Neue Studie zeigt, dass die Mainstream-Medien nicht die Wahrheit über Hurrikane berichten

Anthony Watts

Trotz der Behauptungen von Klimaaktivisten und der Mainstream-Medien, der Klimawandel führe dazu, dass sich mehr tropische Wirbelstürme und größere Hurrikane bilden und die Hurrikansaison verschlimmert wird, zeigt eine aktuelle Studie, dass diese Behauptungen falsch sind. Tatsächlich zeigt die Studie, dass die Zahl der tropischen Wirbelstürme im letzten Jahrhundert um 13 Prozent zurückgegangen ist.

Eine im Juni 2022 in der renommierten Wissenschaftszeitschrift Nature veröffentlichte Studie mit dem Titel Declining tropical cyclone frequency under global warming zeigt, dass die Anzahl der tropischen Wirbelstürme sowohl auf der Nord- als auch auf der Südhalbkugel, zu denen Hurrikane, Taifune und tropische Stürme gehören, mit der leichten Erwärmung der Erde im vergangenen Jahrhundert zurückgegangen ist. Die Autoren der Studie stellten fest, dass die jährliche Zahl der tropischen Wirbelstürme zwischen 1900 und 2012 um etwa 13 Prozent zurückgegangen ist, verglichen mit dem Zeitraum zwischen 1850 und 1900, als die tropischen Stürme zunahmen.

Wie die nachstehende Abbildung zeigt, die den von den Forschern berechneten Trend der tropischen Wirbelstürme anhand einer Kombination aus aktuellen Beobachtungen und historischen Rekonstruktionen darstellt, ist der Trend nach 1900 eindeutig rückläufig:

Abbildung: Aus Chand et al., 2022. Die durchgezogene blaue Linie ist die jährliche Anzahl der tropischen Wirbelstürme weltweit, und die rote Linie ist ein gleitender Fünfjahresdurchschnitt. Die gestrichelte Linie ist die Trendlinie.

Der Trend bei den tropischen Wirbelstürmen verläuft fast entgegengesetzt zum globalen Temperaturtrend.

Die NASA berichtet, dass die globale Durchschnittstemperatur von 1880 bis 1910 gesunken ist, um dann zwischen 1910 und 2012 um etwa 1,0 Grad Celsius zu steigen. Die Zahl der tropischen Wirbelstürme ging nach 1950 sogar noch stärker zurück, nämlich um etwa 23 Prozent im Vergleich zur Basislinie 1850-1900, als die globale Erwärmung in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts zunahm. Obwohl die Autoren der Studie Unterschiede zwischen den einzelnen Meeresbecken feststellten, zeigten alle Becken einen rückläufigen Trend bei den tropischen Wirbelstürmen.

Im Gegensatz zu der in den Medien verbreiteten Behauptung, dass der Klimawandel zu einer Zunahme der Anzahl und Schwere von Wirbelstürmen führt, wie z. B. Hurrikan Harvey im Jahr 2017, Hurrikan Sandy im Jahr 2012 oder Hurrikan Katrina im Jahr 2005, erweist diese Studie diese Behauptungen als falsch.

Anthony Watts is a senior fellow for environment and climate at The Heartland Institute. Watts has been in the weather business both in front of, and behind the camera as an on-air television meteorologist since 1978, and currently does daily radio forecasts. He has created weather graphics presentation systems for television, specialized weather instrumentation, as well as co-authored peer-reviewed papers on climate issues. He operates the most viewed website in the world on climate, the award-winning website wattsupwiththat.com.

Link: https://climaterealism.com/2022/07/sorry-mainstream-media-tropical-cyclones-have-declined-over-the-last-century/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Falsch, alte Medien: der Klimawandel ist nicht die Ursache sommerlicher Hitzewellen in den USA und Europa

Anthony Watts

In der vergangenen Woche gab es sowohl in den USA als auch in Europa örtlich begrenzte Hitzewellen. Die Hitzewelle in Europa ist für die Medien besonders beunruhigend, da die Region nicht auf Temperaturen von über 38°C* vorbereitet ist, wie sie in den Vereinigten Staaten an Orten wie Kalifornien, Texas und Oklahoma, wo Klimaanlagen die Norm sind, regelmäßig auftreten. Die Mainstream-Medien haben die Hitzewellen einheitlich auf den vom Menschen verursachten Klimawandel zurückgeführt. Diese Zuschreibung ist falsch.

[*Das ist die Schwelle von 100°F, die in den USA als markanter Punkt gerne herangezogen wird. A. d. Übers.]

Die Schlagzeilen waren wirklich dramatisch und wirklich absolut falsch. Zum Beispiel:

With Record-Breaking Heat, Europe Glimpses Its Climate Future [Scientific American]

Climate change is killing people’: Europe’s extreme heatwave continues [EuroNews]

‘Climate change affects everyone’: Europe battles wildfires in intense heat [Reuters]

Und in den Vereinigten Staaten ist der Medienrummel genauso wild und genauso falsch:

Record-breaking heat waves in US and Europe prove climate change is already here, experts say [Yahoo News]

The climate crisis is driving heat waves and wildfires. Here’s how [CNN]

How the heat dome in Texas is related to climate change [Yahoo News]

Jeden Sommer wird es in der nördlichen Hemisphäre heiß, das ist nun einmal so im Sommer. Außerdem kommt es jedes Jahr irgendwo auf der Welt zu einer lokalen Hitzewelle.

Der Fehler, der all diesen Nachrichtenartikeln gemein ist, ist die Tatsache, dass Wetter nicht gleich Klima ist.

Das Wetter ist ein Ereignis, das Minuten oder einige Tage dauern kann. Eine Hitzewelle ist ein Wetterereignis, das in der Regel mit großräumigen Wetter-Konstellationen zusammenhängt, z. B. mit einem Hochdruckgebiet, welches im Sommer Hitzewellen verursachen kann. Das Klima ist der Durchschnitt des Wetters über einen Zeitraum von dreißig Jahren, wie von der Weltorganisation für Meteorologie definiert. Beachten Sie meine Hervorhebungen:

Jeder dieser Berichte, in denen versucht wird, den Klimawandel mit der Hitzewelle in Verbindung zu bringen, entbehrt jeglicher Grundlage. Sie sind nichts weiter als spekulative Panikmache.

Und das beschränkt sich nicht nur auf die Print- und Internetmedien, auch die Fernsehsender übertreiben es, um durch den Einsatz von Farben den Eindruck einer Krise zu erwecken. Abbildung 1 ist ein Vergleich der TV-Grafiken der British Broadcasting Corporation (BBC) im Sommer 2012 und im Sommer 2022:

Abbildung 1: Vergleich der TV-Wetterkarten der BBC im Sommer 2012, links, und im Sommer 2022, rechts. Quelle: BBC

Beachten Sie, dass im Jahr 2012 einige der Temperaturen tatsächlich höher waren und es nicht nötig war, Bereiche rot auszufüllen, um sie schlimmer aussehen zu lassen, als sie tatsächlich sind.

Ein weiterer Punkt, über den in der BBC und in den Zeitungen/Internetmedien nicht berichtet wird, ist die Tatsache, dass in Westeuropa Rekordhitze herrschte, während die Temperaturen in Osteuropa weit unter dem Durchschnitt lagen*. Abbildung 2 unten zeigt die Gegenüberstellung der Hitze im Vereinigten Königreich und in Europa im Vergleich zu den unterdurchschnittlichen Temperaturen in Osteuropa, die von der Presse ignoriert wurden.

[*Siehe hierzu auch den jüngsten Kältereport! A. d. Übers.]

Abbildung 2: Temperaturkarte für Großbritannien und Europa am 18. Juli 2022 als Simulation vom 16. Juli 2022 (48 Stunden). Bild vom ECMWF-Output über WeatherBell Inc.

Der in Abbildung 2 zu sehende dramatische regionale Temperaturunterschied ist ein sicheres Zeichen dafür, dass es sich um ein Wettermuster handelt und nicht um einen globalen Klimawandel bzw. eine globale Erwärmung, wie die Medien glauben machen wollen. Das Gleiche gilt für die Hitzewelle in den USA, die in Abbildung 3 zu sehen ist. Sie ist regional begrenzt, nicht global:

Abbildung 3: Höchsttemperatur für die zusammenhängenden Vereinigten Staaten am 21. Juli 2022. Quelle: NOAA:

Climate at a Glance schreibt zu U.S. Hitzewellen: sie waren in den letzten Jahrzehnten in den Vereinigten Staaten weit weniger häufig und schwerwiegend als in den 1930er Jahren.

Die Rekordtemperaturen in den meisten Bundesstaaten wurden in der ersten Hälfte des zwanzigsten Jahrhunderts gemessen.

Die Hitzewelle von 1936 war weitaus tödlicher. Der Washington Post ist es zu danken, dass sie in ihrem Bericht richtig lag:

„Die tödliche US-Hitzewelle von 1936 breitete sich bis in den Norden Kanadas aus, führte zum Tod von schätzungsweise 5.000 Menschen durch Hitze, ließ die Thermometer in Steele, N.D., auf den Rekordwert von 49 Grad Celsius steigen und machte diesen Juli zum wärmsten jemals in den Vereinigten Staaten aufgezeichneten Monat“.

Das eigentliche Problem ist jedoch, dass langanhaltend hohe Temperaturen, wie sie die USA und Europa in diesem Monat erlebt haben, bereits auftraten, bevor der Klimawandel zum allgemeingültigen Sündenbock wurde. Man muss nur ein wenig recherchieren, um diese Fakten zu sehen.

Eine Suche nach dem Begriff Hitzewellen auf Wikipedia ergibt beispielsweise, dass eine Hitzewelle und Dürre im Jahr 1540 in Europa 11 Monate lang andauerte und dass eine Hitzewelle im Jahr 1757 die heißeste der letzten 500 Jahre bis 2003 war. Netweather Community TV bezeichnete die Hitzewelle von 1906 in Großbritannien im August und September als „eine der außergewöhnlichsten Hitzewellen, die je im Vereinigten Königreich aufgetreten sind“. Eine Hitzewelle in Frankreich im Jahr 1911 trug zu mehr als 41.000 vorzeitigen Todesfällen bei. In jüngerer Zeit gab es in Europa 1976 eine massive, monatelange Hitzewelle. Dies geschah zu einer Zeit, als die Erde einen 30-jährigen Abkühlungstrend erlebte, der viele Wissenschaftler zu der Warnung veranlasste, dass die nächste Eiszeit bevorstehe. Der Wikipedia-Eintrag über das Ereignis von 1976 berichtet:

„Der Sommer 1976 galt als der heißeste Sommer in Europa, insbesondere im Vereinigten Königreich, während des 20. Jahrhunderts. Ein großes Hochdruckgebiet beherrschte den größten Teil Europas während der gesamten Sommermonate. Das Drucksystem zog Ende Mai 1976 ein und blieb bis zu den ersten Niederschlägen am 27. August bestehen.“

Während des gesamten Zeitraums herrschte in weiten Teilen Europas ununterbrochener Sonnenschein, im Vereinigten Königreich sogar durchschnittlich mehr als 14 Stunden pro Tag. Das Jahr 1976 wurde in diesem Land als „Jahr des Marienkäfers“ bezeichnet, da die lange Hitzeperiode zu einer Massenvermehrung dieses Insekts führte. Im Vereinigten Königreich fiel der Sommer mit einer 16-wöchigen Trockenperiode zusammen, der längsten, die seit 1727 über England und Wales gemessen wurde.

Dieses Hochdruckmuster ist fast identisch mit dem, was heute im Vereinigten Königreich und in Europa zu beobachten ist. Der Unterschied besteht darin, dass die Medien heute sofort dem Klimawandel die Schuld geben und nicht den Wettermustern, und im Fall dieses Artikels in der New York Times versuchen sie sogar, Sie davon zu überzeugen, dass Vergleiche zwischen den heißen Sommern von 1976 und 2022 irgendwie „irreführend“ sind.

„Doch der Vergleich mit 1976 ist irreführend. Die höchste aufgezeichnete Temperatur lag damals bei 35,9 Grad Celsius, während sie am Dienstag die 40-Grad-Marke überschritt.“

Die BBC berichtete:

„In Coningsby in Lincolnshire erreichten die Thermometer 40,3 Grad, während an 33 anderen Orten die bisherige Höchsttemperatur von 38,7 Grad aus dem Jahr 2019 übertroffen wurde.“

Abbildung 4. Grafik der Temperatur auf der RAF Base Coningsby für den 19. Juli 2022 mit einer Höchsttemperatur von 40°F, Quelle: WeatherUndergroud.com

Was die BBC und die NYT verschweigen ist, dass die 40 Grad Celsius (104 Fahrenheit) auf einem Stützpunkt der Royal Air Force (RAF) in unmittelbarer Nähe des Hitze absorbierenden Asphaltmeeres der Start- und Landebahn gemessen wurden. Abbildung 4 zeigt die Temperatur an diesem Tag Stunde für Stunde und wo sie gemessen wurde.

Im Gegensatz dazu berichtet die BBC, dass die höchste jemals im Vereinigten Königreich gemessene Temperatur bei 38,7 Grad Celsius lag, die im Juli 2019 in Cambridge [im Botanischen Garten der Universität Cambridge] gemessen worden war.

Ein botanischer Garten ist eine völlig andere Umgebung als ein RAF-Luftwaffenstützpunkt.  Letzterer dürfte aufgrund des fehlenden Schattens, der vorhandenen wärmeabsorbierenden Materialien und der von den Düsentriebwerken ausgestoßenen heißen Luft viel wärmer sein. Bei der „irreführenden“ Behauptung der NYT geht es also in Wirklichkeit um den Mangel an solider journalistischer Arbeit bei der Berichterstattung über die Umgebung, in der diese Temperaturen gemessen wurden.

