Investigativer Journalismus

Helmut Kuntz

Wenn die Redaktion der Lokalzeitung (wegen der ständigen, penetranten GRÜN-Linken Agitation vom Autor üblicherweise als Franken-Prawda bezeichnet) zum Klima wiederholt ihre Propagandaschlacht führt, bekommt sie vom Autor öfter eine Stellungnahme.
Damit die Redaktion nicht „not amused“ ist, wenn eine sich daraus entwickelnde Diskussion später auf EIKE zu lesen ist, weist der Autor vorab schon darauf hin, dass er darüber einen Artikel schreiben wird, erinnert damit allerdings auch die Redaktion, sich ihre Antworten gut zu überlegen.
Aus einer der Letzten Stellungnahmen hat sich nun ein Mailverkehr ergeben, mit dem sich die investigative Arbeitsweise moderner Redakteure ahnen lässt und dazu einiges erklärt. Deshalb der Artikel darüber anbei.

Über dem Kipppunkt. Klima: Die Welt beerdigt das 1,5 Grad Ziel“

lautete ein Leitkommentar zum Ende von COP26 in den Nordbayerischen Nachrichten [1], in der gleichen Ausgabe ergänzt um zwei alarmistische Artikel, einen der dpa und einen der Redaktion, in dem gleich vier Klimaaktivist*innen ihr Leid über die in ihren Augen nicht entfernt ausreichenden Beschlüsse zur CO2-Verhinderung beklagen durften.
Der redaktionelle Leitkommentar selbst ist eine Allegorie an den Klimawandel-Glauben und die klimatische „Sachkunde“ der Freitagshüpfer und ihrer Protagonisten.

Beginnen wir mit dem Artikel der dpa „Noch lebt der Patient Erde“.
Darin wurden die Leser informiert, wie die zulässige Lesart zu COP26 aussieht und dass schon bei geringfügigen Abweichungen Querdenken anfängt: Spätestens dann, wenn man nicht bedingungs- und kritiklos an den Klimauntergang glaubt „Von allen Zahlen, mit denen die Unterhändler jonglierten, steht eine im Zentrum: 1,5 Grad. In der Wissenschaft gilt mittlerweile als Konsens, dass katastrophale Klimafolgen nur abgewendet werden können, wenn sich die Erde nicht stärker erhitzt“.
Ein Beleg durfte dazu natürlich nicht fehlen „Die Umweltministerin der Malediven, Alimath Shana, sagt: „ Der Unterschied zwischen 1,5 und zwei Grad ist für uns ein Todesurteil

Ergänzt wurde der dpa-Artikel um eine eigene Redaktionsarbeit „Lassen uns nicht mit billigen Ausreden abspeisen“,
in dem nach Greta und Langstrecken-Luisa die Pressesprecherin der Freitagshüpfer, welche aus Nürnberg kommt (19 Jahre, Schülerin) und die GRÜNE Sprecherin für Klimapolitik, Lisa Badum (Studium Politik) der Redaktion ihr Seelenleid zu den COP26-Beschlüssen klagten.

Zum Leitkommentar „Über dem Kipppunkt
Keine wichtige Meldung ohne einen zustimmenden Redaktionskommentar. Wie zu erwarten war, fand sich auch ein NN-Redakteur, welcher das gerade zu Ende gegangene Klimaalarmisten-Massenauflauf-Spektakel mit 40.000 Teilnehmern in Glasgow kommentiert.

NN-Redakteur xxx übernahm diese Aufgabe und informierte die Leser – nicht über COP26 und das Klima –, sondern über seine persönliche Ansicht darüber. Wobei seine Ansichten selbstverständlich nicht den geringsten Fußbreit von der über die dpa verbreiteten, offiziellen Lesart, ergänzt um die der Freitagshüpfer und allseits bekannter Alarmisten-NGOs abweicht, wie es mit den weiteren Artikeln in der gleichen Ausgabe ja besonders herausgestellt wurde.

Um an der Einstellung des Redakteurs keine Zweifel aufkommen zu lassen, textet dieser das Wichtigste gleich als Einleitung: Redakteur: „Zu wenig, zu langsam, nicht ambitioniert genug: Das Urteil über den Klimagipfel in Glasgow ist schnell gefällt – und es fällt vernichtend aus.
Dann folgen die Darstellungen wie am Fließband, als ob man einer FfF-Sprecherin auf einer Hüpfdemo zuhören würde:
hinzu kamen Initiativen wie die … für das Ende des Verbrennungsmotors, die zwar keine globale Geltung haben, aber Signalwirkung entfalten dürften …“
„Natürlich hätte die Welt dringend den ursprünglich vorgesehenen „Ausstieg aus der Kohle“ gebraucht – und zwar möglichst rasch …“
„ … wird die Welt bis 2030 noch immer doppelt so viele Emissionen produzieren, wie zur Erreichung des 1,5 Grad-Ziels erlaubt wäre …“
„und die Rechnung werden die Länder tragen müssen, die schon heute unter steigenden Meerespegeln und Extremwetterlagen leiden … „
(Zum 1,5 Grad Ziel) „Dieses wichtige Ziel, für dessen Ausrufung sich die Staatengemeinschaft in Paris noch feiern ließ, ist in Glasgow de facto beerdigt worden, Die Welt steuert immer schneller auf jene Kipppunkte zu, ab denen sich das Klima irreversibel ändern wird.

Weil das alles an Propaganda noch nicht reichte, am nächsten Tag ergänzend noch das Statement einer lokalen Klimafachperson des BN (promovierter Jurist, laut Zeitung „langjähriger Berater bei Klimakonferenzen“) mit einer eher sybillinischen Erklärung: „ … So wird man jedenfalls die Welt mit dem maximalen Anstieg der Klimaerwärmung um höchstens 1,5 Grad nicht retten“

Etwas klimakritische Information

Welt-Klimavertrag

Man sollte ich immer neu vor Augen führen, was im Übereinkommen von Paris, gängig als Klimavertrag bezeichnet, wirklich beschrieben und – vor allem nicht – festgelegt wurde.

Übereinkommen von Paris
Artikel 2
(1)Dieses Übereinkommen zielt darauf ab, durch Verbesserung der Durchführung des Rahmenübereinkommens einschließlich seines Zieles die weltweite Reaktion auf die Bedrohung durch Klimaänderungen im Zusammenhang mit nachhaltiger Entwicklung und den Bemühungen zur Beseitigung der Armut zu verstärken, indem unter anderem
a)der Anstieg der durchschnittlichen Erdtemperatur deutlich unter 2 °C über dem vorindustriellen Niveau gehalten wird und Anstrengungen unternommen werden, um den Temperaturanstieg auf 1,5 °C über dem vorindustriellen Niveau zu begrenzen, da erkannt wurde, dass dies die Risiken und Auswirkungen der Klimaänderungen erheblich verringern würde.
Artikel 3
Zur Verwirklichung des in Artikel 2 genannten Zieles dieses Übereinkommens sind von allen Vertragsparteien als national festgelegte Beiträge zu der weltweiten Reaktion auf Klimaänderungen ehrgeizige Anstrengungen im Sinne der Artikel 4, 7, 9, 10, 11 und 13 zu unternehmen und zu übermitteln …
Artikel 4
(1) Zum Erreichen des in Artikel 2 genannten langfristigen Temperaturziels sind die Vertragsparteien bestrebt, so bald wie möglich den weltweiten Scheitelpunkt der Emissionen von Treibhausgasen zu erreichen,
Artikel 9 (1)
Die Vertragsparteien, die entwickelte Länder sind, stellen finanzielle Mittel bereit, um in Fortführung ihrer bestehenden Verpflichtungen aus dem Rahmenübereinkommen die – 16- Vertragsparteien, die Entwicklungsländer sind, sowohl bei der Minderung als auch bei der Anpassung zu unterstützen.
Artikel 25
Jede Vertragspartei hat eine Stimme, sofern nicht in Absatz 2 etwas anderes bestimmt ist
Artikel 28
(1) Eine Vertragspartei kann jederzeit nach Ablauf von drei Jahren nach dem Zeitpunkt, zu dem dieses Übereinkommen für sie in Kraft getreten ist, durch eine an den Verwahrer gerichtete schriftliche Notifikation von diesem Übereinkommen zurücktreten
Wer meint, in einem solch wichtigen, von 196 Staaten unterzeichnetem, über viele Jahre mit immensem – auch personellem Aufwand – ausgearbeitetem Vertrag würde auch stehen:
-mit welchem Jahr die „Übertemperatur“ anfängt,
-welche Temperaturkurve anzuwenden wäre und gar,
-dass deren Ermittlung und „Korrekturen“ offengelegt werden müssen,
wird enttäuscht. Es fehlt.
Verbindlich ist nur, dass die reichen, westlichen Länder bezahlen müssen … und die Empfängerländer aufgrund der Stimmenfestlegung immer die Mehrheit haben. Sonst hätte diese Mehrheit den Vertrag auch niemals unterschrieben.

Doch nicht einmal unsere damalige Umweltministerin hat das interessiert. Ihr ging es (wohl auf Anweisung von Frau Merkel, aber bestimmt auch als Ausdruck ihrer eigenen, fast schon krankhaften Klimawandelangst) ausschließlich darum, dass Deutschland möglichst schnell und möglichst viel Geld an alle Staaten welche es wollen überweist und verbündete sich dafür sogar mit denen, welche Klima-Reparationszahlungen (an)fordern [3] [4].

Wie wird dieses Klimaübereinkommen interpretiert?

