Kältereport Nr. 17 /2026

Meldungen vom 20. April 2026:

Australien: Rekord-Aprilkälte

Im Südosten Australiens herrschte am Wochenende weitverbreitete Kälte, wobei in mehreren Bundesstaaten Tiefsttemperaturen unter dem Gefrierpunkt gemessen wurden. Eine Reihe von Wetterstationen verzeichnete die niedrigsten April-Temperaturen seit Beginn der Aufzeichnungen.

New South Wales führte den Temperaturrückgang an: In Perisher Valley sank die Temperatur auf -5,5 °C, in Goulburn auf -4,1 °C und in Orange auf -2,3 °C. In Canberra wurden -1,8 °C gemessen.

Auch in Victoria kühlte es sich stark ab, wobei die Temperatur in Melbourne am 19. April auf 5,3 °C sank.

Die Kälte breitete sich weit über den Südosten aus, wobei im Landesinneren von NSW, VIC, SA und Tasmanien Frost gemeldet wurde.

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Korea: Seltene Kälte-Warnungen für April

Südkorea hat innerhalb von weniger als 24 Stunden einen Wechsel von Rekordwärme zu einem plötzlichen Kälteeinbruch erlebt – was die saisonal spätesten Kältewellenwarnungen seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 2005 ausgelöst hat.

Am Sonntag wurden in Seoul noch 29,4 °C gemessen. Am Montag gaben die Behörden Kältewellenwarnungen für die Provinzen Gangwon, Süd-Chungcheong und Nord-Jeolla heraus, als die Temperaturen zu sinken begannen.

Die Tiefstwerte am Morgen fielen in Teilen des Landesinneren und in höher gelegenen Gebieten auf Werte zwischen 2 und 11 °C. Dies entspricht den Kriterien des Landes für eine Kältewelle: ein Temperaturrückgang von mindestens 10 °C innerhalb eines Tages, kombiniert mit unterdurchschnittlichen Temperaturen.

Ein kurzer Anstieg warmer Südostströmungen unter Hochdruck hatte die Temperaturen auf Rekordwerte (für Mitte April) getrieben. Diese Wetterlage änderte sich abrupt, so dass kältere Nordluft nach Süden strömen und das Wetter im ganzen Land kippen konnte.

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Kanada, Teile der USA: Weiterhin Schnee und Kälte

Ende April fällt in ganz Kanada und in den Rocky Mountains weiterhin Schnee, wobei die Modelle eine weitere Erhöhung der Schneedecke bis Anfang Mai simulieren.

Ein blockierendes Hochdruckgebiet in hohen Breitengraden ist die Folge eines stark mäandrierenden Jetstreams. Eingelagerte Tiefdruckgebiete ziehen kalte Luft aus einem troposphärischen Polarwirbel nach Süden, der über dem arktischen Kanada weiterhin Temperaturen um die -40 °C hält.

In diesen Tagen (um den 25. April löst er sich auf, und zwar relativ schnell. A. d. Übers.

Über den Großen Seen und dem Nordosten schneit es, wobei es in höheren Lagen zu beträchtlichen Schneemengen kommt. In Kanada hält der weit verbreitete Schneefall im Zusammenhang mit einem Tiefdruckgebiet an.

Aktuelle Vorhersagen deuten auf anhaltenden Schneefall in ganz Kanada in den nächsten 10 bis 15 Tagen hin. Diese Verteilung ähnelt der in der Mitte des Winters, was auch die Temperaturen bestätigen.

Im Zentrum der USA hat es hinter einer Kaltfront stark abgekühlt, mit erheblichen Temperaturstürzen innerhalb von 24 Stunden. Etwa ein Drittel der 48 kontinentalen US-Bundesstaaten (rund 55 Millionen Menschen) lag am frühen Montag deutlich unter dem Gefrierpunkt, wobei für Dienstag ähnliche Bedingungen erwartet werden.

Natürlich alles in Grad Fahrenheit. 0°C = 32 Fahrenheit.

Das Muster verstärkt sich: kurzzeitige Erwärmung unter Hochdruckgebieten, gefolgt von einem Zusammenbruch, wenn sich wieder Tiefdruckgebiete ausbreiten. Jeder Zyklus zieht mehr kalte Luft nach Süden. Im Ursprungsgebiet liegt weiterhin Schnee. Für viele sieht es nach Schneefällen bis in den Mai hinein aus.

Dies gilt auch für den Westen, wo es ebenfalls zu späten Schneefällen kommen wird.

In einer seltenen Aktion hat das kalifornische Skigebiet Heavenly, das Anfang dieses Monats für diese Saison schon geschlossen hatte, am Wochenende nach starken Schneefällen Mitte April eine Reihe von Pisten wieder geöffnet.

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Nordhemisphäre: Schneemasse 400 GT höher als normal

Die Schneemasse auf der Nordhalbkugel steigt bis Ende April stark, Satellitendaten zeigen einen Überschuss von rund 400 Gigatonnen gegenüber dem Normalwert der Jahre 1982–2012.

Der FMI-Datensatz erfasst die gesamte Schneemasse (ohne Gebirgsregionen). Die aktuellen Werte liegen deutlich über dem langjährigen Mittelwert und deutlich außerhalb des Bereichs von +1 Standardabweichung.

Zu diesem Zeitpunkt im April verläuft die Kurve normalerweise stark abwärts. Nicht so in diesem Jahr:

Link: https://electroverse.substack.com/p/record-april-cold-australia-koreas?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email

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Am 21. April bringt Cap Allon lediglich zwei Kurzmeldungen, aber keine Meldung zu expliziten Kalt-Ereignissen. Weiter geht es also mit

Meldungen vom 22. April 2026:

Grönland: Seltener Schneezuwachs für Ende April

Grönland nimmt bis Ende April weiterhin an Masse zu.