Es ist bekannt, dass der Effekt der städtischen Wärmeinsel (Urban Heat Island, UHI) zu höheren Temperaturen beitragen kann, und wenn man bedenkt, dass das Vereinigte Königreich von 56 Millionen Einwohnern im Jahr 1976 auf 67 Millionen im Jahr 2020 gewachsen ist, ist es nicht im Geringsten überraschend, dass der UHI zugenommen hat, als die Infrastruktur zur Unterstützung der 11 Millionen zusätzlichen Menschen in diesem Inselstaat hinzugefügt wurde.

Das letzte Wort hat der Meteorologe Cliff Mass, PhD, der eine gründliche Analyse der kurzlebigen Hitzewelle vorgenommen hat. Er schreibt (Hervorhebung von ihm):

„Die Wahrheit und die überwältigenden wissenschaftlichen Beweise sprechen eine andere Sprache: Die jüngste Hitzewelle in Europa ist hauptsächlich das Ergebnis natürlicher Prozesse, wurde aber durch die vom Menschen verursachte globale Erwärmung in bescheidenem Maße verstärkt“.

Die Situation ähnelt sehr der Hitzewelle im Nordwesten der USA im letzten Sommer; mit vielen der gleichen Elemente.

Unterm Strich wurde die jüngste Hitzewelle in Europa durch eine Verstärkung des Wellenmusters der nördlichen Hemisphäre verursacht, wobei die globale Erwärmung vielleicht 5-10 % der Wärme ausmachte. Die natürliche Variabilität der Atmosphäre war die unmittelbare Ursache für die Wärme und stellt keine existenzielle Bedrohung für die europäische Bevölkerung dar.

Es besteht also kein Grund zur Beunruhigung, egal was die Medien sagen. Aber die Medien werden Ihnen nichts davon erzählen, weil es ihr Narrativ stört, die Hitzewelle auf den Klimawandel zu schieben, während sie hoffen, dass Sie ihre Verzerrung der Wahrheit über gewöhnliche Wetterereignisse, die wir jeden Sommer erleben, nicht bemerken.

Originally posted at ClimateREALISM

Anthony Watts is a senior fellow for environment and climate at The Heartland Institute. Watts has been in the weather business both in front of, and behind the camera as an on-air television meteorologist since 1978, and currently does daily radio forecasts. He has created weather graphics presentation systems for television, specialized weather instrumentation, as well as co-authored peer-reviewed papers on climate issues. He operates the most viewed website in the world on climate, the award-winning website wattsupwiththat.com.

Link: https://wattsupwiththat.com/2022/07/22/wrong-legacy-media-climate-change-is-not-causing-summer-heatwaves-in-the-u-s-and-europe/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Die Wahrheit über Wald-(Miss-)Management

Linnea Lueken

Fox News veröffentlichte kürzlich einen Artikel, in dem erörtert wurde, wie die Waldbewirtschaftung in Kalifornien zur Schwere der dortigen Waldbrände beigetragen hat. Fox hat die Fakten über die Notwendigkeit der Verringerung der Brandlast als wichtigen Bestandteil der Verhütung von Waldbränden korrekt dargestellt. Diese Wahrheit wird allzu oft von Umweltaktivisten verunglimpft.

Der Artikel „Environmentalists are blocking forest management methods saving iconic sequoias amid Yosemite wildfire“ (Umweltschützer blockieren Waldbewirtschaftungsmethoden zur Rettung der ikonischen Mammutbäume inmitten des Yosemite-Waldbrandes) erklärt, wie Aktivistengruppen Klage gegen den Yosemite-Nationalpark und dessen Pläne zur Ausdünnung des Unterholzes und der abgestorbenen Bäume in Teilen des Parks eingereicht haben.

„Das Earth Island Institute, eine in Kalifornien ansässige Organisation, reichte im Juni eine Bundesklage ein und forderte das Gericht auf, ein vom Yosemite-Nationalpark und dem National Park Service (NPS) geplantes Projekt zur Entfernung von Biomasse und Ausdünnung zu stoppen“, berichtet Fox. „Die Klage argumentierte, dass der Plan kommerziellen Holzfällern zugute käme, sich negativ auf gefährdete Wildtiere auswirken würde und unnötig sei, da die Dichte toter Bäume für die potenzielle Ausbreitung von Waldbränden irrelevant sei.“

Die Behauptung der Aktivisten, dass tote Bäume – Brennstoff – für die Ausbreitung von Waldbränden irrelevant sind, ist falsch. Waldbrände benötigen drei Dinge, um zu entstehen: Brennstoff, Sauerstoff und einen Funken. Das Entfernen von Material, das leicht Feuer fangen kann, wie z. B. vertrocknete tote Bäume, Gräser, Gestrüpp und herabgefallene Äste, verringert die Menge an Brennstoff, die ein Feuer speisen kann, wenn es entsteht. Die Dichte und Menge des brennbaren Materials wird als „Brennstofflast“ bezeichnet und ist seit langem ein wichtiges Element der Waldbewirtschaftungs-Verfahren. Schon die amerikanischen Ureinwohner legten Feuer, um Unterholz und abgestorbene Bäume zu beseitigen und ihre Umwelt so zu gestalten, dass ein gesünderes und produktiveres Ökosystem für Menschen und Wildtiere gleichermaßen entsteht.

Fox News gebührt Anerkennung dafür, dass sie der Wahrheit eine Plattform geben. In dem Artikel wird weiter erläutert, dass Verfahren zur Reduzierung des Treibstoffs schon früher zum Schutz von Teilen des Parks beigetragen haben, indem sie die Fähigkeit des Feuers zur Ausbreitung und Intensivierung eingeschränkt haben. Als Beispiel wird das jüngste Washburn-Feuer angeführt.

Climate Realism berichtete hier über das Washburn-Feuer und erörterte einige der Probleme mit der Medienberichterstattung über das Feuer, vor allem die Zuordnung zum Klimawandel, obwohl bekannt ist, dass das Feuer von Menschen ausgelöst wurde.

In den letzten Jahren haben Klimaalarmisten behauptet, dass fast alle Waldbrände hauptsächlich durch den Klimawandel verursacht worden sind. Die Daten widerlegen diese Vorstellung. Wie Climate Realism in Beiträgen hier, hier und hier erklärt hat, haben Waldbrände nicht mit der moderaten Erwärmung zugenommen. Die meisten der schlimmsten Waldbrände in den Vereinigten Staaten brachen beispielsweise zu Beginn des 20. Jahrhunderts aus. Jahrhunderts aus. Die Einführung strikter Brandbekämpfungsmaßnahmen trug dazu bei, die Zahl der Waldbrände zu verringern, bis in den letzten Jahrzehnten Änderungen der Waldbewirtschaftungsstrategien und Klagen gegen genehmigte Holzbewirtschaftungspläne zu einem leichten Anstieg führten, wie die folgende Grafik zeigt:

Abbildung 1: Verbrannte Flächen in den USA seit dem Jahr 1926

Für die Sicherheit der Menschen und eine vernünftige Bewirtschaftung von Lebensräumen ist es von entscheidender Bedeutung, dass der Öffentlichkeit genaue Informationen über Waldbrände zur Verfügung gestellt werden. Politiker und Ressourcenverwaltungsbehörden auf Bundes- und Landesebene, die radikalen Umweltinteressen verpflichtet sind, treffen Entscheidungen über Land und Ressourcen, die das öffentliche Wohl gefährden. Was den Klimawandel betrifft, so zeigen Satellitendaten, die hier von Climate Realism erörtert werden eindeutig, dass selbst bei einer leichten Erwärmung der Erde die durch Waldbrände verlorenen Flächen weltweit zurückgegangen sind und es keinen Aufwärtstrend bei der Zahl der Waldbrände gibt. Jede Auswirkung, die höhere Temperaturen auf Waldbrände haben könnten, kann durch gute Waldbewirtschaftung leicht gemildert werden. In seinem Bericht über die Auswirkungen einer schlechten Waldbewirtschaftung auf die Häufigkeit von Waldbränden zeigt Fox News die höchsten Ideale des Journalismus, indem es die Wahrheit inmitten eines Strudels von Fehlinformationen aufdeckt.

Linnea Lueken is a Research Fellow with the Arthur B. Robinson Center on Climate and Environmental Policy. While she was an intern with The Heartland Institute in 2018, she co-authored a Heartland Institute Policy Brief „Debunking Four Persistent Myths About Hydraulic Fracturing.“

Link: https://climaterealism.com/2022/07/thanks-fox-news-for-telling-the-truth-about-forest-mismanagement/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Das 2-Grad-Ziel

Andy May

Seit Jahrzehnten wird uns gesagt, dass die globale Erwärmung nicht mehr als zwei Grad Celsius über der „vorindustriellen“ globalen Durchschnittstemperatur liegen darf. Kürzlich hat der IPCC diese Grenze auf 1,5°C gesenkt. Im neuesten IPCC-Bericht, dem AR6, wird die vorindustrielle Zeit als vor 1750 definiert, aber es werden die globalen Temperaturen von 1850-1900 als repräsentativ für den Zeitraum verwendet, weil für 1750 keine globalen durchschnittlichen Temperaturen verfügbar sind.[1] Die USA, Europa und ein Großteil Asiens waren um 1900 industrialisiert, so dass ihre Zahlen eindeutig nicht repräsentativ für den interessierenden Zeitraum sind, es sei denn, die Temperaturen blieben von 1750 bis 1900 konstant, was unwahrscheinlich ist.

Warum der Fokus auf 2°? In einem Kommentar von 2014 in Nature erklären David Victor und Charles Kennel, dass es kaum eine wissenschaftliche Grundlage für die Zahl von 2°C gibt, aber es war ein einfacher Schwerpunkt und es „klang kühn und vielleicht machbar.“ (Victor & Kennel, 2014). Dann geben sie zu, dass das Ziel „effektiv unerreichbar“ ist.

Was ist das „vorindustrielle“ Niveau? Gab es damals ein ideales Klima, zu dem wir zurückkehren wollen? Das Jahr 1750 fiel in den kältesten und elendesten Teil der Kleinen Eiszeit (LIA). Die LIA war die kälteste Periode des Holozäns, also seit dem Ende der letzten Eiszeit vor etwa 12 000 Jahren, zumindest in weiten Teilen der nördlichen Hemisphäre.

Abbildung 1. Rosenthal et al. Temperaturrekonstruktion des 500-Meter-Wassers in der Makassar-Straße, Indonesien. Quelle: (Rosenthal, Linsley, & Oppo, 2013). Die dargestellte heutige Temperatur stammt aus den Argo-Daten der Makassar-Straße, die von der Universität Hamburg von 2006-2016 in 500 m Tiefe gesammelt wurden (Gouretski, 2019).

Abbildung 1 zeigt eine Proxy-Rekonstruktion der Wassertemperatur in 500 Metern Tiefe in der Makassar-Straße in Indonesien. In der Meerenge fließt das 500-Meter-Wasser im Allgemeinen vom Nordpazifik in den Indischen Ozean, und die Temperatur repräsentiert die Temperaturen des Nordpazifiks mit einem geringen Beitrag aus der Banda-See (Rosenthal, Linsley, & Oppo, 2013). Sie ähnelt in Form und Amplitude den verschiedenen Temperaturrekonstruktionen aus grönländischen Eiskernen (Abbildung 2). Die rekonstruierten Temperaturen werden mit einer modernen (2006-2016) durchschnittlichen 500-Meter-Temperatur (der rote Kasten) aus einer Analyse von Argo-Daten durch die Universität Hamburg verglichen (Gouretski, 2019).

Abbildung 2. Verschiedene Rekonstruktionen der Temperatur im grönländischen Eiskern. Die Vinther-Rekonstruktion in Schwarz wird bevorzugt (Vinther, et al., 2009).

Weitere Einzelheiten zur Rosenthal-Rekonstruktion finden Sie hier, weitere Einzelheiten zu den verschiedenen Rekonstruktionen der grönländischen Eiskerne hier. Der grönländische Eisschild ist in den letzten 12.000 Jahren stark gewachsen und geschrumpft, und die daraus resultierenden Höhenänderungen haben die in Abbildung 2 hellgrau dargestellte Alley-Temperaturrekonstruktion beeinflusst. Aus diesem Grund wird die höhenkorrigierte Rekonstruktion von Bo Vinther, dargestellt mit einer dicken schwarzen Linie, bevorzugt (Vinther, et al., 2009). Darüber hinaus zeigt Abbildung 2 eine weitere moderne Rekonstruktion von 2000 v. Chr. bis 2000 von Kobashi (Kobashi, et al., 2011).

Sowohl Abbildung 1 als auch Abbildung 2 zeigen ein deutliches Temperaturtief der Kleinen Eiszeit, das zwischen 1600 und 1850 auftritt. Alle Rekonstruktionen zeigen, dass die Kleine Eiszeit etwa drei Grad kühler war als das holozäne Klimaoptimum, das von 8000 v. Chr. bis etwa 4000 v. Chr. dauerte. Grönland und der Nordpazifik liegen auf der nördlichen Hemisphäre, die eine einzigartige Temperaturgeschichte aufweist. In Abbildung 3 wird die Nordhemisphäre mit anderen Breitengraden verglichen, wobei alle Breitengrade 30° betragen, mit Ausnahme der Tropen, die sich von 30°N bis 30°S erstrecken. Die nördliche und die südliche Hemisphäre erstrecken sich über 60°N/S bis 30°N/S, und die arktischen und antarktischen Bereiche liegen über 60°. Beachten Sie, dass sich die Temperaturen in der Antarktis über lange Zeiträume hinweg in die entgegengesetzte Richtung zu denen der nördlichen Hemisphäre bewegen.

Für die Kurven in Abbildung 3 wurden insgesamt 29 Proxy-Temperaturdaten verwendet, von denen mehr als die Hälfte auf der Nordhalbkugel oder in der Arktis liegen. Es gibt sieben in den Tropen und nur drei in der südlichen Hemisphäre und drei in der Antarktis. Die Abdeckung ist sehr spärlich, so spärlich, dass es schwierig ist, aus diesen Daten irgendwelche Schlüsse über die globale Durchschnittstemperatur zu ziehen. Dennoch können wir anhand von Proxies an einem bestimmten Ort feststellen, wann die Temperaturen an diesem Ort höher oder niedriger waren, und wir können sogar schätzen, um wie viel. Willie Soon und Kollegen erörtern in zwei Veröffentlichungen aus dem Jahr 2003, wie man Temperaturproxies richtig auswertet [2].

Es ist hilfreich, dass Rosenthals Rekonstruktion ungefähr das gleiche Temperaturprofil aufweist wie die beste Rekonstruktion für Grönland, nämlich die von Vinther. Wie zu erwarten, unterscheiden sie sich im Detail, und sie liegen Tausende von Kilometern auseinander, aber im Großen und Ganzen erzählen sie die gleiche Geschichte.

Abbildung 3 zeigt, dass der größte Teil des Klimawandels in der nördlichen Hemisphäre zwischen 30°N und 60°N stattfindet. Die Temperaturen in den Tropen ändern sich kaum, und die Temperaturen in der Antarktis bewegen sich tendenziell in die entgegengesetzte Richtung wie auf der Nordhalbkugel und schwanken weniger. Selbst in der Arktis sind die Schwankungen geringer als auf der Nordhalbkugel, wie sie hier definiert ist. Nur die Tropen, die Arktis und die nördliche Hemisphäre weisen eine Kleine Eiszeit auf, aber sie enden zu unterschiedlichen Zeiten. Die Antarktis erwärmt sich während der Kleinen Eiszeit und kühlt sich danach ab.

Abbildung 3. Temperatur-Rekonstruktionen nach Breitengraden. Die Antarktis liegt zwischen 90°S und 60°S, die Südliche Hemisphäre (SH) zwischen 60°S und 30°S und die Tropen zwischen 30°S und 30°N. Die nördliche Hemisphäre folgt demselben Muster. Siehe hier für weitere Einzelheiten.

Für diesen Beitrag muss ich nur darauf hinweisen, dass es im Nordpazifik und in Grönland während des holozänen Klimaoptimums von 7500 v. Chr. bis 4400 v. Chr. wahrscheinlich drei Grad wärmer war als in der vorindustriellen Zeit (auch bekannt als Kleine Eiszeit). Dies ist der Zeitraum, in dem die menschliche Zivilisation entstanden ist.

Auch während der so genannten minoischen Warmzeit um 1600 v. Chr., vor dem Zusammenbruch der bronzezeitlichen Zivilisation um 1200 v. Chr., herrschten aufgrund von Kälte und Dürre hohe Temperaturen. Die Abkühlung nach der minoischen Warmzeit dauerte von etwa 1200 v. Chr. bis etwa 700 v. Chr. Während dieser tristen Periode, die als griechisches dunkles Zeitalter bezeichnet wird, bricht die mykenische Zivilisation zusammen, das hethitische Reich geht unter, und in den USA, Indien, Europa, Afrika und China kommt es zu schweren Dürreperioden [3].

Die Kleine Eiszeit (LIA)

Das griechische dunkle Zeitalter war kalt und elend, aber nichts im Vergleich zu der bitterkalten, trockenen und stürmischen Kleinen Eiszeit, die auch als „vorindustrielle“ Periode bezeichnet wird und an der der IPCC den Klimawandel misst.

Die während der vorindustriellen Periode häufig auftretenden Kälteperioden haben der Menschheit viele Probleme bereitet. Paul Homewood sowie Wolfgang Behringers ausgezeichnetes Buch A Cultural History of Climate und ein Artikel von Geoffrey Parker bieten uns viele historische Beispiele. Überall auf der Welt erreichten die meisten Gletscher ihre maximale Ausdehnung im Holozän während der Kleinen Eiszeit. In Chamonix, Frankreich, verschluckten die vorrückenden Gletscher ganze Dörfer.

Im Jahr 1675 gab es keinen Sommer, und es war der zweitkälteste Sommer der letzten 600 Jahre in Nordamerika, wie die Proxy-Daten belegen. Der Winter von 1657-1658 war besonders brutal. Sowohl die Massachusetts Bay als auch der Delaware River froren zu, so dass Menschen und Hirsche auf dem Eis übersetzen konnten. Die Ostsee fror so stark zu, dass Pferde und beladene Wagen von Gdansk (Polen) bis zur Halbinsel Hel über 10 Meilen nördlich der Stadt übersetzen konnten. Der folgende Sommer war jedoch in Italien und Griechenland übermäßig heiß. In Indien fiel in diesem Jahr der Monsun aus, was zu einer verheerenden Hungersnot führte.

Zwischen 1660 und 1680 suchten mehr Taifune Südchina in der Provinz Guangdong heim als je zuvor in der Geschichte. Im Jahr 1666 wurde England von einem Hagelsturm heimgesucht, dessen Hagelkörner teilweise die Größe von Tennisbällen erreichten.

Ein enorm zerstörerischer Hurrikan traf 1666 die Karibikinseln Guadeloupe und Martinique. Er forderte 2.000 Todesopfer und zerstörte eine Küstenbatterie mit drei Meter dicken Mauern sowie zahlreiche Schiffe.

In Ägypten gab es in den 1670er Jahren viele sehr strenge Winter, und die Menschen begannen, Pelzmäntel zu tragen, etwas, das es in Ägypten zuvor noch nie gegeben hatte. In den 1680er Jahren wurde die afrikanische Sahelzone von einer schweren Dürre heimgesucht, und der Tschadsee erreichte den niedrigsten jemals gemessenen Wasserstand.

Der Winter 1691-1692 war sehr streng, hungrige Wölfe drangen in Wien ein und griffen Männer und Frauen auf der Straße an. Alle Kanäle in Venedig froren zu und die Mündung des Nils war eine Woche lang mit Eis bedeckt. Die Kälte der 1690er Jahre verursachte eine große Hungersnot in Nordeuropa, bei der die Hälfte der Bevölkerung Finnlands und 15 % der Bevölkerung Schottlands starben. Die schottische Hungersnot war ein wichtiger Faktor für die erzwungene Union mit England. Zwischen die kalten Jahre mischten sich gelegentlich Sommer mit großer Hitze und Trockenheit, wie die Sommer 1693 und 1694, als die Hitze sowohl in England als auch in Italien unerträglich war.

Im Jahr 1715 wütete ein verheerender Hurrikan auf den Bahamas und in Florida, der zwischen 1.000 und 2.000 Menschen das Leben kostete. In jenem Winter herrschten in Paris -20°C. In London fand in jenem Jahr auf der zugefrorenen Themse ein Frostfest statt, mit Lagerfeuern, die Ochsen rösteten, Kutschen, die auf dem Eis fuhren, und Schlittschuhlaufen. Laut einer Studie von Susana Costas und ihren Kollegen war die Kleine Eiszeit eine der, wenn nicht sogar die stürmischste Periode des Holozäns in Europa [4] So viel zu dem Argument, dass extreme Wetterereignisse in der heutigen Zeit zunehmen – dem ist nicht so.

Ist das 2-Grad-Ziel von Bedeutung?

Laut Spiegel sagte der frühere deutsche Umweltminister Norbert Röttgen 2009, dass bei einer Überschreitung der Zwei-Grad-Grenze 2das Leben auf unserem Planeten, wie wir es heute kennen, nicht mehr möglich wäre2.

Der Spiegel bezeichnet dies als wissenschaftlichen Unsinn. Der Vater des Zwei-Grad-Limits sei Hans Joachim Schellnhuber, Direktor des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK). Schellnhuber erzählt ihnen, dass er die globalen Durchschnittstemperaturen seit dem Aufkommen des Homo sapiens schätzte und anhand von Proxydaten feststellte, dass die globalen durchschnittlichen Oberflächentemperaturen in den letzten 130.000 Jahren nie mehr als zwei Grad höher waren als vor Beginn der industriellen Revolution. Dies wurde zu der vom Europäischen Rat der Umweltminister 1996 vorgeschlagenen Zwei-Grad-Grenze. Diese Grenze ist willkürlich und spekulativ und wird, zumindest in der nördlichen Hemisphäre, durch die oben gezeigten Daten widerlegt. Derzeit räumt Schellnhuber ein, dass eine Begrenzung der globalen Erwärmung auf weniger als zwei Grad nicht machbar ist. Er zeigt keine Daten, die darauf hindeuten, dass 2° Erwärmung gefährlich sind, er versucht nur zu zeigen, dass dies ungewöhnlich ist.

Vor 1900 sind die Daten von der südlichen Hemisphäre und den Ozeanen extrem spärlich, und vor 1850 gibt es nur sechs Proxy-Temperaturaufzeichnungen südlich von 30°S und nur 29 für die gesamte Erde. Woher weiß er, dass die globale durchschnittliche Oberflächentemperatur nicht über zwei Grad Celsius lag? Die kurze Antwort lautet: Er weiß es nicht. Eine Schätzung der globalen durchschnittlichen Oberflächentemperatur vor 1900 ist spekulativ und vor 1850 praktisch unmöglich, da es einfach nicht genügend gute Daten gibt.

Eisbohrkerne und andere Temperaturproxies sind nicht sehr genau, die Datierung der Beobachtungen ist problematisch, aber als allgemeine Annäherung an die jährliche bis multidekadische Temperatur an einem bestimmten Ort sind sie in Ordnung und liegen wahrscheinlich in der Größenordnung. Wir können davon ausgehen, dass es in Grönland und im Nordpazifik in der Nähe der Makassar-Straße um drei Grad wärmer war als während der kleinen Eiszeit (pardon, ich meine die „vorindustrielle“) vor 6.000 bis 10.000 Jahren, zumindest die meiste Zeit über.

Der Yale-Professor und Nobelpreisträger William Nordhaus schlug die Zwei-Grad-Grenze wahrscheinlich erstmals 1977 vor (Nordhaus, 1977). Nordhaus verwendet die gleiche Logik wie Schellnhuber. Er geht davon aus, dass die maximale globale Oberflächentemperatur in den letzten 100 000 Jahren zwei Grad höher war als im späten 19. Jahrhundert, so dass wir diesen Wert nicht überschreiten sollten. Das Problem ist, dass weder Nordhaus noch Schellnhuber wissen, wie stark die globalen Oberflächentemperaturen vor 1850 geschwankt haben, und auch sonst weiß das niemand. Niemand verfügt über Daten, die nahelegen, dass eine Erwärmung um zwei Grad für die Menschheit oder die Umwelt gefährlich ist.

Die Welt ist historisch gesehen sehr kalt, und zwar schon seit Millionen von Jahren, wie die in Abbildung 4 gezeigte Proxy-Rekonstruktion des Smithsonian Institute für die letzten 500 Millionen Jahre zeigt. Die zeitliche Auflösung ist sehr gering, da jeder Punkt mehr als fünf Millionen Jahre repräsentiert, aber sie ist das Beste, was wir tun können. Sie zeigt, dass die globale durchschnittliche Oberflächentemperatur in den letzten 500 Millionen Jahren bei etwa 20-21 Grad Celsius lag, d. h. wir liegen derzeit mehr als fünf Grad unter dem Durchschnitt.

Abbildung 4. Smithsonian-Schätzung der globalen durchschnittlichen Oberflächentemperatur für das Phanerozoikum, die letzten 500 Millionen Jahre. Quelle: (Scott & Lindsey, 2020).

Abbildung 4 wurde auf der Grundlage von Ideen von Chris Scotese erstellt, der auch an der Erstellung der Abbildung beteiligt war [5] Scotese hat gezeigt, dass die globale Durchschnittstemperatur eng mit dem Temperaturgefälle zwischen Äquator und Pol zusammenhängt, da die Temperaturen am Äquator im Laufe der Zeit nicht sehr stark schwanken, die Temperaturen an den Polen jedoch schon. Somit ist die Erwärmung der gesamten Erde hauptsächlich eine Funktion der Erwärmung an den Polen.

Temperaturproxies, die sich bis in die ferne Vergangenheit zurückverfolgen lassen, gibt es nur an wenigen Orten auf der Welt. Proxies sind keine Thermometer, und ihre Beziehung zu vergangenen Temperaturen, insbesondere vor Tausenden von Jahren, ist ein wenig spekulativ. Diese Proxies sind manchmal nur für eine Jahreszeit, meist den Sommer, empfindlich. Gegenwärtig steigen die Temperaturen im Winter und in der Nacht viel schneller. Die Winter erwärmen sich doppelt so schnell wie die Sommer, und infolgedessen ist das Klima heute milder als im späten 19. Ebenso erwärmen sich die Nächte schneller als die Tage, was das Klima ebenfalls milder macht. Schließlich steigen die Temperaturen in der Arktis viel schneller als im Rest der Welt, einschließlich der Antarktis. Für Sibirien, Kanada, Skandinavien und Alaska ist dies zweifellos eine sehr gute Sache. Abbildung 5 zeigt die Erwärmung der Erde von 1979 bis 2019. Die äquatoriale Region weist nur eine minimale Erwärmung auf, die südliche Hemisphäre zeigt fast keine Erwärmung, in einigen Gebieten ist sogar eine Abkühlung zu verzeichnen, und die Arktis und Osteuropa haben sich stark erwärmt.

Abbildung 5. Erwärmung von 1979 bis 2019. Quelle: NASA.

Die Auswirkungen der „globalen“ Erwärmung hängen davon ab, wo man lebt und wie hoch die Temperaturen in der Vergangenheit waren.

Schlussfolgerungen

Kurz gesagt, die Zwei-Grad-Grenze hat keine wissenschaftliche Grundlage, sondern ist ein künstliches politisches Ziel, das die Öffentlichkeit dazu bringen soll, etwas zu tun. In einer langen und verwirrenden Studie argumentieren Jeroen van der Sluijs und andere, dass künstlich konstruierte politische Ziele, wie die Klimasensitivität oder die Zwei-Grad-Grenze, politische „Anker“ sind. Dabei handelt es sich um übermäßige Vereinfachungen eines komplexen wissenschaftlichen Themas, die Politikern helfen können, eine verwirrte Öffentlichkeit dazu zu bewegen, etwas zu tun, selbst wenn die wissenschaftliche Literatur dies nicht unterstützt oder zu schwer zu verstehen ist.

David Victor und Charles Kennel (Victor & Kennel, 2014) nennen die Zwei-Grad-Grenze „falsch“. Sie weisen darauf hin, und der Spiegel stimmt ihnen zu, dass es davon abhängt, wo der Beobachter wohnt, ob der Klimawandel gefährlich ist oder nicht. Jeder Klimawandel ist an manchen Orten zwangsläufig von Vorteil und an anderen ein Problem.

Reto Knutti und Kollegen schreiben, dass die Zwei-Grad-Grenze eine politische Entscheidung war und dass keine wissenschaftliche Bewertung jemals ein bestimmtes Ziel empfohlen hat. Politiker verstecken sich gerne hinter wissenschaftlichen Erkenntnissen, fordern handlungsfähige Wissenschaft und behaupten, wissenschaftsbasierte Entscheidungen zu treffen, aber Knutti und Kollegen argumentieren, dass ihr Ansatz wie eine Salatbar ist – sie wählen einfach politisch günstige Studien aus (und finanzieren sie), anstatt eine angemessene, ausgewogene Suche nach der Wahrheit zu betreiben. Sie fahren fort:

„Das 2°C-Ziel für die Erwärmung wird von der Öffentlichkeit als ein allgemein akzeptiertes Ziel wahrgenommen, das von Wissenschaftlern als sichere Grenze zur Vermeidung eines gefährlichen Klimawandels angesehen wird. Diese Wahrnehmung ist falsch: Keine wissenschaftliche Bewertung hat das 2°C-Ziel als sicheres Erwärmungsniveau eindeutig gerechtfertigt oder verteidigt, und in der Tat ist dies kein Problem, das die Wissenschaft allein lösen kann“ [6].

Wir haben uns entwickelt und leben derzeit in einer Eiszeit, die vor Millionen von Jahren begann. Die Holozän-Epoche, die vor 11.700 Jahren begann, ist nur die letzte von vielen Warmzeiten (Interglazialen) in dieser andauernden Eiszeit. Eine vollständige Liste der Interglaziale der letzten 2.000.000 Jahre finden Sie in Abbildung 4 hier. Letztendlich wird der Planet wieder in einen eiszeitlichen Zustand zurückkehren. Zu diesem Zeitpunkt wie auch jetzt müssen sich die Menschen an die Klimaveränderungen anpassen, und was wir zur Anpassung tun müssen, hängt davon ab, wo wir leben.

Eine globale Abschwächung des Klimawandels ist nicht möglich, es gibt keine genau definierte Lösung für alle. Lokale Anpassung ist die beste Lösung, und zwar unabhängig von der Ursache der Veränderungen. Was die hysterischen Politiker wie AOC* angeht, die erklären, dass wir alle am Klimawandel sterben werden – vergessen Sie es. Das werden wir nicht [7]! Solange es Ozeane gibt, ist die durchschnittliche Oberflächentemperatur der Erde irgendwo unter angenehmen 30 °C gedeckelt. Kein Grund zur Sorge, Leute.

[*Alexandra Occasio-Cortez, US-amerikanische Senatorin]

Download the bibliography here.

  1. (IPCC, 2021, pp. SPM-5, TS-11, TS-28)
  2. (Soon & Baliunas, Proxy climatic and environmental changes of the past 1000 years, 2003) and (Soon, Baliunas, Idso, Idso, & Legates, 2003b), also see (May, 2020c, pp. 49-86)
  3. (Cline, 2014, p. Kindle location 3237)
  4. (Costas, Naughton, Goble, & Renssen, 2016)
  5. (Scotese, Song, Mills, & Meer, 2021)
  6. (Knutti, Rogelj, & Sedláček, 2016)
  7. (Newell & Dopplick, 1979) and (Sud, Walker, & Lau, 1999), as well as many others (see Richard Willoughby’s posts here and here)

Link: https://andymaypetrophysicist.com/2022/07/19/the-two-degree-limit/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Albert Einstein: „CO2 kann keine Wärme speichern!“

Cap Allon

Der folgende, am 27. Juni 2020 veröffentlichte Beitrag ist zwar schon gut zwei Jahre alt, aber so aktuell, dass er hier trotzdem übersetzt wird.

Würde Albert Einstein heute leben, wäre er mit ziemlicher Sicherheit als „Leugner“ der globalen Erwärmung abgestempelt worden. Seine Ansichten und Theorien würden als umstritten gelten – ein Wort, das es in der Wissenschaft nicht geben sollte – und ich bin mir sicher, dass die Horde der Klimafanatiker unermüdlich daran arbeiten würde, seine Karriere zu zerstören.

1919 zeigte Einstein, dass bei einem Gas im thermodynamischen Gleichgewicht die Adsorptionsrate eines Infrarotgases gleich der Emissionsrate ist.

Das heißt, wenn man die Menge der infrarotaktiven Gase in der Atmosphäre erhöht, erhöht sich die Absorptionsrate, aber – und das ist entscheidend – gleichzeitig erhöht sich auch die Emissionsrate.

Befindet sich das Gas also im thermodynamischen Gleichgewicht, kommt es nicht zu einem Treibhauseffekt – es speichert keine Energie. Die Luft befindet sich im thermodynamischen Gleichgewicht.

Die heutigen Klimamodelle haben beschlossen, Einstein zu ignorieren.

In der heutigen Welt der etablierten Wissenschaft und des Gruppendenkens hätte sich Einstein sicher an den berühmten Angriff auf seine Person erinnert: „Hundert Wissenschaftler gegen Einstein“, veröffentlicht 1931 in Deutschland. Seine prägnante Antwort lautete damals: „Wenn ich mich irren würde, hätte einer gereicht“.

Seine Ansicht über Gruppendenken wurde in einem anderen Kommentar zusammengefasst: „Um Mitglied einer Schafherde zu sein, muss man vor allem selbst ein Schaf sein!“

Und zu der oft geäußerten Behauptung „The science is settled!“ – nun, Einstein hätte sicher sein Zitat wiederholt: „Wir wissen immer noch nicht ein Tausendstel von einem Prozent dessen, was uns die Natur offenbart.“

Die Arroganz der Klimaalarmisten ist erstaunlich. Nichts ist jemals geklärt.

„Kein noch so großes Experiment kann je beweisen, dass ich Recht habe. Ein einziges Experiment kann mich jedoch eines Besseren belehren.“

Im Hintergrund, hinter der Arroganz der Panikmacher, führt der Planet Erde ständig Experimente für uns durch – und zum Leidwesen der Klimaschützer beweisen die Ergebnisse regelmäßig, dass die Theorie von CO2 und globaler Erwärmung falsch ist.

Die Temperaturen sind viel langsamer gestiegen, zwei- oder dreimal langsamer, als die Modelle vorausgesagt haben. Und obendrein hat niemand die geringste Ahnung, wie viel von dieser relativ geringen Erwärmung auf den Anstieg des Kohlendioxids zurückzuführen ist.

Denn, wie Professor Will Happer schreibt:

„Eine ganz ähnliche Erwärmung wurde vor mehr als einem Jahrhundert beobachtet, als CO2 noch keine Rolle gespielt haben kann. Das alarmistische Narrativ ist durch experimentelle Beobachtungen widerlegt worden. Mit seiner Ehrfurcht vor Beobachtungen wäre Einstein von der orwellschen Verteufelung von CO2 als ‚Kohlenstoffverschmutzung‘ abgestoßen worden.“

Der Kohlendioxidgehalt in der Atmosphäre schwankte im Laufe der Jahrhunderte enorm, von 7.000 ppm bis zu 150 ppm, und es ist nicht so bekannt, dass das Leben nur in diesen niedrigeren Bereichen Probleme hat.

[Hervorhebung vom Übersetzer]

Daten aus Eisbohrkernen und Meeressedimenten zeigen deutlich, dass es keinerlei Zusammenhang zwischen der CO2-Konzentration in der Atmosphäre und der Temperatur an der Erdoberfläche gibt:

[Hervorhebung im Original]


Satelliten zeigen, dass der bescheidene Anstieg von CO2 in den letzten Jahrzehnten zu einer messbaren Begrünung der Erde geführt hat, insbesondere in Trockengebieten.

Dr. Patrick Moore sagt:

„Erstens gibt es keine stichhaltigen Beweise dafür, dass CO2 irgendetwas mit der sich verändernden Temperatur des Erdklimas zu tun hat. Zweitens: CO2 ist die wichtigste Nahrung für alles Leben auf der Erde.

Der gesamte Kohlenstoff in allen kohlenstoffhaltigen Lebewesen stammt aus Kohlendioxid, das in der Luft und im Wasser enthalten ist. Der Kohlendioxidgehalt ist in den letzten 150 Millionen Jahren stetig gesunken und hat seinen niedrigsten Stand in der Geschichte des Lebens auf der Erde auf dem Höhepunkt der letzten Eiszeit erreicht – 180 ppm. Der Grund dafür ist, dass das Leben selbst den Kohlenstoff aus dem System herausgesaugt und in Form von fossilen Brennstoffen, aber vor allem in Form von kohlenstoffhaltigen Gesteinen (ein schicker Begriff für Kalkstein) in die Sedimente eingebracht hat. Dorthin ist der ganze Kohlenstoff verschwunden, und glücklicherweise bringen wir einen Teil des CO2 wieder in die Luft, das das Leben im Laufe der Jahrtausende abgesaugt hat, und stellen das Gleichgewicht im globalen Kohlenstoffkreislauf wieder her.

Bei 150 ppm Kohlendioxid in der Atmosphäre sterben die Pflanzen. Sie brauchen nicht nur Kohlendioxid, um zu überleben, sondern ein bestimmtes Maß an Kohlendioxid, so wie wir ein bestimmtes Maß an Sauerstoff brauchen, um zu überleben.

Praktisch alle kommerziellen Gewächshauszüchter reichern die Atmosphäre in ihren Gewächshäusern mit dem zwei- bis dreifachen Wert des CO2 in der heutigen Atmosphäre an, um eine Wachstumssteigerung von 20 bis 60 Prozent zu erreichen. Und in der Tat geschieht dies weltweit, da wir den CO2-Gehalt von 280 ppm auf 410 ppm erhöht haben – eine Begrünung der Erde findet statt, die NASA hat es auf ihrer Website, die australischen Wissenschaftler und die europäischen Wissenschaftler bestätigen alle, dass es eine massive Begrünung der Erde gegeben hat.“

Soweit Dr. Moore.

Prof. Happer scheint die Aussage von Moore zu unterstützen, wenn er schreibt:

„Während des größten Teils der Erdgeschichte war die CO2-Konzentration in der Atmosphäre viel höher als heute. Sowohl das pflanzliche als auch das tierische Leben war üppiger, als die Atmosphäre mit drei- oder viermal mehr CO2 angereichert war als heute.

Die Klimaalarmisten haben es schwer, ihre Behauptungen mit wissenschaftlichen Fakten zu untermauern.
Die Erde weigert sich hartnäckig, sich so schnell zu erwärmen, wie es die etablierten Modelle vorhersagen. Extreme Wetterereignisse treten nicht häufiger auf. Der Meeresspiegel steigt in etwa mit der gleichen Geschwindigkeit wie in den 1800er Jahren. Doch anstatt auf ehrliche wissenschaftliche Bedenken einzugehen, greifen Alarmisten Skeptiker als ‚Leugner‘ an – ein Wort, das bewusst gewählt wurde, um die Person zusammen mit dem CO2 zu verunglimpfen.“

Einstein war ähnlichen Angriffen ausgesetzt, von neidischen, voreingenommenen Zeitgenossen. Sein Rat, wie man damit umgehen sollte, lautete wie folgt:

„Schwache Menschen rächen sich. Starke Menschen verzeihen. Intelligente Menschen ignorieren.“

Ignorieren wir also die falschen politischen Agenden, die im Spiel sind, und verzeihen wir all den armen, unglücklichen Seelen (Alarmisten), die sich von all dem haben mitreißen lassen – das Ende der Welt ist ein fesselndes Narrativ, und Schafe sind leicht zu hüten.

Eine weitaus wahrscheinlichere Zukunft für den Planeten Erde ist die Rückkehr zu einer natürlichen, zyklischen Periode globaler Abkühlung, die im Einklang mit einer historisch niedrigen Sonnenaktivität, wolkenbildenden kosmischen Strahlen und einem meridionalen Jetstream steht.

Die Sonne steht im Mittelpunkt aller irdischen Katastrophen, nicht der Mensch und seine unbedeutenden Aktivitäten. Der Mensch spielt in den großen Klimazyklen in etwa so viel Rolle wie Ameisen auf einem Erdhügel – wir können diesen Dreck verschieben, sogar die lokale Umwelt verwüsten, unsere Umgebung völlig verändern, aber wir haben kein Mitspracherecht beim mehrjährigen Willen des Kosmos.

Link: https://electroverse.net/albert-einstein-co2-cant-store-heat/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE. Dank an Herrn Klaus-Jürgen Goldmann für den Tipp!