Deutsche Gesellschaft für die Vereinten Nationen e.V.: Die freiwilligen Selbstverpflichtungen des Pariser Klimavertrags
– Dieser „bottom-up“-Ansatz bedeutet, dass jedes Land ohne Vorgaben der UN den Umfang seiner Klimaschutzprioritäten und -ambitionen selbstständig festlegen darf.
– Verschiedene Länder beziehen sich auf unterschiedliche Basisjahre die sie als Grundlage Ihrer Reduktionsziele heranziehen.
So beziehen sich beispielsweise Kanada, Australien und Brasilien auf das Basisjahr 2005. Während sich die EU Länder auf das Basisjahr 1990 beziehen.
– Eine Vielzahl von Ländern formulieren keine absoluten Mindestreduktionsziele
– Formulierung der Reduktionsziele in Abhängigkeit zur internationalen Unterstützung unter Gesichtspunkten von: Klimafinanzierung (beispielsweise Ägypten Afghanistan, Moldavien), Capacity Buliding (beispielsweise: Indien, Indonesien, Kenia) und Technologie-Transfer (beispielsweise Brasilien, Bolivien, Mongolei).
Zwei Dinge enthält die von 191 Staaten unterzeichnete Übereinkunft nicht: Eine konkrete Verpflichtung der einzelnen Unterzeichnerstaaten zur Reduzierung ihres CO2-Ausstoßes. Und zweitens eine zeitliche Vorgabe für die Temperaturbegrenzung und die Verringerung des Treibhausgas-Ausstoßes. Die Autoren des Pariser Textes gehen davon aus, dass die Treibhausgasemissionen weltweit noch weiter ansteigen werden. In der Übereinkunft heißt es, deren globaler Gipfel solle „so bald wie möglich“ erreicht werden.
Darin liegt auch der Grund, warum fast alle Staaten weltweit das Papier unterschrieben: es besitzt den Charakter einer allgemeinen Absichtserklärung, aus der sich für die Länder keine konkreten Zahlen ableiten lassen.

Fazit

Diese Übereinkunft wäre nie zustande gekommen, wenn die Verbindlichkeiten zur Emissionsreduktion nicht so vage formuliert worden wären, dafür umso konkreter der Einstieg in die Klima-Reparationszahlungen der reichen, westlichen Länder an die – im Gremium über die Stimmenmehrheit verfügenden – Entwicklungsländer (wozu auch China gezählt wird). Diese Gelegenheit konnten sich die Entwicklungsländer nicht entgehen lassen:
Artikel 9 (1)
Die Vertragsparteien, die entwickelte Länder sind, stellen finanzielle Mittel bereit, um in Fortführung ihrer bestehenden Verpflichtungen aus dem Rahmenübereinkommen die – 16- Vertragsparteien, die Entwicklungsländer sind, sowohl bei der Minderung als auch bei der Anpassung zu unterstützen.
Artikel 25
Jede Vertragspartei hat eine Stimme, sofern nicht in Absatz 2 etwas anderes bestimmt ist

Die penetrante, geradezu hysterische Klagerei über das von Deutschland nicht eingehaltene 1,5 Grad-Klimaziel ist also eine rein von Deutschlands Politikkaste für Deutschlands Bürger selbst verursachte Last. Die Verpflichtung dazu basiert alleine aufgrund der von Deutschland für sich selbst dazu verabschiedeten Gesetze (inzwischen auch der EU, an die sich vor allem Deutschland fast sklavisch hält), die man jederzeit auch wieder ändern könnte … (sofern man nicht gleich aus dieser Vereinbarung austritt, was ja ebenfalls jederzeit möglich wäre).

Klima-Kipppunkte

Manche werden es noch nicht wissen. Die Kipppunkte haben keinen „Klima-“Hintergrund, sondern sind rein politisch entstanden.

Beispiel für eine Kipppunkt“Story“
Es geht um eine Studie (Mitautor: Prof. Schellnhuber (PIK)), in welcher vor Kipppunkten gewarnt wird:
Trajectories of the Earth System in the Anthropocene
We explore the risk that self-reinforcing feedbacks could push the Earth System toward a planetary threshold that, if crossed, could prevent stabilization of the climate at intermediate temperature rises and cause continued warming on a “Hothouse Earth” pathway even as human emissions are reduced …
Die Meldung der Tagesschau dazu: Muss sich die Menschheit auf eine Heißzeit einstellen? Potsdamer Wissenschaftler warnen vor einem solchen Szenario. Die Erwärmung der Erde könnte sich durch Rückkopplungseffekte selbst verstärken … und der Meeresspiegel um zehn bis 60 Meter ansteigen
Dazu die “Kaltesonne”- (Kritik):[Link]Die Autoren entwerfen ein Szenario, in dem bestimmte „Kippelemente“ (englisch: „Tipping Points“) nacheinander losgetreten werden und wie bei fallenden Dominosteinen in einer „Kaskade“ das Klima der Erde in neue, dann stabile, unentrinnbare heiße Gleichgewichte treiben
Das sind steile Thesen und der Leser ist gespannt auf Berechnungen, Softwarecodes,  Wahrscheinlichkeits- und Fehlerbetrachtungen, die sie begründen. Er findet (Anm.: in der „Studie“): Nichts von alle dem ... Es fehlt bis heute jeder Nachweis der Existenz eines „Tipping Point“ im Klima. Es ist weiter nichts als Spekulation, wenn man so will … Das „ Klima-Doom and Gloom“ feierte fröhlichen Urständ, sehr zumLeidwesen renommierterKlimawissenschaftler

Anstelle diese Pseudostudie ohne jegliche Begründung und Belegung zurückzuziehen, wurde die Argumentation nun nochmals bekräftigt. Dabei wurde auf eine Studie Bezug genommen, in der konkret steht:
[Link] die West-Antarktis wird mit weiterer Erwärmung Eis verlieren, aber die Wahrscheinlichkeit für einen „Kollaps“ ist mit ihren Erkenntnissen rapide gesunken!

Der hoch-klimaarlamistische Prof. Levermann vom PIK gab in der TAZ ein Interview über die Klimakipppunkte:
TAZ, 22.11.2020:
Klimaphysiker über Erderhitzung:Nicht nur auf 1,5 Grad fixieren
… Es gibt Systeme, die kippen können, die Arktis, die Antarktis, die Korallenriffe. Aber ein weit verbreitetes Missverständnis ist, dass die globale Erwärmung in eine selbstverstärkende Spirale gerät, wenn wir sie nicht auf 1,5 Grad begrenzen. Davor haben viele Angst, aber das ist nicht der Fall.
Deshalb können die Fridays immer noch sagen, dass die Begrenzung auf 1,5 Grad wünschenswert ist, aber sie können nicht sagen, dass die Wissenschaft zwingend 1,5 Grad verlangt. Verstehen Sie mich nicht falsch, mit jedem Zehntelgrad mehr können schlimme Dinge passieren, aber es gibt keine harte Evidenz, dass eine Erwärmung um 2 Grad unsere Gesellschaften fundamental bedrohen würde.
… Es gibt Kipppunkte von Teilen des Klimasystems, aber wir können nicht genau sagen, bei welcher Temperatur wir die für welche Elemente im Erdsystem überschreiten. Dass wir sie bei unbegrenzter Erwärmung irgendwann überschreiten, ist klar, nur wann? Da gibt es einfach Unsicherheitsbereiche ….
Aber, und das ist mir wichtig, es gibt definitiv nicht den einen Kipppunkt für das gesamte Klima, vor dem sich alle fürchten, der die Erwärmung dann immer weiter beschleunigt und vorantreibt …

Der bekannte Klimaforscher Marotzke gab der FA ein Interview, in dem es speziell um die Ängste und Kipppunkte ging.
Frankfurter Allgemeine 13.04.2020: GLOBALE ERWÄRMUNG: Bloß keine Panik – auch nicht beim Klima
Auszüge daraus:
… Wie gefährlich ist die globale Erwärmung der Erde inzwischen, gerade angesichts drohender „Kipppunkte“? Ein Gespräch mit dem Klimaforscher Jochem Marotzke … Können Sie mir sagen, in welcher Welt die beiden im Jahr 2100 leben werden?
Steht Hamburg noch?
Ja. Der Meeresspiegel wird weiter steigen, aber die norddeutschen Küsten haben sich sehr gut vorbereitet … Hamburg wird nicht bedroht sein, das ist völlig klar. Auch Deutschland wird nicht direkt durch den Klimawandel bedroht sein …
Viele junge Menschen haben Angst, dass sie keine Zukunft haben, dass der Klimawandel ihre Existenz bedroht. Ist ihre Angst begründet?
Nein, da bin ich ganz sicher. Natürlich werden einige klimabedingte Risiken steigen. Ich erwarte, dass Extremwetterereignisse mehr Schäden verursachen und mehr Menschenleben fordern. Aber es ist nicht so, als ob jetzt ganze Landstriche vom Aussterben bedroht wären. Das können wir ausschließen, das wird nicht passieren.
Greta Thunberg sagt: „Ich möchte, dass ihr in Panik geratet“, allerdings sagt sie auch: „Hört auf die Wissenschaft“. Widerspricht sich das nicht?
Ja, doch. Das tut es. Denn wenn man auf die Wissenschaft hört, weiß man, dass Panik nicht hilft, immer ein schlechter Ratgeber ist. Außerdem ist die Panik auf vielen Ebenen nicht gerechtfertigt.
Geht es in der Debatte über den Klimawandel heute mehr um Gefühle und weniger um Fakten?
Ich glaube, schon. Es gibt zwei Indikatoren: Der eine ist Extinction Rebellion, die ernsthaft erwarten, dass durch den Klimawandel in den nächsten zwanzig Jahren zwei Milliarden Menschen sterben werden. Das ist natürlich grober Unfug.
Die Autoren berufen sich auf die Wissenschaft, auf jene Worst-Case-Szenarien der Klimamodelle. Sind diese Szenarien realistisch
Ausschließen können wir sie nicht. Aber sie sind unwahrscheinlich. Die Erde wird nicht unbewohnbar werden.
… Es gibt sieben Modelle, die liegen in ihrer Klimasensitivität höher als die Werte, die im letzten Sachstandsbericht als wahrscheinlich angegeben wurde.
Das ist nun aber wirklich eine sehr schlechte Nachricht.
Die Franzosen haben dazu eine Presseerklärung veröffentlicht. Die Schlagzeile lautete: Neues Modell – Erwärmung schlimmer als bislang gedacht. Da haben wir hier gesagt: Mein Gott, was macht ihr da? Weil es sehr, sehr unwahrscheinlich ist, dass das wahre Klima so empfindlich ist, wie in diesen neuen Modellen dargestellt.
Warum veröffentlichen die Franzosen dann höhere Werte?
Ich weiß es nicht. Sie sind genauso lange dabei wie unser Institut, einer der Mitarbeiter war Leitautor des IPCC. Warum sie das so unreflektiert veröffentlicht haben, versteht keiner.

Ein Grund, warum viele Menschen Panik vor dem Ende der Welt haben, sind die sogenannten Kipppunkte im Klimasystem. Das sind Schwellenwerte, die irreversible Prozesse in Gang setzen, die, einmal angelaufen, nicht mehr zu stoppen sind. Wie viele solcher Kipppunkte gibt es?
Wir wissen von zwei globalen Kipppunkten, dass es sie wirklich gibt. Allerdings sind wir davon weit, weit entfernt. Da ist einmal die Möglichkeit, dass die Erde komplett vereist. Das wissen wir deswegen, weil es schon einmal passiert ist.
Und was ist mit den anderen?
Die sind denkbar, können nicht ausgeschlossen werden, aber bei fast allen wissen wir nicht, wo wir stehen.
Welcher Kipppunkt macht Ihnen am meisten Sorge
Keiner.
…Die Frage ist ja, an welcher Stelle übersteigen die Risiken von Klimaschutzmaßnahmen die Risiken durch den Klimawandel. Da hilft Panik nicht, da hilft nur relativ nüchternes Analysieren und Abwägen – und eine demokratische Diskussion.

Zunahme von Extremereignissen

Täglich kann man lesen, dass Wetter-Extremereignisse Klimawandel-bedingt bereits zugenommen haben. Auch der Bayerische „Landesfürst“ Söder behauptet solches:
[5] Tagesschau 19.7.2021: Scholz und Söder in Bayern „Unglaublicher Weckruf der Natur“
… In den letzten Tagen habe Deutschland einen unglaublichen Weckruf der Natur erlebt, so Söder weiter. „Das Klima verändert sich und das hat Folgen. Unwetterereignisse nehmen zu.“ Er kündigte für die kommende Woche eine Regierungserklärung zum Thema Klimaschutz an. Man müsse beim Kampf gegen den Klimawandel und die Anpassung an die Folgen schneller vorankommen …

Unsere Politikerkaste muss allerdings Zugang zu den gemeinen Bürgern vorenthaltenen Quellen haben. In denen, welche dem unmündigen Volk zugänglich sind, steht nämlich nichts davon. Dazu ein Auszug aus [5]:
Die Münchner tz berichtete über eine neue Studie. In dieser steht, wie sollte es anders sein, Schlimmstes. Vor allem: Die Klimaerwärmung ist in vollem Gange, extreme Wetter-Ereignisse nehmen rasch zu:
tz, 27.08.2021: Internationale Forschergruppe macht Prognose
Extremes Wetter in München und Bayern in Zukunft Normalität? Studie zeigt, was jeden von uns erwartet

Das Klima in München und Bayern verändert sich. Extreme Wetter-Ereignisse werden häufiger, insgesamt wird es wärmer. Eine Studie zeigt jetzt, inwieweit Starkregen in Zukunft zunehmen wird.
München – Das Wetter in München lässt derzeit kaum vermuten, dass der Klimawandel im vollen Gang ist. Kälte und Regen bestimmen die Witterung dieser Tage – und das Ende August. Dass Wetter und Klima jedoch wenig miteinander zu tun haben, ist bereits bekannt. Die Klimaerwärmung ist in vollem Gange, extreme Wetter-Ereignisse nehmen rasch zu. Die Zahl der Starkregen-Ereignisse in Bayern wird laut einer wissenschaftlichen Studie deutlich zunehmen. Zu diesem Ergebnis komme eine internationale Forschergruppe

Wie heutzutage üblich, ist die gesamte Information der tz von der Pressemitteilung abgeschrieben, in der manches allerdings etwas anders steht, als in der tz. Vor allem wird in der Pressemitteilung das Problem mit den extremen Wetterereignissen relativiert und vorsichtshalber in eine fernere Zukunft verschoben:
Uni Freiburg, 27.08.2021, Pressemitteilung: … In Bayern werden Starkregen insgesamt künftig wohl zwei bis viermal häufiger vorkommen als heute
In Bayern nimmt Starkregen generell zu
Für das konkrete Beispiel Bayern sagen die Wissenschaftler*innen zudem voraus, wie dort die unterschiedlichen Extremniederschlagsereignisse zahlreicher werden. Schwächere, die in den Jahren von 1961 bis 2000 im Mittel etwa alle 50 Jahre auftraten, werden demnach im Zeitraum von 2060 bis 2099 doppelt so oft vorkommen. Stärkere, die im Zeitraum von 1961 bis 2000 im Mittel etwa alle 200 Jahre eintraten, werden sich in der Zukunft bis zu viermal häufiger ereignen.

Doch erst in der Studie selbst wird dann klar ausgesagt, wie es aktuell um solche Ereignisse steht: … und es gibt noch keine eindeutigen Hinweise auf eine weit verbreitete Zunahme des Hochwasserauftretens … oder in Modellsimulationen …

Nicht einmal die amtliche Mitteilung zum Klima kann die oft berichteten Zunahmen „finden“:
Deutscher Klima-Monitoringbericht 2019:

Bild 1 Hochwasser: „ein signifikanter Trend lässt sich nicht feststellen“

Bild 2 Hagelschäden: „Die Ereignisse zeigen einen fallenden Trend“

Bild 3 Starkregen im Siedlungsbereich: Ein Trend ist nicht ermittelbar

Aber auch im neuen IPCC-AR6 Klimabericht findet sich nichts:
IPCC Klimabericht AR6 Extremereignisse
Überschwemmungen:
Die Bewertung der beobachteten Trends im Ausmaß von Abfluss, Wassermenge und Überschwemmungen bleibt aufgrund der räumlichen Heterogenität des Signals und der zahlreichen Einflussfaktoren eine Herausforderung“.
Starke Niederschläge
Häufigkeit und Intensität haben weltweit zugenommen (wohlgemerkt, nur „wahrscheinlich“ >66% Sicherheit)
(Eigene Anmerkung: Der Beobachtungszeitraum im AR6 beginnt erst 1950)

Überschwemmungen
Das Vertrauen in globale Trends ist gering. An manchen Orten steigt es, an anderen sinkt es.
Tropische Wirbelstürme
Die Erkennung von Trends bei tropischen Wirbelstürmen (TC) bleibt schwierig, genau wie beim AR5.
Es könnte Trends geben, aber wir können sie nicht nachweisen
Winterstürme
Geringes Vertrauen in die Trends des vergangenen Jahrhunderts bei Häufigkeit und Intensität
Gewitter, Tornados, Hagel, Blitze
Kein Aufwärtstrend festgestellt
Extreme Winde

Interessant, IPCC findet weniger extreme Winde zwischen 60N (Arktis) und 60S (Antarktis),

Kritik an die Redaktion

Zu dieser Propaganda bekam der Redakteur und die Redaktion eine Kritik mit umfangreichen Gegendarstellungen [2]. Da es aus Erfahrung nichts bringt, nach vielen Details nachzufragen, auf zwei Aussagen im Leitkommentar beschränkt.

Anbei Auszüge, teils mit kleinen Änderungen/Korrekturen:

An den Redakteur

An Redakteur xxx und an die Redaktion
FN vom 15.11.2021, Leitartikel „Über dem Kipppunkt – Klima: Die Welt beerdigt das 1,5 Grad-Ziel
Darin die Aussage: „Und die Rechnung werden die Länder tragen müssen, die schon heute unter steigenden Meeresspegeln und Extremwetterlagen leiden.

Anlass
Nachfrage nach Belegstellen

Darstellung
(Wiederholung, da schon oft an die Redaktion gemeldet). Meine jahrelangen Recherchen zu Extremwetter und Meerespegel(Anstieg) konnten bisher weltweit kein Land finden, in dem Meerespegel und Extremwetter signifikant schlimmer geworden wären, als es die natürliche Klimavariabilität erwarten lässt.
Allerdings ist nicht überraschend, dass selbst auf einem Klimagipfel mit Anwesenheit von 40.000 (angeblichen) Fachpersonen in offizieller Rede offensichtlich gelogen werden kann, ohne dass es diesen „auffällt“ (der NN-Redaktion ebenfalls nicht).

Mein Beispiel dazu von COP26, die Rede vom Präsidenten der Inselgruppe über den vom Klimawandel verursachten, beginnenden Untergang von Palau, Zitierung: Der Präsident des Inselstaats Palau im Pazifik hat vor dem Untergang seines Landes und dessen Kultur wegen des Klimawandels gewarnt. „Wir müssen handeln, und zwar sofort, weil es sonst um unser Aussterben geht,
dessen Aussagen sich durch einfache Pegelnachschau widerlegen lassen: [Link] EIKE, 07. November 2021: Der Untergang von Palau zeigt, was von der Glaubwürdigkeit der politischen Klimaagenda zu halten ist.

Über die auf COP26 getätigte Aussage der Umweltministerin der Malediven über deren Untergang enthalte ich mich eines Kommentars. Er würde aber ähnlich ausfallen. Auf den Malediven hängt der Klimauntergang wie bekannt von der jeweiligen Regierung ab. Benötigt eine Regierung Investoren, gehen die Atolle nicht unter, klappt das mit den Investoren nicht so gut, verlegt man sich auf die Forderung nach Klimareparationszahlungen, welche natürlich einen Untergang „benötigen“.

Genau wie die NN-Redaktion recherchiere auch ich zu meinen Aussagen, Deshalb ein Beispiel zum Seepegel der Malediven (der Artikel ist von mir verfasst): [Link] EIKE 21.11.2020: Wir werden in 50 Jahren nicht mehr da sein
Sicher interessant, dass der der Untergang der Malediven 1988 für das Jahr 2018 vorhergesagt wurde. Dabei hat der Pegel dort aktuell den niedrigsten Stand seit 4000 Jahren. Und die touristische Infrastruktur inclusive neuer Flughäfen wird geradezu exzessiv ausgebaut. Gerade so, als ob die Atolle nie untergehen würden (was sie auch noch nie getan haben, da diese mit dem Pegel wachsen).

(Bild 4) Pegelverlauf der Malediven seit 5.000 Jahren

Quellen-Nachfrage
Ich bin mir sicher, dass ein NN-Redakteur Leitkommentaraussagen ebenfalls niemals ohne gründlichste Recherche tätigt. Deshalb würde ich gerne konkret erfahren, welche Quellen Belege für die (von Seiten der Redaktion oft getätigte) Aussage, dass bereits aktuell über der natürlichen Klimavariabilität liegende Extremwetter und Meerespegelanstiege auftreten, liefern und bitte um Nennung solcher, damit ich diese Informationen mit meinen vergleichen und bewerten kann.

Sicher wird es die Redaktion auch interessieren, wenn ich dann dazu einen vergleichenden Artikel für das Infoportal EIKE verfasse.
15.11.2021
Gruß
Klimarealist und kein Anbeter von Greta und den Freitagshüpfern

Antwort des Redakteurs

Sehr geehrter Herr xxx,
ich beziehe mich bei meinen Aussagen auf den Weltklimarat IPCC, in dem, wie Sie sicher wissen, alle namhaften Experten zu dem Thema versammelt sind. Der warnte bereits 2018 – wie Sie sicher auch wissen – vor dem Anstieg des Meeresspiegels.

Zunehmende Erwärmung setzt kleine Inseln, niedrig gelegene Küstengebiete und Deltas verstärkt den für viele menschliche und ökologische Systeme mit dem Meeresspiegelanstieg verbundenen Risiken aus, darunter erhöhter Salzwassereintrag, Überflutung und Schädigung von Infrastruktur (hohes Vertrauen). Die mit dem Meeresspiegelanstieg verbundenen Risiken sind bei 2 °C höher als bei 1,5 °C. Die geringere Geschwindigkeit des Meeresspiegelanstiegs bei 1,5 °C globaler Erwärmung senkt diese Risiken, wodurch größere Anpassungschancen eröffnet werden, darunter das Management und die Renaturierung natürlicher Küstenökosysteme und eine Stärkung der Infrastruktur (mittleres Vertrauen). (Abbildung SPM.2) {3.4.5, Box 3.5} – B.3 An Land sind die Folgen für Biodiversität und Ökosysteme, einschließlich des Verlusts und des Aussterbens von Arten, laut Projektionen bei 1,5 °C globaler Erwärmung geringer als bei 2 °C. Eine Begrenzung der globalen Erwärmung auf 1,5 °C verglichen mit 2 °C verringert laut Projektionen die Folgen für Ökosysteme an Land, im Süßwasser und an Küsten und erhält mehr von deren Leistungen für den Menschen aufrecht (hohes Vertrauen). (Abbildung SPM.2) {3.4, 3.5, Box 3.4, Box 4.2, Cross-Chapter-Box 8 in Kapitel 3}
https://www.ipcc.ch/site/assets/uploads/2020/07/SR1.5-SPM_de_barrierefrei.pdf

Mit freundlichen Grüßen
xxx

Damit lag zwar eine Antwort vor. Allerdings wurde die bewusst gestellte Frage zu „dass bereits aktuell … “ Beeinträchtigungen vorliegen, nicht beantwortet. Denn dass es laut dem IPCC in der Zukunft sein könnte, und das auch nur in Klimasimulationen, weiß der Autor auch.

An den Redakteur

Also wurde die Nachfrage erneuert:

Sehr geehrter Herr xxx,
über das IPCC möchte ich Ihnen meinen Kommentar ersparen. Er würde doch zu erheblich von Ihrer Einschätzung abweichen.

Zu meiner Fragestellung
Ihre Aussage war, dass bereits aktuell Inseln vom durch den Klimawandel steigenden Meeresspiegel bedroht sind.
Das bestreite ich und habe ein konkretes Gegenbeispiel genannt, weshalb ich um Belege gebeten habe.
Die übliche, unverbindliche Zukunfts-Glaskugel-Vorschau des IPCC (Ihre Anlage), alleine basierend auf (grottenschlechten, bereits aktuell vollkommen daneben liegenden) Simulationen ist dazu kein Beleg.

Gleiches gilt für die (fehlende) Aussage zu Extremwetter.

Gruß
xxx

Antwort des Redakteurs

Sehr geehrter Herr xxx,
ich habe weder Meteorologie, Ozeanographie noch Klimafolgenfoschung studiert. Von daher muss ich mich natürlich an die Forschungsergebnisse derer halten, die Experten auf diesen Gebieten sind – und das ist nun mal der IPCC. Alles andere wäre ja hochgradig unseriös und nicht mit der journalistischen Sorgfaltspflicht vereinbar.

Was ist denn Ihre wissenschaftliche Expertise auf diesem Gebiet?

An den Redakteur

Es wurde eine recht umfangreiche Antwort. Anbei Auszüge daraus:

Sehr geehrter Herr xxx,
nachdem es Sie scheinbar interessiert, was meine wissenschaftliche Expertise auf diesem Gebiet ist, anbei eine Antwort.

(Mit technischem Hochschulabschluss) … habe ich mit Sicherheit nicht weniger „Expertise“, als die Sprecherin für Klimapolitik der GRÜNEN, L. Badum (Studium Politik), dem Fürther Umweltpolitiker der SPD, C. Träger (Studium Politikwissenschaft und Marketing), dem Fürther Klimafachmann des BN (laut FN-Info), G. Witzsch (Jurist), unserer Umweltministerin, S. Schulze (Germanistik und Politikwissenschaft) und dem Journalisten Dirk Steffens (studierte Politik und Geschichte), der sich auch anmaßt, genau zu wissen, welche Wissenschaftsaussagen Unsinn sind und deshalb nicht publiziert werden dürfen (einer Ansicht, zu der auch ihr NN-Chefredakteur neigt).

Allerdings habe ich denen gegenüber den Vorteil, Studien zum Klima wenigstens teilweise verstehen zu können. Das liegt daran, dass die Studien zum Klima weniger mit dem Klima, als meistens mit viel Mathematik und noch mehr Statistik behaftet sind (siehe den aktuellen Nobelpreis, der im Kern ein reines, statistisch-mathematisches Problem politisch begründet honorierte). Deshalb hat den aktuellen Klima-Nobelpreis mit ein deutscher Physiker (K. Hasselmann, Physik und Mathematik, Physikprofessur) bekommen und der langjährige (von Herrn Hasselmann eingesetzte) Leiter des PIK, Herr Schellnhuber, war ebenfalls Physiker.

Wie man sieht, finden sich in der Klimawissenschaft wenige Klimawissenschaftler, bei den angegebenen Fachpersonen der Klima-Alarm-NGOs (und unseren Parteien) praktisch keine …
… Meine Artikel sind also keinesfalls „wissenschaftliche Expertisen“ und benötigen es auch nicht. Sie sind reine Datenvergleiche, alleine basierend auf sorgfältiger Anwendung allgemeiner mathematischer Basiswerkzeuge und sorgfältiger Recherchearbeit.

Beispiele

Um festzustellen, dass der Tidenpegel um Palau nicht übernatürlich gestiegen ist und die letzten 20 Jahre sogar eher leicht fiel, benötigt man kein Klimawissen. Trotzdem lässt sich aus dem Sichtungsergebnis ableiten, dass es nicht stimmen kann, Palau wäre bereits von einem klimawandel-bedingtem Pegelanstieg betroffen.

Um festzustellen, dass das Flutereignis im Ahrtal nicht Folge des Klimawandels sein kann, sondern rein statistisch das Gegenteil beweist, benötigt man kein Klimawissen, sondern den Mut, zu erkennen wie inzwischen auch bei uns Wissenschaftler gemeinsam mit Landesbehörden auf politische Vorgaben rein politische Ergebnisse liefern und keinerlei Hemmungen haben, dafür wissenschaftliches Basiswerkzeug bewusst falsch anzuwenden (und dass wir eine Kanzlerin haben, welche eigenmächtig bestimmt, wie die Geschichte zu schreiben ist):
[Link] EIKE, 9. Sept. 2021: Die Glaskugel der Astrologen hat ausgedient, Computer machen es ergonomischer

Frage
Wie kommen Sie darauf, dass das IPCC Experte zur Klimaforschung wäre? Das IPCC forscht nicht zum Klima, sondern hat alleine die Aufgabe, das Postulat des schlimmen, anthropogenen Klimawandels (immer neu) zu bestätigen. Der neue AR6 ist ein beredtes Beispiel. Nichts hat sich gegenüber dem vorherigen Bericht wirklich verschlimmert. Deshalb wurde im Wesentlichen neu mit dem extrem-rcp8.5 Szenario (welches physikalisch nicht eintreten kann) simuliert, um den Klimaalarm aufrechterhalten zu können.

Seit wann muss man sich an die Forschungsergebnisse von Experten halten? Gerade das ist unseriös. Wenn man durch Beschäftigung mit einem Thema überzeugt ist, dass „Experten“ falsch liegen, kann das genau so richtig sein. Die Wissenschaftsgeschichte hat das schon oft genug bestätigt (dass „Experten“ sich irren).
Glauben Sie im Ernst, irgendein Professor, dessen wesentliche Fördermittel und Reputation alleine vom Klimaalarmismus abhängen, würde Belege dagegen suchen, geschweige publizieren? Das PIK mit mehr als 350 hochbezahlten Mitarbeitern hängt vollständig an diesem Alarmismus-Geldtropf. Entsprechend publiziert (genauer: Simuliert) es auch Klimaalarm am Fließband.

Gruß

Antwort des Redakteurs

Sehr geehrter Herr xxx,
danke für Ihre Rückmeldung. Ich finde aber Sie machen es sich da ziemlich einfach: Den IPCC diskreditieren und einen Großteil der weltweit auf diesem Gebiet tätigen Experten diskreditieren Sie und wittern eine politische Verschwörung. Das halte ich für unseriös. Wenn Ihre Daten und Erkenntnisse so gut sind, wie Sie behaupten, was ich nicht beurteilen kann, sollte es ja ein Leichtes für Sie und Eike sein, in den wissenschaftlichen Diskussionsprozess aufgenommen zu werden und dort Gehör zu finden.

Der Redakteur bekam auch darauf eine, diesmal ganz kurze, Antwort. Diese aber nicht mehr anbei.

Somit werden es ungelöste Fragen bleiben

Seitdem herrscht Schweigen. Der Autor – und die EIKE-Leser – werden also nicht mehr erfahren, womit unsere modernen, besonders investigativen Journalist*en die bereits erfolgte Zunahme von Extremwetterlagen begründen.
Als Anmerkung noch: In bisher keinem Fall ist jemand von dieser Redaktion auf eines der konkreten Beispiel von dargestelltem Datenbetrug (wie beispielsweise dem Untergang von Palau) eingegangen. Dabei hätte sich der Autor sehr gewünscht, dass ein Redakteur sich einmal eine solche Sichtung vornimmt und darin Fehler nachweist …

Solche, den „zulässigen“ Darstellungen widersprechende Artikel „dürfen“ die Redakteure anscheinend aber nicht lesen. EIKE liest man dort nach eigener Aussage sowieso nicht, weil bei WIKIPEDIA steht, dass dieses Portal räääääächts sein könnte.

Allgemein stellt der Autor fest, dass es inzwischen gängige Praxis ist, klimaalarmistische Narative bedenkenlos zu publizieren, da die Protagonisten davon ausgehen können, nie hinterfragt zu werden.
Beispiel: Herr Reinhard Scheuerlein, BN-Regionalreferent für die Oberpfalz und Vorsitzender der Kreisgruppe Fürth-Stadt des Bundes Naturschutz in Bayern e. V., in einem Zeitungsinterview:
NN Lokalausgabe vom 06.09.2021: „Klimaschutz im Focus“
Herr Scheuerlein: „Die Folgen der Klimakrise würden immer sichtbarer, auch in und um Fürth … Daneben werden Unwetter stärker und häufiger … “.
Dazu hat der Autor über die BN-Kreisgruppe nach Belegen nachgefragt. Trotz mehrerer Erinnerungen erhielt er jedoch nie eine Antwort.

Man muss also nachsichtig sein, wenn eine Redaktion geradezu blind solchen, in ihren Augen anscheinend ausreichend „wissenschaftlich ausgewiesenen“ Experten vertraut und deren Sätze in gutem Glauben bedenkenlos nachplappert. Die Freitagshüpfer machen es doch auch und werden dafür noch von der unfehlbaren Merkel gelobt. Nachdem solches Bildungsniveau für Frau Merkel ausreicht (allerdings auch dem Europäischen Parlament, welches sich von einer fremdgesteuerten Göre (damals 16 Jahre alt) anschreien lässt und dazu applaudiert), wird mehr „Niveau“ in Deutschland inzwischen nicht mehr verlangt, geschweige erwartet, nein in den höchsten Tönen gelobt:
[Link] strategisches-storytelling, 18. Juli 2019: Mahnen und Aufrütteln von Greta Thunbergs Rede
Warum soll eine Redaktion nicht auch gelobt werden wollen … jedes Kind wünscht sich das.

Quellen

[1] NN vom 15.11.2021, lokale Printausgabe

[2] Offener Brief des Autors an die Lokalredaktion mit Kritik und Gegendarstellung zur COP26-Berichtertattung der Ausgabe vom 15.11.2021

[3] EIKE 13. Juli 2017: Wie viele Unterschriften zum Klimavertrag wurden mit Geldversprechungen gekauft?

[4] EIKE 18.10.2016: Wie steht es um den Untergang der Marshall-Inseln?

[5] EIKE, 9. Sept. 2021: Die Glaskugel der Astrologen hat ausgedient, Computer machen es ergonomischer

 




Grundlagen des ozeanischen pH-Gehaltes

R. Cohen and W. Happer, From the CO2 coalition.

1. Einführung

Es wird uns oft gesagt, dass das durch die Verbrennung fossiler Brennstoffe freigesetzte CO2 eine gefährliche Versauerung der Ozeane verursachen wird. Tatsächlich werden die Ozeane auf absehbare Zeit angenehm alkalisch und lebensfreundlich bleiben. Diese kurze Notiz ist ein quantitativer Überblick über die physikalische Chemie des pH-Werts der Ozeane. Chemie und Algebra aus der Oberstufe sollten ausreichen, um der Diskussion zu folgen. Eine ausgezeichnete Einführung in die Chemie der Ozeane bietet das Buch: Seawater: Its Composition, Properties and Behavior, von Wright und Colling. Weitere Einzelheiten über den pH-Wert der Ozeane finden sich in einer kürzlich erschienenen Rezension von Tans.

2. Alkalinität des ungesättigten Ozeans

Das Wasser der Ozeane ist salzhaltig, weil die Gesteine der Erde durch Regenwasser verwittert sind und weil sich Salze vom Meeresboden lösen, insbesondere in der Nähe von Plattengrenzen. Das Salzwasser enthält positive Ionen (Kationen), hauptsächlich Natrium Na+, Magnesium Mg2+, Kalzium Ca2+ und Kalium K+. Der Einfachheit halber kann man sich die Ionen als die starken Basen NaOH und Kaliumhydroxid KOH (Lauge) und das viel weniger lösliche Magnesiumhydroxid Mg(OH)2 und Kalziumhydroxid Ca(OH)2 (gelöschter Kalk) vorstellen. Der Ozean enthält auch negative Ionen (Anionen), vor allem Chlorid Cl- und Sulfat SO2 , wobei die Anionen von den starken Säuren, Salzsäure HCl und Schwefelsäure H2SO4, stammen. In Ermangelung eines besseren Wortes werden wir die Kationen der starken Basen und die Anionen der starken Säuren als pH-unabhängige Ionen bezeichnen. Die Konzentration der pH-unabhängigen Ionen wird durch normale Änderungen des pH-Wertes von Wasser nicht beeinflusst.

Die gesamte Studie steht hier.

Roger Cohen was a co-founder of the CO2 Coalition and a highly regarded physicist with major contributions to materials science and industrial management. He passed away on September 10, 2016, less than one year after completing this important paper.

Link: https://wattsupwiththat.com/2021/11/22/fundamentals-of-ocean-ph/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Niemand wird fossile Treibstoffe aufgeben, wenn die Kosten dafür schmerzhaft werden

Francis Menton, MANHATTAN CONTRARIAN

Wie ich bereits in meinem Beitrag vom vergangenen Sonntag erwähnt habe, kann kein noch so gutes Gerede über den so genannten „Klimapakt von Glasgow die offensichtliche Tatsache verschleiern, dass sich niemand auf irgendetwas geeinigt hat. Wenn man den Text des „Paktes“ liest, behauptet jeder, dass diese ganze „Dekarbonisierung“ zur „Rettung des Planeten“ real ist. Wir werden alle etwas wirklich Bedeutendes tun, aber das wird erst nächstes oder übernächstes Jahr sein. Und in der Zwischenzeit hat niemand auch nur annähernd ernsthafte Anstrengungen unternommen, um die Kosten für diese Sache zu ermitteln. Reden wir über einen zehnprozentigen Anstieg der Energiekosten für dieses Dekarbonisierungsprojekt, oder wird es eine Verdopplung oder vielleicht eine Verdreifachung sein – oder vielleicht sogar eine Verzehnfachung?

Angesichts von Billionen von Dollar, die für die Weltwirtschaft auf dem Spiel stehen, ganz zu schweigen von der von Energiearmut bedrohten Mehrheit der Menschheit, sollte man meinen, dass wir auf dem Weg zu detaillierten technischen Studien darüber, wie die dekarbonisierte Energiewelt aussehen wird und wie viel sie genau kosten wird, weit fortgeschritten sind. Aber genau das Gegenteil ist der Fall. Überall – zumindest in den westlichen Ländern – geben Regierungsfunktionäre mit Abschlüssen in Anglistik oder Politikwissenschaft (oder vielleicht Gender Studies) Erlasse heraus, dass die Kohlenstoffemissionen „bis 2030 um 50 %“ oder „bis 2050 um 90 %“ reduziert werden sollen, ohne die geringste Ahnung davon zu haben, wie das erreicht werden kann.