Die tägliche Oberflächen-Massenbilanz lag in den letzten Tagen deutlich über dem Durchschnitt der Jahre 1981–2010, wobei allein am 21. April rund 7 Gigatonnen verzeichnet worden waren:

Der Schneefall hat die Eisdecke weiter aufgefüllt und zu einem breiten, anhaltenden Zuwachs geführt. Die Verluste beschränken sich nach wie vor auf schmale Küstenstreifen, was zwar typisch ist – das Ausmaß und die Dauerhaftigkeit der Zunahme zu dieser späten Jahreszeit sind es jedoch nicht.

Diese Zuwächse liegen am Rande des Rekords:

Und sie haben eine bisher wechselhafte Saison wieder auf den Durchschnitt gebracht:

Anmerkung des Übersetzers: Das derzeit immer noch vorhandene Defizit der Gesamt-Massenbilanz des Grönlandeises (im Vergleich mit April 2002), die nicht identisch ist mit der hier beschriebenen Oberflächen-Massenbilanz, dürfte sich damit weiter verringern.

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USA: Spät-saisonaler Schnee von Kalifornien bis Vermont

Am 22. April schneit es an beiden Küsten immer noch.

In Kalifornien prognostiziert das UC Berkeley Central Sierra Snow Lab für den aktuellen Sturm 30 bis 60 cm Neuschnee, wobei mäßige bis starke Schneefälle und zunehmender Wind erwartet werden.

Gleichzeitig fällt im Nordosten immer mehr Schnee.

In Vermont verzeichnete das Jay Peak Resort in den 24 Stunden vor dem 22. April weitere 15 cm Neuschnee. Das Resort hat nun in der Saison 2025–26 die 10-m-Marke überschritten und liegt damit vor den meisten Skigebieten im Westen der USA.

Auch im größeren Maßstab bestätigt sich dieser Trend.

Die Schneemasse der nördlichen Hemisphäre liegt derzeit bei beeindruckenden 450 Gigatonnen über dem Durchschnitt der Jahre 1982–2012 (basierend auf den neuesten Daten vom 20. April):

Link: https://electroverse.substack.com/p/greenlands-rare-late-april-ice-gains?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email

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Eine Meldung vom 23. April 2026:

China: Schneefall Ende April

Am 21. April fiel im gesamten zentralen Shaanxi Schnee.

Im Kreis Yijun wurden in den letzten 24 Stunden starke Schneefälle verzeichnet.

Yijun liegt auf dem Lössplateau im nördlichen Zentralchina, wo die Höhenlage für kältere Bedingungen sorgt, doch Schneefälle dieses Ausmaßes sind Ende April untypisch.

Regionalen Berichten zufolge war der Schneefall im gesamten zentralen Shaanxi weit verbreitet.

Link: https://electroverse.substack.com/p/late-april-snow-in-china-why-land?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email

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Eine Meldung volm 24. April 2026:

Osteuropa: „Comeback“-Winter

Nachdem letzte Woche in den Weinbergen Frankreichs die Frostkerzen angezündet worden waren, ist nun Osteuropa an der Reihe zu frieren.

Von Finnland bis hinunter zur Türkei (und darüber hinaus) ist die östliche Hälfte Europas in letzter Zeit blau eingefärbt, wobei Bosnien auf dem Balkan späten Schneefall verzeichnet.

Bis zum 23. April fielen auf dem Berg Jahorina rund 15 cm Neuschnee, und es schneit immer noch.

Auf fast 1.900 m Höhe ist Schnee für Jahorina nichts Ungewöhnliches. Doch Schneemengen dieser Größenordnung so spät, nachdem die Skisaison bereits zu Ende ist, sind nicht typisch. Das Olympische Zentrum erwägt nun, die Skisaison bis in den Mai hinein zu verlängern.

Es wird erwartet, dass der Schnee nicht nur in Bosnien, sondern auch in vielen anderen Ländern zurückkehrt, darunter Finnland an diesem Wochenende: „Takatalvi“ nennen sie es hier, oder „Comeback-Winter“.

Link: https://electroverse.substack.com/p/comeback-winter-for-eastern-europe?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email

Wird fortgesetzt mit Kältereport Nr. 18 / 2026

Redaktionsschluss für diesen Report: 24. April 2026

Zusammengestellt und übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Wirtschaftswissenschaftler in UK sagt, hohe Energiepreise seien „gut für das Klima“

Tilak Doshi
Ein britischer Ökonom sprach kürzlich das Unausgesprochene laut aus: Hohe Energiepreise seien „gut für das Klima“. Das ist kein Ausrutscher, sondern symptomatisch für moderne Ökonomen. „Die Barbaren haben die Tore nicht gestürmt. Die westlichen Eliten haben sie hereingebeten, ihnen Stühle angeboten und sie gebeten, den Lehrplan neu zu gestalten.“

Wenn die Benzinpreise aufgrund von Versorgungsschocks – wie der Sperrung der Straße von Hormus und der Umleitung von Öltankern – in die Höhe schnellen, hätte man eine Diskussion über Geopolitik, Marktsignale und die offensichtlichen angebotsseitigen Abhilfemaßnahmen erwarten können. Davon gab es reichlich, einige kompetent und sogar meisterhaft, andere weniger kompetent von „Sofort-Experten“ in den sozialen und Massenmedien. Doch ein kürzlich in The Conversation erschienener Artikel eines Ökonomen bot eine Lösung, die so pervers realitätsfern war, dass sie aus einem satirischen Drehbuch von Babylon Bee stammen könnte.

Unter Berufung auf Untersuchungen, wonach ein Anstieg der Benzinpreise in UK um 10 Prozent die Nachfrage um 5 Prozent senken kann, erklärte der Artikel feierlich, dass „hohe Preise ein Mittel sind, den Verbrauch anzupassen, um mit dem geringeren Angebot fertig zu werden“. Die Botschaft war unmissverständlich: Angesichts der plötzlichen Verknappung von Raffinerieprodukten besteht die richtige Reaktion nicht darin, mehr Kraftstoff zu produzieren, wenn das Land über eigene fossile Brennstoffressourcen verfügt (wie Großbritannien), oder mehr aus Quellen außerhalb der Straße von Hormus zu importieren – oder beides. Stattdessen lautet der Rat von Christoph Siemroth, Dozent für Wirtschaftswissenschaften an der University of Essex, das Wenige, das noch übrig ist, noch teurer zu machen – damit die breite Masse weniger Auto fährt, den Bus nimmt und den glorreichen Übergang zur Netto-Null beschleunigt.

Ahnungslos und heimtückisch

Man fühlt sich an Marie Antoinettes berühmte Bemerkung über den Kuchen erinnert, welche die Ahnungslosigkeit des Adels offenbart. Doch der Artikel in „The Conversation“ ist etwas weitaus Heimtückischeres: die Vereinnahmung der Wirtschaftswissenschaften selbst durch die grüne Ideologie, die mittlerweile unsere Institutionen beherrscht – von der BBC bis zum Finanzministerium, von den Aufenthaltsräumen in Oxbridge bis zum britischen Wetterdienst. Die Disziplin, die einst als letzte Bastion gegen den langen Marsch der Frankfurter Schule durch die Sozialwissenschaften stand, ist gefallen. Frank Knight, Gary Becker, George Stigler, Milton Friedman und andere hielten eine Generation lang die Tore gegen postmodernes Geschwätz verschlossen. Das ist vorbei. Die Barbaren sind in der Festung, tragen Schals mit dem Widerspruch in sich tragenden Namen „Department for Energy Security and Net Zero“ und skandieren „Nachhaltigkeit“ wie einen säkularen Rosenkranz.

Man bedenke die elementare Logik, die jeder Wirtschaftsstudent im ersten Jahr einst verinnerlicht hat, bevor die PPE-Studenten in Oxford und Cambridge ihre Hochschulausbildung in Gaia-Verehrung begannen. Wenn der Preis einer Ware aufgrund von Knappheit steigt – sei es durch eine Blockade im Persischen Golf oder eine Produktionskürzung der OPEC –, ist das Signal eindeutig: mehr produzieren, mehr explorieren, mehr innovieren. Großbritannien sitzt auf einigen der reichsten Kohlenwasserstoff-Vorkommen Europas. Die Öl- und Gasreserven in der Nordsee sind physisch nicht erschöpft; sie werden nur angesichts der strafenden Steuersätze von [Energieminister Ed] Miliband wirtschaftlich unrentabel gemacht.

Onshore-Schiefergas, das nach einem Jahrzehnt regulatorischer Willkür kaum angezapft worden ist, könnte unsere Energiesicherheit grundlegend verändern, wenn das „Vorsorgeprinzip“ nicht als unumstößliche Regel behandelt würde. Höhere Preise sollten in einer vernünftigen Welt genau diese Reaktion auslösen: mehr Bohrungen, mehr Fracking, mehr Investitionen in Raffineriekapazitäten, mehr Öl- und Gasimporte von verschiedenen Lieferanten. Stattdessen verschreiben unsere grünen Ökonomen das wirtschaftliche Äquivalent dazu, einen Fieberpatienten in die Sauna zu stecken. Die Nachfrage muss sinken. Die Preise müssen unerträglich hoch bleiben. Das Leiden ist der Sinn der Sache.

Steuern

Der Beitrag in „The Conversation“ ist beispielhaft für sein Genre. Preisobergrenzen werden zu Recht als wettbewerbsverzerrend abgetan, da sie zu physischen Engpässen und Warteschlangen als Mittel der Rationierung führen. Man muss sich nur an die langen Schlangen an den Tankstellen in den USA unter Jimmy Carters Preiskontrollen nach dem Ölpreisschock von 1979 erinnern.

Etwa 50–55 % des britischen Verkaufspreises für Benzin und Diesel fließen derzeit als Steuern an den Staat. Doch Senkungen der Kraftstoffsteuer werden abgelehnt, da sie nicht zielgerichtet sind und dem Fiskus Einnahmen kosten – schließlich macht die Kraftstoffsteuer fast 2 Prozent der Staatseinnahmen aus, eine nette kleine Einnahmequelle für den Netto-Null-Industriekomplex.

Die bevorzugte Lösung? Einmalige Barzahlungen an einkommensschwache Autobesitzer, nach dem Vorbild der deutschen Benzinrabattaktion von 2022, bei der es 2022 zu einer vorübergehenden Senkung der Mineralölsteuer kam, um die explodierenden Benzin- und Dieselpreise während der durch den russischen Einmarsch in der Ukraine ausgelösten Energiekrise abzufedern.

Das Schöne daran sei, so wird uns gesagt, dass dadurch das „Preissignal“ erhalten bleibt, während die Haushalte davon „profitieren“, wenn sie das Auto zu Hause stehen lassen. Übersetzung: Wir bestechen euch, damit ihr arm und unmobil bleibt – alles im Namen [der Rettung] des Planeten. Unterdessen spüren die Urheber solcher Weisheiten nie die Auswirkungen. Sie belehren den Klempner, Zimmermann oder Elektriker in seinem weißen Lieferwagen, der seiner Arbeit nachgeht, und die finanziell angeschlagene Mutter, die ihre Kinder zur Schule fährt, dass ihre höheren Kraftstoffkosten ein Vorzug und kein Makel sind.

Luxusvorstellungen und geistige Korruption

Es handelt sich um luxuriöse, von Weltanschauungen geprägte energiepolitische Maßnahmen, die „der Oberschicht zu geringen Kosten Status verleihen, während sie den unteren Schichten oft Kosten aufbürden“. Wie Victor Davis Hanson schon so oft betont hat, leiden die linken politischen Eliten in den von den Demokraten regierten Bundesstaaten kaum unter den Folgen ihrer eigenen Politik. Die Begeisterung der Großstadt-Elite für offene Grenzen endet abrupt an den hohen Mauern ihrer eigenen Villen (man denke nur an Nancy Pelosi).

Gleiches gilt für den Energiesektor. Die Bewohner der liberalen Großstadtblase können sich den Parkplatz in Covent Garden für 12 Pfund pro Stunde leisten, das sanierte viktorianische Reihenhaus mit einer Luftwärmepumpe von der Größe eines Kleinwagens und den Tesla, dessen wahre Umweltkosten in chinesischen Lithiumseen und in handwerklichen Kobaltminen verborgen liegen, in denen kongolesische Kinder als Arbeitskräfte eingesetzt werden. Für sie ist „Nachhaltigkeit“ eine Lifestyle-Marke. Für den Rest des Landes – Rentner, die sich zwischen Heizen und Essen entscheiden müssen, Spediteure, denen der Bankrott droht, Landwirte, die ihre Traktoren nicht mehr betreiben können – ist es wirtschaftlicher Sadismus, der sich als Tugend tarnt.

Buddhistischer Ökonom

Die historische Parallele ist aufschlussreich. E.F. Schumacher – der „buddhistische Ökonom“ – sagte uns: „Klein ist schön“ und dass riesige Kraftwerke in gewisser Weise geistig zerstörerisch seien. Man fragt sich, was er wohl davon halten würde, dass ein modernes Gas-Kombikraftwerk eine Leistung von mindestens 200 MW haben muss, um auch nur annähernd effizient zu sein, oder dass die industrielle Zivilisation auf Skaleneffekten basiert und nicht auf Stahlöfen im Hinterhof.

Doch das heutige „grüne Establishment“ wiederholt den maoistischen Wahnsinn in westlicher Verkleidung: dezentrale „Gemeinschaftsenergie“, schwankende Wind- und Solarenergie, die massive Subventionen und Gasreservewerke erfordern, sowie das ideologische Beharren darauf, dass die optimale Größe einer Wirtschaft genau der CO₂-Bilanz entspricht, die von „Klimamodellierern“ in Exeter oder East Anglia verordnet wurde. Die Sowjetunion versuchte, den „neuen sowjetischen Menschen“ zu schaffen – selbstlos, kollektivistisch, befreit von niederen materiellen Begierden. Das Projekt scheiterte spektakulär. Sein Nachfolger ist der „neue grüne Mensch“, der seinen CO₂-Fußabdruck misst, mit dem Fahrrad zum veganen Restaurant fährt und jubelt, wenn Ed Miliband ein weiteres Nordsee-Feld stilllegt. Der totalitäre Impuls bleibt bestehen; nur das Orwellsche Vokabular hat sich von „proletarischem Internationalismus“ zu „gerechtem Übergang“ und „Klimagerechtigkeit“ gewandelt.

Die intellektuelle Korruption sitzt tief. Paul Krugman, Nobelpreisträger für Handelstheorie, verfasst mittlerweile Kolumnen, die sich wie Pressemitteilungen der „Klimakirche“ lesen. Grenzkosten für Erdgas? Nicht sonderlich relevant, wenn politische Kosten – CO₂-Steuern, Verpflichtungen zur Nutzung erneuerbarer Energien, Netzentgelte, Zahlungen im Kapazitätsmarkt – etwa 60 % Ihrer Rechnung ausmachen. Wie Kathryn Porter, David Turver und andere mit forensischer Klarheit dokumentiert haben, ist die „Energiepreiskrise“ größtenteils eine durch die Netto-Null-Politik ausgelöste Krise. Die Großhandelskosten für Strom sind nur ein Teil der Geschichte; der Rest ist die gezielte Überlagerung durch grüne Abgaben und Steuern, die kein klassischer Ökonom als marktbasiert anerkennen würde. Dennoch wird uns mit ernster Miene erzählt, dass der 97-Prozent-Konsens von uns verlangt, dies als gesicherte Wissenschaft zu akzeptieren. Der gleiche Konsens, wie man feststellt, der uns einst versicherte, dass eine Pause beim globalen Temperaturanstieg unmöglich sei, dass die Eisbären dem Untergang geweiht seien und dass die Gletscher im Himalaya bis 2035 verschwunden sein würden.

Tyrannei

Rupert Darwalls „Green Tyranny“ bietet einen aufschlussreichen Einblick in die Ursprünge des „Klima-Industriekomplexes“. Die Wurzeln der grünen Bewegung liegen nicht in der empirischen Ökologie, sondern in einer malthusianischen Abneigung gegen die industrielle Moderne und einer quasi-religiösen Sehnsucht nach Kontrolle. Was man isst (weniger Fleisch), wie weit man reist (weniger Flüge), welche Temperatur der Thermostat erreichen darf (nicht mehr als 19 °C, wenn es nach Whitehall geht) – das sind keine technischen, sondern moralische Fragen, die von der neuen Priesterschaft der Ökonomen überwacht werden, welche die Sparsamkeit von Ockhams Rasiermesser gegen den missbräuchlichen Einsatz des Vorsorgeprinzips („sicher ist sicher“) eingetauscht haben. Unsicherheit wird asymmetrisch als Waffe eingesetzt, so dass geringfügige oder hypothetische Risiken (z. B. induzierte Seismizität durch Fracking) eine regulatorische Lähmung auslösen, während die weitaus größeren Risiken von Alternativen heruntergespielt werden. Das Vorsorgeprinzip wird zu einem de facto Veto-Instrument für ideologischen Widerstand gegen Kohlenwasserstoffe, nicht zu echtem Risikomanagement.

Der Homo oeconomicus, jener rationale Nutzenmaximierer, der in kulturellen Normen verankert ist und den Adam Smith sowohl in „Der Wohlstand der Nationen“ als auch in „Die Theorie der moralischen Empfindungen“ beschrieben hat, ist durch den Homo Climaticus ersetzt worden: ein Wesen, dessen Entscheidung grundsätzlich der CO₂-Bilanz untergeordnet werden muss.

Die Folgen sind nicht abstrakt. Die Energiepreise in Großbritannien gehören zu den höchsten in der entwickelten Welt, gerade weil wir Ideologie über Geologie gestellt haben. Während China alle paar Jahre Kohlekraftwerkskapazitäten hinzufügt, die dem gesamten britischen Stromnetz entsprechen, und Indien seine fossile Infrastruktur ohne Reue ausbaut, belehrt der Westen den Globalen Süden über Netto-Null und wundert sich, warum die BRICS+-Staaten ihre „politischen Verpflichtungen“ gegenüber UN-Foren wie der COP30-Konferenz in Brasilien im letzten Jahr absichern. Die multipolare Neuordnung ist nicht nur geopolitischer Natur, sondern betrifft auch den Energiesektor. Die übrigen Länder haben erkannt, dass das Netto-Null-Experiment des Westens wirtschaftlicher Selbstmord ist. Sie beabsichtigen keine solche Torheit.

Ein Funken Hoffnung oder Barbaren vor den Toren?

Dennoch gibt es Hoffnungsschimmer. Das Blatt wendet sich, wie Matt Ridley in seinem jüngsten Clintel-Vortrag „The Climate Parrot is almost dead“ erläutert. Ridley argumentiert, dass die öffentliche und politische Dynamik hinter der Erzählung vom „Klimanotstand“ nachlässt. Tatsächlich stößt die Toleranz der Öffentlichkeit gegenüber grünem „Virtue Signalling“ an Grenzen, sobald die Rechnungen ins Haus flattern. Die anhaltenden Proteste in Irland gegen die Kraftstoffkosten, an denen Landwirte, Bauunternehmer und andere beteiligt sind, haben massive Ausmaße angenommen und die Regierung dazu veranlasst, die Armee in „Bereitschaft“ zu versetzen, da die landesweiten Kraftstoffproteste weiterhin erhebliche Störungen verursachen und die Versorgungssicherheit im ganzen Land gefährden. Die mögliche Einbeziehung des Militärs erfolgt vor dem Hintergrund, dass sich die Blockaden vor großen Kraftstoffdepots verschärfen, was die Regierung dazu veranlasst, als Reaktion auf die eskalierende Krise einen gefährlichen Kurswechsel hin zu einer „Durchsetzungsphase“ einzuleiten. Es gibt Anzeichen dafür, dass sich diese Proteste auf Norwegen und Frankreich ausweiten, wo Landwirte und Lkw-Fahrer dort Hauptverkehrsstraßen mit Traktoren und Lastwagen blockieren.

Inhalt aus blockierter Einbettung:

AUFRUF AN ALLE NATIONEN 🌍

Jetzt ist es soweit! Frankreich 🇫🇷 schließt sich nun dem #Fuelprotest #ireland #française an. Die Europäische 🇪🇺 Union muss unverzüglich aufgelöst werden, ebenso wie ihre korrupte Führung und die verräterischen Politiker, die sich gegen ihr eigenes Volk stellen. pic.twitter.com/FVJk4BIlav — IRISH PATRIOT (@irishpatriot91) 11. April 2026

Populistische Bewegungen in ganz Europa und den Vereinigten Staaten fordern einen realistischen Umgang mit der Energiepolitik: eine Strategie, die alle Optionen umfasst – einschließlich Kernkraft, Gas und ja, sogar die schöne, schwarze Kohle, wo es geologische und wirtschaftliche Gegebenheiten diktieren. Die Chicagoer Schule mag zwar Risse bekommen haben, doch ist sie noch nicht vollständig zerstört. Strenge Ökonomen – jene, die immer noch bereit sind, den Daten statt den Fördergeldern zu folgen – weisen weiterhin darauf hin, dass Anpassung und technologischer Fortschritt apokalyptische Prognosen stets überholt haben. Der „Klimanotstand“, der eine sowjetische Rationierung durch Preise rechtfertigt, ist bei genauerer Betrachtung eine politische Entscheidung, kein wissenschaftliches Gebot.

Barbaren

Die Wirtschaftswissenschaft war einst die sparsamste aller Sozialwissenschaften, die mit Grenzwertanalyse und offenbarten Präferenzen banale Ansichten durchschaute. Wenn sie diese Disziplin zugunsten der höheren Berufung der Gaia-Verehrung aufgibt, hört sie auf, Wirtschaftswissenschaft zu sein, und wird zu Propaganda. Der Artikel in „The Conversation“ ist keine Ausnahmeerscheinung; er ist ein Symptom einer Disziplin, die Wahrheit gegen eine Festanstellung und Strenge gegen Selbstgerechtigkeit eingetauscht hat. Die Barbaren haben die Tore nicht gestürmt. Die westlichen Eliten haben sie hereingebeten, ihnen Stühle angeboten und sie gebeten, den Lehrplan neu zu gestalten.

Die Korrektur wird nicht durch weitere Weißbücher oder verhaltensorientierte Anstöße kommen. Sie wird kommen, wenn die Wähler – jene, deren gelebte Erfahrung mit grüner Politik höhere Rechnungen, kältere Wohnungen und langsamere Wege ist – ein Ende des Experiments fordern. Irland befindet sich gerade in Aufruhr. Energie im Überfluss ist kein Luxus; sie ist das Fundament der modernen Zivilisation. Etwas anderes vorzutäuschen ist keine Weltgewandtheit. Es ist zivilisatorische Selbstzerstörung. Und die Rechnung landet, wie immer, bei den Menschen, die sich das Öko-Kreuz am wenigsten leisten können.

A version of this article was first published in The Daily Sceptic on 14 April 2026.

Dr Tilak K. Doshi

Dr Tilak K. Doshi is the Daily Sceptic‘s Energy Editor. He is an economist, a member of the CO2 Coalition and a former contributor to Forbes. Follow him on Substack and X.

Link: https://clintel.org/uk-economist-says-high-energy-prices-are-good-for-the-climate/

Übersetzt von Christian Freuer

 




Warum Windenergie an seine Grenzen stößt

Cap Allon

Das Stromnetz benötigt eine feste Strommenge. Es spielt keine Rolle, wie viele Windparks man baut – der Bedarf bleibt gleich.

Anfangs funktioniert der Ausbau der Windenergie recht gut. Wenn der Wind weht, wird nützlicher Strom erzeugt und Gas ersetzt. Nichts Kompliziertes. Doch wenn man immer mehr Windenergie hinzufügt, taucht ein Problem auf.

Windparks wechseln sich nicht ab. Wenn es windig ist, produzieren sie alle gleichzeitig. Anstatt also die Lücke nahtlos zu füllen, überlasten sie das Netz.

An sehr windigen Tagen gibt es mehr Strom, als das Land benötigt. Man kann ihn weder nutzen noch in großem Maßstab speichern, also schaltet man die Turbinen ab. Die zusätzliche Kapazität, die man aufgebaut hat, ist verschwendet.

Dann lässt der Wind nach. Nun hat man das gegenteilige Problem. Es gibt nirgendwo genug Wind, und das System benötigt weiterhin Strom. Also wird sofort wieder auf Gas umgeschaltet, um den Betrieb aufrechtzuerhalten.

Dieser Zyklus – Phasen von Überschuss und Mangel – wird umso unausgewogener, je mehr Windkraft man hinzufügt: Die Überschüsse wachsen schnell, während die Engpässe nur geringfügig abnehmen.

Frühe Windparks könnten also sogar als nützlich eingestuft werden. Spätere Anlagen produzieren jedoch zunehmend Strom zur falschen Zeit, wenn er nicht genutzt werden kann. Man baut zwar mehr Kapazitäten auf, erhält aber nicht die gleiche Menge an nutzbarer Energie daraus. Und da der Wind jederzeit komplett abflauen kann, muss weiterhin Gas bereitstehen, um einzuspringen.

Es handelt sich nicht um einen sauberen Ersatz, wie behauptet wird. Es ist eine Überschneidung – mit wachsender Verschwendung auf der einen Seite und anhaltender Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen auf der anderen. Die Strompreise sind in Volkswirtschaften mit hohem Anteil an „erneuerbaren Energien“ am höchsten, da sie effektiv für zwei Systeme bezahlen müssen: unzuverlässige erneuerbare Energien + fossile Brennstoffe als Reserve.

[Hervorhebung vom Übersetzer]

So funktioniert das System theoretisch. Ein Sturmwirbel im April 2026 hat gezeigt, wie es in der Praxis aussieht.

During the storm, some turbines in Scotland had to shut down because the wind was too strong. That is a hard limit of wind power. In extreme conditions, even at gusts around 50–60 mph, it switches off.

Doch damit waren die Probleme noch nicht vorbei.

Es stand immer noch reichlich Windenergie zur Verfügung – viele Windräder drehten sich während des Sturms weiterhin. Schottland erzeugte tatsächlich mehr Strom, als es verbrauchen konnte, was zunächst großartig klingt, doch es wurde auch mehr Strom erzeugt, als das Netz nach Süden transportieren konnte – dorthin, wo er gebraucht wurde. Dieser überschüssige Strom war nutzlos.

Daher wurden sogar die Windkraftanlagen, die noch laufen konnten, wo die Windböen nicht zu stark waren, trotzdem abgeschaltet. Gleichzeitig benötigte Südengland natürlich weiterhin Strom. Da nicht genügend Kapazität vorhanden war, um Strom aus Schottland nach Süden zu leiten, wurden vor Ort Gaskraftwerke in Betrieb genommen.

Dies ist auf der Karte unten deutlich zu sehen, wo gelbe Kreise die abgeschalteten Windparks und rote Kreise die in Betrieb genommenen Gaskraftwerke zeigen:

Wir zahlen doppelt für Strom – für unbeständige Windenergie plus eine vollständige fossile Reserve – und ignorieren dabei weitgehend das System, das am besten funktioniert: Kernkraft.

[Hervorhebung im Original]

Link: https://electroverse.substack.com/p/kashmir-snow-shuts-key-routes-japans?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email (Zahlschranke)

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Kälte tötet — Eine neue groß angelegte US-Studie bringt kältere Monate mit einer 20-mal höheren Zahl an Todesfällen im Vergleich zu wärmeren Monaten

Joanne Nova

Forscher beobachteten 80 % der US-Bevölkerung über zwei Jahrzehnte hinweg und stellten fest, dass niedrige Temperaturen zu sage und schreibe 800.000 Todesfällen beitrugen, während hohe Temperaturen nur mit 2.000 Todesfällen in Verbindung gebracht wurden.

Sie untersuchten monatliche Temperaturdaten an 819 Orten in den gesamten USA. Anschließend verglichen sie diese mit den kardiovaskulären Sterberaten und stellten fest, dass die Zahl der überzähligen Todesfälle „ziemlich erheblich“ ist.

In kalten Perioden verengen sich unsere Blutgefäße, um den Wärmeverlust zu verringern, weshalb unsere Haut bei kälterem Wetter etwas bläulicher oder blasser aussieht. Doch schon eine geringe Verringerung des Volumens lässt unseren Blutdruck steigen. Es überrascht daher nicht, dass kältere Monate im Vergleich zu milderen Perioden mit deutlich höheren Sterberaten durch Herzinfarkte, Schlaganfälle und koronare Herzkrankheiten in Verbindung stehen. Da die Bevölkerung altert und Nierenerkrankungen sowie Diabetes zunehmen, wird die Zahl der Todesfälle steigen.

Fast jeder Dollar, den wir in die Prävention von Hitzetoten investieren, wird letztendlich mehr Menschen das Leben kosten als er rettet. Es ist an der Zeit, dass die Klimaministerien alle Maßnahmen zur Senkung der globalen Temperatur mit genaueren Kostenberechnungen untermauern. Wir wollen Zahlen sehen, und in den kalten Monaten brauchen die Menschen günstiges Öl oder Gas, um sich warm zu halten.

Schaut euch die Form dieser Kurve an. Wow!

Die Zahl der Todesfälle aufgrund von Kälte übersteigt die Zahl der Todesfälle aufgrund von Hitze bei weitem. (MMT = monatliche Durchschnittstemperatur)

Die ideale Temperatur für den Homo sapiens – zumindest um einen Herz-Kreislauf-Tod zu vermeiden – liegt offenbar bei 23 °C.

USA: Kaltes Wetter wird mit 40.000 zusätzlichen Todesfällen durch Herzerkrankungen pro Jahr in Verbindung gebracht.

ScienceDaily – Link

Der Zusammenhang folgte einer einseitigen U-förmigen Kurve: Sowohl extreme Hitze als auch extreme Kälte erhöhten das Sterberisiko, doch war der Effekt auf der Kälteseite deutlich stärker. Die Forscher schätzen, dass niedrige Temperaturen im Untersuchungszeitraum jährlich zu etwa 40.000 zusätzlichen kardiovaskulären Todesfällen beitrugen (etwa 6,3 % aller kardiovaskulären Todesfälle), was über zwei Jahrzehnte hinweg insgesamt rund 800.000 Todesfälle ergab. Im Vergleich dazu wurden hohe Temperaturen mit etwa 2.000 zusätzlichen Todesfällen pro Jahr (etwa 0,33 % aller kardiovaskulären Todesfälle) in Verbindung gebracht, was im gleichen Zeitraum etwa 40.000 Todesfällen entspricht.

Planung im Hinblick auf Klima- und Gesundheitsrisiken

Die Ergebnisse legen nahe, dass Gemeinden bei der Vorbereitung auf klimabedingte Gesundheitsrisiken den Gefahren von Kälte mehr Beachtung schenken sollten.

„Wir neigen dazu, uns auf die hitzebedingten Auswirkungen des Klimawandels zu konzentrieren, doch zum Klimawandel gehört auch extreme Kälte. Wir brauchen nicht nur Maßnahmen zur Eindämmung von Hitze, sondern auch Maßnahmen zur Eindämmung von Kälte“, sagte er.

Aktualisierung: Die Studie misst Außentemperaturen und keine Innentemperaturen und berücksichtigt keine Extremwerte; andere Studien zu Innentemperaturen zeigen jedoch ebenfalls eine stark einseitige Sterblichkeitskurve, so dass der Durchschnitt der Außentemperaturen gewissermaßen als Indikator für niedrigere Innentemperaturen dient – insbesondere in ärmeren Haushalten.

Ein wesentlicher Störfaktor in dieser Untersuchung ist, dass auch der Vitamin-D3-Spiegel und die Exposition gegenüber dem wohltuenden Infrarotstrahlen der Sonne im Winter eingeschränkt sind. In gewisser Weise ist die monatliche Temperatur ein Indikator für die Sonnenexposition und den Vitamin-D3-Spiegel. Daher könnten einige der kältebedingten Todesfälle leicht durch eine Erhöhung des Vitamin-D3-Spiegels verhindert werden, obwohl sich für die Infrarotstrahlung kein so einfacher Ersatz findet – es sei denn, die Menschen verbringen im Winter mittags mehr Zeit im Freien.

REFERENZ

Pedro Rafael Vieira de Oliveira Salerno et al (2026) Cardiovascular disease mortality attributable to monthly non-optimal temperature in the United States: a county-level analysis. American Journal of Preventive Cardiology, 2026; 101514 DOI: 10.1016/j.ajpc.2026.101514

This article originally appeared at JoNova

Link: https://www.cfact.org/2026/04/12/cold-kills-new-huge-us-study-links-colder-months-to-20-times-as-many-deaths-as-warmer-ones/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Der anhaltende Niedergang in der weltweiten Medienlandschaft im Bereich Agitprop lässt nichts Gutes für die künftige Unterstützung der Netto-Null-Ziele erwarten

Chris Morrison, THE DAILY SCEPTIC

Jahrzehntelange sorgfältige Indoktrinierung von unkritischen Journalisten, die darauf abzielte, einen nicht existierenden Klimanotstand zu schüren, hat den dramatischen, anhaltenden Rückgang der Berichte in den Mainstream-Medien, welche die Net-Zero-Fantasie stützen, nicht aufhalten können. Im vergangenen Jahr war weltweit ein Rückgang der klimabezogenen Berichte um 14 % im Vergleich zu 2024 zu verzeichnen, einem Jahr, in dem diese bereits um 38 % unter dem Höhepunkt der Greta-Hysterie im Jahr 2021 lagen. Vielleicht sind einst vertrauensvolle Konsumenten nur noch eine gewisse Zeit bereit, identischen, narrativ getriebenen Unsinn zu lesen, geschweige denn dafür zu bezahlen – Unsinn, der oft so einseitig ist, dass er eine Beleidigung der Intelligenz darstellt. Beweisstück Nr. 1: der Klassiker der BBC vom Oktober 2023 – Der Klimawandel könnte den Geschmack von Bier verschlechtern.

Die stärksten Rückgänge im Jahr 2025 waren in Afrika, im Nahen Osten und in Nordamerika zu verzeichnen. Interessanterweise folgte auf das gescheiterte COP30-Treffen in Brasilien im November 2025 im darauffolgenden Monat ein drastischer Einbruch der Berichterstattung in Lateinamerika (-61 %), Ozeanien (-52 %) und der Europäischen Union (-41 %). Eine Phase privater Trauer scheint der leidgeprüften Öffentlichkeit eine gnädige Pause von der unerbittlichen Kakophonie der Klimakatastrophen-Prophezeiungen verschafft zu haben.

Der jüngste Jahresbericht des „Media and Climate Change Observatory“ (MeCCO) an der University of Colorado Boulder enthält Informationen über den anhaltenden Rückgang der Berichterstattung zu Klimawandel und globaler Erwärmung. Um zu diesen neuesten Erkenntnissen zu gelangen, hat MeCCO das Volumen der Klimaberichterstattung in Zeitungen, Nachrichtenagenturen, Radio und Fernsehen in 59 Ländern und sieben Regionen erfasst. Die Arbeit soll seit 2004 auf einer einheitlichen Methodik basieren. Die nachstehende Grafik zeigt deutlich die Spitzenwerte der Greta-Hysterie zu Beginn des aktuellen Jahrzehnts sowie den früheren Gore-Schwindel, der auf die Veröffentlichung seines Films „Eine unbequeme Wahrheit“ folgte.

Journalismus-Studiengänge an Universitäten bieten zwar oft Lehrveranstaltungen zum Thema Klima an, doch die Aussichten für angehende Studierende, welche die Welt für „Netto-Null“-Fanatiker sicher machen wollen, sehen nicht gut aus. „The Guardian“ kann nur begrenzt etwas bewirken, doch in Großbritannien ging die Berichterstattung in den zwölf Monaten bis November 2025 um 34 % zurück. In den USA haben die Entlassungen mit voller Wucht begonnen. Im vergangenen Jahr haben neue Führungskräfte bei CBS News den Großteil des Teams für die Klimakrise entlassen. Jüngsten Berichten zufolge wurden inzwischen alle Mitarbeiter des Klimaredaktionsteams entlassen. Im Februar 2026 hat die Washington Post 14 Stellen für Klimajournalisten gestrichen, so dass nur noch fünf Journalisten übrig blieben.

Das vergangene Jahr war eine schwere Zeit für die Klima-Propagandisten, die größtenteils von Milliardären des „Green Blob“ finanziert werden, welche gesellschaftliche Umwälzungen anstreben, indem sie modernen (und sich entwickelnden) Industrieländern lebenswichtige Kohlenwasserstoffe vorenthalten. Geformte Journalisten, die in den narrativgesteuerten Mainstream-Medien arbeiten, gelten als Schlüssel dazu, die Angst vor der erfundenen Klimakrise zu schüren. Eine der ersten Lektionen, die nützlichen Idioten und Panikmachern beigebracht wird ist, dass die Meinung „gesichert“ sei – oft fälschlicherweise als Theorie bezeichnet – wonach der Mensch für den größten Teil, wenn nicht sogar für den gesamten jüngsten Klimawandel verantwortlich ist,. Die Uninteressierten werden nicht dazu ermutigt zu fragen, ob dies die erste wissenschaftliche Meinung ist, die als gesichert erklärt worden ist, oder zumindest die erste seit die römischen Päpste der Antike ex cathedra über diese Angelegenheiten entschieden haben.

In UK ist der National Council for the Training of Journalists (NCTJ) eine angesehene, branchennahe gemeinnützige Organisation, die seit den 1950er Jahren tätig ist. Doch ihre Schulungen zum Klimawandel sind lächerlich. In welchen anderen Bereichen der investigativen Berichterstattung werden Journalisten dazu angehalten, sich auf einen angeblichen „Konsens“ zu verlassen, und dazu ermuntert, alternative Standpunkte nicht zu veröffentlichen? Man könnte sich fragen: Gibt es einen schnelleren Weg, den Autor durch ein KI-Tool zu ersetzen? Finanziert von der Google News Initiative (GNI) bietet der NCTJ einen kostenlosen E-Learning-Kurs zur Berichterstattung über den Klimawandel an. Wie bei allen Indoktrinationsveranstaltungen zur Klimawissenschaft gibt es eine Warnung davor, „falsche Ausgewogenheit“ zu vermeiden. In der Praxis bedeutet dies, skeptischen Wissenschaftlern, die Meinungen nach dem altbewährten Verfahren der wissenschaftlichen Falsifikation untersuchen, die Öffentlichkeit zu verweigern.

GNI ist ein wichtiger Geldgeber für die Bemühungen, abweichende Meinungen zum Klimawandel zum Schweigen zu bringen. Eine der wichtigsten eingesetzten Waffen sind sogenannte „Faktenprüfer“, die nach den Erfahrungen des Daily Sceptic kaum mehr tun, als unbequeme wissenschaftliche Erkenntnisse mit voreingenommenen Behauptungen über „Fehlinformationen“ anzugreifen. Die Diskussion der zugrunde liegenden Wissenschaft scheint keine Priorität zu haben; vielmehr sind die negativen Urteile hilfreich, um Werbeanzeigen zu stornieren und die Wirkung in den sozialen Medien zu verringern.

In Großbritannien ist GNI ein Geldgeber des Reuters Institute for the Study of Journalism. Bis vor kurzem führte diese Einrichtung im Rahmen ihres Oxford Climate Journalism Network (OCJN) einen sechsmonatigen Ausbildungskurs für Klimajournalisten durch. Der Kurs wurde zudem in erheblichem Maße vom ehemaligen Finanzchef von Extinction Rebellion Sir Christopher Hohn finanziell unterstützt und hat über einen Zeitraum von vier Jahren rund 800 Journalisten aus 80 Ländern aufgenommen. Leider hat diese Indoktrinationsstation Ende letzten Jahres ihre Pforten geschlossen. Der Flaggschiff-Onlinekurs wird den Teilnehmern keine Aufgaben mehr stellen, in denen sie einen Nachrichtenartikel verfassen sollen, der erklärt, warum Mangos dieses Jahr aufgrund des Klimawandels weniger schmackhaft sind. Wir können nur hoffen, dass ähnliche Einschränkungen nun auch für andere klimabedrohte Lebensmittel gelten.

Es scheint, als hätte die Welt genug von Clickbait und zentral verordnetem Klimageschwätz, das viel zu lange als unwissenschaftliche Grundlage für die „Netto-Null“-Fantasie gedient hat. Durch pseudowissenschaftliche Manipulationen konnten manipulierte Computermodelle schlagzeilenträchtige „Kipp-Punkte“ des Weltuntergangs vorhersagen und dazu beitragen, dass sich die unhinterfragte Lüge in der breiten Öffentlichkeit verbreitete, wonach extreme Wetterereignisse immer schlimmer werden würden. Positive Nachrichten wie die umfassende „Begrünung“ der Erde werden ignoriert, während die entscheidende Rolle des Lebensgases Kohlendioxid hierbei heruntergespielt wird. Das gilt nicht zuletzt für SciLine, eine vom Green Blob finanzierte Initiative, die mit der Association for the Advancement of Science verbunden ist, dem Herausgeber von Science. „In vielen Fällen begünstigt CO₂ Unkraut gegenüber Nutzpflanzen überproportional und verursacht damit mehr Probleme für die Landwirtschaft“, heißt es hilfreich in ihrem Leitfaden für Journalisten.

Chris Morrison is the Daily Sceptic’s Environment Editor. Follow him on X.

Link: https://wattsupwiththat.com/2026/04/14/continuing-slump-in-global-media-climate-agitprop-bodes-ill-for-future-net-zero-support/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE