Der Schaukel-Sommer 2022 in Deutschland – Fortsetzung im August?

Stefan Kämpfe

Hitze- und Sommerfreunde kamen bislang auf ihre Kosten – aber nur zeitweise. Denn während die Hitze in den „Qualitätsmedien“ wieder mal überstrapaziert wurde, verschwieg man uns die teilweise empfindlich kühlen Nächte. Und die „Hitzewellen“ dauerten nie länger als 1 bis 3 Tage; sie wurden immer wieder von mäßig-warmen bis kühlen, bewölkten Tagen unterbrochen. Vieles deutet auf ein „Fortsetzung folgt“ im August 2022 hin.

Auch 2022 könnte gelten: Der Witterungstrend zum Monatswechsel Juli/August setzt sich oft fort

Ähnlich, wie bei der Siebenschläfer-Regel, gibt wegen der Erhaltungsneigung der Hochsommerwitterung auch der Monatswechsel Juli/August grobe Hinweise auf den Witterungsverlauf der kommenden Wochen. Das bestätigte sich im vergangenen August 2021 wieder mal besonders eindrucksvoll:

Abbildung 1: Europa-Wetterkarte vom 31. Juli 2021, Mittags. Ein umfangreiches Tief über Skandinavien sorgte für windiges Wetter in Deutschland mit Schauern und Regenfällen bei kühlen Temperaturen und zeigte schon mal, was uns der August bringen würde. Bildquelle: wetterzentrale.de

In diesem Jahr gibt es aber, ähnlich wie schon bei der Siebenschläfer-Regel, ein ernsthaftes Problem: Es fehlen eindeutige Trends; die Witterung „pendelt“ auch zum Monatswechsel Juli/August zwischen kühl und heiß. Und so lässt sich über die Witterung des letzten Sommermonats nur Folgendes vermuten:

Sie verhält sich, zumindest in der ersten August-Hälfte, grob wie der Juli – das äußerst ungesunde Auf und Ab der Temperaturen bleibt. Schon der Blick in die erste Augustwoche verheißt nichts Gutes:

Abbildungen 2a und 2b: Oben (2a) die Temperaturvorhersage für den 4. August, 13 Uhr. Es werden knallheiße 32 bis 38°C für die gesamte Südosthälfte Deutschlands erwartet – aber nur 24 Stunden später (unten) sollen es nur noch etwa 15 bis 23°C sein – ein Temperatursturz um teilweise mehr als 20°C! Freilich haftet dieser Prognose noch eine gewisse Unsicherheit an – erhebliche zeitliche und betragsmäßige Variationen sind möglich. Eingabezeit: 30. Juli 2022, 6 UTC. Bildquellen: wetter3.de

Werfen wir abschließend noch einen Blick auf die Langfristprognose des CFSv2-Modells:

Abbildung 3: Erwartete Temperaturabweichung für den August 2022 (Eingabezeitraum 20. bis 29. Juli 2022). Danach soll der August in weiten Teilen Deutschlands nur um 0,5 bis 1K zu warm ausfallen – an den Küsten sogar nur normal. Auch hier ist jedoch viel Spielraum in Richtung „noch wärmer“ oder „noch kühler“. Bildquelle: NOAA

Näheres zum bisherigen Schaukelsommer finden Sie hier.

Stefan Kämpfe, unabhängiger Natur- und Klimaforscher

 




Reuters: Wie man mit Fakten lügen kann

Kip Hansen

Die internationale Nachrichtenagentur Reuters hat sich irgendwie in die trüben Gewässer des Fact Checking begeben – und was noch schlimmer ist, anscheinend akzeptiert Facebook alles, was Reuters sagt, ohne Prüfung oder Hinterfragen.

William Briggs, ein Statistiker und Anti-Expertisen-Experte, gab kürzlich ein Beispiel, bei dem Facebook einen Reuters-Faktencheck zu einem der oft wiederholten Bilder von Fort Denison im Hafen von Sydney verwendete – Fotos, die 100 Jahre auseinander liegen und dennoch keinen alarmierenden Anstieg des Meeresspiegels zeigen:

Facebook versichert uns, dass der kleine Spruch mit dem Foto FALSCH ist – schließlich wurde er „von unabhängigen Faktenprüfern überprüft“.  Wenn wir ein wenig recherchieren, stellen wir fest, dass der Faktencheck (ich habe darauf verzichtet, Anführungszeichen zu verwenden, obwohl sie angemessen wären) nicht von einer echten Faktencheck-Organisation, sondern vom Reuters News Service stammt und im Internet in einem Artikel vom 25. Oktober 2021 mit dem Titel [übersetzt] „Faktencheck – Der Vergleich zweier Fotos nebeneinander kann den Anstieg des Meeresspiegels nicht genau bestimmen“ zu finden ist.

Lassen Sie uns selbst einen kleinen Faktencheck durchführen:

1. „Geprüft von unabhängigen Faktenprüfern“ Die Faktenprüfung wird von Reuters Fact Check durchgeführt. Reuters ist ein Partner der Covering Climate Now-Propaganda-Kabale (und ich versichere, dass ich diese Worte nicht leichtfertig verwende). Die erste Lüge ist, dass Reuters Fact Check als „unabhängige Faktenprüfer“ bezeichnet wird, während sie in Wirklichkeit Teil einer großen Nachrichtenorganisation sind, die eine offen erklärte und öffentlich zugegebene Voreingenommenheit hat – sie sind „all-in“ für die Klimanotfall-Story.  Reuters verweist – wohl zur Untermauerung ihres unabhängigen Faktenchecks – amüsanterweise auf einen anderen Artikel der äußerst voreingenommenen Climate Feedback Group.

2. Reuters erklärt kühn: „Es ist nicht möglich, den Anstieg des Meeresspiegels genau zu messen, indem man sich zwei Bilder desselben Ortes zu unterschiedlichen Zeitpunkten ansieht.“ Dies ist trivialerweise wahr (per Definition selbstverständlich). Reuters vergisst zu erwähnen, dass niemand vorgeschlagen hat, dass die Fotos den Anstieg des Meeresspiegels messen. Vielmehr scheint es offensichtlich, dass der Facebook-Beitrag einfach zeigen sollte, dass es in den letzten 140 Jahren keinen großen oder gefährlichen Anstieg des Meeresspiegels im Hafen von Sydney gegeben hat – wenn es einen gegeben hätte, wäre er sichtbar gewesen. Das ist auch wahr, auch wenn Reuters einen Umweg macht, bevor sie es zugeben.

„Zwischen 1886 und 2010 stieg der Meeresspiegel nach Angaben der National Oceanic and Atmospheric Administration (NOAA) im Durchschnitt um 0,65 mm pro Jahr.“.

3. Anstatt einfach das NOAA- oder PSMSL-Diagramm des Meeresspiegelanstiegs in Fort Denison zu zeigen, plappert Reuters mit Zitaten von Experten (von denen ich noch nie etwas gehört habe) über den globalen Meeresspiegelanstieg weiter, beginnend mit dem globalen Meeresspiegelanstieg durch Satelliten.

Prof. Griggs sagte: „Diese Rate lag im Durchschnitt bei 3,42 mm/Jahr, hat sich aber in den letzten zehn Jahren auf 4,77 mm/Jahr erhöht.“

Dann nennt er nicht eine, nicht zwei, sondern fünf verschiedene Zahlen für den Anstieg des Meeresspiegels in Fort Denison – von denen keine jemals als alarmierend angesehen werden könnte: in mm/Jahr: 0,93, 0,58, 0,86 und schließlich 0,65.

Hier ist das Diagramm für Sydney 2, das anhand der offiziellen PSMSL-Daten erstellt wurde:

Eine andere Version des oben Gezeigten folgt hier:

Im ersten Streudiagramm oben überwiegt die Variabilität fast die langfristige Aufzeichnung, daher habe ich die dekadischen Mittelwerte für die ersten und letzten zehn Jahre der Aufzeichnung eingefügt. Die Schwankungen von Monat zu Monat sind weitaus größer als die langfristigen Veränderungen, die sich bei Verwendung der dekadischen Mittelwerte auf etwa 90 mm über den 107-jährigen Datensatz belaufen.

Die NOAA-Grafik, die zwei verschiedene Aufzeichnungen kombiniert, zeigt einen relativen Meeresspiegelanstieg von 75 mm in 100 Jahren:

[Hervorhebung im Original]

Wir müssen Reuters also zwei getrennte WAHR-Werte geben: die Aussage „Fotos sind keine Messungen“ und der relative Meeresspiegelanstieg in Fort Denison, Sydney, betrug nicht „0 cm in 140 Jahren“ – sondern vielmehr satte 80 mm oder ganze 8 cm. Diese Messungen stimmen mit der Absicht des Facebook-Memes überein – es gab kaum eeinen erkennbaren Meeresspiegelanstieg in Fort Denison.

4. Der von Reuters vorgeschlagene Back-up Fact Check: „Foto-Memo des Hafens von Sydney behauptet fälschlicherweise, dass kein Anstieg des Meeresspiegels stattgefunden hat“ von Climate Feedback hat einen Experten versuchen lassen, das Fehlen eines gefährlichen Meeresspiegelanstiegs mit einem völlig falschen Verweis auf die Glacial Isostatic Adjustment zu erklären: „Für Sydney bedeutet dies, dass sich die Erde um etwa 0,3 mm/Jahr1 anhebt, was einen Teil der Differenz erklären könnte“. Leider ist auch das für Climate Feedback falsch. Die vertikale Landbewegung (VLM) in Sydney, zumindest in den letzten 20 Jahren, ist nach unten gerichtet, nicht nach oben – und trägt somit offensichtlich zum Anstieg des Meeresspiegels dort bei:

Ich hasse es, einen Mann zu treten, wenn er am Boden liegt – oder sogar eine Behauptung zu zerschlagen, wenn sie einmal zerschlagen wurde – aber seit Beginn der VLM-Messungen (es sieht nach 2004 aus) ist der Meeresspiegel in Sydney um etwa 1 mm pro Jahr gesunken. Der relative Meeresspiegel in Sydney ist langfristig um 0,75 mm/Jahr gestiegen (NOAA-Diagramm). Aber 1 mm/Jahr davon war das Absinken des Landes …, was bedeutet, dass die Höhe der Meeresoberfläche vom Erdmittelpunkt aus – der absolute oder eustatische Meeresspiegel – um 0,25 mm/Jahr gesunken ist und nicht gestiegen ist, zumindest seit 2004 in Sydney, Australien.

5. Damit sind wir wieder bei Reuters „Urteil“: „Falsch. Es ist nicht möglich, den Anstieg des Meeresspiegels genau zu messen, indem man einfach zwei Fotos vergleicht.“

Was natürlich wahr ist.

Aber ihr wortwörtlicher Faktencheck ist FALSCH – er gibt falsche und irreführende Fakten an, um zu einer trivialen Schlussfolgerung zu gelangen, die eine Behauptung widerlegt, die gar nicht aufgestellt worden war.

Unter dem Strich

Reuters Fact Checks sind nicht zuverlässig, um den Wahrheitsgehalt von Informationen zu so kontroversen Themen wie dem Klimawandel zu ermitteln. Sie sind stolz darauf, parteiisch zu sein und verwenden parteiische Sekundärquellen, ohne die von ihnen angebotenen Fakten zu überprüfen.

Reuters Fact Check prüft nicht die Prämisse oder den Vorschlag, sondern erfindet seine eigene Version der Tatsache, die sie prüfen wollen.

In diesem Fall hätten sie das überprüfen müssen: „Hat es einen erheblichen, erkennbaren, folgenreichen oder gefährlichen relativen Meeresspiegelanstieg im Hafen von Sydney gegeben, und wenn ja, was sind die Ursachen?“ Oder sogar: „Wenn nicht 0 cm in 140 Jahren, wie viel Meeresspiegelanstieg in Fort Denison?“ Sie hätten gefunden: Der Anstieg des Meeresspiegels in Sydney betrug kaum wahrnehmbare ~90 mm über die gesamte Dauer der Aufzeichnungen der Gezeitenpegel – ein Betrag, der weder auf einfachen Fotos noch durch persönliche Erfahrung am Messort erkennbar ist. Die vertikale Landbewegung nach unten macht mehr als 100 % des RSL-Anstiegs aus, zumindest seit 2004. (Gezeitenpegelanstieg 0,75 mm/Jahr, VLM abwärts – 1,0 mm/Jahr). Kurzform: Das Meer steigt nicht, das Land sinkt.

Kommentar des Autors dazu:

Die Behauptung über Fort Denison – „0 cm SLR in 140 Jahren“ – ist zwar nicht wortwörtlich wahr, aber auch nicht pragmatisch falsch, sondern in jeder Hinsicht richtig. Der Tidenhub in Fort Denison beträgt etwa 1,5 Meter, von Ebbe bis Flut, wobei die Schwankungen zwischen den Gezeiten im Bereich von 4 cm liegen. Niemand hat die Veränderung von 8 cm über mehr als ein Jahrhundert bemerkt oder hätte sie bemerken können.

Das Wichtigste, das alle übersehen haben – und das nicht von den falschen Faktenprüfern analysiert wurde – ist, dass das Absinken der VLM den Anstieg des relativen Meeresspiegels übersteigt.

Diejenigen, die auf der skeptischen Seite des Klimawandels schreiben, müssen aufpassen, dass sie nicht diese Art von dummen Memos wiederholen, die nicht unbedingt wahr sind – das wirkt sich negativ auf die Verbreitung der Wahrheit aus.

Link: https://wattsupwiththat.com/2022/07/24/reuters-how-to-lie-with-facts/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Erlebt Australien gerade einen „vulkanischen Winter“?

Cap Allon

Bedeutende Polarfronten haben in den letzten Wochen in weiten Teilen Australiens für rekordtiefe Temperaturen und rekordhohe Schneefälle gesorgt. Dem Kontinent steht veremutlich einer der kältesten Winter seit Beginn der Aufzeichnungen bevor. Aber warum…?

Der Juni war ein außergewöhnlich kalter Monat, wie aus den Daten des Bureau of Meteorology (BoM) hervorgeht:


Und im Juli setzt sich dieser eisige Trend fort.

Um nur drei aktuelle Beispiele zu nennen: Alice Springs hat die längste Serie von Minusgraden in der Geschichte der Aufzeichnungen durchbrochen; zweitens wurde am 15. Juli am Hillston Airport in NSW mit -6°C die niedrigste jemals aufgezeichnete Temperatur gemessen; und drittens hat sich erst letzte Nacht Schnee über viele Vororte von Hobart gelegt, der im Süden Tasmaniens fast den Meeresspiegel erreichte, und es wurde ein Tiefstwert von -20°C registriert.

Von Tasmania Today (@today_tasmania):

Heute Morgen bei Fern Tree in den Ausläufern von kunanyi/Mt Wellington. Willkommen bei #SnowBart. Was für ein kalter Start in die Woche… mit Schnee, der über Nacht bis zu 150 Meter tief gefallen ist. Videos: https://t.co/E9qrgHb6GV und https://t.co/Aqi5bplkGp

„Es ist ein sehr kaltes Ereignis für den Staat, mit Schneeschauern bis in tiefe Lagen – fast auf Meereshöhe – mit ein paar Berichten über Schneegestöber, also nicht liegen bleibender Schnee bis etwa 20 Meter über dem Meeresspiegel hinab in Howden“, sagte BoM Meteorologe Luke Johnston.

Und es sind MEHR frostige Nächte im Anmarsch.

„Die ganze kalte Luft über Tasmanien wird die ganze Woche über hier bleiben“, fügte Johnston hinzu und wies darauf hin, dass die nächsten paar Morgen „sehr, sehr kalt für den größten Teil Tasmaniens sein werden … mit weit verbreiteten Tiefssttemperaturen zwischen -2°C und -4°C2.

Aber warum ist es in diesen Zeiten der „katastrophalen globalen Hitzewelle“ – ich glaube, das ist jetzt der offizielle Begriff – so konstant kalt, und das auch noch auf einem so großen Kontinent wie Australien?

Der Klimatologe und emeritierte Professor Roger Stone von der University of Southern Queensland glaubt, dass eine Zunahme des Eises in der Antarktis zu viel Schnee in den Südalpen geführt hat, wodurch der so genannte Thredbo-Index gestiegen ist – ein Phänomen, das er auch mit einem seltenen dritten La Niña in Verbindung bringt.

Es gibt jedoch viele Theorien, die die Runde machen, wie es sich gehört; und während die Medien sich gerne auf ein seltenes drittes La Niña konzentrieren – wahrscheinlich, weil diese ozeanische ABKÜHLUNG ein wenig gemeißelt und abgerundet werden kann, damit sie in ihr „Klimawandel“-Loch passt – ist ein übersehener Faktor die vulkanische Aktivität, nämlich der rekordverdächtige mesophärische Ausbruch des Hunga Tonga-Hunga Ha’apai im Januar.

Michael Ferragamo (@FerragamoWx)

Der Ausbruch des Hunga-Tonga-Vulkans verursachte die höchste jemals aufgezeichnete Aschewolke. Die Aschewolke wurde mit einer Höhe von ca. 60 km gemessen und ragte bis in die Mesosphäre. Erstaunlich. https://t.co/qc8MdOE8CG

Vulkanausbrüche sind einer der wichtigsten Faktoren, die die Erde in die nächste Phase der globalen Abkühlung treiben. Ihr weltweiter Anstieg hängt mit der geringen Sonnenaktivität, koronalen Löchern, einer schwindenden Magnetosphäre und dem Zustrom kosmischer Strahlen zusammen, die kieselsäurereiches Magma durchdringen.

Die Asche-Partikel sind nun in der oberen Atmosphäre „gefangen“ und werden den Prognosen zufolge den Planeten um ca. 0,3°C abkühlen. Es wird vermutet, dass der außergewöhnlich kalte und schneereiche Winter 2022 in Australien zumindest teilweise auf diese eingeschlossenen vulkanischen Aerosole zurückzuführen ist.

In letzter Zeit erstrahlt die Antarktis in leuchtenden Rosa- und Pflaumentönen – alles wegen des „Nachglühens“ der tonganischen Eruption:

Abbildung: Der antarktische Himmel im „Nachleuchten“ des Ausbruchs des tonganischen Vulkans im Januar. (Stuart Shaw)

Ähnlich feuriger Himmel wurde auch über Neuseeland und Australien gemeldet, was die Wissenschaftler einhellig auf einen Anstieg der Aerosole zurückführen, die nach dem Ausbruch des Hunga Tonga in die Stratosphäre geschleudert wurden.

„Normalerweise ist es mitten im Winter in der Antarktis fast durchgehend dunkel, abgesehen von einer leichten ’nautischen Dämmerung‘ um die Mittagszeit, was bedeutet, dass der Horizont bei guten Bedingungen schwach sichtbar ist“, sagte Stuart Shaw, ein wissenschaftlicher Techniker von Antarctica New Zealand, der während des Winters auf der Scott-Basis stationiert ist und atemberaubende Bilder des glühenden Himmels aufgenommen hat.

Abbildung: Vince’s Cross“, vom Hut Point aus gesehen in Richtung Norden. (Stuart Shaw)

„Aber dieses Jahr“, so Shaw weiter, „bot sich uns ein sehr schönes Schauspiel, bei dem sich die meisten Mitarbeiter des Senders ihre Jacken schnappten und mit ihren Kameras nach draußen rannten, um sich die fantastischen Farben anzusehen.

Ob Sie es glauben oder nicht, ich habe diese Farben auch nicht bearbeitet, sie sind so ziemlich so, wie wir sie gesehen haben … Es ist unglaublich“, sagte er.

Daten von Satelliten-Lidar – einem Laser-Radar – zeigen, dass es eine Fülle von Aerosolen in der Stratosphäre über der Antarktis gibt, die vor dem Ausbruch nicht vorhanden waren, sagte Nava Fedaeff, ein Meteorologe bei Niwa.

„Stratosphärische Aerosole können nach einem Vulkanausbruch monatelang [und sogar jahrelang] über dem Globus zirkulieren und das Licht streuen und beugen, wenn die Sonne unter den Horizont sinkt oder aufsteigt, so dass der Himmel in Rosa-, Blau-, Lila- und Violetttönen leuchtet“, erklärt Fedaeff.

Diese so genannten Experten schweigen jedoch zu den Implikationen eines solchen Phänomens bzgl. Abkühlung.

Wissenschaftler kennen die Auswirkungen großer Vulkanausbrüche seit langem. Der philippinische Mount Pinatubo zum Beispiel kühlte die Erde jahrelang um ein halbes Grad Celsius ab, nachdem er im Juni 1991 explodiert war – eine Abkühlung, die in den Satellitenaufzeichnungen deutlich zu erkennen ist:

Abbildung: Dr Roy Spencer

Und obwohl die Antarktis und auch Australien viele Tausend Kilometer von Tonga – dem Ort des Ausbruchs im Januar – entfernt sind, „haben wir denselben Himmel“, betont Jordy Hendrikx, der wissenschaftliche Berater von Antarctica New Zealand.

Wenn man große Mengen Asche und Schwefelsäure in die höheren Bereiche der Atmosphäre schüttet, erreicht weniger Sonnenlicht die Oberfläche des Planeten. Diese Partikel wirken ähnlich wie Wolken – als Sonnenschutz für die Erde – und haben eine kühlende Wirkung.

Abbildung: Vulkanischer Abkühlungseffekt.

Der Ausbruch des Hunga Tonga-Hunga Ha’apai war einer der größten in der modernen Geschichte, mit Sicherheit der stärkste. Und die jüngsten Berichte über sichtbare Aerosole über Neuseeland, Australien und der Antarktis zeigen, dass sie immer noch dort oben sind und eine kühlende Wirkung auf diese Regionen ausüben.

Natürlich umfasst die südliche Hemisphäre mehr Landmassen als nur die Antarktis, Neuseeland und Australien, und es ist tatsächlich so, dass fast überall auf der „unteren Hälfte der Welt“ eine erhebliche Abkühlung im Gange ist.

Argentinien zum Beispiel erlebte gerade den kältesten Herbst (März-April-Mai) seit 1976 (Sonnenminimum des Zyklus 20). Und der Juni hat diesen Trend fortgesetzt: Temperaturanomalien von bis zu -3 °C unter der multidekadischen Norm sorgten für den kältesten Juni in Argentinien seit 20 Jahren, so die nationale meteorologische Agentur SMN.

Und auch im benachbarten Uruguay endete der Juni 2022 mit einer Temperaturanomalie von satten 2,3 °C unter dem Durchschnitt und war damit der kälteste Juni des Landes in den letzten 41 Jahren.

Die Temperaturanomalien reichten laut Inumet von 1°C unter dem Normalwert im Südosten bis 3°C im Nordwesten.

Auch die Temperatur des gesamten Planeten scheint davon betroffen zu sein, denn im letzten Monat wurde ein starker Rückgang festgestellt, wie die Graphik von Dr. Roy Spencer oben zeigt.

Während die Mainstream-Medien ihre ganze Aufmerksamkeit einer westeuropäischen Hitzewelle widmen – ein Phänomen, das mit der geringen Sonnenaktivität und der damit verbundenen Abschwächung des Jetstreams zusammenhängt (siehe Link unten) -, erlebt die gesamte südliche Hemisphäre – und der Planet insgesamt – eine außergewöhnliche Abkühlung, ebenso wie die Tropen, die kürzlich den kältesten Juni seit 22 Jahren erlebten.

Die AGW-Partei betreibt extreme Rosinenpickerei. Und der leichtgläubige Durchschnittsalarmist wird wie eine Geige gespielt.

Wissen Sie, wer sich den Begriff „Kohlenstoff-Fußabdruck“ ausgedacht hat? Es war nicht Greenpeace, es war kein Haufen Wal-umarmender Hippies – es war British Petroleum (BP).

Im Jahr 2005 spürte BP die monumentale Umweltwelle, die sich anbahnte, und um sie zu bekämpfen, startete das Unternehmen eine millionenschwere PR-Kampagne (tatsächlich waren es Hunderte von Millionen Dollar). Damit sollte die Aufmerksamkeit von den eigenen expansiven Bohrungen auf den verschwenderischen Energieverbrauch des einzelnen Verbrauchers gelenkt werden – und es hat funktioniert.

Link: https://electroverse.co/is-australia-experiencing-a-volcanic-winter/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Kältereport Nr. 24 / 2022

Christian Freuer

Vorbemerkung: Auch in diesem Kältereport ist mehrfach von der Südhalbkugel die Rede. In diesem Zusammenhang wird in der Mitte dieses Reports eine Vermutung übersetzt, zu der es Kommentare geben dürfte. Mehr Vorrede soll es diesmal nicht sein.

Meldung vom 18. Juli 2022:

Erlebt Australien gerade einen „vulkanischen Winter?“

Bedeutende Polarfronten haben in den letzten Wochen in weiten Teilen Australiens für rekordtiefe Temperaturen und rekordhohe Schneefälle gesorgt. Dem Kontinent steht veremutlich einer der kältesten Winter seit Beginn der Aufzeichnungen bevor. Aber warum…?

Der Juni war ein außergewöhnlich kalter Monat, wie aus den Daten des Bureau of Meteorology (BoM) hervorgeht:


Und im Juli setzt sich dieser eisige Trend fort.

Um nur drei aktuelle Beispiele zu nennen: Alice Springs hat die längste Serie von Minusgraden in der Geschichte der Aufzeichnungen durchbrochen; zweitens wurde am 15. Juli am Hillston Airport in NSW mit -6°C die niedrigste jemals aufgezeichnete Temperatur gemessen; und drittens hat sich erst letzte Nacht Schnee über viele Vororte von Hobart gelegt, der im Süden Tasmaniens fast den Meeresspiegel erreichte, und es wurde ein Tiefstwert von -20°C registriert.

Weiterlesen unter dem Link. Es folgt eine längere Betrachtung über einen Zusammenhang zwischen vulkanischer Aktivität und der Kälte auf der Südhalbkugel. Dies wird vollständig in einem eigenen Beitrag übersetzt.

Link: https://electroverse.co/is-australia-experiencing-a-volcanic-winter/

Immerhin, diese Kälte wird auch bei wetteronline.de erwähnt:

https://www.wetteronline.de/wetterticker/ff1c0293-97ac-498b-9937-12f339ac207f

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Meldungen vom 19. Juli 2022:

Größte Sommereis-Ausdehnung in der Arktis seit 2008…

…setzt dort Schiffe fest.

Die Svaytoy Petr stach am 23. Juni vom fernöstlichen russischen Hafen Petropavlovsk aus in See und nahm Kurs auf arktische Gewässer. Zwei Wochen später hatte der Öltanker die Beringstraße erreicht, stieß aber auf ein Problem – ungewöhnlich dickes Sommereis.

Das 1992 gebaute Schiff, das nur über einen begrenzten Eisschutz verfügt, benötigte Hilfe, um die Eisdecke zu durchbrechen, die selbst Mitte Juli noch große Teile der arktischen Schifffahrtsroute bedeckt.

Es folgen ein paar Graphiken bzgl. der Eisausdehnung. Es zeigt sich sicher eine größere Ausdehnung des Arktischen Eises als während der letzten Jahre, aber es wurde noch nicht das mittlere Niveau des Zeitraumes 1981 bis 2010 erreicht. Dennoch, die geringere Eisabnahme wird deutlich.

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Die kälteste Juli-Luftmasse seit 70 Jahren weht durch die Beringstraße

In diesem Zusammenhang ist zu berichten, dass derzeit eine ungewöhnlich kalte Luftmasse durch die Beringstraße zieht, die im Juli seltene Schneefälle und hohe Wellen mit sich bringt.

„Diese Art von Luftmassen bewegen sich das ganze Jahr über in den höheren Breitengraden“, sagte Rick Thoman, Alaska-Klimaspezialist am International Arctic Research Center der UAF. „Normalerweise würde diese Kälte weiter nördlich bleiben. Wenn dies am North Slope geschehen würde, wäre es zwar kühl, aber nichts, was man besonders hervorheben müsste. Die Tatsache, dass es so weit nach Süden gewandert ist, ist hier die eigentliche Neuigkeit“.

Beim Durchblättern der Klimaaufzeichnungen stellt Thoman fest, dass dies die kälteste Juli-Luftmasse der letzten 70 Jahre ist.

Link: https://electroverse.co/largest-summer-sea-ice-extent-since-2008-coldest-july-airmass-in-70-years-sweeps-bering-strait/

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Meldungen vom 20. Juli 2022:

Zunächst ein Überblick über die Kälte der Südhalbkugel

Während sich die Medien auf eine zweitägige Hitzewelle in Europa und eine eher alltägliche Waldbrandsaison konzentrieren – Hitze, die durch eine durch geringe Sonnenaktivität verursachte „meridionale“ Jetstream-Strömung anomal weit nach Norden gezogen wurde – ist ihnen nicht bekannt oder wird zumindest nicht darüber berichtet, dass die gesamte südliche Hemisphäre seit einiger Zeit KÄLTER ist als der Durchschnitt der Jahre 1979 bis 2000, wie aus den Daten des Climate Change Institute an der University of Maine hervorgeht.

Angefangen in der Antarktis – und wie regelmäßige Leser von Electroverse wissen, aber es lohnt sich, dies zu wiederholen – war der gesamte Kontinent in den letzten 18+ Monaten ungewöhnlich KALT, und der Frost scheint sich nur noch zu verstärken.

Der erste -80°C-Wert des Jahres 2022 wurde am 8. Juli auf der französisch-italienischen Antarktisbasis „Concordia“ registriert – der erste Wert unter -80C seit 2019.

Noch aussagekräftiger ist jedoch, dass der Südpol zwischen April und September 2021 mit durchschnittlich -61,1°C den kältesten Sechsmonatszeitraum aller Zeiten verzeichnete und damit den bisher kältesten „kernlosen Winter“ unterbot, nämlich -60,6°C aus dem Jahr 1976 (Sonnenminimum des schwachen Zyklus 20).

Die Kälte hat auch im Jahr 2022 angehalten – der April endete an der Südpolstation etwa 2°C unter der multidekadischen Norm, während an der berüchtigten Wostok-Station eine Anomalie von -3°C gegenüber dem Mittelwert von 1958-2021 festgestellt wurde.

Die Kälte breitete sich im Mai und Juni aus und erfasst nun auch den Juli, wobei auf dem gesamten Kontinent regelmäßig erhebliche Anomalien registriert werden.

Die unübersehbare Abkühlung der Antarktis in den letzten etwa 18 Monaten ist auch ein Hinweis auf einen längeren Trend.

Offizielle Daten zeigen, dass sich die Ostantarktis, die zwei Drittel des Kontinents bedeckt, in den letzten etwa 40 Jahren um 2,8 °C abgekühlt hat, während die Westantarktis um 1,6 °C abkühlte. Nur ein winziger Teil der Antarktis (die antarktische Halbinsel) hat sich erwärmt – und zwar statistisch gesehen nur unwesentlich -, aber es ist nicht schwer zu erraten, auf welche Region sich die MSM konzentrieren.

Die eisige Antarktis wirkt sich erwartungsgemäß auf andere Landmassen der südlichen Hemisphäre aus – die überdurchschnittlich kalte Luft wird über den Jetstream nach Norden transportiert, und zwar dank des meridionalen Jetstreams ungewöhnlich weit nach Norden.

Australien und Südamerika – die größten Landmassen der Hemisphäre – haben in den letzten Wochen und Monaten rekordverdächtig kalte Bedingungen verzeichnet.

Australien steht sogar vor seinem kältesten Winter seit Beginn der Aufzeichnungen, nachdem es den schneereichsten Start in der Geschichte erlebt hat.

Nach Angaben des australischen Bureau of Meteorology war der Juni ein außergewöhnlich kalter Monat, und auch der Juli setzt sich in diesem Sinne fort und bricht zahlreiche Kälterekorde.

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Ausdehnung der Schneedecke in Südamerika erreicht Allzeit-Größe

Der südamerikanische Kontinent erlitt in den letzten Monaten ein ähnliches Schicksal wie Australien, insbesondere Argentinien, das unter dem Einfluss einer scheinbar nicht enden wollenden Reihe von Vorstößen antarktischer Luftmassen stand.

Die gesamte Herbstsaison (März-April-Mai) war in Argentinien die kälteste seit 1976 (Sonnenminimum des schwachen Zyklus 20).

Es war auch die fünftkälteste in der historischen Reihe – übertroffen nur von dem bereits erwähnten Jahr 1976 sowie von 1971, 1968 und 1965.

Die anomale Kälte setzte sich auch im Juni fort, der in Argentinien als der kälteste Monat seit 20 Jahren endete.

Auch das benachbarte Uruguay erlebte einen anomal kalten Juni – den kältesten seit 41 Jahren.

Auch die Schneefälle in diesen Ländern waren beträchtlich.

„Es ist viel Schnee, sehr viel, sehr viel. So viel hat es seit Jahren nicht mehr geschneit“, sagte Manual Calfuqueo, Betriebsleiter von Batea Mahuida.

Erst letzte Woche waren Hunderte von brasilianischen Lastwagen durch aufeinanderfolgende Schneestürme zwischen Argentinien und Chile stecken geblieben.

Auch die Schneefälle auf dem gesamten Kontinent sind historisch.

Laut dem GMASI Snow Tracker hat die Schnee-/Eisausdehnung in Südamerika kürzlich das Allzeithoch aus dem Jahr 2017 übertroffen.

Zwar reicht der Datensatz nur bis 2005 zurück, aber das sind immerhin 17 Jahre, in denen eine „katastrophale globale Erwärmung“ prophezeit wurde, die die saisonalen Schneefälle nahezu auslöschen würde, und nun erleben wir das genaue Gegenteil…

Abbildung: Der GMASI Snow Tracker wird aus kombinierten Beobachtungen von METOP AVHRR, MSG SEVIRI, GOES Imager und DMSP SSMIS abgeleitet. Der Algorithmus der Global Multisensor Snow/Ice Cover Map (GMASI) ist vollständig automatisiert. Es handelt sich um ein NOAA/NESDIS-Produkt.

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Und hier wie oben erwähnt das, was der Blogger Cap Allon schreibt. Das ist spekulativ und soll hier zur Diskussion gestellt werden. Ich selbst enthalte mich zunächst einer Meinung dazu. Wer speziell zu diesem Abschnitt kommentieren möchte, den bitte ich dies mit der Bezeichnung „Vorbote“ kenntlich zu machen.

Ein Vorbote für den kommenden Winter in der nördlichen Hemisphäre

Was sich derzeit in SH abspielt, ist ein wahrscheinlicher Vorläufer für das, was die NH im kommenden Winter treffen wird – und das zu einer Zeit, in der Amerika, Asien und insbesondere Europa mit einer schweren Energiekrise zu kämpfen haben.

Die vulkanischen Aerosole, die zum bitterkalten Winter 2022 auf der Südhalbkugel beitragen, werden sich bis Dezember, Januar und Februar noch nicht verflüchtigt haben – sie können den Globus über Jahre hinweg einhüllen; ebenso wenig wie die Auswirkungen der geringen Sonnenaktivität auf die Jetstreams unseres Planeten.

Diese mächtigen klimatischen Einflüsse werden uns noch einige Zeit begleiten, und es wird sogar prognostiziert, dass sie sich noch verstärken werden, wenn wir unseren Abstieg in ein ausgewachsenes Großes Solares Minimum fortsetzen, das nach den Prognosen vieler während des Solarzyklus 26 (also in den frühen 2030er Jahren) eintreten wird.

Dies dient als Warnung für alle, die noch nicht bereit sind, sich darauf vorzubereiten.

Der kommende Winter wird heftig sein, und es wird zu Stromausfällen kommen. Russland hat die Gaszufuhr nach Deutschland gekappt, und die deutsche Regierung befindet sich derzeit im Krisenmodus, indem sie verzweifelt und in aller Eile alle möglichen Notstromanlagen baut, um das Schlimmste abzuwenden und den einfachen Deutschen eine Chance zu geben, diesem schnell herannahenden Winters zu begegnen.

Link: https://electroverse.co/south-america-snow-extent-at-all-time-highs-a-forerunner-for-the-coming-northern-hemisphere-winter/

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Meldungen vom 21. Juli 2022:

Russlands kalter Sommer lässt das Protein im Weizen sinken

Während Westeuropa unter dem Einfluss einer durch den Jetstream verursachten Hitzewelle stand, fror Osteuropa. Diese kalten und feuchten Bedingungen haben die wichtigsten Anbauregionen Russlands in Mitleidenschaft gezogen, was zu der Befürchtung führt, dass das Angebot an Weizen mit höherem Proteingehalt knapp bleiben wird, was die Preisschere zwischen Qualitätsmahlweizen und Weizen minderer Qualität weiter vergrößern wird.

Russland ist nach der Ausweitung seiner Anbaufläche auf dem besten Weg, in dieser Saison die größte Weizenernte aller Zeiten einzufahren; eine größere Anbaufläche bedeutet jedoch wenig, wenn die Qualität, d. h. das Protein, nicht stimmt.

Die diesjährigen Erntetouren deuten darauf hin, dass ein überdurchschnittlich hoher Prozentsatz der Ernte nur für Futterzwecke geeignet sein wird.

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Niedrige Temperaturen beeinträchtigen die Baumwollernte in Zimbabwe

Die Baumwollbauern in Zimbabwe haben Alarm geschlagen wegen möglicher Ertragseinbußen in diesem Jahr, da die anhaltend niedrigen Temperaturen die Reifung der Baumwolle weiterhin beeinträchtigen.

Der Geschäftsbereich Chinyohi, ein Gebiet der Cotton Company of Zimbabwe (Cottco), das Chinhoyi, Hurungwe, Kariba, Makonde und Zvimba umfasst, geht davon aus, dass mindestens 25% des diesjährigen Ertrags durch die lähmende Kälte verloren gehen.

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Es folgen unter diesem Link noch ein Blick auf die aktuelle Sonnenaktivität sowie eine Dokumentation falscher Berichterstattung bei CNN.

Link: https://electroverse.co/russias-cold-summer-sees-wheat-protein-drop-low-temperatures-affect-zimbabwe-cotton-solar-tsunami-cnn-untruths/

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Satelitenbilder zeigen die schneebedeckten Anden

In den letzten Wochen haben sich südlich des Äquators heftige Winterstürme zusammengebraut. Im Juli haben zwei aufeinanderfolgende Systeme die Niederschlagsdefizite in Chile und Argentinien verringert und die Schneedecke in den Anden vergrößert – eine wichtige Reserve für den kommenden Sommer.

Die Neuschneedecke entlang der Gebirgskette zwischen Chile und Argentinien ist auf dem untenstehenden Bild, das am 16. Juli vom Moderate Resolution Imaging Spectroradiometer (MODIS) an Bord des NASA-Satelliten Terra aufgenommen wurde, deutlich zu erkennen.
Schnee in den Anden, 16. Juli 2022 [NASA]:

Abbildung: Trotz der wiederkehrenden La-Niña im Pazifik, die normalerweise für trockene Winter sorgt, fiel in der Region viel Schnee.

„Bis vor 10 Tagen erlebte der Norden und die Mitte Chiles einen der trockensten Winter“, so René Garreaud von der Universität Chile. Der Wechsel von trocken zu feucht erfolgte schnell und ist in der folgenden Vorher-Nachher-Aufnahme zu sehen, die mit freundlicher Genehmigung der VIIRS-Sonde (Visible Infrared Imaging Radiometer Suite) auf dem NOAA-20-Satelliten aufgenommen wurde:

Abbildung: Die Anden vor und nach dem jüngsten Schneesturm

Link: https://electroverse.co/satellite-imagery-reveals-a-snow-covered-andes-rules-are-the-fabric-of-reality/

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Es folgt noch ein Beitrag bei wetteronline.de zu der außerordentlichen Kälte in Australien:

https://www.wetteronline.de/wetterticker/5aa54b4f-a44d-4c72-b9fc-5ded09d7ae32

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Meldungen vom 25. Juli 2022:

Oberer See in USA/Kanada ist 4 Grad Celsius kälter als normal

Während sich die Medien auf kurze Hitzeperioden im Sommer konzentrieren – und das Establishment weiter daran arbeitet, uns Angst vor dieser Jahreszeit zu machen – sind weitaus aussagekräftigere Klimaphänomene im Spiel, wie z. B. der Obere See (Lake Superior), der viel kälter ist als normal.

Der tiefste der Großen Seen ist für sein kaltes Tiefenwasser bekannt, aber das Wasser an seiner Oberfläche erwärmt sich normalerweise im Sommer.

In diesem Jahr jedoch liegt der Lake Superior nach Angaben der NASA mehr als 4 Grad unter dem langfristigen Durchschnitt – so niedrige Wassertemperaturen zu dieser Jahreszeit gab es seit 1995 nur zweimal.

Die obige Karte zeigt Anomalien der Wassertemperatur jedes Sees am 18. Juli 2022 – Daten mit freundlicher Genehmigung des Projekts Multiscale Ultrahigh Resolution Sea Surface Temperature (MURSST), das am Jet Propulsion Laboratory der NASA angesiedelt ist (MUR SST kombiniert Messungen der Meeresoberflächentemperaturen von mehreren NASA-, NOAA- und internationalen Satelliten sowie Schiffs- und Bojenbeobachtungen).

Laut regionalen Klimaberichten waren die Lufttemperaturen im Januar in der Region der Großen Seen um bis zu 5 °C niedriger als normal, und im Februar lagen die Lufttemperaturen im westlichen Superior-Becken um 6 °C unter dem multidekadischen Durchschnitt.

Die Wassertemperaturen reagierten rasch auf die Kälte der Umgebung und fielen von Januar bis März kontinuierlich.

Die obige Grafik zeigt die durchschnittliche Tagestemperatur des Sees für jedes Jahr im Vergleich zum Durchschnitt der Jahre 1995 bis 2021.

Die niedrigeren Temperaturen in diesem Jahr begannen Anfang Februar und halten sich seitdem hartnäckig; so sehr, dass die durchschnittliche Oberflächentemperatur am 19. Juli 2022 bei 8,5 °C lag – nur in den Jahren 1996 und 2014 war es an diesem Tag kälter.

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Ein weiterer „historischer“ Schneesturm im südlichen Argentinien

Ein weiterer rekordverdächtiger Schneesturm hat am Wochenende die Andenregion heimgesucht und zu Stromausfällen, eingestürzten Gebäuden, Bergrettungen und der Ausrufung eines „Klimanotstandes“ – im wahrsten Sinne des Wortes – geführt.

Der Schneesturm, den viele lokale Meteorologen als „historisch“ bezeichneten, brachte in mehreren Orten, darunter Esquel und Trevelin, fast einen Meter Schnee.

Aufgrund des Rekordschnees haben die Behörden in der Gemeinde Lago Puelo einen „Klimanotstand“ für 90 Tage ausgerufen. Dies ermöglichte unter anderem die Nutzung von Armeeeinrichtungen zur Unterbringung und Versorgung der Einwohner, die laut dem Portal ADN Sur auf ein solches Klimaereignis überhaupt nicht vorbereitet waren.

Link: https://electroverse.co/lake-superior-holding-7f-colder-than-normal-another-historic-snowstorm-pummels-southern-argentina/

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Seltener sommer-Schneefall im nordwestlichen China

Wie cgtn.com berichtet, sind die nordwestlichen Provinzen Chinas von einem ungewöhnlichen Frost und einem seltenen, schweren Sommerschnee heimgesucht worden.

In den Bergregionen von Gansu und der benachbarten Provinz Qinghai hat es für die Jahreszeit ungewöhnlich viel geschneit.

Dazu gibt es hier auch ein Video.

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Schnee in Südafrika

Die südliche Hemisphäre hat in den letzten Monaten eine starke Abkühlung erfahren, wobei der rekordverdächtig hoch und bis in die Mesosphäre reichende Ausbruch von Hunga Tonga-Hunga Ha’apai am 15. Januar vermutlich einen wesentlichen Beitrag dazu geleistet hat (mehr dazu HIER).

Nachdem Australien, Teile des südlichen Afrikas und weite Teile Südamerikas in letzter Zeit von Rekordkälte und historischen Schneefällen betroffen waren, ist nun Südafrika an der Reihe, das von einem anhaltenden, anomal kalten antarktischen Luftstrom heimgesucht wird.

Starker Schneefall hat diese Woche die östlichen Teile von Lesotho und das Ostkap in ein Winter-Wunderland verwandelt, berichtet news24.com.

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Es folgt ein längerer Beitrag zu Waldbränden in Europa. Dargelegt wird hier, wie sehr die diesjährige Feuersaison ein Ausreißer im Vergleich zu den letzten Jahren ist und dass die verbrannte Fläche seit Jahrzehnten in Europa generell immer kleiner wird.

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Ernten in der EU und den USA „substantiell“ reduziert – wieder einmal

Während es in Teilen Westeuropas in den letzten Wochen heiß herging, litt Osteuropa unter einer ungewöhnlichen Sommerkälte – beide Klimaphänomene wirken sich negativ auf die amtlichen Ernteertragsschätzungen aus, die gerade erneut gesenkt worden waren.

Der EU-Ernteüberwachungsdienst hat seine Erwartungen für die Frühjahrsernte 2022 in der EU deutlich gesenkt, da es in weiten Teilen des Kontinents weiterhin trockener ist als üblich, heißt es in einem aktuellen AgriCensus-Bericht.

Aus dem im Juli veröffentlichten Bericht des Monitoring Agriculture Resources (MARS) geht hervor, dass sich die hohen Temperaturen in den wichtigsten Anbauregionen der Region weiterhin negativ auswirken, während die anhaltende Kälte östlich von Deutschland ebenfalls für Kopfzerbrechen sorgt.

Link: https://electroverse.co/rare-summer-snow-nw-china-snowy-south-africa-european-heatwaves-are-in-decline-eu-and-u-s-crop-yields-substantially-reduced/

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wird fortgesetzt … (mit Kältereport Nr. 25 / 2022)

Redaktionsschluss für diesen Report: 26. Juli 2022

Zusammengestellt und übersetzt von Christian Freuer für das EIKE




Menschengemachter Klimawandel und Energiewende: Den Naiven gewidmet, die Sinn suchen, wo keiner ist

Oder wie ZDF und Co. die Bevölkerung einmal mehr tendenziös informieren.

Raimund Leistenschneider

Keine Beschreibung, wie die Artikelüberschrift, passt wohl besser zu der Berichterstattung des ZDF und anderer Qualitätsmedien in der Thematik Klimawandel, Energiewende und Transformation. Da bleibt nur zu hoffen, dass mit Transformation nicht wir und unser freiheitliches Grundsystem gemeint sind. Denn das hatten wir in unserem Land in der jüngeren Geschichte gleich zweimal. Und, im Hinblick auf das geschichtliche Karthago: Ein drittes Mal halten wir dies nicht aus, dann sind wir, wie seinerzeit Karthago, von der Bildfläche verschwunden. Und nicht, weil ein anderes Land (wie bei den punischen Kriegen von Karthago) uns das Ende brachte, sondern, wir uns selbst abschafften, weil wir Glaubwürdigkeit, Wirtschaft und damit unseren Wohlstand selbst abschafften. Die Energiewende ist Teil davon…

Die Lüge der Schaffung von Arbeitsplätzen durch Transformation der Wirtschaft und Energiewirtschaft ist da eine Hauptsäule der Desinformation und das kleinste deutsche Flächenland Saarland, sozusagen als Experimentallabor, zeigt, wohin dann die Reise geht. Da wird in Deutschland der erste große Automobilproduktionsstandort mit über 7.000 Beschäftigten geschlossen und ein neues Batteriewerk für E-Autos, welches die ansässige Bevölkerung dort nicht einmal will (wegen des hohen Wasserverbrauchs), bringt in Maximalauslastung nur 2.000 Arbeitsplätze. Also, wenn jemand für ein Geschäft 7.000€ zahlt und dafür im besten Fall 2.000€ bekommt, dann hat er/sie ein schlechtes Geschäft gemacht. Aber so sind die Geschäfte, die die Gruppe der Klimaprofiteure (dazu weiter unten mehr) für uns, die Bevölkerung, abschließt.

Aber dies will der Autor seinen Lesern heute gar nicht näher bringen, sondern, wie ZDF und Co. den Sommer 2022 für ihre Zwecke als Menetekel einer vermeintlichen menschengemachten Klimaerwärmung missbrauchen. Einen Sommer, der den Autor sehr stark an den vergleichbaren Sommer von 1983 erinnert und damals wie heute rein gar nichts mit Dieselabgasen oder Kohlekraftwerken zu tun hat sondern einzig auf natürlichen Ursachen beruht.

Abb.2: Quelle: Grünfeld Robert auf EIKE „ZDF-Wetterfrosch Özden Terli: „Wir müssen einen Teil unseres Wohlstands abbauen“. Dazu sein passender Text: „ARD+ZDF freuen sich über Rekordeinnahmen – 8,4 Milliarden Euro

Und dies hatte der Autor am 06.07.22 als Kommentar zum Artikel geschrieben (Ausschnitt):

„Ja, so sind sie, die sich selbst ‚Gutmenschen‘ nennen: ‚Wasser predigen und Wein saufen.‘ Die Bibel im Neuen Testament nannte diesen Menschenschlag ‚Pharisäer‘. Im Gegensatz zur Zeit Christi hat dieser Menschenschlag heute das Zepter fest in Händen. Dank medialer Vervielfältigung. Lebt es sich doch gut mit dem Geld und dem Schweiß Anderer. Der Bericht gibt exemplarisch einen Einblick“.

Aktuelles Beispiel, wie wieder einmal mit ganz normalen Wetterverhältnissen dem deutschen Volk Angst gemacht werden soll, ist das jetzige Azorenhoch:

Derzeit liegen wir (Deutschland) an dessen Vorderseite und die Luft strömt gemäß den Naturgesetzen des Jetstream (exakt: Dem Polarfrontjet = PFJ) von Nordwesten, bzw. aus westlicher Richtung. Was vergleichsweise kühles Wetter bedeutet, da die Luftmassen aus West, bzw. Nordwest zu uns gelangen. Ein Hoch befindet sich übrigens immer unterhalb des Jet (siehe hier).

Mit Dieselabgasen oder einem menschengemachten Klimawandel hat dies indes rein gar nichts zu tun, sondern einzig mit Atmosphärenphysik. Also mit Naturgesetzen, auf die wir Menschen bekanntlich keinen Einfluss haben. Aber mit solchen Informationen lässt sich nun einmal kein Geld verdienen, bzw. ein süßes Leben auf Tagungsorten in Urlaubsgebieten führen und nicht an anderer Leute (sauer verdientes) Geld herankommen“.

Der Jetstream umweht den Globus auf beiden Hemisphären in mittleren Breiten von West nach Ost. Die Strömung ist allerdings fast nie Breitenkreis-parallel, sondern mäandriert mehr oder weniger stark. Es entstehen Tröge und Keile. Tröge sind durch kalte, Keile durch warme Luft gekennzeichnet. Ein Hochdruckgebiet am Boden findet sich unter einem Keil, aber etwas zum Trog hin verschoben.

Mitunter kommt es vor, dass eine Mäandrierung besonders stark ausgeprägt ist und sogar einige Zeit stabil bleibt. Dies bewirkt längere Zeit eine Strömung von Nord nach Süd bzw. von Süd nach Nord. Entsprechend stellen sich in den jeweiligen Gebieten in der Regel beachtliche Temperatur-Anomalien ein.

Die gegenwärtige, jetzt aber wohl beendete Hitzewelle ist einem solchen Strömungsmuster geschuldet. Inzwischen ist die starke Mäandrierung nämlich recht abgeflacht und hat wieder mehr einer West-Ost-Bewegung Platz gemacht. Mehr dazu weiter unten.

Am 20.07.22 hatten wir dann in Deutschland die 40°C. Der Autor ist deshalb kein Prophet. Jeder Meteorologe oder Person, die sich mit Meteorologie beschäftigt, konnte diese Prognose abgeben und hätte Recht behalten, weil sie auf Kenntnissen der Atmosphärenphysik beruht. Aber wie vom Autor vorhergesagt, hatten DWD und ZDF natürlich den angeblichen menschengemachten Klimawandel als „Schuldigen“ ausgemacht. So sprach der DWD-Mann Friedrich und WMO-Präsident (!), die Hitze und Trockenheit sind auf den Menschengemachten Klimawandel zurückzuführen und dass seit dem Hitzesommer 2003 die Extremtemperaturen zugenommen haben (hier). Da hat der DWD* mit dem Hinweis auf den Hitzesommer 2003 mal (ungewollt) etwas Brauchbares von sich gegeben. Dazu gleich mehr.

* Wenn der Autor vom DWD schreibt, dann meint er nicht die vielen dortigen Meteorologen und Wissenschaftler, die jeden Tag akribisch ihrer Tätigkeit nachgehen, um verwertbare Ergebnisse zu liefern, sondern die dortige Führungsmannschaft, die nicht müde wird, sich und damit ihre Behörde, mit unsoliden Aussagen lächerlich zu machen (hier). Die Tricksereien, Temperaturwerte zu erhöhen, haben also eine lange Tradition (hier).

Abb.3, Quelle: ZDF-Mediathek. Frau Horneffer wieder einmal auf Linie und zeigt, wie ungewöhnlich 40°C in unserem Land sind. Der Autor sprach eingangs, dass ihn der Sommer 2022 sehr stark an der Sommer 1983 erinnert. Frau Horneffers Bild zeigt eine „nette“ Symmetrie: 1,3,2,3,1, beginnend mit 1983. Aber keine Sorge für die Klimaalarmisten. Sie dürfen auf weitere „vermeintliche“ Rekorde hoffen, haben doch die Messungen von heute mit denen von 1983 oder davor nichts gemeinsames und sind Äpfel-und Birnenvergleiche. Bei den Höchsttemperaturen ist der Vergleich noch am besten, bei den Tages-, Monats- und Jahrestemperaturen ist er schlicht und ergreifend unwissenschaftlich. 1983 hatten wir in Deutschland (damals nur Westdeutschland betrachtet) in den Monaten Juni bis August meist Temperaturen von 32°C – 36°C und ebenfalls wenig Niederschlag. Pünktlich zum meteorologischen Herbstanfang am 01.09.83 war die Hitze beendet und das Wetter „schlug um“.

Da das Messequipment heutzutage ein ganz anderes ist (autom. elektronische Messung gegen Ablesung auf Quecksilberthermometer) und bei Tagesmitteltemperaturen wurde bis zum 01.04.2001 nach der Mannheimer-Methode gemessen wurde (Messungen 3-mal am Tag: 7, 14 und 21Uhr)wird heute der Tageswert (und damit Monats- und Jahreswert) anhand von Minutenmessungen ermittelt. Da der Tagesgang der Temperaturen stark asymmetrisch ist, sind die Mittelwerte, die anhand der verschiedenen Methoden ermittelt werden/wurden, niemals gleich.

Abb.4, Quelle mit Text: „Oberflächentemperaturen verschiedener Strukturen (Kessler 1971 in: Mählenhoff 1989“. Deutlich ist zu sehen, dass der Tagesgang der Temperaturen nicht symmetrisch, sondern stark asymmetrisch ist. Tagesmittelwerte sind heute grundsätzlich nicht mehr mit denen von vor 2001 vergleichbar und es darf geraten werden, ob das heutige Verfahren anhand der Mittelwertbildung aus Minutenmessungen höhere oder niedere Mittelwerte als mit der Methode von vor 2001 (3 Messungen am Tag) ergibt.

Abb.4 zeigt weiter, dass die Verlagerung einer Messstation oder die Bebauungsveränderung in ihrem Umfeld zu deutlich anderen und – auch hier – höheren Temperaturen führt. Denn der Flächenverbrauch geht nicht zugunsten naturbelassener Gebiete, sondern, bebauter Gebiete. In Fachkreisen wird dies „Wärmeinseleffekt“ genannt. Der Autor berichtete auf EIKE mehrfach darüber, z. B. hier.

Hitzesommer 2003

Abb.5, Quelle: Quelle Hadley Center, zeigt den Hitzesommer 2003 und seine Temperaturabweichungen zum langjährigen Mittel. In 2003 hatte der Hauptsonnenzyklus, der im Mittel 208-jährige de Fries/Suess-Zyklus sein Maximum und Europa erlebte einen Hitzesommer oder auch „Jahrhundertsommer“.

2003, das Jahr, in dem in Deutschland aufgrund der außerordentlichen Sonnenaktivität vermehrt Polarlichter zu sehen waren (hier). Selbst der DWD wird nicht behaupten wollen, dass die Ursache der Polarlichter auf verstärkte CO2-Konzentration zurück zu führen ist. Aber wer weiß, von unseren „Freunden“ bei den Klimaalarmisten ist man so manche wissenschaftliche Absurdität gewöhnt und CO2 ist auch für Polarlichter verantwortlich.

2003 hatte also der Hauptsonnenzyklus sein im Mittel 208-jähriges Maximum. Dann war dessen vorheriges um das Jahr 1795. Dazu wollen wir uns Temperaturmessungen aus dieser Zeit ansehen. Berlin-Dahlem ist exemplarisch gezeigt. Die anderen Städte/Gegenden in denen es so lange Temperaturaufzeichnungen gibt, wie z.B. Kopenhagen, Hohenpeißenberg, Wien, München, St. Petersburg, Vilnius, Boston oder Mittelengland zeigen ein gleiches Muster.

Abb.6, Quelle: Prof. Ewert, zeigt die Jahrestemperaturen von Berlin-Dahlem von 1701 – 2008. Die rote Linie gibt näherungsweise den Zeitpunkt des Maximums im Hauptsonnenzyklus an. Bis zu einem Zeitraum von 20 – 30 Jahren nach dem Hauptsonnenzyklus schwanken die Temperaturen am stärksten zwischen warm und kalt (rote Fläche). Heute nennt der DWD diese starken Schwankungen „Extremwetter“. Bis zum Minimum im Hauptsonnenzyklus sind immer noch relativ hohe Temperaturausschläge zu verzeichnen, jedoch auf insgesamt niedrigerem Niveau (grüne Fläche). Unmittelbar vor und nach dessen Minimum ist das Klimasystem sozusagen in seinem eingeschwungenen kalten Zustand und die Temperaturwechsel sind am geringsten (blaue Fläche). Vor einem Temperaturanstieg fallen die Temperaturen auf ein relatives Minimum und steigen dann kontinuierlich an (schwarze Linien).

Abb.7, Datenquelle: DWD, zeigt die Jahresmitteltemperaturen in Deutschland von 1980 bis 2021. Wie bereits erwähnt, sind die Absolutwerte ab 2001 nur eingeschränkt mit denen von vor 2001 zu vergleichen, weil die Datenbasis eine gänzlich andere ist. Das Muster der Temperaturen (Wechsel) hingegen ist besser vergleichbar.

Abb.8, Quelle: Leistenschneider, zeigt den Vergleich der Temperaturgänge 20 Jahre vor und 18 Jahre nach einem Hauptsonnenzyklus von Deutschland (heute) nach Daten des DWD und Berlin-Dahlem (um 1800, Ausschnitt aus Abb.6). Um 1800 gab es kein Deutschland und keine flächendeckenden Temperaturmessungen. Daher auch hier kein Vergleich der Absolutwerte, aber durchaus der Temperaturmuster (Wechsel).

Deutlich sind starke Ähnlichkeiten im Temperaturmuster zu erkennen. Auch um 1800 stiegen im 19. Jahr nach einem Hauptsonnenzyklus die Temperaturen deutlich an, nachdem sie das Jahr zuvor gefallen waren.

Was wir heute an „Extremwetter“ erleben ist nichts Extremes, sondern das „normale“ Wettergeschehen nach einem Hauptsonnenzyklus. Der Grund dafür war um 1800 wie auch heute der Jetstream und beruht auf physikalischen Gesetzen. Mit Verbrennungsmotoren oder mit Kohlekraftwerken oder einem menschengemachten Klimawandel hat dies rein gar nichts zu tun.

Abb.: 9, Quelle, zeigt den Jetsteam, genau den Polarfrontjet (PFJ) der Nordhalbkugel. Der PFJ steuert die Hoch- und Tiefdruckgebiete und ist damit für unser Wettergeschehen maßgeblich.

Dass sich um den gesamten Globus ziehende geschlossene Wellenband weist mehr oder weniger starke Mäander auf, die man als planetarische Wellen oder Rossby-Wellen bezeichnet (Abb.10). Diese Wellen sorgen für den Ausgleich zwischen Kaltluft und Warmluft dergestalt, dass in den Trögen (Wellentälern) Kaltluft in wärmere und in den Keilen (Wellenberge) Warmluft in kältere Gebiete strömt. Beim Aufeinandertreffen von Kalt- und Warmluft wird letztere gehoben, was zu Wolken- und Niederschlagsbildung führt. Wegen des viel höheren Druck- und Temperaturgegensatzes (dazu weiter unten als Erklärung mehr) im Winter ist der Jetstream in dieser Jahreszeit am stärksten ausgeprägt.

Abb.10: Die Wärmepumpe (vom Äquator zum Pol, Wärme fließt immer von warm nach kalt) und die damit verbundenen Druckunterschiede, basieren auf der unterschiedlichen Sonneneinstrahlung am Äquator und an den Polen, welche durch die Lage der Erdachse und den Breitengrad, also dem Winkel der Sonneneinstrahlung, verursacht wird. Hierdurch bedingt ist auch die Wärmeabstrahlung von der Erde, die die Luftmassen ebenfalls antreibt, nicht gleichmäßig verteilt. Die Erde nimmt also in den Tropen mehr Energie auf, als sie abgibt und gibt in den polaren Gebieten mehr Energie ab, als sie aufnimmt. Deswegen muss es einen Energieaustausch zwischen den Tropen und den Polen geben, der das globale Wettergeschehen antreibt.

Für unser Wetter und unsere Breiten spielt der Polarfrontjet (PFJ, Abb.11 rechts) eine wichtige Rolle. So verlaufen die Zugbahnen der Orkane entlang seiner Ausbildung. Der PFJ hat eine wellenförmige Form und verläuft, wie bereits geschrieben, um den ganzen Globus. Er bildet die barokline Übergangszone zwischen Warm- und Kaltluft. Die Luftmassen können nicht einfach quer über diesen Jetstream hinweg strömen. Damit hält er die kalte Polarluft von uns fern. Da Wind nichts anders als von Molekülen übertragene Energie ist, kann Energie minderer Intensität keine Energie höherer Intensität von sich aus überwinden.

Polarfrontjet (PFJ) – Steuert die „planetarische Frontalzone“ (hier treffen tropische und polare Luftmassen aufeinander, was sich in einem unruhigen Wettergeschehen widerspiegelt) der gemäßigten Breiten. Es handelt sich primär um die Steuerung der Hoch- und Tiefdruckgebiete. Er ist damit für unser Wetter maßgeblich. Seine Lage schwankt zwischen 30° und 70° N bzw. Süd. Er mäandriert stark (in Abhängigkeit von positiver bzw. negativer AO/NAO) und verläuft geschlossen um den Globus.

Abb.11: Aufgrund der Erdrotation befinden wir uns in unseren Breiten in einer Westwindzone zwischen (sub-)polarer Luft und (sub-)tropischer Luft. Da die Strömung nicht glatt ist, sondern mäandriert, kommt es zu Wellenbergen und Tälern, an denen sich Wirbel bilden – die Hoch- und Tiefdruckgebiete. Die Abbildungen zeigen, dass sich südlich des Jetstream (Jetstreamschlinge) ein Hoch ausbildet und nördlich davon ein Tief. Die jeweilige Stärke des Tiefs oder Hochs ist sowohl abhängig von der Stärke des Jetstreams, als auch von der Ausprägung seiner Mäander. Die rechte Abbildung zeigt den Verlauf der Hoch- und Tiefdruckgebiete entlang des Polarfrontjet auf der Nordhalbkugel. Wegen ihres globalen Auftretens spricht man fachlich von Planetarischen Wellen oder Rossby-Wellen.

Die Erdrotation, auf der die Corioliskraft beruht, hat in Äquatornähe immerhin eine Geschwindigkeit von 1.667km/h in Bezug zum Weltall, erreicht also Überschallgeschwindigkeit. Für mögliche Qualitätsjournalisten unter unseren Lesern sei erklärt: In Äquatornähe entsteht deshalb dadurch kein Überschallknall, weil hierfür ein Schallübertragungsmedium (z.B. Luft) vorhanden sein muss, welches man im Weltall selten findet. Aber für Knaller (Kracher) sind ZDF, DWD und Co. zuständig und natürlich die übrige Qualitätspresse, die sich begierig auf deren Verlautbarungen stürzt. Zwei Beispiele: „Es ist fünf vor Zwölf und „Die Erde erwärmt sich ungebremst. Wie wär´s denn damit: Überschallknall treibt heiße Luft nach Deutschland.

Doch zurück zur Realität. Der PFJ trennt also kalte von warmer Luft. Seine Lage ist abhängig vom Energieinhalt der Atmosphäre und variiert daher, sowohl über die Jahreszeiten, als auch mit der solaren Aktivität (steuert die AO/NAO).

Die Mäander oder Wellen des PFJ bewegen sich von West nach Ost, und zwar umso schneller, je mehr Wellen in dem globalen Band vorhanden sind (d. h. je kürzer die Wellenlänge). Ist der Anteil der kurzen Wellen gering, dominieren die langen Wellen, was dazu führt, dass eine bestimmte Wellenkonfiguration auch mal längere Zeit konstant gehalten wird. Dies ist in diesem Sommer über Mitteleuropa der Fall. Abb.11 zeigt deutlich die Wellenform. Die Windrichtungen folgen der Wellenform des PFJ. Je nachdem, welche Lage sein Trog über Deutschland gerade einnimmt, lenkt er einmal Warmluft aus südlichen Breiten in unsere Zonen und einmal Kaltluft (Abb.12). Und je nachdem, wie schnell oder langsam er ostwärts zieht, wechselt sich warmes und kälteres Wetter über Deutschland ab, wobei die Temperaturwechsel jeweils deutlich ausfallen, da sich im Sommer heiße Mittelmeerluft (oder gar aus der Sahara), mit kühler Luft aus nördlichen Breiten abwechselt.

Abb.12 zeigt schematisch, wie Deutschland, je nach Lage der Wellentäler einmal im Bereich der kalten Nord Luft (links) und dann im Bereich warmer Luft vom Mittelmeer oder gar Nordafrika liegt. Jetzt wird auch verständlich, warum in den letzten Tagen Norddeutschland kühles und nasses Wetter hatte und in Mittel- und Süddeutschland heißes und trockenes Wetter vorherrschte.

Abb.13 zeigt eine Momentaufnahme des PFJ und der Verteilung von Kalt und Warmluft, sowie die jeweiligen Windrichtungen, Quelle: John Mason. Alles, was sich unterhalb des Jet befindet, hat (im Sommer) mediteranes Klima. Die Ausbildung der Tröge (wie weit diese nach Süden reichen) ist abhängig von der zonalen Windgeschwindigkeit. Ist diese schwach, so mäandriert der Jet stark und reicht bis nach Südspanien oder sogar nach Nordafrika. Sehr heiße Luft, wie derzeit, kann dann in unsere Breiten fließen und sogar bis in nördliche Breiten.

Ob wir mehr oder weniger Fleisch essen, mit dem Auto fahren, etc. spielt dabei keine Rolle. Aber, da sog. Klimaaktivisten rein gar nichts von Physik verstehen, (bzw. dessen Realitäten für ihre Zwecke nicht gebrauchen können) wird jede Absurdität aufgegriffen, uns Angst einzujagen und in die Schuldrolle zu pressen. Damit man uns anschließend trefflich mit Gebühren etc. zur Kasse „bitten“ kann…

Sowohl nach den Strahlungsgesetzen nach Planck als auch nach dem Abkühlungsgesetz nach Newton (Festkörper) erwärmen sich in einer Erwärmungsphase kalte Gebiete (Pole) mehr als wärmere Gebiete. Dies sagt übrigens auch das IPCC und der Grund dafür ist leicht verständlich.

Um zwei identische Körper einmal von 10°C auf 20°C und von 1.000°C auf 1010°C zu erwärmen, ist stets die gleiche Energiemenge nötig. Aber, um einen Körper zu erwärmen, muss dieser zuerst auf seiner Temperatur gehalten werden – die Erde befindet sich im kalten Weltall und gibt ständig Energie an diesen ab. Nach Planck, als auch nach Newton, verliert aber der wärmerer Körper in gleichen Zeitabständen mehr Energie, so dass, nennen wir sie Halteenergie, für den wärmeren Körper höher ist. Von der Sonne (Stichwort Solarkonstante) ist indes immer „nur“ die gleiche Energie verfügbar, so dass sich der kältere Körper (weil geringere Halteenergie) in gleichen Zeitabständen mehr erwärmen kann, als der wärmere.

Für die Erde bedeutet dies eine „Angleichung“ der Temperaturen der Pole zum Äquator oder besser ausgedrückt: Die Temperaturdifferenz (siehe weiter oben, was den PFJ beeinflusst) zwischen beiden wird geringer. Geringere Temperaturen bedeuten aber auch geringere Winde und in der Tat, ist die zonale Windgeschwindigkeit schon seit Jahren vergleichsweise gering. Wie oben gesehen, mäandriert der Jet dann stark und heiße „Sahara-Luft“ kann in unsere Breiten gelangen. Jetzt wird auch verständlich, wieso die eingangs geschilderte Prognose mit den 40°C jeder abgeben kann, der sich mit Meteorologie (angewandte Atmosphärenpyhsik) beschäftigt.

Aber in Deutschland mit seinen Qualitätsjournalisten sind physikalische Grundgesetze nicht gefragt, da geht es um Quoten, Meinungsmache, Vorgaben, persönliche Belange (Stichwort: Geldanlage). Da reden wir stattdessen von Transformationen, Zwang und Diktat, wie der Abschaffung von allem, was uns bisher Freude bereitete und das alles mit einer Lüge der Treibhausgase und einer menschengemachten Klimaerwärmung garniert. Und Wirtschaft und Industrie, die eigentlich die Erhaltung der Arbeit zum Ziel haben müsste, denn Arbeit schafft Kapital, beschränkt sich aufs Mitlaufen oder bestenfalls auf Kosmetik, so z.B. der Noch Porsche-Chef Blume (z.B. hier).

Der Autor hatte über Herrn Blume 2017 hier geschrieben:

„Und die Industrieführer und ihre Verbände sind einmal mehr ‚unterm Sofa‘ zu finden oder üben sich in Opportunismus, wie der Porsche-Chef Oliver Blume, der sagte, er habe Verständnis für ein Diesel-Fahrverbot (Focus / Zeit, 05.03.2017).“

„Für die betuchten Porsche-Fahrer ist der Diesel in der Tat weniger interessant, für den ‚Karle vom Band‘ und seine Familie indessen existentiell. Auch hat Porsche keine eigenen Dieselaggregate, sondern diese stammen von Audi.“

„Bei der Porsche AG gibt es sehr viele aufrechte Gewerkschafter, von denen kann der Porsche-Chef viel lernen. Der Autor empfiehlt ihm daher, sich dort einmal schlau zu machen, was Solidarität bedeutet und wie sie mit Leben befüllt wird.“

Herr Blume kann von seinem Betriebsrat, bzw. seinen Kolleginnen und Kollegen noch etwas weiteres lernen: Nämlich, wie man sich um den Erhalt der Arbeitsplätze kümmert, ohne dabei Negativschlagzeilen zu verursachen. Prahlhänse braucht man in den Führungsetagen der deutschen Wirtschaft sicherlich nicht.

In allen Ländern und zu allen Zeiten wird zum Erhalt von Arbeitsplätzen in der Politik vorgesprochen und versucht, mitzureden, was sicherlich nicht verwerflich ist und – wir sind eine Industrienation von der der Wohlstand kommt, alles andere kann man schlicht und ergreifend vergessen – dem Wohle des Staates und seiner Gesellschaft dient. Und gerade die sog. „Grüne Wirtschaft“ ist auf Staatshilfe angewiesen, ist sie doch am Wettbewerb nicht marktfähig und gerade dort wird versucht, auf die Politik Einfluss zu nehmen, weil man deren/unseres Geld benötigt. Offensichtlich in verschwiegenerem Rahmen.

Und der Autor möchte nicht wissen, wie viele Politiker und Qualitätsjournalisten ihr Privatvermögen in „Grüne Geldanlagen“ investiert haben. So manche Entscheidung und so mancher Bericht erschiene dann in einem ganz anderen Bild. Verständlich, dass Politiker wie Qualitätsjournalisten dies nicht offenlegen wollen. Die Weltwoche titelt am 21.07.22 (passend) dazu: „Nichts macht Journalisten so heiß, wie eine Hitzewelle. Kältewellen hingegen lassen sie kalt.“ Verständlich, wenn dies hilft, sein Geld damit zu vermehren. Und so wird der deutschen Bevölkerung weiter von Politik und Qualitätspresse, wie dem ZDF, ins Gehirn, nein, der Autor wird nicht weiter sprechen (schreiben), sondern Peter Finch in dem zeitlosen Filmklassiker „Network“, der in den Filmchroniken als Mediensatire gilt, zu Wort kommen lassen.

Abb.14, Quelle. Leider sind die dortigen Handlungen kein „Exklusivrecht“ im „kommerziellen Fernsehsystem Amerikas“, wie vom ARD angegeben, sondern längst Realität deutscher Fernseh- und Nachrichtenmacher in ZDF und ARD.

Peter Finch:

„Weil die einzige Wahrheit, die ihr (Anmerkung: Das Publikum) kennt, aus dieser Röhre* kommt. Heute existiert schon eine ganze Generation von Menschen, die nie etwas kennengelernt hat, das nicht aus dieser Röhre gekommen ist.

Diese Röhre ist das Evangelium, die letzte Offenbarung. Diese Röhre kann krönen und stürzen… Diese Röhre ist die gefährlichste, furchterregendste, gottverdammte Macht in dieser gottverdammten Welt. Wehe uns, wenn sie je in die falschen Hände falscher Leute kommt.

Freunde,…wenn die zwölft größte Gesellschaft dieser Welt, die gefährlichste, furchterregendste, gottverdammte Propagandamacht in dieser gottlosen Welt unter Kontrolle hat, wer weiß, welchen Scheiß uns von diesem Sender als die Wahrheit verkauft wird? Also hört mir zu. Das Fernsehen ist nicht die Wirklichkeit… Das Fernsehen ist ein Zirkus,…,eine reisende Gruppe von Akrobaten, Märchenerzählern…“

Abb.15, Quelle: HR Mediathek. Zentraler Bestandteil der dortigen Nachrichten in „Network“ ist Sable, die Hellseherin. Mal abwarten, bis das ZDF seinen erstaunten Zuschauern Ähnliches bietet, möglicher Titel: „Kassandra und ihre Freunde„. Dass ZDF kann sich dann mit dem DWD zusammen tun. Wie auch immer, die dortigen Wetterberichte, insbesondere von Herrn Terli und Frau Horneffer sind da schon recht nah dran … hier, hier und hier.

Abb.15, Quelle: HR Mediathek. Zentraler Bestandteil der dortigen Nachrichten in „Network“ ist Sable, die Hellseherin. Mal abwarten, bis das ZDF seinen erstaunten Zuschauern Ähnliches bietet, möglicher Titel: „Kassandra und ihre Freunde“. Dass ZDF kann sich dann mit dem DWD zusammen tun. Wie auch immer, die dortigen Wetterberichte, insbesondere von Herrn Terli und Frau Horneffer sind da schon recht nah dran … hier, hier und hier.

Doch weiter mit Peter Finch:

„Von uns (Anmerkung: Fernsehen, Peter Finch ist der dortige Nachrichtensprecher) werdet ihr nie die Wahrheit hören. Wir erzählen euch das, was ihr hören wollt (Anmerkung: sollt). Wir lügen wie die Teufel… Wir erzählen euch jeden Scheiß, den ihr hören wollt (Anmerkung: sollt). Wir handeln mit Illusionen. Nichts davon ist wahr… Ihr fängt an, den Blödsinn zu glauben, den wir hier verzapfen. Ihr fängt an zu glauben, dass die Röhre die Wirklichkeit ist.“

*1976, als der Film in die Kinos kam, gab es noch keine Flachbildschirme, sondern Bildröhren, die die Bilder für den Betrachter darstellten.

Soweit Peter Finch als Nachrichtensprecher in dem zeitlosen Filmklassier „Network“.

Der Unterschied vom Film zu heute ist: Dass, was uns heute in Deutschland von den Qualitätsmedien präsentiert wird, ist keine Satire, sondern, wie dargelegt, traurige Realität.