Russland hat recht: Es gibt keinen Zusammenhang zwischen Klima, nationaler Sicherheit und der UN-Mission

H. Sterling Burnett von ClimateREALISM

Russland hat kürzlich sein Veto gegen die Resolution des UN-Sicherheitsrats eingelegt, mit der der Klimawandel als Bedrohung für den Weltfrieden und die internationale Sicherheit eingestuft werden soll. Es war richtig, die Bemühungen der Vereinten Nationen um eine Ausweitung ihres Auftrags zu blockieren.

Wie in einem Bericht der Associated Press (AP) mit dem Titel [übersetzt] „Russland legt Veto gegen UN-Resolution ein, die Klimawandel und Sicherheit miteinander verknüpft“ beschrieben, hätte die Resolution den Kampf gegen den Klimawandel in den Mittelpunkt der Kernaufgabe der Vereinten Nationen gestellt, die darin besteht, den internationalen Frieden und die Sicherheit zu wahren, freundschaftliche Beziehungen zwischen den Nationen zu entwickeln und internationale Zusammenarbeit zu erreichen. Zusammen mit Russland torpedierten Indien, das ebenfalls mit Nein stimmte, und China, das sich zwar der Stimme enthielt, sich aber gegen die Resolution aussprach, diese Bemühungen.

„Der von Irland und Niger eingebrachte Vorschlag forderte, Informationen über die sicherheitspolitischen Auswirkungen des Klimawandels in die Strategien des Rates zur Bewältigung von Konflikten sowie in friedenserhaltende Maßnahmen und politische Missionen einzubeziehen, zumindest manchmal“, schreibt die AP. „Die Maßnahme forderte auch den UN-Generalsekretär auf, klimabedingte Sicherheitsrisiken zu einem zentralen Bestandteil“ der Konfliktprävention zu machen und darüber zu berichten, wie diese Risiken in bestimmten Krisenherden angegangen werden können.

Russland, Indien und China hatten Recht, die Klima-/Konfliktresolution abzulehnen. Es gibt keine Beweise dafür, dass der Klimawandel bewaffnete globale Konflikte verursacht oder verschlimmert, und er verursacht auch keine Massenmigration, die in einigen Regionen zu Konflikten geführt hat, wie zum Beispiel hier, hier und hier auf Climate Realism gezeigt wird. Außerdem, wie zum Beispiel hier, hier und hier gezeigt wird, gibt es auch keine Beweise dafür, dass der Klimawandel die militärische Bereitschaft in den Vereinigten Staaten oder anderswo auf der Welt beeinträchtigt.

Dem AP-Bericht zufolge äußerten die UN-Botschafter Chinas, Indiens und Russlands die Besorgnis, dass „die Aufnahme des Klimawandels in den Zuständigkeitsbereich des Sicherheitsrates die globalen Spaltungen nur vertiefen würde“.

Die AP berichtet, dass der russische Botschafter Vassily Nebenzia sagte, die vorgeschlagene Resolution würde „’ein wissenschaftliches und wirtschaftliches Thema in eine politisierte Frage verwandeln‘, die Aufmerksamkeit des Rates von … ‚echten‘ Konfliktquellen an verschiedenen Orten ablenken und dem Rat einen Vorwand geben, in praktisch jedem Land der Welt zu intervenieren. Dieser Ansatz wäre eine tickende Zeitbombe“, sagte Nebenzia.

Der chinesische Botschafter Zhang Jun stimmte dem zu und sagte: „Was der Sicherheitsrat tun muss, ist keine politische Show“.

Die geopolitischen Schachzüge Chinas und Russlands sind oft zu beanstanden. Aber ihre Aktion, die UNO daran zu hindern, die globale Erwärmung als internationales Sicherheitsproblem und Bedrohung des Friedens zu behandeln, war gerechtfertigt. Es gibt viele Konfliktherde innerhalb und zwischen Nationen. Es gibt keinen Beweis dafür, dass der Klimawandel eine davon ist. Die UNO hat bei ihren Bemühungen, Konflikte zu verringern und den Frieden in der Welt zu sichern, mehr als genug zu tun, ohne sich auf eine ungerechtfertigte Tangente einzulassen und den Klimawandel zu einem zentralen Anliegen zu machen.

H. Sterling Burnett, Ph.D. is managing editor of Environment & Climate News and a research fellow for environment and energy policy at The Heartland Institute. Burnett worked at the National Center for Policy Analysis for 18 years, most recently as a senior fellow in charge of NCPA’s environmental policy program. He has held various positions in professional and public policy organizations, including serving as a member of the Environment and Natural Resources Task Force in the Texas Comptroller’s e-Texas commission.

Link: https://wattsupwiththat.com/2021/12/21/russia-is-right-there-is-no-connection-between-climate-national-security-and-the-united-nations-mission/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Der Osten verurteilt den Klima-„Kolonialismus“ des Westens

Vijay Jayaraj

Die brisanten Äußerungen des indischen Premierministers Narendra Modi überraschen niemanden, der den Widerstand Indiens und Chinas gegen den Druck des Westens zur Verabschiedung einer Klimapolitik, die den wirtschaftlichen Zielen der beiden Länder zuwiderläuft, genau beobachtet hat.

„Die koloniale Mentalität ist noch nicht verschwunden“, sagte Modi auf einer Veranstaltung zum Tag der Verfassung. „Wenn wir über die absoluten kumulativen (Kohlenstoff-)Emissionen sprechen, haben die reichen Länder seit 1850 bis heute 15 Mal mehr emittiert… Die Pro-Kopf-Emissionen sind in den USA und der EU ebenfalls 11 Mal höher.“

In der Vergangenheit haben hochrangige Minister den kolonialen Charakter der Klimapolitik angeprangert. Dies ist jedoch das erste Mal, dass Modi in diesem Zusammenhang öffentlich an den Kolonialismus des 18. und 19. Jahrhunderts erinnert, als westliche Länder Indien und anderen Kolonien grundlegende Rechte und Autonomie verweigerten.

Der Kohlenstoff-Imperialismus ist kein Mythos. Der wirtschaftliche Erfolg der modernen westlichen Gesellschaft ist eine Frucht des Industriezeitalters, das von fossilen Brennstoffen angetrieben wurde. Auch im 21. Jahrhundert sind alle großen entwickelten Volkswirtschaften für ihren Primärenergiebedarf auf diese Brennstoffe angewiesen. Den Entwicklungsländern das gleiche Wachstum zu verweigern, ist eine Heuchelei, die an den Kolonialismus erinnert, unter dem das Schicksal von Milliarden von Menschen von den Führern des industrialisierten Westens entschieden wurde.

„Es wird versucht, den Entwicklungsländern den Weg und die Ressourcen zu versperren, über die die Industrienationen dorthin gelangt sind, wo sie heute stehen“, sagte Modi. „In den vergangenen Jahrzehnten wurde dafür ein Netz aus verschiedenen Begriffen gesponnen. Aber das Ziel war immer, den Fortschritt der Entwicklungsländer zu stoppen. Es wird auch versucht, das Thema Umwelt für diesen Zweck zu missbrauchen. Ein Beispiel dafür haben wir auf dem jüngsten COP26-Gipfel gesehen…. Heute existiert keine Nation mehr als Kolonie einer anderen Nation. Das bedeutet aber nicht, dass die koloniale Denkweise beendet ist… Noch immer wird Indien über Umweltschutz belehrt.“

Modi sprach auch indische Aktivisten, politische Entscheidungsträger und Organisationen an, die eine Anti-Fossil-Haltung vertreten. Er warf ihnen vor, den Fortschritt zu behindern: „Leider gibt es auch in unserem Land solche Leute, die die Entwicklung der Nation im Namen der Meinungsfreiheit aufhalten, ohne die Bestrebungen der Nation zu verstehen. Diesee Leute tragen nicht die Hauptlast, aber die Mütter, die keinen Strom für ihre Kinder bekommen, tragen sie.“

Modi hat Recht. Hunderte von Millionen Menschen in Indien haben keinen Zugang zu ununterbrochener Stromversorgung. Was für die Menschen in den Industrieländern selbstverständlich ist, ist für Millionen hier noch immer ein Luxus. Mütter verrichten stundenlang Handarbeit, Kinder haben keinen Strom, um für ihre Prüfungen zu lernen, und die Industrie verliert Millionen von Dollar durch beschädigte Anlagen aufgrund unzuverlässiger Stromversorgung. Stromausfälle behindern sogar die medizinischen Verfahren in ländlichen Krankenhäusern. Ohne zuverlässige Elektrizität kann Indien kein schnelles Wirtschaftswachstum erreichen, das notwendig wäre, um 300 Millionen Menschen aus der Armut zu befreien.

Gleichzeitig haben die Inder mit die niedrigsten Pro-Kopf-Kohlenstoffemissionen. Indiens Pro-Kopf-Emissionen wurden mit nur 1,91 Tonnen pro Jahr (2016) gemessen, während sie in den USA bei 15,52 und in Kanada bei 18,58 lagen.

Außerdem gibt es keinen Beweis dafür, dass globale CO2-Emissionen eine katastrophale Erwärmung verursachen können. Apokalyptische Vorhersagen sind Projektionen aus Computermodellen, die sich als fehlerhaft erwiesen haben. Diese Modelle (die von den UN-Klimaalarmisten und anderen verwendet werden) übertreiben die Erwärmung um ein Vielfaches, da sie so konzipiert sind, dass sie extrem empfindlich auf menschliche CO2-Emissionen reagieren. Es gibt also keinen guten Grund für Indien, dem Klimadruck des Westens nachzugeben.

Es hat lange gedauert, bis das Staatsoberhaupt von 1,3 Milliarden Menschen die widerliche Heuchelei der westlichen Eliten und ihre ständigen Versuche, den Ländern, in denen sie nicht gewählt sind, die Energiepolitik zu diktieren, beim Namen nannte. Dennoch markiert Modis mutiger Schritt, westliche Führer mit einer „kolonialistischen Mentalität“ zu kennzeichnen, eine wichtige Wende in der globalen Klimapolitik.

[Hervorhebung vom Übersetzer]

This post originally appeared at Co2 Coalition and has been republished here with permission.

Link: https://cornwallalliance.org/2021/12/the-east-slams-the-wests-climate-colonialism/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Die Dekarbonisierung kann die von der Zivilisation nachgefragten Produkte nicht herstellen

Ronald Stein

Noch zum Ende des 19. Jahrhunderts war die Welt „dekarbonisiert“, gab es doch keine Kohle- oder Erdgaskraftwerke, und das, was die Beverly Hillbillies in ihren Situationskomödien der 1960er Jahre als „Öl, schwarzes Gold, texanischer Tee“ bezeichneten, war noch nicht als etwas entdeckt worden, das zu brauchbaren Produkten verarbeitet werden konnte.

Vor 1900 war das Leben hart und schmutzig. Die meisten Menschen kamen nie weiter als 100-200 Meilen von ihrem Geburtsort weg, und die Lebenserwartung war gering. Heute wird Erdöl zu allen Produkten verarbeitet, die in der medizinischen Industrie, in der Düngemittelindustrie, in der Elektronik und in mehr als 6.000 anderen Produkten verwendet werden, die die Grundlage für Lebensstil und Wirtschaft bilden.

Weltweit gibt es Bestrebungen, Strom durch Wind und Sonne erzeugen zu lassen, um die Stromerzeugung durch Kohle und Erdgas zu dekarbonisieren. Der „andere“ fossile Brennstoff, das Erdöl, steht auf der Kippe bei den Bemühungen, ALLE 3 fossilen Brennstoffe abzuschaffen, aber Erdöl wird nur selten zur Stromerzeugung verwendet!

Saule Omarova, die sich als Bidens Kandidatin für den Posten des Comptroller of the Currency zurückzog, will, dass die Kohle-, Öl- und Gasindustrie „in Konkurs geht“. Dies zeigt, dass sie entweder nicht weiß oder nicht wissen will, wie Leben und Wirtschaft der Welt vor 1900 aussahen. Vor 1900 gab es weder Kohle- und Erdgas-erzeugte Elektrizität noch irgendwelche Produkte oder aus Erdöl hergestellte Brennstoffe, die für Fluggesellschaften, Schiffe und das Militär auf der ganzen Welt benötigt wurden! Wäre sie in ihrem Amt bestätigt worden, wollte Saule Omarova die Welt in die Zeit der Dekarbonisierung um 1800 zurückversetzen.

In dem Maße, in dem Umwelt-, Sozial- und Governance-Faktoren (ESG-Faktoren) auf der Tagesordnung nach oben klettern, geht die Erkenntnis verloren, dass Rohöl in erster Linie NICHT für die Stromerzeugung, sondern für die Herstellung von Derivaten und Kraftstoffen verwendet wird, die die Grundlage für alles sind, was die Wirtschaft und der Lebensstil zum Bestehen und Gedeihen brauchen. Energie-Realismus erfordert, dass die Gesetzgeber, politischen Entscheidungsträger und Medien, die eine weit verbreitete Unkenntnis über die Verwendung von Erdöl an den Tag legen, das erschütternde Ausmaß der Herausforderung der Dekarbonisierung verstehen.

Das Öl, das die Kindersterblichkeit senkte, die Lebenserwartung auf über 80 Jahre verlängerte und die Weltbevölkerung in weniger als zwei Jahrhunderten auf 8 Milliarden Menschen anwachsen ließ, wird nun benötigt, um die Nahrungsmittel, die medizinische Versorgung und die Kommunikationsmittel bereitzustellen, die für die Aufrechterhaltung und das Wachstum dieser Bevölkerung erforderlich sind. Wie können führende Politiker der Welt bewusst den Untergang des Erdöls unterstützen?

Nur weil zwei der mehr als 6.000 aus Erdöl hergestellten Produkte Benzin- und Dieselkraftstoffe für Kurzstrecken- und Leichtfahrzeuge wie Autos und Lastwagen sind, warum sollte man den Untergang des Erdöls weiter verfolgen? Die EV-Technologie macht Fortschritte, um diese beiden Erdölprodukte zu ersetzen. EV-Besitzer haben bewiesen, dass ihre Nutzung von EVs für ca. 5.000 Meilen pro Jahr eine echte Chance darstellt, diesen Bedarf an Kurzstrecken mit EVs zu decken.

Was steckt hinter der Motivation, eine sich verschlechternde Erdölinfrastruktur zu fördern, die den 700 Raffinerien weltweit, welche Erdölprodukte für die weltweite Infrastruktur und die 8 Milliarden Menschen herstellen, garantiert irreparablen Schaden zufügen wird, da die Bemühungen, die Verwendung von Erdöl einzustellen, die größte Bedrohung für die Zivilisation darstellen könnten, nicht der Klimawandel?

Die Absage der Keystone XL-Pipeline hat die weltweiten Emissionen und die Kosten für die Amerikaner erhöht, da das kanadische Rohöl nun an die Westküste transportiert wird, von wo aus es dann auf dem Landweg nach China verschifft wird. Nachdem China das Rohöl in einem Land mit deutlich weniger Umweltkontrollen als Amerika zu verwertbaren Produkten verarbeitet hat, werden diese Produkte über luftverschmutzende Schiffe zu den Häfen an der Westküste zurück nach Amerika verschifft, um dort verbraucht zu werden.

Die derzeitige Leidenschaft, eine Welt mit nur intermittierendem Strom aus Brisen und Sonnenschein zu verwirklichen, lässt die unbeabsichtigten Folgen einer Welt ohne Rohöl und die daraus hergestellten Produkte außer Acht.

Die Unterzeichner der grünen Bewegung haben es versäumt, sich vorzustellen, wie das Leben ohne die Erdöl-Infrastruktur und die aus Erdöl hergestellten Produkte aussah, die es vor 1900 noch nicht gab, als wir sie hatten:

● KEINE Medikamente und medizinische Geräte

● KEINE Impfstoffe

● KEINE Wasserfiltersysteme

● KEINE Abwassersysteme

● KEINE Düngemittel für die Ernährung von Milliarden von Menschen

● KEINE Pestizide zur Bekämpfung von Heuschrecken und anderen Schädlingen

● KEINE Kommunikationssysteme, einschließlich Handys, Computer, iPhones und iPads

● KEINE Fahrzeuge

● KEINE Fluggesellschaften, die heute 4 Milliarden Menschen um die Welt befördern

● KEINE Kreuzfahrtschiffe, die heute 25 Millionen Passagiere rund um die Welt befördern

● KEINE Handelsschiffe, die Produkte in die ganze Welt transportieren

● KEINE Reifen für Fahrzeuge

● KEIN Asphalt für Straßen

● KEIN Raumfahrtprogramm.

Windturbinen und Solarpaneele können zwar intermittierend Strom aus Wind und Sonne erzeugen, um das Stromnetz teilweise zu dekarbonisieren, aber diese erneuerbaren Energien können keine Derivate herstellen, die aus dem „schwarzen Gold“ gewonnen werden, das die Grundlage des Lebensstils und der Wirtschaft der modernen Gesellschaft bildet.

Autor: Ronald Stein is an engineer who, drawing upon 25 years of project management and business development experience, launched PTS Advance in 1995. He is an author, engineer, and energy expert who writes frequently on issues of energy and economics.

Link: https://www.cfact.org/2021/12/18/decarbonization-cannot-manufacture-the-products-demanded-by-civilization/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Erneuerbare-Energien-Dogmatismus: Die neue rote Bedrohung?

David Middleton

David Middleton: „Sind Sie jetzt oder waren Sie jemals Mitglied der Partei des Erneuerbare-Energien-Dogmatismus‘?“

Der Dogmatismus der erneuerbaren Energie macht die Welt rot. Man frage nur einmal Taiwan und die Ukraine

Patrick Hynes, 15. Dezember 2021

In der heutigen Zeit ist die Energiesicherheit eine Voraussetzung für die nationale Sicherheit. Als Amerika im Jahr 2019 energieunabhängig wurde, befreite es uns von den politischen Launen instabiler Länder. Aber dogmatische Linke auf der ganzen Welt haben deutlich gemacht, dass sie die Energiesicherheit für ihre Vorstellung von notwendiger Klimapolitik opfern werden, scheinbar ungestört von der Übertragung dieser Sicherheit an kommunistische und autoritäre Regime in China und Russland. Infolgedessen könnte die Welt eine Rote Revolution erleben, bevor sie überhaupt eine Grüne Revolution erlebt.

Während die USA in den letzten Jahren den Boom von Flüssigerdgas (LNG) für sich entdeckt haben, haben die europäischen Länder die Produktion fossiler Brennstoffe zurückgefahren und ihre Abhängigkeit von Importen fossiler Brennstoffe erhöht. Sie haben dies als „notwendiges“ Opfer gerechtfertigt, bis der Ausbau von Solar- und Windenergie aufgeholt hat. Es scheint sie nicht zu beunruhigen, dass Russland zum größten Lieferanten fossiler Brennstoffe in der EU geworden ist und rund 40 % des Flüssiggases und der Kohle in der EU liefert.

Diese übermäßige Abhängigkeit von russischem Gas hat Europa schließlich in Form einer selbstverschuldeten Energiekrise eingeholt. Sie verlassen sich nun darauf, dass Putin sie über den Winter rettet.

[…]

Bewaffnet mit diesem neu gewonnenen politischen Kapital hat Putin keine Zeit verschwendet, um seine begehrteste Beute ins Visier zu nehmen: Die Ukraine. Als Meister des politischen Schachs hat Putin geduldig auf die richtige Gelegenheit gewartet, um das fortzusetzen, was er 2014 mit der Krim begonnen hat. Die Energiekrise in Europa hat ihm diese Gelegenheit geboten, wie die Aufstockung von schätzungsweise 175 000 Soldaten entlang der ukrainischen Grenze zeigt. Da er im Grunde die Macht hat, vielen Westeuropäern in diesem Winter das Licht auszuschalten, weiß er, dass die NATO-Länder es sich zweimal überlegen werden, ob sie der Ukraine helfen, und er hat recht.

Auch in Taiwan sind die Spannungen so groß wie nie zuvor. Ähnlich wie bei Russland und der Ukraine erkennt China die Unabhängigkeit Taiwans nicht an. Der Westen schon, aber der Westen ist an der Entwicklung erneuerbarer Energien wie Windturbinen, Solarzellen und Elektrofahrzeugen interessiert. Für die Herstellung solcher Produkte werden Seltene Erden benötigt. Die Internationale Energieagentur schätzt, dass der Bedarf an Seltenen Erden, die vor allem für die Herstellung von Elektromotoren und Windturbinen verwendet werden, bis 2030 um das Zehnfache ansteigen wird, um bis 2050 eine Netto-Null-Energieversorgung zu erreichen.

Raten Sie mal, wer fast 70 % des Weltmarktes für Seltene Erden kontrolliert.

[…]

Der Westen ist sich dieses Problems bewusst – er ist bei der Entwicklung erneuerbarer Energien viel zu sehr von China abhängig – aber Bürokratie und mangelndes Fachwissen machen es unmöglich, zu konkurrieren. In dem Maße, in dem der Westen auf erneuerbare Energien setzt, wird er zunehmend von chinesischen Lieferketten abhängig sein, die mit Sklavenarbeit und Kohlenstoff-intensivem Bergbau verbunden sind. Es ist schwer vorstellbar, dass Xi Jinping diese Gelegenheit nicht nutzt, um Chinas globale Vorherrschaft auszubauen, angefangen mit der Rückeroberung Taiwans.

[…]

Wenn sich die Demokraten durchsetzen, werden wir in der gleichen Situation wie Europa enden. China wird die Lieferketten für erneuerbare Energien kontrollieren, und Russland wird die als Reserve benötigten fossilen Brennstoffe kontrollieren. Energiekrisen werden häufiger auftreten, vor allem wenn das Wetter aufgrund der globalen Erwärmung unbeständiger wird. Und der Kommunismus wird sich weltweit wie ein Lauffeuer ausbreiten. Vielleicht ist es das, was die Progressiven wollen.

Patrick Hynes is a Young Voices contributor and an editorial associate at The Conservation Coalition. He also serves as chairman of the Libertarian Party of Washington, DC, and ran for DC’s Delegate to Congress in 2020.

RealClearEnergy

Wenn Putin ernsthaft die Ukraine erobern will, ist dieser Winter wahrscheinlich seine beste Gelegenheit. Da die USA einen dementen „Präsidenten“ und einen noch weniger kompetenten „Vizepräsidenten“ haben und der Kongress mindestens für die nächsten 12 Monate von linken Eiferern kontrolliert wird, und Putin in der Lage ist, Europas Erdgasversorgung nach Lust und Laune abzuschalten, sitzt er buchstäblich auf dem Schalthebel. Warum sollte Putin also riskieren, den Dritten Weltkrieg auszulösen? Es ist ja nicht so, dass es eine lange Geschichte von vermeintlicher Schwäche der westlichen Demokratien gibt, die in der Vergangenheit Kriege ausgelöst hat…

Während wir bei den „erneuerbaren Versorgungsketten“ in hohem Maße von Rotchina abhängig sind, ist man dort auf importierte Kohle, Flüssiggas und Öl angewiesen. Dies könnte Rotchina davon abhalten, gegen Taiwan vorzugehen, es sei denn, sie setzen auch militärisch ihren Anspruch durch, dass das gesamte Südchinesische Meer zu ihren Hoheitsgewässern gehört.

Der Anspruch Rotchinas wurde vom Ständigen Schiedsgerichtshof in Den Haag gemäß dem Seerechtsübereinkommen der Vereinten Nationen für ungültig erklärt.

Peking hat dieses Urteil ignoriert.

Warum ist das Südchinesische Meer so bedeutend?

Die folgende EIA-Analyse wurde bereits im Jahre 2013 veröffentlicht:

Südchinesisches Meer

Übersicht

Das Südchinesische Meer ist eine wichtige Welthandelsroute und eine potenzielle Quelle von Kohlenwasserstoffen, insbesondere von Erdgas, wobei es konkurrierende Besitzansprüche auf das Meer und seine Ressourcen gibt.

Das Südchinesische Meer, das sich von Singapur und der Straße von Malakka im Südwesten bis zur Straße von Taiwan im Nordosten erstreckt, ist eine der wichtigsten Handelsrouten der Welt. Das Meer ist reich an Ressourcen und hat eine große strategische und politische Bedeutung.

Das Gebiet umfasst mehrere hundert kleine Inseln, Felsen und Riffe, von denen sich die meisten in den Paracel- und Spratly-Inselketten befinden. Viele dieser Inseln sind teilweise versunkene Landmassen, die nicht bewohnbar sind und kaum mehr als Gefahren für den Schiffsverkehr darstellen. Die gesamte Landfläche der Spratly-Inseln beispielsweise umfasst kaum 7 km².

Mehrere Anrainerstaaten beanspruchen die Inseln für sich, um Anspruch auf das umliegende Meer und seine Ressourcen zu erheben. Der Golf von Thailand grenzt an das Südchinesische Meer, und obwohl er geographisch gesehen nicht dazugehört, gibt es auch hier Streitigkeiten über die Besitzverhältnisse und die Ressourcen des Golfs.

Das robuste Wirtschaftswachstum Asiens steigert die Nachfrage nach Energie in der Region. Die U.S. Energy Information Administration (EIA) geht davon aus, dass der Gesamtverbrauch an flüssigen Brennstoffen in den asiatischen Ländern außerhalb der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) mit einer jährlichen Wachstumsrate von 2,6 Prozent zunimmt und von etwa 20 Prozent des Weltverbrauchs im Jahr 2008 auf über 30 Prozent des Weltverbrauchs im Jahr 2035 steigen wird. In ähnlicher Weise wächst der Erdgasverbrauch in Asien, das nicht der OECD angehört, um jährlich 3,9 Prozent, von 10 Prozent des Weltgasverbrauchs im Jahr 2008 auf 19 Prozent im Jahr 2035. Die EIA erwartet, dass 43 Prozent dieses Wachstums auf China entfallen werden.

Da die südostasiatische Ölproduktion bei steigendem Verbrauch voraussichtlich stagnieren oder zurückgehen wird, werden die Länder der Region nach neuen Energiequellen suchen, um die Binnennachfrage zu decken. Insbesondere China fördert die Nutzung von Erdgas als bevorzugte Energiequelle und hat sich das ehrgeizige Ziel gesetzt, den Anteil von Erdgas an seinem Energiemix bis 2020 von 3 Prozent auf 10 Prozent zu erhöhen. Das Südchinesische Meer bietet das Potenzial für bedeutende Erdgasfunde, wodurch ein Anreiz geschaffen wird, größere Teile des Gebietes für die heimische Produktion zu sichern.

[…]
EIA
„Mehr als 30 % des weltweiten Rohölhandels auf dem Seeweg werden durch das Südchinesische Meer abgewickelt“ EIA

„Fast 40 % des weltweiten Handels mit verflüssigtem Erdgas wird über das Südchinesische Meer abgewickelt“ EIA

Quelle: U.S. Energy Information Administration auf der Grundlage vom Clipper Crude Data Service und IHS EDIN. Die Gesamtzahl umfasst kleine Ströme (weniger als 0,1 Millionen Barrel pro Tag), die nicht auf der Karte verzeichnet sind. EIA

Quelle: U.S. Energy Information Administration, based on IHS EDIN, BP Statistical Review of World Energy 2017, sowie Statistiken chinesischer Importe vom Global Trade Tracker. EIA

Die Kontrolle über das Südchinesische Meer würde die Öl- und LNG-Importe Rotchinas sichern und das Land in die Lage versetzen, die Öl- und LNG-Lieferungen an Japan, Südkorea und Taiwan zu unterbinden.

Quelle: U.S. Energy Information Administration auf der Grundlage des Clipper Crude Data Service. EIA

Quelle: U.S. Energy Information Administration auf der Grundlage der BP Statistical Review of World Energy 2017 sowie chinesische Import-Statistiken vom Global Trade Tracker. EIA

Zu den wichtigsten Aufgaben der US-Marine gehören die Freedom of Navigation Operations (FONOPS), die sich vor allem auf das Südchinesische Meer konzentrieren.

[Hier folgt eine Beschreibung des US-Militärs zu diesem Aspekt. Auf eine Übersetzung dieser Passage wird hier verzichtet. A. d, Übers.]

Stichwort Shirley Bassey: „Das ist alles nur eine kleine Wiederholung der Geschichte“.

Ich bezweifle zwar ernsthaft, dass die beiden Nationen, die im Zweiten Weltkrieg am meisten gelitten haben, absichtlich einen Dritten Weltkrieg anzetteln würden, aber warum erinnert mich das an die 1930er Jahre? Man ersetze Russland durch Nazi-Deutschland und Rotchina durch das kaiserliche Japan, füge eine gesunde Dosis westlicher Schwäche hinzu … und die Ähnlichkeiten sind beängstigend.

Link: https://wattsupwiththat.com/2021/12/17/renewable-energy-dogmatism-the-new-red-menace/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Welches Land oder welcher US-Staat wird zuerst an der Erneuerbare-Mauer zerschellen?

Francis Menton, MANHATTAN CONTRARIAN

In der Fantasie wohlhabender, aufgeweckter Umweltschützer hat die Welt erkannt, dass sie sich am Rande einer existenziellen Klimakrise befindet, die nur durch einen raschen Ausstieg aus der Nutzung fossiler Brennstoffe und die Umstellung der weltweiten Energiewirtschaft auf „erneuerbare Energien“ wie Wind und Sonne vermieden werden kann. Die Stromerzeugung wird irgendwann in den 2030er Jahren „dekarbonisiert“ sein, und die Welt wird bis etwa 2050 „netto null“ Kohlenstoff-Emissionen erreichen.

In der realen Welt kann jeder, der Augen hat sehen, dass dies nicht der Fall ist. Die Länder, in denen die große Mehrheit der Weltbevölkerung lebt (China, Indien, das übrige Asien und Afrika), geben ein paar Plattitüden von sich, um die törichten westlichen Eliten zu beschwichtigen, während sie weiterhin Hunderte von neuen Kohle- und anderen fossilen Brennstoffanlagen bauen. Sogar die US-Bundesregierung, die von linken Demokraten kontrolliert wird, hat ihre ehrgeizigen Pläne für einen „Green New Deal“ im Kongress abwürgen lassen. Weltweit steigt der Verbrauch fossiler Brennstoffe weiter an, als ob es die ganze Besessenheit bzgl. Dekarbonisierung nicht gäbe.

Aber dann gibt es noch eine Handvoll sehr reicher Länder mit geringer Bevölkerungszahl, die davon überzeugt sind, dass sie den Planeten retten können, indem sie ihren eigenen Verbrauch an fossilen Brennstoffen einstellen und durch Wind- und Solarenergie ersetzen, selbst wenn der Rest der Welt sie hinter ihrem Rücken auslacht. Vier Länder heben sich von den anderen ab, zwei davon sind europäische Länder und die beiden anderen US-Bundesstaaten: Deutschland, das Vereinigte Königreich, Kalifornien und New York. Zusammengenommen haben diese vier Länder eine Bevölkerung von etwa 200 Millionen Menschen, was etwa 2,5 % der Weltbevölkerung entspricht. Jedes dieser vier Länder hat drakonische Ziele für einen Netto-Null-Emissionsausstoß bis zur Mitte des Jahrhunderts angekündigt, mit noch strengeren Zwischenzielen für die Beseitigung von Kohlenstoffemissionen aus Bereichen wie Stromerzeugung und Hausheizung.

[Hervorhebung vom Übersetzer]

Trotz ihres Reichtums und ihrer scheinbaren Kultiviertheit nehmen all diese Länder ihre ehrgeizigen Pläne in Angriff, ohne jemals eine detaillierte technische Studie darüber durchgeführt zu haben, wie ihre neuen vorgeschlagenen Energiesysteme funktionieren werden oder wie viel sie kosten werden. Sicher, ein Wind-/Solarenergienetz kann mit einem 100%igen Erdgas-Backup funktionieren, wenn man bereit ist, die Rechnung für zwei sich überschneidende und redundante Erzeugungssysteme von den Steuerzahlern bezahlen zu lassen, obwohl ein einziges ausreichen würde. Aber „Netto-Null-Emissionen“ bedeutet, dass keine fossilen Brennstoffe mehr zur Verfügung stehen. Wie soll das Netz rund um die Uhr in Betrieb bleiben, wenn Kohle und Erdgas nicht mehr zur Verfügung stehen?

Während diese Länder ihre Wind- und Solarstromerzeugung ausbauen und nach und nach auf Kohle und Erdgas verzichten, wird das eine oder andere Land früher oder später höchstwahrscheinlich auf eine „Wand“ stoßen – das heißt, auf eine Situation, in der das Stromsystem nicht mehr funktioniert oder der Preis durch die Decke geht oder beides, was eine drastische Änderung oder sogar die Aufgabe des gesamten Systems erzwingt. Aber welches Land wird zuerst betroffen sein, und wie wird die „Mauer“ entstehen?

Es ist an der Zeit, dass die Leser von Manhattan Contrarian ihre Wetten zu diesem Thema abschließen. Um die Dinge in Gang zu bringen, hier ein paar Gedanken von mir:

Kalifornien

Ich habe mehrere Beiträge verfasst, in denen ich Kaliforniens unausgegorenen grünen Energieplänen einschließlich des „Null-Kohlenstoff“-Ziels für 2045 gehört, sehr kritisch gegenüberstehe. Siehe zum Beispiel hier und hier. Kalifornien hat jedoch ein tiefes Geheimnis, das ihm dabei hilft, das mögliche Scheitern der erneuerbaren Energien abzuwenden: Es importiert einen sehr hohen Prozentsatz seines Stroms aus benachbarten Staaten. Ein Teil der Importe basiert auf fossilen Brennstoffen (Kohle und Erdgas aus Arizona und Nevada), ein anderer Teil auf zuverlässigen nicht-fossilen Brennstoffen (Kernkraft aus Arizona und Wasserkraft aus Oregon und Washington).

Hier sind Diagramme der kalifornischen Energiekommission zur „gesamten Stromerzeugung“ des Staates für 2018 und 2020. Im Jahr 2018 importierte Kalifornien etwa 32 % seines Stroms (91.000 GWH von 285.000 GWH) und im Jahr 2020 etwa 30 % (82.000 GWH von 273.000 GWH). Nach Angaben der EIA importiert Kalifornien weit mehr Strom aus anderen Bundesstaaten als jeder andere Staat (obwohl es einige wenige Staaten gibt, die prozentual gesehen mehr importieren). Die Möglichkeit, große Mengen Strom aus den Nachbarstaaten zu importieren, bedeutet, dass Kalifornien ein hohes Maß an Absicherung gegen seine eigenen Energie-Narreteien hat. Solange Arizona, Nevada, Oregon und Washington Strom verkaufen, können Stromausfälle verhindert werden, auch wenn die kalifornischen Wind- und Solargeneratoren völlig stillstehen. Sie mögen sagen, dass dies ein Betrug im Spiel der „Null-Emissions“-Elektrizität ist, was es auch ist, aber rechnen Sie nicht damit, dass die kalifornischen Politiker den Wählern gegenüber ehrlich sind.

New York

Die Energiewende in New York wurde durch den Climate Leadership and Community Protection Act (Climate Act) definiert, der 2019 verabschiedet wurde. Auf dieser staatlichen Website finden Sie eine Zusammenfassung der Ziele, zu denen uns dieser Climate Act angeblich verpflichtet hat. Die wichtigsten Ziele:

● 85 % Verringerung der Treibhausgasemissionen bis 2050

● 100% emissionsfreie Elektrizität bis 2040

● 70% erneuerbare Energien bis 2030

● 9.000 MW Offshore-Windkraft bis 2035

● 3.000 MW Energiespeicherung bis 2030

● 6.000 MW Solarenergie bis 2025

Hier in New York City hat der Stadtrat erst diese Woche einen Gesetzentwurf verabschiedet, der den Anschluss von Gebäuden unter sieben Stockwerken ab 2024 und von größeren Gebäuden ab 2027 verbietet. Es wird erwartet, dass Bürgermeister de Blasio, der in seine letzte Amtswoche geht, das Gesetz unterzeichnet.

Aber ist irgendetwas davon realistisch? Meine Vorhersage ist, dass diese lächerlichen Zielvorgaben eher aufgegeben und vergessen werden, wenn sie näher rücken und es offensichtlich wird, dass sie nicht erreicht werden können, als dass wir auf eine Art Mauer aus versagenden Energiesystemen oder plötzlichen Preisspitzen stoßen. Der Prototyp war eine Angelegenheit, die den Erdgasversorger in Long Island, National Grid, im Jahr 2019 betraf. National Grid gingen die Erdgaskapazitäten für neue Kunden aus, insbesondere in Brooklyn und Queens (Teile von New York City, die auf Long Island liegen und von National Grid versorgt werden). National Grid wollte eine Pipeline unter dem New Yorker Hafen bauen, um das Gas dort hineinzuleiten, aber Gouverneur Cuomo blockierte dies aus angeblichen Umweltgründen (angeblich wegen der Gefährdung der Wasserqualität). Als die bestehenden Pipelines an ihre Kapazitätsgrenzen stießen, begann National Grid, neue Erdgasanschlüsse zu verweigern. Innerhalb weniger Wochen wurden etwa 3000 Menschen abgewiesen, und der politische Gegenwind begann. Unter dem Druck der Wähler gab Cuomo in Bezug auf die Pipeline nicht nach, sondern drohte stattdessen damit, NG die Lizenz zu entziehen, wenn das Unternehmen nicht einen anderen Weg fände, das Gas zu transportieren. NG begann, das Gas per LKW zu transportieren (viel teurer und gefährlicher als die Pipeline), und soweit ich weiß, wird das auch weiterhin so gehandhabt. Hier ist ein Bericht der New York Times mit weiteren Einzelheiten.

Ich gehe jede Wette ein, dass sich dieses Szenario im Jahr 2024 wiederholt, wenn das vom Stadtrat beschlossene Erdgasverbot in Kraft tritt. Im Moment ist sich die Öffentlichkeit des bevorstehenden Verbots nur schemenhaft bewusst und schenkt ihm keine Beachtung. Aber Erdgas ist der Elektrizität für die Beheizung von Häusern haushoch überlegen, insbesondere in einem Gebiet wie diesem, wo die Wintertemperaturen regelmäßig deutlich unter den Gefrierpunkt sinken, ein Bereich, in dem elektrische Wärmepumpen im Grunde überhaupt nicht funktionieren. Menschen, die Häuser bauen oder renovieren, sind sich dieses Unterschieds sehr bewusst und werden sich heftig wehren, wenn man ihnen sagt, dass sie kein Gas mehr haben dürfen.

Auch die Ziele des Klimagesetzes für eine enorme Anzahl von Windturbinen und Solaranlagen sind völlig unrealistisch, und bisher hat noch niemand mit dem Bau einer nennenswerten Anzahl von Anlagen begonnen. Darüber hinaus wird die vorgeschlagene Speichermenge nicht einmal in relevanten Einheiten angegeben (es sollte MWH statt MW heißen), und Speicher, die die benötigten Monate überdauern, wurden noch nicht einmal erfunden. Diese Ziele sind so lächerlich, dass ich voraussage, dass wir nicht einmal ansatzweise so weit kommen werden, bevor sie entweder fallen gelassen oder einfach ignoriert werden. Sicherlich werden wir zunächst ein paar Dutzend Milliarden ausgeben, und die Energierechnungen aller werden erheblich steigen, aber nicht in einem Ausmaß, dass dies als Krise erkannt wird.

Deutschland und UK

Ich setze also darauf, dass Deutschland oder das Vereinigte Königreich als erste gegen eine Art Mauer stoßen werden.

● Im Vergleich zu Kalifornien haben sie keinen guten Plan B, wenn das neue Wind-/Solarsystem nicht funktioniert. Beide Länder haben Fracking zur Gewinnung von Erdgas innerhalb ihrer Grenzen verboten, ebenso wie die meisten ihrer nahen europäischen Nachbarn. Damit bleibt Russland als wichtigster Ersatzlieferant übrig, und ich denke mal, die Russen sind etwas weniger zuverlässig als Nevada und Arizona.

● Im Vergleich zu New York haben Deutschland und das Vereinigte Königreich die Aufgabe des Baus von Windturbinen und Solaranlagen bisher tatsächlich ernst genommen. Deutschland hat seinen Anteil an der Stromerzeugung aus Wind- und Sonnenenergie zeitweise auf rund 50 % gesteigert (obwohl er in den ersten drei Quartalen des Jahres 2021 wegen Windmangels auf 43 % zurückgegangen ist). Die neue deutsche Regierungskoalition hat große Pläne, insbesondere den Bau von Windkraftanlagen weiter voranzutreiben und gleichzeitig den Ausstieg aus der Kernenergie und allen fossilen Brennstoffen fortzusetzen – nur Russland kann sie auffangen, wenn sie fallen. Im Vereinigten Königreich. Premierminister Boris Johnson ist völlig besessen von seinen „Netto-Null“-Zielen, auch wenn das geringe Windaufkommen die begrenzten Erdgasvorräte unter Druck gesetzt und die Preise drastisch in die Höhe getrieben hat.

Eine längere Periode ungünstigen Wetters (windstill und bewölkt) könnte bereits in diesem Winter zu einer ernsthaften Energiekrise in Deutschland oder im Vereinigten Königreich führen.

Der ganze Beitrag steht hier.

Link: https://wattsupwiththat.com/2021/12/19/which-country-or-u-s-state-will-be-the-first-to-hit-the-renewable-energy-wall/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE