Was passiert, nachdem „grüne“ Energie gescheitert ist?

[Original: „What happens WHEN green Energy fails?“ Im Englischen gibt es den Unterschied zwischen „IF“ und „WHEN“. Ersteres könnte man besser mit „falls“ übersetzen, d. h. man weiß nicht, ob es so kommt oder nicht. „When“ bedeutet, dass das Ereignis unumstößlich ist und auf jeden Fall kommt. Genau davon geht der Autor dieses Beitrages aus. Über die Folgen kann man natürlich spekulieren, aber die Tatsache des Scheiterns als solche steht für den Autor fest. – A. d. Übers.]

H.Sterling Burnett

Überall auf der Welt tauchen Vorhersagen darüber auf, was passieren wird, wenn die grüne Energie scheitert, und es zeichnet kein schönes Bild der Zukunft.

Lektionen aus Kalifornien, Texas, Europa und Australien zeigen, dass die Welt verliert, wenn es der „Keep it in the Ground“-Bewegung gelingt, die Nutzung fossiler Brennstoffe zu stoppen.

Im Jahr 2021 habe ich aus erster Hand erfahren, welche Gefahren die übermäßige Abhängigkeit von Wind- und Solarenergie birgt. Als in jenem Winter während einer extremen Kältewelle in weiten Teilen von Texas die Stromversorgung ausfiel, gab es zwar reichlich Schuldzuweisungen, doch der Ersatz zuverlässiger Kohlekraftwerke durch industrielle Windkraftanlagen im Westen des Bundesstaates trug den Löwenanteil der Schuld daran. Obwohl die Befürworter und Verfechter der Windenergie versuchten, das Versagen den Regulierungsbehörden und den Gaskraftwerken in die Schuhe zu schieben, führte der Mangel an Windenergie in einem kritischen Moment zum Zusammenbruch des Netzes. Der Anteil der Wind- und Solarenergie an der texanischen Stromversorgung liegt heute bei etwa 28 Prozent und ist fast ausschließlich auf die Politik und nicht auf die Marktnachfrage zurückzuführen.

Daten des Electric Reliability Council of Texas zeigten, dass fünf Tage vor dem Fallen der ersten Schneeflocke 58 Prozent des Stroms in Texas aus Wind- und Sonnenenergie gewonnen wurden. Dann zogen Wolken auf, die Temperaturen sanken und die Winde kamen vorübergehend zum Erliegen, was dazu führte, dass mehr als die Hälfte der Wind- und Solarenergie innerhalb von drei Tagen vom Netz ging und während des Schneesturms nicht mehr zur Verfügung stand. Die Probleme verschlimmerten sich noch, als die Windturbinen einfroren und Schnee und Eis die Solarzellen bedeckten.

Da das kalifornische Stromnetz im Rahmen verschiedener Gesetze zur Bekämpfung des Klimawandels immer „grüner“ geworden ist, mussten sich die Kalifornier jeden Sommer an Stromausfälle und Spannungsabfälle gewöhnen. Da Wind- und Sonnenenergie Kohle, Erdgas und Kernkraft im Netz ersetzen und Strom anstelle von Erdgas zum Kochen, Heizen und zur Warmwasserbereitung steht. ist das System unzuverlässig geworden. Wenn die Kalifornier den Strom am dringendsten brauchen – im Sommer für die Klimaanlage, zum Aufladen der Elektrofahrzeuge, um an einem normalen Tag zur Arbeit oder zum Einkaufen zu kommen, oder um den saisonalen Waldbränden zu entkommen – fällt der Strom aus, und die Bewohner müssen im Dunkeln schmoren und hoffen, dass der Wind die Flammen nicht in ihre Richtung bläst.

Kalifornien zeichnet sich dadurch aus, dass es gleichzeitig die landesweit schlechteste Luftqualität, mit die höchsten Benzin- und Strompreise, die meiste aus erneuerbaren Quellen erzeugte Elektrizität und das unzuverlässigste Stromnetz hat. Letzteres ist kein Zufall. Es ist eine direkte Folge der kalifornischen Vorschriften zur Nutzung von Strom aus Wind- und Sonnenenergie.

Auch Europa hat in den letzten Jahren unter Stromausfällen im Großhandel gelitten. Europa hat sich an die Spitze der erneuerbaren Energien gesetzt, was zu einem raschen Anstieg der Preise und zu Stromausfällen geführt hat.

Im vergangenen Jahr waren die Stromausfälle besonders akut. Wie Reuters und andere Medien berichteten, führten schwache Winde in ganz Europa im letzten Sommer dazu, dass industrielle Windkraftanlagen viel weniger Strom erzeugten als erwartet und benötigt wurde. Stromausfälle und Zwangsabschaltungen von Fabriken waren an der Tagesordnung.

In Großbritannien führten schwache oder nicht vorhandene Winde dazu, dass die Turbinen bis zum Herbst 2021 an mehr als 65 Tagen weniger als 10 Prozent der erwarteten Kapazität erzeugten, obwohl die Energieversorger und die Regierung versprochen hatten, dass die Windkraftanlagen an nicht mehr als sieben Tagen im Jahr weniger als 10 Prozent ihrer Nennkapazität erzeugen würden. Die Windenergie-Erzeugung ging in jenem Jahr um 20 Prozent zurück.

Dann kam der zweite Rückschlag. Die Stromerzeugung aus Sonnenenergie ging im Spätsommer und Frühherbst stark zurück. Im Dezember bedeckten Schneestürme riesige Solaranlagen in England. Die industrielle Solarenergie lieferte im Dezember tagelang weniger als 2 Prozent des erwarteten Stroms.

Europa reagierte auf diese Probleme, indem es einige zuvor stillgelegte Kohlekraftwerke wieder in Betrieb nahm und auf mehr Erdgasimporte aus Russland setzte. Wir wissen, wie sich letzteres bewährt hat.

Ralph Schoellhammer, Assistenzprofessor für internationale Beziehungen an der Webster Vienna Private University in Wien, sagte zu Europas anhaltendem Energiedebakel gegenüber Newsweek: „Die derzeitige Energiewende in Europa ist wahrscheinlich der größte geopolitische Fehler seit dem Zweiten Weltkrieg, als fehlgeleitete Ideologien Millionen von Menschen in das stürzten, was man mit Fug und Recht als die dunkelste Periode der menschlichen Geschichte bezeichnen kann.“

Jetzt öffnet Deutschland, führend im Kampf gegen die Kohle in der EU, seine Häfen und Energiemärkte für Importkohle aus dem Ausland. England überdenkt sein De-facto-Moratorium für Fracking. Angesichts der brutalen Energiewirklichkeit und einer verärgerten Wählerschaft scheinen Energiefragen in Europa die Klimabedenken zu übertrumpfen, zumindest im Moment.

Obwohl Australien über reichlich Kohle und eines der zuverlässigsten Stromsysteme der Welt verfügt, hat es sich in den letzten zehn Jahren mit beiden Beinen auf Wind- und Solarenergie gestürzt. Wie überall, wo die Regierungen diesen Übergang erzwungen haben, stiegen die Strompreise trotz wiederholter Behauptungen, Wind- und Solarenergie seien billiger als herkömmlicher Strom, und die Zuverlässigkeit litt.

Wie auf der Website „Stop These Things“ beschrieben, haben die Australier in den letzten Jahren sowohl unter höheren Preisen als auch unter wiederholten, großflächigen Stromausfällen während Hitzewellen gelitten, wobei Tausende von Haushalten und Unternehmen manchmal stundenlang ohne Strom waren. Wenn der Wind nachgelassen hat, hat der australische Energiemarktbetreiber gezielt Stromabschaltungen in bestimmten Industrieanlagen verhängt, um das gesamte Netz in einer Region vor dem Zusammenbruch zu bewahren („brownouts“). Um ihre Verpflichtungen aus dem Pariser Klimaabkommen nicht zu verletzen, hat die australische Regierung die Stromzufuhr gekürzt, anstatt Kohlekraftwerke als Reserve in Betrieb zu halten, die bei Nachfragespitzen hochgefahren werden können.

In der Zwischenzeit bauen China, Indien und der Rest der Entwicklungsländer munter weiter neue Kohlekraftwerke und erhöhen so die Emissionen zusammen mit ihren Volkswirtschaften. China, Indien, Pakistan und andere Länder teilen nicht das Wunschdenken des Westens bzgl. Energie.

Ich mag keine erzwungene Sparsamkeit für törichte Zwecke. Es gibt kein törichteres Ziel als zu glauben, wir könnten das Klima durch unseren Energieverbrauch kontrollieren. Was sich in Europa abspielt, ist ein Beweis dafür, dass andere es leid sind, das Energie-Haarhemd als Buße für die Sünde der Nutzung fossiler Brennstoffe zu tragen. Ich hoffe, dass sich der Trend fortsetzt.

SOURCES: Not a Lot of People Know That; Boston Globe; The Heartland Institute; The Heartland Institute; Newsweek; Reuters; Stop These Things

Link: https://heartlanddailynews.com/2022/04/climate-change-weekly-431-what-happens-when-green-energy-fails/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Nicht hinschauen!

Paul Driessen

Originaltitel: Don’t look up!

Ein echter Felsbrocken aus dem Weltall (und nicht der vom Menschen verursachte Klimawandel) ist die Ursache für den vermeintlichen Anstieg der Meere.

In dem Netflix-Film „Don’t Look Up“ ziehen es die Politiker Washingtons vor, einen mit Spezialeffekten ausgestatteten Meteor zu ignorieren, der im Begriff ist, den Planeten Erde zu zerstören. Es überrascht nicht, dass es in dem Film in Wirklichkeit um unsere Weigerung geht, die „existenzielle Bedrohung“ durch den „menschengemachten Klimawandel“ anzuerkennen.

Regisseur Adam McKay twitterte kürzlich: „Wir haben noch 6-8 Jahre Zeit, bevor das Klima so chaotisch ist, dass wir in einem permanenten Zustand biblischer Katastrophen leben werden.

UN-Generalsekretär Antonio Guterres ließ sich nicht lumpen und bezeichnete den jüngsten UN-Klimabericht als „ein Dossier der Schande, das die leeren Versprechen katalogisiert, die uns fest auf den Weg in eine unbewohnbare Welt bringen.“ Das Bohren nach mehr Öl und Gas sei „moralischer und wirtschaftlicher Wahnsinn“, betonte er. Wenn die Menschheit nicht aufhört, fossile Brennstoffe zu nutzen, werden wir von verheerenden Überschwemmungen, Hitzewellen, Dürren, Bränden und Ernteausfällen überrollt werden.

Der globale Meeresspiegel ist bereits um „schockierende 20 Zentimeter“ gestiegen, verkündete die PR-Agentur PurpleOrange und warb für das Gütesiegel Climate Neutral Certified eines Kunden, mit dem mehr Geld für „authentische, sofortige Klimaschutzmaßnahmen“ bereitgestellt werden soll.

Zurück im Nicht-Paralleluniversum des Planeten Erde wäre eine Welt ohne fossile Brennstoffe wirklich unbewohnbar. Nicht nur, um Strom zu erzeugen, Essen zu kochen, Häuser und Wasser zu heizen und Autos, Boote, Züge und Flugzeuge anzutreiben – sondern auch für Düngemittel und Insektizide, um mehr Nahrungsmittel auf weniger Fläche anzubauen, und für Kunststoffe, Arzneimittel, Farben, Kosmetika, Kleidung und andere wichtige Produkte. Heute für uns, morgen für Milliarden von Menschen.

Fossile Brennstoffe für die Gewinnung und Verarbeitung von Billionen Tonnen Rohstoffen sowie für die Herstellung von Millionen von Windturbinen, Milliarden von Solarpanelen, Milliarden von Batteriemodulen und Millionen von Hochspannungsmasten, die unsere Anbauflächen, Landschaften und Lebensräume für Wildtiere überziehen würden, wenn wir keine fossilen Brennstoffe hätten.

Viel schlimmer als ein wärmerer Planet mit mehr Pflanzen düngendem Kohlendioxid in der Luft wäre ein kälterer Planet mit weniger CO2. Das würde weniger Ackerland, kürzere Wachstumsperioden und viel geringere Ernteerträge bedeuten, zusätzlich zu den Verlusten durch eine verwüstete Ukraine und sanktionierte russische Weizenernten.

(Warum wird der Klima-Angstporno auf Twitter nie gelöscht, unterdrückt oder gar auf Fakten überprüft? Warum geht es nie nur um den Klimawandel, sondern immer um Klimakatastrophen? Warum geht es immer um den vom Menschen verursachten Klimawandel, als hätte es die vergangenen natürlichen Klimaveränderungen nie gegeben? Warum müssen Guterres, Gore, Kerry, Biden und AOC immer seine/ihre Mit-Alarmisten in ihrer Hysterie übertreffen? Warum stützt sich die Panikmache immer auf Computermodelle, nie auf tatsächliche Daten und Beweise? Warum werden Chinas massiver Verbrauch fossiler Brennstoffe sowie deren Treibhausgas-Emissionen immer ignoriert?)

Eines der vorherrschenden Klimaalarmthemen ist der Anstieg des Meeresspiegels.

Hätten die Bewohner des DC-Sumpfes vor 35 Millionen Jahren auf der realen Erde nach oben geschaut, wären sie in ihren letzten Momenten von einem Meteor verblüfft gewesen, der ohne Spezial-Effekte in das heutige Cape Charles, Virginia, an der Chesapeake Bay einschlug. Der 3 Kilometer breite Meteor zerstörte und pulverisierte Sedimente und Grundgestein, verdampfte Pflanzen und Tiere, schickte Gesteinsfragmente Hunderte von Meilen in alle Richtungen und löste Tsunamis an den östlichen Berghängen West Virginias aus.

Das zertrümmerte Gestein setzte sich in einem Krater ab, der ~1300 m tief war und einen Durchmesser von 85 km hatte. In den folgenden Jahrtausenden ergossen sich Fluss- und Meeressedimente in den Krater – und kilometerhohe Gletscher zogen 10 Millionen Kubikkilometer Wasser aus den Ozeanen und begruben halb Nordamerika, Europa und Asien unter Billionen von Tonnen Eis. Das Land unter dem Eis wurde nach unten gedrückt, während das Land außerhalb der Gletscherzonen nach oben gehoben wurde. Dann, vor etwa 12 000 Jahren, begannen die letzten Gletscher des Pleistozäns zu schmelzen.

Die Ozeane stiegen langsam an – um etwa 120 m! Die Landmassen erfuhren einen „isostatischen Rebound“. Gebiete, die unter dem Eis gelegen hatten, begannen sich zu heben, und solche, die sich nach oben gewölbt hatten, begannen zu sinken. In weiten Teilen der Chesapeake Bay-Region werden die nacheiszeitlichen Bodensenkungen durch die fortgesetzte Kompression von pulverisiertem Kratergestein noch verstärkt – und durch die fortgesetzte Entnahme von Grundwasser aus den sedimentären Grundwasserleitern unter den städtischen und landwirtschaftlichen Gebieten, die vom Grundwasser abhängig sind.

Zu den Grundwasserleitern gehören Schichten aus porösem Sandstein (mit Wasser zwischen den Sandkörnern), die von undurchlässigen, aber wasserdurchtränkten Schiefer- und Tonschichten durchsetzt sind. Wenn das Wasser aus den Sandschichten abgepumpt wird, werden die Schiefer-Ton-Schichten durch hunderte Meter darüber liegendes Gestein und Sediment zusammengedrückt, und ihr Wasser wird in die Sandsteine und dann in die Pumpen gedrückt. Das darüber liegende Land sinkt immer weiter ab.

Im Gebiet der Chesapeake Bay beträgt die Senkung im Durchschnitt fast 3 mm/Jahr, also 29 cm pro Jahrhundert. Hinzu kommen 10 cm pro Jahrhundert an isostatischer Senkung sowie rund 20 cm pro Jahrhundert an tatsächlichem Meeresspiegelanstieg. Der gefühlte Gesamtanstieg des Meeresspiegels kann bis zu 60 cm pro Jahrhundert betragen – obwohl zwei Drittel dieser Summe nichts mit dem tatsächlichen Anstieg des Meeresspiegels zu tun haben. Tatsächlich zeigt der Gezeitenpegel der Norfolk Naval Station am Sewell’s Point, dass sich die Rate des tatsächlichen Meeresspiegelanstiegs seit der Installation des Pegels im Jahr 1927 nicht verändert hat.

Die Lage in Houston-Galveston, Texas, im Santa Clara Valley, Kalifornien, und an anderen Orten rund um den Globus ist ähnlich kompliziert, auch ohne die Probleme der Nacheiszeit. Den tatsächlichen Anstieg des Meeresspiegels herauszugreifen und ihn auf den Menschen und fossile Brennstoffe zu schieben, ist einfach unaufrichtig.

Das Eindringen von Salzwasser und Überschwemmungen an den Küsten sind jedoch ernste, immer wiederkehrende und wachsende Probleme, vor allem bei Hurrikanen und beim Bau teurer Häuser an den Küsten. Einige Gemeinden haben das Absinken des Landes verlangsamt, indem sie die Grundwasser-Pumpstationen von der Küste weg verlegt, die Entnahmeraten verringert, die Grundwasseranreicherung erhöht oder das Grundwasser durch Oberflächenwasser ersetzt haben. Andere haben Küstenwälle, verbesserte Entwässerungssysteme und Pipelines installiert, um Wasser aus nahe gelegenen Seen und Flüssen zu gewinnen. Weitere Optionen sind Entsalzungsanlagen zur Gewinnung von mehr Süßwasser, die Wiederverwendung von „Grauwasser“ aus den Haushalten für die Landwirtschaft und die Umstellung auf weniger wasserintensive Bewässerungsverfahren, wie es Israel tut.

Diese Ansätze sind weitaus praktischer und kosteneffizienter als der Versuch, den weiteren Anstieg der Meere wie ein moderner König Canute durch ein Verbot fossiler Brennstoffe zu verhindern, vor allem wenn dies nur in einigen westlichen Ländern geschieht.

Die Bewohner von Tuvalu, den Malediven und anderen pazifischen Inseln und Korallenatollen machen sich Sorgen über den Anstieg der Meere aufgrund fossiler Brennstoffe. Bei den meisten von ihnen nimmt die Landfläche jedoch zu und nicht ab, da Korallen wachsen, Sedimente vor ihren Küsten abgelagert werden und vulkanische Lavaströme die Landmassen vergrößern.

Außerdem gab es nur wenige dieser Inseln und Korallenriffe bereits vor 12 000 Jahren, als die Wisconsin-Vereisung den Weltmeeren 400 Fuß Meerwasser entzog. Die Inseln und Atolle begannen zu wachsen, als die Meere anstiegen. Mit jedem weiteren Meter Meeresspiegelanstieg wuchsen sie weiter, und es gibt keine Anzeichen dafür, dass das aufhört.

Die paläolithischen Malereien in der Cosquer-Höhle in der Nähe von Marseille, Frankreich (der Eingang liegt 35 m unter dem aktuellen Meeresspiegel), und die Entdeckung verkohlter Äste und Kiefernzapfen durch ein Tauchteam von Mel Fisher, die von einem Waldbrand vor 8.400 Jahren stammen, in einer Wassertiefe von 12 m vor der Küste Floridas sind weitere Belege für den stetigen Anstieg des Meeresspiegels.

Dennoch sagen uns die Experten. (1) „Die Schneefälle sind seltener und weniger tief. Die Flüsse frieren jetzt kaum noch zu. Es gibt eine unglückliche Fluktuation zwischen Hitze und Kälte im Frühjahr, die für die Früchte sehr fatal ist.“ (2) „Wir waren erstaunt über die völlige Abwesenheit von Eis in der Barrow Strait. Ich war zu dieser Zeit [vor sechs Jahren] hier – immer noch zugefroren – und wir hatten Zweifel an der Möglichkeit einer Flucht.“ (3) „Der Arktische Ozean erwärmt sich, die Eisberge werden seltener, und an einigen Stellen wird das Wasser für die Robben zu heiß.“

Es ist ratsam, Maßnahmen zu ergreifen. Oder vielleicht auch nicht. Zitat (1) aus dem Tagebuch von Thomas Jefferson, 1799; (2) aus dem Schiffslogbuch von Sir Francis McClintock, 1860; (3) aus einem Artikel der Washington Post, 2. November 1922.

Anstatt Angstgeschichten nachzuplappern – und zu fordern, dass fossile Brennstoffe durch pseudo-saubere, pseudo-erneuerbare Energie ersetzt werden – sollten wir wirklich überlegen, analysieren und über die vielen Möglichkeiten nachdenken, wie fossile Brennstoffe unser Leben verbessern, und echte Beweise anstelle von GIGO-Computermodellen für jede angebliche Klimakrise fordern.

Paul Driessen is senior policy analyst for the Committee For A Constructive Tomorrow (www.CFACT.org), and author of Eco-Imperialism: Green power – Black death and articles on energy, climate and other issues.

Link: https://wattsupwiththat.com/2022/04/10/dont-look-up/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




„Wir alle stecken in Schwierigkeiten“ – Windturbinen-Hersteller verkaufen mit Verlust

Paul Homewood, NOT A LOT OF PEOPLE KNOW THAT

[Hinweis: Alle Hervorhebungen in diesem Beitrag im Original]

Weitere Belege, dass niedrige Preise für Wind auf Auktionen nicht nachhaltig sind:

Bildinschrift: „Wir sind alle in Schwierigkeiten“ | Hersteller von Windturbinen verkaufen mit Verlusten und in einem „selbst-zerstörerischen Teufelskreis“, wie Bosse einräumen. Preisdruck auf Auktionen, höhere Preise für die Rohmaterialien und die Logistik plus der Ukraine-Krieg haben zu einer nicht nachhaltigen Lage geführt. Das sagten führende Direktoren der Firmen GE, Nordex und Enercon.

Die Inflation bei Rohstoffen und Logistik in Verbindung mit dem Preisdruck durch Auktionen hat zu einer unhaltbaren Situation geführt, in der Wind-OEMs* mit Verlust verkaufen und der Sektor nicht in der Lage ist, die geplante Verdreifachung der Windkraftkapazität in Europa bis 2030 zu erreichen, warnten Branchenführer.

[OEM = Original Equipment Manufacturer = Original-Hersteller. A. d. Übers.]

„Der Zustand der Lieferkette ist im Grunde genommen ungesund“, sagte Sheri Hickok, Geschäftsführerin für Onshore-Windkraft bei GE Renewable Energy am Dienstag auf einem Podium der Konferenz WindEurope 2022 in Bilbao. „Es ist ungesund, weil wir einen inflationären Markt haben, der weit über das hinausgeht, was irgendjemand noch im letzten Jahr erwartet hat. Die Stahlpreise sind um das Dreifache gestiegen.“

Stahl für Offshore-Windtürme werde derzeit für über 2.000 Dollar pro Tonne eingekauft, gab Hickok als Beispiel an und fügte hinzu, dass auch die Preise für Kupfer, Kohlenstoff und Logistik in die Höhe geschossen seien. „Es ist wirklich lächerlich, sich vorzustellen, wie wir eine Lieferkette in einer wachsenden Industrie mit dieser Art von Druck aufrechterhalten können.“

Nach den drastischen Preisanstiegen im letzten Jahr im Zuge der Covid-19-Pandemie „waren die Preise zwar höher, aber sie haben sich stabilisiert“, sagte Hickok, fügte aber hinzu, dass mit Russlands Krieg in der Ukraine das gesamte System in den letzten acht Wochen wieder „aus den Fugen geraten“ sei, was es bei einem noch nie dagewesenen Maß an Unsicherheit unhaltbar mache.

Die GE-Managerin sagte, sie sei sehr besorgt um das gesamte Ökosystem der Windindustrie. „Im Moment reduzieren verschiedene Zulieferer innerhalb der Branche ihren Fußabdruck, sie bauen Arbeitsplätze in Europa ab“, erklärte sie. „Wenn die Regierung glaubt, dass diese Lieferkette in der Lage sein wird, auf einen Schlag die zwei- bis dreifache Nachfrage zu befriedigen, dann ist das nicht realistisch.“

Der jüngste REPowerEU-Plan der Europäischen Kommission, der als Reaktion auf die russische Invasion in der Ukraine formuliert wurde, sieht vor, die Windenergie-Kapazität bis 2030 von heute 190 GW auf 480 GW zu steigern.

Teufelskreis

Nordex-Chef José Luis Blanco betonte, dass schon vor dem Ukraine-Krieg die Wirtschaftlichkeit in der Windindustrie durch den Preisdruck bei Ausschreibungen und die geringe Sichtbarkeit von Windkapazitäten aufgrund einer verfehlten Regierungspolitik zerstört worden sei.

„Wir investieren in Volumina im Vertrauen auf die Marktdynamik, dann kommt das Volumen nicht, dann steht eine Fabrik leer, [und dann] ist es besser, etwas Cashflow zu haben als keinen Cashflow – und [folglich] gerät der Sektor in einen Teufelskreis“.

Blanco sagte auch, wenn Europa seine Windenergiekapazität verdreifachen wolle, müsse es die Unabhängigkeit der Lieferkette besser unterstützen.

Gegenwärtig kämen jedoch etwa 85 % der Komponenten der Industrie aus China, sagte er. „Die Energieunabhängigkeit wird durch eine Politik der Abhängigkeit von der Lieferkette gestützt. Das ist ein großes Risiko.“

Blanco bezog sich dabei nicht nur auf Seltene Erden, sondern auch auf „normale Dinge“ wie Metallwellen in Turbinen, die zu 95 % aus China stammen.

Alle Original-Hersteller von Onshore-Wind stecken in Schwierigkeiten

Der neue Geschäftsführer von Enercon, Jürgen Zeschky, ging sogar noch weiter und sagte: „Alle Original-Hersteller von Onshore-Wind in Europa sind in Schwierigkeiten.“

In den letzten acht Jahren waren die Kosten die einzige Triebfeder für die Entwicklung, wobei niedrige Energiekosten und niedrige Turbinenpreise das gesamte Geschäft antrieben, sagte er gegenüber WindEurope 2022. „Wir haben eine niedrige Kostenbasis erreicht, aber um den Preis der Auslagerung in Niedrigkostenländer“, gab Zeschky zu. „Wenn man sich Europa und Deutschland anschaut, verlieren wir ständig Arbeitsplätze in der Industrie, indem wir sie zu anderen Orte verlagern.“
Doch die Situation habe sich grundlegend geändert. Aufgrund des russischen Krieges in der Ukraine „sind wir mit einer Situation konfrontiert, in der es nicht nur um die Kosten geht, sondern um eine unabhängige, widerstandsfähige und zuverlässige Energiesituation in Europa“.

Um eine nachhaltige Energieerzeugung zu haben, braucht Europa eine nachhaltige Industrie und muss daher die Beschränkung auf die niedrigsten Kosten überwinden, erklärte er. „Das muss sich ändern.“

Mehr hier.

Link: https://wattsupwiththat.com/2022/04/14/were-all-in-trouble-wind-turbine-makers-selling-at-a-loss/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Winter-Nachlese 2021/22: Einige Stationen rund um die Welt, langfristig betrachtet

Stefan Kämpfe

Während wir uns hier in Deutschland angesichts der inflationär steigenden Energiepreise über einen sehr milden Winter freuen konnten, sah es in anderen Regionen wesentlich kälter aus. In Ergänzung zu den Kältereports, welche hier beim EIKE oft erscheinen, sollen deshalb einige Stationen näher betrachtet werden.

Bevor wir unsere Rundreise starten, wollen wir uns erst einmal die langfristige Entwicklung der Eis- und Schneebedeckung ansehen. Europa, das ja nun auch politisch/wirtschaftlich immer unbedeutender wird, ist ja bloß der kleine Wurmfortsatz des Riesen-Kontinents Eurasien, dessen Daten zur winterlichen Schneebedeckung (in Km²) schon seit 1966/67 erfasst werden. Angesichts der allgemeinen Klima-Hysterie und der lang anhaltenden Serie von Mildwintern in Deutschland würde man gewiss auf eine Abnahme der schneebedeckten Fläche tippen – das Ergebnis sieht aber so aus:

Abbildung 1: Wintermittelwerte (Dez., Jan., Feb.) der von Schnee bedeckten Flächen in Eurasien. Man erkennt eine leichte Zunahme der von Schnee bedeckten Landfläche um mehr als 300.000 Km², das entspricht fast der Flächengröße Deutschlands. In Nordamerika und Grönland (hier nicht gezeigt) wuchs die Schneebedeckung flächenmäßig ebenfalls leicht an.

Anders als bei der von Schnee bedeckten Fläche nahm die des Arktischen Meereises stark ab; doch liegen hierfür halbwegs verlässliche Daten erst seit dem Winter 1979/80 vor. Allerdings hat es solch starke Flächenrückgänge auch in früheren Jahrhunderten immer wieder gegeben; so zur Hochzeit der Wikinger (Grönland-Besiedlung) und letztmalig in den 1930er Jahren. Und momentan scheint der Tiefpunkt durchschritten; ab Mitte der 2000er Jahre verlangsamte sich der Flächenrückgang; in den letzten Wintern gab es sogar eine leichte Zunahme:

Abbildung 2: Entwicklung der im Winter von Meereis bedeckten Fläche in der Arktis b.z.w. der Nordhalbkugel nach den Daten des National Snow and Ice Data Centers (NSIDC).

Aber wie lässt sich das unterschiedliche Verhalten der Eis- und Schneebedeckung erklären? Bei der Eisbedeckung spielt die so genannte AMO, die Atlantische Mehrzehnjährige Oszillation, eine zyklisch auftretende Zirkulationsschwankung der Ozeanströmungen im Nordatlantik, welche die Meeresoberflächentemperatur im gesamten, nordatlantischen Becken verändert, eine wesentliche Rolle. In AMO-Warmphasen (wie gegenwärtig) wird mehr Wärme in den Arktischen Ozean eingetragen; die Schneebedeckung der Landmassen besonders östlich des Urals, bleibt davon weitgehend unbeeinflusst. Schauen wir uns mal ein paar Stationen an, welche sich in den letzten Jahrzehnten im Winter nicht erwärmt haben. Wir starten in Mittelschweden, dem Heimatland der Klima-Hysterikerin und mittlerweile Millionärin Greta Thunberg. Östersund, am Ostabhang des Skandinavischen Gebirges, ist Wintersport-Fans als Austragungsort von Biathlon-Wettkämpfen bekannt.

Abbildung 3: In Östersund verliefen der Dezember 2021 zu kalt, Januar/Februar 2022 zu mild; der Gesamtwinter durchschnittlich; und seit 35 Jahren gibt es keinerlei Erwärmungstrend.

Als nächste Station geht es in die deutsche Heimat, wo sich die Wintertemperatur seit gut 3 Jahrzehnten im Flächenmittel unwesentlich gestiegen ist – doch eben nur in Bodennähe. Auf Deutschlands höchstem Berg, einst ein Geschenk Österreichs, der Zugspitze, kühlten sich die Winter hingegen leicht ab.

Abbildung 4: Auf der 2962 Meter hohen Zugspitze wurden die Winter leicht kälter.

Dieses Phänomen der winterlichen Höhen-Abkühlung, besonders im Januar, zeigt sich an allen deutschen Bergstationen ab etwa 1.000 Metern aufwärts. KÄMPFE berichtete darüber ausführlich hier. Die NOAA-Daten für ein Planquadrat, welches ganz Deutschland einschließt, bestätigen diesen leichten winterlichen Höhen-Abkühlungstrend:

Abbildung 5: Flächenmittel der Wintertemperaturen in den drei Höhenschichten 1.000hPa (bodennah), 850hPa (entspricht grob der Höhe der höchsten Mittelgebirgsgipfel so um 1.500 Meter), und 500 hPa (mittlere Troposphäre, grob 5.000 Höhenmeter) für ein Planquadrat, welches ganz Deutschland einschließt, nach den Daten des amerikanischen Wetterdienstes (NOAA). Es zeigen sich eine gegensätzliche Temperaturentwicklung bodennah (Erwärmung) und in den beiden Höhenschichten (Abkühlung); doch keiner der Trends ist signifikant. Weil die Temperaturen im 500-hPa Niveau sehr niedrig sind, wurden sie zwecks besserer Darstellbarkeit um 22 Kelvin (°C) angehoben; der Verlauf und der Trend ändern sich dadurch nicht.

Im sonnigen Südwestsibirien liegt die Großstadt Omsk, für welche sogar als Zugabe die Sonnenscheindauer ermittelt werden konnte. Die Reihe reicht bis in die späten 1970er Jahre zurück:

Abbildung 6: Seit über 40 Jahren leicht kältere Winter in Omsk (Trend nicht signifikant) bei Zunahme der winterlichen Besonnung. Aber die Wintersonne scheint nur kurz und steht zu tief, um nachhaltig zu wärmen. Sonnigen, kurzen Tagen folgen lange, klare Winternächte, in welchen sich die Luft stark abkühlt. Die negative Korrelation ist mit r=-0,635 (entspricht einem Bestimmtheitsmaß von 40%) erstaunlich eng; im Sommer besteht zwischen beiden Messgrößen eine stark positive Korrelation. Umrechnung der Sonnenscheindauer in Indexwerte, um sie besser in einer Grafik darstellen zu können.

Die Ortschaft Oimjakon (Ostsibirien) gilt als kältester, dauerhaft von Normalbürgern bewohnter Ort der Welt; auch wenn strittig ist, ob die legendären, dort gemessenen minus 71°C korrekt ermittelt wurden. Gerade in den deutschen, grün-tendenziösen Medien wird ja gerne und viel über das angebliche Auftauen der Dauerfrostböden schwadroniert (welches aber meist Baumängeln und/oder Wärmeinsel-Effekten in größeren Siedlungen geschuldet ist); anhand der winterlichen Temperaturentwicklung ist ein baldiges, großflächiges Auftauen Sibiriens wohl eher unwahrscheinlich:

Abbildung 7: In Oimjakon verliefen die zwei letzten Winter mit „kuscheligen“ minus 44,9°C leicht zu kalt; und ein langfristiger Erwärmungstrend fehlt – wie da ein Dauerfrostboden tauen soll, das müssten uns die grün-tendenziösen Angsttrompeter von ARD, ZDF & Co. erst einmal erklären.

Wir ziehen weiter nach Gangneung/Südkorea, welches vor einigen Jahren Mitausrichter der Winter-Olympiade war.

Abbildung 8: Auch im Süden Koreas fehlt die Winter-Erwärmung; dort sind die Winter wegen der weit südlichen Lage und des Meereseinflusses ähnlich mild wie in Deutschland.

In den 1970er Jahren war auch Sapporo auf der kalten, schneereichen Japanischen Nordinsel Hokkaido einmal Winter-Olymoia-Ort; in diesem Winter war Japan wegen der großen Schneemassen häufig in den Schlagzeilen. Auch dort wurde es in den vergangenen Jahrzehnten nicht wärmer:

Abbildung 9: Keine winterliche Erwärmung, eher geringe Abkühlung, in Sapporo.

Weiter ostwärts über den Pazifik in die USA, aus welchen wegen zahlreicher Kaltlufteinbrüche im abgelaufenen Winter ebenfalls häufig berichtet wurde. Dort findet sich ein schönes Beispiel, wie der Wärmeinseleffekt die winterlichen Temperaturen erhöht, anhand des Stationspaares Dale Enterprise (ländlich) und der nahen Bundeshauptstadt Washington (städtisch):

Abbildung 10: Während sich das großstädtische Washington im Winter leicht erwärmte, blieben die Temperaturen an der ländlichen Station Dale Enterprise unverändert. Für Dale Enterprise reicht die Reihe sehr weit zurück; dort blieben die Wintertemperaturen seit 1880 (hier nicht gezeigt) unverändert.

Ganz zum Abschluss machen wir noch einen Ausflug in den Sommer – den auf der Südhalbkugel, welcher dort „unsere“ Wintermonate umfasst und vor wenigen Wochen endete. Dort betreibt Deutschland in der Antarktis die Forschungsstation Neumayer, wo es sich im Winter seit Aufzeichnungsbeginn stark abkühlte – der Winter 2021 war dort der allerkälteste bislang. Doch wie sieht das im Südsommer aus, welcher temperaturmäßig in etwa dem Winter in Osteuropa entspricht?

Abbildung 11: Die Sommer bleiben auch in der Antarktis fast unverändert kalt, der letzte von 2021/22 verlief durchschnittlich. Auch hier müssten uns unsere Deutschen Klima-Angstmacher erklären, wie denn das Eis bei Sommermitteltemperaturen zwischen minus 4 und minus 8°C dauerhaft abschmelzen soll?

Stefan Kämpfe, unabhängiger Natur- und Klimaforscher

 




Neue Studie: Vor 6000 Jahren war es in der Arktis erheblich wärmer als heute …

…außerdem waren 90% aller Gletscher und Eiskappen entweder kleiner als heute oder fehlten ganz

Pierre Gosselin

Die Klimaalarmisten hassen diese unbequeme Tatsache: Hunderte von Temperatur-Rekonstruktionen zeigen, dass die nördliche Hemisphäre während eines Großteils der letzten 10.000 Jahre (Holozän) viel wärmer war als heute.

Siehe auch die Klimaschau.

Umfassende 66 Temperatur-Rekonstruktionen

Eine aktuelle Studie:Arctic glaciers and ice caps through the Holocene: a circumpolar synthesis of lake-based reconstructions“ von Laura J. Larocca und Yarrow Axford [etwa: Arktische Gletscher und Eiskappen im Holozän: eine zirkumpolare Synthese von Rekonstruktionen aus Seen], die in der Zeitschrift Climate of the Past veröffentlicht w0rden war, untersuchte die arktische Eiskappe und Gletscher in einem großen Teil der Arktis:

Anhand einer umfassenden Stichprobe von Sedimentkernen aus 66 Seen und Meeren rekonstruierten die Wissenschaftler Schmelzen und Ausdehnung des arktischen Eises in den letzten 12 000 Jahren.

Dabei stellten sie fest, dass es in der Arktis vor 6000 Jahren viel wärmer war als heute:

Abbildung 10d: Arktisweite Zusammenfassung der GIC-Aufzeichnungen aus Seen. Die Linie zeigt den Prozentsatz der GICs, die kleiner als vorhanden oder nicht vorhanden sind, von 12 bis 0 ka, berechnet in 100-Jahres-Feldern. Die gestrichelte Linie zeigt Zeitabschnitte, in denen eine geringe Anzahl (<10) von Aufzeichnungen verfügbar war. Die Balken zeigen die Mittelwerte der 500-Jahres-Bins. Die offenen Punkte zeigen den Zeitpunkt des frühesten GIC-Wachstums im mittleren bis späten Holozän im Vergleich zur höchsten gegenwärtigen Eishöhe im Einzugsgebiet des untersuchten Sees. (e) Die Linie zeigt die Anzahl der Aufzeichnungen von vor 12.000 Jahren bis heute. Die Balken zeigen die Steigung zwischen den 500-Jahres-Durchschnittswerten (oben) aus dem mittleren bis späten Holozän. Negativere Steigungen weisen auf Zeiträume hin, in denen eine größere Anzahl von GICs nachwächst. Quelle: Larocca et al, 2022.

Je höher die Kurve in der Abbildung 10d (oben), desto kleiner waren die Gletscher. Wir sehen deutlich, dass die Gletscher in der arktischen Region vor 6000 Jahren viel kleiner waren als heute. Viele verschwanden sogar ganz, so dass die Sommer wärmer waren.

Die Autoren schreiben:

Wir finden den höchsten Prozentsatz (>90 %) der arktischen GICs, die kleiner als heute sind oder im mittleren Holozän vor 7000 bis 6000 Jahren fehlen, was wahrscheinlich die räumlich allgegenwärtige und konsistente Sommerwärme während dieser Periode widerspiegelt als im frühen Holozän.

Addendum:

Unsere Untersuchung zeigt, dass in der ersten Hälfte des Holozäns die meisten der kleinen GICs in der Arktis deutlich reduziert wurden oder vollständig schmolzen als Reaktion auf Sommertemperaturen, die im Durchschnitt nur mäßig höher waren als heute.

Link: http://notrickszone.com/2022/04/10/new-study-arctic-was-much-warmer-7000-years-ago-90-of-glaciers-ice-caps-smaller-than-present-or-absent/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE