicht erreicht worden. Tatsächlich sind seit dem ersten Abkommen fast 30 Jahre vergangen, und die Minimalziele sind immer noch nicht erreicht worden. Der grüne Klimafonds ist nicht vollständig kapitalisiert, und BBC berichtet, dass der designierte COP26-Präsident Alok Sharma einräumt, dass der Fonds sein 2020-Ziel von 100 Milliarden Dollar wahrscheinlich frühestens 2023 erreichen wird. Nur ein Land, Gambia – ein Entwicklungsland mit einem verschwindend geringen Treibhausgasausstoß – ist auf dem besten Weg, seine Emissionsreduktionsziele im Rahmen des Pariser Abkommens zu erreichen.

Gemäß dem Pariser Abkommen können auf der COP 26 noch strengere Ziele festgelegt werden, doch einige der wichtigsten Akteure haben beschlossen, nicht mitzuspielen oder zumindest nicht dasselbe Spiel zu spielen wie der Großteil der COP. China, das erklärtermaßen davon ausgeht, dass seine Emissionen bis 2030 ihren Höhepunkt erreichen werden, und Saudi-Arabien haben beide klar gemacht, dass sie keine schriftlichen Verpflichtungen zur Reduzierung der Treibhausgase abgeben werden. Darüber hinaus berichtet Indien, der drittgrößte Treibhausgasemittent, dass es sich nicht auf eine Netto-Null-Reduktion einlassen wird. Dies ist wichtig, da der Weltklimarat (IPCC) jetzt behauptet, dass Netto-Null erforderlich ist, um die Temperaturen unter dem Zwei-Grad-Ziel zu halten – was nicht überrascht, da die Konferenz jedes Mal, wenn die Nationen ein Ziel verfehlen, strengere Grenzwerte festlegen muss, um das endgültige Ziel in der nächsten Periode zu erreichen.

Erwarten Sie auf der COP 26 mehr davon: viel Händeringen, viele übertriebene Erklärungen über eine drohende Katastrophe, Hinterzimmerverhandlungen und Armdrücken, und am Ende der Konferenz kommen die Regierungen zusammen, um eine Erklärung abzugeben, in der sie sich verpflichten, den Klimawandel zu stoppen, und weitere leere Versprechungen über Ziele machen, die nicht erreicht werden. Kurz gesagt: Erwarten Sie viel Lärm und Wut, die für eine Menge kostspieliger, nutzloser politischer Maßnahmen stehen, bei denen die enormen Kosten kaum oder gar nicht durch Emissionssenkungen kompensiert werden können. Das wird uns zur nächsten COP-Runde führen, wo wieder Kumbaya gesungen werden wird.

Greta wird wieder mit dem Finger wedeln, empört dreinschauen und sagen: „Wie könnt ihr es wagen!“ Und die nietzscheanische ewige Wiederholung – schwülstige Reden, vergebliche Verhandlungen und Tribünenpolitik – wird wieder beginnen.

Quellen: iNews; The Times; The Express; Reuters; Times of India; BBC

Link: https://www.heartland.org/news-opinion/news/conference-warns-of-climate-socialism-agenda und dort die 2. Meldung

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE




Neue Daten widersprechen den Behauptungen von Boris Johnson bzgl. der Kosten von Windenergie

Net Zero Watch

London, 28. Oktober: Neue Daten bestätigen, dass die Kosten für Offshore-Windparks auf sehr hohem Niveau verharren und während der letzten Jahre nur wenig gesunken sind.

[Hervorhebung im Original]

Net Zero Watch hat die geprüften Bilanzen aller kommerziellen britischen Offshore-Windparks zusammen mit den entsprechenden Erzeugungsdaten von Ofgem zusammengestellt. Diese Arbeit aktualisiert eine Reihe früherer Studien zur Offshore-Windenergie in Großbritannien, die zu ähnlichen Schlussfolgerungen kamen.

Der Premierminister teilte den Abgeordneten kürzlich mit, dass die Kosten der Offshore-Windenergie in den letzten zehn Jahren um 70 Prozent gesunken sind. Er rechtfertigte damit seine Behauptung, dass Net Zero zu bescheidenen Kosten erreicht werden kann.

Die neuen Erkenntnisse zeigen, dass er sich in Bezug auf die Kosten der Windenergie irrt und dass Net Zero Hunderte von Milliarden Pfund zusätzlich kosten wird.

Die Behauptungen der Minister stützen sich auf die niedrigen Gebote, die mehrere Offshore-Windparks bei Auktionen für Differenzverträge abgegeben haben. Der erste von ihnen – Moray East – hat jedoch jetzt seine Abrechnung für 2020 veröffentlicht, aus der hervorgeht, dass die Baukosten ähnlich hoch sein werden wie bei anderen Windparks der letzten Zeit.

Andrew Montford von Net Zero Watch sagte:

„Abgesehen von den Befürwortern von Windkraftanlagen ist man sich inzwischen weitgehend einig, dass die Ergebnisse von Differenzverträgen nicht die zugrunde liegenden Kosten widerspiegeln. Die harten Daten aus geprüften Bilanzen geben dieser Auffassung nun eindeutigen Rückhalt. Es ist klar, dass die Offshore-Windenergie extrem teuer ist und dies in absehbarer Zukunft auch bleiben wird.“

Der Abgeordnete und Vorsitzende der parlamentarischen Net Zero Scrutiny Group Craig Mackinlay sagte:

„Boris Johnson hat mir versichert, dass die Kosten der Offshore-Windenergie um 70% gesunken sind. Eine nüchterne Analyse zeigt, dass dies nicht der Fall ist. Dies zeigt nicht nur, dass der Premierminister von seinen Beratern mit falschen Informationen versorgt wird, sondern auch, dass die Öffentlichkeit in ein Kosten- und Energiesicherheits-Desaster geführt wird.
[Beide Hervorhebungen vom Übersetzer]

Einzelheiten zu den Ergebnissen finden Sie hier.

Link: https://www.netzerowatch.com/new-data-refute-boris-johnsons-wind-cost-claims/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE