Temperatur und Ernteerträge

Willis Eschenbach

Ich lese immer wieder, dass steigende Temperaturen zu sinkenden Erträgen bei unseren Nahrungsmitteln führen werden, was zu weit verbreiteten Hungersnöten führen wird … zum Beispiel sagt das IPCC:

Bei höheren Temperaturen wird mit einem Rückgang der Erträge und der Anbaueignung gerechnet, insbesondere in tropischen und halbtropischen Regionen. Hitzestress verringert den Fruchtansatz und beschleunigt die Entwicklung von einjährigem Gemüse, was zu Ertragseinbußen, schlechterer Produktqualität und zunehmenden Lebensmittelverlusten und -abfällen führt. … Alle Modelle prognostizieren einen Anstieg des Hungerrisikos, wobei der Median der Projektion einen Anstieg der Bevölkerung mit dem Risiko einer unzureichenden Energiezufuhr um 6 %, 14 % bzw. 12 % im Jahr 2050 für die SSPs 1, 2 und 3 vorhersagt.

Aber da ich mit Landwirten aufgewachsen bin, erschien mir dies unwahrscheinlich. Die Landwirte ändern ständig die Pflanz- und Erntezeiten, die Saattiefe, die Bewässerungspläne und die Auswahl der Kulturen und Sorten in Abhängigkeit vom Wetter, um die Erträge zu maximieren. Und sie sind dabei sehr erfolgreich.

Deshalb habe ich mir die Veränderung der Erträge im Laufe der Zeit angesehen. Ich habe auch die Veränderung der CO2-Konzentration in der Luft im gleichen Zeitraum berücksichtigt:

Abbildung 1. Prozentuale Veränderung der Erträge bei zehn wichtigen Nahrungspflanzen zusammen mit der prozentualen Veränderung von CO2.

Die Erträge sind trotz steigender Temperaturen über den Zeitraum dieser Aufzeichnung in Schüben gestiegen.

Heute wurde mir klar, dass es noch eine andere Möglichkeit gibt, dies zu betrachten. Ich dachte mir, ich könnte mir die standardisierten Ernteerträge nach Ländern im Vergleich zur Durchschnittstemperatur des Landes ansehen, um zu sehen, ob die Temperatur des Landes den Ertrag beeinflusst. Abbildung 2 zeigt das Ergebnis für fünf verschiedene Kulturpflanzen:

Abbildung 2. Ertrag im Verhältnis zur Temperatur nach Land, 2020. Alle Ertragswerte sind auf einen Mittelwert von Null und eine Standardabweichung von Eins normiert. Die gestrichelte vertikale Linie liegt bei 18°C.

Bei der Darstellung fiel mir auf, dass die Erträge in zwei Gruppen fallen – eine für warme und eine für kalte Länder. Es war auch offensichtlich, dass die Erträge in den wärmeren Ländern alle niedriger waren.

Und warum ist das so? Nun, mein erster Gedanke war, dass dies den Unterschied zwischen industrialisierten und nicht-industrialisierten Ländern darstellt. Die Landwirte in den Industrieländern verfügen über mehr Düngemittel, Traktoren, detaillierte Wettervorhersagen, Kühlung, Maschinen zum Pflügen, Säen, Jäten, Ernten und dergleichen. Infolgedessen würden wir erwarten, dass die Industrieländer höhere Erträge erzielen. Um also zu sehen, welche Länder wo liegen, habe ich die Temperaturen aufgetragen und sie in solche unterteilt, die wärmer und kälter als 18 °C sind.

Abbildung 3. Durchschnittstemperatur, 2000 – 2020

Fast alle Industrieländer haben eine Durchschnittstemperatur von weniger als 18°C.

Um den Kreis zu schließen, habe ich mir die Trends innerhalb jeder Ländergruppe angesehen, die über bzw. unter 18°C liegen. Hier ist das Ergebnis:

Abbildung 4. Wie in Abbildung 3, jedoch mit den Trendlinien für jede Ländergruppe über und unter 18°C.

Es zeigt sich, dass innerhalb jeder Gruppe die Erträge in den wärmeren Ländern nicht besser oder schlechter sind als die Erträge in den kühleren Ländern. Die Behauptung, dass die Erwärmung der Temperaturen zu einer weit verbreiteten Hungersnot führen wird, wird durch diese Analyse also nicht bestätigt.

Link: https://wattsupwiththat.com/2022/03/07/temperatures-and-yields/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Es ist Fünf nach Zwölf … oder doch nicht?

Raimund Leistenschneider

So oder Ähnlich werden die Befürworter eines sog. menschengemachten Klimawandels die jüngste Häufung der Stürme und Orkane, die in den letzten Wochen unser Land erreichten, deuten und zwar ohne die Ergänzung mit Fragezeichen, die der Autor anbrachte. Der Autor wird indes zeigen, dass dieses Fragezeichen berechtigt ist und die Sturm-/Orkanereignisse rein natürliche Ereignisse und zwar periodisch wiederkehrende, die nichts mit einem menschengemachten Klimawandel oder gar mit „einer Strafe Gottes“ zu tun haben.

Wenn Frau Katja Horneffer in den Heute-Nachrichten am 18.02.2022 äußert, dass die derzeitige, in schneller Abfolge sich anreihende Orkantätigkeit in Deutschland außerordentlich ungewöhnlich ist, dann hat sie damit unbedingt Recht! Ihrer Äußerung fügte Sie dann noch die starke, vergleichbare Orkantätigkeit des Jahres 1990 mit seinen beiden Spitzenorkanen „Wiebke“ und „Vivian“ hinzu. Dies liegt nun schon 32 Jahre zurück. Werfen wir daher einen Blick auf Abb.1.

Abb.1, Quelle, zeigt am Beispiel Hamburg die Windgeschwindigkeiten an der Küste der letzten 70 Jahre, von 1951 bis 2019. Das Chart erweckt den Anschein von periodisch wiederkehrenden Ereignissen. Dazu gleich mehr. Schauen wir uns zuerst die letzten beiden Orkanwirbel im Februar 2022, „Zeynep“ und „Ylenia“ an.

Das bisher letzte Orkantief „Zeynep“ hatte (prognostizierte) Windgeschwindigkeiten von 120 km/h bis 160 km/h. So von Frau Horneffer in Ihrer Wettervorhersage vom 18.02.2022. Die dann stärkste gemessene Orkanbö hatte denn auch fast diesen Wert und erreichte laut DWD auf dem Brocken 145,8km/h, (Quelle)

Das kurz zuvor durchziehende Orkantief „Ylenia“ hatte die gemessene Spitzenbö von 156 km/h (Quelle). Vergleichen wir dies nun mit den von Frau Horneffer erwähnten Orkanwirbel des Jahres 1990, „Vivian“ und „Wiebke“.

„Vivian“ erreichte Deutschland am 26.02.1990 und „Wiebke“ am 28.02.1990. Sie sehen, exakt im selben Abstand wie jüngst „Zeynep“ und „Ylena“. Doch wie sieht es mit den Windstärken und den Sturmböen aus?

„Vivian“ hatte Windgeschwindigkeiten von 120km/h – 160km/h und eine Spitzenbö von 268km/h!

„Wiebke“ hatte Windgeschwindigkeiten von 130km/h bis 200km/h und eine Spitzenbö von 285km/h!! Angaben, Quelle: Wikipedia. Im Vergleich dazu waren, trotz aller damit verbundenen Schäden und Opfer, die Orkane in 2022 „harmlos“.

Weiter oben hatte der Autor bereits erwähnt, dass Abb.1 eine periodische Abfolge der Sturm-/Orkanereignisse erkennen lässt. Dazu mehr in Abb.2.

In Abb.2 hat der Autor zur Abb.1 genähert den periodischen Verlauf dargestellt. Deutlich sind die relativen Min-und Maxima zu erkennen, die regelmäßig wiederkehren. Im Mittel haben diese periodischen Ereignisse der Sturm-und Orkantätigkeit eine Länge von gerundet 11 Jahren im Betrachtungszeitraum. Die periodisch wiederkehrenden Ereignisse zeigen, dass sie nicht auf irgendwelchen menschlichen Faktoren beruhen, sondern natürlichen Ursprungs sind.

Eine Aktivitätsperiode von 11 Jahren kommt sicherlich Einigen bekannt vor – und richtig, dies ist die Periode des bekanntesten Sonnenzyklus, dem im Mittel 11-jährigen Schwabezyklus (abb.3).

Abb.3, Quelle, zeigt die Sonnenaktivität im Sonnenfleckenzyklus. Die solare Aktivität (z.B. Maxima) stimmt weitgehend mit Abb.2 (Sturm-/Orkantätigkeit) überein.

Doch damit nicht genug an Übereinstimmung, also Abhängigkeit der Sturm-/Orkantätigkeit in Deutschland mit der Sonnenaktivität. In Abb.1 befindet sich eine weitere periodische Abhängigkeit (Abb.4).

Abb.4, ergänzt nach Quelle Abb.1 zeigt eine im Mittel 34 jährige Aktivitätsperiode der maximalen Windgeschwindigkeiten. Auch diese natürlich wiederkehrende Sturm- und Orkantätigkeit ist von anderer Seite und zwar der AMO (Atlantic MultiDecadal Oscillation, Abb.6), sowie dem Brückner-Zyklus (1) – der Sonnenaktivität – bekannt.

(1) Entgegen dem Schwabezyklus ist der Brückner-Zyklus kein unmittelbarer Sonnenzyklus (2). Wer also in der Sonnenaktivität nach einem 35-, bzw. 70-jährigen Zyklus sucht, der wird nicht fündig werden, denn der Brückner-Zyklus wurde von dem Physiker, Geograph und Meteorologen Prof. Eduard Brückner („Klimaschwankungen seit 1700“, Geographische Abhandlungen 14 (1890), 325) 1887 (neu) entdeckt. Bereits im 16. Jahrhundert wies der Engländer Francis Bacon, einer der geistigen Gründervater der modernen Naturwissenschaften – ihn kennen wir alle, von ihm stammt der Satz: Wissen ist Macht. -, der auf die eingehende Naturbeobachtung setzte – auf einen 35- bis 40jährigen Zyklus in Holland hin, in dem feucht-kühle und warm-trockene Abschnitte aufeinander folgten.

Brückner wies nach, dass zahlreiche klimatische Phänomene, die in den verschiedensten Gebieten der Erde erscheinen, synchronisiert sind und einem Zyklus von im Mittel 35 Jahren folgen. Er ging bereits von einem Zusammenhang mit der Sonnenaktivität aus. Brückner und Bacon kamen zu ihrer Erkenntnis, dass die Klimawechsel einem Mittel von 35-40 Jahren folgen, nicht anhand direkter Sonnenbeobachtungen, sondern von irdischen Wetter-/Klimaereignissen.

Beide haben diesen Wetter-/Klimazyklus also nicht anhand von Sonnenbeobachtungen, sondern anhand von irdischen Wetter-/Klimabeobachtungen entdeckt. Im Brückner-Zyklus spiegeln sich deshalb alle solaren Zyklen in Ihrem Einfluss auf das irdische Wetter-/Klimageschehen wieder.

(2) Es gibt eine Vielzahl von Sonnenzyklen. Um nur einige zu nennen:

1) 11-jährige Schwabezyklus der Sonnenfleckenaktivität

2) 22-jährige Hale-Zyklus der Sonne (Polaritätszyklus)

3) 80-jährige Gleißberg-Zyklus (Hüllkurve = absolute Maxima des Schwabezyklus)

4) 210-jährige de Vries-Suess-Zyklus (Hauptsonnenzyklus)

5) 1000-jährige Sonnenzyklus (Eddy-Zyklus)

6) Hallstatt-Zyklus, u.v.m.

Wer also versucht, die Auswirkungen der Sonnenaktivität auf das irdische Wetter-/Klimageschehen auf einen einzigen Sonnenzyklus zu reduzieren, wie dies die IPCC tut (Abb.5), der ist entweder ein Dummkopf oder ein Betrüger.

Abb.5, Quelle, wird von der Fraktion einer menschengemachten Klimaerwärmung stets als Beweis ihrer These herangezogen. Die Abb. zeigt den globalen Temperaturgang (rot) zum atmosphärischen CO2-Pegel (blau) und der Fleckenaktivität im 11-jährigen Schwabe-Zyklus der Sonne (orange). Mit dem Bild soll natürlich suggeriert werden, dass die gemessene Erwärmung einzig auf CO2 zurück zu führen ist. Dabei ist dessen Anteil an einer Erwärmung gleich Null. Dazu später mehr.

Seit langem ist bekannt, wie sehr die AMO die atlantische Hurrikantätigkeit, also die Wirbelstürme beeinflusst (Abb.6).

Abb.6, Quelle, zeigt den Zusammenhang der Hurrikan-Aktivität mit der AMO.

Abb7, Quelle: Slupetzky, 2005, Uni Salzburg, zeigt die zyklische Entwicklung der österreichischen Gletscher von 1890 – 2002. Gut erkennbar, dass der derzeitige Rückzug auf einen längeren Eisvorstoß folgt und das in den Jahren von 1930 bis in die 1960-Jahre, ähnlich geringe Eisbedeckungen vorlagen, wie heute. Der Gletscherzyklus folgt der AMO und hat keinen Zusammenhang mit einem CO2-Atmosphärenpegel (kleines Bild).

Abb.8, Quelle, zeigt die AMO (rot) nach Daten der NOAA und die Festland-Temperaturanomalie nach den Daten des britischen Hadley-Centers. Die Temperaturänderungen folgen exakt der AMO.

Abb.9, Quelle, zeigt den Zusammenhang der Starkniederschläge in Europa und der AMO.

Diese kleine Auswahl von Zusammenhängen der AMO mit dem Wettergeschehen zeigt, wie sehr deren Entdecker (Bacon und Brückner) mit ihren Beobachtungen richtig lagen.

Der Autor möchte unseren Lesern zeigen, wie sehr die AMO und damit die solare Aktivität mit der Sturm- und Orkantätigkeit der letzten Tage zusammen hängt und unsere Leser bitten, Abb.10 mit Abb.4 zu vergleichen.

Abb.10, ergänzt nach Quelle, zeigt die Phasen (positive und negative) der AMO bis in die heutige Zeit, sowie deren Wechsel in die jeweiligen Phasen.

Die durch den jetzigen Übergang resultierenden Orkane sind und werden aus Sicht des Autors nicht die Stärke der Orkane von 1990 erreichen. Dies deshalb, da jetzt, im Vergleich zu 1990, die Energiemenge in der Atmosphäre nicht größer, sondern geringer wird. Dies heißt nichts anderes: Es wird kälter und nicht wärmer. Eine Feststellung, die sich mit den Erkenntnissen der NASA deckt. Auch die NASA geht von einem (deutlichen) Temperaturrückgang für die kommenden Jahre / Jahrzehnte aus (hier und hier).

Abb.11, Quelle: Ab 2050 fällt der Eddy-Zyklus der Sonne. Spätestens ab diesem Zeitpunkt geht die NASA von einem deutlichen Temperaturrückgang aus, der so stark wie in der „Kleinen Eiszeit“ (ca. 2°C kälter als heute) ausfallen kann.

Abb.10 zeigt im Vergleich zu Abb.4, dass Wechsel, bzw. bevorstehende Wechsel der AMO mit einer starken Sturm-und Orkantätigkeit einhergehen. Was Frau Horneffer so trefflich ausdrückte, dass die gegenwärtige Sturm-und Orkantätigkeit außergewöhnlich ist, ist also „nichts anderes“ als dasalle Jahre wiederkehrende“ oder exakt ausgedrückt, alle 30-35 Jahre wiederkehrende natürliche Ereignis der Wechsel in der AMO und damit deren Abhängigkeit auf die solare Gesamt-Aktivitätsschwankungen aller solaren Zyklen, die sich im 30-40 jährigen Brückner-Zyklus widerspiegeln. Denn alle solaren Energiezyklen, was Sonnenzyklen sind, haben direkte wie indirekte (z.B. über die Wolkenbedeckung oder die Stratosphäre, wie z.B. die QBO) Auswirkungen auf das irdische Wetter-und Klimageschehen. Denn die Sonne und nur die Sonne ist der einzige Energielieferant der Erde. Der Beitrag, den CO2 liefert, ist gleich 0,000000000000000000000.

Dies kann physikalisch auch gar nicht anders sein, denn CO2 ist ein passives Element oder genauer ein passives Molekül, das nur dann Energie abgeben kann, wenn es vorher (von der Sonne oder vom Erdboden reflektierte, bzw. gewandelte Sonnen-) Energie erhalten hat. Und wer glaubt, dass diese von der Erdoberfläche stammende sog. Gegenstrahlung, die geringer als die der von der Erde abgegeben Rückstrahlung ist, die Erdoberfläche (weiter) erwärmt, der glaubt auch, das zwei Gläser mit Wasser von 20°C und 60°C , die man zusammenschüttet, anschließend 80°C oder zumindest 70°C haben. Was natürlich totaler Unsinn ist. Gleiches gilt für den Treibhauseffekt, Abb.12., der ebenfalls Unsinn ist.

Jeder weiß, dass das kältere Wasser niemals das wärmere Wasser weiter erwärmen kann, sondern das ein Energiefluss vom wärmeren zum kälteren Wasser erfolgt und das wärmere Wasser kälter wird. Wir nutzen diese Methode denn auch, um heißes Wasser abzukühlen, indem wir ihm kälteres hinzu fügen. Nun kann eingewendet werden, dass es sich beim Treibhauseffekt nicht um Massen, sondern um Strahlung handelt. Doch da ist dies genauso.

Abb.12, Quelle. Die kältere Gegenstrahlung soll die wärmere Erdstrahlung weiter erwärmen, was unphysikalisch ist.

Wenn man einen Eisenstab von 1.000°C nimmt, so strahlt dieser Wärme ab. Nimmt man nun einen zweiten Eisenstab von 500°C daneben, so ist die abgestrahlte Wärme nicht etwa 1.500° oder doch wenigstens z.B. 1050°C, sondern auch hier immer geringer als die Wärme des heißeren Eisenstabes. Sonst bräuchte man nur 50 Gegenstände von Raumtemperatur zusammenzufügen und schon hätte man 1.000°C. Auch bei der Strahlung der Eisenstäbe fließt die Energie von warm nach kalt. Alles andere wäre totaler Unsinn oder solide ausgedrückt: Unphysikalisch. Was auch für den Treibhauseffekt gilt, bei dem bekanntlich die kältere Gegenstrahlung (der eine (geringere) Temperatur zugeordnet ist), die wärmere Erdstrahlung (der eine (höhere) Temperatur zugeordnet ist) weiter erwärmen soll.

Was hat das alles mit den Stürmen und Orkanen zu tun? Nun, Wind ist nichts anderes als Energie und zwar gewandelte Energie, was z.B. Windkraftanlagen ausnutzen, diese Energie abermals zu wandeln und zwar in elektrische Energie. Die Energie der Erde und ihrer Winde stammt, wie gezeigt, von natürlichen Einflüssen und zwar der Sonne, den sie ist der alleinige Energielieferant der Erde.

Wollen Wir Energie „erzeugen“, so müssen wir diese in irgendeiner Form wandeln. Mit dem Wind (3) oder z.B. der Kernenergie. Das Ergebnis, also die erhaltene Energiemenge ist dabei abhängig vom Energievolumen des „Ausgangsstoffes“. Insofern ist die jüngste Entscheidung der EU, die Kernenergie wieder förderungswürdig, sprich zukunftsfähig zu machen, sicherlich der richtige Schritt. Denn das Argument für die Kernenergie ist nicht etwa „Klimaneutralität“, sondern physikalischer Natur und lautet:

100.000.000 zu 1. In Worten, hundert Millionen zu Eins

Gemeint ist die Energiedichte. Die Energiedichte der Kernenergie (bevor diese in Strom gewandelt wird) ist 100.000.000-mal höher, als die der Windenergie.

(3) Windenergie wird aus Windkraftanlagen, früher „Windmühlen“ genannt, seit dem Mittelalter erzeugt.

Wer daher glaubt, mit der Physik des Mittelalters oder der Photovoltaik (nicht viel anders bei der Energiedichte) eine Industrienation wie Deutschland und alles was damit zusammenhängt (Wohlstand, Lebensstandart, etc.) in eine erfolgreiche Zukunft zu führen, der glaubt auch, dass der Klapperstorch die Kinder bringt.

Über die Personen, die Tag-ein, Tag-aus eine „Klimakatastrophe“ ausrufen bzw. vorzugsweise Freitags medienwirksam auf die Straße gehen, könnte man noch lachen, gab es doch zu allen Zeiten Clowns – heute Klima-Clowns – zur Belustigung, würden durch die Hype des sog. menschengemachten Klimawandels nicht hunderte von Milliarden Euro umverteilt und zwar von unten nach oben. Wer die Klimahype bezahlen muss ist klar. Und es sind nicht nur die Stromkosten, die in Deutschland Weltspitze sind, Abb.13, sondern die ganzen sog. CO2-Verordnungen / -Richtlinien, etc.

Abb.13, Quelle siehe Graphik. Stand 2020 war Deutschland bereits mit 30,4 Cent/kWh Weltspitzenreiter bei den Strompreisen. Für 2022 sind bei uns die Strompreise nochmals um fast 7 Cent/kWh gestiegen, Ab.14.

Abb.14, Quelle, siehe Chart, zeigt die Strompreisentwicklung in Deutschland seit dem Jahr 2000. Mit 37 Cent/kWh hat sich der Strompreis mehr als verdoppelt, fast verdreifacht! Die Löhne und Gehälter habe sich seither nicht (fast) verdreifacht, nicht einmal verdoppelt.

Bei einem mittleren Jahresstromverbrauch für eine dreiköpfige Familie von 3.500 kWh liegen die Mehrkosten bei über 800€ im Jahr. Doch damit nicht genug. Bei Umstellung auf „Klimaneutralität“, was von den o.g. „Klima-Clowns“ lautstark gefordert wird, liegen die Mehrkosten für eine dreiköpfige Familie bei 3.000€ bis 4.000€, im Monat!!

Dieser exorbitant hohe Betrag beruht auf den Kosten für die Speicherbatterien, die notwendig sind eine Flaute (Abb.15) bei den sog. erneuerbaren Energien für mehrere Tage zu überbrücken.

Abb.15, ergänzt nach Quelle: Rolf Schuster, zeigt exemplarisch am Monat Januar (2021) die Erzeugungsflauten der sog. erneuerbaren Energien. Gut sind die Flautentage zu sehen. Diese müssten durch Batterien gepuffert werden. Die Kosten der Batterien für eine solch hohe Leistung liegen bei 3-4 Billionen !!! Euro. Der Betrag müsste alle 4-5 Jahre erneut aufgebracht werden, weil die Batterien nicht länger halten. Dabei ist nicht etwa von fallenden Preisen auszugehen, sondern von steigenden Preisen, da die Batterierohstoffe immer teurer werden (hier).

Unnötig zu erwähnen, dass dies niemand bezahlen kann und erst recht keine Familie. Und dennoch „schreien“ alle „Hurra“ wenn es um den Ausbau sog. erneuerbarer Energien geht und lehnen den Weg, den Europa in Energiefragen geht, strickt ab. Aber wir Deutschen sind ja bekannt für das „Hurra-Schreien“ und die Folgen, die dann entstehen. Getreu dem Zitat des Schriftstellers Wolfgang Eschker:

„Viele Gedenkminuten, hätten durch Denkminuten verhindert werden können.“

Dem ist nichts hinzuzufügen, außer, dass im Land der Dichter und Denker anscheinend immer weniger denken können.

Raimund Leistenschneider – EIKE

 




Für Texaner und Australier: Entweder der Wind weht und/oder die Sonne scheint – oder es gibt überhaupt keinen Strom

Ronald Stein

„Frage an Radio Eriwan: Ist eine Energieversorgung allein durch Sonne und Wind möglich? Radio Eriwan antwortet: Im Prinzip ja, wenn man bereit ist, auch mal ein paar Wochen ohne Strom zu leben!“ – Die Deutschen hätte der Autor in diese Aufzählung ruhig mit einbeziehen können – strebt man doch auch hierzulande dieses Wunder an. – Einschub vom Übersetzer

Der texanische Electric Reliability Council of Texas (ERCOT) und die Australier sind immer wieder begeistert von der wachsenden „Nennwert-Kapazität“ von Windturbinen und Sonnenkollektoren, die Strom liefern sollen, aber die Stromerzeugung aus erneuerbaren Energiequellen hat aufgrund der Unbeständigkeit und Unzuverlässigkeit von Wind und Sonne noch nie auch nur annähernd die prognostizierte Kapazität erreicht.

Kein Land der Erde bezieht seinen Strom ausschließlich aus Wind- und Sonnenenergie, aber die texanischen und australischen Politiker streben dieses Wunder an.

Ohne Subventionen würde die so genannte Wind- und Solar-„Industrie“ für Strom aus unzuverlässigen Brisen und Sonnenschein im Handumdrehen verschwinden. Zwei Regeln, die die Befürworter dieser erfundenen Industrie vehement befolgen, sind:

[Hervorhebung vom Übersetzer]

● Die erste Regel über den „unvermeidlichen“ Übergang von Wind- und Solarenergie zu intermittierendem Strom, der von den Wetterbedingungen abhängt ist, dass man nicht über die Subventionen spricht.

● Die zweite Regel über den größten Wirtschafts- und Umweltbetrug der Welt ist, dass man NICHT über die Subventionen spricht.

Für diejenigen unter uns, die sich mit den Kosten und Vorteilen der verschiedenen Arten von Kraftwerken innerhalb eines Netzsystems befassen, hat es den Anschein, dass es durch die Medien, die Werbung und die Öffentlichkeitsarbeit – und sogar durch Regierungsbehörden – eine orchestrierte Anstrengung gegeben hat, um die Öffentlichkeit über das Wertangebot von Wind- und Solarenergie in die Irre zu führen. „Der Arbeitszyklus für intermittierende erneuerbare Ressourcen, Wind und Sonne, wird nicht vom Betreiber gesteuert, sondern hängt vom Wetter oder dem Sonnenzyklus ab (d.h. Sonnenaufgang/Sonnenuntergang)…(und daher) sind ihre nivellierten Kosten nicht direkt mit denen für andere Technologien vergleichbar…“

Trotz des ganzen Hypes und der Milliarden von Dollar, die in Solar- und Windenergie investiert werden, liefern diese Winde und Sonnenstrahlen immer noch weniger als 5 Prozent des weltweiten Stroms, während Öl, Gas und Kohle etwa 80 Prozent ausmachen.

Während die erneuerbaren Energieträger bei der Stromerzeugung weiterhin unterdurchschnittlich abschneiden, wird der unschuldige Zuschauer Erdöl, das nur selten zur Stromerzeugung verwendet wird, zusammen mit Kohle und Erdgas weiterhin zur Abschaffung gezwungen. Heute befürwortet Biden, dass Banken und Investmentgiganten durch ihr ESG-Divesting (Environmental, Social and Governance) in fossile Brennstoffe die Wirtschaft und die Energieinfrastruktur umgestalten können. ESG ist ein sehr gefährlicher Präzedenzfall, da das amerikanische Volk niemals dafür gestimmt hat, den Banken diese Art von Kontrolle über unser Land zu geben.

Die unbeabsichtigten Folgen eines weltweiten Ausstiegs aus der Erdölnutzung wären die Abschaffung von Produkten und Kraftstoffen, die aus Erdöl hergestellt werden:

● Asphalt für rund 65 Millionen Straßenkilometer auf der Welt

● Reifen für die 1,4 Milliarden Fahrzeuge auf der Welt

● Düngemittel für die Ernährung der Welt auf dieser zunehmend Ressourcen-knappen und überfüllten Erde.

● Medizinisches Material, das hauptsächlich aus Erdölderivaten hergestellt wird.

● Mehr als 50.000 Flugzeuge für Militär, Handel, Privatpersonen und die Air Force One des Präsidenten.

● Mehr als 53.000 Handelsschiffe, die Produkte in die ganze Welt transportieren.

● Fahrzeuge, die hauptsächlich aus Kunststoffen hergestellt werden.

● Erneuerbare Energien wie Windturbinen und Sonnenkollektoren, die aus Erdölderivaten hergestellt werden.

Es scheint offensichtlich, dass die Bemühungen, die Verwendung von Erdöl einzustellen, die größte Bedrohung für die Zivilisation darstellen könnten. Der Versuch, eine dekarbonisierte Welt zu erreichen, wie sie in den 1800er Jahren und davor existierte, würde für die 8 Milliarden Menschen auf der Erde zu Milliarden von Todesfällen durch Krankheiten, Unterernährung und wetterbedingte Todesfälle führen, im Gegensatz zu den Prognosen von Millionen von Todesfällen durch Klimaveränderungen.

Realistischerweise gibt es keine Patentrezepte, um die gesamte 8-Milliarden-Bevölkerung der Welt zu retten.

Die Texaner und Australier müssen daran erinnert werden, dass Rohöl, das in Raffinerien verarbeitet wird, Gesellschaften und Volkswirtschaften mit der Versorgungskette von Erdölderivaten versorgt, die die Grundlage für mehr als 6000 Produkte bilden, die die Basis des Lebensstils und der hergestellten Kraftstoffe für viele der schwergewichtigen und weitreichenden Bedürfnisse der Transportinfrastrukturen wie Flugzeuge, Kreuzfahrt- und Handelsschiffe sowie des Militärs und des Raumfahrtprogramms sind.

Texaner und Australier, die bei der kontinuierlichen, unterbrechungsfreien Versorgung mit emissionsfreiem Strom nicht auf die Kernenergie angewiesen sind, sollten erstaunt sein, dass es 30 Länder gibt, in denen derzeit fast 450 Kernreaktoren in Betrieb sind – darunter die Franzosen, Amerikaner, Kanadier, Japaner und Chinesen. In weiteren 15 Ländern werden derzeit 60 Reaktoren gebaut. Der Anteil der Kernenergie an der weltweiten Stromerzeugung beträgt über 11 Prozent.

● Die Franzosen haben die Investitionen in ihre 56 bestehenden emissionsfreien Kernkraftwerke wieder angekurbelt und planen 14 weitere, um ihre beneidenswerte Flotte zu ergänzen. Die EU hat Gas und Kernkraft als „grüne Energie“ bezeichnet.

● In Großbritannien hat Rolls-Royce Entwürfe zur behördlichen Genehmigung eingereicht, um etwa ein Dutzend kleine modulare Kernreaktoren (SMR) im gesamten Vereinigten Königreich zu installieren.

● Kanada hat SMRs – die kleineren, mobileren und billigeren Reaktoren, die etwa ein Drittel der Leistung herkömmlicher Kernkraftwerke erzeugen – für 2028 bestellt.

● Die Regierung Biden hat in ihrem jüngsten Haushalt Milliarden von Dollar bereitgestellt, um die Lebensdauer von mehr als 90 Reaktoren zu verlängern, die immer noch 20 Prozent der Stromversorgung in den USA sicherstellen.

Die Texaner und Australier brauchen die Kernenergie nicht nur, um ihre ehrgeizigen Null-Emissionsziele zu erreichen, sondern auch, um einen Beitrag zu den Bemühungen der USA und ihrer Verbündeten zu leisten, die wissenschaftliche und technologische Führungsrolle in der Kernenergie wiederzuerlangen, die sie rasch an China verlieren.

Die Behauptung, die Kernenergie sei unsicher, ein Erbe der Unfälle in den alten, schlecht betriebenen Reaktoren in Tschernobyl und Fukushima, hält sich hartnäckig, aber seit der Einführung der kontinuierlichen, unterbrechungsfreien und emissionsfreien Stromerzeugung aus Kernenergie vor Jahrzehnten gibt es in Amerika NULL Todesfälle durch Kernenergie. Ja, in Amerika ist noch nie ein Mensch bei einem nuklearen Zwischenfall gestorben!

Im Gegensatz zum Wachstum der nuklearen Stromerzeugung auf der ganzen Welt sind die Texaner und Australier weiterhin besessen von der unzuverlässigen Brise und dem Sonnenschein für ihren intermittierenden Strom und dem Verbot einer sicheren Quelle für kontinuierlichen, unterbrechungsfreien und emissionsfreien Strom aus Kernkraft.

Und die Texaner und Australier sind bereit, die Folgen der Abschaffung von Produkten und Brennstoffen, die aus Erdöl hergestellt werden und den heutigen Lebensstil und die Wirtschaft unterstützen, auf sich zu nehmen, was zu Engpässen und Inflation führt, um die Lieferkette zu verkürzen und die wachsenden Anforderungen der Gesellschaft zu erfüllen.

Autor: Ronald Stein is an engineer who, drawing upon 25 years of project management and business development experience, launched PTS Advance in 1995. He is an author, engineer, and energy expert who writes frequently on issues of energy and economics.

Link: https://www.cfact.org/2022/03/06/for-texans-and-australians-its-breezes-and-sunshine-or-no-grid-at-all/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE




Vorsicht bei neuen Energietechnologien: Spontane Selbstentzündung möglich!

H. Sterling Burnett

In Filmen und Büchern aus den Bereichen Horror, Science-Fiction und Mystery ist es nicht ungewöhnlich, dass Figuren spontan in Flammen aufgehen. In TV-Reality-Shows, die seltsame Mysterien dokumentieren, gibt es manchmal Fälle, in denen Menschen ohne erkennbaren Grund in Flammen aufgegangen sind.

Ob in der Fiktion oder in der realen Welt, Fälle von Selbstentzündung werden in der Regel auf äußere Kräfte oder schlechte persönliche Entscheidungen zurückgeführt. In der Fiktion kann die Ursache Pyrokinese, ein Fluch, Hexerei oder in Krimis eine ausgeklügelte Vorrichtung sein, die bewirkt, dass die Zielperson Feuer fängt. In der realen Welt sind die Ursachen viel banaler, wie z. B. eine fehlerhafte elektrische Verdrahtung in einer Decke oder einem Heizgerät in der Nähe oder das Einschlafen mit einer brennenden Zigarette in der Hand.

Ein praktisches Beispiel für eine Selbstentzündung, die immer häufiger auftritt, sind Geräte mit Lithium-Ionen-Batterien, die ohne erkennbare äußere Ursache in Flammen aufgehen. Dies gefährdet Leben und Eigentum, nicht nur durch die Flammen, sondern auch durch die giftigen Dämpfe, die bei diesen Bränden entstehen.

Die Fluggesellschaften waren unter den ersten, die auf dieses Problem aufmerksam wurden. Das Risiko war so groß, dass sie bestimmte Lithium-Ionen-Batterien enthaltende Produkte aus den Flugzeugen verbannten. Die Fluggesellschaften beschränkten auch die Klasse der Batteriegeräte, die im Handgepäck mitgenommen werden dürfen, auf Batterien mit begrenzter Speicherkapazität. Selbst kleine Ersatzbatterien dürfen nicht mehr im aufgegebenen Gepäck mitgeführt werden.

Eine Google-Nachrichtensuche nach den Begriffen „Hausbrand bei Elektroautos“ oder „Hausbrand bei Solarbatterien“ führt zu Dutzenden von Berichten aus den letzten Jahren, in denen Batteriesysteme, die an kürzlich installierte Solaranlagen angeschlossen sind, oder Batterien von Elektrofahrzeugen, die in Garagen aufgeladen werden, spontan in Flammen aufgingen und die Häuser der Menschen ganz oder teilweise niederbrannten. Dutzende weiterer Artikel warnen vor den Gefahren, die von solchen Geräten für Häuser ausgehen.

Im August 2021 meldete die U.S. Consumer Product Safety Commission, dass die Hersteller im Jahr 2020 und bis dahin im Jahr 2021 etwa 12.000 Batteriemodule von Solaranlagen für den Hausgebrauch wegen der Gefahr von Bränden zurückgerufen haben. Das lag nicht daran, dass die Elektriker bei der Verkabelung der Systeme versagt haben; die Brände wurden durch die Systeme selbst verursacht. Die chemische Zusammensetzung und die Konstruktion der Batteriemodule machen sie anfällig für Überhitzung und gelegentliche Brände.

In den Nachrichten und in Regierungsberichten wird von zahlreichen Fällen berichtet, in denen Elektrofahrzeuge spontan in Brand geraten sind. Wenn ein Elektrofahrzeug bei oder nach einem Unfall Feuer fängt, ist das verständlich. Auch Autos mit Verbrennungsmotoren können in solchen Fällen Feuer fangen. Eine ganz andere Sache ist es jedoch, wenn ein Auto im Berufsverkehr oder unbeaufsichtigt auf der Straße oder in der Garage geparkt spontan Feuer fängt. Elektrofahrzeuge sind dafür bekannt, insbesondere beim Aufladen oder im Stau auf der Autobahn. Im Jahr 2021 rief Chevrolet alle Elektro-Bolts zurück, um die Batteriemodule wegen des Brandrisikos zu ersetzen.

Hinzu kommen Großbrände im Zusammenhang mit Batteriemodulen, die für Elektrofahrzeuge bestimmt sind oder in diese eingebaut werden. Ende Juli 2021 brach in einer der größten Batteriefabriken der Welt, einer Partnerschaft mit Tesla in Australien, ein Feuer aus. Die Fabrik geriet während eines Tests in Brand und brannte tagelang. Die Feuerwehr war zunächst nicht in der Lage, den Brand zu bekämpfen, da sie nicht über eine Atemschutzausrüstung verfügte, die sie vor den giftigen Dämpfen geschützt hätte. Die Behörden forderten die Anwohner auf, in den Häusern zu bleiben und Fenster und andere Lüftungsöffnungen zu schließen.

Der Brand in der australischen Batteriefabrik war keineswegs einzigartig. CNBC hat mehr als 40 solcher Selbstentzündungen in Batteriefabriken oder Batterielagern in den letzten zehn Jahren aufgezeichnet, die meisten davon in den letzten drei Jahren. Bei einem Brand in einer Batteriefabrik in Arizona im Jahr 2019 wurden zwei Rettungskräfte schwer verletzt, und zwei Feuerwehrleute in China kamen ums Leben, als ein Batteriemodul, das mit den Solarzellen auf dem Dach eines Einkaufszentrums verbunden war, in Flammen aufging.

Es ist relativ selten, dass große, moderne Schiffe Feuer fangen und längere Zeit brennen, geschweige denn, dass sie wegen eines Brandes aufgegeben werden müssen und sinken. Sie sind aus Stahl gefertigt und verfügen über moderne Feuerlöschanlagen. Vielleicht ist diese Ausrüstung nicht mehr modern genug. Mitte Februar ging ein Frachtschiff mit batteriebetriebenen Porches, Bentleys und Volkswagen im Gesamtwert von Hunderten von Millionen Dollar in Flammen auf. Ob die Batteriemodule das Feuer verursacht haben, ist nicht bekannt. Bekannt ist jedoch, dass die Batteriemodule das Feuer zumindest angefacht haben, so dass es sich schnell ausbreitete und giftige Dämpfe freisetzte. Die Besatzung konnte das Feuer nicht löschen, bevor die Dämpfe sie zwangen, das Schiff zu verlassen. Es brannte tagelang und sank, bevor eine Bergungsmannschaft es sicher in den Hafen bringen konnte.

In einer früheren Ausgabe von Climate Change Weekly habe ich einige der ökologischen Nachteile des Vorstoßes für eine große EV-Expansion in den Vereinigten Staaten beschrieben. Und in einem kürzlich erschienenen Beitrag auf Liberty and Ecology habe ich einige der praktischen Hürden aufgezeigt, die es unwahrscheinlich machen, dass E-Fahrzeuge in naher Zukunft den Bedürfnissen der meisten Autofahrer entsprechen werden. Aber Unannehmlichkeiten sind eine Sache; die Tatsache, dass die Batteriemodule, die E-Fahrzeuge antreiben und Solarsysteme auf Dächern stützen, zu Selbstentzündungen neigen und damit potenziell tödlich sind, ist eine ganz andere Sache.

Soviel ist klar: Bevor Sie Ihr Haus mit einer Solaranlage mit Pufferbatterie ausstatten, sollten Sie sich bei Ihrer Hausratversicherung erkundigen, was Sie tun müssen, damit Ihr Versicherungsschutz im Falle eines durch die Batterie verursachten Brandes nicht erlischt. Tun Sie das Gleiche, wenn Sie ein Elektrofahrzeug kaufen, das Sie in Ihrer Garage aufladen wollen. Diese Systeme erfordern eine spezielle Verkabelung, und Sie sollten darauf achten, dass die Elektroarbeiten von der zuständigen Behörde zertifiziert werden. Andernfalls könnten Sie bei einem Brand in Ihrem Haus einen zweiten Schock erleiden, wenn Ihr Versicherer Ihnen mitteilt, dass der Vorfall nicht gedeckt war.

Quellen: Pennlive; CNBC; Road and Track; Climate Change Weekly; Liberty and Ecology

Link: https://www.heartland.org/news-opinion/news/with-new-energy-technologies-beware-of-spontaneous-combustion

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Die New York Times (NYT) trippelt Richtung Energie-Realität

Robert Bradley Jr., MasterResource

Sicherlich war der Weg der Energiewende nie klar. In den letzten 30 Jahren haben fünf Klimagipfel stattgefunden, und der Fortschritt ist immer zu kurz gekommen. Dieser jüngste Rückschlag könnte nur der letzte in einer langen Reihe von halbherzigen Maßnahmen und Rückschlägen sein.

Für Kritiker der Klimapolitik der Europäischen Union ist die plötzliche Abkehr von [der Reduktion von] Treibhausgasemissionen und die Konzentration auf vorhandene Brennstoffreserven eine Bestätigung. (NYT, unten)

In der Printausgabe der New York Times vom 23. Februar 2022 wird eingeräumt, dass „Netto-Null“ noch in weiter Ferne liegt. Dies bricht mit dem Narrativ, dass „Netto-Null“ die unausweichliche Zukunft sei, in der Politik, Wirtschaft und Hochtechnologie den Weg vorgeben. Vergessen Sie die Energiedichte; die Energiewirklichkeit würde durch ein gemeinsames Narrativ der Hoffnung und des Wunsches neu gestaltet werden.

Der Anfang vom Ende des „Netto-Null-Trugbildes“ hat begonnen. In neun Monaten wird die COP 27 mit einem dreiteiligen Boom der fossilen Brennstoffe konfrontiert sein, sowie mit Wahlen, die den Klimaeifer in den Vereinigten Staaten und in der ganzen Welt demontieren werden.

Die politisch korrekte Mainstream-Presse wie die New York Times ignorierte die Warnungen, dass Wind- und Solarenergie unbeständige Energien sind, die versuchen, die echten, auf Kohlenstoff basierenden mineralischen Energien zu ersetzen, die wir als selbstverständlich ansehen. Aber die Pessimisten verbreiteten doch nur das von der Agenda gesteuerte Gefasel von Big Oil, oder? Falsch. Was vor etwas mehr als einem Jahr in Texas geschah (ein durch Wind- und Solarenergie verwundetes Netz), spielt sich derzeit in UK und in der EU in Zeitlupe ab.

[Alle Links vom Autor hinzugefügt]

„Climate Fears on Back Burner as Fuel Costs Soar and Russia Crisis Deepens“ [etwa: Klimaängste auf Sparflamme angesichts steigender Treibstoffkosten und der Verschärfung der Russland-Krise] von Patricia Cohen erzählt die Geschichte von damals und heute:

Erst vor drei Monaten trafen sich die Staats- und Regierungschefs der Welt auf dem Klimagipfel in Glasgow und gaben ehrgeizige Versprechen ab, den Verbrauch fossiler Brennstoffe zu reduzieren. Die Gefahren eines sich erwärmenden Planeten sind heute nicht weniger bedrohlich, aber die Debatte über den so wichtigen Übergang zu erneuerbaren Energien ist gegenüber der Energiesicherheit in den Hintergrund getreten, da Russland – Europas größter Energielieferant – mit einer größeren Konfrontation mit dem Westen über die Ukraine droht, während die Ölpreise auf 100 Dollar pro Barrel steigen.

Mehr als ein Jahrzehnt lang standen bei den politischen Diskussionen in Europa und darüber hinaus über die Reduzierung von Gas, Öl und Kohle die Sicherheit und der Umweltschutz im Vordergrund, auf Kosten finanzieller und wirtschaftlicher Erwägungen, so Lucia van Geuns, Beraterin für strategische Energiefragen am Haager Zentrum für strategische Studien. Jetzt ist es genau umgekehrt.

„Die Gaspreise wurden sehr hoch, und plötzlich wurden Versorgungssicherheit und Preis zum Hauptthema der öffentlichen Debatte“, sagte sie.

Die erneute Betonung der Energieunabhängigkeit und der nationalen Sicherheit könnte die politischen Entscheidungsträger dazu veranlassen, bei den Bemühungen um eine Verringerung der Nutzung fossiler Brennstoffe zurückzustecken.

Fossile Treibstoffe als Rettungsanker

Schon jetzt haben die explodierenden Preise die Produktion und den Verbrauch von Treibstoffen zusätzlich angekurbelt. Die Kohleeinfuhren in die Europäische Union sind im Januar gegenüber dem Vorjahr um mehr als 56 Prozent gestiegen.

In Großbritannien hat die Coal Authority im vergangenen Monat einem Bergwerk in Wales die Genehmigung erteilt, die Produktion in den nächsten zwei Jahrzehnten um 40 Millionen Tonnen zu erhöhen. In Australien gibt es Pläne, weitere Kokskohleminen zu eröffnen oder zu erweitern.

Und China, das der Energieversorgungssicherheit traditionell eine hohe Priorität einräumt, hat seine Kohleproduktion weiter gesteigert und diese Woche drei neue, milliardenschwere Kohleminen genehmigt.

Erhöhen Sie die Anzahl der Bohrinseln“, sagte Jennifer Granholm, die US-Energieministerin, im Dezember und forderte die amerikanischen Ölproduzenten auf, ihre Produktion zu steigern. Schieferölunternehmen in Oklahoma, Colorado und anderen Bundesstaaten versuchen, stillgelegte Bohrungen wieder in Gang zu bringen, weil plötzlich Geld zu verdienen ist. Und in diesem Monat verkündete Exxon Mobil Pläne an, die Ausgaben für neue Ölquellen und andere Projekte zu erhöhen.

Höhere Preise, mehr Bohrungen

Ian Goldin, Professor für Globalisierung und Entwicklung an der Universität Oxford, warnte davor, dass hohe Energiepreise zu einer verstärkten Förderung der traditionellen fossilen Brennstoffe führen könnten. „Die Regierungen werden den erneuerbaren und nachhaltigen Energien den Vorrang geben wollen, was genau die falsche Reaktion wäre“, sagte er.

Der Übergang Europas zu nachhaltiger Energie war schon immer ein kompliziertes Unterfangen, bei dem es sich von den schmutzigsten fossilen Brennstoffen wie Kohle verabschieden und gleichzeitig mit Gas- und Ölproduzenten zusammenarbeiten musste, um Haushalte, Autos und Fabriken mit Strom zu versorgen, bis bessere Alternativen verfügbar sind.

Für Deutschland ist die Abhängigkeit von russischem Gas seit vielen Jahren ein fester Bestandteil seines Umweltkonzepts. Die Planungen für die erste direkte Pipeline zwischen den beiden Ländern, Nord Stream 1, begannen 1997. Als Vorreiter bei der Verringerung der Kohlenstoffemissionen hat Berlin nach der Katastrophe im japanischen Kernkraftwerk Fukushima im Jahr 2011 die Schließung von Kohlebergwerken und Kernkraftwerken beschlossen. Dahinter steckte der Gedanke, dass russisches Gas den benötigten Brennstoff während des jahrelangen Übergangs zu saubereren Energiequellen liefern würde. Zwei Drittel des Gases, das Deutschland im vergangenen Jahr verbraucht hat, kam aus Russland.

Künftig soll noch mehr Gas über Nord Stream 2 geliefert werden, eine neue, 746 Meilen lange Pipeline unter der Ostsee, die Russland direkt mit dem Nordosten Deutschlands verbindet.

Am Dienstag, nachdem der russische Präsident Wladimir W. Putin zwei abtrünnige Republiken in der Ukraine anerkannt und Streitkräfte mobilisiert hatte, stoppte Bundeskanzler Olaf Scholz die abschließende behördliche Prüfung der 11 Milliarden Dollar teuren Pipeline, die letztes Jahr fertiggestellt worden war.

Ein Außenseiter

„Ich glaube nicht, dass die Bedrohung durch Russland die Bedrohung durch den Klimawandel aufwiegt, und ich sehe nicht, dass in ganz Europa Kohleminen eröffnet werden“, sagte James Nixey, Direktor des Russland-Eurasien-Programms bei Chatham House, einer Forschungsorganisation in London.

Zulassungen

Sicherlich war der Weg der Energiewende nie klar. In den letzten 30 Jahren haben fünf Klimagipfel stattgefunden, und der Fortschritt blieb stets aus. Dieser jüngste Rückschlag ist vielleicht nur der letzte in einer langen Reihe von halbherzigen Maßnahmen und Rückschlägen.

Ohne eine umfassendere Strategie zur Abkehr vom Erdgas wird Europa jedoch nicht in der Lage sein, sein Ziel zu erreichen, die Emissionen bis 2030 um 55 Prozent gegenüber 1990 zu senken oder das Ziel des Gipfels von Glasgow zu erreichen, die Netto-Treibhausgase bis 2050 auf Null zu reduzieren.

Wie Nixey einräumte, „verändert sich diese Debatte“, da die führenden Politiker gezwungen sind, den Nachteilen der Abhängigkeit von russischer Energie ins Auge zu sehen.

Eine wachsende Sorge. Russlands Angriff auf die Ukraine könnte zu schwindelerregenden Preissprüngen bei Energie und Lebensmitteln führen und die Anleger verschrecken. Der wirtschaftliche Schaden durch Versorgungsunterbrechungen und Wirtschaftssanktionen wäre in einigen Ländern und Branchen gravierend, in anderen unbemerkt.

Die Kosten für Energie. Die Ölpreise sind bereits auf dem höchsten Stand seit 2014, und sie sind mit der Eskalation des Konflikts weiter gestiegen. Russland ist der drittgrößte Ölproduzent und liefert etwa eines von 10 Barrel, die die Weltwirtschaft verbraucht.

Gaslieferungen. Europa bezieht fast 40 Prozent seines Erdgases aus Russland und wird wahrscheinlich mit höheren Heizkosten konfrontiert werden. Die Erdgasreserven gehen zur Neige, und die europäischen Staats- und Regierungschefs haben den russischen Präsidenten Wladimir W. Putin beschuldigt, die Lieferungen zu reduzieren, um sich einen politischen Vorteil zu verschaffen.

Lebensmittelpreise. Russland ist der größte Weizenlieferant der Welt und steht zusammen mit der Ukraine für fast ein Viertel der gesamten weltweiten Ausfuhren. In Ländern wie Ägypten und der Türkei macht dieser Getreidestrom mehr als 70 Prozent der Weizenimporte aus.

Engpässe bei wichtigen Metallen. Der Preis für Palladium, das in Autoabgassystemen und Mobiltelefonen verwendet wird, ist in die Höhe geschnellt, weil befürchtet wird, dass Russland, der weltweit größte Exporteur dieses Metalls, von den Weltmärkten abgeschnitten werden könnte. Auch der Preis von Nickel, einem weiteren wichtigen russischen Exportgut, ist gestiegen.

Finanzielle Turbulenzen. Die Banken weltweit bereiten sich auf die Auswirkungen der Sanktionen vor, die den Zugang Russlands zu ausländischem Kapital einschränken und seine Fähigkeit einschränken sollen, Zahlungen in Dollar, Euro und anderen für den Handel wichtigen Währungen abzuwickeln. Die Banken sind auch auf der Hut vor Cyberangriffen Russlands.

Die sich verändernde Debatte

Selbst in Deutschland, wo die progressiven Grünen in der Regierung an Einfluss gewonnen haben, hat sich der Ton geändert.

Diesen Monat sagte Robert Habeck, Deutschlands neuer Minister für Wirtschaft und Klimawandel und Mitglied der Grünen, die Ereignisse hätten die Notwendigkeit einer Diversifizierung der Versorgung unterstrichen. „Wir müssen hier handeln und uns besser absichern“, sagte er. „Wenn wir das nicht tun, werden wir zum Spielball“.

Die Energiepreise begannen zu klettern, bevor Putin seine Truppen an der Ostgrenze der Ukraine aufmarschieren ließ, als sich die Länder aus der Pandemie erholten und die Nachfrage in die Höhe schoss.

Doch als Putin aggressiv gegen die Ukraine vorging und die Energiepreise weiter stiegen, rückten die politischen und strategischen Schwachstellen, die durch Russlands Kontrolle über einen so großen Teil der europäischen Versorgung entstehen, in den Mittelpunkt.

„Europa ist ziemlich abhängig von russischem Gas und Öl, und das ist unhaltbar“, sagte Sarah E. Mendelson, die Leiterin des Heinz College von Carnegie Mellon in Washington. Sie fügte hinzu, dass sich die Vereinigten Staaten und ihre europäischen Verbündeten in den letzten Jahren nicht genug auf die Energieunabhängigkeit konzentriert hätten.

Insgesamt bezieht Europa mehr als ein Drittel seines Erdgases und 25 Prozent seines Erdöls aus Russland. Die Lieferungen haben sich in den letzten Monaten deutlich verringert, während die Reserven in Europa auf nur noch 31 Prozent der Kapazität gesunken sind.

Für Kritiker der Klimapolitik der Europäischen Union ist die plötzliche Abkehr von der [Reduktion von] Treibhausgasemissionen und die Konzentration auf die vorhandenen Brennstoffreserven eine Bestätigung.

Arkadiusz Siekaniec, Vizepräsident der polnischen Bergarbeitergewerkschaft, hält den Vorstoß der Europäischen Union, die Kohleförderung auf dem Kontinent zu beenden, schon lange für unsinnig. Doch nun hofft er, dass andere seinen Standpunkt übernehmen werden.

Die Klimapolitik sei „eine selbstmörderische Mission“, die die gesamte Region in eine übermäßige Abhängigkeit von russischem Brennstoff bringen könnte, sagte Siekaniec letzte Woche, als amerikanische Truppen in seinem Land landeten. „Sie bedroht sowohl die Wirtschaft als auch die Bürger Europas und Polens“.

Für Mateusz Garus, einen Hufschmied in Jankowice, einem Kohlebergwerk in Oberschlesien, dem Herzen des Kohlereviers, ist die Politik und nicht der Klimawandel ausschlaggebend. „Wir werden den Energiesektor zerstören“, sagte er, „und wir werden von anderen wie Russland abhängig sein.“

Abschließender Kommentar

Atlas zuckt mit den Schultern. Wind- und Solarenergie sind Parasiten für Strom aus kohlenstoffbasierten Energien. Die Energiejournalisten der New York Times kommen langsam in Fahrt, aber wie lange werden sie noch an dem Drehbuch festhalten, dass Wind und Sonne die Grundlage für eine nachhaltige Energiezukunft für die Massen sind?

Link: https://wattsupwiththat.com/2022/03/06/nyt-tiptoes-toward-energy-reality-this-debate-is-changing/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE