COP30: Das Aufbegehren der Ureinwohner

Craig Rucker

Gestern Abend kam es zu einem regelrechten Feuerwerk, als eine wütende Gruppe von 50 bis 100 Tupinambá-Kriegern – einige davon in ihren auffälligen traditionellen Federn und Körperbemalungen – die Blue Zone stürmten, als wäre es das Alamo.

Das sind nicht die Hollywood-Klischees von Öko-Kriegern, die sich an Bäume ketten. Vielmehr sind es stolze, widerstandsfähige Menschen, die seit Generationen den Amazonas bewahren. Nachdem ich heute ein paar Fotos mit ihnen in der COP Green Zone gemacht habe, fand ich sie genauso herzlich und einladend wie jede Tailgate-Party bei einem Footballspiel zu Hause. Es ist klar, dass sie nicht wegen Al Gores PowerPoint-Präsentation über CO₂-Fußabdrücke hier sind.

Klimawandel? Das interessiert diese Menschen kaum. Nein, ihre Beschwerde ist viel fundierter: Warum veranstaltet eine linke Regierung ein globales Schwätzchen, das ihre heiligen Stätten für eine 13 km lange Autobahn zerstört, Açaí-Bauern ohne einen Cent Entschädigung vertreibt und ihre Stimmen zugunsten radikaler Agitatoren ignoriert?

Ihr Eindringen am Mittwoch verlief chaotisch: Türen wurden eingetreten, „Unser Land ist nicht zu verkaufen!“-Rufe hallten von den Wänden wider, und Demonstranten wurden mit Schlagstöcken zurückgedrängt. Mit von der Partie waren Cheerleader der brasilianischen linksradikalen Partei Sozialismus und Freiheit (PSOL) – eine Organisation, die davon träumt, auf jedem Dorfplatz eine Che-Guevara-Statue zu errichten. Sie äußerten sich mit den üblichen Verdächtigen: Empörung über „illegale Abholzung, Bergbau und Industrialisierung“, welche die Wildnis zerstören.

Klingt edel, oder? Nur wenn man sich mit den Demonstranten selbst unterhält, bröckelt diese Erzählung schneller als eine Klimaprognose von Michael Mann. Nehmen wir meine Begegnung in der Grünen Zone – diesem weitläufigen NGO-Basar, auf dem Unternehmen „nachhaltige“ Gadgets feilbieten und Akademiker Schuldgefühle verkaufen. Ich habe einen Dolmetscher in die Enge getrieben, einen Universitätsmitarbeiter, der eindeutig mit der Sache sympathisierte, und durch seine Übersetzungen die ungeschminkte Wahrheit erfahren. Sicher, die Tupinambá sind sauer wegen der Repräsentation. Warum sollte man Lulas Kumpanen das Mikrofon geben, wenn die wahren Verwalter des Waldes, ihre indigenen Gruppen, bestenfalls symbolische Sitze bekommen?

Wenn man genauer hinschaut, wird deutlich, dass diese brasilianischen Ureinwohner nicht von einem marxistischen Manifest getrieben sind. Es ist einfacher und amerikanischer: Sie wollen wirtschaftliche Entwicklung. Sie wollen Straßen, die ihre Dörfer mit Märkten verbinden; Arbeitsplätze, die Familien aus der Armut befreien, ohne sie an endlose Sozialleistungen zu ketten. Sie sind für Bergbau und Industrie. Diese Menschen sehen Chancen, keine Unterdrückung – wenn dies mit Respekt für ihre Kultur und Werte geschieht.

Das ist der eigentliche Skandal hier auf dem Klimagipfel. Das Problem sind nicht die Stimmen der Indigenen – sondern die Art und Weise, wie die radikale Linke sie wie Requisiten in einem schlechten Diversitätsspiel instrumentalisiert. Die Radikalen der PSOL haben den Protest gekapert, um ihre antikapitalistischen Fieberträume voranzutreiben, und dabei ignoriert, dass wahrer Wohlstand aus freiem Unternehmertum entsteht, nicht aus UN-Verordnungen. Brasiliens Präsident Lula hat über 100.000 Bäume roden lassen, ohne dass es nennenswerte Proteste aus der Umweltbewegung gab, um den Eliten entgegenzukommen, die an diesem Klimagipfel teilnehmen.

Was für eine heuchlerische Abholzung! Und inmitten des hier zur Schau gestellten Prunks dient die indigene Gemeinschaft als hübsche Requisite und Dekoration, welche die Delegierten bestaunen können, während sie importierten Champagner schlürfen.

Der heutige Rundgang durch die Green Zone war selbst für einen COP-Gipfel-Veteranen wie mich eine Augenöffnung. Es ist glitzernder als sonst – Stände, an denen Emissionszertifikate wie Schlangenöl angepriesen werden, solarbetriebene Gadgets, die niemand braucht, und endlose Podiumsdiskussionen zum Thema „Gerechtigkeit”, die wie umbenannter Sozialismus klingen.

Aber unter dem Glanz spürt man die brodelnde Frustration. Diese indigenen Demonstranten sind nicht gegen den Fortschritt, sondern gegen Ausbeutung. Sie verdienen Partner, die Eigentumsrechte, faire Geschäfte und Wachstum vor endlosen Vorschriften priorisieren, die den Amazonas in ewiger Armut halten. Hier in Belém ist der Tag der Überprüfung gekommen. Und die Ureinwohner? Sie sind nicht nur unruhig – sie haben zu Recht die Nase voll.

CFACT interviews a Brazilian climate researcher on Indigenous demands

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Link: https://www.cfact.org/2025/11/13/cop-30-the-natives-are-restless/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Der erste Klima-Kipppunkt ist nun aktiviert

Helmut Kuntz

Zufällig radelte der Autor an einer Demo von Fridays for Future vorbei. Da er zu solchen Events normalerweise nicht erscheint, bot sich eine Gelegenheit, sich die Rede der den Klima-Weltuntergang hinaus posaunenden Sprecherin anzuhören.

Die Ergebnisse von COP30 sind „Mist“

Zuerst schimpfte die junge Dame über den unsinnigen Massenauflauf zum COP30 in Brasilien, was man nachvollziehen und akzeptieren kann. Allerdings waren ihre Schlussfolgerungen andere als die des Autors.
Sie beklagte sich nämlich vehement darüber, dass bei Weitem nicht genug im Klimakampf getan würde und vor allem Deutschland viel zu wenig Geld dafür bereitstellt.
Dabei sollen alleine 160 Teilnehmer aus deutschen Regierungsbehörden vor Ort sein um zu verhandeln, wie das Geld der Bürger dafür am Sichersten ausgegeben und in die Welt verteilt werden kann. Zudem will Deutschland als besonders gutes Vorbild auch einiges der „dank“ Trump nun fehlenden Summen kompensieren.

Dann kam sie zum schlimmen, immer extremer werdendem Klima. Nichts, was gängig an Klimaalarm verbreitet wird, wurde ausgelassen. So auch nicht, dass der erste Klima-Kipppunkt, das Aussterben der Korallenriffe, nun unwiederbringlich eingetreten sei.

Und ich muss euch berichten …, der erste Klimakipppunkt – das unaufhaltsame Absterben der Korallenriffe – hat bereits begonnen

Dass das so ist, kann man bei Greenpeace und unseren Qualitätsmedien nachlesen:

Bild Meldung von Greenpeace

Bild Artikel von „Die Zeit“

Wenn dem so ist, muss man natürlich innehalten und wirklich überlegen, ob die Menschheit etwas falsch macht. Der unwiederbringliche Verlust weltweit aller Korallen ist schon schlimmer als das „Sterben“ von Gletschern, auf die der Mensch schließlich keinen „Anspruch“ hat.

Doch was zeigen die Messdaten

Anmerkung: Über den (wirklichen) Zustand der Korallen wurde und wird auf der Website des „EIKE“ und in den „Klimanachrichten“ laufend berichtet. Jedoch wird nicht jeder die aktuellen Daten im Kopf haben, deshalb solche anbei.

Schaut man wirkliche und seriöse Daten, zum Beispiel vom Barriere-Riff im Bericht des australischen Korallen-Monitorprogramms nach, zeigen diese eher das Gegenteil eines Kipppunkt-Unterganges, allerdings teils extreme Schwankungen, aus denen sich durch Herausschneiden von geeigneten Zeitabschnitten jede Klimahysterie erzeugen und „belegen“ lässt.

AUSTRALIAN INSTITUTE OF MARINE SCIENCE: Great Barrier Reef Annual Summary Report Coral Reef Condition 2024/2025

Die Grafiken der Korallenbedeckung daraus:

Bild Korallenbedeckung Great Barrier Reef Nordteil

Bild Korallenbedeckung Great Barrier Reef Zentralteil

Bild Korallenbedeckung Great Barrier Reef Südteil

Von unseren Qualitätsmedien wird so etwas natürlich nicht publiziert. Aber immerhin kommen noch Forscher darauf, dass nicht jede fallende Kurve sofort zum Verderben führt:

Bild Pressemitteilung

Meerestemperaturen

Wie jeder “weiß”, resultiert die Korallenbleiche aus den klimawandelbedingt, stetig ansteigenden Meerestemperaturen. Es lohnt sich deshalb, deren Verlauf zum Beispiel in der besonders davon betroffenen Südsee vor Australien anzusehen. Auch dazu liefert das Monitoringprogramm Messdaten. Und auch in diesen ist kein schlimmer Klimawandeleinfluss zu finden:

Bild Meerwasser-Temperaturverlauf bei Vanuatu

Bild Meerwasser-Temperaturverlauf bei Fiji

Auch Klimahysteriker werden manchmal mit der Wirklichkeit konfrontiert

Jetzt kann man sagen, diese Messdaten mögen real sein, gelten aber auf keinen Fall global.

Nun hat unser Fernsehen vor einigen Jahren eine Klimareportage des Sohnes von Yves Cousteau – ein ausgewiesener Klimaaktivist – gesendet, in der er weltweit Klimaschäden zeigte. In dieser durften die Korallen natürlich nicht fehlen.

Und so untersuchte er deren Zustand auch in der Südsee und fand heraus, dass in einem Atoll Korallen bleichten und im Atoll daneben diese bester Gesundheit waren.
Dann ging es nach Ostafrika, an einen Meeres-Temperatur-Hotspot. Da hatte er einen lokalen Forscher mit an Bord. Cousteau sagte diesem vorher, dass bei der hier herrschenden, extrem hohen Meerestemperatur alle Korallen abgestorben sein müssen. Der lokale Forscher sagte darauf (vor dem nun folgendem Tauchgang), er werde ein Wunder erleben.
Und Cousteau war dann ganz „entsetzt“, dass er beim Tauchgang feststellen musste, dass die dortigen Korallen gediehen und von Bleiche und Korallentod nichts zu sehen war.

Den Autor hat es damals beim Anschauen gewundert, dass diese Passagen in dem ansonsten ausschließlich klimahysterischen Film nicht herausgeschnitten wurden. Aber auch Klimahysteriker sind eben manchmal etwas „schlampig“.

Die wirklichen Messdaten können nur Lügen sein

Der Autor erlebt es in Diskussionen selbst verblüffen oft, dass Messdaten nicht geglaubt, sogar angezweifelt werden, weil es doch nicht sein kann, dass die vielen Alarmberichte von doch seriösen Forschern und Institutionen einfach falsch seien. Wenn dem wirklich so wäre, würde es doch welche geben, die diese Unwahrheiten offenlegen. Als Folge wird man dann freundlich, aber bestimmt, mindestens als Schwurbler und Querdenker hingestellt.

Was in solchen Diskussionen im Kleinen geschieht, gibt es allerdings auch im ganz Großen:

Bild Mitteilung des Deutschlandfunks

Quellen

[1] Nebelspalter | Die wundersame Erholung des Great Barrier Reef

[2] AUSTRALIAN INSTITUTE OF MARINE SCIENCE: Great Barrier Reef Annual Summary Report Coral Reef Condition 2024/2025

[3] Uni Bremen: Korallenbleiche: Riff erholt sich schneller als gedacht

 




In der globalen Politik: Klima-Ziele verblassen

H. Sterling Burnett

Der Titel dieses Beitrags könnte zunächst etwas irreführend sein. Bei jeder UN-Klimakonferenz (COP) zur Klimarahmenkonvention setzen sich die Länder immer strengere Emissionsreduktionsziele und höhere Finanzierungsziele. Das Problem ist, dass diese Ziele und Versprechen nach wie vor Wunschträume sind: Versprechen, die weder durch echte Vermögenswerte noch durch Strafen bei Nichterfüllung abgesichert sind. Seit dem ersten Klimaabkommen beim ersten Erdgipfel, ebenfalls in Brasilien, sind sie immer gescheitert, sodass wir wieder am Ausgangspunkt angelangt sind.

In Brasilien einigten sich die teilnehmenden Länder darauf, ihre Treibhausgasemissionen bis zum Jahr 2000 auf dem Niveau von 1990 zu „stabilisieren oder zu begrenzen”. Dieses Ziel wurde bis heute nicht erreicht, und trotz mehrerer Abkommen und strengerer Vorgaben wurden keine der Ziele für Emissionsreduktionen oder Finanzierungen für Klimaanpassungen oder Wiedergutmachungen jemals erreicht. Ich sehe keinen Grund zu der Annahme, dass die auf der COP 30 unterzeichneten Abkommen ein anderes Schicksal als das Scheitern ereilen wird.

Die Geschichte der Klimaabkommen ist geprägt von hochgesteckten (letztendlich politisch und möglicherweise physikalisch unerreichbaren) Zielen, obwohl die Vertragsparteien wussten oder hätten wissen müssen, dass sie nicht bereit waren, die notwendigen Opfer zu bringen, um die Emissionen um die vereinbarten Mengen zu reduzieren. Europa ist diesem Ziel wahrscheinlich am nächsten gekommen, was sich in den Energie- und Lebensmittelpreisen, der Arbeitslosigkeit, der Deindustrialisierung und den politischen Unruhen widerspiegelt. In Europa wurden die meisten Regierungen, die strenge Verpflichtungen eingegangen waren, durch Regierungen ersetzt, die sich mehr um Energie- und Lebensmittelpreise sowie nationale Interessen kümmern; haben den Aufstieg von politischen Parteien erlebt, die strengere Verpflichtungen ablehnen und behindern; oder haben selbst Pläne geändert, die mehr Opfer erfordert hätten, um an der Macht zu bleiben.

Im Gegensatz zu den Verhandlungen am Verhandlungstisch erweitern Australien, China und verschiedene andere Länder vor Ort ihren Verbrauch fossiler Brennstoffe – sie bauen Minen und Kraftwerke mit einer Nutzungsdauer bis 2050 und darüber hinaus –, obwohl sie öffentlich ihr anhaltendes Engagement für Netto-Null-Emissionen oder, im Falle Chinas, gewisse Anstrengungen zur Begrenzung und Reduzierung der Emissionen bekunden, wie ich in den letzten Wochen und Monaten in Climate Change Weekly dargelegt habe.

Jetzt sind wir bei der COP 30 angelangt. Die Konferenz findet in einem Land und einer Stadt statt, die für eine Führungsrolle im Klimaschutz ungeeignet sind. Brasilien hat Tausende Hektar unberührten Regenwald abgeholzt, was einem Verlust von Hunderttausenden Bäumen entspricht, um Betonautobahnen zu bauen (und damit die CO₂-Emissionen zu erhöhen), damit die Teilnehmer den Veranstaltungsort erreichen können. Darüber hinaus sind die Teller der Teilnehmer täglich mit brasilianischem Rindfleisch und anderem Fleisch überladen, während die gleichen COP-Delegierten den ungebildeten Massen predigen, dass Fleischessen nicht nur Mord ist, sondern auch den Planeten zerstört, weshalb sie Gemüse, Getreide und Insekten essen sollten.

Ein führender Vertreter unter den prominenten Teilnehmern der Konferenz hat das schmutzige Geheimnis gelüftet und zugegeben, dass der Konsens über die Bedeutung des Kampfes gegen den Klimawandel schwindet.

„Der britische Premierminister Sir Keir Starmer räumte ein, dass die politische Unterstützung für den Klimaschutz nachlässt“, berichtete die BBC. „Er sagte, dass dies international und in Großbritannien ein Thema der Einigkeit gewesen sei, aber ‚heute ist dieser Konsens leider verschwunden‘.

„In den nächsten zwei Wochen werden die Länder versuchen, ein neues Abkommen zum Klimawandel auszuhandeln, wobei ein besonderer Schwerpunkt auf der Bereitstellung von mehr Geld für den Waldschutz liegt“, fuhr die BBC fort.

Der letzte Satzteil wäre lustig, wenn er nicht so traurig wäre. Diejenigen, die über Waldschutz sprechen, roden riesige Flächen Regenwald, um die Konferenz abzuhalten. Und die Diskussionen werden von Ländern geführt, die Anreize für die Zerstörung von Wäldern schaffen, um angeblich nachhaltige Holz- und Holzpelletkraftwerke zu betreiben, und die Zerstörung von artenreichen Regenwäldern für Palmplantagen fördern, um ihren Wunsch nach „grünem“ Biokraftstoff in Form von Palmöl zu befriedigen. Wie so oft sind die größten Sünder diejenigen, die mit dem Finger auf andere zeigen.

Allerdings wurde, wenn die Beweise vor der Konferenz noch nicht eindeutig waren, durch die Machenschaften und Verhandlungen im Vorfeld der Veranstaltung deutlich, dass der Kaiser der Klimakrise tatsächlich nackt ist und zunehmend an Unterstützern verliert.

Das Pariser Klimaabkommen von 2015 und nachfolgende Vereinbarungen verpflichteten die Länder, detaillierte Pläne vorzulegen, wie sie ihre versäumten Verpflichtungen zur Emissionsreduzierung nachholen und erfüllen wollen, sowie noch strengere Ziele vorzulegen, die bis zu bestimmten Terminen in der Zukunft erreicht werden müssen. Die Vertragsparteien von Paris einigten sich darauf, diese Pläne bis zum 10. Februar 2025 vorzulegen, doch nur etwa 15 Länder reichten bis zum ursprünglichen Stichtag aktualisierte Verpflichtungen ein. Das zwang die hohen Tiere der UNO, die Klimakonferenz peinlicherweise bis September zu verlängern. Der September kam und ging, und immer noch hatte nur etwa ein Drittel der an dem Abkommen beteiligten Länder ihre neuen Pläne vorgelegt (69 von 197). Schlimmer noch, es gibt Anzeichen dafür, dass selbst die neuen Pläne der Länder, die ihre aktualisierten Verpflichtungen vorgelegt haben, nicht besonders beeindruckend sind.

Japan war zusammen mit der EU führend im Kampf für verbindliche Emissionsreduktionen, doch wie das Center for International Law Japans neue Verpflichtungen beschreibt,

Japan hat bislang den schwächsten nationalen Plan vorgelegt, ohne einen einzigen Zeitplan oder Zielvorgaben zur Reduzierung der Produktion fossiler Brennstoffe oder zur Steigerung der erneuerbaren Energien. Darüber hinaus hat Japan zwischen 2013 und 2024 rund 93 Milliarden US-Dollar für Öl- und Gasprojekte im Ausland bereitgestellt. Darin enthalten sind 1,2 Milliarden US-Dollar für das Tangguh-LNG-3-Projekt in Indonesien, das die Abhängigkeit des Landes von fossilen Brennstoffen weiter verstärkt und erhebliche Auswirkungen auf indigene Gemeinschaften hat.

Die gute alte EU kam mit einem Plan, der in Verhandlungen nach Mitternacht ausgearbeitet wurde, zu spät zur Party. Der Plan, den die EU nur wenige Tage vor Beginn der COP 30 fertiggestellt hat, wurde in den Mainstream-Medien fast ausnahmslos als „verwässert” oder „geschwächt” bezeichnet. In einer multinationalen Union, die eigentlich auf Konsens basieren sollte, lehnte fast ein Fünftel der Mitglieder das Abkommen ab oder enthielt sich bei der Abstimmung über dessen Annahme der Stimme, obwohl Kompromisse eingegangen worden waren, um eine allgemeine Zustimmung zu erreichen.

Im Rahmen des neuen Plans der EU für national festgelegte Beiträge verpflichtet sich die Union als Ganzes, die Emissionen bis 2035 um 66,25 bis 72,5 Prozent unter das Niveau von 1990 und bis 2040 um 90 Prozent zu senken – ein steiler Weg, aber immer noch weit entfernt von Netto-Null.

Aber auch hier steckt der Teufel im Detail. Der neue Plan der EU erlaubt es den Ländern, international auf dem freien Markt gekaufte Emissionszertifikate als 5 Prozent ihrer erforderlichen Reduktionen anzurechnen. Darüber hinaus einigten sich die EU-Minister darauf zu prüfen, ob künftig weitere 5 Prozent des Emissionsziels für 2040 durch Zertifikate ausgeglichen werden können, was bedeuten würde, dass die tatsächliche Reduzierung nur 80 Prozent unter dem Niveau von 1990 liegen würde. Der Plan sah auch Flexibilität und die Möglichkeit vor, die Ziele je nach Wirtschaftsleistung neu zu verhandeln, und er verschob einen neuen Emissionshandelsplan für den Verkehrs- und Heizungssektor. Vielleicht sollte jemand den EU-Ministern sagen, dass, wenn man ganze Wirtschaftssektoren von den Gesamt-Reduktionszielen ausnimmt, von den nicht ausgenommenen Branchen noch stärkere Reduktionen verlangt werden müssen.

Letztendlich wird die COP 30 eine bereits bekannte Geschichte sein, mit edlen Worten, hohen Ambitionen (wenn auch nicht annähernd so hoch, wie manche gehofft hatten) und einem ausgehandelten Abkommen mit neuen Zielen und Finanzierungszusagen, nur dass all dies letztlich nicht mit dem übereinstimmen wird, was tatsächlich erreicht wird. In den kommenden Jahren werden, wie schon in der Vergangenheit, Fristen verstreichen, Emissionsreduktionen hinter den Erwartungen zurückbleiben (sofern es überhaupt zu Reduktionen kommt) ; es wird nur minimale Finanzmittel geben, und noch weniger der tatsächlich bereitgestellten Mittel werden den Menschen zugute kommen, denen sie eigentlich helfen sollen, da Milliarden von Dollar verschwinden, irgendwie in der Bürokratie der Klima-Kabale verloren gehen, von korrupten Regierungen abgezweigt werden oder in den Taschen profitgieriger, politisch vernetzter globaler Eliten landen.

Quellen: Politico; PBS; Center for International Environmental Law; BBC

Link: https://heartland.org/opinion/climate-change-weekly-562-global-politics-issue-climate-goals-fade/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Der Aufhellungs-Effekt

Cap Allon

Die Sonneneinstrahlung an der Erdoberfläche hat seit den 1980er Jahren in ganz Europa stark zugenommen. Dies ist keine Meinung oder Modellberechnung. Es wurde von nationalen Wetterdiensten gemessen, veröffentlicht und bestätigt. [Die folgende Analyse stammt von @Orwell2024 auf X].

Die Aufzeichnungen aus Potsdam zeigen, dass heute +15 W/m² mehr Sonnenstrahlung auf den Boden trifft als während der Verdunkelungsphase in den 1970er Jahren:

Die Niederlande weisen den gleichen Anstieg auf (siehe Folie unten). Das Gleiche gilt für die Schweiz. In Österreich ist der Anstieg mit +23 W/m² sogar noch größer. Die Langzeitmessstationen in Japan zeigen ein ähnliches Verhalten. Überall dort, wo die Luftverschmutzung zurückging, kehrte das Sonnenlicht zurück.

Dies ist der „Brightening-Effekt”. Klarere Luft. Weniger Aerosole. Eine transparentere Atmosphäre. Der Zusammenhang ist einfach: Wenn die Aerosole reduziert werden, die früher das Sonnenlicht blockierten, gelangt mehr Sonnenlicht an die Oberfläche – und die Temperaturen reagieren entsprechend.

Die von Fachkollegen begutachtete Literatur ist eindeutig, schreibt Orwell: Die Atmosphäre selbst ist transparenter geworden.

Die Tafel in deutscher Übersetzung (Google Translate):

Mehr Sonnenlicht bedeutet mehr Energie. Und das Ausmaß ist nicht gering. In Mittel- und Nordeuropa hat die Sonneneinstrahlung auf die Erdoberfläche in vier Jahrzehnten um 10 bis 20 W/m² zugenommen. In Österreich waren es laut nationalen Daten sogar mehr als 20 W/m². Im gleichen Zeitraum hat CO₂ weltweit zu einer Erwärmung von etwa 1,4 W/m² beigetragen (großzügig geschätzt). Der Anstieg der Sonneneinstrahlung ist also etwa zehnmal so groß.

Dies wird jedoch in der öffentlichen Klimakommunikation selten erwähnt. In den technischen Berichten wird die durch Aerosole verursachte Aufhellung anerkannt. In den Pressemitteilungen wird die Sprache jedoch stillschweigend geändert. „Emissionen” wird zu einem Ersatzbegriff für CO₂. „Veränderungen der Wolkendecke” wird zu einem Begriff des Klimawandels. Die Ursache – sauberere Luft, die mehr Sonnenlicht durchlässt – wird abgeschwächt, bis sie verschwindet.

Die Daten sind jedoch eindeutig. Wenn man einer Region 15 bis 20 Watt zusätzliche Sonnenenergie pro Quadratmeter hinzufügt, erwärmt sich diese Region. Dazu braucht man keine Fantasievorstellungen oder komplexe Modellrechnungen. Man braucht lediglich eine Lampe, die plötzlich heller leuchtet.

Österreich ist das deutlichste Beispiel dafür. Ein Anstieg der Sonnenstrahlung um +23 W/m² entspricht der gemeldeten Erwärmung des Landes um etwa drei Grad. Die Grundlagen der Physik bestätigen diese Größenordnung.

Japan zeigt das gleiche Muster. Stationen, die in den 1970er Jahren stark verschmutzt waren, wurden am stärksten abgedunkelt. Als sich die Luft reinigte, wurden sie am stärksten aufgehellt. Ländliche Stationen veränderten sich weitaus weniger. Das Signal stimmt perfekt mit dem Verhalten von Aerosolen überein.

Das Bild ist in allen Datensätzen gleich. Die beobachtete Erwärmung fällt größtenteils mit einem großen, dokumentierten und anhaltenden Anstieg der Sonneneinstrahlung auf die Erdoberfläche zusammen. Der Aufhellungseffekt ist die dominierende Strahlungsänderung seit den 1980er Jahren, wobei der städtische Wärmeinseleffekt einen Großteil des Rests erklärt.

Die Wissenschaft sagt es. Die Messungen sagen es. Die nationalen Behörden sagen es. Nur die Klimaille tut es nicht.

Link: https://electroverse.substack.com/p/45c-in-yakutia-as-deep-winter-grips?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email (Zahlschranke)

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Zwei grundlegende Fragen

Dipl.-Met. Christian Freuer

In diesem Beitrag möchte ich, wie die Überschrift schon andeutet, zwei grundlegende Fragen stellen, auf die ich bisher keine plausible und nachvollziehbare Antworten bekommen habe. Dabei hege ich die Hoffnung, dass vielleicht der eine Kommentator oder die andere Kommentatorin etwas dazu sagen kann.

Um die Fragestellung richtig verständlich zu machen, muss ich etwas ausholen, aber jeder Realist, der regelmäßig auf diesem Blog des EIKE hereinschaut, wird es sofort verstehen.

Die erste Frage

Bekanntlich gab es schon mal Zeiten auf der Erde, in denen es viel wärmer war als heute – zuletzt vor etwa 1000 Jahren. Die Arktis war eisfrei, die Alpengletscher nur noch ein Schatten ihrer (heutigen) selbst. Aber natürlich war es auch schon mal viel kälter als derzeit, zuletzt vor wenigen hundert Jahren während der „Kleinen Eiszeit“. Diesen ewige Wandel gibt es seit Jahrtausenden und Jahrmillionen auf der Erde ununterbrochen. Leider gibt es jedoch Elemente, die diesen Tatbestand leugnen, an prominentester Stelle derzeit in Brasilien, wo sich Zehntausende versammelt haben. Aber bekanntlich leugnen auch Mainstream-Medien, zahlreiche führende Politiker und natürlich die grünlinke Klimaille einen Vorgang, der zur Entwicklung der Erde dazu gehört wie Sonnenlicht und Wasser. Aber auch in einigen Kommentaren auf diesem Blog von immer den gleichen Leuten wird dieser ewige Klimawandel geleugnet. An all diese Kreise, vor allem auch an die Delegierten in Brasilien, richtet sich die erste Frage:

Wer oder was war für Klimawandel verantwortlich oder ursächlich, BEVOR es der Mensch gewesen sein kann?

Das gilt alles auch für…

die zweite Frage

Während der schon erwähnten „Mittelalterlichen Warmzeit“ war es also schon mal deutlich wärmer als derzeit. Nachgewiesen wurde dieses Optimum (!) inzwischen auch in China, Südamerika und der Antarktis. Eine Suche in den Archiven des EIKE ergibt hierzu viele Treffer.

Aber noch viel früher war es offenbar noch sehr viel wärmer als vor 1000 Jahren. Jede dieser Warmzeiten war geprägt von blühendem Leben – ein Segen für diesen Planeten. Noch einmal zum „Mittelalterlichen Optimum“: in diese Zeit fiel in Europa die Hochblütezeit des Mittelalters.

Aus all dem ergibt sich jetzt die zweite Frage:

Warum waren diese früheren Warmzeiten so optimal für das Leben auf unserem Planeten, während die derzeitige viel geringere Erwärmung plötzlich eine Katastrophe sein soll?

Und zwar eine so schlimme, dass damit weltweit verheerende Umweltzerstörungen in nie gekanntem Ausmaß, wirtschaftlicher Niedergang ganzer (meist westlicher) Staatengemeinschaften bis hin zum völligen Ruin gerechtfertigt werden? Wer wird dafür einmal zur Rechenschaft gezogen?

Die „Süddeutsche Zeitung“, genauer deren Chefredakteur Patrick Illinger hat schon vor vielen Jahren geschrieben, dass „man das Kohlendioxid vollständig aus der Luft entfernen müsse, anders ginge es nicht“. Vermutlich denkt man nicht nur dort heute immer noch so, aber dieses Hetzblatt lese ich nicht mehr.

Fazit: Man will den Planeten retten, indem man sämtliches Leben darauf vernichtet – Pflanzen, Tiere, Menschen – in dieser Reihenfolge. Und dafür sollen wir Steuerzahler Milliarden an völlig undurchsichtige UN-Organisationen zahlen!

Schöne neue Welt!