Wird also irgendjemand das Projekt durchziehen, wenn die Kosten für die „Abkehr“ von fossilen Brennstoffen offenbar werden? Ich glaube, dass die Wahrscheinlichkeit dafür gleich Null ist. China und Indien zeigen, wie es geht. Nach ihren Taten (und nicht nach ihren Worten) zu urteilen, haben sie längst begriffen, dass Solar- und Windenergie in einer modernen Volkswirtschaft nicht erfolgreich sein können. Also geben sie leere Phrasen von sich, um die westlichen Eiferer zu besänftigen, machen uneinlösbare Versprechungen, die erst fällig werden, wenn alle tot sind, und treiben den massiven Ausbau der Kohlekraft voran. Und noch aufschlussreicher sind die jüngsten Entwicklungen in den westlichen Rechtssystemen. Beim ersten Hinweis darauf, dass die Beschränkungen für fossile Brennstoffe zu Kostensteigerungen führen werden, die groß genug sind, um von einer nennenswerten Zahl von Wählern wahrgenommen zu werden, brauchen selbst die blauesten der blauen US-Bundesstaaten* etwa drei Minuten, um ihre „Dekarbonisierungs“-Versprechen aufzugeben.

[*blau = die Farbe der Demokraten in den USA. Anm. d. Übers.]

Das Neueste aus Indien finden Sie in diesem Artikel der Nachrichtenagentur Reuters mit der Überschrift [übersetzt] „“Die indische Firma Jindal wird 2022 mit dem Bau einer Kohlemine in Botswana beginnen“. Erinnern wir uns zunächst daran, dass Indien auf der gerade zu Ende gegangenen COP26 in Glasgow angeblich „zugesagt hat, bis 2070 „netto null“ Kohlenstoff-Emissionen zu erreichen. Es wäre nicht falsch, daraus zu schließen, dass das Jahr 2070 so gewählt wurde, dass es sicher ist, nachdem alle derzeitigen Staats- und Regierungschefs längst im Ruhestand und höchstwahrscheinlich tot sind. Der heutige Reuters-Artikel hingegen bezieht sich auf das Hier und Jetzt:

Das indische Unternehmen Jindal Steel & Power Limited … wird 2022 mit dem Bau einer Kohlemine in Botswanas südöstlichen Mmamabula-Kohlefeldern beginnen, um den Exportmarkt und ein geplantes Kohlekraftwerk zu beliefern, so ein Unternehmensvertreter. Der indische Industrieriese will mit der Mine 4,5 Millionen Tonnen Kohle pro Jahr fördern.

Es ist ein großes Projekt, aber nur ein winziger Teil der nachgewiesenen Kohleressourcen des afrikanischen Landes Botswana:

Trotz der weltweiten Abkehr von der Kohle treibt Botswana die Erschließung seiner geschätzten Kohleressourcen in Höhe von 212 Milliarden Tonnen voran.

Zum Vergleich: Die USA fördern derzeit deutlich weniger als 1 Milliarde Tonnen Kohle pro Jahr.

Oder denken Sie an Japan. Angesichts der derzeit in die Höhe schießenden Ölpreise könnte man meinen, dass ein westlich geprägtes Land wie Japan die Kostensteigerungen als Anreiz für die Bevölkerung begrüßen würde, weniger von dem Zeug zu verbrauchen. Aber die Preiserhöhungen sind groß genug, dass die Menschen sie bemerken, und wenn das passiert, machen die Politiker einen Rückzieher, wollen sie doch die Menschen nicht zwingen, ärmer zu werden. Wie die Japan Times am 17. November berichtete, arbeitet die japanische Regierung an Plänen, den Ölgroßhändlern Subventionen zu gewähren, damit die Einzelhandelspreise nicht noch weiter steigen:

Die Regierung plant, Subventionen für Ölgroßhändler bereitzustellen, wenn die inländischen Benzinpreise ein bestimmtes Niveau überschreiten, sagte Industrieminister Koichi Hagiuda am Dienstag. Die finanzielle Unterstützung soll die Ölhändler dazu ermutigen, ihre Großhandelspreise zu begrenzen, um einen übermäßigen Anstieg der Einzelhandelspreise für Benzin bei steigenden Rohölpreisen zu verhindern. Das Hilfsprogramm ist nach Angaben von Regierungsvertretern in Japan ohne Präzedenzfall.

Am bemerkenswertesten ist jedoch, was in den letzten Tagen in einigen der blauesten aller blauen US-Bundesstaaten geschehen ist. Im Jahr 2010 schlossen zwölf Bundesstaaten im Nordosten der USA sowie der District of Columbia eine Art Vereinbarung zur Gründung der „Transportation and Climate Initiative“ (TCI) ab. In der Sprache des offiziellen Dokuments ging es um die „Verringerung der Treibhausgas-Emissionen“, aber in der Praxis war dies von Anfang an als ein Cap-and-Trade-System gedacht, das ein begrenztes und abnehmendes Angebot an Genehmigungen nutzen würde, um den Preis für Verkehrskraftstoffe (hauptsächlich Benzin) allmählich in die Höhe zu treiben und so die Menschen zu zwingen, weniger davon zu verbrauchen. Zu den Unterzeichnern des ursprünglichen Dokuments gehörten alle Neuengland- und Mittelatlantikstaaten.

Der Boston Herald hat gestern (18. November) einen Artikel veröffentlicht, der das TCI-Programm und seinen aktuellen Stand zusammenfasst. Zunächst zur Absicht des Programms und wie es funktionieren würde:

TCI hätte die Kohlenstoffemissionen gedeckelt, indem Grenzwerte überschreitende Kraftstoffunternehmen gezwungen worden wären, zusätzliche Genehmigungen zu kaufen und diese Erlöse in umweltfreundliche Verkehrsmittel und eine klimaresistente Infrastruktur zu investieren. Ziel war es, die Fahrzeugemissionen bis 2032 um 26 % zu senken.

Nun, die Benzinpreise sind seit dem Amtsantritt von Präsident Biden im Januar 2021 um etwa 50 % gestiegen. Man könnte meinen, die TCI-Staaten könnten ihre Aufregung nicht zügeln und würden die Preise noch weiter anheben, um einen raschen Rückgang des Verbrauchs zu erzwingen. Aber genau das Gegenteil ist der Fall. Zunächst einmal haben sich nur eine Handvoll der zwölf ursprünglichen Bundesstaaten und DC für den Beitritt zum Vertrag entschieden:

Ursprünglich waren 12 Staaten und der District of Columbia im Gespräch, um dem Abkommen beizutreten, aber nur Massachusetts, Connecticut, Rhode Island und D.C. unterzeichneten schließlich eine Absichtserklärung bis Dezember 2020.

Und welcher Politiker möchte angesichts der rapide steigenden Benzinpreise schon als Verursacher eines noch höheren Preises dastehen? Selbst die wenigen tiefblauen Bundesstaaten, die sich TCI angeschlossen hatten, machen sich nun auf den Weg zum Ausgang. Der Herald berichtet, dass Connecticut am Dienstag (16. November) aus dem Abkommen ausgestiegen ist, und gestern (18. November) folgte Massachusetts:

Gouverneur Charlie Baker hat eine regionale Klimainitiative gestoppt, die eine Obergrenze für Auspuffemissionen vorsah und in Zeiten einer Rekordinflation die Benzinpreise in die Höhe treiben sollte. Er räumte ein, dass das Abkommen zwischen mehreren Bundesstaaten „nicht mehr die beste Lösung“ sei. Nur wenige Tage nach Connecticut zieht er sich aus der Transport- und Klimainitiative zurück.

Eine Gruppe aus Massachusetts, die Mass Fiscal Alliance, nennt es richtig:

„TCI ist eine regressive Benzinsteuer, die vor allem die Mittelschicht und die arbeitenden Armen getroffen hätte. Es ist eine wunderbare Nachricht, dass Familien in Massachusetts nicht gezwungen sein werden, die wirtschaftlichen Härten zu ertragen, die TCI ihnen auferlegt hätte“, sagte der Sprecher der Mass Fiscal Alliance, Paul Diego Craney.

In der Zwischenzeit macht New York weiter mit seinen ignoranten Bürokraten, die in ein paar Jahren das Ende der fossilen Brennstoffe verkünden wollen. Zu diesem Zeitpunkt wissen die Wähler noch fast gar nicht, was auf sie zukommt.

Der ganze Beitrag steht hier.

Link: https://wattsupwiththat.com/2021/11/21/when-the-costs-hit-home-nobody-will-give-up-fossil-fuels/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Die dumme Wissenschaft des Klima-Alarmismus‘

David Wojick

Sie denken vielleicht, dass die Klimawissenschaft kompliziert ist und dass die Wissenschaftler, die wegen des Klimawandels alarmiert sind, wissen, was sie tun. Nun, ja und nein. Das Klima ist kompliziert, aber die Wissenschaftler haben sich auf eine sehr dumme Wissenschaft eingelassen.

Glücklicherweise ist das alles leicht zu erkennen, ohne dass Wissenschaft im Spiel ist. Im Ernst, wenden Sie sich nicht ab! Es kommt keine Wissenschaft, schon gar keine harte. Glücklicherweise haben die weltbesten Alarmisten alles, was wir brauchen, auf sehr einfache Weise geliefert. Natürlich sehen sie das nicht, weil sie dem Alarmismus verpflichtet sind. Aber ich werde sie darauf hinweisen, und Sie können Ihr eigenes Urteil fällen.

Es geht los. Der weltweite Klima-Alarmismus wird von den Vereinten Nationen angeführt. Es geht um riesige Geldsummen, aber darum geht es hier nicht, auch wenn es viel von dem erklärt, was vor sich geht. Auf wissenschaftlicher Seite wird der Alarmismus vom Zwischenstaatlichen Ausschuss für Klimaänderungen der Vereinten Nationen (IPCC) angeführt, der gewöhnlich nur IPCC genannt wird.

„Zwischenstaatlich“ klingt wie ein Wort, das Sie vielleicht als Scherz lernen. In diesem Fall bedeutet es, dass die Mitglieder dieses Gremiums die meisten nationalen Regierungen der Welt sind. Die meisten oder vielleicht sogar alle dieser Regierungen geben Lippenbekenntnisse zum Klima-Alarmismus ab.

Etwa alle fünf Jahre veröffentlicht der IPCC einen Monsterbericht, der vorgibt, einen Überblick über den neuesten Stand der Klimawissenschaft zu geben. In Wirklichkeit picken sie sich nur die Wissenschaft heraus, die den Alarmismus am besten unterstützt. Dieses Jahr ist eines dieser Jahre, und sie haben sich selbst übertroffen. Statt des üblichen 1.000-Seiten-Berichts sind es satte 4.000 Seiten. Natürlich wird ihn niemand, der bei Verstand ist, lesen, aber das zeigt doch, wie schlau sie sind, oder?

Nützlich ist die 40-seitige Zusammenfassung für politische Entscheidungsträger, d. h. für normale Bürger. Jeder, der seine Stimme abgibt, ist in gewisser Weise ein politischer Entscheidungsträger. Hier finden wir die grundlegenden wissenschaftlichen Argumente für den Alarmismus, und sie sind nicht sehr stichhaltig.

Tatsächlich gibt es nur zwei Argumente für Alarmismus, die als zwei Fenster in der allerersten Abbildung erscheinen. Sie sind mit Abbildung 1a und 1b bezeichnet. Sie sind leicht zu beschreiben, so dass Sie sie nicht nachschlagen müssen. Wenn Sie sie sehen wollen, klicken Sie hier: https://www.ipcc.ch/report/ar6/wg1/.

Abbildung 1a wird von Skeptikern des Alarmismus (wie mir) als Hockeyschläger bezeichnet. Sie behauptet, die globalen Durchschnittstemperaturen der letzten 2.000 Jahre darzustellen (als ob wir das wissen könnten). Bis vor etwa 150 Jahren ist es eine ziemlich flache Linie, und das ist der Griff des Hockeysticks. Dann schießt sie plötzlich in die Höhe und zeigt eine rasante Erwärmung von damals bis heute, was die Hockeyschläger-Klinge ergibt. Der Griff ist flach, die Klinge zeigt nach oben.

Kurz gesagt: Es gab keine globale Erwärmung, bis wir vor 150 Jahren damit angefangen haben. Das Dumme daran ist, dass es viele Beweise für zwei frühere Wärmeperioden gibt, die genauso warm gewesen sein könnten wie die heutige. Diese sind so bekannt, dass sie Namen haben: die mittelalterliche Warmzeit (als die Wikinger Grönland bewirtschafteten) und die römische Warmzeit (als die Zivilisation aufblühte).

Dazwischen gab es echte Kälteperioden, darunter die kleine Eiszeit, die mit der jüngsten Erwärmung endete. In der Tat ist unsere Erwärmung möglicherweise nichts anderes als das natürliche Ende der kleinen Eiszeit.

Es gibt Tausende von Forschungsberichten über diese natürlichen Perioden der Erwärmung und Abkühlung, aber das IPCC ignoriert sie einfach. Der Alarmismus hängt davon ab, dass die jüngste Erwärmung beispiellos ist. Die natürliche Erwärmung wird ausgeblendet. Schauen Sie nicht hinter den Vorhang!

[Hervorhebung vom Übersetzer]

So viel zum gefälschten Hockeystick. Abbildung 1b zeigt dann die jüngste Erwärmung mit einer ausgefallenen Variation desselben Verschwindungsaktes. Diesmal geht es um die Computermodelle des Klimawandels, von denen der Alarmismus ausgeht. Es sind diese albernen Computermodelle, die besagen, dass wir eine gefährliche globale Erwärmung verursachen, die noch viel schlimmer werden wird.

Abbildung 1b zeigt die Ergebnisse zweier Computermodelle. Jede Linie zeigt die globale Temperatur in den letzten 150 Jahren, als die jüngste Erwärmung stattfand. Die eine Linie zeigt den Temperaturverlauf, wie er ohne menschliche Eingriffe gewesen wäre, also den natürlichen Verlauf, und die andere den Verlauf mit menschlichen Einflüssen. Und was ist das? In der natürlichen Geschichte gibt es keine Erwärmung, während die menschliche Geschichte die gesamte Erwärmung in diesem Zeitraum zeigt.

Der IPCC behauptet, dies beweise, dass die gesamte Erwärmung von uns Menschen verursacht wurde. Das Dümmste daran ist Abbildung 2, die das Spiel verrät. Es ist eine Liste aller Faktoren, die in den Modellen eine Erwärmung verursachen können. Alle sind auf den Menschen zurückzuführen! Es gibt keine natürlichen Ursachen.

Das heißt, die Modelle sind so programmiert, dass nur der Mensch die Erwärmung verursachen kann. Was Abbildung 1b also wirklich sagt, ist: „Wenn wir davon ausgehen, dass nur der Mensch eine langfristige Erwärmung verursachen kann, dann stellen wir fest, dass die langfristige Erwärmung durch den Menschen verursacht wird“. Das nennt man einen Zirkelschluss, weil die Schlussfolgerung nur eine Wiederholung der Annahme ist. Das ist wirklich lächerlich.

Was natürlich fehlt, ist genau das, was im Hockeystick fehlte, nämlich die Natur. Es gibt tatsächlich zahlreiche Untersuchungen über mögliche natürliche Ursachen für einen Teil der langfristigen Erwärmung, vielleicht sogar für die gesamte Erwärmung. Bedenken Sie, dass die jüngste Erwärmung sehr gering ist, nur etwa ein Grad über 150 Jahre. Kleine Veränderungen in der Sonne, im Ozean oder auch nur in den Wolken könnten dieses kleine bisschen globale Erwärmung leicht verursachen.

Der IPCC ignoriert all diese Forschungen einfach, so wie er auch die Warm- und Kaltzeiten im 2.000-jährigen Hockeystick ignoriert hat. Tatsächlich dominiert diese extreme alarmistische Ausrichtung die von der Regierung finanzierte Klimawissenschaft, und das ist der größte Teil davon.

Das ist wirklich alles, was es an alarmistischer Wissenschaft gibt, und sie ist wirklich dumm! Kein tiefes wissenschaftliches Geheimnis. Man geht einfach davon aus, dass alles, was passiert, unsere Schuld ist, programmiert die Computer so und lässt sie dann das Schlimmste vorhersagen, was kommen wird. Ignorieren Sie alle Forschungsergebnisse, die das Gegenteil beweisen. Ignorieren Sie die kleine Eiszeit und die mittelalterliche Warmzeit. Ignorieren Sie den natürlichen Wandel, obwohl er direkt vor unserer Nase stattfindet.

Die Natur zu ignorieren ist die dumme Wissenschaft des Klimaalarmismus.

Reprinted with added stuff from RANGE magazine, Winter 2021/2022 issue. For more information see http://www.rangemagazine.com or call 1-800-RANGE-4-U. The cowboy spirit in all of us!

Autor: David Wojick, Ph.D. is an independent analyst working at the intersection of science, technology and policy. For origins see http://www.stemed.info/engineer_tackles_confusion.html. For over 100 prior articles for CFACT see http://www.cfact.org/author/david-wojick-ph-d/. Available for confidential research and consulting.

Link: https://www.cfact.org/2021/11/19/the-silly-science-of-climate-alarmism/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE




Hitzewellen im Vergleich mit gemessenen Daten

John Entwistle

Vor ein paar Monaten schrieb einer der Kommentatoren dieses WUWT-Artikels einen Kommentar, dem zufolge die Zahl der Hitzewellen zunimmt, und zitierte diesen Artikel auf der EPA-Website. In dem EPA-Artikel ist folgendes Diagramm eingebettet:

Ich war enttäuscht, dass der Artikel keine Daten, Methoden oder Berechnungen enthält. Außerdem werden einige Begriffe wie „lokaler Schwellenwert“ und „Hitzewellenzeit“ verwendet, ohne sie zu definieren. Dieser Kommentar hat mich dazu veranlasst zu sehen, ob ich dieses Diagramm reproduzieren kann.

Was ist eine Hitzewelle?

Ich begann mit der Definition einer Hitzewelle. Ich habe im Internet mehrere herrlich zweideutige Definitionen gefunden. Von Mirriam Webster haben wir: „eine Periode von ungewöhnlich heißem Wetter“; Wikipedia definiert es als: „Eine Hitzewelle ist ein längerer Zeitraum mit ungewöhnlich heißem Wetter“; bei NOAA heißt es: „Eine Hitzewelle ist einfach eine Periode von ungewöhnlich heißem Wetter, die typischerweise zwei oder mehr Tage andauert. Die Temperaturen müssen außerhalb der historischen Durchschnittswerte für ein bestimmtes Gebiet liegen.“ Diese Definitionen lassen viel Spielraum für Interpretationen. Wer entscheidet, was ungewöhnlich ist? Historische Durchschnittswerte über welchen Zeitraum? Durchschnitt über den gesamten Zeitraum oder ein gleitender Durchschnitt? Wie hoch ist der lokale Schwellenwert und wer legt ihn fest?  Wie weit liegt er außerhalb der historischen Durchschnittswerte?

[Hervorhebung im Original]

Daten-Gewinnung

Ich begann meine Suche nach Daten mit der Suche nach tatsächlichen Temperaturaufzeichnungen aus meiner Region. Ich wollte täglich beobachtete Daten, keine monatlichen Zusammenfassungen oder Rasterschätzungen. Ich wohne im Zentrum von New Jersey, etwas außerhalb von New York, und war überrascht, dass trotz der Tatsache, dass es seit der Revolution in der Nähe meines Hauses private Colleges/Universitäten und Militärstützpunkte aller Waffengattungen gibt, keine lokale Institution historische Tagestemperaturen aufgezeichnet oder zumindest veröffentlicht hat. Das Beste, was Climate Data Online (https://www.ncdc.noaa.gove/cdo-web/) bieten konnte, waren drei diskontinuierliche Datensätze von verschiedenen Orten, von denen der älteste… 1960 begann! Auf WUWT wurde oft gesagt, dass „Klima 30 Jahre dauert“. Wenn ich nach Hitzewellen in den 60er Jahren suchen wollte, bedeutete das, dass ich Daten von mindestens 1930 finden musste, um nach Hitzewellen in den 60er Jahren zu suchen.

Cornell University: Hier gib es Aufzeichnungen von ihrer Versuchsfarm außerhalb von Geneva, NY.

Ich habe Python-Skripte verwendet, um diese Datensätze in CSV-Dateien zu analysieren und zu verarbeiten. Es fehlten einige Daten, vor allem in den ersten Jahren, so dass ich die Aufzeichnungen vor 1900 verwarf. Die Cornell-Website hat offenbar nach der Hälfte des Jahres 2020 aufgehört, Daten zu veröffentlichen, also habe ich die letzten sechs Monate dieses Datensatzes gestrichen, um sie an das Ende des Jahres 2019 anzupassen. Es gab immer noch ein paar Lücken, also habe ich die Lücken gefüllt, indem ich den Durchschnitt der zehn Tage vor jeder Lücke berechnet und die Lücke mit diesem Durchschnitt gefüllt habe.

Tabelle: Die für diesen Beitrag heran gezogenen Datensätze

Zurück zu der Frage der „üblichen Temperatur“. Wie bestimmen wir die übliche Temperatur für einen bestimmten Tag im Jahr? Es stört mich, dass wir bei den üblichen / normalen / durchschnittlichen Temperaturen immer an Kalendermonate denken. Ein Kalendermonat ist eine bequeme Fiktion, die – im Falle unseres Kalenders – von den Römern erfunden wurde. Monate haben wenig oder gar nichts mit tatsächlichen Klimaphänomenen zu tun.

Anstatt einen Durchschnitt der Tage eines Monats oder der n Tage vor einem Tag zu bilden, hielt ich es für sinnvoller, die Temperaturen für jeden einzelnen Tag und Ort über die ~120 Perioden jedes Datensatzes zu betrachten. Mit diesem Ansatz erhalten wir eine mittlere Temperatur für jeden Tag des Jahres, die wir dann als Grundlage für unsere Bewertung „zwei Tage über dem Normalwert“ verwenden können. Mit den Anwendungen Python, Pandas und Matplotlib konnte ich schnell eine Datenreihe für jeden Tag des Jahres über die ~120 Jahre jedes Temperaturdatensatzes erstellen, den Mittelwert, die Standardabweichung und eine Trendlinie der kleinsten Quadrate für jeden Tag berechnen und diese darstellen, um zu sehen, wie sich die Temperatur für diesen Tag von Jahr zu Jahr verändert hat.

120 Jahre mit täglichen Temperaturwerten

Jedes Jahr treffen sich Bürger in den gesamten USA am vierten Juli, dem US-Unabhängigkeitstag, um Hot Dogs zu essen, Bier zu trinken und sich darüber zu beschweren, wie heiß es ist. Eine Grafik der Temperatur am US-Unabhängigkeitstag im Central Park von 1900 bis 2020 sieht wie folgt aus:

Der vierte Juli im New Yorker Central Park über einen Zeitraum von 120 Jahren – fahren die New Yorker deshalb in die Hamptons?

Der Mittelwert in diesem Diagramm ist der mittlere Höchsttemperaturwert für diesen Tag des Jahres, in diesem Fall Tag 185.

Die Cornell University hat eine Versuchsfarm in der Nähe von Geneva, NY, etwa auf halber Strecke zwischen Rochester und Syracuse. Sie sammelt seit 1891 Temperaturdaten, hat aber Mitte 2020 die Aktualisierung ihrer Website eingestellt.  Wenn wir uns den 4. Juli in Geneva von 1900 bis 2019 ansehen, ergibt sich ein etwas anderes Bild als das im Central Park:

Der vierte Juli in Geneva, NY, über einen Zeitraum von 119 Jahren

Interessant ist, dass die Tiefsttemperaturen an beiden Orten in den letzten 120 Jahren gestiegen sind.

Da ist es ganz interessant, einen Blick auf ähnliche Tagesdiagramme für einige Tage zu werfen, die tatsächlich mit dem Klima zu tun haben könnten – die Sonnenwenden und Tag-und-Nacht-Gleichen. Hier ist wieder der Central Park:

Temperatur im Central Park von New York an Sonnenwende-Tagen sowie Äquinoktien über den gleichen Zeitraum von 120 Jahren.

Hier die gleiche Darstellung für Geneva, NY:

Temperatur in Geneva, NY, an Sonnenwende-Tagen sowie Äquinoktien über den gleichen Zeitraum von 120 Jahren.

Hitzewellen

Um die Hitzewellen zu ermitteln, müssen wir zwei oder mehr aufeinanderfolgende Tage über dem Normalwert finden. Ich habe beschlossen, eine Standardabweichung über der mittleren Temperatur für diesen Tag des Jahres als „normal“ für diesen Tag zu verwenden. Ich werde dies für das gesamte Jahr tun, nicht für eine beliebige „Hitzewellen-Saison“. Denn wenn es mitten im Winter sehr warm ist, ist das keine Hitzewelle?

Zunächst habe ich jeden Tag ermittelt, der über diesem Schwellenwert liegt. Hier ist die Anzahl dieser „heißen Tage“ pro Jahr im Central Park:

1992 gab es gab es eine ganze Reihe heißer Tage im Central Park!

Das Diagramm für heiße Tage in Geneva, NY, sieht so aus:

Jene heißen Tage scheint es dort im Jahre 1922 gegeben zu haben.

Von hier aus kann man leicht die Anzahl aufeinander folgender heißer Tage zählen, um Hitzewellen zu ermitteln:

Anzahl der Hitzewellen pro Jahr im Central Park von 1900 bis 2020

Anzahl der Hitzewellen pro Jahr in Geneva, NY, von 1900 bis 2019

Betrachten wir nun die Intensität und die Dauer. Mit Intensität meine ich die durchschnittliche Temperatur aller Hitzewellen in diesem Jahr.

Central Park: Mittlere Temperatur pro Hitzewelle pro Jahr 1900 bis 2020

Geneva, NY: mittlere Temperatur pro Hitzewelle pro Jahr 1900 bis 2019

Das sind interessante Bilder. Bedeutet es, dass die Hitzewellen an Intensität abgenommen haben oder dass der Anteil der Hitzewellen in den kühleren Monaten in der zweiten Hälfte des Datenzeitraums zugenommen hat?

Schließlich können wir die durchschnittliche Länge der Hitzewellen jedes Jahr über den gleichen Zeitraum darstellen:

Central Park: Mittlere Dauer von Hitzewellen pro Jahr 1900 bis 2020

Geneva, NY: Mittlere Dauer von Hitzewellen pro Jahr 1900 bis 2019

Zusammenfassung nach Jahrzehnt – die EPA-Graphik

Wenn man die oben genannten Hitzewellenzahlen für jedes Jahrzehnt von 1900 bis 2019 mittelt, erhält man ähnliche Diagramme wie die der EPA:

Central Park: Hitzewellen pro Jahrzehnt 1900 bis 2019

Geneva, NY: Hitzewellen pro Jahrzehnt 1900 bis 2019

Interessanterweise zeigt die Anzahl der Hitzewellen pro Jahrzehnt sowohl im Central Park als auch im Hinterland von New York im Zeitraum von 1960 bis 2019 einen Anstieg der Anzahl der Hitzewellen pro Jahrzehnt, ähnlich wie in der EPA-Grafik, obwohl es so aussieht, als ob dort ein höherer Schwellenwert verwendet wurde, da die Anzahl der zitierten Hitzewellen viel niedriger ist. Der Zeitraum von 1960 bis 2020 scheint jedoch nicht die ganze Geschichte zu erzählen, da wir sehen können, dass es in beiden Datensätzen in den 30er und 40er Jahren eine wärmere Periode gab. Die von mir erstellten Diagramme zu Intensität und Dauer unterscheiden sich an jedem Ort deutlich von denen der EPA.

Ein Diagramm für alle Fälle

Die EPA hatte nur einen Satz von Diagrammen, die eine nicht näher spezifizierte Region repräsentierten, ich nehme an, die ganze Erde? Ich habe zwei Diagramme, eines für die Stadt und eines für das Umland. Kombiniert man die beiden, indem man die dekadischen Werte für jeden Ort mittelt, erhält man diese Diagramme:

Ich bin mir nicht sicher, was uns diese kombinierten Diagramme sagen. Die Durchschnittswerte der Hitzewellen an den beiden Standorten scheinen den stetigen Anstieg der Zahl der Hitzewellen im Central Park zu verdecken. Die von uns erstellten Diagramme zur Intensität und Dauer der Hitzewellen haben keine Ähnlichkeit mit denen der EPA. Es wäre schön zu wissen, welche Daten sie zur Erstellung ihrer Diagramme verwendet haben.

Klar ist, dass eine Entfernung von etwa 500 km und ein Höhenunterschied von 240 m zu sehr unterschiedlichen Temperaturdaten an diesen beiden Orten geführt hat. Die Hitzewellen-Diagramme scheinen zu zeigen, dass selbst dreißig Jahre nicht ausreichen, um das Klima an beiden Orten zu verstehen. Es wäre schön, weitere hundert Jahre an Daten zu haben, um zu sehen, ob das scheinbar zyklische Muster in der Anzahl der Hitzewellen real ist.

Alle Daten und Kalkulationen finden sich hier: https://github.com/jentwistle3/Heatwave_public

Link: https://wattsupwiththat.com/2021/11/19/heat-waves-vs-observed-data/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE