Eine kleine Stadt in Nevada kämpft darum, Big Solar aus der Wüste um den Ort fernzuhalten

Bonner Cohen, Ph. D.

Die Einwohner der sonnenverwöhnten Stadt Pahrump, Nevada, nahe der kalifornischen Grenze sind es gewohnt, mit Klapperschlangen, böigen Winden und sengenden Temperaturen zurechtzukommen, aber jetzt stehen sie vor einer ganz anderen Herausforderung – einer, die den Charakter ihrer einzigartigen ländlichen Gemeinde zu zerstören droht: Big Solar.

Das in San Francisco ansässige Unternehmen Candela Renewables möchte von den großzügigen staatlichen Subventionen für erneuerbare Energien profitieren und Teil der grünen Energiezukunft der Regierung Biden werden. Es möchte eine Solaranlage im industriellen Maßstab – das so genannte Rough Hat Nye County Project – auf 23 km² Hektar Bundesland in der Nähe von Pahrump bauen.

Es erscheint mir unlogisch, die Umwelt zu zerstören, um die Umwelt zu retten“, sagte die Einwohnerin von Pahrump, Jeanie Cox-King, Ende November gegenüber NBC News. „Wir sollten unser öffentliches Land für die Öffentlichkeit erhalten.“

[Hervorhebung vom Übersetzer]

Pahrump liegt etwa 100 km von Las Vegas entfernt. Das sonnige Pahrump und der umliegende, dünn besiedelte Landkreis Nye County und scheint ein idealer Standort für ein Solarfeld zu sein. Doch bei näherer Betrachtung könnte die einzigartige Umwelt des Gebiets unter dem geplanten Solarprojekt stark leiden.

Das Erdreich schädigen

In Pahrump gibt es kryptobiotischen Boden, der Teil der dünnen Krustenschicht der Wüste ist. Die Kruste dient als eine Art Versiegelung, die Kohlenstoff und Nährstoffe darunter festhält. Wenn diese Kruste entfernt wird, um Tausende von Solarzellen zusammen mit Backup-Batterien zu installieren, könnte dies zu starken Staubstürmen führen, die winzige Partikel in die Luft freisetzen, die eine echte Gefahr für Menschen mit Atemwegserkrankungen darstellen.

Ein weiteres Problem, das sich durch den Bau dieses und anderer Solarprojekte in der Region ergibt, ist das Talfieber oder die Kokzidioidomykose, eine Infektion, die durch Pilze im Boden des Südwestens der Vereinigten Staaten und Teilen Mexikos verursacht wird. Viele Anwohner befürchten, dass Staubstürme, die durch den Bau von Solaranlagen angefacht werden, weit verbreitete Pilzinfektionen auslösen könnten.

Im November wurde das Solarunternehmen Rosendin Electric zu einer Geldstrafe von fast 220.000 Dollar verurteilt, weil es beim Bau seines Townsite Solar Garden in Boulder City, Nev, keine Staubkontrolle durchgeführt hatte. Beamte in Clark County, wo sich die 10 km² große Solaranlage befindet, schätzten, dass bis zu 70 Tonnen Staub von dem Projekt in die Luft geblasen wurden, berichtete die AP.

Big Solar hat auch die einheimische Tierwelt in Gefahr gebracht. Im Jahr 2020 entfernte ein Biologenteam 139 Mojave-Wüstenschildkröten, eine bedrohte Art, vom Gelände der 3.000 Morgen großen Yellow Pine Solar Site, 15 km südlich von Pahrump. Doch die Beseitigung der Tiere hatte ihren Preis. Naturschützer sagen, dass 30 dieser Schildkröten getötet wurden, möglicherweise von Dachsen. Jenseits der Staatsgrenze in der kalifornischen Mojave-Wüste wird das riesige Ivanpah-Solarprojekt seit langem für die Tötung Tausender von Vögeln verantwortlich gemacht.

„Die Vorstellung, dass diese Projekte uns vor dem Klimawandel schützen, ist zumindest fragwürdig“, sagte Kevin Emmerich von der in Nevada ansässigen Naturschutzorganisation Basin and Range Watch gegenüber NBC News. „Wir denken nicht wirklich über echten Naturschutz nach“.
Bei einer gut besuchten Kundgebung am 27. November gegen die geplante Solaranlage trugen die Einwohner von Pahrump Schilder mit der Aufschrift: „SAVE PAHRUMP DESERTS! NO SOLARPARKS IN OUR DESERT!!“. Die Kundgebung wurde von Citizens Against Nye County Solar Farm Project gesponsert. Neben den Bedenken der Gruppe hinsichtlich der Auswirkungen des Projekts auf die öffentliche Gesundheit wird auch befürchtet, dass Pahrump von einer „alten Wildweststadt“ in eine Solarstadt verwandelt wird.

Anwohner von Pahrump stehen vor großen Herausforderungen

Für die verärgerten Anwohner dürfte es jedoch eine große Herausforderung sein, das Projekt aus ihrer Gemeinde herauszuhalten. Das Problem liegt in Carson City und Washington. Nevadas Gouverneur Steve Sisolak (D) hat sich zum Ziel gesetzt, bis 2030 50 Prozent und bis 2050 100 Prozent des Stroms aus erneuerbaren Quellen zu gewinnen. Die Rolle Washingtons ist sogar noch entscheidender. Über 80 Prozent des Landes in Nevada befinden sich in Bundesbesitz, der größte Teil davon unter der Zuständigkeit des Bureau of Land Management (BLM) des Innenministeriums. Da das BLM gegenwärtig von politischen Beauftragten Bidens geleitet wird, wird das Solarprojekt in Pahrump wahrscheinlich vorangetrieben werden.

Link: https://www.cfact.org/2021/12/16/small-nevada-town-fights-to-keep-big-solar-out-of-its-desert/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Wenn der Damm der „Klima-Katastrophe“ bricht

Duggan Flanakin

Wie lange wird es dauern, bis die Teilnehmer des Weltwirtschaftsforums begreifen, dass die westlichen Eliten die Zukunft der Welt nicht mehr kontrollieren? Wie lange wird es dauern, bis sie ihren wachstumsfeindlichen Einfluss verlieren, der die Energieproduktion in den USA und in weiten Teilen Europas zum Erliegen gebracht hat (oder noch schlimmer)?

Die Klimaschützer (Al Gore, JFK Heinz und die anderen grünen Profiteure, die von Generationen von Indoktrinierten unterstützt werden) haben den 50-jährigen Klimakreuzzug bereits an Xi Jinping, Nahrenda Modi und die African Energy Chamber verloren.

In einer sorgfältig formulierten Erklärung, die kurz vor der glücklicherweise gescheiterten Klima-Katastrophenparty in Glasgow veröffentlicht wurde (wo Aktivisten mit dem Geld anderer Leute Wein trinken und fein dinieren), verkündete Premier Li Keqiang, dass China seiner wirtschaftlichen Entwicklung Vorrang einräumen muss. Übersetzt: China wird weiterhin Öl, Kohle und Erdgas nutzen, um seinen gigantischen Energiebedarf zu decken.

Etwa zur gleichen Zeit erklärte der indische Umweltminister R. P. Gupta, dass die bloße Ankündigung eines „Netto-Null“-Ziels keine wirkliche Lösung für die vermeintliche Klimakatastrophe darstellt. Gupta behauptete, Indien sei ein Opfer der globalen Erwärmung und nicht ein Verursacher. In der Tat verlangen Indien und China von den „entwickelten“ Ländern eine Billionen-Dollar-Investition, bevor sie sich zu ernsthaften Gesprächen über ein Netto-Null-Ziel bereit erklären.

Prognosen zufolge wird Indien dank einer Verfünffachung des Pro-Kopf-Autobesitzes (der zumeist mit fossilen Brennstoffen betrieben wird) das Wachstum der weltweiten Ölnachfrage anführen. Das Land, das bereits der viertgrößte Energieverbraucher der Welt ist (hinter China, den USA und der EU), ist nun auch der am schnellsten wachsende Markt für Erdgas. Indien ist auf dem besten Weg, seine Nachfrage nach Öl um 75 Prozent, nach Kohle um 30 Prozent und insgesamt um 50 Prozent in den nächsten ein bis zwei Jahrzehnten zu steigern.

[Hervorhebungen im Original]

NJ Ayuk, geschäftsführender Vorsitzender der Afrikanischen Energiekammer, sprach für weite Teile Afrikas, als er während des Klimagipfels in Glasgow seine tiefe Enttäuschung über die globalen Eliten (die erwähnten Verlierer) zum Ausdruck brachte, die die Welt von fossilen Brennstoffen befreien wollen, bevor Afrika (wo jedes Jahr Millionen von Menschen an Krankheiten oder Unterernährung sterben) die Chance hatte, zu wachsen.

Die Afrikanische Energiekammer, die im November die von Afrika ausgerichtete Afrika-Energie-Woche veranstaltete, hat laut Ayuk viele Gründe, sich für die weitere Förderung von Erdgas einzusetzen. Ein wichtiger Grund ist die wachsende Dynamik in Afrika für die Entwicklung und den Ausbau gasbetriebener Elektrizitätswerke, die Ayuk als einen praktischen und für Afrika sinnvollen Weg zur Bekämpfung der Energiearmut bezeichnet.

Die globalen Eliten wissen, dass sie verloren haben – aber sie tun immer noch so, als ob sie das Sagen hätten. Wer weiß? Vielleicht können sie noch ein paar Billionen stehlen und ergaunern, bevor sie von den amerikanischen und europäischen Unter- und Mittelschichten aus der Stadt gejagt werden, von denen viele schnell zu der Erkenntnis gelangen, dass sie ausgetrickst worden sind.
Eine westliche Nation, die sich bereits auf die Post-Apokalypse vorbereitet, ist Norwegen.

Oilprice.com berichtet, dass die norwegische Öl- und Gasproduktion für 2021 ein Allzeithoch erreicht hat und sich damit vom Pandemiejahr 2020 (als die reale Welt alles andere als sehenswert war) erholt hat.

Die norwegische Regierung hat diesen Aufschwung möglich gemacht, indem sie Steuererleichterungen für Öl- und Gasunternehmen gegen den lautstarken Widerstand der Klimaschützer (gut bezahlte Aktivisten, die auf Subventionen und Gewinnmitnahmen durch Experten für erneuerbare Energien drängen) eingeführt hat. Felicity Bradstock, Reporterin bei Oilprice, sinnierte: „Für ein Land, das auf Öleinnahmen gegründet wurde, ist es kaum überraschend, dass Norwegen weiterhin ein Stück vom Kuchen abhaben will, wenn die Nachfrage nach Öl nach der Pandemie steigt.“

Sogar Justin Trudeau setzt sich in letzter Zeit für kanadische Energie ein. Unter Berufung auf ein bilaterales Abkommen aus dem Jahr 1977 hat die kanadische Regierung kürzlich interveniert, um den Versuch der Gouverneurin von Michigan Gretchen Whitmer zu verhindern, eine Pipeline des kanadischen Unternehmens Enbridge zu schließen. Und die kanadische Oil Sands Innovation Alliance will die Öl- und Gasindustrie des Landes nicht im Stich lassen und führt Machbarkeitsstudien über das Potenzial der Geothermie durch, um den Ölbergbau für weitere 30 Jahre zu sichern.

Auch Japan ist offenbar aus dem Klima-Lager ausgestiegen. Bloomberg berichtet, dass japanische Regierungsbeamte Handelshäuser, Raffinerien und Versorgungsunternehmen dazu drängen, ihren Abschied von fossilen Brennstoffen deutlich zu verlangsamen. Sie ermutigen sogar auf subtile Weise zu neuen Investitionen in Öl- und Gasprojekte. Trotz der Unterzeichnung der Netto-Null-Zusage in Glasgow hat die japanische Führung offenbar erkannt, dass ihr Land zuallererst eine angemessene Energieversorgung sicherstellen muss, um die Bedürfnisse der Bevölkerung zu befriedigen.

In der Zwischenzeit „berät“ eine Vielzahl von Möchtegern-Wissenschaftlern den Biden-Thronsaal, wie man die Schrauben gegen jeden weiter anziehen kann, der es wagt, sich dem All-Electric-Diktat zu widersetzen. P. E. Moskowitz, Herausgeber eines Newsletters über Kapitalismus und Psychologie, fordert ein SOFORTIGE Ende der Förderung fossiler Brennstoffe. Der kanadische Aktivist David Suzuki erklärt den Zuhörern der Extinction Rebellion, dass „Pipelines in die Luft gesprengt werden“ (entschuldigt sich aber später).

Währenddessen spricht Präsident Biden aus beiden Seiten seines wackeligen Mundes. Einerseits sagt er freudig die Keystone XL-Pipeline ab, kündigt Ölpachtverträge in Alaska (und anderen Ländern) und droht mit weiterer Unterdrückung der US-Energieproduktion. Solche Aktionen treiben natürlich die Benzinpreise in die Höhe, da andere Öl produzierende Nationen sich entscheiden, die Produktion nicht zu erhöhen, um die Demokratische Partei zu retten.

Andererseits, oder besser gesagt, auf Knien rutschend, bittet Biden die OPEC und Russland peinlichst darum, mehr eigenes Öl und Gas zu fördern und an die Amerikaner zu verkaufen. Ihre lachende Weigerung hat es Biden ermöglicht, die strategische Erdölreserve anzuzapfen, anstatt nachzugeben und Pipelines und Pachtgebiete zu erschließen.

Und die Menschen sehen das.

Und wie die Menge, deren kollektive Trance durch den Ausruf eines Jungen, der das Offensichtliche aussprach (dass der König keine Kleider trug), gebrochen wurde, sehen sie, dass DIESER Große und Schreckliche Zauberer auch nur ein Papiertiger ist.

Dieser Beitrag erschien zuerst bei Real Clear Energy.

Autor: Duggan Flanakin is the Director of Policy Research at the Committee For A Constructive Tomorrow. A former Senior Fellow with the Texas Public Policy Foundation, Mr. Flanakin authored definitive works on the creation of the Texas Commission on Environmental Quality and on environmental education in Texas. A brief history of his multifaceted career appears in his book, „Infinite Galaxies: Poems from the Dugout.“

Link: https://www.cfact.org/2021/12/14/when-the-climate-catastrophe-levee-breaks/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Mediterranes Wetter in der Arktis

Paul Homewood, NOT A LOT OF PEOPLE KNOW THAT

Aus einer Meldung der BBC aus jüngster Zeit:

Die höchste jemals in der Arktis gemessene Temperatur von 38 Grad Celsius wurde offiziell bestätigt, was die Alarmglocken wegen des Klimawandels läuten lässt.

Die Weltorganisation für Meteorologie (WMO) bestätigte am Dienstag den Rekord, der am 20. Juni letzten Jahres in der sibirischen Stadt Werchojansk aufgestellt wurde.

Die Temperatur lag 18 Grad über dem durchschnittlichen Tageshöchstwert für Juni in der Region.
Die WMO, eine UN-Agentur, erklärte, die extreme Hitze passe „eher zum Mittelmeer als zur Arktis“.

Es ist das erste Mal, dass die Organisation den Polarkreis in ihr Archiv der Extremwetterberichte aufgenommen hat.

Die WMO erklärte, die Temperatur von 38°C sei an einer Wetterstation während einer „außergewöhnlichen und lang anhaltenden sibirischen Hitzewelle“ gemessen worden.

Die extreme Hitze des letzten Jahres in der Region trug zur Ausbreitung von Waldbränden bei, die über die Wälder und Torfgebiete im Norden Russlands hinwegfegten und dabei Rekordmengen an Kohlenstoff freisetzten.

Obwohl dies in den Sommermonaten relativ häufig vorkommt, führten die hohen Temperaturen und starken Winde zu ungewöhnlich schweren Bränden.

https://www.bbc.co.uk/news/science-environment-59649066

Einer der Lieblingstricks der Klima-Mafia ist es, die Emotionen und Vorurteile der Öffentlichkeit auszunutzen.

Wer könnte sich zum Beispiel vorstellen, dass in der Arktis mediterrane Temperaturen herrschen würden? Schließlich bedeutet Arktis Schnee, Eis und Eisbären, nicht wahr?

Die Realität sieht jedoch anders aus, als die BBC und die WMO es Ihnen weismachen wollen.

Die Sommertemperaturen in Sibirien erreichen regelmäßig Spitzenwerte von weit über 30 °C. Zwar wurde im vergangenen Jahr mit 38 °C ein Rekord aufgestellt, doch der bisherige Höchstwert lag mit 37,3 °C nur geringfügig niedriger und wurde bereits 1988 erreicht.

Die Höchsttemperatur in diesem Sommer (in der Grafik unten nicht dargestellt) lag laut KNMI bei ziemlich normalen 33,1 °C.

Tägliche Höchsttemperaturen von 1928 bis 2018. Quelle

Und abgesehen von den außergewöhnlichen Temperaturen im letzten Jahr und 1988 gibt es keinen Hinweis darauf, dass die sibirischen Sommer insgesamt wärmer werden.

Tatsächlich sind die durchschnittlichen Sommertemperaturen in Werchojansk heute nicht höher als vor einem Jahrhundert:

[Im Original erscheint an dieser Stelle genau die gleiche Grafik wie oben. Es scheint ein Irrtum des Autors vorzuliegen. A. d. Übers.]

Warum eigentlich verschweigen uns BBC und WMO diese Fakten?

Link: https://wattsupwiththat.com/2021/12/16/mediterranean-weather-in-the-arctic/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




CO2-Party: Spaß mit Wahrscheinlichkeiten

Clyde Spencer

PARTY TIME

Stellen Sie sich vor, jemand beschließt, eine Themen-Party zu veranstalten und wählt das Thema „Blau“. Sie laden 10 ihrer Freunde ein und bitten jeden von ihnen, eine Plastiktüte mit blauen M&Ms™-Bonbons mitzubringen. Wenn die Gäste eintreffen, leeren sie ihre Tütchen in eine leere Bowlenschüssel. Der Gastgeber stellt die gefüllte Schale auf den Vorspeisentisch. Wenn man davon ausgeht, dass jeder Gast im Durchschnitt etwa 100 Stück mitbringt, gibt es insgesamt etwa 1.000 Stück. Im Laufe des Abends bedienen sich die Gäste sparsam am Inhalt der Bowlenschüssel (der Gastgeber enthält sich). Am Ende des Abends sind noch einige Bonbons übrig. Beim Verlassen des Lokals erhebt einer der Gäste Anspruch darauf und behauptet dreist, es seien etwa halb so viele Bonbons wie er mitgebracht habe, und es müssten daher dieselben sein, die er mitgebracht habe, obwohl er deutlich weniger Bonbons mitgebracht habe als die anderen! Abgesehen davon, dass diese Behauptung ein wenig ungehobelt ist, was können wir daraus schließen?

Streng genommen haben wir es mit einer Stichprobe ohne Ersatz zu tun, was bedeutet, dass die Wahrscheinlichkeit, ein Bonbon zu ziehen, das von einer beliebigen Person gespendet wurde, im Laufe der Zeit variiert, je nachdem, wie viel von dem Beitrag einer bestimmten Person nach den Entnahmen übrig bleibt. Leider haben wir diese Information nicht. Zur Veranschaulichung nehme ich an, dass von allen Gästen ungefähr gleich viele Bonbons gezogen werden und dass die Gesamtzahl der Bonbons so groß ist, dass sich das Verhältnis zwischen den gezogenen und den verbleibenden Bonbons zumindest anfangs nur geringfügig ändert. Daher bleibt die Wahrscheinlichkeit annähernd konstant, bis wir unter 10 Stück kommen. Daher die folgende Abhängigkeit von der Anfangswahrscheinlichkeit. Wie in der Klimatologie üblich, werde ich Wahrscheinlichkeitsunsicherheiten und deren Ausbreitung ignorieren. Ich werde nur mit Größenordnungen arbeiten.

Wenn nur ein Bonbon übrig wäre, könnte man mit 100-prozentiger Wahrscheinlichkeit davon ausgehen, dass eine Person es mitgebracht hat. Aber wer? Wahrscheinlich die erste Person, die ankam und ihr Bonbon in die Schale legte, wenn der Inhalt nicht vermischt worden war. FILO – First In, Last Out! Oder, noch wahrscheinlicher, die Person, die die meisten Süßigkeiten mitgebracht hat, wenn der Inhalt gut gemischt ist. In Ermangelung von Informationen über die Menge und die Reihenfolge der in die Schale gelegten Bonbons können wir wahrscheinlich nur sagen, dass das einzige übrig gebliebene Bonbon mit einer Wahrscheinlichkeit von 1:10, also 0,1, einer bestimmten Person gehört, wenn wir davon ausgehen, dass jeder ungefähr die gleiche Anzahl von Bonbons mitgebracht hat. Das erlaubt uns allerdings nicht zu bestimmen, wer diese Person ist.

Etwas interessanter und komplizierter wird es, wenn zwei Bonbons übrig sind. Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit, dass die gleiche Person beide Stücke mitgebracht hat? Die Wahrscheinlichkeit einer Folge von Ereignissen ist das Produkt der Wahrscheinlichkeiten der einzelnen Ereignisse. Diese Wahrscheinlichkeit beträgt etwa 0,1 x 0,1 oder 0,01 im gut gemischten Fall, von dem ich ausgehen werde. Was ist, wenn fünf Stücke übrig sind? Die Wahrscheinlichkeit, dass ein und dieselbe Person alle fünf übrig gebliebenen Stücke mitgebracht hat, beträgt etwa 0,1 hoch 5, also 0,15 ≈ 10-5. Es sollte offensichtlich sein, dass die Zuordnung der Quelle schnell unsicher wird, wenn die Anzahl der Quellen und die Anzahl der Ereignisse (Bonbonstücke) zunimmt! Daher ist es sehr unwahrscheinlich, dass ein und dieselbe Person alle verbleibenden Stücke mitgebracht hat. Das heißt, es ist sehr unwahrscheinlich, dass eine große Anzahl von Bonbons übrig bleibt, die alle von derselben Person stammen. Die Wahrscheinlichkeit steigt jedoch auf 1 an, wenn die Anzahl der Bonbons auf 1 sinkt.

ANALOGY TIME

In der obigen Geschichte stellt die Bowlenschüssel die troposphärische Atmosphäre dar, die beigetragenen blauen M&Ms den jährlichen Fluss von gut gemischtem CO2, das im Winter zugeführt wird, und die verzehrten Süßigkeiten den jährlichen Fluss von CO2, das von den globalen Senken, hauptsächlich während des Sommers, aufgefangen wird. Die Anzahl der Bonbons, die am Ende der Party übrig bleiben, stellt den jährlichen Nettoanstieg an CO2 dar. Da die CO2-Konzentration in der Atmosphäre jährlich um eine Menge ansteigt, die fast der Hälfte der geschätzten anthropogenen Emissionen entspricht, wird allgemein behauptet, dass der Mensch allein für den Anstieg des atmosphärischen CO2 verantwortlich ist und dass die Beseitigung der anthropogenen Emissionen den Anstieg des CO2 und damit den Temperaturanstieg auf der Erde stoppen wird.

Ein Problem bei der Annahme, dass nur die anthropogenen Emissionen für den jährlichen CO2-Anstieg verantwortlich sind ist, dass es dafür keine empirischen Belege gibt.  Der Rückgang der anthropogenen Emissionen während des Höhepunkts der COVID-Pandemie führte zu keinem messbaren Rückgang des Gesamtanstiegs im Jahr 2020 oder der Anstiegsrate für irgendeinen der Monate; auch erfolgte der Rückgang nicht schneller als üblich.  Ich habe dies hier im Detail erörtert.

Aus dem oben verlinkten Artikel geht hervor, dass die atmosphärische CO2-Konzentration saisonal schwankt. Sie steigt von Oktober bis Mai um etwa 8 PPMv und sinkt von Juni bis September um etwa 6 PPMv. Während der Hochlaufphase, vom Herbst bis zum frühen Frühjahr, ist die Photosynthese deutlich reduziert, und die Nettoveränderung ist ein Anstieg der atmosphärischen CO2-Konzentration. Im April 2020 kam es jedoch zu einem pandemiebedingten Rückgang der anthropogenen CO2-Konzentration um etwa 18 %, wobei jedoch keine Veränderung der Anstiegsrate zu beobachten war; die Kurve sah im Wesentlichen wie im Vorjahr aus. In ähnlicher Weise war die maximale Konzentration, die im Mai erreicht wurde, praktisch dieselbe wie in den Jahren 2018-2019, obwohl die geschätzten anthropogenen CO2-Emissionen von Dezember 2019 bis Mai 2020 reduziert wurden.

Die anthropogenen CO2-Quellen, die nicht alle aus der Verbrennung fossiler Brennstoffe stammen, machen nur etwa 4 % des gesamten CO2-Flusses im Kohlenstoffkreislauf aus, was stark darauf hindeutet, dass der geringe Fluss an anthropogenem CO2 durch die biogenen Quellen und die Ausgasung aus dem sich erwärmenden Wasser in den Schatten gestellt wird, was zu einer vernachlässigbaren restlichen anthropogenen Akkumulation in der Atmosphäre führt.

Das gesamte CO2 wird auf die verschiedenen Senken (Luft, Wasser, Landpflanzen, Phytoplankton) verteilt, und zwar im Verhältnis zum Anteil an der jährlichen Gesamtsumme. Die Senken können nicht unterscheiden, ob das CO2 aus fossilen Brennstoffen, aus der Pflanzenatmung oder aus der bakteriellen Zersetzung stammt! Das heißt, wenn alle Emissionen fossiler Brennstoffe morgen auf magische Weise aufhören würden, könnten wir nur mit einem Rückgang der Wachstumsrate der atmosphärischen CO2-Konzentration um <4 % rechnen, nicht mit den 50 %, die man uns weismachen will.

Das Problem ist, dass Quellen und Senken empfindlicher auf die CO2-Häufigkeit (Partialdruck) reagieren als auf andere Unterschiede wie das Atomgewicht der CO2-Moleküle. Daher können die Quellen nicht signifikant zwischen anthropogenen und natürlichen Quellen, wie biogenem CO2 oder Meeresausgasungen, unterscheiden. Das Gleiche gilt für Senken, mit der bemerkenswerten Ausnahme, dass photosynthetische Organismen eine leichte Präferenz für leichte CO2-Moleküle mit einem 12C-Isotop zeigen. Das ist der Punkt der kleinen Geschichte über die M&Ms. Das heißt, wenn die Person, die die restlichen Süßigkeiten beansprucht, keine mitgebracht hätte, wären wahrscheinlich immer noch einige Süßigkeiten übrig, auch wenn es offensichtlich nicht seine gewesen sein können.

Eine andere Betrachtungsweise ist, dass bei einer Näherung erster Ordnung, bei der die Isotopenfraktionierung außer Acht gelassen wird, die Senken der Atmosphäre CO2 in direktem Verhältnis zur relativen Häufigkeit der CO2-Quellen entziehen sollten. Das heißt, wenn es einen jährlichen Nettozuwachs von 2 oder 3 PPM gibt, muss fast alles davon aus den Quellen mit dem größten Vorkommen stammen – ozeanische Ausgasung und biogene Atmung. Das gleiche Argument über den trivialen Beitrag vulkanischer Aktivitäten gilt auch für die anthropogenen Emissionen.

Die meisten der behaupteten Belege für die anthropogene CO2-Konzentration in der Atmosphäre beruhen auf Veränderungen der isotopischen Kohlenstoffanteile. Das Argument lautet, dass fossile Brennstoffe ein geringes Defizit an 13C aufweisen und der gemessene Anstieg des relativen Anteils von 12C in der Atmosphäre daher von CO2 aus fossilen Brennstoffen herrühren muss. Die Situation ist komplexer als angenommen, denn neuere Arbeiten (Kieft et al., 2021) haben gezeigt, dass die bakterielle Wiederverwertung von gelösten organischen Stoffen in den Ozeanen das 13C-Isotop anreichern kann!

Während der Nacht atmen die Pflanzen CO2 aus. Schlafende Laubbäume atmen (im Winter) noch über ihre Wurzeln. Immergrüne Bäume in borealen Wäldern atmen jedoch mehr, weil sie ihre Nadeln behalten. Ich würde erwarten, dass diese Atmung, die zum CO2-Anstieg im Winter beiträgt, einen Mangel an 13C aufweist.

Ein weiterer Fehler in der Isotopenverteidigung ist, dass es eine Präferenz für leichtes (12C-reiches) CO2 geben sollte, das von der Ozeanoberfläche ausgast, weil der Wind weniger Energie benötigt, um es abzutransportieren, als für die schwereren Moleküle. Mir ist nicht bekannt, dass irgendjemand dies bei der Verteidigung der Behauptung, der Anstieg des atmosphärischen CO2 sei das Ergebnis anthropogener Emissionen, in Betracht gezogen hat, obwohl einige frühe Arbeiten (Doctor, et al., 2008) mit Süßwasser durchgeführt wurden. Darüber hinaus zeigen Mayorga et al. (2012), dass eine Isotopenfraktionierung zwischen den gelösten Kohlenstoffspezies Kohlensäure, wässriges Bikarbonat und wässriges Karbonat bei der Umwandlung zwischen den Spezies, bei pH-Änderungen sowie bei Ausgasungen stattfindet.  Frühere Arbeiten von Wanninkhof (1985) ließen einige Fragen unbeantwortet, stellten aber fest:

„Ein Box-Modell von Keeling et al. (1980) zeigt einen Unterschied in der δ13C-Veränderung in der Atmosphäre von 1956 bis 1978 von 0,15 ‰, je nachdem, ob eine Luft-Wasser-Fraktionierungskonstante von -14 ‰ oder 0 ‰ verwendet wird. Dies ist ziemlich signifikant, wenn man bedenkt, dass die gesamte δ13C-Veränderung in der Atmosphäre in den letzten 100 Jahren etwa -I ‰ beträgt, basierend auf Baumringdaten (Peng et al., 1983).“

EVIDENCE TIME

Seit dem Start des Satelliten Orbiting Carbon Observatory-2 (OCO-2) Ende 2014 habe ich viele CO2-Karten gesehen. Die meisten von ihnen konnte ich bei einer allgemeinen Online-Suche nicht finden. Auf der OCO-2-Website des NASA JPL waren sie nicht verfügbar. Das gesamte Archiv wurde offenbar neu aufbereitet, aber alles, was ich finden konnte, waren Daten aus den Jahren 2015 bis 2017. Mindestens ein Video wurde von der NASA JPL OCO-2-Website gelöscht (der Link funktioniert nicht). Die neueren Karten sind nicht so benutzerfreundlich wie die ursprünglichen Grafiken, die der Öffentlichkeit zugänglich gemacht wurden. Bei der Suche nach geeigneten OCO-2 CO2-Karten haben mich zwei Dinge beeindruckt: 1) Wie schwierig es war, bereits veröffentlichte Karten zu finden, und 2) wie groß die Unterschiede zwischen den wenigen verfügbaren Karten waren.

Obwohl CO2 innerhalb der Grenzen der quantitativen Auflösung als „gut durchmischt“ bezeichnet wird, variiert die Konzentration, der Ort und die Jahreszeiten erheblich. Die früheste CO2-Karte des OCO-2-Satelliten ist für diese Diskussion wahrscheinlich am nützlichsten, da sie die Verteilung der Konzentrationen für einen 5-Wochen-Zeitraum während des Beginns (Tiefpunkt) der saisonalen Anstiegsphase für die Nordhemisphäre (NH) zeigt.

Abbildung 1a (unten) ist die erste Veröffentlichung von OCO-2-Daten auf der Tagung der Amerikanischen Geophysikalischen Union 2014. Es scheint, dass die Hauptquellen auf dem Land liegen, wie das Amazonasbecken und das südliche Afrika, mit sekundären Quellen aus Ausgasungen in den Ozeanen in einem äquatorialen Gürtel. Dies sind keine Regionen mit hoher Bevölkerungsdichte oder konzentrierten industriellen Aktivitäten.

Abbildung 1b, die mit Daten von etwa zwei Monaten später erstellt wurde, zeigt, wie sehr sich die Lage der wichtigsten Quellen in nur einem Monat in der frühen NH-Hochlaufphase verändert hat. Keiner der roten und nur ein kleiner Teil der gelben Einträge stammt von Autos oder Fabriken. Natürliche biogene Quellen in Verbindung mit verrottendem Kompost, der auf dem Boden liegt, und die Atmung immergrüner Bäume, insbesondere in den borealen Wäldern Nordamerikas und Sibiriens, dominieren eindeutig die Quellen der nördlichen Hemisphäre. Die Ausgasungen aus den tropischen Ozeanen sind verschwunden, vielleicht weil es noch früh im Winter ist und die Oberflächengewässer abgekühlt sind. Es scheint, dass es immer noch ein Band nördlicher CO2-Quellen aus dem Ozean gibt, das jedoch möglicherweise das Ergebnis von abgestorbenem, sich zersetzendem Phytoplankton ist, das sich immer noch nahe der Oberfläche befindet.

Abbildungen 1a und 1b. CO2-Karten des Satelliten OCO-2. (Quelle: NASA JPL)

Die Kurve für die CO2-Anstiegsphase 2014-2015 (siehe Abbildung 2 unten) ist typisch für die letzten 30 Jahre, auch wenn das Maximum im Mai niedriger ist als in den letzten Jahren. Das folgende Jahr war jedoch ein El-Niño-Jahr, und das Mai-Hoch war typisch für die letzten Jahre. Dies deutet darauf hin, dass die Temperatur die CO2-Konzentration steuert.

Man beachte, dass die Abweichungen von den linearen Regressionslinien in den meisten Jahren wiederkehren und nicht nur zufällige Schwankungen der interannuellen Varianz sind.
Grundsätzlich scheint es so zu sein, dass der CO2-Anstieg, wie er in der Herbst-Frühjahrs-Anstiegsphase zu beobachten ist, nicht durch die Abstiegsphase im Sommer ausgeglichen wird, obwohl die Steigung der Sommerkurve steiler ist.

Abbildung 2. CO2-Konzentrationen 2014-2015 in der Hochlauf- und Absenkphase.

Die blau markierten Monate (1 & 3) entsprechen den beiden Karten in Abb. 1a und 1b.

SUMMARY TIME (und das Leben ist einfach)

Die wichtigsten CO2-Quellen sind während der saisonalen Hochlaufphase räumlich nicht mit hohen Bevölkerungsdichten oder industriellen Aktivitäten verbunden, mit der möglichen Ausnahme von China.

Es ist unwahrscheinlich, dass mehr als ein kleiner Teil der jährlichen anthropogenen Emissionen in der Atmosphäre verbleibt, da ihr Anteil am gesamten jährlichen Quellenfluss <4% beträgt.  Die Feststellung, dass der jährliche Anstieg der atmosphärischen CO2-Konzentration etwa die Hälfte der anthropogenen Emissionen beträgt, ist wahrscheinlich eine Scheinkorrelation.

Die Bilanzierung der Veränderung der atmosphärischen CO2-Isotopenzusammensetzung infolge der Emissionen fossiler Brennstoffe ist nicht für alle potenziellen Quellen der Isotopenfraktionierung eindeutig.

Eine alternative Interpretation des derzeitigen Paradigmas ist, dass die Erwärmung der Erde vor dem Hintergrund relativ konstanter anthropogener Emissionen eine Zunahme der Ausgasung aus dem Ozean und der biogenen Emissionen während der saisonalen CO2-Anstiegsphase bewirkt. Während der Absenkungsphase sind die sich erwärmenden Gewässer in den hohen Breitengraden weniger effektiv in der Lage, das CO2 in der Atmosphäre zu binden. Außerdem führt das erhöhte CO2 in der Atmosphäre während der Absenkungsphase zu einem verstärkten Wachstum der Vegetation und des photosynthetischen Planktons, das jedoch nur ausreicht, um eine CO2-Menge zu binden, die etwa der Hälfte der jährlichen anthropogenen Emissionen entspricht. Ohne anthropogene Emissionen könnte man daher erwarten, dass die Zunahme des atmosphärischen CO2 96 % des derzeitigen jährlichen CO2-Gesamtflusses ausmacht. Der durchschnittliche jährliche Nettoanstieg des atmosphärischen CO2 beträgt in den letzten 30 Jahren etwa 1,8 PPM. Daher könnte man erwarten, dass der jährliche Anstieg ohne anthropogenes CO2 bei etwa 1,7 PPM liegen würde. Da fossile Brennstoffe jedoch nur etwa 95 % der anthropogenen Emissionen ausmachen und es nicht praktikabel ist, die Herstellung von Zement und die Verwendung von CO2 als industrieller Rohstoff einzustellen, wäre der jährliche Nettozuwachs etwas größer als 1,7 PPM. Es ist also nicht zu erwarten, dass selbst eine drastische Verringerung der anthropogenen CO2-Emissionen mehr als vernachlässigbare Auswirkungen haben wird!

Wenn die Temperaturen sinken, spricht man von Wetter, wenn sie aber steigen, von Klima. Ähnlich verhält es sich mit dem CO2 in der Atmosphäre. Wenn die Konzentrationen in der Atmosphäre steigen, wird behauptet, dass dies ausschließlich auf die zunehmenden anthropogenen Emissionen zurückzuführen ist. Wenn die anthropogenen Emissionen zurückgehen, heißt es, dass die natürliche Variabilität den erwarteten Rückgang verdeckt.

CITATION TIME

Brandon Kieft, Zhou Li, Samuel Bryson, Robert L. Hettich, Chongle Pan, Xavier Mayali, Ryan S. Mueller (2021).  Phytoplankton exudates and lysates support distinct microbial consortia with specialized metabolic and ecophysiological traits. Proceedings of the National Academy of Sciences Oct 2021, 118 (41) e2101178118; DOI: 10.1073/pnas.2101178118  https://www.pnas.org/content/pnas/118/41/e2101178118.full.pdf

Doctor, D. H., Kendall, C., Sebestyen, S. D., Shanley, J. B., Ohte, N., & Boyer, E. W. (2008). Carbon isotope fractionation of dissolved inorganic carbon (DIC) due to outgassing of carbon dioxide from a headwater stream. Hydrological Processes, 22(14), 2410-2423. https://doi.org/10.1002/hyp.6833

Mayorga, E., A.K. Aufdenkampe, C.A. Masiello, A.V. Krusche, J.I. Hedges, P.D. Quay, J.E. Richey, and T.A. Brown. (2012). LBA-ECO CD-06 Isotopic Composition of Carbon Fractions, Amazon Basin River Water. Data set. Available on-line [http://daac.ornl.gov ] from Oak Ridge National Laboratory Distributed Active Archive Center, Oak Ridge, Tennessee, U.S.A. http://dx.doi.org/10.3334/ORNLDAAC/1120

Wanninkhof, Rik (1985) Kinetic fractionation of the carbon isotopes 13C and 12C
during transfer of CO2 from air to seawater, Tellus B: Chemical and Physical Meteorology, 37:3,
128-135, DOI: 10.3402/tellusb.v37i3.15008  https://www.tandfonline.com/doi/pdf/10.3402/tellusb.v37i3.15008

Link: https://wattsupwiththat.com/2021/12/16/co2-party-having-fun-with-probabilities/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Kontrolliert die KP Chinas Extinction Rebellion?

Paul Homewood, NOT A LOT OF PEOPLE KNOW THAT

Ein Beitrag von David Rose mit einer nachdrücklichen Beschreibung, wie China unsere grünen nützlichen Idioten benutzt:

Nur wenige Blocks vom Platz des Himmlischen Friedens entfernt, inmitten des prunkvollen Pekinger Hotel Convention Centre, versammelte sich im September eine Reihe hochrangiger Funktionäre der Kommunistischen Partei, um eine klare Botschaft zu verkünden: „China wird sich auf die Senkung der Kohlendioxidemissionen konzentrieren…, um eine grüne Entwicklung zu fördern und seine Ökologie kontinuierlich zu verbessern“. Die Jahreshauptversammlung des China Council for International Co-operation on Environment and Development (CCICED) war in vollem Gange.
Tosender Beifall erfüllte den Raum, obwohl dies kaum unerwartet war. Konferenzen der KPCh sind in der Regel nicht von Dissens geprägt, vor allem nicht, wenn sie von Leuten wie Xie Zhenhua, dem Leiter der chinesischen Delegation in Cop26, und Vizepremier Han Zheng, einem der sieben Mitglieder des Ständigen Ausschusses des Politbüros, der obersten Elite der Partei, besucht werden. Während der Saal vor optimistischer Ökorhetorik nur so strotzte, konnte man fast vergessen, dass China der weltweit größte Verursacher von Treibhausgasen ist – und dass allein die neuen Kohlekraftwerke in seiner Baupipeline eine größere Kapazität haben als der gesamte Kraftwerkspark Großbritanniens.

Das Bemerkenswerte an diesem Treffen war jedoch die überraschende Anwesenheit einer externen Delegation: Neben den KPCh-Apparatschiks, die auf einer Reihe von im Raum verteilten Bildschirmen zu sehen waren, nahmen auch eine Reihe begeisterter Briten und anderer Westler teil. Dem offiziellen Konferenzbericht zufolge lobten die „ausländischen Komiteemitglieder und Partner Chinas ökologischen Zivilisationsaufbau und seine neuen und größeren Beiträge zur Förderung des Aufbaus einer sauberen und schönen Welt“.

Wer waren diese Leute? Seltsamerweise handelte es sich um ein wahres Who’s Who der britischen, europäischen und amerikanischen Klimaaktivisten.

Der ganze Beitrag steht hier.

Link: https://wattsupwiththat.com/2021/12/15/does-the-ccp-control-extinction-rebellion/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

Die China Connection von Extinction Rebellion

Es ist schon auffallend, dass jedem, der in sozialen Medien das Thema der Internationalität von Reduzierungsbemühungen bei Treibhausgas-Emissionen anspricht, eine Art geflügeltes Wort entgegenhalt: Aber China! Gemeint ist damit, dass wir (in diesem Fall die Europäer) doch bitte bei uns selbst anfangen sollen und nicht auf die Problematik des großen Anteils China an den Treibhausgas-Emissionen verweisen sollen. Die Realität ist allerdings, dass eine 10% Minderung in der EU für China gerade mal 3% bedeutet. Oder anders gesagt, Europa kann sich einen Wolf sparen, es wird sofort von anderen Ländern wie China oder Indien locker aufgefangen.

Dieses, “wir sollten doch erst einmal bei uns anfangen” ignoriert, dass Europa seit Jahren einspart. Wenn wie zu erwarten, 2021 es wieder einen Anstieg geben wird, dann liegt das für Deutschland an seinen Entscheidungen, aus der CO2 armen Kernenergie auszusteigen und gleichzeitig auf wetterabhängige Umwelttechnik wie Windkraft zu setzen. Spielt das Wetter nicht mit, dann müssen fossile Brennstoff einspringen, wir haben nichts anderes.

Der englische Investigativ-Journalist Dave Rose hat in diesem Zusammenhang einen sehr aufschlussreichen Bericht verfasst bei Unherd. So waren wohl einige einflussreiche europäische und amerikanische Klimaaktivisten in Peking anwesend, als die Kommunistische Partei ihre Ziele bei der Reduzierung von Kohlenstoff-Emissionen verkündete. Nun sind Pläne das eine, die Wirklichkeit ist aber etwas anderes. China baut Kohle gerade massiv aus. Die anwesenden nicht-chinesischen Teilnehmer schienen sich dessen nicht bewusst zu sein und applaudierten den Plänen der chinesischen Führung.

Zu den Gästen, die laut klatschten, gehörten Nicholas Stern, Vorsitzender des Grantham Centre on Climate Change an der London School of Economics und ein langjähriger Regierungsberater von Tony Blair, Kate Hampton, Geschäftsführerin der Children’s Investment Fund Foundation (CIFF), die hauptsächlich vom Milliardär Sir Christopher Hohn finanziert wird, einem wichtigen Geldgeber von Extinction Rebellion. Ebenfalls anwesend waren Laurence Tubiana, Frankreichs ehemalige Klimabotschafterin und jetzt Geschäftsführerin der European Climate Foundation, außerdem Vertreter von ClientEarth, einer Anwaltskanzlei, die sich auf Umweltklagen spezialisiert hat, sowie Vertreter von WWF, Natural Resources Defense Council, das World Resources Institute und die Energy Foundation.

Rose nimmt Bezug auf das Buch “Hidden Hand: How the Communist Party is Reshpung the World”. Es handelt von Einfluss China auf westliche Demokratien. China würde gern zum 100. Jahrestag seiner kommunistischen Revolution 2049 die globale Vorherrschaft erreichen. Ob das nun griffig ist oder nicht, zahlreiche europäische Vertreter der Klimabewegung scheint das nicht zu stören. Sie machen fleißig mit bei der Diskurskontrolle durch China und merken es nicht einmal. Dieses spöttische “Aber China!” läuft ganz im Sinne Chinas. Es nimmt das Land aus dem Fokus bei den Bemühungen Emissionen zu reduzieren. Vollends schräg wird es bei dem Gedanken, dass die NGOs hier einem Land auf die Schulter klopfen, dass NGOs in ähnlicher Form im eigenen Land brutal unterdrückt.

China hat aus seiner Sicht alles richtig gemacht. Es darf weiter fleißig emittieren und bekommt dafür sogar die Anerkennung führender europäischen NGOs, es hat die Kontrolle über den Diskurs in Europa und kann gelassen beobachten, wie sich Europa gerade selber freiwillig herunterwirtschaftet. Wir empfehlen bei dem langen englischen Artikel die automatische Übersetzung, wie sie einige Browser bereits anbieten.