Wie volatil ist die Offshore-Stromerzeugung?

Paul Homewood, NOT A LOT OF PEOPLE KNOW THAT

Es wird allgemein behauptet, dass der Wind in der Nordsee und an den Küsten Großbritanniens viel konstanter und zuverlässiger ist als im Landesinneren. „Der Wind weht immer!“

Aber stimmt das auch?

Die Low Carbon Contracts Company, die das CfD-System verwaltet, stellt täglich Daten zur Erzeugung aller Erzeuger mit entsprechenden Verträgen zur Verfügung. In ihrer Datenbank befinden sich insbesondere sechzehn Offshore-Windprojekte, die eine gute geografische Streuung aufweisen. Sie machen etwa die Hälfte der gesamten britischen Offshore-Erzeugung aus:

Ich habe die Daten vom Januar 2022 für diese Standorte analysiert, das Ergebnis der täglichen Ausbeute sieht so aus:

Weit davon entfernt, „konstant“ zu sein, zeigt sich, dass die Windenergie extrem unbeständig ist. Die Tagesproduktion schwankt zwischen 8322 und 84984 MWh, mit einem Monatsdurchschnitt von 49245 Mwh.

Es gab dreizehn Tage, an denen die Produktion unter 45000 MWh lag, also mehr als 10 % unter dem Durchschnitt.

An sieben Tagen im Monat wurde die Marke von 25000 MWh nicht erreicht. Der Durchschnitt für diese Tage lag bei 17000 MWh, was einer Auslastung von 15 % der Kapazität entspricht. Am schlechtesten Tag, als die Leistung 8322 MWh betrug, wurde die Offshore-Windkraft nur zu 7 % ausgelastet.

Zu beachten ist auch, dass es sich um den Winter handelt und nicht um den Sommer, in welchem man allgemein geringere Windgeschwindigkeiten erwarten würde.

Man hat uns 40 GW Offshore-Windkraft bis 2030 versprochen, aber in Wirklichkeit können wir uns höchstens auf 3 GW verlassen.

Link: https://wattsupwiththat.com/2022/03/17/how-volatile-is-offshore-wind/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Erwärmung auf der Nord- und Südhemisphäre

Andy May

[Bemerkung: Alle Temperaturangaben im Original in Grad Fahrenheit sind hier gleich in gerundete Grad Celsius umgerechnet. A. d. Übers.]

Es ist üblich, dass die Medien und die Wissenschaftler in ihren Berichten über die globalen durchschnittlichen Oberflächentemperaturen nicht erwähnen, dass sowohl die Erwärmungsrate als auch die Durchschnittstemperaturen innerhalb eines Jahres auf der Erde stark schwanken. Zum Beispiel schwankt die globale durchschnittliche Oberflächentemperatur der Erde jedes Jahr um etwa 4°C. Die Rate variiert auch je nach Hemisphäre. Phil Jones und Kollegen [1] zeigen, dass die globale monatliche Durchschnittstemperatur im Zeitraum 1961-1990 im Januar etwa 12°C und im Juli 16°C betrug. In der nördlichen Hemisphäre schwankte sie zwischen 8°C im Januar und 21°C im Juli, die entsprechenden Durchschnittstemperaturen in der südlichen Hemisphäre liegen bei 16°C und 11°C.

Abbildung 1. HadCRUT 5 hemisphärische Temperaturaufzeichnungen. Anomalien vom Durchschnitt 1961-1990. Datenquelle: (Met Office Hadley Centre datasets, 2022).

Wie aus Abbildung 1 hervorgeht, deutet der Hadley Climatic Research Unit HadCRUT5-Temperaturdatensatz darauf hin, dass sich die nördliche Hemisphäre von 1979 bis 2021 um 0,74 °C stärker erwärmt hat als die südliche Hemisphäre. Die Aufzeichnungen der UAH-Satellitentemperatur in der unteren Troposphäre zeigen eine ähnliche Richtung, aber der Unterschied zwischen den Hemisphären ist viel geringer, wie in Abbildung 2 dargestellt. Beide Abbildungen haben eine identische vertikale Skala von 1,4°C. Der Unterschied zwischen den Hemisphären bei der globalen UAH-Satellitenerwärmung von 1979 bis 2021 beträgt etwa 0,2°C, also mehr als das Dreifache.

Abbildung 2. Die UAH-Satelliten-Temperaturaufzeichnungen der unteren Troposphäre für die nördliche und südliche Hemisphäre. Der Unterschied ist viel geringer als der Unterschied bei HadCRUT5. Sowohl Abbildung 1 als auch Abbildung 2 haben eine vertikale Skala von 1,4°C. Datenquelle: Dr. Roy Spencer.

Die Erwärmungsraten von UAH und HadCRUT5 für die südliche Hemisphäre sind fast identisch, beide liegen bei etwa 0,1°C pro Jahrzehnt. Die Erwärmungsraten der nördlichen Hemisphäre sind jedoch sehr unterschiedlich: Die HadCRUT5-Rate beträgt etwa 0,3°C pro Jahrzehnt, die UAH-Rate 0,2°C pro Jahrzehnt. Die HadCRUT5-Rate für die nördliche Hemisphäre ist um satte 72 % höher als die UAH-Satellitenrate. Auf der Südhalbkugel ist die UAH-Erwärmungsrate etwas größer als die HadCRUT5-Rate, aber der Unterschied ist sehr gering, nur 5 %, und wahrscheinlich nicht signifikant. Aber 72 % sind sicherlich signifikant.

Unterschiedliche Erwärmungsraten in den Hemisphären sind charakteristisch für den solaren und orbitalen Antrieb aufgrund der Neigung der Erdachse gegenüber der Bahnebene in Verbindung mit der Erdrotation. Er ist nicht charakteristisch für den Antrieb durch ein gut gemischtes Treibhausgas wie CO2. Die große Erwärmungsrate der nördlichen Hemisphäre in HadCRUT5 ist verdächtig.

Etwa 68 % der Landfläche der Erde befinden sich auf der Nordhalbkugel, und der HadCRUT5-Temperatur-Datensatz ist eine Kombination aus zwei sehr unterschiedlichen Datensätzen. Der HadSST4-Datensatz für die Meerestemperatur misst die Temperatur in einer Meerestiefe von etwa 30 cm und der CRUTEM5-Datensatz für die Landoberfläche misst die Lufttemperatur in einer Höhe von etwa 2 m. Der UAH-Satellitendatensatz ist ein Datensatz für die untere Troposphäre und misst die Lufttemperatur in einer Höhe von etwa 3000 m. Die Messungen werden alle mit denselben Satellitendaten durchgeführt, wie in meinem vorherigen Beitrag erläutert [in deutscher Übersetzung beim EIKE hier].

Es ist möglich, dass der städtische Wärmeinseleffekt [2] in Verbindung mit dem Homogenisierungs“-Algorithmus des britischen Hadley-Zentrums die CRUTEM5-Aufzeichnungen, die nur für Landflächen gelten, verunreinigt und verzerrt hat [3]. Da die Temperaturen an der Landoberfläche über kurze Entfernungen oft stark schwanken, müssen sie „homogenisiert“ oder geglättet werden, um kartierbare Werte zu erhalten. Einer der größten Unterschiede besteht zwischen den Wetterstationen in Städten und auf dem Land, da es in Städten aufgrund von Straßenbelag, Autos, Klimaanlagen usw. wärmer ist als auf dem Land. Der Unterschied ist der städtische Wärmeinseleffekt, und wie Nicola Scafetta erklärt [3], hat die Homogenisierung der Oberflächentemperaturen den Effekt, dass die zusätzliche Erwärmung in Städten über große Gebiete verteilt wird. Er nennt dies „urban blending“.

Betrachtet man die gesamte hemisphärische HadCRUT5-Aufzeichnung, sieht der in Abbildung 1 gezeigte Unterschied in den Raten noch verdächtiger aus, wie in Abbildung 3 dargestellt. Der sehr große Unterschied zwischen den Hemisphären ist in den früheren Jahren der HadCRUT5-Aufzeichnung nicht zu erkennen.

Abbildung 3. Die gesamten HadCRUT5-Temperaturaufzeichnungen für die Hemisphäre.

Schlussfolgerungen

Sowohl die UAH- als auch die HadCRUT5-Aufzeichnungen zeigen, dass sich die nördliche Hemisphäre schneller erwärmt als die südliche, aber der Umfang der zusätzlichen Erwärmung in der HadCRUT5-Aufzeichnung ist anomal. Während die Satelliten- und Oberflächenraten der südlichen Hemisphäre ähnlich sind, sind die Raten der nördlichen Hemisphäre sehr unterschiedlich.

Die globalen Erwärmungsraten der unteren Troposphäre (UAH) und der HadSST4 betragen beide 0,14°C/Dekade von 1979 bis 2020, was auf zwei Dezimalstellen genau gleich ist, wie in meinem vorherigen Beitrag gezeigt. Die Ozeane bedecken 70 % der Erdoberfläche, und der HadSST4-Datensatz wird in Kombination mit der CRUTEM5-Aufzeichnung der Landoberflächentemperatur verwendet, um die Kurven in Abbildung 1 zu erstellen. Angesichts dessen ist der große Unterschied in den Erwärmungsraten der nördlichen Hemisphäre zwischen den Abbildungen 1 und 2 nur schwer zu erklären. Offen gesagt deutet dies darauf hin, dass es ein Problem mit CRUTEM5 gibt. Abbildung 3 zeigt, dass sich das Problem in den letzten Jahren eher verschlimmert als verbessert hat. Dieses Thema wird in meinem neuesten Buch ausführlicher behandelt: The Great Climate Change Debate: Karoly vs. Happer.

The bibliography can be downloaded here.

This post was originally published at the CO2 Coalition.

  1. (Jones, New, Parker, Martin, & Rigor, 1999)
  2. The Urban Heat Island effect is the result of humans paving over land and replacing transpiring trees and plants that have a natural cooling effect. Humans also have heat generating air conditioners, factories, and vehicles. Cities can be up to 7 degrees warmer than the surrounding countryside.
  3. (Scafetta, 2021) explains how the urban heat island corrupts the global surface temperature record.

Link: https://andymaypetrophysicist.com/2022/03/17/northern-and-southern-hemisphere-warming/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Neue Studie: Das „Konzept“ des CO2-Antriebs der globalen Erwärmung ist „obsolet und falsch“

Kenneth Richard

„Das IPCC-Konzept, dass eine Zunahme des Kohlendioxids in der Atmosphäre die globale Erwärmung verursacht, ist seit drei Jahrzehnten überholt.“ – Lightfoot und Ratzer (2022), Journal of Basic & Applied Sciences

Die Klimaforscher Lightfoot und Ratzer (2022) haben die globalen UAH-Temperatur- und Mauna Loa-CO2-Aufzeichnungen von 1979 bis 2021 analysiert und berichten, dass es in diesem Zeitraum, wenn überhaupt, nur eine geringe Korrelation zwischen diesen beiden Variablen gegeben hat.

Sie erklären, dass zwischen 91 und 98% des Treibhauseffekts der Erde auf Wasserdampf zurückzuführen sind, während CO2 und andere Spurengase weniger als 5 % zum Treibhauseffekt beitragen.

Im aktuellen Sonnenzyklus 25 hat gerade ein solares Minimum begonnen. Die abnehmende Sonnenleistung wird voraussichtlich in den nächsten 30 bis 40 Jahren zu einer Abkühlung um 1 bis 1,2°C führen. Solare Minima gehen auch mit Ernteausfällen aufgrund von Frost und Wetterextremen einher, die zu übermäßiger Hitze führen.

Die Autoren kommen zu dem Schluss, dass sich die verbreitete Auffassung, CO2 sei für die globale Erwärmung verantwortlich, als „veraltet und falsch“ erwiesen hat.

Anmerkung: Im Original ist diese Graphik zusammen mit Textausschnitten aus der Studie gezeigt. Obige Graphik ist aus dem Original übernommen. Die bei Gosselin daneben gezeigten Textausschnitte sind hier übersetzt. Die von Gosselin farbig hervorgehobenen Passagen werden hier ebenfalls eingefärbt. – Ende Anmerkung

Aus der Studie (PDF):

Die Sonne im Vergleich zu CO2 als Ursache des Klimawandels, projiziert bis zum Jahr 2050

H. Douglas Lightfoot, The Lightfoot Institute, Kanada, und Gerald Ratzer, Prof. Emeritus, McGill University, Kanada

Im Zeitraum 1979 bis 2021 stieg die Kohlendioxid (CO2)-Konzentration um 78 ppm von 335 ppm auf 413 ppm, d.h. um 23 %. Vergleicht man die auf derselben horizontalen Skala gezeichneten Diagramme, so zeigt sich, dass die Korrelation zwischen dem CO2-Gehalt und der Temperatur der Erde in den 42 Jahren, wenn überhaupt, nur gering ist. Dieses Ergebnis ist nicht überraschend, da der CO2-Gehalt sehr nahe an seiner Obergrenze für die Erwärmung der Atmosphäre liegt, d. h. innerhalb von etwa 1,5 Watt pro Quadratmeter [6, 7].

Eine weitere Einschränkung des Erwärmungseffektes von CO2 besteht darin, dass die Erwärmung durch Wasserdampf seine Erwärmung übersteigt [8]. Die Rückstrahlung ist ein Messwert für die gesamte Strahlung, die von Treibhausgasen auf die Erde zurückgeworfen wird. Wasserdampf verursacht etwa 91% an den Polen und 97,5% in den Tropen. Der Rest von 2,5 bis 9 % ist die Summe der Erwärmung durch CO2, Methan, Distickstoffoxid und die übrigen Spurengase [9].

Satelliten messen heute die Temperatur rund um die Erde genau. Die erwärmende Wirkung von CO2 ist begrenzt. Wasserdampf hat einen viel stärkeren Einfluss auf die Erwärmung und übertrifft die Erwärmung durch CO2. Die Auswirkungen der schwankenden Energieabgabe der Sonne auf die Temperatur der Erde sind jetzt viel besser bekannt. Wenn die Energieabgabe der Sonne sinkt, erlebt die Erde kalte Perioden, wie das Maunder-Minimum, als die Durchschnittstemperaturen um 1 bis 1,5 °C sanken.

Zuverlässige Beweise zeigen, dass ein solares Minimum begonnen hat, das zu erheblichen Ernteausfällen aufgrund von Frost und übermäßiger Hitze führt.

Vier verschiedene Verfahren führen zum gleichen Ergebnis: Das solare Minimum ist da. Diese Tatsache ist zwingend. Die Wissenschaft zu ignorieren ist keine Option. Die Ungewissheit liegt in dem Temperaturabfall, den es verursachen wird. Wird es tief und lang sein wie das Maunder-Minimum oder kürzer und weniger tief wie das Dalton-Minimum? Es gibt physikalische Beweise dafür, dass das solare Minimum bereits begonnen hat. Wenn zum Beispiel die Energieabgabe der Sonne abnimmt, ist der Jet Stream nicht so gleichmäßig und stabil wie bei einer starken Sonne. Die Schwankungen im Jet Stream sind ein Anzeichen dafür, dass die Sonne nicht mehr so viel Energie ausstrahlt. Gegenwärtig treibt der Jet Stream extreme Hitze und Kälte an Orte, an denen solche Extreme normalerweise nicht auftreten. So kam es im Jahr 2021 zu Ernteausfällen sowohl aufgrund von Frost als auch aufgrund großer Hitze.

Weitere Schlussfolgerungen

1. Ein solares Minimum scheint um den Beginn des Sonnenfleckenzyklus 25 begonnen zu haben. Während dieses derzeitigen Minimums kann die Durchschnittstemperatur der Erde um 1oC bis 1,2oC unter den derzeitigen Durchschnitt von 1991 bis 2020 fallen.

5. Das Konzept des IPCC, dass eine Zunahme des Kohlendioxids in der Atmosphäre die globale Erwärmung verursacht, ist seit drei Jahrzehnten überholt. Jüngste Informationen belegen, dass sie veraltet und falsch ist.

Link: https://notrickszone.com/2022/03/14/new-study-the-co2-drives-global-warming-concept-is-obsolete-and-incorrect/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Klimamodelle: Unsinn in Wissenschafts-Ummantelung*

Willis Eschenbach

[*Originaltitel: Climate Models Don’t]

Auf der wunderbaren KNMI-Website [in den Niederlanden], der Heimat aller Arten von Klimadaten, wird gerade die Übertragung auf einen neuen Server abgeschlossen. Mir ist aufgefallen, dass die Migration der Daten des Climate Model Intercomparison Project 6 (CMIP6) auf den neuen Server abgeschlossen ist, also habe ich alle Modellläufe heruntergeladen.

Ich warf einen Blick auf das Zukunftsszenario mit dem geringsten Anstieg der CO2-Emissionen. Dies ist das Szenario „SSP126“. Das KNMI hat insgesamt 222 Modellläufe mit dem SSP126-Szenario durchgeführt. Abbildung 1 zeigt die rohen Modellläufe mit den tatsächlichen Temperaturen.

Abbildung 1. Rohergebnisse, 222 Modellläufe, CMIP6-Modelle, SSP126-Szenario

Hier haben wir also das erste Problem. Die verschiedenen Modelle können sich nicht einmal darauf einigen, wie warm der historische Zeitraum war. Die modellierten Durchschnittstemperaturen von 1850-1900 reichen von zwölfeinhalb Grad Celsius bis zu fünfzehneinhalb Grad Celsius … nicht gerade ermutigend. Ich meine, wenn die Modelle die historischen Temperaturen nicht wiedergeben können, welche Chance haben sie dann, die Zukunft zu prognostizieren?

Als Nächstes habe ich eine Anomalie aus dem frühen Zeitraum 1850-1880 als Basiswert für die Anomalie genommen. Damit haben alle Modelle den gleichen Ausgangspunkt, so dass ich sehen konnte, wie weit sie über den Zeitraum von 250 Jahren auseinanderklafften:

Abbildung 2. Anomalien, 222 Modellläufe, CMIP6-Modelle, SSP126-Szenario

Hier zeigt sich das zweite Problem. Wie die Dichte der Ergebnisse auf der rechten Seite der Grafik zeigt, teilen sich die Modelle grob in drei Gruppen auf. Warum das so ist? Wer weiß das schon. Und bis zum Ende des Zeitraums sagen sie einen Temperaturanstieg von der so genannten „vorindustriellen“ Temperatur von 1,3 °C bis zu 3,1 °C voraus … nur welcher Zahl sollen wir glauben?

Schließlich wird behauptet, dass wir einfach den Durchschnitt der verschiedenen Modelle im „Ensemble“ bilden können, um die tatsächliche zukünftige Temperatur zu ermitteln. Ich habe also den Durchschnitt der 222 Modelle mit den Beobachtungen verglichen. Ich habe einen Anomaliezeitraum von 1950-1980 verwendet, damit die Ergebnisse nicht durch Unterschiede oder Ungenauigkeiten in den frühen Daten verfälscht werden. Und ich habe die Oberflächentemperaturdaten von Berkeley Earth und HadCRUT verwendet. Abbildung 3 zeigt das Ergebnis:

Abbildung 3. Globale Oberflächentemperaturbeobachtungen von Berkeley Earth (rot) und HadCRUT (blau), zusammen mit dem Durchschnitt der 222 Klimamodelle.

Damit sind wir beim dritten und größten Problem angelangt. In nur etwas weniger als einem Vierteljahrhundert liegt der Durchschnitt der Modelle bereits um 0,5°C bis 0,7°C über den Beobachtungen … HILFE!

Und sie behaupten ernsthaft, dass sie diese Modelle verwenden können, um uns zu sagen, wie die Oberflächentemperaturen im Jahr 2100 sein werden?

Das glaube ich nicht …

Ich meine es ernst, Leute, diese Modelle sind ein Witz. Sie sind eindeutig nicht geeignet, um öffentliche Entscheidungen in Höhe von Billionen von Dollar darauf zu stützen. Sie können nicht einmal die Vergangenheit wiedergeben und liegen bei der Gegenwart völlig falsch. Warum sollte man ihnen in Bezug auf die Zukunft trauen?

Aktualisierung: Rud Istvan, ein geschätzter Kommentator, wies mich darauf hin, mir das INM-Klimamodell anzuschauen, da es gut mit den Beobachtungen übereinstimmt. Als ich es mir ansah, fand ich ein hervorragendes Beispiel dafür, dass eine gute Abbildung der Vergangenheit keine Garantie für zukünftigen Erfolg sind …

Abbildung 4. Modellläufe von zwei Versionen des INM-CM-Modells.

Wie man sieht, leisten beide eine hervorragende Arbeit bei der Darstellung der Vergangenheit, geben aber völlig unterschiedliche Versionen der Zukunft wieder.

Weitere Lektüre: Bei meinen Recherchen zu diesem Thema stieß ich auf eine ausgezeichnete, frei zugängliche Studie mit dem Titel „Robustness of CMIP6 Historical Global Mean Temperature Simulations: Trends, Long-Term Persistence, Autocorrelation, and Distributional Shape“ [etwa: Robustheit der historischen CMIP6-Simulationen der globalen Mitteltemperatur: Trends, Langzeitpersistenz, Autokorrelation und Verteilungsform]. Es handelt sich um eine sehr gründliche Untersuchung einiger der vielen Probleme mit den Modellen. Kurzfassung: Nur sehr wenige der Modellergebnisse sind tatsächlich mit realen Beobachtungsdaten vergleichbar.

Außerdem gibt es einen guten Artikel in der Zeitschrift Science mit dem Titel Earning The Public’s Trust, in dem es darum geht, warum die Menschen der Wissenschaft heutzutage nicht mehr so viel Vertrauen entgegenbringen. Spoiler-Alarm: Klimamodelle erhalten eine lobende Erwähnung.

Link: https://wattsupwiththat.com/2022/03/16/climate-models-dont/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Klimawandel stellt keine existenzielle Bedrohung dar – keinerlei!

H. Sterling Burnett

Ein erfreulicher Artikel im Washington Examiner beweist, was ich seit mehr als einem Jahrzehnt immer wieder sage: Der Klimawandel stellt keine „existenzielle Bedrohung“ dar. So lautet sogar der Titel des Artikels: „Der Klimawandel ist keine ‚existenzielle Bedrohung‘.“ David Simon schreibt über die Energiekrise, die während der kurzen Amtszeit von Joe Biden als Präsident der Vereinigten Staaten entstanden ist – vor allem aufgrund von Bidens Klimapolitik.

Die Klimapolitik der Biden-Regierung hat zu einem drastischen Anstieg der Ölpreise geführt, der die heimische Wirtschaft schädigt und die Kosten für fast alles erhöht, was die Verbraucher kaufen. Indem sie die Einnahmen des Regimes des russischen Präsidenten Wladimir Putin erhöht haben, haben sie Russland zu einem kritischen Zeitpunkt stärker und gefährlicher gemacht und damit der nationalen Sicherheit geschadet.

Aber das Schlimmste ist, dass die Grundlage der Biden-Regierung für diese Politik, nämlich die Behauptung, die globale Erwärmung stelle eine „existenzielle Bedrohung“ dar, betrügerisch ist. Sie basiert nicht auf einem wissenschaftlichen Konsens und ignoriert sogar Beweise für die Vorteile der globalen Erwärmung für die Umwelt, die ihren Schaden aufwiegen.

In diesem mit Daten vollgestopften Artikel schult Simon die so genannten Journalisten in den Konzernmedien darin, wie sie Behauptungen, der Mensch verursache eine Klimakatastrophe, überprüfen können. Simon präsentiert Daten und Forschungsergebnisse, die schlüssig belegen, dass die Temperatur und die klimabedingten Todesfälle während der modernen Erwärmung deutlich zurückgegangen sind. Auch Climate Realism hat bei zahlreichen Gelegenheiten darauf hingewiesen und die gegenteiligen Behauptungen der Alarmisten widerlegt.

So wurde in der Ausgabe vom 1. Juli von The Lancet, einer der bekanntesten Gesundheitszeitschriften der Welt, die wohl größte Studie veröffentlicht, die jemals die mit der Temperatur verbundene übermäßige Sterblichkeit untersucht hat. Die Autoren der Studie, 68 Wissenschaftler, die Universitäten und Forschungsinstitute in 33 Ländern aus allen Regionen der Welt vertreten, kamen zu zwei eindeutigen Schlussfolgerungen: Kälte trägt jedes Jahr zu weit mehr Todesfällen bei als Wärme, und die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit extremen Temperaturen, ob heiß oder kalt, ist rückläufig. Die Forscher fanden heraus, dass fast 10 Mal mehr Menschen aufgrund von Kälte sterben als aufgrund von Hitze. Und während die Temperaturen weltweit leicht ansteigen, nimmt die Zahl der Menschen, die aufgrund suboptimaler Temperaturen sterben, ab.

„Wichtig ist, dass die kältebedingten Todesfälle von 2000 bis 2019 um 0,51 Prozent zurückgingen, während die hitzebedingten Todesfälle um 0,21 Prozent zunahmen, was zu einer Verringerung der Nettosterblichkeit aufgrund von Kälte und Hitze führte“, heißt es in der Studie.

In Anbetracht der Tatsache, dass zehnmal mehr Menschen an Kälte als an Hitze starben, zeigt die Studie, dass die Erwärmung zwischen 2000 und 2019 3,1 Millionen Menschenleben vor kältebedingten Todesfällen bewahrt hat, auf Kosten von nur 130.000 zusätzlichen Todesfällen durch Hitze. Infolgedessen hat die globale Erwärmung in den letzten 20 Jahren netto fast drei Millionen Menschenleben gerettet.

Diese Studie bestätigt, was frühere Untersuchungen immer wieder gezeigt haben. Im Jahr 2015 veröffentlichte The Lancet beispielsweise die Ergebnisse einer anderen groß angelegten Studie zum Thema Temperatur und Sterblichkeit, in der die Forscher feststellten, dass kaltes Wetter direkt oder indirekt 1.700 Prozent mehr Menschen tötete als warmes oder heißes Wetter. Die Wissenschaftler untersuchten Gesundheitsdaten aus 384 Orten in 13 Ländern, die für mehr als 74 Millionen Todesfälle verantwortlich waren. Die Autoren dieser Studie schrieben:

„Eine nicht optimale Umgebungstemperatur ist für einen erheblichen Anstieg der Sterblichkeit verantwortlich, wobei es große Unterschiede zwischen den Ländern gibt. Obwohl sich die meisten früheren Forschungsarbeiten auf hitzebedingte Auswirkungen konzentriert haben, wurden die meisten der zurechenbaren Todesfälle durch niedrige Temperaturen verursacht. Trotz der Aufmerksamkeit, die extremen Wetterereignissen gewidmet wird, traten die meisten Auswirkungen an mäßig heißen und mäßig kalten Tagen auf, insbesondere an mäßig kalten Tagen“.

Selbst die New York Times erkannte die Bedeutung dieser Studie an, indem Jane Brody schrieb: „Im Laufe der Zeit, wenn die globalen Temperaturen steigen, werden mildere Wintertemperaturen wahrscheinlich zu weniger kältebedingten Todesfällen führen, ein Vorteil, der einen geringeren Anstieg der hitzebedingten Sterblichkeit aufwiegen könnte.“

Simon korrigiert nicht nur die Daten über hitzebedingte Todesfälle, sondern widerlegt auch verschiedene Klimafantasien über die Zunahme von Naturkatastrophen, indem er leicht verfügbare Daten verwendet:

Auch die Fakten in Bezug auf Naturkatastrophen stützen die Behauptung der „existenziellen Bedrohung“ nicht. Einem EPA-Bericht aus dem Jahr 2021 zufolge hat die Zahl der Wirbelstürme pro Jahr seit Ende des 19. Jahrhunderts nicht zugenommen. Außerdem ist die Gesamtfläche, die jährlich durch Waldbrände verbrannt wird, zurückgegangen, und die meisten Flüsse führen heute weniger Hochwasser als früher, auch wenn man das aus der panikartigen, sensationsheischenden Berichterstattung nicht herauslesen kann.

Seit 1920 ist die Durchschnittstemperatur der Erde um 1,12 Grad gestiegen, und die Weltbevölkerung hat sich von weniger als zwei Milliarden auf fast acht Milliarden vervierfacht. Trotzdem ist die Zahl der Menschen, die jedes Jahr durch Naturkatastrophen ums Leben kommen, um etwa 90 Prozent zurückgegangen. Diese Statistik widerlegt mehr als jede andere die Behauptung einer existenziellen Krise durch das Klima.

[Hervorhebung vom Übersetzer]

Auch die Zahl der durch Luftverschmutzung verursachten Todesfälle ist in den letzten drei Jahrzehnten weltweit um etwa 45 % zurückgegangen. Auch hier gibt es keine „existenzielle Bedrohung“.

Simon hat Recht. Die bei Climate Realism veröffentlichten Forschungsergebnisse haben die Behauptungen über die Zunahme von Waldbränden und Wirbelstürmen bereits mehrfach widerlegt.

Simon erörtert auch Forschungsergebnisse, die die positive Seite des Klimawandels zeigen: „Die globale Erwärmung hat sowohl die landwirtschaftlichen Erträge als auch das Wachstum von Wäldern, Grasland und Laubbäumen erhöht.“

Climate Change Weekly und Climate Realism haben die Behauptung, der Klimawandel sei eine Bedrohung für die landwirtschaftliche Produktion, mehr als 100 Mal widerlegt. Wir haben Forschungsergebnisse und harte Daten der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen zitiert, die zeigen, dass die regionale und globale Pflanzenproduktion und die Ernteerträge während der jüngsten Periode der modernen Erwärmung regelmäßig, fast jedes Jahr, neue Rekorde aufgestellt haben.

Grundlegende agronomische Erkenntnisse erklären, warum die Pflanzenproduktion unter den derzeitigen Klimabedingungen boomt. Der nichtstaatliche internationale Ausschuss für Klimaänderungen NIPCC schrieb in Climate Change Reconsidered: Biological Impacts (hier) und Climate Change Reconsidered II: Fossil Fuels (hier), dass das Kohlendioxid, das die Menschen seit Mitte des 20. Jahrhunderts in die Luft pumpen, das Pflanzenwachstum angereichert und die Wassernutzungseffizienz der Pflanzen verbessert hat, was Rekorderträge bei den Nutzpflanzen zur Folge hatte.

Laborexperimente und reale Feldforschung zeigen, dass sich mit steigendem Kohlendioxid die Vitalität der Pflanzen und die Bestäubung der Blüten verbessern, dass die Pflanzen umfangreichere Wurzelsysteme entwickeln, um größere Mengen an Nährstoffen selbst aus Böden mit schlechter Qualität zu gewinnen, dass die Pflanzen Wasser effizienter nutzen, indem sie die Anzahl und Öffnung der Spaltöffnungen verringern, durch die sie während der Transpiration Feuchtigkeit verlieren, und dass die Pflanzen größere Mengen an natürlichen Substanzen produzieren, die Insekten abwehren und konkurrierendes Unkraut bekämpfen.

All dies hat dazu beigetragen, den größten Rückgang von Hunger, Unterernährung und Verhungern in der Geschichte der Menschheit herbeizuführen.

Simons Schlussfolgerung ist treffend und spricht für sich selbst:

Die Klimapolitik der Biden-Regierung macht aus den Bedrohungen eine Sensationsgeschichte, ignoriert aber alle Vorteile. Sie stützt sich auf spekulative „Modelle“, die angeblich die globalen Temperaturen hochrechnen und Katastrophen vorhersagen. Aber diese Modelle sind höchst unzuverlässig, … nicht einmal in der Lage, die Temperaturveränderungen des 20. Jahrhunderts zu reproduzieren.

Die Kampagne der Biden-Regierung gegen die US-Ölförderung und Pipelines ist nicht nur schädlich, sondern auch ein Umweltbetrug.

Der langjährigen Radiomoderator Paul Harvey sprach vom „der Rest der Geschichte“: nämlich die sehr guten Nachrichten, die Ihnen die Mainstream-Medien und die verschiedenen wissenschaftlichen und politischen Lockvögel nicht über den Klimawandel erzählen.

SOURCES: Washington Examiner, Climate Realism; Climate Change Weekly

Link: https://heartlanddailynews.com/2022/03/climate-change-weekly-429-climate-change-poses-no-existential-threat-nada-not-any/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE