50. Jubiläum in Stockholm muss den Ernst der Lage einer Welt ohne fossile Treibstoffe ansprechen!

Ronald Stein

Die Stockholm+50-Konferenz in Stockholm, Schweden, wird an die Konferenz der Vereinten Nationen über die menschliche Umwelt von 1972 erinnern und 50 Jahre gescheiterter globaler Umweltmaßnahmen feiern. Den Treffen am 2. und 3. Juni gehen monatelange Konsultationen und Diskussionen mit Einzelpersonen, Gemeinden, Organisationen und Regierungen aus aller Welt voraus.

Die Entstehung einer grünen Weltordnung, die auf der Stockholm+50-Konferenz diskutiert werden soll, muss sich mit den Auswirkungen auf die 8 Milliarden Bewohner der Welt in einer zukünftigen Welt ohne fossile Brennstoffe befassen, da die Bemühungen, die Nutzung von Erdöl einzustellen, die größte Bedrohung für die acht Milliarden Menschen in der Zivilisation darstellen könnten und zu Milliarden, nicht Millionen von Todesfällen durch Krankheiten, Unterernährung und wetterbedingte Todesfälle führen könnten, wenn man versucht, ohne die fossilen Brennstoffe zu leben, von denen die Gesellschaft profitiert.

Ja, das Klima verändert sich, wie schon seit vier Milliarden Jahren, und wird sich weiter verändern, und ja, die kommenden Klimaveränderungen werden zu Todesfällen führen. Es wird erwartet, dass der Klimawandel zwischen 2030 und 2050 etwa 250.000 zusätzliche Todesfälle pro Jahr durch Unterernährung, Malaria, Durchfall und Hitzestress verursachen wird. Die unverantwortliche Vorstellung, dass die globale Erwärmung ein unmittelbares existenzielles Risiko für die Welt darstellt, ist jedoch gering im Vergleich zu einer Welt ohne fossile Brennstoffe, während die derzeitigen Regierungen und Unternehmensführungen versuchen, zu dem kohlenstoffarmen Zustand der frühen 1800er Jahre und davor zurückzukehren.

[Hervorhebung vom Übersetzer]

Während zahlreiche Staats- und Regierungschefs in Stockholm zusammenkommen, sieht sich die Welt mit einer globalen Krise konfrontiert, die durch Umweltverschmutzung und Abfälle, den Verlust der biologischen Vielfalt, Klimaveränderungen und andere planetarische Übel verursacht wird, die den gegenwärtigen und zukünftigen Wohlstand und das Wohlergehen beeinträchtigen. Ein ungesunder Planet bedroht die menschliche Gesundheit, den Wohlstand, die Gleichberechtigung und den Frieden, aber die Welt sieht sich auch mit der Gefahr konfrontiert, sich von denselben fossilen Brennstoffen zu befreien, die die Weltbevölkerung in weniger als zweihundert Jahren von einer auf acht Milliarden Menschen anwachsen ließen.

Ein Leben ohne Öl ist nicht so einfach, wie man vielleicht denkt, denn erneuerbare Energien sind nur intermittierende Elektrizität aus Wind und Sonnenschein, da WEDER Windturbinen NOCH Solarzellen etwas für die Gesellschaft produzieren können. Der Klimawandel mag sich auf die Menschheit auswirken, aber der Zwang, ohne die aus Erdöl hergestellten Produkte zu leben, wird dazu führen, dass der Lebensstil in die Zeit der Pferdekutschen um 1800 zurückverlegt wird. Dies könnte die größte Bedrohung für die acht Milliarden Einwohner der Zivilisation sein.

Die führenden Politiker der Welt verschweigen, dass die gesamte pharmazeutische Industrie, die chemische Industrie, die Materialwissenschaft, die Energieversorgung, das Verkehrswesen, die Heizung usw. von denselben fossilen Brennstoffen abhängen, von denen sie die Welt befreien wollen.  Der Versuch, eine dekarbonisierte Welt zu erreichen, wie sie im 19. Jahrhundert und davor existierte, könnte für die acht Milliarden Menschen auf der Erde zu Milliarden von Todesfällen durch Krankheiten, Unterernährung und wetterbedingte Todesfälle führen, im Gegensatz zu den Prognosen von Millionen von Todesfällen durch Klimaveränderungen. Wir können den Planeten nicht weiter im Namen des Fortschritts vergiften, nur um unseren endlosen Strombedarf zu befriedigen und den Aufstieg von 5G, automatisierten Maschinen, riesigen Rechenzentren und der Digitalisierung voranzutreiben.

Überraschenderweise ist die Infrastruktur für fossile Brennstoffe vielleicht weniger invasiv als der Abbau von exotischen Mineralien und Metallen in Entwicklungsländern, die den Planeten durch Umweltzerstörung und menschliche Grausamkeiten, die Menschen mit gelber, brauner und schwarzer Hautfarbe zugefügt werden, direkt zerstören. Das 2022 für den Pulitzer-Preis nominierte Buch „Clean Energy Exploitations – Helping Citizens Understand the Environmental and Humanity Abuses That Support Clean Energy“ (etwa: „Ausbeutung der sauberen Energie – Hilfe für die Bürger, die Umwelt- und Menschenrechtsverletzungen zu verstehen, die die saubere Energie unterstützen“) leistet hervorragende Arbeit bei der Erörterung der fehlenden Transparenz bzgl. der Auswirkungen der grünen Bewegung auf die Menschheit.

Von den drei fossilen Brennstoffen Kohle, Erdgas und Erdöl ist Erdöl der einzige, der hauptsächlich zur Herstellung von Produkten für die Gesellschaft verwendet wird, die die Grundlage der Wirtschaft bilden.

Erdöl ist praktisch nutzlos, es sei denn, es wird in Raffinerien zu Erdölderivaten verarbeitet, die die Grundlage für mehr als 6.000 Produkte unseres täglichen Lebens bilden, die es vor 1900 noch nicht gab, sowie für die Kraftstoffe, die für den Schwerlast- und Langstreckenbedarf von mehr als 50.000 Flugzeugen, mehr als 50.000 Handelsschiffen und für das Militär- und Raumfahrtprogramm benötigt werden.

Die flüssigen Brennstoffe und Produkte, die in der Kohlenwasserstoff-Verarbeitung hergestellt werden, haben die Entwicklung der Raketentechnologie vorangetrieben und die Menschen dazu gebracht, die Grenzen des Weltraums zu durchbrechen und Satelliten in eine geosynchrone Umlaufbahn zu bringen, was die Art und Weise, wie die Welt kommuniziert, navigiert und nicht nur die Erde, sondern auch den fernen Kosmos erforscht, erheblich verändert hat.

Windturbinen und Sonnenkollektoren können vielleicht intermittierenden Strom erzeugen, aber sie können nichts herstellen. Übrigens werden alle Produkte, die für die Herstellung von Fahrzeugteilen, Windturbinen, Solarzellen, Flugzeugen, Schiffen, medizinischem Material, Reifen, Asphalt und Düngemitteln benötigt werden, mit Erdölderivaten aus Rohöl hergestellt.

Alles, was Strom braucht, von der Beleuchtung über Fahrzeuge, iPhones, Defibrillatoren, Computer, Telekommunikation usw., wird mit Erdölderivaten aus Rohöl hergestellt. In einer Welt ohne fossile Brennstoffe gäbe es nichts, was man mit Strom versorgen könnte!

Der Bedarf an Elektrizität wird ohne Erdöl mit der Zeit abnehmen. Da es keine neuen Dinge gibt, die mit Strom versorgt werden können, und die gegenwärtigen Dinge, die mit Erdölderivaten hergestellt werden, in den nächsten Jahrzehnten und Jahrhunderten immer schlechter werden, werden die vorhandenen Dinge, die Strom benötigen, keine Ersatzteile haben und in der Zukunft schließlich veraltet sein, und der Bedarf an Strom wird entsprechend abnehmen.

Die Staats- und Regierungschefs der Welt müssen einen alternativen Weg finden, der sich auf die Verringerung bestimmter Anforderungen konzentriert, oder einen Ersatz für Rohöl finden, um die heutigen Gesellschaften und Volkswirtschaften am Laufen zu halten, bevor sie ohne Fallschirm aus dem Flugzeug springen! Gleichzeitig muss die Welt aufhören, sinnlose Infrastrukturen und Güter um ihrer selbst willen zu bauen, und sich wieder auf sinnvolle und angemessene Produkte und Technologien zur Unterstützung von Gesellschaft und Wirtschaft konzentrieren. Stellen Sie sich vor, jeder Mensch würde einen Baum pflanzen, ein Stück Müll aufsammeln oder einfach nur den Stecker eines für den Menschen schädlichen Elektrogeräts ziehen.

Mit der heutigen Technologie, die es ermöglicht, über virtuelle Verbindungen aus der Ferne zu arbeiten und sich weiterzubilden, sollten wir die Ressourcen umverteilen, um die Menschen aus den Städten zurück in die ländlichen Gebiete zu bringen, und uns auf Anpassung, Erhaltung und Ressourceneffizienz konzentrieren. Die Systeme müssen wieder in ein natürliches Gleichgewicht gebracht werden, in dem der Mensch symbiotisch und nicht parasitär lebt, und wir müssen die Technologie wieder zu unserem Sklaven und nicht zu unserem Herrn machen. Öl ist eine magische Substanz, wenn es richtig verwendet und sauber verbrannt wird, aber es kann unser aller Tod sein, wenn es falsch verwendet wird. Die Welt muss das Erdöl REDUZIEREN, nicht BESEITIGEN und seinen Fußabdruck so weit wie möglich reduzieren, denn das ist vielleicht wirklich der einzige Plan, der die meisten der acht Milliarden Menschen auf der Welt retten kann.

Autor: Ronald Stein is an engineer who, drawing upon 25 years of project management and business development experience, launched PTS Advance in 1995. He is an author, engineer, and energy expert who writes frequently on issues of energy and economics.

Link: https://www.cfact.org/2022/05/24/stockholm50-needs-to-address-the-severity-of-a-world-without-fossil-fuels/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Oklahoma geht gesetzlich gegen ESG-Politik vor, die auf fossile Brennstoffe abzielt

Bonner Cohen, Ph. D.

Um gegen die Umwelt-, Sozial- und Governance-Politik (ESG) großer Finanzinstitute vorzugehen, hat Oklahoma ein Gesetz verabschiedet, das den Bundesstaat verpflichtet, sich von allen Finanzunternehmen zu trennen, die die fossile Brennstoffindustrie boykottieren.

Das Gesetz zur Beseitigung der Energiediskriminierung aus dem Jahr 2022 (House Bill 2034) sieht vor, dass der Schatzmeister des Bundesstaates eine Liste von Finanzunternehmen führt, die Energieunternehmen boykottieren, und diese Liste jeder staatlichen Einrichtung zur Verfügung stellt. Die staatliche Behörde muss dann den Schatzmeister über die aufgelisteten Finanzunternehmen informieren, an denen sie direkt oder indirekt beteiligt ist. Außerdem müssen sie dem Finanzinstitut eine schriftliche Mitteilung zukommen lassen, in der sie darauf hinweisen, dass es Gegenstand einer Desinvestition werden könnte.

Nach dem neuen Gesetz muss sich eine staatliche Einrichtung innerhalb von 180 Tagen nach Erhalt der Mitteilung an das Finanzunternehmen von mindestens 50 Prozent der Vermögenswerte eines aufgelisteten Finanzinstituts trennen, und innerhalb von 360 Tagen von 100 Prozent der Vermögenswerte.

Frei von Diskriminierung

„Öl und Gas sind das Rückgrat der Wirtschaft unseres Staates, und es ist wichtig, dass wir alles in unserer Macht stehende tun, um diese Industrie voll zu unterstützen“, sagte Senator Mark Allen (R-Spiro) gegenüber KFOR. „Ich bin froh, diese Maßnahme durchgebracht zu haben, die unseren Staat frei von Diskriminierung gegenüber der fossilen Brennstoffindustrie machen wird, und ich bin froh, dass meine Kollegen die Wichtigkeit erkennen, sich gegen die Unternehmen zu stellen, die politische Ideologie über die Interessen unserer Steuerzahler, Aktionäre und Einwohner stellen.“

[Hervorhebung vom Übersetzer]

„Oklahoma ist der Staat, den die fossilen Brennstoffe aufgebaut haben. Wenn Sie sie (die Unternehmen für fossile Brennstoffe) boykottieren, wird der Staat keine Geschäfte mit Ihnen machen“, fügte Senator Mark McBride (R-Moore) hinzu.

Das neue Gesetz von Oklahoma orientiert sich an einem ähnlichen Gesetz, State Bill 13, das zuvor in Texas verabschiedet wurde. Beide Staaten sehen ihre Existenzgrundlage und Steuerbasis durch die ESG gefährdet.

Finanzinstitute, die ESG-Richtlinien einführen, tun dies mit dem Ziel, den Erdöl- und Erdgasproduzenten Kapital zu entziehen und damit Unternehmen für erneuerbare Energien zu begünstigen, in die viele von ihnen investiert sind. Sobald das Kapital versiegt ist, so die Hoffnung der ESG-Befürworter, werden die Unternehmen, die fossile Brennstoffe herstellen, allmählich vom Markt verdrängt. Die ESG werden von der Regierung Biden aktiv unterstützt, die sie – zusammen mit der Verweigerung von Bohrgenehmigungen auf Bundesland und vor der Küste sowie der Blockierung des Baus von Öl- und Gaspipelines – als Möglichkeit sieht, den Weg für erneuerbare Energien, vor allem Wind- und Solarenergie, frei zu machen.

Raue Gewässer voraus

Der Vorstoß für ein ESG-inspiriertes Divestment von Unternehmen, die fossile Brennstoffe veräußern, und die damit einhergehende Aufforderung, diese im Boden zu belassen, erfolgt zu einer Zeit, in der die Energiepreise in die Höhe schießen und in der befürchtet wird, dass es in einigen Regionen des Landes in diesem Sommer zu Stromausfällen und Spannungsabfällen kommen wird. Während die Netzbetreiber vor Stromausfällen warnen, herrscht an der Ostküste der USA ein akuter Mangel an – ohnehin schon teurem – Dieselkraftstoff. Diesel wird in allen Bereichen der Industrie und der Versorgungskette verwendet, vom Warentransport über die Fertigung bis hin zur Landwirtschaft, und treibt unter anderem Lastwagen, Traktoren, Lokomotiven für Güterzüge und schweres Gerät auf Baustellen an.

Autofahrer und Unternehmen spüren bereits den Preisdruck. Der nationale Durchschnittspreis für Dieselkraftstoff stieg am 13. Mai zum 15. Mal in Folge auf ein Allzeithoch und erreichte nach Angaben der AAA [American Automobile Association = das US-Pendant des ADAC] 5,56 Dollar pro Gallone [ca. 4 l], wie das Wall Street Journal berichtete. Sie sind im Jahr 2022 um 56 Prozent gestiegen und haben damit den Anstieg des Benchmark-Preises für Rohöl übertroffen. Die Einzelhandelspreise für bleifreies Benzin sind um 35 Prozent auf einen Landesdurchschnitt von 4,43 Dollar pro Gallone gestiegen.

Diesel ist das Arbeitspferd der Industrie und kann nicht durch Windmühlen, Solarzellen oder Batterien ersetzt werden.

Aber sagen Sie das niemandem in der Biden-Regierung; dort will man es nicht hören.

Autor: Bonner Cohen, Ph. D. is a senior policy analyst with CFACT, where he focuses on natural resources, energy, property rights, and geopolitical developments. Articles by Dr. Cohen have appeared in The Wall Street Journal, Forbes, Investor’s Busines Daily, The New York Post, The Washington Examiner, The Washington Times, The Hill, The Epoch Times, The Philadelphia Inquirer, The Atlanta Journal-Constitution, The Miami Herald, and dozens of other newspapers around the country. He has been interviewed on Fox News, Fox Business Network, CNN, NBC News, NPR, BBC, BBC Worldwide Television, N24 (German-language news network), and scores of radio stations in the U.S. and Canada. He has testified before the U.S. Senate Energy and Natural Resources Committee, the U.S. Senate Environment and Public Works Committee, the U.S. House Judiciary Committee, and the U.S. House Natural Resources Committee. Dr. Cohen has addressed conferences in the United States, United Kingdom, Germany, and Bangladesh. He has a B.A. from the University of Georgia and a Ph. D. – summa cum laude – from the University of Munich.

Link: https://www.cfact.org/2022/05/19/oklahoma-enacts-law-to-counter-esg-policies-targeting-fossil-fuels/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Warum wir essen und atmen können

David Wojick

Der Frühling und Sommer ist die Zeit des Wachstums, mit Blüten überall, wohin wir schauen. Blätter und Früchte an den Bäumen, Gras im Garten und auf den Wiesen, Gemüse im Garten, Feldfrüchte auf dem Feld.

Wussten Sie, dass all diese üppige Fülle fast ausschließlich aus nur zwei Dingen besteht? Das sind Kohlendioxid und Wasser. Es gibt winzige Mengen anderer Stoffe, aber im Grunde besteht alles aus Kohlendioxid und Wasser. Dies ist das wahre Wunder des Lebens. Jedes Lebewesen, das wir sehen, ist aus Luft und Wasser gemacht. Das sind wir auch.

Haben Sie sich jemals gefragt, warum wir essen und atmen? So funktioniert es, das Wunder des Lebens.

Wir essen und atmen, weil die Zellen, aus denen unser Körper besteht, essen und atmen. Alle Zellen essen und atmen. Ja, Pflanzen atmen ein und aus, genau wie wir. Sie nehmen auch Nahrung und Wasser zu sich.

Unser Atmen und unser Essen gehören eigentlich zusammen. Wir sind Teil des so genannten Kohlenstoffkreislaufs, also des Kreislaufs des Lebens. Zuerst kommen die Pflanzen, dann wir.

Die Pflanzen nutzen das Sonnenlicht, um das Kohlendioxid und das Wasser in große organische Moleküle umzuwandeln. Diese Moleküle werden an jede Zelle im Pflanzenkörper weitergeleitet, wo sie zwei Aufgaben erfüllen. Wenn die Pflanze wächst, werden einige von ihnen zu Baumaterialien für dieses Wachstum. In jedem Fall werden sie auch mit Sauerstoff kombiniert, um die Energie freizusetzen, die von der Sonne stammt. Alle lebenden Zellen brauchen Energie, um zu leben.

Die Pflanzen ernähren sich im Wesentlichen von Kohlendioxid und Wasser und atmen dabei den Sauerstoff ein. Wenn sich die organischen Moleküle mit dem Sauerstoff verbinden, um Energie zu erzeugen, entstehen als Nebenprodukte Kohlendioxid und Wasser, die dann ausgeatmet werden. Damit ist der Kreislauf wieder geschlossen. Kohlendioxid + Wasser → Leben → Kohlendioxid + Wasser.

Wenn wir die Pflanzen oder die Tiere, die die Pflanzen gefressen haben, essen, schließen wir uns dem Kreislauf an und verlängern ihn. Unser Verdauungssystem wandelt die Nahrungsmoleküle in organische Moleküle um, die wir verwenden können. Dann verteilt unser Blutkreislaufsystem diese Moleküle an alle unsere Zellen. In Ihrem Körper gibt es Billionen von Zellen, also eine Menge Mäuler zu stopfen.

Wir atmen auch Sauerstoff ein, der ebenfalls zu unseren Zellen gelangt. Wie bei den Pflanzen verwenden unsere Zellen dann einige der Moleküle, um zu wachsen, und kombinieren einige von ihnen mit dem Sauerstoff, um die Sonnenenergie zu gewinnen, die die Pflanzen ursprünglich gespeichert haben.

Wenn sich Dinge mit Sauerstoff verbinden, nennt man das Oxidation, und das Produkt ist ein Oxid. Das „di“ in Kohlendioxid kommt daher, dass es sich um ein Kohlenstoffatom in Verbindung mit zwei Sauerstoffatomen handelt und di bedeutet zwei. Aus diesem Grund wird Kohlendioxid auch CO2 genannt. (Wasser ist eigentlich Wasserstoffdioxid, aber wir nennen es nicht so.)

Bei der Oxidation wird Energie freigesetzt. Das kann man beim Feuer sehen und fühlen, das sehr schnell oxidiert. Rost ist eine sehr langsame Oxidation, so dass man die freigesetzte Energie nicht spürt. Wenn unsere Zellen Kohlenstoff und Wasserstoff oxidieren, geht das schneller als bei Rost, aber langsamer als bei Feuer.

Das Ergebnis sind Wasser und Kohlendioxid, die wir ausatmen. Und dieses Wasser und Kohlendioxid steht wiederum für die Ernährung und für Kraftwerke zur Verfügung, so dass der Kreislauf geschlossen ist.

Woher kommen Ihre Kohlenstoffatome? Angesichts des Kohlenstoffkreislaufs macht es Spaß, sich zu fragen, woher der Kohlenstoff in Ihrem Körper kommt. Hier gibt es eigentlich zwei Fragen.

Erstens: Wo stand die Pflanze, die den Zyklus in Gang gesetzt hat? In Anbetracht unseres globalen Handels kann das eine ganze Menge sein. In meiner Küche gibt es zum Beispiel Orangensaft aus Florida, Weintrauben aus Kalifornien, blaue Beeren aus Chile, Bananen aus Honduras, Kaffee aus Brasilien, usw. Ich esse diese Dinge regelmäßig, also habe ich definitiv von jedem etwas Kohlenstoff. Da ich sie nicht anbaue, werden sie größtenteils zur Energiegewinnung genutzt, so dass ich von jedem Ort etwas Sonnenenergie bekomme. Diese Idee gefällt mir sehr gut.

Zweitens: Woher kam das Kohlendioxid, bevor die Pflanzen es gefressen haben? Kohlendioxid zirkuliert weltweit, es könnte also von überall kommen. Ein Teil könnte aus der eigenen Ausatmung der Pflanze stammen oder von der Pflanze nebenan oder aus Tausenden von Kilometern Entfernung. Einiges könnte auch aus der Nutzung fossiler Brennstoffe oder der Verwitterung von Kalkstein stammen, so dass es Millionen von Jahren alt ist.

Apropos Kreislauf: Der Zu- und Abfluss von Pflanzen ist so groß, dass jedes Jahr etwa ein Viertel des Kohlendioxids in der Atmosphäre ersetzt wird. Wenn also behauptet wird, dass sich unsere Emissionen in der Atmosphäre anreichern, ist das einfach falsch. Unsere Emissionen aus der Verbrennung fossiler Brennstoffe mögen den Anstieg des Kohlendioxids verursachen oder auch nicht, aber in keinem Fall besteht dieser Anstieg aus einer Anhäufung dieser Emissionen. Die Pflanzen fressen unsere Emissionen.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Kohlendioxid eine wachsende Welt ernährt. Mehr CO2 ist ein Segen. Wenn Sie jemanden hören, der Kohlendioxid als „Verschmutzung“ bezeichnet, sagen Sie einfach: „Das ist unsere Nahrung, von der Sie sprechen.“

Denken Sie an Ihren Platz im wundersamen Kohlenstoffkreislauf und genießen Sie das Kohlendioxid.

Reprinted with added stuff from RANGE magazine, Sumer 2022 issue. For more information see http://www.rangemagazine.com or call 1-800-RANGE-4-U. The cowboy spirit in all of us!

Autor: David Wojick, Ph.D. is an independent analyst working at the intersection of science, technology and policy. For origins see http://www.stemed.info/engineer_tackles_confusion.html For over 100 prior articles for CFACT see http://www.cfact.org/author/david-wojick-ph-d/ Available for confidential research and consulting.

Link: https://www.cfact.org/2022/05/22/why-we-eat-and-breathe/#

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE




Neue Studie: Wie schwer Vogel-Spezies durch Wind- und Solarenergie geschädigt werden

Tim Benson

Eine im März in der Fachzeitschrift Royal Society Open Science veröffentlichte Studie belegt, dass Windkraft- und Solarparks in Kalifornien das Leben von fast der Hälfte der „gefährdeten“ Vogelarten, die sie überfliegen, erheblich verschlechtern.

Laut der Studie waren 11 von 23 Vogelarten, darunter Schleiereulen, Steinadler, der Kuckuck und Andere „entweder stark oder mäßig gefährdet [durch Wind- und Solarparks], wobei sie einen Rückgang der Populationswachstumsraten um mehr als oder gleich 20 % bei bis zu 1.000 bzw. 5.000 zusätzlichen Todesfällen erlebten“.

„Die Auswirkungen der erneuerbaren Energien gingen weit über den Standort der Energieerzeugung hinaus und wirkten sich auch auf Vogelpopulationen in weit entfernten Regionen über kontinentale Zugnetze hinweg aus“, heißt es in der Studie weiter. „Populationen von Arten, die mit Grasland verbunden sind, auf dem sich Turbinen befanden, waren am stärksten durch Windkraft gefährdet. Populationen nachtaktiver Zugvogelarten waren am stärksten durch die Solarenergie gefährdet, obwohl sie normalerweise nicht mit Wüsten assoziiert sind, in denen sich die von uns untersuchten Solaranlagen befanden. Unsere Ergebnisse zeigen, dass bei der Bekämpfung des Rückgangs der nordamerikanischen Vogelpopulationen die Auswirkungen der erneuerbaren Energien und anderer anthropogener Bedrohungen auf nahe und entfernte Populationen gefährdeter Arten berücksichtigt werden müssen.“

Mehrere in den Jahren 2013 und 2014 veröffentlichte Studien haben ergeben, dass jährlich zwischen 140.000 und 679.000 Vögel durch Windkraftanlagen getötet werden. Das American Bird Conservatory schätzt jedoch, dass mindestens 681.000 Vögel jährlich durch Turbinen getötet werden, dank einer Zunahme der die Windenergie-Kapazität in den Vereinigten Staaten zwischen 2012 und 2021 um 86 Prozent. Weiter heißt es: „Diese Schätzungen unterschätzen wahrscheinlich das wahre Ausmaß des Problems, da viele tödlich verunglückte Vögel dem Menschen entgehen.“ (Hervorhebung im Original).

Der Wind ist nicht der einzige Verursacher des Vogelsterbens. Das Ivanpah-Solarkraftwerk in der Mojave-Wüste zum Beispiel ist für die Verbrennung von rund 6000 Vögeln pro Jahr verantwortlich.

Der Tod von Vögeln ist nicht das einzige Umweltproblem im Zusammenhang mit „erneuerbaren“ Energiequellen. Ein drastischer Ausbau der Stromerzeugung aus Wind- und Sonnenenergie bis zu dem Punkt, an dem das gesamte Stromnetz in den Vereinigten Staaten mit Wind- und Sonnenenergie betrieben wird, würde „eine beispiellose weltweite Ausweitung des Bergbaus erfordern“, heißt es in einer Mitteilung des Heartland Institute. „Und diese Bergbaubetriebe würden in erster Linie auf mit fossilen Brennstoffen betriebenes schweres Gerät angewiesen sein, da es keine batteriebetriebenen Geräte für riesige Industrieanlagen gibt“.

Bei diesen Bergbauarbeiten würden außerdem „Hunderte von Milliarden Tonnen Gestein und Erz abgetragen und zerkleinert, was zu großen Lebensraumverlusten und weitreichender Umweltverschmutzung führen würde“, heißt es in dem Brief. „Dies würde auch schwerwiegende Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit haben, insbesondere in Ländern, die nicht über moderne Ausrüstung und Gesundheits- und Sicherheitsvorkehrungen verfügen.“

Dazu gehört auch der Abbau von Seltenen Erden (rare earth elements REE) wie Dysprosium, Indium, Neodym und Tellur, die für die Herstellung von Windturbinen oder photovoltaischen Solarzellen benötigt werden. Bei der Gewinnung einer einzigen Tonne dieser REEs entstehen jedoch bis zu 420.000 Kubikmeter giftiger Gase, 2.600 Kubikmeter saurer Abwässer und eine Tonne radioaktiver Abfälle, heißt es in der Mitteilung. Mehr als 70 Prozent der weltweiten Seltenen Erden werden entweder in China abgebaut, einer totalitären kommunistischen Diktatur mit einer katastrophalen Umwelt- und Menschenrechtsbilanz, oder von Unternehmen, die von der Kommunistischen Partei Chinas kontrolliert werden.

Zu den anderen Materialien, die für die Herstellung von Solarzellen und Windturbinen sowie für die erwarteten Batterie-Backup-Systeme für diese „erneuerbaren“ Quellen abgebaut werden müssen, gehören Lithium, Kobalt und Kupfer. Um den Strom einer Woche für das ganze Land zu speichern, wenn Wind und Sonne ihn nicht erzeugen, wären nach Schätzungen von Heartland „zwei Milliarden Halbtonnen-Batteriepakete erforderlich, ähnlich denen, die in Tesla-Autos verwendet werden.“ Jede dieser Batterien würde mindestens 26 Pfund Lithium benötigen.

Das für diese Batterien benötigte Kobalt wird größtenteils in der Demokratischen Republik Kongo abgebaut, wo derzeit mehr als 40.000 Kinder für einen Hungerlohn unter unsicheren und ungesunden Bedingungen im Bergbau arbeiten. Auch der Kupferabbau müsste drastisch ausgeweitet werden, um die Nachfrage nach 100 Prozent erneuerbarer Energie zu befriedigen, benötigt man doch etwa 125.000 Pfund abgebautes, zerkleinertes und raffiniertes Erz, um 1.000 Pfund fertiges Kupfer zu produzieren.

Obwohl die Vereinigten Staaten über nachgewiesene Reserven dieser Rohstoffe verfügen, sind die meisten dieser Vorkommen durch die Umweltpolitik auf Landes- und Bundesebene für den Abbau gesperrt. Die Forderung nach einer 100-prozentigen Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien würde daher unsere Abhängigkeit von China und anderen Ländern erhöhen, die regelmäßig die Sicherheit am Arbeitsplatz, die Belange der Kinderarbeit, die Urbarmachung von Land und die Kontrolle der Umweltverschmutzung missachten“, heißt es in dem Schreiben.

Die großflächige Nutzung von Wind- und Solarenergie birgt enorme ökologische Nachteile, unter anderem einen erheblichen Rückgang der Zahl der Vögel am Himmel. Der Gesetzgeber sollte diese und andere Umweltbelange berücksichtigen, wenn er über die Förderung von Wind- und Solarenergie diskutiert.

[Hervorhebung vom Übersetzer]

Die folgenden Dokumente enthalten weitere Informationen über „erneuerbare“ Energiequellen:

Dokument: Wie der Bergbau auf erneuerbare Energien im Rahmen des Green New Deal Mensch und Umwelt schaden würde

In diesem Mitteilung des Heartland Institute argumentiert Paul Driessen, Leitender Politik-Berater beim Committee For a Constructive Tomorrow (CFACT), dass eine Ausweitung des Bergbaus in dem Umfang, wie er zur Erfüllung der Anforderungen an erneuerbare Energien im Green New Deal und anderen vorgeschlagenen Mandaten für erneuerbare Energien erforderlich ist, unvorstellbare Schäden für die Umwelt, die Tierwelt und die Menschen verursachen würde.

Dokument: Schutz der Umwelt durch den Green New Deal

Dieser Heartland Policy Brief von Paul Driessen, Senior Policy Advisor beim Committee for a Constructive Tomorrow, befasst sich mit den weitgehend ignorierten Umweltschäden, die durch die im Rahmen des Green New Deal vorgesehene Ausweitung der Nutzung erneuerbarer Energien entstehen würden.

Dokument: Der Green New Deal: Eine ernste Bedrohung für die amerikanische Wirtschaft, Umwelt und Freiheit

In dieser Heartland-Mitteilung wird argumentiert, dass der Green New Deal eine gefährliche Kombination aus Umweltextremismus und Sozialismus ist. Dieses ungeheuer teure Vorhaben würde die US-Wirtschaft zerstören und mehr Umweltzerstörung als -schutz bewirken. Die Bestimmungen des Green New Deal stellen eine gefährliche Bedrohung für die amerikanischen Werte der individuellen Freiheit und der begrenzten Regierungsgewalt dar.

Dokument: Der Mythos von 100 Prozent „Erneuerbare“ Energie

In dieser Meldung des Institute for Energy Research wird argumentiert, dass ein landesweiter Plan für 100 Prozent erneuerbare Energien die US-Wirtschaft in Gefahr bringen würde. Die Mitteilung untersucht die Intermittenz, den Landbedarf, die Kapazitätsfaktoren und die Kosten für die Umstellung und die Baumaterialien, die die Fähigkeit der USA einschränken, sich an 100 Prozent erneuerbare Energien anzupassen.

Dokument: Die USA sind weltweit führend bei sauberer Luft: Ein Plädoyer für Umweltoptimismus

In dieser Studie der Texas Public Policy Foundation wird untersucht, wie die Vereinigten Staaten ein robustes Wirtschaftswachstum bei gleichzeitiger drastischer Reduzierung der Schadstoff-Emissionen erreicht haben. Es wird festgestellt, dass diese Errungenschaften als eine Erfolgsgeschichte der öffentlichen Politik gefeiert werden sollten, aber stattdessen ist das vorherrschende Narrativ unter Politikern und Umweltschützern das des ökologischen Niedergangs, der nur mit einem strengeren Regulierungsansatz rückgängig gemacht werden kann. Die Studie drängt darauf, die Daten zu berücksichtigen und auf das Narrativ anzuwenden.

Dokument: Die sozialen Vorteile fossiler Treibstoffe

Dieser Heartland-Beitrag von Joseph Bast und Peter Ferrara dokumentiert die vielen Vorteile der historischen und immer noch andauernden Nutzung fossiler Brennstoffe. Fossile Brennstoffe befreien Milliarden von Menschen aus der Armut, verringern alle negativen Auswirkungen der Armut auf die menschliche Gesundheit und verbessern das Wohlbefinden und die Sicherheit der Menschen erheblich, indem sie arbeitssparende und Leben schützende Technologien wie Klimaanlagen, moderne Medizin, Autos und Lastwagen antreiben. Sie erhöhen die Menge der von Menschen produzierten Nahrungsmittel und verbessern die Zuverlässigkeit der Nahrungsmittelversorgung, was der menschlichen Gesundheit unmittelbar zugute kommt. Darüber hinaus tragen die Emissionen fossiler Brennstoffe möglicherweise zu einer „Begrünung der Erde“ bei, was allen Pflanzen und Tieren auf dem Planeten zugute kommt.

Dokument: Climate Change Reconsidered II: Fossil Fuels – Summary for Policymakers

In diesem fünften Band der Reihe Climate Change Reconsidered bewerten 117 Wissenschaftler, Wirtschaftswissenschaftler und andere Experten Kosten und Nutzen der Nutzung fossiler Brennstoffe, indem sie die wissenschaftliche und wirtschaftliche Literatur zu organischer Chemie, Klimawissenschaft, öffentlicher Gesundheit, Wirtschaftsgeschichte, menschlicher Sicherheit sowie theoretische Studien auf der Grundlage von integrierten Bewertungsmodellen und Kosten-Nutzen-Analysen durchsehen.

Tim Benson is a policy analyst with The Heartland Institute.

Link: https://heartlanddailynews.com/2022/05/vulnerable-bird-species-killed-wind-and-solar-energy/?

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Wieder schlägt der Klimawandel unbarmherzig zu: Nun versinkt auch Lagos (Nigeria) im Atlantik

Helmut Kuntz

Die schlimmen Einschläge des Klimakrieges takten unerbittlich. Gerade versank der Strand von St. Peter Ording [1], dann wurden in North-Carolina zwei Strandhäuser von den steigenden Wellen mitgerissen [2] und nun erwischt es die zweitgrößte Stadt von Afrika, Lagos in Nigeria, der es droht, überflutet zu werden [3].

Was haben alle drei von den steigenden Fluten bedrängten Orte gemeinsam? Der Klimawandel ist es nicht

Das gilt nicht nur für diese drei Küsten, sondern für alle bisher nachgesehenen – angeblich besonders schlimm vom Klimawandel-bedingt steigendem Meerespegel betroffenen – Küsten(Städten).

Lagos

Man kennt das. Während sich der reiche Westen in seinem Wohlstand zurücklehnt, müssen arme Nationen für diesen Wohlstand wegen dessen schändlicher CO2-Emission büßen:
[3]Die nigerianische Stadt Lagos ist einer der am schnellsten wachsenden der Welt. Lagos, die bevölkerungsreichste Stadt sowohl in Nigeria als auch auf dem gesamten afrikanischen Kontinent, ist ein Bienenkorb voller Aktivität, mit jeder Menge Möglichkeiten und Angeboten. Doch diese aufregende und vielversprechende Stadt wird von der konstanten Gefahr einer Überflutung bedroht, ein Risiko, das mit dem sich zunehmend erwärmenden Planeten immer weiter steigt.
… Lagos ist auch eine der afrikanischen Städte, die am meisten von Überflutungen und dem steigenden Meeresspiegel bedroht sind, ein Problem, das von der wachsenden Bevölkerungszahl nur noch verschlimmert wird.

Neu ist das nicht. Der DEUTSCHLANDFUNK berichtete schon darüber, 09.04.2018: Nigeria Wenn der Klimawandel zuschlägt
[Link] Das bevölkerungsreichste Land Afrikas ist besonders stark vom Klimawandel betroffen … Schon jetzt sind die Auswirkungen spürbar – etwa in Strand der Ortschaft Okun-Alfa bei Lagos.

Ein Strand am Stadtrand von Lagos: Kilometerweit weißer Sand – und doch alles andere als ein Urlaubsparadies. Denn die Häuser in den Dünen sind zerstört, nur verwitterte Fundamente sind übrig. Den Rest habe sich das Meer geholt, erzählt Dorfchef Yusuf Elegushi Atewolara, ein großgewachsener Mann in blau-weißem Gewand: „So viele Dinge, das Rathaus, Wohnhäuser, der Dorfmarkt – alles ist weg.“ …

Und noch früher berichtete OXFAM, 10. Januar 2017: Versinkt Lagos?
[Link] Sturmfluten toben, wo einst wunderschöner Strand war. Ganze Gegenden werden überschwemmt, der Fischfang leidet: Die Folgen des Klimawandels sind im nigerianischen Lagos drastisch zu spüren. Bis 2050 könnten weite Teile im Meer versinken. Höchste Zeit zu handeln, sagt Chinma George, Klima-Aktivistin aus Nigeria.

Irgendwie kommt einem das alles bekannt vor

Wenn man mit anderen Stichwörtern sucht, erfährt man auch Anderes, was als Ursache für die geschilderten Probleme in Frage kommen könnte:
Ein Moloch im Morast | deutschlandfunkkultur.de 03.06.2010:
… Die 15-Millionen-Metropole Lagos liegt einen Meter unter dem Meeresspiegel. Das könnte der Stadt in Nigeria eines Tages eine Katastrophe bescheren.
… Lagos muss sich für die Fluten der Zukunft rüsten – aber zu spüren ist davon nur wenig. Im Gegenteil: Auf der tiefgelegenen Halbinsel Lekki wird derzeit ein neues Geschäftsviertel gebaut, deutlich unter dem Meeresspiegel. Weder wird hier der Boden aufgeschüttet, noch gibt es entsprechende Bauvorschriften.
Ein großes Problem sind weiterhin die vielen offenen Abwasserkanäle von Lagos. Sie sind meist marode und verstopft – und können die Wassermassen nicht bewältigen. Adewale Agbojo, Umweltexperte der deutschen Heinrich-Böll-Stiftung in Lagos:
„Die Landesregierung von Lagos hat im Laufe der Jahre nicht genug unternommen, um das Abwassersystem in den Griff zu bekommen. Mächtige Leute haben Häuser gebaut, wo Abwasserkanäle verlaufen und sie damit blockiert. Man hat diese Leute gewähren lassen. Wenn es ein funktionierendes Abwassersystem geben würde, wären die Auswirkungen nicht so zerstörerisch.“

Die Topologie von Lagos mit seiner Lage in einem flachen, sandig-morastigem Flussdelta ist geradezu für Senkungen und Strandverlagerungen prädestiniert. Nicht „das Meer hat sich den Strand geholt“, sondern die Strömung hat ihn wieder einmal verlagert – und die Einwohner unglaubliche Mengen davon auch entnommen -:

[4] Einige Experten sagen auch, dass sich die Meeresströmung verstärkt habe. Grund seien Gräben, die sich gebildet haben, als große Mengen Sand vom Meeresboden entnommen wurden, um das Land für die Eko Atlantic City zurückzugewinnen.

Bild 1 Stadtplanausschnitt von Lagos. Quelle: PSLM-Viewer

Inzwischen wird notgedrungen auch in gefährdetsten Gebieten gesiedelt

Das folgende Bild zeigt die Ausweitung der Siedlungsgebiete von Laos alleine von 1990 bis 2011:

Bild 2 (Teilbild) [6] Figure 2.0: (a.) The land use/ land cover map of Lagos, Nigeria between 1990 and 2011 indicating flooded areas.

Der Strand verschwindet und wächst an anderer Stelle

Wenn an einer Küste etwas „untergeht“, findet sich oft ein Einheimischer – oft von einer NGO „geschult“, wenn nicht gleich Mitglied –der/die mit eigenen Augen gesehen haben, wie Küste verschwand „Den Rest habe sich das Meer geholt, erzählt Dorfchef Yusuf Elegushi Atewolara, ein großgewachsener Mann. Dass sich an anderer Stelle Land gebildet hat, passt dann nicht in das Narrativ:

Bild 3 [7] Lagos: Links erweitert sich der Strand, rechts geht er zurück

Meeresspiegel

Wie so oft bei „besonders schlimm vom Klimawandel betroffenen“ Küsten und Inseln, gibt es auch von der Westküste Afrikas fast keine brauchbaren Pegeldaten und um Nigeria herum schlichtweg keine (die übers WEB einsehbar wären). Nicht einmal Verfasser von Studien finden welche. [7] „TIDE In the Unibest model no tidal currents are included because very little data on the alongshore tidal currents are available.“
Dabei hat Lagos alleine sieben Tidenpegelstationen [5]. Aber im PSMSL-Viewer muss man sich mit ebenfalls nicht gerade „hochwertigen“ Pegelverläufen in etwas Entfernung begnügen.

Bild 4 PSMSL-Pegeldaten von Westafrika

Lagos versinkt in seinem Untergrund

Wahrscheinlich würden genauere Verläufe auch zum falschen Schluss führen. Denn die PSMSL-Tidenpegel sind nicht eustatisch korrigiert. Sie zeigen damit zwar die wirkliche Auswirkung an, verschleiern aber deren Ursache. Und bei Lagos ist es – wie bei vielen anderen Küstenstädten auch – das Versinken im weichen Untergrund. Im Gegensatz zu den Zeitungsmedien und NGOs berichten darüber viele Studien:
[7] The coast of Lagos is composed of relatively young sediments that are still subject to natural dewatering and compaction; together with the Eustatic sea level rise this induces a high (relative) sea level rise.
deepl-übersetzt: Die Küste von Lagos besteht aus relativ jungen Sedimenten, die noch der natürlichen Entwässerung und Verdichtung unterliegen; zusammen mit dem eustatischen Meeresspiegelanstieg führt dies zu einem hohen (relativen) Meeresspiegelanstieg.
[8] RESULTS The MT-InSAR results show that Lagos state is subsiding conically at the velocity rates of between
-4.0 to -7.0 mm/yr (
Fig. 4 and 5). The subsidence rate increases centered in Ikeja city to all directions. The most highly industrialized populated areas like Lekki, Badagry, Victoria Island and Lagos south are subsiding at higher rates mostly due to the ocean tide loading and compacting sediments. Moreover this subsidence phenome is connected to the excessive water withdraw and compacting sediments due to heavy structures built and filled areas towards the coast and lagoons.

deepl-übersetzt: Die MT-InSAR-Ergebnisse zeigen, dass sich Lagos kegelförmig mit Geschwindigkeiten zwischen
-4,0 bis -7,0 mm/Jahr senkt (Abb. 4 und 5). Die Senkungsrate steigt vom Zentrum der Stadt Ikeja aus in alle Richtungen an. Die am stärksten industrialisierten und besiedelten Gebiete wie Lekki, Badagry, Victoria Island und Lagos Süd sinken mit höheren Raten, was hauptsächlich auf die Belastung durch die Gezeiten und die Verdichtung der Sedimente zurückzuführen ist. Diese Senkungserscheinung hängt auch mit der übermäßigen Wasserentnahme und der Verdichtung von Sedimenten zusammen, die durch die Errichtung schwerer Bauwerke und die Aufschüttung von Gebieten in Richtung Küste und Lagunen verursacht wird

Bild 5 [9] Lagos, Land-Senkungsraten

[10] The results indicate that the subsidence is a widespread phenomenon in Lagos city, with subsidence rates varying between −2 mm/year and −87 mm/year. The highest subsidence rate was observed around the coastal zones and areas where heavy structures are built on landfills. With the highest rate at present, subsidence has gradually increased in the last 15 years. With the development of indiscriminate groundwater exploitation, urbanization, and rapid population growth, the subsidence rate in Lagos city is likely to rise significantly in the coming years, which, in turn, may further escalate the flood rate and other associated geohazards

deepl-übersetzt: Ergebnisse zeigen, dass Senkungen ein weit verbreitetes Phänomen in der Stadt Lagos sind, wobei die Senkungsraten zwischen -2 mm/Jahr und -87 mm/Jahr schwanken. Die höchste Senkungsrate wurde in den Küstengebieten und in Gebieten, in denen schwere Bauwerke auf Mülldeponien errichtet wurden, beobachtet. Die derzeit höchste Senkungsrate hat in den letzten 15 Jahren allmählich zugenommen. Mit der wahllosen Ausbeutung des Grundwassers, der Verstädterung und dem raschen Bevölkerungswachstum wird die Senkungsrate in Lagos in den kommenden Jahren wahrscheinlich erheblich ansteigen, was wiederum die Überschwemmungsrate und andere damit verbundene Georisiken weiter verschärfen kann.

Fazit

Lagos versinkt also mit einer Rate von 2 … 87 mm/pa im Untergrund. Die Ursachen dafür sind im Wesentlichen hausgemacht. Der Meerespegel steigt im Mittel mit ungefähr 2 mm/pa. Und dieser Anstieg soll die wirkliche Gefahr sein, wie es unsere Medien weismachen wollen. Und die sind sich „sicher“, dass weltweite (extrem teure) CO2-Vermeidung auch Lagos „hilft“, natürlich ergänzt um Klima-Reparationszahlungen aus dem Klimafond.

Bald ist wieder ein Klimagipfel. Mit Sicherheit wird es keinem der irgendwo zwischen 30 … 40.000 extra (auf Spesen) anreisenden, ausgewiesenen Fachpersonen auffallen, wie mit Aussagen zu den schlimmen Auswirkungen des Klimawandels hemmungslos gelogen wird. Wobei unsere „Führungskräfte“ dabei noch herausragen und sich mit solchen Anspruchstellern gegen ihr eigenes Land verbünden, anstelle deren Falschbehauptungen richtigzustellen [15].

[Link] EIKE 10. November 2019: Statt 80 sind plötzlich 300 Millionen Küstenbewohner vom Klimawandel bedroht
[Link] EIKE 14.05.2017: Land unter im Norden ab 2050 – oder: Pünktlich zur Tagung des UN-Klimasekretariats in Bonn steigt der (simulierte) Meeresspiegel verstärkt
Unsere „geballte Intelligenz“ steht mit ihrem „Wissen“ allerdings nicht eine Spur besser da. Während die Eine hemmungslos mit vor Stolz geschwellter Brust den wirklich größtmöglichen Schwachsinn hinausposaunt, sind die zwei Anderen unfähig, es zu erkennen, geschweige darauf zu antworten:
[Link] EIKE, 22. Sept. 2021: Annalena lässt den Meerespegel schnell mal um 7 m steigen – und zwei schauen nur wie bekloppt dabei zu

Anbei ein kleiner Auszug aus den vielen Sichtungen des Autors zum (angeblich) besonders schlimm ansteigenden Meerespegel. Nirgendwo! war ein schlimmer – dem vom Menschen verursachten Klimawandel zuweisbarer – Meerespegelanstieg zu finden, dafür aber viele – oft ganz bewusste – Falschdarstellungen der wirklichen Ursachen:

Weitere „Untergänge“ in West-Afrika

[Link] EIKE 22.11.2021: Klimakrise: Weltkulturerbestadt Saint-Louis (Senegal) versinkt im Meer. Nur ist der Meeresspiegel dort gar nicht gestiegen.
[Link] EIKE 24.06.2017: Wieder versinken ganze Küstenstreifen in den Klimafluten – diesmal in Ghana

Untergänge“ anderswo

[Link] EIKE 18.06.2019: Küstenstädte versinken, (auch) weil das Geld stattdessen zur CO2-Reduktion hinausgeworfen wird
[1] EIKE, Apr 29, 2022: Seit der Klimawandel an jedem Übel schuld ist, kann man sich jede andere Erklärung sparen
[Link]
EIKE, 07. November 2021: Der Untergang von Palau zeigt, was von der Glaubwürdigkeit der politischen Klimaagenda zu halten ist.
[Link] EIKE 24. April 2019: Kiribati versinkt wieder, das ist professionell recherchiert
[Link]
EIKE 16. November 2017: Nochmals Fidji, die eher aufsteigenden, als untergehenden Atolle

Doch auch North-Carolina versinkt im Atlantik

Wenn man schon dabei ist. Auch von North-Carolina hört man wieder eine ähnliche Geschichte. Ganz aktuell fielen zwei Strandhäuser in Carolina dem steigenden Meeresspiegel zum Opfer:
msn nachrichten, 11.05.2022: Steigender Meeresspiegel: Zwei Strandhäuser in North Carolina von den Wellen mitgerissen
Wen rund um die Welt interessiert es wirklich, ob zwei einfache „Strandhäuser“ irgendwo in der Welt versunken sind?
Nun, weil es der schlimme, vom Menschen mit seinem CO2 verursachte Klimawandel war, ist es wichtig. Zudem: Auch „Klimazombies“ sterben wirklich nie.

Eine unserer Öffentlichen wusste Genaueres zu berichten und erzählte, was es in einer „Studie“ fand:
Tagesschau, 16.02.2022: Meeresspiegel an US-Küsten steigt stark an
Die Meere entlang der Atlantikküste sind im 20. Jahrhundert so schnell gestiegen wie seit 2000 Jahren nicht mehr. Ein neuer Bericht zeigt: Es werden Gebiete überschwemmt werden, in denen es das bislang nicht gab.
… Der Meeresspiegel an den amerikanischen Küsten wird in den nächsten 30 Jahren so stark ansteigen wie im gesamten 20. Jahrhundert. Die großen Städte an der Ostküste werden selbst an sonnigen Tagen regelmäßig von kostspieligen Überschwemmungen heimgesucht, warnt ein Regierungsbericht, der nun von der US-Wetterbehörde NOAA und sechs weiteren Bundesbehörden veröffentlicht wurde.
Der Meeresspiegel wird danach um 0,25 bis 0,3 Meter steigen, in Teilen der US-Staaten Louisiana und Texas sogar um 0,45 Meter. „Der Anstieg des Meeresspiegels ist da“, sagte Nicole LeBoeuf, Direktorin der NOAA. Der prognostizierte Anstieg ist besonders alarmierend, da die Meere entlang der Atlantikküste im 20. Jahrhundert so schnell gestiegen sind wie seit 2000 Jahren nicht mehr.
Bestätigt wird das auch durch eine etwas ältere Information direkt aus der betroffenen Gegend:
NATIOAL GEOGRAPHIC, 4. Juli 2018: Wenn das Meer die Stadt verschlingt
… Ein Bericht aus dem Jahr 2010 mahnte bereits an, dass der Meeresspiegel im Bereich von North Carolina bis 2100 um einen Meter ansteigen könnte. Schon heute fallen jedes Jahr etwa 1,8 Meter der Erosion zum Opfer, wie das Ministerium für Umweltqualität von North Carolina angibt.

Dabei sah das doch schon mal ganz anders aus

Als Trump regierte, gab es kurz so etwas wie Vernunft. Und entsprechende Beschlüsse:
EIKE 18.05.2017: Die Amis bleiben beim Klimawandel weiter reserviert, nur in Europa „rennt man damit offene Türen ein“ – oder: In den USA gibt es noch Klimavernunft bei Behörden
EIKE 11.12.2016: Nach Überzeugung der SZ scheinen Milliardäre in Amerika wohl generell etwas „beschränkt“ zu sein: Die Redaktion fand dort schon den zweiten, der nicht fest an den Klimawandel glaubt

Es gibt auch Studien, die anders aussagen:
kaltesonne, 27. Juli 2015: Neue Studie der Durham University verweist Rahmstorfs Sintflutszenarien für North Carolina in das Reich der Fabeln
Laut dieser Studie steigt der Meerespegel bei North-Carolina seit 1845 um unspektakuläre 1,7 mm pro Jahr und das konstant ohne Beschleunigung. Eine aktuelle Pegelnachschau des Autors liegt mit 2,6 mm/pa etwas höher, doch ist das der Pegel inklusive der Landsenkung. Doch selbst das ist recht unspektakulär:

Bild 6 Pegelverlauf Fernandina Beach mit 2,6 mm/pa (seit 1939 ca. 21 cm). Grafik vom Autor aus den PSMSL-Daten erstellt

Was steht im dem von der Tagesschau als „Beleg“ angezogenem Bericht wirklich drin?

Eine NOAA kann doch nicht irren. Braucht sie auch nicht, denn das machen schon ihre Simulationen. Denn nichts anders findet sich darin. Einmal „konstruiert“ die NOAA eine Pegelbeschleunigung und dann simuliert sie diese „beliebig“ in die Höhe:

Bild 7 [11] Pegelverläufe global und für USA

Der Autor hatte in einem früheren Artikel [13] solche Szenarien zusammengefasst und den gemessenen Pegelanstiegen gegenüber gestellt. Erst daran erkennt man die „Betrügereien“ Wahrscheinlichkeiten solcher Simulationsspielereien wirklich:

Bild 8 [13] Pegelverlauf bei Florida von ca. 1897 – 2015, ergänzt um Pegelvorhersagen in einem SZ-Artikel

Das fällt auch der NOAA auf. Sie „darf“ daraus aber nicht die wahrscheinlichen Schlüsse ziehen:

Bild 9 [11]

Vor allem die Angabe (nicht nur) der NOAA (zitiert im Bericht der Tagesschau) „ … sagte Nicole LeBoeuf, Direktorin der NOAA. Der prognostizierte Anstieg ist besonders alarmierend, da die Meere entlang der Atlantikküste im 20. Jahrhundert so schnell gestiegen sind wie seit 2000 Jahren nicht mehr ...“
ist mit ziemlicher Sicherheit (rein persönliche Überzeugung des Autors, die den Fachmeinungen widerpricht) falsch.

In einer Sichtung hat er einst Pegelproxis gegenübergestellt:
[14] EIKE 04.07.2020: Ist die aktuelle Meerespegeländerung im Vergleich mit historischen Zeiten einzigartig?
Das Ergebnis zeigt, dass Pegelproxis rund um die Welt in der Vergangenheit unglaubliche Pegeländerungen aufzeigen und die „amtlichen“ Pegelverläufe daraus (wie beim Temperatur-Hockeystick) durch extremstes Mitteln eine horizontale Gerade erzeugen, die alles aussagen mag, nur nicht die Wahrheit.

Bild 10 [14] Fig. 2. The Late Holocene sea level changes in the Maldives (Mörner, 2007) including 7 transgression peaks in the last 4000 years with 3 peaks in the last millennium.

Im folgenden Bild sind mehrere Pegelproxiverläufe im gleichen Maßstab übereinander kopiert. Entweder hat in der Vergangenheit eine unglaubliche Pegelvariabilität geherrscht, oder die Proxis sind grottenfalsch.

Bild 11 [14] Rekonstruktionsversuch Pegelverlauf der letzten 3000 Jahre. Mehrere Proxiverläufe im gleichen Maßstab vom Autor übereinander kopiert.

Die angeblichen Pegelschwankungen von nur 0 …+10 cm für die letzten 2000 Jahre laut Herrn Prof. Rahmstorf eingezeichnet

Bild 12 [14] Pegelrekonstruktion der letzten 2.500 Jahre nach Prof. Rahmstorf (PIK)

Was die NOAA im Bericht erst am Ende bringt: Auch in Carolina sinkt das Land

Und zeigt es mit dem folgenden Bild welches darstellt, wie sich die Westküste der USA hebt und die Ostküste dafür sinkt:

Bild 13 [12] (Teilbild) Figure 4.8: Comparison of vertical land motion (VLM) rate estimates (mm/year) from a) the scenario-based framework used in this report,

Und die Ostküste sinkt nicht unerheblich:
[12] Hampton Roads, Virginia
… More recently, InSAR rate maps have shown a range of subsidence from about 1 mm to 5 mm/year in the region over the time period from 2014 to present, with locally higher rates

Selbst dem „Spiegel“ fiel das einstmals auf

Was der Tagesschau heute nicht mehr „einfällt“ (und man aktuell bei der NOAA nachlesen kann, so man es will), wusste der Spiegel noch vor einigen Jahren:
SPIEGEL WISSENSCHAFT, 12.09.2017: Überschwemmungen in USA: Der Osten säuft stetig ab
Die Küstengebiete im Osten der USA versinken langsam, aber stetig im Atlantischen Ozean. Hauptursachen sind jedoch weder der Klimawandel noch Stürme – sondern ein Eispanzer vor 20.000 Jahren und Eingriffe des Menschen heute.
… das Problem seien die Küstengebiete selbst: Sie versänken langsam, aber stetig im Atlantischen Ozean – jedes Jahr um bis zu drei Millimeter.
Viele der Städte an der US-Ostküste wurden Ende des 16. oder Anfang des 17. Jahrhunderts gegründet. Heute liegen sie allein aufgrund des Gletscher-Effekts mindestens 45 Zentimeter niedriger als damals, führen die Forscher an. Der steigende Meeresspiegel aufgrund der Klimaerwärmung habe für weitere 15 Zentimeter abwärts gesorgt: 60 Zentimeter in rund 300 Jahren, summieren die Wissenschaftler.

scinexx, : „USA: Land unter auch ohne „Superstürme“ Allmähliches Absinken der US-Ostküste macht Überschwemmungen häufiger
Ursachen: Eiszeit und Grundwasser-Übernutzung
Aber warum sinkt der Untergrund in diesen Küstengebieten so stark und stetig ab? „Für dieses Phänomen gibt es im Wesentlichen zwei Gründe“, erklärt Karegar. Der erste ist geologischer Natur: Während der letzten Eiszeit drückte die enorme Last der Gletscher über dem Norden Nordamerikas das zähe Magma im Erdmantel teilweise zur Seite. Dadurch hob sich die US-Ostküste an. Seitdem das Eis weitgehend geschmolzen ist, schwappt das Magma gleichsam in Zeitlupe wieder zurück und das Land sinkt wieder ab.
Doch dieser geologische Prozess kann maximal ein Drittel der Bodenabsenkung von Virginia bis South Carolina erklären stellten. Der Rest jedoch ist menschengemacht, wie die Forscher erklären. Vor allem die übermäßige Entnahme von Grundwasser führt dazu, dass sich der Untergrund allmählich immer weiter absenkt. „In vielen Gebieten übersteigen die Förderraten schon seit Jahren die natürliche Regeneration der Grundwasser-Reservoire“, so die Wissenschaftler.

Fazit

Auch hier – wie praktisch überall beim Kampf gegen das sich stetig ändernde Klima – stellt sich die Kosten-/Nutzenfrage von CO2-Vermeidungsmaßnahmen. Vielleicht käme darüber eine Diskussion zustande, wenn man die Westküstenbewohner als „Nutznießer“ der vergangenen Eiszeit für deren „Verlierer“ an der Ostküste bezahlen ließe … Mit Sicherheit würde der Pegel an der Ostküste dann noch viel schneller (in Simulationen) ansteigen.

Es kann gar nicht irre genug sein, um nicht bejubelt zu werden

Obwohl so vieles vom über den schlimmen Klimawandel Berichteten einfach nur falsch ist, befeuern ihn unsere Medien immer stärker mit schier grenzenloser Propaganda.

Als Beispiel die Süddeutsche Zeitung in ihrer Wochenendausgabe vom 14./15. Mai 2022 mit fünf großen Klimaalarm-Artikeln:
Omas mit Power: Über die Klimasenorinnen der Schweiz, die ihre Regierung zu mehr Klimaschutz verklagen. „Bauernaufstand“: Über einen Biobauer aus Ostwestfalen der VW wegen seiner CO2-Emission verklagt (Unterstützer: Greenpeace, welche die Anwältin Roda verheyen mit der Klageschrift beauftragt hat)

„Die Zeit der Ausreden ist vorbei – Die deutschen Unternehmen müssen nachhaltig werden … Es ist höchste Zeit, den Klimaschutz ernst zu nehmen.“
„Hinsetzen für den Aufstand“ „Sie stören, blockieren, polarisieren. Ist der Protest radikaler Klimaaktivisten unvernünftig – oder der einzig Vernünftige, damit sich endlich etwas ändert?“: Über die Aktivisten der „Letzte Generation“
Zitat „Irgendwann fährt ein Kleinbus vor, eine Polizistin steigt aus und kniet sich vor Gutmann. Mit einer Spritze injiziert sie eine Flüssigkeit unter ihrer Hand. Fast zärtlich löst sie mit einem Holzspachtel Finger für Finger von der Straße, fragt „Ziept das auch nicht? …
In der folgenden Wochenendausgabe ergänzend ein weiterer, lobender Artikel von Herrn Prantel über die Bewegung „Letzte Generation“ der „Asphaltkleber“.

Quellen

[1] EIKE, Apr 29, 2022: Seit der Klimawandel an jedem Übel schuld ist, kann man sich jede andere Erklärung sparen

[2] msn nachrichten 11.05.2022: Steigender Meeresspiegel: Zwei Strandhäuser in North Carolina von den Wellen mitgerissen

[3] STARS INSIDER 18.05.2022: Lagos: Eine Stadt kämpft gegen den Untergang – Die afrikanische Stadt droht, überflutet zu werden

[4] Meerblick für die Reichen, nasse Füße für die Armen

[5] Nigerian Institute for Oceanography and Marine Research: NATIONAL REPORT ON SEA LEVEL STATUS IN NIGERIA

[6] IBEABUCHI Uwadiegwu at al., April 2018: Coastal Megacities: The Case of Lagos

[7] K.M. van Bentum, January 2012: THE LAGOS COAST Investigation of the long-term morphological impact of the Eko Atlantic City project

[8] Muhammad Umar Mahmud at al.: SUBSIDENCE MONITORING IN THE COASTAL REGION OF NIGERIA USING MULTI TEMPORAL INTERFEROMETRIC SYNTHETIC APERTURE RADAR (MT -INSAR)

[9] University of Lagos, Femi E. Ikuemonisan at al., April 2020: Geostatistical evaluation of spatial variability of land subsidence rates in Lagos, Nigeria

[10] University of Lagos, Femi Emmanuel Ikuemonisan at al., 25. March 2020: Characterisation and mapping of land subsidence based on geodetic observations in Lagos, Nigeria

[11] NOAA 2022 Sea Level Rise Technical Report: Global and Regional Sea Level Rise Scenarios for the United States Section 2: Future Mean Sea Level: Scenarios and Observation-Based Assessments

[12] NOAA 2022 Sea Level Rise Technical Report: Section 4: Use Cases

[13] EIKE 11.12.2016: Nach Überzeugung der SZ scheinen Milliardäre in Amerika wohl generell etwas „beschränkt“ zu sein: Die Redaktion fand dort schon den zweiten, der nicht fest an den Klimawandel glaubt

[14] EIKE 04.07.2020: Ist die aktuelle Meerespegeländerung im Vergleich mit historischen Zeiten einzigartig?

[15] EIKE 13. Juli 2017: Wie viele Unterschriften zum Klimavertrag wurden mit Geldversprechungen gekauft?